[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder dabei seid auf joelmedia.de. Wir begrüßen euch zu einer weiteren Folge in unserer Quartalsreihe "Wachsen in Christus". Und wir haben schon einiges gelernt über das Wachstum in Christus. Und letzte Woche haben wir uns unterhalten über die Gemeinde, im Dienst an der Menschheit, vor allem im Dienst für Jesus.
[1:42] Und heute wollen wir etwas weiter darüber nachdenken, was wir in der Gemeinde erleben können und darüber sprechen, was ihre zeichenhaften Worthandlungen sind. Dieses Wortungetüm beschreibt eigentlich etwas, was uns gut geläufig ist, wahrscheinlich als Christen. Und wir werden es gleich ausführlicher beschreiben und sehen, es geht um Dinge, die Christen tun, in der Gemeinde oder um in die Gemeinde zu kommen, die Handlungen sind, aber in ihren Handlungen eigentlich etwas ausdrücken wollen. Und dazu gleich sehr viel mehr.
[2:15] Wir bereiten uns damit auf das Bibelgespräch am 1. Dezember vor. Und wie jede Folge wollen wir auch diese Folge einleiten mit diesem kleinen, aber doch so tiefgründigen Gleichnis aus Markus 4, Vers 26 bis 29. Wir lesen: "Und er, Jesus, sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt es sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da."
[3:02] Das Reich Gottes, das haben wir uns in jeder Woche gesehen und in jeder Folge an einem anderen Aspekt verdeutlicht, das Reich Gottes lebt von Wachstum und so ist auch das Evangelium angelegt als ein Wachstumsprozess. Und auch in der Landwirtschaft des alten Israels, wo es um Ackerbau ging und um Pflanzenanbau, da gab es bestimmte Handlungen, die symbolisch waren, die aber mit diesem Wachstum zusammenhingen. Und zwar in 3. Mose 23 und dort Vers 10 und 11.
[3:43] 3. Mose 23, Vers 10 und 11, dort wird uns gesagt: "Redet zu den Kindern Israels und sage ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und seine Ernte einbringt – das heißt, wenn hier eine Ernte stattfindet, dann muss der Wachstumsprozess der Pflanzen an ein Ende gekommen sein – so sollt ihr die Erstlingsgabe von eurer Ernte zum Priester bringen. Vers 11: Der soll die Gabe weben vor dem Herrn zum Wohlgefallen für euch. Am Tag nach dem Sabbat soll sie der Priester weben."
[4:16] Und das ist ein sehr interessanter Vers. Er zeigt uns nämlich, dass es dort schon im Alten Testament, im alten Israel, Handlungen gab, die in sich selbst keine Erlösung bewirkten, die aber etwas ausdrücken sollten, symbolische Handlungen sozusagen. Sie waren verknüpft mit dem Wachstum. Da gab es Pflanzen, die gewachsen waren durch Sonne und durch Regen und durch guten Boden und durch gute Bearbeitung des Bodens und durch gute Pflege. Sie waren gewachsen und sind geerntet worden. Und als Ausdruck der inneren Dankbarkeit für das Wachstum gab es hier eine symbolische Handlung. Da wurde eine Gabe genommen und sie wurde gewoben vor dem Herrn hin und her.
[5:03] Wir finden also, dass Gott mit dem Wachstum Handlungen verknüpft, die zwar selbst nicht wirklich in sich selbst einen Wert haben, die aber einen symbolhaften Charakter haben, die auf eine innere Einstellung hinweisen. Und so finden wir im Alten Testament viele solcher Zeichenhandlungen sozusagen. Zum Beispiel finden wir so ein Zeichen in 1. Mose 9, Vers 13. Dort lesen wir: "Wir finden also den Regenbogen, den Gott gemacht hat, als ein Zeichen für einen Bund."
[5:52] Einen ähnlichen Gedanken finden wir auch in Apostelgeschichte 7, Vers 8. Wir lesen: "Wir sehen hier, dass es einen anderen Bund gab, einen Bund zwischen Gott und Abraham. Und dieser innere Bund wurde äußerlich durch ein Zeichen ausgedrückt. In dem Fall war es die Beschneidung. Also wir haben den Bund mit Noah, und da sehen wir als äußeres Zeichen den Regenbogen. Wir haben den Bund mit Abraham, als äußeres Zeichen haben wir hier die Beschneidung. Und es gibt weitere Ausdrücke des Bundesgottes mit Menschen im Alten Testament."
[6:42] Eine davon war der Bund mit Israel. Und dieser Bund mit Israel, der hatte sein Zeichen, so lesen wir in 1. Korinther 10, Vers 1 und 2. Dieser Bund hatte ebenfalls diverse Zeichen. Wir lesen in Vers 1 und 2 vom 1. Korinther Kapitel 10: "In der Wolke und im Meer." Das heißt, das Durchziehen durch das Rote Meer und auch die Erscheinung der Wolkensäule waren Zeichen des Bundes zwischen Gott und Israel.
[7:31] Und all diese alttestamentlichen Beispiele zeigen, dass Gott eine Freude daran hat, durch äußere Zeichen, durch Zeichenhandlungen eine innere Botschaft weiterzugeben. Und das lässt sich ganz leicht illustrieren an allen drei Beispielen. Jedes Mal, wenn Noah an dieser Arche einen Hammer gehauen hat, dann hat er zwar mit diesem Hammer nicht gesprochen, aber es war trotzdem eine Predigt, nämlich, dass die Menschen sich vorbereiten sollten. Und wenn Abraham seinen Sohn beschnitt und sich selbst beschnitt, dann war das ein Zeichen für die Beschneidung des Herzens, dass da Dinge weggeschnitten werden müssen. Und wenn in 1. Korinther 10 es heißt, dass sie durch das Meer hindurchgegangen sind, dann war das ein Ausdruck für den Glauben, dass sie auf das Meer zugegangen waren, bevor es sich geteilt hat. So hat jede Handlung in sich selbst eine Referenz, eine Symbolkraft, die auf die dahinterliegende theologische, geistliche, persönliche Wahrheit weist. Und deswegen sind diese Zeichenhandlungen so wichtig.
