[0:23] Ja, einen wunderschönen guten Abend und herzlich willkommen zur unserer fünften Episode mit dem Titel "An den Brunnen von Aram". Bevor wir richtig einsteigen, haben uns wieder einige Fragen ereilt, sechs an der Zahl, und wir wollen sie kurz und bündig beantworten.
[0:45] Die erste Frage, die gestellt worden ist: Wo steht in der Bibel, dass Luzifer, nein, Musikmeister im Himmel gewesen ist? Gute Frage. Hier kommt die Antwort: In Hesekiel 28, in einem der Kapitel, in der der Fall dieses großen Engelsfürsten Hélène oder auch Platt ein Luzifer beschrieben wird, da wird unter anderem auch Bezug genommen auf die Zeit, bevor er gesündigt hat. Und es heißt dort in Hesekiel 28, Vers 13: Nachdem eine ganze Reihe von Edelsteinen beschrieben werden, hier gehabt hat, da heißt es: "Eine kunstvoll hergestellte Tamburin und Flöten waren beide am Tag seiner Erschaffung wurden sie bereitet." Nun, wer keine Schlachter 2000 oder Luther 1912 hat, wird hier andere Worte vorgefunden haben. Da steht dann meistens so was wie: "Ohrringe oder andere Schmuckgegenstände." Ich habe vor einiger Zeit mal ein sehr intensives Studium des Hebräischen hier gemacht und das erste Wort, das was hier mit Tamburin übersetzt wird, ist tatsächlich unzweifelhaft ein Tamburin. Es ist ein Musikinstrument. An allen anderen Stellen in der Bibel ist es auch ein Musikinstrument. Es gibt überhaupt nichts dran zu deuten. Das zweite Wort heißt wörtlich: "Öffnung". Und es ist etwas allgemein. Ja, wenn man jetzt davon ausgeht, dass es im direkten Kontext von Musikinstrumenten geht, nämlich Tamburin, dann fragt man durch, welches Musikinstrument eine Öffnung hat? Eine Flöte zum Beispiel. Wenn man jetzt aber sagt, vorher sind laut der Edelsteine, vielleicht geht es ja auch um eine Öffnung im Ohr, dann kommt die Übersetzung Ohrringe raus. Also das zweite Wort ist ein bisschen unklar. Keiner weiß genau, was es bedeutet. Die neuesten Wörterbücher tendieren auch zu Flöten. Aber ganz egal, wie das zweite Wort zu besetzen ist, auf jeden Fall gibt es Musikinstrumente hier. Und der Text sagt deutlich, dass an dem Tag, als Hélène, als der schützende, gesalbte geschaffen worden ist, die Tombola, also die Musikinstrumente ihm gegeben worden sind.
[2:49] Die zweite Frage, die gestellt worden ist: Wer war Melchisedek? Sein Name bedeutet ja "König der Gerechtigkeit". Im alten Testament gibt es immer wieder die Spekulation, dass sich hinter diesem Melchisedek jemand Übernatürliches verbergen könnte, weil "König der Gerechtigkeit" – das ist doch eigentlich ein passender Titel für Gott selbst. Nun, in der Bibel ist Melchisedek tatsächlich erstmal eine ganz normale Person aus Fleisch und Blut. Und die Tatsache, dass sein Name so besonders ist, "König der Gerechtigkeit", ist eigentlich nichts Besonderes. Die meisten Personen der Bibel haben sehr schöne Namen. Gibt es auch einen, da heißt Eliana. Ich meine, Gott ist König und viele andere Namen, die auf Gott und seine Gerechtigkeit hinweisen. Also um die Tatsache, dass er so einen wunderbaren Namen hat, "König der Gerechtigkeit", heißt noch nicht, dass er kein Mensch gewesen ist. Er regierte auch einen Stadtstaat, der Salem, also Frieden, heißt. Also der Paulus noch später diese Analogie. Er sagt: "Der König der Gerechtigkeit, Melchisedek, war König von Salem, war König des Friedens." Aber er war natürlich in seiner Funktion als König und Priester in gewisser Weise ein Vorbild auf den kommenden Erlöser.
[4:12] Das auf jeden Fall. Dritte Frage: Wie kann der Abimelech an einer Frau von 90 Jahren so viel Gefallen gehabt haben? Wir haben das letzte Mal gesehen, wie Abraham zweimal seine Halbschwester, die auch seine Frau war, allein als seine Schwester bezeichnet hat und damit sein Leben retten wollte, weil er meinte, dass man ihn totschlägt, um sie dann zu sich zu nehmen. Und im zweiten Fall war die Sarah, die dann schon Sarah hieß, 90 Jahre alt. Und welcher König dieser Welt holt sich 90-jährige Frauen in sein... Und auch hier ist die Antwort relativ simpel. Wie wir gesehen haben, waren damals die Jahreslängen der Alten weitaus länger, obwohl längst nicht mehr so lange wie nach der Sintflut. Zur Zeit von Abraham lebten Menschen immer noch so 180 bis 200 Jahre. Sein Vater Terach war 205 Jahre alt geworden. Also man kann im Grunde genommen so die Lebenszeit verdoppeln von uns, um auf das damalige Alter zu kommen. Oder wenn man es umrechnet in unsere Zeit, würde man es ungefähr halbieren. Das heißt, eine 90-jährige Frau damals könnte durchaus so um die 45 gewesen sein, also geradezu in ihren Wechseljahren. Das passt ganz gut zur Geschichte, dass dann die Frau eben nicht mehr Kinder kriegen konnte. Aber mit 45 kann man vielleicht durchaus noch einem König gefallen, und sei aber außergewöhnlich schön. Und das wird dann mit den Jahren nicht viel weniger gewesen sein.
[5:43] Vierte Frage. Und da hat der Fragesteller auch gesagt, er war nicht ganz sicher, ob er das vielleicht schon gesagt worden ist. Er wollte es aber nochmal sicherstellen: Wieso war dort im Gebüsch, als Abraham den Isaak opfern sollte, wieso war da ein Widder und nicht ein Lamm? Der Abraham hat ja auf dem Weg auf die Frage: "Wo ist das Lamm zum Brandopfer?" gesagt: "Gott wird ein Lamm ersehen." Und es ist aber nie ein Lamm auf diesem Berg erschienen, zunächst einmal, sondern im Gebüsch befand sich ein Widder. Und wir haben das auch letztes Mal angedeutet, dass das im Prinzip ein sehr deutlicher Hinweis für den Abraham selbst war, dass der Widder, der dann an Stelle von Isaak geopfert wurde, dass das nicht das Eigentliche war, worum es ging, sondern dass es eine Lektion war auf das kommende Lamm, das buchstäblich Gott bereiten würde. Er hatte verstanden, dass Gott selbst sich der Menschheit geben würde, dass Gott seinen Sohn geben würde, der sogenannte. Und dass Gott selbst einen enormen Schmerz dabei erleben würde. Und deswegen hat er den Ort genannt: "Der Herr wird ersehen." Als er wusste, es wird in der Zukunft sein.
[6:59] Das Zukünftige wird uns noch im Laufe dieser Zeit hier beschäftigen. Vorletzte Frage, relativ simpel: Was, warum sind die Jahreszahlen in den Präsentationen aufsteigend, obwohl wir uns vor Christus befinden? Man kennt das ja aus dem Geschichtsunterricht. Je näher man sich der Zeitenwende nähert, desto kleiner sollten die Zahlen werden. Bei uns, wenn sie mal begrüßt... Des Rätsels Lösung ist ganz einfach. Wer alle vier Vorträge gesehen hat, wird wahrscheinlich von alleine gemerkt haben: Die Jahreszahlen beziehen sich nicht auf Christus und die Zeitenwende, sondern beziehen sich auf die Zeit seit der Schöpfung. Also die Sintflut fand nicht 1656 vor Christus statt, sondern 1656 Jahre nach der Schöpfung. Und Abraham wurde nicht 2008 vor Christus geboren, sondern 2008 Jahre nach der Schöpfung. Wir werden eine ganze Zeit noch in dieser Zeitrechnung weitergehen und dann im Laufe der Serie irgendwann in die Vor-Christus-Rechnung über switchen, die uns dann von der Geschichte besser bekannt ist.
[7:56] Letzte Frage noch. Jemand hat es hier mit der Genealogie und hat ein bisschen mitgerechnet. Das heißt nämlich, in der Bruder scheint so in der Bibel gesagt sein, dass Terach 70 Jahre alt war, als er den Abraham gezeugt hat. Und das heißt auch in der Bibel, dass Abraham mit 75 Jahren dann sein Vaterhaus verlassen hat und von Haran nach Kanaan gezogen ist. Das heißt, wenn Terach 70 Jahre alt gewesen ist, dann müsste er zu dem Zeitpunkt 175 gewesen sein. Aber die Bibel sagt, dass er mit 205 Jahren gestorben ist. Das heißt, er müsste ja noch Jahrzehnte lang alleine in Haran gelebt haben. Die Tatsache ist aber, dass die Bibel auch sagt, dass Abraham erst aus Haran loszog, als sein Vater gestorben war. Und das bedeutet, dass Abraham sehr viel später gezeugt worden ist. Also, wenn man die Rechnung rückwärts aufmacht, wenn er 8, 205 Jahre alt war, als er gestorben ist, und Abraham zu dem Zeitpunkt an 75 war, wie alt war dann Terach, als Abraham gezeugt wurde? Genau. Das heißt, er ist erst 60 Jahre später gezeugt worden, nachdem Terach seinen ersten Sohn gezeugt hat. Das heißt, nach Nahor, der ältere Bruder war, tatsächlich, ob man es glaubt oder nicht, 60 Jahre älter als er. Aber und das ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir auch in diesem Fall die Tatsache, dass Abraham als erster erwähnt wird, wenn es heißt: "Er, 70 Jahre alt, als er den Abraham nach und..." Zeugte, nicht bedeutet, dass er der Erstgeborene war, sondern erst als erster aufgeführt, weil er natürlich die größte, besondere Rolle gehabt hat.
[9:44] Also, viele interessante Fragen. Wenn auch Sie eine Frage haben, entweder hier vor Ort oder im Livestream, dann scheuen Sie sich nicht, stellen Sie die Frage. Entweder hinten an der Fragenbox schreiben Sie das auf, oder stellen Sie uns die Frage unter der Mailadresse: [email protected]. Wir behandeln die reinen Dinge hier, die man sonst nicht so häufig hört und wo man vielleicht auch mal Fragen stellen kann, die man sonst nicht so beantwortet bekommt.
