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In dieser Episode von „Welten Geschichte“ taucht Christopher Kramp tief in die „Zeit des Endes“ ein. Er beantwortet offene Fragen zur Bedeutung des Schofar-Horns und zur Sintflut, beleuchtet die Rolle der Dinosaurier in der biblischen Erzählung und erklärt die komplexe Abfolge der Weltreiche von der Antike bis zur Reformation. Die Diskussion reicht von den Prophezeiungen Daniels über die Reformation bis hin zu den Gegenbewegungen und den tiefgreifenden theologischen Erkenntnissen, die aus dieser turbulenten Zeit hervorgingen.


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Serie: Weltengeschichte (Vortragsreihe über die Reihenfolge der biblischen Ereignisse)

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Transkript

[0:22] Einen wunderschönen guten Abend, hallo und herzlich willkommen zu Welten Geschichte. Wir sind schon fast am Ende angelangt und deswegen heißt unsere Episode heute auch: „Die Zeit des Endes“. Wir haben zwei Fragen, die ich das letzte Mal vergessen habe zu beantworten, das mir durchgerutscht, aber sie sollen natürlich nur verschoben und nicht aufgehoben sein.

[0:45] Die erste Frage: Jedes Mal, nachdem ein neuer König gekrönt war, wurde das mit dem Schofar-Horn verkündet. Was genau ist das? Aber vermutlich gab es ja nicht nur eines, sondern jeder Bote hatte eines. Ganz genau. Das Schofar-Horn war oder Schofar-Hörner sind ganz natürliche Materialien, sozusagen. Es sind die Hörner von Tieren, also Stieren, aber vor allem von Widdern. Und solange es Widder gab und solange es Stiere gab, gab es auch Schofar-Hörner. Und es gab im israelitischen Volk auch andere Blasinstrumente. Es gab vor allem die zwei silbernen Trompeten in der Wüstenwanderung, die zu speziellen Zeiten geblasen worden sind, wenn es dann weitergehen in der Wanderung oder man auch einen Lagerplatz gefunden hatte. Aber die Schofar-Hörner waren ganz besonders bedeutsam bei fast allen großen Festen, wie dem großen Versöhnungstag oder dem Laubhüttenfest oder verschiedenen anderen Festen. Bei den Festlichkeiten wurde dieses Horn geblasen. Es hatte mehr als nur eine Signal-Funktion. Dadurch, dass die Schofar-Hörner Widder-Hörner oder Stier-Hörner gewesen waren, von Opfer-Tieren, also herkommend, war mit dem Schofar-Horn immer auch die Idee des Opfers verbunden. Ferner waren Hörner allgemein ja ein Symbol für Stärke und für Macht. Nichts umsonst haben sich antike Könige oft manchmal sogar Hörner auf die Köpfe gesetzt und ihre Stärke zu präsentieren. In der typischen Pose spricht es oft, dass Gott das Horn des Heils ist und in der Prophetie werden mit Hörnern sogar Königreiche dargestellt. Also ein Schofar-Horn könnte damals sehr wohl diese Idee der Kraft des Opfers dargestellt haben. Und wenn man hinein bläst, kommt ein lauter Ton heraus. Man kann also laut rufen, sozusagen. Und da hinterher wirklich eine ganz tiefe Symbolik: Der laute Ruf über die Kraft des Opfers. Und in diesem Sinne ist das dann oft verwendet worden und kommt auch bei den Propheten auch als Symbol vor. Stoß der Show zum Beispiel bei den Propheten.

[2:55] Nächste Frage: Gibt es eine Erklärung dafür, wie es sein konnte, dass die Fluten bei der Sintflut monatelang auf gleich im Tief geblieben sind und dann plötzlich abgelaufen sind, wie wenn einer einen Stöpsel gezogen hätte? Das soll ja eine weltweite Katastrophe gewesen sein und wenn weltweit die Fluten gestanden sind, wie und wohin sind sie abgelaufen? Sind die heutigen Meere nur ein Teil von dem, was die Erde bedeckte? Starben die Dinosaurier damals? Sehr gute Frage. Ich muss eigentlich sehr... Ich bin kein Geologe, deswegen kann ich keine geologisch fundierten Antworten über die Menge an Wasser geben. Aber wir können aus der Bibel ableiten, dass offensichtlich das Wasser nicht abgelaufen ist, als hätte jemand den Stöpsel gezogen. Nachdem ungefähr fünf Monate das Wasser alles bedeckt hat, hat es dann noch etliche Monate gedauert, mehr als fünf Monate noch einmal, bis auf das Wasser ganz abgelaufen war. Also ist er ein langsamer Prozess gewesen. Zudem darf man nicht die Idee haben, dass die Wasser so hoch gewesen sind, dass sie unsere heutigen Berge bedeckt hätten. Die Topographie vor der Sintflut muss recht anders gewesen sein. Wie genau, können wir nicht genau sagen. Aber die sehr hohen und sehr zerklüfteten Berge, auf denen kein Gras mehr wachsen kann und keine... wachsen, die hat es vorher nicht gegeben. Die gesamte Erde war bedeckt mit Vegetation. Das heißt, die Berge werden nicht höher als zur Baumgrenze, wie wir sie kennen, gewesen sein. Das heißt, dass aus der heutigen Topographie man nicht direkt ableiten kann, wie das damals gewesen ist. Zudem ist offensichtlich auch die Erdkruste ganz fundamental aufgebrochen. Wir haben heute Tiefseegräben, dies vermutlich vorher auch nicht gegeben hat. Also da wird genügend Platz gewesen sein für das ablaufende Wasser, sich zu finden.

[4:54] Für alle weiteren Fragen diesbezüglich verweise ich auf einige sehr gute christliche Theologen, die dazu Bücher verfasst haben, wo man vielleicht ein bisschen mehr noch fachwissenschaftlich sich mit dem Fall befassen kann. Aber vielleicht noch ganz kurz zu der Frage mit den Dinosauriern: Stammen die Dinosaurier damals? Die Antwort ist ja. Aber wenn die Frage heißt: Starben damals alle Dinosaurier? Dann muss die Antwort heißen: Vermutlich nicht ganz, ganz, ganz hundertprozentig. Genau kann man das nicht sagen, aber es sieht so aus, dass in der Bibel tatsächlich auch nach der Sintflut noch Dinosaurier oder Wesen, die wir heute Dinosaurier nennen – das ist der moderne Begriff, der später erst erfunden worden ist, als man sie wieder ausgegraben hat –, dass die nach der Sintflut durchaus noch existieren können. Wer bei Episode 7 dabei gewesen ist, der weiß, dass Gott zu dem ich hier von zwei Wesen spreche, dem Behemoth und dem Leviathan. Man hat das lange Zeit versucht zu interpretieren als irgendwelche Art von Krokodilen oder Nilpferden, aber die Beschreibung, wie man dort liest, sind nicht hier um 40 und 41, passt doch am besten eigentlich zu den Tieren, die wir heute Dinosaurier nennen. Jetzt mag jemand fragen: Haben die die Sintflut überlebt? Haben die so groß, wie die waren, überhaupt in die Arche gepasst? Dazu kann man mehrere Dinge sagen: Erstens war die Arche recht groß. Selbst wenn man die Elle nach heutigem Maßstab nimmt, dann wären das ungefähr 150 Meter lang. Die Arche, ich habe damals auch in Episode 3 angedeutet, eine Elle ist ein relativer Maßstab. Wenn die Menschen damals größer gewesen waren, was durchaus möglich ist, wenn sie auch sehr viel länger gelebt haben, dann war die Elle auch sehr viel länger und dann nicht, wenn man an die wäre doppelt so lang gewesen, dann würde sich der Inhalt der Arche vom Raum her verachtfachen. Da wäre also mehr als genug Platz auch für große Dinosaurier. Aber selbst die hätten nicht hineingepasst, denn Dinosaurier sind Echsen und jeder, der sich ein bisschen mit Theologie auskennt, weiß, dass Echsen ihr Leben lang wachsen. Und ein kleines Krokodil wird immer größer, je länger es wächst und an der Größe kann man das auch das Alter ablesen. Wenn also damals Tiere vielleicht auch älter geworden sind, ähnlich wie Menschen, dann war es kein Wunder, dass manche große User tatsächlich die Maße gehabt haben, die wir heute zum Teil finden. Der Durchschnitts-Dinosaurier ist allerdings nicht viel größer gewesen als ein Huhn. Das wird meistens vergessen, angesichts der Filme, die man sich angeschaut hat. Also man kann hätte gut und gerne so ein paar Hühner-große Dinosaurier mit auf der Arche haben können, die dann nach der Sintflut auch hätten wieder wachsen können und größer geworden wären. Es scheint so zu sein, dass auch noch Jahrhunderte später hier und da einige Dinosaurier existiert haben. Die veränderten klimatischen Bedingungen werden das nicht mehr lange möglich gemacht haben. Zumindest ist es interessant, dass es etliche Historien gibt, die in nicht-mythologischen Zusammenhängen, also bei der Berichterstattung von Kriegen oder irgendwelchen Feldzügen, manchmal hier und dort vereinzelt noch von solch seltsamen Echsen berichten. Selbst Alexander der Große berichtet, dass er in Indien noch solche Wesen getroffen haben will. Da hat man natürlich jetzt keinen Beweis dafür, aber es scheint so zu sein, dass das durchaus möglich ist. Also wie gesagt, man einen gewissen Fragezeichen versehen, aber doch nicht unwahrscheinlich, dass es nach der Sintflut noch einige wenige Dinosaurier flächendeckend gegeben hat, die dann irgendwann ausgestorben sind, es sei denn, wir finden noch rein. Aber das wäre jetzt wirklich Spekulation.

[8:23] Wenn jemand von Ihnen auch Fragen hat oder Fragen, wie heute Abend noch aufkommen, wie es angesprochen worden ist, wir haben morgen die letzte Gelegenheit, diese zu beantworten. Und die Möglichkeit kennen Sie ja: Fragen an welten-geschichte.de, kurz und einfach, so über das, was wir bisher gesehen haben, um wieder heute weiter machen zu können. Was bisher geschah: Wir haben begonnen mit dieser Aussage: Gott ist Liebe. Er ist es immer. Das ist seine Gesetzmäßigkeit. Aufgrund dieser Gesetzmäßigkeit des Gesetzes Gottes hat er Welten geschaffen, die nach diesem Gesetz leben sollten und leben hofften, bis jemand dieses Gesetz in Frage gestellt hat und eine Rebellion im Himmel begonnen hat, der ein Drittel aller Engel auf den Leim gegangen ist. Er wurde zu Satan. Und Gott schuf die Erde und den Menschen als Beweis dafür, dass er wirklich gut ist. Der Mensch sollte im Bilde Gottes seinen Charakter widerspiegeln, wurde aber durch den Satan verführt und auf die Seite der Rebellion gezogen. Gott gab die Menschheit nicht auf, sondern versprach das Opfer selbst für sie zu sein, um ihnen eine zweite Chance zu geben, ein ewiges neues Leben zu ermöglichen.

[9:40] Nachdem die alte Welt, die gerade angedeutet, untergegangen ist in der Sintflut, berief Gott den Abraham, machte einen Bund mit ihm, versprach ihm große Dinge, die dort dann in all den Jahrhunderten nach und nach eingehalten hat. Die Nachfahren von Abram endeten in Ägypten in der Sklaverei, wo Gott ein gewaltiges Volk, das Gott durch seine Macht und durch Wunder befreite, an den Berliner in der Wüste brachte, dort ein Gesetz der Liebe ihnen offenbarte und ihnen den Auftrag gab, der ganzen Welt zu zeigen, wie gesegnet man als einzelner, wie gesegnet man als ganzes Volk ist, wenn man Gottes Gesetz der Liebe befolgt.

[10:19] Jahrzehnte später haben sie dann tatsächlich das Gelobte Land Kanaan erreicht und erobert, sind dann aber nach kurzer Zeit wieder in alten Abfall zurückgeglitten und über Jahrhunderte haben sie den Willen Gottes mehr oder weniger gar nicht ausgeführt. Erste Zeit von Salomo, David, Samuel, zuvor auch schon, ist das anders gewesen. Das Volk Gottes hatte nationale Größe und war ein anerkanntes Königreich, das dann aber in den nachfolgenden Jahrhunderten wieder in den Abfall geriet, zerbrochen worden ist, geteilt worden ist. Die Assyrer besiegten das Nordreich, die Babylonier später das Südreich. Nebukadnezar, der große König von Babylon, seinem Traum, den Weltgeschichte, der Weltgeschichte und er erfüllte sich genauso, wie vorhergesagt. Die Meder und Perser übernahmen die Macht, befreiten das Volk. Gott ist das wieder zurückging, konnte nach Palästina, was allerdings nur wenige in Anspruch nahmen und dort Jerusalem wieder aufbauten. Es kamen die Griechen, die Makedonen unter Alexander dem Großen, es kamen die Römer und dann kam Gott selbst.

