[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir freuen uns, dass wir eine weitere Folge gemeinsam besprechen können unseres Lektionsheftes "Wachsen in Christus". Wir haben in der letzten Woche gemeinsam studiert, dass die einzige Lösung für unser Leben die Errettung durch Jesus Christus ist. Und hoffentlich und ganz sicher hat so der ein oder andere auch in der letzten Woche eine Entscheidung neu gefällt oder zum ersten Mal gefällt, Jesus als seinen persönlichen Heiland, seinen persönlichen Erlöser anzunehmen.
[1:47] Und jetzt in den nächsten drei Folgen und drei Wochen werden wir sozusagen als Kernstück dieses Studiums über 13 Wochen einen Punkt vertiefen, der schon im Titel dieser gesamten Serie zum Tragen kommt, nämlich das Wachstum in Christus. Damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 3. November. Und wir beginnen, wie jedes Mal, mit dem Gleichnis, das Jesus in Markus 4 gibt. In Markus 4, Vers 26 bis 29. Markus 4, Vers 26 bis 29. Die Bibel sagt: "Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht: zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da."
[2:48] Und Jesus bringt hier einen Punkt deutlicher vor als alle anderen, nämlich, dass das Reich Gottes damit zu tun hat, dass dort etwas wächst. Wachstum ist sozusagen der Pulsschlag des Reiches Gottes. Und wir werden, wie gesagt, in den nächsten drei Folgen uns damit beschäftigen, wie kann ich jetzt mit meinem neuen Erlöser, mit Jesus Christus, wie kann ich in ihm wachsen, wie kann ich mit ihm leben und wie kann meine christliche Erfahrung reicher werden?
[3:14] Wenn wir gemeinsam Psalm 1 aufschlagen, Psalm 1 und dort Vers 3, da wird uns das Ziel genannt, das es sich lohnt zu erstreben als ein Christ. Psalm 1, Vers 3 heißt es: "Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht und alles, was er tut, gerät wohl." Wir wollen ein erfolgreiches Wachstum haben. Und manchmal ist dieses Thema Wachstum in Christus ein bisschen vernachlässigt, wenn man sich um die biblischen Lehren kümmert. Man glaubt manchmal so im Hinterkopf, da gibt es die Lehrpunkte über all die verschiedenen Dogmen oder Doktrinen der Bibel, und dann gibt es die persönliche Erfahrung mit Jesus, und das ist weit ab aller Lehre. Aber die Bibel hat viel zu sagen, lehrmäßig auch über das Wachstum in Christus.
[4:10] Allein dieser Anfang von Psalm 1 gibt uns Bedingungen für ein erfolgreiches Wachstum in Christus. Denn wenn es heißt, "der ist wie ein Baum", dann bezieht sich das offensichtlich auf die beiden Verse vorher. In Vers 1 und 2 stellen wir fest, was Bedingungen sind für ein erfolgreiches Wachstum in Christus. In Vers 1 lesen wir: "Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen." Vers 2: "Sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht." Zwei sehr einfache Bedingungen sind uns hier gegeben. Erstens, wir sollen uns entfernen von dem Rat, von dem Weg, noch von dem Sitz der Spötter und Sünder und Gottlosen. Wir sollen uns nicht mit dem beschäftigen, womit sich Sünder beschäftigen. Wir sollen ihnen nicht folgen, wir sollen auf sie hören und keine Gemeinschaft mit ihnen haben. Mit anderen Worten, wenn du in Christus wachsen willst, dann begib dich nicht dorthin, wo über Christus gelacht wird. Begib dich nicht dorthin, wo Christus Gebote übertreten werden. Begib dich nicht dorthin, wo andere Menschen gegen Gott handeln und habe keine Gemeinschaft mit ihnen.
[5:28] In Vers 2 wird uns angesagt, was wir tun können: Habe deine Lust am Gesetz des Herrn. Denk über Gottes Wort nach, Tag und Nacht. Nicht nur einmal oder zweimal, sondern eine beständige Beschäftigung mit Gottes Wort ist die Bedingung, die dazu führt, dass wir erfolgreiches und glückliches Wachstum in Christus erleben können.
[5:49] Dieses Wachstum wird bedroht, auch nachdem wir Jesus als unseren Heiland angenommen haben. Versucht Satan natürlich in diesem großen Kampf, der die Grundlage ist, wie wir studiert haben in der ersten Folge, versucht er dieses Wachstum zu behindern. Ein Vers, der das deutlich macht, ist Kolosser 2 und dort Vers 8. Dort heißt es: "Habt acht, dass euch niemand beraube durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christusgemäß." Wir können in unserem Wachstum behindert werden, wenn wir auf Philosophie, auf menschliche Weisheit, auf leeren Betrug, auf weltliche Grundsätze vertrauen in unserer Lebensführung, dann werden wir, so sagt es die Bibel hier, beraubt. Und wir sollen darauf achten, dass das nicht geschieht. Lieber Freund, liebe Freundin, hast du darauf acht, dass in deinem Leben diese Dinge dich nicht berauben, dass du nicht auf leeres Geschwätz hörst, auf menschliche Weisheit und Philosophie, auf weltliche Grundsätze? Wir müssen die Grundsätze Jesu in unserem Herzen haben, damit dieses Wachstum immer weiter vorangehen kann.
