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Manuskript: CSH_2014_Q3_L3

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode spricht Thomas Kasunic über den Heiligen Geist, eine zentrale Figur der christlichen Theologie. Er beleuchtet die Rolle des Heiligen Geistes von der Schöpfung bis zur Gegenwart, seine Persönlichkeit und seine göttliche Natur. Die Lehre erklärt, wie der Heilige Geist uns führt, Zeugnis gibt und wie wichtig seine Gegenwart in unserem Leben ist.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q3: Wichtige Lehren von Jesus

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf joelmedia.de und ich grüße auch alle, die jetzt zugeschaltet sind auf adtv. Schön, dass wir jetzt gemeinsam eine weitere Lehre Jesu uns betrachten dürfen, nämlich um das Thema der Heilige Geist. Und bevor wir einsteigen, möchte ich uns einladen, dass unsere Häupter neigen zum Gebet.

[0:49] Großer Gott, wir danken dir so sehr, dass wir dein Wort haben, dass wir jetzt öffnen dürfen, dass wir dich bitten, Heiliger Geist, dass du uns jetzt durch alle Wahrheiten führst und leitest, dass du uns Erkenntnis, die wahre Erkenntnis über dich schenkst, dein Wirken, deine Persönlichkeit. Herr, wir bitten dich, zeige uns, wie du bist, wer du bist und dass wir dich als Gott der Dreieinigkeit so verstehen, wie du es möchtest. Und so bitten wir all dies in einem kostbaren und teuren Namen. Jesus Christus, Amen.

[1:24] Wenn wir schon die Bibel in den ersten Seiten aufschlagen, sprich zum Beginn der Schöpfung, sehen wir schon das Wirken des Heiligen Geistes am Anfang der Schöpfung. In 1. Mose 1 Vers 1 und 2 heißt es: "Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht." Nun, hier sehen wir schon, dass noch bevor die Erde entstand, wo alles noch Tohu war, Bohu war, war der Ruach, der Geist Gottes anwesend. Er schwebte über den Wassern.

[2:03] Und einen gleichen Ausdruck sehen wir, wenn wir Jesaja Kapitel 40 aufschlagen. Jesaja Kapitel 40 und dort die Verse 12 bis 14. Jesaja 40, Verse 12 bis 14, da heißt es: "Wer hat die Wasser mit hohler Hand gemessen? Wer hat den Himmel mit der Spanne abgegrenzt und den Staub der Erde in ein Maß gefasst? Wer hat die Berge mit der Waage gewogen und die Hügel mit Waagschalen? Wer hat den Geist des Herrn ergründet und wer hat ihn als Ratgeber unterwiesen?" Hier wird schon deutlich, dass Jesaja hier von dem Geist Gottes spricht, der hier in Vers 12 beschrieben worden ist, wie er mit hohler Hand das Wasser gemessen hat, wie er mit der Spanne den Himmel abgegrenzt hat.

[2:51] Und auch einen weiteren Vers, den wir anschauen wollen, allerdings dann auch in der Symbolik, wie der Heilige Geist auch als Wasser bezeichnet wird, zum Beispiel sehen wir in Johannes 7. In Johannes 7, nicht nur als Wasser, sondern als lebensspendendes Wasser sogar. In Johannes 7, Vers 39. Dort heißt es, vielleicht schon ab Vers 37: "Aber am letzten, dem großen Tag des Festes, stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer aber an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

[3:40] Dazu noch gleich später, wenn wir in den nächsten, also in den Versen sehen werden, in Johannes 14. Interessant ist auch, dass, wenn der Geist über den Wassern schwebt, wie die Bibel schreibt, hat auch hier das Wort Wassern eine symbolische Bedeutung. Und hier sehen wir schon den Blick, den Gott hat in Bezug auf die Gemeinschaft zwischen Geist und den Menschen, nämlich in Offenbarung Kapitel 17 Vers 15, wo folgendes steht: Offenbarung 17 Vers 15, dort heißt es: "Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, die Wassern, wo die Hure sitzt, sind Völker und Scharen und Nationen und Sprachen." Und hier sehen wir schon, dass der Heilige Geist am Anfang der Schöpfung über den Menschen, über den Stämmen, über den Nationen geschwebt ist.

[4:33] Nun, was auch interessant ist, dass nicht nur zu diesem Teil der Schöpfung der Heilige Geist anwesend war und gewirkt hatte, sondern auch in 2. Mose, in 2. Mose Kapitel 2, entschuldige bitte, in 1. Mose Kapitel 2 Vers 7. Da bildet Gott der Herr den Menschen Staub von der Erde und blies den Odem, den Ruach des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele. Auch hier sehen wir, dass der Atem in Bezug auf das Ruach im Hebräischen bezogen wird. Wir können auch weitere Texte hier sehen, wo der Geist Gottes in uns wirkt. Da sieht man schon bei der Schöpfung, dass der Geist im Menschen war und dass, als zur Zeit Adams und Eva noch keine Sünde gab, sie ganz eng verbunden waren mit Gott durch den Geist.

