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Manuskript:CSH_2012_Q4_Folge7.pdf

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2012 zum Thema „Wachsen in Christus“ werden die drei wichtigsten geistlichen Waffen für den Sieg im christlichen Leben vorgestellt. Christopher Kramp erklärt, wie das Wort Gottes, das Gebet und die Gemeinschaft uns helfen, Herausforderungen zu meistern und im Glauben zu wachsen. Diese Lektion ermutigt dazu, diese Werkzeuge bewusst im Alltag einzusetzen.

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode, „Waffen für den Sieg“, taucht Christopher Kramp tief in die biblische Lehre der geistlichen Waffenrüstung ein, wie sie in Epheser 6 beschrieben wird. Er erklärt, wie die Wahrheit, die Gerechtigkeit, die Bereitschaft zum Evangelium, der Glaube, die Hoffnung und das Wort Gottes uns befähigen, Versuchungen zu widerstehen und im Glauben zu wachsen. Die Lektion betont die Notwendigkeit, diese göttlichen Werkzeuge aktiv anzunehmen und anzuwenden, um einen siegreichen christlichen Lebenswandel zu führen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q4: Wachsen in Christus

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder live dabei seid, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Heute in einer etwas anderen Umgebung. Wir sind ja mittendrin in unserer Vortragsreihe Ausweg 2012. Vor wenigen Tagen haben wir gestartet. Wir haben noch einiges vor uns und ihr seid herzlich eingeladen, auf dem Laufenden zu bleiben, die Vorträge euch anzuschauen und das gemeinsam mit uns zu studieren.

[1:36] Heute wollen wir die siebte Folge unseres Quartalsthemas behandeln: Wachsen in Christus. Das Thema heute heißt interessanterweise Waffen für den Sieg. In den letzten beiden Themen haben wir uns über das Wachstum beschäftigt. Wir haben gesehen, dass wir in Christus wachsen wollen und wir haben auch gesehen, dass wir einen wirklichen Sieg erringen können. Heute wollen wir uns darum beschäftigen, was die Waffen für diesen Sieg sind.

[2:10] Wir bereiten uns vor auf das Bibelgespräch am 17. November und wie jedes Mal wollen wir auch diesmal wieder beginnen, indem wir dieses kleine, aber so wichtige Gleichnis in Markus 4, Verse 26 bis 29 betrachten. Wir lesen hier: „Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Samen keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da.“

[3:07] Wir haben schon ausführlich besprochen und behandelt, dass das Reich Gottes, das Evangelium, die Idee, die Gott für diese Welt hat und für dich und für mich, verglichen wird hier in diesem Gleichnis und durch die ganze Bibel hindurch mit einem Wachstum. Wir haben die letzten beiden Wochen uns ausführlich damit beschäftigt und wir haben gesehen, dass dieses Wachstum damit zu tun hat, dass wir gegen böse Mächte kämpfen müssen. Es gibt Dinge, die das Wachstum behindern und Wachstum ist keine einfache Angelegenheit.

[3:40] Davon können wir uns versichern und überzeugen, wenn wir 1. Mose 3 lesen. In 1. Mose 3, gleich in den ersten Seiten der Bibel, wird uns diese fundamentale Wahrheit nahegebracht, dass Wachstum kein Selbstläufer ist. In 1. Mose 3 und dort Vers 17 und 18 heißt es: „Und zu Adam sprach er [gemeint ist Gott]: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen. Mit Mühe sollst du dich davon nähren, dein Leben lang; Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen.“

[4:20] Gott sagt hier, dass aufgrund der Sünde das Wachstum von Pflanzen schwierig sein wird. Es werden Dornen und Disteln sein und es wird Mühe kosten, es wird im Schweiße unseres Angesichtes sein, im buchstäblichen Sinne des Wortes, dass überhaupt etwas am Ende wachsen kann. Die geistliche Lektion, die wir lernen können, ist, dass auch geistliches Wachstum, das natürlich durch Gott entsteht, das durch Gott initiiert wird, durch den Samen, das Wort, das wir studiert haben und durch all die Prinzipien, die wir schon angeschaut haben, dass auch dieses Wachstum nicht ohne Kämpfe abgeht.

[4:53] Wir haben letzte Woche ausführlich darüber gesprochen, über diese Kämpfe und wir wollen heute uns in einem weiteren Thema Gedanken machen, wie wir in diesen Kämpfen siegreich sein können, vor allem, welche Hilfsmittel uns helfen können, den Sieg zu behalten und zu erringen. Wenn man im Garten etwas zum Wachsen bringen möchte, dann hat man ja auch einige Werkzeuge, die man verwendet. Und genauso gibt es auch Werkzeuge, sozusagen Waffen, die uns im geistlichen Kampf, im geistlichen Wachstum helfen wollen, das erwünschte Ziel zu erreichen, das Gott uns gesetzt hat.

[5:32] Schauen wir gemeinsam in Markus 14, Vers 38, da können wir auch ganz deutlich sehen, dass wir diese Hilfe, diese Waffen, diese Ausrüstung brauchen. In Markus 14, Vers 38, da sagt Jesus: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Jesus sagt, dass wir alleine zu schwach sind, um mit der Versuchung fertig zu werden. Wir alleine sind zu schwach, um die Sünde überwinden zu können. Wir sind zu schwach, um einen wirklich dauerhaften geistlichen Sieg erringen zu können.

[6:12] Und doch, sagt er, obwohl wir schwach sind, ist da jemand, der willig ist, uns zu helfen. Und Jesus nennt ihn den Geist, den Heiligen Geist, über den wir schon gesprochen haben, der uns mit den Waffen des Sieges, die er zur Verfügung stellt, helfen möchte, den Sieg zu erringen. Die Frage, die wir uns also heute stellen wollen, ist: Wie kann uns der Heilige Geist konkret helfen? Und ich denke, du und ich, wir beide können zustimmen, dass wir schwach sind, dass wir in unserer eigenen Kraft der Versuchung nichts entgegenzusetzen haben.

