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In dieser Cannstatt Study Hour Lektion mit Olaf Schröer wird die Bedeutung des Sabbats als ein Tag der Freiheit beleuchtet. Der Vortrag erklärt zehn zentrale Aspekte des Sabbats, darunter seine Rolle als Gedenktag der Schöpfung, Tag der Ruhe, Erlösung, Heiligung, Gleichheit, Heilung, Freiheit, Treue, Vorgeschmack auf die neue Erde und das Sabbatjahr. Es wird betont, wie der Sabbat die Beziehung zu Gott und untereinander vertieft und uns hilft, uns von Stress und Sorgen des Alltags zu befreien.

In dieser Cannstatt Study Hour Lektion mit Olaf Schröer wird die Bedeutung des Sabbats als Tag der Freiheit beleuchtet. Der Vortrag erklärt zehn zentrale Aspekte des Sabbats, von seinem Ursprung als Gedenktag der Schöpfung bis hin zu seiner Rolle als Vorgeschmack auf die neue Erde und als Zeichen der Treue. Es wird betont, dass der Sabbat um des Menschen willen geschaffen wurde und eine Zeit der Ruhe, Erlösung, Heiligung, Gleichheit, Heilung und Freiheit darstellt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2019 Q3: Was ihr den Geringsten getan habt

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Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir haben jetzt das dritte Viertel 2019 und in diesem dritten Viertel die dritte Lektion. Die Lektion lautet: Sabbat, ein Tag der Freiheit. Doch bevor wir in das Thema einsteigen, darf ich euch einladen, dass wir gemeinsam zusammen beten. Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir uns erst Gedanken machen können über dein Wort und hier vor allen Dingen über die Frage des Sabbats. Herr, wir danken dir, dass du uns diesen Tag geschenkt hast und wir möchten heute entdecken, was dieser Tag für uns für eine Bedeutung hat, was wir daraus lernen können und wie wir auch damit und in diesem Sabbat dich entdecken und auch eine Beziehung zu dir vertiefen können. Wir bitten dich um deinen Heiligen Geist und deinen Segen. In Jesu Namen. Amen.

[0:53] Ja, in diesem Viertel geht es ja um die Frage der Sozialarbeit, des Sozialdienstes der Gemeinde. Der Gesamttitel lautet: Was ihr den Geringsten getan habt. Natürlich ist der Sabbat in der Frage der Sozialarbeit der Gemeinde, des Sozialdienstes der Gemeinde, natürlich hat der Sabbat eine ganz besondere Stellung, denn Gott hat den Tag geschaffen als ein Tag der Beziehung zu ihm und auch untereinander. Und gerade Beziehungen sind in der Bibel ja immer wieder wichtig. Der Merkvers in dieser Woche lautet von Markus 2, Vers 27: „Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbatswillen.“ Das bedeutet, wir wollen uns jetzt heute anschauen, nicht die theologischen Hintergründe des Sabbats, auch nicht, wie wir den Sabbat halten können, sondern welche Bedeutung hat der Sabbat für uns Menschen. Wenn Gott den Sabbat für den Menschen gemacht hat, dann heißt das ja, dass der Sabbat für uns auch irgendwelche Vorteile haben muss und was wir daraus lernen können und was es für uns bedeutet. Und ich habe mich ein bisschen an die Lektion gehalten und ein bisschen geschaut, was denn hier so steht von der Bedeutung des Sabbats. Und ich habe noch ein paar Dinge dazugefügt, wo ich denke, dass es auch mit dazu gehört. Und ich habe zehn Punkte gefunden über die Bedeutung des Sabbats. Erstens: Der Sabbat ist ein Gedenktag der Schöpfung. Zweitens: Ein Tag der Ruhe. Drittens: Ein Tag der Erlösung. Viertens: Ein Tag der Heiligung. Fünftens: Ein Tag der Gleichheit. Sechstens: Ein Tag der Heilung. Siebentens: Ein Tag der Freiheit. Achtens: Das Zeichen der Treue, vor allen Dingen in der Endzeit. Neuntens: Ein Vorgeschmack auf die neue Erde. Und zehntens: Geht es um das Sabbatjahr, das Erlassjahr, wo auch das Sabbatjahr eine bestimmte Bedeutung damit hat. Gut, wir wollen gleich einsteigen in den ersten Punkt.

[2:15] Der Sabbat ist ein Gedenktag der Schöpfung. Und wir lesen dazu 1. Mose, Kapitel 2, Verse 1 bis 3. 1. Mose, Kapitel 2 und dort die Verse 1 bis 3. „So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tag seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.“ Bei der Schöpfung hat Gott den Sabbat eingesetzt. Gott hat bei der Schöpfung die Zeit auch geschaffen. Das heißt, dass er nicht nur Dinge geschaffen hat, sondern auch Zeitperioden, nämlich den Tag, die Tage, Tag und Nachtwechsel und natürlich die Woche, diesen Sieben-Tage-Rhythmus der Woche. Und der Sabbat ist der Höhepunkt. Und wir haben hier diese drei Dinge, die Gott beim Sabbat hier besonders hervorgehoben hat. Da steht es: Er ruhte am Tag, am Sabbat, am siebenten Tag, er segnete den Sabbat-Tag und er heiligte ihn. Was das bedeutet, kann ich ganz kurz erwähnen. Er ruhte. Gott hat geruht für uns als Vorbild und natürlich auch, weil er sich an seiner Schöpfung gefreut hat und dass er auch Zeit hatte für die Gemeinschaft mit den Menschen. Denn dieser Sabbat war ja der erste Tag, wo die Menschen als ganzen Tag hier leben durften. Also daran sehen wir auch, dass der Sabbat nicht geschaffen wurde für den Menschen als Belohnung für sechs Tage Arbeit. Jetzt durften sie einen Tag ausruhen, sondern die Menschen durften gleich mit dem Sabbat als Ausruhen anfangen. Und dieses Ausruhen bestand darin, dass sie mit Gott Gemeinschaft hatten und Gott ihnen viele Dinge erklärt und gesagt hat. Gott hat geruht von seinen Werken, um mit den Menschen Gemeinschaft zu haben. Zweitens: Gott hat gesegnet. Er hat den siebenten Tag gesegnet. Und das bedeutet, dass die Menschen, die diesen siebenten Tag halten, den Segen Gottes bekommen. Wenn wir einen anderen Tag heilig halten, bekommen wir diesen Sabbat-Segen nicht. Und dann steht hier: Gott heiligte ihn. Und Gott heiligte heißt, heiligen heißt absondern, dass es zu Gott gehörig ist. Die anderen sechs Tage gehören den Menschen. In diesen Tagen können sie das tun, was sie wollen, was für ihre Bedürfnisse richtig ist. Der siebente Tag ist für Gott abgesondert. Er gehört Gott. Nicht wir haben darüber zu verfügen, sondern Gott verfügt über diesen Tag. Interessant ist, dass jetzt in den Zehn Geboten Gott, gerade in der Zeit der Mose 20, Gott auf die Schöpfung zurückweist und sagt: Weil Gott am siebenten Tag geruht hat und den Tag gesegnet hat und ihn geheiligt hat, deshalb sollen auch wir diesen Tag heilig halten. Und wenn wir jetzt überlegen, warum ist das so wichtig, dass der Sabbat auf die Schöpfung hinweist, dann können wir eine ganze Reihe Dinge hier uns überlegen. Erstmal, dass wir uns an der Schöpfung freuen dürfen. Und wenn wir uns mal anschauen, wie schön Gott diese Welt geschaffen hat, ob das jetzt die Pflanzen waren, die Pilze und was er alles gemacht hat oder das Wasser, die Natur, die Bäume. Es war alles wunderschön. Und ich muss sagen, ich denke, im Garten Eden muss es noch viel schöner gewesen sein, als wir uns das überhaupt vorstellen können. Wenn nach die Welt, obwohl sie ja schon so degeneriert ist, immer noch schön sein kann. So muss die ursprüngliche Welt wunderschön gewesen sein mit den Tieren und auch dem Meer. Und natürlich sah sie auch ein bisschen anders aus, die Welt vor der Sintflut, als wir sie heute kennen. Aber sie war sicherlich noch schöner als unsere heutige Welt. Aber selbst wenn wir heute Zeit haben am Sabbat und in die Schöpfung hinausgehen und die Natur betrachten, die Käfer oder die Pflanzen oder auch wenn es solche Chamäleons sind oder wie auch immer, da kann man schon manchmal schmunzeln. Das heißt, dass Gott uns durch die Schöpfung nahe kommen möchte, dass wir Gottes Liebe erkennen können in dem Duft der Blumen, in dem Duft der Rosen und in der ganzen Schöpfung in der Natur.