[5:37] Und wir sehen das auch hier jetzt in Psalm 33, wo es auch nochmal deutlich wird. In Psalm 33, Vers 6: "Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht und ihr ganzes Heer durch den Hauch, Ruach seines Mundes." Ein Text, wo wir noch weiter sehen werden, wo es um den Geist Gottes geht und dem Atem und dem Hauch geht. Aber was interessant ist, was wir noch vielleicht mit einbringen sollten, ist der Gedanke, dass wenn der Geist Gottes im Menschen war bei Adam und Eva und wirkte und sie waren sündlos, weil der Geist voll in ihrem Denken, in ihrem Handeln, in ihrem Herzen wirken konnte, so kam durch die Sünde eine Trennung von Gott. Und während der Heilige Geist eigentlich einem zum ewigen Leben führt, bewirkt die Sünde nicht nur die Trennung von Gott, sondern dass der Geist Gottes sich nach und nach von den Menschen entzieht, wenn er nicht umkehren will zum ewigen Leben, sondern zum ewigen Tod.

[6:58] Jesus selbst hauchte seinen Jüngern den Heiligen Geist zu, wo eine Wiedergeburt dadurch symbolisiert wird. In Johannes 20, in Johannes 20, Vers 21 und 22. In Johannes 20, Verse 21 und 22, da sprach Jesus wiederum zu ihnen: "Friede sei mit euch! Gleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch." Übrigens werden wir dieses Wortlaut gleich noch mal woanders lesen. Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: "Empfangt den Heiligen Geist." Auch hier sehen wir, wie die die Jünger Jesu durch eine geistliche Wiedergeburt, durch eine geistliche Taufe könnte man sagen, Jesus ihnen den Heiligen Geist gibt durch den Hauch des Mundes. Jesus ist Schöpfer und alles, was er sagt, alles, was er haucht, wird zum Leben.

[8:03] Und wo wir noch weiter Texte sehen können in Bezug auf den Geist und den Lebensodem, ich habe es euch im Manuskript noch beigefügt, nur mal vielleicht zwei, die wir uns anschauen wollen. Ganz besonders viele in Hiob gibt es da, in Hiob Kapitel 27 zum Beispiel. In Hiob 27, jetzt bin ich gleich da, ich hoffe, ihr seid schon dort. Vers 3: "Ja, solange noch mein Odem in mir ist, der Ruach in mir ist, und der Hauch Gottes in meiner Nase." Zum Beispiel. Oder in Kapitel 32 Vers 8, dort heißt es: "Aber der Geist ist es im Menschen, und der Odem ist ein Mächtigen, der sie verständlich macht."

[9:00] Einen ganz besonderen finden wir in Hesekiel Kapitel 37 und dort Vers 5. Und dort spricht es von der Wiederherstellung Israels und das Gesicht von den toten Gebeinen. Und da heißt es in Vers 5: "Seht, ich will Odem, Ruach, in euch kommen lassen, dass ihr lebendig werdet."

[9:30] Nun nicht nur, dass der Heilige Geist bei der Schöpfung mitwirkte und auch dadurch deutlich wird, dass das Wirken des Heiligen Geistes zum Leben führt, vor allem zum ewigen Leben, solange der Geist Gottes da ist und bleibt und vorhanden ist, merkt man und sieht man schon an Hand durch diese wenigen Verse schon, dass er eine klare göttliche Autorität hat.

[10:01] Nun, wir sehen ja in der Lektion, dass wir in Johannes Kapitel 14 die Verse 16, 17 und 26 in der Lektion genauer betrachten. Und ich fand diese Verse sehr interessant und ich habe sie jetzt mal so ein bisschen aufgeteilt, nämlich in drei Bereiche: in den Vers 26, Vers 16 und Vers 17, wo es ganz zu bestimmten Aussagen kommt. Lasst uns mal anfangen in Johannes Kapitel 14.

[10:33] In Johannes Kapitel 14, Verse 16, 17 und 26. Vielleicht noch Vers 15: "Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote, und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibe in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein." Vers 26: "Dabei stehen aber der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe."

[11:16] Nun, die Bezeichnung "in meinem Namen" ist ja schon mal eine deutliche Aussage darüber, dass, wenn Jesus sagt, dass jemand in meiner Position, in der ich bin, in meiner Autorität, in meinem Namen, in meinem Siegel, jemand kommt, dann kann es auch nur jemand sein, der es wert ist, dieselben Werke zu tun, die Jesus getan hat, in einer sündlosen Form.

[11:50] Nun, der Heilige Geist wird auf diesen Zusammenhang genommen und wir können mal einen interessanten Text lesen in 5. Mose 18. 5. Mose, Kapitel 18, den ich hier mit eingetragen habe. 5. Mose 18, die Verse 15 bis 19. Und hier heißt es: "Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, und auf ihn sollst du hören. Ganz so, wie du es von dem Herrn, deinem Gott, am Horeb erbeten hast, am Tag der Versammlung, in dem du sprachst: Ich will von nun an die Stimme des Herrn, meines Gottes, nicht mehr hören und das große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe." Und der Herr sprach zu mir: "Sie haben recht geredet. Ich will ihnen einen Propheten, wie du es bist, aus ihrer Mitte, ihrer Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen; der soll alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde."

