Veröffentlicht am
460 Klicks

In dieser Predigt der Christ Study Hour 2022 Q4 spricht Mirjam Giebfried über das Thema Tod in einer sündigen Welt. Sie beleuchtet, wie die Menschen heute oft mit dem Thema Tod umgehen und wie wichtig es ist, sich mit der Hoffnung in Christus auseinanderzusetzen. Anhand biblischer Beispiele wie Adam und Eva und Zachäus wird die Bedeutung von Entscheidungen und Gottes Wort für unser ewiges Schicksal verdeutlicht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Christ Study Hour 2022 Q4: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Christ Study Hour hier bei joelmedia.de. Wir haben ein neues Quartal begonnen. Letzte Woche haben wir uns schon einiges über die Rebellion im Himmel angeschaut. Heute soll es um Tod in einer sündigen Welt gehen. Und bevor wir das tun, möchte ich einmal ein bisschen für dieses Thema, das wir jetzt auch das ganze Quartal über haben, über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung sensibilisieren.

[1:05] Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich glaube, es gibt kaum ein Thema, bei dem wir etwas so fundamentales und doch auch weltbewegendes zu sagen hätten. Denn die Menschen beschäftigen sich heutzutage im Allgemeinen oft nicht mehr mit der Bibel, oft nicht mehr mit Gott. Viele fragen gar nicht danach. Aber wenn es um das Sterben, um den Tod und darum, was mit unserer Welt einmal passiert, geht, dann fragen doch viele: Gibt es vielleicht doch einen Gott?

[1:45] Ich kann mich erinnern, dass wir einmal mit der Gemeinde an einem Büchertisch in der Stadt gehabt haben. Da gab es ein Ehepaar, das ist daran vorbeigegangen und man hat schon an ihrer Körperhaltung gesehen, dass sie nichts mit uns zu tun haben wollen. Sie haben uns so den Rücken zugedreht und schon von weitem gesagt: „Nein, Religion ist nicht unsere Sache.“ Aber die Kinder waren dabei und wir hatten gerade in der Kindersabbatsschule, wir haben so kleine Kärtchen gebastelt und darauf stand: „Gott liebt dich.“ Und einer unserer Kleinsten ist hin gerannt, hat ihm seine Karte gegeben und der Mann hat dann doch stehen geblieben. Eine Frau hat sich auch umgedreht und hat gemeint: „Von Religion wollen wir nichts wissen, aber mit dem Tod beschäftigen wir uns.“

[2:46] Und bevor ich euch jetzt nach ein paar weitere ähnliche Begebenheiten erzählen möchte, möchte ich erst einmal zu Anfang mit euch beten. Lasst uns beten.

[2:57] Lieber Vater im Himmel, es ist heute die Zeit, die wir mit dir verbringen wollen, wenn wir uns dem Thema Sterben, Tod, aber auch der Hoffnung, die wir in dir haben, widmen. Vaters, ist dein Wort, aus dem wir lesen, und ich danke dir so sehr, dass du uns auch Geschichte aus alter Zeit übermittelt hast, dass wir schon von den Anfängen der Menschheitsgeschichte wissen können. Herr, lass uns daraus lernen, lass uns bitte lernen, dass wir nicht die Fehler unserer Vorfahren wiederholen und lass uns mit dir leben, uns heute schon entscheiden, dass wir nicht diesen ständigen Sterben auf der Welt immer nur nachgeben wollen und das miterleben wollen, sondern dass wir auch daran arbeiten, bald die ewige Hoffnung zu erleben, die wir haben, dass wir mit dir auf Ewigkeit vereint sein können. Ich bitte dich jetzt um den Heiligen Geist für jeden, der zuschaut, aber auch, dass du meine Lippen segnest. Im Namen Jesu. Amen.

[4:22] Eine Freundin kam einmal zu mir und sie hat mit Glauben nichts am Hut sonst gehabt, aber sie meinte in einem Gespräch: „Plötzlich, Miri, ich wünschte, ich hätte auch so einen Glauben wie du, weil dann bräuchte ich keine Angst zu haben, was mit meiner Oma passiert, wenn sie stirbt.“

[4:43] Eine andere Freundin vor kurzem, Anfang des Jahres, hat mich frühmorgens angerufen. Ihre Mutter leidet an Krebs und es sah nicht gut aus. Und sie meinte: „Mir, ich weiß gar nicht, was ich Mama sagen soll, wenn ich aus dem Krankenzimmer rausgehe. Ich kann ja schlecht sagen: Bis morgen. Ich weiß nicht mal, ob ich sie am nächsten Tag wiedersehe. Was soll ich ihr sagen? Was wird sein, wenn sie wirklich eines Tages sterben sollte?“

[5:28] Entgegnete mir, nachdem ich ihr da gelegt hatte, so ein ganz groben Abriss von der Weltgeschichte, was noch so auf uns zukommt, was auch die Wahrheit eben über Leben und Tod ist. Sie meinte: „Das stimmt wirklich. Stimmt das wirklich, dass die Gottlosen, also vielleicht auch meine Familienmitglieder, nicht ewig in der Hölle brennen werden, wenn sie nicht zu Gott finden?“ Und sie meinte: „Er hat sie dann wirklich einfach auf zu existieren und Gott ihn nicht für immer böse, aber sie werden auch nicht im Himmel bei Gott sein.“

[6:10] Und das hat ihr so zu denken gegeben, dass sie daraufhin noch sagte: „Jetzt hat sich ihr ganzes Weltbild verändert.“ Warum erzähle ich euch das? Ich habe mich ehrlich gesagt gefreut, als ich dieses Thema gelesen habe, als ich gehört habe, dass wir uns ein Quartal damit beschäftigen. Das ist das Thema, wo wir die Menschen abholen können. Das ist das Thema, wo Menschen Fragen haben, weil sie einfach in Ungewissheit sind und man ihnen auch oft ein verdrehtes Bild gezeichnet hat. Und wir dürfen aufklären. Aber wir dürfen auch wissen, was wir selbst glauben. Und es ist nicht nur ein Thema, das in der Theorie bleibt, sondern ich kann euch versprechen, wir dürfen so viel mitnehmen, wenn wir auch jetzt wieder die Geschichte vom Sündenfall betrachten. So viel Praktisches, was wir für den Alltag brauchen.