[8:46] Und hier in 1. Korinther 10, Vers 2, haben wir bereits einen Hinweis darauf, dass diese Zeichenhandlungen des Alten Testaments ein Gegenstück haben im Neuen Testament. Und das heißt hier: "Dieser Durchzug durch das Rote Meer war eine Art Taufe." Man könnte sagen, dieser Exodus, dieser Auszug, dieser Ausweg, wie wir gerade auch bei Ausweg 2012 besprechen und studieren, der war ein Typos auf die Taufe. Und das war nicht der einzige Typos auf die Taufe. Auch die anderen Zeichenhandlungen, die wir gerade studiert haben, sind Typen auf die Taufe.
[9:22] Wir können das zum Beispiel am Bund mit Noah nachvollziehen. In 1. Petrus 3, und dort Vers 18 bis 21. In 1. Petrus 3, Vers 18 bis 21 lesen wir: "Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte. Und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist. In welchem? Und in welchem bezieht sich offensichtlich auf den Geist, also im Geist. Er, das ist Christus, also Christus ist durch den Geist, in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte, die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen hindurch gerettet wurden, durch das Wasser."
[10:24] Nur ganz kurz, um das deutlich zu machen: Die Geister im Gefängnis, nach dem nächsten Vers, müssen Menschen gewesen sein, die zur Zeit Noahs gelebt haben. Denn davon spricht es. Er spricht von den Zeiten Noahs. Geister im Griechischen meint nämlich nicht immer oder überhaupt erstmal gar nicht notwendigerweise körperlose Wesen, sondern Geister, so wird uns ja in 1. Johannes 4 ganz deutlich gesagt, sind Menschen, die geprüft werden müssen. Und das Gefängnis, in der Bibel immer wieder ein Symbol, zum Beispiel auch in Jesaja 61, in den ersten Versen, ein Symbol für die Sklaverei der Sünde. Jesus sagt, auch in Lukas 4, er ist gekommen, den Gefangenen Befreiung zu verkünden. So sind also diese Geister im Gefängnis, Menschen, die in der Sünde verstrickt sind, die verloren gegangen sind, weil sie sich geweigert haben, zu glauben, als der Geist Gott, als Jesus Christus durch den Geist gepredigt hat. Und das war natürlich durch das Instrument Noah. Also nur um diesen oftmals schwierig empfundenen Vers zu verdeutlichen.
[11:28] Aber das ist nicht, worum es uns heute geht, sondern wir wollen sehen, dass diese Handlung dort, in der Zeit Noahs, der Bau der Arche, die Verkündigung der Gerechtigkeit Gottes durch Noah, wie uns die Bibel sagt, an einer anderen Stelle, ein Abbild war, wie es in Vers 21 heißt. In Vers 21 lesen wir: "Welches jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet, und das ist in der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott, durch die Auferstehung Jesu Christi."
[12:01] Das heißt, die Arche Noah und ihr Bau und ihre Funktionsweise sind ein Bild, ein Typos, genauso wie auch der Durchzug durch das Rote Meer ein Bild, ein Typos war, auf die Taufe. Und so verhält es sich auch mit dem Bund der Beschneidung, den wir als drittes Wortzeichen, sozusagen als Zeichenhandlung, angeschaut haben. Der Bund der Beschneidung, auch er ist ein Typos auf die Taufe.
[12:29] Wir finden den biblischen Beleg dafür in Kolosser, in Kolosser 2, und dort Vers 10 bis 13. Kolosser 2, Vers 10 bis 13 heißt es: "Und ihr seid zur Fülle gebracht. In ihm, gemeint ist Jesus natürlich, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist, in ihm seid ihr auch beschnitten, mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünde, in der Beschneidung des Christus."
[13:00] Also Paulus sagt ganz deutlich: Ihr seid beschnitten, ihr habt eine tatsächliche Beschneidung erlebt, aber nicht durch Menschenhand, keine fleischliche Beschneidung, sondern ein Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünde. Wie? Vers 12: "Da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid auch ihr mit aufweckt worden, durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Vers 13: Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab."
[13:35] Fassen wir bis hierhin zusammen. Wir haben den Bund zwischen Gott und Noah, wir haben den Bund zwischen Gott und Abraham, wir haben den Bund zwischen Gott und Israel, und all diese Bünde, diese Bundesversprechungen, diese Verträge, die Gott eingeht mit den Menschen, um ihnen seine Verheißung zu geben, sein Heil ihnen anzukündigen, werden durch äußere Handlungen symbolisiert. Der Bund bestand ja nicht in der Beschneidung, der bestand nicht in der Wolkensäule, eben hindurchziehen, sondern es waren Zeichenhandlungen, die das Evangelium verdeutlichen sollten.
[14:12] Und in allen drei Fällen, haben wir gesehen, handelt es sich um einen Bund. Und alle drei Fälle werden uns als ein Typos, als ein Abbild der Taufe präsentiert. Wenn das Neue Testament von der Taufe spricht, dann sagt es, ein Typos auf den Auszug, es ist ein Typos auf die Zeit Noahs, oder der Antitypos zur Zeit Noahs, es ist der Antitypos zur Beschneidung.
[14:36] Daraus können wir Schlussfolgerungen, dass offensichtlich auch die Taufe einen Bund symbolisiert. Und wenn wir in Daniel 9 schauen, dann werden wir etwas Interessantes feststellen. In Daniel 9, Vers 26. Daniel 9, Vers 26, jene große Prophezeiung, die wie keine andere das Kommen des Messias zeitlich genau festlegte, da haben wir ja auch bei Ausweg 2012 einiges dazu gesagt. Wenn ihr das verpasst habt, dann schaut euch mal den sechsten Vortrag an. Der eine, der auch auf You and Media zur Verfügung steht.
