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In dieser Predigt von Christian Meisel geht es darum, wie wir unsere Gedanken erneuern können, um Wege aus der Depression zu finden. Er erklärt das ABC der Gefühlsentstehung und betont, wie wichtig unsere Gedanken und Überzeugungen für unsere Gefühle sind. Anhand biblischer Beispiele wie Mose und der Jünger Jesu zeigt er auf, wie wir lernen können, auf das Unsichtbare zu schauen, Gott zu loben und seine Gegenwart zu erleben, um so Ruhe und Frieden in stürmischen Zeiten zu finden.

In dieser Predigt von Christian Meisel geht es darum, wie wir unsere Gedanken erneuern können, um Wege aus der Depression zu finden. Er erklärt das ABC der Gefühle und wie unsere Überzeugungen entscheidend sind. Anhand biblischer Beispiele wie Mose und der Jünger Jesu zeigt er, wie wichtig es ist, den Blick auf Gott und das Unsichtbare zu richten, anstatt sich von den Umständen überwältigen zu lassen. Praktische Tipps wie das Nutzen von Verheißungskonkordanzen und das Loben Gottes helfen dabei, Gottes Perspektive einzunehmen und inneren Frieden zu finden.


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Serie: Wege aus der Depression

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Transkript

[1:00] Ich freue mich, hier bei euch in Bad Cannstatt sein zu dürfen. Und wir haben heute Morgen schon ein wenig über das Thema der Heilung unserer Gefühle und Gedanken nachgedacht. Es geht heute Nachmittag um das Thema der Erneuerung unserer Gedanken. Und von denen, die heute Vormittag da waren, würde ich gerne mal kurz hören, was sind so Dinge, die euch wichtig geworden sind, die ihr mitgenommen habt? Wo sagt ihr, das sind Dinge, die mir wichtig geworden sind, die mir geholfen haben? Welche Gedanken und Gefühle sind auf dem Weg der Heilung zu helfen? Könnt ihr mir helfen?

[1:41] Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Die Situation entscheidet nie über meine Gefühle. Und wir malen mal kurz ein ABC an, das uns vor Augen hält, wie unsere Gefühle entstehen. A ist die Situation. C ist unser Gefühl. Und oft denken wir, dass eine bestimmte Situation direkt zu einem bestimmten Gefühl führt, oder? Wir denken an unseren Nachbarn, der uns immer nett grüßt und freut uns. Wir denken an einen anderen Nachbarn, der uns schon lange nicht mehr gegrüßt hat und wir haben das Gefühl, oh, da kann irgendwas nicht stimmen. Wir denken, unsere Situation, Gedanke, Nachbarn führt zum direkten Gefühl. Aber wir haben gelernt, das stimmt nicht, sondern was führt zum Gefühl? Genau, unsere Gedanken, unsere Überzeugung. Die Überzeugung, die wir über die Situation haben.

[3:02] Und wir haben uns heute Morgen angeschaut, dass Gott uns helfen möchte, unsere Überzeugung zu verändern, damit wir zur gleichen Situation andere Gefühle bekommen. Wir hatten es heute Morgen nicht im Schema, aber das ist das, was hinter unserem Thema gesteckt hat. Was sind noch Sachen, die euch wichtig geworden sind heute Vormittag? Dass ich mit Gottes Hilfe mich mehr auf den Weg vor mir konzentriere, als das, was hinter mir war. Ja, ich kann mit Gott Dinge vorbereiten, die kommen werden. Und indem Gott mir zeigt, was er tun möchte, nimmt er mir die Last, die Verantwortung. Und ich kann mitbeobachten, was Gott tun möchte. Und ich darf Teil seines Plans sein. So wie Noah die Anweisungen für die Arche bekommen hat, möchte uns Gott die Anweisungen geben für diejenigen, die dran sind, die wir tun sollen. Gott hat Werke vorbereitet, aber möchte sie uns auch zeigen. Und dafür brauchen wir Zeit.

[4:32] Noch Dinge, die euch wichtig geworden sind? Okay, vielleicht vertiefen wir die eine oder andere Sache in dem Bereich heute Nachmittag noch. Gott möchte uns helfen, dass der unsichtbare Gott uns mehr sichtbar wird und mehr Halt bietet, als das, was wir sichtbar sehen. Ich denke, den Punkt werden wir heute Nachmittag noch etwas vertiefen und sehen, wie wir das wirklich praktisch und greifbar machen können. Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Die stille Zeit mit Gott. Dass dort, wo wir weiter wachsen wollen, Reflektionszeit über das brauchen, was wir erleben. Dort, wo uns Ärger hochkommt, dass wir es mit Gott reflektieren und fragen, was dahinter steckt.

[5:39] Unsere Gedanken haben einen sehr, sehr großen Einfluss. Ja, bewache dein Herz, denn aus ihm quillt das Leben. Das sind unsere Gedanken. Und wir sehen, dass jeder Gedanke direkt zur Ausschüttung von gewissen Hormonen kommt. Dass unter Kortisol, Spiel durch Angst und anderen Sachen direkt steigen kann. Das sind einzig die Gedanken. Wo Gott uns neue Gedanken und neue Gefühle gibt, gibt er uns auch eine neue Gesundheit. Dort, wo er uns Frieden gibt, Geborgenheit gibt. Dort können wir zur Ruhe kommen und Regeneration passiert nur dort, wo Stress abgebaut wird. Wenn der Körper unter Dauerstress ist, kann er sich nicht regenerieren. Und deswegen ist es so wichtig, dass wir Ruhe und Frieden bei Gott finden.

[6:28] Ich denke, wir haben viele wichtige Punkte schon gesammelt. Welche Wege geht ihr für euch noch, um Heilung von einer Verletzung zu erleben? Welche Wege geht ihr momentan, dass wir nicht Sachen doppeln müssen? Da wühlen euch Sachen auf, was macht ihr zuerst? Welche Wege geht ihr? Ihr seid aufgewühlt. Gottes Wort gibt uns eine Hilfe dafür.

