In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe mit Bogdan Tanase wird das Thema „Leiden für Christus“ aus den Petrusbriefen beleuchtet. Es wird erklärt, wie Leid durch Sünde in die Welt kam und wie es sich durch die Geschichte zieht, von biblischen Beispielen bis zur heutigen Zeit. Der Vortrag betont, dass Leiden für Christus zwar eine Herausforderung ist, aber auch eine Quelle der Stärkung und ein Weg, Zeugnis abzulegen. Die Botschaft ermutigt dazu, trotz Anfechtungen standhaft zu bleiben und sich auf die zukünftige Herrlichkeit zu freuen.
„Weide meine Schafe“ Erster und zweiter Petrusbrief (CSH 2017 Q2): 6. Für Christus leiden
Bogdan Tanase · Cannstatt Study Hour 2017 Q2: Die Petrusbriefe ·Themen: 1. Petrus, 2. Timotheus, Bibel, Bibelstudium, Neues Testament, OffenbarungWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2017 Q2: Die Petrusbriefe
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Heute studieren wir das sechste Thema in diesem Quartal. Wir studieren die Petrusbriefe und wir sind bei dem Thema Leiden für Christus angekommen. Und bevor wir in das Studium eintauchen, möchten wir mit einem Gebet beginnen. Unser himmlischer Gott und Vater, wir danken dir Herr für dein Wort. Wir danken dir, dass wir wieder die Möglichkeit haben, dein Wort zu studieren. Und ich möchte dich bitten, dass du uns jetzt mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass du uns durch das Studium deines Wortes führst. Amen.
[0:52] Leiden für Christus. Leid betrifft alle Menschen, denn wir alle leben hier auf dieser Welt, die von der Sünde durchsetzt ist. Und die Folge der Sünde ist bekanntlich der Tod. Und durch die Sünde kam auch das Leid in die Welt. In 1. Mose Kapitel 3 und dort Vers 15 haben wir die erste Prophetie oder die erste Prophezeiung auf Christus. Und dort lesen wir: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ Die Erde wurde zu dem Schauplatz des Kampfes im Universum zwischen Gut und Böse, zwischen Gott und Luzifer, der sich selbst entschieden hat, zum Satan zu werden, zum Widersacher. Die erste Folge, die unmittelbare Folge dieser Sünde, die Adam begangen hat und Eva natürlich auch, war, dass dieses Leid in die Welt kam. Hier wurde der Frau verheißen, dass sie durch Schmerzen Kinder gebären würde. Und es ist sehr traurig, denn eigentlich ist es ein freudiges Ereignis, wenn neues Leben in die Welt kommt. Und es wäre so viel schöner, wenn das ohne Schmerzen vonstatten gehen könnte. Aber Gott hat es für gut befunden, das dann so zu ändern oder so zu machen. Beziehungsweise das war die Konsequenz, die sich daraus ergeben hat.
[3:00] Und darin spiegelt sich eigentlich auch noch ein anderer Aspekt wieder. Denn wenn wir überlegen, eine Frau steht in der Bibel oft für die Gemeinde, für eine Kirche. Und wenn die Gemeinde neue Kinder, sage ich mal, hervorbringt, dann geschieht es eigentlich in der Regel auch nicht ohne Schmerzen. Denn überall dort, wo ein Mensch sich bekehrt, muss er erkennen, dass er mit dem Lebensstil, den er bis zu diesem Punkt geführt hat, nicht weitermachen kann. Und da müssen Sachen abgeschnitten werden. Sachen müssen aufgegeben werden. Und das ist oft ein schmerzlicher Prozess. Auch als Israel quasi in der Geburtsstunde des Volkes, als es aus Ägypten herausgeführt wurde, geschah das nicht ohne Leid. Da gab es Plagen, da gab es Verfolgung, da gab es Angst, da gab es Leid. Und wir sehen hier wieder diesen Typus und Antitypus, der sich hier schön zeigt. Ja, wie schön wäre die Welt ohne Leid? Leid war nie ein Plan, ein Teil von Gottes Plan. Als Gott die Welt erschaffen hat, war alles sehr gut, so beschreibt es die Bibel.
[4:18] Und in der Sabbatschule geht es jetzt speziell um das Leiden für Christus. In der Apostelgeschichte lesen wir davon, dass die frühe Christengemeinde schon kurz nach ihrer Entstehung verfolgt wurde. Am Anfang war das noch durch den Hohen Rat, durch den Sanhedrin, durch die Juden, die die Christen als Bedrohung ansahen und empfanden. Und Saulus war zum Beispiel einer derjenigen, die zumindest am Anfang noch, bevor er sich bekehrt hat, die Christen hart verfolgt hat. Und später ist er natürlich dann Jesus persönlich begegnet. Jesus hat sich ihm offenbart und gefragt: „Warum verfolgst du mich?“ Und Saulus hat sich daraufhin komplett bekehrt, hat eine 180-Grad-Wendung in seinem Leben und er hat dann für die Christen gekämpft und nicht gegen sie.
