In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2018 Q2 geht es um die Veränderung des Gesetzes im Kontext der Vorbereitung auf die Endzeit. Der Vortrag beleuchtet die Frage, ob das Gesetz Gottes heute noch gültig ist und ob der Ruhetag vom Sabbat auf Sonntag verlegt wurde. Es wird untersucht, wie die Bibel das Verhältnis von Gesetz, Sünde und Geist beschreibt und welche Bedeutung der Sabbat im Lichte der Endzeitprophetien hat.
Vorbereitung auf die Endzeit (CSH 2018 Q2): 6. Die Veränderung des Gesetzes
Boris Bernhard · Cannstatt Study Hour 2018 Q2: Vorbereitung auf die Endzeit ·Themen: Altes Testament, Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Daniel, Gesetz, Johannes, Neues Testament, Offenbarung, Römer, TheologieWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q2: Vorbereitung auf die Endzeit
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier auf www.joelmedia.tv.de zu unserer Cannstatt-Study-Hour. Heute mit Lektion Nummer 6 des zweiten Quartals, Vorbereitung auf die Endzeit. Und unser Merkvers für diese Woche ist aus Daniel 7, Vers 25. Er wird den Allerhöchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern. Sie werden in seine Hand gegeben werden, eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit.
[0:57] Und bevor wir uns heute wieder in das Wort Gottes begeben, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für diesen neuen Tag des Lebens. Wir danken dir für die Möglichkeit, gemeinsam dein Wort zu studieren. Großer Gott, du hast für diese Zeit eine besondere Botschaft und du hast uns Zeichen gegeben, in die Natur, in die politischen Entwicklungen, in die biologische Welt, dass wir sehen können, dass es nicht mehr lange ist, bis du wiederkommst. Großer Gott, ich bitte dich, gib uns Klarheit, dass wir sehen können durch diesen Nebel des Alltags, was du uns wissen lassen möchtest. Großer Gott, so bitte sei du heute unser nobelster Gast, sei du mit deinem Heiligen Geist bei uns und segne du uns die nächsten 30 bis 40 Minuten. Großer Gott, so danken wir dir im kostbaren Namen Jesu, Amen.
[2:02] Wir werden heute behandeln das Thema 6, die Veränderung des Gesetzes. Heute behandeln wir die Verheißung aus Römer 8, Vers 1, das Gesetz und die Sünde, ob der Ruhetag von Sabbat auf Sonntag verlegt worden ist. Wir schauen uns den siebten Tag einmal genauer an und wie wir den Sabbat vermitteln können. Und wir starten mit dem Gedanken, die Hauptfrage, die wir uns in Bezug auf die Endzeit stellen müssen, grundsätzlich ist, ist das Gesetz heute noch gültig oder wurde das mit ans Kreuz genagelt? Ist es heute nicht mehr wichtig? Und die Frage tatsächlich dreht sich nicht darum, ob es die Gebote, du sollst nicht töten, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, ob die abgeschafft sind, ob man das heute jetzt machen darf, sondern es geht vielmehr um eines der Gebote und zwar das Gebot, Gedenke des Sabbatages in 2. Mose 20, die Verse 8 bis 11, darum dreht es sich eigentlich, ob dieses Gebot abgeschafft ist oder nicht und darum werden wir uns diese Woche kümmern.
[3:23] Lass uns zuerst einmal die Verheißung aufschlagen in Römer 8, Vers 1, Römer Kapitel 8 und dann den Vers 1. So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß des Geistes. Wir haben keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus sind. Wir haben hier noch einen kleinen Zusatz, nämlich die, die gemäß dem Fleisch wandeln, also die nicht gemäß des Fleisches wandeln, sondern gemäß des Geistes. Und wir werden uns genauer anschauen, was das bedeutet. Wir haben vorher gelesen in Römer 7, die Verse 15 bis 25, dass nicht das Gesetz das Problem ist. Es zeigt lediglich das Problem auf, nämlich die Sünde. Also das Gesetz ist nicht die Problematik. Das Gesetz ist dazu da, es ist heilig, gerecht und gut. Es zeigt auf die Sünde und die Verse gerade am Ende deuten auf diesen Kampf hin, den jeder echte Christ in seinem Leben hat, nämlich dieser Kampf gegen die Sünde. Das wird hier herausgestellt.