[7:14] Lasst uns beginnen und 1. Mose aufschlagen, dort Kapitel 1 und zwar Vers 31.

[7:29] Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend und es wurde Morgen, der sechste Tag. Das ist das Fazit der Schöpfung. Gott sieht alles an und vorher heißt es immer wieder: Gott sieht es, und es war gut. Aber jetzt sieht Gott alles an und dann kann er sagen: Es ist sehr gut. Er lobt sich nicht selbst, wohlgemerkt, aber er sieht es einfach.

[8:01] Und trotzdem kam Sünde in die Welt. Und wir mögen uns fragen: Warum? Warum hat Gott das zugelassen? Ich glaube, letzte Woche haben wir auch schon diese Frage immer wieder beantworten können. Aber es geht weiter. Die Menschheitsgeschichte geht weiter.

[8:22] Und so lesen wir 1. Mose 2 und dort die Verse 16 und 17. „Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, davon sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben.“

[8:48] Das ist das erste Gebot, das Gott gegeben hat. Damals gab es noch nicht die Zehn Gebote, wie wir sie heute haben, in Stein gemeißelt, sondern Gott hat Adam ein Gebot gegeben. Und da sehen wir mal ein bisschen Gottes Pädagogik, weil Gott sagt: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen und dann schränkt das ein. Aber von dem einen Baum, der auch in der Mitte des Gartens steht, der Baum der Erkenntnis, von dem sollst du nicht essen.

[9:25] Was wir hier festhalten müssen, ist: Bei allen Geboten, die Gott uns gibt, sollten wir bis zu Ende zuhören. Wir sollten Gott zuhören. Denn hätte Adam nur auf den ersten Teil gehört, dann wäre er wohl auch von dem Baum möglicherweise gegessen. Denn das heißt hier ja: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen.

[9:54] Vielleicht mag das logisch erscheinen, aber es gibt Menschen, die lesen ein Teil der Bibel, ziehen daraus ihre Schlüsse und meinen dann, den Rest brauchen sie nicht.

[10:10] Für Adam und Eva war es existenziell wichtig, dass sie alles gehört und verinnerlicht haben. Und wir merken dann später auch noch bei Eva, als sie mit der Schlange redet, dass sie das Wort Gottes wirklich genau kannte.

[10:29] Was bedeutet es jetzt vielleicht ganz kurz, dass sie an dem Tag, als sie davon essen, sterben sollten? Adam und Eva sind ja nicht sofort gestorben. Wir wissen, danach haben sie noch Kinder bekommen und es ist einige Zeit vergangen. Aber diese Wendung: „an dem Tag“ kommt in der ähnlichen Bedeutung noch an anderen Stellen vor, wie zum Beispiel in Lukas 19, wo Jesus und auf Zachäus trifft.

[11:17] Lukas 19, Vers 9. Er sagt Jesus zu Zachäus: „Heute ist in diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist.“ Was war passiert? Wir kennen die Geschichte von Zachäus ganz gut, dass Jesus vorbeikommt, er geht durch Jericho hindurch und Zachäus hört davon. Zachäus will ihn sehen und er sieht sich nicht nur danach, sondern er sucht wirklich nach Jesus. Er rennt und fragt, aber dann kann er Jesus nicht sehen und deswegen steigt er auf einen Baum und Jesus kommt dort vorbei. Hier lässt er sich von ihm finden und daraufhin wird Jesus von Zachäus eingeladen, oder Jesus lädt sich viel mehr selbst ein.

[12:08] Und Jesus sagt diese Worte: „Heute ist diesem Haus Heil widerfahren.“ Im Deutschen hört sich das nicht ganz so bedeutsam an, wie zum Beispiel im Englischen, wo es auch mit „Erlösung“ übersetzt werden kann. Die Erlösung von Zachäus, dass er auf ewig bei, also auf ewig erlöst sein würde, war ja an diesem Tag nicht besiegelt. Aber Zachäus hat eine Entscheidung getroffen, die für sein ewiges Leben relevant sein würde.

[12:45] Und so können auch wir uns heute fragen: Sind wir uns bewusst, dass die Entscheidungen, die wir treffen, gerade, wenn es um Glaubenssachen angeht, dass sie weitreichende Folgen haben können? Im Guten, wie bei Zachäus, wie auch im Schlechten, wie es bei Adam und Eva der Fall war. Denn an diesem Tag, an dem sie von der Frucht des Baumes der Erkenntnis gegessen haben, an diesem Tag war sozusagen ihr Schicksal besiegelt, dass sie den körperlichen Tod sterben müssten.

[13:33] Weißt du, dass deine Entscheidungen bis in die Ewigkeit reichen können?

[13:42] Jetzt müssen wir auch beachten, wenn wir die Chronologie von 1. Mose 3 anschauen und 1. Mose 3, 2, dass Gott dieses Gebot schon gegeben hatte, schon bevor überhaupt geschaffen worden war. Erstmal hat nur Adam das Gebot bekommen. Und wenn wir dann bedenken, dass ja eigentlich Eva die erste war, die in Sünde gefallen ist, dann stellt sich natürlich die Frage: Wusste ihr Vater davon? Ja, wohl wusste sie davon. Sie wusste es, sonst hätte sie nicht sagen können, als die Schlange gefragt hat: „Hat Gott gesagt, dass Gott ihnen geboten hatte, nicht von dem Baum zu essen?“

[14:32] Die Frage drängt sich auf: Wie geht es uns, wenn wir wissen, was Gottes Wille ist? Sind wir einmal ganz ehrlich? Manchmal wissen wir Gutes zu tun und wir tun es doch nicht. Und manches Mal wissen wir, was wir lassen sollten, und wir tun es doch.