[7:24] Und ich denke, damit wir Gottes Wort ganz konkret nehmen können, ist es gut, dass wir wahrnehmen, wenn uns etwas auffällt, welches Gefühl steckt dahinter? Ist es Angst? Ist es Ärger? Ist es ein Gefühl von Verlassenheit? Wir können bei unserem Gefühl ansetzen, wenn wir uns verlassen oder einsam fühlen. Und können Gott fragen: Lieber Gott, was denkst du darüber? Über die Situation? Und eine Möglichkeit ist, dass ihr eine Verheißungskonkordanz bei euch habt. Wer von euch hat schon mal eine Verheißungskonkordanz in der Hand gehabt? Es ist ein sehr hilfreiches Buch. Dort sind die ganzen Emotionen, die wir haben, geordnet nach Verheißungen, die Gott gibt. Und ich kann meine Einsamkeit eintauschen gegen das Wort, was Gott mir gibt. Und ich lade euch ein, es waren zwei Hände, die sich gemeldet haben, die es haben. Schaut bei den Leuten mal rein, leiht euch die Bücher aus und bestellt sie euch selber.

[8:29] Ich merke, entweder suche ich mit der Konkordanz oder Verheißungskonkordanz einen Text, dass dort, wo ich ein Gefühl habe, wo ich nicht weiter weiß oder kann auswechseln, dass ich meinen Gedanken gegen Gottes Gedanken eintausche. Wir haben heute Morgen besprochen, dass die eine Möglichkeit ist, dass ich Gott frage im Gebet und sage: Lieber Gott, ich ärgere mich über die Sache, was denkst du dazu? Und Gott gibt mir einen neuen Gedanken. Aber es ist wichtig, dass wir uns genauso seinem Wort dafür nehmen. Nicht nur in Gedanken durch seinen Geist, sondern uns direkt auf sein Wort verlassen. Dass wir mehr als einen Zeugen haben, auf zwei oder drei Zeugen Wahrheit kundtut.

[9:06] Ich meine Vergebung aus Liebe. Das ist sehr wichtig. Wenn man Vergebung aus Liebe hat, dann hat man auch gleich diese innere Welt. Man muss aus Liebe sein. Ich weiß nicht was, aber aus Liebe Vergebung. Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Dass Gott uns seine Liebe geben möchte. Dass wir so lange beten für eine Person, die uns verletzt hat, bis wir wirklich Liebe für die Person haben. Dass Gott uns einen Gedanken gibt, wo wir etwas Gutes für sie tun können. Und Gottes Liebe, das befreit uns. Und ich denke, es ist auch ein guter Test, ob wir wirklich jemanden verziehen, wenn wir etwas haben, was wir ihnen an liebevollen Sachen geben können. Wenn wir merken, dass wir auf eine Person stoßen und an eine Person denken und wir merken, es kommt noch dieser Ärger hoch, dann ist es noch dran zu beten, bis Gott uns wirklich Liebe für die Person gegeben hat. Es ist einfach so ein Gratmesser, dass wir wissen, ob wir noch Liebe für die Person haben. Es ist einfach so ein Gratmesser, dass wir wissen, ob wir noch Gebet für eine Person brauchen. Wenn wir uns immer noch ärgern oder merken, wir können der Person noch nicht entgegentreten, können mit ihr noch nicht wirklich sprechen, dann ist es noch Zeit, dass wir so lange beten, bis wir liebevolle Gedanken für die Person haben. Und das braucht manchmal länger, mehr Gebete, aber es ist wichtig, dass Gott die Quelle der Liebe ist und uns noch füllen möchte, bis wir etwas von ihm haben.

[11:21] Jemand hat auch geschrien, immer auf ihn schauen, wie wir sollen. Das kann ja auch nicht abfallen. Es hilft uns dann auch, die Menschen, die wir vorher von den Gräuen aufgezogen haben oder schlechte Gefühle hatten, sich in einem anderen Licht zu sehen. Wenn wir immer auf Jesus schauen, dann verändert sich das Gefühl uns auch. Wenn wir von ihm ein Wort haben, dann ist es wichtig, dass wir es dauerhaft vor Augen haben.

[11:56] Und so mache ich es mir zur Gewohnheit, wenn ich für eine Situation von ihm ein Wort bekommen habe, dass ich mir auf einen Zettel schreibe, mir es persönlich für mich werden lasse. Das heißt, ich setze meinen Namen ein und nehme es mit. Und ich merke, manchmal vergesse ich die Sache, dann kann ich es rausziehen, mir vor Augen halten und ich weiß, ich habe einen Gedanken, den Gott gedacht hat, der seinen Weg ist. Es ist wichtig, dass sein Wort uns wirklich vor Augen ist.

[12:27] Wir haben heute Morgen von dem Blick auf den Unsichtbaren gesprochen. Es ist gut, dass wir uns den Text mit allen unseren Sinnen vorstellen, dass wir es laut aussprechen. Wir glauben ja keinem anderen mehr als uns selbst, oder? Deswegen kann es uns helfen, dass Texte, die Gott uns gezeigt hat, nicht nur für uns still hinlesen, sondern dass wir sie laut aussprechen und dass wir uns den Text vorstellen. Wenn die Bibel zum Beispiel in Psalm 1 sagt: Wo dem, der nicht wandert im Rat der Gottlosen, noch tritt auf dem Weg der Spötter, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über sein Gesetz Tag und Tag. Der ist wie ein Baum gepflanzt in dem Wasserbecken, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht. So kann ich mir vorstellen, wie dort, wo ich mit Gott gehe, wie so ein fruchtbarer Baum am Wasser bin, wo ich weiß, wir wissen, Wasser ist der Heilige Geist, von Gott bekomme ich, was ich brauche. Ich kann mir den Text mit allen Sinnen vorstellen, dass ich in der Situation, oder wenn ich es lese, es wirklich mit allen Sinnen wahrnehme.

