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In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour, gehalten von Erwin Nanasi, wird die zentrale Rolle Jesu als Sohn Gottes beleuchtet. Es wird untersucht, wer Jesus für die Menschen ist und wie eine persönliche Beziehung zu ihm aufgebaut werden kann. Anhand biblischer Zeugnisse und Beispiele aus dem Leben Jesu wird seine Identität als Menschensohn und Sohn Gottes verdeutlicht. Die Lektion betont die Bedeutung von Jesus als Erlöser, Leiter und Meister, der uns durch seine vollkommene Menschlichkeit und Göttlichkeit versteht und uns zum Sieg über die Sünde befähigt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q3: Wichtige Lehren von Jesus

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Cannstatt Study Hour. Insbesondere ein herzliches Willkommen an die, die zugeschaltet haben durch UN-Media-TV und Amazing Discovery. Bevor wir die Lektionsbetrachtung ansehen, warum fangen wir nicht mit einem Gebet an?

[0:38] Dein Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Es ist unser besonderer Wunsch, dich jetzt einzuladen, dass du unser Gast bist. Dass du uns lehrst, dass du uns zeigst den Weg der Erkenntnis durch den Heiligen Geist, sodass wir erkennen können, wer Jesus Christus ist, der Sohn, den du auf die Erde gesandt hast, um uns zu erlösen. So bitten wir um den Heiligen Geist in den nächsten Minuten und wir danken dir, dass du gegenwärtig bist. In Jesu Namen. Amen.

[1:20] Die Lektionsbetrachtung in diesem Quartal handelt ja von den wichtigsten Lehren Jesu. Die erste Lektion ging um den himmlischen Vater, die zweite jetzt um den Sohn Gottes. Und dann geht es weiter mit dem Heiligen Geist und der Erlösung durch Christus und so weiter. Die folgenden Themen bauen tatsächlich auf dem Verständnis auf, wer Gott ist. Und die Bibel beschreibt einen Vater, die Bibel beschreibt auch einen Sohn, die Bibel beschreibt den Heiligen Geist. Sind das jetzt eine Person? Sind das drei Personen? Und was ist die Besonderheit dieser Persönlichkeiten? Manche mögen vielleicht viel darüber theorisieren oder sehr viel darüber schreiben und meinen, sie hätten das alles verstanden. Doch was bedeutet es wirklich für uns im alltäglichen Leben? Wer ist Christus für mich? Wer ist Christus für dich? Haben wir eine intime Beziehung zu ihm? Können wir ihn nur durch Hören sagen?

[2:15] Naja, das ist irgendwas in der Gemeinde, in den Kirchen hört man davon. Ja, ich hatte das mal im Religionsunterricht. Es war mal eine Person, die in Israel gelebt hat, auf dem heiligen Boden. Ein Prophet, ein guter Lehrer. Oder habt ihr eine besondere Beziehung zu Jesus aufgebaut? Und sagt, nein, nein, nein, das ist Jesus für mich. Ich habe mir ein paar kleine Interviews angesehen, denn für Jesus war es sehr wichtig, dass die Leute wussten, wer er sei. Ist es euch aufgefallen? In der Studienanleitung ist es so schön. Gleich in der ersten Seite sehen wir, dass Jesus über zwei Jahre lang öffentlich gewirkt hatte. Und er fragte seine Jünger: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ Heißt es in Matthäus 16, Vers 13. Und manchen fiel es schwer und manchen fiel es einfacher. Und dann heißt es auch: „Naja gut, die und die sagen, dass ich der und der sei. Aber was meint ihr? Wer bin ich denn?“ Und so hat er auch seine Jünger gefragt. Und es gab nicht wenige, die die Antworten hatten. Doch Petrus hatte eine besondere Antwort. Er sagte ja: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Kannst du das auch sagen? Kannst du das aus persönlicher Beziehung sagen? Ja, und das ist mir so passiert. So ist das für mich passiert und geschehen. Und so ist es sehr wichtig, dass wir lernen, Jesus kennenzulernen.

[3:53] Aber wie lernt man das? Wie lernt man ihn wirklich kennen? Nehmen wir an, wir würden Johannes den Täufer fragen. Johannes, wer sagst du ist Christus? Und wir erinnern uns an die Worte, nicht wahr? „Siehe, das Lamm Gottes, das der Weltsünde trägt.“ Würden wir Simon fragen, den alten Propheten, der auf die Erlösung Gottes gewartet hat. Was hat er gesagt? „Jetzt habe ich mit meinen eigenen Augen die Erlösung gesehen, oh Herr.“ Die Weisen aus dem Morgenlande, was war ihr Zeugnis? „Wir haben den Stern gesehen und nun sind wir gekommen, um anzubeten.“ Für sie war das ganz klar, wer Jesus war, nicht wahr? Johannes, der geliebte Jünger, nicht wahr? Der, der mit ihm saß, der, der mit ihm zu verschiedenen Orten gegangen ist. Der so viele Zeugnisse erlebte, der auch ein Evangelium geschrieben hatte, nicht wahr? Das Evangelium nach Johannes, so wie wir es nennen. Doch das ist ja nur ein Evangelium. Aber verschiedene Perspektiven von den Leuten, die ein Zeugnis abgegeben haben, wer Jesus für sie sei. Johannes, er sagte: „Im Anfang war das Wort und das Wort war Gott.“ Kein Zweifel für ihn. Nathanael, er spricht auch laut und klar: „Du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels.“

[5:21] Und es geht weiter, nicht wahr? Es gibt noch andere, die davon erzählt hatten. Wie ist es mit der Frau aus Samarien? Die Frau wurde natürlich auch gefragt, wer sie dachte, dass Jesus sei. Und als sie dann zu der Menge natürlich zurückging, ihr erinnert euch, dass Jesus die Samariterin getroffen hatte, sie ging dann zu den Menschen. Und sie stellt selber die Frage und sagt: „Ist es nicht der Christus? Könnt ihr es nicht sehen?“ Die Jünger auf dem See Genezareth, als der Sturm losbrach, hatten ähnliche Fragen, nicht wahr? Sie schauten sich aneinander an und sagten: „Wer ist dieser? Selbst der Wind und die See gehorchen ihm.“ Nikodemus, der Gelehrte, der Leiter Israels, er sagte: „Wir wissen, dass du ein Lehrer Gottes bist. Ein Lehrer, der von Gott gesandt war.“ Selbst die Offiziere, die Jesus gefangen haben, sie hatten eine klare Vorstellung, wer er war, nicht wahr? Sie sagten: „Niemals zuvor hat jemand so geredet wie er.“ Pilatus selbst sagte über Jesus: „Ich finde kein Falsch an ihm.“ Judas, er musste auch zugeben, dass er unschuldiges Blut vergossen hatte. Selbst der Dieb am Kreuz, neben Jesus, sagte: „Herr, erinnere dich, wenn du in dein Reich kommst.“ Thomas, der ungläubige Thomas, der nicht gleich den anderen vertraut hat, sagte: „Habt ihr ihn wirklich gesehen? Nein, ich muss ihn anfassen, dann weiß ich wirklich, dass er es ist.“ Er selbst hatte dann auch bekannt: „Jesus, mein Herr und mein Gott.“

