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In dieser Lektion der Cannstatt Bible Study Hour mit Frank Schleipfenbauer geht es um die tiefgreifenden Lehren Jesu zum Thema Tod und Auferstehung. Der Vortrag beleuchtet den Zustand der Toten gemäß der Bibel und erklärt die Bedeutung von Glaube als Wirklichkeit der Hoffnung. Es wird die schöpferische Kraft Jesu bei der Auferweckung betont und die biblische Perspektive auf Hölle und Gericht dargelegt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q3: Wichtige Lehren von Jesus

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Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zu einer weiteren Lektionswoche in der Cannstatt Bible Study Hour. Und ich begrüße alle, die zugeschaltet sind über Joelmedia TV oder Amazing Discoveries. Und ich wünsche uns gemeinsam eine segensreiche, knappe Stunde in der Vorbereitung des Lektionsthemas für den kommenden Sabbat.

[0:46] Die Überschrift heute ist: Tod und Auferstehung. Und bevor wir mit dem Merkvers ins Thema richtig tief einsteigen, um uns die Gedanken von Gott durch seinen Geist geben zu lassen, möchte ich gerne mit einem kurzen Gebet beginnen und dann eine kleine Gelegenheit. Lieber Vater, wir danken dir, dass du uns deine Weisheit gibst, weil wir eingestehen, dass unsere nicht reicht, um richtig zu verstehen. Du hast versprochen, uns den Geist der Wahrheit zu geben, wenn wir ihn ehrlich verlangen und uns ihm unterstellen wollen, damit er uns in alle Wahrheit führen kann. Darum bitten wir dich jetzt und danken dir, dass du uns führst. In Jesu Namen. Amen.

[1:38] Ein Glaubensbruder erzählte mir vor einigen Jahren, was er erlebt hat im Zusammenhang mit einem älteren Bruder, der weit über 80 Jahre alt geworden war und jetzt einige seiner Glaubensbrüder und Freunde zu sich eingeladen hat in das Altersheim, in dem er lebte. Seine Gäste waren so um die 55, 60 Jahre alt, er selber weit über 80. Es kam bei der telefonischen Einladung schon rüber, dass er wohl davon ausgeht, dass er nicht mehr lange lebt und noch einmal mit diesen Männern zusammen sein wollte, um die Gemeinschaft noch einmal zu erleben und auch, um sich von ihnen zu verabschieden.

[2:24] Es ist schon bei den eingeladenen telefonischen Einladungen aufgefallen, dass dabei überhaupt keine Traurigkeit, Verzweiflung oder irgendetwas Negatives mitschwang, sondern bestenfalls etwas völlig Normales wie eine Einladung, wie man so schön sagt, zu Kaffee und Kuchen, beziehungsweise ganz normale Freude auf ein Wiedersehen. Und so kamen diese Freunde dann zu dem verabredeten Datum zu ihm ins Altersheim mit traurigen Gesichtern und leisen Tönen und schauten erst einmal bei der Begrüßung, wie sie sich denn verhalten sollten, wie es denn dem Gastgeber geht.

[3:04] Und er erkannte sofort, in welcher Stimmung sie waren und was der Grund war. Und war ein freundschaftlicher, aber rabiater älterer Mann, manchmal ein bisschen grob, aber herzlich und sagte zu ihnen: „Mit der Stimmung könnt ihr sofort wieder gehen. Wo ist eigentlich euer Glaube? Wir wissen doch alle, dass wenn wir sterben, es wie ein Schlaf ist. Wir machen die Augen zu und gefühlsmäßig eine Sekunde später wieder auf. Der Heiland ist da und wir gehen mit ihm in die neue Heimat.“ Das hat sie sehr beeindruckt und sie wussten erst gar nicht, wie sie reagieren sollen.