[5:19] In Apostelgeschichte Kapitel 18 und dort Vers 2, die Verfolgung der Christen beschränkte sich ja nicht nur auf die Verfolgung durch die Juden. Und in Apostelgeschichte Kapitel 18 und dort Vers 2 lesen wir von Saulus. Und dort fand er einen Juden namens Aquila aus Pontus gebürtig, der vor kurzem mit seiner Frau Priscilla aus Italien gekommen war, weil Claudius befohlen hatte, dass alle Juden Rom verlassen sollten. Zu diesem ging. Der Grund, warum die Juden Rom verlassen sollten, war hier der Anfang einer Verfolgung der Juden. Das geschah und daran waren die Juden nicht ganz unschuldig, weil sie sich gegen das römische Regime aufgelehnt haben. In Jerusalem gab es schon seit der römischen Besatzung zwei Parteien, die sich auf unterschiedlichen Wegen versucht haben, gegen die römische Unterdrückung zu wehren. Die einen versuchten das durch Diplomatie und die anderen wollten das mit Gewalt durchbringen. Das waren die Zeloten. Und im Jahre 68 n. Chr. kam es zu einem Aufstand, der zur Folge hatte, dass im Jahre 70 die Stadt zerstört wurde. Jerusalem wurde zerstört, so wie Jesus es vorhergesagt hatte.
[6:59] Die Christen wurden weiterhin durch die Römer und durch das römische Reich verfolgt. Auch unter Nero und viele grausame Dinge wurden mit den Christen getan. Sie wurden ins Kolosseum den Tieren vorgeworfen und auf vielfache grausame Art und Weise wurden sie dort hingerichtet und getötet. Aber das war jetzt zu Anfang der Geschichte der Christenheit. Aber auch heute gibt es noch Verfolgung der Christen. Interessant ist, ich habe da mal ein bisschen recherchiert, es gibt Schätzungen verschiedener kirchlicher Institutionen, die sagen, dass 75 bis 80 Prozent der Menschen, die heute wegen ihres Glaubens verfolgt werden, Christen sind. Das Hilfswerk Open Doors schätzt die Anzahl der weltweit verfolgten Christen oder diskriminierten Christen auf 100 Millionen. Und das ist schon eine Hausnummer.
[8:08] Wenn wir jetzt in den Petrusbrief gehen, den wir jetzt studieren, sehen wir, dass am Anfang und am Ende des ersten Briefes quasi dieses Thema des Leidens und der Verfolgung den ganzen Brief quasi so ein bisschen umklammert. Und das möchten wir uns jetzt mal kurz anschauen. Im ersten Petrus, Kapitel 1, Verse 6 bis 7. Dort lesen wir: „Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge haben bei der Offenbarung Jesu Christi.“ Petrus schreibt hier, dass ihr, also die Gemeinde, die er anspricht, eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen. Das Wichtige, was wir hier beachten müssen, ist, es geht erst mal um eine kurze Zeit. Er sagt nicht, ihr werdet ewig leiden oder es wird euch immer nur schlecht gehen. Er sagt, für eine kurze Zeit. Und das Nächste ist, wenn es sein muss. Also wenn es nicht sein muss, dann wird Gott das nicht zulassen. Aber wenn es sein muss, dann wird es so kommen und dann ertragt es mit Geduld oder in Geduld.
[9:33] Das Leiden, das wir hier auf dieser Welt erfahren, steht in keinem Vergleich zu dem, was uns danach erwartet. Das Himmelreich wird wundervoll sein. Wir haben nicht den Hauch einer Ahnung oder wir können uns das gar nicht vorstellen, wie das nachher sein wird. Und dieser Gedanke kann uns Trost spenden, wenn wir tatsächlich Leid durchleben. Wenn wir daran denken, dass es nur zeitlich ist, dass es zeitlich begrenzt ist und dass es wieder aufhört, dann wird uns das Kraft schenken. Natürlich auch, wenn wir zu Gott beten und ihn um Kraft bitten. Die Leiden dieser Welt sind nur für eine kurze Dauer.
[10:18] In 1. Petrus, Kapitel 5, Vers 10 sehen wir dann am Ende seines ersten Briefes, wo er hier spricht: „Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit, also auch wieder hier diese Betonung auf, dass es nur kurz ist, zeitlich beschränkt, gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken und gründen.“ Also Gott wird uns, nachdem wir diese kurze Zeit gelitten haben, völlig zubereiten, festigen, stärken und gründen. Gott ist nicht der Autor des Leides. Das ist ganz wichtig, dass wir das richtig verstehen. Doch er kann das Leid nutzen, um uns in unserem geistlichen Wachstum voranzubringen und es zu fördern.
[11:26] In 1. Petrus, Kapitel 2 und dort Vers 12 lesen wir, 1. Petrus, Kapitel 2, Vers 12: „Und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung.“ Petrus ermahnt hier seine Gemeinde, einen guten Wandel zu führen, trotz der Verleumdung und falscher Anklagen. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich verleumdet und falsch angeklagt werde, dann weckt es immer so einen Widerstand. Ich möchte mich wehren. Ich möchte etwas dagegen tun. Ich möchte am besten das mit gleicher Münze heimzahlen. Aber Petrus schreibt hier: „Führt einen guten Wandel.“ Und auch später lesen wir in 1. Petrus, Kapitel 3, Vers 9: „Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil, segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid, Segen zu erben.“ Also auch hier sollen wir unseren Blick auf das Zukünftige richten und es ertragen und nicht das Böse mit Bösem vergelten.