[12:52] Hier sehen wir schon einige Parallelen auch in den Aussagen, dass jemand gesandt wird, dass jemand gebracht wird, dass er in demselben, in derselben Autorität spricht und handelt, wie Gott es selbst tut. Und ich möchte euch hier zum einen eine Bezeichnung zeigen, die wichtig ist. Zum einen hier, wenn wir weiter dann die Verse 20 und 22 lesen, wo Gott noch darauf hinweist, dass es durch diese Propheten auch eine Unterscheidungsgabe geben soll zwischen wahren und falschen Propheten.

[13:28] Hier heißt es: "Doch der Prophet, der zu vermessen ist, in meinem Namen zu reden, was ich nicht zu reden geboten habe, oder der im Namen anderer Götter redet, jener Prophet soll sterben." Und die weiteren Versen. Das heißt, man sieht, dass der Heilige Geist ein Stellvertreter Christi auf Erden ist, dass er die Vollmacht des Sohnes Gottes hat und nur von der eigentlichen Person, von der Person der Dreieinigkeit übernommen werden kann und nicht durch irgendein geschaffenes Wesen.

[14:03] Interessant ist, wenn wir lesen, dass gerade dieses geschaffene Wesen, also der Mensch, in Offenbarung 2 Vers 13 genau diesen falschen Propheten nicht repräsentiert, aber dahinter steckt. Wieso? Schauen wir mal. Offenbarung Kapitel 2, nur kurz als Nebengedanke. Offenbarung 2 Vers 13: Hier spricht es von der Gemeinde an Pergamos. "Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst, da wo der Thron Satans ist, und dass du an meinen Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast, auch in den Tagen, an denen Antipas, mein treuer Zeuge war, der bei euch wohnt, getötet wurde, da wo der Satan wohnt."

[14:45] Hier sehen wir genau diese zwei Kämpfe, die zu der Zeit, wo Konstantin die Einigkeit zwischen Heiden und Christen hervorbrachte, die Sonntagsanbetung kam und eigentlich das, wo die Bewegung des Papsttums sozusagen begann. Und wir wissen, dass die falschen Propheten der abgefallene Protestantismus ist, aber es kann ja nur auch einen Protestantismus geben, der gefallen ist, wenn es nicht jemanden gibt, der von hinten das Ganze steuert und lenkt. Und selbst hinter ihm steht genau der, von dem alles auskommt, der von wahren Propheten die Menschen ablenken möchte, nämlich Satan selbst. Das heißt, Satan führt durch das erste Tier die falschen Propheten an, damit sie die Menschen zum Mahlzeichen des Tieres führen.

[15:41] Und wir sollten davor gefeit sein und in der Lage sein, die falschen Geister und die falschen Propheten zu prüfen. Aber ein wahrer Prophet wird auch nur vom wahren Geist geführt, während der falsche Prophet von den dämonischen Geistern geführt wird. Ein Unterscheidungsvermögen zu haben, erwähnt auch Johannes in seinem ersten Brief in 1. Johannes Kapitel 4 und er mahnt uns darin, Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden.

[16:16] In 1. Johannes Kapitel 4 und dort Vers 6: "Wir sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns. Wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Und darin erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums." Wisst ihr noch, wie Jesus seinen Tröster genannt hatte? Den Beistand, den er rufen wird? Den Geist der Wahrheit. Und ich fand interessant, warum Jesus den Geist in dieser Situation, als er zu seinen Jüngern sprach, weil er hat ja den Geist auch in anderer Hinsicht betitelt, aber den Geist der Wahrheit umso mehr. Denn darauf wird es ankommen, in der Wahrheit zu bleiben und zu sein, den nur der Heilige Geist führt und nicht der Mensch.

[17:06] Und wir wissen, und was ich sehr interessant finde, hier wird beschrieben, dass wir darin erkennen sollen, den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. Ist es nicht so, dass Gott im Garten Eden einen Baum hatte, der zur Erkenntnis geführt hatte, zur Erkenntnis zu unterscheiden zwischen Gut und Böse, und Gott sagte: "Esst nicht davon"? Gott wollte nicht, dass wir entscheiden, was gut und böse ist. Denn wenn es keinen Tod und keine Sünde gibt, zu Zeiten Adams und Evas zumindest, dann, was soll dann böse sein? Das heißt, es kann nur Gott selbst bestimmen und richten zwischen Gut und Böse. Aber was Gott möchte, und das hatte er auch getan, bevor Satan seinen Angriff startete, er unterwies sie in der Wahrheit und zeigte den Irrtum Satans auf. Gott zeigt die Wahrheit und Satan führt in den Irrtum. Das ist das, woran wir erkennen sollen, nicht zu unterscheiden zwischen Gut und Böse, sondern durch den Geist zu erkennen, was Wahrheit und was Irrtum ist.

[18:15] In 1. Johannes 4, Vers 1 heißt es: "Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott. Und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt, und jetzt schon in der Welt ist."

[18:53] Schon damals herrschte dieser Geist gegen Christus, der von Satan im Hintergrund angefochten wurde. Von Beginn des Sündenfalls gibt Satan seine ganze Energie daran, das Denken eines gegen Christus zu lenken, dass die Menschen sich gegen Christus entscheiden und gegen den Geist. So wie auch in Offenbarung Kapitel 16 Vers 13 beschrieben wird. Da heißt es: "Ich sah aus dem Maul des Drachen, aus dem Mund des Tieres und aus dem Maul des falschen Propheten drei unreine Geister herauskommen, gleich Fröschen."

