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Manuskript: CSH_Manuskript_2014 3rd Nr 1

In dieser Cannstatt Study Hour Serie über die Lehren Jesu steht die Beziehung zu unserem himmlischen Vater im Mittelpunkt. Christopher Kramp beleuchtet, wie Jesus uns lehrte, Gott als liebevollen und fürsorglichen Vater zu sehen. Anhand biblischer Beispiele wird gezeigt, wie Gott uns durch seinen Sohn offenbart wird und wie seine unendliche Liebe und sein Wille für uns erkennbar sind. Das Video ermutigt dazu, diese väterliche Liebe anzunehmen und ein Leben im Gehorsam und Vertrauen zu führen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q3: Wichtige Lehren von Jesus

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de oder ihr schaut vielleicht auch zu auf Amazing Discoveries. Schön, dass ihr dabei seid zu einer ganz brandneuen Serie, die uns jetzt in den nächsten drei Monaten beschäftigen wird. Wir werden uns über wichtige Lehren von Jesus unterhalten. Jesus soll im Zentrum stehen in diesen nächsten drei Monaten und nicht nur Jesus als Person, sondern das, was Jesus gelehrt hat. Wir leben in einer Zeit, in der immer mehr die Person Jesus von seinen Lehren getrennt wird und man versucht zu behaupten, dass die Lehren unwichtig seien, Hauptsache die Person ist wichtig. Wir wollen den Fokus auf das legen, was Jesus gelehrt hat. Wir bereiten uns heute auf das Bibelgespräch am 3. Juli vor und das allererste Thema, mit dem wir einsteigen wollen, ist das, was Jesus gelehrt hat über unseren himmlischen Vater.

[1:12] Dazu wollen wir jetzt beten und ihn um Weisheit bitten, damit wir das, was wir in der Bibel lesen, auch wirklich verstehen und zu ihm gezogen werden. So lade ich euch ein, gemeinsam mit mir dieses Gebet zu sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, weil Jesus uns gesagt hat, dass wir so zu dir kommen dürfen. Auch wenn wir es nicht verdient haben, dürfen wir zu dir sprechen und dürfen dich Vater nennen und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Wir danken dir, dass du nicht nur gerecht bist, sondern auch liebevoll und dass du ein Gott bist, der uns immer wieder zu dir zieht. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt in den Minuten, die uns bleiben in diesem Studium, dass du uns durch deinen Heiligen Geist anrührst in unserem Herzen, dass wir wirklich verstehen, was du uns sagen möchtest und dass wir von dir die Kraft erhalten, das Verstandene auch umzusetzen. Wir möchten dich bitten, dass dein Wort nach deiner Verheißung nicht mehr zurückkehrt und danken dir, dass du mich und jeden Einzelnen von uns zu dir ziehen möchtest und dein Wort uns lebendig machen wirst. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[2:24] Jesus war ein Lehrer. Das kann man im Neuen Testament sehr deutlich sehen. In Matthäus 4, Vers 23 haben wir eine der vielen Stellen, wo deutlich uns gesagt wird, dass Jesus gelehrt hat. Matthäus 4, 23 heißt es: „Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.“ Jesus, den wir als den Prediger kennen und als den Heiler, der die Menschen gesund gemacht hat, er hat sich auch viel Zeit genommen zu lehren. Und wir werden, wie gesagt, in den nächsten drei Monaten einige der grundlegenden Lehren Jesu uns betrachten.

[3:04] Warum hat Jesus eigentlich gelehrt? Die Bibel gibt darauf eine sehr interessante Antwort in Markus Kapitel 6 und dort Vers 34. Markus Kapitel 6 und dort Vers 34. Dort lesen wir: „Und als Jesus ausstieg, sah er eine große Volksmenge und er hatte Erbarmen mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an, sie vieles zu lehren.“ Dieser Vers gibt uns einen Einblick in die Motivation, die Jesus dazu getrieben hat, zu lehren. Er lehrte nicht, weil er einfach nur diese Aufgabe bekommen hatte. Er lehrte nicht nur, weil Gott ihm gesagt hatte, tu das, sondern er lehrte, weil er Mitleid mit den Menschen hatte. Manchmal haben wir den Eindruck, dass Lehre etwas Trockenes, etwas Dogmatisches ist, aber bei Jesus war das ganz anders. Jesus lehrte nicht einfach nur, um ein Programm abzuspulen, sondern Jesus lehrte, weil er wusste, dass das die Menschen nötig haben. Er hatte Mitleid mit ihnen und weil er Mitleid hatte, lehrte er sie. Heute gibt es die Idee, dass wir Mitleid mit den Menschen haben sollen, aber dass Lehre das Verkehrte wäre. Aber für Jesus war gerade die Lehre etwas, was den Menschen helfen sollte. Er lehrte sie, weil er Mitleid mit ihnen hatte, weil sie keinen echten Hirten haben. Und ich glaube, diesen Vers können wir auch auf heute beziehen. Es gibt viele Menschen, die suchen die Wahrheit. Sie haben keine echten Hirten. Die Hirten, die sich Hirten nennen, sind keine echten Hirten. Und Jesus möchte diesen Menschen helfen und er hilft ihnen durch seine Lehre.

[4:47] Und die Lehre Jesu war ganz besonders. In Matthäus 7, und dort Vers 29, da lernen wir etwas über die Lehre, mit der Jesus gelehrt hat. Matthäus 7, Vers 29, das ist ganz am Ende der Bergpredigt, als er ja gepredigt und gelehrt hat, sehr berühmte Dinge gesagt hat. Es heißt ganz am Ende: „Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.“ Da gab es auch andere Lehrer im Volk Israel, die ganz trocken die Gesetze immer wieder wiederholt haben und bestimmte Dinge getan haben und gelehrt haben. Wir werden gleich noch sehen, was sie dort gelehrt haben. Aber die Bibel sagt, Jesus war ein ganz anderer Lehrer als die Lehrer, die das Volk kannte. Vielleicht hast du Lehrer in deinem Leben gehabt, die langweilig waren, die trocken waren, die vielleicht auch heuchlerisch waren. Jesus ist ganz anders. Jesus hat nicht gelehrt wie die Schriftgelehrten, er hat mit Vollmacht gelehrt. Und das zeichnet die Lehre Jesu aus. Sie ist nicht einfach noch ein anderes Konzept, nicht noch ein anderes Lehrgebäude, das irgendjemand errichtet hat. Die Lehre Jesu hat Vollmacht und hat eine gewaltige Wirkung, nicht nur damals vor 2000 Jahren bei dieser Bergpredigt, sondern auch heute. Wenn wir uns die Lehre Jesu anschauen, die verschiedenen Lehrpunkte, die Jesus uns gelehrt hat, dann müssen wir verstehen, dass da eine Kraft dahinter ist. Jesus sagt ja, ihm ist gegeben alle Vollmacht im Himmel und auf Erden.

