In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour, „In Christus wachsen“, beleuchtet Esther Bettina Nanasi die Bedeutung des geistlichen Wachstums. Anhand biblischer Beispiele und Gleichnisse, von der Landwirtschaft bis zur Wiedergeburt, wird erklärt, wie wir in Gnade und Erkenntnis Jesu wachsen können. Die Bedeutung von Gebet, die Notwendigkeit der Neugeburt und die Transformation durch den Heiligen Geist werden ebenso thematisiert wie die Herausforderung, das eigene Leben täglich Jesus hinzugeben.
Wichtige Lehren von Jesus (CSH 2014/Q3): 6. In Christus wachsen
Erwin Nanasi , Esther Bettina Nanasi · Cannstatt Study Hour 2014 Q3: Wichtige Lehren von JesusWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2014 Q3: Wichtige Lehren von Jesus
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Cannstatt Study Hour. Und natürlich begrüßen wir auch die vielen Zuschauer auf Joelmedia TV und AD TV. Und heute werden wir weiterführen, was wir schon zuvor studiert haben in unserer Sabbatschul-Lektion, diesen Quartal über die wichtigen Lehren von Jesus. Und in dieser Woche haben wir studiert das Thema: In Christus wachsen. Und ich habe mir die Frage gestellt: Was bedeutet Wachstum eigentlich? Wir haben diesen Begriff und wir hören diesen Begriff in so vielen verschiedenen Bereichen, zum Beispiel in der Mathematik, in der Biologie, in der Medizin, in der Wirtschaft und auch im Städtewachstum. Und wir wissen, es gibt in manchen Bereichen dieser Welt viel zu viele Menschen auf einem Ort und an einem Platz. Aber es gibt auch etwas, was wir nennen das geistliche Wachstum. Und in dieser Woche möchten wir uns ein bisschen und in dieser Stunde möchten wir uns ein bisschen um dieses geistliche Wachstum etwas annähern. Und ich habe mir die Frage gestellt: Wo oder wie kommt dieser Begriff des Wachstums eigentlich im biblischen Kontext vor? Vielleicht, Erwin, hast du eine Antwort darauf?
[1:29] Naja, wenn ich mich zurück erinnere an die Kindersabbatschule, war es ja so, dass wir oft die Lieder gesungen haben, um uns einzuprägen, was die Bibel tatsächlich lehrt. Eines der Lieder war: Lies die Bibel, bete jeden Tag, wenn du wachsen willst. Manche von euch kennen es, ich werde es jetzt kurz singen, für die, die es noch nicht kennen. Es ist ganz einfach und die Handbewegungen sind auch sehr einprägsam. Lies die Bibel, bete jeden Tag, bete jeden Tag, bete jeden Tag. Lies die Bibel, bete jeden Tag, wenn du wachsen willst. Wenn du wachsen willst, wenn du wachsen willst, wenn du wachsen willst. Ganz einfaches Lied. Jedoch hat es eine sehr tiefe Botschaft, dass man täglich die Bibel liest. Das bedeutet natürlich, dass man damit auch mal angefangen haben muss. Aber das dann fortsetzt und dann durch das stetige Gebet einfach wächst. Und dieses Wachstum wird beschrieben vor allem im Neuen und auch im Alten Testament. Aber im Neuen Testament insbesondere.
[2:37] Und wäre es nicht toll, wenn wir, bevor wir die Bibel aufschlagen, noch gemeinsam beten? Dass wir tatsächlich anwenden, was wir gerade schon gesungen haben. Lieber Vater, der du bist im Himmel, wir wollen dir von Herzen Danke sagen, dass du bei uns bist. Und dass wir jetzt, wo wir den Sabbat beginnen möchten zusammen, dass wir dich einladen und den Heiligen Geist, dass du uns lehrst, dass du uns führst und dass du uns heiligst. Denn deine Liebe ist so groß und deine Barmherzigkeit wäre ewig. Und so bitten wir um deinen Segen jetzt, wenn wir die Lektionsbetrachtung ansehen, dass wir gesegnet sind und dass wir dadurch auch ein Segen zu anderen werden können. Ist unser Wunsch in Jesu Namen. Amen.
[3:16] Petrus drückt es sehr, sehr schön aus. Und vor allem im zweiten Brief, der zweite Brief des Apostels Petrus. Und dort im dritten Kapitel, Vers 18, ist es sehr schön ausgedrückt. Und hier ist es: Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm sei die Ehre sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit. Amen.
[3:49] Also Petrus schließt quasi den Brief hier ab. Und so wie er diesen Brief abschließt, ist es natürlich sehr, sehr interessant. Wir schreiben heute E-Mails oder gewisse Text-Messages und so weiter. Aber wer von uns hört tatsächlich einen Brief so auf und sagt: Vergesst nicht, wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Es ist so wichtig, dass wir fortan wachsen und nicht einfach nur stehenbleiben. Denn letztendlich ist es ja auch verbunden damit, dass die Kinder Gottes und die, die gläubig sind und treu Gott nachfolgen, die Leute sind, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Und das ist natürlich mit Wachstum verbunden. Und genauso wie wir klein anfangen und dann immer, immer mehr wachsen, ist natürlich hier wichtig, dass wir in der Erkenntnis und in der Gnade wachsen, in Jesus Christus. Denn das ehrt ihn am meisten.
[4:38] Das bedeutet also, Wachstum ist auch möglich, wenn man schon erwachsen ist? Man mag es meinen und beziehungsweise die Bibel macht ganz klar, dass selbst wenn wir erwachsen und vor allem, wenn wir erwachsen sind, dass wir dann tatsächlich wachsen sollen. Und das ist, was es ist. Es ist nicht nur physisch verbunden, sondern es geht ja um die mentale, physische, emotionale und geistliche Verbindung, die dort wichtig ist für die Ganzheit des Menschen, des Lebensstils, das Gott so wichtig ist.
[5:08] Ein weiterer Vers, den ich auch gefunden habe in Bezug zum Wachstum, ist in Hebräer Kapitel 5. In Hebräer Kapitel 5, Vers 12 bis 14. Und das nimmt vielleicht auch ein bisschen Bezug zu den Menschen, die meinen, dass sie vielleicht doch alles schon wüssten. Und vielleicht die Menschen, die schon gelehrt sind. Und was sagt hier Paulus in dem Brief an die Hebräer? Und ich möchte das kurz vorlesen: Denn obgleich ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr es wieder nötig, dass man euch lehrt, dass die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind. Und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise. Wer nämlich noch Milch genießt, der ist unerfahren im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger. Die feste Speise aber ist für die Gereiften, deren Sinne durch Übung geschult sind, zur Unterscheidung des Guten und des Bösen.
[6:03] Ja, das ist interessant. Wir haben jetzt Vers 11 nicht gelesen, doch es ist interessant, dass es so eingeleitet wird, wo es heißt: Über ihn haben wir viel zu sagen, und zwar Dinge, die schwer zu erklären sind, weil ihr träge geworden seid im Hören. Es ist nicht interessant, dass wir Babys sehen und wenn sie anfangen zu schreien, verlieren sie nicht ihre Stimme. Denn sie haben die Fähigkeit des richtigen Atmens nicht verloren. Das ist genauso wie mit dem Hören. Wir werden älter und es scheint so, als ob wir schwerer im Hören sind. Dabei sollte es doch besser werden, weil wir viel mehr erkennen und verstehen können. Es ist aber interessant, dass Paulus, der Schreiber des Hebräerbriefes, in seiner riesen Predigt, die so wunderschön zusammengefasst ist, dass wir in Vers 12 bis 14 tatsächlich lesen, dass er sagt: Es gibt für jeden Wachstumszustand die bestimmte Nahrung. Und es ist sehr wichtig, dass wir dem natürlich folgen. Man würde jetzt keinem Kleinkind, keinem Säugling gleich Gemüse vorsetzen. Das Beste, was es dafür gibt, ist natürlich die Milch der Mutter. Und je größer und je reifer das Kind natürlich auch wird, desto mehr muss die Speise geben. Und es ist auch interessant zu erkennen, dass selbst ein ausgereifter Mensch im Sinne des physischen Zustands nicht aufhört zu essen. Das ist immer noch wichtig. Man mag vielleicht einen Tag ohne Essen auskommen. Trotz allem ist die Nahrung wichtig für Körper, Geist und Seele.
