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Manuskript: CSH_2012_Q4_Folge11.pdf

In dieser Lektion der „Cannstatt Study Hour“ mit Christopher Kramp geht es um das praktische Leben als Christ. Anhand biblischer Beispiele und Prinzipien wird beleuchtet, wie sich der Glaube im Alltag manifestiert. Themen wie Charakterveränderung, die Bedeutung von Gedanken, die Abgrenzung von der Welt, das Geben des Zehnten, gesunde Lebensführung und die biblische Sicht auf Ehe und Familie werden behandelt. Das Video ermutigt dazu, den Glauben nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern ihn aktiv im täglichen Leben umzusetzen.

In dieser Lektion der „Cannstatt Study Hour“ mit Christopher Kramp geht es um das praktische Leben als Christ. Es wird beleuchtet, wie geistliches Wachstum sich im Alltag zeigt und wie ein Christ durch seine Gedanken, Handlungen und Werte Jesus nachfolgt. Themen wie die Bedeutung des Denkens wie Christus, die Abgrenzung von der Welt, das Geben des Zehnten, die körperliche Gesundheit und die biblischen Prinzipien für Ehe und Familie werden behandelt. Das Ziel ist, ein Leben zu führen, das Gott ehrt und seine Prinzipien widerspiegelt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q4: Wachsen in Christus

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Transkript

[1:13] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder dabei seid, schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Und einen besonderen Gruß möchten wir heute zukommen lassen, die zum ersten Mal uns heute auch über ad-tv.info zuschauen und unsere Premiere hier auf dem neuen Fernsehsender von Amazing Discoveries erleben. Am 15. Dezember, am Sabbatmorgen. Schön, dass auch ihr dabei seid, dass ihr eingeschaltet habt, und wir hoffen, ihr bleibt unserer Serie auch treu.

[1:51] Unsere Serie haben wir bereits vor einigen Wochen begonnen. Sie heißt "Wachsen in Christus". Wir sprechen das wöchentliche Thema des Bibelgesprächs, und wir haben in den vergangenen zehn Wochen schon viel gelernt, was die Bibel über das Wachsen in Christus sagt und beschreibt. Und heute wollen wir sehr praktisch werden. Wir wollen sehen, wie das Leben eines Christen sich im Alltag zeigt, und deswegen heißt die Lektion heute auch: "Das Leben als Christen".

[2:24] Damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 15. Dezember. Und wie jede Woche wollen wir auch diese Woche unsere Lektion beginnen, indem wir die grundlegende Idee des Wachstums im Evangelium noch einmal betrachten wollen. Ich würde sagen, in Markus 4, ab Vers 26 und dort die Verse bis 29. Markus 4, Vers 26 bis 29.

[2:44] Die Bibel sagt: "Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da."

[3:12] Wenn man dieses Gleichnis von einer ganz praktischen Seite anschaut, dann kann man sehen, dass der Seemann auf etwas wartet, nämlich auf das praktische Heranwachsen der Frucht. Und so ist ja die Idee des Wachstums, dass irgendwann dieses Wachstum zum Ende kommt, und worauf man, was man sehen möchte, ist äußerlich sozusagen die Frucht. Gott hat es in der Natur so gemacht, dass jedes Wachstum auch äußerlich gesehen werden kann.

[3:42] Und so wollen wir uns heute Gedanken machen, wie das geistliche Wachstum, unser geistliches Wachstum in Christus, äußerlich gesehen werden kann. Und dazu wollen wir einige Verse gemeinsam studieren. Wir wollen beginnen mit Galater 5, Vers 22. In Galater 5, Vers 22. Dort lesen wir: Galater 5, Vers 22.

[4:07] "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung." Es geht hier also offensichtlich bei der Frucht, die der Heilige Geist in diesem Wachstumsprozess in Christus uns geben möchte. Es geht mit dieser Frucht offensichtlich um Charakterveränderung. Gott wünscht sich ganz praktisch einen veränderten, einen geheiligten Charakter.

[4:38] Und wir haben ja schon einiges in den vergangenen Wochen darüber gesagt. Nun, wenn wir darüber sprechen, was das Leben eines Christen ist. Ich denke, viele von uns, die wir diese Serie gesehen haben, haben uns entschieden oder neu entschieden, wirklich Christus nachzufolgen und in ihm zu wachsen.

[4:57] Wenn wir uns also die Frage stellen, was ist eigentlich ein Christ, dann gibt es eine biblische Definition. Dieses Wort wird ja heute für alle möglichen Menschen verwendet, die vielleicht einfach nur dem Namen nach Christen sind oder der Tradition nach Christen sind oder der Kultur nach. Aber die Bibel definiert Christen weitaus spezifischer.

[5:16] In Apostelgeschichte 11 und dort Vers 26. Apostelgeschichte 11 und dort Vers 26 heißt es: "Und als er ihn gefunden hatte, brachte ihn nach Antiochia. Es begab sich aber, dass sie ein ganzes Jahr zusammen in der Gemeinde blieben und eine beträchtliche Menge lernten." Und jetzt kommt der entscheidende Satz: "Und in Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt."

[5:40] Das heißt, das Wort "Christen" wurde benutzt, um Jünger zu beschreiben. Nach der Bibel ist ein Christ ein Jünger. Wenn wir also fragen, was ist das Leben eines Christen, könnten wir genauso fragen, was ist das Leben eines Jüngers. Und die Bibel macht ja ganz deutlich, dass ein Jünger Jesus, jemand ist, der Jesus nachfolgt.

[6:05] "Der dorthin geht, wohin auch das Lamm geht. Sie folgen dem Lamm nach, wohin es auch geht." Wird uns in Offenbarung 14 über die letzte Generation von Jüngern auf dieser Welt gesagt. Wenn wir also über das Leben eines Jüngers reden, dann reden wir davon, wie das Leben Jesu, das er gelebt hat, seine Prinzipien sich auch äußerlich im Leben seines Nachfolgers und seiner Nachfolgerin zeigen werden.

[6:34] Aber bevor wir zu den Äußerlichkeiten kommen, die das christliche Leben mitbringt, die sozusagen äußerlich zeigen und zum Erkennen geben, dass man ein Christ ist, gibt es Dinge, die sich innerlich abspielen und die aus Gottes Sicht wahrscheinlich noch von einer größeren Bedeutung sind. Denn alles, was äußerlich an Zeichen sozusagen demonstriert, dass ich ein Christ bin, soll ja nur einen inneren Glauben repräsentieren und widerspiegeln.

