In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von König Amazja und seinem Nachfolger Usija aus 2. Chronik 25-26. Er zeigt auf, wie Erfolg und Segen dazu führen können, dass Menschen Gott vergessen und sich überheben, was zu ihrem Verderben führt. Die Episode warnt vor der Vermischung von politischer und religiöser Macht und betont die Wichtigkeit, Gottes Wort treu zu bleiben.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 25:24-26:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 501. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen, wirklich von Herzen Danke sagen, dass du immer wieder in unser Leben hineinsprichst durch dein Wort, auch durch Menschen, die uns wieder zurückführen wollen zu dem, was du eigentlich von uns vorgesehen hast. Herr, bitte reinige du unser Herz von aller Rebellion, dass wir dein Wort nicht verwerfen, sondern gerne annehmen, auch wenn es uns unsere Fehler zeigt, das offenbart, wo wir gefehlt haben. Herr, hab Dank, dass du für mich und für jeden Einzelnen von uns da bist, dass du alles dafür gibst, dass wir dein Wort so verstehen, dass wir in unserer Beziehung zu dir wachsen und erkennen, wie du wirklich bist. Sprich du jetzt durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:36] Wir sind in 2. Chronik 25. Es geht um König Amazja, der von Gott abgefallen ist und nach dem Sieg über die Edomiter die Götter der Edomiter angebetet hat. Er hat den Rat Gottes verworfen und dann sich in einen völlig unnötigen Krieg mit dem Nordreich Israel verwickelt, in dem das Reich Juda eine empfindliche, schwere Niederlage erlitten hat. Wir lesen in Vers 24:
[2:05] Dann geht es über den König Joasch, den König des Nordreiches Israel, und er nahm alles Gold und Silber und alle Geräte, die sich im Haus Gottes bei Obed-Edom befanden, auch die Schätze im Haus des Königs, dazu Geiseln, und kehrte wieder nach Samaria zurück. Aber Amazja, der Sohn des Joasch, der König von Juda, lebte nach dem Tod des Joasch, des Sohnes des Joasch, des Königs von Israel, noch 15 Jahre lang. Sondern mehr von Amazja zu sagen ist: Die früheren und die späteren Begebenheiten, siehe, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Könige von Juda und Israel? Und von der Zeit an, da Amazja vom Herrn abwich, bestand in Jerusalem eine Verschwörung gegen ihn. Da floh er nach Lachisch, aber sie Leute hinterher bis nach Lachisch und töteten ihn dort. Offensichtlich, und das scheint, ist diese Verschwörung über etliche Jahre im Gang gewesen, weil er hier nach dem Abfall von Gott ja noch 15 Jahre lang regiert hat. Und er hat versucht, dieser Sache auszuweichen und zu entkommen, aber letztendlich haben seine Feinde ihn dann doch in Lachisch, dieser zweitgrößten Stadt im Bereich Juda, eine große, starke, befestigte, militärisch strategisch wichtige Stadt, ihn dort gefunden. Und sie brachten ihn auf Pferden zurück und begruben ihn bei seinen Vätern in der Hauptstadt Judas.
[3:40] Da nahm das ganze Volk wieder den Usija, der 16 Jahre alt war, im Buch der Könige wird Asarja genannt, und machten ihn zum König anstelle seines Vaters Amazja. Er baute Elath und brachte es wieder an Juda, nachdem der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte. Usija war 16 Jahre alt, als er König wurde. Er regierte 52 Jahre lang in Jerusalem. Er hatte eine der längsten Regierungszeiten aller Könige Israels gehabt. Der Name seiner Mutter war Jekolja von Jerusalem. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz wie es sein Vater Amazja getan. Das bezieht sich natürlich auf die Zeit, bevor Amazja abgefallen ist. Und er suchte Gott, solange Sacharja lebte, der Einsicht hatte in die Offenbarungen Gottes. Und wir haben wieder dasselbe Phänomen, wie wir schon bei Joasch gehabt haben, der so lange bei Gott blieb, solange der Priester Jojada da lebte. Und solange er den Herrn suchte, ließ Gott es ihm gelingen. Was diese Geschichten immer und immer wieder zeigen, ist, dass wenn wir Gott suchen, wenn wir an dem, an unserem Hohenpriester Jesus festhalten, wenn wir auf seine Offenbarung hören, dann geht es uns gut, jahrelang, jahrzehntelang. Aber in dem Moment, wenn wir Jahre und Jahrzehnte lang mit Gott gelebt haben, uns von Gott entfernen, ab dem Moment beginnen dann die Katastrophen in unserem Leben.