[12:57] In Kapitel 4, Vers 14 spricht er sogar davon, dass wir glückselig sind: „Oder glückselig seid ihr, schreibt er, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen. Denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht.“ Und das sehen wir nachher auch in der Apostelgeschichte, dass Petrus auch sich darüber gefreut hat, als er für Jesus leiden durfte.
[13:25] Die natürliche Reaktion eines Menschen auf Leid ist, dass er das klagt und dass er das quasi auch vor anderen zeigt, weil er möchte, dass er auch Mitleid bekommt und dass andere auch mit ihm leiden. Denn geteiltes Leid ist halbes Leid, bekanntermaßen. Aber wenn wir in Zeiten des Leides optimistisch sein können und wenn wir es geduldig ertragen, dann werden andere Menschen auf uns schauen und sich fragen: „Warum? Also das ist nicht normal, das entspricht nicht der Norm, dass diese Person auf diese Situation so reagiert.“ Und das wird uns die Möglichkeit geben, Zeugnis für Christus ablegen zu können. Die Bibel lehrt an keiner Stelle, dass wir nie leiden werden, wenn wir Christus nachfolgen. Aber sie sagt, dass er uns die Kraft geben wird, alles zu ertragen und dass wir auch nichts, dass er uns nichts auferlegen wird, was wir nicht tragen können.
[14:29] Durch unsere Leiden können wir anderen Menschen Christus bezeugen. In 1. Petrus Kapitel 3 Verse 13 bis 14 lesen wir: „Und wer will euch Schaden zufügen, wenn ihr Nachahmer des Guten seid? Doch wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr. Ihr drohen aber fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen.“ In Matthäus Kapitel 5 Vers 10, da haben wir die Seligpreisung und dort spricht Jesus auch davon, dass wir glückselig sind. Also glückselig sind die, um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Also auch hier dieses Wort, was auch Petrus verwendet hat: „Glückselig seid ihr.“
[15:35] In Vers 15 lesen wir: „Sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen. Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung.“ Paulus war im Gefängnis und musste dort Zeugnis ablegen. In Lukas Kapitel 12 und dort Vers 11 sagte Jesus uns auch, dass wir vor Fürsten und Vorobrigkeiten Zeugnis ablegen werden. Und Petrus fordert uns nicht auf, dass wir hier uns alles zurechtlegen sollen, was wir danach sagen sollen, dass wir eine Liste haben oder eine vorgeschriebene Rede, die wir dann vielleicht noch auswendig lernen oder was. Nein, der Geist wird uns eingeben, was wir sagen werden. Aber Petrus sagt: „Seid bereit.“ Er fordert uns auf, bereit zu sein, Zeugnis abzulegen. Der Geist wird es uns eingeben.
[16:35] In Vers 16, 1. Petrus Kapitel 3, Vers 16: „Und bewahrt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verlästern, zu Schanden werden, in dem, worin sie euch als Übeltäter verleumden möchten.“ Ein gutes Zeugnis bedeutet, dass wir nichts tun sollten, was andere gegen uns verwenden könnten. Wir haben in der vierten Lektion haben wir auch studiert, dass wir uns der Obrigkeit unterordnen sollen, solange es nicht gegen das Gesetz Gottes geht. Und das ist auch, sage ich mal, ein Teil dessen, was wir hier gelesen haben. Denn wir möchten einen guten Wandel führen, auch wenn man uns die Welt anschaut. Denn wenn wir uns wie Rebellen verhalten und wenn wir die ganze Zeit nur uns gegen die Welt auflehnen, dann wird das dazu führen, dass wir Türen schließen und dass wir uns da Wege verbauen und nicht mehr die Möglichkeit haben, die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.
[17:51] Vers 17: „Denn es ist besser, dass ihr für gutes Tun leidet, wenn das der Wille Gottes sein sollte, als für böses tun.“ Und das ist eigentlich recht selbsterklärend. Denn das Böse zu tun bedeutet, dass wir sündigen. Und ja, wenn wir für die Sünde leiden, dann ist es nichts Besonderes. Denn das ist so, dass die Sünde Leid zur Folge hat. Aber wenn wir für das Gute leiden, dann ist es natürlich besser, wenn es nur diese zwei Optionen gibt.
[18:37] Vers 18: „Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte. Und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist.“ Und Petrus bringt jetzt nun das Beispiel Jesu. Er selbst hat aufgrund seiner Gerechtigkeit leiden müssen, also Christus. Und er hatte nichts Falsches getan, doch durch seine Leiden konnten viele errettet werden.
[19:07] In Matthäus Kapitel 17 Vers 12 lesen wir davon: „Ich sage euch aber, dass Elia schon gekommen ist, und sie haben ihn nicht anerkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden müssen.“ Und so wie sie mit Christus umgegangen sind, so wie die Menschen mit ihm behandelt haben, so werden sie es auch mit seinen Nachfolgern tun.