[7:19] Das sind die Zeugnisse einiger, die Jesus kennengelernt hatten. Was ist das Zeugnis, das du hast? Wer ist Jesus für dich? Ist deine Bibel unterstrichen? Ist deine Bibel voll mit Notizen? Hast du ein Tagebuch, wo du aufschreibst, dass Jesus dir so und so begegnet ist? Ich hatte mir das so unlängst zur Gewohnheit gemacht, dass ich nach meinen Andachten, morgens und abends, mir gerne Notizen mache, über die gewissen Bibelverse, die mir besonders zusprachen. Okay, das ist in meinem Leben passiert und ein Datum daneben gesetzt. Es ist wunderbar zu sehen, diese Bibel, die ich jetzt schon seit fünf Jahren mit mir trage, seitdem ich die Zeit in der Arktis verbrachte, ist eine sehr besondere Bibel für mich, denn es ist unterstrichen in verschiedenen Farben und sie ist auch voller Notizen und dort gibt es auch ein paar gewisse Daten. Wenn ich die Bibelverse lese, erinnere ich mich ganz genau, wie Gott mich damals geführt hat und wie Gott sich meiner erbarmt hat. Es ist in eurem Leben auch so, dass ihr gerne seht, wie jemand euch errettet hat. Hat euch jemand überhaupt mal gerettet? Hat dich Jesus errettet?

[8:26] Denn eines ist klar, wenn Jesus dich nicht errettet hat, ist er nicht dein Erlöser. Wenn du ihm nicht nachfolgst, ist er nicht dein Leiter. Wenn wir uns nicht ihm unterstellen, ist er nicht unser Meister. Und so sind diese Fragen, die gestellt werden in der Lektion, die Fragen, die wir hier uns gemeinsam ansehen, sehr, sehr wichtig. Der Leittext, der diese Lektion überschreibt, ist zu finden in Matthäus 20, Vers 28. Und ich möchte euch bitten, das mal aufzuschlagen und der Lektion ist ja auch schon abgebildet. Matthäus, Kapitel 20 und dort Vers 28 sagt es folgendes.

[9:01] Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Die Verse, die davor natürlich sprechen, wenn wir es im Kontext sehen, in 26 und 27 heißt es: „Unter euch aber soll es nicht so sein.“ Wie soll es denn nicht sein? Naja, dass sie, wer möchte größer sein als der andere. Das hat er auch hier adressiert, in Vers 27 heißt es: „Und wer unter euch der Erste sein möchte.“ Er hat nicht gesagt, es ist nicht schlecht, dass ihr der Erste seid. Wir wissen ja, wir sollen das Haupt sein und nicht der Schwanz. Wir sollen tatsächlich die Leidenschaft haben, denn wir haben den Plan Gottes, der hier uns erklärt ist in seinem Wort. Und dann heißt es klar: „Wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht.“ Und dann in diesem Zusammenhang sagt er: „Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“

[10:01] So sollte das Leben sein eines jeden, der der Erste sein möchte. Ist das dein Leben? Die Welt fragt uns natürlich: „Wie viele sind dir untertan? Wie viele Leute arbeiten in deinem Geschäft? Wie viele Leute sind unter dir?“ Das ist, was die Welt fragt. Aber Jesus ist nicht interessiert, wie viele Leute unter unserer Herrschaft sind. Er stellt die Frage: „Wie vielen Leuten dienst du?“ Das ist die wahre Frage. Und es fängt schon in der Familie an, nicht wahr?

[10:40] Der Menschensohn. Menschensohn ist eine Bezeichnung, wie es hier heißt, es wird über 80 Mal verwendet. Niemand spricht ihn so an, doch er wählt diesen speziellen Begriff für sich selbst mit einer bestimmten Absicht. Es ist interessant, in Ezekiel sehen wir auch eine ähnliche Beschreibung des Menschensohns. Aber hier geht es tatsächlich um den Menschensohn. Der Menschensohn. Der auch, wie wir dann später sehen, am Montag der Sohn Gottes genannt wird.

[11:06] Hier möchten wir uns ein paar Passagen ansehen. In Matthäus Kapitel 24 und dort Vers 30. Schlag doch bitte auf. In Matthäus Kapitel 24 und dort Vers 30. Das ist ja interessant, denn jedes Mal, wenn ich dieses Kapitel jetzt aufschlagen werde, werde ich mich daran erinnern, wie es war auf dem Ölberg. Ich hatte unlängst die Möglichkeit, mit einer Familie in Israel zu sein. Und dort haben wir uns dieses Kapitel durchgelesen, auf dem Ölberg. Interessanterweise gab es viele andere, die diese Idee hatten. Und so haben wir nicht nur an diesem Sabbat die Bergpredigt gelesen, die ja am See Genezareth war, aber hier haben wir auf dem Ölberg die Predigt lesen dürfen. Und an dem Ort, wo viele meinen, dass er gepredigt hätte, haben wir uns diese Predigt durchgelesen, Kapitel 24. Und es waren etliche Prediger dort, die auch gepredigt hatten zu den verschiedenen Touristen, die dort waren. Und es ist sehr interessant zu sehen, dass Jesus diese Predigt überliefert und uns klar zeigt: „Diese Sachen werden kommen. Und wenn sie kommen, fürchtet euch nicht. Seid nicht in Panik. Denn ich habe den Plan. Vertraut mir. Das ist nur ein Hinweis auf das, was kommen mag. Dass ihr bereit seid.“

[12:19] Und wir sehen hier in Kapitel 24 und dort Vers 30, dass folgendes steht. „Denn wo das Aß ist, da sammeln sich die Geier.“ Bald aber danach der Drangsal jener Tage, das ist in 28, 29 und 30 heißt es: „Bald aber danach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird seinen Schein nicht geben und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Und dann, also nach all diesen Dingen, die aufgezählt werden, und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen. Und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“

