Diese Predigt beleuchtet die tiefere Bedeutung des Titels „Christus“ und wie dieser Titel von den Menschen zur Zeit Jesu verstanden wurde. Christopher Kramp erklärt, dass „Christus“ nicht nur ein Name, sondern ein Titel für einen König und Herrscher war, der von vielen erwartet wurde. Die Predigt untersucht, warum Jesus selbst diesen Titel nicht immer offen verwendete und wie er durch seine Taten und Worte seine Identität als Christus offenbarte. Es wird auch die Bedeutung des Gehorsams gegenüber Christus als König unseres Lebens thematisiert.
Christus ……….
Christopher Kramp · PredigtenWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Es war eine ganz besondere Zeit. Geschichtshistoriker sagen uns, dass eine generelle Erwartungshaltung existiert hat, nicht nur unter den Juden, sondern im gesamten Osten. Diese Erwartungshaltung, so sagen uns Historiker, war basierend auf Vorhersagen jüdischer Propheten, dass eine äußerst außergewöhnliche Person in Judäa hervorkommen würde, ungefähr um diese Zeit, und ein Königreich über die gesamte Welt etablieren würde. Aber nicht nur den Juden war das die Erwartung.
[0:39] Wir lernen von einem anderen Historiker, dass selbst die besten Männer in Rom eine Reformation gefordert hatten, dass sie sich eine neue Ära gewünscht haben und sie auch vorhergesagt haben. Cicero zum Beispiel hat gesagt, es wird nicht mehr länger ein Gesetz in Rom geben oder ein anderes in Athen. Nicht mehr einen Alas-Heute und einen anderen Alas-Morgen. Es wird ein und dasselbe Gesetz sein, ewig und unveränderbar. Und dieses Gesetz soll für alle Nationen und für alle Zeiten gelten. Und der Gott, der in der Lage ist, so ein Gesetz vorzuschreiben und einzuführen, der soll der alleinige Herrscher über alle sein. Es gab tatsächlich eine große Erwartungshaltung, dass dort irgendeine Art von König kommt.
[1:24] Und das ist der Hintergrund für die Geschichte, die wir in Matthäus 2 finden. Schlagt mit mir auf, Matthäus 2 und dort ab Vers 1. Eine Geschichte, die wir in aller Regel nur zu Weihnachten lesen, aber die uns einiges heute zu sagen hat. Schauen wir in Matthäus 2 und dort ab Vers 1. Als nun Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa, in den Tagen des Königs Herodes, siehe da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem. Die sprachen, und jetzt kommt diese eine Frage, die sehr berühmt ist, was ist die Frage? Wo ist der neugeborene König der Juden?
[2:07] Wie wir gerade gelernt haben, gab es in der gesamten Welt zu dieser Zeit eine Erwartung, dass eine Art von König kommen würde. Man wusste nicht genau, was für eine Art von König, aber selbst die Römer und die Perser und die verschiedenen Gruppierungen, die es damals gab, erwarteten aufgrund der Orakel und aufgrund der Vorhersagen und aufgrund auch der Tradition, die es im Judentum gab, dass irgendeine Art von König kommen würde. Und als sie dann diesen Stern gesehen haben, war es nur selbstverständlich, dass sie gedacht haben, das könnte jener König sein. So fragen sie, wo ist der König? Sie sagen, denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten.
[2:45] Wir kennen die Geschichte, Vers 3, als das der Herodes hörte, erschrak er, der König, und ganz Jerusalem mit ihm. Und jetzt schauen wir mal genau in Vers 4 hin und achtet mal, was hier steht. Es heißt, und er rief alle obersten Priester und Schriftgelehrten des Volkes zusammen und er fragte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Was ist merkwürdig an diesem Vers? Was ist merkwürdig? Okay, Herodes wusste nicht so genau von der Herse? Ja, die waren ja nicht gegenwärtig. Was war die Frage? Nein, das war nicht die Frage. Nein, die Frage war, wo ist der? König! Richtig? Was ist die Frage? Wo ist der König? Was fragt jetzt Herodes? Wo ist der Christus?
[3:48] Wenn ihr die beiden Verse genau nebeneinander legt, müsst ihr feststellen, dass hier Herodes offensichtlich der Meinung ist, dass Christus was bedeutet. König. Vergesst mal all das, was ihr schon wisst aus der Bibel. Bei Christus denken wir sofort an was? Jesus Christus, unser Erlöser, richtig? Und so lesen wir den Text. Aber das war nicht das Verständnis der Leute damals. Die Weißen fragen, wo ist der König? Und mit dem König meinten sie jenen König, den die gesamte Welt erwartet hat. Die Römer, die Griechen, die Perser, die Juden. Alle haben auf irgendeinen davon König gewartet. Alle hatten gedacht, er wird vielleicht irgendwo in Judäa kommen. Und sie fragen, ist das vielleicht der König, der mit diesem Stern zusammenhängt? Und Herodes weiß, dass für diesen König die Juden einen Titel hatten. Keinen Namen. Einen Titel, einen Begriff. Nämlich Christus.
[4:43] Und dass das nicht nur bei Herodes der Fall war, sehen wir, wenn wir die Geschichte weiterlesen. Schauen wir mal, was die Schriftgelehrten antworten auf die Frage, wo denn der Christus, also der König geboren wird. Schauen wir in Vers 5. Sie übersagten zu ihm in Bethlehem in Judäa, denn so steht es geschrieben, durch den Propheten. Und du, Bethlehem, im Land Juda, bist keineswegs die Geringste unter den Fürstenstädten Judas, denn aus dir wird ein was hervorgehen? Ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel weiden sollte.
[5:17] Frage, wenn jemand dich fragen würde, kannst du mir einen Text über den Christus im Alten Testament zeigen? Welchen Text hättest du genommen? Wo Christus im Alten Testament vorkommt. Isaiah 53 zum Beispiel, nicht wahr? Weil Christus ist für uns verknüpft mit dem, was Jesus als Erlöser getan hat, richtig? Oder vielleicht noch einen anderen Text, der euch einfällt, Christus? Psalm 22, nicht wahr? Aber schaut, dass die Juden hier nicht zu Isaiah gehen oder zu Psalm, denn für die Juden, genauso wie für die Griechen, war das Wort Christus gleichbedeutend mit König, mit nichts anderem. Als sie gefragt werden, wo wird eigentlich der Christus, also der König geboren, überlegen sie, gibt es irgendeinen Text, wo von einem König, wo von einem Herrscher die Rede ist? Und sie schauen und finden natürlich, weil sie die Bibel auswendig kennen, und sagen, ja, Moment mal, in Micha 5, Vers 1, und wir haben es ja gerade gelesen hier, da wird davon gesprochen, dass ein Herrscher geboren wird, da steht nicht Messias oder Christus, ein Herrscher, und das ist offensichtlich der Christus.
[6:23] Der Grund, den wir heute lernen wollen, ist, dass das Wort Christus sowohl für die Heiden, als auch für die Juden selbst, gleichbedeutend war für König, Herrscher. Ich weiß nicht, woran denkst du, wenn du an König und Herrscher denkst? Was? Politische Macht, was noch? Ein Reich. Was noch? Regierung. Macht. Geld. Das Wort Christus war verknüpft mit König.
[6:55] Jetzt schauen wir, was wir noch so über diesen erwarteten König lernen können. Schauen wir mal gemeinsam in Lukas 2, ob die Juden auf ihn gewartet haben, auf diesen Christus. In Lukas 2 haben wir nur ein Beispiel von vielen, die wir zitieren könnten. In Lukas 2, Vers 25, dort heißt es, und siehe, es war ein Mensch namens Simeon in Jerusalem. Und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels. Und der Heilige Geist war auf ihm. Und er hatte vom Heiligen Geist die Zusage empfangen, dass er den Tod nicht sehen werde, bevor er den, was? Den? Christus, oder den Gesalbten. Wörtlich steht ja tatsächlich, den Christus, des Herrn gesehen habe. Und er ist nur einer von vielen, die im Judentum tatsächlich auf diesen König gewartet haben.
[7:56] Glaubt ihr, die Juden haben auf den König gewartet, ja oder nein? Definitiv. Geschichtsschreiber sagen uns, dass um diese Zeit ein König, nein, andersrum, dass alle Juden zu dieser Zeit gewartet haben, dass bald ein König kommen werde, der sie befreien würde. Habt ihr Verständnis? Aus der Bibel. Haben also die Juden an die Bibel geglaubt, ja oder nein? Sie hatten eine prophetische Botschaft, sie wussten, da kommt ein König und sie waren begeistert und sie wussten schon, die Zeichen der Zeit zeigen, es muss jetzt bald soweit sein. Die Juden waren also nicht ignorant bezüglich der Bibel und sie waren auch nicht ignorant bezüglich der Zeichen der Zeit. Sie glaubten an die Bibel und sie glaubten, die Zeit ist reif.