[4:39] Und lasst uns noch Kolosser Kapitel 3 aufschlagen. Kolosser Kapitel 3, die Verse 5 bis 10. Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind. Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist. Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt auch das, jetzt aber legt auch ihr das alles ab. Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem eben Bild dessen, der ihn geschaffen hat. Hier zeigt Paulus in dem Brief an die Kolosser ganz deutlich auf, was wir nicht tun sollen, dass wir diese Sachen abstellen sollen. Nämlich Unzucht, Unreinheit, böse Leidenschaft, Lust, schändliche Redensarten. Schändliche Redensarten ist schon alleine, wenn ich das SCH-Wort in den Mund nehme und das sind nicht Scheine oder ähnliches.
[6:06] Hier hat die Bibel einen wahnsinnig hohen Anspruch und das ist eine Sache, die wir aus uns nicht schaffen können. Und wir sehen hier, das eine ist Geist, das andere ist Fleisch. Das wird noch viel, viel deutlicher in Galater Kapitel 5. Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welches sind Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen, Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht ererben werden. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt, samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
[7:35] Wir sehen hier ganz deutlich, dass die Bibel von zwei Dingen spricht, nämlich einmal von Fleisch und einmal von Geist. Und wir dürfen hier nicht in die Denkweise der Gnostiker verfallen, die es schon im ersten Jahrhundert der Urchristenheit gab, die alles irgendwie umgedreht haben und die gesagt haben, ja, das Fleisch ist immer sündhaft, aber der Geist, die Seele, das ist was getrenntes vom Fleisch und das ist immer rein. Das können wir gar nicht trennen. Aber das ist nicht, was die Bibel hier sagt. Die Bibel spricht hier über eine lange Liste von Früchten des Fleisches, die immer eine Übertretung des Gesetzes ist. Zum Beispiel Ehebruch ist die Fleischesfrucht, die gegen das Gebot, das siebte, du sollst nicht Ehe brechen, spricht. Und jeder von uns sieht, dass diese Dinge schlecht sind und dass dagegen die Frucht des Geistes ist. Und da sind neun verschiedene Dinge aufgezählt. Und die Bibel sagt, dagegen gibt es kein Gesetz. Das Gesetz ist dafür da, um die Sünde aufzudecken.
[8:49] Und es ist so, als hätten wir zwei Naturen in uns. Es gibt ein indianisches Sprichwort, das ich hier gerne verwende, um das zu illustrieren. Und zwar der Mensch hat zwei Hunde in sich. Einmal einen guten weißen Hund und einen bösen schwarzen Wolf. Und am Ende wird derjenige gewinnen, der am meisten gefüttert wurde. Und so müssen wir auch in unseren Alltag schauen. Womit füttern wir unseren Geist? Sind es Ego-Shooter? Sind es Partys? Sind es gewaltverherrlichende Videos oder Filme? Ist es Musik, die solches verherrlicht? Ist es vielleicht Pornografie? Oder schaue ich in die Natur? Erfreue ich mich an der Schöpfung? Studiere ich in der Bibel und versuche mein Ich zu verbessern mit der Hilfe Gottes? Das sind die Dinge, die hier wirklich angesprochen werden.
[9:50] Auch ist es so, dass die Sünde wie ein reißender Strom ist. Und solange wir mit der Strömung schwimmen, merken wir überhaupt kein Problem. Wir merken gar nicht, was eigentlich los ist. Aber erst wenn wir versuchen, gegen den Strom anzuschwimmen, merken wir, wie die Sünde an uns zerrt. Und das ist genau die Sache. Die Welt hat kein Problem mit der Sünde. Sie schwimmt mit ihr und sagt, ist doch nichts dabei. Während ein echter Christ versucht, selbst gegen die Strömung anzuschwimmen, dass er nicht mitgerissen wird. Und er merkt erst, wie es zieht und zerrt. Denn die Sünde ist wie eine Sucht. Sie ist wie ein Gefängnis, aus dem wir nicht alleine rauskommen. Wenn jemand abhängig ist nach Heroin, einer der schlimmsten Drogen, der kann sich nicht einfach hinstellen und sagen, so, ich höre jetzt auf. Eine viel weitverbreitetere Sucht, die viel mehr Leugnung hat, ist das Rauchen. Immer wenn ich zu Rauchern hingehe und frage, warum rauchst du denn? Ja, weil es mir schmeckt. Dann sage ich, aber du bist doch süchtig danach. Dann sagen sie, nein, ich bin nicht süchtig danach. Dann sage ich, warum hörst du dann nicht einfach auf? Sie können es nicht. Und das ist die wirkliche, ehrliche Antwort an dieser Stelle. Weil es macht schlechte Zähne, es macht schlechten Atem, es kostet viel Geld, es macht krank. Es hat so viele negative Sachen, die durch diesen angeblichen Geschmack nicht weggemacht werden können.
