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Diese Lektion der Cannstatt Study Hour befasst sich mit dem Dienen in der neutestamentlichen Gemeinde. Anhand biblischer Beispiele wie der frühen Gemeinde, Barnabas, Tabitha und den Lehren aus den Korinther- und Jakobusbriefen wird beleuchtet, wie wichtig es ist, seine Gaben einzusetzen und bedürftigen Menschen zu helfen. Die Predigt betont die Bedeutung von Herzenshaltung, Selbstlosigkeit und dem Vertrauen auf Gott im Dienst für andere.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2019 Q3: Was ihr den Geringsten getan habt

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Heute studieren wir die neunte Lektion in diesem Quartal, wo es um Dienerschaft geht und mit dem Titel "Diese Woche dienen in der neutestamentlichen Gemeinde". Wir studieren diese Sabbatschule in Vorbereitung auf das Sabbatschulgespräch am 31. August 2019.

[0:45] Der Mehrquest diese Woche finden wir in Jakobus 1, Vers 27 und dort steht: "Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal zu besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt zu halten." Bevor wir in das Thema dieser Woche, dem Dienen, einsteigen, möchte ich kurz mit euch beten.

[1:04] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir dafür, dass du uns diese Woche diese Lektion geschenkt hast und dass wir mehr entdecken können, was es bedeutet, Diener von dir zu sein und Diener der Menschen zu sein. Bitte führe unsere Gedanken in dem Gespräch und lass es auch nicht meine Worte sein, sondern allein deine. Dank für deine Gnade und deine Liebe. Im Namen Jesu, Amen.

[1:27] In Matthäus 28, Vers 20 finden wir den Missionsauftrag, den Jesus den Jüngern gegeben hat, kurz bevor er eben ging. Und dort steht eben 28, 20, Entschuldigung, 19: "So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen."

[2:02] Der Auftrag an die Jünger war also, das Werk Jesu in der Welt weiterzuführen und sich um die Bedürftigen, die Schwachen, Armen und Kranken zu kümmern und der Welt zu zeigen, wie Gott dann eigentlich ist, nämlich barmherzig, gütig, liebevoll und selbstaufopfernd.

[2:17] Den Auftrag Jesu, den finden wir in Lukas 4, Vers 18, wie Gott ihn damals gegeben hat. Lukas 4, Vers 18: "Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen. Er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Verschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn." Wenn man den Originaltext in Jesaja liest, kommt da auch noch das Gericht ins Spiel. Aber bei Ellen White sehen wir, dass sie schreibt, dass er diesen Teil des Verses extra weggelassen hat, um den Hauptaugenmerk auf die Barmherzigkeit zu legen.

[3:09] Und so ist der Auftrag an uns als Jünger und auch an die Jünger in der neutestamentlichen Gemeinde dieser, dass wir Jesu Werk in der Welt weiterführen, dass wir zeigen, wie Gott eigentlich ist.

[3:25] Am Sonntag studieren wir in der Apostelgeschichte und wir sehen, dass nach dem Frühregen die junge Gemeinde schnell anwuchs und der Erfolg der jungen Gemeinde gründete sich nicht auf ihren eigenen Weisheiten, vielmehr aber darauf, dass sich jeder einzelne Gott und im Dienst für die Gemeinde vollkommen unterwarf. Ihre Denkweise und Art von Gemeinde war ganz anders, als wir sie oftmals von heute kennen.

[3:51] Wir lesen jetzt gemeinsam Apostelgeschichte 2, Verse 42 bis 47 und Apostelgeschichte 4, 32 bis 37. Also Apostelgeschichte 2, 42 bis 47: "Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen aber waren beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war. Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und dem Einfall des Herzens. Sie lobten Gott und waren angesehen beim ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden."

[4:53] Dann noch ergänzend in Apostelgeschichte 4, 32 bis 37: "Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam. Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus. Und große Gnade war auf ihnen allen. Es litt auch niemand unter ihnen ein Mangel, denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war. Joses aber, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte, das heißt übersetzt Sohn des Trostes, ein Levit aus Zypern gebürtig, besaß einen Acker und verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Apostel zu Füßen."

[5:49] Im Studium habe ich hier vier Merkmale herausgesehen, was anders war in der Gemeinde oder was besonders an ihnen war. Und so haben wir das Merkmal von Beständigkeit. Sie waren ein Herz und eine Seele. Es gab keinen Egoismus, sondern nur gemeinsamen Besitz und völlige Hingabe, denn jeder gab 100 Prozent für Gott.

[6:13] Beständigkeit. Welche Merkmale sehen wir hier konkret in den Texten? Sie waren beständig in der Lehre der Apostel. Und ich hatte mich gefragt, was ist die Lehre der Apostel? Und wenn man das eben studiert, ist es einfach das Basic Evangelium: Jesus starb für die Sünden der Menschen und für unsere Schuld, und damit wir Vergebung und Frieden mit Gott erlangen können. Das war die Lehre der Apostel. Sie waren beständig in der Gemeinschaft, beständig im Brotbrechen, beständig in ihren Gebeten. Sie waren jeden Tag beständig und einmütig im Tempel. Es war also immer wieder und jeden Tag aufs Neue.