[6:20] Was war das für eine Lehre, die er nicht gelehrt hat? Was war diese Lehre der Schriftgelehrten? Wir bekommen darauf einen Vorgeschmack und einen kleinen Einblick hinein, wenn wir Matthäus 15 aufschlagen. In Matthäus 15 und dort Vers 9 zitiert Jesus das alte Testament, die Bibel seiner Zeit. Wir werden sehen in den nächsten Wochen, dass die Lehre Jesu nichts Neues war, nichts, was er sich ausgedacht hat, sondern Jesus lehrte eigentlich das, was im Keim und im Prinzip schon im alten Testament voll und ganz da war. In Matthäus 15 Vers 9 zitiert er Jesaja und sagt dann in Vers 8 und 9: „Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Mund und ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.“ Da gibt es Menschen, die glauben, dass sie Gott ehren, indem sie lehren. Aber diese Anbetung Gottes durch das Vortragen von Lehren ist vergeblich, sagt Jesus, nicht weil Lehren an sich schädlich wäre, sondern weil die Lehren Menschengebote sind. Das heißt, wer menschliche Lehren vorträgt, wenn die Lehre auf menschliche Autorität und menschliche Konzepte gestützt ist, dann bringt das gar nichts. Interessanterweise tendiert der Mensch schon seit Jahrhunderten, Jahrzehnten, Jahrtausenden dazu, auch die religiöse Unterweisung auf menschliche Autorität aufzubauen. Es ist nicht erst seit vorgestern, dass Theologen sich gegenseitig zitieren und dadurch Autorität versuchen zu erreichen. Ganz gleich, ob die Pharisäer vor 2000 Jahren oder moderne Theologen, die mit vielen Fußnoten arbeiten und sich gegenseitig zitieren. Der Mensch tendiert dazu zu sagen, wir glauben, dass es so ist, denn schon Rabbi X und Rabbi Y haben es so gesagt. Und zu oft ist das auch die Art und Weise, wie wir lehren. Wir zitieren Prediger, Pastoren, Experten, aber Jesus sagt, alles ist vergeblich. Das ist nicht die Art und Weise, wie echte biblische Lehre zu funktionieren hat. Solange es Menschengebote sind, ist es vergeblich. Aber wenn wir unser Herz ganz zu Gott bringen, wenn wir nicht nur mit dem Mund fromme Dinge sagen, sondern wenn wir wirklich mit unserem Herzen uns Gott nahen wollen, dann wird die Lehre eine Vollmacht haben. Und Jesus hat keinen Rabbi zitiert. Jesus hatte keine Fußnoten in seinen Predigten. Jesus sprach: „Es steht geschrieben.“ Und da war die Kraft. Das war, was die Menschen so überzeugt hat.

[9:12] Und warum ist es wichtig, das im Hinterkopf zu behalten, das zu wissen? Es ist deswegen wichtig, weil Matthäus 28 uns berichtet, dass Jesus diese Art zu lehren und diesen Inhalt, den er gelehrt hat, auch uns gegeben hat. In Matthäus 28 und dort Vers 18 bis 20. Das ist das Ende des Matthäus-Evangeliums, der berühmte Missionsbefehl. Das heißt dort: „Und Jesus trat dazu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Halten wir das im Hinterkopf, dass ihm alle Vollmacht gegeben ist. Vers 19: So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Das ist sehr bekannt. Manchmal vergisst man, was danach kommt. Vers 20: „Und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen.“ Das, was Jesus gelehrt hat, soll anderen weitergelehrt werden. Jesus sagt: „Meine Lehren sollen dann eure Lehren werden.“ Und wenn ihr Angst habt, dass ihr nicht die nötige Vollmacht in der Verkündigung habt, seid gewiss, ich habe alle Macht im Himmel und auf Erden und ich bin bei euch. Das heißt, wenn wir mit Jesus hinausgehen, wenn wir mit Jesus versuchen, Menschen zu Jüngern zu machen, dürfen wir wissen, dass dieselbe Vollmacht, die Jesus gehabt hat, als er gepredigt hat, als er gelehrt hat, dieselbe Vollmacht im Wort Gottes auch uns zur Verfügung steht, wenn wir das Wort Gottes predigen, so wie es Jesus gepredigt hat. Wir müssen uns nicht auf menschliche Autorität berufen. Wir müssen nicht eine Fußnote nach der anderen zitieren, um die Wahrheit zu erkennen. Wir können das Wort Gottes nehmen und sagen: „Es steht geschrieben.“ Darin liegt die Vollmacht im Lehren. Und jeder Einzelne von uns, liebe Freunde, liebe Freunde, der du zuschaust, jeder Einzelne von uns kann so lehren wie Jesus. Denn er sagt: „Lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.“ Da gibt es keine Lehre von Jesus, die auch für Jesus reserviert wäre, die wir nicht lehren dürften. Er gibt uns sogar den Befehl, all das zu lehren, was er gelehrt hat. Und die Kraft, die mit ihm war, die kann mit uns sein, wenn wir mit Jesus sind.

[11:25] Und mit dieser Einleitung wollen wir zeigen, wie wichtig es ist, einen richtigen Blick auf die Lehren Jesu zu haben. Nicht einfach nur als dogmatisches Lehrgebäude, sondern als eigentliche Erfüllung dieses Missionsauftrages. Ohne diesen Blickwinkel wird die Mission immer scheitern. Es gibt Leute, die wollen Missionen machen ohne die rechte biblische Lehre, ohne die Vollmacht der Lehre. Das ist zum Scheitern verurteilt. Und in diesem Sinne wollen wir die nächsten drei Monate nutzen, die Grundzüge der biblischen Theologie, die Grundzüge der biblischen Botschaft aus den Augen Jesu zu sehen, so wie er sie gelehrt hat.

[12:06] Und womit könnte man besser beginnen, als mit der Frage, wer ist Gott eigentlich? Heute und die nächsten beiden Male werden wir diese Frage ausführlich behandeln und heute uns auf Gott, den Vater, konzentrieren. Jesus hat ungezählte Male im Neuen Testament von seinem Vater, von unserem Vater gesprochen. Ja, die Bibel sagt sogar, dass letztendlich sein Hauptzweck oder einer seiner Hauptzwecke, warum er auf die Welt kam, darin bestand, den Vater zu offenbaren.

[12:38] In Johannes 1 und dort Vers 18, in der Einleitung zum Johannes-Evangelium, dort heißt es: Johannes 1 Vers 18: „Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborene Sohn, dem Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.“ Jesus ist gekommen, um etwas aufzuschließen, was vorher verborgen war, was unsichtbar, was unmöglich richtig zu verstehen war. Niemand hat Gott je gesehen. Zu wissen, wie Gott der Vater ist, das ist nur möglich, wenn wir uns zu Jesus wenden. Jesus gibt uns Aufschluss, er schließt das Geheimnis auf.

