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In dieser Episode von „Weltengeschichte“ taucht Christopher Kramp tief in die Zeit nach der Sintflut ein und beleuchtet die Entstehung verschiedener Kulturen und die Verbreitung der Menschheit. Er beantwortet spannende Fragen zu biblischen Jahreszahlen, der Dauer von Adams Einsamkeit und den Konsequenzen des Sündenfalls. Außerdem werden die Ursprünge von Technologien und die Überlieferungen alter Zivilisationen thematisiert, die erstaunliche Parallelen zur biblischen Geschichte aufweisen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Weltengeschichte (Vortragsreihe über die Reihenfolge der biblischen Ereignisse)

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Transkript

[0:26] Vierte Episode von Weltengeschichte. Herzlich willkommen auch allen, die jetzt live zugeschaltet sind auf weltgeschichte.de oder auf Joelmedia TV.

[0:34] Wie wir es gerade schon gehört haben, haben wir etliche Fragen bekommen, die wir derzeit gar nicht alle beantworten können. Wir werden nur einige ausgewählte hier ansprechen. Alle, die heute hier ihre Antwort nicht bekommen, werden dann per E-Mail die entsprechenden Antworten bekommen.

[0:49] Eine erste Frage ist sehr einfach und doch sehr wichtig: Wie kommt man auf all diese Jahreszahlen? Wir haben vorgestern Abend solche Daten gehabt, wie das Jahr 235, dann ist der und der geworden, das Jahr 325. Wie kommt man darauf?

[1:09] Und die Antwort ist, wie gesagt, relativ simpel: durch einfache Addition in den Geschlechtsregistern. Wer sich mal in 1. Mose Kapitel 5 in diese Geschlechtsregister hinein vertieft, der wird feststellen, dass dort viele Jahreszahlen oder Jahresangaben gegeben sind. Heißt es zum Beispiel: Adam war 130 Jahre alt, da zeugte er seinen Sohn Set. Und dann heißt es ein paar Verse später: Und Set lebte 105 Jahre. Da zeigt er den 230 plus 105 ergibt einfach 235. Und so kann man das immer weiter addieren.

[1:43] Und es gibt vielleicht dahinter die Frage, ob man das so einfach machen kann. Es gibt aber die Theorie, dass diese Geschlechtsregister Lücken enthalten. Und es stimmt, dass in der Bibel manche Geschlechtsregister tatsächlich Lücken enthalten, allerdings nur Geschlechtsregister ohne Jahreszahlen, ohne Jahresangabe. Und die mit Jahreszahlen versehenen Geschlechtsregister sind immer direkt aufeinander bezogen, so dass man wirklich auch rechnen kann und darf.

[2:12] Die zweite Frage, ebenfalls ganz interessant: Wie lange war Adam allein vor der Erschaffung von Eva? Ganz genau kann ich nicht sagen, aber ich kann es ziemlich genau eingrenzen. Es können nur einige Stunden gewesen sein, weil Adam am sechsten Tag der Schöpfung geschaffen worden ist und seine Frau ebenfalls. Er wird wohl ein bisschen Zeit gebraucht haben, die Tiere zu benennen, aber es wird, wie gesagt, sich im Bereich der Größenordnung von Stunden gehandelt haben.

[2:41] Nächste Frage: Was wäre passiert, wenn Adam und seine Frau Eva nicht vom Baum des Lebens gegessen hätten? Wir haben gelernt, dass Adam und Eva nicht Leben in sich selbst hatten und dass sie, um ewiges Leben fortwährend haben zu können, immer wieder sozusagen nachtanken mussten vom Baum des Lebens. Was wäre also passiert, wenn sie davon nicht gegessen hätten?

[3:02] Die Antwort ist ebenfalls eigentlich recht simpel: Sie wären gestorben, weil der Mensch kein Leben in sich selbst hat. Er ist nicht unsterblich in sich selbst. Er hat das Leben von Gott und nicht vom Baum des Lebens. Davon zu essen hätte bedeutet, sich gegen Gottes Anweisung davon zu essen zu wehren.

[3:28] Interessanterweise wird in den heiligen Schriften, in der Bibel, der Baum des Lebens auch verglichen mit der Weisheit. Er hat zum Beispiel in den Sprüchen: Weisheit ist ein Baum des Lebens. Sich gegen den Baum des Lebens zu entscheiden, wäre sozusagen eine Entscheidung gegen die Weisheit. Das wäre sehr dumm gewesen, im besten Sinne des Wortes. Und in dem Fall wären dann, es wäre eine andere Art von Rebellion gewesen. Es gibt die Rebellion, dass man Dinge tut, die man nicht tun soll, aber dann gibt es auch die Rebellion, dass man Dinge nicht tut, die man tun muss. Und wir werden das auch am nächsten Wochenende noch ein bisschen ausführlicher kennenlernen.

[4:01] Dann noch eine interessante Frage: Konnte auch Gott Vater sterben und der Heilige Geist? Das bezieht sich wahrscheinlich auf die Tatsache, dass Sie erwähnt haben am letzten Samstagabend, dass die zweite Person der Gottheit, der Sohn Gottes, sich entschieden hat für die Menschen zu sterben. Also, konnte hätte auch Gott der Vater sterben können oder der Heilige Geist?

[4:22] Die Antwort ist interessant, nämlich ja und nein. Zunächst einmal nein, Gott der Vater kann nicht sterben und auch der Heilige Geist kann nicht sterben und auch die zweite Person der Gottheit, Michael, der Sohn Gottes, kann auch nicht sterben. Denn Gott ist per Definition unsterblich.

[4:41] Aber der Sohn Gottes entschied sich irgendwann einmal, Mensch zu werden, Frau zu werden und damit sterblich zu werden. Und in seiner Menschheit könnte er dann sterben. Das ist der Plan, den wir kennengelernt haben.

[4:59] Und jetzt ist die Frage: Wäre dieser Plan auch möglich gewesen, wenn die erste Person der Gottheit, Gott der Vater, sich dafür entschieden hätte, oder die dritte Person? Und die Antwort ist ganz simpel: Ja. Der Plan der Erlösung wäre genau die Welten-Geschichte wäre genau so verlaufen, wie wir sie in den nächsten Wochen kennenlernen, wenn Gott der Vater sich entschieden hat, dieses Opfer zu bringen. Und der Sohn Gottes heißt nicht umsonst Michael, der so ist wie Gott. Da gibt es zwischen ihm und Gott handlungsmäßig, charaktermäßig letztlich keinen Unterschied.

[5:32] Natürlich ein bisschen spekulativ, weil es nicht so gekommen ist, aber arbeitet zumindestens als Verantwortung dieser Frage, das wäre tatsächlich auch möglich gewesen.

[5:41] Eine Frage, die drei Mal gestellt worden ist und deswegen wahrscheinlich besonders vielen aus dem Herzen lag: Es heißt, Kain erkannte seine Frau. Woher konnte Kain eine Frau haben? Diese Frage habe ich ein bisschen gewartet.

[5:58] Auch hier ist die Antwort überraschend einfach. Die Bibel sagt uns, dass Adam und Eva Söhne und Töchter hatten. Und es fielen keine weiteren Frauen vom Himmel. Das heißt, Adam und Eva, die Kinder gezeugt haben, haben dann auch gesehen, wie ihre Kinder untereinander geheiratet haben. Das war kurz nach der Schöpfung, überhaupt gar kein Problem. Menschen hatten noch sehr viel mehr Lebenskraft, die Genetik war längst nicht so degeneriert, wie das heute der Fall ist. Und wir werden auch heute noch kurz mal darauf zu sprechen kommen. Also, Kain und auch Set und all die anderen Patriarchen hatten zunächst einmal Schwestern und dann nähere Verwandte zu heiraten, bis dann irgendwann aufgrund der fortschreitenden Zeit, in diesem sehr viel späteren Zeitpunkt, man diese Art von Verbindung nicht mehr gut heißen konnte.

[6:50] Noch eine interessante Frage: Die Menschen vor der Sintflut waren wie? Es heißt, sehr hoch entwickelt, eine technologische Kultur. Aber Technologie braucht Erdöl. Das erst eine Folge sind gut gewesen ist. Woher konnte man also Technologie haben ohne Erdöl? Das ist eine interessante Frage. Die hatte ich jetzt nicht so erwartet.

[7:12] Also, zunächst mal können wir nicht mit Bestimmtheit sagen, dass es gar kein Erdöl vor der Sintflut gab. Wir können nur sagen, dass aufgrund der Ära der Sintflut sehr viel Erdöl entstanden ist.

[7:21] Der zweite, vielleicht noch wichtigerer Punkt ist, dass Technologie, wie wir sie heute kennen, sicherlich oft mit Erdöl verbunden ist, aber Technologie an sich ist nicht an Erdöl gebunden. Es gibt sehr viele Technologien, die mit Erdöl nichts zu tun haben. Und wenn Sie mal ein bisschen im Internet recherchieren, wenn Sie feststellen, dass man immer wieder in der Archäologie Dinge findet, Konstrukte findet, Werkzeuge findet mit solch einer unglaublichen Technologie, dass heute bis heute keiner richtig weiß, wie man das so gemacht hat. Manches, was man da im Internet findet, ist auch ein bisschen Fälschung und Unfug, aber vieles davon ist tatsächlich sehr erstaunlich. Je weiter man zurückgeht in der Archäologie, desto klüger und intelligenter scheinen die Menschen gewesen zu sein. Sie scheinen über Möglichkeiten der Naturbeobachtung und der Erkenntnis von Naturgesetzen verfügt zu haben, die wir heute kaum noch so haben oder erst langsam wieder zurückgewinnen. Und scheinbar haben sie mit sehr viel einfacheren Mitteln, weil sehr viel klüger, sehr intelligenter, sehr großes erreicht.

[8:24] Letzte Frage: War nicht Sam der ältere Bruder von Japhet? Wir haben ja erwähnt, dass der erste Sohn von Noah Japhet gewesen ist. Und jemand fragt, ob das nicht in Wirklichkeit Sam gewesen ist. Das basiert vor allem auf einem Text in 1. Mose 10, 21, wonach in manchen deutschen Übersetzungen es so aussieht, als ob ihr Japhet der jüngere sei. Da heißt es nämlich: "Und Sem wurden Kinder geboren. Ihm, dem Vater aller Söhne Hebers, dem älteren Bruder." An der Stelle ist es dann zu wissen, dass die Übersetzungen sehr variieren. Dass sowohl übersetzt werden kann: "dem älteren Bruder Japhet", als auch: "dem Bruder David, dem älteren". Dem Bruder Japhet, dem älteren. Also, der hebräische Text ist uneindeutig, ob jetzt Japhet der ältere oder Sem der ältere ist. Aber die Geschlechtsregister sind eindeutig. Und das kann man ganz leicht mit einem minimalen Rechnen belegen, nämlich den ersten zehn Versen.

[9:28] Da heißt es: Als Noah 200 Jahre alt war, zeugte er den Akt. Zwei Jahre nach der Flut, also Sem war 100 Jahre alt. Die Flut fand statt, als Noah 600 war, so sagt das 1. Mose 7 bis 11. Und als Noah 500 war, also genau 100 Jahre vor der Sintflut, hat er die ersten, den ersten Sohn bekommen. Es heißt: "Und Noah war 500 Jahre alt, da zeugte Noah den Sem, den Ham und den Japhet." Und wenn er mit 500 seinen ersten Sohn bekommen hat, mit 600 die Sintflut kam, also 600 Jahre alt war, dann kann Sem nicht der erstgeborene Sohn gewesen sein, denn der wäre 102 gewesen nach der Sintflut. Also als der Apa bekannt, aber er war nur 100. Und aus diesem Grund ist es eindeutig, dass Sem der zweite war und Japhet der erste. Die Tatsache, dass sie in einer anderen Reihenfolge aufgeschrieben stehen hat, hat nicht immer was mit der Chronologie zu tun.

[10:33] Also, interessante Fragen. Wenn auch nach dem heutigen Vortrag Sie solche Fragen haben oder ähnliche, dann scheuen Sie sich nicht, uns zu fragen. Oder fragen hat weltgeschichte.de auf der Seite weltgeschichte gibt es auch die Möglichkeit, direkt, also einen Button anzuklicken: Fragen und Feedback. Und das erreicht uns dann auch.