[14:55] Wir wissen zum Beispiel, dass Zucker ungesund ist, und wir essen ihn doch. Wir wissen zum Beispiel, dass wir auf der Landstraße nicht schneller als 100 fahren sollten, und wie oft werden wir dabei erwischt, dass wir es doch getan haben.

[15:22] Wir wissen aber auch, dass wir etwas tun sollten. Wir sollten anderen ein gutes Vorbild geben in christlichen Sachen, christlichen Lebenswandel. Und wie oft haben wir geschaut, was die Welt macht, und haben ihr einfach nachgeahmt in Sachen Mode, in Sachen, wie wir unseren Alltag gestalten, unsere Gewohnheiten. Nach wem richtest du dich? Richtest du dich nach Gottes Wort oder richtest du dich nach deinem eigenen Herzen, wie es mitunter in der Bibel heißt?

[16:02] Zurück dazu, dass Gott Abraham, Abraham sage ich schon, Adam zuerst gewarnt hatte. Gott hatte den Adam gewarnt, als die Gefahr noch gar nicht mal zu groß war. Dann Adam, wir wissen auch, ist nicht gefallen. Eva gab es noch gar nicht, sie hätte auch noch gar nicht sündigen können. Und trotzdem war das Gebot schon da.

[16:28] Ich kann mich erinnern, oder vielmehr mein Papa kann sich daran erinnern. Ich war noch, als ich noch ein bisschen zu klein war, dass ich anscheinend einmal das Buch „Briefe an junge Liebende“ gelesen habe, als ich acht Jahre alt war. Papa hat mich mit dem Buch in der Hand gesehen und hat gesagt: „Irgendwas machst du da. Warum liest du das? Das ist doch noch nicht für dich.“ Und im Nachhinein, wenn er davon erzählt, hat er mir geantwortet: „Papa, es ist richtig, dass ich das Buch jetzt lese. Sag ich, es erst lesen, wenn ich verliebt bin, dann ist es zu spät.“ Und er hat das immer wieder als Beispiel genommen dafür, dass wir gewarnt werden müssen, bevor es zu spät ist, bevor die Gefahr groß ist. Warnt uns Gott so, wie es auch hier bei Adam und Eva getan hat?

[17:32] Jetzt möchte ich mit euch noch ein bisschen betrachten, was ist mit diesem freien Willen auf sich hat. Denn es gibt manche, die sagen: „Naja, es wäre doch alles besser gewesen, wenn Gott uns diesen freien Willen nicht gelassen hätte.“

[17:49] Aber Gott kann gar nicht anders, als uns einen freien Willen zu gewähren. Und das sieht man auch darin in den ersten, in den fünf Büchern Mose, ersten fünf Bücher in der Bibel, sehen wir immer wieder, dass die Israeliten ein freiwilliges Opfer bringen sollten. Diese freie Wille hat nämlich sehr viel mit Anbetung zu tun.

[18:15] Und dazu möchte ich kurz mit euch schauen in Psalm 54 und dort lese ich mal ab Vers 6: „Siehe, Gott ist mein Helfer; der Herr ist es, der mein Leben erhält. Er wird meinen Feinden ihre Bosheit vergelten; tilge sie nach deiner Treue.“ Jetzt kommt es in Vers 8: „Ich will dir opfern aus freiem Trieb deinem Namen, woher will ich loben, denn er ist gut.“ Wir sehen also, der freie Wille kommt also in der Bibel sonst vielleicht nicht so offensichtlich vor, aber dann, wenn es um Opfer geht, und dann heißt es hier: „Ich will dir opfern aus freiem Trieb.“ Wenn es auch um Anbetung geht, das ist der große Unterschied.

[19:14] Lasst euch das gesagt sein, dass der große Unterschied zwischen der Anbetung Gottes und der Anbetung Satans, denn Gott kann nur mit dem Herzen aus freien Stücken angebetet werden, nicht aufgezwungen. Satan ist anders. Satan gibt sich damit zufrieden, dass Menschen ihn huldigen und ihm dienen, ihm anbeten, ohne dass sie richtig wissen, was sie da machen, oder auch ohne dass sie es wirklich wollen. Das sehen wir zum Beispiel bei in Daniel 3, wo es um diesen Götzendienst geht, dass die Freunde von Daniel aufgefordert worden sind: „Betet an!“ Und sie wurden dazu genötigt. „Ihr seid doch nur einmal kurz niederfallen“, hieß es. Ob ihr das jetzt in eurem Herzen wirklich tut oder darum geht es daran nicht. Auch bei Malzeichen des Tieres wird es so sein, dass die Menschen sich nicht völlig Satan ergeben müssen, aber sie müssen einfach mitmachen. Und Gott will das nicht. Gott will nicht, dass wir einfach ihm ihn anbeten, naja, vielleicht, weil die Eltern gesagt haben, oder weil es sich geziemt, an einem Tag in der Woche in die Kirche zu gehen. Sondern bei Gott ist wahre Anbetung nur, wie es in Johannes 4, Vers 23 und 24 heißt: „Im Geist und in der Wahrheit.“

[20:51] Im Geist und in der Wahrheit müssen wir Gott anbeten. Okay, Ende des Exkurses. Wir gehen zurück zu 1. Mose 3. Und ich lese einmal, ihr könnt gerne mitlesen zu Hause in euren Bibeln. Ich lese einmal den 1. Mose 3 ab Vers 1.

[21:12] „Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“ Da sprach die Frau zur Schlange: „Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen, aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie auch nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.“

[21:45] Da sprach die Schlange zu der Frau: „Keineswegs werdet ihr sterben, sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist.“ Ich ermutige euch sehr dazu, dass ihr und Propheten Kapitel 3 lest, denn da wird das Ganze noch viel bildlicher ausgeführt und man kann richtig mitfühlen und verstehen, wie es sich damals zugetragen haben muss im Garten Eden.

[22:25] Was wir für uns lernen wollen aus diesen kurzen Abschnitt ist schon gleich in Vers 1: „Die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte.“ Satan hat diese Schlange benutzt. Satan ist zu den Menschen gekommen in Gestalt dieser Schlange. Und sie war listiger als alle anderen.

