[0:35] einer neuen Folge diesmal unter der Überschrift türkische Küche und wir sind schon sehr gespannt, was heute zu essen geben wird. Und weil ich auch einige Hunger habe, werde ich nicht lange reden und gleich mal die Köche vorstellen: Silan Holtmann und die Assistentin Lena.
[1:17] So, wir beginnen heute mit türkischer Küche. Also, ich komme ja aus der Türkei ursprünglich, meine Eltern. Und es gibt da immer wieder ganz leckeres Essen. Das Problem ist nur, wenn man vegan ist, kann man nicht alles mitessen. Das heißt, wenn die anderen schön kochen und backen, ist es meistens so, dass man dann doch leer ausgeht. Und das war der Grund, warum ich dachte: Okay, es muss Alternativen geben. Und diese Alternativen, die müssten wir eigentlich selber herstellen können. Super, jetzt hast du schon eine Frage beantwortet, die ich noch gar nicht gestellt habe: Warum vegan? Also, vegan. Warum habe ich mich für diesen gesunden Weg entschieden? Also, für mich ist es ein gesunder Lebensstil. Es ist so, deshalb mittlerweile der Fleischkonsum in unserer Kultur hier im Westen sehr hoch gegangen ist und es mittlerweile Studien gibt, die eine Korrelation mit bestimmten Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes und dem Konsum von tierischen Produkten bestätigen. Und da ich zum Beispiel in meiner Familie eine hohe Anzahl an Krebspatienten habe, habe ich halt irgendwann mal gesagt: Also, ich werde erstmal vegetarisch und dann bin ich von dort aus ins Vegane gegangen. Und deshalb auch vegan. Ja, also nicht mal vegetarisch, also das war halt eine Stufe, die Stück für Stück gegangen bin. Und ja, man muss natürlich da auch aufpassen. Also, es kann nicht sein, dass man sagt, wir nehmen jetzt alles weg und während wir alles wegnehmen, ersetzen wir es nicht. Das geht nicht. Sondern man muss es schon ersetzen. Man muss es gesund ersetzen. Das heißt, wenn das Fleisch wegfällt, müssten wir natürlich auch einen Ersatz bringen. Was ist dieser Ersatz? Also, wir sagen, Bohnen, Hülsenfrüchte sind eine sehr gute Proteinquelle, aber auch Nüsse. Dann gibt es natürlich auch Vollkorn, was einen guten Anteil an tollen Kohlenhydraten bringt. Und wenn man die Kombination merkt, hätte Kohlenhydrate mit Protein kombiniert, ein bisschen Vitamin C dazu nimmt, wie zum Beispiel Zitrone oder eine Zucker, dann kann der Körper das noch mal besser verwerten. Und ja, das hört sich jetzt hochwissenschaftlich an, ist aber praktisch ganz einfach. Also, ich weiß zum Beispiel, ich habe fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, die ich zu essen habe. Ich habe eine Tasse Bohnen, Linsen oder Hülsenfrüchte generell. Ja, ich habe eine Handvoll an Nüssen und ich habe fünf Einheiten Vollkorn. Und wenn ich das über den Tag verteilt esse, ist es eigentlich so, dass ich dann alle Nährstoffe habe, die ich brauche. Und ganz ehrlich, so gesund habe ich vorher nicht gelebt. Also, man achtet schon drauf, was man isst und ist dann auch bewusster mit dem, was man isst.
[4:10] Danke für die Einleitung. Okay, also, was machen wir heute? Wir haben heute zwei Sachen, die wir machen wollen. Wir backen und wir backen Lahmacun. Das ist eigentlich ein Nationalgericht in der Türkei. Es wird normalerweise mit Hackfleisch hergestellt. Im deutschen Volksmund wird auch türkische Pizza dazu gesagt. Es sieht aus wie ein kleiner Pizzateig. Wir haben das jetzt so gemacht, dass wir das normale Fleisch ersetzen durch natürlich einen veganen Ersatz. Es gibt verschiedene Arten von veganem Ersatz. Wir haben heute uns für Reiswaffeln entschieden. Also, das ist ganz interessant. Ich weiß nicht, ob ihr das schon mal gegessen habt. Ja, da liegt einer ganz interessant sich. Also, es ist interessant, man muss es mal probiert haben. Mittlerweile ist es natürlich auch so, man findet auch sehr guten Ersatz durch Soja oder andere Fleischarten, also künstliche Fleischarten. Ich habe mich aber dafür entschieden, dann noch etwas natürlicheres zu nehmen. Ihr könnt es natürlich auch mit Soja-Fleisch ersetzen oder eine andere Art von Fleisch. Aber wir haben halt das gestern vorbereitet. Dazu möchte ich auch noch kurz sagen, also, wenn ihr euch so mit Reiswaffeln dieses Hackfleisch vorbereitet, wäre es vielleicht wichtig, dass über Nacht zu machen, weil dann zieht das noch mal ganz toll in die Waffeln ein. Und dieser besondere Geschmack von diesem Tomatenmark, eventuell auch Zwiebeln, je nachdem, was ihr da macht, das zieht dann in die Waffeln rein. Und die sind ja eigentlich geschmacksneutral, das gibt dann noch mal diesen besonderen Pep.
[5:48] Danke. Dann würde ich sagen, zeig mal, wie das geht. Okay, super. Also, wir fangen natürlich erstmal mit dem Teig an. Ja, das ist so die Basis von allem. Dazu brauchen wir natürlich auch Mehl. Wir haben jetzt erst eine Schüssel. Also, was ihr dafür braucht, das erstmal eine Mehlart. Wir haben drinnen auch schon einen Teig vorbereitet, weil der sollte ein bisschen gehen. Ja, wir haben hinten was, aber bereiten das jetzt noch mal für euch frisch zu, damit ihr seht, wie ihr das macht. Also, wir füllen erstmal das Mehl um. Ähm, ja, wir könnten Messbecher oder eine Waage nehmen, je nachdem, was ihr wollt. Für das, was wir jetzt nehmen, haben wir 400 Gramm Mehl. Das sind ungefähr vier bis fünf Portionen, die wir jetzt gerade hier vorbereiten. Je nachdem, wie viel Portionen ihr haben wollt, müsst ihr das dann multiplizieren. Also, 400 Gramm Mehl nehmen wir.
[6:42] Tun wir da rein. Genau.
[6:44] Genau. Also, meine Mutter hat es immer so gemacht, das sieht dann ein Berg gemacht hat und in der Mitte ein Loch, ja, damit das, was dann später reinkommt, genau in das Loch kommt und dann wird geknetet. Aber die haben schon mittlerweile so eine gute Technik drauf, dass je nachdem, wie es geknetet wird, ruckzuck fertig ist.
[7:05] Dann brauchen wir 200 ml Wasser, lauwarm. Ja, wir haben jetzt schon etwas vorgemacht.
[7:14] Wäre das möglich bei dem Mehl vielleicht auch Vollkorn zuzubereiten? Ja, also wir haben drinnen auch eine Kombination aus Vollkorn mit normalen Weizen genommen, wegen der Verklebung. Auch das sollte gut kleben. Also, wenn ihr die Möglichkeit habt, natürlich auch Vollkorn umzusteigen, dann macht das. Das ist gar nicht so schlecht. Dann nimmt ja einen Würfel mit Hefe. Der wird in diesem lauwarmen Wasser natürlich gelöst. Das dauert etwas.
[7:38] Und das macht jetzt die Lena ganz toll. Also, das wird jetzt erstmal miteinander vermischt, aufgelöst. Und wenn das später aufgelöst wird, kommt das dann auch noch mal in das Mehl rein. Ihr könnt das auch ohne die Hefe machen, das ist kein Drama. Also, mit oder ohne, weil einfach mal probieren. Wir haben es jetzt mitgemacht, weil der Teig dann noch mal ganz besonders fluffig wird. Ja, also kein Problem, wenn ihr mal keine Hefe zu Hause habt. Ich habe auch schon öfters Brot gebacken ohne Hefe, ja, aber die werden ganz schnell hart.
[8:14] Da gibt's ein paar Tricks. Das ist korrekt. Ja, eine Prise Salz haben wir auch noch dazu.
[8:21] Noch dazu.
[8:25] In so einem kleinen, kleinen Prise Salz. Du immer noch dazu vermischen, das ganz toll.
[8:30] Und der Lena auch erfahren, es wird sie das euch gleich ganz gut durchkneten. Ja.
[8:53] Und wenn Lena jetzt knetet, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass er schon alles und fertig euch hinstellt, weil das muss gleich alles ruckzuck gehen. Und es ist eigentlich etwas, was zeitintensiv ist. Also, bei uns ist es in der Familie immer so gewesen, dass wenn meine Mama das macht, meistens doch mit zwei, drei Freundinnen gemacht hat, weil das doch ganz schnell gehen muss. Und dann haben die das halt so gemacht, dass der eine den Teig ausgerollt hat, der andere hat belegt, der andere hat das dann in den Ofen getan. Dann ging das eigentlich ruckzuck. Und wenn früher auch bestimmte Feste waren, wie z.B. in der Schule oder so, dann haben diese Damen dann vielleicht zwei, 300 haben wir uns gemacht und in zwei Stunden hatten die richtige Berge gehabt. Also, aber das ist schon arbeitsintensiv.
