[0:23] Schönen guten Abend, herzlich willkommen und schön, dass Sie da sind zur nächsten Episode unserer Vortragsreihe "Welten Geschichte". Vor einer Woche haben wir hier begonnen und sind auf diese Reise gegangen durch die Welten Geschichte und haben bereits ungefähr 2200 Jahre Weltgeschichte abgearbeitet. Ein bisschen was haben wir noch vor uns und ich möchte auch alle, die jetzt herzlich begrüßen, die live im Internet zugeschaltet sind auf Joelmedia und auf welten-geschichte.de.
[0:58] Und bevor wir in das Thema heute einsteigen: "Im Schatten der Pyramiden". Einige von uns oder ihr vom Livestream, da sind Sie zum ersten Mal da und fragen sich vielleicht: Werde ich noch mitkommen? Denn ich habe schon fünf Folgen verpasst. Aber der Vortrag ist auch in sich so ein bisschen geschlossen, das heißt, man kann eine ganze Menge auch daraus mitnehmen, wenn man die anderen Vorträge nicht gehört hat. Aber wir werden gleich noch mal eine kurze Zusammenfassung machen, was wir bisher gesehen haben.
[1:21] Zunächst einmal noch mal der Hinweis: Fragen sind sehr erwünscht. Wir hatten im Laufe der letzten Woche eine ganze Flut an Anfragen bekommen, abarbeiten, aber beim letzten Vortrag sind tatsächlich keine Fragen gestellt worden. Vielleicht war alles so sonnenklar, dass keine Fragen übrig blieben. Sollte das allerdings heute Abend nicht der Fall sein, denn es gibt sicherlich eine ganze Reihe von Dingen, die man fragen kann, wo man vielleicht noch etwas nicht ganz verstanden hat oder etwas besser wissen möchte, dann scheuen Sie sich nicht. Wir haben, wie gesagt, hinten diese Fragebox oder auch die Zuschauer können diese Fragen stellen unter frage.net welten-geschichte.de.
[1:59] Wie gerade angekündigt, eine ganz kurze Rückblick in wenigen Minuten, was wir bisher in den ersten fünf Episoden gesehen haben. Was bisher geschah: Wir haben gesehen, wir haben damit begonnen, dass in der Vergangenheit, vor aller Ewigkeit sozusagen, es Gott gab und Gott die Liebe ist. Wir haben damit begonnen, diese Idee, dass Gott ein Wesen ist mit einem so außergewöhnlichen Charakter, der außerdem immer konstant ist und deswegen diese ... konnte in seiner Liebe auch als Gesetz bezeichnete. Gern gesehen, dass er in seiner schöpferischen Tätigkeit die Welten geschaffen hat und die Bewohner der Welten, sie alle nach seinem Gesetz der Liebe handelten, bis einer der oberste der ... der Engel sich entschied, ohne jeglichen Grund und ohne Veranlassung eine Rebellion zu starten gegen Gottes Regierung, die dazu führte, dass ein Drittel aller Engel den Himmel, die Regierungs ... Platz Gottes verließ. Die Erde wurde geschaffen von Gott, um zu zeigen, wie er wirklich ist. Er schuf den Menschen in seinem Ebenbild, der als Repräsentant Gottes die Prinzipien der Regierung Gottes vor dem gesamten Universum deutlich machen sollte. Allerdings wurde der Mensch verführt durch den Rebellen, den ... der zu Satan wurde, und Adam und seine Frau missbrauchten die Freiheit, die Gott ihnen gegeben hatte, weil er freie, liebende Menschen haben wollte und stellten sich gegen ihn. Er wollte aber die Menschheit nicht aufgeben und war bereit, einen Plan der Rettung ins Leben zu rufen, der symbolisiert wurde durch Opfer, die deutlich machen, wie viel Gott investieren würde in diesen Plan.
[3:57] Die Menschheit wuchs und das kann schnell zu einer Teilung von zwei verschiedenen Gruppen führen: Die einen, die an dem Plan Gottes festhielten, und die anderen, die sich gegen Gott fanden und der Rebellion sich vollends verschrieben haben, was zu einem Niedergang, einem moralischen Niedergang mit der Welt führte, wie er unvorstellbar gewesen ist. Ist Gott im Jahr 1656, nachdem er anderthalb Jahrtausende Geduld hat und gewartet hatte und nichts unternommen hatte und die Menschen immer wieder zu sich ziehen wollte, die damalige Welt, die an den Abgrund des für Menschen Vorstellbaren gegangen gekommen war, in einer großen Flut vernichtete. Acht Menschen überlebten, die aufgrund der Weisheit Gottes in der Arche Rettung gefunden hatten und von ihnen wurde die Erde neu bevölkert. Das Gift der Schlange, die Rebellion gegen Gott, blieb aber auch erhalten.
[4:48] Und nach dem großen Turmbau zerstreuten sich die Völker und verschiedenen Zivilisationen gründeten sich. Und aus der Zivilisation der Sumerer und der ... berief Gott einen Mann, den Abram, den er zu seinem seinem Botschafter der Liebe, zum Botschafter des ... der guten Nachricht machen wollte. Er sandte ihnen das Gebiet der verfluchten Menschen. Überall das Gebiet kann er sollte der Träger der Verheißung sein. In seiner Nachkommenschaft sollte der erwartete Erretter erscheinen. Er bekam tatsächlich einen Sohn, den er am Ende sogar opfern sollte, als Beweis für seine absolute Treue zu Gott. Und Gott offenbart ihm aber diese Gelegenheit, was es bedeuten würde, dass Gott selbst seinen Sohn geben würde.
[5:44] Letztes Mal haben wir gesehen, wie dieser Sohn, jetzt Isaak genannt, selbst eine Familie gründete mit seiner Frau aus Aram. Wie Abram starb, alt und lebenssatt. Und die Familie von Isaak wuchs. Zwei Kinder wurden geboren: Esau und Jakob. Großer Streit, weil die Eltern die verschiedenen beiden, die beiden Söhne unterschiedlich gleich behandeln. Und Jakob von der Rebekka und Isaak, also Jakob von der Rebekka geschätzt wurde, untersagt den den Esau mehr liebte. Jakob betrog seinen Vater, wollte sich das Erbe erschleichen mit Lug und Trug, musste fliehen. Dort offenbarte sich eben dieser großen Vision der Himmelsleiter. Er lebte viele Jahre in Aram, um dort als Schafhirte mehr ausgebeutet zu werden von seinem Verwandten. Lagern. Er arbeitete sieben Jahre für seine Traumfrau, bekam aber in letzter Sekunde deren Schwester untergejubelt, was er erst nach der Hochzeitsnacht feststellte. Tief enttäuscht arbeitet er weiter und gewann dann schließlich auch seine eigene Traumfrau. Die Rache insgesamt vier Frauen hat daran gehabt. Auch viel Leid erlebt aufgrund der Kinder, die ihm geboren worden sind. Und nach dem fast sein ganzes Leben mehr ein Fehlgriff gewesen ist als ein echter Segen, erlebte er bei seiner Rückkehr aus Aram nach Kanaan, als er eine ganze Nacht mit einem vermeintlichen Feind kämpfte, dass er in Wirklichkeit gegen Gott gekämpft hatte. Und dort Jakob wurde aus Jakob dem Betrüger Israel, dem Gotteskämpfer. Er kehrte zurück nach Kanaan, um seine Eltern wieder zu sehen nach vielen Jahrzehnten. Und auf dem Weg starb seine Frau, seine Lieblingsfrau Rachel. Seine Kinder waren grausam, gewalttätig, zum Teil sexuell, moralisch unmoralisch. Und er sah mit großem Schrecken, was all die schlechten Entscheidungen seines Lebens an Konsequenzen gebracht hatten.
[8:04] Schlussendlich kam er an Kanaan an und lebte mit seinem Vater Isaak. Seine Mutter Rebekka hat er nie wieder gesehen. Und an dieser Stelle haben wir aufgehört und wollen heute Abend sehen, was auch seinen Söhnen, den zwölf Söhnen des Jakob, des Israel geworden ist. Und bevor wir damit beginnen, lasst uns mit einem Gebet starten.
[8:26] Lieber Vater im Himmel, ich möchte von Herzen Dank sagen für diesen Abend, danke sagen für das Geschenk der Musik und dass du uns gedanklich eingestimmt hast auf das, was wir heute hören möchten. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist zu seinem Herzen sprichst, dass wir erkennen, was wir heute lernen können aus der Geschichte, aus den Geschichten von Menschen, die gerungen haben und die dich erlebt haben. Wir möchten dich bitten, dass jeder einzelne, der heute hier ist und der auch live zuschaut oder später sich dieses Video ansieht, dass jeder eins mitnehmen kann, etwas lernen kann, etwas mehr über dich erfährt. Danke, dass du das tun wirst im Namen Jesu. Amen.
[9:13] Episode 6: Im Schatten der Pyramiden. Ungefähr 2200 Jahre nach der Schöpfung, also ungefähr 600 Jahre nach der großen Flut, sah die Welt schon ein bisschen anders aus. Die Sumerer waren mittlerweile völlig untergegangen. Die kleinen Stadtstaaten haben sich zu größeren Reichen formiert. Eines der vorherrschenden Länder der damaligen Zeit war Brasilien oder auch Babylon. Im Norden war das mächtige Königreich von Assur. Ganz im Osten gehörten immer noch die starken Elite, aber unsere Geschichte fokussiert sich weiter auf jenen kleinen Abschnitt im Westen, in Kanaan, dort, wo die Kanaaniter, die Verfluchten lebten und wo Gott seine Botschaft, die Patriarchen, die die Vorboten des kommenden sein sollten, extra hingeschickt hatte. Abraham war gestorben, Isaak war schon sehr, sehr alt und Jakob, der Enkel von Abram, lebte nun dort als der rechtmäßige geistliche Erbe mit seinen zwölf Söhnen und seiner Tochter.
[10:53] Diese zwölf Söhne haben es zum Teil faustdick hinter den Ohren und als Schafhirten zogen sie oft durchs Land und trieben viel Unfug. Manches von dem war regelrecht grausam. Und Jakob bedauerte, dass sich bestimmte Charaktereigenschaften weitervererbt hatten, ja noch schlimmer geworden waren. Und er fragte sich, wie das noch einmal enden sollte mit seiner Familie. Nur einer war anders, einer der Jüngsten, der Zweitjüngste, um genau zu sein. Der erstgeborene Sohn seiner mittlerweile verstorbenen Herzensdame, der Rahel, klein Josef, der mittlerweile ein Jugendlicher geworden war. Er hatte einen anderen Charakter. Er war so so fröhlich, hat es euch ein Interesse an geistlichen Dingen. Und irgendwie hat sich der Jakob selbst erinnert an seine Zeit, als er der ... freundliche junge Mann war, der so ganz anders war als sein wilder Bruder Esau, der durch das Gelände zog und ganz Antilopen und Gazellen erlebte. Und weil er Josef so besonders gern hatte, hatte er ihn auch besonders bevorzugt. Er wusste eigentlich nur zu gut aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, wenn der Vater einen Bruder mehr liebt als einen selbst.