[7:00] Denn, so sagt uns 1. Johannes 5, Vers 19. 1. Johannes 5, Vers 19. Wir sind nicht mehr Kinder der Welt. Wir sind nicht mehr der Welt angehörig, wenn wir Kinder Gottes sind. Denn 1. Johannes 5, Vers 19 lesen wir: "Wir wissen, dass wir aus Gott sind und dass die ganze Welt sich im Bösen befindet." Der große Kampf hat durch unsere Entscheidung für Jesus nicht aufgehört. Wir haben nur die Seiten gewechselt. Wir waren Feinde Gottes und Freunde des Satans, wissentlich oder unwissentlich. Und jetzt sind wir Freunde Gottes und Feinde Satans, aber der Kampf besteht immer noch fort. Wir sind nur von der Seite des Verlierers auf die Seite des Siegers gewechselt, aber noch kämpfen wir. Und wir müssen uns im Klar sein, dass wir jetzt dadurch von der Welt uns innerlich distanzieren müssen, denn die Welt ist immer noch auf der falschen Seite. Die weltlichen Grundsätze, und das muss in unserer Lebensführung deutlich werden. Man kann nicht ein Kind Gottes sein und gleichzeitig das tun, was die Welt tut. Dann hat man die Grundlagen der biblischen Lehre nicht verstanden. Die Grundlagen des echten Wachstums in Christus.
[8:12] Nur der kann in Christus wachsen, der sich deutlich von dem distanziert, was gegen Christus kämpft. Denn das Ziel des Wachstums in Christus ist sehr deutlich. In Römer 6, Vers 14 heißt es: "Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade." Das Ziel unseres Wachstums in Christus ist, dass die Sünde nicht über dich und mich herrscht. Solange wir noch nicht in Christus wachsen, solange wir auf der falschen Seite sind, hat die Sünde eine Herrschaft über uns und wir sind Sklaven der Sünde, so sagt uns Jesus. Aber sein Ziel ist es, dass die Sünde nicht mehr über uns herrscht.
[9:02] Nun, wie ist das möglich? In 1. Johannes 3 und dort Vers 8 wird uns dieser Punkt verdeutlicht. In 1. Johannes 3 und dort Vers 8. Wir lesen: "Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel." Und übrigens, in 1. Johannes 3, Vers 4 steht, dass Sünde Gesetzlosigkeit ist. Noch einmal heißt es hier: "Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an." Das haben wir in unserer ersten Folge gesehen, dass der große Kampf begann damit, dass Satan die Sünde erfand, in seinem Kopf begann gegen Gott und gegen dessen Gesetz, seine Liebe zu rebellieren. Und die Bibel sagt, wer ebenfalls Sünde tut von uns, der stellt sich wieder auf die Seite Satans. Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel. Und dann heißt es am Ende des Verses: "Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre." Jesus ist nicht nur gekommen, um den Teufel zu zerstören, letztendlich und schlussendlich. Er ist gekommen, um auch die Werke, die Taten, die Gedanken des Satans zu zerstören. Und diese Werke befinden sich auch in unserem Leben, wann immer wir sündigen. Denn das heißt, wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel. In Johannes 8, Vers 44 sagt Jesus: "Ihr wollt die Werke eures Vaters tun, nämlich die Sünde."
[10:26] Jesus ist also nicht nur gekommen, den Satan zu besiegen, er ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören. Und die Werke des Teufels ist, das ist die Sünde. Jesus ist also gekommen, um die Sünde zu zerstören. Und hier wird ein sehr praktischer Punkt deutlich in dem Thema "Wachsen in Christus". Wachsen in Christus bedeutet, dass Christus die Erlaubnis bekommt, in meinem Leben die Sünde zu zerstören. Nicht nur, um mir die Sünde zu vergeben, die ich begangen habe, sondern die Sünde tatsächlich zu zerstören. Jetzt hier ist eine wichtige Frage: Darf Jesus in deinem Leben die Sünde zerstören? Dazu ist er gekommen, dazu möchte er mit dir leben, dazu möchte er dein Heiland sein.
[11:10] Schauen wir gemeinsam in Galater 4. Galater 4 und dort Vers 4 und 5. Galater 4 und Vers 4 und 5. "Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen." Hier wird ganz deutlich, dass diejenigen, die unter dem Gesetz waren, nämlich wir, über die die Sünde geherrscht hat, dass wir losgekauft wurden, freigemacht wurden durch ihn. Und indem wir freigemacht wurden durch ihn, werden wir zu Söhnen und Töchtern Gottes.
[12:03] Jesus ist gekommen, um die Sünde zu zerstören, wie wir gesagt haben. Und deswegen hat Jesus uns losgekauft, wie es hier heißt. Das heißt, mit anderen Worten, wir waren Sklaven. Und so wie man durch Geldbezahlung einen Sklaven freikaufen kann, so ist Jesus gekommen, ist Mensch geworden, wie wir studiert haben, und hat ein Lösegeld bezahlt, um dich und mich frei zu machen, frei von der Knechtschaft der Sünde.