[13:58] Ich lade euch ein, probiert, wenn ihr einen Text von Gott bekommen habt, es euch wirklich mit eurem Auge vorzustellen. Es hilft euch, in dem Augenblick dabei zu sein. Wir sind visuelle Wesen und die ersten Jahre unseres Lebens speichern wir fast alles visuell ab. Deswegen hilft es uns, dass wir Sachen auch visuell erleben, wahrnehmen und dadurch Heilung erleben. Sonst rutschen uns Sachen weg. Also Sachen, die wir im Fernsehen sehen, haften uns so ein, weil wir sie visuell wahrnehmen. Deswegen lade ich euch ein, wenn ihr Texte auswendig lernt, versucht sie euch auch visuell vorzustellen.

[14:34] Und deswegen verknüpft die Bibel Gottes Wesen auch mit Bildern aus der Natur. Deswegen hat Jesus auch immer Bilder genommen. Und er sagt: Herr, deine Gnade, weil ich so weit dahin ist und deine Güte, soweit die Wolken ziehen. Dann stelle ich mir vor und schaue die Wolken draußen an und stelle mir vor, dass deine Gnade so weit zieht, soweit die Wolken jetzt gehen und weiß, dass jeden Schritt, wo ich heute hingehe, dass Gott mit seiner Güte und Gnade da ist. Immer wenn ich zu den Wolken schaue, kann ich sagen: Oh, es kommt Regen, oder? Oder ich kann sagen, deine Gnade ist da, wo ich heute hingehe.

[15:22] Also Gott möchte, dass wir das Sichtbare mit dem Unsichtbaren verknüpfen. Das hat er in seinem Wort gemacht. Herr, deine Gnade reicht, soweit der Himmel ist. Und ich gucke auf die Wolken und weiß, dort ist Gottes Gnade, weil Gott den Text damit verbunden hat. Das heißt, das meint, dass wir das Sichtbare mit dem Unsichtbaren verknüpfen. Und ihr werdet verschiedene Textstellen dafür finden, wo die Bibel uns hilft, dass wir mit unserem sichtbaren Auge auf die Sachen schauen.

[15:58] Wir haben heute Morgen Mose betrachtet. Mose hatte gelernt, auf das Unsichtbare zu schauen. Er hat es aber nicht sofort gelernt und deswegen wollen wir uns heute noch die Vorgeschichte anschauen, bis er es gelernt hat.

[16:26] Ich lade euch ein, dass wir jetzt zu 2. Mose 3 gehen. Und 2. Mose 3 hilft uns wunderbar zu sehen, wie nicht die Situation, sondern wie unsere Blickrichtung über unsere Gefühle entscheidet. Gott war Mose erschienen im brennenden Dornbusch und in Vers 10 gibt er ihm Auftrag und sagt: Geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten aus Ägypten, führst. Was antwortet Mose in Vers 11? Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? Worauf guckt Mose hier?

[17:33] Meine Frau war zu schnell. Worauf guckt er? Vers 11, in der Bibel steht es, hier vorne steht es auch, aber da steht es auch drin. Was sagt er? Worauf guckt er? Auf sich guckt er, richtig, und noch? Zum Volk und zum Pharao. Was sind seine Gefühle daraus? Angst. Ich. Welche Gefühle kann man noch sehen? Fühlt er sich fähig dahin zu gehen? Überfordert, ja. Ja, ja.

[18:36] Was sagt Gott in Vers 12? Er sprach: Ich will mit dir sein und das soll dir ein Zeichen sein, dass ich dir gesandt habe. Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werde ich, werdet ihr Gott opfern auf diesen Bergen. Wo möchte Gott, dass Mose hinschaut? Wie bitte? Zu Gott hin. Welche Gefühle möchte er ihm geben? Stärken, dass jemand bei ihm ist, oder? Also Beistand, Gefühl des Beistands. Sicherheit geben. Mut. Ja, Hoffnung. Okay. Er kann sich verlassen, da ist jemand da. Ihr werdet opfern, er gibt ihm das Zugesagte, das wird kommen.

[19:37] So Vers 13, Mose spricht wieder. Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name? Was soll ich ihnen sagen? Worauf guckt Mose? Auf Gott? Aufs Volk. Was ist das Gefühl? Unsicherheit. Entmutigt wieder. Ihr seht, Mose spricht, er guckt auf sich, das Volk und den Pharao. Gott spricht und er sagt: Guck auf mich. Es wechselt die ganzen Verse.

[20:20] Und Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: Du sollst zu den Israeliten sagen: Ich werde sein, der hat mich zu euch gesandt. Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht. Darum geh hin und versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der Herr, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs und hat gesagt: Ich habe mich eurer angenommen und gesehen, was euch in Ägypten widerfahren ist. Und habe gesagt: Ich will euch aus dem Land Ägyptens führen, das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fließt. Und sie werden auf dich hören. Danach sollst du mit dem Ältesten Israels hingehen zum König von Ägypten und zu ihm sagen: Der Herr, der Gott der Hebräer ist uns erschienen. So lasst uns nun gehen, drei Tagesreisen weit in die Wüste, dass wir opfern dem Herrn, unseren Gott.

[21:31] Worauf fordert, ja, was sagt Gott, worauf fordert ihn auf, wo soll er hinsehen? Wo soll er hinsehen? Also er fordert ihm auf, wieder auf dich zu sehen und gibt ihm eigentlich ein paar klare Zusagen, oder?

[21:58] Und dieses innere Gespräch, denke ich, ist wichtig, dass wir es genauso wie Moses führen, bis wir zu dem Punkt kommen. Das ist, denke ich, der Start der Kommunikation mit Gott, dass uns Gott helfen möchte, dass wir lernen zu sehen, was sein Ziel ist. Wir werden später sehen, dass Mose dann gelernt hatte, schneller seine Gefühle mit Gott zu regeln und dass er noch einen besseren Weg gefunden hat. Aber am Anfang war es wichtig, dass er seine Ängste zu Gott erstmal getragen hat. Dass er seinen Blick auf sich selbst erstmal zu ihm gebracht hat und dass Gott Stück für Stück jede einzelne Überzeugung, die nicht korrekt war, herausreißen konnte, damit ihm Gott ein neues Gefühl geben konnte, ein Gefühl der Sicherheit, weil er wusste, Gott geht mit.