[7:20] Ja, das stimmt. Das habe ich so auch noch nicht gesehen. Also in der Bibel wird ein Bezug hergestellt zwischen dem geistlichen Wachstum und der Nahrung, die wir zu uns nehmen.
[7:29] Ein weiterer Bezug, den ich auch in dem Bibelstudium gefunden habe, ist in den Lehren von Jesus, und darum geht es ja in dieser Lektion besonders, wird oft von der Agrikultur gesprochen. Und ich habe mir die Frage gestellt: Wie können diese Prozesse in der Natur auch ein Beispiel sein von dem, was im geistlichen Wachstum passiert? Und ich weiß nicht, ob du vielleicht eine Antwort hast oder gelehrt bist in dem, was in der Agrikultur so vor sich geht. Wie könnte das sein?
[8:02] Jetzt mal an meine Großeltern gedacht, die ja in Rumänien noch leben, wo sehr viel Agrikultur betrieben wird, ist es natürlich interessant zu erkennen, dass es gewisse Zeiten gibt, wo man säen muss. Und dann wird die Zeit der Saat sein, und dann wird es die Zeit sein, wo man natürlich auf das Feld aufpassen muss, man darf nicht faul sein, und dann ist die Zeit auch da für die Ernte. Und man wird dann eben das ernten, was man gesät hat. Und es sind bestimmte Zeiten, man ist natürlich darauf angewiesen, dass man die Zeit macht, aber dann gibt es natürlich auch die Erde, Sonnenlicht, Wasser. Und das natürlich in der besten Balance zu haben, dass der Ertrag der Früchte dementsprechend ist.
[8:47] Wenn es jetzt um die Pflanzenarten geht oder Baumarten oder wie dem auch sei, nehmen wir zum Beispiel die Baumarten. Es ist nicht interessant, dass wenn es um den Wachstum einer Pflanze geht oder eines Baumes, dass dort die Wurzeln ständig wachsen, dass sie nicht aufhören zu wachsen. Das heißt, je tiefer die Wurzeln sind, desto älter und reifer ist der Baum. Und genauso ist es auch für uns, dass wir natürlich, wenn wir gegründet sind und wirklich unsere Wurzeln tief schlagen und die hören nicht auf zu wachsen, somit auch wenn wir das geistlich übertragen können, diese Wurzeln nicht aufhören zu wachsen, denn der Boden ist einfach so tief und so voller Nährstoffe, das Wort Gottes, auf dem wir unser Vertrauen setzen möchten, dann werden wir natürlich dementsprechend auch Früchte tragen.
[9:35] Was bedeutet, dass wir so verbunden sein müssen, wie ein Baum gepflanzt in einem Wasserbecher? Wow, dann ist diese Verheißung im Psalm Kapitel 1 also wirklich etwas Anschauliches, was Gott wirklich möchte, dass wir zu so einem solchen Baum werden und vielleicht auch zu einem Segen für andere.
[9:53] Ich habe mir auch die Frage gestellt, denn oft wird auch der Vergleich genannt von Jesus von dem Unkraut und von der guten Ernte. Und wenn es dann heißt, dass Unkraut die Sünden oder die Sorgen und die Dinge, die nicht gut sind in unserem Leben darstellen, dann bedeutet das ja auch, dass es wichtig ist, dass eine Pflanze wirklich von den Wurzeln, eine Pflanze, die nicht in den Garten Gottes gehört, wirklich von den Wurzeln herausgezogen wird. Denn sonst wachsen die Wurzeln ja immer tiefer rein, das ist ja schlecht.
[10:28] Das ist sehr interessant, das hast du schon richtig erkannt. Denn am Anfang, das erste Buch, das Mose jetzt verfasst, Genesis, ist sehr interessant zu sehen, dass Gott selbst den Samen schon von Anbeginn gegeben hat und er hat das auch nicht verändert. Die Aufgabe, die er Adam und Eva gegeben hat, hat sich danach nicht verändert. Vor dem Fall, so wie auch nach dem Fall, war sie gleich. Er hat den Samen gegeben und gesagt: Okay, bebaut es. Und die Konditionen, die Bedingungen haben sich wohl verändert, aber der Same, genauso wie es verglichen wird mit dem Himmelreich oder das Evangelium, diese frohe Botschaft, ist genau dieser Same, der gepflanzt werden kann in einem jeden Herzen und dann gedeiht und dann natürlich Wurzeln schlagen wird.
[11:08] Und die Frage ist dann für mich: Bin ich tatsächlich bereit, dass dieser Same, das Wort Gottes, dass es Wurzeln schlägt in meinem Herzen? Habe ich so viel Vertrauen selbst wie ein Senfkorn? Das heißt, es ist ein kleines Körnchen, es ist vielleicht ein kleiner Same, aber dann wächst es doch so riesig aus. Und kann es sein, dass wir oftmals in den kleinen Stadien schon meinen, urteilen zu können, wie denn der Baum aussehen wird oder die Pflanze, wobei wir nicht wissen, was tatsächlich kommen wird. Denn wenn es die richtigen Bedingungen hat, die Wärme, das Sonnenlicht, Wasser und die richtige Erde, wer mag wissen, was für eine tolle Kreatur, was für eine tolle Pflanze in dem Sinne oder kreaturgeistlich im Sinne, entstehen kann.
[11:53] Ja, ich erinnere mich auch, selbst in Lukas 13 wird ein Gleichnis erzählt und Jesus erzählt von diesem Bauer, der auch diesen Baum hatte und er trug keine Frucht. Und es wurde ihm gesagt, er sollte doch den Baum abfällen, richtig? Und was war dann die Antwort des Herrn? Es heißt dort, dass er noch ein Jahr warten sollte. Und das spricht auch vielleicht von dieser Gnadenzeit, die du auch vorhin erwähnt hattest. Und dass wir nicht gleich ein schnelles Urteil fassen können über das Wachstum einer Pflanze. Was wieder zurückgeht natürlich auf was Petrus meinte, dass wir wachsen in Gnade und in Erkenntnis. Denn auf einem Feld ist es ja genauso. Man sieht den Ertrag der Früchte, aber dann geht man nicht gleich auf. Man muss natürlich sehr, sehr fleißig sein. Und Gott ist sehr fleißig und sehr geduldig mit uns. Und die Frage ist: Sind wir das auch mit dem Feld, das Gott uns anvertraut hat?
[12:46] In dieser Woche war ein ganz tiefer Schwerpunkt auf ein spezielles Kapitel in der Bibel, in Johannes Kapitel 3. Und dort wird uns erzählt, dass ein Mann mit einer sehr essentiellen und wichtigen Frage zu Jesus kommt. Und vielleicht kannst du uns ein bisschen einen Kontext schildern, in welcher Situation kommt dieser Mann zu Jesus und was ist seine Frage?