[6:42] In Offenbarung 14, Vers 7 haben wir auch einen Bezug in der Endzeit von Gott zur Schöpfung. In der ersten Engelsbotschaft heißt es: „Und er sprach mit großer Stimme: Fürchte Gott und gib ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und bete den an, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen.“ Das heißt, dass gerade in der Endzeit Gott darauf Wert legt, dass wir ihn als Schöpfer anbeten. Und die Begründung, dass wir ihn anbeten, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und die Wasserquellen, ist die gleiche Wendung, wie wir auch im vierten Gebot wiederfinden. Also finden wir hier einen ganz klaren Bezug zum Sabbat, dass wir durch das Sabbathalten in der Endzeit Gott als Schöpfer anbeten. Und zwar bedeutet das, dass wir ihn als den Geber des Lebens ehren, dass wir ihm damit unterstellen, dass wir zugeben, wir sind nur Geschöpfe und er ist der Schöpfer. Das bedeutet weiterhin, dass wir sagen, dass wir das tun, was Gott uns sagt. Dass wir nicht uns über Gott stellen, dass wir nicht unsere Meinungen als absolut hinstellen, sondern dass wir Gottes Wort und seinen Willen als absolut hinstellen. Das dritte ist, dass wir betonen, dass Gott allmächtig ist, dass er alles kann und alles weiß. Und natürlich viertens ein Bezug im Gegensatz zur Evolutionstheorie. Denn genau 1844 begann ja Charles Darwin sein Buch zu schreiben: „Entstehung der Arten“, was die Grundlage wurde für die Evolutionstheorie. Und genau in dem Jahr hat auch Gott diese Botschaft der drei Engel, des ersten Engels, dass Gottes Gericht begonnen hat, 1844, hat Gott hier initiiert, dass eben der Sabbat als Gedenktag an die Schöpfung wieder auf den Leuchter gehoben wurde. Das heißt, wir sehen, dass der Sabbat etwas darstellt, was uns daran erinnert, dass Gott alles geschaffen hat und dass wir im Sabbat und durch den Sabbat die Natur genießen können und die Liebe Gottes zu uns in der Natur. Deswegen ist der Sabbat durchaus auch ein ökologischer Tag. Das heißt, dass wir daran denken, dass Gott die Welt geschaffen hat und wir beauftragt sind, die Welt zu bewahren und zu beschützen und nicht zu verderben und auszubeuten. Also haben wir viele Aspekte, dass der Sabbat ein Gedenktag der Schöpfung ist. Das könnte man sicherlich noch weiter ausbauen, aber das ist nur ein Gedanke, angerissen zu diesem Aspekt.

[9:07] Das zweite: Der Sabbat ist ein Tag der Ruhe. Natürlich haben wir diesen Aspekt meistens, wenn wir an den Sabbat denken, weil das Wort Sabbat heißt ja auch Ruhe. Wir lesen dazu 2. Mose 20, Verse 8 bis 11. Hier haben wir die zehn Gebote in der ersten Fassung, die Gott sie am Sinai gegeben hat. Ich lese die Verse 8 bis 11. Ja, hier haben wir das Sabbatgebot. Und Gott sagt: „Sechs Tage sollst du arbeiten und deine Werke tun, aber am siebenten Tag ist der Ruhetag. Da sollst du ruhen, ausruhen.“ Und ruhen bedeutet, dass wir ausruhen von dem, was Gott uns aufgetragen hat. Dass wir nämlich für diese Erde sorgen sollen, dass wir für uns selbst sorgen sollen. Denn wenn wir arbeiten für unsere Dinge, dann heißt das, dass wir danach gucken, was können wir essen, wie können wir uns kleiden, wie können wir Dinge uns anschaffen, wie können wir Besitz anschaffen. Und das sind alles Dinge, die für uns wichtig sind. Aber Gott sagt: Dafür hast du sechs Tage Zeit. Aber am siebenten Tag ist ein Tag der Ruhe. Da sollst du einfach mal abschalten können. Und auch wenn es dringende Termine gibt, sagt Gott, sollst du einfach abschalten. Das finden wir in 2. Mose 34, Vers 21. Dort heißt es: „Sechs Tage sollst du arbeiten, am siebenten Tag sollst du ruhen, auch in der Zeit des Pflügens und des Erntens.“ Jetzt könnte jemand sagen: Naja, okay, beim Pflügen, beim Ernten, da könnte es ja sein, dass schlechtes Wetter angesagt ist. Und also muss ich jetzt, weil jetzt Sabbat ist, noch unbedingt jetzt noch schnell die Saat rausbringen oder noch schnell die Ernte einfahren, damit ich morgen übermorgen alles auch geregelt habe. Aber Gott sagt: Nein, auch wenn es dringende Termine gibt, auch wenn es so aussieht, als ob es dringlich wäre, dass ich am Sabbat arbeite, sagt er: Nein, mach Pause, mach Pause, hör auf zu arbeiten. Lege 24 Stunden einfach das, was du sonst tust, hin und denke an mich als Schöpfer.

[11:50] 52 Mal im Jahr Urlaub. Für uns ist Urlaub immer etwas Schönes, wo wir abschalten vom Alltag, wo wir mal unsere Gedanken auf andere Dinge richten. Und Gott möchte auch den Sabbat als etwas Schönes für uns, dass wir den Stress des Alltags entfliehen können, dass wir wirklich zur Ruhe kommen von dem, was uns die Woche über belastet. Deswegen, hier haben wir Arbeit und Ruhe als Gegensatz. Aber Ruhe heißt jetzt nicht, dass wir gar nichts mehr tun, sondern dass wir durchaus auch positive Dinge tun, wie Jesus uns das vorgelebt hat, als er auf der Erde war.