[19:35] Und auch hier sehen wir, wie hier dieser Pakt von dem falschen Propheten und den Dämonen, dämonischen Geistern. Vers 14: "Es sind nämlich dämonische Geister, die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises, um sie zum Kampf zu versammeln an jenem großen Tag Gottes, des Allmächtigen."

[19:48] Ihr Lieben, spüren wir diesen Kampf jeden Tag in uns, wo wir die Entscheidung treffen sollen für die Wahrheit und für Christus, wo Gott uns ins Gewissen spricht und an unsere Herzenstür anklopft? Weil wir sehen, wie Satan uns jeden Tag aufs Neue mit feurigen Pfeilen versucht, uns von Christus fernzuhalten und unsere Gedanken von ihm abzulenken.

[20:11] Denn die zweite Aussage, die ich mit euch anschauen möchte in diesen Versen Johannes 14 ist, die Bezeichnung: "bei euch bleibt in Ewigkeit." Nun, in Matthäus 28, Matthäus Kapitel 28, Vers 16 bis 20. Jesus hatte seinen Jüngern etwas versprochen. Als der Auftrag an die Jünger erging, Vers 16: "Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. Und als sie ihn sahen, warfen sie sich anbetend vor ihm nieder; etliche aber zweifelten. Und Jesus trat dazu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt, bis an das Ende der Weltzeit."

[21:42] Hier sehen wir, dass Christus, obwohl er nicht physisch hier ist, vertreten wird durch den Heiligen Geist in derselben Vollmacht, in derselben göttlichen Autorität, der bei uns ist bis an das Ende der Weltzeit. Und interessant ist zu sehen, der Heilige Geist, so schreibt die Bibel, zieht sich ja nach und nach von der Erde zurück, umso mehr die Bosheit in der Welt zunimmt. Und er bleibt bei all jenen, die mit dem Siegel Gottes, mit dem göttlichen Siegel, in Offenbarung 14, Vers 12 versiegelt sind.

[22:28] So sieht man es auch in Bezug, sowohl jetzt in der Bezeichnung "in meinem Namen" zu handeln, in der Dauer, in der er bleiben wird, in Ewigkeit bis an das Ende der Weltzeit. Schauen wir noch die Bezeichnung "in euch" an. Und das finde ich sehr interessant, diese Bezeichnung, dass Jesus hier sagt, dass der Geist Gottes in euch sein soll. So wird der Heilige Geist am Anfang der Schöpfung im Menschen als Hauch. Übrigens ein schöner Gedanke, wenn wir uns überlegen, dass, wenn wir atmen, ein- und ausatmen, ein- und ausatmen, dann ist es ja eigentlich ein Wille von Gott. Im Prinzip könnte man sagen, jeder Atemzug, den ein Mensch auf dieser Welt macht, über sieben Milliarden Menschen, jeder Atemzug eines Menschen ist ein Gedanke von Gott. Könnt ihr euch vorstellen, wie viel Gott denken muss, dass jeder Mensch am Leben bleibt, weil Gott es so möchte, durch den Geist? Denkt mal darüber nach.

[23:23] In uns zu bleiben. 1. Korinther 6, Vers 19. In 1. Korinther 6, Vers 19 lesen wir: "Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?" Paulus macht uns hier deutlich, dass wir im geistlichen Sinne der Tempel sind. Der eigentliche Tempeldienst, den wir aus dem Alten Testament kennen, hatte seinen Höhepunkt erreicht am Kreuz von Jesus, der das eigentliche Opfertier, das eigentliche Opferlamm ist, das für die Sünden der Welt stirbt.

[24:12] Und auch weiterhin sagt im selben Buch in 1. Korinther, Kapitel 3, Vers 16: "Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt?" Nun, diese Bezeichnung, Gott in uns oder Gott mit uns sozusagen, finden wir auch schon eben im Alten Testament, wo als es zum buchstäblichen Dienst im Heiligtum kam, Gott genau diesen selben Ausspruch hatte.

[24:38] In 2. Mose 25, und dort Vers 8 lesen wir: "Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte bei euch wohne." Den gleichen Gedanken, oder besser gesagt, die Aussage, die wir hier nochmal lesen können, "Gott mit uns", finden wir bei dem Namen Jesu in Matthäus, Kapitel 1, Vers 23. Matthäus 1, Vers 23, wo es heißt: "Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns, Gott in uns, Gott bei uns." Und er ist derjenige, der zum christlichen Wandel führt.

[25:37] Solange der Heilige Geist in uns ist, und das können wir auch in 1. Thessalonicher, ich habe zum Beispiel auch lesen, in 1. Thessalonicher, Kapitel 4. In 1. Thessalonica 4, da haben wir es, 1. Thessalonica 4, Vers 8: "Deshalb, wer dies verwirft, der verwirft nicht Menschen, sondern Gott, der doch seinen Heiligen Geist in uns gegeben hat." Wenn wir, und da ermahnt hier Paulus an die Thessalonicher, einen heiligen Wandel, wenn wir heilig leben wollen, in der Heiligung, in dem Prozess der Heiligung bleiben wollen, sollten wir nicht das verwerfen, was wir von Gott empfangen haben, nämlich den Heiligen Geist, der uns in alle Wahrheit führt.

