[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder dabei seid auf www.joelmedia.tv.de und wir begrüßen auch alle Zuschauer von Amazing Discoveries TV, die am Samstagmorgen uns gemeinsam hier zuschauen und mit uns studieren.
[1:32] Wir bereiten uns vor mit diesem Thema heute auf das Bibelgespräch am 22. Dezember und es ist das vorletzte Thema in unserer Reihe Wachsen in Christus und heute wird es endzeitlich. Unser Thema ist die letzten Dinge: Jesus und die Erlösten. Und wir wollen uns Gedanken machen, was passiert am Ende dieser Weltgeschichte. Natürlich reichen die 45 Minuten, die wir haben, bei weitem nicht aus, die wirklich ausführlichen, prophetischen Vorhersagen hier gemeinsam zu studieren. Und wir werden euch am Ende auch noch auf einige Vorträge hinweisen, wo ihr das dann vertiefen könnt.
[2:07] Aber um einige Grundlinien zu verstehen, wollen wir uns wie jedes Mal zunächst einmal wieder zu Markus 4 begeben und dort diese Grundlage des Wachstums noch einmal betrachten, in Markus 4, Vers 26 bis 29. Die Bibel sagt: „Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da.“
[2:49] Wir haben schon viel über dieses Gleichnis gesprochen und die verschiedensten Aspekte des Evangeliums und der biblischen Lehre an diesem Gleichnis sozusagen aufgehängt. Wir wollen heute die Endzeit, die letzten Dinge, auch mit diesem kleinen, aber so profunden Gleichnis in Verbindung bringen, denn ein Element, das hier eine Rolle spielt, ist in Vers 29 die Ernte. Wir haben schon gesprochen über den Wachstumsprozess und das Vollenden des Wachstumsprozesses. Und was Jesus sagt ist, wenn das Wachstum zu einem Stadium gekommen ist, wo es eine Ernte zulässt, dann kommt sofort oder sogleich die Ernte.
[3:29] Wir wollen uns fragen, was ist im übertragenen Sinne die Ernte? Und dazu haben wir eine deutliche Auslegung von Jesus selbst in Matthäus 13, Vers 39, wo Jesus ein ähnliches Gleichnis, wo es auch um Wachstum geht, nämlich um Weizen und Unkraut, und dort lesen wir in Matthäus 13, Vers 39: „Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Weltzeit. Die Schnitte sind die Engel.“ Das heißt, die Ernte in den Gleichnissen Jesu, wenn es um Wachstum und um Ackerbau und so weiter geht, ist ein Symbol für das Ende der Weltzeit, das Weltende.
[4:17] Jesus sagt also, dass das Weltende dann kommt, wenn die Frucht, die vorher in Christus wachsen muss, es zulässt. Das ist ein sehr wichtiger Gedanke, den wir wirklich verstehen wollen, denn nach Markus 4 kommt die Sichel dann, wenn die Frucht es zulässt. Wir haben gesehen, was es alles bedeutet, in Christus zu wachsen, diese Charakterfrucht nach Galater 5, Vers 22 heranreifen zu lassen, durch die Gnade und durch die Kraft Jesu und auch durch unsere Kooperation. Und offensichtlich ist also das Ende der Welt, die Ernte, in einem Abhängigkeitsverhältnis zu unserem christlichen, geistlichen Wachstum. Und das zeigt, warum dieses Thema „Wachsen in Christus“ so wichtig ist.
[5:00] Es ist nicht einfach nur eine Beschäftigungstherapie für Christen, die sonst nicht wissen würden, was sie auf der Erde tun sollen. Nein, es hat tatsächlich eine direkte Anwendung auf die Lehre von den letzten Dingen, denn das Wachstum in Christus ist das, was das Ende, die Ernte vorbereitet. Und dieser Gedanke wird vertieft und bestätigt in Offenbarung 14.
[5:24] In Offenbarung 14, dort wird in Vers 14 und 15 die Wiederkunft beschrieben. Offenbarung 14, Vers 14 und 15 beschreibt die Wiederkunft. Wir lesen: „Und ich sah und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.“ Jetzt, wozu braucht man eine Sichel? Ganz klar, um zu ernten. Und der, der hier beschrieben wird, ist kein anderer als Jesus Christus, der Menschensohn, der kommt in Herrlichkeit mit einer goldenen Krone auf den Wolken des Himmels, so wie auch Apostelgeschichte 1 uns deutlich macht.
[6:03] Und dann in Vers 15 heißt es: „Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: Sende deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist.“ Dieser Vers ist sehr interessant, denn erstens wird hier gesagt, dass es einen Zeitpunkt gibt für die Ernte, und zweitens wird gesagt, dass es für diesen Zeitpunkt eine Begründung gibt, warum er jetzt gekommen ist. Wie wir am Ende gelesen haben, es heißt: „Denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil...“ Es gibt also eine Begründung, „weil die Ernte der Erde überreif geworden ist.“
[6:47] Jetzt, wenn man all diese Verse, die wir bisher studiert haben, zusammennimmt, sieht man ganz deutlich, was die Bibel sagen möchte. Die Ernte, das Ende der Welt, kommt zu einem Zeitpunkt, und der Grund, warum es just zu diesem Zeitpunkt kommt, ist, weil die Ernte der Erde überreif ist, sie ist vollkommen gereift. Das Wachstum in Christus macht es möglich, dass Jesus wiederkommt.
