Veröffentlicht am
858 Klicks

Manuskript:CSH_2012_Q4_Folge3.pdf

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp wird die Schöpfung des Menschen durch Gott beleuchtet. Es wird erklärt, warum der Mensch erschaffen wurde, welchen Wert er hat und wie Gott ihm durch die Schöpfung und die Einsetzung in den Garten Eden seine Prinzipien nahebringen wollte. Die Serie untersucht auch die Auswirkungen des Sündenfalls und die Möglichkeit der Wiedergeburt als neue Schöpfung in Christus.

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp wird die Schöpfung des Menschen durch Gott beleuchtet. Es wird erklärt, warum der Mensch erschaffen wurde, welchen Wert er hat und wie Gott ihm durch die Schöpfung nahekam. Die Serie thematisiert auch die Bedeutung der Ebenbildlichkeit Gottes, die Rolle von Mann und Frau und die ursprüngliche Absicht Gottes für die Menschheit, die auf ewiges Leben ausgerichtet war. Die Folgen der Sünde und die Möglichkeit der Wiedergeburt werden ebenfalls angesprochen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q4: Wachsen in Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass du wieder eingeschaltet hast, schön, dass du dabei bist auf www.joelmedia.tv.de. Heute unsere dritte Folge in unserer Serie "Wachsen in Christus". Und das Thema heute, auf das wir uns vorbereiten wollen für das Bibelgespräch am 20. Oktober, lautet: Der Mensch – Gottes Schöpfung.

[1:38] Wir haben in den ersten beiden Folgen gesehen, dass die ganze Bibel ein zugrunde liegendes Urthema hat: das ist der große Kampf zwischen Licht und Finsternis, zwischen Gut und Böse. Und wir haben in der letzten Woche gesehen, wie Gott sich offenbart hat, wie er uns daran teilnehmen lässt, wie er etwas von sich wissen lässt durch die Bibel und durch die drei Personen der Gottheit, die sich offenbart haben und von denen wir etwas wissen können und denen wir näher kommen können, indem wir uns mit ihnen beschäftigen und mit seinem Wort.

[2:08] Und heute wollen wir uns Gedanken machen über den Menschen. Das heißt, uns Gedanken machen: Wer bist du? Wer bin ich? Warum sind wir hier? Was ist der Zweck unseres Daseins? Woher kommen wir? Und was ist Gottes Plan mit unserem Leben?

[2:25] Und wie in jeder Folge wollen wir uns zu Überlegungen beginnen, indem wir noch einmal Markus 4 aufschlagen, Vers 26 bis 29. Dieses so simple und doch so gewichtige Gleichnis über das Reich Gottes, das sozusagen ein Motto ist, das sich unsere ganze Serie hindurchzieht, wird in Markus 4, und dort Vers 26 bis 29, gelesen: "Und er sprach [gemeint ist Jesus]: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Tag und Nacht, und der Samen keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht: zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da."

[3:14] Und wir sehen, alles, was die Bibel lehrt, das Reich Gottes, die Religion der Bibel, wird verglichen mit diesem Wachstum. Und es geht hier um Pflanzenwachstum. Und interessanterweise verwendet die Bibel Pflanzen sehr, sehr oft in Symbolsprache und in Gleichnissen für Menschen. Nur ein Beispiel sei herausgegriffen: in Daniel 4 zum Beispiel. Wir könnten zwei Stunden damit füllen, verschiedene Beispiele zu finden.

[3:33] In Daniel 4, und dort Vers 17 bis 19, die Geschichte vom antiken babylonischen König Nebukadnezzar. Dort lesen wir Daniel 4, Vers 17 bis 19: "Der Baum, den du gesehen hast, so groß und stark, dass sein Gipfel bis zum Himmel reichte und der über die ganze Erde zu sehen war, der so schönes Laub hatte und so reiche Früchte trug und er sich Nahrung für alles bot, wo nämlich die Tiere des Feldes aufhielten und in dessen Zweigen die Vögel des Himmels wohnten – dieser Baum bist du, o König, der so groß und stark geworden ist und dessen Majestät so groß ist, dass sie bis zum Himmel reicht und deine Herrschaft bis ans Ende der Erde reicht."

[4:24] Und dieser kurze Abschnitt reicht aus, um zu zeigen, dass die Bibel durchaus Pflanzen – seien es Weizenpflanzen, wie es gerade in Markus 4, oder auch Bäume, wie hier in Daniel 4 – dazu verwendet, um Menschen zu beschreiben. Und die Charakteristiken von Pflanzen haben sozusagen etwas damit zu tun mit dem Charakter, mit dem Wesen, mit dem Stadium, in dem sich ein Mensch befindet.

[4:51] Wenn wir uns die Frage stellen: Wer ist der Mensch? Was ist der Mensch? Warum ist der Mensch da? Was für einen Wert hat der Mensch? Das ist eine Frage, die, glaube ich, jeder von uns sich irgendwann mal gestellt hat oder hoffentlich noch stellen wird, zum Beispiel heute. Dann ist es das Tolle an der Bibel, dass die Bibel solche existenziellen Fragen immer sehr direkt aufgreift.

[5:11] Wir haben ja schon in der ersten Folge gesehen, als wir uns die Frage gestellt haben: Warum gibt es das Böse? Dass die Bibel genau diese Frage nimmt und genau diese Frage stellt und sie auch zufriedenstellend beantwortet. Und so wird auch die Frage gestellt und beantwortet: Was ist der Mensch? Wer ist der Mensch? Wo kommt er her?