[12:29] Und da sehen wir jetzt im dritten Punkt: Der Sabbat ist ein Tag der Erlösung. Was bedeutet das? Wir lesen dazu 5. Mose, Kapitel 5. Wir haben hier in der Bibel zweimal die zehn Gebote beschrieben, einmal 2. Mose 20, wo Gott sie gesagt hat und auch nachher dem Mose auf die Steintafeln aufgeschrieben hat. Und dann, viele, viele Jahre später, über 35 Jahre später, hat Gott, hat Mose dem Volk die zehn Gebote noch einmal gegeben, noch einmal gesagt. Und die finden wir in 5. Mose 5 dann beschrieben, kurz bevor sie in das Land Kanaan eingezogen sind. Und da finden wir einige Abweichungen, vor allen Dingen im vierten Gebot. Dort heißt es: 5. Mose 5, 12-15: „Den Sabbat-Tag sollst du halten, dass du ihn heiligst, wie dir der Herr dein Gott geboten hat. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleich wie du. Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der Herr, dein Gott, dich von dort heraus geführt hat, mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott geboten, dass du den Sabbat-Tag halten sollst.“

[13:59] Der Sabbat ist also hier ein Tag, dass Gott sagt: Du sollst daran denken, dass du Knecht in Ägypten warst. Was bedeutet das? Als sie in Ägypten in der Sklaverei waren, hatten sie keine Gelegenheit, den Sabbat zu halten. Warum nicht? Weil sie als Sklaven das tun mussten, was ihre Herren ihnen geboten haben. Und außerdem waren sie auch lange dort gewesen, 400 Jahre. Und so ist das Sabbat-Halten vergessen geraten oder auch nicht mehr so als wichtig angesehen worden. Und es wurde immer schwieriger, ihn zu halten. Und jetzt hat Gott gesagt: Ich habe dich aus der Sklaverei herausgeführt, damit du jetzt wieder eine Beziehung zu mir haben kannst, damit du Zeit haben kannst für dich selbst, für mich und für den Sabbat, dass du Sabbat halten kannst, dass du zur Ruhe kommen kannst. Denn ein Sklave kommt nicht zur Ruhe. Ein Sklave muss immer das tun, was der Herr möchte. Wenn wir frei sind, dann haben wir eine Selbstbestimmung. Dann können wir uns auch ausruhen. Dann können wir auch das tun, was Gott möchte und was uns zum Besten dient. Und Gott sagt: Ich habe dich aus der Sklaverei Ägyptens herausgeführt und jetzt kannst du ruhen.

[15:10] Und das können wir auch übertragen auf uns heute. Natürlich sind wir nicht in Ägypten gewesen, aber Ägypten steht in der Bibel symbolisch für Sünde. Gott hat uns aus der Sklaverei der Sünde befreit. Deswegen sagt Gott: Die Sünde ist etwas, was uns Menschen nicht gut tut, was uns Menschen krank macht, was uns am Ende zum Tode bringt. Und in dem Moment, wo Gott uns frei macht von der Sünde, wo er uns befreit von der Macht der Sünde, wo er uns befreit von der Gegenwart der Sünde und von der Schuld der Sünde, erlöst er uns von der Sünde. Und die Erlösung von der Sünde ist etwas, was grundlegend für den Menschen etwas ist, wo er wieder aufatmen kann.

[15:56] Die Erlösung durch Jesus Christus am Kreuz ist eine Erlösung, die mehrere Ebenen hat. Erstens ist Jesus für uns gestorben, damit er unsere Schuld trägt, unsere Sünde trägt. Und wenn wir unser Leben übergeben, wenn wir ein ganzes Jahr zu ihm sagen, wenn wir unsere Schuld bereuen und ihm bekennen, dann vergibt er uns unsere Sünde und dann sind wir frei. Das nennt die Bibel Rechtfertigung, dass wir frei werden von der Schuld der Sünde. Zweitens heißt Erlösung aber auch Erlösung frei werden von der Macht der Sünde. Jesus hat die Sünde in seinem Leben besiegt. Er war ohne Sünde, er hat nicht gesündigt. Und er hat uns gezeigt, wie wir leben können, dass auch wir Sünde überwinden können. Nämlich indem wir mit Gott verbunden sind, indem Gottes Kraft in uns ist, indem Jesus in uns lebt und wir in ihm. Und dann können wir auch siegreich leben. Das heißt, Jesus gibt uns die Freiheit von der Macht der Sünde. Erlösung heißt frei werden von der Sünde. Und drittens heißt Erlösung frei werden von der Gegenwart der Sünde. Wenn Jesus wiederkommt, dann werden wir verwandelt in den Himmel gehen und dort werden wir ohne Sünde leben, keine Versuchungen mehr haben. Und so ist der Sabbat ein Zeichen dafür der Freiheit, dass wir mit Gott Gemeinschaft haben, dass wir frei sind von der Macht der Sünde in diesem Leben, dass wir Jesus ähnlicher werden uns in diesem Leben, dass der Sabbat ein Tag ist, der die Beziehung zwischen Gott und Mensch definiert, dass wir durch die Beziehung mit ihm, dass Jesus in uns lebt und wir in ihm, dass wir Freiheit haben, Freiheit von der Macht der Sünde.

[17:32] Der nächste Punkt: Der Sabbat ist ein Tag der Heiligung. Da sind wir schon wieder, das ist eigentlich das Gleiche wie die Erlösung, aber wir gehen einen Schritt weiter. Denn Heiligung bedeutet, dass wir Jesus ähnlicher werden, dass unser Charakter sich verändert in den Charakter. Und wir lesen dazu Hesekiel Kapitel 20, Verse 12 und 20. Hesekiel Kapitel 20 und dort die Verse 12 und 20. Dort sagt Gott zu seinem Volk: „Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen, damit sie erkannten, dass ich der Herr bin, der sie heiligt.“ Und Vers 20: „Und meine Sabbate sollt ihr heiligen, dass sie ein Zeichen sein zwischen mir und euch, damit ihr wisst, dass ich der Herr euer Gott bin.“

[18:25] Der Sabbat ist ein Zeichen, dass wir zu Gott gehören. Warum? Die anderen Gebote, die Gott uns gegeben hat, vor allen Dingen die letzten sechs Gebote, die zeigen ja, wie wir uns verhalten sollen gegenüber unseren Mitmenschen. Und das ist etwas, was auch andere Religionen lehren, dass wir nicht töten sollen und liebevoll handeln sollen und nicht böse sein sollen und all die ganzen Dinge. Aber dass wir den Sabbat halten, ist ein Zeichen, dass wir den Schöpfergott verehren. Und Gott sagt: Ich möchte den Sabbat besonders dafür einsetzen, dass ihr erkennt, dass ich euer Gott bin. Das bedeutet, dass wir durch den Sabbat Gott näher kommen, dass wir im Sabbat Jesus finden, Gott finden, mit ihm verbunden sind. Natürlich sollen wir die ganze Woche mit Gott verbunden sein. Aber der Sabbat ist ein Tag, wo wir besondere Zeit haben. Das ist wie bei einem Ehepaar oder einem Brautpaar, wie hier auf dem Bild. Das heißt, dass sie gerne Zeit miteinander verbringen, aber es geht nicht ständig. Sie sind zwar mit einem Herzen miteinander verbunden, auch wenn der eine oder andere hier woanders Dinge zu erledigen und zu arbeiten hat. Aber es ist doch schön, wenn man Zeit füreinander hat, wo man Qualitativzeit hat, wo man sich austauscht, wo man besonders sich nahe ist. Und das ist übertragen auf Gott, der Sabbat, dass wir hier jetzt eine Zeit haben, wo wir Gott besonders nahe sind. Und dadurch, dass Gott in uns wohnt, sagt Gott in Vers 12 hier, ist er derjenige, der uns heiligt. Wir können uns nicht selber heiligen. Das heißt, wir können uns nicht selber verändern. Gott wohnt in uns und wenn Jesus in uns wohnt, werden wir in sein Bild verwandelt. Das heißt, dass wir auf ihn schauen und durch anschauen, werden wir verwandelt. Und das heißt, dass wir Jesu Charakter mehr und mehr einnehmen.