[12:27] Trotzdem hat er auch diesen Fehler seines Vaters Isaak ... weiter getan. Er hatte auf ein besonderes, ein außergewöhnliches Kleid angefertigt, das damals fast so etwas wie ein königliches Gewand war, ein Gewand aus vielen Farben. Und das hat dem guten, netten, freundlichen, aber doch ziemlich lebensunerfahrenen Josef nicht gerade gut getan. Ständig bevorzugt zu werden. Er wusste ganz genau, dass er der Lieblingssohn seines Vaters war. Und er wusste auch ziemlich genau, was seine Brüder alles verkehrt machten, insbesondere die vier älteren Brüder, der ... neben Frauen dann und Naftali und Gad und dass er, dass man die allerschlimmsten und deren Straftaten hat er immer brühwarm erzählt. Das hat natürlich ihn nicht gerade beliebt gemacht, was seinen älteren Brüdern eines Tages träumte ihm, wie sie auf dem Feld waren und die Ernte einbrachten und sie ehren so in Garben banden und jeder von den Brüdern so träumte er, hatte seine eigene Gabe. Und plötzlich passierte es, ohne dass man sich versah, dass all die Gaben seiner Brüder sich verneigten vor seiner Gabe. War ganz erstaunt. Er hatte schon eine Ahnung, was das vielleicht bedeuten könnte, aber ganz naiv erzählt er seinen Eltern wieder: "Schaut, was ich geträumt habe von diesen Gaben und alle eure Gaben haben sich vor meiner Gabe verneigt. Was meint ihr, was das bedeutet?"
[14:06] "Wir wandeln Gaben auf dem Feld und siehe da, richtet sich meine Gabe auf und wir bestehen und sie eure Gaben stellten sich ringsumher und warfen sich von meiner Gabe nieder." Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: "Willst du etwa unser König werden? Willst du bei uns herrschen?" Lasst uns in Frieden. Sie hasst ihn, diese Besserwisser immer, alles richtig machte, denn der auch noch solche merkwürdigen Träume hatte. Nicht genug. Träumte ein weiteres Mal. Diesmal träumt er nicht von vergänglichen Gaben. Er träumte von den Himmelskörpern, treibende von Sonne, Mond und Sternen. Elf Sterne, wohl kein Zufall, denn Sonne, Mond und elf Sterne verneigten sich vor ihm, dem zwölften Stern. Auch das musste man nicht lange interpretieren. Das waren wohl Vater, Mutter und die zwölf Söhne. Und er sagt es ihnen: "Seht, ich habe wieder geträumt. Siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor mir nieder."
[15:14] Diesmal waren die Brüder so gekränkt, dass sie sich bei ihrem Vater Jakob beschwerten und sagen: "Schau mal, was der für einen Unsinn träumt. Der belästigt uns mit seiner Arroganz." Und selbst Jakob wurde in einem seltenen Fall mal ärgerlich über Josef. "Was das war ein Traum, den du geträumt hast? Sollen etwa ich und seine Mutter und seine Brüder kommen und uns vor dir bis zur ... beugen?" Aber während die Brüder das schnell wieder vergessen, hat Jakob noch lange darüber nachgedacht, dass der Josef so seltsame Träume hatte, zu seinem Herzen bewegt. Aber er konnte nicht viel Sinn daraus entnehmen.
[15:58] Eines Tages, da zog die älteren Brüder nach Norden. Sie wollten die Schafherden an fruchtbares Gelände bringen und sie zogen ausgerechnet nach Sichem, dort, wo sie Jahre zuvor eine ganze Stadt ausgerottet hatten, weil einer der Stadtbewohner ihre Tochter missbraucht hatte. Dort entzogen sie. Und als Jakob einige Zeit nichts von ihm gehört hatte, machte er sich Sorgen, ob es ihnen wohl noch gut gehe oder ob nicht vielleicht die umliegenden Kanaaniter mit ihnen kurzen Prozess gemacht hatten. Er sandte seinen Sohn Josef los, um zu sehen, was mit ihnen passiert wäre.
[16:41] Josef kam nach Sichem, aber er fand sie nicht. Sie waren nicht da. Und leicht hätte er zurückgehen können und sagen: "Na ja, ich bin da gewesen, sie waren nicht da, ich weiß auch nicht." Aber Josef hatte einen Sinn für Pflichterfüllung. Und so erkundigte er sich bei einem der dort dagegen umherlief, ob er zehn junge Männer mit einer großen Schafherde gesehen hätte. Ja, das hätte er. Sie wären weitergezogen nach Norden, das Feld von Dota. Und so zog er dorthin. Und als er so sie in der Ferne sah, bemerkten auch seine Brüder, dass er kam. Und vor allem merkten sie, dass er ganz alleine war.
[17:30] Sie waren zehn gegen zwölf. Ihre Stunde des Hasses, der sich schon seit Jahren hin aufgebaut hatte, er könnte sich jetzt entladen. Niemand würde das bemerken, wenn er jetzt einen Unfall hätte. Und einige von ihnen haben ganz offen angesprochen: "Warum bringen wir diesen Träumer nicht einfach um?" Der älteste von ihnen, Ruben, dem hat es dann doch ein bisschen Angst gemacht. Er wollte nicht einfach tatenlos zusehen, wie sein einst sein jüngerer Bruder umgebracht wird. Und er schlug vor, vielleicht als Kompromisslösung, den Josef, wenn er denn ankäme, zumindestens in eine Zisterne zu werfen.
[18:14] Josef kam freudestrahlend und sagte: "Schaut, der Papa hat mich gesandt. Wie geht es euch?" Aber als er in den kühlen Gesichtern, dass sie nicht willkommen hießen, er sich's versah, war er seine Kunden gewandes entledigt und fand sich auf dem Boden einer trockenen Zisterne wieder. Schrie und und und die alte und fragte, was er denn Böses vollbracht hatte. Aber seine Brüder dachten nicht im Traum daran, ihn zu befreien.
[18:49] Ruben verließ die Gruppe und ging. Hat er sich insgeheim überlegt, wenn die Brüder weiterziehen, den armen Josef zu befreien. Er wollte doch nicht, dass es ihm schlecht geht. Er wollte aber nicht öffentlich dafür eintreten. Und so dachte er, vielleicht kann er einen Kompromiss machen. Er geht jetzt weg und wenn sich die Sache beruhigt hat, dann kümmert er sich um Josef. Die Geschichte nahm aber eine andere Wende an diesem Tag. Und das solltet ihr leben für immer bestimmen.
[19:17] Denn an jenem Tag kam eine Karawane vorbei, Beduinen, Nachfahren Ismael, des Bruders ihres Großvaters Abram, von den Wüstenfürsten. Sie waren auf dem Weg in ein fernes Land. Und einer von den neun Brüdern, von denen jetzt nur noch neun dieser Zisterne waren, hatte eine kluge Idee. Juda, der vierte von ihnen, der viertgeborene war ein Geschäftsmann und er dachte sich: "Wenn schon nicht umbringen können, das vielleicht wenigstens Kapital aus dem schlagen. Lasst uns ihn als ... verkaufen."
[19:56] Vielleicht ziehen wir jeden Preis so. Behandelte man 20 Silberlinge, konnte man rausschlagen. Das machte zehn Silberlinge pro Person. Nicht schlecht. Und obwohl Josef die anflehte und bettelte, nicht so etwas zu tun, denn als Sklave war man damals manchmal schlechter dran als ein Toter. Hat niemand mit ihnen Mitleid gehabt. Oder wurde abtransportiert bei einem Kamel. Stunden später kam Ruben wieder zurück und zu seinem völligen Entsetzen war die Zisterne jetzt leer. Er fragte, was passiert wäre. Und Juda zeigte ihm die zwei Silberstücke und sagte: "Schon mal, beschwer dich nicht zu sehr. Du hast auch was davon. Dein Bruder Josef wird jetzt sich ein bisschen nützlich machen in einem fernen Land. Und vielleicht werden wir hier mal wieder sehen, wer weiß." Aber eins wussten sie: Sie mussten eine Erklärung finden, was mit Josef passiert. Was sie konnten ja ihren Vater nicht ernsthaft erklären. Sie hätten ihn verkauft.
[21:12] Eine Lösung war schnell gefunden. Und einer Herde gibt es viele Werke. Einer musste dran glauben. Er wurde geschlachtet. Man nahm dieses bunte Kleid, punkt es in das Blut und sandte es zurück zum Vater Jakob und fragte: "Ist das nicht das Kleid von Josef? Kann es sein, dass ein Löwe gefressen hat?" Jakob war zu Tode betrübt. Und man hätte es vielleicht seine Tränen hören können.
[21:43] Auf der anderen Seite der Hügelkette, auf der Josef gefesselt auf einem Kamel jetzt gen Süden transportiert wurde. Er blickte noch einmal in die Ferne. Er erkannte einige der Hügel, auf denen er sonst früher so gerne gespielt hatte. Es sei seine Heimat dahinschwinden im Wüstensand. Und er fragte sich, was jetzt passieren sollte. Sein Vater wollte ich mir da, was würde aus dem werden? Innerhalb weniger Stunden hat er sich seine gesamte Lebensperspektive aus den Kopf gestellt. Und dort in der Hitze der Wüste, auf einem schaukelnden Kamel, mit bitteren Tränen in den Augen, entschied er sich: "Was immer kommen wird, ich will dem Gott meines Vaters, von dem er mir so viel erzählt hat, treu bleiben." Er erinnerte sich daran, wie sein Vater immer wieder die Geschichte erzählt hat, wie er Jakob damals geflohen war, ganz alleine, und wie Gott ihm erschienen war in Bethel. Vielleicht würde Gott auch ihn beschützen.
[23:06] Er fragte die Karawanenführer, wohin die Reise gehen würde. Und die Antwort kam prompt: Nach Kanaan, das berühmte schwarze Land, das wir heute als Ägypten kennen. Eines der größten und berühmtesten Länder der damaligen Welt, eine Hochkultur, die am Nil entstanden war, der Nähe der Jahr für Jahr den fruchtbaren Schlamm auf den Boden brachte, den schwarzen Schlamm, und deswegen das Land Kanaan, das schwarze Land genannt wurde. Dort, wo seit Jahrhunderten mächtige Könige herrschten, um ein gewaltiges ... dort wurde er abgeladen in eine der Königsstädte. Und ein hoher Beamter des Königshofes, der Oberste der Leibwache, sah den jungen Burschen, 17 Jahre alt und dachte sich: "Solch eine ... könnte ich gut gebrauchen."
[24:15] Sein Name war Potiphera, gegeben von einem der großen Götter Ägyptens. Heute kennen wir seine Damen, er als Potiphar. Der Name ein bisschen ... desto tiefer. Und so wurde Josef innerhalb weniger Wochen von einem verzogenen, verhätschelten jungen Mann zu einem Sklaven in Ägypten. Aber das ist nicht das einzige Familiendrama in jenen Jahren. Noch ein Sohn verließ die Familie von Jakob, und zwar ausgerechnet Juda, der Josef verkauft hatte. Er hatte keine Lust mehr auf die ständigen Geschichten von einem kommenden Erlöser, diese ständige sich abschotten von den anderen Kanaanitern.