[7:12] Und so sagt uns Galater 5, was für eine Frucht dort den entscheidenden Ausschlag gibt. In Galater 5, und dort Vers 22, wird die Frucht des Geistes beschrieben. Wir sind ja schon darauf eingegangen. An anderer Stelle, in Galater 5, Vers 22 heißt es: „Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ Wenn diese Frucht reift und reif ist und überreif ist, dann sagt die Bibel, kommt die Stunde des Erntens, weil die Ernte überreif ist. Was für eine erstaunliche und wichtige Nachricht.
[8:10] Und dass tatsächlich dieser Wachstumsprozess notwendig ist, um Jesus auch wirklich sehen zu können bei seiner Wiederkunft, das wird uns deutlich, wenn wir Hebräer 12, Vers 14 betrachten.
[8:27] Hebräer 12, Vers 14 wird uns gesagt: „Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“ Es ist absolut notwendig, dass wir Heiligung erfahren. Wir haben ja schon über Heiligung ausführlich gesprochen, als wir über das Wachstum in Christus gesprochen haben. Wachstum in Christus ist ja nichts anderes als diese Idee, dieser Heiligung, dieses Wachstumsprozesses in den Charakter Jesu hinein. Und diese Heiligung ist also absolut notwendig, wenn wir auf das Kommen Jesu vorbereitet sein wollen.
[9:05] Nun, Heiligung – und das ist ein großes, weites Thema, das wir hier nur ganz sanft streichen können – Heiligung erfordert einen Ort, wo man heilig werden kann. Denn wir haben keine Heiligkeit in uns selbst. Und so hat Gott immer wieder Gelegenheiten gegeben in der Geschichte, wo Menschen durch Nähe zu ihm Heiligung erleben konnten. Und ein besonderer Ort ist das sogenannte Heiligtum, wo die Heiligkeit Gottes sich dem Menschen offenbart und der Mensch durch die Begegnung – das Heiligtum wurde auch Begegnungsstätte oder Zelt der Begegnung genannt – durch die Begegnung mit Gott, dem Alleinigen, in sich selbst heilig werden kann.
[9:46] Und so wird uns im gleichen Hebräerbrief gesagt, in Hebräer 8, Vers 1 und 2, dass es dort eine Hauptsache gibt in unserer christlichen Verkündigung. In Hebräer 8, Vers 1 heißt es: „Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohen Priester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel, einem Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch.“
[10:15] Nun, nach der Bibel ist die Tatsache, dass Jesus Christus unser Hoher Priester in einem himmlischen, buchstäblichen Heiligtum ist, offensichtlich die Hauptsache der christlichen Verkündigung. Paulus sagt, es ist die Hauptsache von dem, was wir sagen. Und leider geschieht es, dass diese Wahrheit oftmals ignoriert oder an die Seite gedrückt wird, weil man glaubt, dass durch diese Wahrheit die Schönheit oder die Wichtigkeit des Kreuzes in Frage gestellt wird. Aber das ist gar nicht der Fall. Denn das, was im Heiligtum angewandt wird, ist ja das Blut, das am Kreuz von Golgatha für dich und für mich vergossen worden ist. Man könnte sogar andersrum sagen, wenn wir das Heiligtum, die Heiligtumswahrheit ignorieren oder herunterspielen, dann beschneiden wir die Wirksamkeit und das Ausmaß der Erlösungstat Jesu am Kreuz. Und deswegen hat Paulus recht, wenn er sagt, es ist die Hauptsache von dem, was wir sagen.
[11:09] Wir brauchen die Heiligung durch Jesus, und wir sind dankbar, dass wir Jesus als unseren himmlischen Hohen Priester in diesem buchstäblichen himmlischen Heiligtum haben. Und wie es dort genau zugeht, können wir zum Teil dadurch lernen, indem wir das alttestamentliche irdische Heiligtum studieren.
[11:29] Denn in 2. Mose 25, einem bekannten Vers, in 2. Mose, Verzeihung, 2. Mose 25, Vers 8 und 9 lesen wir: „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne, genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.“ Das Heiligtum hatte den Sinn und Zweck, dass Gott in der Mitte des Volkes wohnen wollte. Er wollte unter ihnen sein. Und so möchte die Heiligtumswahrheit auch diesen Gedanken uns nahe bringen, dass Gott unter uns sein möchte, ja, dass Christus in uns sein möchte. „Christus in uns, Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Und wann immer die Heiligtumswahrheit, die Lehre vom himmlischen Heiligtum angezweifelt oder bekämpft wird, wird damit die Gegenwart Gottes in seinem Volk, im Gläubigen, bekämpft. Ein wichtiger Gedanke. Ich glaube, wir sollten unter keinen Umständen unsere Stimme erheben gegen die Verkündigung der Heiligtumslehre.
