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Manuskript:CSH_2012_Q4_Folge2.pdf

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode mit Christopher Kramp wird die Bedeutung der Offenbarung Gottes und des Wortes Gottes beleuchtet. Es wird erklärt, wie die Bibel als Same für geistliches Wachstum dient und wie sie durch den Heiligen Geist inspiriert ist. Die Serie „Wachsen in Christus“ untersucht die Natur Gottes, die Rolle Jesu als Wort Gottes und die Funktion des Heiligen Geistes in unserem Leben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q4: Wachsen in Christus

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Transkript

[0:00] Vertraue und glaube, es hilft und heilt die göttliche Kraft!

[1:20] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Schön, dass du dabei bist auf www.joelmedia.tv.de. Wir haben heute unser zweites Thema in unserer neuen CSH-Serie "Wachsen in Christus". Und wir haben letzte Woche schon den Anfang gemacht, als wir uns über die Grundlage aller biblischer Lehre, aller biblischen Konzepte Gedanken gemacht haben, nämlich über den großen Kampf. Wir haben dort ausführlich gesehen, dass es zwei Parteien gibt, die schon im Universum einen Kampf begonnen haben. Auf der einen Seite Gott und Jesus Christus, auf der anderen Seite Satan, der früher Luzifer hieß. Wir haben die beiden Prinzipien gesehen, um die es in diesem Kampf geht und auch damit geendet, dass wir gesagt haben, dass unsere Welt hier, in der wir leben, sozusagen der Schauplatz ist, auf der dieser große Kampf ausgefochten wird.

[2:06] Unser Generalthema ist ja "Wachsen in Christus". Und alle biblischen Konzepte, die wir gemeinsam betrachten wollen, haben diesen Gedanken vom Wachstum. Letzte Woche hatten wir uns damit auseinandergesetzt, warum wachsen da Dinge, die gar nicht wachsen sollten? Und wir hatten den großen Kampf als Antwort gefunden. Heute wollen wir uns wieder diesem Thema widmen, des Wachstums. Wie kann ich persönlich wachsen? Wie kann ich geistlich wachsen? Und wir freuen uns, dass du dabei bist. Wir werden uns wieder thematisch auf dieses Lektionsheft hier basieren, aber natürlich einfach von Vers zu Vers gehen, sodass auch du, wenn du dieses Lektionsheft nicht haben solltest, mit dabei sein kannst. Wir bereiten uns vor für das Bibelgespräch am 13. Oktober. Und unser Thema heute ist die Offenbarung und der offenbarte Gott. Wir wollen verstehen, wie sich dieser Gott, den wir besser kennenlernen wollen, diesen 13 Folgen, wie er sich überhaupt offenbar hat, wie wir wissen können, wie er ist und wie wir von ihm lernen können.

[3:06] Wir wollen wiederum beginnen mit Markus 4, Vers 26 bis 29. Markus 4, Vers 26 bis 29. Ein sehr einfaches und auch sehr kraftvolles Gleichnis, das Jesus uns hier gibt. Es heißt ab Vers 26: "Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht Nacht und Tag. Und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da."

[3:54] Ein sehr einfaches und doch so wichtiges Gleichnis, das deutlich macht, dass die Religion der Bibel, dass das Leben, das Jesus sich für dich und für mich wünscht, ein Leben des Wachstums ist. Und heute wollen wir uns die Frage stellen: Was ist die Grundlage des Wachstums? Mit anderen Worten, eine Pflanze kann nicht wachsen, wenn da nicht vorher ein Same ausgestreut worden ist. Und wir wollen heute fragen, was ist dieser Same? Denn ohne Same kein Wachstum. Und wenn wir in den nächsten Folgen dieses Wachstum dann weiter studieren werden und die weiteren Schritte begreifen wollen, sollen wir doch zunächst einmal feststellen, woher kommt dieser Same? Was ist dieser Same, der echtes Wachstum in mir und dir beginnen kann? Denn wenn dieser Same nicht in uns ist, wenn wir diesen Same nicht kennen und wissen, worum es geht, dann werden wir vielleicht gar kein Wachstum erleben. Und das wäre sehr, sehr schade.

[4:45] Und die Bibel gibt uns eine sehr einfache Antwort auf diese Frage: Was ist der Same, der dieses Wachstum hervorbringt? In Lukas 8 und dort Vers 11 wird diese Frage sehr deutlich beantwortet. Es heißt hier: "Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes." So wie alles Pflanzenwachstum vom Samen abhängt, so hängt alles geistliche Wachstum, alle Entwicklung meiner Fähigkeiten im positiven Sinne, hängen davon ab, von dem Wort Gottes, von dem, was ich mit dem Wort Gottes mache, von der Bibel. Das ist der Same.

[5:32] Nun, warum ist die Bibel das Wort Gottes? Oder anders ausgedrückt, kann man dieses Buch überhaupt als das Wort Gottes bezeichnen, wenn wir doch wissen, dass es von Menschen geschrieben worden ist? Die Bibel gibt uns hier eine sehr interessante und ebenfalls einfache Antwort. In 1. Thessalonicher, 1. Thessalonicher, Kapitel 2 und dort Vers 13. Der Apostel Paulus schreibt hier an die neu gegründete Gemeinde in Thessalonich und es heißt hier: "Darum danken wir auch Gott unablässig, dass ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam in euch ist, die ihr gläubig seid."

[6:22] Paulus macht hier eine sehr wichtige Beobachtung. Er sagt, wir die Apostel haben zwar das Wort Gottes gepredigt, aber ihr, die ihr zugehört habt, habt verstanden, dass es nicht nur die Worte von Paulus oder von Barnabas oder von Timotheus waren, die dort gepredigt haben an der Kanzel, sondern dass dahinter sich das Wort Gottes befand. Dass es nicht einfach nur menschliche Meinungen waren, Theorien, die aufgeschrieben worden sind, oder damit es gepredigt worden sind, die man sich einfach mal ausgedacht hat, sondern dass es eine Kraft entfaltet, dieses Wort Gottes. Er schreibt ja vorhin, dass es wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid.

[7:01] Und dieses Prinzip lässt sich übertragen auch auf unsere heutige Zeit. Zwar haben wir keinen Paulus, der mehr buchstäblich auf unseren Kanzeln predigt, aber wir haben einen Paulus, der in der Schrift zu uns spricht. Und genauso können auch wir heute im Glauben annehmen, dass diese Worte, die Mose und Daniel, Jeremia, Paulus und Petrus geschrieben haben, dass sie nicht nur Menschenworte sind, sondern tatsächlich Gottes Wort. Und der beste Beweis dafür, obwohl es natürlich viele Fakten gibt, die das stützen, erfüllte Prophezeiungen, die Tatsache, dass die ungefähr 40 Schreiber der 66 Bibelbücher über einen langen Zeitraum von ungefähr 1600 Jahren gelebt haben und aus den verschiedensten Kulturen kamen, von drei Kontinenten, verschiedenste soziale Schichten und sich trotzdem immer sehr einig sind in all den kontroversen Themen, die sie ansprechen. Religion, Erziehung, Gesundheit, Philosophie und so weiter.