[13:09] Nun, es wird natürlich berichtet im Evangelium nach Johannes, dass Nikodemus, einer der obersten der Pharisäer zu Jesus kommt, also einer der obersten der Juden. Und er kommt inmitten der Nacht. Er kommt nicht am Tag, wo ihn jeder sehen könnte, obwohl es kein Problem gewesen wäre in der Zeit und auch in der Kultur, dass man zum Mann offen sprechen kann. Doch er hatte sich eben entschieden, in der Nacht zu kommen. Und es ist interessant, dass Jesus nicht sagt: Na, meine Offenungszeiten sind von 8 bis 12 Uhr und dann nochmal am Nachmittag und wir machen dann Termin aus. Er ist sehr offen und seine Gastfreundschaft, er ist offen, ihn anzunehmen. Und er kommt zu ihm und er nennt ihn Rabbi, was eine sehr ehrwürdige Anrede ist, Lehrer. Und fragt ihn: Wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust. Ich bin in Johannes Kapitel 3 und hier in Vers 2. Und dann heißt es: Es sei denn, Gott ist mit ihm. Das heißt, die Zeichen, die Jesus getan hat, die waren quasi symbolisch dafür. Da haben sie demonstriert, dass er die Kraft Gottes besaß. Denn nur die Propheten haben solche Wunder getan. Und er möchte dem einfach Aufmerksamkeit schenken.
[14:23] Und dann geht es aber weiter, denn Jesus ist nicht davon benommen. Er spricht zu ihm und sagt: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Jesus wartet dort, er wartet nicht auf die Frage, die Nikodemus tatsächlich hat. Er sagt ihm ganz klar: Das ist, was es ist. Und es ist interessant, denn Wahrheit baut auf Wahrheit auf. Und nur die Wahrheit kann frei machen. Und es ist interessant, dass Jesus sofort mit der Wahrheit kommt, aber in Liebe. Und er fängt dann eine Diskussion an mit Nikodemus, der dieser Lehrer ist, zu dem so viele Menschen aufschauen. Einer der obersten der Juden. Und Jesus ist in dieser Konversation mit ihm. Und er macht ihm klar, dass man von neuem geboren sein muss. Man muss eine neue Kreatur sein. Man muss einen Schritt wagen, in Wasser und im Geist getauft zu sein. Und dann redet er von einem Bild des Windes. Und benutzt Sinnbilder der Natur, um zu vergleichen, dass etwas geschehen muss, was nicht von innen herauskommt, sondern von außen das Innere dann verändert.
[15:33] Nun, du hattest erwähnt, dass Nikodemus, er war ein Gelehrter. Und das bedeutete in der Zeit Jesu, dass sie sich auskannten mit den Schriften. Nun, Jesus kommt zu ihm und stellt ihm dieses neue Prinzip der Wiedergeburt vor. Aber ist es wirklich etwas Neues? War es wirklich etwas Neues für Nikodemus? Ich habe mir die Frage gestellt: Finden wir so etwas vielleicht auch im Alten Testament?
[15:57] Ja, ich möchte zwei Dinge sagen. Das Erste ist: Natürlich kannte Nikodemus die Schriften. Selbst heute, wenn man nach Israel reisen würde. Wobei die Zeiten jetzt in Israel sehr, sehr schwierig sind. Und wir können an unsere Brüder und Schwestern und an Gottes Kinder dort auch denken und für sie beten. Wir sind erst unlängst dort gewesen. Ich war drei Wochen her ungefähr. Und selbst dort haben wir noch viele Juden gesehen, die praktizieren, dass sie an der Klagemauer natürlich beten und die Psalmen rezitieren und so viele Passagen der Bibel auswendig gelernt haben. Es ist damals bestimmt nicht anders gewesen, denn die haben das schon auswendig lernen müssen. Nikodemus erkannte die Schrift und erkannte sie sehr gut.
[16:39] Und dann zum anderen wissen wir natürlich auch durch die Schreiben der Historiker und insbesondere auch dem Geist der Weissagung von Ellen White, die inspirierten Schriften, dass es nicht ungewohnt war, dass Menschen von Neuem geboren wurden oder dass man das so beschrieben hat, dass man von Neuem geboren wurde, um jetzt konvertiert zu sein zum Judentum. Und hier ist es natürlich interessant, dass dieses Bild, das gegeben wird, der Neugeburt, kein neues Prinzip ist. Im Alten Testament sehen wir das auch und vielleicht können wir uns ein Beispiel ansehen. Ich denke da natürlich an den Psalmist David. Und wir könnten da im Buch Psalmen mal nachsehen. Im Psalm Kapitel 51, ein wunderbares Gesangbuch, wenn man sich das überlegt. Die Psalmen, das längste Buch der Bibel. Hier in Kapitel 51 und dort könnten wir vielleicht die folgenden Verse lesen. Fangen wir mal mit Kapitel 51, Vers 10 an.
[18:01] Okay, Moment, vielen Dank. Eine wunderschöne Passage. Wenn man den Kontext natürlich liest, die Einleitung zu dem Psalm, dem Vorsänger, einem Psalm Davids, als der Prophet Nathan zu ihm kam, weil er zu Bathseba eingegangen war. Es ist nicht eine Passage, die freudigste ist in der ganzen Bibel, wo ein Mensch, der als Freund Gottes bezeichnet wird, eine Entscheidung getroffen hat oder eine Serie der Entscheidungen getroffen hat, die nicht Gott repräsentiert haben. Und trotz allem gibt Gott ihn nicht auf. Und David zeigt Reue. Und durch seine Reue, die dann demonstriert wird, auch durch dieses wunderschöne Lied, kommt diese tiefe Erfahrung, dass er versteht, dass nur Gott ein neues Herz schenken kann. Und was wunderbar ist hier zu sehen, vor allem Ende des 11. Vers: Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle meine Missetaten. Das ist so ein interessanter Vers. Selbst in Jesaja lesen wir, dass Gott uns selbst nicht ansehen kann. Er muss sich verbergen, denn unsere Sünden trennen uns von ihm. Und hier sagt er aber: Tilge alle meine Missetaten. Und dann geht es weiter und sagt: Erschaffe mir, oh Gott, dieses Wort natürlich, erschaffe mir aus dem Hebräischen, das klar dazu verbunden wird, dass es eine neue Erschaffung ist. Eine Erschaffung genauso, wie die Welt erschaffen wurde. Dass es hier eine Erschaffung ist des Herzens. Und dann heißt es: Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz. Und gib mir von deinem einen festen Geist im Inneren. Und er macht das ganz klar. Wir haben natürlich über den Vater studiert, den Sohn und den Heiligen Geist. Und jetzt geht es ums Wachstum. Aber es ist interessant, dass selbst der Heilige Geist im Alten Testament eine Realität war. Und das sehen wir dann klar im 13. Vers: Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Das heißt, David hatte eine Erfahrung gehabt mit Gott, die ihm klar zeigte, dass dort ein Heiliger Geist wirkt. Denn er ist tatsächlich der, der die Herzen vorbereitet. Und das geht klar zusammen mit dem Prinzip, das herrscht, als Jesus mit Nikodemus spricht. Denn er sagt: So wie der Wind kommt, und wir wissen nicht, woher er kommt, aber dann wird er wehen, genauso wie die Effekte gesehen werden, ist es mit dem Heiligen Geist. Wir wissen vielleicht nicht, wann Jesus durch den Heiligen Geist unsere Herzen berührt hat. Aber wir sehen die Effekte dessen.
[20:20] Das bedeutet, und das ist interessant, dass du das erwähnst, ich habe schon oft erlebt und gehört, vor allem von jungen Menschen, die mir gesagt haben: Ich weiß noch nicht so wirklich, ob ich bekehrt bin, weil ich nicht so eine 180-Grad-Wendung hatte, so wie Paulus zum Beispiel. Es ist nicht irgendwas passiert in meinem Leben. Ich habe keine Christen verfolgt. Ich habe keinen Alkohol getrunken. Ich bin nicht auf Partys gegangen. In der Gemeinde aufgewachsen. Wie kann ich wissen, dass ich auch diese Neubekehrung erlebt habe?