[15:15] In Daniel 9, Vers 26 heißt es: "Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und ihm wird nicht zuteil werden. Die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören. Und sie geht unter in der überströmenden Flut. Bis an das Ende wird es Krieg geben, festbeschlossene Verwüstung. Und jetzt Achtung, Vers 27: Und er wird mit den vielen einen festen Bund schließen, eine Woche lang."
[15:40] Das Alte Testament verheißt, dass wenn der Messias kommt, wird er den Bund bekräftigen, er wird ihn bestätigen, er wird einen festen Bund schließen. Und daraus konnte man folgendes Schlussfolgern: Jedes Mal, wenn Gott im Alten Testament einen Bund macht, mit Noah, mit Abraham, mit dem Volk Israel, dann gibt es dafür auch ein äußeres Zeichen. Und hier wird uns gesagt, dass wenn der Messias kommen soll, aus Sicht des Alten Testaments, wird er den Bund bestätigen, er wird einen festen Bund schließen. Und nach all dem, was wir bisher studiert haben, im Alten Testament, braucht es dafür auch zeichenhafte Worthandlungen. Es braucht sozusagen Anordnungen, die durch ihren symbolhaften Charakter das innere Wesen des Bundes verdeutlichen.
[16:33] Und es ist kein Wunder, dass die Taufe als genau dieses Zeichen des Bundes, den Jesus bringt, im Neuen Testament dann wahrgenommen wird und erklärt wird. Und das ist etwas, was schon im Alten Testament angedeutet worden ist. Zum Beispiel in 2. Mose 30 und dort ab Vers 17.
[16:54] In 2. Mose 30 und dort ab Vers 17. In 2. Mose 30 ab Vers 17. Da wird auch schon etwas über Waschung berichtet. Und zwar in dem berühmten Waschbecken des Heiligtums. In 2. Mose 30 Vers 17 bis 21 lesen wir: "Weiter redete der Herr mit Mose und sprach: Du sollst auch ein Ehrenbecken machen, mit einem Ehrengestell zum Waschen. Und du sollst es aufstellen zwischen der Stiftshütte und dem Altar und Wasser hineingießen. Und Aaron und seine Söhne sollen aus ihm ihre Hände und Füße waschen, wenn sie in die Stiftshütte gehen wollen, so sollen sie sich mit Wasser waschen, damit sie nicht sterben. Ebenso, wenn sie zum Altar nahen, um zu dienen und ein Feueropfer dem Herrn in Rauch aufgeben zu lassen, und zwar sollen sie ihre Hände und ihre Füße waschen, damit sie nicht sterben. Das soll eine ewig gültige Ordnung für sie sein, für ihn und seinen Samen, für ihre zukünftigen Geschlechter."
[17:54] Das heißt, schon im alttestamentlichen Opferdienst gab es diese Andeutung, dass Waschung, dass Wasser eine Bedeutung hat, eine Symbolkraft hat, innerhalb dieses Erlösungsplanes, wo es um das Abwaschen von Schmutz geht. Und in einem Text, der nicht im Sendemanuskript hier enthalten ist, den wir trotzdem anschauen wollen, in Jesaja 1, und dort Vers 16 bis 18, kommt ebenfalls diese Symbolkraft des Waschens zum Tragen.
[18:26] In Jesaja 1, Vers 16 bis 18, dort heißt es in Vers 16: "Wascht! Reinigt euch! Tut das Böse, das ihr getan habt, vor meinen Augen hinweg." Wir können hier sehen, wie es eine Steigung gibt. Der erste Imperativ, die erste Aufforderung ist: "Wascht!" Aber um das noch zu verdeutlichen, sagt er dann: "Reinigt euch!" Der Grund, sich zu waschen, besteht darin, etwas wegzutun, was verunreinigt hat. Also: "Wascht!" Um die Verdeutlichung ist: "Reinigt euch!" Im dritten Schritt verdeutlicht er es noch mehr und sagt: "Tut das Böse, das ihr getan habt, von meinen Augen hinweg." Denn die Waschung ist ja eine geistliche Waschung. Das geistliche Unreine muss hinweggetan werden. Geistliche Reinigung ist notwendig. Und dann macht er es ganz explizit. Denn im vierten Imperativ sagt er: "Hört auf, Böses zu tun!" Und in den weiteren beiden Versen wird es verdeutlicht, wenn es heißt: "Lernt Gutes tun! Trachtet nach dem Recht! Helft dem Bedrückten! Schafft der Waise Recht! Führt den Rechtsstreit für die Witwe!" Kommt doch, wir wollen miteinander rechnen! Spricht der Herr: "Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee. Wenn sie rot sind wie Karmessin, sollen sie weiß wie Wolle werden."
[19:39] Durch geistliche Waschung. Durch geistliche Reinigung. Durch ein Wegtun der Sünde. Durch die Kraft Gottes. Ein Aufhören mit dem Böse tun. Und das ist so wichtig, denn es zeigt uns, was der innere Zusammenhang ist. Der Hintergrund, sozusagen hinter der Symbolhandlung Taufe im Neuen Testament, wo tatsächlich Wasser gebraucht wird. Es ist also nicht die Taufe selbst, die die Sünde abwäscht, sondern es ist eine Zeichenhandlung, die deutlich macht, was hier zum Tragen kommt.
[20:18] Und Jesus selbst hat diese Taufe als sein Zeichen der Jüngerschaft angeordnet. Wir können das lesen in Matthäus 28, dem berühmten Missionsbefehl. Matthäus 28, Vers 19 und 20.