[19:43] In Christus ist Sieger lesen wir folgendes Zitat: „Die Feindseligkeiten Satans werden auch weiterhin gegen die Nachfolger Jesu gerichtet sein, wütend und entschlossen. Christus hatte zu seinen Getreuen gesagt: ‚Deshalb werden sie euch verfolgen, weil sie mich verfolgt haben.‘ Wo immer das Böse existiert in der Ablehnung des Lichts und der Wahrheit und der Abkehr vom lebendigen Gott, wird es sich gegen die Gerechten und Gehorsamen verbünden.“
[20:19] Für die Gemeinde geschrieben, Band 1, Seite 76, lesen wir weiter: „Falsche Anschuldigungen und Vorwürfe warten auf jeden, der für die Wahrheit in Jesus einsteht. Alle, die vorm Leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden. Wer sich eindeutig gegen Sünde wird ganz sicher genauso gehasst werden wie seinen Lehrmeister, der ihm aufgetragen hat, diese Arbeit in seinen Namen zu tun. Wie Christus wird er als Feind der Gemeinde und des Glaubens bezeichnet werden. Und je ernsthafter und aufrichtiger er sich bemühen wird, Gott zu ehren, desto heftiger wird er von Gottlosen und Heuchlern eingefeindet werden.“
[21:10] Wir sollten aber nicht den Mut verlieren, wenn man uns so behandelt. In Hebräer Kapitel 2 und dort Vers 9 bis 10 lesen wir: „Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Er sollte ja durch Gottes Gnaden für alle den Tod schmecken. Denn es war dem angemessen, um dessen Willen alles ist und durch den alles ist, da er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihres Heils durch Leiden zu vollenden.“
[21:51] Christus wurde also durch Leiden vollendet. War er etwa nicht perfekt? Nein, Jesus war perfekt, er war vollkommen. Doch was hier steht, ist, dass dadurch, dass er diese Leiden erfahren hat, konnte er unser perfekter, unser vollendeter Fürsprecher und Hoher Priester werden. Er kann in allem nachempfinden, was wir durchleiden müssen, was wir durchstehen müssen. Es gibt nichts, wo er nicht mit uns mitleiden könnte.
[22:26] Und interessant ist auch, warum muss es am Ende der Zeit eine Trübsalszeit geben, kurz vor der Wiederkunft Jesu? Jesu wurde durch Leiden vollendet, bevor er aufgefahren ist in den Himmel. Und so müssen auch wir durch Leiden vollendet werden, bevor wir dann in den Himmel aufgenommen werden.
[22:54] Was war das Schlimmste für Jesus in allem, was er durchstehen musste? Waren es die körperlichen Schmerzen oder war es die Angst vor dem Tod? Das, was ihm am meisten Leid zufügte, war die Trennung von dem Vater. Und auch in der Zeit der Angst in Gethsemane, in der trübseligen Zeit, werden die Gläubigen Angst haben, von Gott getrennt zu sein. Und wir finden hier diese Parallelen zwischen Christus und seiner Vollendung und der Vollendung der Gläubigen, die dann nachher lebendig aufgenommen werden in den Himmel.
[23:58] Zurück zu Petrus. Erster Petrus, Kapitel 4. Und dort in Vers 12 lesen wir: „Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges.“ Also wir sollen nicht überrascht sein, wenn nachher eine Feuerprobe oder eine Erprobung unseres Glaubens, eine Verfolgung oder Leid kommt. Wir wissen, dass das kommen wird und es soll uns nicht überraschen. Die Frage ist vielmehr, wie werden wir damit umgehen? Feuer, das hier als Feuerprobe beschrieben wird, Feuer wirkt zerstörerisch. Es hat aber auch eine reinigende Wirkung. Und am Ende wird auch die Gemeinde gereinigt werden. Und das wird durch Prüfungen geschehen.
[24:58] Vers 13: „Sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt.“ „Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen. Denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht.“
[25:25] In der Verfolgung gab es in der Gemeinde keine Irrlehren. Als die Gemeinde verfolgt wurde, hat sie nicht zugelassen, dass Irrlehren in der Gemeinde Fuß fassen konnten. Dies änderte sich aber im Laufe der Zeit, als die Verfolgung dann aufhörte und nachließ.
[25:54] In Matthäus Kapitel 24 Vers 9 bis 10 warnte Jesus die Jünger davor, dass sie verfolgt werden würden und dass sie getötet werden würden. Und das Interessante ist, wir haben es vorhin ein bisschen angerissen, in Apostelgeschichte Kapitel 5 Verse 40 bis 41, das ist die Stelle, in der die Apostel zum zweiten Mal vor dem Hohen Rat beordert werden, weil sie von Christus geredet haben, und sie werden dort wieder zur Rede gestellt. Aber der Hohe Rat, da schaltet sich dann Gamaliel ein und sagt: „Wenn es nicht von Gott ist, dann wird es alles wieder verpuffen, wird es alles wieder gehen. Und wenn es aber von Gott ist, dann kann der Hohe Rat sowieso nichts dagegen tun.“ Und so haben sie sie dann nachher ausgepeitscht und gehen lassen. Und als sie dann von dort weggegangen sind, haben sie sich gefreut darüber, dass sie für Christus leiden durften. Und ich weiß nicht, ob einer von euch vielleicht schon mal für Christus leiden musste und noch weniger weiß ich, ob er sich dabei auch noch gefreut hat.