[11:36] Und so ist es mit der Sünde. Die Sünde ist etwas, was uns schmeckt. Aber dennoch ist es so wichtig für unsere Gesundheit und für die Ewigkeit, so etwas aufzugeben. Und ohne die Kraft Christi schaffen wir das sowieso nicht. Das Gesetz und die Sünde sind nämlich verbunden, streng miteinander verbunden. In Römer 7, Vers 1-14 haben wir gesehen, dass das Gesetz nicht das Problem ist, sondern nur das Problem aufzeigt. Aber das Gesetz löst dieses Problem nicht. Das Gesetz ist gut, also es ist heilig, gerecht und gut, die Sünde aufzuzeigen. Aber es bietet im Gegensatz zum Evangelium keine Antwort auf dieses Problem.
[12:22] Und wir kennen das vielleicht aus unserem eigenen Leben, vor allem, wenn wir Kinder haben, dass die Sünde erst auflebt durch das Gesetz. Was bedeutet das? Wenn wir einem Kind sagen, fass nicht das rote Auto an. Dann können wir davon ausgehen, dass das Kind das rote Auto anfasst. Nicht nur aufgrund der Formulierung, dass Kinder nicht nicht verstehen können, sondern plötzlich ist ein Reiz dahinter. Hinter dem Verbotenen liegt immer ein gewisser Reiz, ein gewisser Nervenkitzel. Und deshalb gehen wir mehr dahin. Tatsächlich reizt auch dieses Verbot, wenn wir die Sünde erkennen, plötzlich haben wir ganz neue Gelüste. Als ich noch in der Welt war, hatte ich mit bestimmten Sachen überhaupt kein Problem. Die habe ich auch nie gemacht. Als ich dann gläubig wurde und gemerkt habe, das ist Sünde, habe ich plötzlich darüber nachgedacht. Und ich habe mich immer wieder ertappt, dass meine Gedanken dahingeschwommen sind. Ich habe immer wieder gesagt, nein, da haben sie nichts zu suchen.
[13:37] Und auch in diesem Text von Römer 7, Vers 1-14, da vergleicht Paulus das mit dem unter dem Gesetz stehen mit der Heirat, mit der Ehe. Und tatsächlich ist es so, Jesus Christus hält die Gebote, auch noch heute. Auch das Gebot, du sollst nicht Ehe brechen. Das heißt, wenn wir noch mit jemandem verheiratet sind, wird Gott nicht mit uns zusammenleben, weil er die Ehe nicht bricht. Jetzt ist die Frage, mit wem sind wir verheiratet? Nämlich mit dem alten Menschen, der fleischlich gesinnt ist, der nicht gegen den Strom, sondern mit dem Strom schwimmen möchte. Und dieser Mensch muss zuerst sterben, damit wir mit Christus zusammenleben können und verheiratet sein können. Wir können nicht beides. Wir können zwar behaupten, ich wandle mit Christus, aber noch mein altes Leben führen. Aber Christus wird sagen, ich habe dich nie gekannt. Du warst verheiratet mit der Sünde, nicht mit mir.