[10:11] Wir wollen ganz kurz, bevor wir hineinsteigen ins Thema, uns erinnern, was bisher geschehen ist in den ersten vier Episoden, ganz kurz zusammengefasst. Wir haben festgestellt, alles begann in unserer Geschichte mit der ewigen Existenz Gottes, der schon immer Liebe war, ist und sein wird, der sich nie ändert. Und das als Gesetzmäßigkeit die Grundlage der ganzen Geschichte bildet. Wir haben gesehen, dass er in seiner Liebe Welten erschuf, Wesen erschuf, auch die Boden, die Malakim, die Engel, die zwischen den Welten kommunizieren sollten. Wir sahen, wie einer von ihnen, Hélène, eine Rebellion im Himmel startete. Ein Drittel der Engel folgte ihm. Gott schuf die Erde, um zu zeigen, anhand der sechs Tage, die er dort aktivierte, dass er wirklich gut war, dass man ihm vertrauen kann und dass alles, was er macht, sehr gut ist. Er schuf den Menschen als Repräsentanten, als Abbild von ihm, an dem das ganze Universum sehen sollte, wie Gott wirklich ist. Doch der gefallene Engel, der Hölle, der zu Satan wurde, es führte dieser Menschen, indem er sich der Schlange bediente und sie dazu brachte, von dem einzigen Baum zu essen, von dem Gott ihm geboten hatte, nichts zu essen, um ihre Liebe und ihre Freiheit zu testen. Dadurch kam die Sünde, die Rebellion, das Herz der Menschen und der Tod als Folge. Trotzdem entschied sich Gott, diesen Planeten hat nicht einfach sich selbst zu überlassen, nicht einfach die Menschheit der satanischen Regierung zu überlassen, sondern er entschied sich für sie ein Opfer zu bringen, einen Plan, der seit Ewigkeiten gefasst war, in die Tat umzusetzen. Er würde Gott selbst würde Mensch werden, der zweite von ihnen und würde sich ganz hingeben, um der Menschheit einen Neuanfang möglich zu machen. Das wäre ein gewaltiges Opfer, das von Anfang an durch ihr Opfer illustriert und versinnbildlicht wurde. Die Menschen nach Adam und Eva fingen sehr bald an, sich in zwei Gruppen aufzuspalten. Die einen, die Treue zu Gott standen und wussten, dass sie gesündigt haben, dass sie seine Liebe und seine Gnade bedurften. Und andere, die diese Rebellion, diesem Geist der Rebellion hegten und entsprechend sich auch verhielten.
[12:40] Das in keiner Nabel gesehen an dem ersten Brudermord und dann an den Patriarchen, die so die 104 Jahrhunderte lebten, werden gesehen, wie hier noch als erster und bis dato einziger den Tod nicht sah und in den Himmel aufgenommen worden ist. Ansonsten ging es bergab mit der Menschheit. Gott sandte eine Sintflut im Jahre 1656, die die gesamte Erde reinigte von dem von der Bosheit, dass sich dort angesammelt hatte. Gott hatte anderthalb tausend Jahre lang gewartet, ob Menschen sich bekehren würden. Nur acht waren bereit, ihm zu folgen. Mit ihnen fing von vorne an. Aber schon bald war auch dort der Biss der Schlange, das Gift, diese Rebellion sichtbar an dem Turmbau, Turmbau dort in der Ebene von Sinear, aus der dann später, nachdem sich die Sprachen zerstreut und ganz verschiedene Richtungen bewegt hatten, die ersten Reiche, die ersten Hochkulturen entstanden. Wir haben das letzte Mal gesehen und in einer dieser Hochkulturen, unter den Sumerern oder Kadern, berief Gott einen Menschen, um mit ihm der Welt und im Universum zu zeigen, dass es sich lohnt, Gott zu lieben und Gott zu vertrauen. Er sollte ein Beispiel und ein Verkündiger des Wesens Gottes in einer Welt sein, die wiederum in die geistliche Finsternis abdriftete. Er rief ihn, er sollte seine Heimatland, seine Verwandtschaft, Vater aus verlassen und dann in dem Gebiet der verfluchten Kanaan ein Zeugnis sein.
[14:17] Er hat sehr viel erlebt, dieser Abraham. Hat auch manche Glaubensprüfung bestehen müssen. War auch nicht immer selbst ganz besonders stark im Glauben, hat öfter seine Frau ja weggegeben aus Angst um sein Leben und hat trotzdem sich den Respekt der Kanaaniter erworben durch sein selbstloses Handeln und wurde von Gott immer wieder auf den geraden Weg zurückgebracht. Als Zeichen des Bundes, den Gott mit ihm einging, gab er die Beschneidung, die ihm zeigen sollte, dass, wenn man Gott folgt, man nicht nach dem eigenen Willen handelt, sondern nach dem Willen Gottes, der der beste ist. Und Abraham glaubte, dass das Gottes Wille besser ist als sein eigener Wille.
[14:58] Er sah auch, wie die Bewohner der berühmten Stadt Sodom buchstäblich in Rauch und Asche aufgingen, als Feuer vom Himmel fiel und seinen Neffen Lot nur knapp gerettet wurde. Und schlussendlich die Verheißung Gottes, dass er einen Sohn bekommen würde, sich doch erfüllte, nicht durch seine eigene Methode, durch Hagar, den diesmal zu bekommen, sondern durch Sarah, die damals 90 Jahre alt war. Bekamen sie den Sohn der Verheißung, Isaak, der der Träger dieser Heilslinie sein sollte.
[15:33] Und ganz am Ende haben wir gesehen, wie dann Abraham fast zu Tode erschrocken ist, als Gott von ihm fordert, eben diesen Isaak, als er 20 Jahre alt war, als Brandopfer zu opfern. Denn gesehen, wie Isaak bereit war, sich freiwillig zu geben. Das ganze Universum den Atem anhielt, zu sehen, wie ein Vater seinen Sohn gibt und wie ein Sohn sich freiwillig opfern lässt. Und als der Widder dann im Gebüsch gefunden wurde, war deutlich, das ganze war nur eine Illustration, ein Bild auf den großen Plan der Erlösung, den die selbst die Engel und die umgefallenen Welten jetzt zum ersten Mal in seiner emotionalen Tiefe so richtig verstanden haben.
[16:13] An der Stelle haben wir Schluss gemacht, als wir gesehen haben, dass Abraham den Tag des kommenden Erlösers gesehen hatte und sich freute. Und an dieser Stelle werden wir weitermachen. Jetzt mit der Episode 5. Lasst uns mit einem Gebet starten.
[16:36] Lieber Vater im Himmel, danke dir, dass du heute an diesem Tag die Zeit nimmst, uns zuzuhören und die Zeit nimmst, zu uns zu reden. Danke dir, dass wir über deine Worte nachdenken dürfen und die Geschichten, die Menschen mit dir erlebt haben und die Teil der Weltgeschichte geworden sind. Möchten dich bitten, dass, wenn wir über diese Geschichten nachdenken, wie auch unsere eigene Geschichte diesen Geschichten entdecken und das tut schon spricht, dass wir wirklich wertvolle Dinge lernen. Und danken dir, dass du das tust, was durch den Heiligen Geist. Im Namen Jesu. Amen.
[17:34] Abraham hatte nun wirklich alles im Leben erlebt, was man so erleben konnte. Er war weit über 120 und seinen Sohn Isaak, mittlerweile ein junger, kräftiger Mann. Abraham war zufrieden als Fremdling dort im Land, im Süden von Kanaan, zu leben. Und mit der Zeit fragte er sich, was eigentlich auch seinen Verwandten geworden war, die Jahrzehnte zuvor zurückgelassen hatte, in der Gegend von Haran. Was war mit seinem älteren Bruder Nahor passiert, der die Milka geheiratet hatte? Und er hörte die Kunde, dass Nahor, sein älterer Bruder, eine große Zahl von Kindern bekommen hatte. Acht Söhne allein von seiner Hauptfrau. Auch er hatte sich eine Nebenfrau genommen, wie das aber auch zum Teil getan hatte, und er hatte weitere vier Söhne bekommen. Das Land, in dem Nahor mit seiner ganzen Sippe lebte, war das Land Aram, benannt nach einem der Enkel von Nahor, einem Bruder von Terach, dem Träger der Heilslinie durch Sem. Und es lag dort im Norden, zwischen den beiden Flüssen Euphrat und Tigris, in einer äußerst fruchtbaren Ebene. Dort liefen die ganzen Karawanenstraßen und Handelsrouten zusammen. All das, was aus Ur und Babylon kam und dann vielleicht weiter Richtung Kommt, Richtung Ägypten gehen würde. Auch nach das Gebirge im Norden war man schnell, und mal auch der Weg zu den Küstenstädten am Meer war nicht als weil. Dort trafen sich viele Handelsstraßen und dort war eine blühende Zivilisation entstanden.
[19:35] Es war im Jahre 2145. Abraham war mittlerweile 137 Jahre alt, als seine Frau Sarah, zehn Jahre jünger, starb. Mit ihr hatte er in all die großen Abenteuer seines Lebens erlebt und er hielt eine lange und intensive Totenklage. Die Frage war: Wo soll ich sie begraben? Ich bin ein Fremdling in diesem Land, ich habe keinen Besitz. Und so entschloss er sich, Menschen in der Nähe zu fragen, ob sie nicht bereit wären, ihm ein kleines Grundstück zu verkaufen. Er, der als Fremdling hier in diesem Land Kanaan lebte, wollte zumindestens ein ganz bisschen Privateigentum haben, um dort seine Tote begraben zu können. Er traf sich mit einigen Hethitern, oder auch Hethiter, wie sie sich selbst nannten, die berühmt war in der ganzen Welt für ihre vielen, vielen Götter. Sie galten als das Volk der 1000 Götter. Aber ein Grundstück konnte man von ihnen kaufen. Und so hat er sich etwas ausgesucht, dort in der Nähe eines Feldes von Ephron, die Höhle Machpela, samt Feld, die wollte er haben. Und mit dem Besitzer kam man sich schnell überein. Der wollte ihm die Höhle sogar schenken. Aber Abraham wusste, dass das vielleicht keine gute Idee wäre, sich abhängig zu machen von den Götzendienern. Nun, so wog er ihm die vielen Kilo Silber ab, die dieses Grundstück kostete. Er war jetzt rechtmäßiger Besitzer eines Feldes und einer Stein höhle. Das ganze Land war ihm verheißen. Er hat er alles gesehen, vom noch von den Bergen des Nordens bis in das Südland der Wüste. Von all dem Land, das ihm verheißen worden war, besaß er jetzt ein kleines Stück, eine kleine Anzahlung sozusagen.
[21:37] Er lebte in der Nähe eines Brunnens, den Brunnen, den er damals mit... wo ein Vertrag gemacht hatte mit Abimelech. Und dieser Brunnen hieß Beerscheba, der Brunnen des Schwurs oder auch der Brunnen der... 73 Jahre vergingen nach dem Tod seiner Frau, und Abraham wusste, dass auch jetzt vielleicht nicht mehr lange zu leben hatte. Und die Frage stellte sich: Wie würde es jetzt mit Isaak weitergehen? Er war immer noch Single und weit und breit gab es nur Frauen, die entweder Kanaaniter oder Amoriter oder Hethiter waren. Allesamt ungeeignet für jemanden, der die Heilslinie weiterführen sollte, aus dessen Nachkommenschaft der Messias, der Verheißene Erlöser kommen sollte. Und so fasste er den kühnen Plan. Er wusste, dass seine Verwandten in Aram, obwohl sie auch den Mondgott Nanna oder Sin anbeteten, dass sie immer noch von dem wahren Gott wussten und dass der...
[22:43] dem wahren Gott wussten und dass der Götzendienst nicht völlig eingenommen hatte. Vielleicht könnte man dort ja in ihrer Umgebung eine Frau finden. Für den jetzt aber Abraham hat interessanterweise seinen Sohn nicht losgeschickt, als er die Sache mit ihr sagte. Durch sprach musste der vielleicht erstaunt, vielleicht war das auch Tradition, erfahren, dass jemand anderes für ihn die Braut aussuchen würde. Sein Knecht, der Knecht Abrahams, benannt Eli.
[23:14] Sehr mein Gott ist Hilfe und für Isaak bedeutet, dass seine eine schwerwiegende Entscheidung. Würde er sich dem Urteil dieses Mannes anvertrauen können, der ohne Frage ein treuer Mann Gottes war? Elisa musste dem Abraham schwören, nur eine Frau gleichen Glaubens zu finden und sie auf jeden Fall auch mit nach Kanaan zu bringen. Es war keine Option, das jetzt aus Kanaan nach Aram zurückzuziehen.
[23:47] Selbst wenn es eine gläubige Frau wäre. Wichtig war nicht nur, dass diese Ehe von einem selben Glauben geprägt war, sondern auch von einer gemeinsamen Mission. Und die Mission von Abraham und seinem Sohn war hier in Kanaan ein Zeugnis zu sein.