[12:28] Jetzt, was war der Preis, den Jesus bezahlt hat, indem er uns losgekauft hat? Schauen wir in Markus 10, Vers 45, wird etwas gesagt über diesen Loskaufpreis. Das heißt hier: "Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele." Das Lösegeld war das Leben Jesu. Nun, denken wir noch mal darüber nach. Das Lösegeld befreit denjenigen, der unter Gesetz ist, das heißt unter der Herrschaft der Sünde, befreit ihn von dieser Herrschaft. Dieses Lösegeld, mit anderen Worten, zerstört die Knechtschaft der Sünde. Jesus ist ja gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören, und das ist das, was er sagt hier: "Ich bin gekommen, um mein Leben zu geben." Das heißt, dass Jesus für dich und mich am Kreuz gestorben ist, ist mehr als nur die Vergebung der Sünde im Sinne davon, dass Gott uns nicht bestraft. Das Lösegeld, das er bezahlt hat, befreit uns von der Macht, von der Herrschaft der Sünde. Das heißt, wenn ich wirklich verstehe, was es bedeutet, dass Jesus sein Leben gegeben hat, dann kann ich verstehen, dass ich von der Sündenherrschaft befreit werden kann. Mit anderen Worten, mein Wachstum in Christus kann so weit gehen, wie ich verstehe, was das Kreuz in meinem Leben wirklich wirken kann und bewirken kann und wie es mir helfen kann.
[14:19] Jesus hat sein Leben gegeben. Und jetzt ist die Frage, die wir uns stellen können: Warum war das Leben von Jesus eigentlich so kostbar, so wertvoll? Warum ist es in der Lage, uns von der Knechtschaft der Sünde zu befreien? Und auch hierzu hat die Bibel eine Antwort in 1. Petrus 1 und dort Vers 18 und 19. Die Bibel sagt: "Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes."
[15:06] Hier wird ganz deutlich, wir sind losgekauft worden und zwar nicht mit Gold und Silber und vergänglichen Dingen, sondern mit dem kostbaren Blut Jesu. Übrigens, nebenbei gesagt, Klammer auf. Die Bibel beschreibt hier interessanterweise etwas über die Sünde. Wir wissen ja, wir sind von der Sünde losgekauft worden, von der Herrschaft der Sünde, als wir noch unter dem Gesetz waren. Und was die Bibel hier beschreibt, ist, dass diese Sünde ein nichtiger Wandel war, ein leerer, ein eitler. Dieses Wort "nichtig" wird ja auch von Salomon beschrieben oder benutzt in dem Buch Prediger, um seinen sündigen Lebensstil zu beschreiben. Alles ist nichtig. Und dieser nichtige, sündige Lebensstil wird beschrieben als von den Vätern überliefert. Überlieferung ist letztendlich eine Tradition, und Traditionen sind ungeheuer stark.
[16:03] Aber Traditionen sind etwas, was von Generation zu Generation weitergegeben wird durch Vorbild. Und hier haben wir einen Hinweis darauf, wie auch die Sünde von Generation zu Generation kommt. Es ist wie eine Überlieferung, wie eine Tradition, die einen starken Einfluss auf jede neue Generation hat, die dann das Gleiche tut, was auch die Generationen vorgetan haben. Und von diesem überlieferten Wandel, von diesem sündigen, nichtigen Wandel, erlöst uns Jesus Christus durch sein kostbares Blut.
[16:36] Wir hatten ja gerade gelesen, in Markus 10, 45 hat er sein Leben dahin gegeben. Und wir wissen aus dem Alten Testament, dass das Leben im Blut ist. Das heißt, wenn die Bibel von dem Blut Jesu spricht, dann meint sie damit sein Leben. Und warum war das Blut Jesu so kostbar? Warum war sein Leben so wertvoll? Die Bibel sagt, er war ein makelloses und ungeflecktes Lamm. Das spielt natürlich an auf den Heiligtumsdienst, wo ein Lamm geschlachtet werden sollte, das keinerlei körperliche Gebrechen hatte. Und war ein Symbol dafür, dass Jesus ein Leben lebte, vollständig ohne Sünde. Ein Leben vollständig ohne Sünde. Und mit diesem Geld sozusagen, mit dieser Währung, mit diesem Preis, einem völlig sündlosen Leben, das er für dich und für mich gegeben hat, und unsere Strafe aus sich genommen hat, mit diesem Preis wird deutlich, was für uns möglich ist.
[17:42] Was am Kreuz passiert ist, ist wirklich gewaltig. Es gibt einige Dinge, die wir hier noch gemeinsam studieren wollen. In Johannes 12, Vers 31. Johannes 12, Vers 31. Da wird ganz deutlich, dass am Kreuz ein entscheidender Punkt im großen Kampf passierte. In Johannes 12, Vers 31 heißt es: "Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden." Jesus bezieht sich auf die Kreuzigung, wie man im nächsten Vers deutlich sehen kann, und er sagt, es geschieht ein Gericht. Ein Gericht geht über diese Welt, und zwar wird der Fürst dieser Welt, gemeint ist hier Satan, hinausgeworfen.