[6:37] Die Frage ist also, wie genau können wir den Heiligen Geist nutzen? Was sind die konkreten Dinge in unserem Alltag, die konkreten Dinge in unserem christlichen Leben, die uns helfen, den Sieg zu erringen? Letzte Woche haben wir vor allem gesehen, dass der Sieg erringbar ist, dass wir überwinden können und zwar sogar weit überwinden können. Aber die Frage ist, was sind die konkreten Dinge, die uns helfen als Hilfsmittel, sozusagen als Waffen für den Sieg, um wachsam sein zu können und in der Versuchung stark bleiben zu können?

[7:13] Und die Bibel gebraucht dafür eine interessante Symbolik in Epheser 6 und dort Vers 11. Epheser 6 und dort Vers 11, einem bekannten Abschnitt der Bibel, heißt es: „Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels.“ Die listigen Kunstgriffe des Teufels sind uns ja nicht unbekannt. Wir wissen schon aus der Geschichte in 1. Mose 3, wie die Schlange listig war und wie sie durch Zweifel am Wort Gottes die Menschen zur Sünde verführt hat. Und um dem widerstehen zu können, um standhalten zu können, also um stehen bleiben zu können, wenn der Satan uns angreift, brauchen wir die Waffenrüstung Gottes und zwar die ganze Waffenrüstung. So wird es uns hier gesagt.

[8:00] Wenn wir nur zwei Verse weitergehen zu Epheser 6, Vers 13, lesen wir: „Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, dass ihr, mit allem wohl ausgerichtet, euch behaupten könnt.“ Das heißt, die Bibel sagt, es gibt hier eine Waffenrüstung und wir brauchen sie komplett. Es reicht also nicht, diese Waffenrüstung in Teilen zu haben, in Ausschnitten. Wir brauchen sie komplett und die Art und Weise, wie wir sie bekommen nach der Bibel, ist, indem wir sie ergreifen. Das heißt, ergreift die Waffenrüstung. Wir müssen uns also ausstrecken. Wir müssen etwas in unsere Hände nehmen und uns danach ja, ausstrecken, diese Waffenrüstung zu ergreifen.

[8:43] Was genau hat es mit dieser Waffenrüstung auf sich? Wodurch können wir den Sieg erringen in der Versuchung? Den Sieg über das Böse. Den Sieg, sodass wir geistlich wachsen können bis zur Vollendung der Frucht. Diese Frage wird beantwortet jetzt in den nächsten Versen in Epheser 6. Epheser 6 gibt uns sehr detailliert, sehr praktisch Hinweise, wie wir durch bestimmte Waffen, geistliche Waffen, den Sieg erringen können.

[9:06] So lesen wir in Vers 14: „So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit.“ Also die erste wichtige Waffenrüstung, die wir brauchen, die erste Waffe ist die Wahrheit. Und die Wahrheit ist wie ein Gürtel, der uns umgürtet. Nun, das stellt die Frage, oder wirft die Frage auf: Was konkret soll ich mir unter Wahrheit vorstellen? Was meint die Bibel, wenn sie von Wahrheit redet? Womit soll ich mich umgürten? Und die Bibel gibt drei Definitionen für Wahrheit, die wollen wir uns der Reihe nach anschauen.

[9:53] Die erste findet sich in Johannes 14 und dort Vers 6. In Johannes 14, Vers 6 heißt es: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Also Jesus sagt nicht nur, ich sage die Wahrheit oder ich habe wahre Ansichten oder die Wahrheit kommt in meinem Leben zum Tragen. Er sagt, ich bin die Wahrheit. Wenn wir also uns mit der Wahrheit umgürten sollen, sollen wir uns also umgürten mit Jesus.

[10:32] Wir können uns das mal praktisch vorstellen. Wenn du auf dein Leben schaust, könntest du sagen, dass du mit Jesus umgürtet bist, dass Jesus derjenige ist, der alles zusammenhält, so wie ein Gürtel die Kleidung zusammenhält. Kannst du sagen, dass Jesus der Gürtel deines Lebens sozusagen ist, dass er alles zusammenhält?

[10:50] Es gibt eine weitere Definition für Wahrheit und die findet sich nur ein weniger Kapitel weiter in Johannes 17 und dort in Vers 17. Johannes 17 und dort Vers 17 heißt es: „Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.“ Das ist jetzt Jesus, der spricht zu Gott dem Vater. Dein Wort ist Wahrheit. Also nicht nur Jesus ist die Wahrheit, sondern auch das Wort Gottes ist die Wahrheit. Und es ist auch kein Zufall oder keine Verwunderung, denn Jesus selbst ist ja das Wort. Das heißt, dieses Buch hier, das Wort Gottes, enthält nicht nur Wahrheit, sondern es ist die Wahrheit.

[11:25] Wenn wir also für den Sieg unsere Lenden umgürtet haben wollen, mit der Wahrheit, müssen wir uns fragen: Ist mein Leben umgürtet mit der Bibel? Manch einer hat die Bibel gern als Schmuckstück irgendwo in seinem Leben, aber was Epheser uns deutlich macht, ist, wenn wir den Sieg erringen wollen, kann die Bibel nicht einfach nur ein Schmuckstück sein oder ein Statussymbol in unserem Leben. Es muss der Gürtel sein, der alles zusammenhält. Die Bibel sollte alles in unserem Leben zusammenhalten und so sollte auch Jesus alles zusammenhalten.

[12:06] Die Frage, die ich mir stellen muss, die Frage, die du dir stellen musst, liebe Freunde, liebe Freundinnen, ist: Ist Jesus bereits so ein Gürtel in deinem Leben? Ist die Bibel schon so ein Gürtel in deinem Leben?