[12:37] Und in Vers 9 wird uns gesagt, dass das irdische Heiligtum nach einem Vorbild gebaut worden ist, nämlich nach dem Vorbild, das dem Mose gezeigt worden ist. Und es steht nicht im Sendemanuskript, aber wenn wir zu Hebräer 8 zurückgehen, da heißt es in Hebräer 8, Vers 5, da wird dieser Vers von 2. Mose 25 genommen und ausgelegt. Hebräer 8, Vers 5: „Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der göttlichen Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen sollte. Achte darauf, heißt es nämlich, dass du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist.“
[13:14] Das heißt, das Vorbild war tatsächlich dieses himmlische Heiligtum, das nicht nur eine theologische Utopie ist oder eine philosophische Idee, sondern eine tatsächliche Realität im Himmel, in der Jesus wirklich unser Hoher Priester ist. Von dieser Realität hat Mose eine Kopie, ein Abbild, ein Modell angefertigt. Und je mehr wir dieses Heiligtum studieren – und wir haben leider hier weder die Zeit noch die Möglichkeit, das ausführlich in dieser kurzen CSH-Folge zu machen –, je mehr wir dieses Heiligtum studieren, desto mehr entdecken wir die Tiefe, die Systematik und die Schönheit und die Praxis des Evangeliums.
[13:50] Denn das Heiligtum hat eine besondere Aufgabe. In Psalm 77, und dort Vers 14 – das sind jetzt all diejenigen im Vorteil, die eine Elberfelder in der Bibel benutzen, die Schlachterleser können in die Fußnote schauen – da gibt es diesen Satz: „Oh Gott, dein Weg ist im Heiligtum.“ Manche übersetzen auch: „Dein Weg ist heilig.“ Das hebräische Wort meint sowohl heilig als auch Heiligtum, und beides natürlich richtig. Aber der Gedanke, den wir hier herausbringen wollen, ist, dass im Heiligtum eine Idee Gottes deutlich wird, nämlich die Idee, wie der Sünder zu Christus zurückfindet.
[14:36] Und diese Idee, dass es einen Weg gibt von der Sünde zu Gott zurück, von der Trennung von Gott zum Gehorsam zu Gott, diese Idee des Weges wurde von Jesus aufgegriffen im Neuen Testament, als er gesagt hat, in Johannes 14, Vers 6: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ So wie im Alten Testament das Heiligtum als der Weg zu Gott bezeichnet wird, so wird im Neuen Testament Jesus als der Weg zu Gott bezeichnet. Und das ist kein Widerspruch, denn Jesus und das Heiligtum beschreiben letztendlich eine und dieselbe Sache.
[15:25] Das Heiligtum ist ein Modell vom Leben und Charakter und Wirken Jesu, und Jesus ist sozusagen das personifizierte Heiligtum. So können wir jedenfalls lesen in Johannes 2, in Johannes 2, Vers 21, da wird uns von Jesus gesagt, Johannes 2, Vers 21: „Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.“
[15:51] Jesus hat begriffen, dass es im Heiligtum, wo Gott auf den Sünder traf, durch die Vermittlung des Hohen Priesters, dass dort alle Elemente des Erlösungsplanes dargestellt worden sind, so wie er sie erfüllen sollte. Denn Jesus ist das Lamm, das geschlachtet werden sollte. Jesus ist der Hohe Priester, der der Vermittler ist. Jesus selbst war Gott dort im Allerheiligsten. Jesus ist das Licht der Welt, so wie der siebenarmige Leuchter. Jesus ist das Brot der Welt, so wie es sich auf dem Schaubrottisch gezeigt hat und so weiter und so fort. Sein Charakter wird deutlich in den Szenen geboten, die dort in der Bundeslade aufbewahrt worden sind. Er hat sein Blut vergossen für den neuen Bund, der durch die Bundeslade ausgedrückt werden soll und so weiter und so fort.
[16:35] Das Heiligtum beschreibt Jesus. Das ganze Äußere des Heiligtums war eine Beschreibung seiner äußerlich unscheinbaren Gestalt, die aber innerlich voller Wert ist und voller Reichtum, so wie auch das Heiligtum äußerlich unscheinbar war und innerlich voller Gold und Silber und Edelstein. Und wir könnten weitergehen und weitergehen. Wir haben die Zeit leider nicht, denn wir wollen ja über die letzten Dinge reden.
[17:00] Und da sagt uns die Bibel in Hebräer 9, Vers 23: „So ist es also notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese.“ Die Bibel spricht von einer Reinigung sowohl des irdischen Heiligtums als auch des himmlischen Heiligtums, und das ist ein sehr wichtiger Punkt.
[17:39] Nach dem biblischen Verständnis von Erlösung sollte ja der Sünder, dessen Sünde übertragen worden ist auf das Opferlamm, davon ausgehen, dass wenn die Sünde übertragen worden ist und dann das Opferlamm geschlachtet worden ist, dass die Sünde nicht einfach eben nichts verschwindet, sondern dass die Sünde durch das Blut, das in das Heiligtum getragen wurde, die Sünde auf das Heiligtum übertragen worden ist. Und die Bibel macht ganz deutlich, dass dieser Vorgang zwar dem Sünder ein reines Gewissen gegeben hat und ihn gerechtfertigt hat, aber dass damit der Plan der Erlösung noch nicht vollständig beendet ist, sondern dass auch dieses Heiligtum noch gereinigt werden musste. Und das geschah im Alten Testament immer am großen Versöhnungstag, am Yom Kippur, von dem wir in 3. Mose 16 lesen können. Ich würde empfehlen, das zu Hause mal ausführlich zu studieren. Aus Zeitgründen können wir nicht alles lesen.