[8:42] Schauen wir mal in Johannes 4. Um wen geht es in Johannes 4? Nikodemus ist in Johannes 3 und dann in Johannes 4 haben wir die Frau aus Samaria am Jakobsbrunnen. Wer waren die Samariter? Die Samariter waren so ein Volk, das entstanden war aus einer Mischung von Juden und Heiden. Die Samariter glaubten sie an die Bibel? Zum Teil. Erste, zweite, dritte, vierte, fünfte Mose? Super. Joshua? Glauben wir nicht. Richter? Glauben wir nicht. Ruth? Glauben wir nicht. Samuel? Daniel? Isaiah? Hesekiel? Glauben wir nicht. Sie glaubten nur an die fünf Bücher Mose. Also sie haben einen Teil der Bibel anerkannt, einen Teil nicht. Und was war das Verhältnis zwischen den Juden und den Samaritern? Oh, das war schlimmlich.
[9:36] Jetzt schauen wir mal diese Frau an. Jetzt von all den Samaritern, war sie wohl eine der besonders gläubigen Samariter oder eher nicht so gläubig? Was würdet ihr denken? Eher nicht so gläubig. Was aus dem Text aus Johannes 4, was könnten wir herausziehen als Beweis, dass sie wohl nicht so die allertreueste Samariterin war? Fünf Männer. Lebte gerade in einer Beziehung ohne Ehe. Und sie hat sich deswegen so sehr geschämt, dass sie zur Mittagszeit zum Brunnen gekommen ist. Das ist ein Hinweis darauf, dass sie nicht gern gesehen werden wollte. Das heißt, selbst innerhalb dieser Samariter, die von den Juden als abgefallene Religion bezeichnet wurden, war sie nicht einmal so die treueste, würden wir sagen. Sie war vielleicht noch Glied der Kirche, aber eigentlich auf Abwägen.
[10:24] Jetzt schauen wir, was diese Frau auf Abwägen in einer falschen Kirche, was sie über den Christus weiß, in Johannes 4, und dort Vers 25. In Johannes 4, Vers 25 heißt es, die Frau spricht zu ihm, ich vermute, ich glaube, ich könnte mir vorstellen, ich weiß, dass der Messias kommt, welcher wie genannt wird? Christus. Was war das Verständnis? Christus bedeutet? Herrscher, König. Selbst sie weiß, dass ein Christus kommen wird. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen.
[10:56] Was ist der Punkt, den wir machen wollen? Dass ein König kommen würde, war nicht das Geheimwissen von einigen eingeweihten Bibelstudenten in Judäa. Es war das Wissen, das alle Juden hatten, sogar diejenigen, die nicht zur jüdischen Kirche gehörten, sondern zu anderen Kirchen, die viel weniger von der Bibel hatten. Auch sie wussten, es kommt ein Christus. Selbst die, die nicht treue Kirchgänger waren. Mit anderen Worten, die Erwartungshaltung war so generell, dass jeder wusste, irgendetwas kommt.
[11:28] Übrigens, Testfrage. Wenn du nur die Bücher 1., 2., 3., 4., 5. Mose zur Verfügung hättest, könntest du mir zeigen, wie aus den ersten 5 Büchern Mose zu beweisen ist, dass ein Christus kommen wird? Nicht rufen, nur melden. Wer könnte mir eine Textstelle aus 1. bis 5. Mose zeigen, wo das deutlich wird, was ich hier sage? Nicht melden, nicht rufen. Nur melden, wenn du sagst, ich könnte zu einer Stelle in 1. bis 5. Mose gehen und sagen, dass da ein Christus kommt. Schaut euch um. Und das war die Frau am Jakobsbrunner, auf die wir so mitleidvoll abschauen. Die hat das gewusst. Die kannte zumindest die 5 Bücher der Bibel so gut, dass sie wusste, ich weiß, da kommt ein Christus.
[12:16] Kleiner Hinweis. Einer der besten Stellen wäre natürlich 1. Mose 49, wo es davon heißt, dass der Schilo kommen wird und ihm wird der Gehorsam der Völker gehören. Der Herrscher starb. Schauen wir vielleicht an, diesen Text, damit ihr mir das auch glaubt, dass es da drin ist, in 1. Mose 49. Ich kann mir vorstellen, dass sie das besonders gemocht hat, denn das ist ja Jakobs Wort. Und Jakob hat sie ganz hoch gehalten. In 1. Mose 49. Und dort Vers 10. 1. Mose 49, Vers 10. Da heißt es, es wird das Zepter. Was ist ein Zepter? Ein Zepter gehört einem König. Es wird das Zepter nicht von Juden weichen, noch der Herrscher starb von seinen Füßen, bis der was kommt? Der Schilo heißt auf Deutsch Friedefürst. Und ihm werden die Völker gehorsam sein. Wenn alle Völker im Gehorsam sind, was ist er dann? Ein König. Das heißt, man konnte selbst als Samariter aus der Bibel heraus entnehmen, da kommt ein König, dem alle gehorsam sein sollen. Und bis dahin sollen die Juden herrschen. Juder sollen den Herrscherstab haben, aber nur bis dahin. Merkt euch das, nur bis dahin.
[13:30] Nun, was haben die Juden noch so alles gewusst über den kommenden Christus? Schauen wir mal gemeinsam in Johannes 7. Die hat nämlich echt eine ganze Menge an biblischem Wissen. Schaut mal in Johannes 7. In Johannes 7 und dort Vers 27. Da heißt es, im zweiten Teil des Verses, schaut mal in Johannes 7, Vers 27, zweiten Teil an, wenn aber der Christus kommt, so wird, was ist das nächste Wort? Niemand wissen, woher er ist. Das heißt, man hatte schon in Johannes 7, erkannt, wenn der Christus kommt, kann niemand genau sagen, woher er kommt. Also Christus, wenn er kommt, niemand weiß, woher er kommt.
[14:20] Nächster Vers, in Vers 42, gleiches Kapitel. Sagt nicht die Schrift, dass der Christus aus dem Samen Davids kommt und aus dem Dorf Bethlehem, wo David war? Übrigens, denken wir drüber nach. Zum einen wussten sie, wenn der Christus kommt, kann niemand seine Herkunft sagen. Gleichzeitig wussten sie, wenn der Christus kommt, muss er aus Bethlehem kommen. Das muss man erstmal aus der Bibel rauskriegen. Nimm mal nur das alte Testament und versuch mal daraus zu nehmen, dass wenn der Christus kommt, er ohne Anfang ist, ohne genaue Herkunft, und dass er trotzdem ein Sohn Davids sein soll.
[15:06] Sie hatten eine klare Vorstellung von der Prophetie. Nun, und noch ein Vers, in Johannes 12, Vers 34. Johannes 12, Vers 34 heißt es, die Menge antwortete ihm, wir haben aus dem Gesetz gehört, wo haben sie es her gehört? Aus dem Gesetz, was ist das Gesetz? Erste fünf Bücher Mose. Was haben sie aus dem Gesetz gehört? Aus dem Gesetz gehört, dass der Christus in.
[15:38] Ich muss ehrlich gestehen, das ist eine Herausforderung. Versucht mal aus den ersten fünf Büchern Mose heraus zu kristallisieren, dass wenn der Christus kommt, er ewig leben wird. Die Juden hatten nicht nur allgemein eine Vorstellung, dass da ein König kommt, die Juden hatten ein ziemlich klares Bibelwissen, was der Christus alles erfüllen müsste. Manchmal haben wir die Einstellung, die Juden sind totale Ignoranten, die haben es einfach nicht gecheckt. Wenn ich die Bibel genau lese, sehe ich ein anderes Bild. Nicht nur waren in der gesamten Welt die Zeichen der Zeit klar erkannt, viele selbst, die nicht zum Volk Gottes gehörten, haben gesehen, da muss etwas geschehen. Die Juden selbst hatten ein ziemlich gründliches Bibelwissen und wussten, wenn der Christus kommt, dann muss er das und das und das und das erfüllen.