[25:03] sich abschotten von den anderen kann Anita diese ständige Anderssein und bloß nicht so werden wie die Ritter und die Amerikaner. Immer nur heilig sein. Er wollte leben und er wollte das Leben genießen mit den Menschen, die um ihn herum lebten. Er entschied sich, die Familie zu verlassen und mit den Kanaanitern zusammenzuleben, einen guten Freund zudem zog und bald schon nahm er sich eine kanaanitische Frau, etwas, was sein Vater und er wusste, dass er von seinem Großvater, von Isaak und auch von Abraham als sie verboten hatten, bei mir egal und dieser kanaanitischen Frau zeigte er drei Söhne.
[25:53] Währenddessen musste Josef sich erst einmal zurechtfinden. Fremde Sprache, seltsame Schrift. Aber er lernt schnell, dass es eine gute Strategie ist, einfach die Pflichten zu tun, die vor einem liegen, freundlich und nett zu sein. Und schon bald kam er sehr gut aus mit den Leuten.
[26:26] Dagegen entfernt sich immer weiter von dem Glauben, den er eigentlich gelernt hatte. Jakob hatte innerhalb kürzester Zeit zwei Söhne verloren. Einen unfreiwillig, der gezwungenermaßen abtransportiert wurde in ein Kerngebiet der Götzenanbeter nach Ägypten und dort trotzdem treu blieb. Der andere, der ganz freiwillig gegangen war, mitten hinein in die Arme der Götzen der Nation Kanaan.
[26:58] Josef hatte Erfolg. Als kleiner Diener wurde er bald zu höheren Aufgaben berufen. Alles, was er anfasste, ging gut. Er hatte sozusagen nicht nur einen goldenen Daumen, hatte goldene Finger und Potifar merkte, dieser junge Mann hat echtes Talent. Er setzt ihn dann immer höhere Positionen und das Haus Potifars wurde immer mehr gesegnet. Und Josef begann, sich zu interessieren für die Geschichte und die Kultur des Landes. Nie überlebt er, lernte die Sprache sprechen, er lernte Hieroglyphen lesen und schreiben. Gar nicht kennen so einfaches Unterfangen, denn damals schrieb man manchmal von links, manchmal von rechts, manchmal von oben und von unten, je nachdem. Er lernt etwas über die Politik dieses Landes und seinen Diener. Sein Herr war ja ganz oben am Königshof aktiv. Er lernte, dass es ursprünglich zwei Länder gewesen waren, das nördliche und Ägypten und das südliche Oberägypten, das in grauer Vorzeit irgendwann nach der Flut jemand beide Länder vereint hätte. Seitdem trugen die Könige die Doppelkrone, die weiße Krone Oberägyptens und die rote Krone Unterägyptens. Jeder König verstand sich als der Sohn des Sonnengottes Ra. Es gab viele andere Götter. Josef hielt von all dem nicht sehr viel. Er wusste ganz genau, dass weder Ra noch Maat, die Gerechtigkeit, diese Göttin zum Beispiel, oder all die anderen irgendetwas für ihn tun konnten. Er weigerte sich, ihnen zu opfern und sie anzubieten. Und so lebte er sich immer mehr ein, hatte seinen Platz gefunden, seine Nische entdeckt und war froh und dankbar, dass Gott ihm doch ein vergleichsweise gutes Leben als Sklave ermöglicht hatte.
[29:09] Und dann war sie da, die Frau des Potifar. Und sie hatte auch bemerkt, dass er da war. Und die Moral der Ägypter war nicht die Moral von Abraham, Isaak und Jakob. Sie wollte ihn unbedingt, diesen jungen, dynamischen, wunderschönen, muskulösen Ausländer. Und sie sagte es ihm ziemlich unverblümt: "Lege dich zu mir", immer dann, wenn sie alleine waren.
[29:50] Und die Welten, die Gott erschaffen hatte, schauten mit intensivem Interesse, würde dieser junge Mann ohne jegliche Kontrolle eines Elternhauses, irgendwelcher religiöser Führer, die ihn angeleiteten, was er zu tun und zu schaffen würde. Er treu bleiben oder würde er sich sagen: "Naja, hier sieht mich niemand, was soll's?" Seine Antwort erstaunte diese Frau, die sonst ganz andere Reaktionen gewohnt war. Sie meinte: "Herr, verletzten Sie sich auf mich und kümmern Sie sich um nichts, was im Haus vorgeht und hat alles in einer Hand gegeben, was ihm gehört. Es ist niemand größer in diesem Haushalt sich und es gibt nichts, das er mir vorenthalten hätte, ausgenommen dich, weil du seine Frau bist." Was ein versteckter Vorwurf. "Du bist seine Frau, du hast ein Mann, freudig an ihm. Wie sollte ich nun eine so große Missetat beginnen und gegen Gott sündigen?" Wahrscheinlich hat diese Frau das überhaupt nicht begriffen, was er wollte. Für sie gab es so viele verschiedene Götter und die hatten größtenteils dasselbe getan. Ehebruch betrieben, das war bei den Göttern Ägyptens ganz selbstverständlich. Das hat dann der Gott dieses Josef gegen ein bisschen Spaß am Nachmittag. Sie gab nicht auf. Sie kannte die Männer und sie wusste, dass in der aller Regel gute Vorsätze mit ein bisschen Zeit und ein bisschen Nachdruck dahinschwinden. Aber diesem jungen Mann war es anders. Und irgendwann wusste sie sich nicht anders zu helfen, als ein bisschen Gewalt anzuwenden. Sie griff ihn am Arm und wollte sich förmlich ihm an die Brust werfen. Jetzt, meinte sie, wird er bestimmt nicht widerstehen können. Er riss sich los, hat sie vermutlich sogar ganz unsanft zurückgedrängt, ließ sogar sein Gewand zurück, das sie festhielt und rannte weg.
[32:07] Jetzt musste sie die entstandene Situation erklären und ihr fiel ganz schnell etwas ein. "Er wollte nicht vergewaltigen", schrie sie und sorgte dafür, dass Josef ins Gefängnis kam als Motiv. Er von der ganzen Sache hörte und erkannte seine Frau schon ein bisschen da. Hat er wahrscheinlich geahnt, dass Josef so etwas nicht tun würde. Aber er konnte nicht ernsthaft einem ausländischen Sklaven mehr glauben als dem Ra. Und so steckte ihn in das königliche Gefängnis. Und Josef verstand die Welt nicht mehr. Er hatte alles getan, was richtig war. Er hatte für seinen Motiven gehandelt und der bestrafte ihn jetzt mit Fesseln. Sie zwangen seinen Fuß und einen Stock, sein Hals kam in ein Eisen. Aber Josef entschied sich auch in dieser Zwangslage, freundlich und nett und prinzipientreu zu sein.
[33:26] Und das kam sogar im Staatsgefängnis von Kemet, von Ägypten an. Der Aufseher merkte bald, dass dieser Gefangene anders war. Er fluchte und ich ständig, er schmiss nicht mit Gegenständen um sich und er trat auch nicht die Wächter, sondern er fragte nach ihrem Wohlergehen und ob sie gut geschlafen hätten. Und dann merkte bald, dass man ihn sogar von den Fesseln lösen könnte, ohne dass er die nächste Tür nutzte, um wegzulaufen. Man konnte sich auf ihn verlassen. Er wurde eingesetzt als in die administrative Ebene des Gefängnisses. Er war noch ein Gefangener, diente aber den anderen und hatte so das beste Leben, das man im Gefängnis haben konnte.
[34:13] Eines Tages, ein Jahr nachdem er ins Gefängnis kam, im Jahre 2002, 187, da wurden zwei neue Gefangene mit großem Staatsaufwand ins Gefängnis gebracht. Der königliche Bäcker und der königliche Mundschenk. Beides zwei hohe Positionen, denn was der König isst, hat er mit seiner Gesundheit zu tun und nicht ein König ist schon durch Vergiftung umgebracht worden. Die beiden waren natürlich entsetzt, dass sie im Gefängnis gelandet waren und Josef fing auch mit ihnen eine Freundschaft an.
[34:55] Eines Tages erzählte sie ihm, dass sie beide in derselben Nacht einen Traum gehabt haben. Der Mundschenk hatte geträumt von einem Weinstock mit drei Lebens und im Traum war zudem Weinstock, kam er dann hatte die Trauben genommen, gerieben, genommen, hatte sie ausgepresst und dem König gegeben. Der Bäcker hatte geträumt im Erden, geträumt, wie er mit drei Körben voll Brot unterwegs war zum König und wie Vögel aus dem obersten Korb das Brot geschnappt hatten. Und sie fragten jetzt verzweifelt: "Was bedeutet das?" Und Josef erklärt ihnen die Trauben. Und als er fertig war mit der Erklärung, da lächelte der Mundschenk, aber dem Bäcker blieb fast das Herz stehen.
[36:01] Kurze Zeit später zeigte sich, warum. Der König hatte Geburtstag, großes Fest wurde gefeiert in Unter- und Oberägypten. Waren überall die Tempel geschmückt, die Paläste waren in Freudenstimmung. Und anlässlich des Tages entschied sich der König, einige wichtige Urteile zu fällen. Der Mundschenk wurde tatsächlich begnadigt, sowie Josef das vorhergesagt hatte. Dem Bäcker hatte Josef allerdings ein Todesurteil vorhergesagt. Und wie das vollstreckt wurde, sieht man an der offiziellen ägyptischen Hieroglyphen für Todesurteile. Wenn man sich das rechte Zeichen anschaut.
[36:53] Und als der Mundschenk abgeholt wurde, mit Freuden, denn der Bäcker abtransportiert wurde zu seiner Exekution. Tarif im Josef noch nach: "Wenn du wieder vor dem Pharao stehst, denk an mich. Ein gutes Wort für mich." Vielleicht nenne ich nächstes Jahr hat er wahrscheinlich wieder Geburtstag. Vielleicht wird dann wieder jemand begnadigt. Mache ich natürlich gesagt, nicht getan.
[37:36] Und so blieb Josef im Gefängnis. Er hat immer gehofft, dass bald, bald würden bestimmt die Leute kommen, die ihn abholen, denn der Mundschenk würde doch ganz bestimmt für ihn eintreten, oder? Oder hat er ihn einfach vergessen? Und so saß er weiter im Gefängnis. Und so langsam stellt sich die Frage, ob er sein Leben im Gefängnis beenden würde.
[38:05] Zu jener Zeit starb sein Großvater, jetzt schon seit vielen Jahrzehnten blind, dort in Kanaan. Er hatte noch mitgehört, wie zwei Söhne die Familie verlassen hatten. Einer angeblich gestorben war und einer die Familie verlassen hatte. Und er wurde begraben in der Höhle Machpela, wo sein Vater Abraham und seine Mutter Sarah schon lagen. Das Feld, das einzige Besitztum, was sie hatten, das Abraham für gutes Geld gekauft hatte.