[7:57] Aber neben all diesen interessanten Fakten, die man sozusagen beitragen kann, um die Glaubwürdigkeit der Bibel zu unterstützen und zu beweisen, gibt es doch einen ganz besonderen und für jeden erfahrbaren Beweis. Und das ist das, was er in Vers 13 am Ende sagt, dass nämlich das Wort Gottes wirksam ist in euch. So wie der Same, der in den Boden geht, anfängt zu wirken und eine Wirkung entfaltet, nämlich durch das Wachstum, so können wir auch erkennen, dass die Bibel das Wort Gottes ist, weil es wirkt in uns. Wenn wir uns ganz offen und ohne Vorurteile der Bibel nähern und sie einfach auf uns wirken lassen, dann werden wir feststellen, dass die Bibel solch ein Same ist, der Wachstum generiert.

[8:48] Woran liegt das? Was ist an diesem Buch so besonders? Warum ist das, was Paulus und Petrus und Daniel und Jesaja geschrieben haben, warum ist das das Wort Gottes? Und auch hierauf gibt uns die Bibel eine gute Antwort. Denn 2. Petrus 1 und dort Vers 21 lesen wir den berühmten Vers: "Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht." Mit anderen Worten, egal was sie in der Bibel lesen, ob sie 1. Mose lesen, ob sie Habakkuk lesen, ob sie den Judasbrief lesen oder die Offenbarung. Nichts von alledem wurde durch menschlichen Willen hervorgebracht.

[9:28] Das heißt, Paulus hat sich nicht hingesetzt und gesagt: "Jetzt schreibe ich einfach mal auf, was ich denke, wie man erlöst wird." Und Daniel hat sich nicht hingesetzt und gesagt: "Naja, ich überlege mir einfach mal, wie die Zukunft sein könnte." Nichts von dem, was wir hier lesen, ist das Produkt menschlichen Willens. Sondern, geht der Vers weiter: "sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet."

[9:52] Es ist nicht der Heilige Geist, der diktiert hat. Wir sehen, dass in den verschiedenen Schriften der Bibel eine Vielfalt an literarischen Stilen und an Wortschatz und an verschiedenen Herangehensweisen, Perspektiven, manchmal auf die gleichen Ereignisse zu finden sind, die aber doch alle eine wunderbare Harmonie ergeben. Mehr dazu gleich noch später. Aber wir können sehen, dass obwohl diese Menschen nicht einfach Sekretäre waren, die einfach nur das Diktat empfangen haben, dass doch diese Menschen getrieben wurden vom Heiligen Geist. Das heißt, ohne Heiligen Geist hätten sie niemals das geschrieben, was sie geschrieben haben. Die Gedanken der Bibel, ihre Konzepte, ihre Lehren, ihre Aussagen sind alle vom Heiligen Geist inspiriert.

[10:32] Getrieben vom Heiligen Geist haben die Menschen Gottes geredet. Und das gilt für die ganze Bibel. Denn in 2. Thessalonicher, Verzeihung, in 2. Timotheus, 2. Timotheus 3, lesen wir in diesem berühmten Vers, in 2. Timotheus 3, Vers 16: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben." Hier steht dieses Wort "Theopneuzos", das so viel heißt wie Gott gehaucht, eingehaucht, inspiriert, eingegeben. Alle Schrift ist von Gott eingegeben.

[11:06] Und wenn wir sagen "alle Schrift", dann bezieht sich das wieder zurück auf das, was Paulus gesagt hat, der gesagt hat, dass nämlich das, was er gesagt hat, in Wahrheit Gottes Wort ist und nicht enthält. Manch einer, der die Bibel durchaus gerne liest und auch für einigermaßen wichtig hält, sagt heute: "Die Bibel enthält Gottes Wort." Mit anderen Worten, da gibt es einige Dinge in der Bibel, die sind wirklich Gottes Wort. Andere Dinge dagegen, nicht wirklich vertrauenswürdig, kulturell bedingt, kann man heute nicht mehr so ernst nehmen, muss man anders interpretieren und so weiter. Aber das ist nicht, was die Bibel über sich selbst sagt. Die Bibel macht ganz deutlich, dass sie komplett inspiriert ist, ohne Abstriche. Und dass alle Aussagen der Schrift vertrauenswürdig sind.

[11:50] Und die Bedeutung der Bibel wird jetzt am Ende des Verses ganz deutlich. Im zweiten Teil heißt es, dass dort vier Dinge durch die Bibel geschehen. Es heißt: "Sie ist nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung und zur Erziehung der Gerechtigkeit." Mit anderen Worten, wenn ich die Bibel lese, passieren vier Dinge, wenn ich offen bin. Zuerst einmal werde ich belehrt. Das heißt, ich lerne, was ist die Wahrheit, was ist die Lehre der Bibel. Und ich sehe, das ist das Ideal. Aber dann werde ich gleichzeitig überführt, denn ich stelle fest in meinem Leben, mein Leben läuft gar nicht so, wie das Ideal eigentlich sagt an manchen Punkten.

[12:32] Und dann heißt es, wir werden zurechtgewiesen. Das heißt, wir werden wieder auf den rechten Weg gewiesen, zum Recht gewiesen, zurechtgewiesen. Das heißt, die Bibel sagt nicht nur, dass wir an bestimmten Stellen Mangel haben und Probleme haben, sondern zeigt uns auch den Weg zurück. Und dafür bin ich so dankbar, dass die Bibel mir zeigt, wo ich Probleme habe oder wo ich Defizite habe, sondern dass sie mir auch zeigt, wo der Weg ist zurück.

[13:00] Und wenn Sie die Bibel aufschlagen und einfach mal unvoreingenommen lesen, werden Sie ganz schnell feststellen, die Bibel ist wie ein Spiegel. Manchmal ist es fast ein bisschen unerträglich, sich selbst mal ganz ehrlich zu sehen. Aber es ist gut, es ist heilsam. Und am Ende des Verses heißt es, dass sie uns erzieht in der Gerechtigkeit. Und Erziehung ist ja nichts anderes als ein begleitetes Wachstum, ein Lernen. Und die Bibel möchte uns erziehen in Gerechtigkeit, dass wir Gerechtigkeit lernen und praktizieren.