[14:46] Und natürlich, Luther hat das so schön erklärt. Er hat gesagt, dieser alte Mensch, ich möchte ihn ersäufen, aber dieser Lump, er kann schwimmen. Und so ist das tatsächlich. Wir müssen jeden Tag aufs Neue diesen Leib kreuzigen, zu sagen, nein, ich will das nicht. Ich möchte mit Gott wandeln. Dann haben wir das Kriterium erfüllt, dass wir uns selbst gestorben sind. Das heißt es, Gott seinen Willen zu unterstellen an dieser Stelle. Und das ist so wichtig für uns.
[15:21] Die Frage ist jetzt, nachdem wir geklärt haben, dass das Ehebrechen immer noch nicht gut ist, das Töten immer noch nicht gut ist, das Stehlen immer noch nicht gut ist, dass diese Teile des Gesetzes also auf jeden Fall noch gültig sind und die Bibel das auch unterstreicht und sagt, nein, nein, das Gesetz ist an dieser Stelle gültig. Die große Frage, die wir uns stellen müssen, wurde der Ruhetag von Sabbat auf Sonntag verlegt. Und wir haben studiert, dass es übliche Texte gibt, die darauf hinweisen, nämlich Johannes 20, die Verse 19 bis 23, die Apostelgeschichte 20, die Verse 6 und 7 oder auch 1. Korinther 16, die Verse 1 bis 4, wo die Gaben gesammelt wurden. Aber tatsächlich, wenn wir diese Texte durchleuchten und wirklich mal werteneutral anschauen, dann sind das keine Beweise für den Sonntag an sich. Das sind Handlungen, die am Sonntag gemacht wurden. Zum Beispiel, dass sie die Gaben zurecht gemacht haben. Das war schon im alten Israel so, wenn sie den Zehnten geben sollten, sollten sie ihn schon am Anfang der Woche beiseite legen. Zuerst zur Seite legen, dass er nicht schon ausgegeben wird, dass man genau wusste, das ist der Teil, der Gott gehört. Das ist also kein wirklicher Beweis.
[16:44] Auch in der Apostelgeschichte ist es so, dass wir sagen können, Apostelgeschichte 13, Verse 42 bis 44. Dort steht nämlich, dass die Apostel gepredigt haben in der Synagoge. Das ist schon weit nach dem Tode Christi. Sie sind rausgegangen, die Juden wollten das nicht weiter hören, aber die Heiden sind zu ihnen gekommen und haben gesagt, bitte erzähl uns mehr von dieser wunderbaren Botschaft. Und sie haben nicht gesagt, okay, dann lasst uns bis morgen, bis zum Sonntag warten, dann erzählen wir euch das. Sondern sie haben bis zum nächsten Sabbat gewartet, um es wieder am Sabbat zu erzählen. Dann nicht mehr zu den Juden, sondern zu den Heiden. Wir sehen hier also eine Stelle, wo wir direkt sehen können, die Apostel haben den Sabbat gehalten. Auch noch lange nach der Zeit, wo Christus gestorben ist. Die Frauen, die zum Grab gegangen sind zu Jesus in Lukas 23, die Verse 55 und 56. Sie sind am ersten Tag der Woche zum Grab gegangen, welches der Sonntag ist. Und da haben sie gesehen, das Grab ist leer. Sie haben also selbst noch den Sabbat gehalten.
[18:06] Und die Fragestellung, wurde es zu Ehren Christi auf den Sonntag verlegt? Können wir auch nicht sagen, da Christi in Matthäus 24 seiner Endzeitrede und wo er auch die Zerstörung Jerusalems vorher gesagt hat, gesagt hat, betet dafür, dass eure Flucht nicht am Sabbat und nicht im Winter geschieht. Das bedeutet, die Zerstörung Jerusalems 70 nach Christus, die Jesus hier vorausgesagt hat, war für ihn klar, der Sabbat ist gültig. Und das war es immer. Auch hat Jesus selber den Sabbat immer gehalten. Das ist das schwächste Glied in dieser Kette. Da werde ich später nochmal darauf eingehen. Aber das sind alles noch keine festen Beweise, dass wir den Sabbat halten müssen und sollen. Sage ich ganz offen und ehrlich. Aber es ist zumindest gemäß der Bibel, dass wir den Sabbat halten. Es ist zumindest nichts, was man sich irgendwie ausgedacht hat. Es ist, wenn man wirklich das sauber durchstudiert, zu sagen, ja, zumindest die frühen Apostel haben das gehalten.