[13:23] In diesem Zusammenhang ist eine ganz besondere Begebenheit von Bedeutung. In Johannes 14, kurz bevor Jesus gestorben ist, lesen wir, wie in der letzten großen Zusammenkunft von Jesus und seinen Jüngern, als sie das Passah aßen, da finden wir in Johannes 14 Vers 8 folgende Aussage eines seiner Jünger, von Philippus. Philippus spricht zu ihm: „Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns.“ Die Jünger wollten gerne Gott, den Vater sehen, sie wollten wissen, wie Gott der Vater ist. Sie hatten viel von ihm gehört. Im alten Testament wird viel von ihm gesprochen. Es ist ja nicht so, dass die Menschen gar nichts wissen konnten von ihm. Und so sagt Philippus: „Zeige uns doch den Vater, zeige uns, wie er ist.“ Und Jesus antwortet eine der bemerkenswertesten Sätze, die wir im ganzen Neuen Testament von ihm haben. Er sagt in Vers 9: „Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du das sagen? Zeige uns den Vater.“ Vers 10 füllt er das aus und sagt: „Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.“ Jesus kam, um nicht nur über Gott den Vater zu reden, sondern durch sein Leben Gott den Vater zu repräsentieren.

[14:54] Was wir daraus lernen können, ist sehr entscheidend. Die Lehre Jesu war deswegen so vollmächtig, weil er sagen konnte, dass das, was er gelehrt hat, er selbst gelebt hat. Bei Jesus gab es keine Diskrepanz zwischen der Lehre und dem Leben. Und auch wir heute sind nicht aufgerufen, eines von beiden zu betonen und der Vernachlässigung des anderen. Es gibt Menschen, die wollen immer nur lehren, aber leben nicht danach. Dann gibt es Menschen, die wollen authentisch Christ sein, aber sie wollen die Lehre nicht beachten. Aber bei Jesus kam beides zusammen. Das, was er über Gott den Vater sagte und das, was er war, war eine Einheit. Und wir lernen, dass wenn wir Jesus anschauen, wenn wir auf ihn blicken, sein Leben betrachten, dass wir dann erkennen, wie Gott der Vater ist.

[15:36] In diesem Sinne, lasst uns Johannes 1 aufschlagen. In Johannes 1, Vers 14 wird dieser Gedanke sehr deutlich ausgedrückt. In Johannes 1, Vers 14 heißt es: „Und das Wort, gemeint ist Jesus, heißt er am Anfang, am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Und das Wort war Gott.“ In Johannes 1, Vers 1. Hier in Vers 14 heißt es: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater. Und jetzt kommt diese Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit.“ Die grundlegenden Charaktereigenschaften, die Jesus dargestellt hat, waren Gnade und Wahrheit. Eigenschaften, die auch im Alten Testament, vor allem in den Psalmen und in den Sprüchen, immer wieder gemeinsam verknüpft werden. Gnade und Wahrheit. Jesus kam, um Gnade und Wahrheit zu zeigen, zu demonstrieren. Und er sagt: „So wie ich bin, so ist der Vater.“

[16:41] Manchmal gibt es im Kopf auch wieder bekenntlicher Christen diese, diese Trennung zwischen Jesus, dem Erlöser, dem gnädigen Retter, dem Heiland, der uns liebt und dem Vater, der als gerechter Richter irgendwie umgestimmt werden muss, dass er uns nicht umbringt. Aber Jesus sagt: „Nein, nein, genau so, wie ich bin auf der Erde, genau so ist Gott der Vater.“ Wenn ich der Ehebrecherin sage: „Geh hin und sündige nicht mehr“, dann ist genau das, was auch Gott der Vater tun würde, wenn er auf der Erde wäre. Wenn ich dort einen Mann, der 38 Jahre lang krank ist und nicht gehen konnte, wenn ich ihn heile, dann ist das, was es ist, genau das, was auch Gott der Vater tun würde, wenn er Fleisch geworden wäre. Wenn ich die Kinder zu mir rufe und sie auf meinen Schoß nehme und sage: „Lasst die Kinder zu mir kommen“, dann ist das, was auch Gott der Vater getan hätte, wenn er Fleisch geworden wäre. Gott der Vater ist genauso wie Jesus.

[17:46] Jesus hat einige sehr eindrückliche Aussagen gemacht über diesen, seinen Vater. In Johannes 3, Vers 16, die vielleicht bekannteste Passage überhaupt, das heißt es: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der in ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.“ Gott der Vater möchte die Welt retten, nicht nur Jesus, der Heilige Geist. Es ist der Vater selbst, der in die Welt nicht richten möchte, nicht verloren gehen möchte, er möchte sie retten, jeden Einzelnen, so es möglich ist, so der Einzelne sich retten lassen möchte, so der Einzelne ihm glaubt. Gott möchte die Welt retten und er liebt die Welt trotz aller Sünde, trotz allem Abfall, trotz all der Schmach, die wir ihm bereitet haben, er liebt sie trotzdem. Unser Vater im Himmel liebt uns trotz all dem, was wir gemacht haben, er liebt uns trotzdem.

[19:05] Keine Lüge ist fataler als die, die uns der Satan immer wieder einredet, vor allem dann, wenn wir gesündigt haben, wenn wir uns von Gott entfernt haben, wenn wir uns, wenn wir ihm etwas versprochen haben, es nicht gehalten haben und dann hören wir diese Stimme, die sagt: „Na ja, jetzt bist du zu weit gegangen, Gott hat dich nicht mehr lieb.“ Aber es stimmt nicht. Gott liebt eine Welt, die ihn nicht geliebt hat, er liebt sie zuerst. Und wir haben nicht die Zeit, die Geschichte in 1. Mose 22 ausführlich anzuschauen, aber nur einige wenige Details mögen zeigen, was es für Gott den Vater bedeutet hat, seinen Sohn zu geben. Es heißt ja, nicht Gott hat seinen Sohn so sehr geliebt, dass er die Welt hingegeben hat, sondern er hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, und das spielt dann auf die berühmte Geschichte von Abraham und Isaak in 1. Mose 22 an, als Vater Abraham Gott so sehr liebte, dass er bereit war, sogar bereit war, seinen eigenen Sohn zu geben.

[20:14] In 1. Mose 22, Vers 2, da lesen wir: „Und er sprach: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh hin in das Land Moria und bring ihn dort zum Brandopfer, auf einem der Berge, den ich dir nennen werde.“ Niemand von uns kann wirklich verstehen, was Abraham dort durchgemacht hat, aber wir können es uns einigermaßen, vielleicht einigermaßen ansatzweise vorstellen, was es bedeutet, sich vorzunehmen, seinen eigenen Sohn, den er liebt – und Gott spielt ganz bewusst auf die Gefühle an – ihn zu nehmen und zur Opferung zu bringen. Wir lesen in Vers 3: „Da stand Abraham am Morgen auf und sattelte seinen Esel und er nahm zwei Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak und er spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, den Gott ihm genannt hatte.“ Er macht sich selbst auf, er nimmt es selbst in die Hand. Und wir lesen in Vers 7: „Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Und er antwortete: Hier bin ich, mein Sohn! Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz, wo ist aber das Lamm zum Brandopfer?“ Es möchte dem Abraham das Herz zerreißen und zerspringen. Und Abraham antwortete: „Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer sorgen.“ Und sie gingen beide miteinander.