[6:59] Ein Vers, der das schön illustriert, obwohl er nicht im Sendemanuskript ist, ist Römer 4. In Römer 4 und dort Vers 11, da haben wir diesen Gedanken schön angesprochen. Das äußere Zeichen des Glaubens wie ein Siegel sind, die den inneren Glauben beschreiben.

[7:13] Es heißt hier in Vers 11: "Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er schon im unbeschnittenen Zustand hatte." Das geht über Abraham. Das heißt, Äußerlichkeiten sind wichtig, aber sie sollen etwas Innerliches ausdrücken. Kein Mensch wird gerettet, indem er einfach kalt und formal äußerliche Gesetzmäßigkeiten der Bibel einhält.

[7:49] Das ist sehr wichtig. Deswegen wollen wir zuerst uns Gedanken machen, was soll dort innerlich im Leben eines Christen vor sich gehen. Und die Bibel macht das sehr deutlich in Philipper 2 und dort Vers 5. Philipper 2 und dort Vers 5.

[8:07] Dort wird uns gesagt: "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war." Paulus ruft uns auf, dass unsere Gesinnung, unser Denken so sein soll, wie das Denken von Jesus. Und oftmals, wenn wir über christlichen Lebensstil und über christliches Leben reden, dann reden wir über Äußerlichkeiten, aber selten über unser Denken. Für Paulus war das ein entscheidender Punkt.

[8:35] Und er fragt quasi diese Frage: Denkst du so, wie Jesus gedacht hat? Oder versuchst du nur äußerlich Regeln einzuhalten, die Jesus aufgestellt hat? Denkst du so wie Jesus? Denke ich wie Jesus? Denn Paulus sagt, wir sollen so denken wie Jesus. Wir sollen so gesinnt sein, wie er.

[8:53] Das heißt, wenn Paulus das sagt und das Wort Gottes uns nahelegt, dann können wir davon ausgehen, dass das auch möglich ist. Die Frage, die wir uns stellen können und müssen, ist: Tut meine Gedankenwelt, tun meine Gedanken das ausdrücken, was Jesus auch gedacht hat? Oder wandern sie zu Dingen, über die Jesus niemals nachgedacht hätte?

[9:14] Und dieses Denken wie Jesus wird dann auch einen Einfluss haben, wie wir untereinander miteinander umgehen. In den Versen 3 und 4 im gleichen Kapitel heißt es: "Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des Anderen."

[9:39] Wenn wir so gesinnt sind wie Jesus, der, wie es weiter im Kapitel heißt in Vers 6, "es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern der sich entäußerte und die Gestalt eines Knechtes annimmt", dann wird es auch uns nicht schwerfallen, uns zu demütigen, den anderen höher zu achten, selbst wenn er uns vielleicht etwas Falsches getan hat. Vielleicht, wenn er etwas Falsches gesagt hat.

[10:09] Ja, wir sollen dem Irrtum nicht zustimmen, aber wir können trotzdem denjenigen, der vielleicht unwissentlich an den Irrtum glaubt, höher achten als uns selbst. Das ist ein großer Unterschied. Und wahres christliches Leben wird das zeigen. Nicht auf das eigene schauen. Und wie oft geschieht es, dass wir mit den frommsten Worten unsere eigene Agenda durchziehen.

[10:37] "In Demut achte einer den anderen höher als sich selbst." Du kannst dir mal praktisch Weise diese Frage stellen: Gibt es jemanden in meiner Kirchgemeinde, gibt es jemanden in meiner Gemeinde, den ich nicht höher achte als mich selbst? Oder wenn ich in meine Gemeinde gehe und mich umschaue, kann ich von jedem Menschen sagen, dass er höher ist als ich selbst?

[10:56] Das ist eine interessante Frage, die wirklich offen liegt, ob wir Stolz in unserem Herzen tragen oder nicht. Und Stolz soll in unserem Herzen nichts zu suchen haben.

[11:08] In Philipper 4, Vers 8, da sehen wir, wie unser Denken tatsächlich sich auf unser alltägliches Leben auswirken wird. In Philipper 4, Vers 8 heißt es: "Im übrigen, ihr Brüder" – und die Schwestern sind natürlich genauso gemeint – "alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht."

[11:40] Wenn es also darum geht, dass wir als Christen ein gutes Denken haben sollten, dann sagt uns die Bibel auch, worüber wir nachdenken sollten, womit wir unser Gehirn füttern sollten. Und das hat viel zu tun auch mit dem, was wir uns in unserer Freizeit, in unserer Unterhaltung in den Kopf jagen. Wenn du darüber nachdenkst, was du im Fernsehen anschaust, im Internet oder was du dir anhörst, kannst du sagen, dass das, was du in dein Gehirn hineinlässt, dass es wahrhaftig ist? Ist es ehrbar? Ist es gerecht? Ist es rein? Ist es liebenswert, wohllautend? Hat sicherlich auch etwas mit Musik zu tun. Ist es eine Tugend, etwas Lobenswertes?

[12:21] Denn wenn es nicht in diese Kategorie fällt, sollten wir nicht viel Zeit damit verschwenden. Wir sollten nicht darüber nachdenken, denn worüber wir nachdenken, dahingehend werden wir verändert. Die Bedeutung ist, dass wir durch Anschauen verändert werden, und deswegen ist dieses geistliche Prinzip hier sehr, sehr wichtig. Überprüfe doch deine eigene Freizeitgestaltung, ob Philipper 4, 8 ein Maßstab dafür ist oder nicht.

[12:55] In 2. Korinther 6 und dort ab Vers 14 wird uns ein wichtiges Prinzip verdeutlicht, das wir verstehen sollten, wenn es darum geht, wie wir als Christen unser Leben gestalten sollten. In 2. Korinther 6, Vers 14 bis Kapitel 7, Vers 1 finden wir folgende Gedanken.

[13:12] "Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen, denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen, und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?" Wenn wir Söhne des Lichts sind, wenn wir Kinder des Lichts sind, wenn wir das Licht des Evangeliums in unsere Herzen aufgenommen haben, was haben wir dann noch mit der Finsternis der Welt zu schaffen?