[22:55] Glaubst du, dass Satan sich darin verändert hat? Er hatte im Garten Eden damit Erfolg. Und glaubt mir, Satan wird auch in der heutigen Zeit durch hochkomplexe Medien, durch ausgeklügelte Theorien, die sehr wissenschaftlich klingen, durch Machtträger, durch irgendwelche subliminalen Reize versuchen, uns zum Gähnen. Wenn er das beste Werkzeug, das er benutzen konnte, im Garten Eden benutzt hat, wie viel mehr wird er es heute tun? Und wir sind uns nicht der Gefahr bewusst, in der wir stehen.

[23:42] Wir sollten vielmehr aufpassen, dass Satan eben keinen Fuß in unserem Leben fassen kann.

[23:59] Ja, diese Kante, an der Eva zum Fall gekommen ist. Hat Eva gewusst, wie sie sich im Garten Eden verhalten sollte? Jawohl, hat sie es gewusst. Sie konnte nämlich der Schlange sagen, dass Gott ihnen gesagt hatte, sie sollten nicht von der Frucht des Baumes essen. Und sie hat noch diesen Zusatz dazu gemacht: „Wir sollen sie auch nicht anfassen.“ Das war nicht Gottes Wort gewesen, das war auch nicht nötig gewesen. Aber rein von der Logik her, hätte sie sich daran gehalten und die Frucht gar nicht erst genommen, dann hätte sie sie auch nicht gegessen und die Sünde wäre nicht passiert.

[24:44] Aber der Knackpunkt an der ganzen Sache war: Eva hat Gottes Wort missachtet. Sie hat es besser gewusst. Und Ellen White sagt in diesem Kapitel, in Kapitel 3 von „Patriarchen und Propheten“, sagt sie: „Wir werden letztendlich nicht dafür verurteilt, dass wir eine Lüge geglaubt haben.“ Und das sind gewaltige Worte. Das heißt, wenn man Lüge für Wahrheit betrachtet, dann ist das nicht so schlimm, wie und jetzt kommt es, wie wenn wir der Wahrheit nicht glauben.

[25:28] Die Worte von der Schlange, die es von Satan letztendlich, die haben sich sehr gut angehört, und Eva hat ihnen getraut. Aber sie ist deswegen zu Fall gekommen, weil sie Gottes Wort missachtet hat, dass sie eigentlich gewusst hat.

[25:52] Jetzt sagt Satan zu ihr: „Nein, nein, ihr werdet keineswegs sterben.“ Und Satan hat selbst von dieser Frucht gegessen. Er hat es dir vorgemacht. Eva hat das gesehen. Dennoch, und das ist vielleicht auch noch zu bemerken, hat Eva, oder ist Eva gar nicht durch Satan zuerst auf die Idee gekommen, von dem sich dem Baum zu nähern und von der Frucht zu nehmen, sondern es war erst einmal nur ihre eigene Neugier. Satan durfte nämlich nicht einfach wie die Menschen im Garten Eden umhergehen, sondern er durfte nur auf diesen Baum bleiben. Und dadurch, dass sie schon in ihrem eigenen Herzen diese Begierde gefördert hat, konnte Satan dann anknüpfen und hat sie letztendlich am Schopf gepackt und hat sie in Versuchung geführt.

[26:48] „Ihr werdet nicht sterben.“ Das ist ein Satz, der die Geschichte wohl geprägt hat. Immer wieder kam diese falsche Lehre auf von der Unsterblichkeit der Seele. Aber er beinhaltet indirekt noch eine andere Botschaft, und diese Botschaft ist: „Doch du kannst tun und lassen, was du willst, es wird keinen Unterschied machen.“ Sagt keineswegs werdet ihr sterben, ob du jetzt von der Frucht des Baumes isst oder nicht davon isst. Ach, Gott wird schon nichts tun.

[27:28] Es ist falsch. Das ist so falsch, denn wie schon gesagt, habe, unsere Entscheidungen können Folgen für die Ewigkeit mit sich tragen.

[27:41] Und Satan ist so ein Lügenbold, dass er ihr nicht nur Ausreden wollte, dass es den Tod überhaupt gibt, sondern wir sehen jetzt durch das, was die Sünde in die Welt gekommen ist und was jetzt mit der Erlösung, mit allem passiert ist, dass es nicht nur den Tod gibt, es gibt sogar einen zweiten, endgültigen Tod. Und davon hat Satan gar nichts gesagt.

[28:25] 5. Mose 29 und dort Vers 18. Da sagt Gott durch Mose: „Und dass keiner, wenn er die Worte dieser altverpflichtung erhört, sich dennoch in seinem Herzen glücklich preist und spricht: Ich werde Frieden haben, wenn ich auch in der Verstocktheit meines Herzens wandle, so dass dann das bewässerte Land…“

[28:46] wandle, so dass dann das bewässerte Land mitsamt dem Trockenen hinweggerafft würde. Es ist eine Ermahnung, die hier mitschwingt. Es ist aber auch eine Zustandsbeschreibung, denn auch nach dem siebten Fall gab es immer wieder Menschen, die gesagt haben: "Ich lebe mein Leben, wie ich möchte, ich werde trotzdem Frieden haben. Gott ist es doch, der sich auch über die Gottlosen erbarmt, dass er gibt trotzdem ihnen Regen, er lässt die Sonne über sich scheinen." Das ist alles nur ein Trugschluss. Ja, Gott ist gnädig, ist überaus gnädig. Aber das lässt außer Acht, welche Folgen es letztendlich für uns haben wird, wenn wir uns gegen Gott entscheiden. Und Gott mahnt davon, sagt: "Nicht, dass ihr Frieden haben werdet, auch wenn ihr in der Verstocktheit eures Herzens wandelt."