[6:48] Sie waren ein Herz und eine Seele. Und was ich hier besonders schön finde, ist, dass sich das Gebet von Jesus in Johannes 17 erfüllt hat damit. Er betete nämlich für sie, dass sie so seien wie er und der Vater. In Johannes 17, ich suche gerade den Vers raus: "Auf dass sie alle eins seien, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir. Auf dass auch sie in uns eins seien, damit du damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast." Ich finde es sehr schön, dass man sehen kann, dass Jesu Gebet hier in dieser Gemeinde erhört wurde.

[7:26] Sie waren im Einfall des Herzens. Sie hatten dasselbe Ziel und für dieses Ziel gaben sie alle 100 Prozent. Sie lobten Gott mit ihren Liedern, mit ihren Worten und auch in ihrem Wandel. Die Gläubigen waren alle Zeit beisammen. Sie achteten aufeinander, dass es jedem gut geht, dass niemand Mangel leiden müsste. Sie brachen das Brot gemeinsam in den Häusern, vielleicht auch als Erinnerung daran, was Jesus zu ihnen gesagt hatte beim letzten Abendmahl. Und sie nahmen ihre Speise mit Frohlocken ein.

[7:58] Sie hatten alle einen gemeinsamen Besitz auch. Sie haben alles, was mir gehörte, gehörte auch dir. Sie verkauften alles und teilten den Erlös untereinander auf, je nach Bedürftigkeit. Wir würden sowas vielleicht heute vielleicht nennen, dass es vielleicht Utopie ist, aber es war durchdacht und niemand hatte etwas für sich allein. Sie predigten und bezeugten das Evangelium und niemand litt an Mangel.

[8:23] Übrigens ist das auch sehr interessant zu sehen, weil damit haben sie das Gebot erfüllt von 5. Mose 15, Vers 4, was das restliche Volk nie schaffte. Damals wurde das Manna verteilt und jeder sollte sich genau so viel nehmen, wie er genau brauchte. Niemand zu viel, niemand zu wenig. Und hier können wir sehen, dass es funktioniert hat.

[8:48] Jeder gab sich auch völlig zu Gott hin. Jeder gab 100 Prozent. Ich glaube, heute sehen wir oftmals Probleme in unseren Gemeinden oder auch in unseren Familien und in unseren Beziehungen, dass niemand mehr 100 Prozent geben möchte, sich 100 Prozent für die Sache einsetzen möchte. Und die junge Gemeinde hier hat sich 100 Prozent für das Werk Gottes eingesetzt. Sie gaben alles dafür: ganzes Herz, ihre ganzen Güter, ihre ganzen Talente und Fähigkeiten.

[9:20] Ganz kurz möchte ich noch anreißen, warum ich den Vers von Apostelgeschichte 4, Vers 36 und 37 so interessant finde. Nämlich, dass Barnabas, der Levit, seinen Acker verkaufte. Und interessant ist, dass damals die Leviten im Alten Testament kein Eigentum hatten in dem Sinn, sondern ihre Aufgabe war es, am Tempel zu dienen und von dem zu geben, was ihnen gegeben wurde. Und so hatte eben Barnabas, der Levit, eben sein Eigentum. Und er hat, genauso wie es im Alten Testament war, dass er, was ihm gehörte, zur Aufgabe, um der Gemeinde zu dienen, hat er es auch im Neuen Testament gemacht, um wieder Gott und Menschen beziehungsweise der Gemeinde zu dienen.

[10:13] Natürlich gab es dann auch langsam, nicht langsam, aber natürlich war auch die neutestamentliche Gemeinde nicht vor Fehlern gefeit. Und dadurch, dass sie so stetig und schnell wuchs, konnte vielleicht auch nicht mehr allen gerecht werden. So wurde von den einen kritisiert, dass die Witwen und Weisen vernachlässigt wurden und die anderen wollten sich hingegen mehr auf die Verkündigung des Wortes konzentrieren.

[10:33] Jeder kann seine Gaben und seine Fähigkeiten mit in die Gemeinde einbringen. Und wir möchten dieses Beispiel jetzt konkret lesen. Und wir finden diese Stelle in Apostelgeschichte 6, 1 bis 8.

[11:11] Und das Wort, Entschuldigung, und das Wort gefiel der ganzen Menge.

[11:41] Wir sehen hier, dass jeder seine Gaben und Fähigkeiten in die Gemeinde einbringen kann, aber dass auch nicht jede Aufgabe für jeden geeignet ist. Gott hat jedem von uns Talente gegeben. Sie mögen vielleicht unterschiedlich sein wie Tag und Nacht, aber Gott hat uns genau das Talent gegeben, mit dem wir uns am besten in der Gemeinde einsetzen können.

[12:21] Was für Gaben gibt es in eurer Gemeinde? Kennt ihr Personen, die besonders gut im Gespräch sind, die gut auf Gäste zugehen können, die eine Persönlichkeit haben und man sich gleich wohlfühlt? Vielleicht sind die dafür geeignet, Begrüßungsdienst zu machen. Oder andere, die kreativ sind. Andere, die technikaffin sind. Für jeden hat Gott eine Aufgabe und für jeden hat er dir eine Gabe gegeben.

[12:45] Vielleicht kannst du dich während dieser Woche fragen, welche Gaben du hast und wie du sie am besten in der Gemeinde einbringen könntest. Ich bin sicher, dein Pastor oder Gemeindeleiter oder deine ganze Gemeinde wird sich freuen, wenn du dich traust, deine Gabe einzubringen.

