Im zweiten Teil der Serie „Wie man die Wahrheit findet“ vertieft Eugene Prewitt die Suche nach Erkenntnis. Nachdem im ersten Teil die biblischen Vorhersagen und Gesundheitsprinzipien als Beweise für die Wahrheit der Bibel beleuchtet wurden, widmet sich diese Folge einer kniffligen Frage: Warum führen unterschiedliche Studienansätze zur Bibel zu so verschiedenen Schlussfolgerungen? Entdecke, wie unreine Gedanken und unmoralische Fantasien das Verständnis der Schrift beeinflussen können und warum dies kein Widerspruch zur Glaubwürdigkeit der Bibel ist.
Wie man die Wahrheit findet – Teil 2
Eugene Prewitt · Wie man die Wahrheit findet ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Grundlehren der Bibel, TheologieWeitere Aufnahmen
Serie: Wie man die Wahrheit findet
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Transkript
[0:00] Ich möchte euch wieder willkommen heißen zum zweiten Teil unserer kleinen Serie, wie man die Wahrheit findet.
[0:29] Im ersten Teil unserer Serie haben wir uns nach tatsächlichen Beweisen geschaut, die uns zeigen, wo eine echte Quelle der Wahrheit zu finden ist. Und wir haben dort vor allem Beweise aus der biblischen Vorhersagen und auch aus den Gesundheitsprinzipien der Bibel gefunden. Man hätte noch sehr viel mehr dazu sagen können, als was ich gesagt habe. Zum Beispiel, dass die Bibel auch verbietet, dass man Blut und Fett isst. Aber fast alle Gesellschaften in der Antike glaubten, dass es eine ganz tolle Idee sei, Blut und Fett zu essen. Und erst in unseren Zeiten haben wir die Gefahr der Arteriosklerose kennengelernt und das Fett sich in unserem Körper ansammelt. Und erst in unserem Alter haben wir gelernt, wie das Blut auch bestimmte Schadstoffe mit sich trägt, die dann erst ausgeschieden werden.
[1:53] Außerdem haben wir darüber gesprochen, wie man die Bibel studiert. Heute wollen wir eine schwierige Frage ansprechen: Warum ist es, dass viele Menschen dieses Buch studieren und kommen zu solchen verschiedenen Schlussfolgerungen? Es sieht fast aus wie eine Schande für dieses Buch, als ob es gegen die Vertrauenswürdigkeit des Buches sprechen würde. Aber ich glaube, wir können einige vernünftige Antworten auf diese Frage finden.
[2:32] Wir wollen ganz kurz etwas wiederholen, was wir im ersten Teil angesprochen haben. Niemand von den Gottlosen wird verstehen. Und das beschreibt tatsächlich die große Mehrheit aller Menschen. Wenn man sich also eine Gruppe von Menschen anschaut, dann weiß man nicht, wer von ihnen unmoralische Fantasien hat. Und viele Menschen, die sogar die Bibel lieben und lesen, haben Probleme mit unreinen Gedanken. Und das produziert falsche Schlussfolgerungen in ihrem Studium.
[3:15] Schaut euch 1. Korinther 11 an. 1. Korinther 11, Vers 19. Es sagt, es müssen ja auch Parteien oder im Original griechischen Heresien unter euch sein, damit die bewährten offenbar werden unter euch. Es war also Teil des Plans Gottes, dass es verschiedene Meinungen über dieses Buch geben würde. Die falschen Ideen dienen einem Zweck. Sie zeigen nämlich, wer von Gott wirklich bewährt ist oder von ihm angesehen wird.
[4:08] Um es ganz deutlich zu sagen: Ein Mensch, der falsche Lehren verbreitet, dann ist das zumindest manchmal das Problem eines, oder ist das Problem eigentlich eine Sünde in seinem Leben? Ich möchte ganz bewusst sagen, das ist nicht jedes Mal der Fall. Wenn wir uns in der Geschichte zurückschauen, dann finden wir heraus, dass Menschen sehr fehlerhaft sind und fehlbar. Luther war ein sehr gottesfürchtiger Mensch. Zwingli war ein sehr gottesfürchtiger Mensch. Tyndale war ein sehr gottesfürchtiger Mensch. Genauso auch Tyndale. Aber die drei haben bei verschiedenen Themen nicht dieselbe Meinung gehabt. Wenn man in der Geschichte voranschreitet und man dann George Whitefield anschaut, er hatte eigentlich so ein bisschen theologische Ansichten wie John Calvin. John Wesley, sein Kollege, war eigentlich ganz anders in seinen Ideen. Wenn man ihre Geschichten aber anschaut, sieht man, dass Gott beide sehr gut gebrauchen konnte, um Sünder zur Buße zu führen.
