[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Herzlich willkommen auch allen Zuschauern, die uns auf Amazing Discoveries zuschauen oder die sich später die Aufnahmen im Internet betrachten. Zu unserer letzten Folge der Serie wichtige Lehren von Jesus. In den vergangenen drei Monaten haben wir uns Gedanken gemacht, was sind so die Hauptlehren von Jesus gewesen. Wir haben gefunden, dass er über die Dinge gesprochen hat, über die die gesamte Bibel spricht. Und dass auch er sie mit großer Wichtigkeit und mit vielen Gleichnissen und Illustrationen versehen gelehrt hat.
[0:57] Und heute kommen wir zu dem vielleicht schönsten Thema und sicherlich mit einem der aktuellsten und relevantesten Themen. Wir kommen zu der Wiederkunft Christi. Die meisten anderen Themen sind entweder Themen, die in der Vergangenheit liegen, historisch gesehen oder uns zur Zeit betreffen. Aber mit der Wiederkunft Christi, da schauen wir in die Zukunft. Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 27. September. Und bevor wir beginnen, dieses spannende Thema gemeinsam zu erörtern, möchte ich euch einladen, mit mir gemeinsam zu beten.
[1:31] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir in dem Bewusstsein, dass wir deinen Heiligen Geist brauchen, um dein Wort zu studieren. Wir möchten dich bitten, dass du zu uns sprichst, dass dein Wort uns Kraft und Freude und Trost schenkt. Und dass wir erkennen können, was die Wiederkunft Christi für uns bedeutet und wie wir uns darauf vorbereiten können. Wir möchten dich bitten, dass du zu uns sprichst durch dein Wort und dass wir erleben dürfen, dass du unser Leben veränderst. Im Namen Jesu, Amen.
[2:02] Warum reden wir überhaupt über die Wiederkunft Christi? Natürlich deswegen, weil Jesus selbst davon gesprochen hat. Niemand kann sich wirklich ernsthaft Christ nennen, im Sinne davon, dass er den Lehren Christi folgt, ohne auch an die Wiederkunft zu glauben. Denn Jesus Christus hat das Thema der Wiederkunft selbst prominent gemacht in seinen Predigten, Ansprachen und auch Unterweisungen an die Jünger.
[2:27] Zum Beispiel in Johannes 14, da finden wir kurz vor seinem Tod, als er noch einmal die Jünger zusammen nimmt und ihnen einige der wichtigsten Dinge, unter anderem auch die Lehre um den Heiligen Geist, noch einmal vermittelt. Dort finden wir ihn auch Aussagen machen, die mit der Wiederkunft zusammenhängen. Im Grunde genommen eigentlich die Wiederkunft sogar hier einführen als Thema.
[2:48] In Johannes 14, Vers 1 bis 3, dort heißt es: „Euer Herz erschrecke nicht.“ Es ist ja so, dass beim Thema Endzeit, Weltende, Armageddon, dass viele Menschen Angst und Panik bekommen. Manche beschäftigen sich gar nicht erst mit dem Thema, weil es so angstbesetzt ist, so wird uns gesagt. Andere wiederum glauben, dass sie, wenn sie nur klug genug sind und genügend Dinge anhören, dass sie dann vielleicht den Supergau überstehen. Aber Jesus sagt uns, wenn ihr euch mit der Wiederkunft beschäftigt, wenn ihr euch mit der Endzeit beschäftigt, mit den Dingen, die auf diesem Planeten zukommen, und wir alle sehen, dass es sehr bald sein wird und sein kann, und wir werden dazu gleich kommen, da sagt uns Jesus in diesem Zusammenhang: „Euer Herz erschrecke nicht.“
[3:37] „Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten, und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“ Jesus sagt nicht nur, dass es eine Option für ihn ist, wieder zu kommen, sondern Jesus verspricht uns: „Ich komme wieder.“ Das ist ein Versprechen, das ist eine Verheißung, etwas, auf das sich jeder Christ verlassen darf. Jesus hat es gesagt, er geht, und das ist passiert, und er kommt, und das wird passieren.
[4:09] Er sagt uns, dass er etwas vorzubereiten hat, eine Stätte vorzubereiten, und an geeigneter Stelle können wir das noch ausführlicher studieren. Jesus hat etwas zu tun im Himmel, und wenn das fertig ist, wenn er damit fertig ist, dann wird er kommen, und zwar aus einem bestimmten Grund. Der Hauptgrund der Wiederkunft, wie wir hier erfahren, ist nicht, um die Welt zum Ende zu bringen. Der Hauptgrund der Wiederkunft ist auch nicht, die Bösen zu bestrafen, obwohl das alles eine Rolle spielt und Teil des großen Bildes ist. Aber der Hauptgrund der Wiederkunft, so wie Jesus sie beschreibt, ist: Er möchte mit uns sein.
[4:51] Er sagt: „Damit auch ihr seid, wo ich bin.“ Das ist ein großer Wunsch, und deswegen ist die Wiederkunft ein tolles Thema, denn es beschreibt den Wunsch Jesu, nicht nur uns zu hören im Gebet, nicht nur sich uns zu offenbaren in der Bibel, sondern uns Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen. Denn Jesus möchte körperlich da sein, wo wir sind. Möchtest du das auch? Möchtest du auch bei Jesus sein, so nah wie möglich?