[39:01] 2289 hatte der König von Kemet zwei Träume. Zunächst träumte er von etwas, was ihm sehr vertraut war. Er träumte vom Nil und er sah, wie Kühe aus dem Nil stiegen, sieben dicke, fette Kühe. Aber dann kamen sieben magere, hässliche Kühe aus dem Nil. Und zu seinem absoluten Erstaunen fraßen die sieben mageren die sieben fetten. Und das konnte sich nun gar nicht erklären, zumal sie dann auch noch mager blieb. Er drehte sich auf die Seite und dachte sich: "Was für komische Träume." Und versuchte nochmal einzuschlafen. Bekamen den zweiten Traum. Und diesmal träumte er von Getreidefeldern. Auch das nichts ungewöhnliches für Ägypten, aber konnte von sieben schönen, vollen Ähren, dann von sieben versenkten Ähren, die von diesem gefürchteten Ostwind, der von der Wüste jenseits des Roten Meeres die Hitze brachte, von sieben versenkten Ähren, die diese vollen Ähren fraßen. Oder war völlig entsetzt. "Lass das für merkwürdige Träume. Was will mir ja sagen?" Hat mal zu mir gesprochen, oder war es muss ihres. Er rief all die Priester, die im Lande verfügbar waren und erzählte ihnen die Träume und fragte sie, was die Götter denn so vor hätten. Aber niemand von ihnen hat irgendeinen blassen Schimmer, was das bedeuten könnte.
[40:37] Und als der Mundschenk schon mit dem Wein da stand und immer noch wartete, dass endlich gerufen wird, damit jetzt das Fest beginnen könnte, da erinnerte er sich, dass er auch mal Träume gehabt hatte, die richtig gedeutet worden waren. Und erinnerte sich, dass er niemals davon erzählt hatte. Erinnerte sich an diesen kanaanitischen Sklaven im Gefängnis. Und mit etwas unterdrückter Stimme erzählt er dem König: "Ich wollte den immer schon erzählen. Ich bin bisher nicht so wirklich dazugekommen, irgendwie waren die Gelegenheit, aber ich denke, jetzt ist die Gelegenheit da. Du solltest wissen, in deinem königlichen Gefängnis sitzt jemand, der kann Träume deuten. Und das war ziemlich präzise, was er gedeutet hat. Du musst dich damals, als ich im Gefängnis war und du mich befreit hast." Der König war interessiert. Eigentlich hat es ihn ein bisschen gewurmt, dass in ganz Ägypten kein Priester dazu in der Lage ist und ein Sklave im Gefängnis, der zudem von diesen verrückten Kanaanitern kommt. Das denn jetzt die Antwort geben sollte. Aber die Neugier war größer als der Stolz. Und so ließ man ihn rufen. Natürlich konnte er nicht gleich sofort kommen. Man musste ihn erstmal frisieren, rasieren. Man musste ihn neu einkleiden, damit man überhaupt vor den König kommen konnte. Und er stellte ihm dann die Frage: "Was bedeutet das? Kannst du mir die Träume deuten?" Und Josef blieb ganz, ganz innerlich ruhig und sagte: "Weißt du, ich werde es nicht können, aber Gott wird dem Pharao verkündigen, was dem Pharao zum Wohl dient." Der Pharao erzählte ihm von den Kühen, von denen er geträumt hat und von den Ähren.
[42:34] Und Josef überlegte nicht lange und sagte zu ihm: "Gott hat dem Pharao sehen lassen, was er tun will. Ich kenne den wahren Gott. Du bist zu Ra und zu Osiris und Maat und keiner von denen weiß irgendwas, aber ich kenne Gott. Und der Gott, den ich kenne, der kennt auch dich und er möchte, dass es dir gut geht. Deswegen hat er dir offenbart, was kommen wird. Jetzt hör genau zu. Sieben Jahre, da wird großer Überfluss herrschen im ganzen Land Ägypten. Aber nach ihnen werden 700 Jahre eintreten und all dieser Überfluss wird vergessen sein. Land Ägypten und die Hungersnot wird das Land aufzehren. Das aber der Pharao den Traum einmal hatte, das bedeutet, dass die Sache bei Gott fest beschlossen ist und dass Gott es rasch ausführen wird. Herr, mir genau zu. Pharao, ich bin nur ein Sklave. Du kannst, du wirst machen, was du willst. Ich bin mein Leben ist wie nicht in deinen Augen. Aber ich sage dir, dein Land ist in Gefahr. Gott hat den Traum zweimal gegeben. Es ist eindeutig, es wird so kommen."
[43:50] Der Pharao war erstaunt. Er schaute sich die Priester von On an, er schaute zu den Priestern der Selten. Die schauten alle betreten zu Boden. Nicht nur hatte er gewusst, was der Traum zu bedeuten hat, er gab sogar konkrete Vorschläge, was getan werden sollte, nämlich man sollte in den sieben guten Jahren etwas zurücklegen, man sollte nicht alles verschwenden, sondern auch gut haushalten, um in den sieben Dürre Jahren überleben zu können.
[44:25] Der Pharao, der sich mehr für Politik als für Religion interessierte, der war beeindruckt. "Mag dieser einen seltsamen Gott haben, von dem es keine Bilder gibt, aber er weiß zumindest, niemand ein Land gut führen kann." Und so fasste einen kühnen Entschluss, einen Entschluss, bei dem viele seiner Hofbeamten rückwärts vom Stuhl gefallen sind. Er erhob diesen ausländischen Sklaven, der bis vor kurzem wegen vermeintlicher Vergewaltigung einer Frau eines Beamten im Gefängnis saß, er hob ihn in den obersten Dienst, den es gab. Und es gab viele Ämter und viele Positionen in diesem Riesenreich, aber Josef bekam das höchste Amt, das es unter dem Pharao, dem König gab. Er wurde, trat ihm der oberste Beamte im Staat. Rechts sehen wir die offiziellen Hieroglyphen dieses Amtes. Tja, die so was wie der Regierungschef. Dann endet auch sein Name in Savannah, was vermutlich übersetzt heißt: "Erhalte des Lebens." Manche übersetzen es als "Retter der Welt", denn so klug waren die gibt es schon, dass wenn es Ägyptens schlecht gehen wird, dann wird der ganzen Welt schlecht gehen. Und wenn wir überleben, dann werden wir auch für die ganze Welt das Überleben sichern müssen.
[46:07] Innerhalb von einem Tag, bei Josef, von einem verhätschelten Jüngling zu einem Sklaven geworden, innerhalb von einem Tag ist aus einem Gefängnisinsassen der Vizepräsident von Kemet geworden. Der oberste Beamte Ägyptens. Gott hatte seine Finger im Spiel. In dieser Position musste er standesgemäß heiraten. Und da fiel die Wahl auf die Tochter des Priesters von On, war die Priesterstadt, dort, wo der Sonnengott angebetet wurde, dort, wo die riesigen Obelisken in den Himmel ragten. Und jetzt tritt derselbe Josef, der vorher im Gefängnis saß, durch das Land, an den Pyramiden vorbei, die die Vorfahren der Könige errichtet hatten. Jetzt riefen die Herolde schon hunderte Meter vor seinem Erscheinen zu dem Volk und ganz Ägypten beugte sich in den Staub. Er setzte ihn zum Herren über sein Haus, zum Herrscher über alle seine Güter, Unter- und Oberägypten, vom Mittelmeer bis nach Nubien. Kannte jeder den Namen Josef. Hafner Panel, der Vizepräsident von Kemet, er seine Fürsten unterwiesen nach seinem Willen und seine ältesten Weisheit lehrte. Plötzlich mussten all die Wissenschaftler und die Politiker, ja, sogar die Priester Ägyptens zuhören, was Josef ihnen erzählte. Und er hatte gut zugehört, als er als junger seinem Vater Jakob laut zu lauschte, als der die Geschichten erzählte aus der Vergangenheit von dem Schöpfergott und seiner Liebe und seinem Gesetz und den Geschichten der Alten.
[48:17] Sieben fette Jahre kamen, Jahr für Jahr, überflutete der Nil, kommend aus den Höhen Äthiopiens und Libyens, das gesamte Land. Und der fruchtbare Schlamm machte riesige Ernten möglich. Doch statt alles eingehen zu lassen, sorgte Josef mit wirklich brillanter Strategie dafür, dass alle Ernte sorgfältig rationiert wurde, aufbewahrt wurde. Rationiert wurde dort im Land Ägypten. Bekam seine Frau dann einen Sohn, der das Vergessen lässt, denn er hatte das Gefühl, dass Gott all das so geführt hatte, damit er endgültig auf seinem Kopf die Bilder bekommt, die Bilder von seinem Bruder Juda, der ihn mit Höhle zum Lächeln verkauft, die Bilder von seinem Vater, von den Zelten des Vaters, die er nie wieder sehen würde. Gott hatte sich seiner angenommen und Gott würde einfach den Mantel des Vergessens über die Vergangenheit legen. Er froh darüber, dass Gott alles so geführt hatte. Jahre später bekam er einen zweiten Sohn, ernannte ihn Elf, Freigeben, doppelte, zweifache Fruchtbarkeit.
[49:48] Juda hatte all die Zeit derweil in Kanaan gelebt. Seine Söhne waren mittlerweile groß geworden. Sein ältester, er hatte bereits eine Frau genommen, die hieß aber er war noch böser, noch ein schlechterer Mensch als Juda. Und er starb als junger Mann. Nun war es damals Sitte, dass Frauen, die keinen Mann hatten, keinerlei Unterstützung hatten und für das Überleben einer Frau war es natürlich, dass sie entweder einen Vater oder Kinder, Söhne, am möglichst einen Mann hatte, der für sie sorgt. Und so war es die Sitte, dass wenn ein Mann stirbt in frühem Alter, dass sein Bruder der Witwe einen Sohn zeugt, damit sie jemand hat, der sie in hohem Alter versorgen könnte. Das war sogar bei den Kanaanitern brauch und auch in der ganzen Welt. Und jeder wusste von dem Brauch. Er wusste, dass das jetzt gefordert war. Und so gab er seinem zweiten Sohn Onan die Aufgabe: "Du musst der Frau einen Sohn zeugen, damit sie später einmal all die Jahrzehnte ihres Lebens versorgt wird." D.h. also zu ihr ein und zeige einen Sohn. Er freute sich so aufgefordert zu werden, mit einer Frau schlafen zu dürfen. Aber er hatte nicht so viel Lust, einen Sohn zu zeugen, für den er vielleicht sogar dann noch Verantwortung tragen müsste. Er saß mehr von der Spaß-Seite, von der Lust-Seite interessierte nicht, was die Tamar davon hatte. Ihn interessierte nur, wie es ihm ging. Und so steht er mit ihr und ließ den Samen auf den Boden fallen. Und Gott straft ihn dafür. Er starb jetzt, weil Juda ein bisschen verzweifelte. Zwei Söhne innerhalb kürzester Zeit. Er wusste, hat noch einen Sohn, Schela. Der war noch ein bisschen jung. Er hätte schon vom Alter her gepasst, aber er mahnte: "Wenn Schela genauso ist wie ich, dann verliere ich jetzt auch noch einen dritten Sohn. Dann soll doch die Tamar sehen, wo sie bleibt."