[22:57] Okay, die nächsten Verse, die lassen uns ein bisschen aufbrausen, die lassen wir erstmal weg. Später werden wir mal weiterblättern in 3. Mose 12, wo Mose ein ganzes Weile mit Gott gelaufen ist. Nee, 4. Mose 12, denke ich. 4. Mose 12. Erst wieder eine Situation, eine Familiensituation, ein Teil der Familie lehnt sich gegen Mose auf. Wir erleben das manchmal, jüngere oder ältere Geschwister. Und ich denke, gerade dort, wo Menschen uns nahe sind, passiert es ja auch, dass man sich mal reibt. Und seine große Schwester und sein großer Bruder sind neidisch auf ihn, weil da Sachen passiert sind, die er nicht mit ihnen abgesprochen hat. Und so passiert es schnell mal, dass wir uns in unserer Situation gekränkt fühlen, weil wir uns außen vor fühlen.

[24:25] Und sie sprachen in Vers 2, 4. Mose 12, 2: Und sie sprachen: Redet denn der Herr allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? Und der Herr hörte es. Vers 3 heißt es: Aber Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden. Und diese Demut vor Gott, ich denke, je demütiger wir vor Gott sind, desto aufrechter können wir vor Menschen stehen, hat Mose befähigt, dass er nichts gegen seine Schwester sagen muss, obwohl er im vollen Recht war. Das finde ich beeindruckend, der konnte Vers 4 die Sache Gott übergeben und Gott hat sofort die Sache geregelt. Manchmal redet er es nicht sofort. Und Vers 4: Und sogleich sprach der Herr zu Mose und zu Aaron und zu Miriam: Geht hinaus, ihr drei, zu der Stiftshütte. Und sie sind dann alle gegangen. Also Gott hat die Sache sofort geregelt.

[25:28] Das heißt, je mehr wir mit Gott anfangen, unsere Gedanken zu besprechen, desto schneller werden wir fähig sein, dass wir die Situation ihm übergeben und uns wird klarer sein, dass Gott die Situation regeln kann und wir nicht um unsere Ehre kämpfen brauchen. Das war ein Wachstum, der gekommen ist, nachdem Mose angefangen hatte, mit Gott am Anfang seine Gefühle zu diskutieren. Und nachdem er ein paar Jahre mit Gott das gemacht hatte, ist er dahin gekommen, dass er sofort die Situation Gott übergeben konnte.

[26:10] Also ich lade euch ein, dass wir anfangen, zuerst noch mit Gott Stück für Stück unsere Gefühle durchzusprechen. Ich habe es heute Morgen kurz erwähnt, also ich gehe für mich folgende Schritte. Wenn ich merke, dass es ein ungutes Gefühl ist, weil ich ein rationaler Mensch bin, weiß ich es nicht immer sofort zuzuordnen. Dann frage ich lieber Gott, wo kommt es her und dann zeigt er mir zuerst die Situation. Und dann trage ich ihm vor und sage: Lieber Gott, das und das hat mich geärgert oder es wühlt mich auf. Danach frage ich ihn: Was denkst du dazu? Der eine Zeuge ist der Halligalli, den er mir sagt. Christian, ich habe da eine andere Sichtweise. Und der zweite ist, dass ich von Gott wirklich Worte dazu suche, entweder Verheißungskonkordanz oder eine Bibel, einfach anfangen zu lesen, was Gott dazu zu sagen hat. Und ich habe gemerkt, er hat, ich finde recht schnell im Prinzip, wenn ich irgendwo anfange zu lesen. Also wir brauchen zwei Zeugen, damit wir auf beiden Füßen stehen, wenn wir einen neuen Gedanken von Gott haben.

[27:17] Und wenn ich einen Gedanken von Gott habe, der nicht von mir kommt, dann wird aus diesem grauen, krebbligen Baum, den wir heute Morgen haben, ein grüner, blühender Baum, wo ich zur gleichen Situation, wo ich vorhin ein schlechtes Gefühl habe, plötzlich ein positives Gefühl habe. Gott verändert in dem Augenblick meine Überzeugung.

[27:40] Und manchmal ist es so, dass Sachen von längerer Zeit aufgewühlt werden und merken, da ist noch was. Dann merke ich, dann ist es genauso Zeit, mit Gott darüber zu sprechen. Es gibt aber manchmal Situationen, wo wir mit Gott die Sachen besprochen haben, er hat uns was gezeigt. Und wir merken, es ist trotzdem für uns hart in der Situation, dass wir den Blick einfach auf Jesus gerichtet halten, im Alltag oder einfach dort klar sehen können. Und ich denke, das hat Mose wirklich dadurch gelernt, dass er gelernt hat, aus dem Unsichtbaren zu sehen.

[28:29] Die Jünger haben solche Situationen auch erlebt. Und ich möchte mit euch dort noch eine Geschichte aufschlagen, Matthäus 8. Also der eine Bereich ist, dass wir wirklich Heilung suchen, mit Gott ins Gespräch. Und wir haben gesagt, wir haben das Zitat heute Morgen gehabt, wo Gott sagt, wer in der Charakterschule ist, der braucht einfach eine stille Stunde, wo wir mit Gott Sachen reflektieren und vorbereiten. Und der andere Bereich ist, dass dort, wo uns Gott Sachen gezeigt hat, dass wir die Sachen dauerhaft vor Augen haben.

[29:17] Und dort, wo so ein Sturm bei uns tobt, ja der Ruhepol ist ja im Auge des Sturms, dort in der Mitte. Und das ist manchmal gar nicht so einfach, mit unseren Gefühlen wirklich dorthin zu kommen, oder? Aber Gott möchte uns diese Ruhe, diesen Frieden geben.