[5:15] Jesus wusste, wie seine Jünger sich fühlen würden, wenn er in den Himmel gehen würde und sie alleine zurücklassen würde. Sie würden vielleicht versucht sein zu denken, dass er jetzt gegangen ist und vielleicht nie wieder zurückkommt. Und so sagt er im Vers 18: „Ich lasse euch nicht als Waisen zurück, ich komme zu euch.“ So wie eine Mutter ihr Kind an einer Stelle vielleicht im Supermarkt abstellt und sagt: „Bleib hier stehen. Ich komme wieder.“ Und das Kind auch vielleicht nach 20, 30 Minuten nicht anfängt zu glauben: „Ja, habe ich überhaupt eine Mutter? Wird sie vielleicht wiederkommen?“ So wie das Kind fest darauf vertraut, dass die Mutter wiederkommt, denn die hat es ja versprochen. So dürfen wir als Christen fest darauf vertrauen: Jesus kommt wieder.
[6:09] Er hat es versprochen, er lässt uns nicht als Waisen zurück, denn es ist sein Wunsch, dass wir bei ihm sind. Er hat das selbst ausgedrückt. Nur wenige Augenblicke später, als er dann im hohenpriesterlichen Gebet in Johannes 17 zum Vater bittet. Er sagt Johannes 17, Vers 24: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.“
[6:41] Jene, vor denen er spricht, das sind Menschen, die ihn einige Minuten später, einige Stunden später verraten, verlassen, verleugnen. Aber er sagt: „Ich möchte, dass die, die auch weggelaufen sind, diejenigen, die mich verleugnet haben wie Petrus, denen ich eine zweite Chance gebe und eine weitere Chance, dass sie bei mir sind.“
[7:06] Lieber Freund, liebe Freundin, auch wenn du vielleicht weggelaufen bist von Jesus, auch wenn du vielleicht Dinge getan hast, die Jesus nicht wohlgefallen, auch wenn du dich innerlich von Gott entfernt hast, darfst du wissen: Jesus wünscht dich, dass du bei ihm bist. Und das ist der Grund, warum er den Erlösungsplan ins Leben gerufen hat. Das ist der Grund, warum es das Heiligtum gibt. Das ist der Grund, warum er das Gesetz Gottes offenbart hat. All diese Dinge hat er getan, damit wir schlussendlich bei ihm sein können. Und deswegen kommt er wieder. Er möchte, es ist sein Wunsch, dass du und ich bei ihm sind.
[7:43] Vielleicht lohnt es sich, das Thema Wiederkunft mal aus dieser Perspektive zu betrachten. Jesus hat einen Wunsch und er setzt Himmel und Erde in Bewegung, um diesen Wunsch zu realisieren. Wenn die Wiederkunft stattfindet, dann gibt es etliches, was man darüber sagen kann.
[7:58] So wird uns gesagt von Jesus selbst in Matthäus 24 und dort Vers 26 und 27. Jesus warnt uns in Matthäus 24 in der berühmten Endzeitrede, dass es auch Scheinwiederkünfte geben wird. Ereignisse, die angeblich die Wiederkunft Jesu darstellen und die allerdings eine Fälschung sind und von der wir uns hüten müssen. So heißt es hier zum Beispiel in Vers 26: „Wenn sie nun zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste, so geht nicht hinaus; siehe, in den Kammern, so glaubt es nicht.“ Mit anderen Worten, es wird falsche Christusse, es wird falsche Propheten geben, es wird falsche Ereignisse geben, die die Wiederkunft zu imitieren suchen.
[8:38] Vers 27: „Denn wie der Blitz von Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.“ Jesus sagt, die Verführung hat damit zu tun, wie die Wiederkunft stattfinden wird. Die Frage ist nicht, gibt es eine Wiederkunft, sondern die große Frage zwischen Wahrheit und Irrtum ist: Wie findet diese Wiederkunft statt? Denn es wird in der Endzeit eine falsche Wiederkunft geben oder Ereignisse, die als Wiederkunft interpretiert werden, die aber nicht die Wiederkunft sind. Und so muss jeder wahre Christ nicht nur wissen, dass es eine Wiederkunft gibt und warum es eine Wiederkunft gibt, sondern eigentlich besonders auch: Wie wird diese Wiederkunft sein? Was hat Jesus und was hat die ganze Bibel gelehrt über die Umstände und die Charakteristik dieser Wiederkunft? Wie wird sie sein?
[9:23] In Vers 28, Verzeihung, in Vers 30, im selben Kapitel, sagt Jesus, Matthäus 24, Vers 30: „Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“
[9:46] Und Jesus sagt, wenn das Zeichen des Menschensohnes am Himmel gesehen wird, wenn er wiederkommt, dann werden sich alle Geschlechter der Erde, das heißt weltweit, global, wird das bemerkt werden, dann werden sich alle Geschlechter an die Brust schlagen. Der erste Punkt, den wir festhalten wollen, ist: Die Wiederkunft Jesu ist ein globales Ereignis, kein Ereignis, das lokal irgendwo stattfindet und von dem berichtet werden muss anderswo. Die Wiederkunft bekommt jeder mit. Wenn man es nicht selbst mitbekommen hat, ist es nicht die Wiederkunft. Das alleine ist eigentlich schon das beste Argument gegen die noch zukünftigen Täuschungen, die auftreten werden, vor denen Jesus uns warnt.
[10:27] Und offensichtlich kommt Jesus auf den Wolken des Himmels, so wird uns gesagt. Er kommt nicht einfach nur als normaler Mensch oder als Baby wie beim ersten Mal. Er kommt mit großer Kraft und Herrlichkeit. Ganz anders als beim ersten Mal, und das lohnt es sich, etwas genauer zu studieren.