[5:35] Obwohl es also wahr ist, dass gottesfürchtige Menschen manchmal nicht dieselbe Meinung haben, ist es auch wahr, dass Probleme mit der Sünde unsere Fähigkeit zu verstehen zerstört.
[5:58] Ich möchte mit euch eine Reihe von Tricks anschauen, die der Teufel benutzt hat, um Menschen zu täuschen. Schauen wir mal in Psalm 66. Psalm 66, und dort Vers 18. Was für ein interessanter Aussage. Du möchtest die Wahrheit kennen? Du bittest Gott, dich zu lehren? Vielleicht bittest du und bittest immer wieder um Verständnis? Vielleicht schlägst du dich selbst und verbringst drei Wochen in einer Höhle? Und du bittest Gott, dich zu lehren? Heißt das, dass deine Schlussfolgerungen unfehlbar sind? Wenn du Unrecht vorhast in deinem Herzen, all deine Selbstkasteiung und deine Selbstdemütigung bringt überhaupt nichts. Das Gebet wird dann nicht effektiv sein. Gott schaut nach echter Herzensübergabe.
[7:28] Wir wollen also einige Tricks uns anschauen. Der Teufel ist eigentlich relativ konsequent, so von Zeitalter zu Zeitalter. Seine Tricks werden immer wieder neu aufgelegt. Ein Trick, der schon bei Eva im Garten Eden funktioniert hat. Er kann diesen Trick noch heute sehr effektiv gebrauchen. Und ich möchte einige dieser Tricks benennen, die ich selbst beobachtet habe bei Menschen, mit denen ich gearbeitet habe.
[8:02] Einen dieser Tricks nenne ich den Baby- und das Badewasser-Trick. In den alten Tagen, als es schwer war, heißes Wasser zu machen, wurde das Wasser der Badewanne eingeschüttet. Einmal erhitzt. Der Papa hat ein Bad genommen. Mama hat das Bad genommen. Die Brüder und Schwestern haben dann gebadet. Der letzte, der dann dran war, war das Baby. Nach dem Baby wurde dann das Wasser ausgeschüttet. So kam es zu einem Sprichwort, dass man das Baby nicht mit dem Badewasser ausschütten soll. Wenn man etwas loswerden möchte, was absolut verachtungswürdig ist, dann sollte man aufpassen, dass man sich nicht gleich etwas sehr Kostbares wegwirft.
[9:04] Denken wir mal über Martin Luther nach. Er hat in seinem Bibelverständnis sehr viel Fortschritt gemacht. Und dann sind hier in Deutschland einige falsche Propheten aufgestanden. Diese falschen Propheten hatten sehr verrückte Ideen. Eine ihrer schlimmsten Ideen ist, dass wir dieses Buch nicht mehr brauchen. Sie sagten, wir müssen unseren Impressionen folgen. Aber sie hatten eine interessante Idee. Sie hatten gesagt, dass die Säuglingstaufe eigentlich keine echte Taufe ist. Sie sagten, die Taufe hat mit dem Untertauchen zu tun. Sie waren richtig darüber. Aber als Luther sie traf, und er schlussfolgerte, dass ihr eigentlicher Geist sehr falsch war, war es für ihn sehr einfach zu schlussfolgern, dass diese Idee auch falsch war.
[10:15] Das ist ein sehr oft gebrauchter Trick. Und ich hoffe, ihr werdet darauf nicht hineinfallen. Wenn ihr nicht kritischer als das denkt, dann ist es sehr einfach für Satan, euch zu schlussfolgern. Alles, was er tun muss, ist, dass eine böse Person euch die Wahrheit erzählt.
