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In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird das letzte Kapitel des zweiten Petrusbriefs behandelt, das sich mit dem „Tag des Herrn“ beschäftigt. Die Sprecherin Monja Ströck erklärt die Bedeutung der Worte von Petrus und Aposteln, die Charakteristik von Spöttern, die sich über Gottes Verheißungen lustig machen, und die göttlichen Eigenschaften, die die Langmut Gottes ausmachen. Es wird betont, wie wichtig es ist, einen heiligen Wandel zu führen und sich auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten, indem man auf Jesus schaut und sich von ihm leiten lässt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q2: Die Petrusbriefe

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Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von der Cannstatt Study Hour. Wir sind fast am Ende unseres Quartals und werden uns mit der zwölften Lektion beschäftigen, der vorletzten. Sie ist überschrieben mit dem Namen "Der Tag des Herrn" und im Prinzip schließen wir die Petrusbriefe damit ab, weil wir uns mit dem ganzen letzten Kapitel des zweiten Petrusbriefs beschäftigen werden. Der Merktext, der steht in 2. Petrus 3, Vers 11. Den wollen wir gemeinsam mal lesen. 2. Petrus 3, Vers 11. Da steht: "Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht." Dieser Vers spricht schon einige wichtige Punkte an, die wir in dem Kapitel studieren werden. Und zwar zeigt er, dass Himmel und Erde vergehen werden. Es wird alles aufgelöst werden auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite sollen wir, also eine Gruppe von Menschen, sich auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht. Also mit anderen Worten, in der Heiligung vollkommen sein. Und wie das geht und was da alles so mit dranhängt, das wollen wir uns genauer anschauen in dem Kapitel. Und zu Beginn möchte ich gerne noch mit uns beten. Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass du uns dein Wort gegeben hast. Ich möchte dir danken, dass wir darin studieren können und ich möchte dir danken, dass wir immer wieder neue Erkenntnisse daraus gewinnen dürfen. Vater im Himmel, ich möchte dich bitten, dass du uns deinen Heiligen Geist gibst, wenn wir jetzt dieses Kapitel näher betrachten, dass du uns führst und leitest und dass wir in der Beziehung zu dir wachsen. Hab Dank dafür. Amen.

[2:14] Also wir fangen mal ganz vorne an mit dem Kapitel. 2. Petrus 3, Verse 1 und 2. "Geliebte, dies ist nun schon der zweite Brief, den ich euch schreibe, um durch eure Erinnerung eure lautere Gesinnung aufzuwecken, damit ihr an die Worte gedenkt, die von den heiligen Propheten vorausgesagt worden sind und dessen, was euch der Herr und Retter durch uns, die Apostel, aufgetragen hat." Hier sehen wir ganz zu Beginn ein paar einleitende Worte. Es ist der zweite Brief, den Petrus an die Leser schreibt. Und er schreibt den Brief nicht einfach, weil er ihnen irgendwas Neues mitteilen möchte, sondern er schreibt ihn zur Erinnerung, damit sie die Dinge, die sie eigentlich schon wissen, nicht vergessen, sondern damit sie aufgefrischt werden. Und das Kapitel, was wir uns anschauen, ist das letzte Kapitel in dem ganzen Brief, beziehungsweise sogar das letzte Kapitel in den zwei Briefen. Und das, was immer ganz am Ende steht von einem Brief, ist meistens das Wichtigste, damit das dem Leser noch möglichst lange im Gedächtnis bleibt und dass er sich da am besten daran erinnern kann. Das heißt, wir könnten eigentlich davon ausgehen, dass das, was in diesem Kapitel steht, dass das Petrus ganz besonders wichtig war. Diejenigen, an die er den Brief schreibt, nennt er "Geliebte". Und jetzt wendet er sich ab. In dem Kapitel davor, was wir letzte Woche studiert haben, spricht er von den falschen Lehrern und erklärt darüber viel. Und jetzt wendet er sich ab zu den Geliebten, zu denen, die ihm besonders wichtig sind und wo er eine besondere Beziehung zu ihnen hat. Und weil er diese Menschen so liebt, möchte er in ihnen die lautere Gesinnung aufwecken. Lauter bedeutet so viel wie unbefleckt, rein. Und Gesinnung kommt von dem griechischen Wort "dianoia" und heißt auch Denkvermögen, Verstand oder Sinn. Und wenn wir das jetzt kombinieren, dann sehen wir, dass Petrus einen unbefleckten Sinn haben möchte. Also einen Geist, ein Denkvermögen, ein Verstand, der komplett rein ist, der ganz frei ist von der ganzen Sinneslust oder Fleischeslust, die wir im vorangegangenen Kapitel bei den falschen Lehrern gefunden haben. Also er hat die Geliebten so lieb, dass er möchte, dass sie auch in ihrem Geist unbefleckt sind und rein und tadellos. Und deswegen, damit sie immer wieder daran erinnert werden, was das bedeutet, schreibt er ihnen diesen Brief. Und das ist nämlich auch genau das Wort, was "aufwecken" auch bedeutet. Das heißt gründlich aufwecken, immer wieder fortfahren, wiederholen, so lange wie es nötig ist, bis es schließlich wirklich zur Vollendung gekommen ist. Lass uns diese Intention von Petrus im Hinterkopf behalten, wenn wir das Kapitel studieren, weil dann zeigt es uns die Wichtigkeit dessen, was das Kapitel beinhaltet.