[13:02] Diese Predigt gehört zu haben, muss natürlich enorm gewesen sein. Jerusalem liegt ja auf einem Berg. Es gebraucht mehrere Hügel oder kleine Berge, um auf diesen Berg in Jerusalem hinzukommen. Es muss wunderschön gewesen sein, diese Altstadt zu sehen. Damals diese wunderschöne Stadt, die Weltstadt, die so schön gebaut war, mit dem Tempel und natürlich mit den Stadtbauern, mit den ganzen steinernen Häusern dort. Und dann der Ölberg, etwas abgelegen, doch kann man die ganze Stadt sehen, wo er jetzt gepredigt hat und die Leute wussten, etwas wird kommen, was möchte er hier uns sagen. Und er sagt: „Das mag wohl passieren. Die Sonne wird verfinstert werden und der Mond und so weiter, aber danach wird das Zeichen des Menschensohns am Himmels, des Himmels erscheinen.“

[13:50] Und hier heißt es dann, wenn wir weitergehen mit den Versen, die erwähnt sind in der Lektion, Kapitel 25 und dort Vers 31, da lesen wir auch: „Wenn aber der Sohn des Menschen in seine Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen.“ Das ist in Matthäus 25, Vers 31. Und wir können auch fortsetzen in Matthäus Kapitel 26, Vers 64. Dort sehen wir dann, dass hier Jesus spricht. „Du hast es gesagt. Über dies sage ich euch: Künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen, zu Rechten der Macht, umkommen auf den Wolken des Himmels.“

[14:28] Es spricht hier natürlich über diese große Verheißung, dass Jesus, dessen Reich nicht von dieser Welt ist, zurückkommen möchte zu einem gewissen Zeitpunkt, den er kennt. Und er wird zurückkommen, um die Seinen auch zurückzubringen. Es ist interessant, dass er hier das Wort oder die Bezeichnung verwendet, der Sohn des Menschen. Es ist wunderbar zu sehen, dass Jesus sich nicht scheut, sich mit uns zu identifizieren. Er schämt sich nicht, dass wir ihn Gott nennen. Er schämt sich auch nicht, dass wir ihn unser Vater, unser Bruder nennen. Und der Menschensohn wird kommen.

[15:07] Und diese Elemente sind natürlich angelehnt an die Verse, die wir finden in Kapitel 7 des Buches Daniel. Daniel Kapitel 7, Vers 13 und 14. Wir wissen natürlich, dass Jesus selbst auf das Buch Daniel gewiesen hat und dass wir gut tun, die Prophezeiungen Daniels zu studieren und auch zu lernen. Daniel insbesondere auch mit der Verbindung zu dem Buch Offenbarung, dass wir verstehen sollten in dieser Zeit, dass wir bereit sind, Jesus anzutreffen, wenn er wiederkommt. Und das wird bald sein. Die Zeichen der Zeit sind klar. Jesus kommt bald. Sind wir bereit? Sind wir bereit? Kennen wir Jesus Christus? Würde er sagen, dass er uns kennt?

[15:52] Kapitel 7, Vers 13 und 14. „Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels.“ Ähnliche Sprache, nicht wahr? Wir hätten natürlich gleich erst Daniel lesen können, dann Matthäus. Aber wir drehen es um, dass man sieht, schon in Daniels Zeit war derselbe Gott da, der die Prophezeiungen gegeben hat. Und es heißt: „Und siehe, es kam einer in den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen.“ Ist nicht wunderbar? Und er gelangte bis zu den Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen. Und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht. Und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.“

[16:35] Ist nicht wunderbar? Gottes Führung, Gottes Leitung wird nie zugrunde gehen. Dieser Menschensohn ist gekommen, um die Erde, um diesen Weltkreis, um das Universum zu erlösen. Erlösen von was? Erlösen von der Sünde und von dem Bösen. Wenn er die Welt von der Sünde und von dem Bösen erlöst hat, durch seinen Tod am Kreuz, dann hat er auch die Kraft, dich zu erlösen. Hast du das schon zugelassen? Bist du erlöst? Kannst du sagen: „Ja, er hat mich erlöst, er hat mich von meiner Sünde erlöst, er hat mich befreit?“ Wenn das nicht der Fall ist, dann ist er nicht dein Erlöser. Aber er ist bereit und er ist willig und er ist fähig, uns zu erlösen.

[17:28] Es ist wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass Jesus ganz Mensch war. Es gibt Leute, die natürlich meinen: „Naja, er war ja immer Gott gewesen. Er war ja nie so versucht wie wir. Er kann sich ja nicht wirklich mit uns identifizieren.“ Doch die Bibel macht klar, dass er nicht 50% Gott und 50% Mensch war. Er war 100% Gott und 100% Mensch. Das ist natürlich ein großes Geheimnis, wie das zustande kam. Das ist natürlich das Geheimnis, das wir vielleicht niemals komplett verstehen werden. Doch die Bibel sagt uns die Sachen, die uns offenbart sind, in 5. Mose 29, Vers 29, dass wir die Sachen, die offenbart sind, verstehen können. Und somit sollten wir sehen, was hat denn der Geist der Weissagung, was hat denn die Bibel uns offenbart, dass wir verstehen können über den Menschensohn, dem Messias.

[18:19] Gehen wir zum Montag über, der Sohn Gottes. Es gibt folgende Bibelverse, die natürlich über ihn etwas aussagen. Selbst der Engel Gabriel, als Jesus prophezeit wurde, zu kommen, der Sohn der Maria. Er wurde nicht als Sohn der Maria bezeichnet, sondern als Sohn Gottes. In Lukas 1, Vers 35. Und viele später haben das natürlich verneinen wollen. Und selbst heute gibt es viele, die es verneinen. Ja, es war nicht der Sohn Gottes, es war einfach nur ein guter Mensch. Aber die Bibel macht klar, er war der Sohn Gottes. Und ihm wurde die Macht gegeben, die Vollmacht über alle.

[18:56] Es gibt ein paar Verse, die ich hier anbringen möchte, die nicht in der Lektion sind. Vielleicht möchtet ihr euch die aufschreiben. Wir werden sie jetzt aufschlagen. Im 1. Timotheus, Kapitel 3, Vers 16, ist ein Vers, hier heißt es: „Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht: Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, verkündigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.“ Das ist ja früher ein Gedicht oder eine Liedform, so wie es aussieht im Griechischen. Ein wunderschöner Hymnus, der hier gesungen wird. Das ist ein Geheimnis der Gottesfurcht. Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, im Fleisch Jesu Christi ist er geoffenbart worden. Genauso wie er in ihm geoffenbart worden ist, möchte er, dass wir auch geoffenbart werden durch ihn. Und dass seine Herrlichkeit sich in uns zeigt, weil wir ihm vertrauen, weil wir Teil sind seines Körpers, so wie er der Kopf ist und wir der Körper. Er ist der Leiter und wir sind seine Nachfolger.