[3:43] Tod und Auferstehung. Wir wissen, dass es den Tod gibt. Leider kann man ihn täglich erleben auf die unterschiedlichste Art und Weise. Und natürlich tut Abschied immer weh, insbesondere, wenn möglicherweise ganz liebe, enge Verwandte, der Ehepartner oder womöglich sogar Kinder sterben. Wir haben uns mehr oder weniger daran gewöhnt oder auch nicht. Es ist Teil der Realität. Aber akzeptieren wollen wir es, wenn wir richtig betroffen sind oder es womöglich uns selbst betrifft, am liebsten nicht.

[4:23] Lesen wir zunächst den Merkvers, bevor wir uns von Gott weiter durch die Gedanken führen lassen. Es steht in Johannes Kapitel 11, Vers 25. Jesus sprach: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. Und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit.“ Glaubst du das?

[4:51] Die meisten von uns wissen, wenn wir diesen Vers lesen, aus welchem Bericht er stammt. Es ist der schmerzliche Tod des Lazarus, ein guter Freund Jesu. Und die beiden Schwestern von Lazarus, Maria und Martha, konnten erst gar nicht verstehen, dass Jesus sich so viel Zeit lässt, zu ihnen zu kommen, um zu verhindern, dass Lazarus stirbt. Und wenn wir den Bericht richtig lesen, sehen wir, dass Jesus es durchaus viel früher hätte schaffen können, dort bei ihnen zu sein, aber dass er anscheinend überhaupt keine Not hatte über diese Nachricht. Und wir werden nachher noch tiefer einsteigen in diesen Bericht und sehen, warum.

[5:41] Zunächst aber mal sehen wir auch, dass die Martha dem Jesus Vorwürfe macht. Denn wenn wir in Vers 27 weiterlesen, heißt es: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ Und als sie dies gesagt hatte, gingen sie hin und rief heimlich ihre Schwester Maria und sagte: „Der Lehrer ist da und ruft dich.“ Und an einer Stelle sagt Martha dann: „Wenn du früher gekommen wärst, dann wäre Lazarus nicht gestorben.“

[6:18] Lesen wir noch mal den Vers 27. Sie spricht zu ihm, die Martha: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ Sie sagt nicht, der in die Welt gekommen ist oder gekommen war, der in die Welt kommen soll.

[6:42] Und geht es uns nicht genauso wie dieser Martha? Wir haben durchaus einen bestimmten Glauben an die Vision, die uns die Bibel gibt, an die berechtigte Vision, dass wir eine Vorstellung davon bekommen, wie es sein wird, wenn Christus aus dem Himmel auf diese Erde kommt und alle, die im treuen Glauben zu ihm gestorben sind, unabhängig davon, wie kurz oder lang ihr Weg mit ihm war, aber die ehrlich bekannt haben, alles auf ihn geworfen und ihn im Glauben angenommen haben, dass die von ihm zum ewigen Leben auferweckt werden, egal wo, wie und wann sie gestorben sind. Wie kann das sein? Glauben wir das? Jesus selber fragt: „Glaubst du das?“

[7:25] Schauen wir uns zunächst mal den Zustand der Toten an, so wie die Bibel ihn beschreibt. Es gibt ja heute viele Diskussionen, Berichte, Bücher, Reportagen, Erfahrungsberichte, Selbsthilfegruppen und alle möglichen menschlichen Gruppierungen, wo die Informationen darüber weitergegeben werden, dass ein klinisch Toter immer auf dem Weg auf einem hellen Lichtstrahl an die Quelle des Lichts ist, bis er wieder aufwacht. Wir kennen alle die Geschichten, ich selber, die Aussagen von Großeltern oder von Eltern, die sagen: „Ja, die Oma ist gestorben, aber sie lebt, sie ist im Himmel, sie schaut uns zu.“ Vielleicht sogar mit dem Zusatz: „Benimm dich ja ordentlich, die Oma sieht alles.“

[8:23] Die Bibel sagt uns etwas ganz anderes über den Zustand der Toten und vor allen Dingen sagt sie auch etwas völlig anderes als andere Theorien, die sagen, dass es so etwas wie Reinkarnation, mehrere Leben in verschiedenen Erscheinungsformen gibt und all diese esoterischen Definitionen.