[5:52] Ganz am Anfang in Kapitel 2 legt er auch gleich das Fundament. Und zwar schreibt er: "Wir sollen an die Worte gedenken, die von den heiligen Propheten vorausgesagt worden sind und dessen, was euch der Herr und Retter durch uns die Apostel aufgetragen hat." Hier haben die Apostel und die Propheten einen ganz hohen Stellenwert. Und wir wissen aus der Bibel und haben auch letzte Woche studiert, dass es richtige und falsche Propheten gibt. Und um jetzt einfach nochmal Kennzeichen von Propheten aufzuführen, wollen wir uns ein paar Bibelstellen anschauen. Und zwar fangen wir an in Jeremia 1. Jeremia 1, und da Vers 5 bis 7. Jeremia 1, Vers 5 bis 7. Da steht: "Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen. Und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt. Zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt." Da sprach ich: "Ach Herr, Herr, siehe, ich kann nicht reden, denn ich bin noch zu jung." Aber der Herr sprach zu mir: "Sage nicht, ich bin zu jung, sondern du sollst zu allen hingehen, zu denen ich dich sende. Und du sollst alles reden, was ich dir gebiete." Also ein Kennzeichen von Propheten ist, dass sie ein Sprachrohr Gottes sind. Schauen wir weiter in 4. Mose 12. 4. Mose 12, und dort Vers 6. Und er sprach: "Hört doch meine Worte. Wenn jemand unter euch ein Prophet des Herrn ist, dem will ich mich in einem Gesicht offenbaren, oder ich will in einem Traum zu ihm reden." Hier sehen wir, wie Gott zu den Propheten redet, nämlich in Gesichten und Träumen. In 5. Mose 13, es sind weitere Merkmale. 5. Mose 13, und dort schauen wir uns an, Vers 1 bis 6. "Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun. Du sollst nichts zu ihm hinzufügen und nichts von ihm wegnehmen. Wenn in deiner Mitte ein Prophet oder Träumer aufstehen wird und dir ein Zeichen oder Wunder angibt, und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er zu dir gesagt hat, und er spricht nun: 'Lasst uns anderen Göttern nachfolgen, die du nicht gekannt hast, und lasst uns ihnen dienen', so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder eines solchen Träumers nicht gehorchen. Denn der Herr, euer Gott, prüft euch, um zu erfahren, ob ihr den Herrn, euren Gott, wirklich von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebt. Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seine Stimme gehorchen und ihm dienen und anhängen. Ein solcher Prophet aber oder ein solcher Träumer soll getötet werden, weil er Abfall gelehrt hat von dem Herrn, eurem Gott, der euch aus dem Land Ägypten geführt hat und dich aus dem Haus der Knechtschaft erlöst hat. Er hat dich abbringen wollen von dem Weg, auf dem zu gehen, der Herr, dein Gott, dir geboten hat. So sollst du das Böse aus deiner Mitte ausrotten." Also hier wird dargestellt, was mit einem Propheten passiert, der nicht das wahre Evangelium verkündet. Und im Umkehrschluss kann man daraus schließen, dass ein Prophet das Evangelium Gottes in seiner ganzen Bedeutung verkündet und nicht an irgendeiner Stelle irgendeinen Abstrich macht. Wir gehen ein paar Kapitel weiter zu 5. Mose 18 und dort die Verse 20 bis 22. 5. Mose 18 und dort 20 bis 22. Da steht: "Doch der Prophet, der so vermessen ist, in meinem Namen zu reden, was ich ihm nicht zu reden geboten habe, oder der im Namen anderer Götter redet, jener Prophet soll sterben. Wenn du aber in deinem Herzen sprichst: 'Woran können wir das Wort erkennen, dass der Herr nicht geredet hat?', dann sollst du wissen: Wenn der Prophet im Namen des Herrn redet und jenes Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist es ein Wort, das der Herr nicht geredet hat. Der Prophet hat aus Vermessenheit geredet. Du sollst dich vor ihm nicht fürchten." Hier haben wir wieder ein Negativbeispiel. Wenn ein angeblicher Prophet irgendwas prophezeit, was aber nicht eintrifft, dann wissen wir, dass es nicht von Gott war. Und Gott sagt, dass wir ihn sogar töten sollen. Wenn wir das jetzt auf wahre Propheten übertragen, dann heißt es, dass die Worte eines Propheten auch eintreffen. Und ganz zum Schluss gehen wir in Apostelgeschichte 3. Apostelgeschichte 3 und dort schauen wir uns Vers 24 an. Apostelgeschichte 3, Vers 24. "Und allen Propheten von Samuel an und den folgenden so viele geredet haben, sie haben auch diese Tage im Voraus angekündigt." Also hier sehen wir, dass die Propheten die Zukunft angekündigt haben. Jetzt haben wir uns viel mit Propheten beschäftigt. Das ist die eine Gruppe, die genannt wurde in dem Vers. Und wir haben gesehen, dass sie ein Sprachrohr Gottes sind, dass sie Gesichter oder Träume haben, dass das, was sie sagen, auch eintrifft und dass sie die Zukunft voraussagen.

[11:15] Die andere Gruppe, die genannt wurde, waren die Apostel. Und Apostel kommt von dem griechischen Wort "Apostolos" und bedeutet Gesandter oder bevollmächtigter Botschafter. In Lukas 6, Lukas 6, Vers 13. Lukas 6, Vers 13, da steht: "Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und er wählte aus ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte." Also hier sehen wir die Berufung der zwölf Apostel. Jesus hat sich zwölf Jünger ausgesucht, die er als bevollmächtigte Botschafter eingesetzt hat. In Römer 1 kommt noch ein weiterer hinzu. Römer 1, dort Vers 1 bis 6. Römer 1, 1 bis 6. "Paulus, Knecht Jesu Christi, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes, das er zuvor verheißen hat in heiligen Schriften durch seine Propheten, nämlich das Evangelium von seinem Sohn, der hervorgegangen ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch und erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Heiligen, nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten, Jesus Christus, unserem Herrn, durch welchen wir Gnade und Aposteldienst empfangen haben, zum Glaubensgehorsam für seinen Namen unter allen Heiden, unter denen auch ihr seid, berufene Jesu Christi." Also hier sehen wir, wie Paulus beschreibt, dass er auch ein Apostel ist, der von Gott berufen wurde, den Heiden das Evangelium zu bringen. Und in Epheser 2 sehen wir die Wichtigkeit der Apostel. Epheser 2, und dort Vers 19 bis 20. Epheser 2, da steht: "So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist." Das heißt, durch die Apostel und durch die Propheten hat Gott den Glaubensgrund für die Gemeinde gelegt. Und auf diesem Glaubensgrund baut jetzt Petrus sein Kapitel auf. Er hat gezeigt, wie wichtig es ist, den Worten der Propheten und der Apostel zu glauben. Und immer wieder nimmt er Bezug dazu, was sie schon mal gesagt haben.