[10:39] Das passiert zu vielen Kindern. Ihre Eltern sind religiös. Der Vater liebt die Bibel sehr. Aber er hat ein sehr aufbrausendes Gemüt. Er ist sehr ärgerlich und auch gewaltsam, wenn er die Kinder züchtigt. Und wenn ihr Eltern seid, solltet ihr wissen, dass körperliche Züchtigung, die man gibt, wenn man ärgerlich ist, das die Samen der Rebellion sät. Wenn ihr glaubt, dass körperliche Züchtigung wertvoll ist, dann muss man erstmal seinen eigenen Zorn wirklich im Griff haben, bevor man so ein Mittel einsetzen möchte.
[11:38] Wenn dann der böse Vater seinen Jungen schlägt, wird dieses Kind jetzt sehr oft von Satan hin das Licht geführt. Es denkt jetzt folgendermaßen: Mein Vater ist böse, mein Vater glaubt an dieses Buch, dieses Buch muss auch böse sein. Aber das ist nicht rational. Es ist ja nicht wahr, dass nur weil Hitler etwas glaubt, dass das etwas falsch ist. Wenn Hitler glaubte, dass Äpfel gut schmecken, dann ist die Assoziation von Hitler mit Äpfeln keinerlei Aussage wert für den Wert von Äpfeln.
[12:28] Also beim Bibelstudium sollte man dabei aufpassen. Ich habe euch schon gesagt, ich bin ein 7. Tagsabitist. Vielleicht hast du keine hohe Meinung von meiner Kirche. Das ist vollkommen okay. Vielleicht denke ich auch nicht besonders hoch von deiner Kirche. Aber wenn du etwas hast, was du mir mitteilen möchtest, dann würde ich es gerne evaluieren auf der Basis dessen, was ich tatsächlich hier an Daten finde. Wenn es wahr ist, dann ist es wahr, weil es im Buch ist. Nicht, weil es deine Gemeinde lehrt. Wir müssen in unserem kritischen Denken wirklich einen höheren Standard einnehmen.
[13:14] Und das bringt mich zu einer Frage der Balance. Heute wird durch die Medien radikales Handeln wirklich heruntergebracht. Die Medien zeigen uns, dass es nicht nur darum geht, sondern dass es auch darum geht, sich zu balancieren. Wenn meine Frau über das Wort radikal nachdenkt, dann denkt sie an Suizidbomber. Ich weiß nicht, woran du denkst. Aber viele Menschen kommen zur richtigen Schlussfolgerung, indem sie sich ausbalancieren. Sie sehen also ein Extrem hier auf dieser Seite. Sie wollen von diesem Extrem fernbleiben. Und dann sehen sie dort Extreme. Und von denen wollen sie auch nichts wissen. Und sie denken dann, wenn sie in der Mitte stehen, dann sind sie doch ziemlich richtig. Aber auch das ist nicht rational.
[14:28] Der Satan möchte euch täuschen. Und er bringt Menschen in eure Präsenz, die euch in der Mitte fühlen. Wenn er ein paar Freunde in euren Bereich bringt, die alle an Evolution glauben, dann könntest du dich vielleicht etwas extrem fühlen, wenn du in eine literale Kreation glaubst. Oder wenn viele Menschen in deine Gegenwart kommen, die sagen, man sollte nur Früchte essen, dann findest du, dass du vielleicht ein bisschen extrem bist, wenn du ab und zu Fisch und Rind isst.
[15:27] Was ich sagen möchte, ist, dass wir etwas wirklich Vertrauenswürdiges brauchen. Das Buch sagt uns, was wir glauben sollen. Es sagt uns, wie wir leben sollen. Und wenn jeder andere etwas anderes glaubt, egal ob sie links oder rechts von mir sind, dann muss ich doch dem Buch folgen. Ich hoffe, ihr versteht diese Idee. Ich möchte sie noch ein bisschen weiter entwickeln.