[27:19] In Johannes Kapitel 15 Verse 18 bis 21 lesen wir: „Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen. Haben sie auf mein Wort argwöhnisch acht gehabt, so werden sie auch auf das eure argwöhnisch acht haben. Aber das alles werden sie euch antun um meines Namens willen, denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.“
[28:06] Das Leben Jesu war ein Tadel für jeden, der an seiner Sünde hing und die Menschen haben auf ihn geschaut und haben sich gedacht: „Ach, warum muss ich jetzt dies aufgeben, warum muss ich das aufgeben?“ Es war einfach Jesu Leben zu sehen und seine Reinheit. Es war, als würden sie aus der Dunkelheit in ein helles Licht kommen und sie wollten sich nicht, sie wollten nicht die Finsternis loslassen. In Johannes Kapitel 1 lesen wir, dass sie die Finsternis mehr geliebt haben und so haben sie versucht, diesen Störfaktor zu beseitigen. Das gleiche wird mit jedem passieren, der dieses Licht reflektiert. Es wird ein Ärgernis für die Menschen sein, die Böses tun und die Böses tun wollen. Und so werden auch sie Anfeindungen erfahren und auch bei ihnen werden Menschen versuchen, sie vielleicht sogar zu beseitigen.
[29:19] In 2. Timotheus Kapitel 3 Vers 12 lesen wir: „Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.“
[29:42] Im Wirken der Apostel auf Seite 572 lesen wir folgendes: „So wird es allen ergehen, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus. Wer vom Geist Christi erfüllt ist, muss mit Schmach und Bedrängnis rechnen. Die Art und Weise der Verfolgung mag sich im Lauf der Zeit wandeln, aber seit den Tagen Abels steht dahinter der gleiche Geist als treibende Kraft.“
[30:10] In Offenbarung 12 Vers 17, da lesen wir davon, dass der Drache die Gemeinde verfolgt. Offenbarung Kapitel 12 Vers 17: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit der Frau, mit den übrigen von ihren Samen, welche die Gebote Gottes befolgten und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ Es gibt zwei Dinge, die hier angesprochen werden, warum der Same der Frau verfolgt wird. Sie halten die Gebote Gottes und sie haben das Zeugnis Jesu Christi.
[30:49] Satan liebt die Irrlehren, weil es Menschen von Gott wegführt. Wenn jetzt also jemand daherkommt und die Wahrheit predigt und die Wahrheit verkündigt und den Menschen den richtigen Weg zeigt und die Irrlehren wirkungslos oder machtlos macht, ihnen die Anziehungskraft raubt, dann wird das Satan verärgern und Satan wird alles versuchen, um sie daran zu hindern, weiterhin die Wahrheit zu predigen. Und das ist es, worum es eigentlich bei den Geboten und bei dem Zeugnis Jesu Christi geht. Es geht um die Wahrheit.
[31:38] Bei all diesem Gespräch oder bei all diesem Thema des Leides und des Leidens dürfen wir nicht vergessen, dass obwohl wir leiden müssen, wenn wir uns auf die Seite Christi stellen, ist er doch der Sieger. Und wie wir vorhin schon am Anfang gesagt haben, es ist zeitlich beschränkt und wir dürfen uns in Freude, wir dürfen geduldig diese Zeiten durchstehen und uns auf das freuen, was vor uns liegt.
[32:29] In Besserer Weg zu einem neuen Leben, Seite 29, lesen wir: „Durch Leiden und Verfolgung wird die Herrlichkeit des Wesens Gottes in seinen Auserwählten offenbart. Unter dem Hass der Welt wird das Volk Gottes in der Schule Christi erzogen. Es geht auf Erden einen schmalen Weg, wird im Feuerofen der Trübsal geläutert, folgt dem Herrn durch schwere Kämpfe, übt Selbstverleugnung und macht bittere Erfahrungen. Aber es kennt durch dieses alles die Strafwürdigkeit und das Elend der Sünde und lernt sie verabscheuen. Weil es teil hat an den Leiden Christi, wird es auch teilhaben an seiner Herrlichkeit.“ Und ich finde diese Aussagen so wundervoll, weil ich könnte es selber gar nicht besser ausdrücken.
[33:20] In der Schatzkammer der Zeugnisse, Band 3, hast du kein Empfinden für die Ehre, Teilhaber der Leiden Christi zu sein? Fühlst du dich nicht für Menschen verantwortlich, die zu verderben drohen? Bist du nicht zu Opfern bereit, damit Mittel für die notwendigen Aufgaben vorhanden sind? Dann hast du keinen Raum im Reich Gottes. Und hier ist ein Wort der Ermahnung, wenn wir diese Böde nicht spüren, für andere Menschen zu wirken und notfalls auch Dinge aufzugeben, dass wir uns anderen unterstellen und ihnen dienen, anstatt uns über sie zu stellen und einfach zu gucken, dass es uns gut geht. Wir müssen in allem Teilhaber der Leiden und Selbstverleugnung Christi sein. Wir brauchen den Geist Gottes als unseren Führer zur beständigen Selbstaufopferung.