[12:14] Und es ist ja noch eine dritte Definition in der Bibel zu finden, wie wir gesagt haben, und zwar diesmal nicht in Johannes, sondern in 1. Johannes. In 1. Johannes 5 und dort Vers 6. Und diese Definition ist weniger geläufig als die anderen beiden, die wir gegeben haben. In 1. Johannes 5 und dort Vers 6 heißt es: „Er ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist, Jesus der Christus, nicht durch Wasser allein, sondern durch Wasser und Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis gibt, weil der Geist die Wahrheit ist.“

[12:45] Also die Bibel sagt, nicht nur Jesus ist die Wahrheit, nicht nur die Bibel ist die Wahrheit, sondern auch der Heilige Geist ist die Wahrheit, der Geist der Wahrheit. Und wieder können wir die praktische Anwendung machen: Ist mein Leben umgürtelt vom Heiligen Geist? Wird alles, was ich denke, was ich tue, was ich sage, wird es umfasst, wird es umgürtelt vom Heiligen Geist? Hält der alles zusammen?

[13:13] Also die Bibel, Jesus und der Heilige Geist, sie sollen unser ganzes Leben zusammenhalten und zwar in Bezug auf die Wahrheit. Liebst du die Wahrheit? Ist dir die Wahrheit wichtig? Oder glaubst du, dass man mit der Wahrheit Kompromisse machen kann? Ist alles, was in deinem Leben wichtig ist und Bedeutung hat, umgürtelt von dieser göttlichen Wahrheit? Das ist die erste Waffe für den Sieg.

[13:49] Und was bedeutet es eigentlich, dass diese Lenden umgürtelt sein sollen? Heißt es jetzt buchstäblich, dass Jesus und die Bibel und der Heilige Geist um unsere Lenden gegürtelt sein sollen? Ich glaube nicht, denn 1. Petrus gibt uns einen Hinweis darauf, was damit gemeint ist, wenn es heißt, dass Lenden umgürtelt werden sollen.

[13:59] In 1. Petrus 1 und dort Vers 13, da heißt es: „Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteil wird in der Offenbarung Jesu Christi.“ Das heißt, das Umgürten der Lenden mit der Wahrheit ist in Wirklichkeit ein Umgürten der Gesinnung, des Denkens, dessen, was mir in den Sinn kommt.

[14:33] Das heißt, all die drei Dinge, die wir gerade herausstudiert haben, Jesus Christus, die Bibel und der Heilige Geist, sollen unser Denken, unsere Gesinnung umgürten. All die Gedanken, die ich mir mache, werden sie festgehalten von Jesus? Werden all die Gedanken, die ich mir mache und all die Ideen, die ich entwickle, werden sie festgehalten durch die Bibel? Sind alle Gedanken, die durch mein Gehirn hindurchgehen, sind sie festgehalten und umschlossen vom Heiligen Geist? Das bedeutet die Waffenrüstung Gottes.

[15:14] Und wenn diese Lenden umgürtet sind, diese symbolischen Lenden, wenn meine Gesinnung eingeschlossen ist von der Wahrheit, dann werde ich eine bestimmte Erhaltung an den Tag legen, so wie es Lukas beschreibt in Lukas 12, und dort Vers 35 und 36. Lukas 12 und dort Vers 35 und 36. Es heißt hier: „Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend, und seid menschengleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun.“

[15:46] Das heißt, jemand, der die Lenden umgürtet hat, der ist in einer wachenden Position, er ist in einer wartenden Haltung. Mit anderen Worten, wenn die Bibel, wenn Jesus, wenn der Heilige Geist unser Denken, unsere Gesinnung umgürten, wenn es festgehalten wird, alles was wir denken, durch die Wahrheit, dann werden wir automatisch wachsam sein und auf Jesus warten. Wir werden eine wartende Haltung einnehmen, wir werden uns sehnen nach seiner Ankunft.

[16:21] Und wir werden noch sehen in einigen der späteren Folgen, wie das Wachstum in Christus und das Warten auf Christus, die Heiligung und das Warten auf die Wiederkunft, wie diese beiden Dinge direkt miteinander verknüpft sind. Aber dazu in einer der späteren Folgen mehr. Für hier reicht es uns festzustellen, dass tatsächlich das Umgürtetsein mit Wahrheit dazu führt, auf Jesus zu warten. Und ich hoffe, wir alle warten auf Jesus und haben unsere Gesinnung umgürtet mit der Wahrheit.

[16:56] Nun kommen wir zur zweiten Waffe, die uns gegeben wird in Epheser 6. Gehen wir noch einmal zurück zu Epheser 6 und dort Vers 14. Es heißt hier: „So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit.“ Nun, wozu brauche ich einen Brustpanzer? Ein Brustpanzer beschützt offensichtlich mein Herz. Und die Gerechtigkeit soll also hier meine Brust, mein Herz schützen. Der Satan hat es ja abgesehen auf unser Herz. Und wir wissen, dass auch das Herz letztendlich der Sitz der Gedanken und Gesinnung des Herzens ist, so zum Beispiel in Hebräer 4, Vers 12 nachzulesen.

[17:47] Was genau ist also diese Gerechtigkeit, die uns beschützen soll, die uns vor den Angriffen des Satans gefeit machen soll? Wir können dazu lesen in 1. Johannes 5 und dort Vers 17. 1. Johannes 5 und dort Vers 17. Dort heißt es sehr simpel und einfach: „Jede Ungerechtigkeit ist Sünde.“ Nun, Ungerechtigkeit, da muss man nicht lange darüber diskutieren, Ungerechtigkeit ist das Gegenteil von Gerechtigkeit. Und dann sagt die Bibel definitionsgemäß: Jede Ungerechtigkeit ist Sünde.

[18:26] Und das führt uns zu dem einfachen logischen Schluss, dass Gerechtigkeit das Gegenteil von Sünde ist. Und was ist Sünde? Die Bibel gibt eine sehr eindeutige Definition. In 1. Johannes 3, Vers 4 heißt es: „Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.“ Also Ungerechtigkeit ist Sünde, Sünde ist Gesetzlosigkeit. Demzufolge ist Gerechtigkeit das Gegenteil von Sünde und das Gegenteil von Gesetzlosigkeit, also Gehorsam gegenüber dem Gesetz.