[21:39] Die Frage ist oft gestellt worden: Warum hat Gott dieses von Abraham verlangt? Warum hat er diese Krise in das Leben von Abraham gebracht? Ich glaube, es gibt einen einzigen Grund. Gott hatte zwar gesagt, schon damals im Garten Eden, da wird jemand kommen und für die Menschheit sterben, es wird jemand kommen, der der Schlange den Kopf zertreten. Blut muss fließen. Die Menschen wussten durch die Tieropfer, die sie bringen sollten, seit den Zeiten von Adam und von Abel, dass dort jemand sterben musste, aber kaum jemand hat wirklich begriffen, was für ein gewaltiges Opfer es für den Vater ist, seinen Sohn zu geben. Und deswegen lesen wir in 1. Mose 22, stelle diesen Ausdruck: „Mein Vater, mein Sohn, mein Vater, mein Sohn“, um unserem gleichgültigen und beschränkten, begrenzten Auffassungsvermögen deutlich zu machen: Hier ist ein Vater, der seinen Sohn über alles liebt und trotzdem ihn gibt, wegen einer höheren Sache. Und die Bibel sagt: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn, von dem es heißt, dass er an ihm Wohlgefallen hatte, dass er ihn liebte, dass es sein Ein und Alles war, ihn gegeben für das Höhere.“ Das Höhere, das ihm noch wichtiger war. So wie es Abraham wichtiger war, Gott gehorsam zu sein, als seinen eigenen Sohn zu schonen, so war es Gott im Himmel, Gott dem Vater wichtiger, der Welt eine Chance zu geben, als seinen Sohn zu schonen.

[23:18] Ist dir bewusst, wie viel Schmerzen der Vater auf sich genommen hat, um dir und mir wenigstens eine Chance zu geben, dass wir uns bekehren? Denn Gott, der Vater, wusste, dass ihn nicht alle Menschen bekehren werden. Ja, er wusste, er ist allwissend, er kennt die Zukunft, er wusste, die Mehrheit wird es ablehnen und trotzdem hat diesen Schmerz, diese innere Qual auf sich genommen. Ich glaube ganz fest, dass es selbst für Gott im Himmel ein Kampf war, ein innerer Kampf, ob er seinen eigenen Sohn wirklich für die Menschheit geben sollte. Aber Gott hat es getan. Und weil er uns so sehr liebt, brauchen wir nicht daran zu zweifeln, dass es irgendetwas gibt, was gut für mich oder für dich wäre, was er uns nicht gerne und ohne Vorwurf geben möchte.

[24:06] In Römer 8 hat der Paulus, der das wirklich sehr gut verstanden hat, hat Paulus es aufschreiben lassen. In Römer 8 und dort Vers 32. Römer 8 Vers 32. Paulus ruft aus: „Er, Gott, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahin gegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ Was Paulus sagt, ist sehr einfach. Er sagt: „Wenn Gott so weit gegangen ist, wenn der Vater so viel investiert hat in die Möglichkeit einer Rettung, wie kannst du daran zweifeln, dass er es gut mit dir meint, dass er dir nicht auch alles schenken möchte, was irgendwie gut für dich wäre?“

[24:57] Lieber Freund, liebe Freundin, dein Vater im Himmel ist mehr als willig, dir alles zu geben, was gut für dich ist. Da gibt es nichts, nichts, was gut für dich wäre, von dem er sagt: „Na, ich weiß nicht genau, ob ich ihm das geben soll.“ Gott hat alles auf den Tisch gelegt, er hat alles investiert. Das ist unser himmlischer Vater.

[25:22] Nicht nur Paulus hat das so gesehen, auch Petrus hat das verstanden und Petrus selbst hat ja erlebt am eigenen Leib, wie weit man sich wieder von Jesus entfernen kann und mit welcher Liebe Gott bereit ist, einen wieder zu sich zu ziehen. Petrus, der so nah bei Jesus war und dann sich innerlich so weit entfernt hat, dass er ihn verleugnet hat. Er schreibt in 2. Petrus, 2. Petrus Kapitel 1, und dort Vers 3: „Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient.“ Also das ist das, was Paulus meint, dass der, der seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, uns alles schenken wird. Damit ist nicht der Ferrari gemeint, nicht das Haus am Strand, sondern alles, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient. Das heißt, was immer du brauchst, um zu leben und was immer du brauchst, um gottesfürchtig leben zu können, das heißt, um gläubig leben zu können, all das wird dir geschenkt, mein Freund, meine Freundin. Gott Vater ist bereit, alles, was du brauchst, um ihm wohl zu gefallen, dir alles zu schenken. Er hat alles investiert, um das zu tun. Wenn das nicht Gnade ist, wenn das nicht Liebe ist, wenn das nicht Wahrheit ist. Alles, was wir brauchen, um Gottes fürchtig leben zu können, wird uns geschenkt.

[26:58] Es ist nicht eine Tragik, dass so oft wir dieses Geschenk gar nicht annehmen, dass wir es nicht haben wollen, dass wir diese göttliche Kraft abweisen. Ich weiß aus meinem Leben, wahrscheinlich du auch aus deinem, dass so oft Gott uns Kraft schenken möchte und wir wissen, sie ist da und wissentlich nehmen wir sie nicht an. Ich glaube, es liegt daran, dass wir nicht wirklich verstehen, wie sehr Gott, der Vater uns liebt, dass wir keinen rechten Begriff davon haben, wer er wirklich ist, dieser himmlische Vater, was er alles investiert hat. Wir beten so oft: „Unser Vater im Himmel“, aber glauben wir wirklich, leben wir wirklich so, dass der Gott, der dort im Himmel ist, der die Erde und was sie erfüllt, das Universum, all das, was wir sehen und was wir nicht sehen können, all das erschaffen hat, dass das unser Vater ist?