[5:19] Denn er zog aus und kämpfte gegen die Philister und riss die Mauern von Gat und die Mauern von Jabne und die Mauern von Aschdod nieder und baute Städte bei Aschdod und unter den Philistern. Denn Gott half ihm gegen die Philister, gegen die Araber, die in Gurbahal wohnten, und gegen die Meuniter. Und die Ammoniter zahlten dem Usija Tribut. Und sein Ruhm verbreitete sich bis nach Ägypten hin, denn er wurde sehr stark. Der König lebte nach Gottes Wort, hörte auf die Worte, die Prophezeiungen des Geistes der Weissagung, auf den Propheten Sacharja. Und er wuchs und wurde stark und hatte Erfolg. Und er baute Türme in Jerusalem am Ecktor und am Taltor und am Winkel, und das festigte sie. Er baute auch Türme in der Wüste und grub viele Brunnen, denn er hatte Vieh in der Schefela und auf dem Mischland, auch Ackerleute und Weingärtner auf dem Bergland und am Karmel, denn er liebte den Ackerbau. Dieser Satz ist, dieser Nebensatz ist ja ganz interessant. Und ich denke, es gibt viele von uns, vielleicht, die auch sich sehr für Landwirtschaft interessieren, für Ackerbau, für das Anpflanzen eigener Dinge, um sich dann auch ein bisschen selbst zu erhalten. Und hier finden wir eine biblische Person, von der es explizit heißt, dass er eine Vorliebe für den Ackerbau gehabt hat. Man kann, wenn man einen Garten hat und daran arbeitet, eine ganze Menge auch lernen über Gott und sein Evangelium. Usija hatte auch ein kriegstüchtiges Heer, das truppenweise ins Feld zog, in der Anzahl, wie sie gemustert wurden durch Jeïel, den Schreiber, und Maaseja, den Vorsteher, unter der Leitung von Hananja, eines königlichen Obersten. Die Gesamtzahl der Familienhäupter der kriegstüchtigen Mannschaft betrug 2600. Und unter ihrer Hand war das Kriegs-307.500 kriegstüchtige Leute mit gewaltiger Schlagkraft, um dem König gegen die Feinde zu helfen. Es ist ja eine Sache, eine Armee zu haben, und eine andere Sache, eine Armee mit gewaltiger Schlagkraft, die effektiv kämpfen kann. Und er rüstete das ganze Heer mit Schilden, Speeren, Helmen, Panzern, Bogen und Schleudersteinen aus. Er machte in Jerusalem auch Maschinen von erfinderischen Männern kunstvoll gebaut, die auf Türmen und Zinnen aufgestellt wurden, um mit Pfeilen und großen Steinen zu schießen. So verbreitete sich sein Ruhm weithin, weil ihm wunderbar geholfen wurde, bis er sehr stark wurde. Solche Kriegsmaschinen waren im alten Orient keine Selbstverständlichkeit. Sie sind in vielen Völkern erst zum Teil Jahrhunderte später regelmäßig zum Einsatz gekommen, zum Beispiel bei den Griechen dann zur Zeit der Diadochen. Er war also hier seinerzeit auch technologisch sehr voraus und ein Vorreiter in dieser Militärstrategie.
[8:23] Als er dabei stark geworden war, überhob sich sein Herz zu seinem Verderben, und er versündigte sich an dem Herrn, seinem Gott, indem er in die Tempelhalle des Herrn ging, um auf dem Räucheraltar zu räuchern. Immer wieder sieht man, wie Menschen im Leben Erfolg und Segen empfangen und dann vergessen, dass es Gott war, der sie gesegnet hat. Das beginnt schon im Himmel mit Luzifer, der zu Satan wird. Wenn ihr hier 26 anschaut, wir haben es immer und immer wieder bei Königen gesehen. Wir haben gesehen, wie schon in 5. Mose Gott vorweg gewarnt und gesagt hat: Wenn ihr ins Land kommt und gesegnet seid und wenn ihr Überfluss habt, dann hütet euch, dass sich euer Herz nicht erhebt. Usija hat sich erhoben und versündigt sich. Er wollte jetzt in den Tempel gehen. Er wollte als König das Priesteramt ausüben, was Gott verwehrt hatte. Der König sollte sich um die politische Verwaltung und Verteidigung des Reiches kümmern. Der Priester sollte die geistliche Leitung des Volkes haben. Usija wollte das Politische und das Religiöse miteinander verbinden auf eine Art und Weise, wie es Gott nicht wollte. Und das macht diese Geschichte so interessant, weil sie dient auch als ein Typus für die Ereignisse ganz am Ende, die in Offenbarung 13 beschrieben werden, wir noch sehen werden. Aber der Priester Asarja ging nach – der also denselben Namen hatte wie auch der König Usija oder Asarja – ist dies und 80 Priester des Herrn mit ihm, vortreffliche Männer. Die traten dem König Usija entgegen und sprachen: Es ist nicht dir, Herr, zu dem Herrn zu räuchern, sondern den Priestern, den Söhnen Aarons, die zum Räuchern geheiligt sind. Verlass das Heiligtum, denn du hast dich versündigt, und das bringt dir vor Gott dem Herrn keine Ehre. Hier gibt es Menschen, Priester, die den König warnen vor seiner Sünde und sagen: Fürchte Gott und gib ihm die Ehre. Tue nicht das, was Gott verboten hat. In unserer Zeit, wo es wiederum Bestrebungen gibt und Bestrebungen geben wird, Kirche und Religion und Staat miteinander zu vereinen auf eine Art und Weise, wie sie nicht richtig und nicht von Gott gewollt ist, braucht es Menschen, die mit Überzeugung und mit dem Wort Gottes in der Hand davor warnen und zeigen, dass Kirche und Staat getrennt werden sollen.
[10:58] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass wir in der Bibel so viele Geschichten finden, die uns zum einen zeigen, wovor wir uns in unserem persönlichen Glauben hüten sollen, und die uns auch illustrieren, wie es am Ende der Zeit im letzten großen Konflikt vor sich gehen wird. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns davor bewahrst, falsche Kompromisse zu machen, und dass du uns davor bewahrst, dass wir uns selbst erheben. Herr, lass uns immer daran denken, selbst dann, wenn wir besonders klug sind, besonders reich oder besonders einflussreich, wenn wir besonders viel Segen haben in unserem Leben, dass es nicht unsere Kraft gewesen ist, sondern allein deine Gnade, die uns gesegnet hat. Und dafür danken wir dir, dass wir uns das heute neu in Erinnerung rufen dürfen. Dir sei Lob und Preis und alle Ehre. Amen.
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