[13:28] Im nächsten Vers steht dann, was das Ziel des Ganzen ist. So wie in Markus 4 gibt es ja ein Ziel, so wie die Pflanze irgendwann den vollen Weizen in der Ähre hat, so gibt es auch ein Ziel beim Bibelstudium. Und das wird im Vers 17 dargelegt: "damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei." Nicht nur halb fertig, halb gar durchgekocht, ganz zubereitet sei. "Zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet." Das heißt, die Bibel möchte uns ausrüsten, sie möchte uns erziehen, vorbereiten, ein wirklich authentisches, echtes und gottgefälliges christliches Leben zu führen.

[14:06] Wie wir schon angesprochen haben, die Bibel offenbart unser wahres Wesen. Und wie schon angedeutet, das kann schmerzhaft sein. Die Bibel hat dafür ein eigenes, sehr passendes Bild. In Hebräer 4 und dort Vers 12 lesen wir: "Denn das Wort Gottes ist lebendig." Das ist ein interessanter Satz. Dieses Buch, das ich hier in meinen Händen halte und das auch Sie hoffentlich in Ihren Händen halten, dieses Buch ist nicht einfach nur ein Buch, es sind nicht einfach nur Seiten, sondern die Bibel sagt selbst, dass sie lebendig ist. Wow.

[14:41] "Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam, wie wir schon gesehen haben, lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Manchmal schneidet es wirklich ziemlich scharf. Und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens." Deswegen ist die Bibel so wichtig. Ich kann allen Menschen etwas vormachen. Ich kann so tun und so reden und mich so geben, als wäre alles in Ordnung. Doch es gibt ein Buch auf dieser Welt, dem kann ich nichts vormachen und das ist die Bibel. Denn die Bibel ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens. Selbst meine besten Freunde, ja meine Ehefrau mag vielleicht an manchen Stellen nicht ganz bis ins Letzte verstehen, was ich denke und fühle, aber vor der Bibel bleibt nichts verborgen.

[15:36] Kein Wunder, dass sie das Wort Gottes ist. Und wie bereits angedeutet, die Bibel ist frei von irrigen Meinungen und das lässt sich am Psalm 12, Vers 7 sehr deutlich zeigen. Psalm 12, Vers 7 sagt: "Die Worte des Herrn sind reine Worte. In irgendeinem Tiegel geschmolzenes Silber, siebenmal geläutert." Warum läutert man Metall, Silber zum Beispiel? Um die Schlacke zu entfernen, um die Unreinheiten zu entfernen. Denn nach der Läuterung ist das Metall reiner und makelloser. Und in diesem Bild wird gesagt, die Bibel ist nicht nur einmal geläutert oder zweimal geläutert oder dreimal gereinigt, sondern siebenmal. In der Bibel ist das übrigens ein Bild für die Vollkommenheit, für die Vollzahl. Siebenmal geläutert, mit anderen Worten, da ist alles entfernt, was nicht inspiriert ist.

[16:38] Der Heilige Geist hat darauf geachtet, nicht nur, dass die Gedanken, die er den Schreibern eingegeben hat, dass die hineinkommen in die Bibel. Er hat auch darauf geachtet, dass alles entfernt wird, was nicht inspiriert ist. Dass dort nichts hineinkommt, was einfach nur menschliches Stroh, menschlicher Dreck, menschlicher Schmutz ist. All das ist hinaus geläutert. Und darauf können wir uns vertrauen. Das heißt, die Bibel ist frei von all diesen Irrtümern und menschlichen Fantasien und Utopien, die ansonsten all die anderen Bücher, die wir lesen, immer wieder kennzeichnen. Und das ist so toll an der Bibel. Man muss sie nicht mit skeptischen Augen lesen, sondern man kann ihr tatsächlich vertrauen.

[17:23] Aber warum sollen wir die Bibel eigentlich lesen? Im Psalm 119, dem längsten Psalm der Bibel und damit auch dem längsten Kapitel der ganzen Bibel, in Psalm 119 wird in einem sehr bekannten Vers, Vers 105, Folgendes gesagt. Psalm 119 und dort Vers 105. Dort sagt die Bibel: "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg." Wenn man auf dem Weg ist und eine Leuchte braucht, dann nur unter der Voraussetzung, dass es dunkel ist, dass es finster ist. Und wie oft ist es in unserem Leben finster und dunkel und unklar. Wir wissen oft nicht, wohin wir gehen, allein schon deswegen, weil wir nicht wissen, was die Zukunft bringt. Und ich danke Gott, dass im Studium seines Wortes ich Antworten gefunden habe, was die Zukunft bringt. Ich weiß zwar nicht, was morgen sein wird, aber die Bibel ist wie ein Scheinwerfer, wie eine Taschenlampe, die in die Zukunft hineinscheint und mir zeigt, welchen Weg ich gehen kann, damit ich nicht stolpere, damit ich nicht über Hindernisse falle oder vom rechten Weg abkomme. Es ist ein Licht auf meinem Weg und eine Leuchte für meinen Fuß.

[18:43] Nun, wenn also die Bibel so wichtig ist, wenn sie mir also zeigt, wo ich lang gehen kann, wenn sie mir behilflich ist, meinen richtigen Lebensweg zu finden, wie kann ich dann die Bibel am besten verstehen? Vielleicht haben Sie auch schon den Ausspruch gehört: "Naja, jeder interpretiert die Bibel halt so, wie er möchte, und deswegen gibt es halt auch so viele Kirchen und Glaubensgemeinschaften, weil jeder legt das so ein bisschen nach seiner Fasson aus." Und das stimmt. Die meisten Menschen legen die Bibel nach ihrer eigenen Fasson aus. Viele Bibelleser schauen einfach das heraus, was ihnen gut passt. Aber das ist nicht das, was die Bibel eigentlich empfiehlt und was die Bibel für richtig hält. Nur weil mit der Bibel viel Schindluder getrieben wird, weil die Bibel oft missbraucht wird, heißt das nicht, dass es nicht einen korrekten Weg gibt, die Bibel zu verstehen.

[19:34] Und wir wollen hier etwas sehr Wichtiges lernen. Noch einmal zurückgehend zu 2. Petrus 1, wir hatten Vers 21 gelesen, jetzt lesen wir Vers 20. In 2. Petrus Kapitel 1 und dort Vers 20, dort warnt uns der Petrus und sagt: "Dabei sollt ihr vor allem das erkennen." Wenn er sagt "vor allem", dann meint er, das ist von allen Dingen erstmal das Wichtigste, bevor ihr weitergeht, bevor ihr weiter wachst und weiter studiert und neue Dinge kennenlernt. "Das sollt ihr vor allem erkennen, was Petrus?" "Dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist." Petrus warnt uns und sagt: Du, lieber Bibelleser, hast kein Recht, die Bibel eigenständig zu interpretieren. Und wenn das alle anderen um dich herum machen, alle Prediger und alle Priester und alle Kirchen und jeder so seine eigene Auslegung hat, es ist nicht deine Aufgabe, ja, es ist noch nicht mal dein Recht, eine eigene Interpretation der Bibel zu haben. Die Bibel möchte nicht von dir interpretiert werden.