[24:04] Zehn Kamele, Esel und ein paar Burschen machten sich auf den Weg, den langen Weg nach Aram. Das Aram der zwei Ströme. Unterwegs kamen sie an der Stadt Damaskus vorbei, wo Elieser selbst herkam. Aber er hatte keine Zeit, lange zu verweilen. Er musste weiter nach Aram. Sie überquerten den Euphrat und kamen in diese fruchtbare Gegend.
[24:27] Und nach einiger Zeit erreicht er tatsächlich die Stadt Haran, in der damals Abraham vor vielen Jahrzehnten selbst gelebt hatte. Diesen seltsamen Dächern. Und Elieser blieb mit seiner Karawane außerhalb der Stadt zurück und überlegte, nach welchem Kriterium er eine Frau finden sollte.
[24:49] Manche Kriterien liegen auf der Hand: Schönheit, Geld. Aber Elieser war sich nicht sicher, ob das die beste Option wäre. So entschied er sich, Gott zu fragen und zu bitten, dass er die Sache leiten möchte. Er wollte eine Frau finden, die wirklich die Prinzipien des Himmels widerspiegelt.
[25:15] Und als er so mit seiner Karawane mit den durstigen Kamelen dort lagerte, kamen die Frauen in der Abendstunde zum Brunnen. Viele der Brunnen damals waren Brunnen, in die man kreisförmig in den Erdboden hinein gemusterte Löcher, wo das Wasser war. Sehr anstrengend, dort die großen Wassereimer hinunterzutragen, zu füllen und dann wieder auf dem Kopf oder auf den Schultern zurückzutragen.
[25:39] Er sah dort ein junges Mädchen, das ebenfalls kam, und sie fiel ihm auf. Sie benahm sich ganz besonders, sie hat eine ganz besondere Aura. Und er überlegte, wie er sie ansprechen könnte, wie ein Gespräch beginnen sollte. Und ihm fiel wahrscheinlich nichts Besseres ein als diese Frage: Könnte ich auch etwas Wasser haben?
[25:59] Und als sie merkt, dass er ein Fremdling war, eine weite Reise hinter sich hatte, da gab es nicht nur im Wasser, sondern sie sah die Kamele und ungefragt begann sie für alle zehn Kamele literweise, nicht nur einmal oder zweimal, sondern unglaublich oft diesen Brunnen zu steigen und Wasser zu holen.
[26:26] Der Elieser beobachtete das ganz genau. Er merkte: Hier ist eine Frau, die hat genau die Prinzipien des Himmels. Sie denkt nicht an sich. Sie denkt an eine Frau, die Mitleid mit diesen verachteten Kamelen hat. Die wird sich bestimmt auch um meinen Herrn Isaak ganz gut kümmern.
[26:48] Er fragte sie nach ihrem Namen und der Name war Rebekka. Er erkannte sie als Rebekka und es stellte sich heraus, dass sie tatsächlich eine Verwandte von Abraham war. Es war die Tochter von Bethuel, die Schwester von Laban und die Tochter von Bethuel.
[27:15] Nachdem er dann die ganze Familie kennenlernte, hat man ihn hinein in das Haus und wollte ihm ein großes Mahl auf den Tisch stellen, wollte feiern, dass endlich jemand sich von der Sitte Abrahams halt mal wieder blicken ließ, nach all den Jahrzehnten. Aber Elieser hatte zunächst keine Lust auf Essen.
[27:31] Er wollte erst eine Mission zu Ende bringen und sagte sehr deutlich: Das, was ihnen passiert ist, wie es gekommen ist, und dass er sich sicher ist, dass es lebt, ja von Gott auserwählt ist, um die Ehefrau oder die Ehefrau für Isaak zu sein. Und ihr Bruder Laban und ihr Vater Bethuel kannten noch so viel von Gott.
[27:57] Sie wussten noch so viel von dem wahren Gott des Himmels, trotz ihrer Anbetung des Mondgottes, dass sie erkannten, dass das wirklich eine Sache war, die Gott geführt hatte. Diese Sache kommt von dem Herrn, sagten sie. Darum können wir nichts gegen dich reden, weder Böses noch Gutes.
[28:09] Elieser war zufrieden. Er war froh, seine Mission war geglückt und er holte all die Geschenke aus, die er zurückbehalten hatte, denn er wollte testen, nach welchen Motiven sie entscheiden würden. Jetzt brachte er das Gold, den Schmuck als Zeichen des Bundes, der zwischen den beiden Familien sein sollte.
[28:30] Am nächsten Tag hatte er hatte er großen hat es ihnen gedrängt, wieder zurückzugehen mit der Karawane. Die Familie von Rebekka war längst nicht so eilig diesbezüglich. Sie hätten gern ihre Tochter noch ein bisschen länger gehabt, zehn Tage mindestens. Aber er drängt und sagte: Nein, nein, Gott hat die Reise gelingen lassen, ich muss zurück.
[28:54] Man hat sie dann selbst gefragt: Möchtest du mit diesem fremden Mann mitgehen? Und zwar jetzt sofort? Rebekka sagte: Ja, ich will mit ihm ziehen. Wenn es Gottes Wille ist, dann ist es das Beste für mich, dass ich diesen Mann heirate, von dem ich in meinem Leben noch nichts gesehen und noch nichts gehört habe.
[29:19] Man hat sie gesegnet: Du bist unsere Schwester, werde zu vielen tausendmal, tausenden und eins. Amen. Neben dem Tor seiner Feinde Besitz. Elieser wird wahrscheinlich spitze Ohren bekommen haben, denn das war der Segen, mit dem Gott den Abraham gewickelt hatte, einige Jahre zuvor auf den Bergen Moria.
[29:39] Sie zurück und währenddessen hat jetzt Isaak gewartet. Eines Abends ging er über das Feld und er machte sich Gedanken: Wie wird sie sein, meine Frau? Er hatte es vollständig in die Hände Gottes gelegt, etwas, was die allermeisten Menschen zu mindestens teilweise auch gerne selbst entscheiden würden.
[30:06] Würde Gott wirklich etwas Gutes dabei herausbringen? Als er das Feld ging, kam er vorbei an dem Brunnen Beer-Lachai-Roi, von dem ihm sein Vater erzählt hatte, dass an diesem Brunnen Gott der Sohn Gottes, der Hagar, erschienen war und sie ermutigt und sie gesegnet hatte. Und ihm kam so in den Sinn: Wenn dieser Gott sich sogar um eine ägyptische Magd kümmert und das Beste für sie will, obwohl sie rebellisch waren, wird nicht Gott sich auch um mich kümmern?
[30:36] Wird er nicht auch für mich das Beste wollen? Mit solchen Gedanken schlenderte er so über das Feld und sah dann im untergehenden Sonnenlicht die Karawane. Sein Herz pochte und mit jedem Schritt, mit dem die Kamele näher kamen, wurde die Tochter stärker.
[30:57] Irgendwann waren sie in Sichtweite und man konnte ihn sehen, wie er dort auf dem Feld ging. Und Rebekka fragte Elieser: Ist das ein Bräutigam? Dann heißt es so poetisch: Damit sie vom Kamel und verschleierte sich. Und dort auf dem Feld trafen sie sich zum ersten Mal.
[31:27] Jetzt nahmen sie und brachte sie in das Zelt seiner Mutter und er heiratete sie. Und es stellte sich heraus, alles, was sein Herz begehrt hatte, hatte Gott erfüllt. Es war eine wunderschöne, liebevolle, charakterlich anziehende, attraktive, ihn wunderbar komplementierende Frau. Gott hatte Wort gehalten.
[31:54] Es hatte sich gelohnt, Gott zu vertrauen. Gott hat tatsächlich die Liebe auch in der Frage der Partnerwahl und gemeinsam begannen sie eine Ehe, die wohl zu den glücklichsten, zunächst am Anfang aller Ebenen dieser Geschichte, gezählt werden kann.
[32:12] Vielleicht hat das den Abraham inspiriert. Jedenfalls, ob es dem Isaak gefallen hat oder nicht, hat er sich auch noch mal eine vorgenommen. Alt wie er war, als Greis, die viel jüngere Keturah hat ihm sogar noch sechs Kinder geboren. Sind in Yorkschire, Mettern, Medien, stark und schwach.
[32:37] Dieses Glück blieb aber Isaak und seiner Frau Rebekka erst einmal versagt. Sie war unfruchtbar. Und Abraham hat sich wahrscheinlich auch gefragt: Was ist das nur? Das ist doch kein Zufall. Wenn seine Frau unfruchtbar und jetzt die Frau seines Sohnes schon wieder.
[32:55] Könnte es sein, dass Gott etwas ihnen beibringen wollte? Es war zu dieser Zeit im Jahre 2158, als der Sohn Noah starb. Er hatte noch 600 Jahre, werden noch 500 Jahre nach der Sintflut gelebt. Und mit ihm starb der letzte Augenzeuge der alten Welt. Mit ihm starb die Möglichkeit, aus erster Hand zu informieren, wie das wirklich gewesen ist, vor jeder großen Katastrophe.
[33:36] 20 Jahre lang haben Isaak und Rebekka versucht, ein Kind zu bekommen, und das hat nicht funktioniert. Auch sie hätten die Optionen gehabt, eine Nebenfrau sich zu nehmen. Das wäre, wie wir letzte Mal gesehen haben, rechtlich möglich gewesen. Aber jetzt traf Isaak, entschied sich einen besseren Weg zu gehen.
[33:52] Hatte Gott ihm nicht eine Frau bereitet? Könnte eben nicht auch einen Sohn geben? Er betete jahrelang, 20 Jahre lang, und Gott erhörte sein Gebet. Seine Frau Rebekka wurde schwanger. Und es schien fast so, als ob das Gebet ein bisschen zu intensiv gewesen ist, denn sie bekam nicht ein Kind, sie bekam Zwillinge.
[34:23] Und die begannen sich schon im Mutterleib zu prügeln, zu streiten, so dass es ihr völlig weh tat. Also hat Gott gebeten: Was soll das? Ich wollte ein Kind haben, aber diese Schmerzen sind so viel. Und Gott prophezeite etwas über diese beiden Söhne, die in dritter Generation seit Abraham jetzt die Linie fortsetzen sollte.
[34:44] Zwei Völker sind in dem Leib und zwei Stämme werden sich auf seinem Schoß scheinen. Beide Söhne würden zu großen Völkern werden und ein Volk wird dem anderen überlegen sein und der Ältere wird dem Jüngeren dienen. Merkwürdige Worte, die Rebekka in ihrem Herzen behielt.
[35:03] Es war soweit im Jahre 2000 168, 10 Jahre nachdem Noah gestorben war, wurden die beiden geboren. Als erster kam ein etwas behaartes Baby heraus. Man nannte ihn Esau oder Edom. Und nach ihm der zweite, der die Ferse festhielt vom ersten. Deswegen nannte man ihn Jakob, Fersenhalter oder auch, übertragen im Sinne, Betrüger Jakob.
[35:40] Zur selben Zeit übrigens lebte Ismael in der Wüste. Er, der von Abraham buchstäblich mit seiner Mutter Hagar in die Wüste geschickt worden war, hatte viele Kinder bekommen. Seine Mutter Hagar, die Ägypterin, hatte ihm ägyptische Frauen aus dem Land besorgt und er hatte zwölf Söhne gezeugt. Nebajot, Kedar, Adbeel, Mibsam, Mischma, Duma, Massa, Hadar, Tema, Jetur, Naphisch und Kedma.