[20:13] Gott sagt in Hebräer Kapitel 10: „Er möchte sein Gesetz in unser Herz hineinschreiben.“ Und sein Gesetz ist ein Ausdruck seines Charakters. Das heißt, wenn Gottes Gesetz in unserem Herzen ist, dann ist Jesus in unserem Herzen. Denn Jesus ist das Gleiche wie sein Gesetz. Wenn Jesus in unserem Herzen ist, dann haben wir auch seinen Charakter und sein Denken und sein Leben in unserem Herzen. Und dann werden wir in der Heiligung Fortschritte machen. Das heißt, Heiligung heißt nicht, dass wir viele gute Werke tun. Gute Werke können auch Menschen tun, die böse sind. Sondern Heiligung heißt, dass unser Charakter verändert wird, dass Gott von innen heraus unser Leben verändert. Und die Charaktereigenschaften Jesu, das sind, ist die Frucht des Geistes: Friede, Freude, Geduld, Sanftmut und so weiter. Und das hat Jesus ausgelebt und das finden wir in seinem Gesetz und im Sabbat. Das heißt, je mehr wir den Sabbat halten, desto mehr werden wir Jesus ähnlicher werden.

[21:05] Der Sabbat ist also eine Zeit der Beziehung zu Gott. Eine Zeit der Besinnung. Gott weiß genau, dass unser Leben oftmals so unter Druck steht und wir so viel zu tun haben. Deswegen sagt er: Hier habe ich einen Tag, da habe ich ein großes Stoppzeichen für all die Dinge, die sonst anfallen. Und jetzt hast du Zeit für die Beziehung zu mir. Es ist also Zeit, einmal zur Ruhe zu kommen. Und Besinnung heißt, dass wir einmal in uns gehen und nachdenken und überlegen: Geht mein Leben in die richtige Richtung? Wo kann ich in meinem Leben Änderungen vornehmen? Das bedeutet auch, dass wir am Sabbat Gottes besonderen Segen spüren. Das heißt, dass wir geistlich auftanken, um für die Woche auch wieder Kraft zu haben, im Alltag zu bestehen. Dieses Auftanken ist, denke ich, geistlich, geistig, seelisch, psychisch und körperlich. Das ist ein ganzheitliches Auftanken durch den Sabbat. Und deswegen, wenn wir den Sabbat halten, werden wir diesen Segen, der in der Heiligung sichtbar wird, spüren.

[22:08] Fünftens: Der Tag, der Sabbat ist ein Tag der Gleichheit. Das ist ja interessant. Ich muss gestehen, bevor ich diese Lektion hier durchstudiert habe, ist mir das gar nicht so bewusst geworden, obwohl natürlich das irgendwo schon in meinem Hinterkopf war. Aber das ist mir jetzt viel direkter bewusst geworden. Warum ist der Sabbat ein Tag der Gleichheit? Ich lese es dazu mit euch: 2. Mose, Kapitel 16, Verse 16 bis 18. 2. Mose, Kapitel 16, Verse 16 bis 18. Das ist übrigens diese Manna-Geschichte, die wir jetzt lesen, war vor dem Sinai. Das heißt, dass also hier Gott schon das Sabbat-Halten ihnen gegeben und befohlen hat, bevor er die Zehn Gebote gegeben hat. Wir lesen Verse 16 bis 18: „Das ist aber, was der Herr geboten hat: An jeder Sammle, soweit er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelt. Und die Israeliten taten es und sammelten. Einer fiel, der andere wenig. Als man es aber nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, so viel er zum Essen brauchte.“

[23:25] Also das ist ja schon interessant, was hier steht. Das Manna. Hier steht, wenn jemand viel gesammelt hat, hat er am Ende nicht mehr, als der, der wenig gesammelt hat. Das heißt, was können wir daraus lernen? Erstens: Jeder sammelt, so viel er braucht. Das bedeutet, wir sollen nicht übermäßig uns Besitz anhäufen. Natürlich dürfen wir manche Dinge besitzen, was wir zum Leben so brauchen und was auch für den normalen Alltag nötig ist. Aber wir sollen nicht Sachen horten. Und in der Bibel haben wir sehr viele Beispiele, wo Gott das Horten, das Ansammeln von großem Besitz, großem Reichtum und unter vielen Dingen nicht gut heißt. Zum Beispiel der reiche Kornbauer. Wir würden heute sagen, wir sind Kinder des Kapitalismus, wir leben in einem Land, was kapitalistische Hintergründe hat. Wenn jemand ein Geschäft hat und er merkt, es läuft gut, was macht er denn? Okay, er baut eine größere Halle und er macht größere Maschinen und er hat mehr Mitarbeiter und er vergrößert sich. Das wollte ja der Kornbauer auch machen. Er hat eine gute Ernte gehabt. Was hat er gesagt? Okay, ich vergrößere mich. Größere Scheunen, mehr Getreide und dann bin ich reicher und ich kann noch bequemeres Leben haben. Aber, was sagt Jesus? Nun na, warum? Der Reichtum, der Besitz ist eine Gefahr für uns. Jesus sagt: Wir können nicht Gott dienen und dem Mammon. Und der Mammon, der Besitz, das Geld, haben eine Anziehungskraft auf uns. Und Gott möchte hier klar machen mit dem Manna-Wunder, dass, auch wenn wir mehr ansammeln, als wir eigentlich brauchen, dass das im Endeffekt zu nichts führt. Und von daher, natürlich, das heißt jetzt nicht, dass wir sagen: Okay, jetzt sind wir alle auf der faulen Haut und es wird uns schon alles in den Mund wachsen. Nein, man muss schon sammeln. Aber, dass man nicht in Konkurrenz zum anderen stehen soll, den anderen übertrumpfen soll. Und meistens ist es nämlich so, dass derjenige, der mehr sammelt, als er eigentlich bräuchte, am Endeffekt den was weg sammelt, der auch was bräuchte. Und deshalb, sagt Gott, eine gewisse Gleichheit war hier bei dem Manna-Wunder.

[25:52] Zweitens: Sie sollten das Manna nicht lagern, also nicht aufbewahren bis zum nächsten Tag, sondern nur für den Tag, wo es gebraucht wird. Und drittens: Jede Woche ein doppeltes Manna-Wunder. Einmal, dass am Freitag doppelt die Menge kam und Sabbat nichts zu sammeln war. Und zweitens, dass das Manna nicht schlecht wurde. So haben wir eigentlich bei Manna vier Wunder, die immer wieder geschahen. Erstens, dass das Manna überhaupt gefallen ist. Das ist ein Wunder, jeden Tag, 40 Jahre lang. Zweitens, dass das Manna, wenn jemand viel gesammelt hat, doch nicht mehr war, als bei dem, der wenig gesammelt hat. Drittens, dass das Manna vom Freitag auf Sabbat nicht schlecht wurde. Und viertens, dass am Sabbat kein Manna fiel und am Freitag die doppelte Menge. So haben wir also vier Bedeutungen, vier Wunder, die Gott durch das Manna gemacht hat, zum Sabbat bezogen.

[26:46] Durch den Sabbat zeigt Gott jetzt, dass der Sabbat für ihn wichtig ist. Dass Gott das Volk erzogen hat, den Sabbat zu halten. Denn wir Menschen sind manchmal in der Gefahr, dass wir zwar etwas hören, aber doch was anderes tun. Aber dadurch, dass sie 40 Jahre lang Sabbat nichts sammeln konnten und Freitag die doppelte Menge, haben sie 40 Jahre lang gelernt, was es heißt, Sabbat zu halten. Und dass es auch gleich war, für alle gleich war. Jeder hat gleich viel gehabt, auch am Sabbat gleich viel gehabt.