[20:41] Es ist schlicht und einfach nicht unsere Aufgabe zu sagen: "Naja, jetzt überlege ich mir mal, was das bedeuten könnte, wie ich das so sehe mit meiner Lebenserfahrung und mit meiner Perspektive und meiner besonderen Einstellung zum Leben." Es ist nicht unsere Aufgabe, nicht eine einzige Weissagung der Schrift, nicht eine Prophetie, nicht eine Aussage sollen wir eigenmächtig interpretieren und deuten. Und das ist eigentlich eine gute Nachricht, denn ehrlich gesagt können wir das auch gar nicht. Ich kann nur etwas deuten und interpretieren, was ich erfassen kann, was ich völlig sozusagen bis ins Letzte durchdringen kann. Aber wer kann das schon beim Wort Gottes, das jeden Tag tiefer und tiefer ist, dass man 80 Jahre lang, 90 Jahre lang studieren kann und immer noch Dinge entdeckt, die man vorher nie gesehen hat. Wer will sich da anmaßen und sagen, dass er jetzt die richtige Interpretation gefunden hat.

[21:30] Nun, aber wenn ich die Bibel nicht auslegen kann, wie kann ich sie dann verstehen? Und wenn ich sie nicht auslegen darf, dann gilt das ja auch für alle anderen. Das heißt, all die Kommentatoren, die es gibt und die Auslegung und die Traditionen sind zwar schön und gut, aber sie haben keinerlei Autorität, denn niemand von diesen Menschen, die das gemacht haben, hat das Recht, die Bibel eigenständig zu interpretieren. Also wie kann ich sie denn überhaupt verstehen?

[21:55] Und auch hier gibt uns die Bibel einen sehr einfachen und praktikablen Rat. In 1. Korinther 2 und dort Vers 13 lesen wir: "Und davon reden wir auch nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind." Und jetzt kommt das Prinzip: "indem wir Geistliches geistlich erklären." Paulus sagt, wenn man etwas Geistliches nicht versteht, dann muss man etwas anderes Geistliches hernehmen, um das Geistliche durch etwas Geistliches zu erklären. Nun, die Bibel ist geistlich, sie ist geschrieben worden von Menschen, die getrieben waren vom Heiligen Geist. Die Bibel ist vom Heiligen Geist inspiriert, deswegen ist sie geistlich. Aber wie kann ich geistliche Dinge verstehen? Ich muss sie durch andere geistliche Dinge erklären.

[22:48] Das heißt, wenn ich eine Bibelaussage nicht begreife, dann findet sich die Erklärung in einer anderen, vom Heiligen Geist inspirierten Aussage. Mit anderen Worten, die Bibel erklärt sich selbst. Sie legt sich selbst aus, denn der Heilige Geist, der die Bibel inspiriert hat, weiß am besten, was er gemeint hat, wenn er dem Paulus eine Idee gegeben hat. Und die Bibel warnt uns sogar davor und sagt, Paulus hat manchmal schwierig geschrieben und wir sollen es nicht verdrehen, sondern eine andere Aussage dann finden, andere Schriftstellen, die erklären, was der jeweilige Schreiber gemeint hat. Im Gegenteil, zum eigenen Interpretieren ist es als Bibelleser unsere Aufgabe, andere Stellen zu finden, andere Textpassagen, die Licht werfen auf die, die wir gerade nicht verstehen.

[23:33] Und das führte uns zu dem, was man Bibelstudium nennt. Das Forschen in der Schrift, nicht einfach einen Text lesen und sagen: "Ich denke, das bedeutet das", sondern die verschiedenen Puzzleteile zusammenbringen. Das ist das, worum es eigentlich wirklich geht. Und derjenige, der es am besten konnte und für uns das Idealmuster darstellt, ist Jesus selbst. Jesus selbst hat nicht einfach einen Text genommen und gesagt: "Jetzt lege ich meine Interpretation da rein", sondern Jesus hat die Bibel auf eine hervorragende und nachahmenswerte Weise studiert.

[24:05] Es gibt übrigens nur einen Text in der Bibel, der deutlich macht, welche Methode Jesus zum Bibelstudium verwandt hat. Wir haben viele Beispiele für das Predigen von Jesus, für die Wunder von Jesus, seine Heilungswunder. Wir haben viele Beispiele, einige Beispiele auch für das Gebet. Aber für die Methode, wie man die Bibel verstehen kann, gibt es, soweit ich sehen kann, nur einen Vers. Und der findet sich in Lukas 24, Vers 27.

[24:30] Lukas 24 und dort Vers 27. Es heißt hier: "und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihn in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht." Ein sehr profunder Vers mit einer sehr einfachen Methode, die ich gerne das ABC des Bibelstudiums nenne. Jesus fing bei Mose an. Das heißt, Jesus fing beim Anfang an. A steht für Anfang.

[24:56] Jesus war ein systematischer Bibelleser, der nicht einfach irgendwo hineingriff und die Bibel aufschlug und sagt: "Naja, das ist jetzt das, was ich machen soll." Sondern Jesus, wenn er ein Thema verstehen wollte, wollte er es von Anfang an verstehen, gründlich. Und er fing bei Mose an, bei den ersten Büchern der Bibel. Der zweite Gedanke, der hier enthalten ist, dass Jesus nicht einfach nur wenige Texte nahm, sondern die gesamte Schrift, alle Propheten, alle Schriften. Das heißt, wenn ich wirklich verstehen will, was sagt die Bibel über ein bestimmtes Thema, sollte ich mich nicht mit ein oder zwei Bibeltexten begnügen, sondern sollte wirklich suchen und forschen, bis ich alles gefunden habe, was die Bibel direkt oder sogar indirekt zu diesem Thema zu sagen hat. Jede wahre biblische Lehre gründet sich auf eine Vielzahl von Bibeltexten, die alle harmonisch zusammenkommen, aus dem Alten und dem Neuen Testament, aus den Propheten, den Psalmen, den Geschichtsbüchern, den Briefen und so weiter. Denn wenn eine Idee von allen Schreibern deutlich beschrieben wird, dann können wir sicher sein, dass wir hier nicht einfach irgendetwas hineininterpretieren in einen vielleicht obskuren Text.