[20:05] Hebräer, Kapitel 2, macht diese Sache auch deutlich. Hebräer, Kapitel 2, und dort Vers 18. Wir können dort in Vers 17 anfangen. „Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden.“ Es geht hier um Jesus, die freiwillige Erniedrigung Jesu Christi, die er auf sich nahm, um uns zu erlösen. Das heißt hier: „Daher musste er in jeder Hinsicht, in wie vielen?“ In allen Hinsichten, heißt es. Natürlich macht man so: „Ja, wusste er denn die Versuchung, die heute besteht im Internet, mit Pornografie und Masturbation und mit Lästern und mit all diesen Dingen, die in der Welt vorübergehen. Wie ist es mit Spielen, dass man die Spielsucht hat. Wusste er denn davon, mit all diesen Versuchungen, die Jugend bombardiert ist, die Kinder selbst in der Schule und natürlich auch im Arbeitsleben. Hat er denn davon gewusst?“ Und hier heißt es, dass er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich war. Er wurde nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich versucht. Die Versuchungen, die Satan ihm unterstellte, machen klar, dass er versucht wurde, so wie du und ich. Und ich möchte meinen, dass er noch darüber hinaus versucht wurde. Was wir jetzt noch nicht verstehen können. Aber die Bibel macht klar, dass es so ist. Und wir lesen es auch.

[21:29] Das heißt hier: „dass er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werde, damit er ein barmherziger und treuer hoher Priester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.“ Jesus identifiziert sich mit uns. Er hat die Gestalt des Menschen angenommen, dass er sich mit uns identifizieren kann. Der Schöpfer wird selbst zum Geschöpf, um uns zu erlösen. Wie wunderbar das ist. Er gibt alles nur, um uns zu retten. Sind wir willig, ihm zu folgen?

[22:05] In Kapitel 4 geht es weiter. Der Hebräerbrief ist ein wunderbarer Brief. Viele sehen es als eine Predigt. Deswegen ist sie auch so anders. Der Apostel Paulus schreibt ja natürlich diese wunderbare Predigt auf. Es hat eine andere Form als die anderen Briefe, die er geschrieben hat. Aber es ist eine Predigt, die von vorne bis hinten so schöne und klare Argumente aufbringt, dass Jesus Gottes Sohn ist. Und nicht nur Gottes Sohn, sondern der Menschensohn. Nicht nur der Menschensohn, sondern auch der hohe Priester. Nicht nur der hohe Priester, sondern der Herrscher. Und der König aller Könige und der Herr aller Herren, der alles für uns gegeben hat und wiederkommen möchte, dass wir gerettet sind.

[22:51] Es heißt hier in Kapitel 4, und dort können wir lesen in Vers 12 schon. Es heißt: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Und es dringt durch, bis es scheidet, sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein. Und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.“

[23:21] Das ist natürlich eine wunderbare Frage. Wenn Jesus jetzt hier gegenwärtig wäre, würde sich irgendetwas in unserem Leben ändern? Müssten wir anfangen, unsere Zimmer aufzuräumen, unsere Häuser zu säubern? Müssten sich etwas ändern? Wie wir miteinander umgehen, wie wir miteinander sprechen, was wir für E-Mails schreiben, was wir für Text verwenden auf unseren Telefonen. Müssten sich solche Dinge verändern? Müsste sich verändern, wie wir denken? Müsste sich verändern, wie wir planen? Die Zukunft. Wenn Jesus hier wäre.

[24:01] Gott sieht. Das ist manchmal der Slogan oder das kleine Bild, das über ein paar Gemeindetüren steht. Gott sieht. Punkt. Vers 14 in Kapitel 4 des Hebräerbriefs. Das heißt hier: „Da wir nun einen großen, hohen Priester haben, der die Himmel durchschritten hat.“ Und hier heißt es klar, wer das ist. Es lässt keinen im Wirrwarr. Hier heißt es: „Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unserer Schwachheit, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.“ Ohne Übertretung des Gesetzes, ohne Gesetzlosigkeit, hat Jesus den Sieg überwunden. Ist nicht wunderbar?

[24:55] Und dann Vers 16. „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.“ Das ist die wunderbare Botschaft. Der Sohn Gottes ist in klarer Form, wie wir hier sehen, voll mit der Gottheit, voll mit der Macht und mit der Liebe und der Barmherzigkeit des Vaters. Deswegen kann er sich mit uns auch identifizieren. Und so wie er gelitten hat, kann er auch uns verstehen und uns helfen, dass wir siegreich sind mit der Sünde.

[25:32] Jesus war ganz Gott und ganz Mensch. Was sagt uns diese erstaunliche Wahrheit über die enge Verbindung zwischen der Welt Gottes und unserer Welt? Welcher Trost und welchen Trost können wir aus dieser engen Verbindung schöpfen? Das ist die Frage, die hier gestellt wird. Die Frage möchte ich weitergeben. Wie können wir aus dieser engen Verbindung sehen, dass Gott sich mit uns identifiziert? Habt ihr dem schon mal Zeit geschenkt?

[26:07] Jesus selbst hätte die Chance gehabt zu sagen: „Leute, ich mache es jetzt einfach meinen eigenen Weg, nach meinem eigenen Kopf.“ Aber Jesus hat das nicht gemacht. Oftmals hat Jesus Zeit verbracht, morgens alleine zu sein, auf einem Hügel zu beten und dort Gemeinschaft zu haben mit dem Vater. Und das, was er gesehen hat, das, was er gehört hat, das, was er sich in dieser wunderschönen Umgebung im Himmel gesehen hatte mit dem Vater, genau von dem hat er den Leuten doch erzählt, nicht wahr? Das Reich im Himmel, das Reich des Himmels, das Königreich im Himmel gleicht einer. Und dann würde er diese verschiedenen Beispiele geben, dass die Leute verstehen würden, wer Gott ist und wie sein Reich aussieht. Können wir auch so reden? Sind wir voll von der Liebe Gottes, dass wir nur darüber nachdenken und sagen können: „Ach, Himmel ist so wunderschön, der Himmel ist so wunderbar.“ Und dann geben wir den Leuten die verschiedenen Beispiele und zeigen ihnen, wie wunderbar Gott ist. Ist es tatsächlich so?