[19:00] Was beschützt also mein Herz? Was beschützt meine Brust geistlich gesehen? Es ist der Gehorsam dem Gesetz Gottes gegenüber. Aber es gibt mehr zum Thema Gerechtigkeit zu sagen. Warum? Denn in Jeremia 23, Vers 6 wird uns gesagt, wie das möglich ist.

[19:14] In Jeremia 23 und dort Vers 6. Jeremia 23 und dort Vers 6. Wir lesen: „In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen. Und das ist der Name, den man ihm geben wird: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit.“ Hier wird davon gesprochen, von einem Zeitpunkt, wo Erlösung stattgefunden hat, wo der Sieg errungen worden ist. Und es spricht hier von einem zukünftigen Messias-König. Und dieser Messias-König ist natürlich niemand anderes als wer? Als Jesus Christus. Und der Name, der ihm hier gegeben wird, ist: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit. Einer der Namen von Jesus.

[20:14] Jesus hat ja viele Namen. Er heißt Schilo, er heißt Immanuel, Michael, Messias und so weiter und so fort. Aber einer der Namen, die Jesus auch trägt, ist der Name: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit. Was heißt Gerechtigkeit nochmal? Gerechtigkeit ist Gehorsam. Jetzt, wenn wir das einfügen in den Satz, dann heißt das: Der HERR ist unser Gehorsam. Und das klingt erst mal merkwürdig, ist aber eine tiefe, tiefe Wahrheit, die wir erleben können. Jesus Christus ist unser Gehorsam.

[20:50] Und das meint genau das, was es sagt. Nicht nur war Jesus gehorsam und hat uns erlöst, sondern Jesus ist auch unser Gehorsam. Nicht sind wir aus eigener Kraft gehorsam, sondern wir sind gehorsam durch Jesus, denn er ist unser Gehorsam. Es ist nicht nur so, dass er uns ein wenig dabei hilft, dass er uns Starthilfe gibt für den Gehorsam, dass er uns begleitet beim Versuch, gehorsam zu sein und das überschaut, sondern er ist unser Gehorsam.

[21:25] Jetzt, wie kann ich also gehorsam sein? Die einzige Möglichkeit ist, wenn Jesus, der unser Gehorsam ist, in mir ist, denn dann habe ich den Gehorsam in mir drin. Eine wunderbare Wahrheit. Sehr einfach, sehr tief und so oft missverstanden. Gehorsam in der Bibel ist keine Werksgerechtigkeit, sondern der Gehorsam ist Jesus und Jesus ist unser Gehorsam, unsere Gerechtigkeit. Er möchte uns bedecken mit seiner Gerechtigkeit, er möchte uns füllen mit seiner Gerechtigkeit.

[21:59] „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“, so sagt es Kolosser 1, Vers 27. Und das wirkt wie ein Brustpanzer. Es beschützt unser Herz, es beschützt unser Leben, denn das Herz pumpt das Blut in alle Bereiche unseres Körpers. Und so, wenn das beschützt ist, dann können wir geistliches Leben haben, dann können wir geistlich wachsen, wenn Christus in unserem Herzen wohnt, wenn er durch den Gehorsam, den er uns vorgelebt hat, in uns die Waffe zum Sieg schenkt.

[22:36] Schauen wir gemeinsam in 1. Thessalonicher 5, Vers 8, da wird noch mehr gesagt über diesen Brustpanzer. 1. Thessalonicher 5 und dort Vers 8. Hier geht es auch im Kontext um die Erwartung der Wiederkunft. Paulus schreibt davon, dass die Gläubigen nicht glauben sollen, dass oder nicht in der Finsternis sind, dass der Tag sie überfallen wird wie ein Dieb in der Nacht, sondern sie sollen Söhne des Lichts sein. Und dann sagt er in Vers 8, 1. Thessalonicher 5, Vers 8: „Wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.“

[23:23] Und das ist interessant, denn in Epheser hieß es ja, es war der Brustpanzer der Gerechtigkeit und hier ist es der Brustpanzer des Glaubens. Und was sagt die Bibel in Römer 1, Vers 17? „Gerechtigkeit kommt aus dem Glauben.“ Wir werden gleich noch mehr über den Glauben reden. Wir sehen ja, dass diese Gerechtigkeit, die uns beschützt als Brustpanzer, dass sie nur echte Gerechtigkeit ist, wenn es sich hierbei um eine Gerechtigkeit aus Glauben und eine Gerechtigkeit aus Liebe handelt.

[23:50] Mit anderen Worten, Gehorsam beschützt uns nur dann. Gehorsam ist nur dann eine wirksame Waffe gegen den Feind, wenn es Gehorsam aus Glauben ist und wenn es Gehorsam aus Liebe ist. Kein äußerer Gehorsam, und sei er noch so diszipliniert, ist eine wirksame Waffe gegen den Feind, sondern nur Gehorsam aus Glauben und Gehorsam aus Liebe. Das ist der wahre Brustpanzer, der uns in unserer Erwartung, dass Jesus bald wiederkommt, beschützt vor den Angriffen. Und das ist ein sehr, sehr entscheidender und sehr, sehr wichtiger Punkt.

[24:28] So wie wir gesehen haben, dass die Wahrheit, die unsere Gesinnung umgürten soll und alles einfassen soll, als ein Gürtel uns wachend macht und wartend macht, so wird uns auch der Brustpanzer der Gerechtigkeit, des Glaubens und der Liebe uns vorbereiten auf diesen Tag, wenn Jesus wiederkommen wird. Wir können vielleicht gemeinsam, nicht im Sendemanuskript, aber wir können es trotzdem lesen in Galater. In Galater 5 und dort Vers 6. Da haben wir auch noch mal Glaube und Liebe gemeinsam und wir sehen, wie das auch Richtung Gerechtigkeit dann wirkt.

[24:57] In Galater 5, Vers 6: „Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit etwas, sondern die wirksame Liebe.“ Das ist das Geheimnis von Gerechtigkeit, Glaube und Liebe. Glaube wirkt durch die Liebe und durch die Liebe bewirkt er Gerechtigkeit. Denn Liebe, nach Römer 13, Vers 10, ist die Erfüllung des Gesetzes. So einfach, so schön und doch immer wieder eine Herausforderung zu erleben.