[13:30] Das ist die Frage, die Paulus stellt. Er sagt weiter in Vers 15: "Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit den Ungläubigen?" Jemand, der wahrhaft Christus nachfolgt, wird sehen, dass er eine Familie von Gläubigen plötzlich entdeckt, aber auch viele alte Freunde verlieren wird, die sich damit nicht identifizieren können.

[13:51] Und manch einer versucht, mit einem Bein im Glauben zu sein, mit dem anderen Bein dort draußen der Welt, um an all dem festzuhalten, was er vorher hatte. Aber die Bibel sagt: "Was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Was hat Licht gemeinsam mit Finsternis?"

[14:05] Vers 16: "Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Und dann: Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein."

[14:26] Und jetzt kommt ein sehr wichtiger Vers: "Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an, und ich will euch aufnehmen." Ja, die Bibel macht es sehr deutlich, wenn wir Christus nachfolgen, wird es Dinge geben, praktische Dinge, Hobbys vielleicht, Gewohnheiten, vielleicht sogar Menschen, von denen wir uns distanzieren und trennen müssen.

[14:53] Nicht, dass wir nicht mehr freundlich sind zu den anderen Menschen, aber wir können nicht mehr so viel Kontakt, so viel Gemeinschaft haben mit Dingen der Finsternis. Die Bibel sagt: "Rührt das Unreine nicht an, geht hinaus von ihnen." Und das wird ja dann in Offenbarung 18 aufgegriffen, als Jesus seinem Volk zuruft in der Endzeit: "Geht hinaus aus ihr, mein Volk!"

[15:16] Wo es sich auf das endzeitliche Babylon bezieht. Und dann heißt es weiter in Vers 18: "Und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige."

[15:31] Wir brauchen keine Angst zu haben vor Einsamkeit oder Verlassenheit. Gott ist mit uns, und wenn wir mit Gott sind, werden wir auch mit vielen anderen gleichgesinnten Gläubigen sein. Aber es ist wichtig, dass wir uns ganz klar sind darüber, dass wenn wir Gott nachfolgen, wir nicht gleichzeitig der Welt nachfolgen können.

[15:47] Die Botschaft des Elias: "Wie lange hinkt ihr noch auf beiden Seiten?" ist eine Botschaft für uns zur Zeit. Eine Botschaft, die ich mir selbst sagen muss und die jeder einzelne von uns, die wir jetzt zuschauen, in sein Herz hineinlassen muss.

[16:01] Wie lange wollen wir noch zwischen Gott und der Welt immer hin und her springen? Und wann werden wir Jesus es erlauben, einen deutlichen Schnitt zu machen und das Unreine der Welt nicht mehr anzuführen?

[16:16] In Kapitel 7, Vers 1 heißt es dann: "Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, nicht einfach nur, weil wir gehorsam sein wollen und weil wir da so gezwungen werden, nein, nein, nein, nein, sondern weil wir Verheißungen haben, kostbare Verheißungen, von denen die Bibel sagt, 2. Petrus, dass wir durch diese kostbaren Verheißungen Teilhaber der göttlichen Natur sein können."

[16:38] "Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht." Was für ein gewaltiger Vers!

[16:50] Die Bibel sagt, dass aufgrund der Verheißungen wir uns reinigen können und zwar von wie viel Befleckung? Von aller Befleckung, und zwar des Fleisches und des Geistes. Mit welchem Ziel? Zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht.

[17:11] Wenn wir es Gott erlauben, dass wir eine klare Position einnehmen zu seinem Wort, wenn wir es erlauben, dass auch in unserem alltäglichen Leben wir uns von dem trennen, was uns sonst von Gott trennen würde, dann kann er durch die Gottesfurcht, durch seine Verheißungen die Heiligkeit in uns vollenden. Und das ist das Ziel des Wachstums in Christus.

[17:35] Wir können also sehen, dass das praktische Leben eines Christen sehr, sehr viel damit zu tun hat, wie wir als Christen wachsen. So oft reden wir theologisch von einem Wachstumsprozess und erleben im Alltag diesen gar nicht. Der Wachstumsprozess zeigt sich in einem veränderten Lebensstil, in veränderten Lebensgewohnheiten, in veränderten Werten.

[17:59] Auch darin, dass wir Dinge aufgeben, die wir vielleicht über Jahre oder Jahrzehnte getan haben, weil wir wissen und merken, die Bibel kann damit nicht übereinstimmen. Und wenn wir diese Verheißungen Gottes in Anspruch nehmen, dass er bei uns sein wird, dass er uns helfen wird, dass wir durch seine Kraft und durch seine Gnade und durch seinen Heiligen Geist gehorsam sein können, dann werden wir in der Lage sein, diese Dinge aufzugeben, was auch immer es in unserem Herzen ist, was auch immer in deinem persönlichen Leben so ein kleiner Götze geworden ist.

[18:28] Und wir können uns reinigen von der Befleckung des Fleisches und zwar von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht.

[18:38] Und wie wir es schon angedeutet haben, hat christlicher Glaube etwas mit unseren Gedanken zu tun. In 2. Korinther 10, Vers 5 heißt es so: "Dass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt."

[18:57] Es kommt manchmal vor, dass Menschen, besonders wenn sie intelligent sind, glauben, dass sie ein bisschen Zweifel hegen müssen, weil es intellektuell so gut und so richtig ist und sich nicht ganz völlig kindlich diesem biblischen Glauben hingeben sollen. Aber lieber Freund, liebe Freundin, wenn du Jesus nachfolgst, wirst du jede Vernunftelei, jede reine intellektuelle Spielerei ablehnen, weil sie nicht heilsam ist, weil sie dich nicht wachsen lässt.

[19:30] Wenn wir wachsen wollen, müssen wir sein wie die Kinder, die das Wort Gottes annehmen, so wie es geschrieben steht. Es heißt hier: "Wir zerstören die Vernunftschlüsse, jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt." Nichts gegen Intelligenz, nichts gegen Vernunft, aber jede wahre Erkenntnis wird sich unter das Wort Gottes stellen, jede wahre Vernunft wird sich unter das Wort Gottes erkennen, denn die Furcht Gottes ist der Anfang der Weisheit.