[26:31] Interessant finde ich auch den Gedanken, dass es nicht nur zum geistlichen Wandel führt, sondern eben auch zur Nachfolge Jesu. Und dort heißt es nämlich in Matthäus 16, Vers 24. Matthäus 16, Vers 24, da sprach Jesus zu seinen Jüngern: "Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach."

[27:07] Ich habe mir die Frage gestellt gehabt, warum bezeichnet Jesus hier das Kreuz, obwohl er doch noch gar nicht am Kreuz war, obwohl doch noch für viele noch gar nicht sichtbar war, dass er am Kreuz sterben würde. Ich glaube, dass Jesus hier noch eine ganz tiefere Bedeutung hier klar machen möchte. Er weist darauf hin, dass, wenn wir Jesus nachfolgen wollen, wir etwas annehmen sollen: das Kreuz. Nun können wir jetzt nicht natürlich das buchstäbliche Kreuz nehmen, das Jesus selbst getragen hat für uns. Aber was Jesus hier meint, ist das Kreuz in bezogen, ich sage jetzt mal, auf eine Vogelperspektive betrachtet. Denn wenn wir das Heiligtum uns anschauen von oben, dann sehen wir, dass die Linien von den Geräten, wie sie aufgebaut sind, sie aussehen wie ein Kreuz. Und wenn wir nicht durch den, geführt durch den Heiligen Geist, durch das Heiligtum gehen, so nehmen wir, also wenn wir den Weg hindurch gehen durch das Heiligtum, dann nehmen wir das Kreuz auf uns und folgen dadurch Jesus nach.

[28:13] Und wisst ihr, dass der Heilige Geist in diesem Zusammenhang, wenn wir schon davon sprechen, dass wir der Tempel des lebendigen Gottes sind und dass der Heilige Geist in uns wohnt, dann sollten wir auch darauf achten, dass der Heilige Geist auch unsere Sinne bewacht. Interessant fand ich, dass beim Bau des Tempels am Eingang zum Heiligtum fünf Säulen aufgestellt wurden. So wurden ja auch die fünf Träger aufgebaut, bevor man vom Vorhof in das Heiligtum hineingegangen ist. Und interessant finde ich auch, wenn man bedenkt, dass jeder Prozess durch das Heiligtum auch alle fünf Sinne anspricht, wie zum Beispiel der Räucheraltar, der Geruch des Fettes, dann das Fühlen, also die Nase, dann das Fühlen des Wassers, dann das Schmecken des Brotes, das Hören der Gebete am Räucheraltar und das Sehen des Leuchters, des Zeugnisses Gottes. Alle fünf Sinne werden angesprochen.

[29:20] Diese fünf Säulen sind im Prinzip der direkte Zugang in unseren Herzen. Und wenn wir nicht den Heiligen Geist am Tor, am Eingang dieser Zugänge hinstellen, dass er die Ein- und Ausgänge bewacht, dass alles, was hineinkommt, heilig ist und alles, was hinausgeht von uns, dass das Schlechte ist, dass das hinausgeht und das Gute hineinkommt, dass, wenn wir darauf nicht achten, wird Satan seine Wächter an die Eingänge stellen und sehen, dass das Innere verdorben wird. Deswegen ist es so wichtig und deswegen ermahnt uns auch hier die Bibel darin, darauf zu achten, dass wir mit allen Sinnen, dass wir auch das Verständnis des Heiligtums in Bezug auf den Heiligen Geist verstehen lernen, wie wichtig es ist und was es bedeutet, dass der Heilige Geist in uns wohnt. Denn er soll der Wächter unserer Sinne sein. So wie es uns auch das Heiligtum lehrt.

[30:15] Vielleicht noch ein Gedanke in Bezug auf das Erwecken in dem vorherigen Vers, in 5. Mose 18, wo es hieß, dass er einen Propheten erwecken wird. Hier sehen wir auch, man kann ja nur jemanden erwecken, der vom Schlaf, also von einem toten Zustand, von einem leblosen Zustand aus betrachtet werden kann. Jesus selbst wurde Mensch. Wir wissen zwar, dass Jesus sagt, dass Jesus ihn gesandt hat, natürlich. So wie auch Jesus vom Heiligen Geist spricht, dass er den Tröster senden wird. Jesus ist gesandt worden, natürlich. Aber er kam als Mensch und ratet mal, durch wen? Durch den Heiligen Geist. Er erweckte dieses Prinzip, wo wir in Philipper 2 sehen, dass Christus das Göttliche ablegte, wie Mensch wurde und durch den Heiligen Geist, durch Maria, die Jungfrau war, zum Leben erweckt wurde. Durch den Heiligen Geist.