[16:00] Einige Menschen sagen, es beeinflusst mich nicht so. Sie sagen, dass zum Beispiel die Art und Weise, wie sie reden, ihr Denken nicht beeinflusst. Die Bibel sagt ja, dass wir unseren Mund hüten sollen. Dass wir nicht schwören sollen, dass wir nicht fluchen sollen, oder auch nicht übertreiben. Jemand könnte sagen: Aber wenn ich so rede, das hat ja keinen Einfluss auf mein Denken. Ich habe das ja all mein Leben schon gehört. Woher weißt du eigentlich, was dich beeinflusst? Viele Resonanzen sind langsam. Resultate oder Effekte sind eigentlich sehr langsam in ihrer Wirkung. Der Mensch, der eine wirklich schreckliche Ernährung hat, der kann das jahrelang essen, bevor er irgendwelche Auswirkungen spürt.
[17:15] Um das kurz zu machen, wir brauchen den Ratschlag der Gottesgaben. Wenn Gott also zu Frauen spricht und er ihnen rät, gemäßige und angemessene Kleidung zu tragen, wenn die Frau dann sagt: Das ist nicht für mich. Darüber muss ich mir keine Gedanken machen. Dann sage ich ihr: Woher weißt du das? Weißt du mehr über dich, als Gott über dich weiß? Vertrauen wir dem Schöpfer?
[17:51] Es gibt noch mehr. Vor einigen Jahren war ich in einem Verlagshaus. Es gab dort einen philosophisch denkenden Menschen, der als Bucheditor arbeitete. Er war sehr überrascht, dass ich nicht fett war. Er hatte einige Beobachtungen gemacht. Er beurteilte, dass Leute wie ich typisch übergewichtig sind. Ich werde dir nicht sagen, warum er das gesagt hat. Das ist ein bisschen dumm. Ich werde dir ein bisschen die Logik erklären. Es gibt Dinge in der Bibel, die er nicht wirklich folgen wollte. Seine Idee war, dass die Menschen, die dem folgen, sie tun es, weil es ihnen natürlicherweise zusagt. Der Grund, warum ein Mensch das isst, ist, weil es ihm natürlich zufällt. Er mag halt einfach kein gut schmeckendes Essen. Oder der Grund, warum ein Mensch pünktlich ist, ist, weil es ihm natürlich zusagt. Das ist einfach, weil es ihm natürlich zufällt. Er mag es einfach nicht, spät zu sein.
[19:18] Aber wisst ihr, wenn ihr so denkt, dann verringert man den Einfluss dieses Buches. Denn das Buch hat diesem Mann gesagt, er soll pünktlich sein. Und es hat jenem Mann gesagt, dass sein Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist. Warum lebt dieser Mann auf eine gesunde Art und Weise? Sag nicht einfach, ja, das ist seine Neigung. Sehr viel wahrscheinlicher überwindet er und bekämpft seine inneren Neigungen. Gebt Gott die Ehre. Durch sein Wort führt er Menschen, sich selbst zu verleugnen und besser zu leben.
[20:11] Sollte man Beweise fordern? Ich habe Menschen sagen hören, die die Idee des Glaubens illustrieren wollten. Manchmal illustrieren sie den Glauben als einen Sprung ins Ungewisse. Man kann sich vorstellen, wie man eine Tür öffnet und es ist absolut pechschwarz da drin. Man kann nichts sehen, man hofft für das Beste und man springt. Und manche sagen, so ist der Glaube. Es ist, als ob man ins Dunkle springt. Ich möchte sagen, das ist ziemlich dumm. Aber das ist vielleicht nicht besonders höflich. Also überlege ich mir, wie ich es höflicher sagen könnte. Es fällt mir nichts Besseres ein. Es ist einfach dumm. Man sollte niemals in das Dunkle springen.
[21:16] Was ist Glaube? Glaube ist in Harmonie mit den besten Beweisen zu leben, die man hat. Wir haben in Gottes Natur die Beweise für seine Liebe und seine Macht und seine Sorge für uns. Wir haben Beweise in diesem Buch über sein großes Wissen und wie er für uns Sorge trägt. Wenn ich all diese Beweise sehe, dann ist es nicht rational, wenn man an ihm zweifelt.