[16:26] Aber da gab es ein Problem. Was war das Problem? Was passiert, wenn Menschen unbedingt etwas erwarten und unbedingt auf etwas hoffen und warten darauf, dass es passiert und sie können es kaum erwarten, bis es endlich eintrifft? Was passiert oftmals? Man ist so darauf bedacht, dass es jetzt wirklich kommt, dass man schon alles mögliche als Erfüllung sieht. Man ist etwas zu voreilig. Und genau das ist passiert auch mit dem jüdischen Volk.
[16:58] Schaut mal gemeinsam mit mir in Lukas 3. Lukas 3 geht übrigens um Johannes, den Täufer. In Lukas 3, Vers 15 heißt es, da aber das Volk in was war? In Erwartungsstand. Sie haben auf etwas gehofft. Das Volk Israel war keine Laodizeer-Gemeinde, die man erstmal aufwärmen musste und heiß machen musste und motivieren musste. Sie waren in Erwartung. Da kommt der König. Wir können es kaum erwarten. Und dann heißt es, sie fragten sich, wie viele von ihnen? Sind bei euch auch alle? Ohne Ausnahme. Alle in ihren Herzen sich wegen Johannes fragten, der Christus sei.
[17:52] Was ist das Bild, das sie bekommen? Wir haben hier das Volk Gottes, das die Bibel gut studiert hat und es kaum erwarten kann, dass der König kommt. Könnt ihr euch mit ihnen identifizieren? Gibt es nicht auch Dinge, auf die wir warten? Dinge, die die ganze Welt dringend braucht? Haben wir nicht auch den Eindruck, dass Teile unserer Botschaft mittlerweile von der Welt besser verstanden werden als von uns? Ich kann mich mit den Juden identifizieren. Die Juden waren weit davon entfernt, dieses ignorante, eingebildete und völlig lauwarme Volk zu sein, was wir immer so ein bisschen gern zeichnen. Wie konnten die das nicht verstehen? Sie waren in der Erwartung.
[18:36] Jetzt. Was war das Problem? Das Problem war, dass es eine ganze Reihe von Christen, gab. Wenn ihr mir das nicht glaubt, schaut mal mit mir in Apostelgeschichte. In Apostelgeschichte 5 und dort Vers 36 und 37. Das ist Jahre später, aber wir bekommen hier einen Einblick in die Zeit, von der wir gerade sprechen. Apostelgeschichte 5, Vers 36 und 37. Da heißt es, denn vor diesen Tagen trat Teudas auf und gab vor, er wäre etwas. Ihm hing eine Anzahl Männer an, etwa 400. Er wurde erschlagen und alle, die ihm folgten, zerstreuten sich und wurden zunichte. Vers 37. Nach diesem trat Judas, der Galiläer auf, in den Tagen der Volkszählung, das ist die Zeit, wo Jesus geboren worden ist, und brachte unter seiner Führung viele aus dem Volk zum Abfall. Auch er kam um und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut.
[19:40] Was ist die Idee dahinter? Weil sie alles erwartet haben, gab es ein Christus nach dem anderen. Und das sind nur zwei Beispiele. Die Geschichtsschreiber sagen uns, dass ein Christus nach dem anderen aufstieg. Immer wieder gab es Menschen, die sagten, ich bin der König, ich bin der Christus. Was ist passiert? Immer gab es Erweckung und Erwartung und dann ging es wieder runter. Und Erweckung und Erwartung und dann gab es wieder Enttäuschung. Warum? Weil der Satan genau weiß, wenn etwas Großes, Prophetisches geschehen soll und er die Leute schon nicht dazu bekommt, dass sie ignorant und lauwarm und gleichgültig sind, dann muss er sie auf falsche Varianten locken, falsche Pferden locken. Und das geschehen. Ein Christus nach dem anderen kam, ein Christus nach dem anderen.
[20:34] Und jetzt gab es das große Problem für den Himmel. Denn wenn der wahre Christus kommen würde, wie könnte man ihn jetzt unterscheiden von allen anderen? Zunächst einmal hat der Himmel sehr deutlich gemacht, wer der Christus ist. Schauen wir mal gemeinsam in Lukas 2.
[21:00] In Lukas 2 und dort in Vers 11. Nun das ist so deutlich, dass man es nicht missverstehen kann und es wird nicht mal von einem Propheten gesagt, sondern von den Engeln selbst. Das war Gott so wichtig, dass es daran keinen Zweifel geben kann. In Lukas 2, Vers 11 heißt es, denn euch ist heute in der Stadt Davids, welches ist die Stadt Davids? Bethlehem, der Retter geboren, welcher ist? Christus. Was ist das nächste Wort? Der Herr. Was heißt Herr? Der Herrscher, der König. Das heißt selbst die Engel wussten ganz genau, Christus meint nicht in allererster Linie einfach ein guter Lehrer, jemand der etwas Gutes von uns tut, Christus meint König. Und der Himmel durch die Engel sagt ganz deutlich, heute hat sich die Prophezeiung erfüllt, dies ist der Christus.
[21:46] Also brauchen wir irgendeinen Zweifel daran haben, wer der Christus ist? Nein. Jesus ist der Christus. Aber uns muss bewusst sein, dass Jesus nicht Jesus Christus heißt. Manchmal haben wir das so im Hinterkopf. Jesus der Vorname, Christus der Nachname. Irgendwann im Laufe der Zeit ist es gut so, es gibt nichts dagegen einzuwenden. Aber wir müssen uns bewusst sein, dass Jesus ein Name war und Christus ein Titel ist, den vor ihm viele andere schon angenommen hatten. Teudas hatte gesagt, ich bin der Christus. Judas, der Galiläer hatte gesagt, ich bin der Christus. Und viele andere, die wir namentlich nicht kennen, haben gesagt, ich bin der Christus, und ich bin der Christus, und ich bin der Christus. Und Johannes den Täufer haben sie auch genannt, das ist der Christus. Und wenn sie in ihrem Herzen alle überlegt haben, könnte das der Christus sein, dann könnt ihr sicher sein, dass wenn sie gemeinsam standen nach der Predigt, unten an der Treffung und gesagt haben, hey, was der heute gepredigt hat, ich bin mir sicher, Johannes der Täufer, ist der Christus.
[22:44] Der Name, der Titel, Christus haftete so vielen anderen Menschen an. Der Christus. Und so hatte Jesus jetzt eine große Aufgabe. Er musste den Menschen deutlich machen, dass er der Christus ist. Welche Schwierigkeit würde sich dadurch ergeben? Was würde passieren, wenn Jesus auftritt als Nummer 85 und sagt, ihr Lieben, ich habe eine Ansage zu machen, ich bin der Christus. Was wäre wohl passiert? Man hätte wahrscheinlich zwei Gruppen bekommen, was wären die zwei Gruppen? Die einen, die sowieso schon den anderen hinterhergelaufen sind, die sagen, oh, schon wieder einer, jetzt aber. Wären das gute Jünger geworden? Man kriegt immer schnell solche Fanatiker, die sagen, oh ja, noch einer, Sensation. Die andere Gruppe, wer hätte was gesagt? Noch schon einer, schon wieder einer.
[23:54] Könnt ihr verstehen, warum Christus, Jesus, fast seinen gesamten Dienst über niemals gesagt hat, dass er der Christus ist? Könnte es sein, dass Satan heute auch eine ähnliche Strategie fährt? Dass es gar nicht so einfach ist, unsere Botschaft so einfach klar und deutlich zu sagen, weil das dann zu oft in den falschen Hals kommt? Ich glaube, wir können das von Jesus lernen. Wir wollen uns das mal genau anschauen, wie Jesus es geschafft hat, Menschen davon zu überzeugen, dass er der Christus ist. Denn es haben einige Menschen erkannt.
[24:36] Schauen wir zum Beispiel mal zu Johannes 4. Noch einmal. Wir haben schon gesehen, dass selbst diese Frau am Jakobsbrunnen gewusst hat, dass ein Christus kommen wird. Wir haben gesagt, sie war in einer falschen Kirche. Selbst dort war sie nicht besonders treu. Aber sie wusste aus der Bibel, da kommt ein Christus. Und könnt euch noch erinnern, was war das Kriterium, an dem man erkennen könnte, dass es der Christus ist? Was war das Kriterium, das sie für sich erkannt hatte, woran man erkennt, dass der Christus der Christus ist? Was hat die Frau erwähnt? Sie will den Christus erkennen. Er wird uns alles sagen.