[52:28] sehen, wo sie bleibt. Soll sie doch für sich selbst sorgen. Und so sagte er: Weißt du, mal der Schiler ist auch zu jung. Später, mal später kann er vielleicht einen Sohn zeugen. Jetzt geh und hau ab. Kam aber verzweifelt. Was sollten sie tun? Jahrelang hat sie gewartet. Man merkte, sie der Schiler wird größer, aber er macht keine Anstalten dafür zu sorgen, dass sie einen Sohn bekommt, der ihr Versorgung garantieren könnte. Und dann fasste sie einen verzweifelten Plan.
[53:03] Als sie hörte, dass Juda eines Tages zu einem bestimmten Fest ging und sie von dem Charakter seiner Söhne auf seinen Charakter schloss, ahnte sie, dass sie vielleicht auf Umwegen doch noch zu ihrem Sohn kommen könnte. Sie verkleidete sich als Prostituierte, als Tempelprostituierte, etwas, was es dort gab, was Teil der Religion war. Man glaubte, Teil der an so sei es mit Prostituierten zu schlafen. Und sie setzte sich an den Weg. Und als Juda vorbeikam, verschleiert, wie sie war, unerkannt, wozu ihre Dienste an. Judas schaute rechts, Judas schaute links. Juda hatte nicht das Rückgrat von Josef.
[54:05] Juda willigte ein und als Preis hatte man eine Ziege vereinbart. Aber als Anzahlung gab er seinen Ring und starb. Einige Wochen später wollte er die Ziege vorbeibringen, schickte jemanden, um die Ziege als Preis abzugeben. Aber die Tempelprostituierte war nicht zu finden. Nirgendwo ist sie gewesen. Und die Stadtbewohner hatten auch noch nie von dieser Tempelprostituierten gehört. Die ist da nie gewesen. Aber Juda wusste, dass sie da war. Er wusste, es ist nur zu genau.
[54:51] Naja, ihm war die Sache dann doch ziemlich peinlich, oder? Er entschied sich, das Zicklein für sich zu behalten und zu hoffen, dass Gras über die Sache wächst. Ein paar Monate später hörte er Tuscheln hinter seinem Rücken. Tuscheln Nachbarn und dann fragte sie: Was, was tuschelt ihr über mich? Und sie sagt: Mir, wusstest du nicht? Hast du nicht gehört, dass deine Schwiegertochter Tamar Hurerei begangen hat? Sie ist schwanger geworden. Und man sagt, sie habe Hurerei begangen.
[55:35] Juda war außer sich. In solchen Fällen gab es klare Regeln. In seinem Kopf, eine gibt es in unserer Familie nicht. So etwas muss mit Feuer bestraft werden. Juda führte hinaus und verbrennen sie.
[56:05] Das Feuer brannte schon und man führte Tamar gebunden vor. Als sie zwei Beweisstücke hervor zu keinen Stab und einen Ring und jetzt wurde es dem Juda sehr heiß. Er realisierte, er hatte seine eigene Schwiegertochter geschwängert und er hätte ihr längst den Schiler geben sollen.
[56:48] Und mit schamrotem Gesicht vor den Kadi dann die, trotz aller moralischen Finsternis, sofort begriffen, dass er der Übeltäter war und sie aus Verzweiflung gehandelt hatte. Sprach sie: Ist gerechter als ich, denn ich habe sie meinem Sohn Schiler nicht gegeben. Was für eine Demütigung für den stolzen Urenkel Abrahams, einzugestehen, dass eine kanadische Frau, die sich als Prostituierte betätigt hat, gerechter ist als er. In seinem moralischen Selbstwert war er ganz unten angeschlagen.
[57:35] Interessanterweise wurden es Zwillinge. Und als der erste seine Hand durchstreckte, der Name den roten Faden und band ihn herum. Aber dann zog der mit dem roten Faden die Hand wieder zurück und der andere boxte sich durch. Und das endete nicht gut für den Unterleib der Zahn. Man nannte den dann tatsächlich Erstgeborenen. Vertritt den anderen 48.
[58:17] Die sieben guten Jahre waren vorbei und die Hungersnot begann zu wirken. Nicht nur in Kanaan, Ägypten, auch in Kanaan. Und auch dort, wo Jakob und die insgesamt zehn verbliebenen Brüder, inklusive des allerkleinsten Benjamin, zurückgeblieben waren.
[58:39] Im Jahre 2297 war die Hitze so enorm geworden, die Dürre so unerträglich, dass sie sich entschlossen: Wir müssen etwas unternehmen. Die Kanaaniten können uns nicht mehr bieten. Wenn überhaupt noch, dann wird es wahrscheinlich in Kemet, dort in den großen Städten, da wird es wahrscheinlich noch Getreide geben. Immer wieder hören die von Karawanen, die sagen, dort gibt es noch zu essen. Und Jakob beauftragt eine Synergie: Dorthin und kauft uns etwas.
[59:09] So schickt er sie los. Neun, den allerkleinsten, den Benjamin, den Simeon zurück. Der einzige Sohn, der dennoch geblieben, aber von seiner Lieblingsfrau Rachel. Und so zogen sie voller Erwartung das sagenumwobene Land, von dem die Beduinen immer berichtet hatten. Sie zogen nach Kemet.
[59:39] Und als sie auf dem, als sie dann schlussendlich in das Land kamen, stellten sie sich einer großen Reihe an. Sie sahen, wie vor ihnen jeder zehn sich niederwollte vor dem Pharao des Landes, der, der über die gesamte Versorgung des Landes gesetzt war. Und als sich eine Reihe waren, dachten sie, es wäre ja nicht verkehrt, das zu tun, was alle Fans auch getan haben. Und sie verbeugten sich. Aber der, der dort oben auf den Stufen stand, in seiner großen ägyptischen Festkleidung, der Amtskleidung, der sonst relativ nüchtern die Leute beordert hatte, die Kanaaniter, die Ammoniter, die Hethiter, die Libyer, die Nubier.
[1:00:42] Dem stoppte plötzlich. Er schaute, ohne dass man es merkt, ein bisschen genauer hin. Konnte ihre Gesichtszüge nicht gleich erkennen, weil sie beugten sich auf den Erdboden, aber an ihren Körperformen, an dem, was er so auf den ersten Blick gesehen hatte, realisierte er, dass das Gesichtszüge sind, die trotz all der Jahre sich nicht so sehr verändert hatten, dass er sie vielleicht nicht mehr erkennen konnte. Er wusste sofort, dass Ruben, Simeon, Juda mich verkauft hat. Gasser, Naftali.
[1:01:28] Und hat sich so beugten, da war es, als ob sie sich vor seinen Augen in Garben verwandelten. Gott hatte recht gehabt. Er hat es ja zweimal geträumt. Und so sicher wie die Hungersnot gekommen war, so sicher wie die fetten Jahre gekommen, so sicher waren seine Brüder gekommen, um sich vor ihm zu verbeugen. Was würde denn jetzt noch geschehen? Überlegte, was er tun sollte. Eins wusste er: Es sind seine Brüder. Aber er wusste nicht, wie sie sind. Sind sie immer noch so wie vor all den Jahren? Haben sie sich vielleicht doch geändert? Hat mein Vater Jakob doch etwas erreicht, ihre Herzen zu Gott zu wenden?
[1:02:21] Entschlossen sie zu testen. Er wollte wissen, wie sie zu ihm stehen würden. Und so fragte sie: Verzeiht ihm. Und er musste sich anstrengen, ägyptisch zu sprechen. Hat sich wahrscheinlich, dass einer mal geärgert, als sein offizieller Übersetzer nicht ganz so perfekt Hebräisch übersetzte. Aber offiziell sprach er kein Hebräisch, sprach Ägyptisch.
[1:02:50] Und er fragte sie, wer sie sind, wo sie herkommen. Als er davon erzählt, dass sie das die Fremden sind im Land Kanaan, dass sie einen Vater haben, der dort mit ihnen lebt, und dass ein Bruder zurückgeblieben ist. Da hat er immer genauer zu. Und er fragte, er hinterfragte, wie er übte Druck aus. Er sagte: Ja, ja, das erzählen alle, die meisten hierher kommen. Sind die Wirklichkeit, die ohne und sein Land ist. Sein Land hat eine Herausforderung. Vielleicht seid ihr Spione, die nur testen wollen, wo wir am besten militärisch anzugreifen sind.
[1:03:33] Sie versicherten einander. Aber er ließ nicht locker. Er sagt: Den, ich glaube ich nicht. Wenn es wirklich war, was ihr gesagt habt, dann müsst ihr das nächste Mal wiederkommt, den angeblichen kleinen Bruder, den ihr habt, mit dem wir gerade so eine Partie gewinnen wollte, den müsst ihr mir dann auch zeigen. Ansonsten glaube ich euch nicht. Und wenn ihr nicht mitbringt, werde ich das nächste Mal wie Spione behandelt.
[1:04:05] Und bei dem Gedanken schluckten alle. Und um ihm zu demonstrieren, dass er wirklich ernst meint und dass der Zertifikon Kanaan keine leeren Worte gibt, sagte er, dass einer von ihnen da bleiben müsse als Gefangener. Und auch sicherzustellen, dass sie wirklich wieder kommen.
[1:04:27] Und als alle neun den mit großen Augen anschauen und überlegen sich, nehmen der Name einen der gewalttätigsten.
[1:04:51] Und immer wieder beschuldigen sie sich gegenseitig. Du wolltest ihn umbringen. Du wolltest die, wie du bist schuld. Meine Schuld. Sie oder er wollte ihn verkaufen. Immer wieder drang diese Szene von der Zisterne in ihren Kopf. Und weil sie lauter riefen, hörte das Josef.
[1:05:14] Josef brauchte kein Übersetzer für die anklagenden Brüder untereinander. Und er ließ sich schnell entschuldigen. Niemand ahnte, was vermutlich hatte eine wichtige Angelegenheit. Er hatte, während des er in den Tempel hinein lief, waren seine Tränen sie auf seinen Augen rennen. Und hinter so einer, hinter seiner hin zu einer Säule meinte er.
[1:05:50] Er ließ ihm Getreide aushändigen und ordnete an, dass alles Geld, das sie bezahlt hatten, ihnen wieder in den Sack zurückgegeben wurde. Die ägyptischen Beamten waren natürlich etwas irritiert, weil so machte man das sonst nicht. Das Geld war nun auch nicht gerade im Überfluss vorhanden. Aber wenn jetzt Raed von Kemet spricht, dann macht man es. Und so wurden in diese Säcke das Geld wieder zurück getan.