[31:13] Nur nochmal zurückzuführen auf die Verse zuvor. Lasst uns noch kurz übergehen zu den Merkmalen der Persönlichkeit des Heiligen Geistes. Und da habe ich euch im Manuskript einige Punkte aufgeschrieben. Wir wollen jetzt nur ein paar anschauen. Zum Beispiel haben wir hier die Merkmale des Heiligen Geistes. Er führt. Wir haben es schon angesprochen, er führt in alle Wahrheit. Er ist ein Leiter, er ist ein Kompass. Er zeigt uns, wo die Wahrheit liegt und welches der wahre Weg ist, den wir gehen sollen. In Johannes 16, Vers 13. Er gibt Zeugnis. Er spricht davon, dass er Christus bezeugt. In Johannes 15, Vers 26. Und dann heißt es in 1. Korinther, mit den Gnadengaben, wirkt er, wie er will. Und auch da ist interessant, wie die Bibel darüber spricht, dass es nicht von einem Etwas gesprochen wird, von einem Gegenstand, sondern dass hier auch im Griechischen eine Persönlichkeit angesprochen wird. Ein Er wirkt, wie er will. Er freut sich, wenn man sein ganzes Herz ihm übergibt. In Apostelgeschichte 5, Vers 28.

[32:25] Vielleicht können wir den Vers mal uns aufschlagen, der wirklich schön ist, wie ich finde. Apostelgeschichte 15, Vers 28: "Es hat nämlich den Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzulegen, außer diesen notwendigen Dingen." Und hier sehen wir auch in den Versen zuvor, wie Männer beschlossen haben, Gott zu wählen und ihm nachzufolgen.

[32:57] Der Heilige Geist kann gedämpft werden. Er kann betrübt werden. Man kann ihm sogar widerstreben. Man kann gegen ihn ankämpfen, wie zum Beispiel 1. Thessalonicher 5, Vers 19, Epheser 4, Vers 13, Apostelgeschichte 7, Vers 51. Aber wir sollten uns da verhüten, dass wir den Heiligen Geist betrüben, dass wir ihn dämpfen, dass wir ihn beleidigen, dass wir ihn traurig machen. Denn interessant fand ich, dass es heißt, dass die Sünde gegen den Vater und gegen den Sohn vergeben werden kann. Aber gegen den Heiligen Geist gibt es keine Vergebung. Und ich finde es vor allem deswegen so interessant, warum Jesus genau diesen Satz sagt. Denn wenn Christus als Person hier auf Erden war, physisch, der Vater in seiner physischen Form im Zentrum des Universums, so ist doch der Heilige Geist noch enger mit uns verbunden in seiner Göttlichkeit, nämlich in uns verbunden. Er ist ein Teil von uns und soll es auch sein.

[33:58] Und ich denke, das macht das Ganze noch umso schwieriger und schlimmer, wenn wir etwas aus uns herausnehmen wollen, was wir nicht wollen, was in uns ist. Es ist unsere Entscheidung. Wollen wir nicht darauf hinarbeiten, darauf achten, darauf beten und darauf schauen, dass der Heilige Geist in uns bleibt und mit uns verbunden ist, in unserem Herzen, in unseren Gedanken?

[34:21] Der Heilige Geist spricht. Und da finden wir den Text in Apostelgeschichte 13 Vers 2, wo es heißt: "Als sie nun den Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe." Also hier sehen wir auch, dass der Geist sprechen kann. Der Heilige Geist tritt für uns ein in Römer 8 Vers 26. Er gewährt und befiehlt.

[34:53] Auch das fand ich sehr interessant in Apostelgeschichte 16 Vers 6 und 7, wo es heißt: "Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatien durchzogen, wurden ihnen vom Heiligen Geist gewährt, das Wort in der Provinz Asien zu verkündigen." Das heißt, der Heilige Geist hat es zugelassen, dass sie an diesem Ort zu jener Zeit das Wort verkündigen. Er ernennt Personen. Apostelgeschichte 20 Vers 28. Dort heißt es: "So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat." Und hier sehen wir auch schon, welche Autorität Gott hat. Wir lesen, dass die Gemeinde Christus angehört und auch der Geist Gottes selbst hier die Autorität gibt, Menschen für den Dienst an Gott zu wirken.

[35:54] Er überführt von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Johannes 16 Vers 8. Er versiegelt die Verheißungen Gottes in das Herz der Gläubigen. Das finde ich auch sehr, sehr schön, diesen Text in Epheser, in Epheser Kapitel 1, Vers 13 und 14. Ein sehr schöner Vers, in dem auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Rettung gehört habt, in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung. Das finde ich ist so wunderbar, dass der Heilige Geist auch verantwortlich ist für die Verheißungen. Und wir wissen, dass auch die Verheißungen immer mit Bedingungen verknüpft sind. Und diese Bedingung ist hauptsächlich die, dass wir unsere Entscheidungen vom Heiligen Geist führen lassen und lenken lassen.

[36:51] Er verändert die Herzen zu Christus hin. Römer 8 Vers 1 bis 17. Man kann also abschließend sagen, der Heilige Geist hat ein Intellekt, er hat Emotionen, er hat einen Willen und er kann, was wir vermeiden sollten, betrübt werden.