[27:15] Interessant ist auch noch ein anderer Aspekt der Gleichheit. Nämlich, früher war es so, dass man sagte und glaubte, die Arbeit ist eigentlich nur für die Armen da. Ich meine, ganz früher war es natürlich nicht so. Adam und Eva und Kain und Abel wussten, dass sie arbeiten sollten und mussten, weil Gott es gesagt hatte. Selbst im Paradies hatten sie ja einen Auftrag gehabt, das Paradies zu bewahren. Aber dann kam irgendwann der Zeitpunkt, wo manche Menschen reicher waren als die anderen. Und dann sagte man: Okay, die Reichen lassen die Armen für sich arbeiten. Also die Reichen müssen gar nicht arbeiten und nur die Armen müssen arbeiten. Aber im Sabbatgebot sagt Gott: Wer soll ruhen? Du selbst sollst ruhen, aber auch deine Kinder und deine Angestellten, dein Knecht und deine Magd und selbst dein Vieh soll ruhen. Das heißt, auch die Armen sollen am Sabbat ruhen. Die Angestellten, für die, die Verantwortung habe, sollen auch ruhen. Also ich soll nicht, wenn ich ein Geschäft habe, sagen: Ich halte jetzt den Sabbat, aber meine Angestellten, die können ja weiterarbeiten am Sabbat. Nein, sondern alle sollen ruhen. Und übrigens, der Sabbat ist nicht nur ein Gebot für die Ruhe, es ist auch ein Gebot fürs Arbeiten. Im zweiten Mose 20 steht: „Sechs Tage sollst du arbeiten.“ Steht da. Da steht nicht: Sechs Tage sollst du ausruhen und am siebten Tag auch ausruhen. Nein, da steht: „Sechs Tage sollst du arbeiten und am siebten ruhen.“ Das heißt, auch die Reichen sollen arbeiten und am siebten sollen alle ruhen. Das heißt, sechs Tage alle arbeiten, einen Tag alle ruhen. Und das war eine Revolution im damaligen Denken der Antike, dass die Menschen wussten: Alle sollen arbeiten und alle sollen ruhen. Und von daher ist es so, dass sowohl die Reichen ruhen sollten, als auch die Armen ruhen sollen. Es gilt für alle. Und damit ist für Gott auch wieder eine Gleichheit da. Für Gott ist der Wert eines jeden Menschen gleich. Übrigens auch, wenn die Menschen verschieden viel materielle Werte haben, so ist es doch so, dass in der Zeit alle auch wieder gleich sind. Der Sabbat hat 24 Stunden, von Freitagabend Sonnenuntergang bis Samstagabend Sonnenuntergang. Und diese 24 Stunden haben alle, sowohl die Armen als auch die Reichen, die Jungen und die Alten und alle haben gleich viel Zeit, Sabbat. Deswegen können wir sehen, dass hier im Sabbat wir ein Prinzip der Gleichheit haben. Gott behandelt alle Menschen gleich. Er liebt alle Menschen und er liebt jeden Menschen. Egal ob er gut oder böse ist, er liebt jeden. Und so hat er auch für jeden den Sabbat gegeben und auch für jeden den Sabbat segenbereit. Deswegen ist der Sabbat ein Tag der Gleichheit.

[30:05] Sechstens: Sabbat ist ein Tag der Heilung. Und das können wir am besten sehen, indem was Jesus getan hat. Wir lesen einmal Markus, Kapitel 3, Verse 1 bis 6. Wir haben in unserer Lektion drei Perioden oder Episoden, wo Jesus jemand geheilt hat. Aber diesen Text, der war jetzt nicht dabei. Aber ich habe ihn ausgewählt, weil hier eine Besonderheit dabei ist, die in den anderen drei Beschreibungen nicht erwähnt sind. Markus 3, Verse 1 bis 6: „Und er, Jesus, ging abermals in die Synagoge und es war dort ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie lauerten darauf, ob er auch am Sabbat ihn heilen würde, damit sie ihn verklagen könnten. Und er sprach zu den Menschen mit der verdorrten Hand: Tritt hervor! Und er sprach zu ihnen: Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun? Leben erhalten oder töten? Sie aber schwiegen still. Und er sah sie ringsum an mit Zorn und war betrübt über ihr verstocktes Herz und sprach zu den Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus und seine Hand wurde gesund. Die Pharisäer gingen hinaus und hielten als bald Rat über ihn mit den Anhängern des Herodes, wie sie ihn umbrächten.“

[31:13] Also es ist ja sehr interessant, was hier steht. Und zwar, Jesus fragt sie: „Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun?“ Und mit Gutes tun meint er: Leben erhalten. Und mit Böses tun meint er: Töten. Natürlich war diese Frage eine Falle für sie. Denn wenn sie jetzt gesagt hätten: Okay, am Sabbat soll man Gutes tun, hätte Jesus gesagt: Gut, dann mache ich das Gute, nämlich einen Menschen zu heilen. Aber das meinten sie ja, wäre ja Übertretung, weil jemand zu heilen, wenn Ärzte ihre Heilkunst ausüben, dann ist das Übertretung nach ihrer Meinung gewesen. Hätten sie ihr gesagt: Man sollte Böses tun, dann hätte Jesus gesagt: Naja, ist das gut, Böses zu tun? Natürlich war es nicht gut, Böses zu tun. Also die Frage mit Böses tun konnten sie nicht auf Böses beantworten, aber Gutes war auch für sie schwierig. Aber jetzt war folgendes: Sie hätten auch sagen können: Ja, weder noch, du musst weder heilen, du kannst ja morgen den Menschen heilen. Aber nach dem jüdischen Verständnis war es so, wenn du eine gute Tat tun kannst, sie aber nicht tust, war auch das als Sünde anerkannt. Das heißt, wenn du Gutes tun könntest, aber nicht tust, die gute Tat auf den nächsten Tag verschiebst, ist das eine Sünde. Das ist schon mal etwas Böses. Und damit hat Jesus gesagt: Wenn jetzt hier ein Mensch ist und ich ihn heilen kann, ich ihn aber nicht heile, bedeutet das, dass ich etwas Böses tun würde. Und soll ich etwas Böses tun, indem ich ihn nicht heile? Und darauf konnten sie ihm nichts antworten. Also hat er gesagt: Heile ich ihn jetzt, weil ich das Gute tun möchte.

[32:53] Damit hat er übrigens auch in dem anderen Parallelkapitel, finden wir Jesu Frage an sie: „Wenn jetzt euch ein Schaf oder ein Ochse in einen Brunnen fällt oder ein Loch fällt, eine Grube fällt, dann zieht den auch wieder heraus, wie viel mehr soll man einen Menschen denn?“ Also hier hat Jesus auch zum Vergleich gebracht, dass sie auch, um einen materiellen Vorteil zu entgehen, auch am Sabbat Ausnahmesituationen haben, um hier zu helfen, einem Tier zu helfen. Und so sagt Jesus: Sollen wir auch Menschen helfen und die Menschen sind ja viel mehr wert als ein Tier.