[20:51] Jesus hat diese Taufe angeordnet. Deswegen sprechen wir auch von Anordnungen, die der Gemeinde übergeben sind. Das ist die erste Anordnung, die es gibt, als eine zeichenhafte Worthandlung, die etwas ausdrücken soll, um das Evangelium zu verdeutlichen. Und nur nebenbei, wir möchten hier noch darauf hinweisen, in Vers 20, dass es heißt: "Und lehrt sie, alles halten." Jünger sollen getauft werden, aber sie sollen auch alles halten, was Jesus gelehrt hat. Es geht nicht darum, einfach nur Menschen zu taufen, sondern sie auch in die ganze Wahrheit zu führen, die Jesus gepredigt hat, in das ganze Evangelium, ohne Abstriche. Und erst dann hat die Taufe wirklich auch ihre Berechtigung.
[21:40] Und halten wir noch fest, weil es immer wieder auch im Disput steht, sozusagen, und angezweifelt wird. Hier heißt es in Vers 19: "Und tauft sie auf den Namen." Nicht die Namen, sondern auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, denn alle drei haben denselben Namen. Und alle drei sind Gott. Und alle drei sind einig. Nur um das hier nochmal deutlich klarzustellen. Dieser Vers ist tatsächlich in der Bibel.
[22:11] Jesus hat diese Taufe sozusagen angeordnet, der Gemeinde, um ihr eine Identität zu geben, um offensichtlich durch diese Taufe den Bund zu bestätigen, zu bekräftigen. Das heißt, die Taufe sollte nicht einfach nur etwas sein, was am Beginn des christlichen Lebens steht und einfach sozusagen wie eine Eintrittskarte ist. Es sollte Ausdruck sein eines innerlich gemachten Bundes. Das ist sehr wichtig.
[22:40] Vielleicht gibt es jemanden, der uns zuschaut, der sich auf die Taufe vorbereitet. Und ich glaube, es ist wichtig zu verstehen, dass wir in der Taufe einen Bund mit Gott eingehen, nach der Bibel.
[22:51] Was genau symbolisiert jetzt also die Taufe, wenn sie so eine zeichenhafte Worthandlung darstellt? In Römer 6, so eine Anordnung Jesu, in Römer 6 und dort Vers 3 und 4 wird uns ganz deutlich erklärt, was die Taufe eigentlich symbolisiert. In Römer 6 und dort Vers 3 und 4 lesen wir: "Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hineingetauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit gleich wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln."
[23:33] Die Taufe soll den Tod und die Auferstehung Jesu verdeutlichen und symbolisieren. Und das macht es so wichtig, dass die Taufe im biblischen Sinne durchgeführt wird. In Phäser heißt es, dass es nur einen Herrn gibt, nur einen Glauben und auch nur eine Taufe.
[23:51] Heute gibt es in den verschiedensten Denominationen, Konfessionen und Religionen verschiedenste Formen der Taufe. Es soll Menschen geben, die sich in Rosenblättern haben taufen lassen. Ich hörte vor kurzer Zeit von einem Pastor, der seine gesamte Gemeinde damit getauft hat, dass er sie auf einen Marktplatz gestellt hat und dann mit Wasserwerfern auf sie geschossen hat. Aber das ist nicht die biblische Taufe.
[24:20] Die biblische Taufe muss ausdrücken, dass wir in Christus gestorben sind, dass Jesus für uns gestorben ist und dass er wieder auferweckt worden ist, dass er auferstanden ist. Und es gibt nur eine Form, nämlich die biblische Form, die sich von dem griechischen Wort Baptizo herleitet. Und Baptizo heißt Untertauchen. Weil immer wir in der Bibel von Taufe lesen, meint es ein Untertauchen in das Wasser hinein, ein Begraben sein, weil es so schön heißt: "Ihr seid begraben mit Christus durch die Taufe." Und das war der Grund, warum es von Johannes heißt, dass er am Jordan taufte, weil dort viel Wasser ist. Und dass es von Jesus heißt, dass er mit Johannes aus dem Wasser heraufstieg. Dass es von Philippus heißt, dass er mit dem Kämmerer in das Wasser hineinging. Wäre es möglich gewesen, die Taufe einfach nur durch Besprengen auszuüben, dann hätte das sicherlich irgendwann jemand mal getan in der Bibel. Aber die Bibel soll etwas ausdrücken. Um die Taufe nicht so auszuführen, wie die Bibel es sagt, raubt der Taufe ihre gesamte Bedeutung. Und das ist kein Wert in einer Handlung an sich und schon gar nicht, wenn sie ihren Symbolgehalt verloren hat, weil sie anders ausgeführt wird, als die Bibel es sagt. Nach der Bibel muss hier ein Begraben stattfinden. Das ist der ganze Sinn, der ganze Grund, warum es überhaupt die Taufe gibt.
[24:45] Und noch einmal wollen wir zu Kolosser 2 gehen, obwohl wir es vorhin schon mal kurz angesprochen haben. In Kolosser 2 wird ganz deutlich, dass diese Taufe Ausdruck eines inneren Glaubens sein muss.
[25:57] In Kolosser 2 Vers 12 von 13 heißt es: "Da ihr mit ihm begraben seid, noch einmal dieses Begraben im Wasser, in der Taufe, in ihm seid ihr auch mit auferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Er hat auch euch, die ihr tot wart, in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab."
[26:22] Die Taufe macht als Zeichenhandlung überhaupt erst Sinn, wenn ich an die Kraftwirkung Gottes glauben kann. Wenn ich nicht glauben kann an die Kraftwirkung Gottes, dann kann ich nicht geistlich auferstehen und auferweckt werden. Das heißt aber: "In ihm seid ihr auch mit auferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat." Ein kleines Baby kann an die Kraftwirkung Gottes nicht glauben. Demzufolge ist eine Taufe, die einem Säugling vollzogen wird, außerhalb jeglicher biblischer Grundlage. Es fehlt einfach der komplette Symbolgehalt, der hinter der Taufe stehen soll. Und das ist der Grund, warum nach der Bibel eine Säuglingstaufe keinerlei Bedeutung in dem Sinne für die Erlösung oder für einen inneren Bund mit Gott haben kann, weil das Baby, der Säugling, keinen inneren Bund mit Gott eingehen konnte. Der Säugling kann da noch nicht wirklich viel denken.