[27:07] Ich möchte hier eure Aufmerksamkeit auf diesen Pfeil richten. Seht ihr den Pfeil? Er zeigt gerade wohin? Nach unten, nicht wahr? Okay, er zeigt jetzt nach oben, er zeigt jetzt nach unten, er zeigt jetzt nach oben, er zeigt jetzt nach unten, nach oben und so weiter, nicht wahr? Und wenn ich euch fragen würde, wo es jetzt wieder hinzeigen würde, würdet ihr mir sagen, er zeigt jetzt nach oben. Naja, wenn wir das jetzt nochmal machen würden, er würde jetzt nach rechts zeigen, jetzt nach links zeigen. Nach rechts zeigen, nach links zeigen. Rechts, links, nicht wahr? Es gibt verschiedene Arten, wie man das machen kann. Hier ist rechts und auf einmal zeigt er nur noch nach rechts. Beziehungsweise auf eurer Seite nach links. Wenn ich euch jetzt fragen würde, wo zeigt denn der Pfeil auf meiner Seite, wüsstet ihr, wo er zeigt?

[27:59] Wo zeigt denn der Pfeil jetzt? Auf meiner Seite. Seht ihr, Jesus sagt, er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Also diese Verbindung, die da ist, die Bewegung, ist wie der Heilige Geist. Er bringt tatsächlich diese Bewegung. Wir sehen es schon am Anfang der Zeit im Buch Moses, das erste Buch Moses, zeigt ganz klar, dass die erste Persönlichkeit der Dreieinigkeit der Heilige Geist ist. Er erscheint dort und er bewegt sich über den Wasser. Es ist genauso mit dem Pfeil. Jesus Christus ist der Pfeil, der uns klar zum Vater deutet. Vater sieht alles, hat aber Jesus Christus alles übergeben. Er ist der Sohn Gottes und der Heilige Geist arbeitet in dieser Dreieinigkeit. Alle drei haben diesen Bund, in den sie alle einladen wollen, dass wir eintreten. Es ist die göttliche Natur der Dreieinigkeit. Es ist die Natur der Liebe Gottes, dass sie andere einlädt dabei zu sein und nicht jemanden fernhalten möchte.

[29:10] Sind wir einen Bund mit Gott eingegangen? Sind wir willig ein Bund mit dem Einzigen und sagen: „Ja, ich möchte Gott eine Chance geben, dass er mich erlösen kann?“ Und so ist es so einfach Gott anzunehmen. Doch gibt es so viele, die es so schwer machen. Ja, wir müssen erst dieses tun, dann solches tun. Aber ist es nicht die Gerechtigkeit durch Glauben, durch die wir leben und nicht die durch Werke?

[29:39] Der Dienstag und der Mittwoch sprechen über die Natur Christi. Und hier geht es natürlich um die göttliche Natur. Wir möchten da ein bisschen Zeit verbringen und dann möchten wir zu der Mission Jesu gehen, zu dem Auftrag Jesu, die sehr, sehr wichtig ist. Ich möchte hier, wenn wir über die christliche Natur Gottes reden, in Jesus Christus möchte ich dieses Zitat lesen, das sie am Freitag findet. Es ist das zweite Zitat. Es ist aus dem Leben Jesu, ein ganz besonderes Zitat, das ihr euch unbedingt anstreichen sollt. Falls ihr das Buch selber nicht besitzt, es ist es wert, sich dieses Buch anzueignen. Beziehungsweise, dass ihr euch das kauft. Oder dass ihr euch das App runterladet auf dem E.G. White Writing oder die Ellen White Schriften, wie es heißt. Es ist auch erhältlich und im Internet könnt ihr die Schriften von Ellen White auch finden. Es ist ein ganz besonderes Buch. Das Leben Jesu, das quasi mit der Bibel nicht nur übereinstimmt, sondern auch zusammengeht.

[30:52] Das heißt, ihr könnt die Kapitel in der Bibel lesen und dann die gewissen Kapitel im Geist der Weissagung, in dem Buch Leben Jesu. Und ihr werdet dort Dinge sehen und lesen, die euch einfach umwerfen werden. Beziehungsweise so hat es mit mir getan. Hier sehen wir es im Leben Jesu. Auf der Seite 523 heißt es: „In Christus ist ursprüngliches, echtes, eigenes Leben.“ Das sind schon sehr große Worte. Jesus selbst, in ihm, ist ursprüngliches, echtes und eigenes Leben.

[31:30] Wer den Sohn hat, der hat das ewige Leben, denn er ist das Leben. Die Gottheit Christi bedeutet für den Gläubigen die Gewissheit des ewigen Lebens. Wenn wir Jesus haben, dann haben wir alles. Haben wir Jesus nicht, dann haben wir nichts. Und das ist eben diese Frage, die gestellt werden muss. In Johannes Kapitel 17, Vers 3 sehen wir ganz klar, dass es heißt: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott und den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen.“

[31:58] Wenn wir Jesus Christus nicht kennen, wenn wir ihn nicht anerkennen, dann bringen diese ganzen Verse nichts. Diese ganzen Verse deuten doch nur auf Jesus Christus hin. Aber wenn wir eine persönliche Beziehung mit ihm nicht haben, dann ist es wie nur die Doktrine zu kennen. Aber es ist nicht lebhaft. Was bringt es uns? Es ist wie ein tolles Skelett ohne Haut. Die Haut ohne das Skelett ist auch nichts. Aber das Skelett, der ganze anatomische Bau ist doch was es braucht, dass die Haut, die ganzen Partikel, die ganzen Sinne und die Sinnesorgane dann alle draufgesetzt werden und sie alle schön zusammen leben. Das ist es, was wichtig ist. Und hier sehen wir das Gerüst. Und die Lektion möchte wirklich dabei helfen, das Gerüst zu sehen, dass wir durch die persönliche Erfahrung Haut dran setzen. Dass es eine hautnahe Beziehung wird, wenn ihr versteht, was ich meine.

[32:52] Und hier möchten wir ein paar Verse sehen, die ganz klar von dieser Beziehung mit Gott und der göttlichen Natur sprechen. In Johannes Kapitel 8, Vers 58 wird dieser Vers hervorgehoben, den wir uns auch ansehen möchten. Johannes Kapitel 8 und dort Vers 58. Da heißt es: „Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.“ Eine ganz besondere Form natürlich, wenn man sich das im Hebräischen mal ansieht, dass es dort sehr wichtige Formen gibt. Aber hier, als Jesus diese Worte wiedergibt, die im Alten Testament von Gott selbst gesagt wurden, dass er ist, der ist, der da war, der da ist und der da kommt, der sein wird, der da ist, das Leben. Dann ist das hier die gleiche Art und Weise, wie Jesus kommuniziert, die er sich zu eigen macht. Er sagt: „Der bin ich.“ Bevor Abraham war, war ich.