[27:49] In Matthäus 6, Vers 9, dem berühmten Vaterunser, hat Jesus gesagt: „Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name.“ Und wann immer Jesus sagt: „Deshalb“, lohnt es sich zu überlegen, ja weshalb? Es muss ja ein Weshalb geben. Deshalb, weshalb wir sagen dürfen: „Unser Vater, der du bist im Himmel.“ Warum dürfen wir Gott Vater nennen? Fragen wir den Vers vorher. Es heißt in Vers 7 und 8: „Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, denn sie meinen, sie werden erhört um ihre vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen, denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.“ Warum dürfen wir Gott Vater nennen? Ihr sagt, deshalb, deshalb, weil Gott, der Vater, weiß, was wir brauchen. Wir dürfen Gott Vater nennen, weil er wie ein Vater weiterschaut und genau weiß, was in unserem Leben wir brauchen. Und das impliziert, dass er sich um uns kümmert. Er ist nicht der allmächtige Gott, der alles kann, den man erst einmal informieren muss, was man braucht und der dann sagt: „Okay, wenn die Sache so ist, dann hast du hier das und jenes, was du brauchst“, sondern Gott ist jemand, der bereits im Vorhinein weiß, was wir brauchen, der genau schaut, wie unser Leben gehen muss, damit es in seinem Plan bleibt, der genau sich um uns kümmert und sich Gedanken macht, der hofft, dass wir auch durch die freie Entscheidung, die wir haben, auch die richtige Entscheidung für ihn fällen. Und er sogar weiß, dass wir sie manchmal nicht fällen werden, in die Zukunft sieht und obwohl er weiß, dass Menschen ihn ablehnen, trotzdem in sie investiert. Er weiß, was wir benötigen.

[30:11] Lieber Freund, liebe Freundin, deine Eltern wissen einiges von dem, was du benötigst. Vielleicht weiß dein Arbeitgeber etwas von dem, was du benötigst. Vielleicht gibt es einen Freund, eine Freundin, die viel von dem weiß, woran du Bedarf hast, aber es gibt nur einen, der alles weiß, was du benötigst, selbst das, was du noch gar nicht erkannt hast. Nur einen, der wirklich weiß, wie dein Leben besser gemacht werden könnte. Nur einen, der weiß, wie dein Leben freudiger und gesegneter sein könnte. Nur einen, unseren Vater. Deshalb, sagt Jesus, deshalb sollte auf diese Weise werden: „Unser Vater, der du bist im Himmel.“ Das ist nicht ein Mantra, keine Formel, sondern ein Bewusstsein, dass dort jemand ist, der sich wirklich um uns kümmert. Sei das bewusst, lieber Freund, liebe Freundin. Sei dir bewusst, dass dort ein Gott im Himmel ist, der dein Vater ist und der genau weiß, was in deinem Leben das Beste und Wichtigste ist.

[31:07] Und Jesus, der sagt: „So sollt ihr beten“, er geht mit eigenem Beispiel, mit eigenem gutem Beispiel voran. Denn Jesus sagt: „Ich habe ein Beispiel euch gegeben, damit ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.“ In Johannes Kapitel 17, Vers 1 ist ein Beispiel unter vielen. In Johannes 17, Vers 1 sehen wir, dass er selbst seinen Vater als Vater angesprochen hat.

[31:34] In Johannes 17, Vers 1: „Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen, verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche.“ Jesus selbst hat in seinen Gebeten Gott seinen Vater genannt. Und dieser Vergleich zu den Eltern kommt nicht von ungefähr. Jesus selbst hat ihn gezogen.

[32:00] In der Bergpredigt sagt er in Matthäus 7 und dort ab Vers 9: „Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt? Vielleicht hast du Kinder, vielleicht auch nicht. Aber du bist ein Kind gewesen und du hast einen Vater, eine Mutter gehabt, vielleicht nicht mit beiden zusammen gelebt, alle Zeit. Es gibt solche Fälle, aber jeder von uns weiß, wie sehr in aller Regel, unter normalen Umständen, ein Vater und eine Mutter ihre Kinder lieben. Und Vers 10: „Und wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gibt.“ Es gibt nur ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz abstruse, seltene Fälle, wo sowas vorkommt. Ja, es gibt sowas. Aber selbst der normale Mensch, der vielleicht nicht einmal bekehrt ist, nicht einmal an Gott glaubt, selbst Weltmenschen, Heiden, haben natürlicherweise so eine Grundliebe, eine ganz tiefe Fürsorge und Grundliebe zu ihren Kindern. Sie wünschen sich, dass es ihren Kindern gut geht. Sie kämpfen für ihre Kinder. Sie stellen sich vor ihre Kinder und versuchen alles, um ihre Kinder vor Schaden zu bewahren.

[33:13] Und dann sagt Jesus: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, ihr Menschen, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, mit anderen Worten, wenn selbst ihr, die ihr sonst so viel sündigt, so viel böse Dinge tut, die eure Herzen so weit in die falsche Richtung gelenkt werden, wenn ihr in der Lage seid, Kindern, die euch angucken mit großen Augen und sagen: ‚Ich habe Hunger‘, wenn ihr ihnen zu essen geben könnt, wie könnt ihr daran zweifeln, dass Gott im Himmel, der nicht böse ist, dass der euch alles Gute geben wird, was ihr braucht? Wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten?“ Denn die Bibel sagt uns in Psalm 86 und dort Vers 8, Vers 5 heißt es: „Denn du, Herr, bist gut.“ Jesus sagt: „Ihr, die ihr böse seid, ihr könnt es schon, aber die Bibel sagt, dass Gott selbst gut ist. Gott ist gut.“

[34:17] Denn du, Herr, bist gut und vergibst gern und du bist reich an Gnade für alle, die dich anrufen. Jesus sagt: „Wenn du nur bittest, wenn du zum Vater kommst, glaubst du, er wird dich abweisen?“ Zu viele Menschen, zu viele Christen glauben, dass wenn sie zum Vater gehen, er irgendwie sie abweisen wird, dass sie erst zu einem Menschen gehen müssen, der ihnen die Sünden vergibt, dass sie zu einem Heiligen beten müssen, zur Maria oder zu sonst wem. Sie glauben nicht, dass sie zum Vater gehen können und dass der Vater selbst sie liebevoll in die Arme nehmen könnte.

[34:52] Dabei haben wir doch alle erlebt, als Kinder, dass selbst unsere Väter, so böse sie auch gewesen sind, vielleicht doch so eine prinzipielle Grundliebe für uns hatten. Die für meinen Gott, der nicht böse ist, sondern gut. Gott kümmert sich.

[35:10] In Matthäus 6, da heißt es in Vers 25 und 26: „Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist das nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an. Sie säen nicht und ernten nicht. Sie sammeln auch nicht in die Scheunen. Und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“ Gott ist ein Vater, nicht nur für den Menschen. Gott ist ein Vater für die Vögel. Gott ist ein Vater für die Lilien des Feldes, für das Gras des Feldes. Gott kümmert sich um sie. Gott kümmert sich um die Pflanzen. Gott kümmert sich um die Tiere. Wie können wir daran zweifeln, dass Gott sich um uns kümmert?