[34:23] In der Sabbatsschule werden, wenn es jetzt um das Gericht und das Volk Gottes geht, werden hier drei Abschnitte in der Bibel angegeben. Das ist 1. Petrus 4, 17-19, Jesaja 10, 11-12 und Maleachi 3, 1-6. Und in all diesen drei Passagen geht es eigentlich darum, dass das Gericht Gottes kommt und dass es bei seinem Volk beginnen wird. Und spannend fand ich, zu sehen, wo wir diese Wahrheit noch finden können in der Bibel, in Hesekiel Kapitel 9 und dort die Verse 5 und 6.
[35:10] Hesekiel Kapitel 9 und dort die Verse 5 und 6. Dort lesen wir: „Zu den anderen sprach er vor meinen Ohren: Geht hinter ihm her durch die Stadt und erwürgt; eure Augen sollen nicht verschonen, und ihr dürft euch nicht erbarmen. Tötet, vernichtet Greise, junge Männer und junge Frauen, Kinder und Frauen. Von denen aber, die das Zeichen tragen, rührt niemanden an. Und bei meinem Heiligtum sollt ihr anfangen.“ Da fingen sie bei den Ältesten an, die vor dem Tempel waren. Also interessant ist, hier kommt dieses Strafgericht über die Stadt und es beginnt beim Heiligtum und dort bei den Ältesten.
[36:25] Dieses Bild finden wir auch in einem der Evangelien und zwar in Johannes in Kapitel 8. Dort haben wir nämlich die Geschichte von der Ehebrecherin, die von den Schriftgelehrten und Pharisäern vor Jesus gezerrt wird und angeklagt wird. Und dort lesen wir in Vers 9. Also sie bringen diese Frau dort vor Jesus. Sie sagen: „Wir haben sie auf frischer Tat ertappt. Was sollen wir tun? Laut Mose müssen wir sie steinigen.“ Und Jesus schreibt dann in den Sand und als die Leute das dann lesen, was dort steht, geht einer nach dem anderen weg. Und spannend ist, der Ort, an dem das stattfindet, ist in Vers 2, Johannes Kapitel 8, Vers 2: „Und früher Morgen kam er wieder in den Tempel.“ Also das findet alles im Heiligtum statt. Und als dann die Pharisäer und die Schriftgelehrten dann wieder weggehen, dann ist es interessant, in welcher Reihenfolge in Vers 9: „Als sie aber das hörten, gingen sie von ihrem Gewissen überführt, einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Ältesten bis zu den Geringsten.“ Also auch hier dieses Gericht, das am Heiligtum beginnt, bei den Ältesten. Fand ich sehr, sehr spannend.
[38:16] Das Gericht beginnt im Haus Gottes. Im Lukas Kapitel 18 haben wir das Gleichnis von dem ungerechten Richter. Es gibt diese Witwe und sie hat kein Geld. Sie kann es sich nicht leisten, einen Richter zu bezahlen. Und sie geht dann zu ihm und sagt: „Bitte verschaffe mir Recht, bitte verschaffe mir Recht.“ Und sie nervt ihn und hängt ihm so lange nach, bis er sagt: „Okay, einfach nur, damit ich meine Ruhe habe, werde ich dir Recht verschaffen.“
[38:46] Und wenn wir in die Welt schauen, gibt es so viel Unrecht, so viel Unrecht, was hier in dieser Welt regiert. Und diejenigen, die davon betroffen sind, sie schreien nach Gerechtigkeit. Auch Asaph in Psalmen 73. Könnt ihr zu Hause mal lesen. Er schreibt davon, wie er am Verzweifeln ist, weil die Ungerechten, es geht ihnen gut, sie sind ungerecht und trotzdem zieht Gott sie nicht zur Verantwortung. Also das, was er sieht. Und dann sagt er aber, dass das nur anhielt, seine Meinung, bis er ins Heiligtum kam. Und im Heiligtum sah er auch ihr Ende, denn das Heiligtum offenbart auch das Gericht. Und er sieht, dass selbst wenn es so scheint, als würden die Ungerechten nicht zur Rechenschaft gezogen. Es wird geschehen. Gott wird Recht sprechen.
[40:10] Und zurück zu unserem Gleichnis. Wenn dieser ungerechte Richter, der dieser Frau erstmal kein Recht verschaffen wollte, nachgibt, weil sie ihn die ganze Zeit mit ihren Bitten und Flehen nervt, wie viel mehr wird Gott, der uns liebt, der uns erschaffen hat, der unser Vater ist, wie viel mehr wird er uns Recht verschaffen, wenn wir ihn darum bitten. Gott wird am Ende der Zeit endgültig Recht sprechen.
[40:41] Im ersten Petrus Kapitel 5 und dort Vers 8, da lesen wir: „Seid nüchtern und wacht, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“ Und wie tut er das? Er versucht die Menschen.