[18:40] In 3. Mose 16 und auch in 3. Mose 23 wird von diesem großen Versöhnungstag gesprochen, ein wichtiger Tag, ein heiliger Festsabbat, an dem die Kinder Israel fasten sollten und sich demütigen sollten und alle Sünden aus ihrem Leben entfernen sollten, denn an diesem Tag erging sozusagen ein Gericht über das Volk. Und jeder, der seinen Sünden festhielt, wurde aus dem Volk entfernt. Und viele andere Dinge fanden statt an diesem Tag, auf die wir jetzt nicht im Einzelnen eingehen können. Entscheidend dabei ist, dass so wie es im Alten Testament eine Reinigung des irdischen Heiligtums gab, diese Reinigung auch antitypisch sich im Neuen Testament, in der Neuzeit, im eigentlichen Erlösungsplan sozusagen ereignet.
[19:33] Daniel spricht davon, und zwar in einem wichtigen Vers, in Daniel 8, Vers 14. In Daniel 8, Vers 14 heißt es: „Er sprach zu mir: Bis 2300 Abende und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.“ In anderen Übersetzungen auch wiederhergestellt werden oder gereinigt werden. Das Wort „nizdak“ kann alles bedeuten: gereinigt, wiederhergestellt, gerechtfertigt. Das ist eine weite Bedeutungsspanne, die dieses Wort hat. Und die Bibel sagt, dass es einen Zeitpunkt geben wird, wo dieses himmlische Heiligtum wiederhergestellt, wieder gereinigt, wieder in sein Recht gebracht werden sollte.
[20:20] Und auch hier können wir zeitgründig alles angeben. Wir empfehlen euch das Studium der Ausweg 2012 Vorträge Nummer 5, 6 und 7, wo wir ausführlich das beweisen, was wir jetzt nur kurz anreißen werden, dass nämlich diese 2300 Abende und Morgen erklärt werden durch die nachfolgende Prophezeiung in Daniel 9, wo von diesen 2300 Tagen, die nach Ezekiel 4, Vers 6 Jahre sind, 490 Jahre abgeschnitten werden, die 70 Wochen, und die einen gemeinsamen Startpunkt haben, nämlich das Jahr 457 v. Chr., wo der dritte und entscheidende Befehl erging von Artaxerxes, der es jetzt den Juden erlaubte, nicht nur den Tempel, sondern Jerusalem als Stadt aufzubauen. Und von diesem Befehl aus 2300 Jahre nach vorne gerechnet, da kommen wir in das Jahr 1844, unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass es kein Jahr Null gibt.
[21:25] Ab dem Jahre 1844, sagt die Bibel, begann die Reinigung oder die Rechtfertigung oder die Wiederherstellung des himmlischen Heiligtums. Und was zeitgleich passierte, wenn man die Parallelen aus Daniel 7 noch hinzunimmt – auch das nicht im Sendemanuskript enthalten –, dann können wir sagen, in Daniel 7, Vers 9 und 10: „Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte, und sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm und Zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.“
[22:11] Wenn das himmlische Heiligtum gereinigt wird, so wie es seit 1844 der Fall ist, dann beginnt auch dort das Gericht, das der Wiederkunft vorausgeht. Und dass diese Reinigung vor der Wiederkunft stattfinden muss, diese Tilgung der Sünden, wird ganz deutlich, wenn wir Apostelgeschichte 3 betrachten.
[22:32] In Apostelgeschichte 3 und dort ab Vers 19, Vers 19 und 20 hören wir Petrus, wie er über diese Dinge predigt. Apostelgeschichte 3, Vers 19 und 20: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sende, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus.“ Petrus verkündigt, dass es möglich ist, Buße zu tun und Bekehrung zu erleben, und dann als Folge wird ab einem gewissen Zeitpunkt – dieser Zeitpunkt wird durch Daniel 8, Vers 14 angegeben – die Reinigung des himmlischen Heiligtums stattfinden, wo die Sünden tatsächlich ausgetilgt werden, aus den Büchern, in die sie eingeschrieben worden sind.
[23:23] Und an diesem feierlichen Moment gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder mein Name wird ausgetilgt aus dem Buch des Lebens, oder aber meine Sünde wird ausgetilgt und ich werde im Buch des Lebens stehen bleiben. Und wenn diese Sünden ausgetilgt worden sind, wenn diese Reinigung des himmlischen Heiligtums stattgefunden hat, dann kommen die Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn, und dann wird der gesandt, der uns verkündigt worden ist, nämlich Jesus Christus. Das heißt, die Reinigung des himmlischen Heiligtums ist eine notwendige Voraussetzung, damit die Wiederkunft stattfinden kann.
