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Manuskript zur Sendung  >>> CSH_Manuskript_2017 2nd Nr 3

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour, „Eine königliche Priesterschaft“, wird das zweite Kapitel des Ersten Petrusbriefes beleuchtet. Der Sprecher Christopher Kramp erklärt, wie Gläubige auf das Evangelium reagieren sollen, indem sie alte Verhaltensweisen ablegen und sich nach dem Wort Gottes sehnen. Es wird betont, dass Wachstum im Glauben ein Ziel hat und uns zu Christus hin verändert.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q2: Die Petrusbriefe

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur dritten Folge unserer Serie über die beiden Petrusbriefe. Heute mit dem Thema "Ein königliches Priestertum". Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 15. April und wollen gemeinsam die ersten zehn Verse aus dem zweiten Kapitel des Buches Erste Petrus studieren. Wir haben viel vor, es sind intensive Verse mit vielen interessanten biblischen Wahrheiten, die es zu entdecken und auch dann anzuwenden gilt.

[1:02] Und bevor wir da so richtig beginnen, wollen wir natürlich ein Gebet sprechen und dazu lade ich dich, lieber Freund, liebe Freundin, ein. Lieber Vater im Himmel, hab du Dank für dein wunderschönes Wort und für die Kraft, die du dort hineingelegt hast. Wir möchten dich bitten, dass wenn wir jetzt diesen ersten Petrusbrief, das zweite Kapitel, die ersten zehn Verse lesen und studieren, dass du uns die Weisheit schenkst, die du versprochen hast. Dass es dein Wort ist, das zu uns spricht und dass dieses Wort in seiner Schönheit und Kraft unser Leben verändert, dass wir dich und deinen Charakter dort erkennen und verändert werden für ein Leben, das dir wohlgefällt. So möchten wir dich bitten, dass du jetzt alle Störende fernhältst und durch dein Wort zu uns sprichst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:53] Erste Petrus Kapitel 2 und dort ab Vers 1. So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle Verleumdungen und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst, wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.

[2:20] Im ersten Kapitel hat Petrus das Evangelium beschrieben. Wir haben das ja angeschaut, dass wir nicht erlöst sind mit vergänglichen Dingen, sondern durch das kostbare Blut des Christus. Und dann etwas später wird gesagt, dass wir wiedergeboren sind durch das Wort Gottes, das lebendige Wort, das bleibt, das in Ewigkeit ist. Nachdem also Petrus im ersten Abschnitt gezeigt hat, wie wir erlöst werden, was Gott für uns tut, schreibt er jetzt in diesen drei Versen, die wir gerade gelesen haben, die Reaktion des Gläubigen auf dieses Evangelium, das was wir tun sollen, wie wir darauf antworten.

[3:04] Er sagt, dass wir etwas ablegen sollen und zwar nicht nur prozentual. Er sagt: "So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle Verleumdungen." Wer das Evangelium von Christus kennenlernt und annimmt, ist aufgefordert, Dinge nicht nur anzunehmen, nämlich die Güte und die Gnade Gottes, sondern auch Dinge abzulegen: Bosheit und den Betrug, Heuchelei, Neid und Verleumdung.

[3:34] Diese Idee, dass der Gläubige etwas abzulegen hat, ist nicht neu. Schauen wir mal in Hesekiel 18 und dort Vers 31. Dort heißt es: "Werft alle eure Treulosigkeiten, die ihr verübt habt, von euch ab und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist, denn warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?" Eine ganz ähnliche Idee, die der Petrus auch sagt: Werft das alles von euch weg. Wer ein neues Herz bekommt durch Gott, wer einen neuen Geist empfängt, der muss auch das, was vorher an Sünden in seinem Leben gewesen ist, wegwerfen, wegwerfen wollen.

[4:18] Im Neuen Testament finden wir dieselbe Idee in Römer 13 und dort Vers 12. "Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe, so lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts." Es ist beides wichtig, nicht nur das Anlegen der Lichtwaffen, sondern auch das Ablegen der Finsterniswerke und insbesondere, weil der Tag der Wiederkunft nahe rückt, so der Paulus. Wenn wir also glauben, dass wir direkt kurz vor der Wiederkunft stehen, dass Jesus sehr bald wiederkommen kann, ist es wirklich wichtig, die Werke der Finsternis abzulegen.