[33:20] Jesus wollte damit zeigen und sagen: Der Sabbat ist dafür da, dass wir heil werden können, dass wir dienen können. Jesus hat am Sabbat gedient. Und hieran sehen wir jetzt auch schon wieder, dass es nicht nur darum geht, dass wir am Sabbat ausruhen, dass wir am Sabbat gar nichts tun, dass wir uns am Sabbat nur hinlegen und den Schlaf nachholen, wie wir die ganze Woche über hin versäumt haben. Nein, sondern dass der Sabbat dafür da ist, dass wir auch Gutes tun, dass wir anderen Gutes tun, dass wir anderen Menschen dienen. Und jemand zu heilen war für Jesus ein Dienst. Und Jesus sagt an anderer Stelle auch: „Mein Vater dient euch ja auch.“ Am Sabbat lässt er die Sonne scheinen und die Engel dienen uns auch am Sabbat. Und so haben wir das Prinzip von unserem Merkvers, dass der Sabbat um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbatswillen gemacht wurde, bedeutet, dass der Sabbat für uns ist, dass es uns gut gehen soll. Gott möchte, dass wir am Sabbat aufatmen, dass wir Heilung erleben, dass er uns heilt, dass wir anderen Heilung geben können, dass wir anderen Dienst dienen können, dass wir Menschen trösten, dass wir ihnen nahe kommen, dass wir Gemeinschaft pflegen, dass wir ihnen helfen. Deswegen ist der Sabbat ein Tag der Heilung. Und Jesus hat bewusst manche Wunde am Sabbat gemacht, um zu zeigen, dass heilen und dienen am Sabbat keine Sünde ist, sondern dass es dem Wesen Gottes entspricht und dem Wesen des Sabbats.

[34:54] Siebentens: Sabbat ist ein Tag der Freiheit. Wir lesen dazu 5. Mose 5, Verse 12 bis 15. Hier haben wir nochmal die zehn Gebote. Die zehn Gebote nach der Fassung, nach der zweiten Fassung. Und ich lese noch einmal nur in Vers 15 die Begründung für das Sabbatgebot: „Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägypten warst und der Herr, dein Gott, dich von dort heraus geführt hat mit mächtiger Hand und ausgestrecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst.“

[35:34] Wofür möchte Gott uns befreien am Sabbat? Natürlich hat er sie damals befreit von der Sklaverei, von der Sklaverei Ägyptens, der Knechtschaft. Und wie wir eben gesehen haben, befreit Gott uns am Sabbat. Er ist ein Zeichen der Erlösung, Erlösung von der Sünde. Aber es geht auch ganz konkret. Nicht nur, dass es ein Zeichen für die Erlösung ist, ein Zeichen, dass Gott uns von der Macht der Sünde und von der Schuld der Sünde befreit hat, sondern es geht auch ganz konkret darum, dass Gott uns am Sabbat frei macht. Jeden Sabbat von bestimmten Dingen. Zum Beispiel, er macht uns frei vom Stress. Das heißt, wenn wir die Woche über in Stress hatten, dass Gott sagt: Jetzt mach Pause, jetzt ruhe dich aus, jetzt lass den Stress einmal hinter dir, schalte ab. Gott möchte uns frei machen vom Termindruck. Wenn wir die ganze Woche über Termine hatten und viel zu tun hatten und von einem Termin zum anderen gehetzt sind, sagt Gott: Jetzt schalt zurück, jetzt mach einfach mal ohne Zeit, dass du einfach mal dich freuen darfst. Deswegen sollten wir aufpassen, dass wir am Sabbat nicht zu viele Termine haben, wo wir auch am Sabbat Termindruck bekommen. Natürlich kann man den Gottesdienst auch nicht bis um 15 Uhr oder 16 Uhr nachmittags ausdehnen, aber Sabbat ist ein Tag, wo wir auch mal Zeit haben. Zeit haben füreinander, Zeit haben für Gott, Zeit haben, dass wir den Termindruck hinter uns lassen. Frei vom Alltag, frei von den ganzen Sorgen dieser Welt und dieser Zeit. Dass wir frei werden.

[37:14] Ich muss daran denken, als ich Abitur gemacht habe auf der Marienhöhe, da habe ich überlegt, was mache ich jetzt. Natürlich gibt es einen Zeitdruck und man muss viel lernen, wenn jetzt das Abitur ansteht. Ich habe mir gedacht: Nein, ich werde von Freitagabend bis Sabbatabend die Zeit nicht lernen, auch wenn es Termindruck gibt, auch wenn das Abitur vor der Tür steht. Aber ich werde mir 24 Stunden Zeit nehmen und einfach abschalten. Abschalten von dem Alltag des Lernens und an Gott denken und andere Dinge tun. Und ich habe gemerkt, dass mir das im Endeffekt nicht zum Schaden geworden ist, im Gegenteil. Dadurch, dass ich abgeschaltet habe, konnte mein Gehirn am Sonntag denn umso besser wieder Dinge aufnehmen, wieder lernen und umso besser auch Dinge wieder behalten. Wenn man auch den Sabbat nutzt und übrigens auch nicht nur, dass man nicht nur zur Ruhe kommt innerlich und nichts mehr arbeitet, sondern dass man auch am Sabbat zur Ruhe kommt, indem man auch genügend schläft. Dass man am Freitagabend früh ins Bett geht, am Sabbatabend früh ins Bett geht, dass man auch hier, dass auch der Körper ausruhen kann vom Stress der Woche. Und natürlich heißt Sabbat auch frei von den Dingen dieser Welt. Natürlich dürfen wir diese viele Dinge dieser Welt haben und auch mit ihnen umgehen, aber sie sollen uns nicht besitzen. Und wir stehen der Gefahr, dass wir unser Herz an die Dinge dieser Welt hängen. Und Gott möchte uns am Sabbat zeigen: Jetzt lass los und es gibt Dinge, die wichtiger sind als die Dinge dieser Welt.

[38:47] Wir haben eine Freiheit, Freiheit von den Dingen, die uns hier so gefangen nehmen, die uns manchmal in Süchte hineinführen möchten. Ob das Internetsucht ist, Fernsehsucht oder Smartphonesucht oder Kaufsucht oder was auch immer es für Süchte gibt. Gott sagt: Heute ist Sabbat. Heute kommst du gar nicht erst in die Gefahr, diese Dinge zu tun. Warum? Weil halt Sabbat ist, weil du heute sowieso nicht einkaufst und heute sowieso nicht Fernseh guckst und heute sowieso nicht dein Smartphone für soziale Media nutzt oder indem du auch andere Dinge nicht tust, Internet nutzt, wo du wieder in den Dingen dieser Welt behaftet bist. Gott möchte uns frei machen. Es ist schön, wenn wir auch Freiheiten haben können. Ich habe letztens ein Buch gelesen, da haben sie einen Versuch gemacht, dass eine Schulklasse mal freiwillig einen Monat vom Smartphone gefastet hat. Das heißt, da haben die Schüler gesagt, wie alt waren die, so ungefähr so 15 waren die, dass sie einen Monat mal nicht ihr Smartphone anschalten, also einen Monat ausgeschaltet lassen. Und am Anfang fiel ihnen das sehr schwer und sie wussten gar nicht, was sie machen sollten, aber je länger die Zeit ging, desto mehr haben sie gesagt: Jetzt finden wir endlich mal Zeit, um Dinge zu tun, die wir sonst nie irgendwo machen konnten. Oder die haben entdeckt, dass es noch eine Welt gibt außerhalb des Smartphones und dass auch manchmal Beziehungen untereinander viel intensiver sein können. Und sie haben das Leben entdeckt. Und genauso möchte Gott uns am Sabbat Freiheit geben, dass wir die Dinge dieser Welt, die uns festhalten, loslassen und dass wir dann leben können, selbst gestaltetes Leben, Beziehungen genießen können, die Natur genießen können, die Beziehung zu Gott genießen können. Sabbat heißt ein Tag der Freiheit.