[36:07] Dies wurden die zwölf Fürsten der Wüste. Sie entschieden sich, kein fruchtbares Land zu besiedeln, sondern jene tote, leblose Wüste, die sich so weit im Südosten ausstreckt, zu besiedeln. Ismael wurde ein gefürchteter Kämpfer, der mit Pfeil und Bogen und mit kleinen Trupps andere Karawanen überfiel. Er wurde bekannt als ein besonders engstirniger, besonders widerspenstiger, besonders rebellischer.
[36:39] Und er gründete dort dieses Fürstentum, Ismael-Etat, in der Wüste, wo sie im Staub des Sandes in ihren Zelten als Nomaden lebten. Abraham schickte all die anderen Söhne, die er gehabt hatte, mit Keturah weg, weg nach Aram, weg in den Osten, damit nur Isaak, der Sohn von Sarah, in Kanaan als Sohn der Verheißung weiter ein Licht sein würde.
[37:14] Und dann im Jahre 2000 183, Jahrzehnte nachdem seine Frau gestorben war, starb auch Abraham in gutem Alter, alt und lebenssatt. Er hatte vom Leben genug gesehen und er hatte die tiefe Erfahrung gemacht, dass Gott das Leben führt, wenn man seinem Ruf folgt. Er wurde seinem Volk versammelt.
[37:36] Über ihn heißt es: Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne dass sie die Verheißungen empfangen hätten. Jahrzehntelang, 100 Jahre lang, hatte er in Kanaan gelebt. Das verheißene Land war nicht sein eigenes geworden, bis auf jenes kleine Feld, das er gekauft hatte. Das sollen sie haben.
[37:53] Sie haben es nur von Ferne gesehen und waren davon überzeugt und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrechte und Fremdlinge sind auf Erden. Denn die solches sagen, geben damit zu erkennen, dass sie ein Vaterland suchen.
[38:05] Abraham wusste sein Leben lang: Ich bin ein Pilger, ich bin jemand, der das Vaterland sucht. Dabei dachte er nicht an Ur, nicht an das Land der Akkad und so mehr, von dem er ausgezogen war. Hätten sie dabei jenes im Sinn gehabt, von dem sie ausgegangen waren, so hätten sie ja Gelegenheit gehabt, zurückzukehren.
[38:22] Nun aber achten sie noch eine bessere, nämlich ein himmlisches. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitet. Abraham wurde 175 Jahre alt und auch er wurde begraben in diesem auf diesem Feld, in der Höhle Machpela, neben seiner Frau, dem einzigen, was er besaß, dort in diesem Land.
[38:55] Jetzt zog Isaak weiter gen Süden und lebte dort in der Wüste des Südlandes. Im Jahre 2187 starb der Stammvater aller, die sich Hebräer nannten. Dieser Name war übrigens in der alten Welt fast ein Schimpfwort. Man verband mit ihnen Menschen, die nichts nütze ich sind und die der Zivilisation schaden.
[39:27] Aber aus diesem Stamm der Hebräer von Heber kamen auch Abraham und Isaak. Söhne machten ihm viel Freude, der Erstgeborene am meisten, denn es war ein richtiger Naturbursche, jemand, der das Abenteuer liebt und der durch die Wildnis zurück und es gut verstand, wilde Tiere zu erlegen und seinem Vater schmackhaft zuzubereiten.
[39:56] Sein Zwillingsbruder dagegen war ein weitaus zivilisierter Mensch, hat sich nie weit vom Zelt entfernt, hörte gerne auch seine Mutter, die ihn weitaus lieber hatte.
[40:15] Das Problem war, dass obwohl sie nicht so unterschiedliche Charaktere hatten, hatten sie auch eine unterschiedliche Einstellung zum Glauben. Für Jakob bestand großes Interesse daran, diesen Plan der Erlösung zu verstehen. Er hätte gerne zugehört, wie Rebekka erzählte von den alten Geschichten.
[40:36] Aber Esau interessierte mehr die Jagd, die vielen Antilopen über dem nächsten Bergrücken zu erobern. Er hatte von großen, abstrakten Dingen nicht viel gehalten. Und eines Tages, als er von der Jagd zurückkam, als er in der Wüste nichts gefunden hatte und ein bisschen frustriert war, dass all seine Pfeile daneben geschossen worden waren, da kam er nach Hause an das Zelt und sah seinen Bruder mit zu einer Linsensuppe.
[41:07] Großen Roman. Jakob sah seine Chance. Er wusste, dass sein Vater immer wieder deutlich gemacht hatte, er würde Esau, den Erstgeborenen, zum Erben von allem machen, zum geistlichen, weiterführenden Glied der Kette. Aber Jakob hatte so einen Wunsch, selbst der Patriarch zu sein, selbst der zu sein, aus dessen Nachkommenschaft der Erlöser kommen würde.
[41:36] Und seine Mutter hat ihm erzählt, dass Gott damals gesagt hatte, dass er, der Jüngere, in Wirklichkeit dieses Vorrecht haben sollte. Aber gegen seinen Vater konnte er nicht rebellieren. Aber vielleicht könnte er mit ein bisschen List und Tücke das Ganze doch für sich entscheiden.
[41:58] Er bot dem reinen Handel an. Er würde ihm von dem Linsengericht, das er gerade gemacht hatte, eine gute, große Portion in schöner Schale abgeben, wenn der ihm das Erstgeburtsrecht verkaufte. Damit verband sich geistlicher Segen und priesterlicher Segen. Er sollte dann der Priester der ganzen Sippe sein.
[42:22] Damit verband sich auch materieller Segen. Aber dem Esau war das alles egal. Er sah nicht weiter als bis zu der Grenze dieses Protestes und diese Linsen mehr interessierten ihn nicht. Und er rief aus: "Herr, ich muss doch sterben! Was du immer der Erstgeburt alles, das was ihr immer das Sprechen von dem kommenden Erlöser, das wird mir ja ohnehin nichts nützen, denn bevor der kommt, bin ich schon lange tot."
[42:47] Ich sollte das Leben besser jetzt genießen. Warum sollte ich mich jetzt aufhalten mit irgendwelchen religiösen Dingen? Jetzt ist das Leben, jetzt bin ich hungrig, gib mir von den Linsen! Gesagt, getan. Die Linsen wurde aufgeschüttet und Esau verkaufte sein Erstgeburtsrecht. Zeigt seine Gottlosigkeit.
[43:14] Aber Isaak war immer noch nicht überzeugt. Er war trotzdem weiter von festeren überzeugt: Der Erstgeborene muss es bekommen, so ist es immer gewesen. Und er wollte sich nicht überreden lassen.
[43:28] Es kam zu einer großen Hungersnot, sowie vor über 100 Jahren, als Abraham, als er gerade frisch nach Kanaan eingezogen war, die schon mal erlebt hatte. Und Isaak überlegt, was sollte er tun? Er konnte jetzt dort, wo sie lebten, die Familie nicht ernähren. Und er erinnerte sich, wie sein Vater ihm erzählt hatte, dass damals Abraham nach Kanaan in das Land Ägypten gezogen war.
[43:49] Sollte das auch tun? Er fragte Gott, aber der sagte ihm: Diesmal reise nicht nach Ägypten, hat, sondern bleib in dem Land, das ich dir nennen werde. Sei ein Fremdling in diesem Land und ich will mit dir sein und dich segnen. Denn dir und deinem Samen will ich alle diese Länder geben und will den Eid bestätigen, den ich mit deinem Vater Abraham geschworen habe.
[44:11] Ich will deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels und ich will deinen Samen das ganze Land geben. In deinem Namen sollen gesegnet werden alle Völker der Erde. Abraham hatte auch diese Worte gehört. Er hatte damals gar keine Kinder gehabt. Für Jakob, für Isaak war das schon leichter anzunehmen.
[44:26] Er hatte schon zwei Kinder, zwei Söhne. Interessant ist, warum Gott ihm diese Verheißung gab, weil Abraham einer Stimme gehorsam gewesen ist, um rechte meine Gebote, meine Satzung, meine Gesetze gehalten hat. Der Gott Abrahams, dem Gesetz Gottes, der Tatsache, dass Gott immer Liebe ist und immer derselbe ist.
[44:49] Dieses Wissen hatte sich übertragen auf Isaak. Isaak profitierte von dem Segen, den Abraham empfangen hatte. Der Segen Gottes hatte offensichtlich also generationenübergreifende Konsequenzen. Und so blieb Isaak in diesem Land mit seinen Kindern Esau und Jakob, seiner Frau Rebekka. Sie zogen etwas gen Westen zur Küste, zum Wasser.
[45:16] Und dort kamen sie in Kontakt mit einem Volk, das schon sein Vater Abraham ab und zu kennengelernt hatte. Es waren die Philister. Die Ägypter hatten sie versetzt, Jakarta Palast. Und all das bedeutet ein Wanderer. Es waren Leute, die nicht in dieser Gegend ursprünglich gelebt haben.
[45:36] Wir kennen sie heute als die Philister. Es waren Volksgruppen, die aus dem fernen Westen vom Mittelmeer her gekommen waren, aus der Ägäis, aus den Inseln des Meeres, zum Beispiel von der großen Insel Kreta oder Kasch. Die wir heute Kreter nennen. Immer wieder hatten dort Seefahrer sich aufgemacht und die ganze Küste des Ostmittelmeerraumes besiedelt mit kleinen Stadtstaaten.
[46:02] Und so lebten auch an der Küste von Kanaan einige dieser Philister, derer, die eigentlich so etwas wie die Vorfahren des späteren Griechen waren. Die Zeichen, die sie benutzten, zeugten von der Seefahrt. Sie waren Abkömmlinge der berühmten minoischen Regierung, der minoischen Kultur auf Kreta.
[46:34] Und dort in einer ihrer Städte lebt jetzt Isaak mit seiner Frau. Und kurioserweise bekam er dieselbe Angst, die auch sein Vater bekommen hatte, als er sich somit die zwischen diesen eingewanderten Heiden aufhielt. Bekam er die Angst, dass seine schöne Frau Rebekka ebenfalls Opfer einer Attacke sein könnte.
[46:59] Und so tat er genau das, was schon sein Vater zweimal falsch getan hatte. Er behauptete, sie wäre nur seine Schwester, was in dem Fall nun schon bald gar nicht mehr stimmte. Bei Abraham war
[47:10] gar nicht mehr stimmte. Bei Abraham war es immerhin noch eine halbwahrheit. Bei ihm war es eine echte Lüge. Als aber die Menschen dann dort sahen, wie zärtlich die beiden mit einer umging, wurde ihnen schnell klar, dass das weit überschritt, was zwischen Bruder und Schwester normalerweise üblich ist.
[47:31] Untersagt wurde von dem König, der immer den Titel Abimelech dort trug, zur Rede gestellt und er gab zu: "Ja, doch, es stimmt, sie ist meine Frau." Sagt, wurde von Gott dort sehr gesegnet. Wenn er als er dort aussäte, erntete er hundertfach, was ein Vielfaches von dem war, was in jener Zeit überhaupt denkbar war. In fruchtbaren Gegenden des Euphrat, da wurden manchmal bis zu 30-fache Ernten eingefahren, aber so etwas hat ihn niemand jemals erlebt.
[48:06] Und schnell wurden diese Einwanderer, diese Philister neidisch und so musste er wegziehen, mehr wieder in die Wildnis, in das Tal von Gerar. Immer wieder war es eine Herausforderung, wegen der klimatischen Bedingungen, Wasser zu finden und der Brunnen und um jeden Brunnen gab es Streit mit ihnen Philistern. Manchmal trafen sie wirklich auf echtes Grundwasser und manchmal konnten sie nur Zisternen bauen.
[48:37] Und Gott erschien ihm ein weiteres Mal und sagte zu ihm: "Ich bin der Gott deines Vaters Abram. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und ich will dich segnen und deinen Samen mehren, um Abrams meines Knechtes willen." Auch wenn diese eingewanderten Philister in der Mehrzahl sind und immer wieder bedrängen und mich wegdrängen und sich vertreiben, ich werde bei dir sein. Fürchte dich nicht.