[13:50] Wir lesen mal die nächsten beiden Verse in dem Kapitel. Verse 3 und 4. "Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Listen wandeln und sagen: 'Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist.'" Hier erzählt Petrus von einer Menschengruppe, er nennt sie Spötter, die am Ende der Tage irgendwann aufkommen sollen. Er nennt keinen genauen Zeitpunkt, einfach nur "am Ende der Tage". Und er hat als Intention die Warnung, dass wir nicht verwirrt sind, wenn solche Menschen aufkommen und sowas behaupten. Und wir wollen uns mal anschauen, wie die Spötter charakterisiert werden. Es wird gesagt, sie wandeln nach ihren eigenen Listen. Und dass nach den eigenen Listen wandeln, das ist parallel zu den Verführern, die wir in dem Kapitel vorher betrachtet haben, nämlich in 2. Petrus 2, und dort Vers 2 steht: "Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen und um ihretwillen mit der Weg der Wahrheit verlästert werden." Und in Vers 10: "Das gilt besonders für die, welche in unreiner Lust dem Fleisch nachlaufen und die Herrschergewalt verachten. Fürwegen und frech, wie sie sind, fürchten sie sich nicht, Majestäten zu lästern." Das heißt, die Spötter werden ähnlich charakterisiert wie die Verführer, die es vorgezogen haben, andere Menschen mit sich zu ziehen und sie zu verführen, auf den falschen Weg zu bringen. Und wir wollen uns noch mal anschauen, was es heißt, nach eigenen Listen zu wandeln. Und eine gute Erklärung finden wir auch in 1. Johannes 2. 1. Johannes 2, und dort Vers 15-17. 1. Johannes 2, Vers 15-17, da steht: "Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist: die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust, der aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit." Das heißt, die Lust ist alles das, was die Welt bietet. Und hier wird aufgezählt: die Fleischeslust, also das, was mein Körper begehrt, zum Beispiel Essen. Dann die Augenlust, alles das, was meine Augen sehen. Und das kann Neid hervorrufen oder Habsucht. Und zum Schluss der Hochmut des Lebens, also der Stolz und der Eigensinn. Das ist alles das, was in der Welt ist. Und das ist eigentlich genau die Gesinnung, die Petrus nicht möchte, dass wir haben. Weil wir haben vorhin gesehen in dem Vers 1, dass er möchte, dass wir eine lautere Gesinnung haben. Also unbefleckt sind im Sinn, im Verstand. Und wenn ich dem nachgehe, was die Welt bietet, dann beflecke ich damit mein Verstand und meinen Sinn. Und da sehen wir, dass er uns vor ihnen warnen möchte, weil sie uns nicht dahin bringen, wo wir eigentlich kommen sollen.

[17:25] Lass uns mal Römer 12 aufschlagen und dort die Verse 1 bis 2. Römer 12, die Verse 1 bis 2. Darin wird beschrieben, wie wir als Christen handeln sollen. Römer 12, 1 bis 2. "Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Opfer. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist." Hier wird beschrieben, dass wir uns nicht dem Weltlauf anpassen sollen. Also nicht der Lust, die wir vorhin gelesen haben, nicht nachgeben sollen, sondern sie überwinden sollen mit Jesus Hilfe. Also wenn wir jetzt diese ganzen Sachen anschauen, dann sehen wir, dass die Spötter im Gegensatz zu dem handeln, wie Gott möchte, also dass sie nicht bekehrt sind und dass sie nicht Gott treu sind. Also dass sie nicht bekehrt sind und dass sie nicht Gott treu nachfolgen. Und mit dem Verständnis hilft es uns, das einzuordnen, was sie sagen. Sie sagen nämlich: "Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft?" Und damit stellen sie Gottes Wort in Frage. Gott hat in seinem Wort vorausgesagt, dass er wiederkommen wird. Und Gott hat Verheißungen gegeben und die Verheißungen treffen ein. Viele Prophezeiungen sind schon eingetroffen und die Prophezeiungen, die noch nicht eingetroffen sind, die werden noch eintreffen. Darauf können wir uns gewiss sein. Und die Spötter, die stellen das in Frage, indem sie fragen: "Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft?" Und das können wir vergleichen mit dem Sündenfall. Ganz am Anfang kam die Schlange zu Eva und hat gesagt: "Hat Gott wirklich gesagt?" Auch hier hat sie Zweifel gesät zu dem, was Gott gesagt hat. Und Satan kam durch die Schlange und hat diese Zweifel gesät. Und wir haben vorhin gesehen, dass die Spötter auch Gott nicht nachfolgen, so wie es in seinem Wort steht. Das heißt, hier ist das Gedankengut von Satan wird wieder sichtbar in der Frage: "Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft?" Und wenn wir uns anschauen, wo Spötter noch in der Bibel genannt werden, dann sehen wir das zum Beispiel bei Noah und der Arche. Noah hat die Arche gebaut, 120 Jahre lang. Und er hatte immer wieder tagtäglich mit Spöttern zu kämpfen, die gesagt haben, dass er nur Unsinn macht. Sie konnten es nicht verstehen, warum Noah die Arche baut. Und trotzdem hat Noah festgehalten. Oder auch bei Jesus am Kreuz gab es Spötter, die nicht verstehen konnten, warum Jesus am Kreuz stirbt, wo er doch anscheinend alle Macht hätte, auch um vom Kreuz herunterzukommen. Das heißt, hier sehen wir, dass Menschen dann anfangen zu spotten, wenn sie sich rational Dinge nicht erklären können. Wenn sie an den Punkt kommen, wo sie anfangen müssen, Gott zu vertrauen und an Gott zu glauben.

[20:48] Wir gehen noch einen Schritt weiter. Wir haben gesehen, dass sie an Gottes Wort gezweifelt haben und sie belassen es nicht einfach nur bei dem Zweifel, sondern sie wollen auch aktiv andere Menschen zum Zweifeln bringen. Und wenn wir uns anschauen, was mit Satan passiert ist. Er wurde stolz. Er wollte sich über Gott erhöhen und als Folge dessen wurde er aus dem Himmel geworfen. Und er hat keinen Zutritt mehr. Und das weiß er. Und er weiß, dass er verloren ist. Und bei diesem Zustand belässt er es nicht, sondern er möchte jetzt möglichst viele Menschen mitreißen in seinem Zorn. Und auch diese Spötter haben die gleiche Intention. Sie zweifeln daran, sie stellen Gottes Wort in Frage und haben jetzt auch die Intention, andere Menschen durch Zweifel anzustecken und von der Wahrheit vielleicht abzubringen. Und jetzt sehen wir zwei Prinzipien. Auf der einen Seite stehen Gottes Kinder und Gottes Kinder haben einen Missionsauftrag und Gottes Kinder haben eine große Liebe für die Menschen und wollen den anderen Menschen die gute Botschaft weiterbringen. Aber auf der anderen Seite gibt es auch Leute, die hier als Spötter charakterisiert werden oder andere Menschen, die Satan benutzt, um aus Zorn so viele Menschen zu verführen oder an Gottes Wort zweifeln zu lassen, wie es nur möglich ist, damit sie nachher verloren gehen.