[25:55] Das heißt, B steht für die gesamte Bibel. A der Anfang, B die ganze Bibel. Wir wollen nicht einfach nur einen Text verstehen, sondern wir wollen die Gesamtbotschaft der Bibel studieren. Und dann C steht natürlich für Christus. Denn Jesus, wann immer er die Bibel las und er hatte damals nur das Alte Testament zur Verfügung, suchte nach Hinweisen auf den kommenden Messias, auf den Gesalbten. Jesus verstand, dass sein Dienst, seine Wunder, seine Worte, all das, was er getan hat, Jahrhunderte vorher im Alten Testament deutlich vorgezeichnet war, vorgeschattet war. Es gab unglaublich viele Prophezeiungen, die gibt es ja heute noch, im Alten Testament, über Jesus, sein Werk und seinen Dienst und sein Leben. Und es lohnt sich im Bibelstudium, vor allem im Studium des Alten Testamentes, danach Ausschau zu halten, nicht einfach nur die Geschichten zu lesen und sagen: "Naja, was ist jetzt die Moral von der Geschichte?", sondern zu schauen, wie das Alte und das Neue Testament sich ergänzen. Und so wie es viele Anspielungen auf Jesus gibt, schon im Alten Testament, gibt es auch viele Rückkopplungen im Neuen Testament an das Alte Testament, vor allem in der Offenbarung. Es lohnt sich, diese Dinge zusammenzubringen.

[27:05] Weiterhin ist es wichtig in diesem C-Prinzip, dass alles, was wir lesen, uns näher zu Jesus bringen soll. Alles, was wir studieren, offenbart Jesus. Und das hat Jesus verstanden, als er in Johannes 5, Vers 39, den hohen Schriftgelehrten, den Theologen seiner Zeit, den Sadduzeern und den Pharisäern im Sanhedrin gesagt hat: In Johannes 5, Vers 39: "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben." Und lasst mich das sagen, es gibt auch heute noch viele Menschen, die hauptberuflich oder nebenberuflich die Bibel gründlichst erforschen, die vielleicht Griechisch oder Hebräisch rückwärts können und die trotzdem den eigentlichen Sinn der Bibel verfehlen. Und ich möchte nicht, dass das dir, lieber Freund, liebe Freundin, passiert. Jesus sagt: "Es ist möglich, so viel die Pharisäer die Bibel auswendig zu kennen, denn die Pharisäer sollten die Bibel möglichst mit 14, hoffentlich Hebräisch, auswendig können." Er sagt: "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir Zeugnis geben." Und dann sagt er in Vers 40: "Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen."

[28:10] Mit anderen Worten, euer ganzes Bibelstudium ist eine Anhäufung von Wissen, das nicht zum Ziel führt, denn das ganze Ziel von 1. Mose 1 bis Maleachi 3 im Alten Testament oder heute können wir hinzufügen bis Offenbarung 22 ist, dass wir zu Jesus kommen, dass wir Jesus finden, der sich in diesem Wort offenbart. Sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Wenn du die Bibel aufschlägst, wenn du sie liest, wenn du gelehrt werden möchtest, zurechtgewiesen werden möchtest, überführt werden möchtest, erzogen werden möchtest zur Gerechtigkeit und so weiter, wenn du deinen Lebensweg finden willst, dann kannst du das nur, wenn du Jesus findest in der Bibel. Man muss nicht lange nach ihm suchen, er kommt sehr schnell zum Vorschein, wenn man ein wenig gräbt.

[28:59] Und das hat folgenden Grund. Jesus selbst wird nämlich das Wort Gottes gemacht. Die Bibel offenbart Jesus als das Wort Gottes und damit kommen wir zum geoffenbarten Gott selbst. Johannes 1, das berühmte Kapitel in Johannes 1, lesen wir ab Vers 1 bis 3: "Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war am Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist."

[29:40] Was ist ein Wort? Wenn ich einfach nur da stehe und denke, dann versteht ihr nicht, was ich meine. Aber meine Worte sind es, die meine Gedanken, die sich hier befinden, an meinem Frontallappen, zu euch transportieren. Und so ist Jesus, von dem es in Vers 14 heißt: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." Jesus ist derjenige, der das Wesen Gottes uns offenbart hat. Gott ist ein Gott, der nicht im Geheimen agiert, der nur wenig Eingeweihte in einen besonderen Zirkel initiiert und die dann einen geheimen Kult treiben. Gott ist jemand, der nach außen dringt, der offen, der transparent ist, der Informationen von sich aus gibt.

[30:43] Und so ist Jesus. Jesus ist das Wort. Durch Jesus verstehen wir, wie Gott ist. Und deswegen wird auch die Bibel das Wort Gottes genannt. Denn durch die Bibel verstehen wir, wie Gott ist. Und deswegen ist die Verbindung von Jesus und der Bibel so wichtig. Es gibt Menschen, die lesen die Bibel und wollen Jesus nicht haben. Und es gibt Menschen, die wollen Jesus haben, aber von der Bibel nichts wissen. Aber beides ist unmöglich. Denn wer die Bibel liest, muss Jesus finden und wird Jesus finden, wenn er aufrichtig ist. Und wer Jesus sucht, wird ihn in der Bibel finden. Und deswegen müssen wir die Bibel studieren, Jesus kennenlernen. Denn das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Er kam uns nahe, er wurde Mensch, damit wir die Herrlichkeit des Vaters sehen, seinen Charakter voller Gnade und Wahrheit.

[31:28] Wer ist Jesus? Wir hatten schon in Vers 1-3 gesehen, dass er bei Gott war, aber auch, dass er Gott ist. Es heißt: "Das Wort war bei Gott und das Wort war Gott." Das ist eine interessante Aussage. Es bedeutet nämlich, dass Gott nicht nur eine Person ist. Denn Jesus war Gott, aber gleichzeitig war er auch bei Gott. Und die Bibel sagt: "Im Anfang war das Wort." Das heißt, als alle Zeit begann, war Jesus schon da. Jesus ist genauso von Ewigkeit Gott, so wie es Gott der Vater ist.

[32:02] In Kolosser 1 und dort ab Vers 15 werden einige wichtige Aussagen über Jesus gemacht. In Kolosser 1 ab Vers 15 lesen wir: "Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes." Der einzige Unterschied ist zwischen Jesus und Gott dem Vater, dass Gott der Vater für uns unsichtbar ist und unsichtbar war, aber Jesus quasi sichtbar wurde. Er wurde Mensch. Er ist die Brücke von Gott zur Menschheit. "Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist, also nicht geschaffen. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare. Seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten. Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen."