[18:34] Das heißt, am Kreuz wurde Satan gerichtet. Und halten wir hier ganz kurz fest, weil das viele falsch verstehen: Dieser Vers bedeutet nicht, dass am Kreuz das Gericht an den Menschen stattfand. Am Kreuz gab es kein Gericht über die Menschen. Warum? Wir wissen zum Beispiel aus Römer 2, Vers 6, das ist nur ein Beispiel von vielen. Apostelgeschichte 17 wäre ein anderes. In Römer 2, Vers 16 steht, dass Paulus sagt: "An dem Tag, da Gott das Verborgen der Menschen durch Jesus Christus richten wird, nach meinem Evangelium." Paulus, der nach dem Tod von Jesus und der Auferstehung geschrieben hat, sagt, das Gericht an den Menschen ist noch zukünftig. Und viele andere Texte in der Bibel, Daniel 7, Daniel 8 und so weiter, sagen uns ganz deutlich, dass das Gericht an den Menschen erst viel später begann und nicht am Kreuz. Das Gericht an den Menschen begann nicht am Kreuz, sondern was am Kreuz gerichtet wurde, das war der Satan.
[19:27] Aber deswegen ist das Kreuz so entscheidend, denn in diesem großen Kampf, den wir auch in unserem eigenen Leben erleben, wo Christus und Satan um die Vorherrschaft kämpfen, dürfen wir wissen, dass am Kreuz der Satan besiegt wurde. Er wurde gerichtet und er wurde hinausgeworfen. Warum? Die Bibel macht deutlich, dass das Kreuz den wahren Charakter Satans und den wahren Charakter Gottes offenbart. Und wir können das nachlesen in Kolosser 2, Vers 15. Kolosser 2 und dort Vers 15 lesen wir: "Als er so, gemeint ist Jesus, als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben."
[20:17] Was hier gesagt ist, dass Jesus am Kreuz den Satan und seine Macht entwaffnet hat. Alle Anklagen Satans, dass Gott ungerecht sei, dass er lieblos sei, dass man sein Gesetz nicht halten braucht oder dass es nicht zu halten ist, wurden alle entwaffnet. Sie wurden alle von ihm genommen am Kreuz. Die Behauptung, dass man Gottes Gebot nicht halten kann, wurde widerlegt durch Jesu Leben, durch sein makelloses Leben von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Nicht eine einzige Sünde. Und die Behauptung, dass man Gottes Gebot nicht halten muss, wurde widerlegt durch die Tatsache, dass Jesus starb und damit die Gültigkeit des Gebotes Gottes, dass eine Strafe für die Sünde fordert, die Gültigkeit des Gebotes dadurch bestätigt wurde. Jesu Leben und Tod entwaffneten den Satan.
[21:21] Und weiterhin hätte man von jedem anderen Menschen sagen können, der vor gestorben ist, dass er deswegen starb, weil Gott sozusagen durch sein Gesetz diese Menschen umgebracht hat. Aber am Kreuz von Golgatha starb jemand, der niemals gesündigt hatte. Er starb allein wegen der Sünde, nicht wegen Gottes Gesetz. Er starb wegen der Sünde. Der Sünde, die Satan erfunden hatte und die auf ihn gelegt wurde. Mit anderen Worten, alle Behauptungen Satans sind am Kreuz widerlegt worden.
[22:06] Denn am Kreuz zeigt sich der wahre Charakter Gottes. Wir wissen, das haben wir studiert, dass Satan gegen Gottes Charakter gekämpft hatte, gegen seine Liebe, gegen sein Gesetz. Und am Kreuz zeigt sich, dass Gott bereit ist, alles zu geben. Dass Gott bereit ist, auf alles zu verzichten. Dass Gott bereit ist, das größte Opfer zu geben, was überhaupt eine Vorstellung ist. Und dass Satan wahrhaftig ein Menschenmörder ist. Und durch diese Entwaffnung Satans, indem er sozusagen, indem Jesus den Satan von dem gesamten Universum als den demaskiert, der er wirklich ist, dadurch ist, glaube ich, das gesamte Universum sicher geworden.
[22:50] Und das sagt uns die Bibel in Offenbarung 12, Vers 10. Offenbarung 12, Vers 10. Und heißt es: "Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus. Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht."
[23:20] Am Kreuz wurde Satan für immer vom Himmel ausgeschlossen. Er hatte kein Zutrittsrecht mehr. Die Bibel sagt ja in Hiob, dass er vorher immer noch mal ein Recht hatte, an den Himmel hinzukommen. Aber jetzt am Kreuz sind alle Bewohner des Universums sich im Klaren, was der Charakter Satans ist. Satan ist ein besiegter Feind. Satan wurde aus dem Himmel geschmissen. Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus. So sagt es die Bibel hier. Und das bedeutet, dass vom Kreuz an Satan ein geschlagener Feind ist.