[9:37] Dann kann man natürlich auch gucken, also, wie ist der Teig jetzt? Wenn ihr merkt, dass es zu trocken, könnt ihr auch noch mal ein bisschen was dazu tun. Wenn ihr merkt, das ist so flüssig, würde ich euch auch einfach empfehlen, gleich noch ein bisschen Mehl nachzutun. Ich denke, ein erfahrener Bäcker weiß ganz genau, also der Teig ist jetzt gut oder ist nicht gut. Und es kommt auch immer auf das Mehl an. Es gibt ja verschiedene Mehlssorten, je nachdem, wie ihr das nicht kann es sein, dass er einfach noch was Mehl dazu tun müsst. Ja, also nicht jedes Mehl, das gleich und bei jedem Mehl gibt's unterschiedliche Empfehlungen.
[10:14] Was jetzt natürlich auch interessant wäre zu gucken, wenn ihr das macht, dass ihr einen warmen Ort euch bereit, also ein warmen Ort habt, wo ihr das später einfach hinstellen könnt, damit der Teig aufgeht. Was ich gerne mache, ich heize immer gerne den Backofen vor, mach dann ein bisschen den Backofen hoch. Oder ich habe irgendwie sowas wie ein Römertopf, da kann man das auch rein tun und vorsichtig in den Backofen tun oder auf dem Backofen oben auf dem Herd stellen. Dann geht ja die Hitze hoch, dann kann das ganz toll aufgehen. Also, der Teig, der jetzt gleich fertig ist, dann warmen Ort stellen, abdecken und dann aufgehen lassen. Und ihr werdet sehen, nach ungefähr so 15 Minuten, dass ich da auch etwas tut. Also, die Hefe, die arbeitet. Also, die Mikroorganismen in der Hefe, die bleiben nicht untätig.
[11:06] Ja, also der Teig, der sieht schon ganz gut aus von der Lena. Ja, das ist ja schon sehr gut aus. Ja, vielleicht können wir den gleich mal auch noch mal oder wie ein bisschen Öl. Also, wenn ihr wollt, könnt ihr auch dann noch ein bisschen Öl rein tun. Es gibt unterschiedliche Rezepte fürs Lahmacun. Es gibt Leute, die tun das sogar Milch rein. Also, wenn ihr draußen irgendwo im Lahmacun ist und ihr seid vegan, fragt doch besser mal nach dem Teig. Es ist immer so eine Sache, manche tun Milch rein, manche tun auch noch mal Öl rein. Also, wenn man auf der sicheren Seite sein will, sollte man immer nachfragen, was da ganz genau drin ist. Es ist nicht selbstverständlich, dass selbst der Teig vegan ist. Und wenn meistens Milch genommen ist, ist halt tierische Milch, keine Pflanze. Sicher, aber ich glaube, die meisten Deutschen, wenn man die mal nachfragt, wissen selbst nicht, was da drin ist. Oder ja, das kann gut sein.
[11:59] Das stimmt, aber wenn du zum Beispiel in der türkischen Bäckerei oder sowas holst, dann frage ich schon mal nach, weil das kann dann vor. Okay, unser Teig sieht super aus, würde ich sagen.
[12:09] Vielleicht halten wir den auch noch mal hoch. Ich weiß nicht, ob die Kamera das irgendwie erfassen kann.
[12:22] Okay, super. Dann holen wir jetzt den anderen Teig von hinten. Ja, denke mal nach hinten nehmen, der wird jetzt nämlich dann ausgetauscht. Dann können wir gleich jetzt anfangen zu rollen und zu backen. Was wir gemacht haben, wir haben schon was vorbereitet. Also, der erfahrene Lahmacun-Bäcker, der steht alles schon Omis, also auf dem Platz und wartet darauf, dass jetzt alles schnell geht. Was haben wir gemacht? Wir haben die Backfläche mit dem Backpapier schon hingelegt, weil wenn wir jetzt nämlich das fertig haben, wird das draufgelegt, den Zweierpack und dann in den Backofen getan für 7 bis 8 Minuten. Und sobald die Ladung fertig ist, kommt das raus und dann kommt schon die nächste Ladung rein. Und da wir zwei Backbleche haben, machen wir das so, dass wir die voll machen und das dritte wird dann vorbereitet. Und sobald das fertig ist, dann werden einfach nur die Backpapiere ausgetauscht. Ich bin gespannt.
[13:13] Ich auch. Dafür sehr gut. Also, das nehmen wir uns einen Teil davon weg. Je nachdem, jeder macht mit. Das ist ganz toll. Ihr macht natürlich die Unterseite mit dem Mehl voll. Ja, also wir machen die erstmal rund. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch die rund machen und dann...
[13:38] ...hinstellen. Lena kann die... Der Teig ist ganz toll geworden. Da merkt man auch, dass der Öl dran ist. Also, runde Bällchen machen, dann lege ich die hin.
[13:58] Also, wie ihr seht, das sind handgroße Ballen. Nicht viel, es ist so für eine Portion genau richtig.
[14:08] Liegt die dann fertig hin. Wir haben jetzt zwei verschiedene Hölzer zum Rollen. Typisch türkisches mitgebracht. Das kennen die Muttis immer ganz gut. Es liegt ganz gut in der Hand. Und wir haben so einen Flaschen-klassisch Holz dann mitgebracht. Also, das ist das, was z.B. meine Oma auch immer wieder in der Türkei benutzt hat. Ja, und die sind das so toll drin. Die machen das zack, zack, und dann ist alles fertig. Ich glaube, in der Professionalität für meine Oma nicht. Nein.
[14:43] Das ist schon ganz toll, aber die sind halt wirklich da Profis. Also, was wir jetzt dann machen, wir drücken dann halt den Teig noch mal mit dem Mehl voll, weil es sollte ja auch nicht kleben. Durch das Mehl ist das dann halt auch etwas lockerer. Den er kriegt ihr Holz. Ich habe meins und dann wird das ausgerollt.
[15:15] Ja, danke schön. Also, ihr seht, es nimmt langsam Form an.
[15:32] Könnt ihr auch den Weg tun, wenn ihr wollt. Und dann legen wir das meistens eigentlich immer hier so drauf. Dann seht ihr, so müsste es dann aussehen.
[15:45] Es geht eigentlich ganz schnell. Also, es ist nichts Kompliziertes, kann ich euch sagen. Aber arbeitsintensiv, aber das bleibt dann nicht aus, wenn man viele machen will. Okay, das ist jetzt der Teig. Den können wir nämlich weitermachen. Dann müssen wir auch euch eine Füllung zeigen, weil ohne Füllung bringt es natürlich nicht.
[16:03] Die Füllung, die machen wir dem. Also, wir brauchen frische Zutaten. Was haben wir? Wir haben Spitzpaprika. Das ist so die gängigste Art der Paprika, die war eigentlich auch in der Türkei. Könnte aber auch normale nehmen. Ich finde, die riechen besser und die schmecken besser. Also, ich würde keine normalen Paprika nehmen. Das ist was Türkisches. Nimmt türkische Paprika ist okay.
[16:25] Okay. Sonst wird es irgendwie verdeutscht. Also, das geht nicht. Ja, dann haben wir Zwiebeln. Die solltet ihr nehmen. Wir haben Tomaten. Wir haben Tomatenmark und wir haben Paprikamark. Wir haben typisch türkisches Paprika und Tomatenmark noch dazu genommen. Ja, warum? Es soll ja eine Masse werden, eine Paste werden. Und dafür brauchen wir das Mark.
[16:53] Normalerweise wird das alles klein geschnitten, klein geschnipselt und dann zusammen zu einem Brei gemacht. Wir sind natürlich in der modernen Technik etwas weiter. Wir nehmen den Thermomix. Okay, dann geht das innerhalb von 5 Sekunden und ist fertig. Also, was machen wir? Wir nehmen den Thermomix, nehmen unsere Zutaten. Also, was haben wir hier?
[17:19] Ja, Lena schaltet schon ganz gut ein. Das ist wunderbar. Also, für den Teig, den wir eben genommen haben, nehmen wir drei Stengel Petersilie. Ich nehme frische, also eins, zwei, drei. Ja, ganz normale Petersilie. Könnt ihr auch die Stängel mit dazu nehmen. Das ist überhaupt kein Problem. Dann war alles rein. Ja.
[17:47] 80 Gramm Zwiebeln. Wir waren jetzt natürlich etwas fleißig. Wir haben die schon vorgestellt. Ja, die könnt ihr auch da rein tun.
[17:59] 150 Gramm Tomaten. Unsere sind auch schon vorbereitet. Die können wir auch dazu tun.
[18:21] Vielleicht ein bisschen. Genau, klein machen.