[20:52] Ja, das ist eine wunderbare Frage und eine sehr wichtige Frage. Ich erinnere mich noch, dass ich bei einem meiner Professoren eingeladen war, David Greenfield. Er ist auch Pastor, aber auch gleichzeitig unser Agrikulturlehrer gewesen. Seine Frau hatte uns dann mal zum Essen eingeladen. Wir haben dann einfach geteilt, wie Gott in unserem Leben geführt hat. Wir hatten sie dann gefragt, und ihre Antwort war dann einfach: Ich habe nicht wirklich eine Bekehrung erlebt. Wir waren erst natürlich schockiert, denn für uns war klar, dass sie an Gott glaubt und wir wussten, dass sie Christin ist. Und dann sagt sie: Weißt du, Erwin, Gott war einfach immer Realität für mich. Als wir schon von Anbeginn Gott kennenlernen durften, durch sein Wort, war es so, dass wir Andachtszeiten hatten, die bis zu drei Stunden gingen, gesungen haben und gebetet haben und einfach geteilt haben, was Gott für uns getan hat. Ihr Vater würde sie ermutigen und sagen: Wenn du nicht heute erkannt hast, durch eine Erfahrung, die du mit ihm machst, dass er lebt, dann musst du mehr Zeit mit ihm verbringen. Denn wenn wir ihn suchen, werden wir ihn finden. Und es ist so interessant, denn manche Leute haben nicht diese Krisenbekehrung, sage ich mal. Wir denken an Martin Luther, seine Krisenbekehrung, wo er sagt: So und nicht anders und dreht sich um. Es gibt aber auch andere Beispiele, wo wir von so etwas nicht wirklich lesen. Wir lesen biblische Beispiele, wie zum Beispiel Josef oder Daniel, wo es nicht wirklich eine Krisenbekehrung gab, aber man sieht, dass sie trotzdem im Geiste gewachsen sind. Pennock ist vielleicht auch ein weiteres Beispiel. Pennock ist ein wunderbares Beispiel. Der springende Punkt ist nicht, dass es einen exakten Punkt gibt, an dem wir festmachen können, okay, um diesen Tag, um diese Uhrzeit ist es geschehen. Aber die wichtige Entscheidung ist, dass wir mit ihm gehen und die Effekte werden das zeigen, denn wir werden Früchte tragen, wenn wir mit ihm sind. Und das ist eben dieses Besondere, dass ich auch hier erkenne, denn wie der Wind weht, wissen wir nicht, wir wissen nicht, wo er anfänglich war, aber wir sehen die Effekte und dass es von außen her kommt. Und das ist ein Prinzip, das ist, glaube ich, noch viel wichtiger zu verstehen, dass wir von uns selbst, und das ist, was die Welt uns heute glauben lassen möchte: Glaube an dich, die Kraft ist in dir. Das ist nicht wirklich der Weg, der hier durch Jesus beschrieben wird, denn es ist von draußen, man muss durch Wasser und den Geist geboren werden. Und nur dann kann man das Reich sehen.
[23:20] Du hattest erwähnt, von deiner Erfahrung mit der Frau deines Professors, dass sie täglich ihr Leben neu übergibt. Und es ist interessant, dass du jetzt diese Antwort gegeben hast, ist mir in den Sinn gekommen: Die Geburt ist etwas, was zu jedem Zeitpunkt geschehen kann. Es gibt die Wehen, die das ankündigen, aber die Geburt kann zu jedem Zeitpunkt geschehen. Und genauso ist es auch, dass wir auch täglich und zu jedem Zeitpunkt uns Jesus übergeben können und auch sollen, nicht wahr? Denn so wie Jesus auch hier mit Nikodemus spricht, Nikodemus kannte die Schriften und er hatte sein Leben wahrscheinlich auch schon zuvor ihm übergeben. Und viele Christen tun das heute auch durch die Taufe oder durch ein Bekenntnis. Aber es ist wichtig und notwendig, so wie du schon vorhin gesagt hast, dass wir das täglich tun.
[24:14] Ja, ich denke, das ist sehr essentiell. Es ist leichter gesagt als getan. Es ist nicht so. Es ist natürlich wunderschön, den Schritt zur Taufe zu tun. Und für diejenigen, die jetzt zuschauen und diesen Schritt noch nicht getan haben, ich kann euch nur ermutigen, den Schritt zu tun. Und meine Schwester genauso. Wir haben den Tag getauft. Wir hatten ja unlängst unser Jubiläum des Tauftags. Es ist eine wunderbare Entscheidung, die Jesus selbst gemacht hat als unser großes Vorbild und er uns auch einlädt, diese Entscheidung zu treffen. Und für diejenigen, die schon getauft sind, ist es eine wunderbare Möglichkeit, diese Entscheidung noch mal zu erneuern. Die Möglichkeit, die wir haben, ist natürlich durch das Abendmahl, die Fußwaschung, die Mini-Taufe, und dann natürlich im Geiste, wo wir nicht einkommen. Und es ist insbesondere theologisch gesehen interessant zu sehen, dass der Schritt der Taufe oft als Rechtfertigung gesehen wird, dass wir dann sozusagen gerechtfertigt sind. Letztendlich gibt es aber noch einen anderen Begriff, den wir sehr oft in der Bibel sehen, und das ist der Begriff der Heiligung. Und viele haben es immer so gesehen: Okay, da ist die Rechtfertigung, und dann passiert die Heiligung, was ein Prozess ist, der lebenslang ist. Doch hier sehen wir das Bild, das sagt, dass man von Neuem geboren wird. Und Nikodemus sagt: Wie kann ein erwachsener Mensch von Neuem geboren werden? Das ist doch unmöglich. Das ist doch ein Prozess, der dort schon davor passiert. Und genauso sehen wir das heute auch, denn es sind neun Monate, die vorauslaufen, bis ein Kind geboren wird.
[25:52] Okay, lass mich da in den Punkten jetzt einmal ein bisschen zusammenfassen. Wir haben gelernt, dass es eine Notwendigkeit ist, von Neuem wiedergeboren zu werden. Das sagt Jesus in Johannes 3, Vers 3. Und dann in Vers 4, und vielleicht lesen wir diesen Vers auch noch gemeinsam. Nikodemus spricht zu ihm, zu Jesus: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden. Das wäre Nikodemus' Bild von Neugeburt, etwas, was er selber tun könnte. Etwas, was er aus eigener Kraft tun könnte. Aber so wie du vorhin auch schon erwähnt hattest, es ist ein Geschenk. Und wie der Psalmist sagt in Psalm 51: Erschaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Es ist nichts, was wir aus eigener Kraft tun können, aber etwas, was Gott uns schenken möchte. Und dann hattest du auch erwähnt, und wir hatten gesprochen von dem Heiligen Geist, und in Johannes Kapitel 3 ist dieses Bild erwähnt von dem Wind, der saust und durch die Bäume der Blätter weht, könnte man sagen, obwohl man ihn nicht sieht und sehen mag, so wissen wir doch, ist er doch da, denn wir können ihn hören. Und dann hattest du auch davon gesprochen, dass der Heilige Geist der Neugeburt vorausgeht, richtig? Der Heilige Geist wirkt an unserem Herz und bereitet unser Herz vor.