[5:02] Andere Stelle schreibt der Paulus ebenfalls davon, Epheser Kapitel 4 und dort Vers 22, dass ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte. Vers 23: "Dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist, in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit." Hier ist also ein Austausch. Das Alte soll abgelegt werden und das Neue soll angezogen werden. Das ist ein Erneuerungsprozess, das braucht auch Zeit. Vers 25 wird dann sehr konkret: "Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind untereinander Glieder."

[6:00] Jemand, der den neuen Menschen anzieht, muss den alten ablegen. Er muss die Lüge, die Übertretung des Gesetzes, die Gesetzlosigkeit ablegen durch die Kraft Gottes. Das Evangelium besteht nicht nur darin, dass wir Gottes Gnade annehmen, sondern dass durch seine Kraft wir auch die Sünde, den früheren Wandel ablegen.

[6:23] Kolosser 3 macht deutlich, dass das durchaus einen Kampf bedeutet. Kolosser 3 und dort ab Vers 5. Kolosser 3 ab Vers 5. Vers 7: "Unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet." Jetzt Vers 18: "Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund." Das ist also keine Einzelidee von Petrus, das zieht sich durch die Bibel. Wir sollen die Dinge ablegen, das bedeutet einen Kampf. Diese Glieder, wie sie hier genannt werden, sollen getötet werden durch den Geist. So macht es Paulus ja auch im Römerbrief deutlich.

[7:22] Schauen wir nach Hebräer 12 und dort Vers 1. Nein, indem wir hinschauen, sagt der Hebräer 12, Vers 2: "Indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens." Und daran zeigt sich, dass Gott hier ein ganzes Werk in uns tun möchte.

[8:06] Jakobus 1 und dort Vers 21, noch ein weiterer Vers zu diesem Gedanken. Jakobus 1 und dort Vers 21. Dort lesen wir: "Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit." Also es reicht nicht aus, einfach einen Teil der Bosheit abzulegen, vielleicht den Lieblingsteil der Bosheit. Manchmal gibt es ja die Idee, dass man nicht alle Sünde ablegen muss, nur die Lieblingssünde. Nein, hier heißt es auch: "Den Rest von Bosheit, der vielleicht noch da ist, soll abgelegt werden. Und nehmt mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu retten."

[8:43] Also hier sehen wir wieder diese beiden Dinge: Etwas muss abgelegt werden, etwas muss angenommen werden. Das Wort Gottes, von dem ja auch Petrus im ersten Kapitel schreibt, durch das wir wiedergeboren werden, das uns auf das Blut Christi hinweist, das soll angenommen werden und gleichzeitig soll all das andere, was an Sünden in unserem Leben ist, abgelegt werden.

[9:03] Zurück zu Petrus, 2. Petrus, 1. Petrus 2 Vers 2. Er sagt hier: "Und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst." Petrus sagt uns, dass wenn jemand tatsächlich wiedergeboren ist, wird er ein echtes Verlangen nach dem Wort Gottes haben. Hast du, lieber Freund, liebe Freundin, hast du ein echtes Verlangen nach dem Wort Gottes?

[9:35] Wenn nicht, könnte es sein, dass da vielleicht noch Dinge wie Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid oder Verleumdung in deinem Leben sind, die du nicht ablegen willst und die demzufolge deine Lust, deine Freude am Wort Gottes hindern. Die Botschaft von Petrus von uns ist deutlich: Wenn es etwas gibt, was in dieser Kategorie fällt – Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid, Verleumdung – lass es uns ablegen.

[9:58] Stattdessen das Wort Gottes begierig aufnehmen, sich darauf freuen, es studieren wollen, weil durch dieses Wort wir wachsen. Selbst wenn wir nur ganz frisch im Glauben sind, kleine Kindlein, wie es hier heißt, neu geboren, dann wachsen wir durch das Wort. Interessanterweise sagt ja der Petrus nur wenige Verse vorher, in Kapitel 1 Vers 23, dass durch dieses Wort Gottes wir nicht nur wachsen, sondern schon wiedergeboren sind. Vers 23: "Denn ihr seid wiedergeboren, nicht aus Vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt."