[24:03] Jetzt die Frage ist: Braucht Gott so lange sein himmlisches Heiligtum zu reinigen, dass er nicht früher gekommen ist? Oder könnte es sein, dass wir einen Zusammenhang haben, den es sich lohnt, tiefer zu verstehen? Denn wir haben schon gesagt, dass die Wiederkunft von einem anderen Faktor abhängig ist, nämlich von dem Wachstum, von der Reifung der Frucht, der Charakterfrucht. Könnte es sein, dass das Wachstum in Christus, die Vollendung dieses Wachstums, zusammenhängt mit der Reinigung des himmlischen Heiligtums? Dass es sozusagen eine Parallele gibt zwischen dem, was Jesus im himmlischen Heiligtum tut, und dem, was auf der Erde stattfindet in seinem Volk?
[24:43] Und das muss auch so sein, denn in 1. Korinther, da wird uns gesagt, wenn jemand den Tempel Gottes – 1. Korinther 3, Vers 17: „Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und er seid ihr.“ Das heißt, zwischen der Idee des Heiligtums und der Idee der Gemeinde Gottes besteht eine enge, enge, enge Parallele. Nichts umsonst sind wir ja auch als Könige und Priester sowohl im Alten als auch im Neuen Testament bezeichnet worden.
[25:29] Wir können also sehen, dass die Reinigung des himmlischen Heiligtums etwas zu tun hat mit dem Wachstum in Christus, und damit bekommt unser Thema jetzt eine endzeitliche Komponente. Denn das Wachstum in Christus ist nicht nur ein Wachstum, wo gewachsen und gewachsen wird, sondern das Wachstum in Christus hat zu tun mit dem letzten Versöhnungswerk im himmlischen Heiligtum direkt vor der Wiederkunft.
[25:48] Und Petrus hat das offensichtlich verstanden, wenn er schreibt in 2. Petrus 3, Vers 11-14. Das heißt hier: „Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht!“ Petrus sagt, angesichts der kommenden Katastrophe, angesichts des kommenden Tages des Herrn, der Wiederkunft, wie sehr solltet ihr einen heiligen Wandel und Gottesfurcht haben. Das, was ja schon in der dritten Engelsbotschaft angesprochen wird.
[26:14] In Vers 12 heißt es: „Indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt.“ Andere übersetzen auch: „Es beschleunigt das Kommen des Tages oder den Tag Gottes beschleunigt.“ „An welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden.“ Dann heißt es in Vers 13: „Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ Darum, Vers 14: „Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, weil ihr darauf sozusagen beschleunigt, ihm entgegeneilt, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden.“
[27:17] Petrus macht das ganz deutlich. Wenn ihr auf die Wiederkunft wartet, wenn ihr auf die letzten Dinge wartet, dann seid eifrig darum bemüht, nicht einfach nur passiv da sitzt und wartet, ob Gott irgendein Wunder tut durch eine Käseglocke. Seid eifrig darum bemüht, unbefleckt und tadellos zu sein. Das ist das, was der Text sagt. Und zwar nicht vor unseren eigenen Augen, vor unseren eigenen Maßstäben, sondern vor ihm. Unbefleckt, tadellos, durch die Kraft und Gnade und Wirksamkeit des Heiligen Geistes und Jesu Christi. Er sagt, wir brauchen heiligen Wandel und Gottesfurcht. Und durch diese Charakterentwicklung, durch dieses Wachstum in Christus, beschleunigen wir die Wiederkunft Jesu. Jesus wartet darauf, dass sein Charakter im Volk Gottes wiederhergestellt ist, dass er reproduziert wird in den Leben seiner Nachfolger. Und wenn er das sieht, wenn die Frucht es zulässt, heißt es in Markus 4, 29: „Setzt er sogleich die Sichel an, denn die Ernte ist da.“
[28:34] Ein interessanter Gedanke, den wir lernen können aus dem Ackerbau, ist der, dass eine Pflanze dieselbe Intensität an Samen produziert, die hineingelegt worden ist. Und wenn es das Wort Gottes ist, wenn es der Glaube, den Jesus Christus in uns angefangen hat, wenn es der Charakter Gottes ist, der in uns den Glauben angefangen hat, dann wird das Endprodukt dieses Wachstumsprozesses eine genaue Entsprechung sein, nur vervielfältigt in dem Leben von vielen, vielen Gläubigen.
[29:06] Und Gott wartet, er wartet sehnsüchtig auf diese Demonstration des Charakters Gottes in seinem Volk. Und das ist der Grund, warum die Wiederkunft bisher noch nicht stattgefunden hat. Das ist der Grund, warum die Wiederkunft sich verzögert hat. Denn die Bibel macht ganz deutlich, dass die Wiederkunft in einer gewissen Art und Weise von der Charakterentwicklung der Gläubigen abhängig ist. Nicht in dem Sinne, dass sie vielleicht nicht stattfinden würde. Die Wiederkunft wird stattfinden, wir haben sicherste Verheißungen dafür. Aber der genaue Zeitpunkt hängt nicht nur von der Verkündigung des Evangeliums ab, sondern auch von der Verkündigung zum Zeugnis, nämlich durch einen gottveränderten Charakter, der Gottes Ebenbildlichkeit widerspiegelt.