[10:51] Nutzen wir doch einfach 23 Minuten, um ganz kurz zu wiederholen, was wir bisher in den ersten drei Episoden gesehen haben, was bisher geschah. Wir haben angefangen mit der Idee, dass Gott Liebe ist, dass er die Welten geschaffen hat und die Boten, die Engel geschaffen hat. Und einer von ihnen, der Himmel, begann eine Kontroverse. Er begann diese Rebellion gegen Gottes Charakter, die Idee, dass Gott nicht immer Liebe sein könnte. Ein Kampf begann im Himmel, eine Auseinandersetzung, in Folge dessen ein Drittel aller Engel die Gegenwart Gottes verließ. Und Gott dann den Planeten Erde schuf, um in diese Auseinandersetzung zu zeigen, wie er wirklich ist. Die Schöpfung sollte beweisen: Gott ist wirklich gut. Er schuf den Menschen aus dem Staub, um deutlich zu machen, dass der Mensch von dem absolut alle Geschöpfe absolut abhängig sind von ihm. Er schuf sie als Repräsentanten seines Charakters, und sie sollten in Liebe und das aufgrund einer freien Entscheidung. Er schuf sie als freie, moralische Wesen.

[11:59] Wir haben gesehen, dass sie diese Freiheit missbraucht haben und durch Verführung und Rebellion sich auf die Seite des Verführer, auf die Seite des Satan gestellt haben, wodurch diese Welt oder den Schatten der Sünde, der Rebellion gegen Gott, viel noch an. Dasselbe Tag, als das passierte, hat Gott sich entschieden, einen uralten Plan tatsächlich umzusetzen, nämlich, dass einer der drei, die wir Gott nennen, Mensch werden würde, um als Stellvertreter die Schuld der Menschen auf sich zu nehmen, um ihnen eine zweite Chance zu geben. Nur deswegen konnten Menschen danach weiterhin an Gott glauben und weiter in einer Hoffnung, schlussendlich auf ewiges Leben haben.

[12:47] Und als Illustration für das große Opfer, was das Gott kosten würde, wurden Opfer gebracht, die illustrieren sollte, dass ein Unschuldiger sterben muss für die Schuld der Übertreter. Die Nachfahren von Adam und Eva, Kain und Abel, zeigt mir dann diesen Kampf, die Auseinandersetzung zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. Und wir hatten gesehen, wie Abel umgekommen ist als erster Mensch durch die Hand Kain's, aufgrund seiner Ungerechtigkeit.

[13:19] Wir haben gesehen, dass tatsächlich Menschen dann sterben. Sie lebten sehr viel länger, als es heute der Fall war, aber letztendlich starben sie. Nur einer starb nicht, das war hier noch der, der im Jahre 987 in den Himmel aufgenommen wurde, sozusagen als erste Anzahlung Gottes auf diesen großen Plan. Ansonsten ging es bergab mit der Menschheit: Götzendienst und Rebellion, Mord, Eifersucht, Vergewaltigung, Menschenopfer. All das verbreitete sich in Windeseile. Gott hat viele Jahrhunderte zugesehen, bis er letztendlich einen Menschen, Noah, beauftragte, für sich und seine Familie ein Rettungsboot zu bauen, die Arche.

[14:09] Am 17.2. Jahres 1656 ging die alte Welt mit allem, was groß und berühmt an ihr war, zugrunde. Über ein Jahr dauerte diese gewaltige Katastrophe. Schließlich, dann all das Wasser wieder zurückgegangen war und die acht überlebenden Menschen mit den Papieren jetzt noch einmal von vorne anfangen sollten, auf einer Erde, die ganz anders und viel rauer war, mit ganz anderen klimatischen Bedingungen, so dass das Leben der Menschen jetzt sehr viel kürzer sein würde.

[14:40] Wir hatten gesehen von dem schrecklichen Vorfall, als Noah betrunken nackt in seinem Zelt lag. Und das dann auch seine drei Söhne sich wieder eingruppierten in diese zwei Gruppen: die Gerechten und die Ungerechten. Die Ungerechten wurden sehr bald wieder sehr viele und in einem Versuch, gegen Gott zu rebellieren, bauten sie einen Turm, wo dann Gott ihre Sprachen verwirrte. Und wir haben dann gesehen, wie die Nachfahren Noah's sich in die Himmelsrichtung verbreiteten.

[15:07] An der Stelle habe ich Schluss gemacht und werde jetzt gleich weitermachen. Davor wir aber beginnen, lassen wir uns mit einem Gebet beginnen.

[15:15] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken sagen für diesen Tag und für die Gelegenheit auch heute Abend, über die Geschichte nachzudenken, die du mit dieser Welt schon seit so langer Zeit erlebt. Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir zurückgehen in die Vergangenheit, zu Geschichten alter Kulturen und alter Zivilisationen, dass wir Prinzipien lernen für unser Leben, dass wir aus der Vergangenheit Dinge mitnehmen können für unsere Zukunft. Und wir danken dir, dass du zu entsprechen wirst durch den Heiligen Geist. Amen.

[15:58] Episode 4: Der Patriarch von Uruk. Ungefähr 100 Jahre nach der Sintflut, als am großen Turm die Sprachen verwirrt worden waren, sodass man ihn Babel nannte, da gingen die Nachfahren Noah's mit verschiedenen Himmelsrichtungen. Die Söhne und Enkel und Urenkel von Ham wandten sich Richtung Südwesten, dort, wo sie bald schon auf das große Meer trafen, auf den Nil sogar, und dann weiter verfolgten, bis einige von ihnen ganz im grünen Dschungel sich verliefen.

[16:45] Die Nachfahren von Sem blieben größtenteils dort in der Gegend. Manche von ihnen gingen auch nach Osten in das Hochland. Die Nachfahren von Japhet hatten die größte Reise auf sich genommen. Viele von ihnen marschierten in vielen, vielen langen Märschen über den Kaukasus. Manche blieben auch in Kleinasien zurück. Als dann die, die über den Kaukasus gegangen waren, die kühleren Gegenden erreichten, zahlten sie sich manche nach Westen, wo die ersten Siedler Europas dann sich niederließen. Und einige gingen gern Osten in die unendlichen Steppen. Manche von ihnen erreichten nach langen Monaten die fernöstlichen Gegenden der Welt.

[17:37] Und all diese verschiedenen Sitten nahmen die Ideen und die Erinnerungen der Urzeit mit sich. Sie fingen bald an, wieder Kulturen zu entwickeln. Sie fingen an, ihre Sprachen zu verschriftlichen. Nur an dem Beispiel der, die in den fernen Osten gingen, das zu demonstrieren.

[18:00] Schauen wir uns einmal an, was die ersten Siedler des fernen Ostens in ihr Schriftsystem übernahmen. Als sie zum Beispiel sich überlegten, wie sie das Wort für "Boot" schreiben wollten, hier, dann nahmen sie drei verschiedene Zeichen: Das linke Zeichen für "Kasten", das in der Mitte war das Zeichen für "Acht", und das rechte Zeichen, das Zeichen für "Menschen". Acht Menschen in einem Kasten. Das nannten sie "Boot". Oder als sie das Wort "Begehren" ausdrücken wollten, da kombinierten sie einfach zwei Bäume und das Zeichen für eine Frau. Und so entstand das Wort "Begehren".

[18:47] Und man könnte einen ganzen Vortrag füllen, wie diese Zeichen noch so Spuren hinterließen aus der alten Zeit. Es war nur 100 Jahre nach der Sintflut, aber nach und nach durch die Erzählung wurde vieles verändert, vieles getrübt. Man sprach jetzt von "Endeavor" und "Fuxi", dem ersten Menschenpaar, die selbst aus dem Erdboden andere Menschen erschaffen hätten, die als Bruder und Schwester sich inzestuös verbunden hatten und die halb Mensch, halb Schlange gewesen waren.

[19:29] Man sprach von "Jao", der in einem Kasten die Sintflut überlebt hatte und der ein besonders weiser Mensch gewesen ist zu seiner Zeit. Hätten sich auch die Sprachen verwirrt und so blieben die Erinnerungen beständig, aber durch Sagen und durch Tradition wurden sie in verschiedenen Kulturen immer unkenntlich.

[19:53] Ein Volk, das noch weiter in den Süden zog als die, die wir heute Han-Chinesen nennen, das waren die Mao. Und die Mao erzählten sich von einem goldenen Zeitalter vor vielen Jahrhunderten, als eine Frau eine verbotene Erdbeere gepflückt hatte und dadurch der Fluch für die Welt gekommen war. Sie erzählten auch von einem großen Gebirge, an dem nach einer langen Flut wenige Menschen in einem Kasten übrig geblieben waren. Und sie erzählten davon, wie die Menschen dann versucht hatten, nach der Flut auf einer Leiter in den Himmel zu steigen. Aber diese Leiter sei durch Blitze zerstört worden. Und deswegen hätten sie eine lange Wanderung unternehmen müssen. Sechs Monate wären ihre Vorfahren gewandert bis zu einem Ort, wo sechs Monate die Sonne scheint und sechs Monate ist dunkel ist. Von dort hätten sie sich wieder nach Süden gewandt und wären jetzt dort angekommen.

[20:49] So könnte man es viele Geschichten für viele Kulturen, Geschichten erzählen. Auf jedem Erdkreis fanden sich solche Berichte, die von Zeit zu Zeitalter immer unkenntlich wurden und trotzdem ihre Spuren hinterließen. Ganz im Zentrum, dort, wo der Turm gestanden hatte, war die größte aller Kulturen. Dort herrschten die Sum. Und einige der Nachfahren Sem's, einige Semiten waren ebenfalls dort gegenwärtig. Auch dort erfand man eine Schrift, die sehr bildlich gewesen ist. Und auch dort machte man sich Gedanken über die Vergangenheit. Man erzählte von dem Zeitalter vor der Flut, wo die Menschen 19.000, 20.000 Jahre gelebt hätten.

[21:45] Und man wusste auch, dass es verschiedene überirdische Wesen gab. Man sprach von dem Göttervater Anu oder man sprach von Enlil, dem Herrn des Windes, der aus dem Himmel verstoßen worden war, weil er eine Göttin verführt hat, aber er würde es später mal wieder in den Himmel zurückkehren dürfen. Man sprach auch von Enki, dem Sohn Gottes, der die Sprachen verwirrt hätte und die Menschheitsschaffung erklärte man sich so, dass die Götter einen Streit im Himmel gehabt hatten und auf Grund dieses Streites hätte man Sklaven gebraucht und man hatte die Menschen erschaffen aus dem Leben, um Arbeitssklaven zu haben.

[22:31] Die Wahrheit wurde ist verdunkelt, je länger die Zeit nach der Sintflut vor sich ging. Trotzdem waren es immer noch sehr intelligente Menschen mit großem Wissen. Und hier sehen wir, wie einige von ihnen in dieser Keilschrift Bruchrechnen geübt haben. Und jeder, der Mathematik gehasst hat, möge sich freuen, dass er damals das nicht in solchen Zeichen hat machen müssen. Man hat damals, wie heute, Karten...

[22:58] Karten verfasst. Ja, hier sehen wir eine Umrisskarte eines Hauses und daneben eine topographische Karte. Und in dieser, in dieser sehr alten Kultur, die kurz nach der Sintflut entstand, als die Nachfahren Sams zu den Nachfahren Krams dort wieder ein Zusammenleben begannen, da war auch einer der Enkel Noahs ganz intensiv dabei. Sein Name war Nimrod, und er gründete das erste große Weltreich. Könnte man sagen, sein Name bedeutet Rebell. Und die drei Orte Akkad, Berlin und oder biblische Recht, das waren die Hauptorte seines Reiches, das er gründete. Hat, oder wie die Sumerer sagten, Nadal war dann auch der Namensgeber der Sprache Akkadisch, die dann dort eine große Rolle gespielt hat.

[24:02] Vielleicht am interessantesten ist der Ort in der Mitte. Babylon, eigentlich hieß dieser Ort Bar, wie wir gelernt hatten, Verwirrung. Auf Arkadisch hieß das Babel. Aber mit der Zeit waren die Menschen dort, lebten die Akkader und vor allem die Sumerer nicht mehr zufrieden mit dieser Idee, dass es Verwirrung ist. Und sie erinnerten sich, dass hier einmal der Versuch bestand, in den Himmel zu kommen. So nannten sie diesen Ort Kardin Gera, sumerisch: "Das Haus der Götter" oder "Das Tor zu Gott". Das "hochgestellt" bedeutet einfach nur, dass es ein Ortsname war. Und auf Arabisch heißt dasselbe dann bei Bili. Und das klang so ähnlich wie bei Well oder Ball. Und so änderte sich der Name von Barbara Welt zu Babieli, was dann zu Babylon wurde. Das Tor zu Gott. Der Ort, der eigentlich eine Erinnerung sein sollte an die Verwirrung der Menschen, wurde jetzt zu einem Symbol, das die Menschheit durch ihre eigenen Werke zu Gott aufsteigen könnte.