[36:04] In Vers 31 heißt es: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen oder was werden wir trinken oder womit werden wir uns kleiden? Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden, die Heiden, die nicht wissen, dass sie einen himmlischen Vater haben, die vielleicht an einen Gott glauben, einen Gott, der die Welt geschaffen hat, um die Menschheit zu versklaven, die an einen Zeus glauben, die an einen Brahma glauben, an einen Allah glauben, an mächtige Götter vielleicht, aber die keine Vatergefühle haben.“

[36:33] Die Heiden, die trachten nach diesen Dingen, weil sie nicht wissen, dass der Gott im Himmel, von dem sie vielleicht ein verzerrtes Bild haben, dass dieser Gott im Himmel ein lebender Vater ist. Das sollte den Unterschied ausmachen zwischen einem, der irgendeiner Religion angehört und dem, der der Bibel vertraut. Er sollte wissen, dass der, der die Welt geschaffen hat, dieses Wesen, das es dort gibt, das es dort gibt, der mit Intelligenz uns alle gemacht hat, dass dieses Wesen, dieser Gott nicht nur eine Maschine ist, nicht nur eine Kraft, nicht nur eine moralische Instanz, sondern ein liebevoller Vater.

[37:12] Das heißt für 32: „Die nach all diesen Dingen trachten, die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.“ Gott ist ein Vater, der weiß, was du und ich brauchen. Warum leben wir so oft, als würde es diesen Vater gar nicht geben? Oder als würde er es vergessen haben, was wir brauchen? Oder als würde es ihn nicht interessieren?

[37:42] Gott kümmert sich um uns. Jesus sagt in Vers 34: „Darum solltet ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag. Jeder Tag wird seine Plage haben, aber jeden Tag ist Gott bei uns.“ Nicht nur Jesus, nicht nur der Heilige Geist, sondern unser himmlischer Vater selbst. Er hat Interesse daran, dass es dir gut geht. Wenn der Vater im Himmel sich um das Gras kümmert und um den Spatz, dann auch um dich.

[38:12] In Johannes 8, Vers 39, wird uns ein interessantes Prinzip deutlich. Jesus sagt in Johannes 8, Vers 39: „Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun.“ Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist in der Bibel ein ganz besonderes. Jesus sagt, nachdem die Juden sagen: „Wir haben Abraham als Vater, Abraham ist unser Vater“, sagt Jesus: „Ihr habt ihn nicht als Vater, er ist nicht euer Vater.“ Warum? Obwohl ihr vielleicht ethnisch von ihm abstammt, seid ihr nicht seine Kinder, denn ihr tut nicht das, was er getan hat. Einen Sohn erkennt man in der Bibel daran, dass er das tut, was der Vater getan hat.

[39:01] Er sagt: „Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, wenn er euer Vater ist, dann würdet ihr Abrahams Werke tun.“ Und genau das meint Jesus in Matthäus 5, wenn er deutlich macht, dass auch wir die Werke unseres himmlischen Vaters tun sollen. So wie es damals Juden gab, die gesagt haben: „Wir haben Abraham zum Vater“, und Jesus ihnen sagen musste: „Wenn ihr Abraham zum Vater habt, dann tut Abrahams Werke.“ So gibt es heute viele Menschen, die sagen: „Wir haben Gott zum Vater“, und Jesus muss ihnen sagen und uns sagen: „Wenn du wirklich Gott zum Vater hast, dann tu auch das, was Gott der Vater tut.“

[39:39] Und in Matthäus 5, und dort Vers 44, sagt er: „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid.“ Wenn ihr das nicht tut, seid ihr nicht Söhne eures Vaters.

[39:58] Denn unser Gott unser Vater, wenn wir das tun, was der Vater tut, denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ich verstehe, dass Gott mich liebt, wenn ich verstehe, was alles er investiert hat, dann werde ich diesen Geist auch anderen gegenüber haben. Ich werde nicht fragen, ob es jemand wert ist, meinen Segen zu bekommen, ob es jemand wert ist, von mir geholfen zu werden, ob es jemand wert ist, was ich nicht lieb habe. Gott liebt alle Menschen, ob sie wert sind oder nicht. Und Gott lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute.

[40:35] In Vers 48 heißt es in der gleichen Linie weitergedacht: „Darum sollt ihr vollkommen sein, gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Jesus sagt: „Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, würdet ihr die Werke Abrahams tun.“ Auf unser Thema übertragen heißt das: Wenn wir Gottes Kinder sein wollen, müssen wir die Werke Gottes tun, seinen Charakter der Welt widerspiegeln.

[41:00] Gottes Charakter soll unser Charakter sein. Und deswegen fordert unser himmlischer Vater, dass wir ihm gehorsam sind. So wie ein Vater von seinen Kindern fordert, dass sie ihm gehorsam sind, nicht um sie zu quälen oder willkürlich über sie zu herrschen, sondern weil er weiß, dass es das Beste für ihre Entwicklung ist.

[41:24] So sehen wir hier in Matthäus 7, Vers 21, gegen Ende der Bergpredigt, sagt Jesus: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“ Hier ist die gute Nachricht: Wir haben einen Vater im Himmel. Aber hier ist auch die wichtige Nachricht: Dieser Vater im Himmel ist nicht einfach nur jemand, der sich ständig um uns kümmert, sondern dieser Vater im Himmel hat auch einen Willen. Er ist nicht einfach nur willenslos, der alles macht, was man ihm aufträgt, sondern Gott, der Vater hat einen Willen für dein Leben, für mein Leben und er möchte, dass wir diesem Willen folgen. Weil wir verstehen, wie sehr er uns liebt, weil wir verstehen, wie sehr er sich um uns sorgt, wie sehr er in uns hinein investiert hat. Diesen Willen müssen wir umsetzen.

[42:15] Da gibt es Menschen, die behaupten, dass Gott ihr Vater ist, aber sie gehorchen ihm nicht. Dabei ist es gerade der Gehorsam, der uns eint.

[42:27] In Matthäus 12, Vers 50, sagt Jesus etwas, was nicht so oft zitiert wird, obwohl es sehr spannend ist. Matthäus 12, Vers 50: „Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, was wir gerade gelesen haben, wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“ Jesus sagt: „Wenn du Teil meiner geistlichen Familie sein möchtest, wenn du Teil der Familie des Himmels sein möchtest, dann tu den Willen des Vaters.“

[42:58] Lieber Freund, liebe Freundin, hier ist die erstaunliche Botschaft. Geistliche Einheit kommt nicht durch Politik. Sie kommt nicht dadurch, dass man an der Wahrheit etwas wegschnippelt, sondern sie kommt dadurch, dass man den Willen des Vaters tut. Es ist der Gehorsam, der die geistliche Familie eint. Jesus sagt: „Wer den Willen des Vaters tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“ Du wünschst dir eine geistliche Familie? Dann tu den Willen deines Vaters im Himmel.