[22:20] Wenn wir uns die Begründung anschauen, die die Spötter bringen, dann sagen sie: "Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang an der Schöpfung gewesen ist." Also ihre Begründung ist, es ist schon immer so, die Gesetzmäßigkeiten der Natur wiederholen sich Jahr für Jahr. Die Blumen blühen, sie verwelken wieder. Es ist eine Gesetzmäßigkeit, die kontinuierlich geht. Deswegen können sie sich nicht erklären, dass es irgendwann mal anders sein soll. Und im nächsten Abschnitt, in den nächsten drei Versen, nimmt Petrus ganz genau Bezug dazu, was die Spötter sagen. Er fängt an mit "Dabei". "Dabei übersehen sie absichtlich, dass es schon vor Zeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus entstanden ist und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes. Und dass durch diese Wasser die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrunde ging. Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt, bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen." Dabei leitet so eine Widersprüchlichkeit ein, leitet irgendeine Argumentation ein, die sie übersehen haben. Und er sagt ja, dass sie absichtlich etwas übersehen haben. Und das Wort "absichtlich" weist darauf hin, dass sie eigentlich die Wahrheit wissen müssen, sie aber nicht annehmen und akzeptieren wollen. Und jetzt erklärt er Schritt für Schritt quasi die Geschichte. In Vers 5 fängt er an mit der Schöpfung. Er sagt, dass Himmel und Wasser entstanden ist, also die Erde, und das alles durch Gottes Wort. Und jetzt wollen wir mal in die Schöpfung hereinschauen. In 1. Mose 1, Vers 9, wo genau das beschrieben wird. 1. Mose 1, dort Vers 9. "Und Gott sprach: 'Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, damit man das Trockene sehe.' Und es geschah so. Und Gott sprach." Das heißt, Gottes Wort ist kraftvoll, dass all das geschehen ist, wovon wir gelesen haben. Durch Gottes Wort ist die Welt entstanden.

[24:41] Wenn wir jetzt weitergehen, dann sehen wir, dass er weitergeht in der Geschichte. Durch Gottes Wort ist die Welt erschaffen worden. Und jetzt gab es eine Situation, wo die Erde schon mal zugrunde ging. Und zwar durch eine große Wasserflut. Und wenn wir einfach ein paar Kapitel weiter in der Bibel gehen, dann sehen wir, dass in 1. Mose 7 die Sintflut kam. Das wollen wir auch kurz lesen. 1. Mose 7, und dort Vers 11-12. 1. Mose 7, 11-12. "Im 600. Lebensjahr Noahs, am 17. Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf und die Fenster des Himmels öffneten sich. Und es regnete auf der Erde 40 Tage und 40 Nächte lang." Und ab Vers 21: "Da ging alles Fleisch zugrunde, das sich regte auf der Erde. Vögel, Vieh und wilde Tiere und alles, was wimmelte auf der Erde samt allen Menschen. Und es starb alles, was Lebensodem hatte auf dem trockenen Land. Er vertilgte alles Bestehende auf dem Erdboden vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und zu den Vögeln des Himmels. Nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war. Und die Wasser blieben hoch über der Erde 150 Tage lang." Hier wurde die Sintflut beschrieben. Und es wurde als ein gravierendes Ereignis beschrieben. Die Schöpfung, die durch Gottes Wort entstanden ist, die wurde zugrunde gemacht. Alles Fleisch ging zugrunde. Und es hatte gravierende Veränderungen auf der Erde gegeben. Und die Menschen, die konnten sich das auch nicht erklären. Sie haben 120 Jahre lang Noah verspottet, der es wusste und der von Gott den Auftrag bekommen hatte, die Arche zu bauen, damit er überlebt.

[26:47] Und mit dem im Hinterkopf, was er aus der Geschichte erzählt hat, geht er jetzt weiter. Die Erde wurde durch Gottes Wort erschaffen. Es gab schon mal ein Ereignis, was man sich nicht erklären konnte im Vorfeld. Damals konnten die Menschen kein Regen. Damals konnten sie das nicht einordnen. Aber Gott hat es prophezeit und es ist wahrgemacht worden. Und jetzt geht er weiter in Vers 7 und sagt: "Die jetzigen Himmel aber und die Erde, also das, worauf wir jetzt leben, werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen." Also so wie es eine Sintflut gab, so wird es auch wieder ein Ereignis geben, nämlich hier durch Feuer, wo die Gottlosen sterben werden. Das Verderben der gottlosen Menschen. Und wann wird das geschehen? Am Tag des Gerichts. Also wenn wir uns jetzt die Gemeinsamkeiten anschauen, der beiden Geschichten: zum einen die Schöpfung, die durch die Sintflut dann, wo die Erde zugrunde ging, und jetzt die Erde, die nach der Sintflut dann war, auf der wir jetzt leben, die wird auch wieder einmal zugrunde gehen. Also bei beiden sehen wir, dass die Erde zerstört wird und dass man sich das vorher nicht wirklich vorstellen kann, weil wir zu begrenzt sind in unserem denklichen Vorstellungsvermögen. Bei beiden sehen wir, dass die Menschen gewarnt wurden, einmal durch Noah und einmal durch uns, weil es auch in der Bibel steht. Und wir sehen auch, dass nur die gottesfürchtigen Menschen überleben können. Damals war es Noah und seine Familie. Und hier haben wir auch gesehen, dass die gottlosen Menschen zugrunde gehen werden, also verderben, und die Menschen, die Gott nachfolgen, dass die leben werden.

[28:44] Ein Unterschied ist mir aufgefallen. Und zwar, wenn wir nochmal in die Geschichte der Sintflut gehen, also in 5. Mose 7, da sehen wir, dass in Vers 4 Gott einen Tag vorgibt. 5. Mose 7, Vers 4. "Denn es sind nur noch sieben Tage, dann will ich es regnen lassen auf der Erde, 40 Tage und 40 Nächte lang. Und ich werde alles Bestehende, das ich gemacht habe, vom Erdboden vertilgen." Und bei uns, und das ist ja das, was sie gerade anzweifeln, ist, dass es keinen spezifischen Tag gibt. Und warum, das kommt in dem Kapitel noch, die Erklärung.