[8:42] Schauen wir uns ein paar Texte an. Psalm 115. Im Psalm 115, ab Vers 17. Hier in diesem Zusammenhang liegt die Konzentration zunächst auf dem Vers 17. Also die Toten werden ja nicht loben, noch alle, die zum Schweigen hinabgehen.

[9:30] Im Psalm 146 sammeln wir zunächst mal einige Gedanken, die Gott hier in seinem Wort uns gegeben hat. Psalm 146, Vers 4. Sein Geist geht aus, also der Geist des Toten. Sein Geist geht aus, er kehrt wieder zu seiner Erde. Am selben Tag gehen seine Pläne verloren. Andere biblische Aussagen, je nach Übersetzung, sagen: „Die Toten wissen nichts.“

[9:57] Und wir haben ein wichtiges Wort in Johannes Kapitel 11, gerade in dem Bericht, aus dem wir kommen, die Geschichte um Lazarus' Tod. Johannes 11, Vers 11, wo Jesus sagt: „Lazarus, unser Freund, ist eingeschlafen, aber ich gehe hin, damit ich ihn aufwecke.“

[10:24] Und so gibt es an den verschiedensten Bibelstellen ganz klare Aussagen und Hinweise darauf, dass der Tod offensichtlich ein bewusstseinsloser Zustand ist, in dem das Herz nicht mehr schlägt und auch das Gehirn irgendwann früher oder später seine Tätigkeit völlig aufgibt und aus sich selbst heraus dieses Gehirn oder dieser Organismus auch nicht mehr zum Leben zurückkommen kann.

[10:53] Und dieser letzte Gedanke ist sehr wichtig, dass es nicht möglich ist, für ein Geschöpf aus sich selbst heraus vom Tod ins Leben zu kommen. Aber das heißt noch lange nicht, dass das für den Schöpfer gilt, dass es ihm nicht möglich ist.

[11:11] Jesus hat der Martha gefragt: „Glaubst du das?“ Was ist Glaube? Ich habe, bevor ich den biblischen Glauben angenommen habe, den Glauben an den wahren Schöpfer und ihn auch bewusst in mein Leben gelassen habe und ihn seitdem täglich erlebe, in meinem Leben ohne Gott war für mich das Wort, die Vokabel, ich glaube, gleichbedeutend mit: „Ich bin nicht sicher, ich weiß es nicht genau.“ Und so benutzen auch die meisten Menschen heute, egal in welcher Sprache, auch im Englischen: „I believe it is like that“, „Ich glaube, es ist so“, mit der Bedeutung: „Ich bin nicht ganz sicher, es könnte auch anders sein.“ Also es ist eine Unsicherheit und ein Zweifel verbunden mit dem Gebrauch des Wortes Glaube in der heutigen Sprache. Also das Gegenteil eigentlich von genau wissen.

[12:13] Glaubst du das nur, oder weißt du das genau? Auch dort sagt die Bibel etwas völlig anderes.

[12:22] In Hebräer Kapitel 11, wir kommen aus Johannes 11 und gehen in Hebräer 11, kann man sich also leicht merken. In Hebräer Kapitel 11, Vers 1, übrigens interessanterweise auch in der neuesten Ausgabe vom InfoVero, ein interessanter Artikel dort über die biblische Definition von Glaube.

[12:46] Hebräer 11, Vers 1: „Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ In Vers 3: „Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, sodass das Sichtbare nicht aus Erscheinendem geworden ist.“

[13:09] Bleiben wir zunächst im Vers 1. „Der Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft.“ Wir singen, wir haben eine Hoffnung. Wir sagen, wir haben die Hoffnung der Auferstehung. Also der Glaube ist die Wirklichkeit dessen, was man hofft.