[11:25] Er wurde Mensch, wurde Baby, er wurde einer von uns, Jesus von Nazareth. Hat er in einer sündigen Welt, in einer sündigen Umgebung, ein sündloses Leben geführt, den Teufel in der Wüste bei den drei Versuchungen besiegt, Jünger ausgebildet, Menschen geheilt, die Vergebung Gottes gepredigt und dann alle Sünden aller Zeiten, aller Menschen auf sich genommen, hat für sie gelitten und ist für sie am Kreuz von Golgatha gestorben, genau zu der Zeit, die Daniel Jahrhunderte vorher vorhergesehen hatte. Er gab sich das Leben und damit der ganzen Menschheit, die das möchte, dass sein Leben zurück und stieg in den Himmel auf, um dort als Hohepriester im himmlischen Heiligtum für alle Menschen, zu denen, die zu ihm kommen und freie Vergebung ihrer Sünden haben möchten.

[12:21] Als Folge seiner Salbung zum Hohenpriester wurde der Heilige Geist ausgeschüttet und zu Pfingsten entstand die christliche Kirche. Nicht zuletzt deswegen, weil das jüdische Volk von all dem nichts mehr wissen wollte. Die Führer lehnten es ab und dreieinhalb Jahre später endete die Zeit, die dem jüdischen Volk gegeben worden war, durch den Propheten Daniel. Die Christen trugen dann erst zögernd, dann aber mit Vollmacht das Evangelium in die ganze Welt, bis in die großen Zentren des Eigentums wie Rom und Athen. 70 nach Christus fiel Jerusalem dann, wie vorhergesagt worden war. Und der letzte Apostel, der dann noch lebte, bekam ungefähr 95, vielleicht 100 Divisionen. Johannes auf der Insel Patmos schrieb die Offenbarung wieder über das, was noch kommen würde.

[13:12] In den folgenden Jahrhunderten es kam genau so. Die Christenheit wurde im römischen Reich verfolgt und hätte ausgelöscht werden sollen, aber verbreitete sich trotz dessen oder vielleicht gerade deswegen rasant, bis Konstantin kam, das Christentum akzeptierte und förderte. Und das Christentum im Gegenzug begann Kompromisse zu machen mit dem Heidentum und sich stark verwandelte. Rom fiel einige Zeit später, wie prophezeit, unter dem Ansturm der Barbaren, und die machten dann sukzessive ihren Bund mit der römischen Kirche, die bereits einige Irrtümer des Heidentums aufgenommen hatte und jetzt nach politischer Macht strebt. Das finstere Mittelalter brach ein und das Heilige Römische Reich sollte jeder ein fünftes Weltreich werden, aber daraus wurde nichts.

[14:07] Tonangebend hielten nicht die wirklich treuen, die noch zu Gott und seinem Wort und seinem Gesetz standen, wurden verfolgt, wie die Waldenser und die Albigenser. Und nach Jahrhunderten standen Reformatoren auf, zunächst drei Clips, der Morgenstern der Reformation in England, dann Jan Hus und Hieronymus von Prag, einige Jahrzehnte später, die beide in Konstanz 1415, 1416 verbrannt wurden. Und dann vor allem ab 1517 Martin Luther und eine ganze Heerschar von verschiedenen Reformatoren, Zwingli und tausend und D'Arcy und Petri und Menno Simons und Calvin und Farel. Und das wäre das war ein echter Strohmann. Reformatoren, die plötzlich in die Finsternis des Mittelalters das Licht Gottes verbreiteten. Die Bibel wurde in vielen Sprachen übersetzt und Rom sah sich plötzlich einer ganz neuen Bewegung gegenüber. Dies vor, und ich glaube, sie wurden Protestanten genannt, weil sie auch gegen Kompromisse protestierten und diese nicht gelten lassen wollten und allein der Bibel folgen wollten, allein den Glauben gelten ließen und allein Christus treu sein wollten.

[15:19] An der Stelle haben wir aufgehört, wie wir festgestellt haben, dass die römische Kirche versucht hat auf dem Konzil von Trient eine Gegenantwort zu finden und diese dann auch formuliert hat, die wir heute gleich noch mehr sprechen werden. Hier wären wir jetzt gleich weitermachen, wo noch heute Abend mit einem Gebet beginnen.

[15:35] Lieber Vater im Himmel, wir möchten noch heute Abend zu dir kommen und dir danken. Danken, dass du jeden Tag aufs Neue derselbe bist. Du jeden Tag zu dir kommen können, als auch heute du uns durch den Tag geführt hast, dass wir jetzt von dir lernen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du uns die Geschichten von Männern und Frauen betrachtest, die darum gerungen haben, ein Wort zu verstehen und treu zu sein, dass wir lernen von ihnen und vor allem von dir. Wir sehen, wie du die Geschicke von Völkern und Menschen in den Händen hältst und dass wir sehen, dass dein Wort wirklich zuverlässig ist, dass man sich darauf verlassen kann und ein Licht im Dunkel unserer Zeit. So möchten wir dich bitten, dass du alles Störende vernetzt, dass wir nach deiner Verheißung dein Wort zu verstehen, wie du es gemeint hast. Im Namen Jesu. Amen.

[17:03] Die Gegenreformation war im vollen Gange, nachdem die Reformation in wenigen Jahrzehnten eine jahrtausendalte Gesellschaftsstruktur und Glaubensstruktur auf den Kopf gestellt hatte und Rom sich erst einmal sammeln musste, so verschreckt, wie es war. Im Konzil von Trient fast 20 Jahre debattieren musste, wie man der Sache jetzt wirklich entgegen geht. Nachdem all das geschehen war, kam sie mit aller Macht, die Gegenreformation, der Schlag zurück. Das mittelalterliche Imperium schlug zurück und nicht nur in der Bartholomäusnacht 1572 starben die Protestanten zu Hunderten und Tausenden, so wie Johannes damals auf Patmos gesehen hatte, das fünfte Siegel, das sich geöffnet hatte. Die Stimme, die vom Erdboden mal wieder in den Himmel drang, so wie vor Tausenden von Jahren von jenem Feld aus, auf dem Abel getötet worden war.

[18:23] Wie lange her, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rechtest nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? Jahrhundert für Jahrhundert, Jahrtausend für Jahrtausend waren Märtyrer für Gott gestorben und im Himmel drang das Echo dieser Frage von einem Raum in den nächsten Raum. Wie lange? Wie lange wird es so weitergehen, dass diejenigen, die treu zu Gott stehen, immer wieder verfolgt werden?

[19:08] Gläubige in jener Zeit haben sich vermehrt der Prophetie zugewandt, und die war jetzt endlich allen zugänglich, nicht nur einigen wenigen Gelehrten, wie vor der Reformation, der weiblich oder muss jetzt konnte jeder Laie, jeder Bauer, jeder Handwerker konnte das Wort Gottes selbst studieren. Und das war ein schwerer Schlag für den Satan, der es geschafft hat, jahrhundertelang dieses Wort vor den Menschen zu verbergen. Innerhalb von Jahrzehnten hatten junge Menschen, ungelernte Laien eine bessere Bibelkenntnis als die Doktoren und die Schriftgelehrten. Und je mehr sie sich mit dem römischen Prinzip befassten, desto mehr erkannten sie es wieder in der Prophetie.

[19:59] Als die Reformation voranschritt, wurde Prophetie immer wichtiger. Schon Luther hatte sich mit Prophetie beschäftigt und seine Version des Standbildes aus Daniel 2 anfertigen lassen. Man hat er sich beschäftigt mit der Vision von Daniel, die er gehabt hatte, zur Zeit von Belsazar, mit jenen Tieren, diesem Löwen mit den zwei Flügeln und dem Bär mit seinen drei Rippen. Und es wurde immer klarer und immer selbstverständlicher, was diese Tiere zu bedeuten hatten. Hier und dort wurde es sogar in Stein verewigt, wie am Rathaus in Nürnberg, die reformatorischen Erkenntnis: Der Löwe Babylon, links und rechts die Perser, und dann natürlich der Leopard mit vier Köpfen und vier Flügeln, das schreckliche Tier, das vierte Tier, das Daniel gesehen hatte und nicht einmal zoologisch beschreiben konnte. Noch das wurde verewigt.

[21:20] Die Griechen, Alexander der Große, und die Römer. Und dann hatte man genau studiert, jene zehn Hörner, die Germanen, die das römische Reich in Trümmern zurückgelassen hatten und da auf den Trümmern des römischen Reiches neue Königreiche etabliert hatten. Und vor allem jenes eine kleine Horn, das mitten unter ihnen aufgestiegen war, das so anders gewesen war, dass drei ausgerissen hatte: die Tiroler, die Ostgoten, die Vandalen, das lästerliche Dingel sprach. Und alle Reformatoren, so unterschiedlich sie auch in ihrer Meinung waren, bezüglich des Abendmahls oder verschiedene andere Dinge, alle Reformatoren stimmten in zwei Dingen überein: Die Bibel ist das Wort Gottes, oder der Papst ist der Antichrist. Fast als wäre das die beiden Fundamente und Säulen der Reformation.

[22:21] Und so mancher fragte sich, was das Ende der Prophezeiung in den Sieben zu bedeuten hatte, dass das Gericht sich setzen würde und ihm den Papst um die Herrschaft wegnehmen würde, sie endgültig zu vertilgen und zu vernichten. Luther hatte schon gemutmaßt, dass es noch ungefähr 300 Jahre dauern würde von seiner Zeit ausgerechnet. Der Finger der Prophetie, der prophetische Finger der Zeitalter zeigte zu deutlich auf Rom. Ein Weg musste gefunden werden, den Zeigefinger ein bisschen zur Seite zu schieben. In welche Richtung? Das war fast egal. Und dann fand einen Weg sein Meisterstück der Verführung, zu retten. Es war ein Ordensmitglied der Societas Jesu, des Jesuitenordens. Sein Name war Francisco oder die Bären, 1585.

[23:22] Sein Name war Francisco de Enzinas. 1585 veröffentlichte er ein Werk, das Epoche machen sollte, obwohl das in dem Jahr noch kaum abzusehen war. Es hieß "Sacra Scripturae locus, Johannes Apostel und Evangelist Apokalyptischer Kommentar", ein Kommentar zur Apokalypse. Nichts Ungewöhnliches für die Zeit, doch mit einem völlig neuen Ansatz.

[23:49] Er gab zu, dass die ersten Kapitel der Offenbarung vermutlich noch was mit der Zeit von Rom, dem antiken Rom, zu tun haben könnten. Aber der große Teil, der dann folgte, komplett in der Zukunft spielte. Mit anderen Worten: Der Antichrist sei noch zukünftig. Er würde buchstäblich dreieinhalb Jahre, buchstäblich in einem Tempel im buchstäblichen Jerusalem irgendwann einmal regieren.

[24:22] Später hat man diese Idee den Futurismus genannt. Der Antichrist kommt erst in der Zukunft.

[24:34] In jener Zeit erging es den Protestanten in Frankreich ein klein wenig besser. Das Edikt von Nantes gab ihnen Toleranz und erlaubte ihnen, in Frankreich zu leben, nachdem sie vorher so brutal verfolgt worden waren.

[24:52] 1604 starb Fausto Sozzini. Er hatte eine ganz neue Theorie aufgestellt, die vor allem in Polen und im östlichen Europa sich verbreitete, den sogenannten Sozinianismus. Nachdem Jesus vor seiner Geburt in Bethlehem gar nicht existiert hatte, hatte er Leute, die viele andere Lehren... und seine Ideen wurden sehr schnell sehr populär.

[25:17] Drei Jahre später gründeten die Briten ihre erste Siedlung in Nordamerika. Bisher war der amerikanische Kontinent vor allem von den Portugiesen und Spaniern viel weiter im Süden eingenommen worden, goldhungrig, wie sie waren.