[18:33] [Gelächter] Also, ich war in der Türkei auf einem großen Basar und habe die Löffel von dort... Meine Hände sind jetzt etwas fettig. Vielleicht kannst du mir das bitte aufmachen. Meine Chance hier in Deutschland die zu finden. Ja, also ganz ehrlich, türkische Geschäfte gibt es wahrscheinlich an jeder Ecke. Meistens werden die ja dort verkauft. Oder mittlerweile bei uns in der Region ist es so, dass sogar auf den Flohmärkten bestimmte Händler waren aus der Türkei anbieten. Es ist halt Massivholz, unbehandelt. Deshalb finde ich die einfach toll. Aber spielt eigentlich keine Rolle. Das war jetzt Klischee. Also, war Spaß. Ihr könnt auch nicht türkisch.
[19:09] Überhaupt kein Problem. Also, ähm, ich würde dann einfach ein gehäuften Löffel von dem Paprikamark nehmen. Passt bitte auf, diese Paprikamark-Sorten gibt es sowohl in scharf als auch nicht scharf. Also, nicht, dass ihr ein ganz normalen nimmt und dann denkt so, oh, das ist aber scharf. Wenn ihr scharf nicht mögt, so wie ich, sind bitte nicht nehmen. Ja, und ein Löffel bitte auch noch mal meine Hand.
[19:48] Genau, also von beidem dann ein Löffel, guter Löffel. Und dann kommen dann noch 40 Gramm Öl dazu. Kannst du einfach das Öl...
[20:00] ...ohne Knoblauch. Ja, wir haben jetzt keine Knoblauch-Variante. Könnte man ja, ja. Würde ich euch sogar empfehlen, weil Knoblauch wie Zwiebel ist Geschmacksträger. Also, je mehr eigentlich davon rein tut, umso intensiver ist der Geschmack. Mag vielleicht nicht jeder, aber ich würde es euch empfehlen. Wir haben es jetzt nicht reingenommen, aber klassisch kommt rein. Ja, gehört dazu.
[20:23] Hast du recht. Sogar was wir gleich machen, da kommt eigentlich auch Knoblauch rein. Ich habe es jetzt leider nicht gemacht, weil ich dachte, vielleicht mag der ein oder andere das nicht.
[20:31] Ja, gesund ist es. Wisst ja, es ist echt gesund. Aber genau wie du sagtest, die Unterhaltung könnte drunter leiden. Okay.
[20:43] Also, alles in den Thermomix und dann auf Stufe 3, 40 Sekunden umrühren.
[20:52] Ja.
[21:06] Schauen wir mal, wie es aussieht. Sehr gut. Das sieht schön matschig aus. So, ich habe euch ja gesagt, dass wir noch etwas anderes dazu genommen haben. Das möchte ich euch auch einfach noch mal zeigen. Das ist dieses vegane Hack, ja, aus diesen Reisbröseln.
[21:29] Also, vielleicht zeigen wir das auch noch mal in die Kamera. Super. Ich habe es jetzt extra nicht da rein gemacht, weil dann wird's ganz, ganz dünn und es sollte so ein gewisses Biss noch haben. Ich tue das, ich tue das meistens immer später rein. Dann können wir das nehmen und hier miteinander vermischen. Tut mir das mal am besten hier hin, weil hier wird es dann auch später gemacht.
[21:59] Merkt man da den Unterschied, ob das jetzt ein veganes Hack ist oder nicht?
[22:07] Sag das mal Fleischesser. Also, ganz ehrlich, woher habe ich das? Es gibt ja mit Fleisch, was ja total ungesund ist und eigentlich nicht gegessen werden sollte, weil es rohes Fleisch ist, da sind ja viele Bakterien drauf. Und ich habe dann im Internet halt veganes Mett gefunden. Und diejenigen, die eigentlich Fleisch essen sind und das gegessen haben, meinten, sie hätten keinen Unterschied geschmeckt.
[22:30] Hauptsächlich jetzt, ich habe einfach nur das gelegt, gesagt, was ich gelesen habe. Also, ob sich das gleich bewahrheiten wird, das werdet ihr selber gleich sehen. Also, ich schmecke mittlerweile keinen Unterschied. Ich, also die Geschmacksknospen, die verändern sich ja. Meistens braucht ein Jahr, bis der Geschmack eines Menschen sich verändert. Das heißt, jemand, der Fleisch isst, plötzlich zu sagen, ja, du isst jetzt das und das und das, den Witz vielleicht gar nicht schmecken. Es ist halt ein langsamer Prozess und das sollte man auch nicht zu radikal sein, sondern sich auch wirklich Zeit geben, um bestimmte Sachen auch umsetzen zu können. Also, langsam und nicht radikal und wirklich bewusst. Man muss bewusst, bewusst essen.
[23:11] Das ist wichtig, weil es soll ja auch noch gesund bleiben. Wisst ihr, also, man kann auch vegan und ungesund sein. Wisst ihr, wenn ich jetzt die ganze Zeit frittiertes essen würde, kein Obst und Gemüse, dann wäre ich zwar auch vegan, aber ob das vollwertig wäre, ich bezweifle ja.
[23:31] Ich auch. Also, unsere Masse, die sieht schon sehr gut aus. Das ist echt toll. Es muss nach schmecken.
[23:38] Wie ist das in der Türkei mit dem vegan? Also, das ist ganz interessant. Ich war ja...
[23:43] Also das ist ganz interessant. Ich war ja letztes Mal in der Türkei und es ist immer mehr im Kommen. Ich habe sogar in Istanbul mehrere vegane Restaurants gefunden und es war für mich, ja, ja, also mittlerweile ist das im Kommen und es gibt mittlerweile auch eine ganz große Community, vegetarisch, vegan dort. Also es ist ein Wachsen, immer mehr Menschen werden bewusster.
[24:03] Naja, aber das ist nicht überall so. Also ich weiß zum Beispiel, wir waren mitten in der Türkei, Istanbul. Gibt es diese Boote, die Fisch verkaufen. Aber ich esse ja keinen Fisch und habe gesagt: "Gib mir doch einfach das Brot mit Zwiebeln und Salat." Und der Mann hat mich angeguckt, meinte: "Das kann ich dir nicht verkaufen." Ich habe gesagt: "Ich bezahl dir das Geld, gib mir das doch, ist doch meine Sache." Da habe ich gewissensbisse, das gebe ich dir nicht. Das hat er mir nicht verkauft. Du hattest doch kein Essen. Was ist denn? Also ich esse das, das reicht mir, aber ja.
[24:36] Also das Bewusstsein, es ist halt schon anders, weil für die ist wahrscheinlich keine Mahlzeit, wenn halt kein Fleisch dabei ist. Also es sind schon Fleischesser und ja, also jedem das sein, meinst du nicht? Und wenn ich das dann halt ähm sage, dann gucken die mich auch manchmal ganz komisch im Restaurant an und sagen: "Ja, was ist denn eigentlich?" Welche mein Salat bestelle, mein Reis bestelle oder ein bisschen Kichererbsen. Das sind ja dann meine Proteine, die ich dann habe. Dann gucken die schon komisch. Aber ich bin dein glücklich und die kommt bei deinen nächsten Angehörigen das Essen.
[25:17] Also ganz ehrlich, es ist so, dass sie das schätzen, ja, weil das bin ich, das ist authentisch. Iris ist es nicht. Ja, also sie lassen sich das Fleisch nicht vom Teller nehmen, sage ich mal so. Aber sie werden bewusster und das finde ich toll. Also, wenn Sie Fragen zu Ernährung, Gesundheit haben, dann fragen Sie schon nach. Und z.B. mein Bruder, der macht überhaupt keine Medikamente und wenn er eine Alternative zum, z.B. Phytotherapie, pflanzentherapeutische Tipps haben will, dann fragt er, dann sagt er: "Ja, was kann ich denn bei dem und dem nehmen?" Und dann kriegen die halt aus so einem ganz schlauen Buch, was ich habe, eine ganze Liste zugeschickt und dann sind die glücklich.
[26:01] Ja, doch, sie probieren ja. Aber weißt du, die probieren. Sie, das finde ich ganz toll. Das Problem ist nur, wie ich eben meinte, die Geschmacksknospen, die sind halt anders. Also ich habe meine Karottentorte gemacht und Karotte ist ja sehr eigen. Also ähm, ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Johannesbrotkern, sagt euch das was? Das ist so eine, also es ist eine Frucht, so eine ganz lange braune Frucht und die Kerne werden, genau, und geröstet und wenn die geröstet werden und dann wird es halt als Puder dann zermahlen und es sieht halt aus wie Kakao, schmeckt aber nicht wie Kakao. Und ich habe diese Torte gebacken und ich war so stolz auf diese Torte und hat sie dann dahin gebracht und die dachten, das wäre Kakao. Dann haben sie da rein gebissen und dann so enttäuscht.
[26:43] Also deshalb die Frage immer vorher: "Was ist das?" Wird gemahlen oder beim? Ja, genau richtig. Genau richtig. Also das ist schon, ja, es ist anders. Aber andere Sachen, die ich mache, die essen zu gerne. Aber Karotte ist nicht der Fall. Das muss auch nicht. Passt ja.