[29:20] Die Argumentation Petrus, die macht einen wichtigen Punkt deutlich, weil Gott hat alles geschaffen und Gott hält alles in seiner Hand. Alles ist perfekt. Und es gibt keinen Punkt, in dem man Gott irgendwie anklagen kann. Und wenn jetzt Leute kommen und Gottes Wort in Frage stellen, spotten und zweifeln und irgendwie Punkte finden, um Gott anzuklagen, dann versuchen sie mit allem irgendwie, Gott anzuklagen. Aber, weil Gott nicht anklagbar ist, weil Gott so perfekt ist, geht es nicht. Und sie können ihn nicht anklagen. Das heißt, wir können ihnen da entgegentreten, die wir die Bibel kennen, indem wir ihnen einfach Stück für Stück anhand der Bibel die Wahrheit offenlegen. Das heißt, wir brauchen keine großen Strategien, Argumente oder irgendwelche Emotionen, die in uns hochkochen können, sondern Gott, der nicht anklagbar ist, liefert alles mit in seinem Wort, was wir brauchen, um ihnen Stück für Stück Gottes Wort darzulegen und sie dann vor die Entscheidung zu stellen, ob sie dem glauben oder ob sie dem nicht glauben.

[30:43] In dem weiteren Kapitel geht Petrus noch mehr auf den Tag des Gerichts ein, den er jetzt angefangen hat zu beschreiben. Und wir lesen mal weiter. 2. Petrus 3 und dort die Verse 8 bis 10. "Dieses eine aber sollte nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren geht, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht. Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen." Hier beschreibt er das Ereignis noch ein bisschen genauer, dass in Zukunft kommen wird. Das, was die Spötter verspotten, weil sie nicht glauben, dass es passiert. Nachdem er den Grund gelegt hat und gesagt, Gott hat die Schöpfung erschaffen durch sein mächtiges Wort. Es kam die Sintflut, so wie er es vorhergesagt hat. Und es gibt wieder eine Vorhersage, dass alle Gesetzmäßigkeiten, auf die sie sich berufen, außer Kraft gesetzt werden. Dieses Ereignis beschreibt er jetzt genauer. Vers 8 ist ein kleiner Einschub, den wollen wir jetzt mal auslassen, den brauchen wir später zu einer Erklärung. Und jetzt geht er genau auf diese Verzögerung ein. Deutscher Vers 9 und er sagt: "Der Herr hat nicht die Verheißung hinaus, wie es etliche Vereine hinaus zu gern halten, sondern er ist langmütig." Hier kommt er mit den Charaktereigenschaften Gottes. Und wir wollen uns in drei Bibelstellen noch mehr Charaktereigenschaften Gottes anschauen. Und zwar im Psalm 86. Fangen wir mal an. Psalm 86 und Deutscher Vers 5. Psalm 86, Vers 5. "Denn du, Herr, bist gut und vergibst gern, und du bist reich an Gnade für alle, die dich anrufen." Gott vergibt, Gott hat Gnade. In Vers 15: "Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue." Also er ist barmherzig, er ist gnädig, er ist langsam zum Zorn, er hat Gnade und Treue. Psalm 103, Vers 8: "Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte." Das unterstreicht das, was wir gerade gelesen haben. Und in Jona, Jona 4, Vers 2. Da steht Jona 4, Vers 2. "Und Jona betete zum Herrn und sprach: Ach, Herr, ist es nicht das, was ich mir sagte, als ich noch in meinem Land war, dem ich auch durch die Flucht nach Tarsus zuvorkommen wollte? Denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langmütig und von großer Gnade, und das Unheil reue dich nicht." Das heißt, was wir hier sehen, ist, dass der Charakter Gottes unheimlich liebevoll ist. Er ist die Liebe pur. In ihm gibt es kein Charaktereigenschaft, die irgendwie fehlerhaft wäre, sondern er ist liebevoll, gütig, treu, barmherzig, geduldig. Nur liebevolle Eigenschaften. Und wenn wir in Hesekiel 18 schauen, Hesekiel 18, da kommt noch eine interessante Eigenschaft auf. Hesekiel 18, und dort Vers 23. "Oder habe ich etwa gefallen am Tod des Gottlosen, spricht Gott daher, und nicht vielmehr daran, dass er sich von seinen Wegen bekehrt und lebt?" Das heißt, Gottes Charakter ist Liebe. Und Gottes Charakter ist Liebe. Und Gottes Charakter ist es, dass er jeden Menschen so sehr liebt, dass er möchte, dass er sich für ihn entscheidet, damit er einmal bei ihm sein kann.

[34:37] Also, wie wir gesehen haben, Gottes Charakter ist Liebe, und Gott möchte, dass jeder Mensch zu der Entscheidung gebracht wird, einmal bei ihm sein zu können. Und dafür hat er alles getan. Wenn wir uns in Johannes 3, Vers 16 lesen: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Also, Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt. Römer 5, Römer 5, Vers 8: "Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus von uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren." Gott hat seinen Sohn gesandt, und er ist gestorben, als wir noch Sünder waren, damit wir gerecht werden können mit ihm. 1. Johannes 4, 1. Johannes 4, und dort Vers 9 und 10: "Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe. Nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern, dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden." Also, Gott hat uns zuerst geliebt, und Gottes Charakter ist Liebe, und deswegen hat er alles getan, damit wir die Möglichkeit haben, gerecht zu werden und einmal bei ihm sein zu können. Und deswegen möchte er, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, sich für ihn zu entscheiden oder sich gegen ihn zu entscheiden. Und deswegen gibt er ihm die Zeit, die nötig ist, damit er diese Entscheidung treffen kann, weil er nicht möchte, dass irgendein Mensch verloren geht. Und wie wir hier lesen, er möchte, dass jedermann Raum zur Buße hat.