[23:59] Lesen wir gemeinsam in Johannes 16, Vers 11. Johannes 16, Vers 11. Die Bibel sagt, dass der Heilige Geist drei Dinge tut. Er überführt von Sünde, von Gerechtigkeit und von Gericht. So steht es in Vers 8. Und in Vers 11 lesen wir: "Vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist." Jesus hatte gesagt: "Nun ergeht ein Gericht dieser Welt, nun wird der Fürst der Welt hinausgeworfen werden." Jetzt in Johannes hier steht es: "Vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist." Durch das Kreuz wird Satan gerichtet und er ist ein besiegter Feind.
[24:49] Und das ist eine gute Nachricht für dein Leben und für mein Leben. Manche Menschen haben übernatürliche Angst oder nicht übernatürlich, aber über die Maßen Angst vor dem Satan. Aber wir dürfen wissen, durch Gottes Gnade und durch Jesu Kreuzestod ist Satan ein besiegter und geschlagener und gerichteter Feind, der uns nicht mehr besiegen kann, wenn wir in Christus wachsen.
[25:25] Denn die Bibel sagt auch, dass er immer noch kämpft. Er ist zwar besiegt, aber das bedeutet nicht, dass er aufhört zu kämpfen. In Epheser 6 und dort Vers 12 werden wir ganz deutlich darüber informiert. In Epheser 6, Vers 12 heißt es: "Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen." Damit wird ganz deutlich, dass auch nach unserer Entscheidung für Jesus der Kampf nicht aufgehört hat, sondern wir kämpfen weiter, wie wir am Anfang gesagt haben. Und wir haben einen Kampf gegen Mächte, die stärker sind als wir, cleverer sind als wir, listiger sind als wir. Und wir haben nur eine Chance, wenn wir auf der Seite Jesu stehen und wenn wir uns ganz Jesus hingeben, der den Satan schon längst besiegt hat.
[26:18] Auch wenn wir in unserem Leben diesen Kampf immer wieder spüren und erleben und angefochten werden, dürfen wir doch wissen, wenn wir bei Jesus sind, wenn wir in Christus wachsen, dann ist der Satan ein geschlagener Feind. Und vor einem geschlagenen Feind braucht man keine Angst zu haben.
[26:43] Dieser Loskauf Jesu, so sagt uns Hebräer 9, Vers 12, gilt für alle Zeiten. In Hebräer 9, Vers 12 lesen wir: "Nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt." Jesus, der nach seinem Kreuzestod und seiner Auferstehung in den Himmel fuhr, in das himmlische Heiligtum, der hat eine ewige Erlösung erlangt. Er hat ein für alle Mal bezahlt, und das, was er bezahlt hat, gilt für alle Zeiten, durch die Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg bis in alle Ewigkeit. Dieser Loskauf hat nicht nur die Situation vor 2000 Jahren etwas geändert, er hat die Situation für alle Ewigkeiten verändert. Deswegen ist das Kreuz so bedeutsam, und wir, die wir heute nach dem Kreuz leben, können uns diesem Sieg gewiss sein. Der Sieg von Golgatha ist ein ewiger Sieg, auch in deinem und in meinem Leben, wenn wir Jesus annehmen.
[27:52] Was kann Jesus also für mich und für dich tun? Schauen wir gemeinsam in Johannes 8. In Johannes 8, Vers 34 bis 36. Jesus antwortete ihnen: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde." Das ist die Wahrheit, liebe Freunde, liebe Freunde. Wenn wir Sünde tun, versklaven wir uns, und als Sklave kommen wir nicht mehr frei von dieser Sünde. Jeder, der die Sünde tut, ist ein Sklave, denn die Sünde ist ja das Werk des Satans und Jesus ist gekommen, um diese Werke zu zerstören, und das ist letztendlich das Ziel des Wachstums in Christus, dass diese Werke zerstört werden.
[28:40] Das heißt in Vers 35: "Der Knecht aber bleibt nicht ewig im Haus, der Sohn bleibt ewig." Vers 36: "Wenn euch nun der Sohn freimachen wird, seid ihr wirklich frei." Nicht nur theoretisch frei. Manche glauben an eine theoretische Freiheit, wo ich theoretisch ja eigentlich von der Sünde befreit bin, aber praktisch an der Sünde festhalten muss, weil ich sie nicht überwinden kann. Aber Jesus spricht nicht von einer theoretischen Freiheit oder einer eingeredeten Freiheit. Freiheit nach dem Motto, wir sündigen immer weiter, aber wir reden uns einfach ein, dass wir von der Sünde befreit sind. Wir können zwar die Sünde nicht überwinden, aber wir reden immer davon, dass wir von der Sünde befreit sind. Es ist keine eingeredete Freiheit, es ist keine theoretische Freiheit, es ist eine wirkliche Freiheit. Da ist tatsächlich Freiheit von der Sünde, wenn wir bei Jesus sind. Denn Jesus sagt: "Wen der Sohn freimachen will, den wird er wirklich freimachen."
[29:48] Jesus ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören, nicht nur die Sünden zu vergeben, sondern sie zu zerstören. Und wenn wir Jesus in unser Leben lassen, dann werden wir sehen, wie auch in unserem Leben die Sünde entwaffnet wird, wie die Waffen weggenommen werden. Jesus hat am Kreuz den Satan entwaffnet, und wenn er den Satan entwaffnen kann, dann kann er auch die Dämonen entwaffnen, die uns zur Sünde verführen. Und er möchte auch in deinem Leben den Satan entwaffnen, so dass wir den wahren Charakter der Sünde verstehen und Gottes wahren Charakter und dann eine intelligente Entscheidung fällen, so wie das Universum das sagt: Wir wollen vom Satan nichts mehr wissen.