[27:03] Also das ist das, was dabei rauskommt. Das sieht aus wie Hackfleisch. Seht ihr das? Vielleicht auch in die Kamera. Ja, kann man das gut sehen? Ja, wunderbar. Sehr gut. So, wir haben zwei Löffel, einen für Lena und für mich. Was wir jetzt machen, wir verteilen das jetzt auf diesen Teig. Ähm, ich würde da vielleicht sogar noch ein bisschen mehr Öl rein tun. Haben wir noch was? Zieht noch ein bisschen trocken aus da. Tun wir noch ein bisschen mehr Öl rein.
[27:39] Okay, dann wird das jetzt hier drauf verteilt. Genau, super. Ja.
[28:08] Das mag, das zeige ich jetzt gleich. Wir haben da extra noch Waffeln stehen. Das zeigen wir euch gleich. Das kriegt ihr gleich auch noch zu sehen, weil wir haben jetzt gedacht, wir machen euch eine fertig und dann zeigen wir euch auch, wie das klappt mit den Reiswaffeln. Also wir verteilen das jetzt hier oben drauf.
[28:25] Im Gegensatz zum echten Fleisch, könnte man das jetzt essen und ohne, ja, ohne Bedenken, könnte richtig, ohne dass da irgendwelche, also, ich weiß nicht, wer von euch schon mal für eine Küche in der Hygieneschulung gemacht hat, aber in rohem Fleisch sind halt wirklich sehr viele Bakterien. Das solltet ihr gar nicht so mit normalen Händen anfassen. Da müsst ihr wirklich aufpassen. Und alles, was fleischfrei ist, ist halt nicht so dramatisch. Aber Fleisch an sich ist schon ein Problem.
[29:03] Also so sollte es dann aussehen. Ja, also das geht jetzt in den Ofen, 8 Minuten ungefähr, dann wird es knusprig, braun. Ich habe die Reiswaffeln hin und dann zeige ich euch nämlich auch, wie das funktioniert. Also wir haben sieben Reiswaffeln genommen.
[29:23] Ganz normale Reiswaffeln. Ja, die zerbröseln wir jetzt. Machen wir ganz klein. Das ist natürlich jetzt ein bisschen Arbeit, aber je kleiner, desto besser. Jeder hatte so unterschiedliche Methoden und daraus machen wir dann halt dieses Mett, wenn ihr wollt, oder dieses Hackfleisch. Was wir danach dazu tun, ist Wasser, warmes Wasser, Tomatenmark und Paprikamark. Das habe ich gestern als Basis vorbereitet. Wenn ihr aber mit Fleisch draus machen wollt, tut ihr euch noch Zwiebel rein. Und das Tolle ist, wenn das jetzt da reingesetzt wird und lange einzieht, dann nehmen diese Waffel diesen Geschmack auch an. Und das ist eine tolle Sache. Es ist ein knackig, also man weiß, es hat Biss, ja, aber auch ein Geschmack.
[30:10] Also man kann ja verschiedene Alternativen nehmen. Also manche nehmen als Fleischersatz oder Hackfleischersatz auch mal Nüsse. Ich weiß nicht, ob das jemand von euch schon mal ausprobiert hat. Also wir haben zum Beispiel jetzt beim letzten Kochkurs Pelmeni gemacht, also so russische Tortellinis und dann hatten wir eine Bohnen-Nuss-Mischung genommen. Ja, die Nüsse, also wir hatten dann ein Bruder, das sitzt, der hat dann diese Sachen bekommen, einmal und er hat dann wirklich gefragt: "Ist das wirklich kein Fleisch?" Das ist so authentisch. Der meinte: "Er nimmt mich auf den Arm." Gemerkt.
[30:49] Ja, also deshalb, mein Sohn fragt auch schon: "Ist das jetzt echt oder unecht?" Also man kann es gut verbergen, ist aber auch wirklich, ja, also wer einen kennt, der weiß, es wird kein richtiges Fleisch sein. Aber die fragen schon nach. Ja, also wir macht das dann halt ganz klein.
[31:10] Klein. Alles klar. Mach das jetzt mal ganz schnell im Schnellverfahren. Das hat ein bisschen Zeitintensiv, aber je nachdem, wie die Konsistenz sein soll, könnte das ja dann auch selber machen. So, habt ihr halt diese kleinen Waffeln. Ihr könnt das auch mit Maiswaffeln, das müssen nicht unbedingt Reiswaffeln sein. Also es gibt ja verschiedene Waffelarten, ihr könnt auch andere nehmen, je nachdem. Also manche mögen halt keinen Reis, dann nehmen sie halt Mais. Also, das darf sich eigentlich jeder so selber aussuchen. Wichtig.
[31:53] Kannst du auch, ja. Auch ne, das ist genau. Du richtig. Genau, genau. Weiß jetzt gerade gesagt worden, dass man das auch mit dem Thermomix machen kann. Also, wenn man da wirklich eine Sekunde verpasst, hast du Pulver. Also muss da aufpassen. Deshalb mache ich dann lieber doch mit der Hand, weil ich kriege das schon mal hin, dass ich dann irgendwie Gedanken woanders bin und dann so vorbei.
[32:27] Ja, richtig. Ja, toll. Also ihr könnt das auch ganz toll abschmecken und würzen. Also dann schön Salz dazu und Kräuter, Salz oder Knoblauch. Also Knoblauch ohne Knoblauch geht gar nicht. Ich finde dich zwar nicht immer für die Patienten dann von mir angenehm, aber bis jetzt hat sich noch keiner beschwert. Die kennen mich so. Also, klein gemacht, dann würde ich jetzt einfach dazu auch was Wasser tun.
[32:57] Also für diese sieben Waffeln hatten wir 20 Gramm. Also man merkt, wie das Wasser aufgesogen wird. Und dann Tomaten und Paprikamark wieder dazugeben. Ich habe das gemischt, wieder beides. Finde ich zwar schön von, also finde ich lecker Tomatenmark, aber das Paprikamark ist noch mal ganz anders. Und es gibt halt verschiedene Regionen in der Türkei. Also zum Beispiel die Region um Antep, die ist eigentlich bekannt für ihr Paprikamark. Ich nehme meistens das aus der Region aus Antep. Also es ist so, dass jede Region in der Türkei bestimmte Spezialitäten hat. Also die Ägäis z.B. ist bekannt für ihr Olivenanbaugebiet und die Oliven aus Gamlik, die sind auch in der ganzen Welt, würde ich behaupten, für die türkische Community bekannt. Und so ist das auch mit diesem Mark.
[33:53] Paprikamark, das vermischt man jetzt. Das könnt ihr auch noch mal so fertig machen. Man riecht das schon, also dieses Paprikamark hat einen ganz anderen Geruch und Geschmack als das normale Tomatenmark. Und das ist der Grund, warum ich das dann doch gerne nehme und dazu tun, weil Tomatenmark allein hat ja nicht wirklich etwas an Geschmack. Also manchmal ganz leicht, würde ich sagen. Aber das Paprikamark, das ist dann schon etwas intensiver. Und wie ich eben auch gesagt habe, wenn er jetzt z.B. mitmachen wollt, könnt ihr der Zwiebel rein tun, ja, Knoblauch und dann in den Kühlschrank stellen. Weil das Tolle ist, wenn das im Kühlschrank ist, es zieht sich richtig rein und ist auch eigentlich kalorienarm.
[34:52] Oder? Nee, würde ich nicht machen. Ich würde da kein Salz noch extra reintun. Ihr könnt später immer noch abschmecken. Also je nachdem, was da ist. Das ist ja jetzt erstmal eine Vorbereitung. Also, wie sieht's aus? So sieht's aus. Dann seht ihr, das haben wir gestern Abend in weiser Voraussicht gemacht, spät abends natürlich.
[35:20] Empfehlen, es schmeckt natürlich auch frisch, aber über Nacht einwirken lassen ist anders. Das bleibt nicht aus. Ja, also das haben wir jetzt fertig. Das können wir einfach wegstellen. Ich gebe das mal der Lena mit. Jetzt können wir auch ein bisschen mehr ausrollen. Jeder will ja schließlich von euch mal probieren. Mit zwei Lahmacuns kommen wir nicht weit, ne? Ja, auf jeden Fall. Du darfst probieren.
[35:49] Okay, also wir machen jetzt mal ein paar vor. Was wir gleich aber auch noch machen werden, wir werden auch noch machen. Ich weiß nicht, kennt das einer von euch? Ja, natürlich. Ja, dann liegt jemand sie. Muss es kennen. Sie kommt aus der Türkei. Ja.
[36:03] Ja, also der Typ ist eigentlich so was wie Tzatziki, aber das ist die türkische Alternative. Wer hat's erfunden? Die Griechenland, die Türken. Große, große. Okay, mein Krieg ich. Ja, Bruder sagte Griechenland.
[36:26] [Gelächter] Okay.