[25:31] Denn wie wir gesehen haben, das Fleisch ist schwach, aber der Geist, von dem es heißt in Römer 5, Vers 5, dass er die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgießen möchte, er ist willig. Der Geist, der uns überführt von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht.

[25:49] Gehen wir weiter zur nächsten Waffenrüstung, die uns hier noch, zur nächsten Waffe innerhalb der Waffenrüstung, die uns gegeben wird. Und zwar in Epheser 6, jetzt Vers 15. Epheser 6 und dort Vers 15. Wir hatten soweit den Gürtel der Wahrheit und den Brustpanzer der Gerechtigkeit. In Epheser 6, Vers 15 heißt es: „und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens.“

[26:22] Und hier geht es jetzt um unsere Schuhe. Wir brauchen für den Sieg Schuhe, mit denen wir laufen können. Jetzt, warum brauche ich Schuhe, um laufen zu können? Aus einem sehr einfachen Grund. Wenn ich barfuß in den Krieg ziehe, dann werde ich mich stoßen. Ich werde, ja, ich werde mich anstoßen. Ich werde mich verletzen. Es tut mir weh und ich kann nicht so schnell laufen, wie ich möchte. Wenn ich in den Krieg ziehe und keine Schuhe habe, dann bin ich schwer gehandicapt.

[26:53] Und so gibt uns die Bibel den Ratschlag, dass auch wir geistliche Schuhe brauchen, die uns durch diese Krisenzeit dieser Welt bis zur Wiederkunft hindurch begleiten sollen. Und diese Schuhe sind im übertragenen Sinne die Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums. Nun, das bedeutet konkret, dass es nicht einfach nur um die Evangeliumsverkündigung geht. Manch einer glaubt, Hauptsache ich verkündige einfach irgendetwas und dann ist es gut. Es geht nicht um die Verkündigung, es geht um die Bereitschaft zur Verkündigung. Das ist ein Unterschied.

[27:30] Denn es gibt Menschen, die verkündigen aus Zwang oder weil es ihnen aufgetragen wurde oder aus Schuldgefühlen. Aber die Schuhe, die uns bestiefeln sollen, stehen für die Bereitschaft, diese innere Bereitschaft, dieses Evangelium, diese gute Botschaft des Friedens weiterzugeben.

[27:51] Schauen wir gemeinsam in Jesaja 52 und dort Vers 7. Es heißt hier: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündigt, der gute Botschaft bringt, der das Heil verkündigt, der zuzieht und sagt: Dein Gott herrscht als König!“ Da gibt es eine Botschaft, die verkündigt werden will. Es ist die Botschaft, dass Jesus, dass Gott als König herrscht. Es ist die Botschaft vom Königreich Gottes, die Botschaft, die auch Jesus immer und immer wieder verkündigt hat.

[28:25] Es ist das Evangelium, die gute Nachricht und sie will verkündigt werden von Menschen, die auf Bergen gehen. Die nicht einfach nur im Tal bleiben, sondern die auf einen hohen Berg gehen. So wie Jesus sagt: „Eine Stadt, die auf einem Berg ist, kann nicht verborgen sein.“ Er sagt: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Sie muss verkündigt werden von Menschen, die es wagen, Schwierigkeiten auf sich zu nehmen, um auf einen Berg zu steigen zu können, um dann vom Berg hinaus ein größeres Auditorium zu haben, sozusagen. Aber um auf den Berg zu steigen, braucht es Schuhe. Es braucht Bereitschaft, Wille, Liebe für verlorene Menschen.

[29:00] Jemand hat einmal gesagt: „Man kann nur Überwinder werden, wenn man anderen hilft, zu überwinden.“ Oder eine tiefe Wahrheit dahinter. Das ist das, was diese Waffe uns sagen will. Wenn du selbst überwinden willst, dann hilf anderen, den Sieg zu erringen. Hilf anderen, die Waffenrüstung anzulegen. Hilf anderen, den Sieg, den Jesus schenkt, in ihrem persönlichen Leben zu erleben. Und wenn du anderen hilfst, wirst du sehen, wie es dir so viel leichter fällt, auch in deinem eigenen Leben, diesen persönlichen Sieg, den Jesus schenkt, anzunehmen und auszuleben.

[29:39] Diese Texte in Jesaja 52 wird von Paulus zitiert in Römer 10, und dort Vers 15. Dort heißt es: „Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen.“ Das heißt, die Bereitschaft muss auch dazu führen, dass wir irgendwann gesandt werden. Ja, es ist eine absolute notwendige Grundvoraussetzung, dass wir bereit dazu sind. Gott möchte nicht einen einzigen Boten, der dazu gezwungen ist und der eigentlich gar nicht dahinter steht. Er möchte nur Menschen haben, die wirklich mit ganzem Herzen diese Botschaft glauben und erleben wollen.

[30:32] Aber wenn wir motiviert sind, wenn wir bereit sind, wenn wir den Drang verspüren, dann müssen wir uns auch senden lassen. Mit anderen Worten, wir müssen auch tatsächlich losgehen. Und viele, viele Christen sind bereit, das Evangelium zu verkündigen, verkünden es aber nie, weil sie die Gelegenheiten, die Gott ihnen gibt, nicht wahrnehmen. Sei also nicht nur bereit, sondern tu es auch, wenn Gott dich sendet. Verkündige das Evangelium in welcher Form auch immer, je nachdem, welche Gaben Gott dir gegeben hat. Aber predige das Wort und führe Menschen zu Jesus. Das ist eine der wichtigsten Waffen im Kampf gegen die Sünde.

[31:09] Nun, Paulus hat gesehen, dass es eine Waffe ist, die man nicht vernachlässigen darf. In 1. Korinther 9 und dort Vers 16, da zeigt er uns, dass Mission, dass das Weitergeben des Evangeliums keine Option ist, meine Freunde. Mission ist keine Option für die besonders Eifrigen oder die besonders Begabten.