[10:49] Ein ganz ähnlicher Text findet sich in der Offenbarung, die ja ebenfalls von Jesus kommt. Das ist die Offenbarung Jesu Christi, und das heißt es in Offenbarung 1, Vers 7: „Siehe, und dieses Wort ist schon programmatisch für den Vers: Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben.“ Das werden sich seine Finger in die Brust schlagen, alle Geschlechter der Erde. Amen. Haben wir gerade gelesen, alle Geschlechter, globales Ereignis.
[11:20] Und hier heißt es nun, dass alle ihn sehen werden. Das heißt, die Wiederkunft Christi ist ein sichtbares Ereignis. Heute gibt es viele Menschen, die glauben an eine unsichtbare Wiederkunft, eine Art geheime Entrückung, die nicht von außen oder von unbeteiligten Menschen gesehen werden kann. Aber die Bibel sagt: Jedes Auge wird ihn sehen, auch die Nichtgläubigen, die ihn durchstochen haben. Er kommt mit den Wolken sichtbar. Du, lieber Freund, liebe Freundin, du wirst ihn sehen mit deinen eigenen Augen.
[11:56] Was für eine interessante Vorstellung. Übrigens, die Bibel sagt, dass jeder Mensch irgendwann Jesus mit eigenen Augen sehen wird. Die große Frage ist: Werden wir uns dann freuen oder werden wir weglaufen und uns wünschen, ihn nicht sehen zu können, wie die Bibel es beschreibt? Also, die Wiederkunft ist global, die Wiederkunft ist sichtbar.
[12:22] Es ist weiter beschrieben die Bibel in Apostelgeschichte Kapitel 1 und dort Vers 9 bis 11. Apostelgeschichte 1 und dort Vers 9 bis 11. „Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg. Und als sie unterwand zum Himmel blickten, während er dahin fuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißer Kleidung bei ihnen, die sprachen: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen.“
[13:04] Jesus kommt also auf eine bestimmte Weise wieder. Die Engel sagen uns: In derselben Weise, wie er in den Himmel aufgenommen worden ist. Er hat dort gestanden mit seinen Jüngern, hat sie unterhalten, und plötzlich hat er sich vom Boden abgehoben. Und er ist emporgehoben worden und empor geflogen, und sie konnten ihn sehen. Und er wurde immer kleiner, kleiner, kleiner, kleiner, bis dort irgendwo nur noch ein Punkt war, wie beim Flugzeug, das wegfliegt. Und schlussendlich war er nicht mehr zu sehen. Und in genau derselben Weise, nur umgekehrt, kommt er jetzt wieder.
[13:47] Das heißt, irgendwann wird man ihn plötzlich bemerken, dass so eine kleine Wolke, so groß wie eines, halb so groß wie eines Mannes Faust, und sie kommt näher und näher und näher und näher und näher auf den Wolken des Himmels, so wie damals bei seiner Himmelfahrt. Nicht nur das, die Bibel sagt auch im Psalm 50, Vers 3, dass die Wiederkunft ein hörbares Ereignis sein wird. Psalm 50 und dort Vers 3. „Das heißt es: Unser Gott kommt und schweigt nicht; verzehrendes Feuer geht vor ihm her und rings um ihn stürmt es gewaltig.“ Wenn Gott kommt, schweigt er nicht. Es ist hörbar, wenn er kommt.
[14:39] Und so sagt uns die Bibel auch, dass die Posaune Gottes erschallen wird, in 1. Thessalonicher 4 und dort Vers 16. Kann man das nachlesen? 1. Thessalonicher 4, ganz bekannte Passage zur Wiederkunft Jesu. Und dort Vers 16, dort heißt es: „Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels – der Erzengel ist Michael, der ist kein anderer als Jesus Christus nach der Bibel – und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herab kommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“
[15:17] Also, wenn Jesus kommt, dann wird das hörbar sein, dann wird die Stimme des Erzengels zu hören sein, dann wird die Posaune Gottes erschallen. Die Posaune ist kein leises Instrument, die Posaune ist ein lautes, kräftiges Instrument. Jeder von uns wird es nicht nur sehen, wahrnehmen, sondern jeder von uns wird es auch hören. Die Posaune Gottes wird erschallen.
[15:37] Und als Folge dessen, sagt uns die Bibel, die Toten in Christus, das heißt diejenigen, die im Glauben an Jesus Christus auf sein versöhnendes Blut gestorben sind, die werden auferstehen. Die Auferstehung der gläubigen Toten. Und das ist ein gewaltiges Ereignis. Die Vorstellung, dass bei der Wiederkunft Jesu aus den Gräbern Tausende, aber Tausende, Millionen Menschen aufstehen werden, die an Jesus Christus, an Gott und sein Evangelium geglaubt haben.
[16:11] Nun, in 1. Korinther, da führt der Paulus etwas deutlicher aus, wie das dann sein wird, denn offensichtlich sind ja bei der Wiederkunft nicht alle Gläubigen tot. Es gibt immer noch einige, die lebendig sind, weil sie auf der Zeit der Wiederkunft gerade leben und noch nicht gestorben sind. Und in 1. Korinther 15, dort finden wir folgende Aussage, 1. Korinther 15, ab Vers 51.
[16:35] Paulus sagt: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis.“ Etwas, das er jetzt offenbaren möchte. „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen.“ Nicht alle Gläubigen werden sterben. Es werden einige als letzte Generation sozusagen lebendig sehen, wie Jesus wiederkommt. Aber es wird viele geben, die eingeschlafen sind, die den Todesschlaf nicht erleben, weil erleben tun sie nichts, aber sozusagen den Todesschlaf haben. Aber alle werden verwandelt werden.