[25:06] Nimrod wendete Gewalt an, militärische Gewalt in diesen kleinen Gruppen, diesen kleinen militärischen Verbänden, die es damals gab. Und er zog nach Norden und gründete die Städte Uruk, benannt nach dem Land, das lange vor der Sintflut existierte, und Ninua oder auch Ninive. Und in diesem sich ausbreitenden Reich, das ab und zu oft sehr viel wieder zu Stadtstaaten in diesem Reich, ließen sich bald auch die wenigen treuen Nachkommen Noahs, den Nachkommen Sams, die noch zur Heils-Linie gehörten, die Erstgeborenen, die an den Messias glaubten. Sie ließen sich in diesem Reich nieder.

[25:49] Im Jahre 1780 wurde geboren oder auch Rego. Und im Jahre 1819 seinen Sohn Serug. Sie, diese Erstgeborenen aus der Linie Sam, sollten das Wissen über den kommenden Messias, den kommenden Heiland, den kommenden Erlöser aufrechterhalten. Denn aus ihrer Familie würde der Erlöser kommen.

[26:12] Im Jahre 1849, 30 Jahre später, wurde nach HOHER gezeugt, übersetzt der schnarchende. Und tatsächlich war es nicht weit her mit der Religion dieser Gläubigen. Mehr und mehr passen sie sich dem Umfeld der sumerisch-arkadischen Weltkultur an. Er, nach Rohr, zeigte dann 30 Jahre später im Jahre 1878 Tag. Verzögerung, vielleicht deswegen, weil sich die Verheißung Gottes, dass dieser Erlöser kommen würde, immer mehr verzögerte. Er und seine ganze Familie lebten jetzt in einem Ort, der Uruk genannt wird, ganz im Süden. Damals war dort die Küste, der Golf von Persien ging damals sehr viel weiter nach Norden. Es lag direkt am Meer. Und diese Orte, oder die Sumerer nannten ihn nur ihm im Hebräischen Ur, war eine der ältesten Orte, die nach der Sintflut gegründet worden sind. Berühmt war der Ort für seine Zikkurat. Das war ein großer Tempel, gebaut für einen der Neben-Götter der Sumerer, der an dieser Stelle sein Hauptheiligtum hatte. Das war der Mondgott, genannt Nanna oder auch Sin. Und es heißt, dass hier selbst die, die noch wussten, dass es einen wahren Gott, den der Liebe und Gerechtigkeit, gibt, dass sie nebenbei auch anderen Göttern dienten. Auch sie fielen nieder vor dem Mondgott Nanna Sin.

[27:47] Dort bei dieser Zikkurat, Terra bekam einen Sohn, den er wie seinen Vater nannte, nach Rohr. Der schnarchende war also offensichtlich ein Modename. Im Jahre 1948, in jener Zeit, begannen dann einige der Patriarchen, die nach der Sintflut geboren worden waren, zu sterben. Peleg zum Beispiel, der geboren worden war, als die Erde sich gerade geteilt hatte, nach der Teilung im Zusammenhang des Turmbaus. Er war nur noch 239 Jahre alt geworden, sehr viel weniger als vor der Flut. Ein Jahr später starb dann der Vater von Terach. Nachher wurde sogar nur noch 48. Das Leben hatte sich drastisch verändert.

[28:32] Doch überlebte sie sogar. Er war noch vor der Sintflut geboren und in ihm lebten noch die Lebenskraft der vorsintflutlichen Zeit. Dreieinhalb Jahrhunderte hat er gesehen, wie die Hochkulturen aus dem Boden wuchsen. Mehrere 2006 starb er dann. Und was er gesehen hat, wird ihn wahrscheinlich ziemlich deprimiert haben, dass all die Fehler, die vor der Sintflut existiert hatten, jetzt wieder aufgewärmt wurden. Nur zwei Jahre, nachdem Noah starb, und niemand weiß genau, wo er gelebt hat. Und wenn man einige babylonische Edlen zu Rate zieht, dann könnte es sein, dass in seinem sehr fernen Land sein letztes Ende gefunden hat.

[29:21] Zwei Jahre, nachdem er starb, wurde dem Tag als zweiter Sohn geboren. Sein Name war Abram. Erhabener Vater. Ab heißt Vater, Ram heißt hochheben. Also: Erhobener, habender Vater. Und er wuchs auf dort in diesem Zentrum der Zivilisation, in Ur. Kannte die Zikkurat wahrscheinlich in und auswendig.

[29:45] Zehn Jahre später wurde seine Halbschwester Sarah geboren. Das heißt, Fürsten. Also auch die, die über die letzten Übrigen der Gläubigen hatten es sich zur Angewohnheit gehabt, mehrere Frauen zu halten. Und so war Sarah die Tochter des selben Vaters, aber einer anderen Mutter. Ihr weiterer Bruder war Haran. Und weiter ging es mit dem Sterben wichtiger Patriarchen. Rego im Jahre 2026. Abraham entschied sich dann sogar, seiner Halbschwester Izarra zu heiraten, was damals immer noch okay war. Aber nachher, sein Bruder heiratete dagegen Milka. Haran, sein Bruder bekam einen Sohn, der Lottis, von dem wir später noch mehr hören.

[30:33] 2049 starb Serug mit seiner 30 und und das war jetzt signifikant bedeutsam. Daram starb lange vor seinem Vater, der Bruder von Abraham starb in recht jungen Jahren. Jetzt, ungefähr 2000 Jahre nach der Schöpfung, begann die Sünde auch sich deutlich in Krankheiten zu zeigen. Menschen wurden nicht mehr wirklich alt. Ungefähr 2000 Jahre lang hat es kaum Krankheiten gegeben, aber jetzt zeigte sich die Folge der Sünde nicht nur im moralischen Verfall, sondern immer mehr auch im körperlichen Verfall.

[31:11] Und dort, mitten in Ur, im Süden Mesopotamiens, dort, wo die zwei Flüsse, Euphrat und Tigris, an den Golf von Persien münden, den Golf, ersehnten dort erschienen Gott dem Apa. Gott wollte jemanden haben, der inmitten dieser neuen Welt, die entstand, die dieselben Fehler machte wie die alte Welt, jemand haben, der zu den göttlichen Prinzipien stehen würde. Er erschien in einer Vision und sagte ihm: "Gehe hinaus aus deinem Land, oder seiner Verwandtschaft, und ziehe in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen. Und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde."

[32:11] 350 Jahre lang hat er Gott zugesehen, wie die Nachfahren Noahs Stück für Stück in die alten Fehler vor der Sintflut zurückgefallen waren. Und jetzt war es Zeit, einen neuen, eine neue Mission zu starten, jemanden zu berufen, den Namen Gottes, das Wesen Gottes wieder der Welt bekannt zu machen. Er wählte diesen Abram aus, und der hörte auf Gott, verließ Ur mit seinem Vater und seiner Familie und machte sich auf den langen Weg, von dem wir noch nicht genau wussten, wohin er eigentlich führen würde.

[32:51] Sie reisten viele Wochen, vielleicht Monate, entlang des Euphrat gen Norden und kamen nach einiger Zeit, wahrscheinlich über die Handelsstadt Mari, kommend nach Haran oder Harano, einer Stadt, die Reise oder Karawane bedeutet. Sein Umschlagort an den großen Handelsstraßen der sich entwickelnden Wirtschaft. Ein Ort, den sie wahrscheinlich nicht zufällig aufgesucht haben, denn dort in Haran, in Haran, befand sich das Hauptheiligtum desselben Mondgottes, der auch in Ur angebetet wurde. Der Tempel hieß E-Hul. Und Abrams Vater und seine Brüder waren ganz begeistert, wahrscheinlich hier dieselbe Kultur, dieselben, denselben Gott anbeten zu können. Nur Abram war das natürlich ein Groll. Das sind die typischen Häuser, wie sie noch heute in Halle stehen, die dort gewesen sind und wo sie übernachteten und gehaust haben.

[33:54] Mehrere Jahre lang haben sie dort gelebt. Und dann im Jahre 2083, als Abrams schon stolze 75 Jahre alt war, starb sein Vater Terach mit 205 dort in Haran. Und Gott erschien ihm noch einmal und sagte zu ihm: "Gehe hinaus aus deinem Land und seiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters." Abram hatte auf den Ruf gehört, aber er war noch nicht so weit gegangen, wie er hätte kommen sollen. Er war aus seinem, aus seinem, aus dem Haus seiner Verwandtschaft, er war aus seinem Land gezogen, aber das Haus seines Vaters hatte er noch nicht verlassen.

[34:36] Der Ruf Gottes wurde ein bisschen konkreter. Abram entschied sich, das zu tun, aber er wusste, dass er jetzt ohne seine Verwandtschaft ihn noch mehr in Gefahr sein würde. Denn damals gab es sehr viel Ungerechtigkeit, sehr viele Verbrechen. Und er fürchtete, dass seine Frau ihm Schwierigkeiten bereiten könnte, weil sie so schön war. Und schöne Frauen waren vor der Sintflut sehr begehrt und auch nach der Sintflut sehr begehrt und wurden meistens mit Gewalt genommen. Bevor sie sich also auf den Weg machten von Haran, da sprach er mit seiner Frau, die seine Halbschwester war. Das mussten wir zuliebe tun, dass überall, wo wir hinkommen, egal wohin uns Gott führen wird, du von mir sagst: "Er ist mein Bruder." Er wollte Gott gehorchen, er wollte dem Ruf Gottes treu sein, aber er hatte Angst vor möglichen schmerzhaften Konsequenzen und baute erst mal so ein Sicherheitsnetz.

[35:36] Sie verließen Haran. Sein Bruder Nahor und seine Frau Milka wollten nicht mitkommen. Sie hingen zu sehr an der Anbetung dieses Mondgottes Nanna, als ob der Mond jemals ihr Gebet gehört hätte. Ich hätte wahrscheinlich Abram gedacht, er ließ sie zurück und zog mit seiner kleinen eigenen Familie und seinen Freunden und denen, die zu seiner Sippe gehörten, gen Süden. Nach einiger Zeit kam er in ein sehr fruchtbares Land, eine Gegend, wo verschiedene Berg- und Hügelketten mit Tälern und rauschenden Bächen zusammentrafen.

[36:13] Dieser Ort im Jahre 2080. Dort fand, nannte er Sichem. Schuld da, weiß wie eine Schulter dort in der Landschaft lag. Sehr fruchtbar, sehr schön. Gott zeigt ihm: "Hier, mach mal Pause. Hier halte dich auf. Hierhin möchte ich dich führen."

[36:34] Es dauerte nicht lange, da merkte Abram, dass er nicht der Einzige war in diesem wunderschönen Land. Als er dort an der Tinte seinen ersten Altar baute, um zu zeigen, dass er Gott anbetet, sowie schon Abel und sowie Noah, dafür den bald auf, dass er in ein besiedeltes Land gekommen war, dass Gott ihn an einen Ort geführt hat, wo schon Menschen lebten. Ein Ort, der schon zur damaligen Zeit in einer verbrecherischen Gesellschaft einen äußerst schlechten Ruf hatte. Der Ort hieß Kanaan, was bedeutet: "die Gekrümmten", "die Gebeugten", "die Verstoßenen". Es waren die Nachkommen von dem verfluchten Kanaan. Selbst die umliegenden Völker, die kaum zivilisierter und unfreundlicher waren, hielten dieses Volk für Räuber und Verbrecher. Und ich denke mir, Abram hat sich gefragt, was um alles in der Welt er in diesem Land sollte. Er kam gerade aus dem Land der Sumerer und der Akkader, wo es viel, viel, viel Böses, aber auch viel Kultur gab. Jetzt kam ein Land mit viel Bösem und ganz wenig Kultur.

[38:02] Gott hatte zu ihm gesagt: "Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein." Und dann hat er ihn in das Land geschickt, der Verfluchten, an den schlimmsten Ort, den es gab. Gott wollte nicht, dass sein Repräsentant irgendwo im Gebirge ein Nomadenleben führt und als Einsiedler Gott preist. Er wollte, dass der, der die beste Verbindung zu Gott hat, dort ist, wo der Ruf am stärksten ist. Er sollte ein Zeugnis sein inmitten dieser verfluchten Kanaaniter. Dort im Süden lag das Land Kanaan, und dort standen auch die Götzenaltäre, und dort wurden auch Menschenopfer gebracht. Und Abram ist es wahrscheinlich ziemlich kalt den Rücken runtergelaufen, jetzt hier seine Kinder großziehen zu müssen und hier leben zu müssen als Fremdling, als Ausländer, als jemand, der kein Bürgerrecht hat. Aber Gott sei es ihm schon an diesem ersten Ort: "Einem Samen will ich dieses Land geben." Dieser verfluchte Platz wird einmal das verheißene Land sein. Und wahrscheinlich hat so der ein oder andere Engel im Himmel realisiert, dass das vielleicht ein Bild sein könnte auf diesen einen verfluchten Planeten, auf denen sich all der Segen Gottes ergießen würde.