[41:08] Und in Hebräer Kapitel 11, Hebräer Kapitel 11, dort Verse 24 und 25 lesen wir: „Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen. Er zog es vor, mit dem Volk Gottes Bedrängnis zu erleiden, anstatt den vergänglichen Genuss der Sünde zu haben.“ Mose war hier in einer Situation, er hätte allen weltlichen Ruhm und Reichtum und alle Macht haben können, oder er hätte sich diesem kleinen Volk anschließen können, was so unbedeutend war wie sonst was, und leiden. Und er entschied sich aber für dieses kleine unbedeutende Volk, weil er nicht auf das jetzige sah, sondern auf das zukünftige. Er sah, was kommen wird, und er freute sich darauf, einst in der Ewigkeit beim Volk Gottes sein zu können.
[42:12] Und er war in einer großen Versuchung. Er hatte ja zunächst selbst durch seine eigene Kraft auch noch versucht, das Volk zu befreien, und das war ein Fehler, weswegen er dann 40 Jahre in der Wüste ausharren musste. Aber auch durch dieses Leid, was er durchlebte, wurde er vorbereitet für die größte Aufgabe, die wahrscheinlich ein Mensch je machen, je erledigen musste.
[42:44] In Hebräer Kapitel 11, Verse 35 bis 36 lesen wir: „Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder. Andere aber ließen sich martern und nahmen die Befreiung nicht an, um eine bessere Auferstehung zu erlangen.“ Es gab Menschen, gläubige Menschen, die haben es lieber in Kauf genommen zu sterben, als dass sie ihr ewiges Leben aufgeben. Und wiederum haben sie auf das Zukünftige geschaut und nicht auf das jetzige und haben dieses Leid treu erduldet und haben sich auf das gefreut, was nach dem Leid dann kommen wird.
[43:34] Paulus hat auch unglaublich viel erlitten. In 2. Korinther Kapitel 11, Vers 23 bis 28 beschreibt er all diese Leiden, die er durchlebt hat. Warum? Weil er im Dienst für Christus stand. Er wusste, worum es geht und er sagte auch kurz vor dem Ende seines Lebens: „Ich habe den guten Kampf gekämpft.“ Und ich glaube, wenn es einer sagen kann, dann war es wirklich Paulus.
[44:02] Satan ist auf der Erde, weil er aus dem Himmel verstoßen wurde, weil er eine Rebellion angezettelt hat. Und all die Engel, die sich ihm angeschlossen haben, wurden auch hinausgeworfen. Und sie wurden auf die Erde geworfen. Und jetzt sind sie hier und setzen alles daran, dass Menschen mit ihnen nachher in den Abgrund gerissen werden und mit ihnen verloren gehen, weil sie beweisen wollen oder weil Satan beweisen möchte, dass Gottes Herrschaft ungerecht ist und weil seine Gebote nicht einzuhalten sind.
[44:52] Doch Jesus Christus kam auf diese Erde und hat uns gezeigt, dass es möglich ist. Er hat ein Leben gelebt, das frei von Sünde war. Und er hat in seinem Beispiel oder in seinem Vorbild, stand ihm kein Mittel zur Verfügung, was nicht auch uns zur Verfügung steht. Und das ist eigentlich ein Trost, denn wir wissen, es ist möglich und wir müssen der Sünde nicht dienen. Das ist auch das, was Paulus im Römerbrief sehr breit erklärt. Es gibt diesen Kampf auf dieser Erde und wir sind mitten darin und wir sind von dem Leid betroffen. Und wenn wir Jesus nachfolgen, dann wird und wenn wir ihm dienen und die Wahrheit verkündigen, dann wird es Satan nicht gefallen, wird es noch mehr angreifen und anfeinden und uns versuchen, noch mehr Leid zuzufügen.
[45:57] In 1. Petrus Kapitel 4 Vers 19 lesen wir: „Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, ihre Seelen ihm als dem treuen Schöpfer anvertrauen und dabei das Gute tun.“ Wir können unser Leben Gott anvertrauen und das Gute tun und er wird für uns sorgen.
[46:10] In Matthäus Kapitel 6 Vers 33 spricht Jesus: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird er euch all dies hinzufügen.“ Also Essen, Kleidung, all die Dinge, die wir brauchen zum Leben, wird Gott uns schenken.
[46:46] In Thoughts from the Mount of Blessing, also Gedanken vom Berg der Seligpreisung, Seite 117 im Englischen lesen wir: „Gott will in seiner großen Liebe die köstlichen Gnaden seines Geistes in uns keimen lassen. Er lässt es zu, dass wir auf Hindernisse stoßen, damit uns Verfolgung und Schwierigkeiten begegnen, aber nicht als Fluch, sondern als größter Segen unseres Lebens. Jedes Mal, wenn wir einer Versuchung Widerstand geleistet, eine Trübsal tapfer ertragen haben, wird uns der Gewinn einer neuen Erfahrung mit dem Aufbau unserer Persönlichkeit voranbringen.“ Ich lese das nochmal. Jedes Mal, wenn wir einer Versuchung Widerstand geleistet, eine Trübsal tapfer ertragen haben, wird uns der Gewinn einer neuen Erfahrung mit dem Aufbau unserer Persönlichkeit voranbringen. Wer durch göttliche Kraft der Versuchung widersteht, beweist vor der Welt und vor dem Himmel, dass die Gnade Christi eine wirksame Kraft ist.