[17:15] Was bedeutet das? Vers 52: „Plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune.“ Das ist das, was wir gerade in 1. Thessalonicher 4, Vers 16 gelesen haben, wenn die Posaune Gottes erschallt. „Zur Zeit der letzten Posaune, denn die Posaune wird erschallen und die Toten werden auferweckt werden, unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“ Die Toten stehen auf und zwar in einem neuen Status. Vorher waren sie verweslich, sie waren sterblich, aber jetzt stehen sie auf und zwar unverweslich. Und auch wir werden verwandelt.
[17:47] Also, so wie man die Augen zu und auf macht, ganz schnell. Vers 53: „Denn dieses Verwesliche – er meint unseren sterblichen Körper, den wir jetzt haben – dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und diese Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen.“ Wir haben ja in einer früheren Folge gesehen, was Jesus und auch die ganze Bibel über den Tod lehrt, war ja die Woche zuvor, und wir haben gesehen, der Tod ist ein Schlaf, und die Seele ist an sich nicht unsterblich. Die Seele ist einfach die Zusammenfügung von Materie und Lebensodem. Wir haben keine Unsterblichkeit, aber wir bekommen Unsterblichkeit verliehen, dann an jenem Tag, wenn Jesus wiederkommt. Also, wenn du nach Unsterblichkeit siehst, dann freue dich auf die Wiederkunft. An jenem Tag werden wir die Unsterblichkeit anziehen. Sie wird uns gegeben werden als ein Geschenk. Nur Gott hat Unsterblichkeit in sich selbst, aber dann werden wir sie geschenkt bekommen.
[18:43] Vers 54: „Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und diese Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen im Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Todesreich, wo ist dein Sieg?“
[18:59] Was für ein Freudentag wird es sein, wenn Jesus wiederkommt und wenn Menschen aus den Gräbern auferstehen werden und sagen: Tod, wo ist dein Stachel? War das schon alles? Sie haben ihre Augen zugemacht, damals vor 2000, 3300 Jahren, im Glauben an das versöhnende Blut Jesu. Augen zugemacht, Augen aufgemacht. 2000 Jahre nichts mitbekommen, 150 Jahre nichts mitbekommen, 5000 Jahre nichts mitbekommen. Augen aufgemacht. Sie sehen Jesus in der Herrlichkeit. Tod, wo ist dein Stachel? War das alles? Kein dunkler Tunnel mit Licht am Ende, kein Fegefeuer, keine Hölle, kein Zwischenparadies irgendwo. Es war einfach Augen zu, Augen auf, nichts mitbekommen dazwischen, keine Erinnerung, kein Traum, kein gar nichts. Tod, wo ist dein Stachel? Plötzlich werden Menschen sehen, dass der erste Tod nicht wirklich das Problem war.
[19:52] Was für ein Freudentag das sein wird, und wenn dann alle verwandelt werden, sowohl die aus den Gräbern hervorstehen als auch diejenigen, die lebendig sind, dann heißt es hin zu Jesus. Noch einmal zurück zu 1. Thessalonicher 4 und dort Vers 17. Dann heißt es danach, also wenn die Toten auferstanden sind: „Danach werden wir, die wir leben – und wir können hinzufügen, nach Korinther verwandelt worden sind – die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen, den Auferstandenen, entrückt werden in Wolken zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein alle Zeit.“
[20:27] Die wahre biblische Entrückung ist nicht geheim, sondern sie ist offensichtlich für jedermann und sie findet mit den Toten statt und zwar auf Wolken des Himmels, nicht einfach irgendwie durch Beamen, sondern auf den Wolken des Himmels. So wie Jesus in den Himmel aufgefahren ist, so werden auch wir in den Himmel aufwachen. Wir werden plötzlich vom Boden abheben und wir werden Jesus in der Luft treffen.
[20:50] Beweis genug, um festzustellen, dass Jesus Christus bei seiner Wiederkunft – ich rede nicht von seiner Ankunft auf der Erde nach den 1000 Jahren, sondern bei seiner Wiederkunft – nicht den Erdboden berühren wird. Es war das nach den 1000 Jahren, wenn er dann mit dem himmlischen Jerusalem herabkommen wird, nachdem die Erde 1000 Jahre brach gelegen hat, dass er dann auf den Ölberg treten wird, so wie Zacharias sagt, und der Ölberg eine Ebene wird und so weiter und so fort, wie es dann in der Prophetie. Aber bei seiner Wiederkunft, jetzt bei seinem zweiten Kommen, wird er den Erdboden nicht berühren.
[21:26] Das heißt, jemand, der hier auf der Erde nur einen halben Fuß auf dem Boden hat und umher spaziert und sagt: „Ich bin der wiedergekommene Jesus, betet mich an, tut, was ich sage“, der kann allein deswegen schon nicht Jesus sein. Es ist wirklich wichtig, dass wir die Details der Umstände der Wiederkunft Jesu genau kennen und studieren.
[21:47] Aber Jesus kommt nicht allein. In Matthäus 25 und dort Vers 31 lesen wir: „Wenn aber der Sohn des Menschen in seine Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen.“
[22:12] Also, es gibt ja einige Menschen, die sind besonders klug und besonders schlau, und sie geben den Einwand, dass doch gar nicht alle Menschen die Wiederkunft mitbekommen können, weil die Erde eine Kugel ist. Und wenn man sich so eine Kugel vorstellt und Jesus kommt von der Seite, dann können auch die dort ihn nicht sehen. Und wenn er von dort kommt, wie sollen dann die sehen und mitbekommen, dass eine Wiederkunft gibt? Wäre es nicht doch vielleicht gut, eine Nachsendung zu haben? Aber Jesus sagt, dass er nicht alleine kommt. Er kommt mit allen heiligen Engeln.