[29:53] Interessant ist jetzt auch noch 2. Korinther 11 und dort Vers 3. Den fand ich dahingehend spannend, dass es Menschen gibt, die sagen: "Na ja, wir wissen alles und wir wissen eigentlich schon zu viel und wir müssten da einfach wieder zu den Grundlagen zurückkommen." Erkenntnis ist wie ein Schutz für uns. Und zwar 2. Korinther 11 und dort Vers 3, da macht sich der Paulus Sorgen und er sagt: "Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, dass es unsere Geschichte von heute auch eure Gesinnung verdorben und abgewandt werden von der Einfalt gegenüber Christus." Und er führt es hier dann jetzt noch weiter aus. Er sagt: "Ich mache mir Sorgen, dass andere Menschen kommen können, die nicht die reine Lehre bringen, die wir haben und euch deshalb von dem guten Weg abbringen können, denn ihr glaubt ihr alles." Und es ist gut, dass sie Paulus geglaubt haben, der die Wahrheit gebracht hat. Aber er hat auch gesagt: "Wenn ihr nicht weiter in der Erkenntnis wachst, wenn ihr nicht gefestigt seid im Wort Gottes, dann können Menschen, die kommen und etwas anderes erzählen, euch von der Wahrheit abbringen."

[31:39] Zurück zur Wahrheit. Was sagt das Wort Gottes? Das ist unsere Sicherheit in Versuchung. Und wir müssen uns auch fragen: Bin ich gefestigt im Wort Gottes?

[31:58] Zurück zu 1. Mose 3. Jetzt beginnt Eva, die Sünde und die Schritte, die ich hier gezeichnet werden, sind ganz klar. Zuerst sieht sie einmal, sie sieht die Frucht, nur sie gibt dem nach, sie nimmt sie und sie ist davon. Und daraufhin gibt es ja Adam, ihrem Mann, davon. Und Ellen White führt das ganz gut aus, dass Adam seiner Frau zuliebe auch der Sünde nachgegeben hat. Wie schrecklich ist es, wenn wir nicht nur selbst die Sünde auf uns laden, sondern damit auch noch andere einladen, dem gleich zu tun. Das ist eigentlich die Eigenschaft, die Satan hat. Satan weiß ja, wohin seine Rebellion führen wird und er hat noch die gefallenen Engel eingeladen mitzumachen. Und als er mit ihnen durch war, suchte er sich ein neues Gefälle, wo er wirken konnte und ist zu den Menschen gegangen. So ein bösartiger, seine bösartige Person, Satan.

[33:11] In der Lektion war jetzt noch ein Hinweis auf 1. Thessalonicher 5 Vers 21. Und der ist spannend. Ich hatte ehrlich gesagt vorher noch nicht gehört, dass Menschen das sagen, dass wir alles prüfen und ausprobieren dürfen, aber halt nur das Gute behalten sollen. Und trotzdem werden wir uns diesen Vers anschauen und den Kontext vor allem. Dann finden wir eine Antwort auf solch eine Haltung. In 1. Thessalonicher 5 Vers 21 heißt es: "Prüft alles, das Gute behaltet." Schauen wir uns aber mal die Verse davor an und auch den Vers danach. Davor heißt es: "Den Geist dämpft nicht, die Weissagung verachtet nicht." Aha. Wir können jetzt also nicht einfach nur hingehen und sagen: "Na ja, ich kann ja zum Beispiel Glücksspiel ausprobieren und wenn ich merke, dass es nicht gut für mich ist, dann lasse ich das halt." Sondern hier heißt es erst einmal: Der Geist Gottes wirkt schon an dir. Das ist wieder das schlechte Gewissen, das wir oft haben, wenn du merkst: "Aha, das ist eigentlich nicht gut." Dann gib dir das gar nicht nach. Die Weissagung verachte nicht. Wenn es auch im Wort Gottes schon geschrieben steht, dass du etwas nicht tun sollst, dann lass es.

[34:48] Jetzt kommt: "Prüft alles, das Gute behaltet." Und in Vers 22 heißt es noch viel klarer: "Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt." Hätte Eva das wohl mal getan, dann wäre sie erst gar nicht zu dem Baum gegangen. Und dann hätte Satan in jeglicher Gestalt, also hier in dem Fall im Gestalt einer Schlange, sie auch nicht verführen können. Aber sie hat sich von ihrem Mann entfernt, sie hat sich von Gott entfernt und ist allmählich in ihrer Neugierde näher zu dem Baum gekommen.

[35:28] Oh ihr Lieben, lasst uns wirklich Abstand halten von dem, was böse ist. Lasst uns Abstand halten von ja, all diesen schlechten Einflüssen, den Satan für uns haben kann. Und Satan, wie gesagt, macht das in so einer ausgeklügelten Art und Weise, dass er uns verführt, dass wir es oft nicht kontrollieren können. Lasst mich das Beispiel nehmen: das Fernsehen. Es gibt Menschen, mit denen habe ich schon gesprochen, die zu mir meinten: "Na ja, ich schaue mir den Film an und wenn da eine Szene kommt, die entweder unter der Gürtellinie ist oder Mord, dann schalte ich kurz aus oder ich schalte um." Sie wissen gar nicht, was sie bis dahin schon alles gesehen haben. Oder wenn wir auch, ja, es gibt so viele Bereiche, ob es jetzt die Ernährung ist, ob es hier nicht nur das Fernsehen, sondern Bücher sind, die wir lesen. Das ist ein gutes Buch, das kann ich dir empfehlen. Aber es gibt anderes, wo wir gar nicht merken, wie wir hineingezogen werden in die Sünde und uns immer mehr dem annähern, was eigentlich böse für uns ist.

[36:59] Wir sollten lieber beherzigen, was in 1. Thessalonicher 5 Vers 22 steht, dass wir Abstand halten von der Sünde. Es gibt auch einige Dinge, die wir überhaupt erst gar nicht wissen sollten. Und so unterstützt es auch der 1. Korinther 14 Vers 20. Der 1. Korinther 14 Vers 20.

[37:29] Was heißt: "Ihr Brüder, werdet nicht Kinder im Verständnis, sondern in der Bosheit seid unmündig im Verständnis, aber werdet erwachsen." Wir sollen uns nicht damit zufrieden geben, was wir bisher in Wahrheit wissen, wie wir bisher Gottes Gebote verstanden haben. Das soll mir gründlich sein. Aber was die Bosheit angeht, wir müssen nicht erst bildlich gesprochen zum verlorenen Sohn werden, um unsere Heimat schätzen lernen zu können.