[25:37] 1607 kamen die ersten britischen Siedler und gründeten Jamestown. Zwei Jahre später war John Smith, der mit gläubigen Gleicher Meinung eine neue Gruppe ins Leben rief. Ähnlich wie schon Menno Simons glaubte er, dass nur eine biblische Taufe durch Untertauchen von Menschen, die sich freiwillig dazu entschieden haben, Gültigkeit haben könnte.

[26:07] Sie erinnerten sich an die Praxis von Johannes dem Täufer, der nicht kleinen Kindern Wasser auf die Stirn gesprengt hatte, sondern der extra in den Jordan getauft hatte, weil dort viel Wasser war. Sie erinnerten sich daran, dass Jesus aus dem Wasser herausstieg, nachdem er getauft worden war. Und so praktizierten sie erneut die Taufe, die Umtaufe durch Untertauchen. Man nannte sie deswegen auch die Baptisten, die seit jener Zeit existierten und sich jetzt verbreiteten.

[26:43] Der Jesuitenorden produzierte noch ein interessantes Werk, nur wenige Jahre später, 1614. Diesmal war es Luis de Alcázar, ein Jesuit, der ebenfalls einen Kommentar über die Apokalypse, die Offenbarung schrieb.

[26:57] Und diesmal den Zeigefinger genau in die andere Richtung der Weltgeschichte lenkte. Nicht in die Zukunft, um aus den Antichristen zu warten, sondern in die Vergangenheit. Er behauptete, der Antichrist sei längst da gewesen, zur Zeit von Johannes und den Aposteln. Nero und andere Kaiser, sie seien die wahren Antichristen gewesen. Und die Offenbarung ist nicht viel mehr als eine historische Bericht der ersten frühen Christenverfolgungen.

[27:30] In wenigen Jahren hatte der Jesuitenorden zwei Theorien produziert, die sich extrem widersprachen, die doch sehr erfolgreich den Finger weg lenken vom Papst.

[27:44] Es würde noch dauern, bis sie ihren Einfluss wirklich verbreiten würden. Aber hier waren sie, diese beiden Theorien. Diese Idee von Alcázar nannte man "Minorismus" oder auch "Lehre", dass der Papst in der Rolle des Antichristen in der Vergangenheit gewesen war.

[28:04] Das Papsttum bemühte sich jetzt, eigene Bibelübersetzungen herauszubringen, quasi als Konkurrenz zu den vielen protestantischen Übersetzungen, die überall zu haben waren. Und 1611 entstand dann, oder wurde zum Abschluss gebracht, die große protestantische Übersetzung, die King James Bibel.

[28:22] Das hat es schon vorher viele englische Übersetzungen gegeben, aber wie war die genaueste und beste verfügbare, die bis dahin produziert worden war.

[28:33] Wer viele Gelehrte hatten gleichzeitig übersetzt und kein Wort wurde abgedruckt, das nicht mindestens von sieben Leuten immer noch mal gegengelesen worden war. Autorisiert vom König, hieß sie bald auch "Authorized Version" und wurde zur Grundlage der Reformation für die kommenden Zeiten.

[28:53] Obwohl nicht ohne Fehler, war sie doch eine der besten Übersetzungen, die bis dahin gemacht worden waren.

[29:04] Hier eine Seite aus dem Hebräerbrief. Das Thema Reformation war in aller Munde und auch der Satan versuchte, dieses Thema für sich zu gewinnen. 1614 rief Rudolf Steiner auf zur allgemeinen und generellen Reformation der ganzen weiten Welt unter dem Banner des roten Kreuzes.

[29:25] Die Rosenkreuzer begannen, alte mystische Ideen, die zurückreichten, imaginäre Zeitalter des Mittelalters, in der Gesellschaft zu verbreiten.

[29:38] Und dann zogen schwere Wolken über Europa auf. Erneut vielen Menschen in Prag aus dem Fenster, so wie schon beim Hustenaufstand. Aber diesmal ging es nicht um Bus. Der zweite Prager Fenstersturz begann einen mörderischen europäischen Krieg um die Konfession. Katholiken und Protestanten kämpften gegeneinander, manchmal sogar miteinander.

[30:11] Und nach und nach wurden all die europäischen Staaten, die Böhmen und die Schweden und die Franzosen und das Kaiserreich, die Dänen, in diesen Krieg verwickelt.

[30:20] Das war in jener Zeit, dass einige verfolgte Protestanten sie gehört hatten, dass in Amerika sich erste Siedler niedergelassen hatten und dass es dort keinen Papst und keinen Kaiser, keinen König und keine Religionsgesetze gäbe. Sie entschieden sich, dort in der fernen, unbekannten Gegend eine neue Heimat zu suchen.

[30:59] 1620 stach die Mayflower in See. Ein Schiff war unter anderem auch ein Mann, der William White, mit seiner Frau Susanne.

[31:14] Sie kamen dort an und gründeten im heutigen Massachusetts die erste Kolonie der Pilgerväter. Sie brachten ihren tiefen protestantischen Glauben mit. Sie waren geflohen vor der Verfolgung und wollten dort in der neuen Welt eine neue Zukunft bauen.

[31:33] Das war schwerer als gedacht. Schon den ersten Winter überlebten nicht viele. Und auch ein Jahr später starb William White.

[31:42] Hinter den trotzdem die Protestanten Europas nicht in immer neuen Wellen Pioniere zu schicken nach Nordamerika. Ein Schiff nach dem anderen verließ die Niederlande und England und brachte Gläubige in die ferne Nordamerikas.

[32:04] Und auf einem dieser Schiffe, der Arabella, predigte ein Gouverneur, John Winthrop, 1630 eine berühmte Predigt zu den verfolgten Protestanten, die eine neue Zukunft in Amerika erhofften.

[32:23] Predigte er über die Bergpredigt: "Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben."

[32:30] Das war ein Predigttext und seine Idee war simpel: Während in Europa alles zusammenbricht und die Staaten gegeneinander kämpfen und selbst die gemäßigten Protestanten in Staatskirchen, die konsequenteren Protestanten verfolgt haben, sollte in der neuen Welt ein neuer Staat entstehen.

[32:59] Seine Idee war, dass in Amerika das Licht des Evangeliums so hell leuchten sollte, dass es in Europa sichtbar würde, dass die Befolgung der Bergpredigt, die Befolgung der Lehren Jesu wirklich einen Unterschied machen.

[33:15] Die neuen amerikanischen Siedlungen sollten zum Licht für die Welt werden. Und mit diesem Gedanken, mit dieser Mission kamen die Pilgerväter nach Amerika. Sie wollten eine Stadt bauen, die auf einem Berg ist, eine Stadt, die nicht verborgen ist und dass die ganze Welt sehen kann, dass es gut ist, wenn man Jesus folgt und dass ein Staat davon nur profitieren kann.

[33:44] In Europa wurde zur selben Zeit Galileo Galilei aufgrund seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der Inquisition bedroht. Und die war gnadenlos. Das wusste er, so klug war er. Und er gab klein bei.

[34:05] Die Gründer der Kolonien in Nordamerika mussten aber sehr bald feststellen, dass es gar nicht so einfach war, diesen hohen Maßstab hochzuhalten. Vor allem dann, als einige der ansässigen Menschen dort, die mitgekommen waren, begannen, neue Ideen zu predigen, die ihnen selbst gar nicht gefielen.

[34:28] Roger Williams zum Beispiel, der 1635 in den Anfangsjahren dieser us-amerikanischen, dieser Kolonien, eine neue Idee hatte.

[34:38] Seine Idee war, dass die Kirche vom Staat vollkommen getrennt sein müsse. Das gefiel den neu angekommenen Pilgern gar nicht.

[34:49] Sie waren ja extra gekommen, um eine christliche, eine echte protestantische, evangelische Nation zu gründen. Und selbstverständlich sollte dann diese wahre Lehre, dieses reine Evangelium auch das Zentrum des Staates sein.

[35:09] Oder aber Roger Williams dachte etwas weiter. Er wusste, dass es ein ziemlich makelloses Christentum gewesen war, auf das Konstantin 313 getroffen war. Der Kontakt mit der Macht hatte das Christentum korrumpiert. Und es würde auch mit dem ach so reinen, puritanischen, protestantischen Glauben geschehen.

[35:32] Aber seine Warnung stieß auf taube Ohren. Und dieselben Puritaner, die gerade vor der Verfolgung geflohen waren, stießen diesen Roger Williams, der es gewagt hatte, Kirche und Staat trennen zu wollen, aus der Kolonie.

[35:52] Und hätten die Indianer nicht mehr Herz gehabt als die Protestanten. Wir ja noch im selben Winter im Wald gestorben, aber überlebte und gründete auf einer anderen Insel eine neue kleine Siedlung, die ihr Providence nannte. Die Vorsehung Gottes, so meint er, hatte ihn dorthin gebracht.

[36:15] Derweil haben der Krieg in Europa immer brutaler und massive Ausmaße angenommen. Kein Kriegsverbrechen, das nicht begangen wurde. Und die Heere verwüsteten ganze Landstriche.

[36:32] In Süddeutschland hat nur ein Drittel der Bevölkerung diese Zeit überlebt. Zu allem Überfluss begann auch in England, das bisher von Kriegshandlungen verschont worden war, ein Bürgerkrieg auszubrechen. Der König wollte absolutistisch regieren, das Parlament hat etwas dagegen.

[36:50] So begannen 1642 auch noch der Bürgerkrieg in England. Nur einen hat das ganz und gar nicht interessiert. Vereinen war all das nur Nebensache.

[37:03] Nur einer hat gelebt wie Gott in Frankreich: Louis der XIV., der Sonnenkönig. Auch wenn der Satz "L'état, c'est moi" ihm nur zugeschrieben wurde und er ihn wohl nie gesagt hat, beschreibt er ganz genau, wie er gedacht hat. Es drehte sich buchstäblich alles um ihn. Absolutistisch wollte er regieren, und das tat er so, als ob Nebukadnezar von den Toten auferstanden wäre, der auch sich nur um sich gedreht hatte.

[37:37] Doch Louis der Vierzehnte hat nie ins Gras gebissen. Stattdessen einen Trunk entfaltet, wie vorher nicht gesehen worden war, und zum Vorbild wurde für viele Königshäuser in jener Zeit.

[37:56] Hat es Roger Williams mitten im Bürgerkrieg Englands geschafft, vom Parlament eine Erlaubnis zu bekommen, eine neue offizielle Kolonie zu gründen. Erkläre nach Amerika zurück. Und in der Zeit, als in Europa, in Mitteleuropa, sich die katholischen und in literarischen Heere die Köpfe einschlugen und in England der Bürgerkrieg tobte und in Frankreich ein Mann glaubte, er sei alles.

[38:24] In der Zeit hat ein ganz kleiner, winziger Staat, Rhode Island, diese Idee zum ersten Mal seit Menschengedenken verwirklicht, dass Religion und Regierung strikt zu trennen sei. Das hatte es seit Jahrtausenden noch nie gegeben.

[38:51] Echte, wirkliche, konsequente Freiheit. Ohne Fußnote. Jeder durfte glauben, was er wollte, ohne dafür bestraft zu werden. Das Licht leuchtete jetzt tatsächlich wie ein kleiner Leuchtturm. War diese Insel, Rhode Island, dort in einer ziemlich finsteren Welt.

[39:26] Der Krieg dauerte Jahrzehnte, drei Jahrzehnte um genau zu sein, weswegen das später auch Dreißigjähriger Krieg genannt wurde.

[39:35] Europa ist in dieser Zeit um ungefähr 100 Jahre zivilisatorisch zurückgeworfen worden. Es brauchte Generationen, um sich von diesem Desaster wieder zu erholen. Und es gab kaum noch Menschen, die sich freuen konnten, als 1648 die Botschaft durchs Land ging: "Es ist endlich Frieden!"

[39:59] Im selben Jahr gründete George Fox eine neue Bewegung in England. Man wollte sich überhaupt gar nichts mehr sagen lassen von irgendwelchen Theologen oder Klerikern. Sie wurden die Quäker genannt, weil er immer davon gesprochen hatte, dass man vor dem Wort Gottes zittern müsse.

[40:20] Und 1649 geschah das vorher undenkbare. Die Truppen des Parlamentes hatten tatsächlich den König von England besiegt, und der musste jetzt seinen Kopf hinhalten, ganz buchstäblich. Karl der Erste wurde geköpft und Cromwell rief die Republik aus. Die war jetzt ganz protestantisch, puritanisch. Einen Grund zum Feiern, würde man denken. Nur den armen Katholiken ging es jetzt an den Kragen.