[12:58] Am Montag lesen wir die Geschichte von Tabitha. Und über Tabitha sind nur wenige Sätze in der Bibel, aber dennoch sind sie mächtig. Tabitha setzte ihre Gabe des Nähens und der Fürsorge für andere so ein, dass sie so schmerzlich betrauert wurde, als sie nach ihrer Krankheit starb. Und wir finden die Geschichte von Tabitha in Apostelgeschichte 9, Verse 36 bis 42.

[13:27] "In Joppe aber war eine Jüngerin namens Tabitha, was übersetzt Gazelle heißt. Diese war reich an guten Werken und Wohltätigkeit, die sie übte. Und das geschah an jenen Tagen, dass sie krank wurde und starb. Und man wusch sie und legte sie ins Obergemach. Und weil aber Lydda nahe bei Joppe liegt und die Jünger gehört hatten, dass Petrus dort war, sandten sie zwei Männer zu ihnen und baten ihn, nicht zu zögern und zu ihnen zu kommen. Da stand Petrus auf und ging mit ihnen. Und als er angekommen war, führten sie ihn in das Obergemach und alle Witwen trafen zu ihm, weinten und zeigten ihm die Röcke und Kleider, die Tabitha gemacht hatte. Als sie noch bei ihnen war, da ließ Petrus alle hinausgehen, kniete nieder und betete. Dann wandte er sich dem Leichnam und sprach: Tabitha, steh auf! Sie aber öffnete ihre Augen, als sie den Petrus sah, setzte sie sich auf. Und er reichte ihr die Hand und richtete sie auf. Und er rief alle Heiligen und Witwen und stellte ihnen Leben vor. Es war aber in ganz Joppe bekannt und viele wurden gläubig an dem Herrn. Und es begab sich, dass er viele Tage in Joppe war, bei einem gewissen Simon, einem Gerber."

[14:45] Genau so weit. Diese Sätze sind mächtig. Wir sehen hier wieder noch einmal, dass Tabitha viel für die Menschen ihrer Umgebung getan hatte. Dass sie ihnen so geholfen hatte, dass sie so schmerzlich betrauert wurde. Und weil es nur wenige Sätze in der Bibel zu Tabitha gibt, habe ich mich auf die Suche gemacht, was dann Ellen White über sie schreibt. Und sie schreibt beispielsweise, wir finden diese Zitate in "Die Gute Nachricht für alle" oder "Das Wirken der Apostel", je nachdem, welche Ausgabe ihr habt.

[15:15] Und sie schreibt: "In Joppe nahe bei Lydda wohnte eine Frau namens Tabitha, die wegen ihrer guten Taten sehr beliebt war. Sie war eine würdige Nachfolgerin Jesu und ihr Leben war von Nächstenliebe geprägt. Sie wusste, wer dringend ausreichende Kleidung und wer Trost benötigte. Bereitwillig betreute sie die Armen und Betrübten. Dabei waren ihre geschickten Hände reger als ihre Zunge. Tabitha hatte viel für die Gemeinde getan und Gott erachtete es für gut, sie von den Toten aufzuerwecken."

[15:48] "Ihr Geschick und ihre Energie sollten weiterhin zum Segen für andere bereit stehen. Durch die Offenbarung dieser göttlichen Macht sollte die Sache Christi weiter gestärkt werden." In weiterer Stelle schreibt sie: "Tabitha war eine große Stütze der Gemeinde und Gott hielt es für richtig, sie aus dem Land des Feindes zurückzurufen, damit ihre Geschicklichkeit und ihre Energie weiterhin zum Segen für andere sein konnten und die Sache Christi durch die Manifestation seiner Macht gestärkt wurde. Die Nachricht verbreitete sich im ganzen Ort und viele kamen zum Glauben an Jesus dem Herrn."

[16:24] Wir können hier sehen, dass Tabitha war vielleicht nicht die große Rednerin oder vielleicht war sie auch still, aber sie hat mit ihrem Dienst, mit ihrer Gabe, die ihr Gott gegeben hat, Menschen gestärkt im Glauben. So sehr, dass Gott es für richtig empfand, sie aus den Toten heraus zu rufen, sodass sie weiterhin Menschen mit ihrer Gabe, mit ihren Fähigkeiten verschenken konnte, bereichern konnte und somit ein großes Werkzeug in der neutestamentlichen Gemeinde und im Werk Gottes war.

[16:59] Und auch dir sind Gaben gegeben. Tabitha, vielleicht kannst du nicht gut reden, vielleicht fällt es dir schwer, Musik zu machen, aber Gott hat dir eine Gabe gegeben, mit der du Menschen in deinem Umfeld zum Segen werden kannst. Und ich bin gespannt, was für Gaben uns gegeben sind und gespannt, wie du deine Gabe entdecken wirst.

[17:20] Am Dienstag lesen wir in 2. Korinther 8, Verse 7 bis 15. Hier geht es unter anderem auch um Reichtum. Und wir lesen hier 2. Korinther 8, 7 bis 15.