[29:48] Und ja, Jesus hatte selber einen ereignisreichen Tag gehabt. Er hatte viele Menschen gesehen, er hatte geheilt, es waren Menschen, die mit Belastung zu ihm gekommen haben. Jeder wollte ein offenes Ohr haben, jeder wollte von ihm was hören. Und es kamen die Kranken zu ihm, sie wollten Heilung haben. Und es kamen Menschen, selbst am Abend noch, zu ihm, die besessen waren und sie alle wollten Heilung haben und ein offenes Ohr. Und Jesus nimmt sich die Zeit und am Abend sagt er: Wir brauchen Ruhe, lasst uns rüberfahren zum anderen Ufer. Und wir finden die Geschichte, die Begebenheit in Matthäus 8.

[30:40] Und dort heißt es: Als aber Jesus die Menge um sich sah, befahl er, hinüber ans andere Ufer zu fahren. Das heißt, er hat seinen Jüngern direkt den Auftrag gegeben, fahr drüber. Also sie hatten hier einen Auftrag, der direkt von Jesus kam. Sie sind nicht in einen Weg gefahren, sie sind nicht irgendwo auf einem schiefen Weg gelaufen, sondern es war ein direkter Auftrag von Jesus.

[31:12] Und wenn wir dann zu Vers 23 gehen, heißt es: Und er stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm. Also die Jünger sind den Auftrag direkt gefolgt. Also wir gehen los, jetzt sind Missionsvorbereitungen da, was passiert, wenn wir in den Sturm reinkommen? Wie können wir dort sicher durchgehen?

[31:39] Und ja, Jesus war froh, dass er ruhen konnte und er wusste, dass ich geboren bin. Und ich denke, die Jünger haben auch den Tag reflektiert und waren froh, dass sie Jesus bei sich hatten. Und doch verändert sich in Minuten später die Situation.

[32:06] Vers 24: Und siehe, da hob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, sodass auch das Boot von Wellen zugedeckt wurde, er aber schlief. Was denkt ihr, was haben die Jünger gemacht am Anfang? Ein Sturm ist da, es tobt. Was haben sie getan? Sie haben gekämpft, genau. Was machen wir als erstes? Wir krempeln unsere Ärmel hoch und fangen an zu kämpfen, oder? Kämpfen. Kämpfen um über das Leben, wie lange, bis? Bis es nicht mehr geht. Bis wir wissen, dass die nächste Welle unsere letzte ist. Das ist unsere erste Strategie, die wir aufgeben, aber es ist nicht die, die Jesus für uns angedacht hat.

[33:02] Und ich denke, wir kennen solche Situationen zu Genüge, wo so ein Wetter sich erhebt und wir versuchen, die Sachen zu regeln. Und erst dort, wo sie merken und das Empfinden haben, die Lage ist ausweglos, erst dort fangen sie an zu rufen.

[33:27] Und in Vers 25 heißt es: Und sie traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf uns, wir kommen um! Erst als sie nicht weiter wissen, als alle Hilfe vorbei ist, fangen sie an zu rufen.

[33:48] Und Jesus steht auf und sie merken, dass er keine Unsicherheit oder keine Unruhe in sich hat. Und für mich war die Frage, die er darstellt, schon recht herausfordernd. Er sagt in Vers 26: Da sagt er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Er stand auf und bedrohte den Wind und das Meer und da wurde es ganz still. Also sie waren Jesus den ganzen Tag gefolgt, sie hatten getan, was er getan hatte, was er ihnen aufgetragen hatte und trotzdem sagte: Ihr Kleingläubigen. Ist das nicht hart?

[34:53] Weil sie den Tod haben, ja. Und weil sie den Tod haben, ja. Wie hat sich bei Ihnen die Zweifel ausgedrückt? Wo haben sie am Anfang hingeguckt? Zu sich. Wie bitte? Ja.

[35:42] Und so kann es in Situationen, selbst Jesus ist ganz sichtbar bei ihnen und doch schauen sie auf sich und merken nicht, dass er da ist. Und deswegen spricht er zu ihnen und sagt: Wo ist euer Glaube? Markus 8, 25, Palätex sagt es noch deutlicher und sagt: Wo ist euer Glaube? So sahen sie bei ihm, dass jegliches Vertrauen auf den himmlischen Tag war und sie haben einfach nicht gespürt, dass er Unsicherheit bei sich hatte.

[36:20] Und Gott möchte uns diese Ruhe erleben lassen. Und wir haben heute Morgen den Text gehabt, wo er sagt, bzw. Johannes 5, 30 sagt er später noch: Ich kann nichts aus mir heraus tun. So er wusste in der Situation, obwohl er nichts aus sich heraus tun konnte, dass Gott ihm die Kraft geben möchte und dass Gott diesen Sturm stillen möchte. Das war ihm gewiss.

[36:47] Und ich denke, dass Gott uns helfen möchte, aufs Unsichtbare zu schauen, so wie Jesus in dem Augenblick auf seinen unsichtbaren Vater schauen konnte und wissen durfte, innerlich wissen durfte, dass er da ist und ihn stillen möchte.

[37:10] Und ich möchte mit euch noch gucken, was uns helfen kann, auf das Unsichtbare zu schauen. Wir haben es heute Morgen kurz angerissen und ich möchte es vielleicht durch ein, zwei Sachen noch ein bisschen praktischer machen, ein bisschen greifbarer machen. Ein Text in Psalm 22, Vers 4 sagt: Du aber bist heilig, der du thronst über dem Lobgesang Israels. Gott sagt, er stellt seinen Thron dort auf, wo wir anfangen zu loben. Und das ist der gleiche Thron, der über der Bundeslade war, der gleiche Thron, wo Mose angebetet hat, wo Mose in die Gegenwart Gottes gegangen ist. Und als Mose in die Stiftshütte ging, um mit ihm zu reden, da hörte er die Stimme zu sich reden von dem genannten Thron. Das gleiche Wort finden wir in Psalm 22, Vers 4, der auf der Lade mit ihm gesetzt war zwischen den beiden Cherubinen und er redete zu ihm. Der Weg, um Gott zu erleben und seine Gegenwart zu seinem genannten Thron zu kommen, sagt die Bibel, ist dort, wo wir ihn anfangen zu loben.