[32:48] Das heißt, nicht nur ist Jesus der Schöpfer von allem, sondern alles ist auch geschaffen für Jesus. Und das wirft übrigens ein interessantes Licht auf ein Thema, das wir letzte Woche hatten, dass nämlich Luzifer ein geschaffener Engel war. Und offensichtlich war Luzifer genauso wie alles andere für Jesus geschaffen. Und was noch mehr unverständlich macht, dass er jetzt gegen Jesus rebelliert. Aber das haben wir letzte Woche schon ausführlich behandelt.

[33:15] Und in Vers 17 geht es weiter, dort heißt es: "Und er ist vor allem und alles hat seinen Bestand in ihm." Also nicht nur hat Gott alles geschaffen, nicht nur hat Jesus dich und mich geschaffen, sondern er hat auch dich und mich für sich geschaffen. Das heißt, du bist geschaffen worden für Jesus. Und halte dich fest. Die Tatsache, dass du jetzt gerade vor dem Computer sitzt und atmest und mir zuhörst, deine Augen auf sind, deine Ohren funktionieren und du nicht tot zusammensackst, ist einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass Jesus dich jetzt gerade am Leben erhält. Denn wenn Jesus damit aufhören würde, würdest du sofort in mich zusammensacken, tot. Und ich würde hier sofort in mich zusammensacken. Jesus erhält uns am Leben, selbst dann noch, wenn wir ihn nicht gut kennen oder sogar momentan uns gegen ihn richten, anfangen gegen ihn zu rebellieren. Für einen langen Zeitraum hält Jesus uns trotzdem am Leben, weil er möchte, dass wir gerettet werden.

[34:24] Denk drüber nach, warum du gerade lebst. Warum lebst du gerade? Die Bibel sagt, du lebst gerade nur deswegen, weil Jesus dich geschaffen hat, für sich geschaffen hat und dich jetzt am Leben erhält.

[34:37] Und dann lesen wir in Philipper 2, und das haben wir letzte Woche schon angedeutet und ausgeführt, deswegen werden wir jetzt hier nur kurz das wiederholen. In Philipper 2, Vers 5, dass Jesus der wahre Gott ist und die Welt geschaffen hat, dass er Mensch wurde. In Philipper 2, Vers 5 heißt es: "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war." Erinnern wir uns an den Kampf der beiden Ideen. Vers 6: "Der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein." Er war es, aber er hat auf viele Privilegien und Rechte verzichtet. Vers 7: "sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod. Ja, bis zum Tod am Kreuz."

[35:32] Lieber Freund, liebe Freundin, das alles nur wegen dir und wegen mir. In den nächsten Folgen werden wir das noch ausführlicher behandeln, deswegen deuten wir es hier nur kurz an. Aber Jesus wurde Mensch nicht einfach nur, weil das jetzt der Plan Gottes vorsah, sondern er wurde Mensch wegen dir und wegen mir. Er war bereit, am Kreuz von Golgatha zu sterben.

[35:55] Aber nicht nur das. Die Bibel macht deutlich, dass er zwar gestorben ist, aber heute nicht mehr im Grab ist. Und woher wissen wir das? In 1. Korinther 15, das ist nur eine von vielen, vielen Stellen der Bibel, die das deutlich machen. In 1. Korinther 15, Vers 3 und 4 sagt Paulus: "Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften." Das heißt, alles, was Jesus tat, war in Harmonie mit dem Alten Testament. Die Bibel und das Werk Jesu stellen eine Identität dar. Und je mehr man die Bibel studiert, desto besser versteht man, was Jesus getan hat. Und deswegen ist es so wichtig, dass diese beiden Dinge immer zusammengehen. Vers 4: "Und dass er begraben worden ist, und dass er auferstanden ist am dritten Tag nach den Schriften."

[36:43] Das heißt, alles, was wir über Jesus wissen, ist erfüllte Prophezeiung. Man kann das im Alten Testament nachlesen, können wir ein andermal ausführlicher behandeln. Jesus ist auferstanden und in den Himmel gefahren. So lesen wir in Apostelgeschichte 1, Vers 9, könnt ihr zu Hause nachlesen.

[37:00] Was macht er jetzt dort im Himmel? In Hebräer 8, Vers 1 und 2 klärt uns der Paulus darüber auf, was Jesus jetzt im Himmel macht, während wir hier stehen und sitzen und die Bibel lesen. In Vers 1 in Hebräer 8 heißt es: "Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohen Priester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel. Einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftzelt, die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch."

[37:31] Jesus ist jetzt gerade Hoher Priester in einem himmlischen Heiligtum. Ich weiß nicht, ob du das jemals, liebe Freunde, liebe Freundinnen, jemals gehört hast. Denn das ist eine der Grundlehren der Bibel, die völlig aus dem Bewusstsein fast unserer Kultur, unserer christlichen Tradition entschwunden sind. Paulus nannte es die Hauptsache, von dem er geredet hat. Wir werden in einer späteren Folge das ausführlich studieren, was das bedeutet. Jetzt nur so viel, weil wir sehen wollen, wie Gott sich offenbart hat, dass Jesus, der auf der Welt war, der Gotteswesen hier auf der Welt repräsentiert hat, dass er gestorben ist, auferstanden ist, dass er jetzt im Himmel unser Hoher Priester ist. Das ist, was die Bibel sagt.

[38:09] Aber nicht nur das. In Johannes 5, Vers 22, wird uns gesagt, dass er noch eine weitere wichtige Aufgabe übernimmt in diesem großen Drama, das wir auch den Erlösungsplan nennen. In Johannes 5, Vers 22 heißt es: "Denn der Vater, gemeint ist Gott der Vater, richtet niemand." Vielleicht haben Sie geglaubt, Gott der Vater ist der Richter des Universums. Die Bibel sagt es anders. "Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben." Also Jesus ist nicht nur unser Schöpfer, er ist nicht nur unser Erlöser, er ist nicht nur unser Hoher Priester, Jesus ist auch dein und mein Richter. Glaubst du, es ist wichtig zu wissen, wer Jesus ist und eine Beziehung zu Jesus aufzubauen? Wenn er so eine gewaltige Bedeutung hat für dein und mein Leben, ohne ihn wärst du nicht da. Und alles, was du bist, bist du letztendlich durch ihn. Und er hat sich offenbart in all diesen Funktionen und offenbart sich.

[39:10] Und in Offenbarung 14, Verzeihung, in Johannes 14, Vers 1, da heißt es, dass nachdem er dann sein Richteramt ausgeübt hat, er eine Verheißung, ein Versprechen einlösen wird, auf das ich persönlich warte. In Johannes 14, Vers 1-3 heißt es: "Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin."