[19:52] Und dann heißt es weiter: "Und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus." Hier ist ein wichtiges Prinzip, das wirklich gewaltig ist. Die Bibel sagt, dass wir jeden einzelnen Gedanken gefangen nehmen können.

[20:04] Geht es dir auch so oft wie mir, dass so oft unsere Gedanken wandern zu Dingen, die einfach nur unsinnig sind oder nutzlos oder vielleicht sogar unrein? Die Bibel sagt, dass durch die Gnade Gottes wir diese Gedanken gefangen nehmen können zum Gehorsam in Christus.

[20:28] Und ich wünsche mir und dir, dass wir das in unserem Leben noch viel vollständiger erleben, als wir es bisher erlebt haben. Wünsch dir das nicht auch, dass deine Gedanken nicht mehr zu Dingen wandern, die eigentlich nicht wirklich für Gottes Reich relevant sind und notwendig sind und gut sind.

[20:43] Lasst uns lernen, durch die Verheißungen Gottes unsere Gedanken gefangen zu nehmen, festzuhalten im Gehorsam zu Christus. Denn was nützt es mir, wenn ich alle äußerlichen Regeln des christlichen Lebens erfülle und fein säuberlich in einer Gemeinde sitze und gleichzeitig in meinen Gedanken in schwerer Sünde lebe? Was habe ich gewonnen? Gar nichts, aber viel verloren.

[21:11] Denn die Bibel sagt uns, dass wir Menschen auf die Augen sehen, aber Gott zieht ins Herz. Er zieht an den Ort, wo die Bibel sagt, dass die Gedanken und Gesinnung sind. Und wir sollen so gesinnt sein wie Christus, und deswegen müssen wir unsere Gedanken schon in Gehorsam nehmen, gefangen nehmen in Christus.

[21:28] Wenn das nächste Mal ein Gedanke durch dein Gehirn geht, von dem du weißt, er kann Gott nicht gefallen, nimm ihn gefangen im Gehorsam zu Christus.

[21:40] Wir wollen uns einigen praktischen Dingen zuwenden, die uns die Bibel nennt, wenn es um christliches Leben geht. Den ersten Punkt wollen wir einleiten, indem wir einmal ganz kurz Galater 3 aufschlagen. Galater 3 und dort Vers 29.

[21:57] Dort lesen wir in Galater 3, Vers 29: "Wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben." Wenn wir Christus angehören, mit anderen Worten, wenn wir Christen sind, dann sind wir Abrahams Same, wir sind Erben der Verheißung. Wir können uns auf die Verheißungen berufen, die wir gesehen haben, helfen werden, heilig zu leben und die Heiligkeit zu vollenden.

[22:21] Same, Abrahams zu sein, bedeutet ja nichts anderes als Nachkommen, Nachfahren, Kinder sozusagen Abrahams zu sein. Du und ich, wir sind Kinder, wir sind Nachfahren Abrahams, im Glauben, auch wenn das ethisch nicht der Fall sein sollte, aber im Glauben sind wir Nachkommen Abrahams, der der Vater aller Glaubenden ist.

[22:42] Nun, das hat eine Implikation, denn Jesus selbst sagt uns in Johannes 8 und dort Vers 39. Dort sagt er uns auf die Antwort der Juden, dass Jesus sagt: "Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun."

[23:06] Jesus sagt uns, ein Kind Abrahams erkennt man daran, dass es das tut, was Abraham getan hat. Und damit meint er natürlich die Werke, die Gott vorbereitet hat, dass Abraham in ihm wandeln sollte, nicht die Fehler, die Abraham gemacht hat, als er auf sich selbst gestellt, Gott nicht um Rat gefragt hat.

[23:25] Die Frage also ist: Wenn wir Christen sind, welche Werke Abrahams gehören dazu? Da gibt es natürlich sehr viele, aber wir wollen heute die Aufmerksamkeit lenken auf ein Werk Abrahams, das ein Kind Abrahams nachahmen sollte, also jeder Christ, das von vielen Christen oftmals übersehen wird.

[23:46] Und zwar finden wir diese Begebenheit in 1. Mose 14 und dort Vers 18, nach dieser großen Schlacht der neun Könige und der danach folgenden Rettungsaktion, in der Abraham seinen Neffen Lot aus den Fängen von Kedar-Laumär und seinen Verbündeten wieder herausrettet und viele Beute macht. Dort lesen wir in Vers 18: "Aber Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei, und er war ein Priester Gottes des Allerhöchsten." Und dann heißt es in Vers 20: "Und gelobt sei Gott, der Allerhöchste, der deine Feinde deiner Hand gegeben hat! Und Abraham gab ihm den Zehnten von allem."

[24:31] Eines der Werke Abrahams war, dass er den Zehnten gab, und zwar den Zehnten von allem. Und so können wir lernen, dass auch wir den Zehnten geben sollten, und zwar von dem, was wir haben, von allem, was wir haben, was unser materieller Wert ist. In der Regel wird das finanzielles Einkommen sein.

[24:59] Aber vielleicht sagst du: Wem soll ich es heute geben? Die Bibel macht ganz deutlich, dass Melchisedek ein Typus war. In Hebräer 7 und dort Vers 1 bis 3 können wir diesen Gedanken nachvollziehen.

[25:03] In Hebräer 7 und dort Vers 1 bis 3 heißt es: "Denn dieser Melchisedek war König von Salem, ein Priester Gottes des Allerhöchsten. Er kam Abraham entgegen, als der von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte, und segnete ihn. Ihm gab auch Abraham den Zehnten von allem. Er wird zuerst gedeutet: König der Gerechtigkeit, das bedeutet Melchisedek, von Melek der König und dann Sedek für Gerechtigkeit, Melchisedek der König der Gerechtigkeit, dann auch der König von Salem, das heißt der König des Friedens. Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. Und als einer, der dem Sohn Gottes verglichen ist, bleibt der Priester für immer."

[26:01] Melchisedek war offensichtlich ein Typus auf Christus. Wem also sollen wir den Zehnten geben? Christus.