[31:38] Er sagt in 1. Korinther 9, Vers 16: „Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so ist das kein Ruhm für mich, denn ich bin dazu verpflichtet, und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigen würde.“ Paulus sagt, weil ich das Evangelium als eine Kraft erlebt habe, so wie er in Römer 1, Vers 16 sagt, bin ich verpflichtet, andere auf diese Kraft hinzuweisen.

[32:04] Wir wollen diesen Text nicht missverstehen. Das bedeutet nicht, dass Gott irgendjemanden zwingt, der es selbst nicht erlebt hat. Aber wenn wir das Evangelium erlebt haben, wenn wir die Kraft des Evangeliums in unser Herz gespürt haben, wenn wir sehen, dass wir Sieger sein können, dann sind wir verpflichtet, dieses Evangelium des Friedens, dieses Evangelium des Sieges, diese gute Nachricht, dass Christus unsere Gerechtigkeit ist, anderen weiterzugeben. Wehe dem, der das für sich selbst erlebt und dann für sich selbst behalten möchte. Wehe dem, er wird sich seinen Fuß an einem Stein anstoßen, so wie jemand, der ohne Schuhe draußen spazieren geht.

[32:47] Mission und Evangeliumsverkündigung sind also eine entscheidende Waffe für den Sieg. Gehen wir zur nächsten Waffe und zwar in erste Verzerrung in Epheser 9 und jetzt Vers 16. Epheser 6 natürlich, Epheser 6 und dort Vers 16. Dort lesen wir: „Vor allem aber, wenn wir die Worte lesen, vor allem aber, dann bedeutet das, dass das, was jetzt kommt, noch wichtiger ist, als alles, was wir vorgesagt haben.“ Paulus möchte sagen: Ja, es ist absolut notwendig, dass wir Wahrheit haben. Es ist absolut notwendig, dass wir Gerechtigkeit haben. Es ist absolut notwendig, dass wir Mission betreiben, dass wir das Evangelium verkündigen, aber vor allem: „ergreift den Schild des Glaubens.“

[33:43] Warum? Und jetzt gibt er eine Begründung: „mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.“ Was für eine gigantische Vers. Paulus sagt, von allen Waffen ist eine vor allen anderen die wichtigste, die entscheidendste, und das ist der Glaube. Und der Glaube ist wie ein Schild.

[34:01] Und dann sagt er etwas, was uns wirklich Mut machen sollte. Er sagt: Mit diesem Schild kann ich wie viele Pfeile auslöschen? Alle. Er sagt, jeder einzelne Pfeil, den der Satan erfinden kann, und sei er noch so feurig und sei er noch so geschickt und noch so aus einer versteckten Perspektive geschossen. Jeder Pfeil, den Satan abschießt, kann abgewehrt werden durch ein Schild, das er den Glauben nennt.

[34:25] Und wir wollen verstehen, was bedeutet dieser Glaube. Wir wissen ja, dass satanische Angriffe im Wesentlichen daran bestehen, Zweifel zu säen. Der erste Angriff, der erste feurige Pfeil, der durch diese Welt geflogen ist, im Garten Eden, bestand darin, dass Satan in der 1. Mose 3, Vers 1 gesagt hat: „Sollte Gott gesagt haben?“ Ein feuriger Pfeil, der mitten durch den Garten schoss.

[34:52] In Matthäus 4 sehen wir weitere feurige Pfeile, die durch die Wüste von Judäa schießen: „Wenn du Gottes Sohn bist.“ Satan versucht Gottes Wort in Zweifel zu ziehen. Er versucht uns einzureden, dass Gottes Wort nicht mehr gilt oder nicht mehr für uns gilt, weil wir uns schon zu weit von Gott entfernt haben, oder dass es nicht in allen Fällen gilt. Er versucht, das Wort Gottes in Zweifel zu ziehen.

[35:22] Und lieber Freund, liebe Freundin, auch wenn es dir anders erklärt worden ist, Zweifel ist keine gute Sache. Zweifel sollte man nicht stehen lassen und mit Zweifel sollte man auch nicht lernen zu leben, sondern Zweifel gehört ausgelöscht durch den Glauben. Heute gibt es eine zunehmende Gruppe von Christen, die sagen: „Ach, der Zweifel ist gar nicht so schlecht, durch den Zweifel kann ich sogar noch mehr über Gott erfahren.“ Du musst mit deinem Zweifel stehen, du musst den Zweifel stehen lassen, du musst mit ihm leben lernen. Nein, der Zweifel gehört ausgelöscht durch den Glauben.

[35:58] Und was ist Glaube? Glaube ist in der Bibel, und wir haben das schon oft, wenn ihr die Cannstatt Study Hour ja auch schon seit einigen Monaten verfolgt, wahrscheinlich schon oft gehört, aber es ist so wichtig, dass wir studieren. Bevor wir das anschauen, lasst uns ganz kurz sehen, was Johannes sagt.

[36:13] In 1. Johannes 5, Vers 4 heißt es: „Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.“ Vorher hat er in 1. Johannes 2, Vers 16 gesagt: „Alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, kommt von der Welt und nicht vom Vater.“ Aber all das, was in der Welt ist, all diese Versuchungen, all diese feurigen Pfeile Satans, werden überwunden, wenn wir aus Gott geboren sind. Und dann sagt er: „Was überwindet? Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“

[36:47] Es ist der Glaube, der die Welt überwindet, denn durch den Glauben werden wir gerecht, durch den Glauben können wir Jesus folgen, durch den Glauben können wir die Angriffe Satans auslöschen. Lieber Freund, liebe Freundin, wirst du angegriffen von Satan? Hörst du, siehst du, spürst du vielleicht die feurigen Pfeile, wie sie auf dich einprasseln? Dann ergreife den Schild des Glaubens, denn damit kannst du jeden einzelnen Pfeil auslöschen.