[33:57] Und wir wissen, dass er selbst da war, bevor Adam war, denn wir sehen es natürlich im Hebräer Kapitel 1 und auch in Johannes, denn am Anfang war das Wort und das ist Jesus Christus. Er war dort zuvor. Jesus hatte das Vorrecht, seine Eltern auszusuchen, das Vorrecht, das wir nicht haben. Er hatte etliche Dinge, die wir nicht haben. Und trotz allem hatte er sich entschieden, ein Leben in Demut zu leben. Ein Leben, das zeigt, dass er dem Vater vertraut hat. Und er sagte: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“

[34:30] Es gibt andere Verse, die hervorgehoben werden, wie es heißt: „Denn wie der Vater die Toten auferweckt hat und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.“ Er wollte immer klar zeigen: „Das ist der Vater, das ist, was er tut. Ich bin der Sohn und das ist, was ich tue. Aber was ich tue, ist wirklich, was der Vater tut.“ Und da die Leute nicht verstanden haben, was der Vater tut, konnten sie auch nicht verstehen, was Jesus getan hat. Geht es uns auch so? Ist es nicht die Mission der Gemeinde, dass wir das tun, was Jesus getan hat, weil Jesus getan hat, was Gott getan hat, der Vater. Und so wissen wir, dass wenn wir die Dinge tun würden, die der Vater tut, dann würden mehr Leute sehen, dass Jesus Christus lebt.

[35:10] Aber müssen wir wirklich etwas tun, um gerettet zu werden? Oder ist es die Dankbarkeit, dass Jesus unser Leben erlöst hat, dass sie sagen: „Wir möchten diese Mission auch weiterhin vollbringen?“ Klar, wir sind gerechtfertigt durch Glauben. Aber da ist trotzdem Rechtfertigung durch Werke, die Werke Jesu Christi. Und wir glauben an diese Werke. Aber selbst um diese Werke zu vollbringen, muss man Glauben haben. Versteht mich nicht falsch. Der Vers ist richtig. Wir können nur durch Glauben leben. Es ist ganz klar. Aber glauben wir tatsächlich, dass Jesus Christus für uns gelebt hat, dass er geboren ist auf dieser Erde als Mensch, trotzdem seine Gottheit noch hatte? Gott und Mensch. Und dass er dann für uns gelebt hat und dass er dann für unsere Sünden gestorben ist und auferstanden ist, sodass wir ewiges Leben haben können. Das ist natürlich die große Frage.

[36:07] Es ist wunderbar zu sehen, dass Gott so viele Menschen das Leben gerettet hat und wir Menschenleben sehen, die verändert sind. Ist dein Leben ein verändertes Leben? Das nicht nur irgendwelche Charaktereigenschaften hat, die sich verändert haben, aber dass sie transformiert wurde, dass wir transformiert sind als ganze Gemeinschaft. Das ist eben die Frage. Und ich glaube, das ist die Frage, die wirklich beantwortet werden muss am Donnerstag. Man könnte natürlich viel Theologisches hier anbringen, mit Arius natürlich in dem großen Konzil, das 325 nach Christus stattfand, wo Leute nicht wirklich dachten, dass er Gott gewesen sei. Dass wir dann in Dozitism reingehen, wo man sieht, dass es nur so schien, als ob er Gott gewesen sei, aber tatsächlich war es nicht so. Aber was bringen uns all diese ganzen Philosophien, wenn sie uns nicht näher an Christus bringen?

[37:00] Wenn wir die Wahrheit kennen, dann werden wir nicht in Error fallen, wenn wir die Wahrheit nicht nur erkennen, sondern daran glauben und uns auch daran festhalten. Und das ist auch ein Rat, den ich euch geben möchte, wenn ihr mit anderen Menschen die Bibel studiert. Wenn ihr seht, dass manche nicht die Klarheit haben in der Bibel, genauso wie ich das mir wünsche, und Leute sehen: „Erwin, du hast da ein paar Sachen noch nicht ganz erkannt“, dann ist es immer gut, die Bibel zu nehmen, die Wahrheit, und auf der Wahrheit dann eben Wahrheit aufzubauen. Das ist sehr, sehr wichtig. Und so werden wir dann natürlich dem Error, den Irrlehrern, den Heresien keinen Raum lassen. Das ist sehr, sehr wichtig.

[37:43] Hier sehen wir am Donnerstag, um diese Lektionsklasse zu einem Schluss zu bringen, den Auftrag Jesu. Der Auftrag Jesu, die Mission, die Jesus hatte. Wir haben dort schon den Vers gelesen, Johannes Kapitel 17, Vers 3, dass es sehr wichtig ist für uns, dass wir erkennen, wer Jesus tatsächlich ist. Dass wir sehen, dass er der Menschensohn ist, aber dass wir auch sehen, dass er Gottes Sohn ist, und dass wir sehen, dass wir den Vater erkennen müssen und auch den Sohn erkennen müssen. Und dadurch, dass wir sehen, was er getan hat, und was hat denn Jesus getan, als er auf dieser Erde war. Was war seine Mission?

[38:18] Und das sehen wir natürlich klar in Matthäus Evangelium beispielsweise. Matthäus Kapitel 4 oder auch Vers 9. Nehmen wir das Beispiel in Kapitel 9, Vers 35. Dort heißt es dann: „Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk.“ Also er lehrte, er predigte und er heilte. Das waren die Dinge, die so spezifisch waren über ihn. Ist das, was unsere Gemeinde heute tut? Lehren wir Gottes Wort, verkündigen wir Gottes Wort in der Gemeinde und heilen wir die Gebrechen der Leute? Das ist die große Botschaft. Das ist auch die Botschaft der Gesundheit. Das Evangelium und die Gesundheitsbotschaft, die wir hier haben, die wir aus der Bibel haben, sind die Dinge, die uns als Christen auszeichnen sollten. Aber vor allem als Siebenten-Tags-Adventisten. Denn das ist tatsächlich, worauf wir warten. Siebenter Tag, der Sabbat und dann natürlich Adventus, die Wiederkunft. Die wirkliche Beschreibung unseres Namens, unserer Denomination ist eigentlich auch unsere Mission.