[1:06:26] Die neun, die jetzt nur noch acht waren, machten auf dem Weg nach Kanaan. Das sind über Nacht unter in der Herberge ein bisschen von dem gekauften Korn nehmen, wollten sich ein bisschen eine Mahlzeit zu machen. Diese erschreckende Entdeckung, dass all das Geld, das sie sauer ersparten und den Ägyptern gegeben hatten, in ihren Säcken ist. Sie werden denken, wir haben sie bestohlen. Sie werden denken, wir sind Betrüger.
[1:06:59] Keiner von ihnen kam auf die Idee zurückzugehen. Zu sehr hatten sie Angst. Zu dessen machten sie, dass sie ganz besonders schnell aus der Reichweite militärischer Truppen des Fonds sein könnten. Und gelangten nach Kanaan und erzählten aufgeregt ihrem Vater: Stell dir vor, wir standen vor dem, der unter dem König steht. Und stell dir vor, er wollte alles genau wissen für unsere Familie. Hast du dir vorher gedacht, wir sind Kanaaniten?
[1:07:31] Dieses Spiel. Stell dir vor, gedacht, wir sind Spione. Kein Vertrauen zu uns. Und wir haben ein bisschen zu viel erzählt. Uns da plappert er mir gesagt, wir haben auch einen kleinen Bruder. Und jetzt Bilder unbedingt den Benjamin sehen. Was will er?
[1:07:56] Einen Benjamin sehen. Josef ist tot. Juda hat uns verlassen. Eine lange Zeit. Sie mir und das jetzt gefangen. Er wollte nur noch den Benjamin nehmen.
[1:08:13] Jakob entschied sich: Benjamin verlässt mein Zelt nicht. Rum, der Älteste versuchte die Sache zu lösen. Hatte schau mal, ich bin der Erstgeborene. Du kannst mir vertrauen. Ich verspreche dir, wenn wir Benjamin mitnehmen und er nicht heil zurückkommt, dann darfst du als Ausgleich meine beiden Söhne töten. Wie findest du das?
[1:08:51] Die Stimmung war gedrückt. Monate lang. Vielleicht haben sie um Regen gebetet. Vielleicht haben sie gebetet: Herr, wir sind doch die Verheißene, wir sind doch, wir sind doch die Familie des Sieges. Hier sind doch die, die einmal den kommenden Erlöser haben sollen. Lasst es doch wenigstens auf unser kleines Feld hier irgendwo regnen.
[1:09:13] Der Boden wurde immer trockener, brach auf. Ein Tier nach dem anderen lag verendet da. Die Brüder schauten sich an und sie wussten genau: Wir halten das nicht länger aus. Noch ein paar Monate und nicht nur das, vielleicht so hier, sondern wir alle. Wir müssen zurück nach Ägypten.
[1:09:35] Und übrigens, unser Bruder wartet, dass wir ihn holen. Der Simeon.
[1:09:45] Mit zerknirschter Miene kamen sie noch mal zu Jakob und sagten: Vater, ich weiß, es bricht dein Herz, aber du kannst doch nicht Simeon opfern, du darfst Benjamin. Du kannst doch nicht nur, weil Benjamin bei dir bleiben soll, uns alle aufs Spiel setzen. Wenn du nicht handelst, dann werden nicht nur wir sterben, sondern auch du. Und übrigens Benjamin auch.
[1:10:19] Und dann trat Juda vor, der vor nicht allzu langer Zeit zurückgekehrt war, beschämt. Derselbe Juda, der jahrelang in der Fremde im Kanaan gelebt hatte und von Jakob und seinen Verheißungen nichts wissen wollte. Und er tief gebeugt zurückgekehrt war. Er sagte weiter: Ich will für ihn bürgen. Von meiner Hand sollst du ihn fordern. Wenn ich ihn hier nicht wiederbringe, dann will ich die Schuld tragen, von der mein ganzes Leben lang.
[1:11:03] Und als dieser Juda das sagte, da willigte Jakob ein. Und um den, um den Part II möglichst günstig zu stimmen, suchte man alles das, was es irgendwie noch an guten Dingen gab. Ein bisschen Stadt fährt, ein bisschen Honig, ein bisschen dies und jedes. Bluttest auf die Esel und ab im Galopp.
[1:11:22] So sehr die hungernden und dürstenden Assen lokalisieren konnten nach Ägypten. Und Jakob blieb jetzt ganz ohne Söhne zurück. Und als sie so in die Ferne zogen, riefen nach und Gott allmächtige, gebe euch warme Herzlichkeit vor dem Mann, dass ihr euch euren anderen Bruder wieder mit gibt. Und Benjamin, ich aber, wenn ich doch der Kinder beraubt sein soll, so sah ich ihrer beraubt. Jahrzehnte lang hat er die Erfahrung gemacht, dass Gott es nur gut meint, auch dann, wenn man es nicht versteht. Erinnerte sich so leicht an das, was er von seinem Vater erzählt bekommen hatte, als sein Vater gesagt mit 20 Jahren.
[1:12:08] Sie hatte freiwillig binden lassen, um geopfert zu werden in der Situation, als so als sei es so aus, als ob Abraham seines Kindes beraubt würde. Gott hatte eingegriffen. Würde Gott nicht auch diesmal eingreifen können?
[1:12:26] Es war das Jahr 2299. Die kleine Eselkarawane traf wieder in Kemet ein. Und mal erstaunt, wie gut ihre Esel versorgt worden sind. Sie gaben schnell ihre Geschenke ab und versicherten, dass sie wohl meinen war. Aber er kann sie es nicht versauern. Wurden sie bereits von informierten Bediensteten in einen großen Festsaal gebeten. Und dort wurde aufgetafelt, was das Weltreich Ägypten in einer Hungersnot gerade noch so erübrigen konnte. Und so etwas hatten die letzten zwei Jahre nicht mehr gesehen, wenn überhaupt jemals in ihrem Leben.
[1:13:06] Und als sie von dem zwischen saßen, fiel es ihm vor lauter Begeisterung von den Speisen erst auf den zweiten Blick auf, dass sie aus irgendeinem Zufall alle in der richtigen Reihenfolge saßen. Merkwürdig. Und zu ihrer äußersten Erstaunen speiste der Pharao von Ägypten mit ihnen. Das letzte Mal, da waren die Sklaven Spione. Und jetzt wollen sie behandelt als wären sie eine Delegation vom König Babylons oder von Assur.
[1:14:00] Wieder bekamen sie ihr Getreide. Sie bekamen auch Simeon frei, der sich freute und nachfragte, was denn so lange gebraucht hätte, gedauert hat ihn zu befreien. Und sie nahmen natürlich auch Benjamin wieder. Wird alles bestens. Gott hatte das Problem gelöst. Sie freut sich schon auf diese wunderbare Gebiets-Erfahrung, die sie erzählen konnten.
[1:14:34] Und während sie so voller Freude, dass ich auf den nächsten Tag vorbereitet gab, der tat die Josef den Befehl, dass sein eigener Becher, der Silberbecher, in den Getreidesack von Benjamin gelegt werden sollte.
[1:14:53] Dann ist da kam sie zogen mit ihren Eseln weiter, fröhlich und erzählten sich noch, wie gut ihnen das geschmeckt hatte. Ich war diese ägyptischen Enden, also wie die zubereitet sind, unglaublich. Selten eine so gute Bratensoße. Gästen machten diesen Geschmack im Mund. Das würde was ständig auf den Kopf gefallen, denn das erzählen.
[1:15:21] Und plötzlich sagt Jan Horizont. Sie hörten, dass das Galoppieren von Pferden. Und sie sagen: Gibt es schon weiter. Vielleicht wollte das Tier noch ein Geschenk bringen. Nicht, aber seltsam. Sie, das waren Militärsoldaten und die waren äußerst ärgerlich dreinschauend. Als die ankamen, umzingelten sie mit ihren Pferden und sprachen sie als Verbrecher.
[1:15:48] Innerhalb weniger Stunden hat er sich, plötzlich Minuten hatte ich, plötzlich gesamtes Weltbild wieder verändert. Es eben die Staatsgäste und jetzt in Wien wurde zur Last gelegt, den Filmen Becher, des Pharaos von Kemet geklaut zu haben. Die haben wahrscheinlich gedacht: Wie bitte? Wir wussten gar nicht, dass ein Film endlich hat. Das werden wir sehen.
[1:16:20] Antwortete der Führer der Delegation: Runter von den Eseln, Getreidesäcke aufmachen. Und erste macht sein Getreideverkauf. Und das Geld ist ohne das fängt ja gut an.
[1:16:53] Oder Soldat griff einmal richtig tief in den Sack hinein und ganz unten holt er den Becher heraus. Und jetzt bekamen sie weiche Knie. So weiche Knie hatten sie in ihrem Leben noch nicht gehabt. Warum ausgerechnet Benjamin? Für lange Diskussionen war gar keine Zeit für den obersten dieser militärischen Einheit. War die Sache klar. Beweisstück vorhanden, Verbrecher auch.
[1:17:32] Benjamin wurde mitgenommen. Sie hätten ihres Weges gehen können, aber daran dachte jetzt keiner. Sie alle begleiteten diese Gruppe. Und als sie am Gebäude des Theaters ankamen, als Benjamin gerade in das Haus gebracht werden sollte, vermutlich in irgend so einen Kerker, denn was man mit so einem Staats-Steht machen würde, da hatten sie genügend Geschichten gehört.
[1:18:00] Von den Händlern, den Beduinen und einer von ihnen hatte ein Punkt des Herz. Und er sprang auf die Stufen. Zweite, Juda. Und er wusste, er hat nur diese eine Chance. Ein zweites Mal wird ihm der oberste Beamte Ägyptens nicht zuhören. Und deswegen gab er alles, was er hatte, alle deine Leidenschaft, alles, was an Aufrichtigkeit in seinem Herzen gefunden wurde, alles an Liebe für seinen Bruder Benjamin. Und er schrie fast näher, als dass er sagte: Bitte, mein Herr, lass dein Knecht ein Wort reden vor den Ohren des Herrn. Last nicht wenigstens erklären, um was es geht.
[1:18:46] Deinen Zorn brennen nicht über seine Knechte. Du bist wieder Fahrer. Mein Herr, fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr noch ein Vater oder Bruder? Beantworten wir meinem Herrn: Wir haben einen eigenen Vater und ein jung neben dem in seinem Alter geboren wurde. Und dessen Bruder ist tot. Und erst dann eine übrig geblieben von seiner Mutter. Und sein Vater hat ihn nie.
[1:19:02] So sprach zu den Knechten: Bringt ihn zu mir herab, damit ich ihn sehen kann. Das sprachen wir zu meinem Herrn: Der Knabe kann seinen Vater nicht verlassen. Wenn er sein Vater verließ, würde dieser sterben. Dorfstraße den Knechten: Wenn euer jüngster Bruder nicht mit euch herabkommt, so sollte man an Gesicht nicht mehr sehen. Als wir unseren Knecht unserem Fahrer kamen, da verkündeten dem die Worte unseres Herrn. Und unser Vater sprach: Geht hin und kauft uns wieder etwas zu essen. Da antworteten wir: Wir können nicht in Aktien. Und unser jüngster Bruder bei uns ist, dann wollen wir hin abziehen, denn wir dürfen das Angesicht des Mannes nicht sehen, wenn unser jüngster Bruder nicht bei uns ist.