[40:34] Achtens: Sabbat ist ein Tag der Treue. Das finden wir im Offenbarung 7, Verse 1 bis 3. Schon in Hesekiel 20 hatten wir davon gelesen, dass Gott sagt, dass Sabbat ein Zeichen, ein Zeichen dafür, dass Gott unser Herr ist. Und das finden wir auch in Offenbarung 7 wieder. Offenbarung 7, Verse 1 bis 3: „Danach sah ich vier Engel stehen an den vier Ecken der Erde, die hielten die vier Winde der Erde fest, denn mit keinem Wind über die Erde, blase, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum. Und ich sah einen anderen Engel aufsteigen vom Aufkommen der Sonne her, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes. Und rief mit großer Stimme zu den vier Engeln, denen Macht gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zu tun: Tut der Erde und dem Meer und den Bäumen keinen Schaden, bis wir versiegeln die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen.“

[41:25] Hier ist die Versiegelung in der Endzeit beschrieben. Und Versiegelung bedeutet, dass wenn die Gläubigen das Siegel Gottes bekommen, dass der Name, der Titel und das Herrschaftsgebiet in einem Siegel immer wieder erwähnt sind. Und das finden wir in der Bibel im vierten Gebot. Das heißt, im Sabbatgebot sagt Gott: Ich bin der Schöpfer, ich bin der Herr, dein Gott, ist es sein Name. Wir finden seinen Titel, Schöpfer. Entschuldigung, andersrum war es. Jahwe, der Herr, ist sein Name. Gott oder Schöpfer ist sein Titel. Und Himmel, Erde und das Meer, was er geschaffen hat, ist sein Herrschaftsgebiet. So finden wir im Sabbatgebot das Siegel Gottes. Und so ist das Siegel Gottes in der Endzeit ein Zeichen, dass wir zu Gott gehören. Weil die anderen neuen Gebote auch die anderen Menschen, die nicht direkt sich für Gott entschieden haben, auch halten können, weil ihr Gewissen ihnen das sagt. Wer aber den Sabbat hält, hält ihn, weil Gott es sagt. Es gibt keinen anderen Grund. So wie damals im Garten Eden, der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Dieser Baum war nicht schlimm, weil die Früchte ungenießbar waren oder bitter waren oder tödlich waren. Nein, sondern sie sollten nicht essen, nur aus dem einen Grund, weil Gott es gesagt hat. Und so ist es auch in der Endzeit, auch jetzt, nicht nur in der Endzeit, in der letzten Endzeit, wenn die Versiegelung beginnt, sondern auch in der heutigen Zeit und in der Endzeit, dass wir den Sabbat halten, nur aus dem Grund, weil Gott es gesagt hat, weil es Gottes Tag ist, weil er den Tag geheiligt hat und weil wir den Segen bekommen, den Gott in diesen Tag hineingelegt hat. Deswegen ist der Sabbat ein Zeichen, dass wir zu Gott gehören. Und alle Gläubigen in der letzten Zeit, die mit Gott leben, die nach Leben mit Jesus wiederkommen, werden versiegelt werden mit dem Sabbat. Und der Sabbat ist, und hier steht, sie werden versiegelt an der Stirn. Und Stirn bedeutet, dass es eigentlich in unserem Charakter, in unseren Entscheidungen, in unserem Willen verankert ist. Und Jesus sagt an anderer Stelle, dass er seinen Namen auf unsere Stirn schreiben möchte. Das heißt, Gottes Name ist eigentlich sein Charakter. Und sein Charakter ist sein Gesetz. Und sein Gesetz, da finden wir den Sabbat drin. Deswegen ist der Sabbat ein Siegel, dass wir in unserem Wollen, in unserem Denken Gottes Charakter in uns haben und das zum Ausdruck bringen, dass wir Gott gehören. Und natürlich auch den Sabbat, der der Tag Gottes ist, der Tag Jesu ist. Jesus ist der Herr des Sabbats. So ist der Sabbat ein Zeichen der Treue, besonders in der Endzeit, in der wir leben.

[43:55] Das neunte: Der Sabbat ist ein Vorgeschmack auf die neue Erde. Hebräer, Kapitel 4 lesen wir von diesem Vorgeschmack. Hebräer, Kapitel 4 und dort lesen wir die Verse 4 und 5 und 9 bis 11. Hebräer, Kapitel 4, erstmal die Verse 4 und 5: „Denn, so hat er an einer anderen Stelle gesprochen, vom siebten Tag: Und Gott ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken. Doch an dieser Stelle wiederum: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen.“ Verse 9 bis 11: „Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken, so wie Gott von den Seinen. So lasst uns nun bemüht sein, zu dieser Ruhe zu kommen, damit nicht jemand zu Fall komme durch den gleichen Ungehorsam.“

[44:54] Das heißt, Paulus argumentiert hier so, dass er sagt: Gott hat den Sabbat gegeben, sie sollen zur Ruhe kommen. Und er vergleicht das erstmal, dass das Volk Israel zum verheißenen Land gekommen ist und dort zur Ruhe kommen sollte, so wie der Sabbat. Aber sie sind nicht zur Ruhe gekommen. Deswegen sagt er, ist die Ruhe, die Gott verheißen hat für sein Volk, auch diese Sabbatruhe, ist noch vorhanden, ist noch in der Zukunft. Und die wird erst erfüllt werden, wenn Jesus wiederkommt auf die neue Erde. Das bedeutet, dass wir die endgültige Ruhe, die Ruhe von der Sünde und von diesem Leid und von den Werken und von allem, was wir hier tun und versuchen, die werden wir erst im Himmel haben. Im Himmel dürfen wir uns ausruhen, ausruhen von den Dingen dieser Welt, von dem Leid dieser Welt und von den Schwierigkeiten und den Sorgen und auch dem Tod. Das heißt, wir haben die endgültige Ruhe erst im Himmel und jeder Sabbat, den wir hier feiern, ist schon ein Vorgeschmack auf den Himmel. Warum? Weil dann Gott unter uns wohnt. Der Himmel wäre kein Himmel und die neue Erde wäre keine neue Erde, wenn Gott nicht bei uns wäre. Deswegen, es kommt darauf an, dass wir mit Jesus eine enge Verbindung haben, dass wir ihn von Angesicht zu Angesicht sehen werden. Und die Gemeinschaft, die wir dann mit Gott haben werden auf der neuen Erde und im Himmel, die wird so intensiv und so eng sein. Das wird wunderbar sein. Und jetzt schon können wir jeden Sabbat ein kleines Stück von diesem Segen, von dieser Verbindung mit Gott erleben, dass man im Gottesdienst spürt und auch sonst am Sabbat, dass Gott einem nahe ist und dass Gott unsere Herzen erfüllt mit Freude und mit innerer Ausgeglichenheit. Und diese Freude, die wir erleben dürfen, auch besonders beim Abendmahl und auch bei der Einweihung Taufe, erleben wir Gottes Gegenwart besonders stark. Das sind alles schon ein klein wenig, ist ein Vorgeschmack auf das, was kommen wird. Und wer jetzt kein Gefallen an diesem Segen hat, an diesem Sabbat Segen hat, wird auch kein Gefallen daran haben, im Himmel und bei Gott zu sein, weil das das Gleiche sein wird, wo man einen selbstlosen Dienst hat und mit Gott verbunden ist und Freude an der Beziehung zu Gott hat. Deswegen ist der Sabbat ein Hinweis, dass der echte Sabbat, die echte Ruhe, die endgültige Ruhe noch kommen wird, wenn wir in den Himmel kommen. Und dass jeder Sabbat schon ein kleiner Vorgeschmack ist auf das, was uns erwartet. Deswegen dürfen wir uns jetzt schon daran freuen in diesem Vorgeschmack und damit unsere Sehnsucht zur Jesu Wiederkunft mit jedem Sabbat größer werden.