[36:48] Ja, also wisst ihr, das ist immer so eine lustige Sache. Es ist ja so gewesen, dass die Grenzen früher da im Balkan einfach anders gewesen sind und viele Nahrungsmittel doch gleich sind. Also, wenn ihr das Salma habt, also diese Weinblätter eingerollt, die gibt's ja da im ganzen Orientbereich. Und ja, also wer hat es erfunden? Keine Ahnung. Ich weiß nur, schmeckt sehr lecker und ist sehr gesund. Und ob das jetzt die Bulgaren, Griechen oder die Türken waren, keine Ahnung. Spiel.
[37:25] Gute Menschen, sagte das, finde ich die beste Antwort, weil letztendlich es ist gesund, ja, und es tut den Leuten denke ich auch gut und es ist pflanzlich. Ja, das ist denke ich das Ausrollen.
[37:41] Wieso? Also, wenn es mit diesem Stock, ja, meine Oma so schön lang und groß gemacht. Ja, das ist toll. Also für den dünnen Teig ist der Stock denke ich auch ganz gut, aber ja, ich denke, das ist eine Gewohnheitssache. Ich habe ja früher in der Pizzeria gearbeitet und wir haben dann eher sowas gehört. Also deshalb, das ist auch gut, aber ich bin das ja eher gewohnt. Ja, ich mache jetzt noch einen Teig. Dann gucken wir einfach weiter.
[38:15] Wieder, wie gesagt, schön Mehl dazu tun, sonst klebt gleich am Holz. Und eigentlich geht es so.
[38:31] Ja, also was ihr auch machen könnt, das wäre so eine Art Pide. So wird das genannt, dass man das so wie ein Schiffchen macht und die Seiten hoch ähm krempelt. Das gibt es auch. Dann habt ihr so eine innere Teigfüllung mit diesem Gehacktes und die Außenseite wird dann hochgeklappt. Das könnt ihr auch machen. Ist der gleiche Teig, das ändert sich einfach nur die Form.
[38:57] So, das haben wir hier. Dann bereite ich noch zwei vor und dann gehen wir zum Judget rüber. Also, was ihr dafür bräuchtet, das kann ich euch auch jetzt schon mal sagen, wäre Sojajoghurt, kein tierischen. Oh Gott, natürlich. Also achtet aber drauf, das kann nämlich passieren, dass ihr einen falschen Joghurt erwischt. Er sollte ungezuckert sein. Selbst wenn ihr Natur nimmt, kann es passieren, dass da immer noch Zucker reingetan wird. Das ist so schade, sage ich jetzt mal, ja, weil egal wo es ist, kommt dann immer noch Zucker rein, egal ob das jetzt Rohrzucker ist oder nicht. Es sollte eigentlich nicht da rein. Also ungezuckerten Naturjoghurt nehmen.
[39:38] Ihr nimmt dann auch noch Gurken und aus dem türkischen Land ganz viele Kräuter. Und welche das sind, das zeige ich euch jetzt gleich mal. Falls jemand eine Soja-Allergie oder sowas hätte, inzwischen gibt es ja genug Alternativen zu Soja. Also ihr habt Hafer, Lupine. Ja, also es gibt mittlerweile sehr gute Alternativen. Ihr müsst da einfach nur aufpassen. Also es gibt ja Leute, die auch wirklich eine Soja-Intoleranz haben. Es gibt, also das habe ich jetzt noch nicht, was bei mir halt ganz interessant ist, es ist so, dass ich halt früher auch ohne Probleme tierische Produkte zu mir genommen habe, auch Milchprodukte. Mittlerweile habe ich eine Intoleranz aber entwickelt. Also mein Körper merkt es direkt.
[40:26] Also dann habe ich mit einer Freundin mal gesprochen und sie fand das ganz interessant, weil sie sagt: "Normalerweise ist es so, dass unser Körper eigentlich gar nicht dafür gedacht ist, diese Kuhmilch zu sich zu nehmen." Und wenn man das innerhalb der ersten beiden Jahre machen wird, dann gehen aktiviert, damit der Körper das zu sich nehmen kann. Und das kann sein, dass bei mir dadurch, dass ich so radikal weggenommen habe, dass dieses Gehen wieder deaktiviert wurde. Es ist ja so, das Gehen durch Umgebungsfaktoren entweder aktiviert oder deaktiviert werden. Und ich gehe fest davon aus, dass es bei mir halt wirklich wieder deaktiviert worden ist.
[41:03] Und selbst wenn meine Mutter daheim nicht ihre Soßen macht und ihre Suppen macht und dann die Creme heimlich tut, dann weiß mein Magen, ob da jetzt Kuhmilch drin war oder nicht. Also das geht ganz schnell, der reagiert ganz rebellisch und der mag es nicht mehr.
[41:23] Also deshalb denke ich, ja, muss man halt gucken, was man verträgt und was nicht. Und ich vertrage halt nicht mehr. Und ich finde es auch gar nicht mehr so schlimm. Ja, es ist okay. Das fehlt der ja auch nicht so im Alltag.
[41:36] Nein, eigentlich nicht. Ich habe ja eben schon gesagt, also ich lebe jetzt viel auch bewusster und eigentlich gesünder als vorher, weil jetzt kann ich auch ganz klar sagen, ich habe jetzt meine Nährstoffe, ich habe das, was ich brauche, und ich kann ohne Probleme das tun, was ich möchte. Also auf die Ernährung achten.
[41:56] Könntest du mir noch eine Schüssel bringen? Okay, super. Dann machen wir nämlich jetzt das, was wir jetzt noch mal brauchen für das. Also, was habe ich mitgebracht? Wir haben Gurken gebracht. Die sehen ziemlich natürlich aus, ziemlich klein, oder? Ja, klein, aber auch schief und krumm, aber das finde ich nicht schlimm. Naturgewachsen, würde ich sagen. Genau.
[42:23] Ja, zu Gurken, es ist ja so, da wäre doch darauf achten sollten, wo die herkommen, weil es ist so, da wo der Boden ganz viel Regen kriegt, ist es so, dass bestimmte Sachen auch in die Gurken reingehen und die werden dann halt auch sauer. Also, wenn man dann saure Gurken hat, das ist nicht so lecker. Also eine Gurke in der Türkei schmeckt ganz anders als eine Gurke hier, weil dort gibt es mehr Sonne und weniger Regen. Und ja, deshalb, also ich gucke dann schon drauf, woher ich sie kriege und wann ich sie dann kaufe.
[42:58] Was ich noch mitgebracht habe, sind drei verschiedene Kräuter. Also, das ist Kick-Kick, das ist getrocknete Thymian. Ja, das kommt gleich da rein. Bitte nicht zu viel, dann schmeckt es nach Hustensaft. Ja, also das ist immer ganz interessant. Was ich noch mitgebracht habe, ja, super. Danke schön.
[43:22] Das ist Petersilie, getrocknete Petersilie. Dazu kann ich sagen, das ist ganz interessant. Das gibt's in der Türkei der Form nicht so öffentlich. Also, ich bin über die Basare gelaufen mit den ganzen Kräuterhändlern, gesagt: "Ich will getrocknete Petersilie." Und der Mann hat mich angeguckt: "Warum getrocknet? Wir haben frischer." Also, der hat verstanden, ich komme nicht aus der Türkei. Ich habe gesagt: "Nein, ich brauche das für dieses Essen, getrocknet." Und er fand das ganz komisch, weil ich wollte mir selber eine Linsensuppe machen und dann meinte: "Nimm doch frische." Weiß ich bin das nicht gewohnt. Ich will meine getrocknete. Schmeckt halt anders. Und dann bin ich von einem Kräuterstand zum anderen gegangen. Ich habe sie nicht gefunden. Also wäre vielleicht eine Idee, die zu exportieren.
[44:10] Und das andere, was wir hier haben, das heißt auf türkisch Name, das ist die Pfefferminze, getrocknet. Ja, also Minze, Thymian und Petersilie kommt das später rein und man riecht es schon, das ist doch geruchsstark.
[44:27] So, was wir brauchen, wir brauchen eine Reibe und eine große Schüssel. Und unsere Gürkchen, darf ich jetzt sagen. Ja, dann wird gerieben. Oh, die müssen wir jetzt sauber machen. Braucht nicht, passt schon. Also, ihr könnt das auch im Thermomix machen, dann geht das innerhalb von zwei Sekunden für die ganz faulen unter uns. Dann geht das ruckzuck, das ist überhaupt kein Problem. Aber ich glaube, das ist auch besser, wie das hier zeigst, weil ich habe auch kein Thermomix. Ja, meine Freundin muss schauen, wie du es gemacht, damit ich zu Hause auch nachmachen kann.
[45:14] Also, was dann passiert, wir haben dann raspeln. Seht ihr das? Ja, also es wird geraspelt. So kenne ich es eigentlich. Ja, super.