[40:52] Man war in Europa noch längst nicht so weit wie auf der kleinen Insel Rhode Island, wo jeder das glauben durfte, was er wollte.

[41:02] War in jener Zeit, dass ein Bischof in Hünfeld, Irland, sich die Frage stellte: "Wie alt ist eigentlich diese Welt?"

[41:08] James Ussher hatte ein besonderes Faible, eine besondere Vorliebe für Weltgeschichte, ja für die Welt- und Kirchengeschichte. Und er rechnete lange und nahm alle Ressourcen zusammen und kam dann auf die Schlussfolgerung, dass die Welt ungefähr im Jahre 4000 vor Christus geschaffen worden war.

[41:29] Er war vielleicht ein bisschen zu genau, als er schrieb, dass sie am 23. Oktober 4004 vor Christus, das heißt in den Abendstunden vor dem 23. Oktober, geschaffen worden war. Aber mit ihm begann diese Idee, die Geschichte auch im Zusammenhang mit der Bibel genauer zu studieren. Und wir profitieren heute von seinen Bemühungen.

[41:56] Ein Jahr später war es der britische Hofarzt Dr. Peter Schenderlein, der mit einigen wenigen Gleichgesinnten, die ebenfalls wie er Baptisten waren, anfing, der Überzeugung, die sie hatten, Ausdruck zu verleihen.

[42:12] Sie hatten es lange studiert und waren fest davon überzeugt, dass der Sonntag nicht der wahre Anbetungstag war. Sie wollten den Samstag, den Saturday, den biblischen Sabbat wieder halten.

[42:26] Sie wussten vermutlich nicht, dass es zu allen Jahrhunderten Menschen gegeben hatte, die nicht an dieser Änderung des Ruhetages mitgemacht hatten. Schon die beiden Seiten, viele von ihnen den Sabbat gehalten. Aber hier war eine Gruppe, die ganz öffentlich in Europa sich dazu bekannt, den siebten Tag Sabbat heilig halten zu wollen.

[42:51] Sie nannten sich die "Seventh Day Adventists". Überhaupt auf seine Zeit, in der ein echtes Bedürfnis nach neuen Erfahrungen mit Gott herrschte. Philipp Jakob Spener gab nur einige Zeit später in seiner Schrift "Pia Desideria" oder das "Herzliches Verlangen" diesen Gefühlen Ausdruck.

[43:15] Jesus persönlich kennenlernen zu wollen. Die protestantischen Staatskirchen waren in Formen erstarrt. Man wollte nichts Neues mehr dazulernen. Wie viele Gläubige hatten ein echtes Verlangen nach einer Liebesbeziehung zu Jesu, nicht einfach nur einem korrekten Bekenntnis an Glaubenspunkten.

[43:36] Man nannte die Bewegung auch den Pietismus, Frömmigkeit. Man wollte wieder Jesus persönlich kennenlernen.

[43:45] Diese Zeit fällt auch John Bunyan. Der in Gefängnis verfolgt, ein Buch schrieb, das Tausende und Abertausende zu Christus zurückführte. Mit "Pilgrim's Progress", eine Analogie, eine Allegorie über das Leben eines Christen und den Weg des christlichen Kampfes.

[44:08] 1683 standen die Türken erneut vor Wien. Aber wie ich schon anderthalb Jahrhunderte zuvor, mussten sie letztendlich die Belagerung abbrechen.

[44:20] Und dann war die Zeit des Friedens. Protestanten in Frankreich wieder vorbei. Oktober 1685 ließ eben jener Sonnenkönig Louis XIV. ein Edikt, das Edikt von Fontainebleau, das alte Edikt von Nantes für unwirksam machen. Da er der Einzige war, was zu sagen hat im Staat, glaubte er, jedem vorschreiben zu können, was er zu glauben habe. Und alle, die dem nicht Folge leisten wollten, vor allem die Hugenotten, sollten das Land verlassen.

[44:52] Noch ein Edikt ist im selben Jahr erlassen worden, und zwar in Brandenburg. Der preußische König, wie es all die Hugenotten, die aus Frankreich vertrieben wurden, nach Brandenburg, nach Preußen kommen. Und das zahlte sich aus.

[45:12] Es war ein besonders intelligentes, geschäftstüchtiges, wirtschaftsstarkes Menschen, die dort kamen. Und für Frankreich sollte es ein Aderlass bewirken, aber Preußen profitierte sehr davon. Das Schulwesen, die Bildung, all das bekam einen neuen Schub durch die Protestanten, die aus Frankreich kamen.

[45:37] Und dann im Jahre 1700 war ein relativ unbekannter britischer Biologe, Daniel Whitby, der auf eine neue Idee kam. Die Zeiten, in denen er lebte, müssen ihn nicht darauf gebracht haben, aber er glaubt tatsächlich, dass die Welt auf ein tausendjähriges Friedensreich zu steuern.

[45:59] Und erst, wenn es 1000 Jahre Frieden auf Erden gegeben hätte, in dem alle Menschen zu Christen geworden sind, erst wenn diese 1000 Jahre eines christlichen Friedensreichs vorbei werden, dann würde Jesus kommen, wie in der Offenbarung und anderen Bibeltexten beschrieben.

[46:20] Und tatsächlich, zur Überraschung der Engel im Himmel, die seit Jahrhunderten nur Krieg gesehen hatten auf dieser Welt, gingen viele Christen an das zu glauben.

[46:28] Es passte so zu diesem fortschrittlichen Geist dieser Zeit.

[46:38] Die ganze Welt christianisieren und dann in Frieden und Harmonie leben. Das war doch eine schöne Sache, oder?

[46:45] Jahrzehnte später, ferne in Nordamerika, begann eine gewaltige Erweckung. Sie wurde genannt "The Great Awakening", so als ob die Christenheit aus einem langen Schlaf, der schon viel zu lange gedauert hatte, neu erwachen würde. Und Tausende bekehrten sich ernsthaft und wirklich zu Christus.

[47:11] Aber nicht nur in Amerika, auch in Wales kam es zu einer gigantischen Erweckung, die große walisische Erweckung 1735. Und genau in jener Zeit kam plötzlich auch John Wesley.

[47:28] Er hatte lange nach Heiligkeit gesucht. In Studenten-Zeiten einen Club gegründet, wo man sich um Heiligkeit bemühte. Er werde keinen Seelenfrieden gefunden. Er war als Missionar nach Amerika gegangen, um die Indianer zu bekehren, und hatte dort auf einem Schiff im schweren Sturm entdeckt, was es bedeutet, echten Seelenfrieden zu haben.

[47:52] Er hatte ihn nicht. Er hatte Angst vor dem Tod. Aber waren einige Christen aus Böhmen, die alte Fackel der Hussiten noch hoch trugen, die angesichts des Todes so einen tiefen inneren Herzensfrieden hatten.

[48:14] Den Wesley kannte zwar noch eine andere reformatorische Spur, die ihm half. Eines Tages hörte er eine Predigt über eine Predigt von Martin Luther. Es wurde Luthers vorgelesen, der über den Römerbrief sprach.

[48:33] Und sowie Luther bei den Worten: "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird darin offenbar die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, die geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben."

[48:51] Sowie Luther beim Lesen dieser Worte einen tiefen Herzensfrieden verspürte, hat plötzlich das Herz von Wesley ganz seltsam warm. Wie er schrieb: "Es war, als ob eine Fackel, die Fackel der Wahrheit von Habakuk, dieses Zitat: 'Der Gerechte wird aus Glauben leben', erstmals ausgeschrieben hatte, über Paulus und über Luther, hinzu Wesley gebracht wurde."

[49:21] Und er begann das mit einem Eifer und einer Liebe für die Menschen zu predigen, dass eine gewaltige Erweckung ausbrach. Schon bald kam ein guter Freund, George Whitefield, der schon in Amerika einem "Breakaway" der großen Erweckung teilgenommen hatte.

[49:38] Und der hatte ganz radikale Methoden, die waren so radikal, dass es selbst dem Wesley ein bisschen seltsam vorkam. Der Whitefield traute sich, außerhalb von Kirchen zu predigen, in der freien Natur.

[49:57] Wesley war so geschockt, dass er glaubte, er sagte, dass sogar mehr glaubte, außerhalb einer Kirche zu predigen, eine Sünde. Entstand, weil viele dort auf den Feldern und predigte zu den armen Minenarbeitern. Whitefield hat schnell erkannt, dass das Wort Gottes nicht in Kirchenfenstern und Kirchenwänden festgehalten werden kann.

[50:21] Und so breitete sich die Erweckung aus. Und weil sie so gründlich waren in ihrem Bibelstudium und die Bibel zu ernst nahmen, so als würden sie einer Methode folgen, nannte man sie bald die Methodisten.

[50:40] Die Erweckung jederzeit warnt nicht frei von Irrtümern. Und mancher Engel im Himmel wird mit einer Träne vor Freude geweint haben, wenn Menschen sich zu Christus bekehrt haben. Aber auf der anderen Seite eine echte Träne vergossen haben, weil manche dieser Bekehrung zum Teil mit Angst erdrückt waren.

[51:03] Manche dieser Erweckungsräte, der die Predigten Minuten lang, viele Minuten lang über die Hölle und ihre Qualen. Eine der berühmtesten Predigten ist so aufgezeichnet worden: "Sünder in den Händen von einem zornigen Gott, der Prediger beschrieb ganz ausführlich die Qualen der Hölle und die Tatsache, dass jeder Mensch eigentlich schon längst in der Hölle sein müsste. Das ist allein die Gnade Gottes sei, dass er noch nicht dort sei und jeden Moment in die Hölle geschmissen werden könnte."

[51:37] Was man auch deswegen, weil so viele sich bekehren. Die Liebe Gottes, bei aller Erweckung, war noch nicht so wirklich dargestellt, wie sie wirklich war.

[51:56] Im selben Jahr, da sind wohl den Engeln beim Musizieren.

[51:59] Da sind wohl den Engeln beim Musizieren ein paar Noten vom Himmel gefallen auf ein Manuskript von Georg Friedrich Händels, "Der Messias" wurde komponiert.

[52:16] Saßen 44 in Schweden, stand Emanuel Swedenborg auf. Es war ja die Zeit, in der jeder nach einer persönlichen Erfahrung mit Jesus suchte, oder er suchte nach einer persönlichen Erfahrung, allerdings nicht so sehr basierend auf der Bibel, sondern mehr auf Grund von Visionen und Träumen, die er gehabt haben will. Er glaubt tatsächlich, er könne in den Himmel reisen und mit den Engeln dort reden, und er könne auch in die Hölle reisen und dort mit den Engeln reden. Und er entwickelte ein höchst mystisches Bild. Dann wurde er von seinen Nachfolgern wie ein Prophet behandelt. Aber so etwas war mehr für die etwas anderen Menschen. Die meisten machen sich um sowas gar keine Gedanken. Es war das Zeitalter der Aufklärung, das Zeitalter der Vernunft. Man wollte sich schon vorstellen, dass es ein oberstes Wesen gab, aber nicht genauso wie im Neuen Testament und schon gar nicht so wie im Alten Testament. Voltaire hat die Juden gehasst, weil sie so strengen dem Alten Testament folgten. Und sein Einfluss an den Höfen, sein Einfluss an den Universitäten war ungebrochen. In Frankreich wurde das Jahrhundert nach ihm benannt, nicht nach Louis dem 14., das Jahrhundert von Voltaire. Mit Klugheit, mit Vernunft, mit rationalem Denken wollte man alles erklären können. Dann müsse endlich die Zeit als das Zeitalter des Glaubens, diese primitiven Glaubens an die Bibel hinter sich lassen.

[53:59] Es war Zeit für das sechste Siegel, das Johannes gesehen hatte. Und ich sah, als das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben stand, und die Sonne wurde schwarz wie ein herner Sack, und der Mond wurde wie Blut. 1755 brach viel von dem Fortschrittsglauben und dem rationalen Denken der Zeit in sich zusammen, als eines der schwersten Erdbeben aller Zeiten. Nicht nur Lissabon fast vollständig zerstört, sondern an mehreren Kontinenten bemerkt wurde. Für viele war es, als ob Gott nachgerichtet hätte, dass er nicht tot sei und sich nicht irgendwo zurückgezogen hätte, nachdem er die Weltuhr aufgezogen hatte. Es war ein schwerer Schlag, fast wie ein Gericht Gottes, so wurde es empfunden.