[38:07] Es ist gut für uns, nicht alles zu wissen. Gleichzeitig sollen wir aber auch nicht naiv sein. Das ist schon wahr. Aber was wir von dem Bösen wissen müssen, das reicht. Da reicht es uns eigentlich, wenn wir Gottes Wort haben. Denn auch bei Adam und Eva sehen wir das ja. Sie mussten gar nicht die Frucht probieren, um zu wissen, ja, dabei hat die Frucht auch noch gut geschmeckt. Aber das ist jetzt was anderes. Sie mussten nicht erst die Folgen ihrer Sinne sehen, um das als böse abzustempeln zu können. Es hätte gereicht, wenn sie einfach auf Gott gehört hätten, wenn sie einfach dem gefolgt wären, dass Gott gesagt hat: "Lass das."

[38:58] Jetzt waren in dem Lektionsheft auch noch einige Texte angegeben, die unterstützen, dass diese Unsterblichkeit der Seele nicht gibt. Und diese Verse sind so klar, glaube ich, dass ich jetzt auch gar nicht weiter darauf eingehen werde. Ich ermutige euch nur dazu, lest es nach. Es ist wichtig, dass wir uns da nichts vormachen. Es gibt eine Stelle in der Bibel, wo man denken könnte, es gibt so etwas wie diese unsterbliche Seele und das direkt Leben nach dem Tod. Vielleicht doch, dass es in dem Gleichnis von einem reichen und dem armen Lazarus, aber auch da klärt vor allem auf, wie das zu sehen ist. Und auch da müssen wir vorsichtig sein, denn Jesus greift zum einen auf, was so das Denken der Menschen damals war. Er wollte eine andere Botschaft. Und es ist auch nur ein Gleichnis. Ja, wir dürfen da nicht überinterpretieren.

[40:08] Was den Tod und auch den zweiten Tod angeht, kann ich euch auch noch zum weiteren Studium empfehlen. Wir hatten das vor kurzem, Offenbarungsseminar, offenbar mit zwei Vers 11. Da gibt es dann um den zweiten Tod, das ist der endgültige Tod.

[40:27] Aber gehen wir weiter in 1. Mose 3. Und da haben wir auch weiter gelesen von den Folgen der Sünde. Das muss sehr tragisch für Adam und Eva gewesen sein, die vorher in so einer Harmonie, in so einer Schönheit, in seiner herrlichen Umgebung gelebt haben, dass sie jetzt bemerkt haben: Es ist alles durch die Sünde verdorben worden. Aber trotzdem hat Gott an ihnen gewirkt. Und ich finde, das Wirken Gottes ist hier so schön auch zu sehen, wie Gott sich von Anfang an wieder um sie bemüht hat. Erst einmal ist es Gnade, dass ihnen sozusagen der Schleier von den Augen fällt und sie merken, sie sind nackt. Es heißt ja in Vers 7: "Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet und sie erkannten, dass sie nackt waren und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze."

[41:35] Das war Schrecken und Gnade zugleich, denn sie erkannten ihren Zustand, dass sie bedürftig waren. Und diese Nacktheit finden wir auch ganz bekannterweise in Offenbarung 3, wieder Verse 17 und 18, wo wir eine Gemeinde haben, die nicht merkt, dass sie blind und bloß und arm ist. Hätten sie es doch nur mal erkannt. Adam und Eva sehen jetzt, sie sind nicht mehr so vollkommen wie vorher. Und das ist eigentlich der erste Schritt, dass sie erkennen sollten. Jetzt brauchen sie Jesus, sie brauchen Hilfe von außen. Und Jesus ist ja da. Jesus sagt der Gemeinde Laodizea in Offenbarung 3, dass er ihren Mangel stillen möchte. Er möchte ihnen den Glauben schenken, er möchte ihnen seine Gerechtigkeit schenken, er möchte ihnen den Heiligen Geist schenken.

[42:41] Nur, und das wollte Gott sicherlich jetzt auch sofort bei Adam und Eva tun. Nur, was machen sie? Sie machen zunächst ihre eigenen Kleider, diesen Rock aus Feigen.

[42:59] Wie oft geht es uns so, dass wir merken, wir haben Fehler gemacht, wir haben umgangssprachlich würde man sagen Mist gebaut. Und jetzt versuchen wir, das irgendwie wieder zurechtzubiegen. Wenn dir ein Fehler unterlaufen ist, und ich kenne das aus meinem eigenen Leben nur zu gut, dass man Dinge macht, wo man sich so ärgert und man könnte sich grün und blau ärgern und denkt sich: "Warum habe ich das nur gemacht?" Die Lösung ist: Geh damit zu Jesus. Lass Jesus den Schaden wieder beheben. Ja, natürlich kann es gut sein, dass er uns dabei benutzt, dass er uns sagt: "Das ist jetzt zu tun." Aber das Schlimmste, was du machen kannst, ist das zu vertuschen.

[43:52] Wir haben dazu auch noch, ja genau, es gibt eben diese zwei Optionen, wenn wir Fehler gemacht haben: Entweder wir verstecken sie, oder wir bekennen sie. Und dazu haben wir einen Vers. Wenn ihr den noch nicht in eure Bibel unterstrichen habt, dann solltet ihr es schleunigst tun. Ein Vers, der uns darin Anleitung gibt, wie wir mit Fehlern umgehen sollen: Sprüche 28 Vers 13. "Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen. Wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen." Und genauso auch 1. Johannes 1 Vers 9: "Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Das Heilmittel liegt bei Jesus, nicht in unserer eigenen Stärke.

[45:11] Psalm 32 Vers 5. Da haben wir einen, der hat das ganze schon erprobt. Das war David. Psalm 32 Vers 5. Da kann er sagen: "Ich bekannte dir meine Sünde und verbat meine Schuld nicht. Und sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen. Da vergabst du mir meine Sündenschuld." Gott vergibt gerne, aber wir müssen zu ihm kommen.