[26:12] Vielleicht sagst du jetzt: Aber Moment mal, ich habe keine Kontodaten von Jesus im himmlischen Heiligtum. Brauchst du doch nicht. Die Bibel macht ganz deutlich im alttestamentlichen System, dass der Zehnte im Alten Testament an Christus gezahlt wurde, und zwar an das Heiligtum, in dem sich Christus offenbarte.

[26:32] Wir wissen, dass das Heiligtum – wir werden noch etwas darüber sagen in einer nächsten Folge – einen Überblick gab über den Dienst und die Natur und das Wesen Jesu. Und dort gab es Menschen, die Vollzeit für das Heiligtum arbeiteten, man nannte sie Leviten, und aus den Leviten gab es auch noch die Priester. Und diese Leviten, diese Vollzeitarbeiter für das Werk Gottes, wurden vom Zehnten unterstützt.

[26:55] Das heißt, wenn wir das ewige Evangelium unterstützen, indem wir diejenigen unterstützen, die das Wort Gottes predigen, als Vollzeit angestellte, ordinierte Prediger des Evangeliums in der Gemeinde Gottes, dann erfüllen wir genau diesen biblischen Zweck, dann geht der Zehnte tatsächlich zu Christus.

[27:15] Aber vielleicht sagst du: Wie kann Gott verlangen von mir, dass er mein Geld hier fordert? Nun, lass dir Folgendes sagen, lieber Freund, liebe Freundin: Du hast kein Geld. Die Bibel sagt das sehr deutlich. Vielleicht bist du jetzt geschockt, vielleicht bist du auch erleichtert.

[27:35] In Haggai Kapitel 2, Vers 8 lesen wir: "Mein ist das Silber und mein ist das Gold, spricht der Herr, der Herrscher." Und alles Geld, was wir haben, so sollte es zumindest sein. Man hört immer mehr davon, dass diese Dinge gar nicht mehr so sind, wie sie früher gewesen sind. Aber normalerweise sollte auch alles Papier, das wir haben, letztendlich rückführbar sein auf Goldbestände, auf tatsächliche Werte, auf Materialien, die man anfassen kann.

[28:08] Und tatsächlich gehört alles Gold und Silber Gott, denn wer hat das Gold geschaffen? Wer hat es dort hin in die Erde gebracht? Gott. Nur weil ein Mensch es gefunden hat, heißt auch lange nicht, dass das Gold ihm gehört. Menschen mögen das Gold gefunden haben, sie haben es aber nicht gemacht, und so gehört es ihnen nicht wirklich. Das Gold und Geld und Silber dieser Welt gehört Gott.

[28:32] Und zeigt sich nicht jetzt in dieser Perspektive erst wirklich, wie gnädig Gott ist, der neun Zehntel uns schenkt und nur ein Zehntel zurück möchte. Wir geben eigentlich nicht Zehnten, wir geben den Zehnten zurück, der uns anvertraut worden ist.

[28:51] Und jetzt stellt sich die Frage: Ja, Moment mal, warum kann Gott uns nicht gleich neun Zehntel geben und ein Zehntel für sich einbehalten? Hier ist der Grund: In 1. Timotheus 6, Vers 10 werden wir mit einem schlimmen Übel bekannt gemacht, vor dem uns Herr Paulus dringlich warnte.

[28:57] In 1. Timotheus 6 und dort Vers 10 heißt es: "Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen. Etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht."

[29:23] Frage: Möchtest du vom Glauben abirren? Möchtest du viele Schmerzen dir selbst verursachen? Sicherlich nicht. Dann achte darauf, dass du dich nicht der Geldgier hingibst, denn wie die Bibel sagt, sie ist eine Wurzel von vielen anderen bösen Dingen.

[29:45] Und um uns vor dieser Wurzel des Bösen zu bewahren, um uns notfalls auch zu therapieren, falls diese Wurzel schon Wurzeln geschlagen hat, hat Gott sich ein System überlegt, wo er Geld in unsere Hände gibt und dann wieder einiges zurück verlangt, um zu testen, ob das Geld uns wichtiger ist als Gott.

[30:05] Und so ist der Zehnte letztendlich auch eine gewisse Therapie, ein Schutzmechanismus vor einer tödlichen Krankheit, nämlich der Geldgier. Ich bin dankbar, dass Gott das so eingerichtet hat.

[30:20] Ein weiterer praktischer Aspekt, den wir uns jetzt zuwenden wollen, der wird eingeleitet in 3. Johannes 2. In diesem kurzen Brief, gegen Ende des Neuen Testaments, im 3. Brief des Johannes, in Kapitel 2, da heißt es:

[30:36] "Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Dingen Wohlergehen und Gesundheit, so wie es deiner Seele wohl ergeht." Die Bibel macht deutlich, dass Gott nicht nur unser geistliches Wohlbefinden, nicht nur unser finanzielles Wohlbefinden, sondern auch unser körperliches Wohlbefinden im Auge hat. Wir sollen tatsächlich gesund sein, das ist Gottes Ideal.

[31:01] Und das bedeutet, dass auch das, was wir mit unserem Körper tun, aus Gottes Augen nicht unwichtig ist. In Römer 12 und dort Vers 1 und 2, da wird uns das ganz deutlich und unmissverständlich gesagt.

[31:08] In Römer 12, Vers 1 und 2, heißt es: "Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Opfer, das sei euer vernünftiger Gottesdienst."

[31:34] Wenn ich also, aufgrund der Barmherzigkeit Gottes, und nicht aus Zwang oder aus Gesetzlichkeit, sondern aufgrund der Erfahrung der Gnade und der Erlösung Jesu, auch mit meinem Körper das tue, was Gott möchte, dann nennt das die Bibel einen vernünftigen Gottesdienst. Das griechische Wort "logikos" meint eigentlich, dem Wort entsprechend. Wir sollen Gott ehren, und das, was wir in unseren Körper hineintun und wie wir unseren Körper behandeln, sollte dem Wort entsprechend sein, es sollte logikos sein, es sollte vernünftig sein, und das ist Gottesdienst.

[32:09] Also eine Entscheidung für eine Speise, gegen ein Getränk, aufgrund der Bibel, ist tatsächlich praktischer Gottesdienst im Alltag. Und gleich im nächsten Satz, im nächsten Vers, wird uns deutlich gemacht: "Und passt euch nicht diesem Weltlauf an." Das heißt, das, was wir mit unserem Körper tun, kann nicht das sein, was die ganze Welt tut.