[5:27] In Psalm 8 finden wir genau diesen Gedanken, diese Frage, die wir alle mehr oder weniger in unserem Herzen bewegen. In Psalm 8, Vers 4 bis 8, da lesen wir: "Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast." David, der hier den Psalm schreibt, der sagt: Wenn ich die Schöpfung betrachte – und wir wissen aus der letzten Folge, die Bibel sagt, Gott hat die Welt geschaffen, Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist waren alle daran beteiligt an der Schöpfung der Welt. Und David sagt: Wenn ich jetzt in diese Schöpfung hineinschaue, wenn ich den Himmel betrachte und all die Himmelskörper, dann stelle ich mir eine Frage.

[6:05] In Vers 5: "Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?" Als David in den Himmel schaute und die Sterne sah, die Planeten, Sonne, Mond und all ihre wunderbaren Wunder, die er dort sah, die Größe des Universums und die Exaktheit, mit der all die Planeten und diese Sterne umeinander kreisen und astronomisch berechenbar ihren Gesetzen folgen. Als er ein wenig etwas davon ahnte, von der Weite des Universums, die wir bis heute nicht ergründen können, uns kaum vorstellen können, dann stellte sich diese Frage: Was ist der Mensch, dieses kleine Wesen hier auf diesem Planeten Erde?

[6:51] Und dann kommt prompt die Antwort in Vers 6: "Du hast ihn wenig niedriger gemacht als die Engel. Mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt."

[7:04] Vers 7: "Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht, alles hast du unter seine Füße gelegt: Schaf und Rinder, allesamt dazu, auch die Tiere des Feldes." David kommt zu dem Schluss: Obwohl das Universum so fantastisch ist, obwohl die Schöpfung so atemberaubend ist und man sich Fragen stellen könnte: Wer ist der Mensch überhaupt? Er sagt: Du hast den Menschen mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt. Der Mensch hat einen hohen Wert in der Schöpfung Gottes.

[7:29] Nun, warum ist der Mensch überhaupt erschaffen worden? Wessen Idee war das? Die Bibel sagt uns in 1. Mose 1 und dort Vers 26. In 1. Mose 1 und dort Vers 26 lesen wir: "Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht." Genau den Gedanken, den wir gerade in Psalm 8, Vers 7 und 8 gelesen haben.

[8:02] Und die Bibel sagt uns hier, dass es Gottes Idee war. Er wollte Menschen machen, die nach seinem Bild geschaffen sind, ihm ähnlich. Das heißt, sowohl körperlich als auch charakterlich ihm in gewisser Weise sozusagen entsprachen. Du bist eine Idee Gottes, und Gott ist ziemlich genial.

[8:23] Und es bleibt nicht bei dieser Idee. Die Bibel macht ganz deutlich, dass diese Idee prompt in die Tat umgesetzt wurde. In Vers 27 lesen wir: "Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild. Im Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie."

[8:40] Und das ist ein wichtiger Gedanke. Die Ebenbildlichkeit des Menschen zu Gott erfüllt sich daran, dass es Mann und Frau gibt. Mann und Frau gemeinsam stellen in ihrer Einheit – dazu kommen wir noch später – stellen in ihrer Einheit etwas dar, was wir über Gott lernen dürfen. Denn wir haben ja gesehen in der letzten Folge, dass Gott auch keine Einzelperson ist, sondern dass dort drei Personen eine tiefe Einheit bilden. Und wie ein Schatten davon, wie ein Abbild davon, sind hier diese zwei Personen, Mann und Frau, Adam und Eva, die ein Ebenbild, ein Abbild von Gott sind, ihm ähnlich.

[9:21] Nun, wie genau hat Gott das gemacht? Die Bibel macht deutlich, dass Gott fast alles in der Schöpfung schuf, indem er einfach sprach. Zum Beispiel: "Es werde Licht." Und die Bibel sagt in Vers 3: "Es wurde Licht." Das Wort Gottes ist ausreichend genug, um etwas in die Existenz zu bringen. Es hätte also vollkommen ausgereicht, wenn Gott gesagt hätte: "Es werde ein Mensch" oder "Es werden Menschen."

[9:49] Es hätte gereicht, aber Gott wollte in der Erschaffung des Menschen mehr demonstrieren. In 1. Mose 2, und dort Vers 7. 1. Mose 2, Vers 7, dort lesen wir: "Da bildete Gott, der Herr, den Menschen Staub von der Erde und ließ den Odem des Lebens in seine Nase."

[10:09] Und so wurde der Mensch eine lebendige Seele. Die Bibel macht ganz deutlich, dass Gott sich hinhockte, sich niederkniete, an den Boden begab, um selbst aus dem Staub der Erde, aus der Erde heraus, den menschlichen Körper zu formen. Und dann sagt es, dass er den Lebensodem, das heißt den Atem, den wir in unserer Nase haben, in die Nase Adams hineingeblasen hat.

[10:40] Und das bedeutet, dass Gott dem Menschen sehr, sehr nahe kam. Gott hat nicht aus der Distanz den Atem in die Nase gelassen, sondern wie bei einer Mund-zu-Mund- oder einer Mund-zu-Nase-Beatmung kam er dem Menschen sehr, sehr nahe. Nicht nur ist der Mensch sehr, sehr wertvoll und mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, nein, die Bibel macht deutlich, dass Gott in der Schöpfung sich hinabbeugte, sich erniedrigte sozusagen und dem Menschen so nahe kam, um deutlich zu machen: So sehr bist du mir wert, so eine enge Beziehung zu dir möchte ich haben.

[11:13] Interessanterweise, wenn wir die Verse 18 bis 22 lesen, wo uns die Geschichte berichtet wird, wie die Frau dann geschaffen wurde, können wir folgenden Gedanken entdecken. In Vers 18 bis 22 heißt es:

[11:38] "Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen, aber für den Menschen fand sich keine Gehilfen, die man gesprochen hätte. Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott, der Herr, bildete die Rippe, die er von den Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu den Menschen."