[22:43] Nun, was bedeutet das? Schauen wir uns ganz gut an, was ein einziger Engel vermag. In Matthäus 28 und dort Vers 2 bis 4 haben wir die Geschichte der Auferstehung Jesu. Es heißt hier: „Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Aber diesmal nicht, weil zwei Kontinentalplatten zusammengekracht sind, sondern, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat er zu, wälzte den Stein von dem Eingang hinweg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Vor seinem furchtbaren Anblick erbebten die Wächter und wurden wie tot.“
[23:24] Hier haben wir einen Engel, der ist mit einer ganzen Eliteeinheit von römischen Soldaten aufgenommen. Die römischen Soldaten waren nicht irgendeine Kirmes-Truppe. Das waren die Soldaten. Das waren die Soldaten der großen Militärmacht Rom, die in vielen Kämpfen erprobt waren, trainiert waren. Sie hatten so schnell keine Angst. Aber als dieser eine Engel kam, wurden sie wie tot. Denn als er den Erdboden berührt, BAM, gibt es ein Erdbeben. Nur ein Engel. Was für eine gewaltige Auswirkung.
[23:58] Aber was wird passieren, wenn nicht ein Engel in seine Herrlichkeit kommt, sondern der gesamte Himmel überseht sein wird? Das gesamte Firmament, all den unzähligen Engeln in ihrer Herrlichkeit. Glaubst du, liebe Freund, liebe Freundin, dass du die Wiederkunft Jesu bemerken wirst?
[24:19] Wie viele Engel gibt es denn? Daniel 7, Vers 9 und 10 berichtet uns vor einem Gericht, das vor der Wiederkunft stattfindet. Es heißt in Vers 9 und 10.
[24:31] Und dass es sich wirklich um Engel handelt, das kann man im vergleichenden Parallelvers nachvollziehen.
[25:01] In Offenbarung, Kapitel 5, Vers 11. Das heißt es: „Und ich sah, und siehe, ich sah, und ich hörte eine Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und die lebendigen Wesen und die Ältesten, und ihre Zahl war zehntausend mal zehntausend und tausend mal tausend.“ Und wenn wir davon ausgehen, dass jeder Mensch auch nur einen Schutzengel hat, dann muss es ja mindestens, mindestens sieben bis acht Milliarden gute Engel geben. Eine gewaltige Anzahl.
[25:28] Der gesamte Himmel wird überseht sein von Engeln. Und dann ist auch klar, dass Jesus wiederkommt, egal ob wir die Wolke gleich sofort sehen oder ein paar Minuten später. Jesus kommt wieder, und jeder wird ihn sehen. Das ist deutlich.
[25:50] Nun, die Offenbarung hat eine sehr interessante Beschreibung dieser Wiederkunft Jesu. In Offenbarung 19, da sehen wir ihn als den König der Könige, der mit diesem himmlischen Herr anrückt. In Offenbarung 19, und da Vers 11 lesen wir: „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige, und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er.“
[26:21] Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst. Er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: das Wort Gottes. Die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden, und sie waren bekleidet mit weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage, und er wird sie mit eisernem Stab weiden. Und er tritt die Weinkelter des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen.
[26:53] Jedes Schwert aus seinem Mund ist ein Symbol für das Wort Gottes, das schärfer ist als jedes zweischneidige Schwert und das Mark und Bein trennt, ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens, so sagt uns Hebräer 4, Vers 12. Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.
[27:24] Jesus kommt als der Sieger, er kommt als der wahre König aller Könige, er kommt mit seiner ganzen Streitmacht, nicht einfach nur zu zeigen, wie machtvoll er ist, sondern zu zeigen, dass er der wahre König des Universums ist.
[27:43] Und das bringt Konsequenzen mit sich. In Matthäus Kapitel 16 und dort Vers 27 wird uns gezeigt, dass jeder Tag auch ein Tag der Gerechtigkeit sein wird. Matthäus 16 und dort Vers 27.
[28:04] Es heißt hier: „Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun.“ Und erst einmal ist interessant zu beobachten, dass Jesus eben nicht nur mit allen Engeln kommt, was an sich schon spektakulär genug wäre, sondern Jesus kommt mit allen Engeln und mit der Herrlichkeit seines Vaters. Was das bedeutet, ist, dass selbst Gott der Vater es sich nicht nehmen lassen wird, dabei zu sein bei diesem gigantischen Ereignis. Aber wenn sie kommen, wenn der Sohn des Menschen als König der Könige erscheinen wird auf diesem Planeten, dann wird auch der Zeitpunkt gekommen sein, wo jeder gemäß seiner Werke, gemäß seinem Tun die entsprechende Vergeltung bekommt.
[29:05] Jesus hat es auch an anderer Stelle deutlich gemacht. In Offenbarung 22 und dort Vers 12. Offenbarung 22 und Vers 12.
[29:26] Wenn er zu Jesus kommt, dann bringt er seinen Lohn mit sich. Das heißt, jeder bekommt das, was er verdient hat. Das bedeutet, das Urteil über die Menschen steht schon fest, wenn Jesus kommt. Das Gericht, das dieses Urteil beschließt, muss vorher stattgefunden haben. Ganz offensichtlich.