[49:01] Isaak wurde weitaus schlechter behandelt als Abraham. Dennoch galt er als großer Fürst unter den Kanaanitern. Isaak wurde schon weitaus mehr bedrückt. Die Zeit der Bedrückung hatte längst angefangen, von der Gott dem Abraham berichtet hatte. So lebten sie wieder in der Gegend von Beerscheba, wo schon Abraham gelebt hatte.
[49:26] Eines Tages kamen diese bestehenden Philister einer kleinen militärischen Delegation und sagten: "Komm, sagt, lasst uns Frieden machen. Wir bleiben dort an der Küste und du bleibst hier in dieser Gegend." Und dort an dem Brunnen, wo sein Vater Abraham schon noch einen Kontrakt zu einem Bund mit den Philistern gemacht hatte, in Beerscheba machte er ebenfalls einen Bund.
[49:50] Die Enge, die diese Geschichte beobachteten, daran, dass so viele Dinge sich wiederholten, Dinge, die gesagt, getan hatte Abraham, tat auch Isaak. Dinge, die er gut getan hatte, tat auch Isaak. Da, wo Abraham versagt hatte, versagte oft auch Isaak. Waren das einfach die biologische Abhängigkeit, die Gene, oder was war der Grund dafür?
[50:18] Dort hatte schon Abraham an diesem Baum, diesem Brunnen, einen Baum gepflanzt. Das Leben von Isaak wurde bald sehr viel... Trips villiger. Hat sie hat nicht nur keine Lust zu warten, wenn es um das Erstgeburtsrecht ging. Er hat auch keine Lust zu warten, ob irgendwann sein Vater mal Lust hätte, irgendjemand nachahmen zu schicken, um eine Frau für ihn zu bekommen.
[50:38] Er saß schöne Frauen um sich herum von den Hethitern, dem Volk mit den tausend Göttern. Und weil sie so schön war, diese ganzen hethitischen Frauen, und das nicht entscheiden konnte, nahm er gleich zwei auf einmal. Und Rebekka war außer sich und beschwerte sich: "Wie kannst du das zulassen?" Aber er hatte Angst, dass er vielleicht keine leckeren Antilopen bekommt, wenn er seine Leser zu sehr zurechtweist. Und so hing der Familiensgen schief.
[51:13] Dann im Jahre 2002, 131, jetzt trag war schon alt geworden, konnte kaum mehr richtig sehen und er wusste, es ist an der Zeit, die Nachfolge zu regeln, das Erbe auszuteilen. Er wusste, dass Gott seiner Frau gesagt hatte, dass Jakob der Erbe sein sollte.
[51:38] Aber er war sich nicht ganz sicher, ob er das so akzeptieren sollte. Er liebte seinen Sohn und vielleicht hatte Gott mit dieser Prophezeiung hier nicht das Beste ausgewählt. Könnte es sein, dass in dieser kleinen Entscheidung, einen Erben für die Familie zu wählen, es eine bessere Wahl gab als das, was Gott gesagt hat?
[51:59] Er wollte er doch den Segen geben. Er mochte ihn mehr, der Jakob, ein bisschen zu brav. Und so gab ihm den Auftrag: "Hol mir ein wildes Tier, töte und bringe mir wieder so einen schönen Braten nach dem Rezept, das ich so gerne mag."
[52:20] Gesagt getan. Esau macht sich auf den Weg und suchte auf den Bergen nach irgendeiner Wildziege oder irgendetwas, was er finden konnte. Aber all das hatte Ritter gehört und jetzt klopft ihr Herz. Natürlich war sie wütend auf ihren Ehemann, den nicht nur auf sie hört, nicht nur auch nicht nur, nicht auf sie gehört hatte, sondern auch auf Gott nicht gehört hatte.
[52:41] Aber jetzt schien es so zu sein, als ob die Verheißung Gottes gegen eine Wand läuft. Denn nur noch wenige Stunden, dann würde so ein Tier gefunden haben. Sie kannte ihren Sohn, sie wusste, wie schnell er ist, wie gut erzählen kann, und sie wusste, es gibt viele Ziegen dort auf den Bergen. Gott hat nur noch wenige Stunden, um das zu verhindern.
[52:59] Aber tut nichts. Ist Gott noch unter Kontrolle? Ich kam Zweifel. Vielleicht könnte man ja Gott ein bisschen nachhelfen. Immer und immer wieder haben diese Menschen mit der Frage gerungen, ob Gott immer das Beste tut. Und sie wollte das Beste für ihren Sohn.
[53:25] Und so gab es ihm einen kühnen Rat: "Geh und schlachte eine Ziege, nicht eine winzige auf den Bergen, sondern eine, die neben dem Zelt grast. Heute sie, ich werde dir einen Braten zubereiten und dann solltest du das Feld anziehen an den Armen und sollst vorgeben zu sein."
[53:48] Jakob konnte damit nicht übereinstimmen. Er war gut erzogen, man lügt nicht, hatte er gelernt. Hat er gelernt, dass der Gott des Himmels die Wahrheit liebt. Aber seine Mutter drang in ihn: "Dieser selbe Gottes Himmels hat auch gesagt, dass du Erbe bist und es bleiben nur wenige Stunden. Müssen wir nicht mit Gott zusammenarbeiten?"
[54:08] "Jetzt ist an dir. Gott hat seinen Teil getan. Jetzt musst du etwas tun dafür." Und schließlich hörte er auf sie. Er zog sich dieses Ziegenfell an und ging mit zitternden Beinen in das Zelt seines fast blinden Vaters.
[54:27] Der war sehr erstaunt. Erstmal ging es ziemlich schnell. Zweitens klang die Stimme so deutlich nach Jakob, dass er sich kaum vorstellen konnte, dass es wirklich so ist. Tasten die Haare.
[54:50] Dann kam dann doch zu dem Schluss, dass muss es aus einer fragt ihn noch einmal: "Bist du wirklich mein Sohn?"
[55:08] Was sollte er tun? Am besten schnell die Sache hinter sich bringen. So wie damals, über 2000 Jahre zuvor, Adam. "Ja, ich bin's, Jakob." segnete ihn. Er gab ihm all den Segen, geben konnte, materiell, geistlich. Aber Jakob konnte kaum richtig zuhören.
[55:34] Er verliert schnell das Zelt und schon sah er über die Hügel seinen Bruder. Da herrscht dritten Renner, schönen Gazelle auf dem Rücken. Der hatte das Lager kaum erreicht, als ein Schweigen Himmel.
[56:02] Der alte Vater war zu Tode betrübt. Man hatte ihn betrogen. Ich wollte am liebsten seinen Bruder umbringen und jetzt musst du schnell gehandelt werden.
[56:17] Rebekka ging zur Sache und sagte: "Schau mal her. Du weißt ganz genau, was Gott gesagt hat." Und schon jetzt ist es so gekommen.
[56:25] Isaak sei schlussendlich einen, dass Gott recht gehört hatte und er sei auch ein. Er wusste in seinem Kopf, dass Jakob der bessere Erbe wäre, der der Ehre Gottes willen tun würde.
[56:40] Obwohl er gerade jetzt so einen hinterhältigen Fehler gemacht hatte und auf Rebekkas Vorschlag hin sand er ihn zurück nach Aram, um fern zu bleiben von dem wütenden Esau, der wahrscheinlich kurzen Prozess mit ihm gemacht hätte.
[56:57] Dort soll er sich eine Frau suchen, dort sollte eine Familie gründen und vielleicht irgendwann mal wieder kehren, wenn er so alles vergessen hatte.
[57:04] Jakob zog schnell über das Bergland. An einem Tag hat er alles verloren aus dem liefern. Seine Mutter, seine Heimat und was ihm an allermeisten niederdrückt, war dieser Gedanke, dass wahrscheinlich er sich vom Himmel getrennt hatte.
[57:28] Und obwohl er jetzt den Segen empfangen hat, er mit diesem Segen gar nichts mehr anfangen könnte. Eines Abends legte er sich auf einen Stein, ganz alleine, der freiem Himmel. Er wusste, jeden Moment können irgendwelche Kanaaniter vorbei kommen, die ihn kurz und klein schlagen.
[57:49] Frierend, zitternd, voller Angst, schlief er ein. Seinen Kopf auf dem Rasen stand und er träumte und sah Stufen, Stufen, die gen Himmel stehen. Stufen, so wie ihm sein Vater erzählt hatte, dass der Stufen waren bei dieser Zikkurat in Ur, Stufen, die bei diesem Turm gewesen waren, dem Mann bauen wollte.
[58:19] Aber diese Stufen führten nicht irgendwo auf einem Plateau. Diese Stufen führten in den Himmel. Selbst Gott sprach zu ihm: "Jakob, ich bin der Herr, dein Gott, eines Vaters Abram."
[58:30] Und Gott gesagt: "Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinem Samen geben." Er hatte nichts weiter als einen Stab in der Hand, ein paar Kleidungsstücke, nicht wie Abraham, der mit mit mit großer Sippe, mit 318 wehrfähigen Männern durchs Land gezogen.
[58:49] Aber Gott sprach zu ihm: "Du Flüchtling, dir will ich dieses Land geben. Einsame soll werden wie der Staub der Erde und nach Westen, Osten, Norden, Süden sollst du dich ausbreiten. Und in dir und deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde." Gott hatte ihn nicht verlassen, trotz seiner schweren, eines schweren Fehlers.
[59:06] Und sie: "Ich bin mit dir und ich will dich behüten überall, wohin du bringst, und ich wieder in dieses Land bringen, denn ich will dich nicht verlassen, bis ich vollbracht habe, was ich jetzt zugesagt habe."
[59:15] Er hatte so sehr danach verlangt, dass jemand ihm vergibt. Gott hatte ihm offensichtlich vergeben. Gott bot ihm an, all die Fehler wiedergutzumachen. Gott bot ihm an, Venedig zu sein und sein Leben in die rechte Bahn zu lenken.
[59:35] Diese Stufen, den Himmel stiegen sie, einen Weg zu bahnen, schienen von der Erde in den Himmel. Sie hat Jakob sein Leben lang nicht vergessen, den anderen Ort Bethel, das Haus Gottes. Hier ist das Haus, das wahre Haus Gottes, nicht dort, wo sie den Turm gebaut hatten, bei den Akkadern.
[59:57] Nein, hier, wo Gott zu mir gesprochen hat. Also zog er weiter auf dem Weg nach Norden, um irgendwo Fuß fassen zu können.
[1:00:07] Auch Esau merkte, dass der Familiensgen enorm schief hing dort zu Hause und dass die beiden Frauen, die er hatte, ein echtes Ärgernis waren für seine Mutter. Und so dachte er sich: "Nun ja, wenn zwei Frauen ein Ärgernis sind, vielleicht kann eine dritte ja eine reine Lösung sein."
[1:00:30] Und er zog in die Wüste zu den Nachfahren von Ismael und holte sich dort eine von den Töchtern Israels von den Nachfahren Ismaels als dritte Frau. Die war ja immerhin eine Verwandte von Abraham.
[1:00:53] Jakob erreichte Aram, das Land seiner Mutter und auf einem Feld begegneten ihm Schafe und Hirten. Aber es war vor allem eine 14, die wiederum an einem Brunnen sein Aufsehen erregte. Ganz anders war es diesmal, als damals, als Esau mit zehn Kamelen, großer Karawane an einem Brunnen hielt, um eine Frau zu treffen.