[37:21] Wir wollen uns noch ganz kurz über die Göttlichkeit des Heiligen Geistes Gedanken machen. In 2. Samuel habe ich noch als Ergänzung zu den Texten in der Lektion noch hinzugefügt. 2. Samuel Kapitel 23, Samuel Kapitel 23, Verse 2 und 3: "Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge. Der Gott Israels hat geredet, zu mir hat der Fels Israels gesprochen: Ein gerechter Herrscher über die Menschen, ein Herrscher in der Furcht Gottes." Und hier sehen wir eigentlich auch schon, man kann schon sagen, die Dreieinigkeit Gottes. Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge. Der Gott Israels hat geredet, zu mir der Fels Israels. Also Heiliger Geist, Gott Vater und Christus, der Fels hat zu Israel gesprochen.

[38:15] Eins finden wir noch in 1. Johannes 5, Vers 7, den wir uns noch anschauen wollen, in 1. Johannes 5, Vers 7. Denn der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins. Der Vater, Jesus Christus, das Wort, Johannes 1, und der Heilige Geist, und diese drei sind eins.

[38:40] Ich denke, mit diesem Vers können wir klar sehen, dass auch hier die Göttlichkeit des Heiligen Geistes klar sichtbar wird und deutlich wird. Zum letzten Teil möchte ich noch mit euch kurz über die Aufgabe und das Werk des Heiligen Geistes sprechen. Hier wollen wir auch nur ein paar Verse uns anschauen und zügig vorangehen.

[39:00] Eines der Aufgaben des Heiligen Geistes ergibt Verständnis für das Wort Gottes, wie zum Beispiel Johannes 6, Vers 63. Wann immer wir die Bibel lesen oder seine Predigt anhören, wirkt der Heilige Geist und das Wort wird lebendig in uns. Und er gibt uns auch die Ohren zum Hören, wie in Offenbarung, Kapitel 2, Vers 7. Und das Gleiche sehen wir auch in 1. Korinther 2, Vers 14 und Johannes 14, Vers 26. Ihr könnt ja die Verse dann im Nachhinein noch mal euch anschauen. Sie stehen auf jeden Fall hier im Sendemanuskript als Download zur Verfügung.

[39:36] Er führt uns zum Gehorsam und er hilft uns gehorsam zu werden, in Römer 8, Vers 13, 14 und in Epheser 2, Vers 1 und 2. Er hilft uns ein besseres Gebetsleben zu führen, ein effektiveres Beten zu führen. So wird es deutlich in Römer 8, Vers 26. Er bewirkt in uns die Liebe, Römer 5, Vers 5. Er wirkt darin, dass Friede und Beistand herrscht. Johannes 16, Vers 7, Apostelgeschichte 9, Vers 31.

[40:10] Er führt uns zur Reinigung, so wie auch Gott selbst seinen Tempel gereinigt hat, Jesus, als er hier auf Erden war und zweimal den Tempel reinigte, so wird auch der Heilige Geist in uns das Böse reinigen und uns reinwaschen von Sünden. Römer 15, Vers 6, 2. Thessalonicher 2, Vers 13.

[40:34] Er leitet und er führt. Elia hörte das Säuseln der Stimme, als Gott ihn geführt hat. Erste Könige 19, Vers 12, Jesaja 30, 21, Apostelgeschichte 13, Vers 4 und Kapitel 16, Vers 6. Er gibt uns die Kraft zu überwinden. Er ist die Kraft Gottes, die den Menschen zur Verfügung steht. Micha 3, Vers 8, Sacharja Kapitel 4, Vers 6.

[40:57] Er führt zum Zeugnis. Er bewegt Menschen Zeugnis zu geben für Christus. Apostelgeschichte 1, Vers 8, 2. Mose 27. Er wirkt darin, dass wir versiegelt werden. Er wirkt, dass wir Freude haben. Die Freude Gottes in uns. Er führt und er wirkt zur Erlösung hin. Und all diese Beispiele, die ihr euch dann im Einzelnen anschauen könnt, wird deutlich, was der Heilige Geist eigentlich zu dieser Zeit schon alles tut und noch tun wird.

[41:31] Und es ist gut zu wissen, dass wir Gott in uns haben können, mit all diesen Fähigkeiten und all diesen Aufgaben, die er bekommen hat, in uns zu wirken. Und das ist nicht wenig. Wenn wir einen Glauben haben wie ein Senfkorn, wie viel von den Aufgaben und das Wirken des Heiligen Geistes lassen wir dann in unserem Leben zu? Wenn wir nicht an das glauben, wofür der Heilige Geist für uns gegeben wurde, in seiner Aufgabe und in seinem Wirken.

[42:10] Er lebt in Menschen, die sich Gott übergeben haben und leitet sie. Johannes 14, Vers 17. Er hat die Macht der Neuschöpfung. Er bewirkt die Wiedergeburt. Johannes 1, Vers 12, Kapitel 3, Vers 5. Er tritt für uns ein. Römer 8, Vers 26. Er gibt uns Kraft, ein christliches Leben zu führen und befähigt uns zu zeugen. Apostelgeschichte 1, Vers 8.

[42:31] Er ist immer unser Herr. Wir sind seine Diener und er führt uns. Römer 8, Vers 14. Er versiegelt die Erretteten zu ihrer Erlösung. Epheser 4, Vers 30. Er eifert um Menschen, um sie zu Gott zu ziehen. Erste Mose 6, Vers 3. Er öffnet die Welt der Augen über Sünde und Gerechtigkeit und Gericht. Johannes 16, Vers 8 bis 11.