[29:44] Deswegen sagt uns auch die Bibel, in Daniel 7 und dort Vers 13 und 14, dass dieses Gericht vor der Wiederkunft stattfindet. Woher wissen wir das? In Daniel 7 Vers 13 und 14 wird während dieses Gerichtes Jesus zum König gekrönt. Das heißt hier in Vers 13 und 14: „Ich sah in der Nacht Gesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen, und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“
[30:25] Jesus wird zum König gekrönt, vor der Wiederkunft offensichtlich, denn er kommt ja als König der Könige. Und er wird im Gericht gekrönt. Demzufolge muss das Gericht vor der Wiederkunft stattfinden. Und deswegen kann Jesus sagen, dass wenn er kommt, wird das Urteil, das vorgesprochen worden ist, umgesetzt. Jenem wird vergolten das seine Werk. Und das ist theologisch leicht zu erfassen.
[30:49] Aber in der Praxis, liebe Freunde, bedeutet das, dass wir nicht warten können, bis Jesus kommt und sagt: „Okay, jetzt ist es real, jetzt sehe ich, dass es stimmt, jetzt kann ich mich entscheiden.“ Dann ist es zu spät. Wir müssen eine Entscheidung für Jesus jetzt fällen, jetzt, da er noch Hohepriester ist, jetzt, da das Urteil noch geändert werden kann, jetzt, wo noch Gnadenzeit ist. Denn wenn die Wiederkunft da ist, dann werden die Karten auf den Tisch gelegt, dann ist die Sache abgeschlossen.
[31:14] Viele Menschen glauben, naja, wenn das dann irgendwann mal sich doch so ereignen wird, dann vielleicht kann ich ja dann noch die Seiten wechseln. Dann ist es zu spät, liebe Freunde, liebe Freundinnen. Die Bibel sagt ganz deutlich, dass wir uns jetzt entscheiden sollen, ihm jetzt zu folgen.
[31:27] Viele stellen sich die Frage: Ja, wann kommt er dann? Und für viele ist das vielleicht sogar die wichtigste Frage: Wann wird das sein? Viele haben versucht, das auszurechnen. Manche schieben es ganz weit in die Zukunft. Manche haben vielleicht das Warten schon aufgegeben und sagen: Er kommt ja sowieso nie.
[31:45] Wir haben heute nicht die Zeit, die Prophetie genau zu studieren, um zu zeigen, dass Jesus vor 1844 niemals hätte kommen können. Und dieses althergebrachte Argument, naja, die Christen warten schon 2000 Jahre und er ist immer noch nicht gekommen, eigentlich ziemlich daneben ist. Denn, wie gesagt, vor 1844 hätte Jesus nicht kommen können, denn es gab Prophezeiungen zu erfüllen bis 1844. Und das kann man in anderen Vorträgen auf Joel Media noch deutlicher studieren und verfolgen, vor allem in der Serie Ausweg 21.
[32:18] Aber wir wollen hier nochmal ganz kurz ein paar Aspekte vertiefen in Bezug auf das Wann. Jesus beantwortet die Frage in seiner berühmten Rede in Matthäus 24. Da heißt es in Vers 2 und 3.
[32:30] „Jesus aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles?“ Er spricht von dem Tempel, den sie gerade besucht haben. „Wahrlich, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird.“ Jesus sagt denen, die Vernichtung Jerusalems und die Vernichtung des Tempels durch die Römer im Jahre 70 nach Christus voraus, ist genauso eingetreten.
[32:51] Vers 3: „Aber als er auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen?“ Also die Zerstörung des Tempels und von Jerusalem. Und da für sie das offensichtlich das Ende der Welt sein musste, stellen sie die Frage hintendran: „Und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein?“
[33:15] Nun, historisch gesehen sind das zwei völlig voneinander getrennte Ereignisse: die Zerstörung Jerusalems und die Wiederkunft. Aber da sie nun einmal in diese eine Frage hineingepackt worden sind, beantwortet Jesus diese zwei Fragen mit einer Antwort, die sich sowohl auf die eine als auch auf die andere Frage bezieht.
[33:36] Also, wann kann man sehen, wann wird die Zerstörung sein und wann wird die Wiederkunft sein? Und das, was Jesus sagt, ist interessanterweise Vers 4.
[33:50] Und Jesus antwortet und sprach zu ihnen: „Habt acht, dass euch niemand verführt.“ Das Wichtigste, was Jesus zu diesem Thema zu sagen hatte: „Habt acht, dass niemand dich verführt.“ Das wäre ein falscher Christus gekommen, später spricht er von falschen Propheten. Und dann redet er von Kriegen und Kriegsgerüchten, von Erdbeben, Seuchen, Hungersnöten, und er sagt: „Das ist alles nicht das Ende, das ist der Anfang der Wehen.“ Es wird Christenverfolgung geben, es wird Gesetzlosigkeit geben, das Gesetz wird mit Füßen getrampelt werden, die Liebe wird erkalten.
[34:22] Und dann heißt es in Vers 14 als das letzte Zeichen: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“ Das letzte Zeichen, das wirklich so ein Alarmsignal ist, ein rotes Zeichen, eine rote Flagge quasi, das ist, wenn das Evangelium vom Reich gepredigt wird in der ganzen Welt.
[34:50] Nun, das wollen wir ein bisschen genauer studieren. In Matthäus 13 und dort Vers 39 heißt es: „Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit.“ Das Ende wird in der Bibel oder von Jesus in seinen eigenen Gleichnissen symbolisiert mit einer Ernte. Und Jesus sagt, das Evangelium wird gepredigt werden in der ganzen Welt, und dann wird das Ende kommen. Wenn wir jetzt Matthäus 13, Vers 39 einsetzen, ergibt das: Dann wird die Ernte kommen.