[12:12] Nun, man kann sehr, sehr viel dazu sagen, aber ein Punkt ist besonders wichtig. Frage: Hätte Gott zwei Menschen auf einmal schaffen können? Ohne jede Frage. Gott ist allmächtig. Er hätte zwei oder drei oder sieben oder 20 Millionen Menschen auf einmal schaffen können. Aber stattdessen entschied sich Gott, nicht einmal zwei Menschen gleichzeitig zu erschaffen als Kollektiv, sondern jeden Menschen einzeln.

[12:41] Jeder Mensch ist individuell von Gott gestaltet, und wir wissen, dass auch dann jeder Mensch, der gezeugt worden ist, ein eigenes Individuum ist, ein eigenes Wunderwerk ist. Du bist ein Original, du bist ein individuell geschaffenes Kunstwerk Gottes.

[13:02] Gott schafft die Menschen nicht im Kollektiv. Gott betrachtet die Menschheit nicht als ein großes Kollektiv, dem er gegenübersteht als Gott, sondern Gott betrachtet jeden einzelnen Menschen als ihm gegenüberstehend. Deswegen sagt er auch in der Bibel immer wieder: "Ich bin der Herr, dein Gott" und nicht nur: "Ich bin der Herr, euer Gott." Er sagt: "Ich bin der Herr, dein Gott." Gott ist mein Gott und Gott ist dein Gott.

[13:27] Du bist individuell auf Gott hin geschaffen. Deswegen hast du eine besondere, spezielle Verantwortung gegenüber, die du keinem anderen Menschen übertragen kannst und die kein anderer Mensch für dich übernehmen kann. Und das ist so wichtig für all die anderen Themen, die wir weiterhin studieren werden. Du bist individuell vor Gott verantwortlich.

[13:46] Was wir natürlich auch in dieser Passage sehen können, ist, dass obwohl wir eigenständig vor Gott stehen, indem wir individuell geschaffen worden sind, sind wir gleichzeitig soziale Wesen. In Vers 18 haben wir deutlich gelesen: Gott selbst sagt: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei."

[14:02] Obwohl wir zu einer Beziehung zu Gott geschaffen sind, sollen wir gleichzeitig auch Beziehungen zu Mitmenschen haben. Der Mensch ist ein soziales Wesen, dazu geschaffen, und Gott selbst sagt es: Es ist nicht gut, dass wir allein sind. Und wir alle haben wahrscheinlich schon gespürt, dass diese Wahrheit nur allzu schmerzend ist, wenn wir uns einmal allein gefühlt haben, wenn wir uns von allen Menschen verlassen gedacht haben. Und Gott versichert uns, dass es sein Plan ist, dass wir mit ihm eine direkte Beziehung haben und gleichzeitig auch eine gute Beziehung zu unseren Mitmenschen.

[14:33] Und Adam hat sich so sehr gefreut, als er seine Frau sah, die aus seinem Fleisch war, aus seinem Gebein, die ihn verstehen konnte. Alle Menschen, so sagt uns die Bibel, stammen tatsächlich von diesen beiden Menschen ab.

[14:51] In Apostelgeschichte 17, da sagt es der Paulus den säkularen, heidnischen Athenern. In Apostelgeschichte 17 und dort in Vers 26 heißt es: "Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen, und hat ihm voraus verordnete Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt."

[15:20] Allein dieser Vers würde ausreichen, um viele, viele Probleme in der Welt zu lösen. Viele rassistische und religiöse Konflikte, wo jeder glaubt, ich bin mehr wert als der andere, würden im Nichts verpuffen, wenn wir verstehen würden und glauben würden, dass letztendlich alle Rassen, alle Kulturen, alle Sprachen, alle Völker zurückgehen auf dieses eine erste Menschenpaar, die in einer direkten Beziehung zu Gott geschaffen sind. Da ist niemand, der weniger wert ist. Das sind keine verschiedenen Rassenlinien, die sich unterschiedlich gut evolutionistisch entwickelt haben. Nein, die Menschheit ist geschaffen durch dieses eine erste Menschenpaar, und deswegen sollten eigentlich in unserem Verständnis alle Menschen, alle Rassen, alle Kulturen gleich vor Gott sein. Das ist die biblische Lehre, und das hätte unserer Welt viel, viel Leid erspart, hätten wir das von Anfang an so auch angenommen.

[16:20] Aber nicht nur ist die ganze Welt etwas, was von Gott geschaffen worden ist, ist nicht die ganze Welt nur abhängig von oder entstanden aus Adam. Die Bibel macht ganz deutlich, dass jeder Einzelne von uns – du, der du jetzt gerade live zuschaust, und ich, der ich jetzt gerade hier spreche – ein absolutes Meisterwerk von Gott sind.

[16:43] Wir können das lesen in Psalm 139 und dort Vers 13 und 14. Psalm 139 und dort Vers 13 und 14. Dort spricht David, dieser antike König vor mehr als 3000 Jahren, sagt er folgendes in einem Lied:

[17:04] Für viele Jahrhunderte galt das mehr oder weniger als eine poetische, erbauliche Beschreibung, dass Gott irgendwie ein Wunder getan hat. Aber je mehr die moderne Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten verstanden hat, wie der menschliche Körper aufgebaut ist, wie die Zelle aufgebaut ist, wie unsere genetische Information, die DNA, sich strukturiert und wie alles bis ins letzte brillant mit hochkomplexen Mechanismen ausgestattet und geplant ist, da können wir diese Worte hier mit einer ganz neuen Dimension lesen.