[17:42] "Aber wie ihr in allem reich geworden seid, im Glauben, im Wort, in der Erkenntnis und in allem Eifer sowie in der Liebe, die ihr zu uns habt, so möge auch dieses Liebeswerk bei euch reichlich ausfallen. Ich sage das nicht als Gebot, sondern um euch den Eifer anderer, auch die Echtheit eurer Liebe zu erproben. Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet. Und ich gebe euch hierin einen Rat. Es tut gut für euch, weil ihr nicht nur das Tun, sondern auch das Wollen seit vorigem Jahr angefangen habt, dass ihr jetzt auch das Tun vollbringt, damit die Bereitschaft des Willens auch das Vollbringen entspricht aus dem, was ihr habt. Denn wo Bereitwilligkeit vorhanden ist, da ist einer wohlgefällig entsprechend dem, was er hat, nicht entsprechend dem, was er nicht hat. Nicht, damit andere Erleichterung haben, ihr aber Bedrängnis, sondern des Ausgleichs wegen, in der jetzigen Zeit soll euer Überfluss im Mangel abhelfen, damit auch euer Überfluss in eurem Mangel abhilft, sodass ein Ausgleich stattfindet. Wie geschrieben steht: Wer viel sammelte, hatte keinen Überfluss, wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel."

[19:12] Hier wird in Vers 7 genannt, dass sie reich sind. Sie werden vielleicht reich im Wort, reich im Glauben, reich an Geld möglicherweise, reich in Barmherzigkeit, Hilfsbereitschaft und Erkenntnis, in allem Eifer sowie in der Liebe. Und wenn es diese Reichtümer auch in eurer Gemeinde gibt, ist es vielleicht gut daran, sich gegenseitig zu unterstützen.

[19:33] Er nennt hier auch, dass die Liebe erprobt wird, dass man vielleicht auch mal harte Worte erträgt, ohne vielleicht persönlich betroffen zu sein und ohne angegriffen zu sein. Nicht nur leere Worte haben, sondern Worte und Taten, wie es in Jakobus 1, 22 sagt, dass wir Täter des Wortes sind.

[19:57] Was hier auch interessant ist, ist, dass sie es nicht nur tun, weil es getan werden muss, sondern dass sie es von Herzen wollen. Mit welcher Einstellung gebe ich? Mit welcher Einstellung bringe ich mich ein? Bringe ich mich deshalb ein, dass ich von Menschen gesehen werde oder weil es eine lästige Pflicht ist, weil es vielleicht, dass man es als Christ so machen soll?

[20:18] Nein, die richtige Einstellung ist auch das Wollen, dass ich will, dass das Werk vorangetrieben wird, dass ich will, dass es meinem Nächsten gut geht, dass es den Schwächeren und Ärmeren, egal ob geistig oder materiell, es in meiner Stadt besser geht. Dass man nicht müde wird, sondern dass man bereitwillig gibt. Dass man sich so sehr einbringt, wie man es auch am Anfang des Glaubens möchte. Dass man nicht anfängt, ein Konsum-Christ oder Adventist zu sein, der sich am Sabbat in die Gemeinde setzt und danach wieder geht, sondern dass man beginnt, sich einzubringen und dass man mithilft.

[20:54] Als gutes Beispiel dazu ist vielleicht, dass Jesus reich war, aber für uns arm wurde, damit wir reich werden könnten. Hierzu gibt es einen schönen Quervers, und zwar in Philipper 2, Verse 5-8. Und zwar steht dort über Jesus geschrieben:

[21:14] "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie ein Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz."

[21:40] Schön, dass Jesus uns hier ein Vorbild gegeben hat, wie es funktioniert, nicht an seiner eigenen Kraft und Macht festzuhalten, sondern dass man sich opfert um den Dienst an anderen willen, um den Dienst Gottes willen.

[21:57] In einer anderen Stelle heißt es, dass Gott einen fröhlichen Geber liebt. Weltlicher Reichtum kann auch vielleicht dazu führen, dass man verführt wird, geizig zu werden oder dass es herzlich verschließt. Und gerade in diesem Hinblick, wenn solche Gefühle sich vielleicht tragen, kann man sich nochmal an die Philipper 2 Stelle erinnern, wo eben gesagt wird: Alles, was mir gehört, gehört doch eigentlich Gott. Jesus hat sich so entäußert, dass uns sein Reichtum offen steht, dass wir an die Schatzkammern des Himmels kommen dürfen.

[22:33] Und deshalb ist es umso schöner, alle unsere Gaben, Essen, Geld, Arbeitskraft, Talente, Fähigkeiten, Gaben, alles, was ihr habt, in das Werk Gottes einbringt und auch für das Werk Gottes bewahrt und nutzt.

[22:47] Man kann Gott darum bitten, dass er uns ein offenes Herz und ein offenes Auge für die Not schenkt, damit wir sehen, wo es jemandem vielleicht auch emotional schlecht geht, dass wir uns den Mut haben, das offene Herz und das offene Auge auf die Person zuzugehen und sie zu umarmen, vielleicht zu fragen, wie es ihr geht, ob sie reden möchte, ob es irgendwas gibt, wie man helfen kann.

[23:08] Wichtig ist auch, dass man sich vielleicht nicht selbst zu hoch einschätzt, denn wir sind alle Kinder des Allerhöchsten und es gibt, wie wir jetzt gleich sehen werden, keinen Unterschied zwischen uns und Gottes Augen.