[37:12] Und wie angekündigt, wir wollen verstehen, was ist Glaube. Die Bibel ist so einfach an diesem Punkt zu verstehen. In Römer 1, Vers 17, manche von euch können es wahrscheinlich schon mitsprechen. In Römer 1, Vers 17 heißt es: „Denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, die geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.“

[37:39] Paulus sagt, der Gerechte lebt aus Glauben. Gerechtigkeit kommt aus dem Glauben, haben wir gesehen. In Matthäus 4, Vers 4, der Vergleichsvers dazu, sagt Jesus: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“ Paulus sagt, der Gerechte lebt aus Glauben. Jesus sagt, der Mensch lebt aus jedem Wort.

[38:04] Einfache Schlussfolgerung, für viele nichts Neues, aber vielleicht für dich, der heute zum ersten Mal zuschaust: Glaube ist Leben aus jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Das heißt, lieber Freund, liebe Freundin, wenn du die Einstellung hast, die Jesus uns hier empfiehlt, mit der er selbst überwunden hat in der Wüste, dass du sagst: „Ich lebe aus allem, was Gott mir sagt. Ich folge einfach jedem Wort, denn ich weiß, im Wort Gottes ist eine ungeheure Kraft. Sein Wort kehrt nicht leer zurück.“ Dann kannst du mit dieser einfachen Einstellung, ohne viel Vorwissen, ohne irgendwelche geistlichen Übungen, einfach mit diesem Grundvertrauen, diesem kindlichen Vertrauen: „Ich folge jedem Wort, ich nehme Gott beim Wort, ich glaube all dem, was er sagt, jedem einzelnen Wort.“ Dann kannst du mit dieser Einstellung jeden feurigen Pfeil des Satans auslöschen.

[39:05] Wow, was für eine gute Nachricht, was für eine wunderbare Nachricht und deswegen ist Glaube so wichtig. Der Glaube ist vor allem anderen die Waffe im Kampf gegen den Satan.

[39:14] Dann haben wir noch eine weitere Waffe, die uns genannt wird in Epheser 6 und zwar in Epheser 6 und dort Vers 17. Paulus sagt hier in Epheser 6, Vers 17: „und nehmt auch den Helm des Heils.“ Nun, der Helm beschützt welchen Teil des Körpers? Den Kopf, nicht wahr? Und wodurch wird also unser Kopf beschützt? Durch das Heil.

[39:50] Und in der 1. Thessalonicher 5, Vers 8 wird dieser Gedanke noch ein bisschen konkretisiert. Schauen wir nochmal genau zu 1. Thessalonicher 5, Vers 8 zurück. 1. Thessalonicher 5, Vers 8, dort lesen wir: „Wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.“ Genau, mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. Es ist die Hoffnung auf das Heil, die unseren Kopf beschützen kann. Was immer eindringt auf unseren Kopf, es ist, wenn wir Hoffnung haben auf das Heil, dass wir beschützt sind, dass es eine Waffe ist in diesem Kampf. Hast du Hoffnung in deinem Leben? Es ist die Hoffnung, die dein Denken beschützt und bewahrt und einfassen soll.

[40:41] Die letzte Waffe, die uns genannt wird, ist eine besondere Waffe. In Epheser 6 und Vers 17 noch einmal gelesen. Epheser 6 und dort Vers 17. Noch einmal lesen wir: „und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist.“ Nun, an dieser Waffe ist etwas Besonderes. Der Gürtel ist eine Defensivwaffe. Der Brustpanzer ist defensiv. Die Schuhe, die brauche ich einfach zum Laufen. Der Schild ist definitiv defensiv. Ich verteidige mich und auch der Helm beschützt.

[41:21] Aber das Schwert ist nicht einfach nur defensiv, das Schwert ist die einzige Offensivvariante, die einzige Offensivwaffe in dieser Waffenrüstung. Die Waffe, mit der wir zurückschlagen, mit der wir in die Offensive gehen, mit der wir den Satan attackieren können, in diesem geistlichen Kampf. Und die Bibel sagt, es ist das Wort Gottes.

[41:41] Hier in meinen Händen und hoffentlich auch in deinen Händen, wenn du die Bibel in deiner Hand hast, hältst du die einzige Waffe, mit der wir offensiv neues Land gewinnen können, mit der wir offensiv im Werk Gottes den Kampf für Gott gestalten können. Es ist die Bibel. Und ist es nicht interessant, dass Jesus, als er attackiert wurde in der Wüste, immer genau dieses Schwert, dieses geistliche Schwert aus der Scheide zog und sprach: „Es steht geschrieben. Es steht geschrieben. Es steht geschrieben.“

[42:28] Wie gut kennst du dein Schwert? Wie gut kannst du mit deinem Schwert umgehen? Wie gut kannst du mit deinem Schwert den entscheidenden Stich setzen? Je mehr wir uns mit der Bibel beschäftigen, desto besser werden wir diese Waffe benutzen können. Es ist eine so kostbare Waffe, die so viel Wesentliches in unserem Leben erreichen kann.

[42:46] In Hebräer 4 und dort Vers 12 lesen wir. Hebräer 4 und dort Vers 12: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens.“ Dieses Wort ist deswegen so kraftvoll, weil es Dinge weiß, die selbst meine Gedanken, die selbst ich nicht weiß. Es richtet meine Gedanken, es richtet meine Gesinnung und es ist lebendig, es ist wirksam.

[43:26] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du über die Bibel nachdenkst, hast du den Eindruck, dass du vor einem lebendigen Buch sitzt? Hast du den Eindruck, dass da ein wirksames Buch ist? Hast du erlebt, wie das Wort Gottes etwas in deinem Leben bewirkt, dass eine Wirkung, eine Kraftwirkung festzustellen ist? Hast du gesehen, dass das Wort Gottes in deinem Leben eine Schärfe darstellt, dass es Dinge wegschneidet, die dort in deinem Leben nicht hineingehören?

[43:50] Wenn wir wachsen wollen, so wie der Gärtner Dinge wegschneidet, Unkraut wegschneidet und raus holt, so brauchen wir auch die Bibel, die das Unkraut und die Dornen und Disteln aus unserem Leben herausschneidet. Ein wirksames, ein lebendiges Schwert, eine unglaublich wichtige Waffe, die einzige Offensivwaffe, die du und ich haben.