[45:42] Was ich jetzt auch noch so schön finde in 1. Mose 3 ist, es klingt so ein bisschen wie ein Verhör. Tatsache ist aber, Gott redet mit Adam und Eva. Gott lässt sie jetzt nicht einfach im Stich. Er sagt auch nicht: "Ich habe euch schon..." Oder ja, er machte danach die Fälle noch, aber Gott handelt nicht nur, sondern Gott redet mit ihm. Obwohl sie vorher, als er schon mit ihnen geredet hatte, nicht auf ihn gehört haben. Gott sagt: "Wo bist du?" Gott fragt: "Wer hätte das gesagt, dass du das tun sollst, dass du nackt bist?" Entschuldigung. Gott fragt: "Warum hast du das getan?" Gott fragt: "Hast etwa von dem Baum gegessen?" Gott möchte mit Adam und Eva reden.

[46:37] Und auch wir dürfen uns das zu Herzen nehmen, denn wusste Gott nicht schon, was passiert war? Sicherlich wusste Gott, was passiert war. Aber nichtsdestotrotz arbeitet er mit Adam und Eva das noch mal auf, was passiert ist. Und manchmal geht es uns das so, dass wir nicht nur vielleicht Fehler, die wir gerade heute gemacht haben, entweder bekennen oder verstecken, sondern es gibt doch bei zumindest bei den meisten Menschen, würde ich mal behaupten, Dinge in der Vergangenheit, die man einfach so gelassen hat, wo man nicht aufgearbeitet hat, wo man sich wünscht, dass sie am besten keiner erfährt, weil wir die eine oder andere dunkle Ecke in unserer Biografie haben. Aber auch das soll mir vor Gott bringen. Wir dürfen das tun.

[47:45] Und vor kurzem hat jemand gesagt, dass er noch niemals dieses Gefühl hatte, wirklich frei von Schuld zu sein. Es muss schrecklich sein. Das muss wirklich schrecklich sein, wenn man nicht diese Vergebung von Gott erlangt. Aber Gott möchte das. Und auch wenn unsere Sünde noch so blutrot ist und scharlachrot ist, Gott will sie tägen, bis sie weiß wie Schnee ist, so wie es in Jesaja heißt.

[48:23] Jetzt verflucht Gott die Schlange. Und man könnte meinen, dass doch unfair. Das ist so, wie jeder schiebt so das Päckchen weiter, könnte man sagen. Adam wird von Gott gefragt und Adam sagt: "Nein, Eva hat es gemacht." Und dann geht Gott zu Eva und Eva sagt: "Die Schlange war es, oder die Schlange hat mich verführt. Die ist schuld." Man versucht so ein bisschen die Schuld weiterzugeben.

[48:55] Wenn das in der Schule passiert wäre, dann hätten wir das vielleicht gedacht: "Warum geht ihr Gott überhaupt darauf ein?" Wenn ein Schüler den anderen beschuldigt, dann sagt der Lehrer normalerweise: "Stopp, stopp, du hast auch mitgemacht und du hast auch deinen Teil daran." Und Gott hätte das jetzt wieder sagen können, aber er geht darauf ein.

[49:18] Und wenn wir uns diese Frage stellen, warum, dann müssen wir sehen: Gott will die Sünde an der Wurzel packen.

[49:33] Im Wald schreibt die Gottlosen erhalten ihre Vergeltung auf Erden. Das ist vielleicht ganz kurz der Rahmen. Das ist ein Auszug aus "Vom Schatten zum Licht" und darin geht es jetzt um die, also die endgültige Abrechnung am Ende der Welt. Die Gottlosen werden Stroh sein und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, wie in Maleachi 3 Vers 19. Manche werden in einem Augenblick vernichtet. Also ja, am Ende, wenn dann die Sünde in den Feuerstock geworfen wird, wie wird das auch in Offenbarung finden. Andere werden tagelang leiden, aber alle werden nach ihren Werken bestraft. Da die Sünden der Gerechten auf Satan geladen wurden, muss er nicht nur für seine eigene Auflehnung leiden, sondern für all die Sünden, zu denen er Gottes Volk verführt hat.

[50:39] Und er merken wir mal: Satan hat so viel rebelliert, und ich möchte nicht in seine Haut stecken, wenn er für seine Sünden büßen muss. Aber auch die Sünden, die ja, die die Gerechten eigentlich hatten, aber die auch vergeben worden sind, die wird Satan auch tragen. Und dann sagt er meint, seine Strafe ist weit schwerer als die derjenigen, die er verführt hat. Nachdem alle bereits umgekommen sind, die er verführt hat, ist er noch immer am Leben und leidet weiter. Schließlich werden die Gottlosen in den reinigenden Flammen mit Wurzel und Zweigen vernichtet. Satan bildet die Wurzel und seine Nachfolger die Zweige.

[51:31] Und da kommen wir dahin, dass wir die Frage klären können, warum gibt Gott demnach, dass er den Satan zuerst verflucht, die Schlange, die Schlange, verflucht die Schlange. Satan, die alte Schlange, wie wir das in Offenbarung 12 lesen können. Der ist die Wurzel, die Wurzel des Übels. Und es hätte jetzt auch nicht gereicht, Adam für sein Vergehen zu rügen, sondern letztendlich hat es bei Satan angefangen.

[52:16] Jetzt heißt es dann noch: "Ich will Feindschaft setzen." Und wenn wir den Merkvers in Römer 5 Vers 12 lesen. Ich lese ihn kurz vor: "Darum, gleich wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben. Denn schon vor dem Gesetz war die Sünde in der Welt, wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde nicht in Rechnung gestellt. Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht mit einer gleichartigen Übertretung gesündigt hatten wie Adam, der ein Vorbild dessen ist, der kommen sollte."

[53:07] Das geht dann jetzt noch weiter. Dieser Text, aber den Merkvers, ja, eigentlich, wo es hieß: "Durch einen Menschen ist die Sünde und der Tod in die Welt gekommen."