[39:42] Abraham zog weit. Er wollte das Land kennenlernen, weiter zog er gen Süden und kam in das große Bergland. Auch dort baut er den Altar und dankte Gott, lobte ihn. Und wo immer sich Gelegenheit gab, er gab Zeugnis von seinem Verhältnis zu Gott, von seiner Liebe zu Gott und war ein Zeugnis für die gewalttätigen, umherziehenden Kanaaniter.

[40:07] Derzeit noch weiter nach Süden. Er wollte das Land gut kennenlernen. Und ganz weit im Süden des Landes wurde es immer wüstenartiger, das Südland, die Wüste. Dort zog er hin und erlebte eine schreckliche Dürre, eine Hungerkatastrophe. Und er wusste nicht, was er tun sollte. Sollte er zurück an den Ort, von dem er ausgezogen war? Sollte er zurück in das Land der Sumerer, unterziehen? Das wollte er nicht. Aber er wusste, dass an diesem Ort jetzt gerade nicht überleben konnte. Und so fragte er sich: "Wo könnte ich für einen möglichst kurzen Zeitpunkt überleben, um danach so schnell wie möglich wieder hier an diesen Ort zurückzukehren?" Und er hörte von einem Land, das nicht allzu fern lag, einem Land, das ganz in der Nähe war, das ähnlich hochzivilisiert war wie das Land, aus dem er einst ausgezogen war. Das war das Land mit den berühmten Pyramiden, das Land Kemet, das schwarze Land, benannt nach dem schwarzen Schlamm, der Jahr für Jahr aus dem Nil aufstieg und das Land fruchtbar machte. Die Hebräer nannten das später mit Israel, und die Griechen Ägypters. Deswegen kennen wir es als Ägypten. Aber als Abram dorthin zog, da nannte jeder das Land Kemet, das schwarze Land. Und dort herrschten gewaltige Könige, das ganze Gebiet des Nils fruchtbar gemacht hatten, erobert hatten und sich dann als Grab, kann man große Pyramiden bauen ließen. Ganz ähnlich wie die Zikkurat, die der Abram aus Ur kannte. Auch sie hatten eine Schrift erfunden, sie sehr bilderreich war, mit der sie all ihre Tempel und Paläste beschrieben.

[42:01] Und dort passiert es tatsächlich. Obwohl die Sache schon über 60 Jahre alt war, war sie immer noch sehr schön. Die Menschen waren damals immer noch etwas älter als heute. Und 65 damals würde vielleicht heute mit 35, 40 Jahren korrespondieren. Klar, so schön, dass Abram von ihr behauptete, sie ist nur meine Schwester. Es kam, was kommen musste.

[42:25] Der König des Landes, der die gefordert hatte, alle schönen Frauen einzusammeln und in einem bestimmten Haus zu sammeln, dem wurde auch von Sarai berichtet. Gesagt, getan. Sie wurde geholt, sie wurde ins Haus des Königs von Kemet mitgebracht. Und Abram fragte sich jetzt, wie er überhaupt eigentlich den Auftrag Gottes erfüllen könnte, ein fruchtbares Volk zu werden. Aber Gott kümmerte sich auch um ihn. Als sie diesen schweren Fehler beging, sandte Gott eine Plage in dieses Land. Heißt, er ließ sie von keinem Menschen bedrücken und süchtige Könige um ihre Villen tasten. "Meine Gesamtheit an und fügt meinen Propheten kein Leid zu." Als der König des Landes, natürlich Ägyptens, und seine Knechte merkten, dass Gott sie schlug, riefen sie den Abram und haben ihn dann gebeten, schnellstmöglich das Land wieder zu verlassen.

[43:26] Die Sache dürfte gleich mitnehmen und um sicherzustellen, dass auch ihr guter Ruf keinen Schaden genommen hatte, bekam Abram sehr viel kostbares Edelmetall und sehr viel andere Luxusgüter mit. Er ging als reicher Mann aus Ägypten, aus dem Land Kemet, hervor, zog wieder zurück in das Südland und von dort nach Norden, zurück in das Bergland. Einen Altar, den er damals dort gebaut hatte, was erreicht worden war. Und auch seinen Neffen Lot, der ihn bisher all die Zeit begleitet hatte, war sehr reich geworden. Und ihre Herden waren so groß, dass sie im Land sich nicht mehr zusammen finden konnten und nicht mehr zusammen grasen konnten. Das ständig Streit zwischen den Hirten und so entschied man sich, das Land aufzuteilen, nicht mehr gemeinsam zu leben.

[44:22] Abram und Lot stiegen auf einen Berg. Und Abram, als der Onkel, hatte selbstverständlich das Recht zu sagen, was man auf, ich möchte in diese Richtung gehen und nicht in diese. Aber er war als Repräsentant des wahren Gottes, fragte er seinen Neffen Lot zuerst. Und der schaute sich umher und sah dort ganz unten im Tal des Jordan, Air Jordan, aber ein gewaltiges, schönes, fruchtbares Land, eine Gegend, die so schön war, mindestens so schön wie das, was sie gerade in Kemet mit am Nil gesehen hatten. Ja, es sah so aus wie die alten Berichte von dem Garten Eden, denen ihre Vorväter immer wiederholt hatten.

[45:06] Und so entschloss er sich, dort noch dort unten, dort an den Jordan, dort in dieses Tal möchte ich, dort, wo die berühmte Stadt Sidon, Sodom lag. Trotz weiterhin Abram blieb nichts anderes übrig, als das Hügelland, das längst nicht so attraktiv und fruchtbar war, zu haben.

[45:29] Schaute sich um und Gott sprach zu dem: "Hebe deine Augen auf und schaue auf den Ort, wo du wohnst, nach Norden, Süden, Osten und Westen. Es mag aussehen, als die schlechtere Wahl, aber das ganze Land, siehst, will ich dir und deinem Samen geben auf ewig. Und ich will deinen Namen machen wie den Staub auf der Erde. Wenn ein Mensch in den Staub der Erde zählen kann, so soll man auch deinen Namen zählen können." Abraham hatte bis dahin keinen einzigen Sohn, nicht mal eine Tochter. Aber Gott versprach ihm hier, als auf diesem Berg stand und sein Neffe ihm das beste Land weggeschnappt hatte, dass er einmal berühmt sein würde und dass seine Nachkommen unzählbar sein würden.

[46:22] Abram glaubt ihm und er lebte weiter als Fremdling in einem Land, das ihm nicht wohlgesonnen war. Lebte in Zelten. Da merkte bald, dass es wirklich ein raues Leben war, inmitten dieser Kanaaniter.

[46:35] Herzog, ein bisschen weiter, Richtung Meer, wo das Land nicht mehr ganz so hügelig war. Und dort bei einer großen Tribute traf er Mamre, ein Stammesfürst der Amoriter, eines der großen Völker dort in Kanaan. Und man merkte, dass dieser Fremdling Abram ein bisschen Schutz suchte. Und so bot ihm an und sagte zu ihm: "Wenn du bei mir bleibst, wenn wir einen Bund..."

[47:03] bei mir bleibst. Wenn wir einen Bund miteinander machen, dann werde ich dich beschützen. Meine beiden Brüder, Eschkol und Aner, werden ebenfalls dir zur Seite stehen.

[47:12] Man dachte, ich, na ja, kann ja nicht schaden. In einer Gegend von lauter Verbrechern und mordenden Banden jemanden zu haben, der nicht beschützt. Und so machte er einen Bund mit diesen drei Männern an diesem Baum. Eine Tante von Mama. Dort schlug er sein Zelt auf. Dort lebt er als Fremdling.

[47:32] Die Jahre vergingen dort. Derweil bot mit seiner Familie immer näher zur Stadt Sidon. Zunächst hatte er dort in der Landschaft gewohnt, weit weg von jeder Stadt, denn sie war berühmt, berüchtigt.

[47:50] In dieser Stadt gab es nichts, was es nicht gab. Doch es gab etwas, das es nicht gab, und das war Gerechtigkeit. Dort wurde alles Laster fabriziert, alles Laster ausgelebt, was ein Mensch sich nur ausdenken konnte.

[48:08] Aber es schien attraktiver zu sein, in der Stadt zu leben. Es gab mehr Vorteile, man konnte besser handeln. Die Kinder konnten vielleicht eine bessere Erziehung genießen. Und so zog er immer näher zur Stadt.

[48:20] Bis er sich irgendwann entschied, in der Stadt zu leben. Das war eine Qual für ihn, was er dort an moralischem Laster war. Wirklich eine Qual für ihn. Alles, was er sah, was er hörte, wie die Menschen miteinander redeten, wie sie sich behandelten, wie sie einander vergewaltigten und schlugen. Das quälte ihn.

[48:42] All diese gesetzlosen Werke, aber trotzdem der vermeintlichen Vorteile wegen entschied er sich, dort zu wohnen und zu leben. Das sollte sich bald als sehr gefährlich herausstellen, denn sie stand im Bund mit vier anderen benachbarten Städten, der Stadt am Meer, oder auch Gomorrha genannt, und Zoar und 25 Städten.

[49:09] Zwölf Jahre lang boten sie Tribut an einen größeren König. Sie wollten rebellieren. Der Geist der Rebellion war bei ihnen nicht nur im Moral, auch in der Politik. Sie wollten sich von den großen Reichen, die damals existierten, lossagen.

[49:24] Und so versammelten sie sich mit einem militärischen Aufgebot im Tal Kidron. Wem waren sie Untertanen gewesen? Sie waren Untertanen gewesen einem Reich, das fern im Osten lag, noch weiter östlich als Ur. Ein Land, das alle Völker als Elefanten nachfahren eines der Patriarchen, die direkt nach der Sintflut geboren worden waren, aus einem Enkel Noahs.

[49:56] Das Land selbst nannte sich Elam. Aber die Sumerer nannten sie ihr Land Elam. Die Akkadier nannten es Elam. Dieses große Reich unter seinem König Kedorlaomer hat eine Allianz mit anderen großen Reichen und so machten sie sich auf den Weg durch den gesamten fruchtbaren Halbmond gen Norden und dann nach Süden, um diese abtrünnigen fünf Städte zu bestreiten.

[50:26] Auf dem Weg dahin vernichteten sie alles, was ihnen in den Weg kam. Die Refaiter und die Susiter, die Emiter, alles noch große, hochgewachsene Riesen Völker, die dort östlich des Jordan grabens lebten.

[50:40] Sie zogen bis in die Wüste, bis zu den Amoritern. Dann drehten sie sich um, wandten sich gen Norden, um dort die abtrünnigen Ameriter im Tal Kidron zu schlagen. Und dort kam es zu der berühmten Schlacht der neuen Könige.

[50:54] Dort im Tal Kidron. Seitdem gab es große Asphalt-Kommen, die viele fielen und die Überlebenden retteten sich auf die Berge oder ins Meer. Siegte die Elamiter, vernichteten die Armeen der aufsässigen Städte und nahmen alle Bewohner der fünf Städte gefangen, inklusive Lot und seiner Familie.

[51:26] Als Abraham, der so schön friedlich an seiner Türe pferchte, weiter im Westen saß, davon hörte, dass sein Neffe, der ihm unfreundlicherweise das beste Land vor der Nase weggeschnappt hatte und der sich immer mehr Richtung götzendienerischer Stadt orientiert hatte, dass der in solch einer Notlage war, kannte er nur einen Gedanken: Ich muss ihm helfen und all den anderen Gefangenen.

[51:52] Denn die dann trotzdem auch er allein hat ungefähr 318 Männer in seinem Clan, die eine Waffe ziehen konnten. Und er fragte seine Verbündeten Mann und dessen Bruder, Aner, ob sie gemeinsam mit ihm eine kleine militärische Expedition unternehmen würden.

[52:12] Und das taten sie. Sie zogen gen Norden und dort in der Nähe der alten Stadt Maske, die wir heute noch als Damaskus kennen, trafen sie das unvorbereitete Heer der Elamiter und der Babylonier und schlugen sie.

[52:31] Durch Gottes Hilfe befreiten sie alle Gefangenen und kehrten zurück in zu den Favoriten in das Tal, wie das berühmte Tal der Könige. Dort überbrachten sie all die Beute, all das Beutegut und wollten es jetzt den Königen von Sodom und Gomorrha und in anderen Städten zurückgeben.

[52:57] Aber die wollten gar nichts zurück haben. Sie sagten zu Abraham: Du kannst alles für dich behalten, weil du hast ja gewonnen. Und bei uns ist das schon immer so gewesen, der Gewinner des Krieges kann alles für sich behalten.