[1:01:25] Diesmal war es nur ein armer Flüchtling, aber traf wieder eine Frau an einem Brunnen in Aran. Und mit der Zeit haben die Engel im Himmel, die Makime sich gedacht: "Unter dieser Sonne geschieht nichts Neues, immer wieder dasselbe."
[1:01:49] Die Frau wies Rachel mutterschafe ein. Passender Name für eine Hirten, Rachel. Und sie war die Tochter von Laban, seinem Onkel, dem Vater seiner Mutter Rebekka.
[1:02:01] Dessen Einladung entschloss sich Jakob, dort in der Gegend zu bleiben und bald schon entdeckte er, dass Rachel nicht nur eine gute Hirte, sondern eine unglaublich schöne, liebenswerte Frau ist. Er wollte sie heiraten.
[1:02:20] Und er fragte, was denn der Brautpreis wäre. Er konnte kein Gold anbieten, wie damals Esau. Aber arbeiten konnte und Laban, der geschäftstüchtig war, eine gute Gelegenheit, seine Härte zu versorgen. Und er bot ihm an: "Arbeite sieben Jahre für mich und dann wirst du die Rachel bekommen."
[1:02:40] Gesagt getan. Und sieben Jahre vergingen. Niemals so schnell wie im Leben von Jakob. Es heißt, sogar es kamen ihm vor wie einzelne Tage, so verliebt war er in diese Frau. Er wollte sie unbedingt, unbedingt heiraten.
[1:03:01] Sieben Jahre waren schnell vorbei. Der Tag kam, die Hochzeit wurde lange vorbereitet. Sieben Tage lang sollte gefeiert werden. Ganz Aran, die Stadt, in der sie lebten, war auf den Beinen zum Hochzeitsfest von Jakob.
[1:03:20] Und die Hochzeitsfeier war wunderbar. Es gab viel Musik und gutes Essen und Rachel blieb die ganze Zeit verschleiert, wie es gute Sitte war dort in jener Zeit.
[1:03:34] Die Sonne ging unter und Jakob konnte die Stunden kaum mehr erwarten. Erzählt die Stunden und 23 Minuten, hinter endlich mit seiner Reichen alleine ins Feld zu gehen. Das tat er dann.
[1:03:56] Still war geworden und jetzt kam der Moment, auf den er sich sieben Jahre lang gefreut hatte. Argument, weil sein Herz höher schlägt, schlug und wie schön es war, diese erste Hochzeitsnacht mit seiner Geliebten.
[1:04:21] Bis am nächsten Morgen aufwachte und merkte, dass es gar nicht hier gewesen war, ihre Schwester, diese an sich recht ähnlich. Aber jetzt im Sonnenlicht sei deutlich an ihren Augen, diesen matten Augen, das ist leer war.
[1:04:45] Die passenderweise müde hieß, als eine Emotion, die tiefste Freude seines Lebens, die er gerade der Nacht erlebt hatte, war alles nur ein Betrug gewesen.
[1:04:59] Wahrscheinlich hat niemals zuvor ein Mensch sich so betrogen gefühlt wie Jakob. Betrogen nicht nur einfach, weil er was anderes versprochen bekommen. Betrogen im tiefsten Herz auf einer Ebene, die Menschen mit Worten kaum beschreiben können.
[1:05:17] Er hatte sich hingeben an diese Frau und es war gar nicht seine Frau. Es war nicht so. Er selbst hatte öfter im Leben andere betrogen.
[1:05:31] Jetzt merkt er bis ins tiefste Herzen, was Betrug bewirkt. Aufgebracht ging als nationaler sagte: "Was hast du getan?" Und er beruhigte ihn mit einem Hinweis auf die örtlichen Gepflogenheiten, dass man noch niemals die jüngere Schwester einfach so verheiratet hätte.
[1:05:46] Aber er könne sie haben, wenn er auch bei Leah bleibt. Und jetzt bis jetzt gab es einen Kampf in seinem Herzen. Er hatte die Option, diese Ehe zu annullieren, denn er konnte beweisen, dass er nicht mit Leah verheiratet dann wollte man.
[1:06:01] Hätte es analysieren können. Er hätte frei sein des Weges gehen können und vielleicht darauf hoffen können, dass Gott ihm eine andere Frau geben könnte. Aber er wollte unbedingt sie haben.
[1:06:11] Aber Rachel kam jetzt nur um den Preis, gleichzeitig Leah als Frau zu haben. Und entschied sich dafür, dann Leah mitzunehmen, damit er auf jeden Fall seine Rachel haben kann.
[1:06:27] Noch einmal sieben Jahre sollte der würde Rachel zwei gleich sofort auch bekommen, aber er müsste weiteres sieben Jahre dann noch nacharbeiten, um sie ab und zu bezahlen.
[1:06:41] Und so lebt er plötzlich tief verletzt mit zwei Frauen, die gleichzeitig auch noch Schwestern waren. Und das hatte von vornherein Konfliktpotenzial in einem Haus. Und während er liebte, konnte er sich kaum dazu durchringen, mit Leah überhaupt irgendeine eheliche Pflicht durchzuführen.
[1:07:04] Sie hatte mitgemacht, hat ihn betrogen. Er verachtete sie ja, schaute sie kann man eher, wie sie an die dreckigsten Arbeiten zu machen. Und Leah merkte jetzt wieder selbst, was es bedeutet, andere zu betrügen.
[1:07:17] Die Sünde hatte immer weitere Konsequenzen und durchdrang alle Familien, Generation zu Generation. Aber Gott, Gott, ein Gott, der Gerechtigkeit ist und des Ausgleiches, fand einen Weg, dem Jakob Grafik zu machen, dass auch Leah Liebe braucht.
[1:07:35] Er gab ihr Kinder und Rachel keine der erste, denen sie bekamen. Da war sie so begeistert, dass sie sagt: "Es weht ein Sohn Ruben." Zum zweiten sagte sie: "Gott hat mich erhört, Simeon." Er hat gehört.
[1:07:55] Beim dritten: "Was ist sicher, dass sich jetzt der Jakob dir anhängen würde, dann hat den Levy, Anhänglichkeit." Und beim vierten Sohn Levi.
[1:08:06] Oder aber ihre Schwester konnte das gar nicht gut sehen. Sie liebte Jakob, er liebt es werden keine Kinder, während dieses dritte war dritte Rad am Wagen sozusagen. Diese ja schon vier Kinder hatte sie, konnte keine Kinder bekommen.
[1:08:32] Und Jakob kannte die Geschichte, wie auch seine Mutter und auch seine Großmutter keine Kinder bekommen konnten. Und wahrscheinlich, dass die beste Variante gewesen, sodass ich gedacht, einfach zu beten.
[1:08:45] Es wird vielleicht 20 Jahre dauern, so wie bei seinem Vater. Aber vielleicht würde dann Rachel ja auch Kinder bekommen. Aber die wollten nicht 20 Jahre warten.
[1:08:50] Der war das jetzt schon ein Dorn im Auge und sie machte ihn erneut vertraut mit dieser Methode, die doch so allgegenwärtig war. Eine Neben Frau Jakob kannte die Geschichten, er wusste, wie viel Leid gebracht hatte.
[1:09:13] Er willigte ein. So lieb hat er seine Rachel, dass er ihr jeden Wunsch erfüllen wollte, auch ein Kind zu bekommen, von einer Frau, die gar nicht ihre Frau war.
[1:09:26] So nahm er Bilha, ihre Markt, als dritte Frau zu seiner Frau und die bekam tatsächlich Kinder. Der erste hieß dann Richter. Der zweite hieß Naftali, weil Ariel sagte: "Ich habe gekämpft, kämpfe Gottes." Das ist mein Kampf. Kein Scherz.
[1:09:47] Der Name heißt mein Kampf. Naftali, ja nun war die Leah wieder im Hintertreffen, denn ihr Mann hatte nicht nur eine zweite Frau, eine andere Frau. Er hatte mit dieser Frau noch eine Frau, die quasi zu anderen Frau gehörte.
[1:10:00] Er stand jetzt quasi zwei gegen eins, das ungerecht und wenn sie dir eine Neben Frau geben darf, dann darfst du mir muss darf ich sie auch eine geben. Oder Jakob verlor immer mehr die Kontrolle über seine Familie.
[1:10:19] Er nahm auch eine vierte Frau noch, um einfach nur es allen recht zu machen. Silber und die bekam auch Kinder. Einer hieß Glück und Andreas Luck.
[1:10:33] Seligkeit. Manchmal da haben sie sich um Früchte gestritten und gezankt, diese beiden, die Frauen und haben sich Wort an den Kopf geschmissen, an den Früchten gezerrt, weil man glaubte, dass diese Früchte die Lust steigern könnten.
[1:10:50] Eines Tages hat man sogar mit so einer Frucht den Jakob gekauft. Die Leah sagte zu ihm: "Ich habe dich heute gekauft, dass du bei mir heute schläfst, wegen dieser Frucht." Und Jakob ging auch darauf ein.
[1:11:09] Sie wurde noch einmal schaurige bei ihren fünften Sohn Isaachar und an den 67 und sogar noch eine Tochter, Dienerin, die Richterin. Und Jahre lang ging das so. Die Familie wuchs und mit jedem Kind gab es mehr Streit, ein richtiges Familienchaos.
[1:11:30] Und schließlich wurde tatsächlich Rachel selbst schwanger und man würde glauben, dass sie jetzt am Ziel aller ihrer Träume gewesen war und zufrieden und glücklich war.
[1:11:40] Stattdessen sagt, nannte sie ihren Sohn Josef. "Ich hoffe, ich bekomme noch einen." Er fügte hinzu: "Das Leben war hart."
[1:11:48] Noch weitere sechs Jahre arbeitete er für die Hitze und bei Kälte war verantwortlich für all die großen Herden dort und es konnte im Winter sehr frostig werden.
[1:12:01] Immer wieder veränderte Laban seinen Lohn und beutete ihn aus. Er war mehr Sklave als freier. Mit interessanten Tricks versuchte er, seine Herde selbst ein bisschen größer zu machen.
[1:12:17] Aber irgendwann merkte er, dass die Familie von Laban ihn eigentlich loswerden wollte. Gott segnete ihn immer noch. Und er wusste, ich bin hier eigentlich kaum noch richtig geduldet.
[1:12:29] So rief er seine beiden Frauen Leah und Rachel aufs Feld und sagte: "Lasst uns zurückziehen. Lasst uns zurückziehen, denn das Land meiner meiner Väter, das Land Kanaan, und das unter besten jetzt gleich ziehen."
[1:12:44] Sie stimmten zu. Sie waren auch nicht besonders begeistert, wie Laban, ihr Vater, mit ihnen umgegangen war.
[1:12:47] Vater mit ihnen umgegangen war. Sie hatten kein großes Interesse, länger dort zu bleiben, und sie machten sich auf den Weg in einer Karawane.
[1:12:57] Rachel, seine Lieblingsfrau, stellt aber sicher für alle Fälle noch so einen kleinen Hausgötzen mitzunehmen. Sie war ja so aufgewachsen, dass es einen Gott im Himmel gibt, der die Welt geschaffen hat und er hat die großen Dinge getan. Aber dass man ist auch gut, von all den Völkern um uns herum zu lernen, nämlich diese kleinen Götzen, die so für all die kleinen Dinge, für den kleinen Unfall und für die Krankheit und für die er für alles Mögliche hatten, sie so kleine Hauskatzen. Und sie nahm einen mit, es könnte ja auf jeden Fall nicht schaden.
[1:13:33] Und so zogen sie im Marsch zurück in das Land Kanaan. Und als sie schon die Berge Kanaans erblickten, da holte sie Laban mit einer ganzen Truppe berittener Soldaten ein und fragte sie: "Warum seid ihr geflohen und warum habt ihr mich bestohlen?"
