In diesem Teil der Apostelgeschichte erleben wir Paulus in Ephesus, wo ein Aufruhr ausbricht, der die Stadt erschüttert. Nach diesem turbulenten Ereignis reist Paulus weiter und besucht verschiedene Orte, darunter Troas, wo eine dramatische Begebenheit während einer Predigt stattfindet. Die Reise führt ihn weiter entlang der Küste Kleinasiens, wobei er wichtige Entscheidungen trifft, um rechtzeitig zu den Pfingstfeierlichkeiten in Jerusalem zu gelangen.
Gott auf (m)einer Seite: Apostelgeschichte 19:34-20:16
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: ApostelgeschichtePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 162. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du an unseren Herzen wirkst. Das können wir nicht aus eigener Kraft, das kann man nicht alleine, aber du wirkst in unseren Herzen, du veränderst unsere Herzen und du bringst uns auch zu echter Buße und schenkst uns echte Reue. Wenn es Dinge gibt aus unserem alten Leben, die irgendwo in unserem noch vorhanden sind, dann wollen wir sie dir übergeben. Wir wollen einen deutlichen Beweis dafür geben, dass wir mit dem alten Leben nichts zu tun haben wollen. Wir wünschen uns echte, tiefe Bekehrung und dass wir nur dir folgen. Herr, erfüll uns dazu mit einem Heiligen Geist und sprich doch heute durch dein Wort zu uns und habe Dank für alles, was du uns zeigst. Es bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:36] Wir sind in der Apostelgeschichte 19. Paulus ist immer noch in Ephesus. Er hat schon Mitarbeiter nach Griechenland geschickt, nach Makedonien, aber er ist noch in Ephesus. Und dort kommt es in Ephesus zu einem gewaltigen Aufruhr. Demetrius und andere Kunsthandwerker wiegeln die Masse auf, weil sie befürchten, dass die Predigt von Paulus den Absatz von Bildnissen und von Produkten im Götzendienst, im Tempeltourismus, das ganze, das untergräbt. Und die Volksmenge wird aufgestachelt. Die meisten strömen ins Theater zusammen. Die wissen zum Teil gar nicht, oder viele von ihnen, die meisten wissen gar nicht, die Mehrzahl zumindestens, warum sie überhaupt da sind. Und Paulus wollte zwar eigentlich sich dort verantworten, aber wird von mehreren Seiten, von den Christen als auch von führenden Beamten dort zurückgehalten.
[2:33] Schließlich wird ein Alexander vorgeschoben, der entsprechend dem Volk sich verantworten soll. Und wir lesen weiter ab Vers 34: "Als sie aber vernahmen", das heißt, die Menschen im Theater, "dass sie ein Jude sei", schrien sie alle wie aus einem Mund etwa zwei Stunden lang: "Groß ist Diana!" Also völlig durcheinander, also nicht durcheinander, völlig verrückt. Zwei Stunden lang schreien sie, ohne dass man sie beruhigen kann: "Groß ist Diana!" Der Vesta, das war ein durchaus fanatischer Geist, der dort diese große Masse geleitet hat. Da beruhigte der Stadtschreiber die Menge und sprach: "Ihr Männer von Ephesus, wo ist denn ein Mensch, der nicht wüsste, dass diese Stadt Ephesus die tempelpflegerin der Großen Göttin Diana und das vom Himmel gefallenen Bildes ist?" Also die Idee war, dass dort irgendein Götzenbild vom Himmel gefallen ist und dass die Stadt Ephesus ausersehen war, den Tempel zu beherbergen, den Tempel zu pflegen, indem sie die Göttin Diana, die Artemis verehrt wird.
[3:35] "Und dies unwidersprechlich ist, so solltet ihr euch ruhig verhalten und nichts überstürztes tun, denn ihr habt diese Männer hergeführt, die wie Tempelräuber sind, noch eure Göttin gelästert haben. Wenn aber Demetrius und die Künstler, die mit ihm sind, gegen jemand eine Klage haben, so werden Gerichtstage gehalten und es sind Statthalter da. Sie mögen ineinander verklagen. Es gab ja im römischen Reich eine ganz klare Ordnung, es gab einen Rechtsweg, es gab Gesetze, es gab Juristen. Man konnte entsprechend Klagen einreichen, es gab ein ganz normalisiertes Prozessverfahren. All das soll wieder in diese geordnete Bahn gelenkt werden. Habt ihr aber ein Begehren wegen anderer Angelegenheiten, so wird es in der gesetzlichen Versammlung erledigt werden."
[4:23] "Denn wir stehen in Gefahr, dass wir wegen des heutigen Tages des Aufruhrs angeklagt werden, weil kein Grund vorliegt, womit wir diese Zusammenrottung entschuldigen können." Die führenden Leute dort in der Stadt haben selbst Angst, dass die Römer sie dafür zur Verantwortung ziehen, dass es einen solchen Tumult gegeben hat. So groß muss der Tumult gewesen sein, dass er überregional ausstrahlen konnte und dass er auch in anderen Teilen des Imperiums vielleicht bekannt geworden ist. Und als er das gesagt hatte, entließ er die Versammlung.
[4:56] Nachdem sich aber der Tumult gelegt hatte, rief Paulus die Jünger zu sich und als er Abschied von ihnen genommen hatte, zog er fort, um nach Makedonien zu reisen. Und nachdem er jene Gebiete durchzogen und sie mit vielen Worten ermahnt hatte, kam er nach Griechenland. Er zieht also erst wieder nach Makedonien, in den Norden Griechenlands, und dann in das eigentliche südliche Griechenland. Und er brachte dort drei Monate zu. Und da eben die Juden nachstellten, als er nach Syrien abfahren wollte, entschloss er sich über Makedonien zurückzukehren. Also statt so zu fahren, wie bei der zweiten Missionsreise zurückgereist ist, ist er noch einmal nach Norden gezogen.