[13:34] Wenn der Schöpfer mir sagt, ich habe Leben aus mir selbst heraus. Wir werden das gleich noch nachweisen, ob das auch wirklich so ist, dass er das sagt. „Ich habe Leben aus mir selbst heraus. Du als Geschöpf hast es nicht, du hast mein Leben von mir.“ Dann kann ich entscheiden, ob ich das glaube und als Wahrheit annehme oder nicht. Wenn ich das als Wahrheit annehme, wird Gott mir die Augen öffnen. Nach Jesaja 30: „Deine Augen werden deinen Lehrer sehen.“ Und ich werde in der Natur, und sei sie noch so sündhaft verändert heute und auf dieser Erde, und in meinem Leben viele große und kleine Beispiele sehen und erleben, dass das Wahrheit ist. Das hat Gott uns versprochen und er zeigt es uns.

[14:22] Also der Glaube ist die Wirklichkeit der Hoffnung nach Hebräer 11,1.

[14:28] Also stellt sich die Frage: Kann Jesus auferwecken? Kann er den toten Lazarus, und er hat ja noch andere Menschen vom Tod wieder auferweckt, auch Kinder. Kann er sie auferwecken?

[14:42] Die Bibel sagt ganz klar, dass am Tage seines Todes auf Golgatha Menschen aus den Gräbern auferstanden sind.

[14:52] Johannes Kapitel 1, Verse 1 bis 4, sollten wir auswendig können, aber machen wir uns ganz sicher und lesen es nach. „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. In ihm, also in dem Wort, war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“

[15:36] Und wir wissen, wenn wir weiterlesen in Vers 14, und wenn wir diese Aussagen verbinden mit der Schöpfungsgeschichte in 1. Mose 1, dann sehen wir, dass Gott sprach und es wurde. Und so auch hier der Bezug zu Jesus Christus als das lebendige Wort Gottes in Johannes 1, in den ersten vier Versen. „Im Anfang war das Wort.“ Und wir können so auch lesen: „Im Anfang war Christus, und Christus war bei Gott, und Christus war Gott. Christus war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch Christus gemacht, und nichts wurde nicht durch Christus gemacht.“

[16:34] Dazu braucht er Leben aus sich selbst. Er ist der Schöpfer.

[16:40] Johannes 14, Vers 6, eine weitere Bekräftigung zu diesem Punkt. Auch ein sehr bekannter Vers. Jesus spricht zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“

[17:03] Wie geschieht Auferweckung? Wie macht Gott das? Wie lässt er jemanden vom Tode wieder auferstehen? Nun, die Antwort scheint ganz einfach zu sein: So wie er dem ersten Menschen das Leben gegeben hat. Das ist ein Schöpfungsakt. Durch die Kraft des Schöpfers, die wir nicht nachvollziehen, aber das Ergebnis erleben können.

[17:32] Wir haben an vielen Stellen der Bibel, unter anderem auch im Buch Jona, an anderen Stellen eine Verbindung zur Schöpfungsgeschichte. Gott sprach und es wurde. Und das Wort Gottes geschah zu Jona. Das Wort geschah, und dann passierte etwas.

[17:52] Also, wie funktioniert es mit der Auferstehung als Schöpfungsakt? Lesen wir mal Lukas Kapitel 8, die Verse 54 und 55. Da geht es um die Tochter des Jairus, die bereits tot war. Vers 53: „Sie lachten Jesus aus, da sie wussten, dass sie gestorben war.“ Er aber ergriff ihre Hand und rief und sprach: „Kind, steh auf!“ Und ihr Geist kehrte zurück, und sogleich stand sie auf. Und er befahl ihr, zu essen zu geben.

[18:37] Er sprach, und es geschah. Das Wort geschah zu den Menschen.

[18:45] Gott hat den Tod nicht gemacht. Aber er hat vor dem Tod gewarnt, von Anfang an. „Esst nicht von diesem Baum. Ich habe meine Gründe, euch die Früchte diesen Baums zu verbieten. Glaubt mir einfach. Ihr kennt mich. Ihr habt tägliche Gemeinschaft mit mir. Ihr wisst, ich habe euch alles gegeben. Eigentlich mehr als ihr braucht und nur das Schönste. Ich habe die ganze Erde für euch gemacht. Ich habe euch das Leben gegeben. Die Früchte von diesem Baum dürft ihr nicht essen. Wenn ihr es tut, werdet ihr sterben.“

[19:24] Der Sünde Lohn ist der Tod. Der Zwischenschritt ist: Sünde trennt von Gott. Und wenn ich mich vom Schöpfer und Erhalter allen Lebens trenne, von der einzigen Person im Universum, die Leben aus sich selbst heraus hat und es den Geschöpfen gibt, dann werde ich mein Leben verlieren. Denn aus mir selbst habe ich keins.