[1:13:58] Jakob wurde ärgerlich. Jetzt erzählt dem auf, was alles getan hatte und wer sich abgemüht hatte und wer ihn betrogen und hintergangen hatte und bestohlen hatte ihn ganz sicherlich nicht. Er, Jakob, würde mit Sicherheit keinen Götzen mitnehmen.
[1:14:14] Schawan war sich nicht ganz so sicher. Und er ließ nach und nach jeden von den Kamelen aufsteigen, um nachzuschauen im Gepäck der Kamele, dann vielleicht irgendwo ein Götze. Während der Razzia wurde es ganz heiß auf ihrem Knie. Wenn sie hatte den Götzen zwischen ihren beiden versteckt und als der Vater zu ihr kam, sagte sie: "Mir geht es nach der Frauenweise, ich kann gar nicht runter."
[1:14:51] Er akzeptierte das, aber es war eine weitere Lüge in einer ganzen Serie von Lug und Trug.
[1:15:02] Sie machten dort einen Bund und Laban macht ihm deutlich: "Komm los, nie wieder nach Aram zurück! Wir wollen dich hier nicht mehr sehen."
[1:15:11] Leblos in das Land Kanaan, das Land einer Verheißung, und bleibt dort. Diese Steine, die wir aufstellen, sind eine Grenze. Und Jakob, ein gewisser Weise froh, nicht mehr zurück zu müssen, aber wusste auch, was kommen würde.
[1:15:31] Dort war Laban mit dem ärgerlichen Jakob und all seinem Betrug und seiner Ausbeute, rein, aber vor ihm lag an und die Ungewissheit, wie es reagieren würde, wenn er ihn jetzt nach vielen Jahrzehnten wieder treffen würde.
[1:15:58] Sie kamen in die Nähe des Übergangs zum Jordan und der ängstliche Jakob sah dort auf den Feldern. Mag ihm das ist ein bisschen undeutlich, aber ich sage ganz deutlich: Eine Abteilung Mai lag ihm vor. Eine Abteilung da hinten. Und er nannte den Ort Mahanajim, im Doppel-Lager.
[1:16:24] Und ihm wurde deutlich, trotz all der Fehler, die er gemacht hatte, trotz all der Konsequenzen, die seine Sünde umgebracht hatte, die Engel Gottes, die vom Thron Gottes kamen, hatten ihn nicht verlassen.
[1:16:37] Er fragte sich, wie würde es jetzt gehen mit Esau? Wie würde die Begegnung stattfinden? Und er schickte Boten voraus, um Geschenke zu bringen und sagen: "Ich bin zurückgekommen, aber ich will von dir eher wenig. Du kannst alles für dich behalten. Ich habe meine eigene kleine Herde gewonnen, trotz viel Mühe und viel Betrug beim Laban. Lasst uns in Frieden zusammenleben." Und er hoffte, dass dieses Friedensangebot ein Angebot der Unterwürfigkeit seinen zornigen Bruder Esau beschwichtigen würde.
[1:17:13] Die Antwort kam postwendend: "So hat von deiner Rückkehr gehört und er zieht mit 400 Soldaten wortlos in deine Richtung." Jetzt bekam Jakob richtig, richtig Angst.
[1:17:29] Er erkannte seinen Bruder und er wusste, der schießt nicht nur auf Gott-Zellen und Antilopen. Entschloss sich die Karawane zu teilen, die Herde zu teilen in zwei Lager. Das, wenn wenigstens, wenn ein Lager kaputt, verloren geht und verwüstet wird, dass das andere vielleicht überleben kann.
[1:17:52] Und dann ließ er sogar seine Familie zurück für die Nacht. Überquerte jenen Fluss, den Jakob, um am anderen Flussufer zu beten.
[1:18:06] Es wurden acht und er betete. Und als er sein Leben so zurück betrachtete, stellte er fest, dass damit all den großen Prophezeiungen, die bei seiner Geburt gegeben worden waren, es erstaunlich schiefgelaufen war. An fast allen Ecken und Enden. Er hatte meistens etwas Gutes gewollt, aber er hatte auch festgestellt, dass in den meisten Fällen er meistens der oder seine Mutter Gott nicht wirklich ganz vertraut hatten, anders als Abraham. Das war eine ganz große Katastrophe daraus entstanden.
[1:18:35] Er konnte nichts zurück, er konnte nicht vorwärts, irgendwie eingeklemmt in das Leben. Was sollte er tun? Und er betete zu Gott um Hilfe.
[1:18:50] Ganz allein war und immer wieder hat er sich umgeschaut, ob er auch allein bleibt. Er wusste von den Kindern, die ihre Raubzüge am liebsten nachts unternahmen. Und während er so betete, wurde er plötzlich attackiert. Von hinten ging eine Hand auf seine Schulter und er wusste, das muss irgend so ein Kaliber sein, irgendein Mörder, der jetzt ihnen das Leben nimmt. Das kann nicht sein, der ist zu weit weg.
[1:19:10] Und so begann er zu kämpfen. Und er kämpfte und kämpfte und kämpfte. Er konnte ihn nicht sehen, er konnte seine Augen nicht sehen, aber sie rangen und schlugen aufeinander ein und versuchten, sich gegenseitig umzuwerfen. Und das ging noch fünf Minuten. Dieser Gegner schien stark zu sein. Jakobs selbst war schon nicht mehr der allerjüngste, aber er kämpfte. Er wusste, wenn er aufgibt, dann wird es wahrscheinlich sein Leben kosten.
[1:19:34] Und er kämpfte und es waren Stunden, die sie kämpfen, wirbelten sich auf dem Boden. Und irgendwann verließen alle Kraft und er wusste, wenn er aufgibt, dann wird er sterben. Und während der kämpfte, kam der Gedanke in seinen Kopf: Bin ich dann überhaupt erlöst, wenn ich zurückschaue? Mein Leben, was ich gerade getan habe, da waren fast nur Fehler. Ich wollte immer gesegnet sein. Ich bin verflucht gewesen in meiner Ehe, mit meiner Familie, in meiner Arbeit, mit meiner Verwandtschaft. Ich habe kaum etwas richtig gemacht in meinem Leben. Wenn ich jetzt sterbe, bin ich dann bei Gott oder nicht? Der Satan versuchte ihn zur Verzweiflung zu bringen.
[1:20:22] So kämpfte er und kämpfte und kämpfte und kämpfte, bis keine Kraft mehr in ihm war. Und dann wurde er berührt, nicht geschlagen, nicht auf die Seite geworfen, sondern mit einer sanften Berührung an der Hüfte. Drang ein Schmerz in seinem Hüftgelenk, wie er in seinem Leben noch nie gehabt hatte. Auf die Stelle war verkrüppelt und konnte sich nicht mehr richtig bewegen.
[1:20:54] Und der Spaß ein Gedanke durch den Kopf: Was ist das für ein Kämpfer, der stundenlang mit mir kämpft und jetzt mit einer Berührung mich ausschlägt? Das ist doch gar kein Kämpfer, das ist auch kein Mensch. Mit wem habe ich denn die ganze Zeit hier gekämpft?
[1:21:18] Und während er seine Finger, seine Fingernägel in diese Person hineinkrallte, sie nicht los, nicht realisierte er plötzlich, dass er mit jemandem kämpft, der sehr viel größer ist, der alles kann, mit einer simplen Berührung das Hüftgelenk für immer verletzen kann.
[1:21:42] Plötzlich realisiert er, er kämpft mit einem Malakin, wenn nicht sogar mit dem Malakin, dem Sohn Gottes. Die Sonne begann langsam am Horizont das Licht in die Finsternis wieder zu bringen. Noch war sie nicht zu sehen, aber es wurde schon heller.
[1:22:12] Und Jakob realisierte, dass der, mit dem er eine ganze Nacht gekämpft und versucht hatte, ihn umzubringen oder zumindest im Griff zu halten, dass das der war, der vor Jahrzehnten zu ihm in Bethel gesprochen hatte: "Ich will dich segnen."
[1:22:31] Aber jetzt sagte diese Stimme zu ihm: "Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an." Eins wusste Jakob: Er hatte diesen Kampf verloren.
[1:22:46] Klarer Punktsieg für den Gegner. Er konnte sich nicht mehr bewegen.
[1:22:56] Wen wundert, warum der Gegner nicht einfach ging? Jemand, der mit einer Handberührung die Hüfte verletzen kann, der muss nicht fragen: "Bitte, lass mich gehen." Der kann einfach gehen. Aber er hat sie nicht einfach abgeschüttelt. Er hatte ihnen gesagt: "Lass mich gehen."
[1:23:19] Und Jakob verstand diesen Gedanken, das, obwohl er gekämpft hat und verloren hat, er doch Sieger ist, nicht durch Gewalt, nicht durch seine Kraft, sondern dadurch, dass er bedürftig ist. Seine Bedürftigkeit macht ihn zum Gewinner.
[1:24:37] "Ich lasse dich nicht, es sei denn du bist nicht mein ganzes Leben habe ich versucht, Segen zu empfangen. Ich habe gekocht wie ein Weltmeister, gesegnet zu werden. Ich habe gelogen wie ein Weltmeister. Ich habe nicht gekleidet, um gesegnet zu werden. Ich habe mehr, ich habe vier Frauen gehabt, in der Hoffnung, dass vielleicht eine mir Segen bringt. All das hat nur Fluch gebracht. Ich habe nie auf deinen Plan vertraut. Ich lasse dich nicht, es sei denn du es nicht."
[1:25:14] Er kämpfte mit dem Engel und siegte. Er weinte und flehte zu ihm. Es war der erste und der letzte Sieg, wo ein Sieger in einem Zweikampf durch das Weinen und Flehen gesiegt hat. Gott kann man nicht mit Faustschlägen besiegen, man kann ihn nicht einfach über die Schulter werfen. Aber man kann ihn mit seiner Hilflosigkeit, seiner Bedürftigkeit und seinem simplen, kindlichen Vertrauen besiegen.
[1:25:53] "Er wird nicht gehen." Und dort an dieser Stelle, beim Jabbok, kostlich des Jordans, segnete der Sohn Gottes den Jakob und änderte seinen Namen von Jakov, der Fersenhalter, der Betrüger, in Israel, der Kämpfer Gottes, der Fürst Gottes.
[1:26:19] Dann verabschiedeten sie sich. Der Sohn Gottes und seine Kämpfer, der gerade erst aufgrund seiner Bedürftigkeit zu einem neuen Menschen geworden war, der seine Bedürftigkeit endlich eingesehen hat.
[1:26:31] Und plötzlich, als der Fürst Gottes bezeichnet wurde und die Sonne ging auf, das heißt, und die Sonne ging auf, als Ehrenspielführer zog und der hinter wegen seiner Hüfte, jeder Schritt tat ihm weh, aber ein Lächeln auf den Lippen. Jetzt konnte er Esau kommen. Jetzt war alles egal. Er wusste: Gott ist mit mir.
[1:27:15] Sie trafen sich und Jakob und Esau fiel ihm um den Hals und sie weinten und Gott schenkte Vergebung. Sie trennten sich.
[1:27:28] Später zog Esau in den Süden des Berglands. Jakob wollte in Kanaan bleiben, aber sie gingen im Frieden. Gott hatte das, was Jahrzehnte kaputt gemacht hatten, in einer Nacht geheilt. Israel, Israel, der ehemalige Jakob, zog jetzt an den Ort vor dem, vor über 170 Jahren Abraham zum ersten Mal Kanaan betreten hatte.
[1:27:59] Und dort lebten einige von den Kanaanitern und er ließ sich doch nieder und wollte dort sesshaft werden und ein Grundstück erwerben und so weiter und so fort.