[53:23] Und da ist es, ist der Grad zwischen diesem Denken von Erbsünde und keiner Erbsünde, den Erbsen ist nicht biblisch, sehr schmal. Wir müssen es ein bisschen auseinanderklappern, was bedeutet es, dass die Sünde in die Welt gekommen ist. Wenn wir das genau lesen, wie es sich das im Garten eben zugetragen hatte, dann lesen wir auch davon, dass Eva eigentlich noch durch ihre eigene Kraft, also die Kraft, die sie von Gott verliehen bekommen hatte, der Sünde hätte widerstehen können. Jetzt, dadurch, dass die Menschen gefallen sind, haben sie diese sündige, ja, dieses sündige Natur, diese sündigen Neigungen auf sich genommen. Und das ist vielleicht ein bisschen damit zu vergleichen, wenn Eltern eine werdende Mutter Alkohol abhängig ist, dann überträgt sich das auch auf das Kind. Das heißt, selbst wenn das Kind keinen Alkohol getrunken hat, dann ist es doch, hat es schon diese Neigung. Und wenn es später, sagt man, mir ist dann später Alkohol trinkt, dann wird es viel schneller abhängig. So ein bisschen ist das vielleicht mit der Sünde, dass dadurch, dass Adam und Eva gesündigt haben, dass wir Menschen diese Neigung zur Sünde schon haben, wenn wir auf die Welt kommen.

[55:06] Und jetzt waren ja Adam und Eva sterblich. Infolgedessen waren auch die ja, ihre Nachkommen sterblich, denn wir müssen auch einmal verwandelt werden, bevor Jesus wiederkommt, denn dieser Körper hält die Ewigkeit nicht mehr aus.

[55:27] Vielleicht wird das Ganze auch noch ein bisschen verständlicher, wenn wir Epheser 2 und dort die Verse 1 bis 7 lesen. Ich werde jetzt nicht alles lesen, aber wir beginnen mal: "Auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt, nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in dem Begehren unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten, und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen."

[56:20] Und jetzt, also der beschriebene Paulus, dass ja, wie die Menschen in ihrer Sünde sozusagen schwelgen. Die schwimmen so richtig darin. Aber es gibt Rettung. So wie es für Adam und Eva Rettung gab, gibt es auch für uns heute Rettung, denn Gott ist reich an Erbarmen und er hat uns seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr gerettet und hat uns mit auferweckt.

[56:57] und hat uns mit auferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus. Ich lese doch noch den letzten Vers, Vers 7, damit er in den kommenden weltweiten den überschwänglichen Reichtums seiner Gnade in Gütern uns erweise in Christus Jesus.

[57:19] Und das sehen wir mal, Jesus musste oder hat mit dieser Entscheidung von Adam und Eva gelebt. Er hat das akzeptiert, aber er wollte sie nicht in dieser sündigen Misere lassen.

[57:42] Wisst ihr, Satan hat ja eigentlich dem Menschen den Tod gewünscht, dadurch, dass er ihm versucht hat. Und Satan wollte damit das Werk Gottes zerstören, denn Gott hatte aus dem Staub heraus den Menschen gebildet. Und durch den Tod würde der Mensch wieder zu Staub werden müssen. Das ist wie ein Bild dafür, dass das, was Gott bewirkt hatte, Satan vernichten wollte.

[58:15] Jetzt ist es aber so, Gott steht über Satan, und Gott kann auch aus diesem Staub, zu dem wir werden, wenn wir körperlich sterben, kein Gott wieder Neues machen. Und Gott hätte immer noch die Ewigkeit für uns bereit. Gott möchte immer noch Gemeinschaft mit uns in Ewigkeit haben.

[58:39] Jetzt ist es für uns an der Zeit, dass wir täglich Entscheidungen treffen, die für die Ewigkeit wären.

[58:52] Wir müssen zum Ende kommen. Ich hoffe, dass ihr es wirklich beherzigt und euch weiter mit dem Thema beschäftigt. Wir werden ja immer wieder jetzt auch mit dem Tod zu tun haben, und das ist wichtig, dass wir begreifen. Der Tod kann mich deswegen, weil Gott vielleicht böse ist? Nein, er ist es nicht.

[59:12] Tod kam auch nicht in die Welt durch unfaires Handeln von Gott, sondern der Tod ist eine Folge der Sünde. Und das sehen wir mal, wie gravierend Sünde ist. Aber Gott möchte uns davon frei machen.

[59:36] Und er möchte auch letztendlich den Tod einmal, er hat schon den Tod besiegt und er möchte den Tod ganz auslöschen.

[59:47] Weil mir Gott dafür danken, wollen wir jetzt die Entscheidung treffen, dass wir lieber auf Gott hören als auf dem Betrug der Sünde. Dann lasst uns Gott selbst darum bitten.

[1:00:04] Unser Vater im Himmel, ich danke dir, dass für uns die Möglichkeit besteht, der Sünde zu entkommen. Ja, wir müssen uns ihr gar nicht erst annähern, so wie Eva es getan hat. Wir müssen auch nicht diesen sündigen Neigungen, die wir schon haben, nachgeben.

[1:00:25] Herr, wir dürfen durch dich Überwinder werden. Du hast auch den Tod besiegt, du hast die Sünde besiegt. Sei du unser Vorbild.

[1:00:37] Herr, wir bitten dich auch, dass du uns den Heiligen Geist schenkst, denn allein haben wir nicht die Kraft. Wir können Jesu Opfer für uns nicht in Anspruch nehmen, wenn du es uns nicht in Anspruch nehmen lässt.

[1:00:56] Ich bitte dich, dass du uns täglich diese Erfahrung machen lässt, dass du größer bist als all dieses Übel in der Welt.

[1:01:09] Lass uns bei dir bleiben, deine Gegenwart leben und nicht von deiner Seite weichen. Im Namen Jesus bitte ich das für jeden, der heute zugeschaut hat, dass du uns durch den Heiligen Geist befasst. Im Namen Jesus. Amen.


Lizenz

Copyright ©2022 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.