[19:24] Außer biblisch gibt es bestimmt Belege und Dokumentation dafür, dass der Sonntag eingeführt wurde. Aber rein aus der Bibel finden wir da nichts. Das wird tatsächlich nur den allergeringsten Teil der Menschen überzeugen, diese Sachen, die wir uns gerade angeguckt haben. Das zeigt nicht wirklich die Beziehung zu Gott auf, die wichtig ist für diesen Tag. Denn die Lektion hat uns eine interessante Frage gestellt. Wie können wir Menschen überzeugen, die den Sonntag halten? Und zu sagen, schaut, der siebte Tag Sabbat ist ein wichtiger Tag.
[20:07] Zuerst einmal ist das Sonntag halten an und für sich nicht schlimm. Denn der Sabbat war einfach noch nicht bekannt. In diesen Jahrhunderten des Christentums, wo die Wahrheit langsam verdeckt wurde und dann wieder aufgetaucht ist, haben die Leute den Sonntag gehalten. Es war einfach noch nicht an der Zeit, dass das aufgedeckt wurde. Ich meine, wie viele Wahrheiten sind lange Zeit verborgen geblieben, die Stück für Stück aufgedeckt wurden. Die Reformation hat noch nicht die Weltmission erkannt. Das haben die späteren Generationen der Christen herausgefunden, dass Mission auch heute noch wichtig ist. Und das heißt, es ist nicht verloren gegangen. Also die Menschen, die den Sonntag gehalten haben, sind nicht deshalb automatisch verloren. Martin Luther zum Beispiel hat in seinen Tischgesprächen durchaus durchblitzen lassen, dass er keinen biblischen Beleg dafür findet, dass der Sabbat heute nicht mehr gültig sei. Aber er hatte natürlich Überlegungen eingestrengt und gesagt, das können wir dem Volk nicht zumuten. Deshalb, das ist eine Sache für spätere Generationen. Die Tischgespräche sind verloren gegangen im Laufe der Zeit, wurden dann aber wiederentdeckt. Und das würde ich jedem von euch empfehlen, wenn er die Möglichkeit hat, diese Tischgespräche von Martin Luther einmal durchzulesen, tut es. Das sind wahre Schätze der Theologie, die wir dort finden können.
[21:35] Aber lasst uns erstmal schauen, wie es sich mit dem Sabbat verhält. Und dazu nehmen wir jetzt einmal die Logik zur Rate. Das Erste, was wir uns anschauen wollen, ist 1. Mose Kapitel 2 und dann den Vers 3. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte. Wir sehen hier, dass Gott den siebten Tag als Ruhetag einsetzte und ihn heiligte. Das ist die erste Erwähnung eines Ruhetags in der Bibel. Und die zweite Erwähnung, die finden wir in 2. Mose Kapitel 16 Vers 23. Das werden wir jetzt nicht lesen, sondern das lest bitte alleine zu Hause. 2. Mose 16 Vers 23 ist noch vor dem Berg Sinai. Das Volk ist noch in der Wüste unterwegs. Und Gott sagt, morgen ist der Sabbattag, mein Tag, der Ruhetag. An dem sollt ihr nicht arbeiten. Das heißt, hier hat Gott selbst gesagt, dass der Sabbat der Ruhetag ist. Also wir haben aus 1. Mose 2 Vers 3, dass der siebte Tag der Ruhetag ist. Und in 2. Mose 16 Vers 23, dass der Sabbat der Ruhetag ist.
[23:08] Und wenn wir jetzt auf den Berg Sinai schauen, wo Mose die zehn Gebote von Gott selbst erhalten hat und in das vierte Gebot schauen, 2. Mose 20, 8 bis 11, was anfängt mit Gedenke des Sabbattags. Dort wurde der Sabbat von Gott dem Volk gegeben. Das heißt, der Sabbat war auch vorher schon gültig an dieser Stelle. Und das Volk Israel hielt diesen Tag, dann mal besser, mal schlechter im Laufe der Zeit. Und Jesus hielt diesen Tag. Die Apostel hielten ihn und bis zur Zerstörung Jerusalems, 70 nach Christus, wurde er auf jeden Fall auch gehalten.