[39:44] Jesus sagt, ich werde wiederkommen. Jesus war nicht nur ein guter Mensch, der hier gelebt hat, ein Sozialrevolutionär, der einfach einige radikale Ideen dem Volk gebracht hat. Jesus war Gott, der auf die Erde kam, für dich und mich gestorben ist, der jetzt im Himmel für uns dient und der dir und mir verspricht: Ich komme wieder.

[40:04] Wenn wir darüber reden, dass Gott sich offenbart, müssen wir auch über das reden, was er uns verheißen hat, was sich zwar noch nicht erfüllt hat, aber auf das wir genauso vertrauen können, wie all auf das, was sich schon erfüllt hat. Weil wir wissen, dass Gott nicht lügen kann, so sagt es jedenfalls Titus 1, Vers 2.

[40:21] Was war der Hauptzweck des Kommens Jesu? Neben vielen anderen Dingen sagt uns Johannes 14, das gleiche Kapitel, einige Verse weiter unten in Vers 7: "Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt. Und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen." Einer der Jünger, Philippus, hat das nicht gleich ganz verstanden, hat sich ein bisschen am Kopf gekratzt und hat gesagt: "Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns." Und ich stelle mir das vor, wie Philippus den Jesus anklopft und sagt: "Zeig uns jetzt endlich den Vater, wir wollen wissen, wie der Vater ist, wir wollen den Vater sehen, wir wollen verstehen, wie ist Gott der Vater." Und Jesus guckt ihn an und sagt in Vers 9: "Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus?" Ich kann mir vorstellen, wie die Kinnlade von Philippus. "Du?" Und Jesus geht weiter: "Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeig uns den Vater?" Jesus sagt: "Wenn du mich gesehen hast, siehst du den Vater. Mit anderen Worten, es gibt nichts, was du beim Vater sehen würdest, was du nicht auch bei mir siehst. In meinem ganzen Wesen, meinem Charakter, in dem, was ich kann, in meiner Macht."

[41:32] Und dieser Jesus kam auf die Erde, um für dich zu sterben. Jesus offenbart das Wesen. Wir haben gesehen, die Bibel offenbart Jesus und Jesus offenbart das Wesen des Vaters. So offenbart eins das andere sozusagen. Gott ist ein Gott der Offenbarung, das ist so wunderbar.

[41:54] Jetzt, was können wir über Gott den Vater sagen? Nur einige wenige Gedanken hier, es gäbe so viel zu sagen, aber wir wollen uns auf die wesentlichen Grundaussagen beschränken. Offenbarung 4, Vers 11 sagt: "Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen." Ja, Jesus hat dich geschaffen, aber er hat nur dabei den Willen des Vaters ausgeführt. Gott wollte, dass du existierst. Gott wollte, dass ich existiere. Es war der Wille des Vaters, der verantwortlich ist für die Schöpfung.

[42:31] Und Gott, der Vater, ist genauso liebevoll, genauso gnädig wie der Sohn. Manchmal haben manche Christen oder auch andere Vertreter anderer Religionen und Weltanschauungen dieses Bild von einem liebevollen Jesus, der einfach mitfühlend und sympathisch ist, und diesem strengen Gott im Himmel, dem Vater, der das Gericht hat. Aber nichts könnte weiter fern von der Wahrheit sein, zumindest wenn es sich um den Vater bezieht. Jesus ist natürlich liebevoll und sympathisch. In Johannes 3, Vers 16, dem vielleicht berühmtesten Vers der Bibel, da heißt es eben nicht, dass Jesus die Welt so sehr geliebt hat, das wissen wir auch. Aber hier heißt es: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab." Das heißt, die Liebe, die angesprochen wird, ist nicht die Liebe von Jesus. Die kennen wir aus vielen anderen Bibeltexten. Aber die Liebe, die angesprochen wird, ist die Liebe von Gott, dem Vater. Denn so sehr hat Gott, der Vater, die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben. Gott, der Vater, der Herrscher des Universums, liebt dich und mich. Und das möchte er dir mitteilen, er möchte das offenbaren. Und deswegen hat er Jesus gesandt und deswegen hat er uns die Bibel gegeben.

[43:42] Und der Grund dafür ist, in 1. Johannes 4, Vers 8, könnt ihr zu Hause nachlesen, heißt es, dass Gott die Liebe ist. Das ist seine ureigenste Wesensart. Wer sich also mit Gott beschäftigt, wer sich mit der Bibel beschäftigt, wer Jesus kennenlernt, der lernt die wahre Liebe kennen. Das, wonach so viele Menschen sich sehnen und fast verrückt danach werden und so viele Dummheiten deswegen begangen haben, weil sie glaubten, dadurch werden sie die Liebe kennenlernen. Wenn wir uns der Offenbarung Gottes nähern, wenn wir seine Offenbarung in unser Leben lassen, wenn wir ihm glauben mit dem, was er uns sagt, wenn wir seine Verheißungen, wenn wir sie ernst nehmen, dann werden wir die wahre Liebe erkennen.

[44:18] Gottes Charakter ist von solcher Schönheit. In 2. Mose 34, und dort Vers 6 und 7, 2. Mose 34, Vers 6 und 7 lesen wir: "Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, der tausende Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied." Ja, die Folgen der Sünde können durch das Anschauen der Vorgängergeneration weitergehen bis ins dritte und vierte Glied, weil wir durch unsere persönlichen Sünden ein Vorbild ausüben auf die Nachfolgenden. Aber die Bibel sagt, dass Gott gnädig ist in jedem Fall, wenn wir uns zu ihm wenden. Sie sagt, dass er langsam zum Zorn und groß und gnädig ist, schnell zur Gnade. Man könnte das so illustrieren: Wenn Gott zwei Knöpfe hat, der eine für die Gnade, der andere für den Zorn, dann ist er in Sekundenschnelle, in einem Bruchteil der Sekunde auf dem Gnadeknopf. Aber für den Knopf des Zorns braucht er sehr, sehr lange, sehr, sehr lange. Und er wartet und wartet und wartet und wartet und wartet und wartet und wartet, weil es könnte ja sein, dass der Mensch, der so lange gegen ihn rebelliert, aber trotzdem doch Gnade möchte und sich zu ihm wendet und sich bekehrt und sein Herz ihm ausschüttet.

[45:57] Das ist das Wesen Gottes. Das ist der Charakter des Gottes des Universums, der sich dir offenbart und der dich gewinnen möchte für sich.