[19:54] Wie ist es mit der Auferstehung und dem Gericht? Lasst uns zunächst auch hier wieder lesen: Apostelgeschichte 24.

[20:08] Apostelgeschichte 24, die Verse 14 und 15. Paulus spricht, geführt vom Heiligen Geist: „Dies bekenne ich dir, dass ich nicht nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, so dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben steht, und die Hoffnung zu Gott habe, die auch selbst diese hegen, dass eine Auferstehung der Gerechten wie der Ungerechten sein wird.“

[20:43] Also, Paulus sagt hier: „Ich habe die Hoffnung von Gott, ich glaube Gott, was er sagt, dass es eine Auferstehung aller gestorbenen Menschen geben wird, der Gerechten und der Ungerechten.“ Wir wissen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten und zu unterschiedlichen Zielen, aber die Aussage ist wahr.

[21:07] So, in Hebräer 11,1 haben wir gerade studiert, dass der Glaube die Wirklichkeit der Hoffnung ist. Also für Paulus war es in diesem Sinne hier absolut Realität, dass der Zeitpunkt kommen wird, der Tag des Gerichts, der Tag der Auferstehung aller derer, die treu zu Jesus gestorben sind. Und zu einem späteren Zeitpunkt, nach endgültigem Abschluss des gesamten Gerichts, auch die Auferstehung derer, die sich gegen Gott entschieden haben. Also eine Auferstehung für alle gestorbenen Menschen.

[21:52] Und ich habe für mich da rausgezogen: Glaube dem Wort, dann bist du sicher.

[22:02] Gehen wir von dort aus nochmal zurück ins Johannesevangelium, in Kapitel 5. Johannes 5, ab Vers 25. Jesus spricht: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, dass die Stunde kommt und jetzt da ist, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben.“

[22:31] Denn wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, Leben zu haben in sich selbst. Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist. Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden: die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben zur Auferstehung des Gerichts.

[23:06] Also, der Vater, der Leben aus sich selbst hat, hat dem Sohn die gleiche Fähigkeit gegeben. Der Vater und der Sohn sind eins. Glauben wir das? Glaube ist die Wirklichkeit der Hoffnung.

[23:21] Gehen wir ins Alte Testament, in ein sehr prophetisches Buch: Daniel Kapitel 12.

[23:37] Daniel 12, Verse 1 bis 3. „Und zu jener Zeit“, gemeint ist hier die Zeit des Endes, in der wir leben, „in jener Zeit wird Michael auftreten.“ Michael, der ist wie Gott, also Christus, der große Fürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt, sagt der Engel zu Daniel. Also, Christus wird kommen, der ist wie Gott, wird kommen, um für Gottes Volk einzutreten.

[24:05] Und es wird eine Zeit der Bedrängnis sein, wie sie noch nie dagewesen ist, seitdem irgendeine Nation entstand, bis zu jener Zeit. Und in jener Zeit wird dein Volk gerettet werden. Jeder, den man im Buch aufgeschrieben findet. Und viele von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden aufwachen. Die einen zum ewigen Leben und die anderen zur Schande, zur ewigen Abscheu. Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsfeste. Und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit gewiesen haben, die andere zur Wahrheit, zu Jesus geführt haben, leuchten wie die Sterne immer und ewig.

[24:49] Viele von denen, heißt es im Vers 2, „die im Land des Staubes schlafen, werden aufwachen.“

[24:57] Also wir sehen, dass die Bibel sich im Alten und im Neuen Testament und gegenseitig bestätigt. Und mit Erlebnisberichten, die uns aufgeschrieben sind, arbeitet mit prophetischen Aussagen, die teilweise erfüllt sind und die in kleinem Maße noch erfüllt werden müssen.