[17:52] "Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin." Du bist als Mensch ein grandioses Meisterwerk, und jeder, der in den menschlichen Körper schaut, der weiß, dass das wahr ist. Ich bin kein Biologe, habe mit Medizin relativ wenig am Hut und habe mich dafür entschieden, die Evolutionstheorie abzulehnen und die Schöpfungstheorie zu glauben, einfach aufgrund der Tatsache, weil die Bibel das sagt und ich so tolle Erfahrungen mit der Bibel gemacht habe und ich in meinem eigenen Leben erlebt habe, dass das Wort Gottes Kraft hat, mich zu verändern. Aber als ich vor einiger Zeit begann, mich einmal mit der Anatomie und Physiologie unseres menschlichen Körpers zu beschäftigen, da hat es mich nur zehn Seiten in meinem Physiologiebuch gedauert, bis ich das Buch zugemacht habe und gesagt habe: Es ist mir menschenunmöglich zu verstehen, wie irgendjemand, der sich mit dem Aufbau einer Zelle beschäftigt, nur glauben kann, dass das zufällig entstanden ist.

[18:51] Ich glaube, es ist einfach ein Angriff auf den gesunden Menschenverstand, wenn man das Ganze objektiv und ohne Voreingenommenheit einfach mal auf sich wirken lässt. Es ist ein Angriff auf den gesunden Menschenverstand, zu glauben, dass das irgendwie irgendwann zufällig entstanden sein sollte.

[19:14] Die Bibel macht stattdessen deutlich: Wir sind ein geniales Meisterwerk, geschaffen von Gott, erstaunlich gut und mit ungeheuer komplexen Mechanismen ausgestattet.

[19:25] Interessanterweise, obwohl der Mensch so perfekt geschaffen worden ist, hat Gott die Notwendigkeit gesehen, diesen Menschen noch Wachstum beizubringen. Dieser Mensch sollte noch wachsen, nicht unbedingt vielleicht körperlich, aber geistig. Denn Gottes Reich besteht ja in der Idee des Wachsens, Wachstum. Und diese Idee des Wachstums wollte Gott den Menschen deutlich machen, indem er sie in einen Garten setzte.

[19:55] In 1. Mose 2, Vers 8 lesen wir: "Und Gott, der Herr, pflanzte einen Garten in Eden im Osten und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte."

[20:05] Nun, wenn wir Hesekiel lesen, Hesekiel 28, Vers 13 und 14, stellen wir fest, woher der Name Eden eigentlich kommt. Gott hat sich den Namen Eden hier nicht ausgedacht in 1. Mose 2. In Hesekiel 28, Vers 13 und 14, wir haben ja auf diesen Text schon in der ersten Folge Bezug genommen, da heißt es: "In Eden, im Garten Gottes, warst du mit allerlei Edelsteinen bedeckt: mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffung waren sie bereitet. Du warst ein gesalbter Cherub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mit den feurigen Steinen."

[20:49] In der ersten Folge haben wir gesehen, dass hier von Luzifer, dem später gefallenen Engel, Satan, die Rede ist, und zwar im Himmel. Und wir sehen hier, dass dieser himmlische Engel, der später gefallen ist und aus dem Himmel vertrieben wurde, Luzifer, im Garten Gottes in Eden war, Vers 13. Das heißt, Eden war der Garten Gottes im Himmel.

[21:10] Und indem Gott auf der Erde einen Garten Eden pflanzte, bringt er sozusagen den Himmel auf die Erde. Und er setzt den neu geschaffenen Menschen hinein, um den Menschen zu zeigen, nach welchen Prinzipien man im Himmel lebt. Denn als die Erde geschaffen war, tobte der große Kampf im Universum ja schon, wie wir gesehen haben. Gott wollte, dass der Mensch versteht, was die Prinzipien des Reiches Gottes, was die Prinzipien des Himmels sind, indem er einen Garten bebaute und bewahrte.

[21:51] Und wie wir schon gesehen haben, die Pflanzen selbst sind ja ein Bild auf den Charakter oder auf das Wesen von Menschen. So sollte also Adam durch das Bebauen und Bewahren, durch das Beobachten der Pflanzen selbst lernen, wie er charakterlich wachsen kann. Wachsen in Christus. Nicht, dass er Sünden zu überwinden hätte, nein, nein. Aber trotzdem, selbst wenn ein Mensch sündlos ist wie Adam, gibt es immer mehr zu lernen, immer mehr zu entdecken, immer mehr zu wachsen. Und Gott wollte ihm das zeigen durch diesen Garten, wo es keinerlei Mühe gab, keinerlei Schwierigkeiten. Und genauso war es mühelos, einfach für Adam in seinem Charakter zu wachsen.

[22:35] Dass dort diese Arbeit stattfinden sollte, wird deutlich in 1. Mose 2, Vers 15. Dort heißt es: "Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre." Adam hatte ein reines Herz von Gott bekommen, aber es galt es, dieses Herz zu bewahren. Es galt es, diesen Charakter zu entwickeln und zu festigen.

[22:59] Denn Gott hatte eine große Aufgabe für Adam. In 1. Mose 1, Vers 28 lesen wir: "Und Gott segnete sie. 1. Mose 1, Vers 28: Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan. Und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde."

[23:20] Gott wollte, dass der Mensch sozusagen König über die Erde ist. Der wahre Herrscher, der wahre Eigentümer, der wahre König natürlich ist Gott selbst. Das heißt, der Mensch sollte eine Art Stellvertreter Gottes sein. Er sollte die göttliche Herrschaft praktisch auf der Erde ausüben.