[47:57] Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass Gott die Liebe ist. Und in Römer 8, Vers 28 verheißt Gott uns, dass er nichts oder dass alles, was geschieht, zu unserem Besten dient. Auch dann, wenn wir es nicht erklären können. Wir müssen das nur im Glauben annehmen.
[48:16] In Offenbarung Kapitel 21 und dort Vers 4 und 5 lesen wir davon, wie Gott alles wiederherstellen wird. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein. Weder Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein. Denn das Erste ist vergangen. Und er auf dem Thron saß, sprach: „Siehe, ich mache alles neu.“ Und er sprach zu mir: „Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.“ Wir können Gott vertrauen. Das Leid hier in dieser Welt wird irgendwann ein Ende haben. Und das, was uns erwartet, wird so viel schöner sein, so viel besser, dass alles Leid dieser Welt es wert ist, darauf zu warten und es zu ertragen.
[49:05] Wir leben in einer Zeit, wir leben in der Zeit des Endes. Und wenn wir heute in die Welt schauen, dann ist es ungewiss, was alles passieren wird. Man hat das Gefühl, als könnte jeden Augenblick der nächste Weltkrieg ausbrechen. Und wir wissen nicht, wie das die Welt verändern wird und was passieren wird. Gott hat bereits in der Vergangenheit Leid zugelassen, um sein Volk in ihrer Aufgabe voranzubringen.
[49:39] Ich bin bei dem Studium über einen interessanten Kommentar von Ellen White gestoßen, in Zeugnisse für die Gemeinde, Band 8, Seite 216. Dort steht Folgendes: „In unseren Tagen wünscht der Herr, dass seine Leute über die ganze Erde zerstreut leben. Sie sollten sich nicht rund um unsere Einrichtungen ansiedeln. Jesus sagte: ‚Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.‘ Als die Jünger ihrer Neigung folgten, in großer Anzahl in Jerusalem zu bleiben, ließ Gott Verfolgung zu. Und sie wurden in alle Teile der bewohnten Erde zerstreut.“
[50:29] Seit Jahren sind Botschaften der Warnung und dringliche Bitten an unser Volk ergangen, die ihm eindringlich einschärfen, in das Meister große Erntefeld zu treten und selbstlos für Seelen zu arbeiten. Ich glaube, wir müssen uns als Gemeinde fragen, wo wir stehen. Gehen wir unserer Aufgabe nach oder haben wir es uns in dieser Welt gemütlich gemacht und sind quasi eingeschlafen? Wenn das so ist, dann müssen wir uns auch der Konsequenzen bewusst sein, die das mit sich bringen kann. Als die Jünger sich in Jerusalem gemütlich gemacht hatten, weil sie dort schön beisammen waren, da hat Gott es zugelassen, dass die Verfolgung aufgekommen ist. Und so wurde das Werk vorangebracht. Gott hat es nicht getan, weil er sein Volk nicht geliebt hat. Er liebt jeden einzelnen Menschen. Doch er hat es getan, weil er sie geliebt hat.
[51:41] Und ich glaube auch heute, wenn es tatsächlich dazu kommt oder wenn es dann soweit kommen wird, dass die Verfolgung ansetzt, dann ist es nicht, weil Gott uns nicht liebt, sondern weil er uns liebt. Und das ist etwas, was die Bibel vorhersagt, dass es kommen muss. Wir müssen nicht überrascht sein, wenn es dann so kommt. Und wenn es kommt, dann dürfen wir uns freuen. Nicht unbedingt des Leidens willen, sondern weil wir wissen, dass Jesus bald wiederkommt. Und wir müssen uns alle die Frage stellen und jeder muss sich die Frage stellen: Möchtest du ein Mitarbeiter im Werk Gottes sein, der die Arbeit voranbringt und sich durch nichts davon abbringen lässt? Ich möchte es. Lasst uns. Ja, möge Gott uns dabei helfen.
[52:37] Lasst uns zum Abschluss noch beten. Unser himmlischer Gott und Vater, wir möchten dir danken, Herr, für dein Wort. Wir möchten dir danken für deine Offenbarung, dass du uns zeigst, was kommt und dass wir uns nicht zu fürchten brauchen. Danke für deine Verheißung. Danke für die Liebe, die du uns jeden Tag entgegenbringst und die Gnade, dass wir jetzt noch in Freiheit hier leben und dein Wort predigen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, die Zeit gut zu nutzen, dass wir wachen und beten und dass wir jede Möglichkeit nutzen, die sich uns bietet, anderen Menschen von dir zu erzählen. Denn wir leben in ungewissen Zeiten und wir wissen nicht genau, wann du wiederkommen möchtest. Wir hoffen, dass es bald kommt. Wir hoffen, du beendest bald dieses Leid und die Schmerzen und die Sünde, die in dieser Welt herrscht. Und wir hoffen, dass wir bald bei dir sein können in einer Welt ohne Schmerz, ohne Leid, ohne Tod. Wir danken dir, Herr. Wir bitten dich um deine Kraft und um deine Weisheit. Und wir bitten das im Namen Jesu Christi. Amen.
Lizenz
Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.