[25:22] Es heißt hier aber auch, dass Gott Gericht hat und dass er einen Unterschied macht, wozu er Menschen aus dem Tod holt und wieder auferweckt mit seiner schöpferischen Kraft. Nämlich die einen zum ewigen Leben und die anderen zum ewigen Tod. Je nachdem, wie sie sich vorher in der ausreichenden Gnadenzeit, die er jedem Einzelnen zugemessen hat, entschieden haben. Und zwar endgültig.

[25:50] Gott beurteilt jeden individuell. Er ist der Einzige, der das kann. Und deswegen sollten wir auch gewarnt sein und uns nicht anmaßen, sein zu wollen wie Gott. Den Fehler haben schon unsere ersten Eltern gemacht, auch wenn sie teilweise getäuscht waren. Aber das geht uns ja nicht anders. Wir können nicht richten. Oder kannst du in den Kopf eines anderen hineinschauen? Wer von euch kann meine Gedanken lesen? Wer von euch kennt meine wahren Beweggründe für Dinge, die ich getan habe, für Worte, die ich gesprochen habe? Und genauso wenig weiß ich das von euch.

[26:30] Römer Kapitel 2, ab Vers 1. „Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, Mensch, jeder, der da richtet. Denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst. Denn du, der du richtest, tust dasselbe, wie der, den du wegen dem, was du selbst tust, richtest.“

[26:55] Wir wissen aber, dass das Gericht Gottes der Wahrheit entsprechend über die ergeht, die so etwas tun, also Geschöpfe, die über andere Geschöpfe richten. Denkst du aber, dies Mensch, der du dir richtest, die so etwas tun und dasselbe verübst, also bist du jemand, der andere verurteilt, obwohl er im Grunde genommen das Gleiche tut, dass du dem Gericht Gottes entfliehen wirst? Das können wir nicht.

[27:25] Die Bibel sagt ganz klar: Jeder Mensch, der gestorben sein wird, bevor Christus kommt, um seine Trolle, seine Braut zu sich zu holen, wird entweder seine Entscheidung getroffen haben für die Auferstehung zum ewigen Leben oder dagegen und damit automatisch für die Auferstehung 1000 Jahre später zum ewigen Tod.

[27:56] Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus, gab und opferte, damit niemand verloren geht. Die Bibel sagt uns nicht, dass Christus sich gegeben hat und dass der Vater den Sohn gegeben hat und deshalb niemand verloren geht, sondern sie sagt: „Damit niemand verloren geht.“ Aber die Entscheidung liegt bei jedem denk- und entscheidungsfähigen Menschen selbst.

[28:33] Was ist mit der Hölle? Es gibt griechische und hebräische Wörter. Ein griechisches Wort ist Hades, ein hebräisches der Scheol. Und wenn wir genau nachforschen würden in der Sprache und in der Bibel, im Kontext, in den Zusammenhängen und wie diese Worte gebraucht wurden, dann werden wir übereinstimmend für das Alte und das Neue Testament feststellen, dass wir in der Bibel keine Aussage finden, die wir in manchen religiösen Gemeinschaften finden oder in den Köpfen von Menschen. Die Hölle ist der Ort des Fegefeuers, der ewigen Qualen. Und wenn du das tust, dann kommst du in die Hölle und dann wirst du ewig schmoren und andere Aussagen lernen wir teilweise schon als Kinder kennen.

[29:21] Der Hades oder der Scheol, die Hölle im biblischen Sinne, ist der Platz des Toten, des Schlafenden, der, weil er kein Leben aus sich selbst heraus hat, aus diesem Schlaf nicht herauskommt, aber den Gott auferwecken wird. Ohne Qualen. Lazarus schläft, sagt Jesus, und ich werde hingehen, um ihn wieder aufzuerwecken. Er hat kein Bewusstsein, auch kein Weiterleben in der Hölle oder im Paradies, so wie es in manchen eigenmächtigen Auslegungen religiöser Schriften dem Märtyrer ein Leben im Paradies versprochen wird, nach seinem Tod. Die Bibel zeigt uns so etwas nicht.