[23:25] Am Mittwoch studieren wir Römer 12 und derzeit werde ich jetzt nicht das Kapitel durchlesen, sondern ihr dürft es euch gerne in Ruhe durchlesen. In Römer 12 gibt uns Paulus praktische Beispiele, wie man ein Leben der Liebe und in der Güte lebt, aufgrund der Gnade und Liebe Gottes.

[23:45] So schreibt er hier in Römer 12, dass man Körper und Geist ganz Gott zu seinem Dienst und zur Verfügung stellt. Vielleicht gehört hier auch dazu, dass ich darauf achte, dass mein Körper gesund bleibt, dass ich mich gesund ernähre, dass ich mich bewege, dass ich darauf achte, dass mein Körper und mein Geist Gott ganz zur Verfügung stehen kann und vielleicht auch über mehrere Jahre, über viele Jahre, mein ganzes Leben.

[24:11] Gott wünscht sich für uns Sinneserneuerungen und er will es auch in uns umsetzen. Wir müssen sensibel sein für Gottes Willen und an seine Geschöpfe denken und auch wissen, dass er uns geschaffen hat und dass er uns auch entsprechend verändert.

[24:26] Er betont hier nochmal, dass man nicht höher von sich selbst denkt, als man ist, sondern dass man bescheiden damit umgeht. Und er schreibt auch den bekannten Text, dass die Gemeinde ein Leib mit vielen Gliedern ist und wie es auch beim Körper ist, dass wenn an deinem Körper ein Arm fehlt oder ein Bein fehlt, kann man damit leben, aber es fehlt etwas.

[24:51] Und genauso ist es auch in der Gemeinde. Wenn du dich nicht in der Gemeinde einbringen kannst oder dich nicht traust oder denkst, du bist dafür nicht fähig, fehlt ein Teil. Und so ist jeder Einzelne in der Gemeinde ist, genau wie jedes andere Glied an dem Körper ist wichtig. Und genauso bist du auch wichtig in deiner Gemeinde.

[25:12] Natürlich kann meine linke Hand nicht so schreien wie meine rechte Hand. Das bedeutet aber nicht, dass meine linke Hand unwichtig ist. Es gibt verschiedene Gaben und verschiedene Fähigkeiten und Aufgaben in der Gemeinde. Und so hast du vielleicht auch eine andere Aufgabe, wie dein Bruder oder die Schwester, die so super toll und talentiert sind.

[25:36] Er zählt jetzt hier auch verschiedene Möglichkeiten auf, wie man dienen kann. Und alle ist, dass man vom Herzen gedemütigt ist und im Dienst mit Gott übereinstimmt. Man dient, indem man dient und indem man auch Gott dient. Man lehrt. Man dient, indem man Gott dient. Man lehrt, indem man Gott dient. Und man lehrt, indem man Gott dient.

[26:00] Man dient, indem man dient und indem man auch Gott dient. Man lehrt. Man dient in der Lehre. Man ermahnt. Man dient in der Ermahnung. Man gibt. Man gibt in Einfalt. Man ist barmherzig mit Freudigkeit.

[26:13] Und so sind die ganzen Dinge, die man auch vielleicht im Fleisch tun könnte und vielleicht ohne den Geist Gottes tun könnte, sind viel wertvoller, wenn man sich Gott übergibt und sagt: Gott, es ist deine Aufgabe. Benutz mich als dein Werkzeug. Dann funktioniert das viel besser und einfacher.

[26:30] Er sagt auch, Gutes tun. Nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern weil das Herz untergeordnet ist. Dazu gehört auch, dass man ungeheuchelt liebt. Dass, wenn du etwas gegen einen Bruder oder eine Schwester hast, dass du nicht nur deine Liebe zu der Person heuchelst, sondern dass du den Ursachen, warum diese Disharmonie zwischen euch ist, auf einen Grund gehst, dass ihr es klären könnt, sodass ihr euch ungeheuchelt lieben könnt.

[26:56] Es gehört dazu, das Böse zu hassen, aber am Guten festzuhalten. Trenn dich von all dem, was dich in der Welt hält, von dem du weißt, das ist nicht Gottes Wille für dich, sondern eine bessere Sache. Etwas, das Gott dir gegeben hat.

[27:08] Seid herzlich untereinander, weil Bruderliebe, schreibt Paulus. Jeder achtet den anderen höher als sich selbst. Bleibt eifrig, lasst nicht nach. Manchmal kommen Steine in den Weg oder man ist unmotiviert, etwas zu tun. Aber bleibt dran.

[27:24] Seid brennend im Geist, dient dem Herrn. Als ich das gelesen habe, dachte ich so: Wow, es ist eigentlich ein Privileg, Gott zu dienen. Und dass man sich bewusst ist, für wen man das tut. Man dient niemandem anderen als nur Gott alleine.

[27:38] Seid fröhlich in der Hoffnung, beharrlich im Gebet und standhaft in aller Bedrängnis, schreibt Paulus weiter. Er sagt weiter: Nehmt Anteil an den Nöten. Seid gastfreundlich.