[30:04] Wenn das Bild Gottes im Menschen charakterlich wiederhergestellt wird, wenn die Frucht in Christus es zulässt. Und so wird uns gesagt, dass wir warten sollen und zwar wachsam und nüchtern. In 1. Thessalonicher, in 1. Thessalonicher 5, und dort ab Vers 1 wird uns gesagt, 1. Thessalonicher 5, ab Vers 1: „Von den Zeiten und Zeitpunkten braucht man euch nicht zu schreiben, Brüder. Denn ihr wisst ja genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie nämlich sagen werden: Friede und Sicherheit! Und wie viele Politiker unserer Zeit reden von Friede und Sicherheit, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen, wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.“
[31:01] „Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte. Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages.“ Bist du, lieber Freund, liebe Freundin, ein Sohn des Lichts, dass du mit Zuversicht auf diesen Tag warten kannst? Er sagt hier: „Wir gehören nicht der Nacht an, noch der Finsternis. So lasst uns auch nicht schlafen wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein.“ Lieber Freund, lasst uns aufhören zu schlafen. Lasst uns wachsam sein und nüchtern, denn Jesus Christus kommt bald. Es ist Zeit, echtes Wachstum in Christus zu erleben. Lasst uns wachen und nüchtern sein. Lasst uns leben wie Kinder des Lichts.
[31:44] Vers 7: „Denn die Schlafenden schlafen bei Nacht und die Betrunkenen sind bei Nacht betrunken. Wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.“ Lieber Freund, liebe Freundin, so viele Menschen glauben, dass Jesus irgendwann wiederkommt, aber sie warten nicht darauf als Kinder des Lichts, die wachsam sind, die nüchtern sind, die sich mit der Waffenrüstung Gottes bekleidet haben, die dem Tag entgegeneilen, ja, durch die Charakterveränderung, die der Heilige Geist in ihnen bewirkt, diesen Tag sogar beschleunigen.
[32:17] Ist dein Wunsch, so zu leben, so zu wachsen in Christus, dass Jesus bald wiederkommen kann? Wachstum in Christus hat viel zu tun mit den letzten Dingen. Es ist ein Schlüsselelement in der Lehre der letzten Dinge in der Bibel.
[32:31] In Matthäus 24, wie wir schon angesprochen haben, wird uns gesagt, dass dieses Wachstum in Christus nicht nur eine charakterliche Veränderung ist, sondern dass charakterliche Veränderung immer zu einem missionarischen Mittel wird, dass andere davon erfahren. In Matthäus 24, Vers 14 heißt es: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker. Und dann wird das Ende kommen.“ Wenn die Menschen in uns das Evangelium sehen, werden sie es auch hören wollen. Und das Evangelium wird die ganze Welt erreichen.
[33:14] Die Frage ist nur: Welches Evangelium wird es sein? Welches Evangelium ist das Evangelium, das das Ende einläutet? Halten wir fest: Das Ende wird dargestellt in der biblischen Gleichnissprache durch die Ernte. Gibt es ein Evangelium in der Bibel, das direkt vor einer Ernte verkündigt wird? Die Bibel ist sehr deutlich. Wir haben schon in Offenbarung 14 von Vers 14 und 15 gesprochen, weil dort die Wiederkunft Jesu als eine Ernte dargestellt wird. Und in den Versen vorher, in Vers 6 bis 12, finden wir das ewige Evangelium direkt vor der Ernte. Es führt direkt zum Ende der Welt.
[34:03] Das heißt, in Offenbarung 14: „Ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volk, Stamm und jeder Sprache und jedem Volk.“ Diese Botschaft muss jeder hören. Liebe Freunde, liebe Freundinnen, diese Botschaft, in diesen Versen – wir haben nicht die Zeit, alles anzuschauen heute. Ich bitte dich, studiere diese Verse, studiere sie so tief, wie du sie finden kannst. Lies alle Parallelverse, studiere Themen, die darüber sprechen, was dieses Evangelium uns zu sagen hat.
[34:35] In Vers 7 heißt es: „Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“ Ein anderer Engel folgte ihm und sprach: „Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.“ Und ein dritter Engel folgte ihm, der sprach mit lauter Stimme: „Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt – Verzeihung –, so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zorns, und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden von den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe, Tag und Nacht. Und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.“
[35:26] Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Lieber Freund, liebe Freundin, nur die Kirche, nur die Gemeinschaft, nur die Gruppe, die dieses Evangelium predigt und hoffentlich auch lebt, ist die Gruppe, die Gott erwählt hat, das letzte Endzeitevangelium in alle Welt zu tragen. Suche diese Gruppe, schließe dich dieser Gruppe an, suche diese Kirche, denn das ist das Evangelium, von dem Jesus in Matthäus 24, Vers 14 gesprochen hat.
[36:03] Die Bibel sagt uns – und wir haben die Zeit, es nicht zu lesen –, dass es in Offenbarung 13 eine Gegenbewegung geben wird. In Offenbarung 13 und Offenbarung 16 und 17 wird uns beschrieben, wie es eine große Koalition geben wird aus dem Tier und dem falschen Propheten und den zehn Königen, die versuchen werden, in der letzten Zeit eine antigöttliche Koalition aufzurichten und, wie uns Offenbarung 13 sagt, widergöttliche Anbetungsgesetze zu erzwingen. Wir haben die Zeit, nicht alles anzuschauen hier, aber es sei nur kurz darauf hingewiesen, ihr könnt es bei Ausweg 2012 genau studieren.