[30:13] Zurück zu Lazarus, Johannes Kapitel 11. Lazarus war drei Tage tot. Auch ein Hinweis auf Jesu Tod. Und die Bibel sagt uns, dass sein Organismus schon anfing zu verwesen. Sie hatten ihn mit Leichentüchern eingewickelt, so wie das damals Brauch war. Er war in einem Felsengrab. Und Jesus hat ihm zugerufen, dem toten, schlafenden Lazarus: „Lazarus, komm heraus!“

[30:45] Und die Menschen, die dort Zeuge waren, waren erschrocken, als sie Schritte hörten, schlurfende Schritte wahrscheinlich, und die Gestalt Lazarus, eingewickelt in Leichentüchern, aus eigener Kraft sich aus dem Grab hinaus bewegte. Er hat Leben aus sich selbst. Christus hat Leben aus sich selbst. Und er hat uns zum Vorbild, ohne seine göttlichen Eigenschaften zu nutzen, solange er Mensch war, alles im Vertrauen auf den Vater getan. Alles im Glauben, Glaube, der die Wirklichkeit der Hoffnung ist, an den Vater und seine Zusagen und Versprechen. Und in dem Wissen, dass der Vater Leben aus sich selbst hat, dass er ihm geben wird, wenn er die vom Vater gestellten Bedingungen erfüllt, wird er die Verheißungen ererben.

[31:46] Und so hat uns Christus Verheißungen gegeben. Der Vater hat uns die Verheißungen durch den Sohn gegeben, die gleichen, die er dem Sohn gegeben hat. Und der Sohn hat Leben aus sich selbst vom Vater und möchte es uns geben. Er ist der Herr über Leben und Tod. Der Tod herrscht nicht über den Schöpfer, sondern er herrscht über den Vater, weil er das Leben ist. Glaubst du das?

[32:16] Johannes Kapitel 10, ab Vers 17. Und deutlicher geht es, glaube ich, kaum. Jesus spricht: „Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, um es wiederzunehmen. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Vollmacht, es zu lassen und habe Vollmacht, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen.“

[32:46] Also selbst in der schöpferischen Eigenschaft und in der Fähigkeit und dem Willen, sein Leben selbst hinzugeben, aus freier Entscheidung und es auch aus seiner Entscheidung anschließend wiederzunehmen, gibt er hier dem Vater die Ehre, indem er am Ende sagt: „Der Vater hat mir das geboten, das so zu tun. Von ihm habe ich Leben aus mir selbst und er hat mir geboten, mein Leben zu lassen und es mir wiederzunehmen.“

[33:19] Ich glaube dem Gebot des Vaters, es ist die Wirklichkeit der Hoffnung. Ich werde es tun, so wie er mir geboten hat, und ich werde genau das erleben, was er mir gesagt hat. Glauben wir das für uns? Jetzt und hier? Ist der Glaube auch für uns eine Wirklichkeit, eine Realität der Hoffnung heute?

[33:46] Lasst uns, schon fast zum Abschluss dieser Woche, die im Grunde genommen gar nicht sehr komplex ist, wenn wirklich für uns die Hoffnung, die uns gegeben ist, im Glauben Realität ist, damit wir sie auch erleben können.

[34:10] 1. Korinther, Kapitel 15, ab Vers 17. „Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig“, sagt Paulus. Entschuldigung, „so seid ihr noch in euren Sünden. Also sind auch die, welche in Christus entschlafen sind, verloren gegangen. Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendsten von allen Menschen.“

[34:46] So, wenn wir daran zweifeln, ob Christus wirklich Leben aus sich selbst hat, ob er wirklich der Auferstandene ist, wenn wir nach menschlich-wissenschaftlichen Bestätigungen suchen, bevor wir das annehmen als Wahrheit, Glaube ist die Wirklichkeit unserer Hoffnung, dann können wir die Bibel ein für alle Mal zuklappen und brauchen sie auch nicht mehr aufschlagen, denn wenn wir nicht glauben, dass Christus auferstanden ist, dann haben wir auch keine Erlösung von den Sünden, dann haben wir auch keine Erwartung auf die neue Welt, dann macht auch das Gericht keinen Sinn und dann ist der Tod derer, der ewige Tod derer, die sich endgültig gegen den Schöpfer entscheiden, im Grunde genommen Mord und macht überhaupt keinen Sinn.