[27:51] Vielleicht wisst ihr, dass immer wieder Gäste in eure Gemeinde kommen und dass ihr nicht wisst, ob ihr sie zum Essen einladen sollt. Vielleicht bereitet euch darauf vor, dass eure Wohnung, euer Haus vielleicht dafür vorbereitet ist. Und auch ihr, dass ihr gastfreundlich sein könnt. Ich bin mir sicher, es wird euch zum Segen sein.

[28:08] Paulus sagt weiter: Segnet die, die euch verfolgen. Flucht nicht, sondern segnet. Empathisch sein, wie man sich am besten verhalten kann. Dass man gleichgesinnt ist. Dass alle sich darauf fokussieren, welches Ziel haben wir alle. Es gibt so viele Strömungen und so viele Disharmonien aufgrund von Kleinigkeiten. Aber eigentlich haben wir alle dasselbe Ziel. Und wenn wir uns alle auf dieses Ziel fokussieren, dann kann Gott auch unsere Gedanken und unsere Lebensvorstellungen in die gleiche Richtung bringen.

[28:40] Er sagt, man soll nicht nach irdischem Reichtum haschen, sondern die Schätze im Himmel sammeln. Sich nicht selbst für klug halten. Sich nicht rächen, denn die Rache ist Gottes. Das tun, was in den Augen aller Menschen gut ist. Friedenstifter sein, barmherzig. Und mit dem Guten das Böse überwinden.

[29:01] Genau das, was Jesus für uns getan hat. Jesus hat hier auf der Welt das Böse mit dem Guten überwunden.

[29:11] Am Donnerstag kommen wir noch zum Jakobusbrief. Hier ist es sehr interessant. Jakobus ist ein wunderbares Buch zum separaten Studium geeignet. Und hier bietet es viele wunderbare Anleitungen zum praktischen und zum konkreten Christsein. Man sagt auch, dass das Buch von Jakobus das Buch der Sprüche im Neuen Testament ist. Ich kann das bezeugen. Es hat beim Lesen so viel Freude gemacht. Es sind gute Ratschläge, die jeder mitnehmen kann.

[29:45] Der Brief von Jakobus zeigt, wie praktische Frömmigkeit und eine kluge Lebensweise als Nachfolger Christi funktioniert. Wir können alle weisen Worte der Welt sprechen, aber wenn unsere Worte ohne Taten bleiben, sind sie leer und heuchlerisch. Wir müssen das, was wir sagen, auch tun. Genau wie wir es gerade hatten, dass man nicht etwas nur wissen soll oder nicht etwas nur tun soll, weil man es eben tun muss, sondern einfach das, was wir wissen und das, was wir wollen, auch tun. Und Gott wird uns das Wollen und das Vollbringen schenken.

[30:21] In dem Fall ist es auch, dass wir Bedürftigen konkrete Hilfe schenken und dass wir ihnen Jesu Gnade in praktischer Hilfe zeigen, genauso wie er es auch tut. Wenn ich beispielsweise im Winter durch die Straße laufe und sehe jemanden am Boden sitzen, der vielleicht auf der Straße wohnt, weil er sein Zuhause verloren hat, und sehe, er friert, bringt es ihm vielleicht wenig, wenn ich ihm sage: Gott liebt dich, und ich laufe weiter. Sondern ich kann gerade sagen: Gott liebt dich, und gebe ihm einen Schal oder ein warmes Getränk. Ich glaube, wir haben es alle so gut, dass es vielleicht, vielleicht kostet es auch Überwindung, aber das ist das Mindeste, was wir tun können, dass Gott seinen Tag gesegnet und dass er weiß, er wird geliebt.

[31:01] Und wir sollten es nicht aus dem Motiv heraus tun, weil wir sagen: Das gibt einen Haken in meiner Liste, das gibt vielleicht ein Sternchen im goldenen Buch oder irgendein Unsinn, sondern weil wir an der Person interessiert sind, weil unser Herz so weich ist, weil unser Herz so gesund ist wie das von Jesus. Und Gott kann uns das schenken.

[31:20] Zurück zu Jakobus. Wir lesen in Jakobus Kapitel 2, und dort die Verse 1 bis 9. Ich lese es gerade einfach kurz vor.

[31:36] "Meine Brüder, verbindet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, nicht mit Ansehen der Person. Denn wenn in eure Versammlung ein Mann käme mit goldenen Ringen und mit prächtiger Kleidung, es käme aber auch ein Armer in unsauberer Kleidung, und ihr würdet euch nach dem umsehen, der die prächtige Kleidung trägt, und zu ihm sagen: Setze du dich hier auf diesen guten Platz, und zu dem Armen aber würdet ihr sagen: Bleib du dort stehen oder setz dich an mein Fußschemel, würdet ihr da nicht Unterschiede unter euch machen und nach verwerflichen Grundsätzen richten? Hört, meine lieben Brüder, hat nicht Gott die Armen dieser Welt erwählt, dass sie im Glauben reich würden und Erben des Reiches, dass er denen verheißen hat, die ihn lieben? Ihr aber habt die Armen verachtet. Sind es nicht die Reichen, die euch unterdrücken, und ziehen nicht sie euch vor Gericht? Lasst dann sie nicht den guten Namen, der über euch ausgerufen ist? Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach dem Schriftwort: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, so handelt ihr recht. Wenn ihr aber die Person anseht, so begeht ihr eine Sünde und werdet von dem Gesetz als Übertreter verurteilt."