[23:51] Und jetzt sehen wir noch was Interessantes. Lasst uns gemeinsam aufschlagen, Jesaja Kapitel 66, die Verse 22 und 23. Jesaja Kapitel 66, die Verse 22 und 23. Denn gleich wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor meinem Angesicht bleiben werden, spricht der Herr, so soll auch euer Same und euer Name bestehen bleiben. Das heißt, das Setting dieser Geschichte spielt auf der neuen Erde. Das heißt, wenn das Alte vergangen ist, wenn Gott alles neu gemacht hat, das heißt, nach seiner Wiederkunft, nachdem wir alle mit Gott zusammenleben, da spielt dieser Text und jetzt kommt was Interessantes. Und es wird geschehen, dass an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird und vor mir anzubeten, spricht der Herr.
[24:59] Das heißt, wir haben von der Schöpfung an den Sabbat, der vor dem Berg Sinai gegeben wurde, der dann am Berg Sinai in Steinen gemeißelt wurde, von dem Volk Israel, von den Königen, von den Propheten gehalten wurde, von Jesus selbst gehalten wurde, von den Aposteln gehalten wurde und nach der Wiederkunft gehalten wird. Wer kann mir erklären, warum dann in dieser Zwischenzeit der Sonntag gehalten wird, wenn Gott sich doch nicht ändert? Aber immer noch kommen wir nicht an diesen Punkt, dass es wirklich überzeugend ist, warum es so wichtig ist, den Sabbat zu halten. Natürlich, wer Gott liebt, der hält seine Gebote. Aber wenn wir jetzt ganz ehrlich mit uns selber sind, was hat das mit einer Liebe zu tun, wenn ich sage, Samstag oder Sonntag?
[26:00] Das wird vielleicht dann interessant, wenn ich sage, wenn man frisch verliebt ist, wenn man frisch verliebt ist und sagt, komm, lass uns am Samstag treffen, ich habe nur da Zeit und ihr wartet und den, den ihr so mögt, der kommt nicht. Aber der kommt dann am Sonntag. Das hat irgendwo was mit einem Beziehungsknacks zu tun, aber das ist auf einer menschlichen Ebene. Auf einer göttlichen Ebene spielt das wahrscheinlich eine ganz andere Rolle. Aber die Sache ist die, warum halten wir zum Beispiel Yom Kippur oder das Passa oder das Laubhüttenfest heute nicht mehr? Warum ist die Beschneidung nicht mehr wichtig, aber dieser komische Sabbat soll noch wichtig sein? Und dazu finden wir eine interessante Antwort in 5. Mose Kapitel 31, Vers 26. 5. Mose Kapitel 31, Vers 26. Ah, falsches Kapitel, Verzeihung.
[27:14] Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es neben die Bundeslade des Herrn, eures Gottes, damit es dort ein Zeuge gegen euch sei. Tatsächlich sind die rituellen Feste, die rituelle Beschneidung und viele solcher Dinge im Buch des Gesetzes von Mose. Und das sollte an die Lade gesetzt werden. Das heißt, im himmlischen Heiligtum, wie es in Hebräer beschrieben ist, da gibt es dieses Buch nicht. Sondern das Buch finden wir dort nicht mehr. Aber was finden wir? Wir finden immer noch die Bundeslade, das Zeichen des Bundes mit Gottes. Und im Zentrum dieser Bundeslade sind die 10 Gebote, wo auch der Sabbat mit dabei ist.
[28:04] Und ihr werdet euch jetzt bestimmt fragen, in diesem Jesaja Text, sollen wir dann heute auch noch Neumonde feiern? Tatsächlich sind die Neumonde auch in diesem Buch reingeschrieben worden, was an der Lade sitzt oder liegt. Die haben für uns heute auch keine Bedeutung mehr. Aber inwiefern werden die nochmal eine Bedeutung haben? Wenn wir da Offenbarung 22 Vers 2 anschauen, sehen wir, dass wir uns an jedem Sabbat und einmal im Monat treffen werden, um von den Früchten des Baum des Lebens zu essen. Und ich vermute, dass dieser Zeitpunkt, wenn wir vom Baum des Lebens essen, dass das ein Neumond sein wird. So kann ich diese zwei Texte auf jeden Fall miteinander verbinden. Und so macht das auch Sinn in dieser ganzen Sache. Und tatsächlich deshalb brauchen wir uns heute nicht mehr zu beschneiden. Deshalb brauchen wir diese Feste nicht mehr zu halten, weil sie in diesem Ritualgesetz mit drin sind.