[43:31] Und wenn mein Vater mich liebt und wenn mein Vater alles für mich tut und wenn ich meinen Vater lieb habe, wird es mir dann schwerfallen, meinem Vater zu gehorchen? Die Bibel sagt nicht, dass Gott ein Diktator ist, dem wir folgen müssen. Die Bibel sagt nicht, dass Gott ein Arbeitgeber ist, der uns dafür bezahlt, dass wir ihm gehorchen. Sondern die Bibel sagt, dass Gott ein Vater ist. Und der Gehorsam einem Vater gegenüber hat eine andere Qualität als der Gehorsam einem Diktator, einem König oder einem Arbeitgeber gegenüber. Der Diktator und der König und der Arbeitgeber mögen nicht investiert haben, keine persönliche Beziehung zu uns haben, aber der Vater ist bereit, sein Leben zu geben für seinen Sohn. Wie viele Eltern auf dieser Erde haben schon alles gegeben, alles riskiert und alles investiert, um das Wohl ihrer Kinder sicherzustellen? Und deswegen ist der Gehorsam einem Vater, einer Mutter gegenüber ganz anders als anderer Gehorsam. Und Gott möchte, dass wir ihm als Vater gehorsam sind.

[44:45] Dieser Vater belohnt uns, auch mit großen Einsichten. In Matthäus 16, Vers 17 sagt Jesus dem Petrus, der gerade zuvor diese fundamentale Einsicht artikuliert hat, dass Jesus der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes ist. Da heißt es in Matthäus 16, Vers 17: „Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona, denn Fleisch und Blut haben dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ Wir haben heute schon vorher gesehen, dass menschliche Weisheit nichts nützt in der Erkenntnis der Wahrheit. Sondern unser Vater im Himmel, der offenbart uns Dinge.

[45:25] So wie der Vater seinen Kindern Stück für Stück erklärt, was sie wissen müssen und je nach ihrem Alter entsprechend ihnen die Geheimnisse der Welt und des Lebens zeigt, so zeigt uns der himmlische Vater Stück für Stück. So wie wir wachsen in Christus, zeigt er uns Stück für Stück all die Prinzipien, die Lehren und auch viele Geheimnisse des Wortes Gottes, möchte uns offenbaren.

[45:49] Lieber Freund, liebe Freundin, darf der Vater in deinem Leben momentan dir geistliche Erkenntnis schenken? Bist du bereit dafür, dass er dir neue Wahrheiten oder Wahrheiten in einem neuen Licht zeigen darf, so wie es dem Petrus gezeigt hat?

[46:06] Dieser Vater ist ganz besonders. In Matthäus 18, und dort Vers 14, dort heißt es: „So ist auch nicht der Wille eures Vaters im Himmel, dass eines dieser Kleinen verloren geht.“ Jesus hat gerade das Gleichnis vom verlorenen Schaf erzählt und gezeigt, wie der Hirte bereit ist, für ein Schaf, die 99 zurückzulassen, in der Hürde, oder auf den Bergen in dem Fall, und dieses eine Schaf zu suchen.

[46:52] Unser Vater möchte nicht, dass nur irgendeiner verloren geht. Vielleicht hast du mal gedacht, dass Jesus sich um dich kümmert, dass der Heilige Geist an dir wirkt, aber dass Gott der Vater vielleicht relativ unbeteiligt ist, uninteressiert vielleicht daran, ob gerade du gerettet wirst. Aber ist dir bewusst, dass Gott der Vater, der Herrscher des Universums, dass er ein persönliches Interesse daran hat, dass du, ausgerechnet du, lieber Freund, liebe Freundin, ja du, dass du gerettet wirst. Und dass er alles stehen und liegen lässt, den ganzen Himmel in ein Geschenk verpackt, alles tut, alles investiert, selbst den größten Schmerz leidet, nur um dich darauf aufmerksam zu machen, dass du auf dem falschen Weg bist, und dir die Kraft zu schenken, zurückzukommen. Ist dir das bewusst? Der Vater riskiert alles.

[47:51] Deswegen sagt Jesus: „Nennt niemand auf Erden Vater.“ Es gibt niemand, der so sehr Vater ist, wie Gott der Vater. Kein geistlicher, kein geistliches Oberhaupt, kein Priester hat das Recht, Vater genannt zu werden. Kein Papst dieser Welt hat solche Liebe und so ein Herz für verlorene Menschen, wie Gott der Vater. Jesus sagt: „Nennt niemand anders Vater.“ Im religiösen Bereich, natürlich dürfen wir unsere leiblichen Väter nennen, daher kommt der Begriff, aber nennt niemanden, keinen Lehrer, keinen sonst, keinen Guru, nennt niemand Vater, sondern lasst diesen Begriff einzig und allein für den, der es wirklich ist, unser himmlischer Vater, der alles gibt und alles tut. Und selbst ein persönliches, gefühltes Interesse hat, dass du und ich, dass wir einmal bei ihm sind.

[48:53] Und wenn uns das bewusst ist, dann dürfen wir die Geschichte aus Lukas 15, die Geschichte vom verlorenen Sohn, mit ganz neuen Augen sehen.

[49:04] In Lukas 15, Vers 11 heißt es: „Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater: Gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt, Vater. Und er teilte ihnen das Gut.“ Dieser junge Mann dachte, er wüsste ganz genau, was er braucht im Leben. Er wüsste ganz genau, wo in sein Leben gehen sollte. Er wollte nichts von seinem Vater wissen. Ja, er lebte so, er hat sich so entschieden, als ob sein Vater schon tot wäre. Damals im Orient bedeutet das, was hier geschieht, eigentlich, dass er den Vater für tot hält.

[49:32] Vers 13: „Und nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein entferntes Land. Und dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben.“ Vielleicht ist es auch dir so gegangen, dass du dich von Gott entfernt hast. Dass du gedacht hast: „Ich nehme mein Leben selbst in die Hand.“ Und dass du alles verschleudert hast, alles, was Gott dir geschenkt hat, an natürlichen Gaben, an Geldern, Ressourcen, an Zeit, alles verschwendet und vergeudet hast, dass du zurückschaust in dein Leben und du siehst im größten Teil nur einen Scherbenhaufen und Gülle und Dreck und Mist.

[50:05] Vers 14: „Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land. Und auch er fing an, mangelnd zu sein.“ Vielleicht merkst du in deinem Leben, dass dort eine Krise ist. Du merkst, dass es nicht so weitergeht, wie du dir das gedacht hast. Dass deine Freunde dich verlassen, dass du mal oben warst, aber jetzt ganz unten angekommen bist.

[50:20] In Vers 15 versucht dieser junge Mann, menschliche Hilfe zu bekommen. „Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes. Der schickte ihn auf die Ecke, die Schweine zu hüten. Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, welche die Schweine fraßen. Und niemand gab es ihm.“ Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du in solcher Situation bist, dann hilft dir kein Mensch mehr. Kein irdischer Vater, keine irdische Mutter, kein Freund, kein Bekannter. Niemand kann dir aus dieser Patsche heraushelfen, wenn dein Leben geistlich am Boden ist. Kein Guru, kein Priester, kein Prediger.