[39:29] Ist es tatsächlich unsere Mission? Sind wir die Menschen, die am Sabbatag ruhen? Sind wir die Menschen, die am Sabbatag Gutes tun, so wie Jesus Gutes getan hat am Sabbat? Jesus definiert den Kern seines Auftrags, auch wie es in der Lektion heißt, in Kapitel 10 und dort Vers 11 lesen wir, dass er sagt: „Ich bin der gute Hirte.“ Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Ich kenne keine Schafe, die jetzt nach einem Hirten gerufen haben, wenn sie verloren haben. Es ist oftmals der Hirte, der sieht: „Ah, ein Schäfchen hat den Weg zur Herde nicht gefunden“ und schnappt das Schäfchen und bringt es wieder zurück. Nicht wahr? Schafe brauchen einen Hirten. Aber wenn wir glauben, wir wissen schon alles, wir brauchen ihn tatsächlich nicht, dann wird es schwer sein. Doch wir sind seine Schafe, wir sind seine Herde.

[40:22] Noch ein anderer Vers in Matthäus, Kapitel 20, Vers 28, sagt Ähnliches und wir lesen es hier kurz vor. Es heißt: „Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ Moment, meine Erwin, wir haben das doch vorhin gelesen. Klar haben wir das gelesen, aber hier in diesem Kontext ist es natürlich nochmal anders. So wie ein Schaf den Hirten braucht und der Hirte alles gibt für das Schaf, genauso ist dieser Vers, ich mag diese Verbindung hier, genauso ist natürlich, wie im Leittext es sagt, der Menschensohn gekommen, dass er den Menschen dient.

[41:05] Sind wir da, um den anderen Menschen zu dienen? Ist das klar durch unsere Lehren? Oder schämen wir uns für unsere Lehren? Wenn Menschen uns fragen: „Was glaubst du?“ Naja, ich bin ein Siebentagsadventist. Was? Einfach nur etwas reingenuschelt? Oder sagt ihr: „Wir wollen jetzt, wie Joe Cruz gesagt hat, ich möchte jetzt nicht angeben, aber ich bin ein Siebentagsadventist.“ Es ist nichts Falsches mit der Lehre, es ist nichts Falsches mit der Verkündigung, es ist auch nichts Falsches mit den Heilungen, die Jesus uns erlaubt zu vollbringen. Aber machen wir diese Dinge auch? Und verstehen wir sie auch? Sind wir so verbunden mit dem Herrn Jesus? Das ist eben die Frage.

[41:53] Jesus hat alles für uns gegeben. Ich möchte mit zwei Geschichten heute beenden. Und es ist eine sehr meditative Lektion. Es ist einfach darüber, einfach nur die Bibelwerte zu lesen, und zu sagen: „Das ist so passiert.“ Aber es ist eine andere Sache, zu sagen: „Das ist in meinem Leben passiert.“ Ich möchte zwei Beispiele geben, aus zwei Geschichten, die ich gehört habe. Eine ist euch vielleicht bekannt, die ist mit einem Alligator aus Florida. Kennt ihr diese Geschichte schon? Es ist eben so, dass ein kleiner Junge schwimmen gehen wollte in dem See. Und in Florida ist es ja sehr heiß, es ist an der Ostküste. Und dort hat sich der Junge eben gedacht: „Ich bin jetzt im See einfach schwimmen.“ Und er hat sich das überlegt gehabt, er ist natürlich schon hin, hat sich das Shirt ausgezogen, und die Hose auch, und nur mit der Badehose ist er ab ins Wasser. Und er schwimmt dann natürlich auf die Mitte des Sees zu. Und auf der anderen Seite ist schon ein Alligator, eine Art von Krokodil, die auch rein schwimmt in den See. Und beide schwimmen sich quasi an. Und die Mutter, die etwas in der Küche geschnitten hat, sieht das natürlich und sagt: „Moment mal, da ist mein…“ Und sie rennt natürlich raus, voller Panik und Horror, weil ihr Sohn in den Rachen des Alligators gerade schwimmt. Und so schreit sie, so laut sie nur kann, und der Junge hört sie. Und er sieht ihre Furcht, und er dreht um und versucht so schnell wie möglich zu schwimmen. Und er schwimmt ans Ufer. Und als die Mutter den Sohn ergreift, ergreift auch der Alligator die Füße des Kindes. Und so fängt ein kleiner Kampf an. Und natürlich, Alligator viel stärker als die Mutter. Aber die Mutter natürlich viel leidenschaftlicher als der Alligator. So versuchen sie sich, beide, versuchen beide, den Sohn zu retten. Ein Bauer von nebenan hört das Kreischen und hält an mit seinem großen Truck, mit seinem großen Wagen und hält an und nimmt die Flinte aus seinem Kofferraum und zielt auf den Alligator und tötet den Alligator. Und das Maul löst sich natürlich. Und so ist der kleine Junge frei. Er ist natürlich gleich im Hospital und im Krankenhaus. Nach etlichen Wochen geht es ihm schon besser. Die Wunden sind geheilt. Es sind noch ein paar Narben da.

[44:02] Es gibt einen Reporter, der kommt und dieser Reporter, der kommt vorbei und möchte natürlich gleich mit dem Jungen reden. „Ja, du bist ein tapferer Junge, du hast es wirklich geschafft.“ Und der Junge sagt: „Ja, möchtet ihr mal meine Narben sehen?“ Und dann zeigt er natürlich die Narben am Fuß und der Reporter ist ganz begeistert und sie filmen alles. Und da wollten die gleich schon gehen, der Reporter. Aber da meinte der Junge: „Ja, ja, aber schau dir doch mal die Narben an meinem Arm an. Das sind die Narben von meiner Mutter, weil sie mich nicht gehen lassen wollte.“

[44:36] Das Böse lauert vor der Tür. Die Versuchungen sind da. Jesus selbst wurde versucht. Jedoch ohne Sünde. Manche von uns tragen Narben von den Situationen, wo wir vielleicht willentlich oder vielleicht auch unwillentlich in Sünde gefallen sind. Aber Jesus ist da, um uns zu retten. So wie der Geist der Weisheit sagt, dass neben der Kraft des Vaters die Kraft der Mutter die stärkste ist auf dieser Erde, können wir uns natürlich identifizieren, dass die Liebe Gottes natürlich viel stärker ist als die Liebe der Mutter. Wir sind dankbar für unsere Mutter. Amen. Gottes Liebe möchte uns nicht loslassen. Hast du Jesu Liebe schon losgelassen? Oder bist du da, um heute zu sagen: „Herr Jesus, du bist der Sohn Gottes. Du bist der Menschensohn. Du kannst mich retten.“ So wie wir die Interviews gelesen haben, ganz am Anfang, der Leute, die mit Jesus in Kontakt waren, so ist die Frage heute: Was für eine Beziehung habt ihr? Was für eine Beziehung hab ich? Was für eine Beziehung haben wir mit Gott, dem Sohn, Jesus Christus.