[32:34] Wir können den Gewohnheiten der Welt uns nicht mit einmischen, wenn wir wirklich unserem Körper das zukommen lassen wollen, was Gott möchte. Die Maßstäbe der Welt, wenn es um Gesundheit und gesunde Lebensweise geht, können nicht unsere Maßstäbe sein.

[32:49] "Passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes." Wir müssen auch in dieser Frage ganz neu denken, wir müssen denken, wie Jesus gedacht hat. Und wenn wir diese Erneuerung des Sinnes erleben, dann werden wir prüfen können, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

[33:09] Nur ein bekehrtes Herz kann wissen, was Gottes guter, wohlgefälliger und vollkommener Wille bezüglich unseres Körpers und unserer Gesundheit ist. Und ja, die Bibel sagt, das Reich Gottes besteht nicht aus Essen und Trinken. Kein Mensch wird gerettet durch Tofu-Essen.

[33:33] Aber die Bibel sagt auch, in 1. Korinther 10, Vers 31: "Und das gehört dazu." In 1. Korinther 10, Vers 31: "Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes."

[33:52] Niemand wird durch das, was er isst oder trinkt oder tut, gerettet. Wir werden gerettet durch die Gnade Jesu Christi, die wir annehmen als ein Geschenk. Aber wenn wir sie angenommen haben, aufgrund der Barmherzigkeit Gottes, werden wir unsere Leiber als ein lebendiges, heiliges Opfer darbringen, als vernünftigen Gottesdienst.

[34:13] Das heißt, egal, ob wir essen oder trinken oder was wir sonst in unserer Freizeit tun, wir können dann immer sagen: Es ist zur Ehre Gottes. Und die Frage, die wir uns stellen müssen, lieber Freund, liebe Freundin, ist ganz praktisch: Ist das, was auf meinem Teller ist, ist das, was ich in mich hineinschütte an Getränken, ist das, was ich in meiner Freizeit tue, ist es wirklich zur Ehre Gottes? Kann ein Mensch, der das sieht, sagen: Gott sei die Ehre?

[34:41] Die äußeren Dinge geben letztendlich nur Aufschluss über unsere innere Beziehung zu Jesus. Und ein interessanter Punkt wird ganz deutlich: Die Bibel sagt, dass es Dinge gibt, die wir nicht essen sollten. In 3. Mose 11, wir haben nicht die Zeit, das ganze Kapitel zu lesen, da werden uns einige Dinge gesagt. Ich lade euch ein, das ganze Kapitel durchzulesen.

[35:06] Aber für all diejenigen, die das vielleicht zum ersten Mal heute hören, möchte ich einen besonderen Punkt hier herausgreifen. Viele Tiere, die hier erwähnt werden, die gibt es bei uns fast gar nicht, und die werden wir auch niemals im Kühlschrank haben. Aber da gibt es so zwei, drei Tiere, die ganz wichtig sind.

[35:21] Es heißt hier in Vers 3: "Alles, was ganz gespaltene Klauen hat und wiederkäut, den Tieren dürft ihr essen." Hier steht nicht: müsst ihr essen. Die Bibel sagt an keiner Stelle, dass wir Fleisch essen müssen. Es ist eine Erlaubnis, die Gott der Menschheit nach ungefähr 1650 Jahren nach der Sintflut gegeben hat. 1656 Jahre lang durfte kein Fleisch gegessen werden, Gott hat es verboten.

[35:44] Aber als danach, nach der Sintflut, es keine Vegetation gab, die Gott als Idealernährung für den Menschen vorgesehen hatte, hat Gott erlaubt, Fleisch zu essen. Fleisch essen in der Bibel ist also eine Notlösung. Und innerhalb dieser Notlösung gibt es Dinge, die sind erlaubt und die sind unerlaubt.

[36:04] Erlaubt sind Tiere, die ganz durchgespaltene Klauen haben und wiederkäuen. Nicht erlaubt, nach Vers 6, sind zum Beispiel der Hase, und nach Vers 7, das Schwein. Hier heißt es von ihrem Fleisch, in Vers 8: "Sollt ihr nicht essen, auch ihr Aas nicht anrühren, denn sie sind für euch unrein."

[36:27] In Vers 9 heißt es: "Alles, was Flossen hat und schuppert im Meer und in den Flüssen, das dürft ihr essen." Vers 10: "Aber alles, was keine Flossen hat und schuppert im Meer und in den Flüssen oder allem Getier, das ihr in den Wassern regt, und von allem, was im Wasser lebt, das soll für euch ein Gräuel sein." Das heißt, alle Meeresfrüchte und Krebse und Krabben und so weiter sind alle unrein.

[36:48] Aber dann sagt die Bibel nicht nur, dass Fleisch eine Notlösung ist und dass es nur reines Fleisch sein darf. Die Bibel sagt auch sehr deutlich, dass das Fleisch kein Fett und kein Blut enthalten sollte. Und das ist keine nur alttestamentliche Aussage, denn in Apostelgeschichte 15 wird dieser Punkt im Apostelkonzil bestätigt.

[37:06] In Apostelgeschichte 15 heißt es, Vers 20: "Sondern ihnen nur schreiben soll, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten." Blut ist verboten zu essen. Auch wenn es reines Fleisch ist, wenn aus Blut sich drin befindet, ist es nach der Bibel verboten und nicht zum Essen geeignet.

[37:40] Jetzt wirst du sagen: Dann ist es aber schwer, Fleisch zu finden überhaupt noch. Dann sei doch so klug wie Daniel und seine Freunde. Sei doch so weise wie diejenigen, die an der Elite-Universität Babylons zehnmal klüger waren als alle Experten der damaligen Zeit. Nicht zuletzt, weil sie sich für eine sehr einfache Ernährung entschieden.

[38:01] In Daniel 1, Vers 16 heißt es: "Da nahm der Aufseher ihre feine Speise und den Wein, den sie trinken sollten, weg und gab ihnen Gemüse." Wenn du jetzt sagst: Hilfe, ich mag nicht so gern Gemüse. Es sei dir gesagt, Gemüse hier im Hebräischen meint das gesamte Spektrum pflanzlicher Ernährung. Gottes idealer Plan für unseren Körper ist eine rein pflanzliche Ernährung, und die hat schon im Garten Eden vollkommen ausgereicht, um Adam und Eva zu erhalten und ihnen die beste Energie zu geben.