[27:22] Es ist so wichtig zu verstehen, weil es heute so viele Konzepte von Taufe gibt. Und auch wenn die Frage steht: Naja, ich bin ja als Kind schon getauft worden als Säugling, muss ich mich jetzt vielleicht nochmal taufen lassen. Aber die Taufe ist ja nur eine Symbolhandlung und wenn die Symbolhandlung kein Symbol mehr hat, ist sie nur noch eine Handlung, die eigentlich im Grunde genommen nichts wirklich bewirkt hat. Und das müssen wir sehr deutlich verstehen, wenn es um das Thema Taufe geht.
[27:49] Und die Bibel macht auch deutlich, dass mit der Taufe etwas verbunden ist. Wir können das lesen in Apostelgeschichte 2 und dort Vers 38. Apostelgeschichte 2 und dort Vers 38. Wir können schon Vers 37 anfangen, Apostelgeschichte 2, Vers 37 und 38.
[28:03] "Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder? Da hören sie diese Predigt von Petrus, die sie so unglaublich bewegt. In ihrem Herzen sind sie gestochen und durchdrungen und sie wissen nicht, was sollen wir tun. Sie haben das Gefühl, sie müssen ihr Leben Jesus übergeben. Und sie hören von Petrus die Antwort in Vers 38: Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen."
[28:48] Mit der Taufe verbunden ist die Ausgießung des Heiligen Geistes in einer besonderen Art und Weise. Und auch das gehört zum Thema Taufe. Wir wissen aus der Taufe Jesu, dass als er getauft worden ist, dass der Heilige Geist in sichtbarer Form auf ihn herabstieg. Und so wird auch uns die Gabe des Heiligen Geistes verheißen, wenn wir die Taufe nach biblischem Vorbild, und zwar äußerlich und innerlich ausüben und mitvollziehen. Und uns daran halten.
[29:25] Und vielleicht, liebe Freunde, liebe Freundinnen, die ja zuschaut in unseren Programmen schon seit einiger Zeit, vielleicht kämpfst du seit einiger Zeit mit dem Gedanken, spielst mit dem Gedanken, überlegst hin und her: Soll ich mich taufen lassen? Soll ich all diesen Wahrheiten, die ich gehört habe in den letzten Wochen, vielleicht auch in anderen Serien, oder durch andere Kontakte, soll ich mich dafür endgültig entscheiden? Soll ich eine Entscheidung fällen für Christus und seine Endzeitgemeinde? Soll ich mich taufen lassen?
[29:59] Und dazu gibt die Bibel einen interessanten Rat. Wenn es deine Überlegung ist, und du diesen Gedanken in deinem Herzen bewegst, oder auch vielleicht heute zum ersten Mal dieser Gedanke kommt, wo du merkst, die Taufe, die ich vielleicht als kleines Kind erlebt habe, ist gar keine wirklich echte Taufe nach der Bibel, und nach Markus 16 müssen wir getauft werden, wenn es in unserem möglichen Bereich ist, dass es passieren kann, um gerettet zu werden, und du überlegst: Soll ich mich einmal biblisch taufen lassen? Dann möchte ich hier diese Aufforderung aus der Apostelgeschichte 22 Vers 16 mitgeben, die schon vielen Menschen geholfen hat, diese Entscheidung zu fällen.
[30:34] In der Apostelgeschichte 22 Vers 16 lesen wir, und ich glaube, dieser Aufruf gilt auch dir: "Und nun, was zögerst du?" Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du mit diesem Gedanken schon gespielt hast, wenn der Heilige Geist an deinem Herzen wirkt und sagt: Du bist ein Teil dieser Endzeitbewegung, lasse dich taufen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, und zwar als Ausdruck des Glaubens, den du gefunden hast, als Ausdruck des Bundes mit Gott, den du erfährst und erlebst immer mehr in deinem Leben, als Zeichenhandlung, als eine Predigt nach außen sozusagen, für das, was in deinem Herzen passiert ist, dann zögere nicht, es heißt hier: "Steh auf und lass dich taufen und lass deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst." Was zögerst du?
[31:26] Gibt es irgendetwas in deinem Leben, was dich daran hindern könnte, dich biblisch taufen zu lassen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes als Ausdruck deiner engen Beziehung zu Jesus? Keine Tradition, keine Eltern, keine Freunde, kein Ehepartner, niemand hat das Recht, dich daran abzuhalten, dich daran davon wegzubringen. Was zögerst du, ist die Frage.
[31:50] Die Taufentscheidung sollte so früh wie möglich gefällt werden, sobald die Überzeugung in unserem Herzen gereift ist: Ja, ich möchte Jesus folgen, ich möchte mit ihm Gemeinschaft haben und ich möchte diesen Bund auch äußerlich ausdrücken als das Zeichen in der Taufe, das er selbst angeordnet hat. Aber wie wahr es ist, dass wir nicht zögern sollten mit der Taufentscheidung, sollten wir doch vor der tatsächlichen Taufe uns gründlich unterweisen lassen und auch Veränderungen in unserem Leben zulassen und bewirken lassen durch den Heiligen Geist.
[32:27] Wir können das lesen in Lukas 3, ab Vers 7. Manch einer vertritt die Meinung, na ja, wenn jemand sich taufen lassen möchte, dann ist es vollkommen egal, wie er ist und was er bisher getan hat und ob er noch an Sünden festhält, hauptsächlich möchte er sich taufen lassen und alles andere kann man ihm ja später beibringen. Aber schauen wir uns an, wie Johannes, der Täufer, der wahrscheinlich mehr über die Taufe wusste als wir alle zusammen, wie er es gehandhabt hat, wenn Menschen zu ihm kamen, um getauft werden zu wollen.