[38:26] Und wir haben heute Morgen schon betrachtet, dass wir es genauso lernen sollen, wie Mose, diese Erfahrung zu machen, in die Gegenwart Gottes zu kommen. Und Gott möchte uns helfen, hinter diesem Vorhang zu schauen, den er für uns zur Seite ziehen möchte.

[38:46] Und wir kennen diesen Text, ich denke, sehr gut, wo es heißt: Nur schauen wir mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn, wie in einen Spiegel, und wir werden verklärt in seinem Bild von einer Herrlichkeit zu anderen, von dem Herrn, der Geist ist. So, die große Frage ist, wie können wir die Herrlichkeit des Herrn schauen? Wie ist sie? Was ist die Herrlichkeit des Herrn? Es ist sein Charakter. Es gibt verschiedene Texte, die das sagen in der Bibel. Einer steht zum Beispiel in Johannes 1, 14: Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns. Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Gottes Wesen, das ist sein Charakter, den wir sehen können dort, wo wir ihn anschauen.

[39:42] Wie können wir Gottes Charakter anschauen? Wie können wir ihn quasi sehen? Ich denke, indem wir, wir haben Psalm 22 festgelesen, indem wir anfangen Gott zu loben, kommen wir quasi zu seinem Thron. Und die Herrlichkeit sehen wir, indem wir ganz konkret uns Eigenschaften Gottes vornehmen und ihn dafür zu loben. Was ist der Unterschied zwischen Lob und Dank? Ja, für das, was er uns gibt, was er macht, genau.

[40:36] Also Gott loben können wir immer, weil Gott ändert sich nicht, oder? Und Gott zu danken kann uns manchmal schwieriger sein. Ich denke, wir haben genügend, was Gott uns gibt, was er uns zeigen möchte, was er uns an guten Dingen gibt. Aber manchmal haben wir nicht das Gefühl, dass so viel wir direkt sehen oder leben. Aber Gott loben können wir immer, weil sein herrlicher Charakter, den hat er einfach immer. Deswegen empfiehlt uns die Bibel, dass wir anfangen Gott zu loben.

[41:11] Und ich merke für mich, dort, wo mir Liebe fehlt und ich fange an Gott für seine Liebe zu danken und ich suche mir Bibeltexte raus, die ich konkret davon nehme und für seine Liebe lobe, merke ich, wie innerlich vor meinem Bild Gott einfach groß wird und ich etwas von dem sehe, was er geben möchte. Und es ist interessant, dass die Bibel sagt, dass wir uns eigentlich sieben Texte raussuchen sollen, um das zu tun. Und ich lade euch ein, wenn ihr mögt, kann ich euch auch noch ein Blatt mit ein paar Eigenschaften Gottes geben. Oder sucht euch selber welche raus und nehmt sie euch vor und fangt an mit Bibeltexten Gott zu loben. Weil dort, wo wir Bibeltexte nehmen, Gottes Wort nehmen, merke ich, dass es etwas Sichtbares von ihm ist, was er gegeben hat. Das sind nicht meine Worte und ich merke, wie mir Gott dadurch viel näher kommt.

[42:13] So, ich nehme einen Bibeltext und fange an Gott zu loben und mache es noch persönlich von dem, was er mir dadurch geben möchte. Ich merke, es hat mir unheimlich geholfen zu erleben, wie Gott zu sehen, etwas von ihm direkt zu sehen, von seiner Herrlichkeit. Oder wenn ich merke, dass mir Gnade oder Güte fehlt, dann nehme ich eine Eigenschaft von Gottes Gnade oder seiner Güte. Oder wenn ich merke, ich brauche etwas von seiner Treue, dann fange ich ihn an für seine Treue zu loben oder seiner Sanftmut. Oder wenn ich merke, ich fühle mich schwach, dann nehme ich Texte und fange an Gott zu loben für seine Macht. Er ist allmächtig, für seine Herrlichkeit und Schönheit, für seine Größe, für seine Weisheit. Für sein Wissen.

[43:17] Und als ich das angefangen habe, das ist, wenn ihr mögt, könnt ihr es auch mal später ausprobieren, man kann auch mal das für zehn Tage machen, um zu sagen, ich möchte mal zehn Tage Gott um nichts bitten, sondern nur zehn Tage Gott für Dinge zu loben. Das klang für mich am Anfang sehr herausfordernd. Es war vor der ersten Depressionskur, die wir in der Arche begleitet haben, ich habe gesagt: Liebe Gott, soll ich das wirklich jetzt machen? Es kommen so viele neue Sachen und ich weiß nicht, was kommt. Und dich um nichts zu bitten in der Zeit. Und ich habe gemerkt, als ich das angefangen habe in dieser Zeit zu machen, bin ich viel mehr zur Ruhe gekommen, weil ich gesehen habe, wie groß Gott wirklich ist. Ich habe gemerkt, dass das, was ich so in Ängsten mit mir getragen habe, immer kleiner geworden ist, weil mein Blick plötzlich mehr nach oben gegangen ist.

[44:08] So, wir haben gesagt, unser Gefühl wird von dem bestimmt, wo wir hinschauen. Und deswegen ist es bei Gott so, dass wir nicht Sachen verdrängen, sondern wir enger einfach unseren Blick auf ihn und merken, dass er uns erfüllt mit Dingen, die viel machtvoller und größer sind und deswegen alles andere zum Schweigen kommt, weil wir merken, dass wir unsere Sorgen bei ihm lassen können.