[25:20] Jetzt schaut mal, was 4 Vers weiter passiert. In Vers 29. Dort heißt es, kommt, seht einen Menschen, der mir was? Alles gesagt hat. Könnt ihr sehen, warum sie wusste, dass er der Christus ist? Sie hatte aus der Bibel etwas erkannt. Und als da jemand vor ihr steht, der diese Bedingung erfüllt, der tatsächlich alles sagt, was in ihrem Leben ist, weiß sie, dass es der Christus ist. Könnt ihr sehen, ob dieser nicht der Christus ist? Die Frau am Jakobsbrunnen hat in wenigen Minuten erkannt, dass Jesus der Christus ist. Obwohl er nicht gesagt hat, ich bin der Christus. Oder könnt ihr irgendwo in Johannes 4 ein Vers nennen, wo Jesus gesagt hat, bevor du es nicht mitbekommen hast, hier ist meine Visitenkarte, ich bin der Christus. Woher hat sie gewusst, dass er der Christus ist? Und hat dann die Worte und das Wirken Jesu mit dem biblischen Zeugnis verglichen.
[26:20] Das war also die untreue Frau einer falschen Kirche. Jetzt schauen wir mal den führenden Propheten des Volkes Gottes an. Der ist auf der geistlichen Ebene ganz woanders. Eben hatten wir die untreue Frau einer falschen Kirche. Jetzt haben wir den größten Propheten aller Zeiten. Wer war der größte Prophet aller Zeiten? Johannes der Täufer. Woher hat er gesagt, dass er der Christus ist? Schauen wir mal gemeinsam in Matthäus 11, Vers 2.
[26:58] Matthäus 11, Vers 2. Als aber Johannes das ist Johannes der Täufer, im Gefängnis von den was hörte? Das Wirken Jesu. Wir finden hier den größten Propheten aller Zeiten, der selbst beinahe zum Christus geworden wäre, wenn es nach dem Volk gegangen wäre. Und er hört jetzt genau dasselbe, was auch die Frau am Jakobsbrunnen gehört hat. Nämlich was Jesus tut, was er spricht. Er kommt in Kontakt mit dem Leben. Und während die Frau am Jakobsbrunnen sagt, das muss der Christus sein, hat unser größter Prophet aller Zeiten folgende Frage.
[27:34] Vers 3. Ihr seid noch nicht so erstaunt, wie ihr eigentlich erstaunt sein müsstet. Da gibt es zwei Menschen. Beide kennen die Bibel. Die eine ist untreu und gehört einer falschen Kirche an, aber als sich die Prophezeiung erfüllt, erkennt sie sie sofort, weil sie das Leben Jesu genau studiert. Der andere, der größte Prophet aller Zeiten, hat aus der Bibel gepredigt, wie keiner in seiner Zeit sonst. Und die andere, der größte Prophet aller Zeiten, hat aus der Bibel gepredigt, wie keiner in seiner Zeit sonst. Und als es sich erfüllt, ist er sich nicht so ganz sicher.
[28:14] Darf ich eine Frage stellen? Könnte es sein, dass dasselbe sich auch in unserer Zeit wiederholen könnte? Dass wir genau wissen, da kommt eine Erweckung, eine Reformation, ein Spätregen. Wir wissen auch ganz genau, wir haben die Prophezeiung studiert, und wir wissen, dass es eine Reformation gibt. Und da gibt es vielleicht andere, in anderen Kirchen, in anderen Gemeinden, die viel weniger verstehen als wir, die, wenn es passiert, sehen, das muss es sein. Und wir sagen, ist das jetzt so, das ist es nicht. Es könnte sein, dass wir die Prophetie studieren und lange gelesen haben, ja, da wird es ein Sonntagsgesetz geben, und wir, die kaum die Bibel kennen, sagen, wir leben in der Endzeit, und wir sagen, hm, ist es das jetzt schon, oder sollen wir noch eine Generation warten? Könnte es sein, dass dasselbe Problem, was die Juden hatten, mit all ihrer Bibelkenntnis, unser Problem auch sein könnte, dass wir, so wie die Juden, den Christus nicht erkannten, wir die Zeichen der Zeit nicht so wirklich erkennen.
[29:26] Schauen wir ein bisschen weiter, wie Jesus Christus erkennen konnte. Bleiben wir bei Matthäus, in Matthäus 16, ich muss ja noch zeigen, wie Jesus geholfen hat, dem Johannes das zu erkennen. Was hat Jesus übrigens gesagt, als Antwort? Schauen wir in Vers 4 und 5. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen, geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht. Ich bin der Christus, die Engel haben es gesagt, was sagt er? Blinde werden sehen, und Lahme werden gehen, Aussätzige werden rein, und Taube hören, Tote werden auferweckt, und Amen wird das Evangelium verkündigt.
[30:10] Warum sagt er das? Johannes der Teufel war ein guter Erkannter, die Bibel nicht, oder? Kennt ihr auch die Bibel? Welchen Vers paraphasiert Jesus? Jesaja? Jesaja, Kapitel? 61, schaut mal. Ihr habt recht, er zitiert auch andere Vers aus Jesaja, aber der entscheidende Punkt, er hat ja gesagt, Amen wird das Evangelium verkündigt, nicht wahr? Schaut mal in Jesaja 61, Der Geist des Herrn, des Herrschers ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Amen was? Frohe Botschaft zu verkündigen, und dann zitiert er noch einige andere Sachen, nicht wahr?
[31:10] Was bedeutet es, wenn er sagt, der Geist des Herrn ist auf mir, er hat mich gesalbt? Was heißt gesalbt? Er sagt, ich bin der Christus, er sagt aber nicht, ich bin der Christus, er sagt einfach, schau mal, was ich tue, und wenn du die Bibel kennst, muss ich dir nicht sagen, ob ich der Christus bin, du wirst es selbst sehen. Jesus ging nicht herum und sagt, ich bin die Erfüllung der Prophetie, er war die Erfüllung der Prophetie, und es war jedem Einzelnen überlassen, das zu erkennen oder nicht. Wenn der Spätregen fällt, wird am Himmel nichts schwehen, das ist der Spätregen. Es wird jedem Einzelnen überlassen bleiben, das zu erkennen, dass der Spätregen ist oder nicht. Wenn die große Krise einbricht, wird nicht am Himmel stehen, übrigens, das ist jetzt die große Krise, liebes Adventvolk, macht euch bitte bereit. Es wird jedem Einzelnen überlassen bleiben, das zu erkennen, das biblische Zeugnis ist klar und deutlich.
[32:06] Das Problem der Juden war nicht, dass sie die Bibel nicht kannten, oder dass sie nicht in Erwartungshaltung waren, das Problem der Juden war, die Realität mit der Bibel einfach zu vergleichen, und einfach zu glauben, dass das ist, was sie ja vor eigenen Augen sehen konnten.
[32:22] Schauen wir jetzt gemeinsam in Matthäus 16, wie man erkennen kann, dass Jesus der Christus ist. Matthäus 16, und dort Vers 16, berühmte Worte, kennt ihr ganz bestimmt. Matthäus 16, Vers 16, dort heißt es, antwortet Simon Petrus und sprach, du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Und jetzt schaut mal, was Jesus sagt. Und Jesus antwortet und sprach zu ihm, glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona. Denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart.
[33:04] Mit aller Bibelkenntnis, mit aller Erwartungshaltung, mit aller Begeisterung, konnte kein Jude aus eigener Kraft erkennen, dass Jesus der Christus ist. Was heißt das im Umkehrschluss? Mit aller Bibelkenntnis, mit allen prophetischen Fakten, die wir in unserem Kopf haben, mit aller Begeisterung, mit allem Armenruf in der Gemeinde, können wir nicht erkennen, wenn die Prophezeiungen sich erfüllen, es sei denn, es wird uns von Gott geschenkt, vom Heiligen Geist.
[33:36] Hättest du Jesus als den Christus erkannt? Sag nicht so schnell ja. Wir haben ja gerade schon gesehen, dass wir wahrscheinlich nicht mal die Bibelstellen kannten, die die gekannt haben, die ihn nicht erkannt haben. Hättest du ihn erkannt? Wenn du nur das alte Testament gehabt hättest und nur gesehen hättest, ohne dass er sagt, ich bin der Christus, einfach nur wie er redet, was er sagt, an seinem Charakter, an seinem Wesen, hättest du gedacht, das muss der Christus sein?