[33:03] Wir lesen hier in Lukas 3, ab Vers 7 das Folgende: "Er sprach nun zu der Volksmenge, die hinausging, um sich von ihm taufen zu lassen." Also er spricht jetzt zu Menschen, die sagen: "Wir wollen uns taufen lassen, hier sind wir, bitte taufe mich." Und wahrscheinlich gibt es viele Prediger und Evangelisten, Missionare heute, die auf diesen Wunsch schon sagen würden: "Okay, dann komm ins Wasser und jetzt wirst du getauft." Aber nicht so Johannes, der Täufer, auch wenn ihm das oft unterstellt wird.
[33:31] Johannes, der Täufer, als er diese Menge sieht, die auf ihn kommt und sagt: "Wir wollen getauft werden", sagt er folgendes zu ihnen: "Schlangenbrut! Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? So bringt nun was? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind." Er sagt, wenn ihr Buße getan habt, dann soll man es auch äußerlich sehen. Die Buße muss an Früchten sichtbar sein. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Es reicht nicht, wenn jemand sagt, ich habe Buße getan, und auf dieses einfach Bekenntnis soll er getauft werden. Nein, es sollen auch Früchte der Buße, der Umkehr, der Bekehrung sichtbar sein.
[34:13] Ja, entscheide dich für die Taufe, aber mache dann sichtbar vor der Taufe, nicht nach der Taufe, vor der Taufe, dass es Früchte der Bekehrung in deinem Leben gibt. Und wenn du jemand bist, der einen Menschen zur Taufe führen möchte, stelle sicher, dass du Früchte der Bekehrung siehst. Zu vielen Menschen ist Schaden zugefügt worden, indem man sie zu früh hat getauft, ohne dass sie wirklich den Bund, den sie mit Gott eingehen, verstanden haben und gewusst haben, worum es in diesem Bund geht, in dieser Vereinbarung mit Gott.
[34:47] Und so bringt Johannes hier konkrete Beispiele. Er sagt in Vers 8: "Fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater; denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist aber schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen."
[35:11] Die Menge fragt jetzt: "Was sollen wir tun?" Und Johannes sagt: "Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat. Wer Speise hat, der mache es ebenso." Und er antwortete und sprach zu ihnen: "Fordert nicht mehr, als was euch vorgeschrieben ist." Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: "Was sollen wir tun?" Und er sprach zu ihnen: "Misshandelt niemand, erhebt keine falsche Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold."
[35:38] Das heißt, Johannes hat jedem einzelnen Menschen, der zu ihm kam, entsprechend seiner Situation gesagt: Das sind die konkreten Sünden, die du aufgeben musst, bevor du getauft werden kannst. Wir sollten in der biblischen Lehre und auch in der biblischen Lebensführung, in dem biblischen Lebensstil, und wir sollten Früchte wahrer Bekehrung bringen, indem wir bestimmte Lebensstilpraktiken und bestimmte andere Dinge, bestimmte Lehren aufgeben. Und die Überzeugung, die wir vorgehabt haben, aufgeben, bevor wir guten Gewissens und gut vorbereitet in das Taufwasser steigen können.
[36:14] Also ja, Taufentscheidung, so schnell wie möglich, weil das Herz das verstanden hat und wir sehen, Jesus möchte unser persönlicher Heiland sein. Aber dann gründliche Vorbereitung darauf. Und Früchte der Buße, die zeigen: Ja, ich habe den inneren Bund mit Jesus geschlossen.
[36:32] Es ist wie mit einer Ehe. Niemand sollte heiraten, wenn er nicht vorher wirklich verstanden hat, dass diese Person die Person ist, mit der er den Rest seines Lebens verbringen möchte, oder? Das soll gründlich überlegt sein, das soll gründlich studiert sein. Und dann kann man mit vollem Gewissen sagen: Ja. Und genauso soll das auch bei der Taufe sein.
[36:53] Manche fragen sich: Ich bin getauft worden, aber ich habe mich dann völlig von Gott entfernt. Ich bin völlig in die Welt abgedriftet, hatte nichts mit Gott zu tun. Und jetzt bin ich aufgewacht. Gott hat mich zurückgeholt, und ich weiß nicht, ob ich mich wieder taufen lassen kann. Ist das möglich, oder ist das nach der Bibel nicht erlaubt? Manche fragen sich auch: Ich bin zwar getauft worden, aber mindestens die Hälfte der biblischen Lehre kannte ich gar nicht. Und das wusste ich alles gar nicht. Ich habe das Gefühl, dass auf solche wichtigen Lehren, die ich jetzt verstehe, die ich jetzt erkannt habe, ich mich neu taufen lassen muss.
[37:35] Und die Bibel gibt hier eine deutliche Antwort. In der Apostelgeschichte 19 Vers 1-5 lesen wir: "Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höher gelegenen Gebiete durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er einige Jünger fand, sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie aber antworteten ihm: Wir haben nicht einmal gehört, dass der Heilige Geist da ist. Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie sprachen: Paulus, Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und dem Volk gesagt, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm kommt, d.h. an den Christus. Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus."
[38:17] Hier gab es eine Wiedertaufe, weil eine wichtige Lehre, nämlich das Dasein, die Existenz des Heiligen Geistes, noch nicht verstanden worden war. Und wenn es Lehren gibt, die du noch nicht verstanden hattest bisher, jetzt aber verstanden hast, die fundamental wichtig sind. Also nicht, dass wir heute Morgen etwas gelesen haben und gesagt haben: Das habe ich vorher noch nie in der Bibel gelesen. Das passiert jeden Tag, hoffentlich. Und auch nicht, wenn wir einfach mal eine Sünde getan haben und dann uns kurz von Gott entfernt haben, auch das ist nicht gemeint. Aber wenn wir wirklich fundamental neue Sachen lernen, die alles über den Haufen werfen, was wir vorher geglaubt haben, wenn wir uns völlig von Gott entfernt haben durch ein weltliches Leben, dann ist es möglich, immer wieder getauft zu werden.