[35:50] Lesen wir den Vers 20. „Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen. Denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, kann auch in Christus alle lebendig gemacht werden.“ Christus war der Erstling.

[36:17] Nochmal die Frage: Glauben wir das?

[36:26] 1. Thessalonicher, Kapitel 5, Vers 23, und das möchte ich mit euch gemeinsam zum Abschluss mitnehmen. Nämlich auf die Frage: Kann Gott das? Will Gott das? Und wird er es auch tun? Tut er es schon heute? Und dieser Vers gibt uns die Antwort.

[36:53] 1. Thessalonicher, Kapitel 5, Vers 23. Nämlich der Segensgruß von Paulus im ersten Brief an die Thessalonicher. „Er selbst aber, der Gott des Friedens, sage durch und durch in jeder Zelle. Und wenn er uns in jeder Zelle heiligt, dann heiligt er auch jede Zelle unseres Gehirns und jede Zelle der biochemischen Flüssigkeiten, die unsere Denkprozesse bedeuten und die elektrischen Ströme, die im Gehirn fließen. Und alle psychosomatischen Zusammenhänge und das vegetative Nervensystem bis hin in die einfachste Muskelzelle. Er heilige euch durch und durch, völlig. Möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist der, der euch beruft. Er wird es auch tun.“

[37:50] Brüder, betet für uns, geht es dann weiter. Glaubst du das? Gott kann, Gott will und Gott tut. Er gibt uns durch seinen Tod, durch den Glauben an seinem Blut, Vergebung von unseren Sünden, wenn wir ehrlich bekennen und die Entscheidung treffen, uns von ihm verändern zu lassen. Gott hat gesagt, dass es so sein wird, dass jegliche Sünde vergeben ist, wenn wir uns darauf berufen.

[38:23] Ist das für uns eine Wirklichkeit? Wenn ja, dann machen wir auch den nächsten Schritt und glauben, dass wir durch ihn wieder auferstehen werden, hin zum ewigen Leben. Es ist mehr als symbolisch, dass wir auch jetzt aus dem Totenreich der Sünde, obwohl wir physisch lebendig sind, biologisch, dass wir aus dem Totenreich der Sünde, ihr wart tot in euren Sünden, und den Glauben an ihn wieder auferstehen und das ewige Leben schon jetzt und hier haben. Wer den Sohn hat, hat das Leben. Wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht. Glaubst du das?

[39:08] Ich wünsche euch viele Gebete und uns allen, dass wir Gott bitten, uns den Glauben zu schenken. Denn auch das ist eine Gabe Gottes, die unter der Bedingung steht, dass er sehen möchte, dass wir im Vertrauen auf den, der als einziger Leben aus sich selbst hat, auch sicher sind, dass wir diesen Glauben bekommen werden und daran festhalten werden, weil wir ihn wirklich wollen.

[39:41] Ich wünsche euch jetzt Gottes Segen für den bald bevorstehenden Sabbat beim Studium und auch jetzt schon für die neue Woche, die kommen wird. Und wenn es die Bedrohung durch den Tod in deinem Umfeld gibt, möglicherweise in deiner Familie, dann habe ich keine Macht und keine Worte, deine Trauer und deine Angst zu lindern. Aber ich bin überzeugt davon, aus dem Verstehen von Gottes Wort und aus Erfahrungen, die ich mit anderen Menschen machen durfte, auch wenn es mich mindestens genauso schmerzen wird, wenn es mich betrifft. Aber für mich ist die Hoffnung die Wirklichkeit. Denn alles, was Gott bis zum heutigen Tage prophezeit und versprochen hat, ist eingetreten. Und so wird auch die Prophezeiung der Auferstehung zum ewigen Leben eintreten. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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