[35:26] Und wir müssen uns die Frage stellen: Gibt es in der Bibel irgendwo eine Stelle, wo ein Evangelium gepredigt wird und als direkte Folge dieser Predigt des Evangeliums sehen wir eine Ernte? Und die Antwort ist ja. Es gibt nur eine Stelle in der ganzen Bibel, und diese passt explizit und einhundertprozentig genau auf das, was wir suchen. In Offenbarung Kapitel 14, dort finden wir ab Vers 6 folgende Stelle. Offenbarung 14, Vers 6, die berühmte sogenannte dreifache Engelsbotschaft.
[35:55] Es heißt hier, Vers 6: „Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, den, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk.“ Das ist übrigens das einzige Mal in der Bibel, dass das Wort „ewiges Evangelium“ hier, oder der Ausdruck „ewiges Evangelium“ hier vorkommt.
[36:18] So wie in Matthäus 24, ein Evangelium wird gepredigt der ganzen Welt, und dann wird das aufgeschüttelt, was es beinhaltet: Fürchtet Gott, ihm die Ehre, die Stunde seines Gerichts zu geben, betet an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat. Gefallen ist Babylon, und dann kommt die Warnung vor dem Tier und vor dem Bild des Tieres, vor dem Malzeichen, die Warnung, dass es ein Höllenfeuer geben wird, dass die Sünde aus- und die Sünde auslöschen wird. Dann der Hinweis auf das Ausharren der Heiligen, die man an zwei Dingen erkennen kann: an dem Glauben Jesu und an dem Halten der Gebote.
[36:58] Und als diese Endzeitbotschaft, die die gesamte Thematik der Bibel in eine endzeitrelevante Sprache presst und mit großer Fokussierung die ganze Welt erreicht und gegenwärtige Wahrheit verkündet, und ich glaube, das ist genau das, was wir tun sollten, diese Botschaft zu predigen. Wenn diese Botschaft gepredigt wird, finden wir im direkten Anschluss in Vers 14 und 15 folgendes:
[37:26] „Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.“ Wozu braucht man die Sichel? Natürlich zum Ernten. Vers 15: „Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: Sende deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist.“
[37:55] Hier haben wir das Evangelium, das der ganzen Welt gepredigt wird, und als direkte Folge davon haben wir eine Ernte. Die Ernte der Welt. Und die Bibel sagt sogar, warum er jetzt kommt und nicht vorher oder später. Sie sagt: „Die Stunde des Erntens ist für dich gekommen.“ Vor der Botschaft heißt es ja, die Stunde des Gerichts ist gekommen. Es gab einen bestimmten Zeitpunkt, ab dem fand das Gericht statt. Und das Gericht, so können wir aus Daniel ableiten und herausstudieren, Daniel 7 und 8 und 9, sagt uns, das Gericht im Himmel begann im Jahre 1844. Das war der Grund, warum ich vorhin gesagt habe, dass vor 1844 Jesus gar nicht hätte wiederkommen können. Es gab also eine Stunde für das Gericht. Die war festgelegt in der Prophetie. Und diese Prophetie ist die letzte Prophetie, das letzte Datum in der Bibel, das sich errechnen lässt.
[38:44] Aber es gibt nicht nur eine Stunde des Gerichts. Es gibt auch eine Stunde des Erntens. Und diese Stunde des Erntens war noch nicht gekommen, bis diese Predigt mit Vollmacht ergangen ist über den ganzen Globus, zu aller Nation, Völker, Stämmen und Sprachen. Und als das passiert ist, heißt es hier: „Die Stunde ist gekommen.“ Warum? Weil die Ernte der Erde überreif geworden ist. Mit anderen Worten, wir ernten jetzt, weil die Ernte reif ist. Sie ist überreif, sie muss jetzt geerntet werden. Wir können nicht länger warten.
[39:18] Der Zeitpunkt der Ernte in Offenbarung 14 ist also abhängig vom Reifegrad dessen, was da geerntet werden soll. Macht ja auch vollkommen Sinn. Jesus selbst hat das gelehrt in Markus Kapitel 4. Das ist ein eigenes Gleichnis gewesen in Markus 4. Ein enorm interessantes Gleichnis, das wir schon öfter hier auch in der CSH analysiert haben. Für manche von euch ist das sicherlich dann eine Wiederholung, aber eine wichtige Wiederholung, eine gute Wiederholung.
[39:49] Markus 4, Vers 26 bis 29: „Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Samen keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht: zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da.“
[40:20] Wann kommt die Sichel? Wann kommt die Ernte? Die Bibel sagt ganz deutlich, Jesus sagt ganz deutlich: „Wenn die Frucht es zulässt.“ Wann kommt die Ernte? Wenn die Frucht es zulässt. Wer soll denn geerntet werden bei der Wiederkunft? Es ist, es sind wir. Wir Gläubigen, die wir die Frucht des Geistes in unserem Leben entwickeln sollen. Gott wünscht sich Wachstum, er wünscht sich geistliches Wachstum, seine Pflanze wachsen soll. Eine Pflanze, die gerade angefangen hat zu wachsen, ist vollkommen perfekt und vollkommen so, wie sie gerade ist. Aber wenn sie nach langer Zeit immer noch so bleibt, ist irgendwas faul. Wenn die Frucht es zulässt, wenn die Frucht so ist, dass sie geerntet werden kann, dann kommt die Sichel.
[41:07] In diesem Sinne sagt uns auch Petrus, dass Gott eine gewisse Variabilität hier an den Tag legt. Zweite Petrus Kapitel 3 und dort Vers 9, da ist es: „Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für eine Hinauszögerung halten.“ Mit anderen Worten, es ist nicht Gott, der zögert. Nicht er sagt: „Ach, jetzt noch nicht, vielleicht später.“ Warum also diese vermeintliche Verzögerung? Warum also diese Spannung? Warum diese Zeit?