[21:54] Aber wenn ihr zu mir kommt und ihr sagt: Beweise, dass es Gott gibt, ich kann das nicht tun. Gott hatte niemals vor, uns Beweise zu geben. Es gibt einen Grund. Er gibt uns genügend Beweise, aber nicht so, dass er unser Verständnis zwingt.
[22:29] Was würde passieren, wenn Engel im Himmel erscheinen und Menschen auf der ganzen Welt sagen würden, dass sie der Bibel folgen müssen? Innerhalb weniger Stunden wäre die gesamte Welt christlich. Es gäbe eine unglaubliche scheinbare Erweckung. Alle Nationen würden sich dieser neuen Offenbarung beugen. Warum tut Gott das nicht? Weil er sich vielmehr nach Glaube und Liebe sehnt.
[23:12] Habt ihr schon einige dieser Videos von humanoiden Robotern gesehen? Saudi-Arabien hat vor kurzem so einem Roboter das Bürgerrecht verliehen. Dieser Roboter ist so programmiert und klingt so wie ein Mädchen. Die Programmierung in der Sprachabteilung war ziemlich gut. Aber wenn man diesen Roboter trifft und sie eine Umarmung gibt und sie sagt: Ich liebe dich. Oder man sagt, es sagt, würdest du dich geliebt fühlen? Ich glaube nicht. Ich glaube, du weißt, dass wenn es dir eine Umarmung gibt, es nur seiner Programmierung folgt.
[24:11] Man kann nicht wirklich Liebe ohne Freiheit haben. Und man kann kein Vertrauen haben, wo es Furcht gibt. Wenn Gott uns mit zu viel Beweisen überwältigen würde, wenn man also wirklich töricht sein müsste, ihm nicht zu glauben, dann würden wir ihm aus Furcht glauben. Unser Furcht vor der Strafe würde unsere Angst vor der Strafe sehr viel stärker sein als unsere Liebe.
[24:48] Ich möchte erklären damit, warum Gott uns mit so viel Beweisen überwältigen kann, warum Gott keine unwiderlegbaren Beweise gibt. Es wäre dann sehr schwierig, ihm vertrauen zu können.
[25:07] Aber nehmen wir an, du kommst zu mir und du hast einen neuen Einwand gegen die Bibel, den ich noch nie zuvor gesehen habe. Nehmen wir an, ich sehe diesen und ich kenne die Antwort nicht. Sollte ich deswegen jetzt sofort mein Glauben an die Bibel aufgeben? Sollte ich jetzt sagen: Oh, ich brauche aber jetzt einen unwiderlegbaren Beweis? Wenn es für dieses Problem keine Lösung gibt, dann werde ich nicht mehr glauben. Ich sage nein.
[25:47] Wenn also dieses Problem zu mir kommt, dann habe ich in meinem Kopf so viel Beweise schon für mein Glaubenssystem, meine Antworten, die ich erhalten habe auf Gebet, die Wunder, die Gott für mich und in mir getan hat, die Beweise, die ich in der Schrift gefunden habe. Ich habe so viele Gründe zu glauben. Und jetzt bringst du mir ein neues Beweisstück, das mich hier verwirrt. Ist es Beweis, dass ich meinen ganzen Reichtum wegwerfen muss wegen dieser neuen Münze? Nein.
[26:29] Der rationale Ansatz wäre, zu sagen: Freund, ich kenne die Antwort nicht. Ich habe viele rationale Gründe, warum ich noch glaube. Und ich kann sie nicht alle wegwerfen wegen dieser perplexen Frage. Ich kann sie nicht alle wegwerfen nur wegen dieser einen verwirrenden Frage.
[26:56] An dieser Stelle müssen wir einfach sorgsam sein und vorsichtig sein, wie man mit Gelehrten umgeht. Wir leben in einem Zeitalter der Missinformation. Wenn ihr eine Weiterleitung in sozialen Medien erhaltet, und am Ende sagt: Leite das an alle deine Freunde weiter. Habt ihr euch schon gewundert, wie Menschen darauf reinfallen, auf diese Botschaften? Oder vielleicht bist du auch jemand, der das dann immer weiterleitet.