[1:19:34] Das sprach den Knecht unserem Vater zu uns: Ihr wisst, dass mir meine Frau zwei Söhne geboren hat. Der eine ist von der weggegangen und ich musste mir sagen, gewiss, er zerrissen worden. Und sie zeigt es ist das Herz in dem Moment, das Theater. Und ich habe ihn bis heute nicht wieder gesehen. Wenn ihr nun diesen auch von mir nehmen und ihm ein Unglück zufügt, so werdet ihr meine grauen Haare durch ein solches Unglück ins Totenreich hinunter bringen. Wenn ich nur zu deinem Knecht, meinem Vater käme und der Knabe wäre nicht bei mir, an dessen Seele doch seine Seele gebunden ist. Und würde es geschehen, dass er stirbt, wenn er sieht, dass der Knabe nicht da ist. Und so würden wir deine Knechte die grauen Haare seines Knechtes, unseres Vaters, vollkommensten hinunter bringen. Denn dein Knecht hat sich bei meinem Vater für den Knaben verbürgt und versprochen, wenn ich dir nicht wirken, wenn ich ihnen ja nicht wiederbringe, so will ich von meinem Vater die Schuld tragen, mein ganzes Leben lang.
[1:20:23] Und jetzt liegt alles auf eine Karte. Darum will nun dein Knecht als Sklave meines Herrn hier bleiben anstatt des Knaben.
[1:20:59] Derselbe Juda, der Josef als Gelage verkauft hat nach Ägypten, bietet sich jetzt an, Sklave zu sein, anstelle dessen Bruder Benjamin.
[1:21:19] Josef kannte die Stimme. Obwohl es ein Bruchteil von Sekunden waren, ging noch einmal, dass sein Kopf wie sie schlimmer als er unten damals in der Zisterne gestanden hat, gelegen hatte und die Stimme von Juda gehört hatte. Schaut mal, da ist mal Liter. Wir verkaufen ihnen die Beduinen als Sklave, 20 Silberlinge. Der selber Juda, derselben und dieselbe Stimme fleht ihn.
[1:21:42] Derselben und dieselbe Stimme fleht ihn an, auf Knien, mit Tränen in den Augen.
[1:21:44] Lass mich Sklave sein anstelle von Benjamin. Der Knabe soll mit seinen Brüdern hinaufziehen. Wenn Benjamin schuld ist, und wenn er ein Dieb ist, ich habe ihn so lieb, hab meinen Vater so lieb, dass ich anstelle des Schuldigen Sklave sein möchte. Möchte das Leid nicht sehen, das meinen Vater trifft.
[1:22:28] Diese fand keine Ausrede, so schnell die Tränen schossen einfach in die Augen. Konnte es nicht aushalten. Das war sein Bruder, der ihn verkauft hatte. Er hatte sich um 180 Grad gedreht, er war ein völlig neuer Mensch geworden.
[1:23:00] Und mit gebrochener Stimme, er wusste gar nicht, wie er es rausbringen soll, sagte er: "Ich bin Josef. Lebt mein Vater noch?"
[1:23:18] Jetzt waren die Brüder erstaunt. "Du wirst dich hieß es. Wir dachten, du sitzt irgendwo in einem Hinterdorf in Ägypten als ein Knecht und drischst das Getreide."
[1:23:51] Sie haben schnell realisiert, dass er über alle Maßen der Welt verfügen konnte, sie für ihre Fehler zu bestrafen. Aber Josef dachte nicht an Strafe, er dachte nicht an Vergeltung. Er dachte nicht an irgendwelche Bosheiten. Alles, was er gesehen hatte, war die verwandelnde Liebe Gottes in seinem Leben und im Leben seiner Brüder.
[1:24:19] "Gott hat mich vorher gesandt, um euch einen Überrest zu sichern. Ihr wolltet mich verkaufen, aber Gott hat selbst eure Sünden, eure Bosheit benutzt, um euch zu retten, um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung."
[1:24:39] Und offenbarte ihn, dass auch mit Gebet kein großer Regen zu erwarten sei. Es würde noch fünf Jahre gegeben. Das Beste für sie wäre, wenn sie alle zu ihm kommen würden nach Kanaan, nach Ägypten.
[1:24:58] Schnell wurde dem König höchstpersönlich berichtet: "Stell dir vor, die Familie von Josef ist im Land!" Und jetzt wurden sie überhäuft, nicht nur mit guten ägyptischen Gaben, sondern mit Geld und mit Schätzen. Denn die Ägypter wussten sehr wohl, was sie an Josef hatten. Ihre gesamte Zivilisation, das Erbe eines halben Jahrtausends, hatte er gerettet. Sie wussten, was sie ihm schuldig sind.
[1:25:31] Und so fanden sie die nun elf vereinigten Brüder zurück nach Kanaan, mit der Mission, den Jakob und alle dort gebliebenen Kinder und Frauen mitzunehmen und gemeinsam in Ägypten zu überleben.
[1:25:54] War das eine freudige Reise zurück? Und als sie dort in der Schwebe aufkreuzten und dem Vater erzählten, was sie erlebt hatten und dass Josef der Pharao von Kanaan sei, dass Jakob nicht mal reagierte. So unglaublich war das, dass er es nicht ernst nehmen konnte. Er dachte, vielleicht haben sie einen Hitzschlag bekommen, Halluzinationen.
[1:26:27] Dann sah er die Schätze, er sah die Güte und plötzlich, wie ein warmer Sonnenstrahl ein kaltes Herz erwärmt, ging ihm es auf. Es könnte wahr sein. Gott hat Josef bewahrt. Er hat all die Jahrzehnte umsonst getrauert, tausende von Tränen haben umsonst den Erdboden bewässert.
[1:27:01] Und dann macht er sich auf den Weg, und Gott erschien ihm und sprach zu ihm: "Jakob!" Und er sagte: "Ich bin hier." Er wusste von seinem Vater, dass schon einmal Gott den Namen zweimal gerufen hatte, damals, als sein Vater 20-jährig als Opfer dar lag und das Messer über sich gesehen hatte und gerade sein Leben Gott in die Hände gegeben hatte, weil er dachte, es wäre die letzte Sekunde. Da hatte Gott vom Himmel ab angerufen und gesagt: "Hier bin ich."
[1:27:45] "Ich bin der starke Gott, der Gott deines Vaters. Fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn dort will ich dich zu einem großen Erfolg machen. Ja, dein Vater hat von mir die Botschaft bekommen, nicht nach Ägypten zu gehen, aber für dich gilt: Du darfst nach Ägypten gehen, und dort wird aus den zwölf Söhnen, die ich dir gegeben habe, ein Volk entstehen. Es werden die Söhne Israels sein. Ich will mit dir nach Ägypten ziehen, und ich führe dich gewiss auch wieder hinauf."
[1:28:22] Erinnere dich daran, was dein Vater erzählt hat von der alten Prophezeiung, die schon Abraham bekommen hat, dass es 400 Jahre dauern würde in einem fremden Land, und dann würde das Land Kanaan erobert werden, und Josef soll dir die Augen zudrücken.
[1:28:49] So kamen sie nach Ägypten. Als Josef hörte, dass sie auf dem Weg waren, da ließ er all die Geschäfte sein. Beauftragte seine Beamten, dass sie gerade die Kornverteilung übernehmen, und er ritt auf einem Wagen seinem Vater entgegen.
[1:29:11] Und dort, östlich des Nildeltas, trafen sie sich, umarmten sich und weinten. Dort, am östlichen Rand von Ägypten, im Territorium von Goschen. Dort wäre eine gute Gelegenheit. Dort gab es viel Grasland, und Nomaden brauchen, dass die Ägypter nicht viel übrig für Hirten hatten. Bei ihnen verknüpft mit den verhassten Kanaanitern und den Nomaden aus dem Osten.
[1:29:43] In Wirklichkeit war ein Hirte die unterste Schicht der Gesellschaft in Ägypten. Da fühlt man sich viel zu finden, aber dort am Rande von Ägypten könnten sie gut wohnen. Und als der Vater hörte, dass sie gekommen sein, wie sehr ihn diese Gegend an sie waren, noch vergleichsweise fruchtbar. Dort konnte man gut überleben, und es sollte ihnen an nichts fehlen, denn sie waren ja die Familie des Retters der Welt.
[1:30:14] Und Jakob trat mit seinen 130 Jahren vor den König von Kanaan. Und als er gefragt wurde, wer sein, was also gemacht hat, sagt er: "Die ganze Zeit meiner Fremdherrschaft beträgt 130 Jahre. Wenig und böse sind meine Lebensjahre gewesen, und sie erreichen nicht die Zahl der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdherrschaft."
[1:30:37] Und Jakob segnete den Pharao und gingen weg vom Angesicht des Pharaos. Und sie lebten dort im Lande Goschen jahrelang. Ging diese Dürre noch weiter, und Josef sorgte schließlich dafür, dass aller Grund aller Ägypter, mit Ausnahme seiner eigenen Familie, in den königlichen Besitz des Pharaos übergeben wurde.
[1:31:12] Und dann im Jahre 2003 115 war die Zeit gekommen für Jakob, dass er merkte, es wird nicht mehr lange dauern. Er rief seinen Sohn Josef zu sich und erzählt ihm einige der Dinge, die in seinem Leben erlebt hatte, so als Vermächtnis.
[1:31:26] Er erinnerte sich an die Zeit, als Gott der Allmächtige ihm erschienen, dieser Himmelstreppe, als er ganz allein unterwegs war. Unterwegs war, erinnerte sich immer noch an jenen tragischen Moment, als seine geliebte Rachel dort auf dem Weg starb, kurz vor Vater.
[1:31:46] Von all den Dingen, die in seinem Leben erlebt hatte, war das eines der eindrücklichsten Erlebnisse. Und dann rief er aus: "Dass ich dein Angesicht noch sehen darf, darum hätte ich nichts zu bitten gewagt. Und nun, sie hat mich Gott sogar deine Nachkommen sehen lassen."
[1:32:06] Er sagte ihm: "Übrigens, ich habe dir noch was zu schenken. Ich habe mit eigener Waffengewalt von den Ammonitern einen Bergrücken erobert, den gebe ich dir." Und dann segnete er die beiden Söhne von Josef, Manasse und Ephraim, den älteren und den jüngeren. Und weil er schon fast blind war, glaubte Josef, er hätte sich ein bisschen vertan, also seine Hände über Kreuz gelegt. Aber Jakob hatte sie nicht vertan. Wiederum segnete er den jüngeren. Er selbst war der jüngere gewesen, Isaak war der jüngere gewesen. Gottes Heilsplan hat menschliche Regeln immer wieder außer Kraft gesetzt.