[39:02] Wenn wir stattdessen einfach nur in Anführungsstrichen, was ja schon schlimm genug ist, normale Sünden begehen und uns kurzzeitig von Gott getrennt haben, dann ist es möglich, durch eine andere Anordnung Jesu diesen Taufbund immer wieder zu erneuern. Und das finden wir in Johannes 13, Vers 10.
[39:20] Es heißt in Johannes 13, Vers 10: "Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein, und ihr seid rein, aber nicht alle." Jesus sagt, es gibt eine andere Handlung, die sogenannte Fußwaschung, die immer wieder ausgeführt in der Gemeinde als eine weitere zeichenhafte Worthandlung sozusagen, immer wieder uns auf Null setzt sozusagen, immer wieder diesen Taufbund erneuert, immer wieder diese Taufe sozusagen wiederholt im Geiste. Denn die Demut, die wir bei der Taufe haben, die wir bei der Fußwaschung zeigen, sollte auch bei der Taufe in unserem Herzen gewesen sein.
[39:59] Und diese Fußwaschung symbolisiert also offensichtlich eine besondere Form der Liebe. Denn es heißt in Vers 1, im selben Kapitel, Johannes 13, Vers 1: "Vor dem Passahfest aber, da Jesus wusste, dass eine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen, wie er die Seinen, die in der Welt waren, geliebt hatte, so liebte er sie bis ans Ende." Es war der äußerste Ausdruck der Liebe. Und damit zeigt uns, dass diese Worthandlung wieder Ausdruck einer tieferen Wahrheit ist, nämlich der Liebe Jesu und der Liebe Gottes.
[40:35] Und von dieser Liebe heißt es in Römer 13, Vers 10, der ist euch wahrscheinlich schon gut bekannt, wenn ihr öfter die Kanzlerzeit die Auer anschaut. In Römer 13, Vers 10 heißt es: "Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes." Und wenn die Fußwaschung Ausdruck äußerster Liebe ist, dann sollte die Fußwaschung also äußersten Gehorsam symbolisieren.
[41:07] Wir sehen also, dass die Fußwaschung mehr ist als einfach nur eine nette Tradition. Sie ist ein wirklich tiefes Symbol. Und so sagt uns Jesus, dass wir es ihm nachtun sollen und dass jeder seiner Jünger ebenfalls diese Fußwaschung praktizieren sollte. Leider ist es in vielen Teilen der Christenheit untergegangen. Aber Jesus sagt in Johannes 13, Vers 13: "Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin es auch. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann solltet ihr einander die Füße waschen. Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Und wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr, doch der Gesandte größer als der, den er gesandt hat. Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut."
[42:07] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du weißt, dass die Fußwaschung von ihm eingesetzt worden ist und dass jeder Jünger die Fußwaschung praktizieren sollte, dann wirst du glücklich sein, du wirst glückselig sein, wenn du sie auch tatsächlich tust.
[42:22] Und neben dieser Fußwaschung gibt es natürlich noch zwei andere Handlungen in diesem Abendmahl insgesamt, was uns die Bibel beschreibt. Und wir finden diese beiden in 1. Korinther 11, 1. Korinther 11, Vers 23 und 24.
[42:38] Wir lesen hier in 1. Korinther 11, Vers 23 und 24. Auch hier sehen wir wieder den symbolhaften Charakter der Handlung. Es war ein Gedenken, ein Gedächtnis. Das Brot stand für den gebrochenen Leib, für den Kreuzestod Jesu, genauso. Und Vers 25 heißt es: "Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl, in dem er sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, dies tut, so oft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis." Wieder war es eine Gedächtnishandlung, eine Symbolhandlung.
[43:30] Und hier wird ganz deutlich, was die Anordnung Jesu mit dem Bund zu tun hat. Es steht für den neuen Bund. Der Traubensaft, der hier von Jesu seinen Jüngern getrunken wurde, war ein Symbol für den neuen Bund. Und auch hier wird wieder deutlich, wofür der neue Bund steht. Denn in Hebräer 8, Vers 10 und 11 gibt es zwei Parameter für den neuen Bund.
[44:00] Der neue Bund bedeutet: "Wenn ich mit jenem Haus Israel schließen werde, nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Er kenne den Herrn."
[44:27] Der neue Bund bedeutet, dass ich eine direkte Beziehung zu Jesus habe. Und dieser neue Bund wird ausgedrückt durch das Abendmahl. Das ist kein Abendmahl, wenn der neue Bund nicht in meinem Herzen ist. Dann ist es nur eine äußere Form, eine äußere Tradition, die keinerlei Bedeutung hat. Nur wenn der neue Bund in meinem Herzen ist, dann ist das Abendmahl sinnvoll. Und wenn ich eine direkte Beziehung habe, dann macht das Abendmahl Sinn. Denn dafür ist es gegeben.
[45:06] Und dieser symbolische Charakter kommt ganz deutlich in den Worten Jesu heraus, die er schon in Johannes 6, der Volksmenge, gesagt hatte. Und dort lesen wir: "Ich bin das Brot des Lebens", so sagt es Jesus. Und er sagt weiterhin Vers 53: "Und ganz offensichtlich sind das symbolische Worte."
[45:54] Und jetzt möchte ich euch etwas Interessantes zeigen, ganz am Ende unserer Kanzlerzeit. Es gab Menschen, die dort standen, die sich angegriffen gefühlt haben, als sie das gehört haben. Wir lesen in Vers 60: "Das ist eine harte Rede. Wer kann sie hören?" Und auch Jesus hat es bemerkt, dass sie sich darüber ereiferten und ärgerlich waren. In Vers 61 heißt es: "Da aber Jesus bei sich selbst erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ist euch das ein Ärgernis?"