[38:45] Und sie hat auch in Babylon lange nach dem Sündenfall noch dazu geführt, dass die, die danach gefolgt sind und das zu sich genommen haben, weitaus schöner, wohlgenährter und klüger waren als der Rest der Menschheit. Lohnt sich drüber nachzudenken, liebe Freund, liebe Freundin. Ja, Fleisch darf gegessen werden unter ganz strikten Umständen, aber es lohnt sich, die Frage zu stellen, ob ich, statt mich gerade noch im erlaubten Bereich zu befinden, nicht lieber dorthin gehen möchte, wo Gott sagt: Das habe ich eigentlich für dich auserwählt.

[39:17] Damit wird es dir viel besser gehen, du wirst viel gesünder sein, wirst viel länger leben und wirst viel mehr Energie haben und intelligenter sein. Warum sich gegen Gottes Ratwerk stellen und nicht auch mal diese pflanzliche, rein pflanzliche Ernährung ausprobieren, die Gott hier auch durch Daniel und an vielen anderen Stellen uns empfiehlt.

[39:36] Zu den Gesundheitsprinzipien der Bibel, die ein Christ umsetzen sollte, gehört auch, dass nach Offenbarung 1, Vers 4 und 5 und 6. Dort heißt es, Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asien sind: "Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Königin der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater."

[40:20] Dieses Prinzip wird auch von Petrus aufgegriffen, wo wir eine königliche Priesterschaft genannt werden. Wir sind Könige und Priester durch das Blut Jesu. Nun, es wird deutlich in Sprüche 31, dass für Könige eine bestimmte Gesundheitsvorschrift gilt.

[40:37] Vers 4 und 5 heißt es: "Es ziemt sich für Könige nicht, Wein zu trinken, noch für Fürsten der Hang zu starkem Getränk, sie könnten über dem Trinken das vorgeschriebene Recht vergessen und die Rechtssache aller geringen Leute verdrehen."

[40:55] Wenn du durch das Blut Jesu zu einem König gemacht worden bist oder zu einer Königin, dann ziemt es sich für dich nicht, als Christ Alkohol und starkes Getränk zu dir zu nehmen. Und die Bibel wiederholt diesen Gedanken auch in Bezug auf die Priesterschaft, denn in 3. Mose 10 und dort Vers 9 und 10 heißt es über Aaron: "Du und deine Söhne mit dir sollen weder Wein noch berauschtes Getränk trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht, damit ihr nicht sterbt."

[41:25] Das sei eine ewige Ordnung für eure künftigen Geschlechter, damit ihr einen Unterschied macht zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen, zwischen dem Unreinen und dem Reinen. Wir haben gesehen, als Christen sollen wir hinauskommen und sollen das Unreine nicht anrühren. Und damit wir das tun können, sagt uns die Bibel als Priester und auch als Könige, sollen wir keinen Alkohol zu uns nehmen.

[41:44] Die Bibel macht ganz deutlich, dass da kein Alkohol in das Heiligtum hineinkommen sollte, und das ist deswegen so signifikant, weil die Bibel uns sagt in 1. Korinther 6 und dort Vers 19 und 20, dass es hier heißt: "Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib, also unser Körper, ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt?"

[42:12] Und dass ihr nicht euch selbst gehört. Das wird ja immer besser. Nicht nur gehört das Geld uns nicht, unser eigener Körper gehört uns nicht, und christliches Leben bedeutet zu begreifen, dass all das, was in unserem Besitz ist, sozusagen, was wir selbst haben, was wir selbst sind, eigentlich gar nicht uns selbst gehört, sondern dass wir Verantwortung haben vor demjenigen, dem es gehört.

[42:35] Gott hat uns Geld zur Verfügung gestellt, wir müssen damit nach seinen Prinzipien umgehen. Gott hat uns einen Körper gegeben, wir müssen nach seinen Prinzipien mit diesem Körper umgehen. Und dann heißt es in Vers 20: "Denn ihr seid teuer erkauft, darum verherrlicht Gott in eurem Leib, das heißt mit eurem Körper und in eurem Geist, die Gott gehören."

[42:57] Dein Körper gehört nicht dir, sondern Gott. Dein Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Und wenn du an den Tempel im Alten Testament denkst, wie würdest du empfinden, wenn jemand mit Pech und mit Teer diesen Tempel innen verschmutzen würde?

[43:15] Und so folgt, dass auch wir es nicht zulassen können, dass Drogen jeglicher Art, seien es illegale Drogen, wie Heroin, Kokain, Ecstasy, all diese verschiedenen Pilze und was es alles an komischen Sachen gibt, inklusive Marihuana, dass das alles verboten ist, aber genauso auch die legalen Drogen.

[43:38] Zu denen gehören neben dem Alkohol vor allem das Nikotin, der Kaffee und der grüne und der schwarze Tee. Nach der Bibel sind diese Dinge für einen Christen, der es ernst meint und der der Bibel folgen will, nicht akzeptabel.

[43:55] Und dann heißt es nur in einem Vers davor, in 1. Korinther 6, Vers 18: "Flieht die Unzucht. Jede Sünde, die ein Mensch sonst begeht, ist außerhalb des Leibes. Wer Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib."

[44:14] Ein weiterer Punkt, den wir wegen der Kürze der Zeit jetzt nicht mehr ausdrücklich behandeln können, der aber deutlich macht, dass auch unsere Sexualität in den Bereich christlichen Lebens hineinfällt. Gott hat uns Richtlinien gegeben und Prinzipien, die uns helfen sollen, vor Selbstverachtung und vor eigenem Ruin geschützt zu werden.

[44:34] Die Bibel sagt uns, dass Gott die Ehe schuf. In 1. Mose 2, ab Vers 18 lesen wir: "Und Gott daher sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Gehilfe machen, die ihm entspricht." Das Wort "Gehilfe" hier wird in der restlichen Alten Testament fast immer für Gott verwendet, um zu zeigen, dass hier keine Assistentin gemeint ist, die einfach nur die Nebenarbeiten macht, sondern eine echte Hilfe, die etwas tun kann, was Adam selbst nicht tun kann.