[53:09] Aber warum sagt ihr? Wisst ihr was? Ich will es gar nicht. Ich habe diesen Krieg nicht geführt, um mich zu bereichern.

[53:20] Du hast dein Leben aufs Spiel gesetzt, um dich nicht zu bereichern? Alle bereichern sich. Das, wenn die Armee von Kedorlaomer kommt, die tun nur, um zu plündern. Wenn die Elamiter kommen, nur um zu plündern. Wir bekämpfen uns selbst, alle nur, um uns zu bereichern.

[53:37] Du hast gekämpft, nicht um dich zu bereichern. Er hat gesagt: Ich habe gekämpft für euch. Ich will nichts von dem Beutegut.

[53:49] Und selbst diesen verdorbenen Kanaanitern dämmerte es, dass es eigentlich ein gutes Prinzip ist, wie ein Licht strahlen ihre moralische Finsternis.

[54:03] Und dann kam ein König, der nicht beteiligt war an der Rebellion. Einer von den wenigen Königen, die dort noch einen Stadtstaat regierten, der vergleichsweise gut und gottesfürchtig war. Und er brachte Brot und Wein. Ein Name war Melchisedek, der König der Gerechtigkeit.

[54:23] Und er segnete Abraham. Er war noch jemand, der von dem wahren Gott des Himmels wusste. Und Gott und Abraham gab ihm dort den zehnten Teil von allem, was er persönlich besaß.

[54:37] Nach dieser Zeit hat er sich viele Gedanken gemacht. Er brauchte jetzt wahrscheinlich die Karte erst mal nicht zu fürchten, weil er hatte offensichtlich bewiesen, dass er ein starker Held ist. Aber eigentlich lag ihm der Krieg gar nicht. All dieses Schlachtengetümmel hat ihn eigentlich innerlich mehr verletzt.

[54:59] Aber seine größte Sorge war: Wo sind eigentlich die Nachkommen, die mir verheißen sind? Wo sind die, von denen Gott immer spricht, dass ich sie haben werde?

[55:09] Eines Abends war er völlig verzweifelt. Er hatte jetzt schon jahrelang in diesem verfluchten Land Kanaan gelebt. Er hatte all die großen Vorrechte des Landes Ur, diese Hochkultur, zurückgelassen, um inmitten dieser Barbaren zu leben. Und nichts von dem, was Gott versprochen hatte, war eingetroffen.

[55:29] Er hatte kein Land bekommen, er war immer noch ein Flüchtling, er lebte toleriert von diesen Amoriterfürsten, die bei ihm leben ließen. Bei ihrer Therapie. Ende.

[55:38] Ende. Er hatte keinen Sohn und hatte ständig Angst, dass ihm doch jemand seine schöne Frau wegschnappt. Also, mit Gott hatte er sprach. Gott sprach zu ihm eines Nachts: Fürchte dich nicht, Abraham. Ich bin dein Schild und ein sehr großer Lohn.

[56:00] Du hast mitbekommen, wie die Welt, Reiche, Länder kämpfen und wie das Video Teil war es dieser ganzen Konflikte. Aber habe keine Angst. Ich bin bei dir. Ich bin ein Schild und ein sehr großer Lohn. Auch wenn du Bündnisse mit Menschen gemacht hast, wisse, ich bin der Einzige, mit dem du wirklich einen Bund machen brauchst.

[56:25] Aber Abraham, der hat das nicht gleich so akzeptiert. Er sagte: Schau mal, Gott, du hast mir das verheißen, dass ich Kinder haben werde, dass ich ein großes Land bekommen werde. Wo ist das alles? Ich werde bald sterben.

[56:38] Und mein Knecht, meine Meinung, wenn man meinen Hausverwalter Elieser, der wird alles erben. Und was ist dann mit einer Verheißung? Gott sprach zu ihm: Stehe auf die aus einem Zelt und schau mal in den Himmel. Wie doch zum Himmel und zähle die Sterne. Wenn du sie zählen kannst, so soll die deine sein.

[56:56] Und Abraham kam ja aus Ur. Die Sumerer und die Akkader, die kannten sich auch aus mit Astronomie. Die hatten ihre ganzen Tempel gebaut nach Sternbildern. Er wusste, es gibt viele Sterne.

[57:16] Und als Abraham dort an jenem Abend unter dem Sternenhimmel stand und die Sterne zählte, sie irgendwann aufgegangen. All diese Sterne, wie sind sie eigentlich entstanden? Habe ich nicht von Kindesbeinen an die alten Überlieferungen gehört, dass Gott sprach und es geschah?

[57:43] Und wenn Gott diese Sterne durch sein Wort an den Himmel platzieren kann, kann er mir nicht auch Kinder geben? Und so lernt er inmitten der Verzweiflung, inmitten der scheinbaren Enttäuschung, lernte er Gott zu vertrauen. Er glaubte dem Herrn, und das rechnete ihm als Gerechtigkeit an.

[58:05] Der Himmel war erstaunt, denn im Himmel hatte jemand vor Urzeiten Gott nicht mehr geglaubt, obwohl es keinen Grund gab. Und hier war jemand, der, obwohl scheinbar alles gegen ihn war, trotzdem Gott glaubte.

[58:25] Und als Zeichen, dass Gott wirklich einen Bund mit ihm machen wollte, sollte er jetzt ein bestimmtes zeremonielles durchführen. Als Abraham mit dem mit dem Mamre einen Bund gemacht hatte, da gab es eine bestimmte Zeremonie. Man hat damals Tiere genommen, hat sie zerteilt und dann ist man durchgegangen. Erst der Mamre und dann der Apa, durch die Tiere.

[58:45] Das war das Zeichen, dass man gemeinschaftlich zusammen stehen würde. Und das hatte sich auch bewährt. Dass schlacht- und so sollte Gott, sollte Abraham jetzt einen Winter nehmen und einige andere Tiere. Sie sollten geteilt werden und Abraham ging hindurch.

[59:05] Würde auch Gott hindurchgehen? Hat lange gewartet. Er musste sogar die Greifvögel von den zerteilten Tieren festhalten.

[59:20] Es wurde Abend, es wurde Nacht, als Gott in einer Feuerfackel durch diese Tiere hindurchging und ihm deutlich machte: Ich habe dich gerufen. Ich habe dich hierher geschickt. Du hast bisher versucht, auch mit menschlicher Hilfe dich zu behaupten. Aber wisse, ich mache einen Bund mit dir.

[59:38] Aber es kommt nicht alles so schnell, wie du denkst. Du sollst mit Gewissheit wissen, dass du als ein Fremdling, ein Ausländer sein wirst in einem Land, das dir nicht gehört. Und dann wird sie dort zu Knechten machen und demütigen 400 Jahre lang. Abraham, wisse den Zustand, den du jetzt hast, das wird noch weitere 400 Jahre so gehen.

[1:00:00] Was noch 400 Jahre, aber auch das Volk, dem sie dienen müssen, wird er wirklich richten. Und danach sollen sie mit großer Habe ausziehen.

[1:00:09] Abraham verstand plötzlich, dass er Teil einer sehr viel größeren Geschichte ist, die weit über sein Leben hinausgehen würde.

[1:00:18] Du sollst den Frieden mit deinen Vätern eingehen und in einem guten Alter begraben werden. Wenn er buchstäblich dieses Land nie besitzen würde, dann wäre sein ganzes Leben ja offensichtlich eine...

[1:00:33] Die Nachkommen sollen in der vierten Generation wieder hierher kommen, denn das Maß der Sünden der Amoriter ist noch nicht voll. Und bei dem Satz wird er aber wahrscheinlich geschluckt haben, denn er hatte schon eine ganze Menge gesehen.

[1:00:48] Dieser Gott, auf dessen Ruf er gehört hatte, der sagt ihm schon mal seit über 300 Jahren: Morden und vergewaltigen diese Amoriter und Kanaaniter. Aber es ist noch nicht genug, um sie zu vernichten.

[1:01:03] Ich habe noch viel mehr Geduld, als du dir das vorstellen kannst. Abraham glaubte ihm.

[1:01:14] Und was ist sicher bald einen Sohn zu bekommen? Die Zeit verging, Wochen, Monate, Jahre. Und der Satan wusste, dass Abraham vor dem ganzen Universum so ein Beweisstück gerade wieder ist gegen seine Rebellion.

[1:01:38] Wie könnte er es schaffen, diesen Glauben des Abraham in Misskredit zu bringen, ihn auf ihn von der Idee zu überzeugen, dass Gott es nicht so meint, wie er sagt? Er fand eine Hilfe in Abrams Frau Sarah.

[1:01:52] Sie wurde irgendwann ungeduldig und sagte: Schau mal, ich bekomme keine Kinder. Ich bin jetzt so alt, dass ich auch bald keine Kinder mehr bekommen kann.

[1:02:02] Irgendwann war das Alter tatsächlich da. Sie konnte biologisch keine Kinder mehr bekommen. Und erinnerte sie sich, dass in dem Land, aus dem sie ausgezogen waren, in Ur, da gab es diese Rechtsvorschriften, die sogar in Keilschrifttexten nachweisbar waren, dass wenn ein Mann eine Nebenfrau sich nimmt, dieses Kind rechtlich der Ehefrau zugesprochen wird.

[1:02:23] Das war ganz gängige zivilrechtliche Praxis. Lass uns das doch einfach tun. Dein Vater hatte auch mehrere Frauen. Sei doch nicht zu heilig. Ja, vielleicht ist das so vor vielen Jahrtausenden gewesen, bei Adam und Eva, mit einem Mann und einer Frau.

[1:02:44] Die Zeiten haben sich geändert. Wir müssen doch sehen, dass der Plan Gottes sich erfüllt. Wir wollen doch Kinder haben, ansonsten wird Gottes Mission sich nie erfüllen können.

[1:02:53] Und Abraham hörte auf seine Frau. Er nahm sich eine junge Magd, die aus Ägypten mitgenommen hatte für seine Frau. Hagar war ihr Name. Und sie wurde tatsächlich schwanger.

[1:03:16] Endlich war es soweit. Ein Nachkomme waren sie als die Hagar schwanger wurde, hatte sie das Gefühl, dass hier ein ziemlich wichtig war und hat sich entsprechend aufgeführt, was die Sache noch wütender gemacht hat und den Abraham wirklich jetzt die letzten Nerven gekostet hat.

[1:03:37] Seine Ehefrau forderte jetzt von ihm, die Hagar unter Kontrolle zu bekommen.

[1:03:50] Die Hagar, stattdessen floh einfach, rannte davon mit dem verheißenen Sohn, den vermeintlichen in ihrem Bauch. Wollte von all dem nichts mehr wissen.

[1:04:02] Sie kam im Südland, als sie schon fast wieder auf dem Weg nach Ägypten angekommen war. Das Land Kanaan. Kamen sie an einem Brunnen vorbei, als er, jemand erschien, den sie niemals vorher gesehen hatte.

[1:04:16] Es war niemand geringeres als Michael, der Sohn Gottes selbst, der seit ewigen Zeiten mal wieder direkt persönlich auf der Erde zu einem Menschen sprach. Nicht zu Abraham, nicht zu Sarah, sondern zu der ägyptischen Magd, die rebellisch weggelaufen war.

[1:04:43] Er machte ihr Mut, zurückzukehren, machte ihr Mut, hier loszutragen und auf Gott zu vertrauen. Sie würde einen Sohn bekommen, den sie Ismael nennen sollte.

[1:04:55] Und als sie realisierte, mit wem sie dort spricht, nannte sie den Ort "Der Gott, der sieht". Sie nannte den Brunnen dann nach diesem Namen und kehrte zurück.

[1:05:14] Ein Jahr später, oder einige Monate später, im Jahre 2094, wurde das Kind geboren. Abraham war überglücklich. Er nannte ihn tatsächlich Ismael.

[1:05:26] Und nun schien alles in geordneten Bahnen zu laufen.

[1:05:30] Im Jahr 2096, kurz Zeit später, starb Isak. Ein Enkel von der noch relativ lange gelebt hatte und 103 Jahre alt geworden war.

[1:05:40] Viele Jahre vergingen. Das Kind Ismael wuchs, und Abraham und seine Familie lebten dort bei den Mamre-Riesen. Und es schien so, als ob alles sich jetzt in geordneten Bahnen befinden würde und das Leben so jetzt weitergehen könnte.

[1:05:59] Als im Jahre 20107 Gott sich erneut dem Abraham offenbarte. Er sagte zu ihm: Ich bin dein Gott, der Allmächtige. Mit anderen Worten, ich kann alles, auch das, was du nicht für möglich hältst.

[1:06:21] Du hast geglaubt, mit eigener Kraft meinen Plan umsetzen zu können. Ich kann alles. Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandel vor mir und sei unschuldig.