[36:29] Was bedeutet Buße? Alle Menschen haben gesündigt, und keiner hat ein Anrecht auf die Herrlichkeit, sehen wir in Römer 3, Römer 3 und dort Vers 23. Römer 3, 23: "Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie für Gott haben sollten." Und auf die Sünde folgt der Tod. Das sehen wir in Römer 6, 23. "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn." Also alle Menschen müssen sterben, weil sie sündig sind. Aber Gottes Gnade ist das ewige Leben. Und in 1. Johannes 1, 1. Johannes 1, Vers 9 steht: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Also wenn wir unsere Sünden bekennen, dann vergibt er uns die Sünde und sie wird uns nicht mehr angerechnet, die ja den Tod mit sich bringt, die Sünde, sondern wir dürfen rein sein und mit Gott ewiges Leben haben. Und Johannes 1, Vers 12, ist eine Zusage. Johannes 1, Vers 12: "Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben." Also wenn ich glaube, wenn ich in Vergebung meiner Sünden bitte, dann darf ich darauf vertrauen, dass Gott mich annimmt. Und ganz zum Schluss, Offenbarung 3, Vers 20, stellt uns vor eine Entscheidung. "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir." Also wie wir hier auch in dem Vers in 2. Petrus 3 gesehen haben, Gott stellt uns vor eine Entscheidung und er möchte, dass jeder Mensch diese Entscheidung getroffen hat, bevor er wiederkommen kann, weil Gottes Charakter ist, dass niemand verloren geht. Also muss jeder Mensch auch die Entscheidung getroffen haben, ob er Gott folgen möchte oder nicht. Und dann, wenn jeder Mensch die Entscheidung getroffen hat, dann kommt er schnell. Das lesen wir in Hebräer 10. Hebräer 10 und dort Vers 37. Da steht: "Dann noch eine kleine, ganz kleine Weile, dann wird er kommen, der kommen soll und wird nicht auf sich warten lassen." Also wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dann wird er kommen.

[39:07] Gehen wir einfach erst weiter. "Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht." Hier wird der Tag des Herrn beschrieben und er hat verschiedene Eigenschaften. Er kommt wie ein Dieb. An dem Tag werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente lösen sich vor Hitze auf und die Erde und ihre Werke verbrennen darauf. Und jetzt wollen wir diesen Tag des Herrn ein bisschen einbetten und gucken, wann der zeitlich einzuordnen ist. Schlagt mit mir mal auf Offenbarung 6, Vers 14. "Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt." Also hier sehen wir, wie sich der Himmel mit Krachen vergeht, wie der Himmel entwich wie eine Buchrolle und in dem Zusammenhang steht die Wiederkunft, wenn wir das in dem Kapitel studieren. Und dass die Elemente sich vor Hitze auflösen, das sehen wir in Offenbarung 20 und dort Vers 7 bis 10. "Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist. Und sie zogen herauf auf die Fläche des Landes und umringten das Herrlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie. Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier ist und der falsche Prophet, und sie werden gepeinigt während Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit." Also hier sehen wir die Erfüllung davor, dass die Elemente sich vor Hitze auflösen. Das Feuer verbrennt die Erde und alle gottlosen Menschen. Und im Vers 7 sehen wir: "Und wenn die tausend Jahre vollendet sind." Das heißt, der Himmel vergeht mit Krachen, das zeigt der Beginn, die Wiederkunft. Und nach tausend Jahren wird die Erde mit Feuer verbrannt, das zeigt das Ende an. Und jetzt gehen wir in den Vers, den wir ausgelassen haben, nämlich in 2. Petrus 3, Vers 8. "Dies eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, denn ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag." Das heißt, ein Tag ist wie tausend Jahre. Der Tag des Herrn sind die tausend Jahre zwischen der ersten und der zweiten Wiederkunft. Die erste Wiederkunft eingeleitet dadurch, dass die Himmel mit Krachen vergehen und die zweite Wiederkunft, also nach dem Millennium beendet den Tag des Herrn damit, dass die Elemente sich vor Hitze auflösen und das Feuer die ganze Erde verbrennt. Und in dieser Zeitperiode von tausend Jahren wird Gericht gehalten, deswegen wird der Tag hier auch wie vorher Tag des Gerichts genannt.

[42:07] Wenn wir jetzt weitergehen in dem Kapitel, dann kommen wir genau zu dem Vers, was unser Merkvers ist, den wir vorher schon gelesen haben. "Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht." Also hier ist Petrus etwas ganz wichtig, nämlich, dass wir, weil das kommen wird, einen heiligen Wandel haben. Und wir wollen uns ein paar Bibelverse anschauen, die das verdeutlichen oder die uns zeigen, was es bedeutet, einen heiligen Wandel zu haben. Wir fangen mal an in Micha 6. Micha 6 und dort Vers 8. Micha 6 Vers 8: "Es ist dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anderes als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott." Also wir sollen Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln. 1. Korinther 10 Vers 13. 1. Korinther 10 Vers 13: "Es hat euch bisher nur menschliche Versuchungen betroffen. Gott aber ist treu. Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird euch zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt." Also hier kam mir die Verheißung, die Zusage, dass wir auf Gottes Kraft vertrauen können, auch wenn Versuchungen kommen und wenn wir denken, wir schaffen es nicht. Aber Gott ist treu und Gott wird uns die Kraft geben. Epheser 1 Vers 4. Wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm kommen können. Kann ich was sein? Ich kann nirgends noch was in diesem Zeitalter bringen, damit man denkt, wir sollen nicht violen, sondern wenn wir in erster Lkw fahren, dann gibt es auch Timmermann und heilight 2 Vers 5. Timmermann und heilight 2 Vers 5. Museln muss noch nutschen immer her. Philippa 2 Vers 5. Da wird so ein bisschen der Schlüssel auch genannt, wie wir dies alles erreichen können. Philippa 2 Vers 5: "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war." Also wir sollen die gleiche Gesinnung haben wie Jesus. Hebräer 12, 1 bis 3. Hebräer 12, 1 bis 3. Das lässt jetzt praktisch werden, da hinkommen zu dem, was wir alles gelesen haben. Hebräer 12, 1 bis 3: "Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts erachtete und der sich zur Rechten Gottes gesetzt hat. Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert." Hier ist der Schlüssel. Wir sollen auf Jesus schauen und er wird es in uns vollbringen.

[45:25] In Johannes 15 Vers 5, dieser Vers drückt das Gleiche nochmal auf eine andere Art und Weise aus. Johannes 15 Vers 5: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun." Das heißt, wir sollen auf Jesus schauen. Wir sollen nicht nach rechts und nach links zu Versuchungen oder Schwierigkeiten schauen, sondern wir sollen auf Jesus schauen, damit er in uns und durch uns wirken kann und wir die Kraft haben, die wir brauchen, um diesen Charakter zu entwickeln, die vorhin beschrieben wird, weil er ist in uns entwickelt.