[36:36] Das erste Tier aus Offenbarung 13 stellt ohne jeden Zweifel den Vatikan dar. Das zweite Tier stellt ohne jeden Zweifel die Vereinigten Staaten von Amerika dar, insbesondere den gefallenen Protestantismus, der sich mit viel Wahrheit und ein wenig Irrtum auf den Weg macht, Anbetung zu erzwingen und dadurch dem Bild oder dem ersten Tier ein Bild zu errichten, nämlich die Trennung von Kirche und Staat aufzuheben. Ja, die Bibel spricht davon, dass in der letzten Zeit Anbetungsgesetze jeden Menschen vor die Probe stellen werden, ob er Gott ganz treu ist in allen seinen Forderungen, in allen seinen Geboten, oder ob er Kompromisse machen möchte, um kaufen und verkaufen zu können, um vielleicht sein Leben behalten zu können. Das ist eine ernste Warnung, lieber Freund.
[37:28] Wachstum in Christus soll uns dazu befähigen, in dieser wichtigen, entscheidenden Zeit eine informierte, eine gute und eine richtige Entscheidung zu fällen, nämlich für Christus und für seinen Siegel. Und wenn dann diese beiden letzten Bewegungen aufeinander prallen werden, kurz vor der Wiederkunft, dann wird die Erde erleuchtet werden mit der Herrlichkeit Gottes.
[37:50] Offenbarung 18 sagt uns in Vers 1: „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Und in Vers 4 heißt es: „Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt.“
[38:14] Jesus Christus hat ein Volk überall, an vielen Stellen, aber kurz vor der Wiederkunft ergeht eine Botschaft, die den ganzen Erdkreis erleuchtet, die sagt: „Kommt aus Babylon heraus, mein Volk.“ Und vielleicht, lieber Freund, liebe Freundin, befindest auch du dich gerade in Babylon, und Jesus ruft dich mit lauter Stimme und sagt: „Komm heraus, mein Sohn, meine Tochter.“ Vielleicht ist es ein Teil des Wachstumsprozesses für dich, nicht nur innerlich zu wachsen, nicht nur Erkenntnis zu gewinnen, sondern auch den praktischen Schritt zu gehen und zu sagen: Ich kann meiner bisherigen Kirche nicht weiter angehören, weil die Wahrheiten, die ich gelernt habe im Wort Gottes, mich dazu führen, die Gruppe aufzusuchen, die das letzte Endzeitevangelium der Bibel verkündigt.
[39:03] Und wenn diese Botschaft ergangen ist, dann sagt die Bibel, es gibt einen kurzen Zeitraum, wo jeder seine Entscheidung gefällt haben wird und wo es kein Zurück mehr gibt. In Offenbarung 22, Vers 11 heißt es: „Wer Unrecht tut, der tut weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter; und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter.“
[39:27] Und in Vers 12 haben wir dann die Wiederkunft: „Und siehe, ich komme bald, und mein Lohn wird mir um jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.“ Die Wiederkunft wird ein gewaltiges Ereignis sein.
[39:46] In Matthäus 24, Vers 31 heißt es: „Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ Die Wiederkunft wird global sein. Aber nicht nur das.
[40:12] In Offenbarung 1, Vers 7 heißt es: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben. Es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen.“ Jesus kommt global, er kommt sichtbar.
[40:33] Und in Psalm 50, Vers 3 heißt es: „Er kommt auch hörbar.“ Psalm 50 und dort Vers 3: „Unser Gott kommt und schweigt nicht. Verzehrendes Feuer geht vor ihm her, und rings um ihn stürmt es gewaltig.“ Also Jesus kommt global, er kommt sichtbar, er kommt hörbar.
[41:02] Und dann sagt uns die Bibel in Matthäus 25, Vers 31: „Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen.“ Jesus kommt mit allen heiligen Engeln. Und die Bibel sagt uns sogar in Matthäus 16, Vers 27: Matthäus 16, Vers 27: „Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun.“
[41:45] Jesus kommt sichtbar, er kommt hörbar, er kommt global, und er kommt mit allen heiligen Engeln und mit der Herrlichkeit seines Vaters. Was für ein Tag wird das sein? Liebe Freunde, du wirst nicht CNN oder BBC oder die Tagesschau einschalten müssen, um Jesus wiederkommen zu sehen. Jesus wird nicht einfach unsichtbar kommen und die Erlösten in einer geheimen Entrückung mitnehmen. Nein, Jesus kommt für alle sichtbar, für alle hörbar, sodass niemand es verpassen wird.
[42:18] Und in 1. Thessalonicher 4, Vers 13, wird etwas deutlich über diesen Moment, über diesen Tag, auf den ich mich so sehr freue. Du auch?
[42:30] In 1. Thessalonicher 4, Vers 13 bis 16: „Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels, die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“
[43:21] Jesus wird wiederkommen mit der Posaune Gottes, mit der Stimme des Erzengels, der er ja selber ist. Und die Gläubigen, die in Christus eingeschlafen sind, werden auferstehen. Und es wird niemand anders sein als Jesus selbst, der die Toten auferwecken wird.