[1:06:34] Dadurch, während Henoch und Noah die Aussage Gottes bekannt, dass sie und adelig waren, musste Abraham den Aufforderung hören: Sei unschuldig. Und ich will meinen Bund schließen zwischen mir und dir und will dich über alle Maßen mehren.

[1:06:53] Abraham hat sich gleich gefragt: Moment mal, Gott, wir haben auch schon einen Bund. Wir haben schon Bund gemacht. Ich bin durch die Tiere, du bist durch die Tiere. Ist doch alles in Ordnung. Das Kind ist da. Ich leben kann. Was willst du mehr?

[1:07:09] Gottes Ruf war sehr spezifisch. Wenn Gott ruft, dann meinte immer genau das, was er sagt. Und wenn wir ein bisschen davon abweichen, dann wartet er auf den günstigsten Zeitpunkt, uns erneut zu suchen.

[1:07:27] Abraham wurde erneut gerufen. Hier, ich bin der, welcher im Bund mit dir steht. Du hast recht, Abraham, und du sollst dein Vater vieler Völker werden.

[1:07:37] Aber es muss sich in deinem Leben etwas ändern. Und als Ausdruck dessen wird sich sogar dein Name ändern. Aus Abram soll Abraham werden, der Vater einer Menge.

[1:07:50] Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, von Geschlecht zu Geschlecht, als einen ewigen Bund dein Gott zu sein und der seines Samens nach.

[1:08:01] Ich will diesen Bund so machen, wie ich ihn möchte. Abraham, und ihr sollt am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden.

[1:08:09] Und Abraham hat sich wahrscheinlich gedacht: Was ist das denn für ein komischer Bund? Was hat denn meine Frau Haut mit Gott zu tun?

[1:08:23] Vielleicht ist ihm schon gedämmert, dass etwas mit der Tatsache zu tun hat, dass ich Hagar hatte.

[1:08:32] Der Bund, den Gott jetzt im Jahre 20107 mit Abraham erneuert und verstärkt, soll durch eine Beschneidung veranschaulicht werden. Empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er schon im unbestimmten Zustand hatte.

[1:08:49] Es sollte also wieder darum gehen, ob Abraham Gott glaubt, so wie früher.

[1:08:56] Auch seine Frau sollte umbenannt werden, von Sarai, dass Fürstin heißt, zu Sarah, edle Frau. Ganz interessante, fast identische Namensgebung, aber mit einer kleinen Jungs.

[1:09:15] Und Abraham war nicht ganz einfach, denn er sagte schon mal: Wir brauchen keine Summe. Wir haben schon jemanden. Diesmal ist doch da. Lass doch Ismael den verheißenen Sohn sein, dass Israel vor der Leben möchte.

[1:09:34] Die Sache ist zu alt schon. Und dann hörte er Worte, die sehr schneidend waren.

[1:09:41] Nein, alles das, was du jetzt ungefähr 16, 17 Jahre gehofft hast, all deine Hoffnung, die auf Gott gerichtet war und die darauf bedacht war, Gottes Plan zu erfüllen, all das schneide ich weg, sagt Gott zu ihm.

[1:10:03] Nein, diesmal ist es nicht all das, was du jahrelang in Ismael hinein investiert hast, in der Hoffnung, dass er der Verheißene wäre. All das wird ab heute gestrichen.

[1:10:23] Sondern Sarah, deine Frau, nicht Hagar, sondern war deine Frau soll der einen Sohn gebären. Den sollst du Isaak nennen.

[1:10:37] Hier trat er lacht. So sollte der Name sein, weil alle gelacht hat und sich fast nicht vorstellen konnte, dass es möglich ist.

[1:10:47] Denn sonst sagt nennen, denn ich will mit ihm einen Bund aufrichten als einen ewigen Bund für seinen Samen nach ihm.

[1:10:54] Abraham freute sich sicherlich noch einen Sohn zu bekommen, aber er schmerzte ihn. Und es war ein Kampf. Sollte er wirklich Ismael als den Erben aufgeben?

[1:11:11] Und plötzlich verstand er besser, warum Gott als Zeichen dieses Bundes eine schmerzhafte Beschneidung...

[1:11:27] Und entschied sich wieder Gott zu glauben. Er entschied sich auch diesen Ruf anzunehmen. Stück für Stück war jeder Ruf bisher in seinem Leben immer ein bisschen näher an sein Herz gekommen.

[1:11:37] Er hatte seine Heimat, sein Heimatland verlassen. Hat er seine seine Verwandtschaft verlassen. Er hatte seinem seinen Neffen verlassen. Jetzt sollte er sich zumindest von der Idee trennen, dass Ismael der verheißene Sohn ist.

[1:11:53] Er beschnitt sich und er beschnitt auch Ismael und alle, die in seinem in seiner Suppe waren. Es sollte das Zeichen derer sein, die auf den wahren Erlöser warteten, der nicht nach menschlichen Überlegung, nicht mit menschlicher Planung, sondern allein durch Gottes Wirken kommen würde.

[1:12:18] Im gleichen Jahr bekam Abraham Besuch. Er saß gerade am Eingang seines Zeltes. Es war ziemlich heiß und er sah in der...

[1:12:25] Es war ziemlich heiß und er sah in der Gegend drei Männer und der war schon lange genug jetzt als normal unterwegs, um zu wissen, wenn Leute nicht mehr den Weg finden, die irgendwie so ziellos umherliefen, in eine Richtung liefen, in die andere, schauten wieder auf die Sonne, versuchten irgendwie denen die Himmelsrichtung zu bestimmen, schauten zu den Bergen und ließen weder eine andere Richtung. Und hat man dachte, ich meine Güte, dies müssen die Fremdlinge sein. Kenne ich nur zu gut das Gefühl.

[1:12:53] Er rannte zu ihnen und nötigte sie förmlich, er bat sie: "Kommt zu mir, wollen keine Umstände machen, kommt zu mir." Ja, wir sind auf dem Weg, kommt zu mir. Er brachte sie an sein Zelt, ließ sie unsere Talente Platz nehmen. Er rannte zu Sarah und sagte: "Schon mal hier haben wir gestern immer hier genügend Mail und Backbord und Fleisch wurde fertig gemacht." Und alle saßen an dem Zelt und aßen.

[1:13:27] Da redeten diese drei Männer ganz interessante Dinge, merkwürdige Dinge. Einer von ihnen sagte: "In einem Jahr komme ich noch mal wieder, und dann wird deine Frau einen Sohn haben." Die Sache ein bisschen neugierig. Sie hat, während sie weiter am Essen bereitet hat, hat sie gelauscht, was die Männer da draußen erzählt haben.

[1:13:52] Und just in diesem Moment, als sie hört, dass dieser Fremdling, den sie gerade mal ein paar Stunden kennt, ihren Mann erzählt, dass sie, die schon lange über das biologische Alter hinaus ist, ein Kind bekommen wird, fängt sie innerlich an zu schmunzeln. Sie hält sich wahrscheinlich die Hand vor den Mund gehalten und nicht lautlos zu pusten und war froh, dass niemand gehört hat, dass sie gelacht hat. Wäre unhöflich gewesen, über Fremde über sie zu lachen.

[1:14:21] Aber dann erschrickt sie, weil sie hört durch das Zelt, dass der Mann fragt: "Warum hat deine Frau gerade gelacht?" Sie hat geschaut, ob es irgendwo ein offenes Fenster gab im Zelt. Nein. Sie hat rausgerufen: "Da, ich habe nicht gelacht." Und dieser Fremdling dreht sich um und schaut sie an und sagt mit einer liebevollen Autorität: "Doch, du hast gelacht."

[1:14:59] Sie ahnt kaum, wer das ist, der dazu Gespräche. Es ist derselbe, der Jahre zuvor in der Wüste des Südlandes an einem Brunnen zu ihrer verhassten Markt gesprochen hatte. Der Sohn Gottes. Er war mit zwei der Magie ihm in menschlicher Form unterwegs auf einer Mission und Teil dieser Missionen war es, dem Abraham noch einmal zu bestätigen: "Bleib bei deinem Glauben, du wirst einen Sohn haben durch eine Frau, wie keine Kinder mehr kriegen kann."

[1:15:37] Als wir zu Ende gelesen hatten und Abraham realisierte, wer es ist, mit dem sie dort sprechen, hat er sich außer beten sie ein bisschen zu begleiten auf dem Weg, den sie gehen sollten.

[1:15:50] Zu viert gingen sie und Abraham auf einer Bergspitze angekommen, waren blieb einer von den dreien, der auch diese interessante Aussage gemacht hatte, stehen, während die anderen beiden, die Magie, sich Richtung Jordan aber bewegten. Und dieser eine, der zurückblieb, der sprach zu sich selbst und sagte: "Abraham, es doch mein Freund, vielleicht sollte ich ihm erzählen, was wir vorhaben."

[1:16:17] Und Abraham, der das so hörte, dachte: "Ja, klingt interessant." Aber das, was er hörte, war ziemlich angsteinflößend. Stellte sich raus, dass es tatsächlich Gott war, der zu ihm sprach, der gehört hatte, das erste gehört hatte, der wusste, dass die Städte, die Abraham vor einigen Jahren militärisch gerettet hatte, nämlich Sodom und Gomorra und all die anderen Städte, dass die so moralisch verkommen waren, dass man sie nicht länger dulden konnte.

[1:16:58] Und als Abraham hörte, dass das Gottes Plan war, diese Städte zu vernichten, begann er für sie zu bitten. Er hörte die Worte: "Das Geschrei von Sodom und Gomorra ist groß und ihre Sünde ist sehr schwer. Darum will ich hinabsteigen und sehen, ob sie es wirklich ganz nach dem Geschrei über sie getrieben haben, das vor mich gekommen ist, oder ob nicht. Ich will es wissen." Der Gott, der alles weiß, prüft trotzdem alles, um vor dem ganzen Universum deutlich zu machen, dass es keinen Fehler gibt in seiner Regierung.

[1:17:37] Und dort auf diesem Hügel hat Abraham, und Abraham zum zweiten Mal sein Herz entdeckt für die Bewohner von Sodom und Gomorra. Er, der mit seinen 318 Mann und ein paar mehr Amerika sich auf den Weg gemacht hat, euch das halbe Bergland, um die größte Macht der damaligen Zeit, Dela Meter zu schlagen. Er wollte jetzt auch die Kanäner vor dem Zorn Gottes retten und hat tatsächlich mit dem Gott des Himmels verhandelt, gefeilscht.

[1:18:10] Das ist dann sozusagen die kritische Masse: "Wie viel Gerechte brauchen wir, dass du sie nicht vernichtest?" Die Zahlen gingen hin und her. Irgendwann haben sie sich geeinigt. Mehrmals hatte ihn gebeten, und wenn so viele da sind und wenigstens so wenig.

[1:18:30] Die Engel sind erstaunt: "Was ist das für ein Mann? Was ist das für ein Mensch, der, obwohl er selbst gerecht ist, für gottlose Sünder bittet, ohne dass er selbst was davon hat? Der mit Gott ringt, um diesen gottlosen Sünder noch ein bisschen mehr Zeit zu geben?"

[1:18:58] Ist das nicht etwas, was wir von Gott selbst kennen? Das ist ein Spiegelbild dessen, wie Gott selbst ist. Die zweimal Magie unterdessen, während dort auf diesem Gipfel der Gott des Universums und dieser Abraham miteinander nicht kämpfen, aber miteinander feilschen um diese Stadt.

[1:19:17] Währenddessen kommen die beiden Magie, die beiden Boten, die Engel, Richtung Sodom. Sie kommen des Abends an und sie treffen im Stadttor Lot. Der sieht zwei Fremde und er weiß, er muss schnell handeln, denn Fremde bleiben nicht lange fremd in Sodom. Sie werden schnell eingeweiht, was das heißt, würde sehr schnell deutlich werden.

[1:19:44] Er bietet ihnen schnell Unterkunft in seinem Heim an. Sie tun es nicht an dem wollen, aber er zwingt sie, erledigt sie. Und kaum sind sie in seiner Wohnung, versammelt sich schon der Mob von Sodom und ihr Ziel ist eindeutig. Sie wollen diese beiden Männer homosexuell vergewaltigen auf der Straße. Eine Massenvergewaltigung.

[1:20:09] Und Lot versucht das unter allen Umständen zu verhindern. Er wäre beinahe selbst umgekommen, hätten nicht diese beiden Engel ihn gerettet. Und sie offenbaren ihm: "Du siehst, wie es um diese Stadt steht. Diese Stadt hat nicht mehr auf 120 Jahre, wie bei Noah. Diese Stadt hat nur noch ein paar Stunden. Nimm alles, was du hast, was du brauchst, nimm deine Familie, deine Verwandten und verlassen die Stadt sofort."