[10:35] Also das, was uns wiedergeboren hat, soll uns auch stärken und wachsen lassen. So wie wir zu Christus gekommen sind, so können wir auch in ihm bleiben. Der Prozess, die Methoden sind immer dieselben.

[10:48] Die unverfälschte Milch, die Milch des Wortes, wird nach anderen übersetzt auch die vernünftige Milch. Das hat damit zu tun, dass das Wort "logikos" hier steht, was von "Logos" kommt, Wort, aber auch vernünftig bedeutet, wie zum Beispiel in Römer 12 Vers 1, wo es von dem vernünftigen Gottesdienst spricht, dem "logikos".

[11:14] Von dieser begehrenswerten Eigenschaft des Wortes Gottes spricht schon das Alte Testament, zum Beispiel berühmterweise Psalm 19. Dort lesen wir in Psalm 19 und dort ab Vers 8: "Das Gesetz des Herrn." Und hier sind nicht nur die 10 Gebote gemeint, sondern die ganze Weisung Gottes. Die fünf Bücher Mose, die Tora, die Bibel sozusagen im weitesten Sinne.

[12:01] Sie allesamt sind gerecht und dann heißt es hier in Vers 11: "Sie sind begehrenswerter als Gold und viel feines Gold, süßer als Honig und Honigseim." Lieber Freund, liebe Freundin, ist dir das Wort Gottes süß wie Honig? Machst du diese Erfahrung wie unsere Pioniere, wie das in Offenbarung 10 beschrieben ist, dass sie das Wort Gottes verschlungen haben, weil es ihnen süß im Mund war?

[12:29] Die Idee, dass wir im Glauben wachsen, findet sich an vielen Stellen der Bibel. Wir wollen heute mal hier nur einige wenige Beispiele rausgreifen, zum Beispiel in Hiob 17 und dort Vers 9. "Wie bei einem Kind auch die Kraft von Jahr zu Jahr zunimmt."

[13:06] Ähnlich drückt es auch der weise Salomo aus in Sprüche und dort Sprüche 4, Vers 18. "Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, der immer heller leuchtet bis zum vollen Tag." Da ist ein Wachstum im Glauben, eine Zunahme an Erkenntnis. Durch das Wort sollen wir wachsen.

[13:26] Ich weiß nicht, wie es dir geht, lieber Freund, liebe Freundin, ob du das Gefühl hast, ob du siehst, dass du in deinem Glauben in der letzten Zeit gewachsen bist. Wenn das nicht der Fall ist, wenn du vielleicht das Gefühl hast, dass du stagnierst, dass es vielleicht sogar rückwärts geht, könnte es sein, dass du dieses wunderbare Wort, die Milch, die dich nähren soll, etwas vernachlässigt hast.

[13:49] Das Wachstum, das wir als Christen erleben, ist nicht einfach ein Selbstzweck. Paulus sagt uns in Epheser 4 und dort Vers 15, dass es ein Ziel gibt: "sondern wahrhaftig in der Liebe heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus."

[14:16] Das Wachstum hat ein Ziel und das Ziel ist Christus. In allen Stücken, in allen Bereichen unseres Lebens sollen wir wachsen hin zu Jesus. Denn das Wort Gottes weist auf Jesus.

[14:29] So sagt es Jesus selbst in Johannes 5, Vers 39, als er gesagt hat: "Die Schrift, ihr meint, ihr habt darin ewiges Leben, und sie ist es, die von mir zeugt." Die Schriften sind es, die von mir zeugen. Wenn wir das unverfälschte Wort Gottes studieren, werden wir wachsen immer mehr in das Ebenbild von Jesus.

[14:54] Und es gibt noch eine zweite Dimension dieses Wachstums und die wird deutlich, wenn man den 2. Thessalonicher aufschlägt. 2. Thessalonicher, Kapitel 1 und dort Vers 3. 2. Thessalonicher 1, Vers 3. 2. Thessalonicher 1, Vers 3.


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