[46:42] Die Frage stellt sich: Warum waren sie so verärgert über die Worte Jesu? Weil sie nicht erkannten, dass es eine reine, symbolische Aussage war. Nach dem Gesetz Mose war es verboten, Fleisch zu essen und Blut zu trinken. Sie erkannten nicht, dass es eine reine, symbolische Aussage war. Da gab es Menschen, die nahmen diese Worte Jesu buchstäblich. Und als Folge dieses buchstäblichnehmens zogen sie viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm. Das buchstäblichnehmen dieser symbolischen Worte Jesu führt zu einem gewaltigen Abfall in seiner Jüngerschaft.
[47:24] Könnte es sein, dass ein Zeichen des Abfalls in der Christenheit heute sich darin zeigt, dass viele Christen die Worte Jesu beim Abendmahl buchstäblich verstehen und dass das Brot tatsächlich sich in das Fleisch Jesu verwandelt? Und dass der Wein tatsächlich sich in das Blut Jesu verwandelt? Und sie nicht verstehen, dass es eine symbolhafte Handlung war, die einzig zum Gedächtnis da war, dass das Brot Brot bleibt und der Traubensaft Traubensaft. Und wir in unserem Denken an Jesus denken sollen und dass in unserem Denken das Gesetz Gottes geschrieben werden soll.
[48:03] Ein falsches Abendmahlverständnis führt dazu, dass wir nicht einfach nur Abendmahl feiern, sondern dass wir wissen, wie die Bibel es genau beschreibt und was die Bibel wirklich genau damit gemeint hat. Und unser vorletzter Text für heute finden wir in 1. Korinther 11, Vers 26. Dort fasst Paulus es folgendermaßen zusammen.
[48:21] In 1. Korinther 11, Vers 26 sagt er: "Denn so oft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt." Das heißt, das Abendmahl ist wie die Taufe eine Predigt. Deswegen sprechen manche im Deutschen von zeichenhaften Worthandlungen. Es ist eine Predigt. Eine Predigt, die deutlich machen soll, was in unserem Herzen mit Jesus geschehen ist.
[49:22] Könnte es sein, dass wir heute es ganz bitternötig haben, über die echte, buchstäbliche Bedeutung des Wortes des Abendmahls, nicht eine buchstäbliche Interpretation, aber das, was nach der Bibel die Interpretation, die Bedeutung des Abendmahls ist, dass wir darüber nachdenken sollten und es besser verstehen sollten, was es bedeutet, den neuen Bund in unserem Herzen zu haben. Ich glaube ganz deutlich, dass das der Fall ist.
[49:25] Denn Jesus sagt uns in Offenbarung 3, und dort Vers 18, als er die letzte Gemeinde der biblischen Prophetie adressiert. Er sagt uns, dass es in dieser Gemeinde für dir nur Tadel übrig hat, die in einem lauwarmen Zustand sich befindet. Er sagt in Vers 18: "Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das dem Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest, und weiße Kleidung, damit du sehen kannst. Und jetzt Vers 20: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen, und er mit mir." Jesus sagt: Wenn du deine Herzenstür aufmachst, wenn du verstehst, dass ich in dein Herz hineinkommen möchte, dann wirst du die wahre Bedeutung des Abendmahls verstehen.
[50:22] Das Abendmahl ist in seinem symbolhaften Charakter die Lösung für das Laodicea-Problem, denn es weist auf den Neuen Bund, das Gesetz im Herzen, das uns vor der Sünde bewahren wird, durch die Kraft Jesu und die direkte Beziehung zu Jesus, wo wir nicht mehr wie Laodicea lauwarm sind, sondern völlig entflammt sind für Christus. Das Abendmahl weist auf den Neuen Bund.
[50:49] Wir tun gut daran, das Abendmahl nicht nur zu praktizieren, sondern uns Gedanken zu machen, welche Ideen, welch ein Bund hinter dieser äußeren Form steckt, die Jesus angeordnet hat, die er eingesetzt hat.
[51:01] Die Frage, die wir heute Abend stellen wollen, ist: Möchtest du durch die Taufe bzw. das Abendmahl, je nachdem, was auf deine Situation gerade zutrifft, ob du jemand bist, der schon lange zur Gemeinde gehört, oder ob du jemand bist, der gerade frisch sich mit dem Thema beschäftigt, ob er sich ganz Christus übergeben soll? Möchtest du durch Taufe bzw. Abendmahl eine Predigt sein? Eine Predigt halten und zeigen, dass etwas in deinem Herzen passiert ist, dass eine Erfahrung deines Herzens dich dazu drängt, auch äußerlich ein Zeichen zu geben von der Güte und der Gnade und der Liebe Jesu.
[51:43] Wir möchten euch auch einladen für die nächsten Folgen von Ausweg 2012. Am Montag werden wir das Thema haben: "Der Körper". Wir werden interessante biblische Fakten hören über ein gesundes Leben und wie Gott nicht nur unseren Kopf erreicht, sondern auch unseren Körper. Am Dienstag werden wir um 19:00 Uhr das Thema haben: "Der Stellvertreter". Wir werden eine spannende biblische Prophezeiung analysieren und anschauen. Das dürft ihr unter keinen Umständen verpassen. Am Freitag werden wir ein ganz besonderes Thema haben. Es wird heißen: "Die Freiheit". Wir werden uns biblisch eine Nation anschauen, die nach Ansicht vieler mal der Hort der Freiheit gewesen ist. Ein Land, das einen mit der Freiheitsstatue begrüßt, wenn man dorthin reisen möchte. Aber das nach biblischer Prophezeiung zum Schauplatz werden wird eines weltweiten Kampfes um wahre Freiheit. Das werden wir bei Ausweg 2012 am Freitag um 19:00 Uhr haben. Und dann auch am Samstag eine ganze Reihe von Themen. Schaut euch das an, welche Themen dort angesprochen werden. Seid dabei, sagt Freunden davon.
[53:04] Ich wünsche euch viel Segen im Studium seines Wortes. Und bis zur nächsten Woche. Amen.