[43:43] In Johannes 5 lesen wir von diesem besonderen Ereignis. In Johannes 5 und dort Vers 25. Dort heißt es: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören werden, werden leben.“ Und dann in Vers 28 und 29: „Wundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden. Sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts.“ Es wird zwei Auferstehungen geben. Wir werden in der letzten Folge nächste Woche mehr darüber erfahren. Aber es wird Jesus sein, der die Toten auferweckt.
[44:43] Hast du einen Menschen, der gestorben ist in Christus? Verwandte, Freunde, Bekannte, Menschen, nach denen du dich sehnst? Wenn Jesus bald wiederkommt, wirst du sie wiedersehen. Wir brauchen keine Angst vor dem Tod zu haben.
[45:08] In 1. Korinther 15 wird uns gesagt, 1. Korinther 15, Vers 50 bis 56: „Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können, auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, es wird Menschen geben, die werden nicht sterben. Es wird Menschen geben, die werden leben bis zur Wiederkunft Jesu und werden in den Wolken des Himmels kommen sehen.“ Und lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte zu dieser Generation gehören. Ich möchte ihn sehen. Ich möchte nicht sterben. Und wenn doch, dann ist das kein Problem. Denn die Bibel sagt, der Tod ist ein Schlaf. Aber ich möchte dabei sein, wenn Jesus wiederkommt.
[45:52] In Vers 51 heißt es: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden. Plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, die Toten werden auferweckt werden, unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“ Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen. Wenn er mal dieses Verwesliche, Unverweslichkeit anziehen, dieses Sterbliche, Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: „Der Tod ist verschlungen im Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?“
[46:33] Ich kann es kaum erwarten, auf diesen Tag zu hoffen und zu warten, an diesem Tag zu erleben, wie Menschen aus den Gräbern hervorkommen werden und sagen: Tod, wo ist dein Stachel? War das schon alles? Sie haben ihre Augen zugemacht, sie haben ihre Augen aufgemacht, sie haben nichts mitbekommen. Die Bibel sagt an so vielen Stellen, Johannes 11 und an vielen anderen Stellen, dass der Tod ein Schlaf ist. Sie haben nichts mitbekommen. Sie werden die Augen wieder aufmachen und werden feststellen: Das war schon alles. Tod, wo ist dein Stachel?
[46:56] Aber wir alle, egal ob wir auferstanden sind oder ob wir lebendig Jesus wiederkommen sehen, wir alle werden verwandelt werden, in einem Augenblick, in einem Nu, plötzlich. Und ich freue mich schon auf diesen Körper, den ich haben werde, ohne Krankheiten, die uns heute betreffen. Ich freue mich so auf diesen Tag. Freust du dich auch?
[47:24] Ein letzter Vers, mit dem wir heute abschließen wollen, in 1. Thessalonicher 4, Vers 17. In 1. Thessalonicher 4, Vers 17 heißt es: „Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden, in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft.“ Jesus wird den Erdboden nicht berühren, sondern wir werden ihm entgegen entrückt werden, alle zusammen. Und so werden wir bei dem Herrn sein, alle Zeit.
[48:02] Wachstum in Christus hat ein Ziel: bei Gott zu sein, mit Jesus völlige Gemeinschaft zu haben. Das hat Jesus gesagt, deswegen kommt er wieder und sagt: „Damit ihr seid, wo ich auch bin.“ Ich möchte da sein, wo Jesus ist. Du auch? Dann lasst uns jetzt, wo wir noch Gelegenheit haben, unser Leben in Ordnung bringen. Lasst uns alle unsere Sünden zu Jesus bringen, damit er uns vorbereiten kann, damit er unsere Charakterfrucht wachsen lassen kann, damit er das himmlische Heiligtum reinigen kann, damit er alle Sünden aus seinem Buch austilgen kann, damit er wiederkommen kann und uns zu sich nehmen kann.
[48:29] Wenn ihr diese Themen weiter studieren wollt, wir würden es euch dringend empfehlen, dann laden wir euch ein, einige der Vorträge von Ausweg 2012 anzuschauen, zum Beispiel die Vorträge 5, 6 und 7, wo wir über das Heiligtum, über 1844 und so weiter reden. Die Vorträge 11, der Vortrag 11 über die Wiederkunft, und dann vor allem die Vorträge 16 bis 20, wo wir die verschiedenen Endzeitmächte, die Tiere aus Offenbarung 13, den Schlachthammer Gerdon, dann den Zustand der Toten und vor allem auch über das Malzeichen des Tieres und das Siegel Gottes, jene unglaublich wichtigen Themen, ausführlich sprechen. Bitte schaut euch das an, studiert das und prüft es anhand der Bibel.
[49:09] Und wir möchten euch fragen, jeden einzelnen von euch: Ob wir uns vorbereiten wollen auf die Wiederkunft und zwar aktiv durch ein tägliches Wachstum in Christus. Ist das dein Wunsch? Das ist mein Wunsch. Gott segne dich in deiner Entscheidung, und wir sehen uns wieder nächste Woche auf julemedia.tv und auf ad-tv.info, wenn es wieder heißt: Cannstatt Study Hour – Wachsen in Christus. Gottes Segen für euch. Amen.