[50:55] Und als er da so saß, dieser verlorene Sohn, und darüber nachdachte, was alles schief gelaufen ist in seinem Leben, da kam ihm ein Gedanke. Vers 17: „Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber verderbe vor Hunger.“ Vielleicht, wenn du heute diese Sendung siehst, kommt dir dieser Gedanke: Mensch, jeder Spatz wird von Gott behütet. Jede Blume wird von ihm eingekleidet. Und ich bin hier getrennt von Gott. Ich bin hier in diesem Loch. Ich habe gesündigt. Vielleicht kann ich zurückkehren zu diesem himmlischen Vater. Vielleicht kann er mich behandeln wie einen Spatz, wie eine Lilie, für die er sich doch auch kümmert.

[51:53] Er sagte, Vers 18: „Ich will mich aufmachen. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Mache mich zu einem deiner Tagelöhner.“ Ich habe es nicht verdient, aber vielleicht bist du gnädig genug, dass du mich wenigstens am Leben halten kannst, dass du mich irgendwie wieder mit in deine Gemeinschaft nimmst, dass ich bei dir sein kann, wenn auch nicht mehr in derselben Position wie vorher.

[52:19] Vielleicht ist es dein Wunsch, lieber Freund, liebe Freundin, irgendwie zurückzukehren zu einem echten Leben mit Gott. Auch wenn du vielleicht das Gefühl hast, du könntest nie wieder in der Position sein, wo du vielleicht mal warst. Du bist abgefallen, du bist abgerutscht, du bist in ein Loch gefallen und du denkst, du kannst nicht mehr ganz zurück. Du kannst vielleicht noch ein bisschen zurück. Du machst dich auf zu Gott, zu deinem Vater.

[52:43] Das heißt Vers 20: „Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater.“ Lieber Vater, lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht ist heute der Tag, an dem du dich aufmachst und sagst: „Zurück, ich möchte zurück, ich will zurück zu meinem Vater.“

[52:57] Und es heißt dir: „Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen. Und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“ Lieber Freund, im Moment, wo du das erste Anzeichen gibst, dass du zurück willst zum Vater, da hat der Vater Erbarmen. Da bricht es das Herz des Vaters. Der Vater läuft auf dich zu, um dich in seine Arme zu schließen. Du musst nicht erst einen langen Text vorlesen. Du musst nicht erst Geld bezahlen. Du musst nicht erst eine Liste guter Werke vorlesen. Wenn Gott dem Himmel, der weiter sehen kann als der Vater damals, der einen besseren Überblick hat, der sogar in dein Herz sehen kann, wenn er sieht, es gibt doch diesen Anflug an: „Ich möchte zurückgehen“, wenn es diesen Wunsch gibt. Glaub mir, der Vater im Himmel rennt auf dich zu und möchte dich in seine Arme schließen.

[53:49] Und er tut es, Vers 21. „Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt.“ Das hatte er sich vorgenommen zu sagen. „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen.“ Aber an dieser Stelle, wo er eigentlich sagen wollte: „Mache mich zu einem deiner Tagelöhner“, da bricht ihn sein Vater. Und er sagt: „Der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Festgewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an die Füße und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es und lasst uns essen und fröhlich sein. Denn dieser, mein Sohn, war tot und ist wieder lebendig geworden. Er war verloren und ist wiedergefunden worden.“ Und sie fingen an, fröhlich zu sein.

[54:24] Lieber Freund, liebe Freundin, egal wer du gewesen bist, egal was du getan hast, egal wie tief und wie weit und wie lange du in der Sünde gewesen bist, wenn du heute zurückkehrst, glaube der Vater selbst. Nicht nur Jesus, nicht nur der Heilige Geist, sondern der Vater selbst rennt auf dich zu, schließt dich in die Arme und sagt: „Du warst tot, aber heute bist du lebendig. Ich habe dich durch meine Liebe, durch mein Wort, durch das Wirken meines Heiligen Geistes, durch das Blut Jesu, habe ich dich zu mir gezogen. Du bist mein Sohn.“

[54:53] Möchtest du heute, lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du zu deinem Vater kommen? Zu dem, von dem Jesus sagt, dass er sein Vater ist und unser Vater. Denn Jesus ist unser Bruder, er schämt sich nicht, unser Bruder genannt zu werden. Möchtest du zu diesem Vater kommen, der ein tiefes Mitgefühl mit dir hat? Der Vater, der den Sohn immer geliebt hat, selbst als der bei den Schweinen saß, der Vater ihn geliebt. Doch erst als der Sohn zu sich kommt und sagt: „Ich möchte zurück.“ Da hat die Liebe ihm etwas genützt. Glaub mir, der Vater liebt dich, egal was du tust. Er liebt dich, selbst wenn du gegen ihn kämpfst, er liebt dich. Aber seine Liebe nützt nur etwas, wenn du sagst: „Ich will zurück, ich will mich aufmachen.“ Glaub mir, dann wird der Vater auf dich zurennen und dich in seine Arme schließen.

[55:47] In 1. Johannes 3, Vers 1, damit wollen wir es schließen. 1. Johannes 3 und dort Vers 1. Da heißt es: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen.“ In Johannes 1 heißt es, das ist ein Anrecht, ein Vorrecht, ein Privileg, Kind Gottes zu sein. Was für eine Liebe. Kannst du begreifen, was für eine Liebe Gott, der Vater zu dir hat? Dass du ein Kind Gottes sein darfst. Dass du sein Kind sein darfst.

[56:37] Lieber Freund, liebe Freundin, lass dieses Geschenk heute nicht an dir vorbeigehen, ergreife es, ergreife die Hand deines Vaters, lass dich in die Arme deines Vaters fallen und sagen: „Herr, hier bin ich, lieber Vater, ich bin weggelaufen, ich habe dich für tot erklärt, ich habe dich ignoriert, aber heute möchte ich zurückkehren, ich möchte deine Liebe spüren, ich möchte, dass du für mich sorgst, ich möchte deinen Willen tun und ich möchte deinen Charakter widerspiegeln. Ich möchte so werden wie du, lieber Vater. Danke, dass du mich liebst, danke, dass du alles investiert hast, danke, dass du deinen Sohn gegeben hast, danke, dass ich zu dir kommen darf.“

[57:15] Es ist dein Wunsch, lieber Freund, liebe Freundin, heute deinem liebenden Vater in die Arme zu fallen. Es ist mein Wunsch. Ich möchte, ich möchte meinem Vater in die Arme fallen und sagen: „Hier bin ich, nimm mein Leben und verändere mich, so wie nur du es kannst, denn du sorgst für mich und du weißt, was ich nötig habe.“ Gott segne deine Entscheidung.

[57:47] Nächste Woche werden wir über den Sohn sprechen, über Jesus Christus, und das wird genauso ein gewaltiges Studium sein, und ich freue mich schon sehr darauf, und ich hoffe, wir werden dann neue Dinge in der Bibel erkennen und sehen. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen, viel Freude im Studium seines Wortes und eine immer tiefer gehende Beziehung zu eurem himmlischen Vater. Amen.

[58:17] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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