[45:27] Ja, also wir raspeln jetzt. Das ist das, warum ich das eigentlich auch so gemacht habe. Selbst den Teig, den wir eben gemacht haben, hätte man auch im Thermomix machen können, aber nicht jeder hat ein. Ja, also deshalb sollte man schon wissen, wie man das auch ohne macht. Klar, kann man das auch im Thermomix machen, aber ja, nicht jeder hat und nicht jeder braucht. Deshalb früher haben das auch ohne geschafft, ne?
[45:52] So, Lena ist ganz fleißig. Sehr gut. Okay, nächste Gurke.
[45:55] Nächste Gurke. Also, eben kam das Thema Knoblauch auf. Also, hier gehört eigentlich Knoblauch auch ein. Ich habe es leider jetzt nicht gemacht, aus Respekt vor denen, die das nicht so mögen. Aber ohne Knoblauch ist doch ein bisschen fade. Das wird in der Türkei gerne zu warmen Jahreszeit gegessen. Je nachdem, also eine Art, ja, kalte Vorspeise oder vielleicht auch als Hauptspeise. Die verdünnen des manchmal auch mit Wasser, aber wir machen das jetzt ohne Wasser. Dann kann man das wie so eine Art kalte Suppe denn zu sich nehmen. Gerade wenn es heiß ist, diese kalte Erfrischung doch recht angenehm.
[46:34] Ist das denn türkischen Ayran nicht ähnlich? Ja, also Ayran ist das Getränk. Dann, ja, dann nimmt man nämlich den Joghurt, vermischt den mit Wasser und eine Prise Salz dazu und dann hat man das Getränk. Ja, und so sollte es eigentlich sein, wie es jetzt Lena macht. Ihr habt die Backpapiere und kann dann einfach aufziehen. Das ist eigentlich ganz praktisch.
[46:55] Ja, der Ayran wird natürlich auch gerne in der Türkei bis so einer Jahreszeit, bei einer warmen Jahreszeit getrunken. Das ist halt die, kann man das vergleichen wie eine Art Buttermilch. Ja, Buttermilch könnte man sagen, es ist erfrischend und belebend. Aber das Problem ist meistens nicht egal. Ja, also, wenn man dann in der Türkei ist und sagt: "Eine Ayran", dann kriegt ihr meistens die Kuhmilch. Also, meine Großmutter hat es früher in der Türkei.
[47:22] Großmutter hat es früher in der Türkei selber noch gemacht und das war ganz interessant, weil die halt wirklich autark gelebt haben. Die haben in der Bergregion gelebt und sind halt abgeschnitten gewesen von der Umgebung. Das heißt, sie mussten eigentlich alles selber herstellen. Und ich bin halt von dem Geräusch dieses Buttermilchmachens immer am frühen Morgen wach geworden. Die hat dann ihre Ziegen und ihre Kühe gehabt, dann morgens raus, hatte die Milch bekommen und hatte dann so eine Art Schlauch und hat das dann Schlauch so hin und her geschlagen, hat sich die Butter getrennt. Und den Rest hat sie dann genommen und dann hat dann daraus diesen Eitran gemacht. Das war für mich damals also wirklich ein Highlight gewesen, weil das ganz frisch dann aus der Natur kam. Aber das gibt's heutzutage nicht mehr, würde ich sagen. Komm, einer hat noch in der Türkei Tiere.
[48:15] Also wir machen noch eine Gurke. Wir haben schon ziemlich viel geschafft und dann tun wir vielleicht mal den Joghurt dazu. Also der Thermomix wäre wirklich schneller.
[48:54] So, schon gut aus. Das riecht auch sehr frisch. Ja, man riecht jetzt die Gurken. Das ist eigentlich der Grund, warum ich diese Gurken im türkischen Geschäft genommen habe, weil sie schon gerochen haben. Die fand ich eigentlich ganz gut. Tschüss mal kurz zur Seite. Manche schälen ja auch die Schale. Ja, also interessant dabei ist, wo du das ansprichst, kann ich das auch noch sagen: Nicht nur die Schale, es gibt welche, die holen sogar innen die Kerne raus. Das heißt, das wird von innen dann so ein bisschen geschält von außen und innen, dass man nur so eine Mitte hat, die dann noch mal klein gemacht wird. Aber ich, ich nehme alles, sowohl Schale als auch Innenteil, gar kein Nachteil. Ich auch nicht.
[49:42] Jetzt in der Schale, genau unter der Schale, in der Schale. Ja, also normalen Joghurt tun wir jetzt dazu, die wir eben schon gesagt haben, haben wir diesen ungezuckerten. Der kommt da jetzt rein. Also sehr gut, da riecht man auch, dass der kein Zucker hat.
[50:07] Riecht ihr das, was da schon draußen kommt? Der Backofen arbeitet und der Geruch zieht rein. Das ist gut. Lena ist fleißig.
[50:21] Ja, jetzt will der Deckel nicht. Wartet, das tue ich gleich weg. Direkt.
[50:35] Das mische dann noch mal mit Wasser oder? Also ich mache es jetzt nicht mit Wasser, weil ich euch das empfehlen würde als Topping auf das Lahmacun, so eine Art Soße könnt ihr das machen. Also, wenn ihr das zu Hause als so eine Art Erfrischung haben wollt, also eine Art Vorspeise, könnt ihr da auch gerne Wasser zu tun. Ich habe es jetzt extra bewusst nicht genommen.
[50:54] Wir mischen das jetzt.
[51:04] Ja. Es tut mir leid für euch.
[51:11] Also, haut zu Hause so viel Knoblauch, wie ihr habt, drauf. Da seid ihr frei, ist überhaupt kein Problem. Ist ja, also ich weiß nicht, ob ihr das wisst, aber Knoblauch holt den Blutdruck runter. Also seid vorsichtig. Also, wenn ihr niedrigen Blutdruck habt, solltet ihr damit aufpassen. Ich habe einen niedrigen Blutdruck und wenn ich davon zu viel habe, bin ich eingeschläfert. Also wirklich, also diejenigen, die Blutdruckprobleme haben, gerade mit dem niedrigen, sollten darauf achtsam sein. Also nicht zu viel.
[51:39] Als ich, die Natur bringt Heilmittel. Eigentlich ist es ein Heilmittel, wenn ihr wollt, wir Probleme mit dem Blutdruck habt.
[51:48] Habt. Also seht ihr, Breite.
[51:55] Und jetzt kommen die Kräuter dazu. Also, was ich jetzt dazu tue, ist erstmal der Thymian, ungefähr ein Teelöffel. Ich mache das jetzt mit der Hand. Nicht zu viel, hatte ich euch gesagt. Ihr, so ungefähr wie ein Teelöffel.
[52:17] Ihr könntet auch frische Petersilie, Minze oder Thymian reintun. Ja, das schmeckt dann anders. Ich bin es gewohnt mit dem getrockneten, aber wir haben auch frische Minze, also können wir später, wenn ihr wollt, noch dazu tun.
[52:34] Nämlich wieder vermischen wir.
[52:43] Das war jetzt, das ist die Petersilie. Genau.
[52:46] Das ist die Petersilie. Genau. Es riecht alles ganz unterschiedlich, sieht ähnlich aus, weil es halt klein gemahlen worden ist, aber es riecht halt unterschiedlich. Und wieder eine Handvoll rein.
[52:55] Rein. Eine Prise Salz kommt noch dazu.
[53:05] Also, wenn man vegan ist, muss man halt wirklich einfallsreich sein. Es ist halt so, dass es viele leckere Sachen gibt, aber leider nicht auf vegan. Man kann so viel probieren, man muss halt einfach experimentieren. Manchmal geht's gut, manchmal geht's auch schief. Ja, aber seid mutig zum Experimentieren. Aber ich glaube, als Veganer hast du dann viel mehr Ausfall, oder nicht? Ja, ich denke auch. Kreativität steigert sich, oder nicht? Ja.
[53:35] Würde ich auch sagen. Also, ganz ehrlich, wenn du jemanden sagst, du bist vegan, dann fragt er als erstes: Was isst du überhaupt? Ich weiß nicht, was für eine Vorstellung man hat. Also, ich sag das jetzt nicht, aber im türkischen sage ich doch. Ich sag's. Also, wenn meine Mutter dann immer schimpft: Was isst du denn überhaupt? Und sage ich: Ja, ich grase.
[53:57] Ja, also das hört sich im Kunden türkisch ein bisschen komisch an und sagt: Aber das ist halt, ich krass ist auch so zum Teil. Ja, ich habe alles grüne dann gerne und nehme dann meine grünen Sachen. Und ich finde das toll.
[54:16] Ja, ganz deftig kann man kochen. Und die Tiere, die das grüne Essen sind, ja auch meistens sehr stark und groß. Und ganz ehrlich, warum soll ich sekundär die Stoffe aufnehmen, die das Tier gegessen hat, wenn es direkt aus der Natur nehmen kann?
[54:33] Ja, das ist es. Richtig, richtig. Und mittlerweile haben wir ja so tolle Kräuter auch hier zur Verfügung. Also, das ist das, was dabei rauskommt.