[34:02] Seht ihr, genau das ist das Problem. Schauen wir gemeinsam in Vers 20. Da gebot er seinen Jüngern, dass sie durch die ganze Welt ziehen sollten und mit Flugblättern verteilen sollten, dass er der Christus ist. Steht das da? Ich habe mich früher mal gefragt, Jesus, warum nicht? Die Mächter studieren dazu mehr, weiß ich. Deswegen. Da gebot er seinen Jüngern, dass sie niemanden sagen sollte, dass er Jesus der Christus sei.
[34:30] Er wusste ganz genau, wenn bestimmte Wahrheiten zu früh gesagt werden, dann tut es Leute abstoßen. Nicht wegen der Wahrheit, sondern wegen dem Missbrauch der Wahrheit. Könnte es sein, dass wir manchmal auch den gleichen Fehler machen? Dass wir uns unsere Pflicht ansehen, einfach unserem Nachbarn ins Gesicht zu sagen, ich bin sieben Tags Adventist, ich gehe am Sabbat in die Gemeinde und ich esse kein Schweinefleisch und das, das, das, das. Jesus kommt bald wieder, das Sonntagsgesetz kommt, mach dich bereit. Und wir stehen am Sabbat hier und sagen, wir haben ihm alles gesagt. Wir haben einen Samen gesät. Und jetzt ist es der Heilige Geist.
[35:10] Jesus hat durch sein Leben und durch seine Predigt gezeigt, dass er die Erfüllung der Prophetie ist, ohne es den Menschen aufzudrücken, aber trotzdem sehr deutlich hat er das gemacht. Und wie er das gemacht hat, finde ich außerordentlich interessant.
[35:26] Warum waren viele so gegen ihn eingestellt oder warum waren viele so unvorbereitet? Schauen wir mal gemeinsam in Johannes 7, noch mal zu diesem Kapitel, das wir vorhin schon angeschaut haben. In Johannes 7, da finden wir jetzt die Diskussion innerhalb des Volkes bezüglich Jesus. In Johannes 7, Vers 26, sehen wir einige der Hindernisse, die im Weg standen, um Jesus als Christus anzuerkennen. Da heißt es zum Beispiel, und siehe, er ist öffentlich und sie sagen ihm nichts. Haben etwa die Obersten wirklich erkannt, dass dieser ein wahrer Christus ist?
[36:06] Warum haben einige Jesus abgelehnt als den Christus? Also unsere Gemeindeleitung sagt, es ist nicht der Christus. Wir haben sie gefragt, die Rabbis, die Sadduzeer, die Pharisäer, sie haben alle das untersucht, sie alle sagen übereinstimmend, es ist nicht der Christus. Sache geklärt, oder? Was wäre, wenn der Spätring fällt und der eine oder andere Administrator erkennt es nicht? Was wäre, wenn die Krise reinbricht und die Generalkonferenz schickt nicht vor einen Rundmüll und sagt, jetzt ist die Krise da, bereitet euch alle vor. Versteht mich nicht falsch. Ich glaube, die Adventgemeinde ist gemeint und sie geht bis ans Ende mit ihrer Organisation. Aber eine der Gründe war, warum die Menschen Jesus als Christus nicht anerkannt haben, weil sie gesagt haben, also unsere Prediger sagen nein. Dann kann es nicht sein, nicht wahr? Weil die haben ja Theologie studiert, richtig? Er kann es nicht sein, aber er war es.
[37:16] Schauen wir mal einen Punkt weiter. In Vers 41. Andere sprachen, dies ist der Christus. Andere aber sagten, kommt der Christus denn aus Galiläa? Sagt nicht die Schrift, dass der Christus aus dem Samen Davids kommt und aus dem Dorf Bethlehem, wo David war. Sie haben sogar die Bibel benutzt, um zu zeigen, dass Jesus nicht der Christus ist. Weil sie sein Leben nicht gut kannten, nicht wahr? Es kann ja nicht der Christus sein. Schlechte Argumente und Obrigkeitsgehorsam haben viele Menschen daran gehindert, Jesus als den Christus zu erkennen.
[37:50] Passiert es nicht ganz oft, dass wir auch biblische Argumente einfach aus dem Kontext reißen und dann unsere eigene Meinung damit stützen? Etwas nicht wahrhaben wollen und vielleicht nach einer biblischen Begründung suchen, so wie diese hier nach einer biblischen Begründung gesucht haben und nicht wirklich verstanden haben, was sie tun? Aber das allerbeste finde ich in Johannes 12.
[38:10] Schaut mal in Johannes 12. Vers 34. Wir sehen im ganzen Johannes Evangelium dieses Hin und Her, wo die Volksmenge sich fragt, ist es der Christus, ist es er nicht? Denn Jesus sagt ja nie öffentlich, ich bin der Christus. Schauen wir mal in Johannes 12. Vers 34. Die Menge antwortete ihm, wir haben aus dem Gesetz gehört, also aus dem Alten Testament, dass der Christus in Ewigkeit bleibt. Wie sagst du denn, der Sohn des Menschen muss erhöht werden? Wer ist dieser Sohn des Menschen?
[38:42] Hier bekommen wir einen Hinweis auf die Methode, die Jesus angewandt hat und das finde ich so genial. Jesus hat niemals gesagt, ich bin der Christus, ich bin der Christus. Wisst ihr, was er gesagt hat? Er hat gesagt, ich bin der Menschensohn. Jetzt denkt mal scharf nach. Warum würde Jesus sagen, ich bin der Menschensohn? Ja, ich bin einer von euch. Denkt mal scharf nach. Warum würde Jesus sagen, wenn er nicht sagt, ich bin der Christus, weil dieser Titel mit so vielen falschen Beispielen befleckt ist. Warum sagt er ständig, ich bin der Menschensohn? Ellenwhite sagt, es war sein Lieblingstitel. Der Menschensohn ist Herr des Sabbats zum Beispiel. Weil er für die Menschen gestorben ist, das stimmt. Auch, ja, er ist einer von uns. Weil er demütig ist, das stimmt. Aber ich glaube, er hat noch etwas ganz anderes im Sinn gehabt.
[39:38] Jesus hat so einen feinen Sinn für Ironie. Jesus wusste ja, das Volk Israel hatte nur das Alte Testament, richtig? Kommt das Wort Menschensohn irgendwo im Alten Testament vor? Nicht sagen, nur melden, wenn ihr wisst, wo es steht. Menschensohn. Könnte es sein, dass wir genauso im Dunkeln getappt hätten. Wenn ich jetzt sage, wo es steht, wäre es, ach ja, natürlich. Denn die Israeliten wussten es auch nicht. Wo ist dieser Menschensohn, von dem du sprichst? Wo kommt das Wort Menschensohn vor? Wer ist das?
[40:18] Schaut mal mit mir in ein Kapitel, das ihr alle gut kennen solltet. Daniel, Kapitel 7. Daniel 7. Und das die Juden auch hätten gut kennen sollen. Denn Daniel ist ja das Buch, das von dem kommenden Messias, dem kommenden Christus gesprochen hat, nicht wahr? Und in Daniel 7, da lesen wir, in Vers 13, Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Menschensohn. Und er gelangte bis zu dem Hof betagten und wurde vor ihm gebracht. Und was wird diesem Menschensohn gegeben? Ihm wurde was? Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen. Und alle Völker, Stämme sprachen dient ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht. Und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.
[41:06] Was hat Jesus gesagt, als er gesagt hat, Ich bin der Menschensohn? Was hat er gesagt? Er hat gesagt, ich bin der König! Er hat dasselbe gesagt, nur mit anderen Worten. Weil er wusste, wenn er sagt, ich bin der Christus, dann sagen alle, ja, kennen wir schon, haben wir schon tausend gehabt. Er hat einfach ein anderes Wort genommen. Dass wenn einer die Bibel wirklich studiert hat, und wirklich Daniel kannte, dann wusste er, Moment mal, der Menschensohn, das ist der, der doch König ist, nicht wahr? Er ist der König.
[41:36] Manchmal muss man dasselbe nur anders formulieren. Wisst ihr, dass Ellen White gesagt hat, ich habe nie den Titel Prophet beansprucht? War sie eine Prophetin? Warum hat sie den Titel nicht beansprucht? Weil es so viele andere Propheten gab, vorher und hinterher und neben und links und rechts, dass sie sich wie genannt hat? Boten. Jetzt, was ist ein Prophet? Eine Bote, das ist genau dasselbe. Das Weisheit gefordert. Auch übrigens, nur so am Nebenpunkt, das ist auch ziemlich derselbe Grund, warum wir unsere Serie nennen Magna Conflictio. Nur falls mich heute Abend jemand fragen wird, warum ein lateinischer Titel? Selber Grund, nicht wahr?