[30:28] Was passiert, wenn ich von der Sünde befreit bin und immer wieder befreit werde? In Römer 6, Vers 18 heißt es: Römer 6 und dort Vers 18: "Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden." Jeder, der von der Sünde befreit ist, der wirklich freigemacht worden ist, fängt jetzt an, ein Diener zu sein. Er fängt an, Gott zu dienen und zwar in der Gerechtigkeit. Und Gerechtigkeit bedeutet in der Bibel Gehorsam, denn Ungerechtigkeit ist Sünde. Es ist sozusagen das Gegenteil von Sünde. Es ist Gehorsam dem Gesetz Gottes gegenüber aus Liebe, aus Freude, in der Beziehung zu Jesus. Das ist das Ziel, wenn wir in Christus wachsen: der Dienst in der Gerechtigkeit, Gottgehorsam sein und Gott dienen.
[31:34] Nun, um es noch deutlicher zu machen, die Bibel definiert diese Freiheit von der Sünde sogar in einem Gesetz. Es gibt nach Jakobus, das können wir kurz aufschlagen, nach Jakobus 2, Vers 12 ein Gesetz der Freiheit. Es heißt in Jakobus 2, Vers 12: "Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen." Das heißt, diese Freiheit, zu der uns Jesus berufen hat, diese Freiheit, zu der er uns losgekauft hat, die uns geschenkt wird durch das Lösegeld, das er bezahlt hat, diese Freiheit wird in einem Gesetz beschrieben. Die Frage ist, welches Gesetz ist hiermit gemeint? Und die Frage kann man ganz einfach beantworten, indem man 2. Mose 20 aufschlägt und dort die ersten beiden Verse liest.
[32:23] In 2. Mose 20 und dort Vers 1 und 2 lesen wir: "Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe." Gott befreit uns aus der Knechtschaft, er möchte uns aus der Sünde befreien, und als Folge dessen gibt er uns die zehn Gebote. Diese zehn Gebote, dieses Gesetz, gegeben am Berg Sinai, ist das Gesetz der Freiheit. Wenn wir also glauben, Jesus hat das Lösegeld bezahlt und er hat mich von der Sklaverei befreit, dann muss ich auch glauben, dass Jesus mich frei gemacht hat. Wenn ich aber glaube, dass Jesus mich frei gemacht hat und dass ich wirklich frei bin, dann muss ich auch glauben, dass ich dem Gesetz der Freiheit Folge leisten. Ich kann nicht frei sein und das Gesetz der Freiheit ablehnen. So folgt es also automatisch, dass jeder, der in Christus wachsen wird, der der Gerechtigkeit dienen möchte, dass er sich an die zehn Gebote hält, denn sie sind ein Ausdruck der Tatsache, dass ich durch das Kreuz Jesu befreit worden bin. Das ist er, was er hier sagt: Ich habe dich befreit, ich habe dich aus der Knechtschaft herausgeführt, ich habe dich wirklich frei gemacht, ich habe die Werke des Teufels zerstört.
[34:15] In Römer 6 und dort Vers 22 lesen wir: "Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, was wir gerade studiert haben, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben." Hier haben wir also wieder das Bild vom Wachstum. Paulus macht deutlich, wenn wir von der Sünde uns befreien lassen, wenn wir Gott anfangen zu dienen, dann wachsen wir Schritt für Schritt für Schritt, und die Frucht, die dabei wächst, erinnern wir uns an das Gleichnis von Jesus, Markus 4, 26 bis 29, die Frucht, die daraus entsteht, nennt man Heiligung, und das ultimative Ziel ist das ewige Leben.
[34:53] Nun, warum brauchen wir diese Heiligungsfrucht, diese Frucht der Heiligung, die dadurch entsteht, dass wir von der Sünde befreit werden, dass die Sünde in unserem Leben zerstört wird, warum brauchen wir diese Heiligung? In Hebräer 12, Vers 14 wird erklärt, warum Gott diese Heiligung in uns sehen möchte und muss. In Hebräer 12 und dort Vers 14 heißt es: "Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird." Wir brauchen die Heiligung, um das ewige Leben bei Gott erlangen zu können, um Jesus sehen zu können, wie er wirklich ist, um also völlig in die völlige Gemeinschaft mit Jesus hinein zu wachsen, brauchen wir diese Heiligung. Diese Heiligung kommt als Frucht, wenn wir von der Sünde befreit werden und der Gerechtigkeit und Gott dienen.