[44:36] Wenn ihr wollt, kann ich euch da noch ein bisschen Material da lassen. Gott, Christus ist der souveräne Regent, der uns durch die Zeit alles gezeigt hat. Kein Plan, den er sich vornimmt, funktioniert nicht. Es gibt nie im Himmel irgendwelche Panik. Und er hält uns als gemeine Souveränen in seiner Hand. Und so finde ich es beeindruckend, dass wir entweder zur Welt schauen können und können uns anschauen, was so alles passiert und zu Bruch geht, oder Christus sagt, dass er uns seinen Frieden gibt, der wirklich bei uns ist. Und er sagt: Das habe ich euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

[45:31] Wir können uns aussuchen, wo wir hinkommen. Ich entscheide, ob ich auf den Text gucke, den mir Gott gegeben hat, oder ob ich ins schaue. Und ja, wir wissen, dass Dinge kommen und dass Furcht über die Menschheit kommen wird, aber Christus sagt zu uns was anderes. Er sagt: Wenn aber diese Furcht über die Menschheit kommt, er sagt: Wenn aber dies anfängt zu geschehen, dann erhebt eure Häupter, weil ihr wisst, dass sich eure Erlösung naht.

[46:02] So, wir können aufschauen. Und wir werden was anderes sehen. Ein viel schöneres Bild, oder? Das heißt, wir entscheiden, worauf wir schauen. Wenn wir anfangen auf Christus zu schauen, wird er uns die Freude schenken, dass wir wissen, dass es bald nach Hause geht.

[46:33] Und weil Gott uns so geschaffen hat, dass für unsere Wahrnehmung, wie fast 60% in unserem Gehirn an Prozessorleistungsfähigkeit für unser Sehen verwendet wird, von unseren 5 Sinnen, das meiste geht für unser Sehen raus, ist es gut, dass wir anfangen, wenn wir mit Gott sprechen oder im Gebet auch mit ihm sprechen, dass wir uns vorstellen, was er uns geben möchte. So, wenn ich weiß, dass ich schuldig geworden bin an ihm, dann versuche ich mir im Kreuz vorzustellen, was er getan hat. Und deswegen mussten sie im Alten Testament hingehen, mussten Lamm schlachten und mussten zuschauen, wie das Lamm dort verendet, was für ihre Schuld gestorben ist. Gott wollte ihm tief einprägen, was er für ihn getan hat. Und deswegen lade ich euch ein, versucht euch die Dinge vorzustellen, was Gott für euch getan hat, auch für euren inneren Auge, wenn ihr anfangt zu beten. Und ich merke, es hilft mir einfach, konzentrierter bei Gott zu bleiben für das, was er für mich wirklich getan hat.

[47:41] So können wir die Geschichte durchgehen, was Christus für uns in dieser Weltgeschichte getan hat. Und es wird uns mehr helfen, uns vorzustellen, auch zu wechseln innerlich, wenn wir merken, so wie Mose, wir müssen mal zu einem Pharao gehen, dass wir uns eine Situation vorstellen können, wo wir Christus erlebt haben. Christus hat, Mose hat in der Situation aus dem Unsichtbaren geschaut. Er hat ihn nicht gesehen, den er nicht sah, heißt es Hebräer 11, 27, was wir heute Morgen gelesen haben.

[48:25] So, ihr könnt euch, ich liebe es zum Beispiel draußen eine Nacht zu machen, wenn ich einen Platz habe, wo ich merke, dass ich etwas mit Gott spreche, dann nehme ich mir den Platz und kann an den Ort wechseln, wo ich Gott erlebt habe, wo ich ihn mal speziell erlebt habe. Das sind Ereignisse, wo ich Gott direkt erlebt habe und da kann ich innerlich von meinen Augen auch wechseln. Also Gott möchte uns das innere Schauen wachsen lassen, dass wir umschalten können aus der Situation heraus zu ihm hin.

[49:05] Dass wir auf die Wolken schauen können und sehen und erleben können, dass er mit seiner Größe und Gnade da ist. Denn deine Gnade reicht, soweit der Himmel ist, deine Treue, soweit die Wolken gehen. Macht mir jemand Stress, schaue ich auf die Wolken und merke, Gott ist da, weil ich sehe die Wolken und sie erinnern mich daran, dass Gott mit mir gegangen ist.

[49:23] Also ich lade euch ein, versucht die Bibeltexte einfach zu verbinden mit der unsichtbaren Welt, die unsichtbaren Texte mit dem Sichtbaren zu verknüpfen.

[49:52] Ja, vielleicht zum Schluss noch eine Situation, die ich euch mal vorstellen möchte, die mir in letzter Zeit begegnet ist, als ich mich angefangen habe, damit zu beschäftigen. Wir haben gesagt, dass nicht Situationen, sondern Überzeugung und schlechte Gefühle machen. Jetzt kommt der Quiz, wo ich wissen möchte, was ihr so mitgenommen habt vom Tag.

[50:41] Gott möchte uns ein Leben schenken, wo wir ohne Verluste leben können. Wo die persönlichen Verluste, die wir emotional verspüren, so gedanklich verändern, dass wir irgendwann Freude erleben können, dass Gott es ist, der es zum Guten wendet. Und selbst wenn uns die Umstände sich nicht ändern, möchte er uns doch neuen Gedanken geben, der uns hilft, vorwärts zu kommen.

[51:09] Vor zwei Jahren habe ich mir, mein alter Computer war nach sieben, acht Jahren kaputt. Ich hatte da zur Zeit auch nicht viel Geld verdient, lange gespart und kaufe mir endlich mal im Internet einen Computer. Nachdem ich meinen habe, habe ich schon x-mal auseinandergeschraubt, jetzt zusammengeschraubt. Und ging immer wie nicht immer, ging ja wieder. Und ich habe gesagt: Lieber Gott, es ist vorbei, ich möchte endlich einen Computer haben. Ich habe auch genug gespart. Und ich sehe im Internet einen ganz tollen Computer und bestelle ihn mir. Und rufe sogar bei der Person an. Und ich warte einen Tag, zwei, drei Tage, eine Woche und das Ding ist noch nicht da. Warte noch 14 Tage, das Ding ist immer noch nicht da. Einen Monat später immer noch nicht da. Und bezahlt hatte ich den schon, genau.