[27:24] Nun, was passiert bei der Neu- oder Wiedergeburt? Die biblische Wiedergeburt oder Neugeburt wird wahrscheinlich am besten beschrieben vom Apostel Paulus. Wir finden das im Neuen Testament, wie er zu den Römern schreibt. Im Römerbrief, Kapitel 6, Vers 3 bis 11, vielleicht können wir das im Wechsel lesen und werden dann darauf ein bisschen eingehen. Römer, Kapitel 6, Vers 3 bis 11. Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hineingetauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden, durch die Taufe in den Tod, damit gleich wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm eins gemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so dass wir der Sünde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen. Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Da wir wissen, dass Christus aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt. Der Tod herrscht nicht mehr über ihn. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für allemal. Was er aber lebt, das lebt er für Gott. Also auch ihr, haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid. Aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn.
[29:06] Es gibt wahrscheinlich nicht viele, die so ausdrücken können wie Paulus. Wir sehen, dass Paulus eine unglaubliche Erfahrung gehabt haben musste, die nicht nur persönlich war, und nicht nur einmalig, sondern täglich. Es ist hier ein Kampf, ein Ringendes dargestellt wird durch eine alte Person, eine neue Person, die quasi voraussetzt, dass wie wir schon vorhin gesehen haben, durch den Prozess, der zur Taufe führt, der Heiligung und der Rechtfertigung, auch hier ein Prozess ist, dass dem neuen Leben, der Wiedergeburt, wie du es genannt hast, die Wiedergeburt oder Neugeburt, dass dem natürlich ein Sterben vorausgeht. Was natürlich ein interessantes Konzept ist, denn hier bedeutet es, so wie Jesus gestorben ist und dann wiederauferstanden ist, so muss auch erst der alte Mensch, das alte Ich, der alte Ego, und das sucht man sich natürlich nicht aus. Mein Professor und Mentor Dr. Leroy Moore würde es so sagen: Erwin, man will nicht stolz sein, man ist es einfach. Und genau so ist es nicht, man will es nicht, man ist es einfach. Und so ist es auch hier beschrieben, denn der alte Mensch ist in Feindschaft gegen Gott und er sucht die Sünde, er liebt die Sünde. Und es heißt, dass der alte Mensch sterben muss und dann natürlich der neue Mensch leben muss. Und das ist natürlich ein interessantes Konzept, denn somit, wenn ich mich entscheide, mein Leben komplett Jesus zu übergeben, möchte ich, dass der alte Mensch die ganzen alten Bedürfnisse in der Gesetzlosigkeit zu wandeln, die wieder das Gesetz, die zehn Gebote stehen, dass ich das weglasse und dann nur noch im Geiste Gottes lebe und wandle. Und wenn dann Satan anklagt und sagt: Ja, aber was ist mit Erwin, er hat doch diese Dinge getan, was ist mit Esther, erinnerst du dich nicht, dass sie dies und dieses getan hat? Und so weiter. Dann kann Jesus sagen: Aber das ist die alte Person, die ist tot. Aber was ist mit der neuen Person, die im Geiste wandelt, so wie ich alles zur Herrlichkeit Gottes tue? Natürlich ist dieses Bild sehr wunderbar gegeben. Jesus hat nie gesündigt, nicht wahr? Das heißt für ihn, und das haben wir uns in der Lektion schon angesehen, für ihn kommt es natürlich nicht so in Frage, aber für uns als Sinnbild, denn wir sind in Sünde geboren und wir haben auch gesündigt. Und jedes Mal, wenn wir uns dazu entscheiden, selbst im Gedanken, kreuzigen wir Jesus quasi wieder erneut. Aber Jesu Wunsch ist es nicht. Und der Wunsch des Heiligen Geistes ist es auch nicht. Und des Wunschs des Vaters schon gar nicht, dass wir sündigen, sondern im Geiste leben.
[31:36] Dann ist es also wirklich wahr, wenn Paulus auch sagt im Galaterbrief: Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn. Man könnte doch meinen, das sind doch eigentlich Gegensätze, wenn ich sterbe. Wie kann ich dann weiterleben? Paradox. Es ist auch schön zu lesen, was du auch vorhin erwähnt hattest, dass unser fleischliches Herz und unser fleischliches Wesen nicht in Übereinstimmung steht mit dem Gesetz. Und Kapitel 7 drückt das so schön aus. Kapitel 7 und ich möchte lesen dort Vers 18 und 19. Das heißt: In meinem Fleisch wohnt nichts Gutes. Das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, tue ich. Und dann 25. 24. Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? Ich danke Gott durch Jesus Christus, unserem Herrn. So diene ich selbst nun mit der Gesinnung dem Gesetz Gottes, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde. Jesus hat das natürlich auch so ausgedrückt, dass er sagt: Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Und Paulus geht natürlich darauf ein, das ist ein Kernkapitel des Neuen Testamentes, selbst der ganzen Bibel, Kapitel 5, 6, 7 und 8, dass über das persönliche Christenleben sprechen und dieses Ringen, dieser Kampf, der täglich geschieht. Und es wird auch oft so verglichen wie zwei Hunde, die ein Herr hat, und es gibt den einen Hund, sagen wir der gute Hund, und der andere ist der böse Hund. Und die Frage ist: Welcher der beiden Hunde wird gewinnen? Die kämpfen gegeneinander. Das ist natürlich der Hund, den man füttert, denn der wird diese Kraft haben. Und so ist es auch, und wir sagen natürlich im Deutschen: Der innere Schweinehund, den inneren Schweinehund besiegen. Aber hier geht es nicht nur um eine Redewendung, hier geht es tatsächlich um diesen alten Menschen, der so korrupt ist, leider durch die Sünde, die in der Welt herrscht, dass es ihm nicht alleine möglich ist, aus eigener Kraft sich zu verändern. Es muss diese übernatürliche, göttliche Kraft, die von Jesus Christus kommt, seine Erlösung, die uns bei der Hand nimmt, wenn wir es akzeptieren, und der uns verändern kann, sodass wir sein Leben führen und er sein Geist uns schenkt. Dass wir überhaupt nicht den Wunsch haben, die ganzen Dinge des Fleisches zu tun, aber dass wir den Wunsch haben, die Früchte des Geistes auszunehmen, so wie sie beschrieben sind in Galater. Ein anderer Brief, den Paulus schreibt, voller Liebe, Freude, Gutmütigkeit und Frieden und die ganzen Elemente, die der Frucht des Geistes zugutekommen. Deswegen heißt es wahrscheinlich auch in Johannes Kapitel 3, Vers 6, und Jesus spricht hier: Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Und es zeigt uns hier, dass es wichtig und notwendig ist, dass wir vom Geist geboren sind und dass diese Veränderung, es ist eine Transformation, nicht nur eine Modulation oder eine Veränderung, aber wirklich eine Wendung in unserem Leben geschieht. Das ist ein sehr, sehr wichtiger Punkt. Und um noch wieder zurückzugehen auf das Bild, das sie am Anfang hat vom Baum beispielsweise, an den Früchten wert, wie sie erkennt hat, manchmal ist es schwer zu erkennen. Ist es jetzt ein Apfelbaum, ist es ein Birnenbaum? Man mag vielleicht ein Experte sein, doch selbst wenn es ein Apfelbaum ist, was für Äpfel wird er tragen? Sind das natürlich gute Früchte? Und wie viele Früchte? Und so weiter. Das ist natürlich sehr, sehr interessant, diese Sachen mit den natürlichen Sillenmitteln zu vergleichen. Und wir tun auch gut daran, es geistlich zu übertragen und zu verstehen, dass Gott möchte, dass wir in ihm wachsen. Und wenn wir in ihm sind, werden wir Früchte tragen. Und es ist nicht ein wunderbarer Zuspruch, dass wenn wir in ihm verbunden sind, dass wir Früchte tragen werden, dass wir dem alten Leben Goodbye sagen und Tschüss. Dass wir auch ein neues Leben mit ihm beginnen können, dass er mit uns Hand in Hand läuft. Ich denke, das ist wunderbar.