[32:46] Was diese Verse zeigen hier, vor allem im ersten Satz: Vor Christus sind wir alle gleich. Er sieht die Person nicht an. Ihm ist es quasi egal, wie machtvoll, wie einflussreich, reich, schön, klug wir sind. Es ist nichts an Maßstab.

[33:01] Genauso warnt uns hier auch Jakobus, dass wir nicht den Reichen Bevorzugung vor den Armen schenken sollen. Denn egal, ob sie geistig oder materiell arm sind, ihrer ist das Reich der Himmel, wie wir Jesus in der Bergpredigt und den Seligpreisungen hören.

[33:22] Ebenfalls benennt Jesus hier auch nochmal den Missionsauftrag im Prinzip: "So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker." Egal, wie unangesehen eine Person ist, egal, wie reich eine Person ist, egal an welchem tiefsten Punkt eine Person in ihrem Leben ist, sie erbt das Reich der Himmel, wenn sie von Gott hört und ihn annimmt in ihrem Herzen.

[33:48] Und ich habe mich auch im ersten Punkt gefragt, warum er dann hier so vor den Reichen warnt. Er sagt im Prinzip: Passt auf, dass ihr die Reichen nicht durch euer Ansehen ihrer Person zum Verhängnis werden. Sie sollen sich also nicht von einem vermeintlichen Bild blenden lassen.

[34:10] Und warum? Welchen Grund hätte es, einen Reichen zu bevorzugen? Damit meine ich jetzt nicht nur materiell rein, dass die Person gut gekleidet ist, dass sie wunderbar aussieht, dass sie viel Geld vielleicht auf ihrem Konto hat, aber auch vielleicht in unserer Gemeinde mit geistlichen Personen. Vielleicht gibt es jemand in eurer Gemeinde, der super beliebt ist, der wunderbar predigen kann, der so viel geistliches Wissen und Reichtum besitzt. Und wenn ich mich nahe zu einem von diesen Personengruppen stelle, aus welchem Beweggrund mache ich das? Weil ich wirklich von Herzen einer Person, als Person interessiert bin? Oder weil ich etwas von dem Ruhm und Reichtum abhaben möchte? Weil ich vielleicht auch von den Menschen angesehen werde? Weil ich mit dieser Person etwas zu tun habe, dass ich vielleicht auch wichtig bin und dass ich vielleicht auch geistlich reich bin?

[35:00] Vers 10 warnt davor und schreibt nämlich: "Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden." Und im Prinzip, wenn man so über die Person denkt, dass ich sie bevorzuge, vielleicht aus egoistischen Beweggründen, mache ich mich da nicht im 10. Gebot schuldig, dass ich begehre? Ich begehre von der Aufmerksamkeit, die diese Person hat, von dem Ansehen, von dem Reichtum, materiell oder geistlich.

[35:30] Das meine ich nicht, dass es nicht gut wäre, sich mit geistlichen Personen zu umgeben, sondern ich glaube, ihr versteht, was ich meine, dass man sich nicht mit der Person umgibt, damit andere von einem denken: Wow, wie ist sie dann drauf, wie krass.

[35:46] Und wenn ich die Armen so behandle, wie Gott es vorgelebt hat, was für einen Nutzen hat es dann für mich selbst? Kein, denn ich diene eigentlich nur Gott und den Menschen, weil ich wirklich Anteil an den Menschen nehme.

[35:59] Vielleicht kommt in eurer Gemeinde, angenommen morgen, der Bürgermeister eurer Stadt, wunderbarer Anzug, Krawatte. Ihr fühlt euch geehrt, dass diese Person zu euch in den Gottesdienst kommt. Gleichzeitig kommt aber auch ein Obdachloser von der Straße. Seine Klamotten sind vielleicht zerrissen, dreckig, vielleicht stinkt er ein bisschen oder sehr. Und ihr sagt zu ihm: Stell du dich dahin. Und zum Bürgermeister: Setzen Sie sich in die erste Reihe, bitte schön.

[36:29] Der Bürgermeister oder so, vielleicht bekommt er jeden Tag diese Ehre zuteil. Aber dieser Obdachlose von der Straße, vielleicht kommt er, weil er Trost braucht. Vielleicht wird er jeden Tag so behandelt, dass er es nicht verdient hat, auf dieser Welt zu sein, dass er so oft verachtet wird. Und wie viel mehr sollten wir dann anders sein, dass wir wirklich Interesse an dieser Person haben, dass wir daran interessiert sind, dass sie wächst und dass sie ein neues Leben hat, dass Gott ihr ein neues Herz schenkt und dass Gott das Leben von dieser Person verändert.

[37:03] Natürlich ist es auch gut, wenn große Persönlichkeiten in die Gemeinde kommen. Aber in diesem Kontext geht es eben darum, dass man auch den Verachtenden Anteil gibt und dass man sich um die Verachtenden kümmert, der Jesus so gehandelt hätte, weil Gott uns das Herz dazu gibt, dass wir auch so handeln können.

[37:23] Wir können diese Menschen wertschätzend behandeln und auch so, dass sie wissen, dass sie wertvoll sind und dass sie von Gott geliebt sind.

[37:31] In Jakobus 5, Verse 1-5, wird die Warnung noch ein bisschen eindringlicher vor dem Reichtum. Und der Zeit wegen werde ich es nicht vorlesen, aber ihr könnt es euch gerne selber vorlesen. Die Verse sind Jakobus 5, Vers 1-5.