[41:35] „Sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jeder einmal Raum zur Buße habe.“ Wenn er einfach ein Problem hat, blind, egal was mit der Erde ist, dann würden viele, die vielleicht eine ehrliche Chance gehabt hätten, verloren gehen. Also wartet Gott. Er gibt Zeit, dass die Ernte reif wird.
[41:56] Und weil das so ist, sagt er dann später in Vers 11 und 12: „Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiliges Wandeln und Gottesfurcht, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegen eilt.“ Das Griechische bedeutet auch, es beschleunigt. Die Wiederkunft Christi kann beschleunigt werden. Wodurch? Durch ein heiliges Leben und durch Gottesfurcht.
[42:23] In Vers 14: „Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid ihr auch – wodurch? – durch ein heiliges Leben und durch Gottesfurcht.“ In Vers 14: „Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid eifrig und bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden.“
[42:42] Lieber Freunde, befreundet, lasst uns ehrlich sein. Können wir sagen, dass so wie wir jetzt gerade leben, wie wir heute, wie wir gestern, wie wir vorgestern gelebt haben, dass Jesus wiederkommen könnte und uns in den Himmel nehmen könnte ohne Operation, und wir mit unserem Charakter in den Himmel passen könnten? Können wir ja dazu sagen oder müssen wir sagen: Gott sei Dank gibt es eine Gnadenzeit. Lasst uns einmal ganz ehrlich mit uns selbst sein.
[43:05] Gibt es noch etwas zu tun in unserem Leben? Gibt es noch etwas zu tun in meinem Leben an meinem Charakter, damit ich in den Himmel kommen kann, dort im Himmel mich auch wohlfühlen kann, wo es nur Liebe, nur Freude, nur selbstlose Liebe, nur Heiligkeit gibt? Wo alle ständig nur von Gott reden, nur von der Bibel? Wo alle Lieder so heilig sind? Alle ganz heilig und ganz keusch angezogen sind. Würde ich mich überhaupt wohlfühlen?
[43:43] Und so sieht Gott, dass es Menschen gibt, die schon aufrichtig an ihn glauben, die schon aufrichtig den Weg gehen wollen, aber die in ihrem Leben noch nicht die Frucht so entwickelt haben, wie sie in den Himmel passen würde. Und so gibt er Zeit. Aber achte, Jesus schiebt die Wiederkunft nicht auf Ewigkeit hinaus. Jesus kommt. Er kommt.
[44:07] Das heißt, mit anderen Worten, die Frucht wird reichen. Wir müssen nicht verzweifeln und sagen: Ja, ich werde es ja nie schaffen. Es wird dir nie gelingen, sondern nein, andersherum. Jesus gibt das Versprechen: Die Frucht wird reichen. Er, der ein gutes Werk angefangen hat, der kann es auch vollenden.
[44:24] Die Bibel sagt uns, es gibt am Ende zwei Gruppen. Wir wollen aus Zeitgründen noch eine dieser Gleichnisse von Jesus herausgreifen. Matthäus 24. Und das Vers 45-51. Jesus sagt: „Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit?“ Das heißt, derjenige, der gegenwärtige Wahrheit predigt. Wer ist der? Wo sind jene, die zur rechten Zeit das predigen, was gepredigt werden muss? Die Botschaft für jene Zeit.
[44:59] „Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über alle seine Güter setzen. Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen, und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken, so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird es zu Heulen und Zähneknirschen sein.“
[45:25] Welcher Gruppe möchtest du sein? Beides waren Knechte. Beide gehörten formal zum Herrn. Der eine erkannte die Zeit, er kannte die Notwendigkeit der Vorbereitung, und er gab das notwendige Wort zur rechten Zeit. Er predigte die gegenwärtige Wahrheit, um Menschen vorzubereiten auf die Ankunft des Herrn. Der andere schob die Wiederkunft weit vor sich und beschäftigte sich mit anderen Dingen, ignorierte sogar Gottes Gesundheitsregeln und Vorschläge, indem er mit den Schlemmern isst und trinkt, Unmäßigkeit übt und dann sogar noch die Mitknechte schlägt, anfängt, sich gegen seine Brüder aufzuspielen, Autorität auszudrücken, königliche Macht und sie zu verfolgen, ihnen Redeverbot zu geben und so weiter und so fort.
[46:16] Möchtest du, lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du ein guter Knecht sein oder ein böser Knecht? Möchtest du dich auf die Wiederkunft vorbereiten und heute anfangen in deinem Leben mit der Kraft Gottes Veränderungen vorzunehmen in deinem Charakter, damit diese Pflanze weiter wachsen kann, weiter wachsen kann, weiter wachsen kann, bis die Frucht erreicht ist, die volle Frucht?
[46:43] Gott kümmert sich darum, wenn wir ihn hineinlassen in unser Leben. Gibt es einen Bereich in deinem Leben, gibt es einen Bereich in meinem Leben, wo er noch keinen Zugang hat? Er möchte uns ganz, nicht nur 95 Prozent, er möchte uns ganz und gar im Himmel haben.
[47:00] Möchtest du dich auf seine Wiederkunft vorbereiten? Gott segne dich in deiner Entscheidung und Gott gebe, dass wir uns wiedersehen, dann im Himmel, bei ihm, bei Jesus, auf der Wolke, spätestens im neuen Jerusalem. Gott segne dich. Amen.