[5:34] Es begleiteten ihn aber bis nach der Provinz Asia so Pater von Beröa, von den Thessalonikern Aristarchos und Sekundus und Gaius von Derbe und Timotheus. Aus Asia aber natürlich die Kyros und Trophymos. Wir sehen das überall, wo er gewesen ist. Wir haben in Beröa gesehen, wir haben ihn in Asia gesehen, in Derbe gesehen, in Thessaloniki. Diese überall Mitarbeiter hat, die aus den verschiedenen Gemeinden ihm beistehen und mit ihnen diese Missionsreisen durchführen. Diese gingen voraus und warteten auf uns in Troas. Lukas, der auch die ganze Zeit mit dabei ist, ist offensichtlich mit Paulus selbst geblieben.
[6:16] Wir aber fuhren nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas. Das ist auf der asiatischen Seite des Hellespont, das ist dort, wo die Griechen dann die Stadt Troja Jahrhunderte zuvor lokalisiert hatten. Wo wir uns sieben Tage aufhielten. Am ersten Tag der Woche aber, als die Jünger versammelt waren, um das Brot zu brechen, und er redete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen wollte, und er diente die Rede bis Mitternacht aus.
[6:48] Es ist der erste Tag der Woche, aber es ist dunkel. Das sieht man am nächsten Vers: "Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo sie versammelt waren." Und Paulus predigt und der Predigt etwas länger und es wird dann Mitternacht. Das heißt, diese Versammlung findet schon am Abend statt. Sie findet nach Sonnenuntergang statt. Es ist der erste Tag der Woche. Das heißt, nach der Bibel beginnt der Tag immer mit dem dunklen Teil des Tages, mit dem Sonnenuntergang. Und dann kommt nach dem Sonnenaufgang dann der zweite Teil des Tages. Das bedeutet, dass wir hier an einem Samstagabend sind. Dann am Samstagabend beginnt nach dem Sonnenuntergang der erste Tag der Woche. An einem Sonntagabend unserer Rechnung wäre nach Sonnenuntergang schon der zweite Tag der Woche gewesen. Es ist also Samstagabend.
[7:35] Und Paulus predigt hier in Troas sehr lange. Oder ein junger Mann namens Eutychus saß am Fenster im dritten Stock in einem tiefen Schlaf. Der Grieche, der das liest, hat natürlich eine gewisse Ironie, denn der Name Eutychus heißt "gutes Schicksal", "gutes Glück". Während Paulus weiter redete, fiel er vom Schlaf überwältigt vom dritten Stock hinab und wurde tot aufgehoben. Er heißt zwar Eutychus, gutes Glück, gutes Schicksal, aber was ihm widerfährt, ist eigentlich dramatisch, eine Katastrophe. Er schläft in einer Predigt ein und fällt aus dem Fenster und ist tot. Dagegen Paulus hinab und warf sich über ihn, umfasste ihn und sprach: "Macht keinen Lärm, denn seine Seele ist in ihm." Und er ging wieder hinauf und brach Brot, aß und unterredete sich noch lange mit ihnen, bis der Tag anbrach und zog dann fort.
[8:31] Sie brachten aber den Knaben lebendig dabei und waren nicht wenige tröstet. Der Junge lebt. Paulus predigt noch ein bisschen länger, noch weit nach Mitternacht. Und dann als am Sonntagmorgen, als der Tag angebrochen ist, ist er weitergezogen. Hat also keinen Gottesdienst am Sonntagmorgen gehalten. Wie aber gingen voraus zum Schiff und fuhren nach Assos, um dort Paulus an Bord zu nehmen, denn so hatte er es angeordnet, weil er zu Fuß reisen wollte. Als er aber in Assos mit uns zusammen traf, nahmen wir ihn an Bord und kamen nach Mytilene. Und von dort segelten wir ab und kamen am folgenden Tag auf die Höhe von Chios. Tags darauf aber fuhren wir nach Samos. Das sind zum Teil große und wichtige Inseln direkt vor der kleinen asiatischen Küste in der Ägäis.
[9:21] Und nach einem Aufenthalt in Trogyllium gelangten wir am nächsten Tag nach Milet. Doch das ist eine große, wichtige Stadt, von der sich archäologische Zeugnisse erhalten haben. Paulus hatte nämlich beschlossen, an Ephesus vorbei zu segeln, damit er in der Provinz Asien nicht zu viel Zeit zubringen müsste. Schon wieder ist Paulus in Eile und schon wieder heißt das, dass er nicht viel Zeit für Ephesus hatte. Aber er war ja auch eine ziemlich lange Zeit zwischenzeitlich in Ephesus gewesen, denn er beeilte sich, um möglichst am Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein.
[9:58] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir wissen dürfen, dass selbst wenn uns schlimme Dinge passieren, wie diesem Eutychus, der dem Fenster gefallen ist, während einer Predigt und gestorben ist, dass es kein Problem gibt, das für dich zu groß wäre und dass du helfen kannst, selbst wenn nach menschlicher Ansicht alles vorbei ist. Hey, wir danken dir von ganzem Herzen für die Apostelgeschichte, für all die ermutigenden Berichte und danken dir, dass du doch in unserem Leben mächtig eingreifst. Hab Dank dafür. Amen.
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