[35:49] Mit anderen Worten, wenn ich mich weigere, von der Sünde befreit zu werden, wenn ich an manchen Sünden festhalte und sage, die will ich nicht aufgeben und ich will die immer weiter tun, wenn ich also mich nicht von der Sünde befreien lasse, wenn ich dem Jesus es nicht erlaube, dass bestimmte Werke des Teufels in meinem Leben zerstört werden, dann kann da keine Heiligung wachsen, und ohne Heiligung kann ich Jesus nicht sehen. Das ist übrigens das, was dann die Menschen ausrufen werden in Offenbarung 6, wenn sie sagen: "Fällt auf uns, ihr Berge, verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Angesicht des Lammes." Wir werden darüber noch später mehr zu sagen haben in einer der nächsten Folgen. Mit anderen Worten, die Befreiung von der Sünde ist ein entscheidendes Kriterium, damit unser Wachstum auch wirklich die volle Frucht der Heiligung in Christus erbringt.
[36:45] Schauen wir gemeinsam in Titus 2, Vers 14. Titus 2, Vers 14 sagt uns: "Der sich selbst, gemeint ist Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun." Diese Erlösung durch Jesus bewirkt eine Reinigung. Wir werden so gereinigt, dass wir ein besonderes Eigentum Gottes sind. So übrigens wie auch das Volk Israel in 2. Mose 19 ein besonderes Eigentum Gottes sein sollte. Wir sollen ein besonderes Eigentum Volk Gottes sein, weil wir von aller Gesetzlosigkeit gereinigt werden. Und Gesetzlosigkeit, so wissen wir aus 1. Johannes 3, Vers 4, ist die Sünde. Das heißt, wir werden von aller Sünde gereinigt, sind ein besonderes Volk Gottes, was übrigens auch Heiligkeit bedeutet. Heilig bedeutet ja abgesondert für Gott. Und wir sollen eifrig sein, gute Werke zu tun. Manch ein Christ hat etwas gegen Werke und hat Werke mittlerweile fast als negatives Wort abgespeichert, aber die Bibel macht deutlich, dass ein Christ gute Werke tut. Da ist kein Christ, der in Christus wächst, der keine guten Werke tut. Wir sollen sogar eifrig sein, gute Werke zu tun, für Gott zu wirken und seiner Gerechtigkeit dienstbar zu sein, wie wir gelesen haben. Denn Jesus hat sich hingegeben zu diesem Ziel hin. Und wenn wir einfach nur von dem Kreuz Jesu sprechen und von seinem Blut und von seiner Vergebung, aber uns weigern, das auch in guten Werken zu demonstrieren, dann sind wir nicht in Christus gewachsen.
[38:43] Das Wachstum in Christus bedeutet eine besondere Reinigung, eine spezifische Reinigung von aller Gesetzlosigkeit, von der er uns erlösen möchte. Wie genau kann ich gereinigt werden? Was muss ich tun? Was musst du tun, lieber Freund, um diese Reinigung in deinem Leben Schritt für Schritt immer mehr und immer deutlicher und immer klarer zu erfahren?
[39:07] Lesen wir gemeinsam 1. Johannes 1, Vers 7. Die Bibel sagt: "Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, hier ist das Bild eines Wandels, eines Gehens, nicht eines Spaziergangs, aber einer Bewegung deutlich. Wir wandeln, das heißt, wir gehen in unserem Leben im Licht. Wir gehen dort, wo Jesus ist, so wie er im Licht ist. So haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde." Wir können diese Reinigung von aller Sünde erfahren, indem wir im Licht wandeln, wie er, wie Gott im Licht ist, indem wir ihm nachfolgen, indem wir uns mit seinem Wort beschäftigen, indem wir seinen Charakter studieren und mehr und mehr so werden wollen, wie er, wenn wir in sein Ebenbild hinein wachsen wollen.
[40:01] So werden wir gereinigt von aller Sünde, nicht nur von mancher Sünde, von aller Sünde. In Vers 9 heißt es: "Wenn wir unsere Sünden bekennen, was ein wichtiges Kriterium ist, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Wieder das gleiche Bild. Jesus möchte uns von aller Sünde reinigen, von allem befreien. Er möchte die Werke des Teufels in unserem Leben zerstören, und das letztendlich bedeutet dieses Wachstum in Christus.
[40:32] Und diese Erfahrung ist bei weitem keine Erfahrung der Traurigkeit oder des niedergeschlagen Seins und der gesetzlichen Enge. Ganz im Gegenteil, diese wahre Erlösung hat eine ganz andere Emotion, die sie hervorbringt. Schauen wir gemeinsam in Jesaja 35, Vers 10. "Und die Erlösten des Herrn werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen. Ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Wonne und Freude werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzen werden entfliehen."
[41:17] Jemand, der diese Erlösung erfährt, jemand, der das in seinem Leben spürt, dass Christus in ihm die Sünde zerstört, die Werke des Teufels und er wachsen kann in Christus, der wird Freude erleben, heißt es hier. Der wird jauchzen, der wird Wonne haben, und Kummer und Seufzen werden entfliehen. Erlebst du das in deinem Leben? Erlebe ich das in meinem Leben? Diese Frage müssen wir uns stellen, wenn wir wirklich ernstlich uns fragen wollen, ob wir in Christus wachsen oder ob wir auf dem gleichen Level seit einiger Zeit geblieben sind, wenn nicht sogar uns zurückentwickelt haben. Wachsen wir in Christus? Wenn ja, dann werden wir diese Freude erleben, denn von der Sünde befreit zu werden und von der Macht des Satans befreit zu werden, das ist eine Freude. Kein gesetzlicher Zwang, es ist eine Freude, und so sollten wir es betrachten. Wir sollten uns freuen über das, was Jesus uns hier anbietet.