[27:38] Ich möchte nur eine Minute zu dir darüber sprechen. Wenn dieses Dokument versucht, die Welt über eine Gefahr zu warnen, und es sagt dann: Leite es an alle deine Freunde weiter. Dann verspreche ich dir, es ist nicht wahr. Wirklich ernsthafte Menschen warnen die Welt nicht dadurch, dass sie Weiterleitungen in sozialen Medien posten. Vielleicht kann ich deine Gewohnheit diesbezüglich nicht ändern. Aber ich möchte mit dir darüber sprechen, wie Menschen denken, auf eine Art und Weise, die eigentlich nicht besonders sinnvoll ist.
[28:32] Das wird viel in der akademischen Welt getan. Ein Mann schreibt: Die Autoritäten auf diesem Thema denken so und so, aber es gibt andere Autoritäten, die denken anders. Ich habe mir beide Sichten angeschaut, ich habe sie betrachtet, und deswegen bin ich jetzt zum Schlussfolgerung gekommen, dass das die Wahrheit ist. Man könnte diesen Trick den Ich-bin-gut-informiert-Trick nennen. Habt ihr gesehen, was ich gerade gesagt habe? Dieser Trick besagt: Ich habe eine höhere Kompetenz, darauf zu antworten, als all die Autoritäten, die ich gelesen habe. Weil ich sie alle gelesen habe, bin ich der am besten Informierte. Das ist ein Trick.
[29:37] Einige dieser Autoritäten haben vielleicht 30 Jahre investiert, um dieses Thema zu studieren. Vielleicht habe ich nur drei Tage investiert, um ungefähr zu verstehen, was sie alle glauben. Aber wisst ihr, dass Menschen die ganze Zeit so reden? Vor allem religiöse Leiter. Sie sagen vielleicht: Ich habe einen Abschluss in Theologie. Du hast kein Recht, mit mir nicht einer Meinung zu sein. Ich kenne Hebräisch. Ich habe Griechisch studiert. Das war eine Illustration. Ich kenne Hebräisch nicht wirklich. Und mein Griechisch ist etwas schwach. Ich habe Hebräisch und Griechisch studiert. Ich habe es gelernt. Ich habe es vergessen. Was ist euch schon mal passiert? Aber nehmen wir an, ich wüsste es noch immer alles. Heißt das jetzt automatisch, dass was ich sage auch vertrauenswürdig ist? Denn du kannst ja mein Herz nicht lesen. Und wenn du mein Herz nicht lesen kannst, dann weißt du gar nicht, ob Gott mich lehrt oder nicht. Du weißt nicht, wie dämlich ich bin. Du weißt auch nicht, wie bereit ich bin, dem zu folgen, was Gott sagt. Es könnte sein, dass ich nur ein ganz widerspenstiger alter Mensch bin.
[31:16] Was sind einige der gewöhnlichen Fehler, die normale Menschen machen, wenn sie zu Hause die Bibel studieren? Da fallen mir vor allem drei ganz häufige ein. Eine ist, dass man sich seiner Schlussfolgerung zu sicher ist. Also wenn ich in die Bibel schaue, und das tue ich jeden Tag, da finde ich etwas Neues. Heute Morgen habe ich etwas gelernt. Aber wenn ich etwas lerne, was anders ist, als ich gedacht habe, dann muss ich sehr sorgsam sein, was ich damit mache. Ich muss es glauben, aber erst mal unter Vorbehalt daran festhalten.
[32:03] Es kann ja sein, dass ich es möglicherweise falsch verstanden habe. Obwohl ich darum bete, dass Gott mich lehrt, muss ich mir immer wieder daran erinnern, dass ich mich selbst verführen könnte.
[32:22] Ich denke da gerade an einen meiner absoluten Lieblingspersonen in der Geschichte. Sein Name ist John Bunyan. Er schrieb dieses Buch Pilgrims Progress. Er schrieb einige interessante Dinge über die Kovenants. Ich sehe außergewöhnlich viele Beweise, dass Gott durch diesen Mann gewirkt hat. Aber er schrieb auch über den siebten Tag Sabbat. Ich bin ein Sabbathalter. Ich glaube, ich könnte genügend Beweise in diesem Buch zeigen, dass wir die zehn Gebote halten sollen. Aber als Bunyan im Gefängnis war und er seinen Gefängnisdienst, dort einen Missionbetrieb im Gefängnis, dann hat er seine neuen Bekehrten beobachtet, wie sie am Samstag sich verhielten. Es war ein Experiment. Er wollte sehen, ob sie natürlicherweise Sabbathalter würden.