[42:16] Was passiert, wenn wir den Namen eingeben, großer Kampf im Internet? Wir müssen, wir müssen weise sein. Wir sollen unserer Botschaft nichts, null Komma nichts verändern. Wir müssen weise sein. Denn es gab auch Wesen, die sind durch die Welt gerannt und haben gesagt, Jesus ist der Christus. Wisst ihr, wer das war? Schaut mal mit mir gemeinsam, wer durch die Welt gegangen ist und gesagt hat, dass Jesus der Christus ist.
[42:42] In Lukas 4, Vers 41. Lukas 4, Vers 41. Es fuhren auch Dämonen aus von vielen, in dem sie schrien und sprachen, du bist der was? Christus, der Sohn Gottes. Und er befahl ihnen und ließ sie nicht reden, weil sie wussten, dass er der Christus ist. Das ist doch unglaublich, oder? Da gab die einzigen, die ständig gepredigt haben, dass Jesus der Christus war, die die Wahrheit gesagt haben, waren wer? Die Dämonen. Und was hat jedes gesagt? Stopp, haltet den Mund. Redet nicht weiter. Jetzt haben sie die Wahrheit gesagt? Ja. Kann man die Wahrheit sagen und dabei gegen die Wahrheit kämpfen? Offensichtlich. Denn wollten die Dämonen die Wahrheit auch nur einen Zentimeter weiterbringen? Die Dämonen wussten, man kann die Wahrheit bekämpfen, indem man sie lautstark rausposaunt. Wow.
[43:46] Kann man die Wahrheit bekämpfen, indem man einfach durch die Welt wie ein Elefant im Porzellanladen geht und die Wahrheit hinausposaunt? Könnte es sein, dass nicht jeder, der als super eifrig erscheint im Werk Gottes und Flugblätter und Traktate verteilt, wo die ganze Adventbotschaft auf einer Dienervierseite zusammengepresst ist? Hier ist das Mahlzeiten des Tieres. Lies das. Könnte es sein, dass diese Menschen manchmal gar nicht so sehr dem Geist Gottes folgen? Jesus hätte gesagt, stopp. Das Gleiche ist auch mit Paulus passiert, nicht wahr? Da ist auch so eine Frau hinterhergelaufen und gesagt, das ist der, das ist der und alle wussten genau, dass diese Frau eine Zauberin ist und so weiter und so fort. Man kann die Wahrheit bekämpfen, indem man die Wahrheit einfach ohne nachzudenken herausposaunt.
[44:38] Aber Jesus war so viel intelligenter. Jesus wollte genau diesen Punkt den Menschen deutlich machen, dass er der König ist. Er wusste, das Wort Christus war verbehaftet, also hat er gesagt, ich bin der Menschensohn. Und sein eigenes Volk hat das gesehen und hat es nicht begriffen, weil sie Daniel nicht kannten. Könnte es sein, dass wir auch zwar eine ganz große Vorstellung haben von dem, was in der Zukunft passieren soll und wir sind begeistert, aber wenn es passiert, können wir es vielleicht gar nicht erkennen, weil wir die entscheidenden Kapitel Daniel Offenbarung nicht so wirklich selbst verstanden haben.
[45:18] Heute ist es so einfach zu sagen, dass Jesus der Christus ist. Das ist keine große Kunst. Hättest du damals gesagt, dass Jesus der Christus ist. Denn auch wir haben heute eine Botschaft, die aktuelle Botschaft ist, Endzeit Botschaft ist und nicht jeder, der heute sagt, Jesus ist Christus, nimmt diese Botschaft an.
[45:40] Die Juden waren so wild darauf, das jetzt endlich zu wissen. Schaut mal mit mir in Johannes 10. Johannes 10 und dort Vers 24. Wir kommen langsam zum Ende. In Johannes 10 und dort Vers 24. Schaut euch das an, was sie sagen hier. In Johannes 10 Vers 24. Da umringten ihn die Juden. Sie sind nicht nur gekommen mit einer Abordnung. Wisst ihr, was umringen heißt? Sie standen alle um ihn herum. Von allen Seiten standen sie um ihn herum und sie umringten ihn und fragten, wie lange hältst du unsere Seele im Zweifel? Bist du der Christus? So sage es uns frei heraus.
[46:22] Sie wollten es auf seinen Mund hören. Bist du der Christus? Was hat Jesus gesagt als Antwort? Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue im Namen meines Vaters, diese geben Zeugnis von mir. Wodurch hat er es gesagt? Durch seine Werke, durch das, was er getan hat, was er gesagt hat. Er hat kein Schild gehabt. Ich bin der Christus. Aber er hat gelebt als der Christus. Er hat gesprochen als der Christus. Er ist gewandelt als der Christus. Und jeder, der aufrichtig war und einfach geglaubt hat, musste das anerkennen. Die Juden wollten es aber nicht anerkennen.
[47:06] Und Jesus sagt es ihnen deswegen nicht. Warum wollten die Juden ihn nicht anerkennen? Was war das Problem? Warum haben sie so ein Problem damit gehabt, einfach zu sehen, dass Jesus der Christus ist? Und das ist der entscheidende Punkt heute. Wenn ihr alles andere vergesst, bitte vergesst diesen Punkt nicht. Schaut mit mir in Matthäus 23.
[47:24] Matthäus 23, Vers 8 bis 10. Da heißt es, Matthäus 23, Vers 8 und 10, ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist euer Meister, der Christus. Ihr seid alle Brüder. Vers 10. Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen, denn einer ist euer Meister, der Christus.
[47:50] Was passiert, wenn ich Jesus als Christus anerkenne? Was passiert automatisch nach diesen beiden Versen? Schaut genau hin. Was passiert? Dann bin ich nicht mehr Meister. Wenn Jesus Christus ist, bin ich nicht mehr Rabbi. Dann habe nicht mehr ich die Autorität, sondern Jesus. Wenn ich anerkenne, dass Jesus der Christus ist, dann ist er der König. Und wenn er der König ist, dann entscheidet er. Dann entscheidet er, was ich esse. Dann entscheidet er, was ich anschaue oder ob ich überhaupt noch Fernsehen schaue. Dann entscheidet er, wie ich meine Freizeit verbringe. Dann entscheidet er, wen ich heirate. Dann entscheidet er, mit wem ich Freundschaften habe. Dann entscheidet er, was ich lese.
[49:50] Und könnt ihr plötzlich sehen, wie diese Entscheidung, Jesus als Christus anzuerkennen, eine ist, die gut überlegt sein will? Denn wenn Jesus der Christus ist, ist er der König nicht nur der Welt, sondern von meinem Herzen. Und das haben die Juden plötzlich begriffen, dass dieser König, von dem ihre eigene Prophezeiung spricht, nicht nur die Welt erobert, sondern ihr eigenes Herz. Dieser Jesus, der wiederkommen wird und der den Spätregen senden wird und die Erweckung, der wird nicht nur die anderen auferwecken, der will auch dich auferwecken. Und plötzlich stellt sich die Frage, will ich das eigentlich? Will ich eigentlich, dass er entscheidet? Dass wenn ich, wenn gerade mir jemand, wenn ich aus dem Gottesdienst gehe und jemand mir ein schlechtes Wort sagt und ich gerade denken möchte, dass Jesus sagen kann, nein stopp, sei freundlich zu ihm. Und ich entscheide mich einfach, ihm zu gehorchen und einfach freundlich zu ihm zu sein. Wenn ich heute Abend am Kühlschrank vorbeige und weiß, ich sollte das nicht essen, aber da zieht mich sowas hin, meine Hand streckt sich schon aus, dass ich dann sage, wenn Christus sagt, nein, ich einfach nein sage.
[50:10] Und wisst ihr, was das erstaunlich ist? Wir haben eine Botschaft, die erklärt, dass das möglich ist. Unsere Adventbotschaft ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit, er schenkt uns den Gehorsam, das sagt Hezekiel 38, 36. Die Adventbotschaft ist nicht einfach nur Daten und Tiere und eine Wiederkunft. Die Adventbotschaft ist, dass Jesus im Allerheiligsten das Heiligtum reinigt und unser Herz reinigt, sodass er wiederkommen kann. Er möchte König unseren Herzen sein, damit er dann über uns regieren kann. Das ist die Adventbotschaft.