[1:28:11] Das Leben könnte doch jetzt von jetzt an glücklich weitergehen, oder? Einer der Söhne jener Stadt sah seine Tochter Dina und sie gefiel ihm. Und als Dina, gegen den Rat ihrer Eltern, sich in diese Stadt der Kanaaniter bewegte und dort mal ein bisschen die jungen Frauen kennenlernen, bisschen ins Plaudern, er lauerte sie auf und als sie um die Ecke ging und keiner sie sah, sprang sie an und vergewaltigte sie. Er liebte sie wirklich, aber das war die Art und Weise, wie analytische Liebe Hauser.
[1:28:49] Und jetzt, wo sie vergewaltigt hatte, dachte er, er hatte ein Recht, sie auch zu heiraten. Und sein Vater bot dem Jakob an: "Schau mal her, jetzt ist es geschehen, was soll man machen? Bleibt ihr hier, setzt werdet sesshaft hier. Gebt eure Diener meinem Sohn zur Frau. Wir werden gute Nachbarn."
[1:29:14] Jakob war geschockt, konnte fast gar nichts sagen. Und er wartete, bis alle seine Söhne zu Hause waren, die mittlerweile herangewachsen waren. Sie waren entrüstet. Sie hatten gehört von dem Land Kanaan. Es war das erste Mal, dass das Land Kanaan er jetzt betreten hatten. Wir hatten große Hoffnungen, dieses Land der Verheißung. Sie wussten auch, dass dort viele böse Leute rumlaufen, aber so schlimm, hatten sie sich nicht vorgestellt.
[1:29:38] Und sie fassten einen Plan. Sie boten den Bewohnern des Tales an, dass man tatsächlich seine Ehe kontaktieren könnte, man könnte tatsächlich gute Nachbarn werden, unter der Bedingung, dass auch sie so würden, wie sie selbst sind, nämlich beschnitten. Der Bund der Beschneidung wäre die notwendige Bedingung.
[1:29:59] Die Kanaaniter waren wahrscheinlich erst etwas irritiert. Warum sollten sie sich an der fortbestehen lassen, nur damit einer von ihnen eine Frau werden kann? Aber er überzeugte sie mit dem Argument, dass man gute wirtschaftliche Vorteile hätte, man konnte Handel treiben. Und so ließen sich tatsächlich alle Bewohner Kanaans beschneiden.
[1:30:19] Sie nahmen es zumindestens äußerlich den Bund des Bundes Israels an. Aber die Söhne Israels hatten nie vorgehabt, diese Kanaaniter zu Nachfolgern Gottes zu machen. Es war nur ein Vorwand.
[1:30:42] Denn nach drei Tagen, als die Schmerzen im größten waren, gegen Levi und Simeon an der zweiter oder dritter bewaffnet in die Stadt und erschlugen alle Männer, die auf ihren Pritschen lagen und gerade vor sich hin stünden, rotteten alles aus.
[1:30:58] Und Jakob betroffen und so hat er sich das nicht vorgestellt. Ja, er hatte Jesus gefunden, aber seine Söhne waren nicht automatisch bekehrt. Gewalttätig, noch schlimmer als er das See gewesen war.
[1:31:16] Er hatte Angst, Kanaaniter so böse sie waren, würden zueinander halten und andere Städte würden dafür davon hören, was für eine Gräueltat geschehen ist. Sie würden diese kleine Familie zunichte machen.
[1:31:27] Aber sie wollte nicht hören, sagen: "Sind so selbst schuld. Sie haben unsere Tochter wie eine behandelt." Gott gab ihm den Rat, viel weiter sie weiter nach Süden, machen sich auf nach Bethel und wohne dort und baut dort einen Altar für den Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau geflohen bist.
[1:31:49] Und dort in Bethel, dort im Ort, also zum ersten Mal diese Leiter gesehen hatte, an einer Tribute bekamen sie den Auftrag: Alle fremden Götter, die noch immer bei ihnen waren. Jakob selbst glaubte nicht an fremde Götter, aber seine Frauen, zu dem Einfluss von Labans Erziehung, hatten immer noch das mitgeschleppt. Gott wollte, wenn sie im Land Kanaan ein Leben, das sie ganz und eindeutig zu ihm stehen.
[1:32:17] Tut die fremden Körper von euch weg, die Mitte sind unsere, reinigt euch und wechselt eure Kleider, fängt von vorne an. Dort und der Talente wollen sie alle bekamen sie. Sie mussten sogar all ihren Schmuck ablegen, denn das war Teil des Götzendienstes dort, in den er ging, weil sie weiterzogen gen Süden.
[1:32:42] Da starb eine Frau, von der wir sonst nichts wissen. Ihr Name ist Debora. Sie war eine arme. Aber aus irgendeinem Grund muss ich so eine bedeutsame Frau gewesen sein, dass die große Weltgeschichte ihren Tod verzeichnet hat. Sie wurde dort unter dem Baum begraben.
[1:33:02] Und dort erschien Gott noch einmal im Jakob und sagt: "Ich bin Gott, der Allmächtige El Shaddai. Sei fruchtbar, nähre dich in Folge und einer Menge von Völkern soll vorkommen und Könige sollen aus den Lenden hervorgehen."
[1:33:14] Das Land aber, das sich Adam und Eva gegeben habe, das will ich dir und deinem Samen nach dir geben. Dieselben Verheißung, die Abraham bekommen hatte, dieselben Verheißung, die Isaak bekommen hatte, gingen auch an Jakob.
[1:33:25] Er mit seinen zwölf Söhnen war jetzt im Land der Verheißung angekommen. Er wollte jetzt nichts weiter als seinen Vater vielleicht noch sehen und seine Mutter.
[1:33:37] Und so zogen sie weiter auf dem Weg nach Süden. Und dort auf dem Weg zeigte sich, dass seine Rachel wieder schwanger war, gebären würde. Es war nicht mehr weit bis zu dem Ort Ephrat, einem kleinen Ort im Hügelland. Und er hoffte, dass sie den Weg noch erreichen konnten, den Weg schaffen würden, bis dorthin.
[1:34:00] Denn dort im Dorf wird es bestimmt Menschen geben, ihr helfen konnten. Aber sie schafften es nicht mehr. Und mitten auf dem Weg vor dem Ziel kam das Kind zur Welt. Für Rachel war die Geburt so stark, so brutal, dass sie an den Folgen zu sterben drohte. Und heute merkt, das ist ein Sohn, nannte sie Benoni, Sohn meiner Trauer, weil sie im Sterben lag.
[1:34:41] Abraham nannte ihn stattdessen Benjamin, Sohn meiner Rechten. Doch es war ein trauriger Tag, denn an diesem Tag starb seine geliebte Rachel. Und mehr als alles andere hat das einen tiefen Eindruck in seinem Leben hinterlassen. Ja, er hatte Frieden mit Gott, aber Konsequenzen der Sünde markierten weiterhin seinen Pfad.
[1:35:10] Einige Zeit später, als in der Nähe eines Turmes zelteten, da hörte er, wie sein ältester Sohn Ruben tatsächlich es wagte, sich an seiner Nebenfrau Bilha zu vergehen und mit ihr Geschlechtsverkehr zu haben.
[1:35:28] Seine Söhne offenbarten all die Eigenschaften, die auch Jakob hatte, zu einem noch schlimmeren Maße.
[1:35:38] Schließlich kam er in Beerscheba an, das er vor Jahrzehnten verlassen hatte. Und er hoffte, noch einmal seine Eltern sehen zu können. Und wie froh war er, dass jetzt sein alter Vater immer noch liebt. Aber der sagt ihm dann mit trauriger Stimme: "Jakob, du kommst zu spät."
[1:36:12] Er hat sie nie wiedergesehen seit dem Tag, als die beiden glaubten, dass Gott es nicht schaffen könnte, auf seinen Weg die Verheißung ernst zu machen. Ja, Gott hatte ihm vergeben, Gott hatte sein Herz gereinigt, aber die Konsequenzen der Sünde blieben. Es war eine ernste Lektion für Jakob, seine ernste Lektion für uns. Sünder verändert uns, verändert unsere Umgebung, verändert unsere Familien.
[1:36:52] Doch zum Glück ist die Gnade Gottes so stark, dass egal wie tief wir gefallen sind, sie uns transformieren und verändern kann.
[1:37:01] Im März nahmen habe festgestellt: Gott ist wirklich gut. Eine Betrachtung der Natur, der Schöpfung zeigt uns, Gott ist gut. Zweiten Abend haben wir darüber gesprochen, wie das Gift der Schlange, der Rebellion, die ganze Weltgeschichte in den Griff in die Finger bekommen hat. Und wie auch in unserem Leben wir immer wieder selbstzerstörerische Rebellion sehen können. Wir sind davon nicht ausgenommen.
[1:37:27] Vorgestern haben wir gesehen, dass Gott einen Ruf an jeden einzelnen Menschen exemplarisch dargestellt am Leben von Abraham, der zu Abraham wurde. Gott hat für jeden von uns einen spezifischen Plan und der ruft dich und mich.
[1:37:44] Lieber Freunde, heute, wenn wir eine Sache vor allem heute lernen können, dann die, dass Entscheidungen, die wir fällen, weitreichende Konsequenzen haben. Die Entscheidung, die wir heute fällen, die kann in Jahrzehnten uns wieder einholen. Sie kann unsere Familien, unser Umfeld schwer belasten.
[1:38:05] Entscheidungen können über Generationen weg den Kurs einer Familie, einer Gesellschaft, von Einzelpersonen bestimmen. Und vielleicht lohnt es sich mal darüber nachzudenken, welche Dinge wir so tun, weil andere es uns immer so vorgelebt haben, oder welche Dinge wir tun, die vielleicht für andere zum Stolperstein sein könnten.
[1:38:28] Aber die gute Nachricht heute Abend ist, wir sehen im Leben von Isaak und Jakob, dass trotz all dieser Dinge, dieser Konsequenzen, des Nach sich zieht, Gottes Gnade immer gegenwärtig ist, von dem Tag an, als er so schwer sündigte, bis zu seiner letztendlichen tiefen Umwandlung. Seinem Herzen war Gottes Gnade immer bei Jakob und durch Gottes
[1:38:51] Gnade war immer bei Jakob und durch Gottes Gnade war er wirklich, was er geworden ist. Im Sinne möchte ich dich, liebe Freunde, wir freuen uns auch alle, die jetzt live zuschauen, einladen, darüber nachzudenken.
[1:39:02] Was uns beeinflusst, wie wir andere beeinflussen, aber vor allem, wie durch Gottes Gnade unser Leben so verfehlt, es an manchen Stellen gewesen sein mag, so schwierig und verzweifelt die Situationen seien, mit denen wir uns befinden. Wie durch Gottes Gnade wir inneren Frieden haben dürfen.
[1:39:24] In diesem Sinne bleibt ihr uns, einladen zu einem Abschlussgebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir heute Geschichten betrachten konnten, die weniger von großen Weltreichen und Schlachten erzählt haben, als vielmehr von dem größten Drama, dass es gibt, nämlich der Familie und Ehe.
[1:39:47] Weltgeschichte ist aufgebaut aus der Geschichte von Familien und Ehen. Wir haben heute gesehen, die Entscheidung unser Leben lang anhalten, beeinflussen. Wir haben gesehen, dass falsche Entscheidungen einen Rattenschwanz nach sich ziehen an anderen Dingen.
[1:40:10] Wir haben auch gesehen, dass gute Entscheidungen radikale Umkehr möglich macht. Und während vor allem gesehen, dass obwohl du so viel stärker bist als wir, dass du gefangen bist durch unsere freie Entscheidung. Wenn wir möchten, dass du uns hilfst.
[1:40:28] Und wir danken dir, dass wir auch diese Erfahrung wie Jakob machen dürfen. Im Namen Jesu.