[35:28] Also wir haben darüber gesprochen, was es bedeutet, von Neuem geboren zu sein. Und du hast eben auch schon erwähnt, woran können wir erkennen, dass wir von Neuem geboren werden? An den Früchten werdet ihr sie erkennen. Ein weiterer Vers, den auch die Lektion herausgebracht hat, war in Titus, Kapitel 3, Vers 5 bis 7. Und vielleicht können wir diesen Vers auch kurz anschauen, weil er einen weiteren Aspekt herausbringt, woran eine Neugeburt erkannt werden kann. Titus, Kapitel 3, Verse 6 bis 7. Und wir werden danach gleich mal einen anderen Vers ansehen. Es ist auch eine andere wunderschöne Stelle im zweiten Korintherbrief. Und dort in Kapitel 5 und in Vers 17. Aber zuerst sehen wir uns den Vers mal an Titus an. Es ist ein ganz besonderer Brief, denn hier geht es persönlich von Paulus an Titus, so wie auch andere Briefe er geschrieben hat, zum Beispiel Philemon oder Timotheus. Aber hier an Titus ein sehr pastoraler Brief, wo er klar und deutlich darstellt, dass es nicht nur um die Werke geht, sondern um viel mehr. Und das ist der Heilige Geist. Da hat er uns nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit errettet. Durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes, den er reichlich über uns ausgegossen hat, durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir durch seine Gnade gerechtfertigt der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden.
[36:58] Das ist natürlich ein absoluter Wahnsinn. Wenn man sich das nur im Körper ansieht, wie oft sich die Hautzellen regenerieren. Das alte absterben, aber es dann wieder neue gibt, dass die Elastizität sich nicht verliert. Genauso wie die Organe zusammenarbeiten, sind wir im Geiste Christi auch so zusammengebaut, dass wir die Erneuerung des Heiligen Geistes, dessen Tempel wir sind und Jesus das Haupt, dass wir ihn so sehr benötigen, dass wir erneuert sind. Hast du noch ein paar Gedanken dazu? Ich habe auch durch das Lesen dieser Verse gemerkt, es wird hier gesprochen von den Werken. Wir haben gesprochen, dass wir erkannt werden an unseren Früchten. Aber sind das wirklich unsere Werke, an denen wir erkannt werden? Und hier aber heißt es: Nicht um der Werke der Gerechtigkeit, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit. Ohne Werke werden wir nicht gerettet werden. Aber es sind nicht unsere Werke, die uns retten, sondern Jesu Werke. Jesu Werke, die durch uns wirken und was er getan hat, bereits in der Vergangenheit am Kreuz und die er auch noch heute durch uns tut. Und deswegen ist diese Wiedergeburt durch den Heiligen Geist, und hier steht sogar das Bad der Wiedergeburt, das Hinweis zur Taufe, die es natürlich täglich sein sollte, durch diese Taufe in dem Heiligen Geist, dass wir Werke tun können. Also mit anderen Worten möchtest du dann sagen, dass wir gerechtfertigt sind durch den Glauben in seine Werke. Das bedeutet, dass durch seine Werke, die er getan hat, wir gerechtfertigt sind. Und dadurch, dass seine Werke gut sind und seine Werke gerecht sind. Und wie im Nachfolgen sagt er auch, dass an den guten Werken wir natürlich erkannt werden können, dass wir mit ihm verbunden sind. Denn wenn wir mit ihm sind, können wir nicht als gute Werke tun und mit ihm in Verbundenheit zu sein.
[38:48] Das ist eine interessante Stelle Titus. Eine andere Stelle, die ich schon vorher erwähnt hatte, ist im zweiten Korinther Kapitel 5 Vers 17. Es ist schön zu sehen, dass eingeleitet wird mit dem Wort darum. Warum? Darum. Das heißt, es wird natürlich etwas vorausgesetzt im Griechischen, aber wir sehen uns in den 17. Vers mal an. Es heißt dann: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Ist es nicht wunderbar? Schaffe in mir ein neues Herz, war das Prinzip, das David schon angewendet hatte. Und hier sehen wir auch, dass der Apostel Paulus es tut. Und dann heißt es: Das alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden. Es erscheint so, als ob, wie die Erschaffung der Welt, genauso viel Einsatz zeigt Gott für die Erschaffung eines neuen Herzens. Und genauso, nicht nur persönlich, sondern auch in dem Gesamtbild wird er auch den gleichen Einsatz zeigen, der Erschaffung der neuen Welt, des neuen Jerusalem. Und das ist einfach wunderbar. Gott interessiert sich für jeden einzelnen Menschen. Er hätte auch nur für eine Person sein Leben gegeben. Und er hat es auch getan. Und ich bin persönlich natürlich froh, dass er es für uns alle getan hat. Denn letztendlich brauchen wir ihn. Ohne ihn können wir nichts tun, wie Jesus so schön sagt. Der Psalmist schreibt auch, dass die Welt, wie sie geschaffen wurde, war durch Gottes Wort. Und so vielleicht auch heute, wenn es darum geht, durch das Thema der Wiedergut, werden wir auch eine neue Erschaffung erleben können durch das Studium in seinem Wort. Denn Gott spricht auch noch täglich zu uns.
[40:22] Und du hattest zu Beginn dieses Kinderlied gesungen, nicht wahr? Lies die Bibel, bete jeden Tag. Und Nikodemus, er war ein Gelehrter der Bibel. Und er hatte diese Worte studiert. Aber das zweite Element, das ist das Gebet. Und welche Rolle spielt das Gebet in diesem Prozess oder in diesem Ereignis der Wiedergeburt?
[40:44] Ich habe oft gehört und ich auch selber erlebt, dass oftmals beten wir und dann kommen wir in so eine Routine rein. Wir beten das Gleiche. Und auch Jesus spricht darüber, über die Pharisäer, die beten und ihre langen Wiederholungen und Redewendungen sagen und es ist ihm ein Gräuel. Aber was bedeutet es dann zu beten nach Gottes Willen? Was bedeutet das ganz praktisch?
[41:08] Ja, selbst im alten Testament sehen wir schon, dass wenn wir uns demütigen, nicht wahr? Und wenn wir uns entleeren, dass wir ihm dann die ganze Ehre geben können. Denn es geht natürlich um den Schöpfer und nicht um die Schöpfung. Es geht wirklich um den Schöpfer. Und die Frage, die im alten Testament schon stand, stand dann immer noch im Raum, im Neuen Testament. Die Jünger standen dort und selbst die Pharisäer, die offen gebetet haben, publik und an den Straßenecken sehr laut und sehr lange. Das war nicht das Wahre. Und Jesus hat das natürlich sehr oft ermahnt. Aber die Jünger kommen zu ihm und sagen: Jesus, zeig uns doch, wie man es richtig macht. Zeig uns doch, wie man betet. Es ist oft vorgekommen, dass ich auch in Jugendgruppen bin und mich dann einfach manchmal nachgefragt habe: Möchte jemand freiwillig beten? Es ist kein Streit ausgebrochen, wer jetzt das Gebet anfangen wird. Denn wir haben es oftmals nicht gelernt. Wie betet man denn dann? Und die Jünger fragen ihn und Jesus gibt ihnen ein Model. Jesus gibt ihnen ein Prinzip und zeigt ihnen: Unser Vater, der du bist im Himmel. Es ist so schön zu sehen, dass Jesu Fokus ganz auf dem Vater liegt. Es liegt in der Herrlichkeit Gottes. Und dann liegt es auch auf dem Fokus der anderen, die Fürbitte. Ein ganz besonderes Prinzip. Und dann natürlich auch auf sich selbst, in der Hinsicht, dass man zusammengehört. Unser tägliches Brot gibt uns heute. Ich meine, dass es GAS-Modell gibt. G A S, also G für Gott, A für andere und S für selbst. So geben wir wirklich GAS. Dass wir Gott die Ehre geben, dann für andere in Fürbitte beten, so wie Jesus für uns fürbittet. Und dann natürlich auch für sich selbst. Und Paulus selbst nimmt das dann wieder auf und sagt: Betet. Und er sagt nicht nur beten, sondern betet ohne Unterlass. Also dieses beständige Beten, genauso wie auch wir das Beispiel haben in Lukas Kapitel 11, wo wir einfach jedes Mal sehen können, dass wenn wir, wie kann man das jetzt am besten ausdrücken, geduldig und beharrlich, das ist dann wahrscheinlich das beste Wort hier, beharrlich betet, dass Jesus dann mit Sicherheit antworten wird.