[42:19] Und wird es schwierige Situationen in unserem Leben geben, in unserem Wandel mit Jesus? Ohne Frage. Aber die Bibel sagt uns, dass auch dann wir nicht verzagen müssen. In Psalm 23, Psalm 23 und dort Vers 4. Dort sagt die Bibel: "Und wenn ich auch wandere durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir. Dein Stecken und dein Stab, die trösten mich." Und wenn wir ganz, ganz tief unten sind, auch in unserer christlichen Erfahrung, so können wir doch Trost haben, denn Gott ist bei uns. Wenn die Schwierigkeiten uns übermannen, wir können alles, alle unsere Sorgen auf Jesus werfen, denn er sorgt für uns. Ihr sagt in Matthäus 11, Vers 28: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken." Und egal was uns niederhält, egal was unser Leben finster macht, egal warum wir vielleicht Todesangst haben, wenn wir zu Jesus kommen, dann kann er uns das alles nehmen. Er kann die Werke des Teufels zerstören. Er kann den Teufel entwaffnen, ihn an den Pranger stellen und uns wirklich frei machen.
[43:42] Glaubst du das? Glaubst du, dass in deinem Leben, dass Jesus dich völlig frei machen kann, dass er selbst dann, wenn du nur Schwierigkeiten siehst, er bei dir ist, neben dir und dich in seinen Händen hält? Ist es nicht schön zu wissen, dass die Bibel sagt, dass egal was passiert, solange wir bei Jesus bleiben und uns festhalten, solange wir unsere hilflosen Seelen auf ihn werfen und sagen: "Jesus, hilf mir." Solange kann uns nichts trennen von Gott. Das sagt Paulus ganz deutlich in Römer 8, Vers 38 und 39.
[44:25] Damit wollen wir heute schließen. In Römer 8, Vers 38 und 39 sagt er: "Denn ich bin gewiss." Er sagt, ich vermute nicht, ich habe nicht so mein, ich hoffe mal, ich könnte mir vorstellen. Er sagt: "Ich bin gewiss, dass weder Tod, noch Leben, weder Engel, noch Fürstentümer, noch Gewalten, weder Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, weder Hohes, noch Tiefes, noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn." Wenn wir uns für Gott entscheiden, dann kann sich alles andere auf den Kopf stellen. Wir können nicht geschieden werden von Christus. Das Einzige, was uns von Jesus trennen kann, ist die Sünde, und die Sünde ist unsere eigene Entscheidung, und diese Sünde will Jesus aus unserem Leben zerstören. Halleluja!
[45:18] Das ist Wachstum in Christus. Nicht mehr getrennt zu sein von ihm und Schritt für Schritt ihn besser und besser kennenlernen. Möchtest auch du diese Freiheit erleben, diese ganze Freiheit, die Jesus dir schenken möchte? Möchtest du sie erleben? Möchtest du ihm diese eine Sünde übergeben, die in deinem Leben immer noch einen Platz hat, an der du immer noch festgehalten hast, die du bisher nicht Jesus übergeben hast? Möchtest du sie ihm heute übergeben und sagen: "Herr Jesus, nimm auch diese Sünde, nimm auch diese Angewohnheit, nimm auch diese Sorge, nimm auch dieses Werk des Teufels und zerstöre es in meinem Leben, damit mich nichts, aber auch gar nichts von dir trennen kann." Denn wenn ich frei bin und ganz frei, dann kann kommen, was will von außen. Nichts wird mich scheiden können von der Liebe Gottes.
[46:28] Außerdem, liebe Freunde, möchten wir euch einladen zu unserer neuen großen Serie "Ausweg 2012", die über vier Wochen hinweg alle wesentlichen Grundlehren der Bibel, die für unsere Zeit besonders relevant sind, in einer ganz ansprechenden und attraktiven Form präsentieren wird. Es geht los am 9. November auf www.ausweg2012.de und es wird ebenfalls übertragen werden hier auf www.joelmedia.de. Bitte verbreitet das unter all denjenigen, die ihr kennt, die Interesse haben für die Bibel. Ladet so viele wie möglich ein, das ebenfalls mit anzuschauen. Das gesamte ewige Evangelium für unsere Zeit klar und deutlich erklärt. Ab dem 9. November mit dem Thema geht es los, der Ausweg. Dann am 10. November das zweite Thema, schon ab 18 Uhr. Am 9. geht es um 19 Uhr los und dann am Montag und Dienstag in der Woche darauf ebenfalls Themen um 19 Uhr. Verpasst es nicht, seid unbedingt dabei, ladet so viele wie möglich ein und lasst euch segnen durch das Wort Gottes, das gepredigt werden wird und wo wir sehen werden, in welcher Zeit wir leben und ob es einen Ausweg gibt aus den Krisen dieser Zeit. Gott segne euch auch dort beim Studium und wir sehen uns nächste Woche wieder hier für die Cannstatt Study Hour. Amen.