[55:06] Hat er nicht Paulus schon davon gesprochen, dass irgendwann der Gerichtstag kommen würde? Hatte er nicht schon in Europa in Athen gesagt, weil er Gott einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird? Es kommt die Stunde des Gerichts, gerichtet wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. Gott ist nicht nur Liebe, er ist es auch immer. Er ist also gerecht.

[55:43] Der Satan musste das früher oder später. Angesichts solcher Katastrophen würden Menschen wieder zur Bibel fliehen, würden Menschen wieder die Prophetie studieren. Man musste also irgendwie das Ganze in Schach halten. Und Emanuel Swedenborg hatte eine Idee, eine Vision. Er habe in Träumen mit Engeln gesprochen und die hätten ihm gesagt, so schrieb er 1758, dass der Jüngste Tag schon vorbei sei. Er war im letzten Jahr und jetzt braucht man sich keine Gedanken mehr machen, das ist alles schon vorbei und es war gar nicht so schlimm wie gedacht. Und Jesus werde auch wieder kommen, aber nicht buchstäblich, sondern geistlich würde er wiederkommen.

[56:25] So Swedenborg 1758. Es war das Jahr 1767 und ab diesem Jahr begann die Welt, die Jesuiten zu vertreiben. Die waren so weit gegangen in ihrem Kampf gegen den Protestantismus, dass sie vor keinem Verbrechen zurückgeschreckt hatten. Mord und Simonie, falsche Beschuldigungen, Verschwörungen starten, die längst nicht puritanisch protestantisch waren. Staaten, die zum Teil katholisch waren, ja, irgendwann sogar der Papst selbst verboten jene Orden, die alle Grenzen überschritten hatten. Und sie tauchten in den Untergrund.

[57:19] Die Jesuiten in jener Zeit erhoben sich. Die Kolonisten in Amerika gegen ihr britisches Mutterland. 1773 verkleideten sich einige Bewohner, keiner weiß genau, wer es gewesen ist, als Indianer und sie warfen den Tee eines ankommenden britischen Schiffes in das Wasser. Man nennt das auch die Tea Party und das führte zum Unabhängigkeitskrieg und dann zur Unabhängigkeitserklärung im Juli 1776. Wurden die britischen Kolonien von Britannien unabhängig. Sie gründeten die State of America, die USA. Es ging nicht ohne Blutvergießen ab und auch jahrelang ist gekämpft worden, aber dann hatten sie ihre Unabhängigkeit auch faktisch.

[58:07] Hat nicht Johannes ein zweites Tier gesehen, das aus dem Erdboden kam, dort, wo es wenig Menschen vorgegeben hatte, mit zwei Hörnern gleich einem Lamm? Und nachdem das sechste Siegel sich schon in Europa gezeigt hatte mit dem Erdbeben, sollte es auch in Amerika ein Zeichen geben, das auf das kommende Gericht hinwies. 1780 wurde es plötzlich am helllichten Tag ganz dunkel, der schwarze Tag. Und niemand, kein Wissenschaftler, kein Philosoph, der Mann, der bisher an das rationale Denken geglaubt hatte, konnte irgend eine überzeugende Erklärung finden. Es gab keine. Und als am Abend dann auch noch der Mond wie Blut aussah, da war für die allermeisten klar, die Prophezeiung hatte sich erfüllt.

[59:10] Mal wieder. Und Engel im Himmel werden bemerkt haben, dass in Europa, das so viel Blut vergossen hatte, das sechste Siegel ein schweres Erdbeben gewesen war, während im relativ unschuldigen Amerika es lediglich ein Zeichen am Himmel gewesen war.

[59:36] 1768 starb Hermann Samuel Reimarus. Er ist relativ unbekannt gewesen, aber er begann als Christ, sich die Frage, die Gott-Frage, zu stellen, ob der Jesus, der wirklich gelebt hat, übereinstimmt mit dem Jesus in der Bibel. Diese Frage hat sich bisher niemand gestellt. Man hatte immer daran geglaubt, dass die Bibel Gottes Wort ist, aber er hatte seine Zweifel und es schrieb sie nieder. Und seiner radikalsten Ideen hätten nie das Licht der Welt erblickt, weil er zu früh starb. Hätte nicht Gotthold Ephraim Lessing genau diese Manuskripte veröffentlicht? Und Reimarus wurde zum Begründer posthum einer Idee, die man Deismus nannte. Gott existiert, aber er kümmert sich überhaupt gar nicht um uns. Die Welt einmal geschaffen und seitdem sich anderen Welten zugewandt und die Bibel kann man nicht für bare Münze nehmen. Man muss alles kritisch hinterfragen und auseinander nehmen. Man muss den biblischen Bericht verbessern.

[1:00:41] Da war er wieder, dieser Grundgedanke des Deismus. Man muss Gottes Regierung, man muss sein Wesen, man muss sein Wort verbessern. In jener Zeit schrieb auch Edward Gibbon sein berühmtes Werk über den Fall des Römischen Reiches und er gab jetzt dem Christentum die Schuld. Er sagte, wenn Rom nicht christlich geworden wäre, wenn sie Christen nicht gegeben hätte, würde Rom noch heute stehen. Vermutlich eher belächelte auch die Christenverfolgung und behauptete, dass vieles übertrieben sei, dass es gar nicht so schlimm gewesen sein könne. Aber wohl unwissentlich hat er mit seinem Werk, insbesondere die Erfüllung der vier Posaunen, der ersten vier bestätigt.

[1:01:29] Und dann kam die Frucht all dessen. Jahrzehnte von rationalem Denken und Philosophie, von logischem Verstand über der Offenbarung Gottes führten 1789 zur Französischen Revolution. Man wollte endgültig mit dem alten System zum Schluss kommen. Und im selben Jahr, als in Frankreich die neuen Ideale Gleichheit, Brüderlichkeit und Freiheit ausgerufen worden sind, wurde in Amerika ein Dokument unterzeichnet: die Verfassung der Vereinigten Staaten. Jetzt gab es zwei Republiken, zwei neue Ideen in Frankreich und in Amerika. Frankreich war ein gigantisches, großes, militärisch wichtiges Land. Amerika klein und unbedeutend. Welches dieser beiden Mächte würde mit seiner Idee mehr Erfolg haben?

[1:02:39] Zwei Jahre, nachdem die Verfassung der USA verabschiedet worden war, wurde ein Artikel hinzugefügt. Das ist und hier kann man lesen: Der erste Zusatzartikel besagte: "Kongress darf kein Gesetz erlassen, um irgendeine Rebellion zu etablieren oder die freie Ausübung derselben zu verbieten." Der Leuchtturm von Roger Williams hatte ganz USA erfasst: die Trennung von Kirche und Staat. Das sollte eine Grundlage der Vereinigten Staaten von Amerika sein. Und es schien so, als ob seit Jahrhunderten zum ersten Mal ein Staat sich bildete, der wirklich nicht nur dem Wort nach, sondern dem Sinn nach nach christlichen, göttlichen Prinzipien handelt. Der Gott, der niemandem sein Wesen aufzwingt, sondern jedem die freie Wahl ist, inspirierte Männer und Frauen, das auch ihren Mitmenschen zuzugestehen. Trennung von Kirche und Staat. Gegen den Franzosen nicht weit genug. Sie wollten die Kirche ganz ausrotten.

[1:04:11] Es waren die Franzosen gewesen, die die Reformation abgelehnt hatten. Sie wollten keine Reformation haben. Jetzt kam die Revolution und der König, der mit Hilfe der Kirche die Häretiker ausgerottet hatte, dem ging es jetzt durch das Volk an den Kragen. Es zeigte sich jetzt, was passiert, wenn die Prinzipien Gottes ablehnt und glaubt, alles selbst halb machen zu können. Hatte nicht der Himmel im Himmel diese Idee gehabt? Ich, ich, ich, hatte nicht Louis der Vierzehnte diese Idee gehabt? Ich und keiner sonst. Und jetzt zeigte sich wie auf einem Experiment, was passiert, wenn ein König sich nur um sich selbst dreht und nicht um seinen Nächsten. Wenn man sich selbst mehr liebt als seinen Nächsten, dann endet das Ganze im Blutbad.

[1:05:12] Ja, das hatte das vorhergesehen in Offenbarung, wie ein Tier aus dem Abgrund aufsteigen würde und gegen das Wort Gottes Krieg führen würde. Und dieses Tier, das revolutionäre Frankreich, bekam tatsächlich mehr Macht, als das jemals geglaubt worden war. All die anderen europäischen Staaten verbündeten sich, um die Revolution zurückzudrängen, aber es misslang. Frankreich ging sogar in die Offensive über. Und dem Mann, der zunächst moderate Reformen angepeilt hatte, wurde 1792 das Ganze sehr extrem.

[1:05:49] Die Guillotine wurde eingeführt und dann fielen die Köpfe ganz schnell. In jener Zeit trat ein Mann auf, der eine ganz neue Idee hatte, obwohl sie sehr alt war. Niemand hatte in all den Jahrhunderten wirklich ernsthaft drüber nachgedacht, wenn man von ein paar mährischen und böhmischen Brüdern und schon westlichen bei anderen absah. William Carey hatte tatsächlich die Idee, das Evangelium in ferne heidnische Länder zu bringen. Die meisten Christen jederzeit, egal ob protestantisch oder katholisch, glaubten, dass wenn Gott die Heiden bekehren möchte, er das auch ruhig alleine tun könne. Obwohl William Carey hatte schon 1792 gesagt: "Nimm dir Großes vor für Gott und erwarte Großes von ihm." Und so segelte er 1793 als der erste Missionar seines Zeitalters ins ferne Indien. Viele sollten ihm folgen. Es war der Beginn einer ganz neuen Bewegung. Überall entstanden plötzlich Missionsgesellschaften. Sollte ob die Christenheit nach Jahrhunderten seit dem zweiten Jahrhundert plötzlich wieder auf die Idee kam, dass der Missionsbefehl, den Jesus ihn gegeben hatte, immer noch aktuell sein.

[1:07:16] In Frankreich dagegen war der blanke Terror am Herrschen. König und Königin wurde der Kopf abgeschlagen. Und als irgendwann keine Royalisten mehr da waren, die man töten konnte, dann wurden die gemäßigten Revolutionsführer dem Tribunal vorgeführt. Die Revolution fraß buchstäblich ihre eigenen Kinder. Für die Welt war es ein Musterbeispiel dafür, was passiert, wenn Satan die volle Kontrolle bekommt. Frankreich war die erste Nation gewesen, die ganz offiziell per Gesetzesbeschluss die Existenz Gottes verleugnet hatte. Hier war endlich einmal die Gelegenheit für den Satan, sich ganz frei zu entfalten, in weitestgehendem Maße. Was folgte war der blanke Horror.

[1:08:12] Man feierte das Fest des Höchsten Wesens, so wollte ja dann Höchstes Wesen geglaubt hatte. Aber das war nicht mehr der Gott, der Liebe ist und es immer ist. Die Regierung, der Terror, der die Terrorherrschaft der Revolutionäre hatte, genau die entgegengesetzten Prinzipien. Keine Liebe und ständig wechselhaft. Man wusste nicht an einem Tag, ob die eigene Partei, zu der man gehörte, am nächsten Tag auf der Liste des Todes stand. So sehr, dass irgendwann die Menschen aus lauter Angst vor ihrer eigenen Revolution die Revolution beendeten und die, die den Terror angezettelt hatten, Robespierre, als der Unbestechliche galt, er wurde jetzt durch die eigene Judikatur umgebracht.

[1:09:10] Und es war zu offensichtlich. Selbst für viele Menschen der damaligen Zeit, es war zu offensichtlich. Waren konnte es nicht leugnen, wer Gott völlig verlässt, der begeht buchstäblich Selbstmord. Sünde und Rebellion sind selbstzerstörerisch. Trotzdem hatte Thomas Paine die Nerven, dieses Zeitalter, in dem Könige und Revolutionäre gleichzeitig der Guillotine zum Opfer fielen, als das Zeitalter der Vernunft zu beschreiben.

[1:09:46] Weg von riesen, dieselben Ideen, die Frankreich verseucht hatten und ganz Europa zu bedrohen schienen, zogen jetzt auch immer mehr in Amerika ein. Die Französische Revolution hatte jetzt geordnete Züge angenommen, aber sie war jetzt militärisch darauf, neue Gebiete zu erobern. Oder gab es einen jungen, aufstrebenden, brillanten, begabten General? Sein Name war Napoleon Bonaparte. Eigentlich Bonaparte. Und er wurde 1796 beauftragt, einen Feldzug in Italien zu führen. Das tat er auch.