[52:04] Dann habe ich noch irgendwann mal ihn per Telefon erreicht, den guten Verkäufer, und meinte: Ja, hier ist eingebrochen worden und die Geschichte und eine andere Geschichte. Also die Geschichte ist, ich habe den Computer heute immer noch nicht, das Geld ist immer noch weg. So, die Situation ist aber, dass Gott mir keinen Verlust geben möchte, sondern mir helfen möchte, da rauszukommen. Wie kann das für mich zum Gewinn werden? Was wäre euer Vorschlag? Dass ich einen neuen Geschenk kriege? Das kam dann auch, ja. Dann gebe ich ihm noch dazu, ja.

[53:07] Also es ist, genau, zu sagen, es ist für mich Charakter-Schule und ich bin froh darüber. Ein Text, der mir auch geholfen hat, war Matthäus 8, Vers 20. Wie war Matthäus? Der ist vorhin gerade gewesen. Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester, aber der Menschensohn hat nichts, wo sein Haupt hinlegt. Und ich habe in dem Augenblick gegriffen, dass es für mich in der Richtung Charakter-Schule ist, dass ich ja quasi auf dieser Welt nichts besitze. Bis dahin dachte ich, der gehört mir, der Computer, den habe ich bezahlt. Ich habe mich darüber geärgert, dass ich ihn noch nicht habe. Ich dachte, es ist mein Recht, dass ich ihn habe, ich habe ihn bezahlt. Aber Gott hat mir in der Situation klargemacht und gezeigt: Ich bin ja bloß Verwalter. Das heißt, als Verwalter ist es nicht mein Geld, sondern ich verwalte Gottes Geld. Das heißt, die Verantwortung, dass er zurückkommt, ist nicht meine, sondern Gottes Verantwortung.

[54:23] Also Charakter-Schule war. Und ich habe gestaunt, nachdem ich das ein oder zwei Tage durchgespielt habe, ich konnte auch zwei Nächte davor nicht so richtig schlafen, habe ich gemerkt, wie ich es super schön fand zu erfahren, in dem Augenblick, wo mir Gott gezeigt hat, dass es sein Computer ist, sein Geld ist, dass ich wieder runterfahren konnte, zufrieden war und wieder gut schlafen konnte. Und für die Erfahrung bin ich richtig dankbar im Nachhinein. Und ich sage: Lieber Gott, ich danke dir, dass ich die Erfahrung machen durfte. So habe ich ein bisschen Schulgeld bezahlt, aber ich bin froh über das Schulgeld. Und ich denke, ich hätte ja außerdem nochmal einmal Gott mehr fragen sollen und nicht so überall dort handeln sollen.

[55:21] Und im Nachhinein weiß ich, Gott kann mich zur Ruhe bringen, auch wenn mir Sachen genommen worden sind. Und ich hätte vorher noch nicht realisiert, dass ich bloß Verwalter bin. Ich habe es vielleicht irgendwie mal geglaubt, aber ich brauchte die Erfahrung. Und so bin ich im Nachhinein richtig dankbar für das Schulgeld. Es war ein bisschen, so viel muss man nicht immer bezahlen, aber ich bin froh darüber.

[55:51] Gott möchte jede Situation, die wir haben, uns irgendwann zum Gewinn werden lassen. Wir können es im Augenblick manchmal nicht sofort sehen. Und deswegen lädt er uns ein, dass wir in die Gegenwart Gottes treten und Gott wirklich erleben. Und er sagt, dass dort, wo wir zu ihm kommen, sagt er: Du tust mir den Kund den Weg zum Leben. Und vor dir ist Freude, die Fülle und Wohne zu deinen Rechten ewiglich. Das heißt, wir wissen, dass dort, wo wir bei Gott sind und lang genug mit ihm die Sachen durchgesprochen haben, dass er uns die Freude wieder zurückgibt. Vor Gott ist Freude die Fülle.

[56:46] Manchmal dauert es ein bisschen länger, bevor ich Gottes Gedanken erkenne und verstehe, dass es okay ist, dass der Computer jetzt weg ist. Danach kam es wirklich so, ich habe noch einen Computer bekommen, den ich nicht bezahlen musste. Der war sogar besser, als ich ihn bestellt habe. Und Gott hat es irgendwann zum besseren Gefühl. Es hat ein Weilchen gedauert.

[57:12] Gott leitet uns ein, dass wir anfangen, unsere Vorstellungskraft zu schulen. Dass wir auf das schauen, was er für uns vorbereitet hat. Und das besser als alles, was wir uns hier jemals vorstellen können. Jesus kam zur Ruhe, weil er an Gottes Liebe dort im Boot eingeschlafen war und wusste, dass Gott in seiner Liebe das Beste für ihn vorhat. Deswegen sagt die Bibel, dass Furcht nicht in der Liebe ist.

[57:46] Dass dort, wo wir merken, es kommt Furcht an uns heran, dass wir Gott anfangen können, zum Beispiel Gott zu loben. Dass wir uns Verheißungen nehmen für uns, sie persönlich suchen. Dass wir fragen: Lieber Gott, was ist denn da in dem Gefühl? Was denke ich? Was ist meine Überzeugung? Was ist deine Überzeugung dazu? Wie sieht deine Realität aus? Gottes Realität ist, wenn ich ihn frage, meist anders als meine. Und wenn er uns diese Zeit macht, macht er uns den Blick frei für seine göttliche Realität, dass wir in diesem Sturm zur Ruhe kommen können.

[58:27] Und dass wir ankommen können, zu dem zu schauen, der die Erde geschaffen hat, der die Sachen in der Hand hält. Wir wissen nicht, wie riesig und gewaltig es ist. Wenn wir anfangen, uns das vorzustellen, merken wir, dass alles andere, was wir haben, ganz klein wird.

[59:09] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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