[50:46] Könnte es sein, dass wir genau wissen, was die Daten sind, dass wir genau wissen, wie die Reihenfolge der Endzeitereignisse ist, so wie die Juden alles wussten, was mit dem Christus zusammenhängt, aber als der Christus kam, wollten sie nicht. Könnte es sein, dass wir genau wissen, was die Endzeitereignisse alles sind, aber wenn sie dann kommen, wenn die Botschaft von Gerechtigkeit aus Glauben gepredigt wird, wir diese Botschaft gar nicht so richtig wollen.
[51:12] Christus ist unser, Jesus ist unser Christus und damit ist er unser König. Nun, wisst ihr, dass Jesus gewarnt hat, dass andere Christusse kommen werden, in der Endzeitpredigt? Er hat nicht gesagt, da werden andere Jesus Christi kommen. Das sehen wir mal falsch. Wir denken, jeder nur, der sagt, ich bin Jesus Christus und die Erfüllung. Nein, er sagt, da werden andere Könige kommen, die totale Autorität fordern. Hat es jetzt erfüllt? Dass Könige gekommen sind, die gesagt haben, ihr gehorcht mir, egal was passiert? Das ganze Mittelalter ist eine Erfüllung solcher Christusse. Und was wird am Ende das große Thema sein, in der Endzeit? Das Thema wird Gehorsam sein. Wem gehorchen wir? Der Regierung? Oder Gott? Das große Thema am Ende ist, wer ist dein König?
[52:04] Schauen wir gemeinsam in Lukas 22. In Lukas 22, Vers 67, dort steht, die Juden sind fast verzweifelt. Sie möchten es aus seinem Mund hören. Sie sagen, bist du der Christus? Sag es uns. Er aber sprach zu ihnen, wenn ich es euch sagte, so würdet ihr es nicht glauben. Jesus macht einen ganz deutlichen Punkt. Information nützt überhaupt gar nichts. Deswegen hat er nie gesagt, dass er der Christus ist, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Er hat es nie gesagt, er hat es ausgelebt. Er hat es gezeigt. Und jeder, der wollte, konnte es sehen.
[52:40] Lieber Freund, liebe Freundin, jeder, der will, kann sehen, in welcher Zeit wir leben. Warte nicht darauf, dass der Himmel schreibt, und jetzt ist Endzeit. Jetzt ist es soweit. Es wird nie geschehen. Denn wenn du gar auf dem Himmel stehen würdest, jetzt ist Endzeit. Mach dich bereit. Wir würden es trotzdem nicht tun. Jesus sagt, wenn ich es euch sagen würde, ihr würdet es trotzdem nicht glauben. Aber die, die es glauben, die brauchen es nicht mal gesagt bekommen. Glaubst du es? Oder willst du es gesagt bekommen? Wenn du es gesagt bekommst, wirst du es nicht mal glauben.
[53:18] Siehst du das Wirken Gottes in dieser Zeit? Hörst du, wie die Trafeengelsbotschaft gepredigt wird? Siehst du, wie Erweckung stattfindet? Oder wartest du darauf, dass irgendjemand von oben sagt, ach übrigens, jetzt beginnt die Endzeit. Könnte es sein, dass wir einfach auf irgendjemand anders warten, der uns das ja mal schwarz auf weiß gibt, dass wir sicher sind. Und dass wir die Zeichen der Zeit, obwohl sie vor uns vorbeilaufen, wie ein Kaninchen vor der Schuhe, einfach nicht begreifen wollen.
[53:48] Jesus kommt vor Gericht. Schauen wir gemeinsam in Matthäus 26. Und hier finden wir vielleicht den traurigsten Punkt der ganzen Geschichte. Matthäus 26 Vers 63. Jesus aber schwieg und der hohe Priester begann und sprach zu ihm, ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes. Das ist der entscheidende Punkt der ganzen Geschichte. Direkt vor der Erfüllung von Daniel 9 steht der hohe Priester, der Stellvertreter des gesamten Volkes und fragt ihn nicht so, er sagt, ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott. Er setzt alles auf eine Karte. Bist du der Christus?
[54:32] Und das ist der Punkt, wo Jesus zum ersten Mal freiwillig aus freien Stücken sagt, du hast es gesagt. Er sagt nicht, ich bin der Christus, er sagt, du hast es gesagt. Jetzt schaut, was die Reaktion ist. Über dies sage ich euch, künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen, zerrechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. Da zerriss der hohe Priester seines Kleider und sprach, er hat gelästert. Was brauchen wir weitere Zeugen? Siehe nun, ihr habt seine Lästerung gehört. Jesus wurde nicht verurteilt, weil er gepredigt hat. Er wurde nicht verurteilt, weil er Wunder getan hat. Er wurde nicht verurteilt, weil er ein guter Lehrer war. Er wurde verurteilt, weil er der Christus ist.
[55:10] Die Juden sagen natürlich ganz deutlich, wegen eines guten Werkes steinigen wir nicht, sondern wegen deines Anspruchs. Heute gibt es so viele außerhalb und innerhalb der Gemeinde, die Jesus als einen Erlöser wollen, vielleicht sogar als einen hohen Priester, als jemand, der vieles für sie tut, der ihnen zuhört, der ihnen Trost spendet, aber sie wollen ihn nicht als König.
[55:32] Ist Jesus mein König und ist er dein König? Denn wenn der König sagt, mach das, wer könnte dem König sagen, mach doch selber. Ihr lacht. Unser König sagt, geht hin, in alle Welt, verkündet das Evangelium und macht zu Jüngern und wir sagen, mach doch selbst. Ich habe meine Kinder, ich habe meine Arbeit, ich habe mein Hobby, keine Zeit. So einfach zu singen, krönt ihn, er ist unser König. Die Frage ist, ist er dein König? Tust du, was er sagt?
[56:18] Sie haben ihn getötet, weil sie nicht ihn als König haben wollten. Das war der Anklagepunkt und dann sporten sie bei ihm, in Vers 68 heißt es und es sprach in Christus, weissage uns, wer ist, der nicht geschlagen hat. Und obwohl die Juden, die größten Theologen ihrer Zeit, Jesus nicht anerkennen wollten, wisst ihr, wer ihn anerkannt hat als Christus? Pontius Pilatus schreibt am Kreuz, dies ist der König der Juden. Pontius Pilatus hat es erkannt, obwohl er selbst verloren gehen würde. Könnte es sein, dass manchmal Menschen um uns herum besser die Zeichen der Zeit erkennen können, als wir selbst.
[57:08] Ich möchte schließen mit dem letzten Abschnitt in Lukas 23. Und dort finden wir die beiden Gruppen, von denen wir gesprochen haben, all das, die ganze Predigt, zusammengefasst in der Erfahrung von zwei Menschen. In Lukas 23. Da heißt es in Vers 36, ich habe Vers 36. Aber auch die Kriegsknechte verspotteten ihn, in dem sie, da lesen wir vielleicht in Vers 35. Und das Volk stand da und sah zu und es spotteten auch die Obersten mit ihnen und sprachen, Ander hat er gerettet, er rette nun sich selbst, wenn er der Christus ist, der außerwilde Gottes. Bis zum Ende war das der entscheidende Punkt im Leben Jesu. Und sie haben ihn damit versucht. Satan hat ihn damit versucht, wenn du der Christus bist, rette dich selbst.
[58:06] Vers 36. Aber auch die Kriegsknechte verspotteten ihn, in dem sie erzutraten und ihm Essig brachten und sprachen, bist du der König der Juden? So rette dich selbst. Es stand aber auch eine Inschrift über ihm geschrieben in griechischer, lateinischer und hebräischer Schrift, dieser ist der König der Juden. Jetzt passt auf. Einer der gehängten Übeltäter aber lästerte ihn und sprach, bist du der, bist du der Christus? So rette dich selbst und uns.
[58:38] Da hängt jemand in den letzten Stunden seines Lebens am Kreuz und sieht neben sich Jesus und stellt diese Frage, bist du der Christus? Und er macht eine Bedingung und sagt, ich möchte ein Zeichen sehen, wenn du der Christus bist, dann rette dich und mich. Frage, ist seine Bitte eine richtige Bitte, ja oder nein? Denkt nach, bevor er antwortet. Was hat er gebetet? Wenn du der Christus bist, dann rette dich und mich. Ist das eine richtige Bitte, ja oder nein? Es ist das beste, was er hätte bitten können. Denn der Christus neben ihm war gerade dabei, ihn zu retten. Der Christus rettete ihn gerade, aber seine Interpretation von Rettung war die falsche.