[29:00] Auch sehen wir in Hebräer 9, die Verse 16 und 17 etwas Interessantes. Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament tritt auf den Todesfall hin in Kraft, das keine Gültigkeit hat, solange derjenige lebt, der das Testament gemacht hat. Paulus möchte hier an dieser Stelle unterstreichen, dass was Jesus getan hat, hat Gültigkeit bekommen dadurch, dass er mit seinem Blut bezahlt hat. Dadurch, dass sein Leben geendet hat, wurde dieser neue Bund, dieses neue Testament begründet. Und tatsächlich ist es so, dass mit diesem Testament alles abgeschlossen wurde. Christus hat mit einem einmaligen Opfer alles beendet. Und ein Testament wird nach dem Tod des Verstorbenen nicht mehr geändert.
[30:00] Und wir können klar sehen, dass Jesus die Gebote weiterhin aufrechterhalten hat. Und dass das durch seinen Tod keine Änderung erfahren hat, dass diese Gültigkeit keine Änderung erfahren hat. Die härteste Aussage, die ich an dieser Stelle gesehen habe, ist, diejenigen, die ein menschengemachtes Gesetz höher als ein Gesetz Gottes sehen, die begehen eigentlich Götzendienst. Und das finden wir tatsächlich immer wieder in der Bibel. Aber das alles unterstreicht nur die Glaubwürdigkeit des Sabbats, dass es in Ordnung ist, ihn auch zu halten.
[30:42] Was den Sabbat wirklich wichtig macht, für jeden Einzelnen hier auf dieser Welt, ist das Verständnis vom Mahlzeichen des Tieres. Wenn wir uns die Offenbarung 13 anschauen, geht es um zwei Tiere und ein Bild des Tieres und dieses Mahlzeichen des Tieres. Und wir sehen in Offenbarung 13, dass allein in diesem kurzen Kapitel es immer wieder um Anbetung geht. Es geht um Anbetung des Drachen, um Anbetung des Tieres, dass der eine macht, dass der andere anbetet. Also wir haben hier ein Zeichen dafür, dass dieses Mahlzeichen des Tieres etwas mit Anbetung zu tun hat. Wie bete ich Gott an? Und wir finden diesen Ausdruck fünfmal allein an dieser Stelle. Und wir sehen, dass eine Folge dessen ist, dass man weder kaufen noch verkaufen kann.
[31:42] Wir haben in vielen anderen Studien schon herausgefunden, dass Tiere in der Prophetie Mächte oder Institutionen oder Königreiche sind. Und jetzt ist die Frage, wie kann ein Herrscher dieser Welt, ob es eine Institution ist, eine Regierung, ein Despot oder sonst was, wie kann er Menschen zwingen, etwas zu tun auf offiziellem Wege? Es muss über ein Gesetz gestehen. Und wir sehen hier das erste Indiz, dass dieses Gesetz mit Anbetung zu tun hat. Und sicher sein können wir, wenn wir ins nächste Kapitel schauen, in das Kapitel 14. Und dort spricht Gott über die Folgen, die es hat, wenn man das Mahlzeichen des Tieres annimmt. Dass das Folgen sind, die wir für uns und Gott für uns um alles in der Welt verhindern möchte. Deshalb hat er das so schillernd beschrieben, wie es für Christus untypisch ist. Er sagt, nimmt das nicht an. Es ist eine existenzielle Warnung.