[23:39] Und dazu war es notwendig, dass der Mensch nach den Gesetzen, nach den Richtungen, nach den Werten des Himmels lebt und herrscht. Und Gott hatte vorgesehen, dass das bis in alle Ewigkeit so weitergeht.

[24:02] Denn in 1. Mose 2, Vers 16 und 17 lesen wir: "Und Gott, der Herr, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen. Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen. Denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben."

[24:16] Mit anderen Worten: Ich möchte nicht, dass du stirbst. Mein Plan für die Menschheit, sagt Gott, ist ewiges Leben. So ist der Mensch geschaffen worden. Und das war Gottes Plan A, Gottes ursprünglicher Plan. Und Gott ist niemals von seinem ursprünglichen Plan abgewichen. Das, was er für den Menschen am besten hält, ist ewiges Leben. Dafür ist der Mensch geschaffen worden. Und jeder von uns hat diese Ewigkeit ins Herz gelegt bekommen, sagt die Bibel. Wir haben so ein tiefes, namenloses Verlangen danach, nach dieser Ewigkeit.

[24:47] Gott hat niemals vorgesehen, dass Menschen sterben. Aber Gott gab dem Menschen die Entscheidungsmöglichkeit, entweder bei Gott zu bleiben und genau das alles zu erleben, was wir gerade beschrieben haben, oder sich dagegen zu entscheiden. Deutlich wird das durch diese Bäume, die wir gerade schon angesprochen haben.

[25:15] In Vers 9, in 1. Mose 2, lesen wir: 1. Mose 2, Vers 9: "Und Gott, der Herr, ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen." Da waren zwei Bäume. Der eine war – es war erlaubt, von ihm zu essen. Es war der Baum des Lebens, um damit auszudrücken, dass durch das ständige Essen von diesem Baum das Leben garantiert wurde, das ewige Leben.

[25:43] Und da war der andere Baum, der etwas – ja, interessanterweise hieß Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, aber von dem es verboten war zu essen. Und der Grund darin liegt sehr einfach: Wenn ich die Wahl habe zwischen dem Baum des Lebens und einem anderen Baum, der offensichtlich das Gegenteil davon ist, dann ist meine wahre Wahl, die ich habe, entweder Leben oder Tod.

[26:08] Und deswegen hatte Gott gesagt in Vers 17: "Ihr esst nicht davon. Wenn ihr davon esst, dann nehmt ihr – müsst ihr gewisslich sterben." Nicht, dass das eine besondere Strafe war, die sich Gott ausgedacht hat, sondern es ist die natürliche Folge: Wenn ich Tod wähle, bekomme ich Tod. Wenn ich Leben wähle, bekomme ich Leben.

[26:26] Und Gott wollte, dass der Mensch sich freiwillig für ihn entscheidet. Und ohne Wahl ist da keine freiwillige Liebe. Niemand kann sagen, dass er geliebt wird, wenn der, der vorgibt, dass er uns liebt, keine Wahl hat. Wenn er gezwungen ist. Gott wollte keine Roboter. Und er möchte nicht, dass du ihm aus Zwang dienst. Er möchte nicht, dass du einfach nur das tust, weil du Angst vor ihm hast. Er möchte, dass du dich persönlich freiwillig aus Liebe für ihn entscheidest.

[27:00] So hat er uns geschaffen. Die Tiere sind nicht so geschaffen. Die Pflanzen sind nicht so geschaffen. Aber die Menschen sind so geschaffen. Das macht das Besondere am Menschen aus im Vergleich zu der gesamten restlichen Schöpfung. Wir haben die Wahl, ob wir Gott dienen wollen oder nicht.

[27:18] Gott macht deutlich, dass wenn wir ihm nicht dienen, wir uns sozusagen selbst vom Leben entfernen. Aber Gott möchte nicht, dass wir ihm dienen, nur weil wir nicht anders konnten, sondern dass wir ihm aus Liebe dienen. Er wünscht sich eine Beziehung zu uns. Er wünscht sich, dass wir, die wir zu ihm hin geschaffen sind, auch wirklich freiwillig diese Beziehung wollen.

[27:39] Er konnte uns ja nicht fragen, ob wir geschaffen werden wollen, denn bevor wir geschaffen worden waren, waren wir nicht da. Er hat uns also erst einmal geschaffen und fragt uns danach, ob wir das möchten oder nicht. Und jeder, der sagt: Ich möchte eigentlich gar nicht so leben, wie du es geplant hast, ich möchte nicht ewig leben, ich möchte vor allem nicht mit dir leben, der du ewig und heilig und gerecht und gut bist und die Liebe – all diesen Menschen gibt dir die Möglichkeit, wieder zu sterben.

[28:07] Das ist der ganz große Bogen im Erlösungsplan. Gott hat den Menschen geschaffen, dass er ewig lebt, dass er heilig ist, dass er gerecht ist und dass er Gott liebt. Aber er konnte den Menschen vor der Erschaffung nicht fragen, ob er es auch möchte. Und er gibt den Menschen danach die Gelegenheit, die Möglichkeit zu sagen: Willst du das überhaupt, oder willst du es lieber nicht? Aber sei dir sicher: Wenn du das nicht möchtest, dann hörst du auf zu existieren. Denn ich habe dich ja geschaffen für dieses Ziel und diesen Zweck. Aber ich möchte nicht, dass du gezwungenermaßen das tust. Wenn du es nicht möchtest, dann ist das Beste, was ich für dich tun kann, dass du wieder aufhörst zu existieren. Denn außerhalb von mir, sagt Gott, gibt es kein Leben.

[28:49] Die Bibel macht ganz deutlich: In ihm ist das Leben. Traurigerweise, und wir haben das schon angedeutet in der ersten Folge, entschieden sich die Menschen für die Rebellion.