[1:32:51] Und dann rief er all die zwölf Söhne zusammen: "Kommt zusammen, damit ich euch verkünde, was euch in künftigen Tagen begegnen werde. Jeder von ihnen sollte erleben und sollte hören, was der Geist Gottes durch Jakob in Zukunft prophezeiung geben könnte. Versammelt euch und horcht auf, ihr Söhne Jakobs, oder auf Israel, euren Vater. Du bist mein erstgeborener Sohn und meine Kraft und erst in einer Stärke von Herrschaft würde und vorzüglicher Kraft. Du warst die Boden, das Wasser. Du sollst nicht den Vorzug haben."
[1:33:21] Und der erstgeborene Ruben verzog termini. Er würde nicht als Erstgeborener behandelt werden, denn du bist auf das Bett seines Vaters gestiegen. Du hast es dort ein weit er stieg auf ein Lager der fünften Episode gesehen haben.
[1:33:38] Simeon und Levi, die zweite und dritte, sind Brüder, Waffen der Gewalt und ihre Schwerter. Sie hatten ja damals die ganze Stadt sich im ausgerottet. Meine Seele kommt nicht in ihren geheimen Rat, meine Ehre freute sich nicht mit ihrer Versammlung, denn sie haben Männer gemordet, ihrem Zorn und Stiere verstümmelten ihrer Willkür. Verflucht sei jetzt, weil der so heftig und ihr Grimm weiter so hart ist. Ich will dich verteilen unter Jakob und zerstreuen und Israel.
[1:34:05] Und dann kam Juda, diese außergewöhnliche Juda, der so tief gefallen war und dann solch eine bemerkenswerte Rede gehalten hat. "Die werden deine Brüder preisen." Und das war ein Wortspiel, denn Juda heißt Lobpreis. "Deine Hand wird auf dem Nachkommen deiner Feinde sein. Seine Frau, diese werden sich die Söhne seiner Vaters beugen. Juda ist ein junger Löwe, mit Beute beladen steigst du, mein Sohn, vor. Er hat sich gekauft und gelagert werden würde wie eine Löwin, werte auf ihnen aufwecken."
[1:34:41] Es wird das Zepter, und jetzt ging es ihm ganz heiß kalt im Judo den Rücken runter. "Ist mir das Zepter nicht von Juda reichen, noch der Herrscher starb vor seinen Füßen, bis der Friedefürst kommt, und ihm werden die Völker gehorsam sein."
[1:34:58] Bruder verstand er, der freiwillig bei den Kindern gelebt hat, er die Familie verachtet hatte, ihr der verlorene Sohn, er von allen zwölf, nicht einmal wenn nicht einmal Josef, sondern er würde der Vater des Verheißenen.
[1:35:24] Er bekam das geistliche Erbe. Er wird seinen Film an den Weinstock binden und das junge seiner edlen an die Edelreservist. Ein Kleid im Wein waschen und seinen Mantel im Traubenblut. Seine Augen sind dunkel, als meine Zähne weißer als Milch.
[1:35:39] Auch die anderen Brüder wurden kurz gedacht. Säbel und an der Küste des Meeres wohnen, am Anlegeplatz der Schiffe. Er lehnt sich an Ziele und an dort, wo die von Ixias lebten.
[1:35:49] Dieser Schacht, ein knalliger Esel, der zwischen den Hürden liegt. Und weil er sieht, dass die Ruhe gut und das Land lieblich ist, neigt er seine Schultern zum Tragen und wird ein flüchtiger Knecht.
[1:36:00] Dann wird sein Volk gerichtet als einer der Stämme Israels. Dann wird eine Schlange im Weg sein, eine Ort auf dem Pfad, das Ross in die Fersen bei, so dass der Reiter rückwärts stürzt.
[1:36:15] Der nächste Woche Mittwoch, da ist wird sich daran erinnern. Herr, ich warte auf sein Heil. Gedrängt eine Schar, aber er drängt sie zurück. Von Assa fettes ist ein Brot, und er gibt königliche Leckerbissen. Nachteil ist eine losgelassene Hirschkuh. Er kann schöne Worte machen.
[1:36:36] Und dann kam Josef, den geistlichen Segen hat Juda schon bekommen.
[1:36:42] Für Josef blieb nur noch der materielle, der doppelte Segen, das Erstgeburtsrecht im materiellen Sinne. Josef ist ein junger, fruchtbarer, ein junger, fruchtbarer an der Quelle. Seine zwei geklettert wird die Mauer hinaus, und zwar rechts in die Bogenschützen und beschießen und bekämpfen ihn, aber sein Bogen bleibt unerschütterlich von dem Vater seines Vaters.
[1:36:59] Und dann sagt er: "Die Segnung des Vaters übertreffen die Segnung meiner Vorfahren, d.h. die Segnung von Isaak und die Segnung von Abraham. Sie reichen bis an die Köstlichkeit der ewigen Hügel. Sie sollen auf das Haupt Josef kommen, auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern."
[1:37:16] Und dann bleibt nur noch Benjamin, der Allerjüngste. Was würde er wohl zu ihm sagen? Benjamin ist ein reisender Wolf am Morgen. Verzehrt der Raub und bis zum Abend verteilt er Beute.
[1:37:31] Und als er im Sterben lag, dass er eine Bitte, er wandte sich an Josef und sagt: "Du hast, du hast Mittel genug, um das zu bewerkstelligen. Ich möchte nicht in Ägypten begraben werden. Bitte sorgt dafür, dass ich in demselben Felsen Grabe, wo mein Vater Isaak und mein Großvater Abraham liegen."
[1:37:55] Und Jakob starb 147. Ist nur noch geworden und wir es brauchen. Ägypten mumifizierte man ihn, und Josef organisierte ein Staatsbegräbnis der allerersten Klasse.
[1:38:13] Ein Teil der königlichen Armee zog aus mit Musik, mit Gefolge, in einem langen Streifzug in die Berge Kanaans, um ihnen dort nach einer langen Totenklage tatsächlich auf diesem Acker in der Höhle Machpela zu begraben.
[1:38:40] Das war so beeindruckend, dass sogar die Kanaaniter sagten: "Die Ägypter müssen eine große, große Totenklage haben."
[1:38:47] Als Jakob tot war, kamen die Brüder noch einmal zu und sagten: "Weißt du, wir möchten uns mit dir entschuldigen."
[1:39:03] "Na, du weißt schon, weswegen. Ich hab dich doch vergeben."
[1:39:07] "Ja, aber jetzt, wo unser Vater tot ist, jetzt wissen wahrscheinlich doch noch..." Josef fand und erklärte ihnen, was Vergebung bedeutet, dass er ihnen wirklich von ganzem Herzen vergeben hatte.
[1:39:24] Die Jahrzehnte verstrich und die Quellen schweigen, was passiert ist. Aber im Jahre 2003 169 lag auch Josef nach langer, würdevoller Karriere in Staatsdiensten von Kanaan im Sterben.
[1:39:43] Oder sagte seinen Brüdern: "Ich sterbe, aber Gott wird euch gewiss heimsuchen und euch aus diesem Land hinaufführen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat. Wir sind jetzt in Ägypten, aber es wird nicht immer so bleiben. Gewisslich wird Gott euch heimsuchen, und ihr sollt dann meine Gebeine von hierhin aufbringen."
[1:40:01] Ihr daran denken. Und Josef starb im Jahre mit 110 Jahren und einbalsamiert ihn ein und legte ihn in einen Sarg in Ägypten. Und als Mumie wartete er, schlief den Todesschlaf in Kanaan mit dem Land Ägypten.
[1:40:34] Liebe Freunde, liebe Zuschauer, die Geschichte von Josef ist eine der beeindruckendsten der ganzen Weltgeschichte. In seinem Leben und den Umständen seines Dienstes erkennt man die Prinzipien, wie Gott der Retter der Welt ist. Aber es ist nicht nur die Geschichte von Josef, der von seinen Brüdern gehasst, verkauft wird, der unschuldig, obwohl er nichts verbrochen hat, leiden muss und dadurch zum Retter der ganzen Welt wird, und dann sogar denen, die ihm Böses getan haben, vergibt.
[1:41:30] Es ist auch die Geschichte von Juda, der so tief gefallen, der sich von allem distanziert hatte, was irgendwie mit Gott zu tun hatte, und der dann aufgrund seiner inneren Umkehr das Herz von Josef zum Zerreißen gebracht hat.
[1:41:49] Die Geschichte lehrt uns: Es ist möglich für jeden, egal wie weit wir uns von Gottes Ideal entfernt haben, umzukehren. Und egal wie dürre unser Leben ist, egal wie lange wir um vermeintliche Verluste getrauert haben, so wie damals hat Gott erstaunlicher, wundersamer Rettung für uns.
[1:42:17] Und jeden Abend wollen wir so eine Lektion mitnehmen. Letzten Abend haben wir gesprochen, dass unsere Entscheidung weitgehende Konsequenzen hat. Wir müssen uns im Klaren sein, dass auch unsere Entscheidung, die wir fällen, sein Leben prägen und das Leben unserer Mitmenschen.
[1:42:34] Und heute Abend möchte, dass wir alle gemeinsam, die wir hier sind, um zu schauen, diesen Gedanken nachdenken, was es bedeutet, im Leben umzuklären, was es bedeutet, Gnade zu erleben, was es bedeutet, wenn einem vergeben wird, wenn man so viel Schlechtes getan hat.
[1:42:52] Diese Idee eines Retters, der leidet, um anderen Gutes zu tun, genau das ist das Herz Gottes seit einer Ewigkeit. Das zeigt sich in besonderer Schönheit im Leben des Josef in dieser Episode der Weltgeschichte.
[1:43:15] Lasst uns doch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für diesen Abend und für die Gelegenheit, aus Geschichten zu lernen, die das Leben buchstäblich geschrieben hat und die aufgeschrieben worden sind, nicht zu unserer Unterhaltung, sondern dass wir uns darin wiedererkennen, den einzelnen Charakteren, in den einzelnen Situationen, dass wir sehen, welche Prinzipien im Spiel sind, am Werk sind in unserem Leben, im Leben dieser Welt.
[1:43:52] Und wir möchten dir danken, dass wir sehen können, dass es Gnade gibt, dass du unser Leben in den Händen hältst und dass auch manchmal über Tage, Wochen, Jahre, Jahrzehnte vielleicht so aussieht, als ob unser Leben nicht so verläuft, wie es sein sollte.
[1:44:13] Wissen wir doch, dass wir heute gesehen haben, wenn wir unser Leben in deiner Hand legen, dann machst du keinen Fehler.
[1:44:21] Vielleicht gibt es Dinge, die wir geprüft werden, vielleicht wenn wir Leid erleben, das ist auch dieser Geschichte nicht ausgeblieben, aber es hat sich gezeigt, dass man dir vollständig und vollkommen vertrauen kann.
[1:44:38] So möchten wir dich bitten, dass du uns dieses Vertrauen zu wehren heute Abend schenkst, im Namen Jesu. Amen.