[46:08] Einige letzte Gedanken noch zum Heiligen Geist. Manch einer ist ein bisschen irritiert über das Wesen und die Natur des Heiligen Geistes. Es würde zu weit gehen, dass alle Fragen hier zu beantworten. Aber wir können in Matthäus 3, Vers 16 und 17 deutlich sehen, dass es drei Personen in der Gottheit gibt. In Matthäus 3, Vers 16 und 17 heißt es: "Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser, und siehe, da eröffnete sich ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe." Zeitgleich Jesus, der getauft wird, Gott, dem Vater, der vom Himmel spricht, hörbar und dann den Heiligen Geist, der zwischen Himmel und Erde ist. Und alle drei sind deutlich voneinander zu unterscheiden.

[46:57] Was tut der Heilige Geist? In Apostelgeschichte 10, Vers 38 wird uns gezeigt, wie der Heilige Geist im Leben von Jesus gewirkt hat. Und das ist sehr interessant. In Apostelgeschichte 10, Vers 38 heißt es: "wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm." Jesus wurde bei seiner Taufe gesalbt mit dem Heiligen Geist mit Kraft. Das heißt, die Kraft, die Jesus in seinem Dienst hatte, die Kraft der Sünde zu widerstehen und dem Teufel zu widerstehen, fand sich in seiner Füllung mit dem Heiligen Geist. Die Kooperation des Heiligen Geistes mit Jesus war das Geheimnis seines siegreichen Lebens.

[47:39] Das finde ich so interessant, weil die gleiche Verheißung, die gleiche Möglichkeit steht auch uns offen. Denn in Apostelgeschichte 1 lesen wir in Vers 8: Apostelgeschichte 1, Vers 8: "sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist." Wir können dieselbe Kraft, die Jesus auf Erden hatte, in unserem Leben auch erleben durch den Heiligen Geist. Wir werden in einigen Folgen noch mehr darüber zu sprechen haben.

[48:07] In Johannes 16, und dort Vers 7, Johannes 16, Vers 7 heißt es: "Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe, denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch." Ganz deutlich, dass der Heilige Geist nicht Jesus ist, sondern es zwei Persönlichkeiten sind, die sich abwechseln in ihrem Dienst. "Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden."

[48:33] Was macht der Heilige Geist? "Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht." Der Heilige Geist tut drei Dinge in meinem Leben. Wenn er in mein Leben kommt, zeigt er mir, was ich falsch gemacht habe. Er zeigt mir meine Sünde. Er zeigt mir auch die Gerechtigkeit, die Jesus mir vorgelebt hat. Und er erinnert mich daran, dass es ein Gericht gibt, in dem Jesus der Richter ist. Und wenn diese Gedanken in deinem Herzen Raum gewinnen, dann ist das ein Beweis dafür, dass der Heilige Geist an deinem Herzen wirkt.

[49:03] In Vers 13 lesen wir noch: "Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten." Viele Christen sind heute einfach daran interessiert, den Heiligen Geist zu bekommen, in einer Art und Weise, wo viel Sensation und viel Emotion eine Rolle spielt. Aber das Wirken des Heiligen Geistes kann daran erkannt werden, dass man mehr Wahrheit erkennt. Wer die Bibel zuschlägt und einfach sagt: "Ich brauche einfach nur noch den direkten Kontakt zum Heiligen Geist", der hat das Wirken des Heiligen Geistes nicht verstanden. Denn der Heilige Geist hat ja die Bibel inspiriert. Und der Heilige Geist führt uns in immer mehr Wahrheit. Er wird uns in die ganze Wahrheit leiten. Und jemand, der dem Heiligen Geist folgen möchte, wird auch bereit sein, die ganze Wahrheit anzunehmen. Und wir werden noch viel lernen in den nächsten elf Folgen.

[49:43] Ein vorletzter Vers für heute findet sich in Epheser 1 und dort Vers 8. Wie schon angedeutet, der Heilige Geist gibt uns Kraft für unser Leben. Das hatten wir in Apostelgeschichte 1, Vers 8 schon gelesen. Wir wollen in Epheser 6, das ist der letzte Vers für heute, Epheser 6, Vers 17 lesen. Epheser 6, Vers 17, dort heißt es in der berühmten Waffenrüstung Gottes: "Und nehmt euch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes."

[50:21] Wir haben gesehen, die Bibel offenbart Jesus. Jesus offenbart den Vater. Der Vater sendet den Heiligen Geist. Und der Heilige Geist führt uns zurück zur Bibel. Und damit schließt sich der Kreis, der harmonisch ineinander greift, in der Art und Weise, wie sich Gott offenbart. Und wir lesen hier: "Und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist."

[50:46] Die Bibel, das Wort Gottes, ist nicht nur die Offenbarung, wie Gott sich offenbart, sondern es ist das Schwert des Geistes. Der Heilige Geist wirkt durch die Bibel. Wenn wir also wissen wollen, wer Gott ist, wie Gott ist, gibt es keinen besseren Platz als dieses Buch. Und dort werden wir sehen, wer Gott der Vater ist. Wer Jesus ist. Wer der Heilige Geist. Was sie für uns tun. Dass sie uns geschaffen haben. Dass sie uns erlöst haben. Dass sie für uns wirken. Dass sie uns vorbereiten auf Jesu Wiederkunft. Und so weiter. Und wir werden all diese Dinge weiter studieren.

[51:18] Und wir sehen wahrscheinlich jetzt schon, wie dieser Same des Wortes Gottes Potenzial in sich trägt für ein Wachstum bis ins Unendliche. Und wir werden da weiter dann studieren und werden sehen, wie wir diese Schätze, die hier in diesem kleinen Same, in diesem unscheinbaren Buch, verborgen sind, wie wir sie entfalten können. Und wie sie Stück für Stück unser Leben immer mehr bestimmen werden. Ich danke, dass ihr zugeschaut habt. Ich möchte euch einladen, nächste Woche zur nächsten Cannstatt Study Hour, dass ihr dort mit uns gemeinsam studiert, wie wir tatsächlich Jesus annehmen können. Es wird ein sehr, sehr spannendes und interessantes Thema. Und bis dahin möchte ich euch einladen, dass ihr dieses Wort jeden Tag lest. Jeden Tag diesen Samen in euer Herz hineingebt, damit ihr wirklich Wachstum erleben könnt. Das ist euer Wunsch. Gott, der sich offenbart hat in seinem Wort, der sich dir persönlich, lieber Freund, liebe Freundin, der sich dir offenbart, ihn besser kennenzulernen, von ihm zu lernen und eine Beziehung mit ihm anzufangen. Das kannst du dich entscheiden. Das ist eine Möglichkeit, die du jetzt hast und die du praktisch umsetzen kannst jeden Tag. Gott segne dich dabei beim Studium seines Wortes. Und wir sehen uns nächste Woche zur nächsten Cannstatt Study Hour. Gott mit euch. Amen.


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