[1:10:22] So bekam er im nächsten Jahr, im Februar 1797, einen besonders delikaten und brisanten Auftrag. Er sollte Rom angreifen und den Papst absetzen. Und oben im Himmel werden einige Malak ihm, einige Engel Panik bekommen haben. Sie werden die Archive gesucht haben und festgestellt haben, dass das Papsttum seit 538 frei gemacht hatte. Wir werden gerechnet haben, gesagt haben: 1797, das 1259 Jahre, ein Jahr zu früh. Was sollen wir tun? Sondern war ein österreichisches Ami bringen und sie ihm in den Weg stellen. Das nicht schafft, sondern recht die Russen anordnen, dass sie irgendwie ihn noch aufhalten.

[1:11:10] Er kann man ja zu früh, aber sollte das irgendein Engel vorgeschlagen haben, wird Gott gesagt haben: "Was ab?" Napoleon kam nach oben, aber statt die Stadt einzunehmen und den Papst gefangen zu nehmen, hielt er es für geeigneter, einen Friedensvertrag mit dem Papst abzuschließen. Der dachte, es wäre schon alles vorbei.

[1:11:41] Die Armee zog sich wieder zurück. Hatten ja schon mal gesehen in Jerusalem, schon zweimal etwas unzufrieden darüber, dass ihr Befehl nicht ausgeführt worden war. Gab das französische Direktorium den Befehl erneut, aber diesmal nicht an Napoleon, sondern an jemanden, von dem man hoffte, dass er diesen Befehl wirklich ausführen würde. General Berthier erhielt am 1. Januar 1798 den Befehl, Rom anzugreifen, denn der Papst, erneut französische Abgesandte ermorden lassen und betriebsräte nicht oder zog Forum und kam im Februar dort an und wollte allen, die dem neuen Zeitalter aufgeschlossen sind, die Gelegenheit haben, aus der Stadt zu kommen. Er erwartete ein paar Tage, aber nur ein einziger Römer kam aus der Stadt heraus. Naja, dann hat er sich gedacht, so wird das nichts. Ist mit Waffengewalt in Rom einmarschiert, wo gerade Pius der Sechste sein 23. Thronjubiläum hatte. Man hat an die Tür geklopft, da ist niemand aufmachte, hat man die Tür einfach aufgebrochen und die französischen Soldaten drängen hinein. Nahmen den armen 83-jährigen Papst gefangen, setzten ihn ins Gefängnis, lösten den Kirchenstaat auf und plünderten den Kirchenschaft, gründeten die Republik Rom, hielten eine Rede und dann ließ Berthier verkündigen in seinem Armee-Befehl: "Jede weltliche Autorität des Papstes ist unterdrückt und er wird sofort keinerlei Funktion mehr ausüben." Selbst sein Ring der Sicherung, der immer an seiner Hand gewesen war und er von einem Papst zum nächsten weitergegeben wurde, der die apostolische Sukzession, die Abfolge aller Päpste garantierte, die wurde ihm mit Gewalt abgerissen.

[1:13:47] Aus Gründen, die niemand kennt, außer die Prophezeiung, hat der Papst diesen Ring ein paar Tage später wieder zurückbekommen, aber wurde abtransportiert im Gewitter und Regen. 7 Uhr morgens. Ganz Rom war auf den Beinen, einige haben geweint, die anderen waren hoch erfreut. Er wurde zwischengelagert in einer Stadt, die in Italienisch Inferno, Hölle heißt und dann nach Frankreich ab deportiert, wo er ein Jahr später starb. Die Prophezeiungen hatte sich präzise erfüllt. Die dreieinhalb Zeiten, die 1260 Jahre, waren auf das Jahr genau in Kraft getreten und hatten sich erfüllt. Und jetzt war das war der Katholizismus ohne staatstragende Autorität mehr. Der Protestantismus hatte plötzlich einen großen Vorteil.

[1:14:47] Und in jener Zeit war die Zeit, von der Jesus sprach, als er schrieb, schreiben ließ, und im Engel der Gemeinde in Sachen zu schreiben: "Du hast den Namen, dass du lebst, protestantisch, evangelisch, und bist doch tot. Werde wach, habe eine Erweckung und stärke das übrige, das den Begriff steht zu sterben. Denn ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor Gott." Es gab noch so viel mehr zu entdecken. Ja, die Produkte hatten Erweckung erlebt. Ja, sie hatten Menschen zu Christus geführt, aber zum Teil mit Lehren, die mehr Angst als echte Liebe erzeugt hatten. Da war mehr Rechtgläubigkeit als Gerechtigkeit. Es brauchte noch eine echte Erweckung, eine, die nicht nur die Irrtümer Roms beseitigt, sondern die den wahren Charakter Gottes in den Gläubigen widerspiegeln würde.

[1:15:46] Wenn du nicht wachst, werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht erkennen, zu welcher Stunde ist über dich kommen werde.

[1:15:55] Über jene Erweckung hatte Johannes einiges gesehen. Hat einen starken Engel vom Himmel herabsteigen sehen, bekleidet mit einer Wolke und ein Regenbogen war auf seinem Haupt. Sein Angesicht war wie die Sonne und seine Füße wie Feuersäulen. Jesus Christus selbst würde diese große Erweckung initiieren. Er, der in Wolke und Feuersäule sein Volk aus der Mühle aus Ägypten durch die Wüste bis ins Gelobte Land geführt hatte. Er würde jetzt sein Volk durch die Wüste jener Zeit hindurch führen, bis in das Gelobte Land. Bisher wiederkommen würde er den Regenbogen als Zeichen seines Bundes in die Wolken gesetzt hatte, würde mit seinem Volk sein. Er würde seinen Bund nicht brechen, sondern seinen Bund, den neuen Bund, erklären, was es bedeutet, das Gesetz Gottes, die Liebe Gottes im Herzen zu haben. Und er, diese Engel, hielt in seiner Hand ein offenes Büchlein und er setzt seine rechten Fuß auf das Meer, den linken aber auf die Erde.

[1:16:56] Was war dieses offene Büchlein, das 1798 plötzlich geöffnet wurde? Hatte nicht Daniel zur Zeit von Cyrus, als die ersten Juden zurückgegangen waren nach Jerusalem, und er noch einmal, dass die Geschichte des Volkes Gottes gesehen hatte, ihn immer verwirrender werdenden Visionen hatte er den Auftrag bekommen, dieses Buch, das er geschrieben hatte, zu versiegeln. "Du, Daniel, verschließe diese Worte und versiegel das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden darin forschen und die Erkenntnis wird zunehmen." Und dann hat er gefragt: "Wie lange dauert es bis zu diesem Ende?" Eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit. Genau dieselbe Zeitperiode, die dem Papsttum gegeben worden war. Mit anderen Worten, wenn das Papsttum fällt, wenn diese lange Zeit der Verfolgung endlich zu Ende ist, dann ist die Zeit des Endes. Dann öffnet sich das Buch. Tage, dann kann man die Prophezeiung, die dort geschrieben stehen, die dem Daniel und allen anderen Kopfzerbrechen gemacht hatten, dann würde man sie verstehen können.

[1:18:05] Und so, so, so sah Johannes jenen Engel, Christus selbst mit dem geöffneten Büchlein. Und er rief mit lauter Stimme, wie ein Löwe brüllt. Und dieses Brüllen des Löwen, dieses laute Rufen wurde es sofort hörbar auf der Erde. Noch im selben Jahr, als der Papst gefangen genommen worden war, gab es die ersten Christen in England, die bemerkten, dass damit sich die Prophezeiung erfüllt hatte. Andrew Cundall zum Beispiel in der "Science of the Times". Er sagte: "Die Zeichen der Zeit haben sich erfüllt. Babylon ist gefallen. Das Papsttum ist, genau zu dem Zeitpunkt, wo die Prophezeiung des Wahl gesagt hatte, gefallen." Und plötzlich begann ein Interesse am.

[1:18:49] Und plötzlich begann ein Interesse am Buch Daniel, wie es in all den Jahrhunderten nicht zuvor erlebt worden war. Man entdeckte, dass das Prinzip, von dem Hegel gesprochen hatte, wirklich präzise war. Und überall in England begann man, die Prophezeiung zu studieren, nicht nur Daniel 7, sondern auch Daniel 8.

[1:19:12] Zeit für den Satan, unbedingt wieder ein Manöver zu bringen. Und das kam. Die Theologen jener Zeit begannen sich für die Aufklärung mehr zu interessieren als für die Prophezeiung, für die Philosophie des vergangenen Jahrhunderts, mehr als für das, was Gott jetzt tun wollte. Friedrich Schleiermacher und andere begannen mit der Kritik an der Bibel, und das nicht mehr für wahr halten von Glaubenslehren. Einzug zu halten in das Christentum. Die liberale Christenheit wurde jetzt zum Standard an Universitäten. Vorreiter war übrigens die Universität von Tübingen, die sich einen Namen darin machte, ungefähr alles an der Bibel zu kritisieren, was man nur kritisieren konnte.

[1:20:03] Im selben Jahr wurde ganz geheimen oder dem Schutz der Österreicher ein neuer Papst gewählt, Pius der VII. Aber die Erweckung nahm echte Zögerung nicht nur in England, sondern vor allem in Amerika, wo 1801 in Kentucky die zweite riesige Erweckungsbewegung begann, seit der ersten 1730. Währenddessen griff Napoleon, der erfolgreich Feldzüge nicht nur in Italien, sondern in Ägypten geführt hatte, nach der Macht. Gegen den Widerstand des Direktoriums wurde er zum de facto Alleinherrscher. 1801 zog er nach Italien und führte neue Kriege und wurde immer mächtiger.

[1:20:54] Im selben Jahr starb in Italien ein Mönch. Er war ein Jesuit gewesen, aber im Kontrast zu den Jesuiten, die über die Offenbarung seltsame Dinge geschrieben hatten, hatte er die Offenbarung wirklich studiert. Seit der Jesuitenorden verboten worden war, wusste er nicht, was er tun sollte und hatte sich zurückgezogen. Er wollte endlich einmal die Offenbarung richtig verstehen. Zum Glück hat er weder Rivera noch Alcazar gelesen. Er hat irgendwann alle Kirchenväter beiseite gelassen und lag. Und so war sein Name.

[1:21:30] Begann die Bibel sich selbst auslegen zu lassen. Er hat nicht viel verstanden von den Prophezeiungen, aber eine Sache fiel ihm deutlich auf: das, was mittlerweile fast alle glaubten, das tausendjährige Friedensreich, sowie mit Baby gesagt hatte, dass wir uns in Jesus kommt vor den 1000 Jahren und Jesus kommt sehr bald. So schrieb er ein Manuskript. Er wagte es nicht zu drucken und er wagte nicht, seinen eigenen Namen darunter zu setzen, aus Angst vor der Inquisition. Er nannte sich besser und gab vor, ein Jude zu sein. Und so schrieb er laut "Der Messias ein Gloria ist die Ankunft des Messias in Herrlichkeit und Majestät". Dieses Manuskript, obwohl nicht einmal gedruckt, wurde abgeschrieben und wieder abgeschrieben, sowie die Manuskripte des Neuen Testaments in alter Zeit und verbreiteten sich nicht nur in Italien, sondern ganz Südamerika und Spanien.

[1:22:33] In jener Zeit wurden Bibeln verbreitet wie nie zuvor. Bis dahin hat es nur wenige Bibelübersetzungen gegeben, doch plötzlich wurden alle möglichen Sprachen die Bibel übersetzt. 1804 entstand die britische Bibelgesellschaft und viele folgten. Fast jedes Jahr kam eine neue Bibelgesellschaft hinzu. Es war, als ob Gott in dieser neuen Erweckung die Welt fluten würde mit dem Wort Gottes.

[1:22:57] Derweil kauften sich die amerikanischen Staaten, die United States, Land nicht ein bisschen Land, sondern so viel Land, dass sie ihr Gesamtterritorium mehr als verdoppelten. Der gesamte mittlere Westen wurde von den Franzosen verkauft, heute würde man sagen, für einen Appel und ein Ei. Niemand hatte das Land bisher gesehen und es mussten erst mal Delegationen aus geschickt werden, dieses Land erkundeten. Aber aus dem kleinen, unbedeutenden Amerika wurde, zumindest flächenmäßig, jetzt ein ziemlich großer Staat.