[29:04] In 1. Mose 3, Vers 1 bis 6 lesen wir: "Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes." Wir wissen aus Offenbarung 12, Vers 9, dass die Schlange ein Medium Satans war, der diese große Rebellion, diesen großen Kampf begonnen hatte. Der es nicht sehen konnte, dass Menschen geschaffen wurden, die eine Beziehung zu Gott haben. Eine Beziehung, die er gerade unterbrochen hatte durch die Sünde, die er erfand.

[29:32] "Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?" Durch Zweifel und Missdarstellung des Charakters Gottes beginnt er, die Aufmerksamkeit Evas zu erregen.

[29:48] Vers 2: "Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt."

[30:00] Da sprach die Schlange zu der Frau: "Keineswegs werdet ihr sterben." Es war offene Lüge, die dazu geführt hat, dass Adam und Eva Gott misstraut haben. Es war der Gedanke, dass Gott nicht das meint, was er sagt, was dazu geführt hat, dass eine ungeheure Welle von Leid und Unglück auf die Menschen gekommen ist.

[30:28] In Vers 5 lesen wir: "Sondern Gott weiß: An dem Tag, der ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott, wissend, was gut und böse ist." Sehen wir hier diese Agenda Satans, wie wir sie schon im Jahr 14 studiert haben, diese Selbsterhöhung. "Und ihr werdet erkennen, was gut und böse ist."

[30:42] Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.

[30:57] Die Sünde kam in die Welt. Die Übertretung des deutlichen Gebotes Gottes führte dazu, dass jetzt Adam und Eva, die Menschheit, sich von Gott trennen. Und wer sich vom Leben trennt, erntet natürlicherweise den Tod.

[31:16] Und wir können sehen, wie der Charakter und das Wesen, die Natur des Menschen durch diesen Sündenfall in Vers 6 sich drastisch geändert haben. In Vers 7 heißt es: "Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren, und banden sich Feigenblätter und machten sich Schurze." Plötzlich erkennen sie, dass sie miserabel sind ohne Gott, dass ihnen etwas fehlt, was sie vorher gehabt haben.

[31:40] In Vers 8: "Und sie hörten die Stimme Gottes, des Herrn, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war. Und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, hinter den Bäumen des Gartens." Sie wollten jetzt keine direkte Beziehung mehr zu Gott haben. Gott fragt: "Und diese Frage stellt er auch dir und mir: Wo bist du?"

[31:58] Und dann heißt es in Vers 10: "Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt." Trotz all der Feigenblätter, die er sich umgebunden hatte, hatte Adam das Gefühl: Irgendetwas fehlt. Ich bin nicht mehr so wie vorher.

[32:13] Und in Vers 12 sehen wir die Antwort des Menschen auf die Frage: "Wer hat dir geboten, von dem Baum zu essen?" "Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß." Können wir sehen, wie sich der Charakter Adams verändert hat, wie die Frau, für die er vorher noch sterben wollte, wie er sie jetzt anklagt, ihn verführt zu haben. Das Wesen, die Natur des Menschen verändern sich drastisch durch den Sündenfall.

[32:40] In Vers 19 heißt es: "Im Schweiß deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden, denn von ihm bist du genommen, denn du bist Staub und zum Staub wirst du wieder zurückgekehrt."

[32:53] Die Menschheit, so wie wir sie heute kennen, als eine sterbliche Menschheit, als eine Menschheit, die sich vor Gott versteckt, vor Gott wegläuft. Eine Menschheit, die immer die Schuld beim Anderen sucht. Eine Menschheit, die irgendwie das Gefühl hat, dass etwas fehlt. Das ist nicht der originale Zustand des Menschen, den Gott ihn geschaffen hat, sondern das ist Folge der Sünde. Die Sünde hat etwas in der Natur und im Wesen des Menschen verändert.

[33:24] Und traurigerweise sagt uns die Bibel, dass Adam diese Veränderung, die er selbst erlebt hat, weitergegeben hat an seine Nachfahren. Und 1. Mose 5, Vers 1-3. 1. Mose 5, Vers 1-3 lesen wir: "Das ist das Buch der Geschichte von Adam. An dem Tag, als Gott den Menschen schuf, machte er ihn Gott ähnlich." Das heißt, Adam war Gott ähnlich, nach seinem Bild geschaffen, körperlich und moralisch, charakterlich.

[33:48] Vers 2: "Als Mann und Frau schuf er sie, und er segnete sie und gab ihnen den Namen Mensch (hebräisch: Adam) an dem Tag, als er sie schuf. Und Adam war 130 Jahre alt, als er einen Sohn zeugte, ihm selbst gleich, nach seinem Bild, und er nannte ihn Seth."

[34:05] All die Menschen, die von Adam und Eva abstammen, sind jetzt nicht mehr direkt ungetrübt im Bilde Gottes. Ja, das Bild Gottes kann immer noch gesehen werden, aber es ist getrübt, es ist verzerrt, es ist verändert. Denn wir sind jetzt im Bilde Adams. Die Sünde hat ihre Spuren hinterlassen.

[34:29] Aber dafür wollen wir einen Fehler nicht machen. Obwohl wir alle die Folgen der Sünde spüren, wollen wir nicht den Fehler machen zu glauben, dass durch die Sünde von Adam wir alle automatisch Sünder sind. Denn in Hesekiel 18, Vers 20, dort lesen wir: "Die Seele, welche sündigt, die soll sterben. Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen, und der Vater soll nicht die Missetat des Sohnes mittragen. Auf dem Gerechten seine Gerechtigkeit und auf dem Gottlosen seine Gottlosigkeit." Sündenschuld wird nicht von Generation zu Generation weitervererbt.