[44:17] In anderen Worten, vielleicht bist du Christ, aber du liest nicht so gerne in der Bibel. Du denkst vielleicht, das ist nicht deine Aufgabe oder deine Verpflichtung, jetzt jeden Tag sich mit der Bibel zu beschäftigen. Dann bist du als Soldat in der Armee nicht wirklich einsatzfähig. Du kannst dich vielleicht noch verteidigen, aber du kannst kein neues Territorium für Jesus gewinnen, denn es gibt nur eine Waffe, mit der das möglich ist, nur eine einzige Offensivwaffe. Es ist die Bibel.

[44:47] Und wenn wir als Christen die Bibel nicht kennen, können wir für Gott keine Schlachten gewinnen. Lass mich noch mal sagen: Wir können keine Schlacht gewinnen, wenn wir die Bibel nicht kennen. Wenn wir also Sieger sein wollen, wenn wir wachsen wollen in Christus, wie er es uns verheißen hat, dann müssen wir die Bibel als das Schwert Gottes kennen. Sie muss zu unserem Schwert werden, zu unserem persönlichen Schwert.

[45:16] Ist die Bibel zu deinem persönlichen Schwert geworden? Lieber Freund, liebe Freundin, hast du die Bibel so in deiner Hand, in deinem Kopf, dass du sie benutzen kannst, um Menschen zu Jesus zu führen, um in der Versuchung sagen zu können: „Es steht geschrieben.“ Ich möchte dich einladen, die Bibel besser kennenzulernen und sich mit ihr so zu beschäftigen, dass du sie benutzen kannst, als ein Schwert in diesem geistlichen Kampf.

[45:48] Zum Abschluss noch einmal zu Epheser 6 hinüber. In Epheser 6 und dort Vers 18. Dieser Vers wird oft weggelassen oder übersehen, weil man den Eindruck hat, die Waffenrüstung Gottes ist zum Ende gekommen. Aber in Epheser 6, Vers 18 steht noch etwas, was wir nicht ignorieren sollten.

[46:06] In Epheser 6, Vers 18 heißt es: „indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen.“ Manche haben gesagt, das ist eine weitere Waffe, aber das Gebet wird hier nicht als Waffe beschrieben. Es ist keine Kampfeswaffe so sehr wie die anderen Dinge, sondern es ist die Haltung desjenigen, der mit der ganzen Waffen und Rüstung bekleidet ist.

[46:37] Mit anderen Worten, wer die Wahrheit umgürtet hat, wer den Brustpanzer der Gerechtigkeit angelegt hat, wer bestiefelt ist mit den Schuhen zur Bereitschaft des Evangeliums zu verkündigen, wer den Schild des Glaubens ergriffen hat, wer den Helm des Heils aufhat und wer das Schwert des Geistes in seiner Hand hat, um Schlachten für den Herrn zu schlagen, der wird per Definition sozusagen anhalten und beten.

[47:10] Er sagt: „Indem ihr, zieht diese Waffen und Rüstung an, indem ihr betet.“ Wie ziehen wir die Waffen und Rüstung an? Indem wir beten. Man kann die Waffen und Rüstung Gottes nicht anziehen, wenn man nicht betet, wenn man nicht anhaltend betet. Denn all diese Dinge, weder der Glaube, noch das Heil, noch die Gerechtigkeit, noch die Bibel haben eine Kraft ohne Gebet. Es ist sozusagen das, was alles durchdringt. Es ist die Haltung desjenigen, der die Waffen und Rüstung anhat.

[47:37] Anhalten betend, nicht nur für uns, sondern für alle Heiligen mit aller Fürbitte. Hier ist die einfache und simple Frage heute am Ende dieser Cannstatt Study Hour: Hast du schon die ganze Waffen und Rüstung Gottes an? Und wenn nicht, möchtest du die ganze Waffen und Rüstung Gottes anziehen? Heute, jetzt, in diesem Moment?

[48:04] Dann lade ich dich ein: Ergreife die ganze Waffen und Rüstung, so wie Epheser 6, Vers 3 sagt. Greife sie, nimm sie und zieh sie an. Stell es dir praktisch vor: Den Helm des Heils, den Gürtel der Wahrheit, den Brustpanzer der Gerechtigkeit, Schild des Glaubens, die Schuhe zur Evangeliumsverkündigung, das Schwert des Geistes und in all dem anhaltend, ständig, ohne Unterlass, betend.

[48:36] Gott segne dich und Gott gebe, dass diese Waffen für den Sieg auch dir persönlich, lieber Freund, liebe Freundin, den Sieg schenken. Über Versuchung, über Sünde, über die feurigen Angriffe des Bösen. Den Sieg, den Jesus uns schenken möchte, die Gerechtigkeit, die er selbst ist. Unsere Gerechtigkeit.

[48:55] Nächste Woche werden wir ein weiteres Thema haben in unserer Serie Wachsen in Christus. Seid herzlich eingeladen, aber nicht erst zur nächsten Woche, sondern auch während dieser Woche haben wir einige Vorträge in unserer Vortragsreihe Ausweg 2012. Am Montag, dem 12., werden wir den Vortrag haben: „Das Licht“, ein sehr persönlicher Vortrag, den ihr nicht verpassen solltet. Am Dienstag, dem 13., dann der Vortrag „Das Zelt“, auch das wird sehr, sehr spannend sein. Und dann am Freitag, am 16., ebenfalls alle drei Vorträge um 19 Uhr, das Thema „Der Eine“. Wir werden über denjenigen sprechen, der die ganze Welt auf den Kopf gestellt hat und der den Unterschied macht in deinem Leben und in meinem Leben.

[49:38] Ihr seid dazu herzlich eingeladen. Ladet auch Freunde und Bekannte ein, um diese Vorträge mit uns gemeinsam hier zu erleben und zu studieren. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen beim Studium seines Wortes und bis bald. Amen.


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