[1:23:33] Im selben Jahr, 1804, ließ sich Napoleon krönen, aber nicht vom Papst, sondern von sich selbst. Der Papst war zwar anwesend, aber anders als bei Karl dem Großen, war er nur als Zuschauer gegenwärtig. Napoleon setzte sich die Krone selbst auf und hatte ein Ziel: Nach Jahrhunderten der Teilung Europas wollte er endlich Europa vereinigen. Ein Reich, eine Währung, ein Glaube, all das hat er sich vorgenommen und seine Armee zogen ihm hinterher von Sieg zu Sieg, sowie hier 1805 in der Drei-Kaiser-Schlacht bei Austerlitz, einem seiner brillantesten Siege. Und wenn er nicht die Seeschlacht von vier Völker verloren hätte, er hätte wahrscheinlich alle Weltmeere beherrscht. Doch dieses Vorrecht kam jetzt den Briten zu.

[1:24:30] Zu dessen zog er zu Lande immer weiter. Nach dem Sieg bei Jena und Auerstedt war er auch schon in Berlin 1806 und ein Staat nach dem anderen fiel unter die Kontrolle Napoleons. 1806 ging um Eindruck dieser Ereignisse das Heilige Römische Reich zugrunde. Es hatte ja hunderte die stabile Funktion im Zentrum Europas ausgelöst, ausgefüllt, aber jetzt war es einfach nicht mehr existent. Nachdem fast ganz Europa unter seinen Händen war, da fehlte ihm nur noch Russland. Und einer halben Million Soldaten machte er sich auf den Weg und er kam bis nach Moskau.

[1:25:18] Die Russen hatten sich immer weiter zurückgezogen, immer weiter in das Land, und hatten es selten zu einer Schlacht kommen lassen. Nur ein einziges Mal bei Borodino, Napoleon knapp gewinnen konnte und er verfolgte die Russen immer weiter und die setzten dann Moskau in Flammen, so dass er dort nicht überwinden konnte. Er musste zurück und von der halben Million Soldaten kehrten 4500 Soldaten lebend zurück. Ein unfassbares Desaster.

[1:25:55] Und mit jedem Schritt, den sein deprimiertes Heer in den Schnee tat, bestätigte sich erneut das, was Daniel dem König Nebukadnezar zugesagt hatte: Sie werden nicht zusammenhaften. Karl der Große hat es nicht geschafft, alle die Königshäuser mit ihrer Heiratspolitik hatten es nicht geschafft, und Napoleon war grandios brutal, deprimierend gescheitert.

[1:26:23] In jener Zeit, als ganz Europa jetzt damit beschäftigt war, Napoleon wieder loszuwerden und das Joch abzuschütteln, dachten sich die Amerikaner, es wäre doch eine gute Gelegenheit, jetzt, wo die Briten so sehr mit Napoleon beschäftigt sind, vielleicht ihre Kolonie Kanada zu erobern. Und so begannen sie den Krieg 1812 gegen die britische Kolonie in Kanada. Und obwohl die zahlenmäßig fast immer überlegen waren, verloren sie quasi jede Schlacht, ziemlich blamabel für die junge Nation. Sie konnten nicht mal die wenigen tausend Soldaten, die doch als Schutztruppe zurückgeblieben waren, besiegen. Und eine Blamage häufte sich an die nächste.

[1:27:09] 1812 im selben Jahr ist von Amerika der erste amerikanische Missionar ausgesandt worden. Sein Name war Don Jackson. Er hatte sich vorgenommen, wie Carey, nach Indien zu gehen, aber das scheiterte dann. Und so kam er nach Burma, Burma und lernte dort unter größten Qualen die burmesische Sprache, eine der schwersten der Welt, um die Bibel dort übersetzen zu können. Und wie viele vor und mit und nach ihm, gehörte zu jener Generation an Pionieren, die keine Schwierigkeiten gescheut haben, das Evangelium in ferne Länder zu bringen.

[1:27:48] Derweil hatte sich ganz Europa zusammengerottet, um Napoleon, der wie eine Urgewalt den ganzen Kontinent erobert hatte, zu besiegen. 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig wurde diese Allianz mit Erfolg gekrönt. Napoleon wurde besiegt.

[1:28:07] 1814 auf dem Kongress in Wien sollte Europa wiederhergestellt werden. Sogar der Papst bekam wieder seinen Kirchenstaat zurück. Hat nichts. Johannes auf Patmos gesehen, dass dort die Wunde heilen würde. Und jetzt wendete sich das Blatt in Amerika. Dieselben Briten, die vorher nur wenige tausend Soldaten in Kanada hatten, zurückgestellt, beim Lassen hatten, jetzt nach dem Sieg über Napoleon, plötzlich alle Ressourcen, um diese stänkernden Amerikaner so richtig zu bestrafen.

[1:28:45] Und jetzt kamen die Briten mit ihrer kampferprobten, gegen Napoleon bewährten Europa nach Amerika. Und den USA rutschte das Herz in ihre Hosen. Plötzlich waren sie der David und die Briten da Goliath. Und plötzlich drohte diese junge Nation schon beinahe wieder erobert zu werden.

[1:29:13] Es war 1814, als bei Plattsburgh auf dem Lake Champlain die großen Kriegsschiffe Britanniens sich gegen die Kriegsschiffe Amerikas stellten. Oder das geschah ein buchstäbliches Wunder. Obwohl in einer unfassbaren Minderzahl, konnten die Amerikaner zum ersten Mal gewinnen und den Sieg über die Briten erringen. Das war mit keiner Logik zu erklären. In einem Zeitalter, als alles logisch, vernünftig, plausibel gemacht werden konnte, so dachte man, konnte niemand eine Erklärung dafür finden, warum die Amerikaner zwei Jahre lang jede Schlacht in Überzahl verlieren und dann in Unterzahl gegen die Kriegshelden aus Europa gewinnen. Das macht überhaupt keinen Sinn.

[1:30:08] Und einer, der in diesen Gefechten Platz wäre, beinahe gestorben wäre, wenn die Munition etwas näher an ihm explodiert wäre, der machte sich darüber Gedanken. Er war ein kluger und belesener Mann, obwohl er nur ein Bauer war. Er hatte, so wie die meisten, aufgrund des Deismus und der Philosophie von Voltaire und von Lessing und all denen angenommen, aber es ließ ihm keine Ruhe, dass das, was er selbst erlebt hat auf dem Schlossplatz von Plattsburgh, nicht mit Logik erklärt werden konnte.

[1:30:49] Sein Name war William Miller. Und Tag und Nacht grübelte er über die Frage des Schicksals. Gibt es jetzt einen Gott, der die Geschicke der Nationen lenkt, oder war das alles nur Zufall? Sind die USA vielleicht doch eine Nation, die Gott wie ein Licht haben möchte, wie eine Stadt, die auf dem Berg ist und ihr beschützt hat, trotz ihrer etwas überalterten Aktionen.

[1:31:18] Also über das Schicksal nachdachte er. Eilte auch Napoleon das Schicksal. Als der von seiner Verbannung aus Elba noch einmal zurückkehrte, für 100 Tage die Macht an sich riss und auf den Feldern Belgiens bei Waterloo geschlagen wurde. Diesmal hatten sie nichts, diesmal haben sie nicht in das Mittelmeer verbannt, sondern eine ferne Atlantikinsel, St. Helena, dass er nie wieder zurückkommen.

[1:31:52] Und Miller begann die Bibel zu lesen. Er hatte ausgefallen eine Predigt im Gottesdienst vorgetragen. Damals wurden viele Predigten einfach schriftlich formuliert und dann von Laien vorgelesen. Und weil niemand anders da war, hat er seine gläubige Frau zuliebe das getan. Und beim Lesen einer vorgefertigten Predigt, die er anderen predigen sollte, war sein Herz berührt worden. Und er versuchte, der Bibel eine Chance zu geben. Und er las und er traf seinen Erlöser. Es schrieb selbst. Es war ihm, als würde er sich dem Jesus einfach in die Arme werfen und genau das finden, wonach er immer gesucht hatte.

[1:32:35] Und als seine Freunde, die alle noch der ersten waren, wollte rückwärts gelesen hatten und kannten, fragten ihn, wie es denn sein könne, dass er allein Buch Glaube, dass voller Widersprüche sei. Entweder sich die Bibel einmal komplett durchzulesen und jeden Vers verstehen zu wollen. Und er begann ein systematisches Bibelstudium. Und als das tat, entdeckte er interessante Dinge.

[1:33:03] Johannes hatte gesehen und die Stimme, die aus dem Himmel sprach, hatte redete nochmals sprach: Gehe hin, nimm das offene Büchlein in der Hand des Engels, der auf dem Meer oder auf der Erde steht. Ich ging zu dem Engel und sprach: Gib mir das Büchlein. Miller begann genau dieses geöffnete Büchlein, das schon längst studiert wurde in England und vielen anderen Plätzen. Er begann es zu studieren, der bekannt Daniel verstehen zu wollen.

[1:33:34] Die Offenbarung hatte geschrieben: Er sprach zu mir: Nimm es und iss es auf, und es wird dir bitterkalt im Bauch verursachen, in deinem Mund aber wird es süß sein wie Honig. Und je mehr er in der Bibel las, desto mehr Freude macht es ihm. Und entdeckte, dass alle Prophezeiungen in der Vergangenheit lagen, sich alle erfüllt haben. Und das fragte sich, was mit der Prophezeiung der Wiederkunft sei. Hatte nicht Jesus gesagt: Er kommt wieder. Er hatte das nicht allegorisch, nicht metaphorisch, nicht einfach als Symbol gesagt. Er hat eine buchstäbliche Wiederkunft vorhergesagt. Würde die nicht auch zu erwarten sein?

[1:34:13] Und als er darüber nachdachte, entdeckte er, dass die Wiederkunft tatsächlich sehr bald sein müsste, nicht erst in über 1000 Jahren. Eine buchstäbliche Wiederkunft vor dem Millennium. Und es war, als ob ihm die Schuppen von den Augen fielen.

[1:34:33] Entdeckte noch etwas, nämlich, dass das Volk Israel, von dem viele Christen glaubten, dass es doch eine wichtige Rolle in der Endzeit zu spielen hatte, dass das in der Prophezeiung der Zeit des Endes keine Rolle mehr spielen würde. Also diese beiden Dinge durchdachte, dass Jesus vor dem Millennium kommen wird und dass man auch nicht mehr darauf warten muss, dass erst alle Juden nach Israel zurückkehren.

[1:34:57] Dann kam in seinem Kopf diese Frage: Woran erkenne ich dann? Woher weiß ich dann, wenn Jesus wiederkommt? 1000 Jahre Frieden werden ihn nicht einläuten. Eine Rückkehr der Juden wird auch nicht das Zeichen sein. Was wird das Zeichen sein? Woher weiß ich, dass Jesus wiederkommt?

[1:35:11] Und denkt und entdeckte in Daniel diese Prophezeiung bis zu 2300 Abende. Und morgen dann wird das Heiligtum gerechtfertigt oder in seiner King James Bibel: "glänzt gereinigt werden". Als ich gefragt, was das bedeutet, was ist dieses Heiligtum? Einen Tempel in Israel gab es nicht mehr. Deutschland, ja, mittlerweile der Felsendom. Er wusste auch aus der Bibel, dass es ein Heiligtum im Himmel gibt, aber das konnte ja nicht gemeint sein, weil das muss ja nicht gereinigt werden.

[1:35:48] Oder aber er hatte zwei relativ obskure Verse im Alten Testament gefunden, in der die Erde als Heiligtum bezeichnet hat. Und immer, wenn er in Predigten gehört hatte zum Thema Heiligtum, waren auch diese Verse zitiert worden. Es war etwas, was viele glaubten.

[1:36:06] Zu jener Zeit hatte nicht Gott die Erde geschaffen, um ein Beweisstück zu sein im großen Kampf. Und überlegte er, wenn die Erde gereinigt wird, wodurch 14 gelandet ist, ist nicht schon einmal gereinigt worden durch Wasser? Aber geheißen, dass es nie wieder durch Wasser gereinigt werden würde. Es gab nur eine Möglichkeit. Wenn es keine Reinigung durch Wasser ist, dann muss es die Reinigung durch Feuer sein. Johannes der Täufer hat eine Taufe des Wassers gepredigt und Jesus eine Taufe des Feuers. Die Erde war schon einmal durch Wasser gereinigt worden. Jetzt wurde sie durch Feuer gereinigt werden, wenn Jesus wieder kommt.