[33:35] Vielleicht denkt ihr, das sei ein verrücktes Experiment. Aber Bunyan hat so gedacht. Er hat gesagt: Im neuen Wunsch schreibt doch Gott sein Gesetz in unser Herz. Und wenn man sich bekehrt, dann schreibt doch Gott das Gesetz hinein. Diese Gefängnisinsassen sind bekehrt worden. Wenn also der Sabbat noch Teil des Gesetzes Gottes ist, dann sollten sie doch natürlicherweise den Samstag halten, wenn er am Samstag kommt. Also hat er beobachtet. Und wisst ihr, sie haben den Sabbat nicht gehört. Sie haben nicht mal davon gehört. Sie wussten nicht, dass er sie beobachtet. Also hat Bunyan seine Schlussfolgerung gezogen. Er hat aber geschrieben. Aber er lag falsch. Er hat nicht realisiert, dass Gott das Gesetz nach und nach schreibt. Wir nennen das Heiligung. Wenn du eines seiner Prinzipien lernst und du dich dem unterordnest, dann wird dieses Prinzip in deinen Charakter geschrieben. Das geht über Zeit.
[34:51] Wenn also Bunyan diesen Gefängnisinsassen den Sabbat erklärt hätte und sie dieser Wahrheit sich untergeordnet hätten, dann hätten sie auch am Samstag Beweise gegeben, dass sie ihn halten sollten.
[35:06] Was ich sagen möchte, ist, sei sorgfältig, dass du dich nicht zu sehr darauf stützt, was du selbst herausgefunden hast. Ganz oft kommen Menschen zu falschen Ideen und verteidigen sie dann bis zu ihrem Tod.
[35:28] Es gibt noch eine andere Idee, die damit zusammenhängt. Wenn du eine neue Pflicht entdeckst, etwas, was die Gemeinde tun sollte, bevor du es überall verkündigst, finde einige Menschen, von denen du weißt, dass sie wirklich treu den Willen Gottes suchen. Finde Menschen, von denen du weißt, dass sie schon ein ziemlich gutes Verständnis der Bibel haben. Menschen, die auch echte, praktische Christen sind. Christen, die zu Hause Christen sind. Und stelle deine Idee für vier oder fünf solcher Menschen vor.
[36:13] Der Grund ist: Gott möchte, dass wir ein Netzwerk von Gläubigen sind. Er lehrt mich etwas für dich und er lehrt dich etwas für mich. Wir beide brauchen es. Ich brauche, was du hast, und du brauchst, was ich habe. Wenn wir uns so austauschen, dann wird es für den Satan sehr schwierig. Du siehst, Satan kennt mich. Er kennt meine besonderen Schwachheiten, die seltsamen Erfahrungen, die ich gehabt habe. Er hat meine Gesichtsausdruck beobachtet, wenn ich bestimmte Ideen höre. Und so kannst du dir vorstellen, wie er eine falsche Idee zusammenstellt, die genau auf mich passt. Während er mir die Bibel liest, kann er mir diese Idee vorschlagen. Und ich sehe sie. Es passt mir. Meine Erfahrungen, meine Schwachheiten. Ich bin sehr begeistert von ihr. Aber sie hat nicht viel mit dir zu tun. Und wenn ich dir meine Entdeckung mitteile, dann kannst du doch leicht die Falschheit in der Logik sehen.
[37:42] Was ich damit sagen möchte, ist, sei nicht übermäßig unabhängig. In unserer ersten Lektion haben wir gesagt: Sei nicht wie das Baby. Sei nicht völlig abhängig von anderen Menschen. Das ist wahr. Du solltest selbst studieren und zu Gott gehen. Aber es gibt eine andere Wahrheit. Du bist Teil einer Familie. Und obwohl du nicht völlig abhängig bist von jemandem wie ein Baby, können wir doch alle gemeinsam wie eine Familie voneinander abhängig sein. Und wir können alles miteinander austauschen und dadurch unsere eigenen persönlichen Schwächen minimieren.