[45:02] Eine Gehilfe, die ihm entspricht, die auf gleicher Augenhöhe mit ihm ist. In Vers 19 heißt es: "Und Gott daher bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu den Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe." Da gab der Mensch jedem Vieh und dem Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen, aber für den Menschen fand sich keine Gehilfe, die ihm entsprochen hätte.

[45:28] Gott hat diese Sehnsucht nach Gemeinschaft in den Menschen eingelegt, indem er ihn zu allen Tieren gebracht hat und sie gefragt hat, wie heißen sie, und Adam hatte die Möglichkeit, alle Tiere kennenzulernen, aber er fand niemanden, der ihm entsprochen hätte.

[45:40] Vers 21: "Da ließ Gott daher einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch, und Gott daher bildete die Rippe, die er von den Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu den Menschen."

[45:55] Gott schafft jeden Menschen individuell, Gott schafft nicht ein Kollektiv, er schafft Individuen, die er dann aber zusammenführt. Vers 23: "Da sprach der Mensch: Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch, die sollen Frau heißen, denn vom Mann ist sie genommen. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein."

[46:20] Denn Gott hat neben dem Sabbat die Ehe im Garten Eden geschaffen. Diese beiden Dinge sind uns noch erhalten aus der Zeit vor dem Sündenfall. Und so hat Satan genau diese beiden Dinge attackiert. Er attackiert den Sabbat und er attackiert die Ehe und die Familie, insbesondere in unserer Zeit.

[46:40] Aber Gott möchte, dass die Ehe geschützt ist und geschützt bleibt, und dazu gehört das Konzept, dass Ehe für die Dauer, für die Ewigkeit gemacht ist. In Matthäus 19, da lesen wir auf die Frage der Pharisäer, wie es dann mit der Scheidung sei. Matthäus 19, ab Vers 4.

[47:02] "Jesus aber antwortete, er beantwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch."

[47:17] "Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden." Scheidung ist bis auf wenige Ausnahmen und eine Ausnahme, die wir jetzt gleich sehen werden im Vers, keine Option für einen Christen.

[47:33] Es heißt in Vers 7: "Da sprachen sie zu ihm: Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen?" Er versprach, das ist Jesus, der das sagt: "Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu erlassen. Von Anfang an, aber ist es nicht so gewesen?"

[47:51] Wenn wir heute auch in christlichen Kreisen immer mehr nach Gründen suchen, Scheidung zu erlauben und Scheidung für gut zu heißen und Scheidung im christlichen Sinne zu legalisieren, dann seien wir gewarnt, dass Jesus sagt, dass das ein Ausdruck von Herzenshärtigkeit ist.

[48:09] In Vers 9 heißt es: "Ich sage euch aber, wer seine Frau entlässt, es sei denn – und das ist die Ausnahme, die Jesus gibt – es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe."

[48:25] Und ich glaube, es ist einfach auch ab und zu mal an der Zeit, diese biblischen Wahrheiten einfach mal wieder zu sagen und zu predigen, denn manchmal erscheint es uns, dass wir viel von Jesus reden und viel vom Evangelium, aber die praktischen Konsequenzen und die praktischen Dinge des christlichen Lebens, so wie Jesus sie gegeben hat, einfach ignorieren und als weltfremd bezeichnen.

[48:45] Jesus sagt, Scheidung, es sei denn wegen Unzucht, ist keine Option. Und wenn sie doch geschieht, ist ein Ausdruck von Herzenshärtigkeit. Und Wiederheirat ist von Jesus hier als Ehebruch bezeichnet worden.

[49:07] Und ein Christ ist ein Jünger, der Jesus nachfolgt in dem, was er getan hat, was er gesagt hat und was er gelehrt hat. Der letzte Vers von heute ist ein ermutigender Vers. In einer Zeit, in der Familien immer mehr auseinander zu brechen scheinen und die Familie angegriffen wird auf allen Ebenen, da gibt uns Maleachi in dem letzten Kapitel des Alten Testaments, in Maleachi 3, Vers 24 eine wunderbare Verheißung, dass gerade in der Endzeit Gott etwas tun möchte auch für die Familien.

[49:39] "Und er, Gott, wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muss." Gott möchte, dass Väter und Kinder, dass Eltern und Kinder zusammenkommen, dass die Familien, die so oft zerstritten, gespalten sind, wieder geeint werden, und das gehört zum christlichen Leben.

[50:10] Die Bibel hat viel zu sagen über das christliche Familienleben, mehr als wir jetzt in dieser kurzen Zeit hier andeuten können. Deswegen empfehlen wir euch auch zum weiteren Studium dieser heute angerissenen Themen die Vorträge Nummer 15, 25 und 26, nämlich "Der Körper", "Der Charakter" und "Die Veränderung" von "Ausweg 2012" euch noch einmal anzuschauen und zu vertiefen, was wir hier nur andeuten konnten.

[50:35] All diese Videos sind ja bereits online. Wenn ihr diese Serie seht, diesen Vortrag heute seht, und wir wünschen euch dort viel Freude beim tieferen Studium.

[50:44] Die Frage, die wir uns heute stellen wollen, ist: Möchtest du, möchte ich durch die Kraft Gottes ein christliches Leben auch in den äußerlichen Dingen tun und leben? Möchtest du durch deinen Lebensstil und durch dein Verhalten in praktischen Fragen des Alltags und den Werten, für die du stehst, zeigen, dass du wirklich ein Christ bist, der Jesus und seinen Ratschlägen und seinen Geboten folgt?

[51:10] Ist das dein Wunsch? Das ist mein Wunsch ganz erneut, das sich praktisch vor Augen zu machen und keine Angst zu haben vor dem Ruf "Gesetzlichkeit". Wenn wir Jesus aus Liebe nachfolgen, werden wir auch aus Liebe die Dinge tun, die er uns sagt.

[51:22] Gott segne dich in deiner Entscheidung und im Studium seines Wortes. Wir sehen uns hoffentlich nächste Woche wieder auf joelmedia.tv und dann auch auf ad-tv.info, und wir wünschen euch viel Freude auch beim Studium der weiteren Serien, die jetzt mittlerweile hochgeladen sind auf joelmedia. Und sehen uns nächste Woche wieder. Gott mit euch!


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