[42:51] Der Heilige Geist lebt in dem, der zum Glauben kam und vervollständigt seine Erlösung, vorausgesetzt, dass dieser Mensch sich ganz ihm übergeben hat. Ohne den Heiligen Geist kann kein Mensch errettet werden. Römer 8, Vers 9.

[43:04] Bewusster Widerstand gegenüber dem Heiligen Geist wird schließlich zu Sünde führen, die nicht mehr vergeben werden kann. Das geschieht dann, wenn ein Mensch in lästerhafter Weise mutwillig bei richtiger Erkenntnis das für ihn vergossene Blut Jesu schmäht und sich weigert, sich vom Heiligen Geist umgestalten zu lassen. Dies macht uns auch Matthäus, Kapitel 12, Vers 31, 32 deutlich. In einer solchen Person fand keine Änderung der Lebensweise statt. Dieser Mensch fürchtet und nährt Gott nicht und betet ihn auch nicht allem, so wie auch Psalm 55, Vers 19 und 20 beschreibt.

[43:45] Das freche und mutwillige Sünden betrübt den Heiligen Geist. Und betrachtet einmal das Beispiel von Esau und von König Saul und das des Judas. Und auch hier können wir dann vielleicht in diesem Zusammenhang noch Hebräer 12 aufschlagen. Hebräer 12, Verse 16 und 17: "Dass nicht jemand ein unzüchtiger oder ein gottloser Mensch wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte, denn ihr wisst, dass er nachher verworfen wurde, als er den Segen erben wollte. Denn obgleich er ihn unter Tränen suchte, fand er keinen Raum mehr zur Buße." Möge uns das nie geschehen, ihr Lieben.

[44:30] Wir können abschließend sagen, nachdem wir jetzt Gott Vater, Gott Sohn und den Heiligen Geist uns betrachtet haben, die Gottheit oder Dreieinigkeit bestand von Ewigkeit her, noch bevor Zeit, Raum, Materie, Energie oder irgendwelches Leben existierte. Gott ist der Schöpfer sowohl der belebten als auch der leblosen Dinge. Er ist unendlich größer als das ganze Universum. Er ist unsterblich und fehlbar, allwissend, allmächtig, allgegenwärtig. Gottes Weisheit ist unerforschlich und seine Wege lassen sich nicht ergründen. Er kann nur durch seine Offenbarung erkannt werden und diese Tatsache bewog Gott, sich dem Menschen mitzuteilen. Durch Gott den Vater, durch Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist.

[45:24] Ihr Lieben, es ist so wichtig, dass wir in dieser Zeit ganz besonders verstehen und richtig erkennen, welches Zusammenspiel wir mit dem Heiligen Geist eigentlich haben sollten. Dass wir in uns Lehre haben, damit der Heilige Geist die Fülle hat in uns. Je mehr Platz und Raum wir dem Heiligen Geist zusprechen, desto mehr kann Gott in uns wirken. Hin zur Buße, hin zur Erkenntnis der Wahrheit, hin zur Nachfolge Jesu, hin zum ewigen Leben.

[46:01] Ist das auch dein Wunsch? Dann lasst uns vielleicht noch kurz mit einem Gebet abschließen.

[46:11] Unser großer Gott, wir sind Staub unter deinen Füßen. Wir kennen nicht einmal im Ansatz in unseren Gedanken, wer du und wie du wirklich bist. Dich zu erforschen, ja, würde eine Ewigkeit dauern und dich zu erkennen, ja, wo gäbe es den Raum und diese Zeit dafür. Aber wir haben einen Lichtblick empfangen durch dein Wort, wie dein Charakter ist, wie dein Wirken ist, wie deine unerschöpfliche Liebe in dem ganzen Universum zu sehen ist, wie deine Aufopferung wahrgenommen wurde, wie du alles in Bewegung setzt, damit dieser kleine Planet, so groß wie ein Staubkorn im ganzen Universum, du all deine Kraft einsetzt, damit Menschen und die Lebewesen, die du erschaffen hast, die Menschen erlöst werden können. Danke, dass du uns den Tröster gegeben hast für diese Zeit, nachdem du in den Himmel gegangen bist, Herr Jesus, dass du, Heiliger Geist, uns befähigst, uns das Wollen und das Vollbringen schenkst, dir nachgehen zu können, ein heiliges Leben zu führen und das ewige Leben zu empfangen. Wir danken dir für diese Erkenntnis und wir bitten dich, versiegle uns darin in dieser Erkenntnis und lass uns nicht nach links und nicht nach rechts schauen, sondern nur dahin, wo du uns führst, Herr. So bitte ich dich, segne uns nicht nur in dieser Erkenntnis, sondern auch in unserem Tun und Handeln nach deinem Willen gemäß. Und all dies bitten wir in deinem kraftvollen und wunderbaren Namen, Herr Jesus. Amen.

[48:00] Ich lade euch ein, dass ihr das nächste Mal wieder einschaltet, wenn wir uns das neue Thema anschauen werden, nämlich das Thema: Die Erlösung durch Christus. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen beim Studium seines Wortes und Gottes reichen Segen und einen gesegneten Sabbat. Amen.


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