[46:05] Das heißt, jeder Teil meines Lebens soll in Einklang mit ihm sein. Und Enright beschreibt es ganz treffend in "Our High Calling", Seite 212: "Was ist Heiligung? Sich ganz und rückhaltlos Seele, Körper und Geist Gott hingeben, gerecht handeln, Barmherzigkeit lieben und demütig wandeln mit Gott, den Willen Gottes kennen und ohne Rücksicht auf sich selbst und auf eigenes Interesse tun, himmlisch gesinnt sein, rein, selbstlos, heilig und ohne Makel noch runzelt sein." Ich finde, das Zitat beschreibt ganz treffend und bringt es auf den Punkt, was Heiligung ist.

[46:49] Und jetzt wollen wir weiterschauen. Wir haben gesehen, dass es wichtig ist, dass wir uns auszeichnen durch einen heiligen Lebenswandel. Und in den nächsten Versen schreibt Paulus: "Indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegen eilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden." Hier beschreibt Petrus mit zwei Verben unser Verhalten. Das eine ist das Erwarten und das andere ist entgegen eilen. Und wir fangen mal an mit entgegeneilen. Entgegeneilen kann auch übersetzt werden mit Beschleunigen. Das heißt, ich kann die Wiederkunft beschleunigen. Und jetzt wollen wir uns fragen, wie? In Vers 9 haben wir gesehen, dass Gottes Charakter Liebe ist und dass er erst dann wiederkommen kann, wenn jeder auf Erden eine Entscheidung hat, ob er Gott nachfolgt oder ob er Gott nicht nachfolgt. In Matthäus 24 Vers 14 wird dieses Zeichen ebenfalls genannt. Matthäus 24 Vers 14, da steht: "Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker und dann wird das Ende kommen." Also wenn das ganze Evangelium verkündet wurde, jede Menschen, wenn jeder die Entscheidung gehabt hat, dann kann Gott kommen. Heißt, wenn ich täglich mich Gott zur Verfügung stelle und die Aufgabe mache, die Gott mir aufträgt, damit die ganze Welt seine Botschaft hören kann, dann beschleunige ich die Wiederkunft, weil ich dann den Weg vorbereite, dass diese Zeichen eintreffen können. Im Umkehrschluss, wenn ich meine Aufgabe nicht ernst nehme, wenn ich es nicht tue, dann kann ich sie herauszögern. Und jetzt kommt der Knackpunkt. Nicht Gott zögert die Verheißung heraus, sondern im Prinzip zögern wir Menschen die Verheißung heraus, weil wir nicht bereit sind, mit Gott zusammenzuarbeiten und Gott in uns wirken zu lassen.

[49:11] Also dreht es die Anklage der Spötter um. Die Spötter behaupten, Gott zögert die Verheißung heraus. Und der wahre Punkt, was wir gesehen haben, ist, dass wir einen maßgeblichen Teil dazu beitragen können. Und jetzt ist es wichtig zu verstehen, dass wir keine Panik oder keinen Zwang anfangen müssen. Wir müssen nicht hektisch in der ganzen Welt herumrennen und irgendwie das Evangelium verkünden. Das ist nicht Gottes Wille. Gottes Wille ist, dass ich auf ihn schaue, dass ich mich für sein Einfluss öffne und dass ich das tue, was Gott mir täglich aufträgt. Dass ich mich ihm zur Verfügung stelle und dass er durch mich die Menschen gewinnt. Und Gott hat einen perfekten Plan. Und Gott weiß, wie er mich gebrauchen kann in dem Plan, damit alle Menschen von ihm einmal gehört haben.

[50:07] Jetzt wollen wir uns mit dem zweiten Verb auseinandersetzen. Es heißt "erwarten". In Vers 12 steht, dass wir die Wiederkunft erwarten. In Vers 13 steht, dass wir die neuen Himmel und die neue Erde erwarten. Und in Vers 14 steht, weil wir das alles erwarten, sollen wir eifrig bemüht sein, einen heiligen Charakter zu entwickeln. Was es bedeutet, einen heiligen Charakter zu entwickeln und wie wir den entwickeln, das haben wir uns vorhin schon angeschaut. Und Petrus sagt hier, wir sollen eifrig bemüht sein. Und jetzt lasst uns mal in Philipper 1, Vers 6 schauen. Philipper 1, Vers 6.

[51:15] Meine Friehen. , die können zu was wes weles war.

[52:22] Matthäus 13, 24-30. Er sprach zu ihnen: "Das hat der Feind getan." Das sagten die Knechte zu ihm. "Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen?" Er sprach: "Nein, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt. Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne, den Weizen aber sammelt in meine Scheune." Und ab Vers 36 gibt es dann die Auslegung dieses Gleichnisses. 36: "Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus. Und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Der, der guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen. Der Acker ist die Welt, der gute Samen sind die Kinder des Reiches, das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen. Und der, der es sät, ist der Teufel, die Ernte ist das Ende der Weltzeit, die Schnitter sind die Engel. Gleich wie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln. Und werden sie in den Feuerofen werfen, dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Himmels, ihres Vaters. Wer Ohren hat, so höre, der höre."

[54:15] Das heißt, jeder Mensch hat Zeit, seine Entscheidung zu treffen und den Charakter zu entwickeln. Und an den Früchten wird man sehen, welche Entscheidung der Mensch getroffen hat. Und erst wenn wirklich sichtbar geworden ist, wie der Mensch sich entschieden hat, ob er für oder gegen Gott ist, dann kann geerntet werden. Und in Offenbarung 14, Vers 14 bis 16 wird die Erfüllung beschrieben. Die wollen wir auch noch lesen. Offenbarung 14, Vers 14 bis 16. "Und ich sah und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: 'Sende deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist.' Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde und die Erde wurde abgeerntet." Also erst wenn die Ernte reif ist, kann geerntet werden und erst dann kann Jesus wiederkommen.

[55:26] Petrus kommt langsam zum Ende mit seinem Brief. Und wir wollen uns jetzt die letzten vier Verse noch anschauen. "Und seht die Langmut unseres Herrn als eure Rettung an, wie auch unser geliebter Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben." Hier sagt er, ich bin nicht der Einzige, der das lehrt. Ich bin nicht der Einzige, der diese Gedanken hat. Und er verweist auf Paulus. Auch Paulus hat diese Gedanken und auch Paulus lehrt es. Und wir wollen noch vier Bibelstellen anschauen, in denen Paulus auch diese Gedanken äußert, um einfach zu sehen, nicht Petrus ist der Alleinige, der das sagt. Römer 2, Vers 4.