[32:49] Und in Vers 12 finden wir, dass es eine Gruppe gibt, die das Mahlzeichen nicht angenommen hat. Und dass diese Gruppe zwei Kriterien hat. Nämlich zum einen, dass sie Christen sind. Sie haben das Zeugnis Jesu. Und zum anderen, dass sie die Gebote halten. Und wenn, liebe Freunde, ein Machthaber für die ganze Welt ein Gesetz herausbringen kann, wo es heißt, du sollst lügen. Da werden viele Menschen verstehen, nein, das ist nicht richtig. Das ist nicht in Ordnung. Das kann nicht von Gott sein. Damit können wir ihm nicht wohlgefallen. Wir werden das schlicht und ergreifend ablehnen. Und so können wir das mit allen Geboten machen. Mit, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst Vater und Mutter ehren. Es soll nur einen Gott geben, du sollst dir weder Bildnis noch Gleichnis machen, du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen. Es gibt nur ein einziges Gebot, wo ein Großteil der Christen sagt, das ist heute nicht mehr wichtig. Und das ist das vierte Gebot. Das heißt, dieses Mahlzeichen des Tieres wird ein Gesetz sein, das man am Sonntag anbeten muss und am Sabbat nicht mehr darf. Und deshalb ist der Sabbat so wichtig, weil Gott nicht möchte, dass wir das Mahlzeichen annehmen und weil er die Menschen liebt.
[34:21] Und die Menschen müssen wissen, was hier der Fall ist. Und wenn wir eine echte Liebe verspüren zu unseren Brüdern und Schwestern, dann studieren wir dieses Thema mit ihnen, dass sie selber entscheiden können. Und liebe Zuschauer, liebe Freund, liebe Freundin, wenn du bisher noch nicht den Sabbat gehalten hast und gesehen hast, es steckt wirklich etwas dahinter, ich lade dich ein, das zu studieren für dich selbst, nicht mir zu folgen oder meinen Geschwistern und Kollegen zu folgen, die so schlaue Worte reden können im Gegensatz zu mir, sondern dass du wirklich in der Bibel nachschaust, ob es sich so verhält und nicht händeringend suchst, dass du alte Gewohnheiten beibehalten darfst. Das ist nicht demütig, sich von der Bibel lehren zu lassen, sondern das ist tatsächlich die Bibel zu missbrauchen für die eigenen Zwecke. Das haben wir das ganze Mittelalter durchgemacht. Das ist kein guter Weg.
[35:21] Und der du das schon für dich erkannt hast, dass der Sabbat der richtige Tag ist, warne doch deine Freunde. Sprich es immer wieder an. Zwinge sie nicht, den Sabbat zu halten, denn Gott ist ein Gott der Liebe, der den freien Willen offen lässt. Aber klär sie auf. Es ist wichtig. Und wenn es auch dein Wille ist und dein Wunsch ist, diese Wünsche, diese Wünsche, diese Wünsche, diese Wünsche, aber klär sie auf. Es ist wichtig. Und wenn es auch dein Wille ist und dein Wunsch ist, diese wichtige Warnung Gottes in die Welt hinauszutragen und zu sagen, der Sabbat ist ein Zeichen für die Nachfolge des Gottes, Abbahams, Isaks und Jakobs, der, der uns und diese Welt erschaffen hat, lade ich dich ein, mit mir gemeinsam zu beten.
[36:19] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein Wort. Wir danken dir, dass du deine restliche Gemeinde durch die Jahrhunderte geführt hast und dass du Stück für Stück Wahrheiten wieder offengelegt hast, wie dass die Bibel der Maßstab des Glaubens ist, dass die Weltmission etwas Wichtiges ist, dass der Kampf gegen die Sünde etwas Wichtiges ist und dass auch der Sabbat nicht unwichtig ist. Heiland, wir danken dir, dass du uns zeigst, was das Mahlzeichen des Tieres eines Tages sein wird und dass wir uns persönlich darauf vorbereiten können und andere warnen können, das nicht anzunehmen. Heiland, so danken wir dir für deine Liebe und Geduld mit uns allen. Und wir bitten dich, dass, wo wir noch Unsicherheiten haben, wo wir das einfach nicht glauben können, dass du uns lenkst und leitest, dass wir nicht blind irgendwelchen Ideen folgen, sondern dass wir mit Sicherheit alles in deinem Wort erkennen und dir nachfolgen. Großer Gott, so danken wir dir und bitten dich das alles im kostbaren Namen Jesu. Amen.
[37:42] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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