[37:50] Und hier wird noch mal gewarnt, dass Reichtum nicht rettet. Vielleicht warnt auch Jakobus so davor, dass wenn wir uns selber gut fühlen, dass wenn wir uns abgesichert fühlen, dass wenn wir uns im geistigen, materiellen Bereich, dass wir vor allem auch im materiellen Bereich uns Schätze suchen, damit es uns auch vielleicht im Alter gut geht, damit es uns jetzt gut geht, damit wir uns Dinge gönnen können und dass wir vielleicht auf die schiefe Bahn rutschen und uns Üppigkeit gönnen.

[38:18] Wie schreibt er das? Er schreibt, dass ihr eure Herzen gemästet habt, wie am Schlachttag, dass es uns schnell in die falsche Richtung führen kann und dass wir uns nicht mehr 100 Prozent auf Gott verlassen. Ich glaube, das war ein großer Punkt, weshalb die Urgemeinde alles unter sich aufgeteilt hat. Sie haben Gott 100-prozentig vertraut.

[38:41] Und irdische Schätze mögen vielleicht wunderschön sein und mögen vielleicht auch Spaß machen. Aber ihr Ruhm ist irdisch und dem Verfall, dem Verfaulen, dem Verrosten, dem Verrotten geweiht.

[38:54] Interessant ist auch Jakobus Gedanke in Vers 3. "Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen." Er verbindet es quasi mit einem Vorwurf, dass man nicht in den letzten Tagen Schätze sammeln könnte. Wir bewegen uns auf das Ende der Zeit zu. Und wenn nicht jetzt, wo wir noch Sicherheiten haben, können wir lernen, uns 100 Prozent auf Gott zu vertrauen, indem wir in sein Werk investieren, indem wir unsere Herzen übergeben.

[39:30] Unser Vertrauen muss allein auf Gott liegen, damit wir die letzte Zeit bestehen können. Und da helfen uns irdische Güter, wunderbare Autos, wunderbare Klamotten, wunderbare Schuhe, wunderbare was auch immer. Nichts, sondern allein der Glaube und das Vertrauen an Gott.

[39:46] Vielleicht kann auch das Horten von irdischen Gütern Geizgefühle wecken, damit ich nicht mehr gerne geben kann, sondern immer reicher und immer reicher werden möchte. Dass ich vielleicht dazu verleitet werde, Schwächere zu übervorteilen. In diesem Kapitel wird damit genannt, dass man seine Knechte nicht mehr bezahlt.

[40:04] Und diese Genusssucht, dieser üppiger Lebensstil und dieses gemästete Herzensvolles mit dem ganzen irdischen Reichtum, dass man vielleicht auf Abwege kommt und die Sinne verfinstert werden. Und wenn Gott dich mit Reichtum gesegnet hat, kannst du ihm um Weisheit bitten, wie du am besten deine Güter verwalten kannst, damit es dir und anderen zum Segen werden kann und wie du ein Segen für andere sein kannst. Und er wird dir helfen und dir Weisheit schenken.

[40:35] Und anstatt auf das Fleischgesinn zu sein und meine Begierden zu füttern, weil es mir gut geht, kann ich beten, dass Gott mir zeigt, wo ich mich einbringen kann. Dass ich nichts für mich zurückbehalte, sondern dass alles für Gott zur Verfügung stelle.

[40:54] Und auch wir können so dienen wie die Urgemeinde. Sie hatten alle dasselbe Ziel, nämlich, dass Jesus so schnell wie möglich nur wiederkommt und dass jeder von Gott gehört hat und ihn in seinem Herzen angenommen hat. Wenn wir unsere Herzen, unsere Fähigkeiten, unsere Reichtümer und vor allem auch unseren Willen Gott zur Verfügung stellen, kann er Riesiges bewirken.

[41:17] Er wird uns die nötigen Ideen und Möglichkeiten zeigen, wie wir Ministries gründen können, welche Ministries wir unterstützen können, wo wir seinen Willen und sein Werk in der Welt ausführen können. Wie schön wäre es, wenn jeder in der Ortsgemeinde und Weltgemeinde sich ganz dem Dienst für Jesus übergeben würde. Wie wundersam könnten wir dann zu Gottes Ehre und durch Gottes Gnade Menschen zu ihm ziehen und ihm entgegen blicken.

[41:47] Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit und ich habe noch einen Vers zum Abschluss, der uns ermutigen soll. Wir finden den in 1. Korinther 15, Vers 58. Und dort steht:

[42:01] "Darum, meine geliebten Brüder und Schwestern, seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn."

[42:12] Auch wenn du dabei angefangen hast zu dienen und manchmal dir Steine in den Weg gelegt werden oder du meinst, scheinst, es gibt Hindernisse, sei getrost, es ist nicht vergeblich und der, der das gute Werk in euch begonnen hat, wird es auch zu Ende bringen.

[42:27] Und so freue ich mich, dass wir dieses Quartal so viel über das Dienen studieren können und bereichert werden in unserem eigenen Leben und auch das Leben anderer bereichern können. Danke fürs Zuhören und ich wünsche euch eine gesegnete Zeit beim Studium.

[42:57] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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