[54:48] Denke ich, ganz gut. Ja, ich habe es jetzt ganz fest gemacht. Ihr könnt, wenn ihr das zu Hause macht, noch mit Wasser vermischen, wenn ihr wollt, dann habt ihr es ein bisschen flüssiger. Aber da das gleich aufs Lahmacun kommt, haben wir es festgelassen.
[55:05] Das können wir, denke ich, dann auch zur Seite stellen. Lena, kann ich dir das geben nach hinten, dann kannst du schön kühl bleiben.
[55:11] Ja, jetzt müssen wir natürlich weiter backen, würde ich sagen, ne? Was willst du noch machen? Den Teig verarbeiten.
[55:17] Ja, also ich weiß nicht, ob wir mit zwei, drei Lahmacun die ganze Menge... wahrscheinlich nicht mehr.
[55:26] Mit zwei Fischen und fünf Broten hat für mehr als 5000 Männer gereicht. Ja, richtig.
[55:34] Genau. Also, richtig genau 5000. Also, das ist ein Phänomen.
[55:45] Genau, richtig. Also, das ist ein Phänomen. Also, ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber wenn ihr zum Beispiel vollwertig vegan ist, ist es so, dass ihr ganz bewusst bestimmte Sachen nehmt. Man, wie Vollkornbrot. Also, ich esse jetzt Vollkornbrot, weil ich weiß, da habe ich Eisen drin. Und meine Eisen hole ich mir dann aus dem Vollkorn. Und es ist das dann. Und wenn ich mal auf Reisen bin und keine Eisen, also diese keine Vollkorn, kein Vollkorn habe, dann esse ich dieses nicht Vollkornbrot und ich werde nicht satt.
[56:16] Durch. Also, das ist ganz interessant. Mein Körper ist das gar nicht mehr gewohnt. Wenn ich dann so flauschiges Brot kriege, dann habe ich sowas von, ich habe gar nichts gegessen. Und wenn ich dann dieses kernige, dieses deftige eigentlich gewohnt bin, das ist wieder diese Umstellung. Ja, also deshalb.
[56:31] Ja, also man ist schon deftig und man ist bewusst, aber man muss wirklich drauf achten, weil wenn man das nicht macht, kann man ganz schnell krank werden. Also, es gibt welche, die denken: Wow, vegan! Und ich muss das sofort machen und am besten von heute auf morgen, ohne eigentlich zu wissen, wie sie es machen. Und die können ganz schnell krank werden. Aber wenn ihr das ganz bewusst macht, dass ihr sagt: Okay, wir ersetzen, wir achten darauf, was wir eigentlich essen, dann lebt ja eigentlich gesünder.
[56:59] Also, ich weiß nicht, ob ihr die Studie kennt von National Geographic. Sagt euch das was?
[57:05] Was? Also, die haben eine Studie gemacht und die haben die langlebigsten Völker auf der Welt untersucht. Und die haben dann auch zu diesen Völkern, die Adventisten in Loma Linda, Amerika, mitgenommen. Und die gehören halt zu den fünf langlebigsten Völkern. Und die haben dann ihre vegetarisch-wirkende, vegane Ernährung. Aber das ist ja nur ein Baustein. Das Bausteines gesund Seins. Ja, also wir sagen, dass wir halt auch verschiedene andere Bausteine haben, wie zum Beispiel Sonnenlicht, Wasser, Ruhe, Bewegung, ja.
[57:41] Vertrauen. Also Vertrauen auf zum Beispiel, wir vertrauen auf Gott. Wir wissen, Gott hat Kontrolle, egal wie schlimm es ist. Und es gibt mittlerweile sogar Studien, die sagen, dass gläubige Menschen, es ist interessant, gläubige Menschen weniger an bestimmten Krankheiten erkranken als nichtgläubige. Ja, also deshalb wisst ihr, Ernährung ist nur ein kleiner Baustein von diesem ganz großen Kasten.
[58:03] Und es kann sein, dass ich überhaupt keine Bewegung habe und mein Körper trotzdem degenerieren kann, auch wenn ich mich gesund ernähre. Also, man muss schon auf alle Bausteine achten und versuchen, das so gut wie es geht, dann auch auszugleichen.
[58:17] Ja, also ich denke, egal was es ist, wir sollten halt schon bewusst mit unserem Körper umgehen. Und ich meine, wir sagen ja, dass wir sagen, das ist der Tempel des Heiligen Geistes. So steht's in der Bibel. Das ist so das, wo ich sage, das ist mir wichtig. Also, wenn Gott dir diesen Körper gegeben hat, dann achte so gutes drauf, so gut es geht eigentlich drauf. Und das gehört für mich dann halt auch dazu, dass ich sage, Ernährung ist halt ein Baustein davon.
[58:46] Und ich weiß nicht, also die Tiere früher, die waren halt auch zum Teil gesund als heute. Also, wenn ihr euch anschaut, welches Skandale es mittlerweile heute gibt, es ist halt wirklich schwierig. Und wenn ihr mal eine Milch untersuchen lasst, was alles so in der Milch vorkommt. Also, ihr habt vom Blut abgesehen, ihr habt Hormone, ihr habt Antibiotika-Stoffe. Ja, also das ist zum Teil echt fies. Aber ja, das ist halt dann nicht so toll.
[59:15] Und es gibt ja auch böse Zungen, behaupten, dass zum Beispiel auch Soja so schlecht wäre. Das war ja eine Zeit lang auch in den Medien. Aber wenn man dann noch mal guckt, woher kommen diese Studien? Also, die haben dann Tiere genommen und haben dann zum Beispiel Mäuse untersucht und haben dann irgendwann mal aber auch festgestellt, dass die Menge, die den Mäusen gegeben worden ist, gar nicht von dem Menschen konsumiert wird. Das ist total irrational.
[59:42] Und also, es gibt auch mittlerweile Studien, die sagen, dass Soja sogar gut für bestimmte Sachen, also antikarzinogen ist, also nicht krebserregend, sondern in den Mengen, wie wir es eigentlich konsumieren, sogar den Krebs mindern kann. Weil man hat gesagt, diese Östrogene, also diese Hormone, weiblichen Hormonstoffe, die da drin sind, werden halt dafür verantwortlich. Aber dann haben die halt herausgefunden, dass es also ein Phyto, also ein pflanzliches Östrogen ist und kein normales. Und das ist zwar ungefähr die gleiche Wirkung hat, aber bestimmten Stellen doch anders funktioniert.
[1:00:19] Also, deshalb seid kritisch mit dem, was man euch da so liefert. Studiert es gut. Es gibt mittlerweile auch das Internet, dann kann man auch gucken, also stimmt das so. Und es gibt ja auch bestimmte Studien, wie zum Beispiel auch von den Adventisten. Also, die Adventisten kann man sich dann auch noch mal angucken.
[1:00:43] Ja, das ist so wichtig. Also, er hat jetzt gerade gesagt, dass man als sensibel auch für den eigenen Körper sein sollte. Das finde ich wichtig. Der Körper, der zeigt einem was. Wir haben mal ein Foto gehabt von einer Giraffe, die Knochen gefressen hat. Und das ist ja eigentlich auffällig, weil Giraffen, was fressen die normalerweise? Keine Knochen.
[1:01:09] Richtig, genau. Sind auf jeden Fall Pflanzenfresser. Ja, aber dann haben sie diese Giraffe untersucht und wisst ihr, was die herausgefunden haben? Dass sie einen Eisenmangel hatte, einen ganz akuten Eisenmangel. Und deshalb hat sie das gefressen. Das heißt, der Körper zeigt einem was, aber man muss da so gefühlig sein, dass man auf die Signale des Körpers hört. Also, bewusst essen, nicht sagen: Oh, ich habe jetzt Lust drauf, ich muss das Essen. Ja, sondern wirklich mit dem Verstand überlegen: Brauche was, brauche ich?
[1:01:37] Also, ich mache z.B. regelmäßig auch einen Check-up. Ja, ich lasse mein Blut untersuchen oder ich lasse mal Vitamin D untersuchen. Also, man muss schon bestimmte Untersuchung machen, um zu gucken, wo stehe ich. Und immer, wenn meine Mutter sagt: Oh, du bist so blass jetzt, dann gehe ich zum Arzt. Schreibe, dass ich gesund bin. Und der Arzt beim letzten Mal meinte: Was willst du überhaupt hier? Also, wenn jeder so ein Blutdruck hätte wie du, dann wäre meine Praxis...
[1:02:05] Und auch die Blutwerte, die waren tipptopp. Ja, die müssen auch so bleiben. Aber da muss man halt schon aktiv für sorgen. Kommt halt nicht von nichts, ne? Würde ich sagen. Also, deshalb, egal was ist, achtet drauf und achtet gut drauf.
[1:02:34] Sehr gut. So, herrliches Gut. Sehr gut. Wunderbar.