[43:10] Ja, ich habe mir das Leben, wenn man auch das Leben von Jesus anschaut, dann sehen wir, dass er ja wirklich ein Mann des Gebets war. Und dass er vielleicht die beste Person der Bibel, neben Daniel und Joseph und auch Nehemia, die auch Männer des Gebets waren, einer der Menschen waren, die viel Zeit investiert haben im Gebet. Sei es nachts oder sei es früh am Morgen, dass er aufstand, um mit dem Vater zu reden. Und ich habe noch nicht, noch nicht seit langem ein schönes Zitat gelesen über das Gebet und ich würde es gerne teilen. Und es heißt hier in dem Buch: Schritte zu Jesus. Im Gebet öffnen wir uns Gott wie einem Freund, nicht, als wäre es notwendig, ihm zu sagen, was wir sind und wessen wir bedürfen, sondern, um ihn in unsere Herzen aufzunehmen. Das Gebet bringt Gott nicht zu uns, vielmehr uns zu ihm. Und das ist wirklich wunderbar. Durch das Gebet haben wir die Möglichkeit, in engsten Kontakten mit Jesus zu stehen, der in diesem Moment im himmlischen Heiligtum steht, als Hohepriester und dieses Rauchopfer, das da sinnbildlich ist und dieser Rauch, der aufsteigt, sinnbildlich steht für unsere Gebete und diesen vor unserem Vater bringt. Und deswegen ist es auch so wichtig, dass wir im Namen Jesu beten und wir auch beten, so wie er gebetet hat.
[44:34] Ja, das ist ein sehr, sehr interessanter Gedanke, den der Geist der Weissagung hier ausspricht, dass unsere Gebete nicht nur an die Dachdecke gänig war, aber dass Gott selbst herabkommt und uns natürlich ganz in den Himmel nimmt, in den Gebeten und uns seine wunderbare Erfahrung schenken möchte, dass wir erfüllt sind für den ganzen Tag. Und ich denke, wir würden gut daran tun, ich ganz praktisch gedacht, wenn in meinem Stundenplan keine Zeit ist zum Bibelstudium, dann ist die Zeit zum Bibelstudium einfach nicht da. Und wenn sie auch nicht eingetragen ist für das Gebet, dann ist die Zeit einfach nicht da. Und ich ermutige euch, dass ihr, wenn ihr euren Tag beginnt, genauso wie wir unseren Tag beginnen, auch in der Familie, dass es so einfach schön ist, wenn man sich die Zeit nimmt und sagt: Diese Zeit gehört nur Gott und mir. Das ist auf Amerikanisch, würde man sagen, Quality Time. Das ist diese Zeit, wo man einfach nur zusammen in Zweisamkeit verbringt. Und das würde ich Ihnen empfehlen, dass man sich diese Zeit in den Zeitplan reinsetzt. Und ich habe es schon oft erlebt, dass etliche meiner Freunde zu Terminen später kamen, denn sie hatten ihre Zeit eingeplant gehabt, mit Gott, eine Stunde mit Gott zu gehen und mit ihm zu sprechen. Und das ist sehr, sehr, sehr, sehr wichtig. Jesus hat das getan. Und wie du auch schon vorhin gesagt hast, gibt es Männer des Gebets im Alten Testament wie Daniel. Oder wir erinnern uns an Moses, der mit erhobenen Armen gebetet hat und so Kämpfe gewonnen wurden. Denn es war die Kraft des Herrn, nicht durch eigene Kraft, aber durch die Kraft des Heiligen Geistes. Dort ist wirklich Kraft im Gebet.
[46:06] Abschließend möchte ich noch, dass wir vielleicht ein Vers anschauen, zwei Verse, in Lukas 9, Kapitel 23 bis 25. Und es fasst noch einmal ein bisschen zusammen, was dieses Thema, das wir diese Woche studiert haben, in Christus zu wachsen, was es wirklich ganz praktisch bedeutet. Und vielleicht lesen wir das am Lukas 9, Vers 23 bis 25.
[46:36] Lukas Kapitel 9, Vers 23 bis 25. Es heißt hier: Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten. Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt?
[47:02] Es ist interessant, das Prinzip wieder des Paradox, dass es hier einen Gegensatz gibt, ein scheinbarer Gegensatz, dass Sterben ein Gewinn ist. So wie Paulus auch später sagt, und hier heißt es, dass der Erste nicht wahr wird, der Letzte sein. Aber das Beispiel, das hier auch gegeben wird, ist: Wenn du dein Leben retten willst, musst du es verlieren. Das ist ein interessanter Gedanke, denn es ist radikal. So wie er es beschreibt, dass wir ihm nachkommen, wenn wir uns verleugnen und das Kreuz täglich tragen. Ich muss nicht dein Kreuz tragen. Ich muss auch nicht mein Kreuz tragen. Jesus trägt natürlich das schwerste Kreuz. Aber wie schön es ist, wenn wir sinnbildlich Jesus sehen, der vor uns läuft und dieses schwere Kreuz trägt und wir sehen, dass er sich nicht beklagt. Er trägt dieses Kreuz und wir, so wie wir sinnbildlich nachfolgen, auch unser Kreuz tragen, dass wir ihm so dann auch die Jüngerschaft preisgeben, dass wir sagen: Ja, wir sind deine Jünger, denn wir folgen dir tatsächlich nach. Und das ist ein wunderschöner Gedanke, denn wenn wir ihm nicht nachfolgen, dann ist er auch nicht unser Leiter.
[48:10] Es ist auch schön oder interessant zu sehen, dass dieses Bild nicht unbedingt heißen soll, dass alles einfach ist. Jesus nachzufolgen ist nicht etwas, was leicht fällt, so wie auch im Römer gesehen haben. Es mag sein, dass es manchmal eine schwere Last ist und vielleicht haben sie auch etwas in ihrem Leben erlebt, wo es ihnen schwer fällt, Jesus nachzufolgen und ein Kreuz auf sich zu nehmen. Aber die Ermutigung, die hier steht und die auch du schon genannt hattest, ist, dass wer sein Leben verliert, der wird es wieder gewinnen. Und Jesus, wenn er wiederkommt und das Versprechen, das wir haben, auch in der Offenbarung, dass er abwischen wird, alle Tränen und dass er alles neu machen wird und uns das geben wird, wonach wir uns schon lange gesehnt haben, genauso wie Nikodemus, der ins Reich Gottes einkehren wollte und sagt: Wie kann ich dort auch dabei sein? Und dann heißt es, dass wir vom Neuen geboren werden sollen, an jedem Tag. Es ist genauso vielleicht wie ein Muskel, der trainiert werden muss. Wenn wir unseren Muskel nicht trainieren an jedem Tag, dann werden sie schwach, dann verlieren wir es. Und es ist genauso in dem Wachstum mit Christus. Wenn wir eine Verbindung, eine innige Verbindung mit ihm pflegen durch das Studium seines Wortes und durch das Gebet und durch die Gemeinschaft mit anderen im Heiligen Geist, dann werden wir wachsen.