[45:56] Ich habe unlängst auch eine Geschichte gehört von einem König, und er wollte mehr von seinen Leuten hören. Und die Bürger seines Reiches kamen natürlich, und sie wollten etliche Dinge haben, manche haben sich nur beklagt, manche wollten nur den König sehen, manche wollten mal im Palast sein, und all die Dinge kamen dann zusammen, und der Assistent hat dann übernommen und hat diese ganzen Sachen dann geschrieben, und er hat dann die Sachen aufgeschrieben, dem König, sie übermitteln, der König hat manche Sachen beantwortet, und manche Sachen hat dann der Assistent beantworten können, denn sie haben sich wiederholt. Doch eines Tages kam ein Mann, und er hat eine besondere Frage, und der Assistent hat dann mit ihm gesprochen: „Das geht doch nicht, das ist unmöglich, sowas hat auch keiner gefragt.“ Und so sind sie in einer kleinen Debatte, und der König bekommt davon mit: „Das ist ungut, das hat sich schon geklärt. Wie ich sehe, hat sich das noch nicht geklärt.“ Und so durfte der Bürger dann selber sprechen. Er geht zum König, und der König sagt: „Nun, was wünschen Sie denn?“ Und dann sagt er: „Ja, also, ich habe gehört, dass der König möchte, dass die Bürger mit ihm sprechen, und so dachte ich, ich habe eine Bitte, und die werde ich ihm überbringen. Es ist so, das Haus ist so klein, in dem ich lebe, und wir haben sehr viel Vieh, und unsere Familie ist sehr groß, wir haben viele Kinder, wir würden gerne alle zusammen leben, um zusammen zu beten, um zusammen zu feiern, um zusammen als Familie zu sein. Und ich wollte sie fragen, oh König, ob sie mir einen Palast bauen können.“

[47:20] Und der König, natürlich ganz beeindruckt über diese große Bitte und Frage, meinte: „Wow, sowas hat jetzt noch keiner verlangt. Ich werde dir einen Palast bauen.“ Der Assistent, ganz außer sich, meinte: „Wie kann das sein? Der König kann ihm doch keinen, also, das ist ja unerhört, mir hat er ja auch keinen Palast gebaut.“ Und so meinte der König: „Ja, ich werde dir einen Palast bauen, und weißt du, warum ich dir einen Palast bauen werde? So viele Bürger in meinem Reich stellen mir Fragen, die wirklich viele andere beantworten können. Sie fragen nach Dingen, die viele andere auch erledigen können für sie. Aber du hast mich nach einer Sache gefragt, die nur ich für dich machen kann. Nur ich kann dir einen Palast bauen. Und alle werden wissen, dass ich dir den Palast gebaut habe. Deswegen werde ich dir einen Palast bauen.“

[48:08] Wenn wir mit Gott beten, wenn wir mit Gott sprechen, wenn wir von ihm lesen, wenn wir ihn treffen in der Natur, wenn wir mit ihm kommunizieren, eine persönliche, intime Beziehung mit ihm aufbauen, was sind die Fragen, die wir ihm stellen? Wie beten wir? Wie bitten wir? Kennen wir ihn? Kennt er uns? Sind wir offen mit ihm? Kann er offen mit uns sein? Das sind die Fragen, die wirklich sich aus dieser Lektion heraus beschreiben. Ich ermutige euch, die Bibelverse anzusehen. Doch der Aufruf ist simpel heute.

[48:46] Ist Jesus der Weg? Ist er der Pfeil, der euch in die richtige Richtung führt? Ist er derjenige, von dem ihr sagen könnt: „Ja, tatsächlich, er ist der Diener der Welt. Er hat mir selbst gedient. Er hat mein Leben erlöst.“ Ist er der, der euch an den Händen ergriffen hat? Und obwohl ihr Narben tragt, hat er euch erlöst. Und er hat euch nicht losgelassen. Und ihr seht, dass selbst er auch Narben trägt, weil er uns so geliebt hat. Ist er derjenige, zu dem ihr beten könnt und der eure Fragen und eure Bitten beantwortet?

[49:20] Das ist die Frage. Denn ein Leben, das erfüllt ist mit Jesus, ist auch erfüllt mit dem Heiligen Geist. Und darüber wird es gehen in der nächsten Lektion, in der dritten Lektionsbetrachtung, wo wir über den Heiligen Geist sprechen wollen. Ich möchte mit dem Leittext beenden und wenn ihr dazu Amen sagen könnt, dann dürft ihr das gerne tun. Und dann werden wir noch zum Schluss beten. Der Leittext sagte in Matthäus Kapitel 20 in Dortmars 28, vielleicht sollten wir es uns wieder zur Gewohnheit machen, die Merkverse auswendig zu lernen, nicht wahr? „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um anderen zu dienen und sein Leben als Lösegeld zu geben für viele.“

[50:00] Ist das dein Wunsch heute? Leben erneut und vielleicht zum ersten Mal Jesus zu geben und Jesus zu weihen. Denn er hat alles für uns gegeben. Wenn das dein Wunsch ist, dann lass uns doch gemeinsam beten.

[50:18] Lieber Herr Jesus, unser Herr und Gott, du hast unser Leben erlöst. Und Vater, wir wollen noch mehr verstehen, wie wir dir danken können, wie wir dich loben können, wie wir dich preisen können, durch Gesang, durch Poesie, durch Gebete, durch die Verkündigung deines Wortes, durch Lehren, durch Heilen. Vater, hilf uns, dass wir ähnlicher werden wie du, o Herr Jesus, dass wir transformiert werden, dass du uns ein neues Herz schenkst und dass wir deine Mission zu unserer Mission machen, dass wir deine Missionare werden und dass wir anderen erzählen können, wie wunderbar du bist und dass du bald schon zurückkommen möchtest, um uns heimzuholen, dass wir dort sind, wo du bist. Vater, hilf uns, dass wir nicht in Versuchung fallen. Hilf uns, dass wir nicht dem Bösen untergeordnet sind, sondern dass wir dir nachfolgen. Errette uns, sodass wir sagen können, dass du uns erlöst hast, dass wir dir nachfolgen können, weil du unser Meister bist. Du bist der Herr, der Herr Scharen. Du bist der König aller Könige. Du bist unser Herr und Gott und unser bester Freund. Und in deinem Namen, Herr Jesus, beten wir und wir danken dir dafür. In Jesus' Namen. Amen.


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