[1:20:35] Lot hat das erst gar nicht begreifen wollen, aber als die Engel es ihm ganz deutlich sagen und ganz explizit auftragen, dann geht er zu seinen Schwiegertöchtern, ist sein Schwiegersohn und versucht sie zu überzeugen, die das ganze für Humbug und für Sensationen halten.

[1:21:02] Und während die Bewohner von Sodom von den Engeln mit Blindheit geschlagen, immer noch nach der Tür suchen, um vielleicht doch noch diese Fremdenlehrermangel zu bekommen, sind die Zeit für Lot dahin. Und er ist immer noch unentschlossen. Und seine Frau bemerkt, dass und seine Töchter bemerken, dass sie sehen, dass er eigentlich weiß, dass er gehen muss, aber dass er realisiert, er kann gar nicht so viel mitnehmen, wie ihm gehört dort in der Stadt. Auf die Schnelle kann man keine große Karawane organisieren, um all die Güter mitzunehmen, die er angehäuft hat.

[1:21:38] Und er zögert und zögert und er hätte wahrscheinlich bis zu seinem Lebensende gezögert, hätten die Engel nicht am Ende an seinem Arm gepackt und ihn mitgerissen. Und seine Familie folgte ihm.

[1:21:55] Die Dunkelheit der Nacht war fast vorbei. Die Sonne stieg gerade auf. Sie rannten, sie gingen und ließen und die Engel sagten: "Lauft weiter dort in das Bergland, dreht euch nicht um und erst, wenn ihr in Sicherheit seid."

[1:22:14] Und Lot, der gerade von zwei himmlischen Wesen vor dem Untergang gerettet wurde und dem gesagt worden ist: "Lauft in das Bergland", bis zu sichern hat tatsächlich die Idee, dieselben Engel zu fragen: "Auch wenn ich lieber in eine andere Stadt fliegen darf und dort in eine kleine Stadt, die vielleicht nicht vernichtet wird."

[1:22:43] Nach zur und die Engel, die das fast gar nicht fassen können, erlauben ihm auch das und sagen: "Okay, dann fliehen die Stadt zur, aber fliehen. Lauf!" Und als sie zur erreichen, diese kleine Siedlung, fällt Feuer vom Himmel, Feuer und Schwefel auf Sodom und vernichtet alles, was dort ist.

[1:23:10] Und als sie es krachen und brennen hören, das sticht ist der Frau von Lot ins Herz und sie denkt sich: "Trifft das auch unser Haus? Auch meine Sachen? Einmal über die Schulter blicken ist doch wohl erlaubt, oder?" Sie blickt über die Schulter und wird zur Salzsäule.

[1:23:36] Lot verliert fast alles, was er hat, in wenigen Stunden. Eine falsche Entscheidung, die über Jahre lang hätte korrigieren können. Gott hat ihn mehrfach durch den Einfall der Mieter gezeigt, dass es gefährlich ist, aber er hat die Lektion nicht gelernt.

[1:23:50] Jetzt bleiben sie nur noch zwei Töchter, mit denen er flieht. Am nächsten Morgen steigt Abraham auf denselben Ort, an dem er am Vorabend mit Gott gerungen hatte, und er sieht Schwefel und Rauch aufsteigen. Und das stellt fest, man nicht mal die zehn, die ausgehandelt hatte, nicht mal die Note und seine beiden Töchter fühlen sich in der kleinen Stadt, in die sie unbedingt laufen wollten, auch dort nicht sicher.

[1:24:21] Und so rennen sie doch in das Bergland und leben in einer Höhle. Der, der nicht in dem Hügelland leben wollte, der das fruchtbarste Land besitzen wollte, was es gab, der dann in der kultivierten Stadt Sodom leben wollte, muss jetzt in einer Höhle leben, aus Angst und Furcht. Dort haust er und seine beiden Töchter.

[1:24:46] Realisieren schnell, dass sie dort keine Männer finden werden und so fassen sie einen perfiden Plan. Sie machen ihren Vater betrunken und schlafen dann mit ihm. Sie werden schwanger.

[1:25:06] Und für Lot ist das der Tiefpunkt einer Schande. Eine Fehlentscheidung hat viele weitere Fehlentwicklungen zur Folge. Im selben Jahr starb Abraham wieder gen Süden, denn das Südland. Er weiß, es sind nur noch wenige Monate, bis seine Frau dieses Kind bekommen wird oder schwanger werden wird.

[1:25:34] Er zieht in eine Gegend, wo ein Stadtkönig herrscht. Sein Titel ist Abi-Melech, mein Vaters König. Hier kennt er niemanden und obwohl er weiß, dass seine Frau in weniger als einem Jahr seinen Sohn gebären soll, erzählt er wieder: "Das ist eine Schwester."

[1:26:05] Er hatte jahrzehnte vorher diese falsche Idee in seinen Kopf programmiert und jetzt, wo Gott zu ihm gesprochen hat, Gott ihn sogar besucht hat und ihm versprochen hat: "Du wirst einen Sohn durch Sarah bekommen", ist in einer Krisensituation diese eine falsche Grundsatz stärker als das, was Gott ihm gesagt hatte.

[1:26:28] Seine Frau wird dem König von Gerar zugeführt. Und jetzt fragt sich da, was jetzt? Gott greift wieder an und spricht zu dem König: "Du bist des Todes wegen der Frau, die du genommen hast, denn sie ist die Ehefrau eines Mannes." Dieser heidnische König wird wahrscheinlich ziemlich erschreckt gewesen sein.

[1:26:54] Er hat nichts ahnend sich zu Bett gelegt, waren seinen süßen Träumen. Dieser Vision: Gott sagt: "Du bist des Todes wegen dieser Frau." Und er sagt dann: "Aber wer auch immer du bist, Gott, ich habe nichts Böses dann gedacht. Und was hat es?" Die Antwort von Gott, der ihm sagte: "Auch ich weiß, dass du dich mit aufrichtigem Herzen getan hast, darum habe ich dich aufbewahrt, dass du nicht gegen mich zunächst."

[1:27:21] Er hat einen Fehler getan, etwas, was offensichtlich verkehrt war, aber hat es aufrichtigem Herzens getan. Und Gott hatte es nicht als Sünde betrachtet, aber es ist etwas, das korrigiert werden musste. Und darum habe ich es dir nicht gestattet, dass du sie bewusst. Gott hatte so lange seine Hand davor gehalten, bis jetzt wusste, wie es wirklich ist, er sich entscheiden konnte, ob er das Gute tun will oder das Schlechte.

[1:27:50] So gibt man ihm an seine Frau wieder, denn erst ein Prophet und er soll für dich bitten. So wisst am Leben bleiben, wenn du sie aber nicht zurückgibst, so wisse, dass du sie gewiss sterben musst, samt allem, was dir gehört. Du bist zwar des Todes, aber du wirst er sterben, wenn du bewusstsein ist. Ansonsten geht es dir gut.

[1:28:07] Und Abraham, der den Fehler gemacht hat, soll für dich bieten. Größer das bewusst gemacht, damit die Menschen, damit die Außen, damit die Kanäner und die Amerikaner nicht schlecht über diesen Abraham denken, der ihnen immer von Gott erzählt und dann selbst so ein Feigling ist.

[1:28:33] So lässt der Abwehr leicht den Abraham rufen und sagt: "Schon mal her, was du getan hast. Das tut man nicht. Ich bin eine Amerikanerin, bin eine Kanänerin und ich sage dir, den Propheten, Gott ist so. Etwas tut man nicht."

[1:28:46] Der Abraham hat sehr viel Interessantes. Er litt ein Beispiel dafür, dass, wenn Gott einen Menschen ruft, es oft auf und bergab geht, auch moralisch. Und er hat ihm viel Silber gegeben, als wie man sagte: "Augen decke, um sicherzustellen, dass er die Sache tatsächlich nicht angerührt hat."

[1:29:13] Und dann im Jahre 2007 wurde sie tatsächlich schwanger, 89, 90 Jahre alt. Und der Bauch wölbte sich durch Glauben. Erhielt auch Sarah selbst die Kraft, schwanger zu werden und sie gebar, obwohl das über das geeignete Alter hinaus war, weil sie den für Troy achtete, der es verheißen hatte.

[1:29:36] 2108 wurde er geboren, von dem Gott die ganze Zeit wusste, dass er kommen würde. Er hat es ihnen mehrfach gesagt, aber Abraham musste viele Nebenwege gehen oder ist vielen Nebenwegen gegangen, um schlussendlich doch einzusehen, Gott hat genau das gemacht, was er gesagt hat.

[1:29:54] Um dieselbe Zeit gaben auch die Töchter Lot, gaben auch die Töchter des Lot Kindern das Leben. Die eine nannte ihren Sohn "Vom Vater", kein besonders schöner Name. Der andere benannte "Der Sohn meines Verwandten", klingt nicht ganz so ins Es. Aber da war es natürlich auch.

[1:30:20] Nur einige Zeit später gab es erneut Krach im Hause Abrams. Der Ismael, der mittlerweile ein richtig pubertärer Jugendlicher war, hat sich ziemlich schlecht gegenüber dem jungen kleinen jetzt Ruby verhalten. Und Sarah war schon wieder Süden hat gesagt: "Ich will diese von diesen dieser Hagar und dieses Mal nicht mehr sehen."

[1:30:52] Sexy Weg, aber war außer sich: "Ich kann doch meinen Sohn nicht wegschicken?" Aber Gott sprach zu ihm und sagte ihm etwas, das schon wieder so ein Schnitt war: "Deine Frau hat recht. Du solltest ohnehin nur eine Frau haben. Schick die Hagar und ihren Sohn Ismael buchstäblich in die Wüste. Ich werde mich um sie kümmern."

[1:31:22] Und diesmal, wenn die Wüste gezogen, sie hatte den Plan nach Ägypten zurückzugehen, dort, wo sie herkam. Aber sie kamen nicht weit. Irgendwann irgendwo in der Unendlichkeit der Wüste ging das Wasser aus.

[1:31:44] Und es war hier, dass Gott sich erneut offenbarte und erneut zu ihr spricht und ihr verheißt: "Diesmal ein großes Volk werden wird. Zwölf Fürsten würden von ihm kommen, und er würde sich um ihn und um sie kümmern."

[1:32:03] Gott offenbarte, dass er nicht nur ein Gott einer Familie ist. Gott war der Gott eines jeden, ganz egal, wie krumm die Lebenswege auch gegangen waren.

[1:32:16] Es gab auch Streit mit den Anwohnern vor Ort. Abraham hat eine Auseinandersetzung wegen dem Brunnen, die dort gebaut wurden. Jeder einzelne Brunnen war eine Lebensversorgung und dort an einem Brunnen macht er einen Schwur mit dem Abi-Melech und seinem Heerführer Pech, wohl, dass dieser Brunnen ihm gehört, der Pfanne Tamariskke und hatte den Ort Beerscheba, ein Ort, den unsere Geschichte noch oft auftauchen wird.

[1:32:45] Im Jahre 2000 126 starb sie nach einer der Nach sind Flutlicht Patriarchen. Und dann schien wirklich das Leben von Abraham einmal den ganzen Zyklus von Erfolg und Niederlage, von Hoffnung und Verzweiflung, von Schwierigkeit und Glück einmal durchlaufen zu haben. Hätte alles erlebt, der war am Ziel angekommen.

[1:33:14] Im Jahre 2000 128 war er 120 Jahre alt und sein Sohn, jetzt fragt 20. Und Gott sprach zu ihm: "Abraham, er antwortet, dass an der Gewohnheit: Hier bin ich." Es war nachts in einer Vision und Gott sagte: "Ziehm, nimm doch deinem Sohn einen einzigen, den du lieb hast, hier zwei, und geh hin in das Land Moria."

[1:33:52] Und bringe ihn dort zum Brandopfer. Da auf einem der Werke, die nicht nennen werde.

[1:34:03] Es war immer noch ganz still in der Nacht. Der Abraham hat sich kurz gefragt, aber sich verhört hatte, hat sich kurz gefragt, ob er vielleicht geträumt hat. Hatte Gott wirklich Brandopfer gesagt?

[1:34:21] Ein Brandopfer wurde geschlachtet, zerstückelt und heute die Fleischstücke wurden gewaschen und dann wurde das ganze verbrannt.

[1:34:40] Hatte Gott, der immer Liebe ist, gerade von ihm gefordert, ein Brandopfer zu bringen, seinen eigenen Sohn. Wahrscheinlich war sogar der Satan erstaunt, weil so kannte er Gott nicht.