[49:40] Abschließend habe ich noch ein Zitat, das ich gerne mit euch teilen möchte und das bringt das auch nochmal zum Ausdruck. Das einzige Mittel, in der Gnade Christi zu wachsen, ist, dass wir ohne jeden Eigennutz das gerade von uns, von Christus aufgetragene Werk tun, dass wir nach besten Kräften, denen helfend und segnend zur Seite stehen, die unsere Unterstützung und unsere Hilfe bedürfen. Kraft kommt durch Übung. Tätigkeit ist Lebensbedingung. Wer sein inneres Leben dadurch bewahren wird, dass er die Segnung in der Gnade annimmt, ohne selbst für den Herrn zu wirken, handelt wie einer, der versucht, vom Essen zu leben, ohne zu arbeiten. Sowohl in der geistlichen wie in der natürlichen Welt führt dieses Nichtstun Entartung und Verfall herbei. Ein Mensch, der sich beigert, seine Gliedmaßen zu bewegen, wird bald alle Kraft zu ihrem Gebrauch einbüßen. So wird auch ein Christ, der die gottgegebenen Fähigkeiten nicht üben will, weder die vorhandene Kraft bewahren, noch in der Gnade des Herrn wachsen.
[50:42] Also dieser letzte Satz ist natürlich unglaublich. Das heißt, so wird auch ein Christ, der die gottgegebenen Fähigkeiten nicht üben will, weder die vorhandene Kraft bewahren, noch in der Gnade des Herrn wachsen. Und das war der erste Vers, den wir uns angesehen haben. Dass wir in der Gnade und in der Erkenntnis in Jesus Christus wachsen. Und es ist sehr schön zu sehen, dass in dieser Lektionsbetrachtung es nicht nur hervorkommt, dass wir in Christus wachsen, sondern auch wiederhergestellt werden. Von Wachstum zur Wiederherstellung. Und das ist das wunderbare Beispiel, das Gott uns gibt, schon von Anbeginn der Zeiten. Dass er wollte, dass wir in seinem Ebenbild, in diesem Ebenbild geschaffen worden sind, so wie wir geschaffen worden sind, auch leben und weiterhin wachsen. So wie der Vater, Sohn, der Heilige Geist in einem innigen Bund zusammenleben. Dass wir als Menschen, Gemeinde, als Menschen, Familie, auch so zusammen wachsen und wirklich einen Körper bilden. Und dass wir auch so agieren, so wie der Kopf es leitet. Und der Kopf ist natürlich Jesus Christus. Und die Frage ist natürlich, genau wie im Leittext auch geschrieben wird: Sind wir bereit, sind sie bereit, sind wir bereit, unser Leben ihm vollkommen zu geben? Dass wir sagen: Wir möchten von Neuem geboren werden. Dass wir mit Wasser und mit dem Geist neu geboren werden. Und dass wir ihm nachfolgen möchten. Dass wir den Schritt gehen und sagen: Ja, ich möchte mich selbst vorleugnen. Ich möchte Jesus nachfolgen, mein Kreuz auf mich nehmen und ihm wirklich alles geben. Denn er weiß, was am besten ist. Er hat alles für mich gegeben. Wie viel bin ich, will ich ihm zugeben. Und das Gebet kann natürlich dabei helfen. Es ist gut, nicht nur alleine zu beten. Und es ist gut, nicht nur im Stillen zu beten. Das ist natürlich eine wunderbare Art, dass wir mit Gott im stillen Gebet reden können. Satan kann das nicht hören. Er ist aber auch schön, laut zu beten. Denn Satan wird es auch nicht mögen, dass wir zum Herrn beten im Namen Jesu. Und wie schön ist es, wenn zwei oder drei zusammen sind und gemeinsam beten. Denn da ist Jesus mitten unter ihnen. Die Bibel ist ein Liebesbrief, der mit uns kommuniziert, dass Jesus mit uns Gemeinschaft haben möchte. Sind wir bereit, eine Gemeinschaft mit ihm zu haben? Wie wir gelesen haben in der ersten Lektion, durch den Vater, den Sohn, den Heiligen Geist, dass wir jetzt aber mit ihm wachsen, dass wir zusammen wachsen. Und das ist dieser Wunsch, den wir haben und den wir ausdrücken möchten im Gebet. Wenn Esther jetzt anfangen wird zu beten, ich werde dann gemeinsam abschließen. Und vielleicht neigt ihr auch, wo es möglich ist, eure Häupter. Und wir starten somit in diesen Sabbataken und fragen Gott tatsächlich, dass wir so innig mit ihm zu wachsen, dass er nicht mehr länger warten kann, aber bald zurückkommt, auf diese Erde und uns nach Hause bringt, dass wir dort sind, wo er ist. Ist das euer Wunsch? Lasst uns gemeinsam beten.
[53:34] Himmlischer Vater, großer Gott, auch wir kommen vor dich, so wie Nikodemus, mit dem Wunsch, einmal bei dir zu sein, im Reich, in deinem Reich einzukehren. Und die Worte, die du zu ihm gesprochen hast, sind auch die gleichen, die du zu uns heute sprichst, dass wir von neuem geboren werden sollen. Und Herr, wir möchten diese Entscheidung treffen. Heute, in diesem Moment, in diesem Augenblick, dass du uns ein neues Herz schenkst, so wie du in Psalm 51 auch sprichst. Dass du uns ein neues Herz erschaffst. Und dass wir in deiner Liebe und in der Erkenntnis wachsen und dass wir uns von dem Guten und von dem Bösen unterscheiden können. Und wenn es dort noch etwas gibt, was uns daran hindert, in völliger Übereinstimmung mit deinem Leben zu stehen, dann bitten wir dich, dass du es herausnimmst, mit der ganzen Wurzel, und dass du deine Liebe und die Früchte des Geistes in unser Leben hineinsetzt. Wir bitten dich, dass du uns eine Freude schenkst, auch für das Gebet und Beharrlichkeit. Dass wir zu dir kommen mit unseren Sorgen, mit unserer Fürbitte, mit all dem, was uns beschäftigt und wir mit dir sprechen können wie mit einem Freund. Darum bitten wir dich.
[54:52] Vater, ich möchte mich dem auch anschließen. Wir haben diese Momente unter deinen Segen gestellt. Du hast uns sehr durch dein Wort gesegnet. Wir bitten dich, dass wenn wir Zeit in deinem Wort verbringen, dass du zu uns sprichst. Und dass wenn wir mit dir sprechen, dass der Heilige Geist diese Gebete zu dir leiten wird. Und dass du sie so beantworten wirst, dass alle Ehre dir zukommt. Vater, beschütze uns durch deine Schan und den Heiligen Geist. Und wir bitten, dass du doch bald kommen magst. Dass wir dort sind, wo du bist. Und dass wir in Freude, Friede und voller Liebe mit dem Erlöser dieser Welt, den wir heute nochmal angenommen haben, leben dürfen. Ist unser Wunsch. In Jesu Namen. Amen.
[55:36] Amen. Einen gesegneten Sabbat wünschen wir euch, wenn ihr die Sabbatschule zusammen studieren werdet. Gottes Segen.
Lizenz
Copyright ©2014 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.