[1:02:38] Wunderbar. Vielleicht achten, das ist nicht unbedingt genetisch verändert. Ein Laden gibt es ja auch extra deklariert: Gentechnisch verändert. So. Ja, das ist aber, denke ich, ein Manko in unserer heutigen Zeit, die du überall hast. Also, das ist echt schwierig mit diesen gentechnisch manipulierten Sachen. Und mittlerweile ist es ja so, dass die haben auch, wenn du guckst auf die Ernährung, also auf die Lebensmittel, viele Sachen werden gar nicht mehr so großartig drauf geschrieben wie früher. Also, das ist echt ein Problem.
[1:03:08] Also, wo überall tierisches Produkt drin ist, das bei den Säften ist es so, dass du damit rechnen kannst, dass da vielleicht das Schwein, da Gelatine etwas geklärt worden ist. Also, ja, früher war es so, dass wir dann in naturtrüben genommen haben. Mittlerweile ist es so, dass dieses vegan leben doch meistens überall drauf haben.
[1:03:29] Also, deshalb achtet einfach drauf. Und es gibt ja auch so Internetseiten, wie Foodwatch oder so, die darauf achten, bestimmtes Skandale dann auch nach oben zu bringen. Stimmt, da wird sie haben sogar mal gezeigt, dass in Chips Schweinearomen verwendet werden. Ja.
[1:03:50] Richtig. Zum Beispiel, da hast du das drin. Ja, also dann, obwohl Chips jetzt nicht gerade den besten gesunden Alter...
[1:04:00] Alles gut, Leute. Ja, aber das stimmt. Also, man weiß nicht immer, was wo drin ist. Und die müssen das auch gar nicht mehr so deklarieren wie früher.
[1:04:10] Super. Lena hat schon nächste Alternative. Vielleicht können wir ein paar von den fertigen rausbringen gleich und mal den Leuten zu zeigen, wie es dann fertig aussieht.
[1:04:24] Ja, also, wie du siehst, das dauert. Also, normalerweise braucht es fast eine Stunde und das ganze wegzukriegen, wenn man alleine ist.
[1:04:31] Und was wir dann zum Beispiel machen, wir frieren das dann auch ein. Wenn dann zum Beispiel der Besuch kommt, dass man ganzen Packen dann aus der Tiefkühltruhe holt und für Besuch ist das dann halt perfekt, komplett fertig.
[1:04:48] Also, wenn es fertig ist, wird es eingefroren. Und wenn der Besuch da ist, dann holen wir das raus und es ist perfekt. Weil was, was tut man dazu klassischerweise in der Türkei? Und dann haben wir schon ein paar fertig. Super.
[1:05:04] Ja, also schaut mal, das ist das, bis dann fertig aussieht.
[1:05:09] Ja, was wir jetzt normalerweise in der Türkei machen, wenn wir die zusammenklappen. Das, was Farbe ist, geht aufeinander. Ja, so machen wir das eigentlich. Seht ihr, dann bleibt nämlich der Innenbelag zusammen.
[1:05:20] Zusammen. So, so wird es dann gelagert und so wird es dann bei uns auch eingefroren. Ja, und das, also, das ist etwas, wo ich sage, das muss man dann einfach wissen, weil sonst hast du die Unterseite, die dann matschig ist, irgendwie an dem anderen dran. Und so bleibt der Belag in der Mitte zusammen.
[1:05:36] Wenn du aufmachst, ist kein Problem. Also, wir nehmen dann immer so ein Pack, eine Tüte und dann in die Tiefkühltruhe. Klassisch wird es in der Türkei mit Petersilie und Zwiebeln, ein bisschen Zitronensaft gegessen.
[1:05:49] Ja, aber wir haben heute auch das. Ihr könnt dann auch ein bisschen Soße drauf machen. Okay.
[1:05:54] Aber es läuft schon. Also, das stellen bei euch hier vorne gleich hin. Könnt ihr alle gleich mal probieren und dann gucken wir mal, wie das mit den Reiswaffeln geklappt hat.
[1:06:07] Ja, also, das ist etwas, was bei uns auch gerne bei Festen oder so verwendet wird. Also, alleine essen ist immer schlecht. Lahmacun wird in der großen Runde gegessen. Und wie ich eben schon sagte, wenn Sie bestimmte Feste oder Besuch da ist, dann wird das Fest, also wird das fertig gemacht. Deshalb ist es immer ganz praktisch, wenn man das mit mehreren Personen macht, weil man dann auch größere Portionen herstellen kann und was man zu viel hat, einfach weg. Und wenn die Leute kommen, dann präsentieren es.
[1:06:41] So, das sieht auch gut aus. Ja.
[1:06:42] Ja, also sind nur noch ein paar Ballen da, dann haben wir es auch geschafft.
[1:06:54] Also, ganz einfach, oder? Ja, es ist wirklich nicht schwer. Es ist eigentlich ganz einfach. Ich finde es immer schade, weil draußen, das kann ich nicht essen. Und ich finde es eigentlich ganz lecker. Und deshalb, was mache ich? Bereite mit das immer selber vor. Meine Mama, die ist ganz lieb. Ja, das beim letzten Mal gemacht, weil mein Sohn des so sehr lieb. Und dann, was hat sie dann für mich gemacht? Das dann ohne Gehacktes gemacht. Das heißt, alle anderen Zutaten genommen und hat für mich dann halt die Paprika, die Tomaten, die Zwiebel und das Mark dann genommen und hat dann ohne Probleme das dann einfach drauf gemacht. Und mein Sohn hat es noch nicht mal gemerkt.
[1:07:38] Das ist ganz gut. Ja, also deshalb, es war schon sehr lecker.
[1:07:47] Okay. Ja.
[1:07:54] So, also wird euch nicht empfehlen, das ganz alleine zu machen. Oder wenn ihr es macht, dann nicht in den großen Portionen, wie wir es machen.
[1:08:03] So. Das ist fertig.
[1:08:06] Das ist fertig. Oder ihr seid natürlich etwas geübter als wir, dann habt ihr schneller weg. Das kann natürlich auch sein. Ja, aber das ist alles nur eine Übungssache, denke ich. Aber gut, sie dann.
[1:08:18] Haben wir jetzt gesehen, wie das funktioniert. Genau.
[1:08:34] Hauptzutat Tomatenmark, vor allem diese Paprika nicht vergessen. Ja, diese Paprika Paste, Paprika Mark. Genau. Ich meine, die kann man sogar beim Kaufland finden. Ja.
[1:08:50] Mittlerweile ist es so, dass die großen Geschäfte das mittlerweile auch haben. Zwiebeln, Paprika, Tomaten frisch. Petersilie frisch war da noch drin. Wobei diese kleinen Gurken, ich meine, die gibt es dann nur im türkischen Laden.
[1:09:05] Ja, glaube ich schon. Euch einfach selber die Samen und pflanzt selber an. Baut sie natürlich das ideale für die Zeit dazu. Hat selber anbauen, dann müsst ihr woher es kommt und was da drin war. Bei den veganen braucht ihr euch keine Gedanken machen.
[1:09:21] Ich meine, jeder Laden hat inzwischen einen Joghurt, der auch ungezuckert ist. Und inzwischen gibt es auch mit Hand, habe ich gesehen, sogar Mandel, aus Kokos, Soja, nicht Soja, aber ja, anderen. Also, es gibt für jeden Geschmack und jede Allergie ein Joghurt. Ja, das ist so schön gesagt.
[1:09:44] Ich denke auch. Und ja, das Wichtige ist halt, dass wenn ihr diesen Joghurt nehmt, drauf achtet, dass er umgezuckert ist.
[1:09:48] Süßlich. Und das wollen wir eigentlich nicht wirklich bei einem herzhaften Gericht.
[1:09:54] Gericht. Und jetzt wissen wir halt, wie das funktioniert. Meine Freundin hat sich gemerkt, hoffe ich. Dann kann ich später machen. Und auf die anderen Rezepte wirst du dann auch hier lassen bei uns. Richtig. Das kriegt ja dann auch. Und das könnt ihr selber ausprobieren und fühlt euch frei auch zu experimentieren. Das ist eigentlich so die Kunst bei dem ganzen.
[1:10:14] Also, bleibt nicht an dem haften, was ihr da gerade gehört habt, sondern versucht das ein oder andere selber aus. Und wer
[1:10:19] das ein oder andere selber aus und wer keine Reiswaffeln will, kann auch andere Alternativen nehmen. Einfach experimentierfreudig sein und gucken, was dem Gaumen schmeckt. Da werde ich mich hier bei dieser Stelle ja an dir bedanken, dass du uns gezeigt hast, wie das funktioniert. Du kannst gleich hier weitermachen. Solange wir uns unsere Leute im Internet verabschieden, ja, die ihr hinter dem Monitor sitzt. Ich hoffe, es hat euch inspirieren können, das Essen hier, wie es funktioniert. Es ist nicht schwer. Versucht's selber, macht's selber. Schaut euch im Internet diese Rezepte an, nehmt sie, verbessert sie, wenn ihr wollt, und teilt sie mit anderen, damit auch andere die Möglichkeit haben, etwas anderes zu essen und auch ihr Leben zu verschönern dadurch. Ich bedanke mich dann, dass ihr hier zugeschaut habt und guten Appetit. Danke schön, tschüss.
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