[47:35] Der zehnte und letzte Punkt ist das Sabbatjahr, das Erlassjahr. Das ist sehr interessant. Hier geht es nicht nur um den wöchentlichen Sabbat, sondern auch um den jährlichen Sabbat. Wir lesen da 3. Mose 25, Verse 1 bis 7. 3. Mose 25, die Verse 1 bis 7. Dort heißt es: „Und der Herr sprach zu Mose auf dem Berg Sinai: Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so sollt das Land dem Herrn einen Sabbat feiern. Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und die Früchte einsammeln. Aber im siebten Jahr soll das Land dem Herrn einen feierlichen Sabbat halten. Da sollst du dein Feld nicht besäen, noch deinen Weinberg beschneiden. Was von selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten und die Trauben, die ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen. Ein Sabbatjahr des Landes soll es sein. Was das Land während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen. Du und dein Knecht und deine Magd, dein Tagelöhner und dein Beisasse, die bei dir wohnen.“

[48:48] Ja, das heißt, Gott hat gesagt: Sechs Jahre sollten sie jeweils säen und ernten, ganz normal. Aber im siebten Jahr sollten sie die Felder brach liegen lassen, nichts bearbeiten. Heute weiß man übrigens, dass das dem Boden guttun würde. Wir haben heutiger nicht nur, dass wir unsere Felder besäen und ernten, sondern heute versucht man ja durch künstliche Düngemittel und durch viele andere Dinge den Boden noch mehr auszulaugen. Und unsere Böden sind immer mehr verarmt. Man versucht jetzt noch mit Düngemitteln wieder hinzuzufügen, was dann man da zu viel herausholt, aber das ist alles von Menschen gemacht im Ungleichgewicht. Am besten ist, wenn man Felder alle sieben Jahre lang einfach liegen lässt, dass die Böden sich regenerieren können und dass daher die Felder umso mehr wieder natürliche Frucht bringen können. Uns, Gott sagt, dann werde ich euch versorgen. Es geht hier auch noch um einen zweiten Bereich, dass wir Gott vertrauen, dass wir Gott vertrauen, dass wir auch genügend zum Essen haben, wenn wir nicht eine große Saat oder eine große Ernte einfahren, sondern dass wir von dem leben können, was von selber wächst. Und Jesus sagt hier auch: Schau dir die Spatzen an. Die sehen nicht, die ernten nicht, Gott versorgt sie doch. Und schau dir die Lilien an, die sind doch viel schöner als Salomon und seine Pracht. Das heißt nicht, dass wir gar nichts mehr tun sollen, sondern das bedeutet, dass wir auch auf Gott vertrauen, dass er für uns sorgt und dass wir dann auch einmal alle sieben Jahre einmal die Kontrolle an Gott abgeben. Wir sagen lieber Gott, jetzt verlassen wir uns auf dich und wenn du nicht für uns sorgst, dann müssen wir ein Jahr lang hungern. Aber Gott hat immer gesorgt. Das heißt, dass es für den Boden gut ist, dass es für den Menschen gut ist, dass auch der Mensch natürlich, wenn er nicht sät und nicht erntet, auch ein wenig mehr Zeit hat, dass auch der Mensch ein Sabbatjahr hat.

[50:39] Und natürlich haben wir dann auch nach sieben Sabbatjahren, also sieben mal sieben, 49 Jahren, das 50. Jahr ist dann ein Erlassjahr. Und dieses Erlassjahr hat etwas Besonderes, dass hier auch der Landbesitz zurückgegeben werden sollte. Das ist übrigens auch ein sehr sozialer Gedanke. In unserer Lektion geht es ja um die sozialen Hintergründe der Bibel, dass wir also nicht, wie der Kapitalismus sagt, dass der, der viel hat, immer mehr ansammelt und immer größer und immer reicher wird. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. So haben wir momentan das System in Deutschland, auf der ganzen Welt eigentlich. Sondern, dass Gott sagt: Alle 50 Jahre geht der Grundbesitz, der Landbesitz zurück an die ursprünglichen Besitzer. Und damit wird verhindert, dass jemand am Ende alles gehört. Gott möchte, dass wenn wir irgendwo in Schwierigkeiten kommen und wenn wir vielleicht unser Land verkaufen müssen, dass es eigentlich nur verliehen wird, verpachtet wird an andere. Und dass nach gewissen Jahren das alles wieder zurückfällt an den Besitzer. Weil Gott möchte, dass es uns Menschen gut geht. Dass nicht einige wenige Reiche auf Kosten der Armen leben, sondern dass alle Menschen leben können. Dass ein soziales System da ist. Und das bedeutet für uns jetzt, dass wir auch mit unserem Bruder, mit unserer Schwester, mit einem Menschen, der vielleicht nicht so wohlhabend ist, wie wir, auch gnädig umgehen. Dass wir schauen, wo kann man anderen helfen, wo kann man sie unterstützen, wo kann man auch Geld spenden oder auch Zeitspenden geben, wo man sich um andere Menschen kümmert, um ihnen nahe zu sein. Dass man nicht denkt und sagt: Ich muss alles für mich horten, sondern Gott möchte, dass wir teilen lernen. Weil er uns vor dem Geiz und vor der Geldgier schützen möchte. Das Erlassjahr ist eigentlich etwas, wo unsere Gesellschaft heute sehr viel lernen kann, wie wir damit umgehen sollen mit Besitz.

[52:44] Ja, das sind diese zehn Bedeutungen des Sabbats, die sehr viel über die Beziehung des Menschen zu Gott, die Beziehung der Menschen untereinander, die Beziehung des Menschen zur Natur und des Menschen zu sich selbst ausmachen. Jesus liebt dich. Er hat einen Sabbat für uns geschaffen. Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbatswillen, sagt Jesus. Er ist der Herr des Sabbats. Jesus hat den Sabbat gemacht, deswegen möchte er auch den Sabbat für uns einsetzen, dass er Zeit für uns hat und wir Zeit für ihn haben. Deswegen nutze den Sabbat für ihn. Jesus wartet auf dich. Er hat jeden Sabbat mit dir eine Verabredung, ein Rendezvous und er wartet darauf, dass du Zeit für ihn hast, dass du jeden Sabbat auftanken darfst. Er möchte dich beschenken an jedem Sabbat und wir dürfen es aus seiner Hand nehmen.

[53:44] Wir wollen gemeinsam beten. Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns den Sabbat gegeben hast, dass du den Sabbat geschaffen hast, damals als du die Welt geschaffen hast und dass wir heute noch von diesem Sabbat profitieren dürfen, dass wir Zeit haben dürfen für dich, füreinander, für die Beziehungen untereinander, dass wir in die Natur gehen dürfen, dass wir auch selbst zur Ruhe kommen dürfen innerlich. Wir bitten dich, hilfst du uns, dass wir den Sabbat immer in dieser Art und Weise sehen, bedenken können und auch halten können. Vergib du uns, wenn wir manchmal auch im Sabbat unsere eigenen Bedürfnisse, unseren Egoismus in den Mittelpunkt stellen, sondern hilfst du uns, dass wir auf dich schauen, dass wir innerlich loslassen können, dass wir dir vertrauen können und dass wir dir näher kommen. Wohne du unseren Herzen und verändere du unsere Herzen, dass wir frei werden können, frei werden von unserem eigenen Stolz, von unserem Egoismus, frei werden können für die Beziehung mit dir. Hauptsache Dank dafür. In Jesu Namen. Amen.

[54:47] Herzliche Einladung. Das nächste Thema, die nächste Lektion Nummer vier lautet: Gnade und Gerechtigkeit in den Psalmen und Sprüchen. Gottes Segen. Bis zum nächsten Mal.


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