[35:11] Was weitervererbt wurde, war offensichtlich diese Schwäche, diese angeborene Tendenz zum Bösen. Aber nicht die Sündenschuld selbst, sagt uns Hesekiel 18, Vers 20.

[35:25] Warum sind wir also Sünder? Römer 5 macht es sehr, sehr deutlich. In Römer 5 und dort Vers 20. Römer 5, Vers 12.

[35:46] In Römer 5, Vers 12 lesen wir: "Darum, gleich wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben."

[36:01] Der Tod und die Sünde kamen nicht einfach nur dadurch zu uns, weil Adam gesündigt hat, sondern weil wir alle gesündigt haben und seinem Vorbild gefolgt sind. Durch die Geburt erben wir diese geschwächte Natur mit Tendenz zum Bösen, und die führt uns dann dazu, dass wir verführt werden und dass wir dann durch eigene Entscheidung selbst sündigen und Sünder werden und sind.

[36:31] Und das gilt für alle Menschen, denn Römer 3, Vers 23 sagt uns: "Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie für Gott haben sollten." Wir haben gesehen, dass Gott den Menschen geschaffen hat, ihn mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt hat. Aber wir alle verfehlen diese Herrlichkeit durch unsere eigene Sünde, die wir begangen haben und die wir getan haben.

[36:58] Und als Folge dieser Sünde wurden Adam und Eva aus dem Garten Eden vertrieben. In 1. Mose 3 und dort Vers 23 wird es sehr deutlich beschrieben. 1. Mose 3 und dort Vers 23.

[37:10] "So schickte ihn Gott, der Herr, aus dem Garten Eden, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war." Gott schickt den Menschen aus dem Garten Eden, aber gibt ihm weiterhin die Möglichkeit, Ackerbau und Pflanzenzucht zu betreiben. Das heißt, der Garten Eden, ein Abbild des Himmels, der zeigen sollte, wie man in einer sündlosen Umgebung den Charakter einfach entwickeln kann, ist jetzt nicht mehr zugänglich für den Menschen.

[37:43] Aber es besteht noch die Möglichkeit, Pflanzen zum Wachstum zu bringen. Die Charakterpflanze kann noch wachsen, aber jetzt außerhalb des Gartens. Jetzt, wo Dornen und Disteln tragen, der Boden Dornen und Disteln trägt. Da, wo jetzt Schwierigkeiten auf uns warten. Aber es ist noch möglich. Gott hat Adam und Eva nicht sterben lassen sofort, sondern hat ihnen Hoffnung gegeben und gesagt: Es ist noch möglich, dass ihr das Ziel Gottes in eurem Leben erreicht.

[38:18] Trotz unserer angeborenen Tendenz zum Bösen, trotz unserer angeborenen Schwäche, gibt es Hoffnung. In Psalm 51, dort lesen wir in Vers 7: "Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen." Aber in Vers 4 steht: "Wasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde." Genau das, was von meiner Geburt an mich umgibt und was mich beeinflusst und was letztendlich dazu führt, dass ich selbst auch mich dazu entscheide, all das kann von mir gewaschen werden. Davon kann ich gereinigt werden. Das ist wie ein Prozess, der in Vers 12 steht: "Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz, und gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern."

[39:06] Wenn wir noch viel mehr darüber hören, bitte verpasst nächste Woche nicht. Es wird vielleicht die wichtigste Folge in der ganzen Serie sein. Jesus hat das einem Pharisäer mit Namen Nikodemus ganz deutlich gemacht. Jesus hat deutlich gemacht, dass diese erste Geburt, die wir alle erlebt haben, nicht ausreicht, um ins Reich Gottes zu kommen. Denn wir kommen auf die Welt mit einer Schwäche, mit einer Tendenz, die uns wie ein Magnet zum Bösen zieht. Und da gibt es keinen Gegenpol, der ausgleicht. Aber Gott möchte dieser Gegenpol in unserem Leben wieder sein.

[39:47] In Johannes 3 und dort Vers 3 sagt Jesus etwas sehr, sehr Wichtiges. Johannes 3, Vers 3: "Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen."

[40:20] Wir müssen noch einmal geboren werden. Später sagt er: "durch Wasser und Geist." Wir werden das auch später noch ausführlich studieren, was das bedeutet. Aber einfach nur, weil wir Menschen sind, sind wir noch nicht im Reich Gottes. Wir müssen einen zweiten Anfang nehmen, die zweite Chance, die Gott uns gibt, in Anspruch nehmen, so wie Adam und Eva eine zweite Chance bekamen und sie diese Chance angenommen haben und deswegen auch die Erlösung angenommen haben.

[40:47] Auch wenn wir nicht mehr im Garten Eden sind und es uns alles ganz leicht fällt, diesen Charakter zu entwickeln, wenn wir jetzt draußen in dieser dornigen und dürren und trockenen Welt sind, dieser staubigen Welt mit all den Hindernissen und Steinen im Boden, können wir trotzdem von neuem geboren werden und trotzdem noch einmal eine Charakterpflanze erfolgreich zum Wachsen bringen. Es mag zwar Schweiß auf unserer Stirn bedeuten, es mag zwar schwierig sein, aber wir können das Reich Gottes in unserem Herzen noch einmal erleben, so wie Markus 4 es deutlich macht. Wir müssen nur verstehen, dass wir in unserem Leben von vorne anfangen müssen, von neuem geboren werden müssen.

[41:28] Und durch diese Wiedergeburt kann alles gut werden und darf alles gut werden. Denn Jesus sagt uns, dass er, so wie er den Menschen das erste Mal geschaffen hat, er uns ein zweites Mal schaffen kann.