[56:27] Also hier sehen wir Gottes Charakter, der uns zu Buße leitet, der Güte ist. Und auch Gottes Wunsch, dass wir zu Buße geleitet werden. Römer 3, 21-22.

[56:45] Also die Gerechtigkeit Gottes, die uns frei macht, die kommt allen im Glauben zu.

[57:00] Titus 2, 11-13.

[57:15] Also Gottes Gnade ist heilbringend und wir erwarten die Wiederkunft, die irgendwann kommen wird.

[57:35] Epheser 1, 3-7.

[57:46] Jesus Christus, der uns gesegnet hat, mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus. Wie er uns in ihm auserwählt hat, vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe. Er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens. Zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten. In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretung nach dem Reichtum seiner Gnade.

[58:14] Hier wird nochmal deutlich, Gott hat uns ausgewählt und Gott hat uns durch ihn die Erlösung geschenkt. Das heißt, wir haben gesehen, Petrus ist nicht der einzige, der diese Gedanken hat, die er in dem Brief schreibt, sondern auch Paulus. Und in Vers 16 heißt es, dass viele das Wort falsch interpretieren, weil sie unwissend sind oder ungefestigt. Das heißt, man kann sich die Frage stellen, was muss ich tun, damit ich die Wahrheit verstehe, damit ich die Wahrheit erkenne? Und damit ich Gottes Wort nicht falsch verstehe oder interpretiere. Und in Johannes 16 finden wir die Antwort. Johannes 16, Vers 13. "Wenn er bei jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden und was zukünftig ist, wird er euch verkünden." Hier wird die Wichtigkeit des Heiligen Geistes betont. Um Gottes Wort zu verstehen, brauche ich den Heiligen Geist und ich muss mich von ihm leiten lassen. Und wenn ich mit dieser Einstellung an Gottes Wort gehe, dann kann ich gewiss sein, wie es hier die Zusage ist, dass er mich das lehrt, was Wahrheit ist. Er wird mich in alle Wahrheit führen und leiten. Das bedeutet aber auch, dass ich vielleicht meine Vorurteile oder meine Brille von Meinungen, die ich habe, dass ich die absetzen muss und ablegen muss und dass ich bereit sein muss, dass der Heilige Geist mich in die Wahrheit leitet und führt. Und dann legt es an mir, ob ich es annehme oder nicht.

[59:48] In den letzten zwei Versen seines Briefes fasst Petrus die Gedanken noch mal zusammen, die wir studiert haben. Da heißt es: "Ihr aber, Geliebte, da ihr dies im Voraus wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch die Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert. Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit. Amen."

[1:00:18] Ich möchte mit einem Beispiel auch noch mal die ganzen Gedanken zusammenfassen. Und zwar schlagt mit mir auf Matthäus 24. Die Verse 45 bis 51. Matthäus 24, 45 bis 51. Und da wird es anhand eines Gleichnisses noch mal deutlich. Ab Vers 45: "Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit? Glückselig ist jeder Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über alle seine Güter setzen. Wenn er bei jener böser Knecht in seinem Herzen spricht: 'Mein Herr säumt es zu kommen' und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken. So wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, der es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht erkennt, und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein." Hier werden zwei Knechte beschrieben, die unterschiedliche Schlüsse bezüglich der Rückkehr ihres Herrn hatten. Der eine war klug, und er war jeden Tag, täglich bereit, dass sein Herr zurückkommen kann. Und der andere, der dachte, ach, der Herr verspätet sich sicherlich, und er wird so schnell nicht wiederkommen, und nahm dies als Anlass für sein falsches Verhalten. Und wir sehen das Ende dieser beiden Knechte. Der Herr kam, wie er es vorausgesagt hat. Der eine bekommt seinen Lohn, weil er täglich bereit war, und der andere bekommt ihn nicht, weil er es versäumt hat, sich vorzubereiten.

[1:01:59] Elnoët schreibt dazu: "Da wir Tag und Stunde seines Kommens nicht wissen, sind wir aufgefordert, wach zu bleiben. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet." Aus Lukas 12, 27: "Alle, die auf das Kommen des Herrn warten, werden nicht untätig sein. Die Erwartung der Wiederkunft Christi wird sie veranlassen, die Menschen zu mahnen, den Herrn und seine Gerichte zu fürchten. Es gilt, ihnen die Sünde bewusst zu machen, die in der Ablehnung der göttlichen Gnade besteht. Die auf Jesu Erscheinung warten, reinigen ihre Seele, indem sie der Wahrheit gehorsam sind, und sie verbinden ihr aufmerksames Wachen mit eifrigem Wirken. Sie wissen, dass der Tag der Erscheinung Christi nahe ist, und nutzen deshalb jede Gelegenheit, mit den himmlischen Wesen für das Heil von Menschenseelen zusammenzuarbeiten. Das sind die treuen und weisen Haushalte, die den Leuten zur rechten Zeit geben, was ihnen zusteht, denn sie lehren die Wahrheit, die der gegenwärtigen Lage besonders entspricht. Wie Henoch, Noah, Abraham und Mose die Wahrheit für ihre Zeit verkündigten, so werden Gottes Boten nun eine besondere Warnungsbotschaft auch dieser Generation mitteilen." Ich habe gelesen aus dem Leben Jesu Seite 507 folgende.

[1:03:11] Ich möchte euch auffordern, treue Knechte zu sein. Lasst uns treue Knechte sein, die jeden Tag in der Güte Gottes leben und sich von ihm verändern lassen, damit wir bereit sind, wenn Jesus wiederkommt und damit das Werk der Heiligung in uns abgeschlossen ist. Und lasst uns treue Knechte sein, die jeden Tag treu die Aufgabe Gottes ausführen, die Gott uns aufträgt, damit jeder Mensch die Botschaft hört und sich entscheiden kann. Denn Jesus wird wiederkommen, wie er es verheißen hat. Das steht fest. Und so wünsche ich euch alles Gute und Gottes Segen beim Bibelstudium und auch am Sabbat beim Bibelgespräch. Amen.


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