[1:35:00] Und die Engel im Himmel, die Welten, die waren völlig außer sich. Hat Gott sich plötzlich geändert? Der Aufwand hat sich gefragt: "Was ist denn los? Genau das, was Gott, was du jetzt mir verlangst, das tun doch die Kanäner die ganze Zeit. Die bringen Brandopfer. Die lassen ihre Kinder durchs Feuer gehen."

[1:35:17] Ich habe immer meine Meinung, meiner Sitte beigebracht, wegzuschauen, gar nicht erst mit den Kanälen irgendeinen Kontakt zu haben, um davon fern zu bleiben. Aber er kannte die Stimme Gottes ganz genau. Sie hatte so oft zu ihm gesprochen. Sie hatte in nur zehn gesprochen, sie hatte in Harra Nudeln gesprochen, sie hatte in all den Orden zu ihm gesprochen. Immer wusste er genau, das ist Gottes Wille war.

[1:35:42] Er erkannte die Stimme, aber er hatte keine Ahnung, was das jetzt bedeutet sollte. Und mit einer intensiven Spannung hat nicht nur Hanna, nicht nur Engel, sondern alle Welten diese Szene geschaut und sich gefragt: "Wird beim Gott auch immer jetzt noch glauben? Und wenn ja, was ist daran gut?"

[1:36:04] Voran. Der Morgen kam, der ganz frühe Morgen. Abraham spaltet das Holz selbst. Er wollte kein Sklave nehmen, kann keinen Bediensteten. Als er sich dann auf den Weg machte, ging er zum Zelt von Sarah. Er wollte es ihr gerade sagen, aber dann hat das bleiben lassen, hat gefürchtet, dass Sarah das nicht verstehen könnte und dass sie ihn vielleicht zurückhalten würde, auf ihn einreden würde, vielleicht sogar einreden würde, um ihn davon abzuhalten, ihren einzigen Sohn, den sie mit 90 bekommen hatte, auf einem Stein Altar in Flammen aufgehen zu lassen.

[1:36:58] Er hat den Sack aus dem Zelt geholt, wer dem nicht gesagt und was es geht, außer dass er einen Auftrag von Gott bekommen hat, dass ein Opfer gebracht werden soll.

[1:37:08] Dort in der Ferne, drei Tage sind sie mit zwei Nächten, einem Esel und viel Holz gereist. Und am dritten Tag hob er seine Augen auf und sah den Ort von Ferne. Er entschied sich, die beiden Knechte zurückzulassen und den Esel und nur noch mit Isaac, mit jetzt arg voranzugehen.

[1:37:37] Und allzu diesen Ort sah da, sagt es hier: "Erzählte darauf, dass Gott im Stande auch aus den Toten auf zu erwecken." Er wusste, Gott hatte verheißen, dass er ein großes Volk werden würde. Gott hatte verheißen, dass er viele Nachkommen haben wird. Er hatte nur einen einzigen, der wirklich zählte vor Gott. Dann, wenn er den umbringt, dann muss er von den Toten auferweckt werden.

[1:37:58] Das ist zwar noch nie passiert, er wusste, dass die Alten erzählt haben, dass irgendeiner mal nicht gestorben ist, der hier noch. Wenn Gott das schafft, vielleicht kann er ja jemand noch aus.

[1:38:09] vielleicht kann er ja jemand noch aus den Tod noch verdecken. Den Tod noch verdecken. Den Tod noch verdecken. Wo sind sie langsam diesen Berg hinauf? Wo sind sie langsam diesen Berg hinauf? Wo sind sie langsam diesen Berg hinauf gestiegen? Jeder Schritt wurde dem Abraham schwerer. Irgendwo auf der Hälfte des Hügels rief der jetzt 87-jährige: "Mein Vater!"

[1:38:26] "Hier bin ich, mein Sohn! Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm zum Brandopfer?"

[1:38:44] "Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer versorgen."

[1:38:51] Okay, sie kamen auf den Gipfel. Sie haben Steine gesucht, Steine aufeinander geschichtet. Der Abhang war schon 120. Der Dienstag muss ihm helfen. Mit 120 konnte er die Steine besser tragen.

[1:39:06] Tragen. Jetzt hat er auch das Holz getragen, den ganzen Berg hoch. Haben ist das Holz auf den Altar gelegt. Jetzt musste das Opfer ja bereit stehen. Oder jetzt musst du Gott für das Lamm sorgen. Und dann hat er ihnen mit tränenerstickter Stimme erzählt: "Jetzt, Isaak, du bist das Lamm."

[1:39:34] Und was in ihm vorging, weiß wahrscheinlich kein Mensch. Aber was das ganze Universum gesehen hat, war, dass Isaak seine Hände ausgestreckt hat und seinen Vater Abraham ermutigt hat: "Binde mich, binde mich!"

[1:39:57] Die Engel haben sich erinnert, wie vor über 2100 Jahren der Mann, den Sohn Gottes nannte, den Vater dreimal gebeten hatte: "Lass mich den Plan der Erlösung ausführen." Damals hatten wir das kaum richtig verstanden, was das bedeuten würde.

[1:40:23] Das ganze Universum schaute mit intensivem Interesse auf diese Szene. Und als sie den Schmerz im Angesicht Abrahams sahen, da verstanden sie etwas, was sie nicht gesehen hatten, als der Sohn Gottes in den Thronraum gegangen war und mit dem Vater gesprochen hatte. Da hatten sie den Ausdruck des Vaters nicht gesehen. Aber jetzt konnten sie den Ausdruck des Vaters sehen in den Augen Abrahams.

[1:41:01] Er zog das Messer. Vielleicht war es nicht dasselbe Messer, mit dem er sich selbst beschnitten hatte. Aber er hatte sich selbst beschnitten. Er hat diesmal weggeschnitten aus seinem Leben. Er hatte Isaak aus seinem Leben weggeschnitten.

[1:41:21] Jetzt würde Isaak wegschneiden. Und er schnitt ihn weg aus seinem Leben, in seinen Gedanken. Und dann spannte er seine Muskeln an und wollte gerade zustechen, als Gott vom Himmel rief: "Abraham!"

[1:41:36] "Abraham!" "Hier bin ich", hat er gerufen. "Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts. Denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen."

[1:41:55] Gottesfurcht bedeutet dem Ruf Gottes zu folgen, egal, ob man ihn versteht oder nicht. In diesem Moment hört etwas rascheln im Gebüsch und er sieht dort einen Widder, einen großen Widder, und sie neben den Widder. Sie binden oder er bindet jetzt. Sagt schnell los. Und sie nehmen den Widder und opfern den Widder.

[1:42:23] Und wenn man über diese Szene nachdenkt, wird ihm bewusst, dass ein Widder kein Lamm ist. Und ihm wird bewusst, dass all das, was er gerade erlebt hat, ein Gleichnis ist. Und als sie dann nach der Opferzeremonie, nach der Anbetung Gottes, den Ort verlassen, nannte er den Ort "Der Herr wird dafür sorgen".

[1:42:50] Ihm war plötzlich bewusst geworden, dass all die Opfer, die er Jahr für Jahr eingebracht hat, in all den Orten, überall, wo er Altäre aufgestellt hatte, dass all diese Opfer eine Lektion hatten, nämlich, dass Gott seinen Sohn geben würde.

[1:43:14] "Der Herr wird dafür sorgen, weil du dies getan hast", sprach Gott zu ihm. "Weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast, darum will ich dich reichlich segnen und deinen Samen mächtig mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Nils. Und dein Same soll das Tor seiner Feinde besitzen. Und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet sein."

[1:43:36] "Das, was du heute getan hast, soll ein Segen sein für die ganze Weltengeschichte bis ans Ende der Zeit, weil du meiner Stimme gehorsam gewesen bist." Abraham konnte das nur erleben, weil er tat, was Gott sagte. Er hat nicht nur zugehört, gesagt: "Ja, das klingt gut." Er hat getan.

[1:43:55] Der Glaube zeigte sich daran, dass er wirklich in seinem Leben die Dinge umsetzte, die Gott von ihm verlangte. Und als er zurückkehrte zu seinem Zelt, während Sarah im Elsass gerade das Fladenbrot machte und sie von fern kommen sahen, hat sie sich gefragt: "Habe ich schon gefragt, was ihr drei Tage lang unterwegs macht?" Er sechs Tage hinterdrückt.

[1:44:21] Da hat er Abraham nicht nur ein Lächeln auf den Lippen, sondern eine so unglaubliche, tiefe Freude. Er hatte vor seinem inneren Auge etwas gesehen. Er hatte den Erlösungsplan besser verstanden als jemals zuvor.

[1:44:38] Er hatte gesehen, was sein Gott, der ihn aus dem Land der Chaldäer, aus dem Land Ur herausgeführt hat, denn all den Weg geführt hat, er ihm all die ganzen Umwege vergeben hat, den immer für ihn gesorgt hätte, immer ihn zurückgeführt hat auf den richtigen Weg, dass dieser Gott das ultimative Opfer für ihn bringen würde.

[1:45:00] Und als es aussah, als ob Gott etwas völlig Absurdes verlangen würde, das zeigte sich, dass damit Gott ihm das Allermeiste offenbarte, dass Gott nicht zurückhalten würde und dass Gott ihn unendlich lieb.

[1:45:15] Er liebte ihn unendlich. Er sah den Tag des Erlösers und er freute sich. Dass Patriarchen von Ur gehört, aber eigentlich ist es auch die Geschichte eines jeden Menschen. Gott hat damals einen Menschen gerufen, hatte einen ganz konkreten Plan für sein Leben.

[1:45:45] Und dieser Mensch hat diesen Plan manchmal gut verstanden, manchmal weniger gut verstanden, manchmal sehr genau ausgeführt und manchmal ist er viele Umwege gegangen. Aber es gibt eine Konstante in der Geschichte vom Patriarchen von Ur.

[1:45:58] Das ist Gott, der jeden Umweg immer wieder auf den richtigen Weg führt und der jeden Menschen, der bereit ist, den Ruf Gottes zu hören, zur größten und tiefsten und innerlichsten Freude bringen kann, die jenen Abraham auch, wenn wir heute viele Jahrhunderte, Jahrtausende später leben, sind viele von den Prinzipien dieser Geschichte immer noch dieselben.

[1:46:34] Wir haben die letzten Abendmahls eine kleine Herausforderung gehabt. Am ersten Abend wollte er über die Güte Gottes, wird es die Schönheit Gottes, seinen Charakter nachdenken. Am letzten Abend haben wir uns Gedanken gemacht, ob auch wir betroffen sind von diesem Gift der Schlange, von dieser Rebellion.

[1:46:48] Und heute Abend möchte ich sie entlassen mit diesem Gedanken, dieser Frage: Auch die, die diese Live schauen, ob nicht Gott auch in unser Leben hinein ruft? Ob er nicht auch ganz konkret mich und dich, lieber Freund, liebe Freundin, ruft? Ob er nicht auch für dich und für mich einen Lebensplan hat?

[1:47:09] Und es wird wohl bedeuten, dass auch wir vielleicht manche Dinge abschneiden müssen. Der Ruf Gottes ist es immer auch ein Ruf der Trends. Aber am Ende steht eine tiefe Erfahrung mit ihm, unserem Schöpfer.

[1:47:24] Und in diesem Sinne möchte ich uns einladen, einfach mal morgen den ganzen Tag über ganz bewusst über nachzudenken, was Gottes Ruf in meinem Leben sein könnte. Wie er mich ruft, wozu er mich ruft.

[1:47:38] Oder ob er mich vielleicht zu einem Punkt wieder zurückrufen muss, so wie auch den Abraham. In diesem Sinne würde ich gerne den Abschluss gebeten und lasst uns alle dazu ein.

[1:47:48] Lieber Vater im Himmel, wir möchten von Herzen Dank sagen für diese inspirierende Geschichte eines Mannes, der fast alles aufgegeben hat, um dich zu finden, und er trotzdem alles gewonnen hat, was es auf dieser Welt zu gewinnen gibt. Wir sehen den Vergleich zu Lot, der fast alles verloren hat und der Schande am Ende gelebt hat, weil er nicht geglaubt hat, dass du wirklich das Beste für ihn willst.

[1:48:22] Warum hat das geglaubt? Und wenn das mal nicht geglaubt hat, dann hast du ihn trotzdem immer wieder zurückgeführt, erinnert und das, was er eigentlich versprochen hatte. Und so möchten wir dich bitten, dass du auch in unserem Leben uns deutlich machst, wohin du uns rufst, wozu du uns rufst und was dein Plan für unser Leben ist.

[1:48:41] Dank, dass wir wissen dürfen, dass du, so wie du bei Abraham gewesen bist, doch bei uns sein wirst. Im Namen Jesu. Amen.


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