[41:42] 2. Korinther 5, Vers 17. Dort heißt es: "Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden."

[41:57] Möchtest du eine neue Schöpfung sein? Möchtest du, dass das alte, die alten Gedanken, die alten Gewohnheiten, die alten Taten aus deinem Leben verschwinden? Jesus bietet dir diese neue Schöpfung an.

[42:10] Und wir wissen, wenn Gott den Menschen schafft, dann schafft er ihn persönlich zu sich hin. Er schafft ihn auch in eine Gemeinschaft hinein. Aber er schafft ihn in eine persönliche Verantwortung. Er wünscht sich diese persönliche Beziehung zu Gott. Und diese Wiedergeburt ist eine neue Schöpfung. Ja, wir werden unseren sterblichen Leib noch lange behalten, und wir werden in einer der späteren Folgen sehen, wann wir unseren sterblichen Leib endlich loswerden. Aber das Wichtige an der ganzen Sache, das Wichtige jetzt in diesem Moment ist, dass wir ein neues Herz, neue Gedanken, einen neuen Charakter bekommen. Dass das Reich Gottes jetzt schon hier auf dieser Erde in uns Gestalt gewinnt. Dass wir als Menschen tatsächlich wieder eine Neuschöpfung Gottes sind.

[42:54] Die erste Schöpfung haben wir durch unsere Sünde sozusagen angekratzt und verdorben, aber Gott kann uns wieder schaffen. Und die Bibel macht ganz deutlich, dass durch diesen Prozess der Wiedergeburt, der Neuschöpfung, das, was früher einmal war, wiederhergestellt werden kann. Das wird ganz deutlich in Kolosser 3, Vers 9 und 10.

[43:19] Kolosser 3 und dort Vers 9 und 10. Dort sagt uns die Bibel: "Lügt einander nicht an, da er ja den alten Menschen ausgezogen hat mit seinen Handlungen und den Neuen angezogen hat, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat."

[43:41] So wie der Mensch ursprünglich geschaffen war im Ebenbild Gottes, nicht nur körperlich, sondern vor allem auch charakterlich, so werden wir durch die Wiedergeburt charakterlich neu geschaffen hin zum Ebenbild Gottes, täglich erneuert. Das ist nicht etwas, das einmal nur passiert und dann statisch so bleibt, sondern es ist ein täglicher Erneuerungsprozess, immer wieder hin zum Ebenbild Gottes hin.

[44:07] Was für eine wunderbare Weisung! Was für ein großartiges Ziel, dass Gott uns nicht nur vor etlichen tausend Jahren geschaffen hat, sondern dass er jetzt in unserem Leben immer noch der Schöpfer ist. Dass seine schöpferische Kraft uns begleiten kann und uns jeden Tag neue Kraft geben kann. Dass wir jeden Tag danach suchen können und danach trachten können, in seinem Ebenbild geschaffen zu sein.

[44:28] Und wenn wir das erleben in unserem Leben, haben wir auch keine Probleme mehr zu glauben, dass wir mal vor vielen tausend Jahren als Menschheit von Gott geschaffen worden sind und nicht von den Affen abstammen. Ich glaube, viele Menschen können sich das nur deswegen nicht vorstellen, weil sie in ihrem eigenen Leben nicht erleben, was es praktisch bedeutet, in das Ebenbild Gottes charakterlich geschaffen zu werden, Tag für Tag erneuert zu werden.

[44:49] Durch seinen Heiligen Geist. Denn diese Herrlichkeit, mit der Gott uns bei der Schöpfung gekrönt hat und die durch die Sünde wir verfehlen, die wir nicht mehr erreichen, die kann uns wieder gegeben werden, die kann wiederhergestellt werden.

[45:08] Und das lesen wir in Kolosser 1, Vers 27, unserem letzten Text für heute. In Kolosser 1, Vers 27 heißt es: "Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden [das heißt unter allen Menschen] ist: nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit."

[45:32] Die Hoffnung der Herrlichkeit. Christus in mir, Christus in dir kann die Herrlichkeit, mit der uns Gott bei der Schöpfung gekrönt hat, charakterlich wiederherstellen. Die Herrlichkeit, die wir durch die Sünde verpassen, die wir durch die Sünde verdorben haben, diese Herrlichkeit kann Jesus wiederherstellen, wenn wir ihn in unser Herz lassen.

[45:51] In der nächsten Woche werden wir ganz praktisch sehen, welche Schritte ich gehen muss, um das in meinem Leben zu erleben. Heute haben wir gesehen, was Gottes Plan für die Menschheit ist, wie er die Menschheit sieht. Und obwohl wir von diesem Plan abgewichen sind, obwohl jeder von uns diesen Plan missachtet und ignoriert hat, ist Gott immer noch in der Lage, diesen Plan letztendlich auszuführen.

[46:14] Wenn du und ich ihm die Erlaubnis dafür geben. Möchtest du, dass Gott dein Schöpfer ist, dass er dein Neuschöpfer ist, dass er dir ein neues Herz schaffen darf? Das ist die Frage, die du heute beantworten darfst in deinem Herzen. Und wir freuen uns, wenn du uns Rückmeldungen gibst über die Entscheidung, die du getroffen hast.

[46:36] Nächste Woche, wie gesagt, werden wir über das Thema sprechen, wie wir praktisch diese Schritte gehen können. Verpass es unter keinen Umständen. Das Thema wird sein: "Erlösung – die einzige Lösung." Und wir freuen uns darauf, wenn ihr dann wieder dabei seid bei der Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen und viel Freude beim Studium seines Wortes. Amen.


Lizenz

Copyright ©2012 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.