[38:29] Ich möchte noch eine Idee euch mitteilen. Habe keine Liebe für das Neue und Seltsame. Das passiert ganz besonders bei jungen Männern. Sie möchten über etwas predigen. Sie wollen etwas Neues oder Interessantes oder Begeisterndes finden. Sie wollen nicht das alte predigen, was schon alle kennen. Aber wenn du etwas Neues und Seltsames findest, dann könnte es sein, dass du es einfach nur missverstanden hast. Also statt nach dem Seltsamen zu suchen, schau lieber nach dem Kostbaren. Suche nach dem, was wirklich Heiligkeit fördert. Schau nach dem, was dich ermutigt. Schau nach dem Charakter Jesu. Aber habe nicht dieses Verlangen, einfach nur zu zeigen, wie klug du bist in der Bibel. Dieses Verlangen, einfach nur zu zeigen, wie klug du bist in der Bibel. Dieses Verlangen, wirklich als klug zu erscheinen, hat sehr viele falsche Ideen in die Gemeinde gebracht.
[39:48] Was habe ich in diesem Teil 2 gesagt? Das ist ein gutes Buch. Du kannst hier die Wahrheit finden. Aber vergiss nicht, es gibt einen Teufel. Er hat einige ganz geläufige Tricks, die er benutzt. Er versucht, Assoziationen zu benutzen. Also statt die Bibel nach dem zu beurteilen, was sie sagt, wir beurteilen Ideen anhand des Charakters der Lehrer. Wenn ein gottesfürchtiger Mann lehrt, dann schlussfolgern wir, dass seine Ideen wahr sind. Wenn ein ärgerlicher Mensch es lehrt, dann schlussfolgern wir, dass seine Ideen falsch sind. Aber das sind keine wirklich sinnvollen Schlussfolgerungen. Sehr viele gottesfürchtige Männer sind auch verwirrt. Und sehr viele böse Menschen sagen wahre Dinge. Wir können einfach Menschen nicht als Maßstab nehmen, was wahr ist.
[40:57] Wir können unsere Position auch nicht dadurch finden, dass wir uns genau in der Mitte zwischen links und rechts, den Extremen, befinden. Wir sollten auch nicht annehmen, dass Leute, die hohe Standards haben, sie haben, weil sie so natürlich angewiesen sind. Aber lasst uns der Glory Gottes geben, die ihre Leben in einer echten Art und Weise verändert.
[41:29] Und was, wenn wir jemanden finden, der alle autoritativen Dokumente untersucht hat? Können wir deswegen seiner Schlussfolgerung automatisch vertrauen? Nicht wirklich. Man kann ihrer Integrität vertrauen, aber man kann ihnen nicht persönlich vertrauen.
[41:54] Was das bedeutet, ist, dass nur die Bibel selbst eine wirklich vertrauenswürdige Quelle der Wahrheit für uns ist. Wir müssen Gott unsere Herzen geben, uns disziplinieren, seine Wahrheit zu finden, und wirklich geduldig zu sein, diese Arbeit zu tun.
[42:21] Wir sollten den Vorteil nutzen, eine Gemeinschaft zu sein. Schauen nach Beweisen, aber verlangen nicht einen unwiderlegbaren Beweis. Und wenn wir da sorgfältig sind, auf diese Art und Weise, dann werden wir den Satan wirklich frustrieren. Es gibt noch viele andere Tricks, die er vielleicht benutzen kann. Man kann aber viele von ihnen sehr schnell runterbrechen. Eigentlich versucht er immer wieder, dass wir irgendeine andere Quelle von Autorität mit diesem Buch assoziieren. Und das einzig Weise, was wir tun können, ist, diese alternativen Quellen abzuschneiden. Dann können wir die Wahrheit finden.
[43:15] Ich möchte noch mit euch beten. Unser Vater im Himmel, ich bitte, dass du unsere Hilfe bist, dass du uns vor den Verführungen bewahrst, die der Teufel bringt. Führe uns durch den Geist in alle Wahrheit. I ask in the name of Jesus. Amen.
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