[59:46] So wie die Juden das Richtige erwartet haben. Sie haben einen König erwartet und es kam ein König. Sie haben Erlösung erhofft und es kam Erlösung. Sie haben Befreiung erhofft und es kam Befreiung. Sie haben gehofft, dass der Feind besiegt wird und der Feind wurde besiegt. Sie sind aber selbst verloren gegangen, weil sie ihre eigene Botschaft nicht richtig verstanden hatten. Die Botschaft von diesem sterbenden Tschecher ist die beste Botschaft aller Zeiten. Rette dich und uns. Rette mich.
[1:00:16] Aber Jesus wusste am Ton, dass die Worte, die er sprach, er selbst nicht so verstand. Er verstand sie anders. Er wollte hier in diesem Leben gerettet werden. Er wollte von den Problemen, die er gerade hatte, gerettet werden, aber nicht von der Sünde. Könnte es sein, dass wir manchmal an Gott verzweifeln und sagen, Gott, warum lässt du es so, wenn du Gott bist? Dann mach mich gesund. Dann werde ich es erkennen. Dann rette meine Familie. Dann werde ich es erkennen. Gib mir eine Arbeitsstelle. Dann werde ich es erkennen. Dann sind wir nicht besser als der Tschecher am Kreuz. Der hat gesagt, rette mich, damit ich erkenne, dass du der Christus bist. Und Christus gab den besten Beweis, dass er der Christus ist und der Tschecher hat es nicht erkannt. Christus hat ihn gerettet und er hat darum gebeten und hat es trotzdem nicht angenommen. Das ist die größte Ironie, die es gibt.
[1:01:10] Könnte es sein, dass wir um den Spätring bitten und um all die letzten großen Erfahrungen und sie fallen links und rechts von uns und wir kriegen es nicht mal mit, weil wir eine falsche Vorstellung davon haben, was es bedeutet. Ah, da gab es den anderen Tschecher. Wisst ihr, was der gesagt hat? Schaut mal. Hat der andere Tschecher auch geglaubt, dass Jesus ein Christus ist? Er sagt in Vers 42, Herr, gedenke an mich, wenn du in deine Königsherrschaft kommst. Ich weiß, du bist der Christus. Ich weiß, du bist der König. Ich weiß, weil du König bist, hast du ein Königreich. Und wenn du hineinkommst, denke an mich.
[1:01:52] Weil er wusste, das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt. Die Frage ist nicht, glaubst du an das Reich Gottes? Die Frage ist, weißt du, dass das Reich Gottes nicht von dieser Welt ist? Weißt du, dass das Reich Gottes nicht daran besteht, dass es dir gut geht in dieser Welt? Weißt du, dass das Reich Gottes nicht daran besteht, dass du Arbeit und Leben und Gesundheit hier hast, obwohl das alles gut ist, ein Geschenk Gottes? Weißt du, dass das Reich Gottes daran besteht, dass du dich auf die Ewigkeit vorbereiten musst?
[1:02:16] Zwei Tschecher am Kreuz. Zwei Gruppen zur Zeit Jesu. Alle kannten die Bibel. Die einen wollten Rettung, die anderen auch. Die einen wollten Rettung von den Römern, die anderen erkannten, dass Jesus Rettung von der Sünde anbietet. Heute gibt es zwei Gruppen hier. Die einen wollen Lösungen unserer weltlichen Probleme, Lösungen der Schulden, Lösungen der Krankheiten. All diese Dinge, für die Gott natürlich auch gerne hier und dort, wo es sein will, es hilft. Aber willst du das, was mehr zählt? Dass Jesus dein König in deinem Herzen ist.
[1:02:50] Ihr Lieben, bevor wir singen, möchte ich euch bitten, möchte ich einen Aufruf machen an euch. Wenn es dein, und bitte steht nicht auf, wenn es nicht euer wirklicher Wunsch ist. Wenn du möchtest, dass Jesus Christus dein König ist, dann zeige es jedem, du sagst, ich stehe auf und ich möchte für Jesus leben. Amen.
[1:03:22] Ich möchte einen zweiten Aufruf machen. Und ich frage, gibt es jemanden, der sagt, ich habe noch niemals Jesus als meinen König ganz angenommen. Oder ich habe mein Leben so gelebt, dass ganz deutlich wurde, er ist nicht mein König. Nicht, wenn ich mal gefallen bin, wie aufgeschrieben, davon rede ich nicht. Aber gibt es jemanden, der sagt, ich möchte wirklich mein Leben ihm zum ersten Mal weinen oder neu weinen. Wenn das der Fall ist, dann bitte ich euch, kommt doch kurz nach vorne für ein besonderes Gebet. Ich möchte Jesus als meinen König haben. Amen.
[1:04:02] Kommt hier nach vorne. Gibt es noch jemanden, der sagt, ich möchte diese Gelegenheit nutzen. Ich möchte sagen, ich möchte Jesus erneut zu meinem König, aber nur zum ersten Mal, er soll mein König sein. Vielleicht denkst du gerade, oh nein, nicht nach vorne kommen, dann sehen mich alle. Wenn man einen König hat, ist man stolz auf seinen König, oder? Wenn man sagt, ich möchte für meinen König leben, dann möchte man auch gerne die Farben des Königs zeigen. Deswegen lade ich denjenigen ein, der jetzt vielleicht noch kämpft und sagt, ich möchte gerne mit Jesus leben. Ich möchte wirklich ihm ganz treu sein, egal was er sagt. Aber wenn es noch jemanden gibt, der sagt, das ist mein Wunsch, dann ihn hier nach vorne bitten. Gibt es noch jemanden, der sagt, ich möchte das tun? Amen.
[1:04:50] Und wirklich, wenn ihr denkt, das ist mein Kommt nur dann, wenn ihr wirklich wisst, ich habe mein Leben so gelebt, wie ich es nicht hätte leben sollen, und ich möchte von jetzt an Gottes Diener sein. Letzte Frage, gibt es noch jemanden, der sagt, ich möchte gerne nach vorne kommen? Es lohnt sich immer noch mal, an mich zu warten. Und ein besonderes Gebet hier vorne sprechen und fangen. Gott segne dich.
[1:05:22] Gibt es noch jemanden, der sagt, ich möchte, dass Jesus mein König ist? Amen. Denn ich bin dein König. Dann lasst uns gemeinsam niederknien und Gott danken und wo es möglich ist niederknien.
[1:05:52] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir erkennen konnten, was es bedeutet, dass Jesus der Christus ist. Nicht nur ein Nachname, an dem man ihn besser erkennen kann, er ist ein Titel, der alles beinhaltet. Denn es heißt, ihm ist gegeben, alle Macht im Himmel und auf Erden. Und so möchten wir ihm auch alle Macht geben in unserem Leben. Er soll nicht einfach nur unser christliches Anhängsel sein, sondern er soll die Kontrolle haben in unserem Denken, Fühlen und Handeln. Denn wenn er kontrolliert, dann wird er es wohl machen. Und wir möchten so wie der Schecher am Kreuz sagen, gedenke an uns, wenn du in deinem Königreich kommst. Denn jetzt gerade im himmlischen Heiligtum, Herr Jesus, wird die Krönung vorbereitet. Du möchtest bald als König wiederkommen. Und bitte denke an uns, dass wenn dein Königreich im Himmel dann auf der neuen Erde beginnt, in seiner Gänze, in seinem Glanz, dass du uns dabei hast. Wir wollen dir Kontrolle über unser Leben geben.
[1:07:04] und dich um Vergebung bitten, wo wir vielleicht viel gewusst haben, viel erwartet haben, vielleicht schon, aber nicht verstanden haben, dass du in unserem Leben ganz regieren möchtest. Hab Dank, Jesus, dass jedes Mal, wenn dein Wort gepredigt ist, Menschen gegenwärtig sind, die du gebracht hast, die eine Entscheidung fällen müssen, wo wir vielleicht äußerlich gar nicht vermutet haben, aber wir danken dir, dass dein Wort tief hineingeht in unser Innerstes und das hervorbringt, was nur du siehst.
[1:07:32] Und wir danken dir für die Heilung und für den Trost, den dein Wort uns gibt. Lass uns die Zeichen erkennen. Lass uns nicht auf irgendjemanden warten, der uns sagt, jetzt ist es soweit, sondern lass uns die Bibel studieren und schauen, wie du wirkst in dieser Zeit und deinem Wirken entsprechend handeln. Hab Dank, Herr Jesus, dass du bei uns bist, dass du uns segnen möchtest und dass du den ganzen Sabbat noch bei uns sein wirst. In deinem Namen beten wir, Herr Jesus. Amen.
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