[1:36:51] Es war also die Frage nur noch im Raum: Wann beginnen oder wann enden diese 2300 Abende? Und morgen 2300 Tage, die nach Risiken 2300 Jahre sein sollten. Da hatte sich damals schwer den Kopf darüber zerbrochen und so auch wollen wir Miller.

[1:37:15] Und erinnerte sich daran, dass derselbe Gabriel, der damals diese Prophezeiung gegeben hatte und erklärt hatte in Daniel 9, noch einmal wieder gekommen war. Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lernen. Als du anfängst zu beten, er ging ein Wort und ich bin gekommen, es dir zu verkündigen. Und es war, als ob dieses geöffnete Büchlein plötzlich zwei Dinge zusammenbrachte, die schon immer zusammengehört haben, die aber niemand vorher zusammen gesehen hatte.

[1:37:53] War der Engel in Daniel 9 vielleicht einfach deswegen gekommen, um Daniel 8 zu erklären? Hatte der englische sagt er: "Du bist ein vierter Mann zu acht auf das Wort und fest stehe das Gesicht." Das Gesicht, das er vor nicht verstanden hatte, das Gericht, über das Daniel sich den Kopf zerbrochen, wer andere gefragt hatte und niemand konnte ihm helfen. Mit heißem Kopf überlegte, was das bedeuten könnte.

[1:38:19] Denn eine neue Klangfarbe: Acht es dann. Sind die beiden Prophezeiungen, die Zeiten eigentlich zusammen? Wenn deine neuen gab es auch eine Zeit-Prophezeiung, die für Israel war, nämlich von 70 Wochen, 94 Tage, 490 Jahre. 94 Jahre waren bestimmt für Israel. Er wusste, das Volk Israel spielt jetzt keine Rolle mehr.

[1:38:42] Das heißt, von den 2300 Tagen waren 490 Tage für Israel bestimmt. Von den 2300 Jahren waren 490 Jahre zu Israel bestimmt. Das war die Erklärung. Es war nur eine Prophezeiung und demzufolge musste sie nur einen Anfang haben, von dem Erlass der Videos des Befehls, sowie der Herstellung zum Aufbau Jerusalems.

[1:39:03] Wie wird er zur Bibliothek gerannt sein und die Geschichtsbücher rausgeholt haben und gesucht haben, studiert haben? Er wurde fündig. Zurzeit von Esra war der Befehl gegeben worden, nicht nur den Tempel, sondern ganz Jerusalem wieder aufzubauen, obwohl das erst später dann vollendet worden ist. Der Befehl erging 457.

[1:39:28] Und jetzt war er fast am Ziel. Irgendwo auf seinem Schreibtisch mit seiner King James Bibel oben offen bei den acht oder bei deinen neuen und den Geschichtsbüchern. Überall hat er einen Zettel genommen und hat 457 aufgeschrieben. -457 und dann 2300 addiert und mit zitternder Hand geschrieben: 1843.

[1:40:02] Einmal auf den Kalender geschaut. Wir jetzt 1818. Nochmal gerechnet, das noch 25 Jahre. Jesus kommt jetzt 25 Jahren. Die Kinder seien, während meine Kinder noch heiraten können. Das hat ihn ziemlich überwältigt.

[1:40:35] Oder hat sich entschlossen, das zu tun, was man am besten tut, wenn man etwas Revolutionäres rausfindet: Erst einmal gar nichts. Nochmals zurückgehen, nochmal Daniel 8 lesen. Habe ich irgendetwas falsch gelesen? Noch mal Daniel 9 lesen, noch mal die Geschichtsbücher durchsetzen. Vielleicht gibt's ja irgendein anderes Datum.

[1:40:59] Ja, so und dort in seinem auf seiner Farm hat das studiert und nochmal geprüft. Ist denn das wirklich, dass die Wiederkunft vor dem Millennium ist und wenn die Juden wirklich nichts damit zu tun haben? Alles, alle Leute, die glauben immer, dass die Juden erst nach Jerusalem müssen, nochmal geprüft.

[1:41:21] Er hatte keine Ahnung, dass während er dort in seiner Scheune saß und schrieb und nachdachte, dass in England schon Hunderte Menschen Bücher schrieben, Predigten hielten, Clubs gründeten und sagten: Jesus kommt 1843 wieder.

[1:41:40] Er hatte keine Ahnung, dass ein deutscher Jude, der mittlerweile Brite geworden war, Josef Wolff, der mittlerweile sogar in Palästina und in Syrien und in der Türkei und in Ägypten genau das verkündete: Die Erweckung war längst da. Der Löwe brüllt schon sehr deutlich.

[1:42:01] Wolf zog von Ort zu Ort und er fand überall Zeugnisse darüber, dass diese Idee, dass Jesus in den 40ern wiederkommen würde, selbst den Einheimischen in Mesopotamien bekannt war.

[1:42:19] Zweiter Zeitung hörte der Neuerung. Kratzen 25 wurde die Eisenbahn erfunden und 1826, ohne dass Miller irgendetwas davon wusste, trafen sich alle die Theologen, all die Prediger und Verkündiger in England in der Elberpark Konferenz. Sie kamen alle zusammen, Cunningham und Irving und Wolff und wie sie alle hießen. Und sie brachten ihre Ergebnisse zusammen. Einige glaubten, dass Jesus 1843 kommt, einige glauben, dass er 1847 kommt. Einige hatten schon 1844 als Datum ins Spiel gebracht, weil sie alle glaubten, dass vorher die Juden noch nach Palästina kommen müssen.

[1:43:00] Und jedes Jahr trafen sich 1826, 1827, 1828 die garben große Bücher raus und und Zeitschriften und Berichte. Und Wolfgang wieder in den mittlerweile fernen Osten. Er zog nach Buchara, nach Turkmenistan, wohl unter Gefahr für Leib und Leben, mitten in Buchara in der Physis damals, ist in der Stärke des Islam. Christus und die Wiederkunft verkündigte er. Er ging nach Afghanistan und wäre beinahe in einem Dorf irgendwo bei Kabul verbrannt worden, dafür, weil er nicht den richtigen muslimischen Gruß wusste. Er ging nach Indien und überall, wo er hinkam, predigte: Jesus kommt gegen 1843 wieder.

[1:43:45] Währenddessen war es Edward Irving, der in England so begeisternd darüber predigte, dass in seinen Predigten man Eintrittskarten kaufen musste, um überhaupt einen Sitzplatz zu bekommen. Und damals waren es nicht nur 300 oder waren Tausende in der Kirche. In Schottland hat er vor 15.000 draußen gepredigt und 20.000. Die ganze Welt schien davon zu hören: Jesus kommt bald wieder.

[1:44:15] Zeit für den Satan, ein Manöver zu starten. 1830 begann Irving Phänomenen zu begegnen in Schottland, Leuten, die anfingen, seltsame Sprachen zu sprechen, die keiner verstehen konnte. So eingeladen und er hielt es für die biblische Zungenrede, wiegen auch andere merkwürdige Dinge zu predigen. Und innerhalb von Monaten implodierte die gesamte britische Adventbewegung, weil man sich über diese Dinge zerstritt. Er und einige Anhänger gründeten dann eine neue Kirche. Er starb sehr früh und hat die meisten aus Willis.

[1:44:58] sehr früh und hat die meisten davon nicht mehr mitbekommen. Im selben Jahr brach in Europa die Revolution erneut aus. Wieder war es Frankreich, und George Cuvier schrieb in seinem Buch über die Prinzipien der Geologie, dass die Erde wahrscheinlich und sehr alt ist, viel älter als Usher damals ausgerechnet hatte. Statt tausenden, man wahrscheinlich in zehntausenden, hunderttausenden, millionen Jahren rechnen müsste.

[1:45:29] Wenn man sich die Schichten der Erde anschaut, in Amerika war die Erweckung noch sehr stark. Charles Finney begann mit großem Eifer, die Erweckung am Leben zu halten. Tausende bekehrten sich, aber auch hier gab es neue Bewegungen. Im selben Jahr wurde das Buch Mormon veröffentlicht, angeblich ein Bericht von Israeliten, die nach Amerika gekommen sein. Es war das Jahr 1830. Die Welt schien kopfzustehen. Jesus würde bald kommen, so war es überall gepredigt worden.

[1:46:09] Und Müller saß noch immer in seiner Scheune und dachte nach. Aber wer jemals gegangen ist, das werden wir morgen früh im Rahmen des Gottesdienstes sehen. Daniel hat Dinge gesehen, die er nicht verstanden hat. Größtenteils war es ihm alles ein Mysterium. Aber all diese Dinge hat Daniel gesehen, damit wir sie verstehen können. Die alten Worte, die "ancient words" sind nicht nur dazu da, dass wir sehen: "Aha, so ist das früher gewesen." Sondern das Wort Gottes hat eine Kraft, eine prophetische Kraft, die die Jahrhunderte hindurch dringt.

[1:46:53] Wir haben gesehen, dass der letzte, der in der Bibel geschrieben hat, Johannes, dass der um 100 nach Christus gestorben ist. Seit dieser Zeit gab es keine neuen Offenbarungen in biblischen Büchern. Aber trotzdem ist Jahrhundert für Jahrhundert das passiert, was verschiedene Prophezeiungen an verschiedenen Stellen für bestimmte Zeitalter vorhergesagt waren.

[1:47:12] Alles, was wir tun müssen, ist, die Bibel nehmen und sie systematisch lesen. Nicht nur hier und dort mal aus Interesse mal einen Psalm zwischendurch, sondern mit einem echten Interesse daran, Wahrheit zu finden. Wahrheit für mein Leben, Wahrheit für meine Zeit, Wahrheit für das, was in der Zukunft auf mich zukommt.

[1:47:38] Und heute Abend möchte ich uns alle dazu auffordern, insbesondere der Prophetie, den Büchern Daniel und Offenbarung, die so viel mit unserer heutigen Zeit, mit der Zeit des Endes zu tun haben, wie wir auch morgen noch sehen werden, mehr Zeit einzuräumen. Gott hat diese beiden Bücher benutzt, um die letzte große Erweckung seiner Gemeinde, der Christenheit, herbeizuführen.

[1:48:08] Und wenn wir vielleicht in unserem Leben das Gefühl haben, wir bräuchten mal wieder so einen Wachstupsur, etwas, das uns wieder ein bisschen zum Leben erweckt, dann wird es feste sein, die Bücher, dann Offenbarung, immer unter dem Blickwinkel von Jesus Christus zu lesen, der sie inspiriert hat, der das Zentrum dieser Prophezeiung ist und der in diesen Prophezeiungen zeigt, wo wir stehen und was auf uns zukommen wird.

[1:48:35] Bei der Märkte die Frage stellen: Wer von uns es sich ernsthaft überlegen möchte, ernsthaft vornehmen möchte, diese Prophezeiungen, Daniel, Offenbarung, das Wort Gottes, das von unserer Zeit im Besonderen spricht, mehr zu seinem eigenen persönlichen Studium zu machen, sich mehr dafür zu interessieren, mehr darüber zu lesen und dann auch vor allem danach zu leben.

[1:48:58] Er sagt, das würde ich mir auf jeden Fall heute Abend neu vornehmen wollen. Dann lasst uns gemeinsam noch beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns heute gezeigt hast, dass dein Wort besteht. Auch wenn immer wieder Menschen aufgetreten sind, die gesagt haben, es ist zu unwahrscheinlich, es ist zu unlogisch, es ist zu unglaubhaft, zu primitiv oder sonst etwas.

[1:49:27] Hast du Zeitalter für Zeitalter, Generation für Generation gezeigt, dass dein Wort steht. Und auch Napoleon mit all seiner Armee und all seiner Brillanz und als einem Genie hat an dem Wort Gottes nicht rütteln können, weil die Zeitalter der Verfolgung im Mittelalter haben am Wort Gottes nicht rütteln können. Man all die Philosophie und Weisheit von Menschen daran nichts ändern können, weil du, Gott, dich nicht änderst.

[1:49:56] Und heute stehen wir hier. Wir wissen aus dem, was die Prophezeiung uns zeigen, dass die Zeit des Endes da ist. Das ist nicht mehr ewig so weitergehen wird.

[1:50:08] Wir möchten dich bitten, dass du auch zu uns sprichst durch ein prophetisches Wort, dass wir in immer unsicherer werdenden Zeiten wissen dürfen, dass du alles in der Hand hältst und dass dein Wort eine verlässliche Anker, eine verlässliche Richtschnur und dein Licht auf unserem Weg ist. Habe Dank dafür, Jesus.


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