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In dieser Lektion der Christ Study Hour 2022 Q4, mit dem Titel „Er starb für uns“, taucht Mirjam Giebfried tief in die Bedeutung von Jesu Tod ein. Sie beleuchtet, wie dieser Plan bereits vor der Erschaffung der Welt existierte und wie er sich in verschiedenen biblischen Texten widerspiegelt. Die Predigt ermutigt dazu, Fragen zu stellen, das Wort Gottes zu erforschen und die tiefere Bedeutung von Jesu Opfer für unsere Erlösung zu verstehen.


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Serie: Christ Study Hour 2022 Q4: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung

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Transkript

[0:34] Hallo und herzlich Willkommen zu Christ Study Hour. Wir beschäftigen uns heute mit dem Thema: Er starb für uns. Dabei sind wir in Lektionswoche Nummer 6 angekommen. Unser Oberthema ist weiterhin: Über Tod, Sterben und Zukunftshoffnung. Und heute soll es nicht um unseren Tod auf dieser Erde gehen, sondern es geht insbesondere um den Tod Jesu und was er für uns bedeutet. Und weil ich glaube, dass das ein Thema ist, das wir noch gar nicht richtig durchdrungen haben, das aber so wichtig ist für unseren Glauben und für unsere Erlösung, essentiell, möchte ich mit euch jetzt gemeinsam beten und den Heiligen Geist einladen, dass er unsere Gedanken führt.

[1:25] Unser Vater im Himmel, wenn wir jetzt dein Wort aufschlagen, dann bitte ich dich, dass du unsere Herzen berührst. Herr, wir wollen nicht nur besser verstehen, was Jesus für uns getan hat, sondern wir möchten auch, dass du diese Liebe in unser Herz pflanzt, die du uns selbst erwiesen hast, als du Jesus für uns dahin gegeben hast. Vater, bitte führe jetzt dieses Studium, dass wir dadurch erbaut werden können, aber dass wir auch selbst dadurch dazu bewegt werden, mehr von unserem Leben dir zu übergeben. Wir bitten dich im Namen Jesu um den Heiligen Geist, dass er uns leitet. Amen.

[2:21] Schlagt mit mir auf die ersten Verse, die wir am Sonntag finden, und zwar hatten wir da zum einen 1. Petrus 1, 19 und 20. Mit dem würde ich gerne beginnen und danach lesen wir auch noch Titus 1, Vers 2.

[2:44] Sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes. Er war zuvor ausersehen vor Grundlegung der Welt, aber wurde offenbar gemacht in den letzten Zeiten um euretwillen.

[3:02] Also Petrus sagt hier ganz deutlich: Dieser Plan, dass Jesus auf die Erde kommen würde und wie ein Lamm sein Leben geben würde, dieser Plan wurde schon vor Grundlegung der Welt, schon vor der Schöpfung ausgemacht.

[3:19] Und auch in Titus 1, Vers 2 lesen wir das, wo es heißt: Aufgrund der Hoffnung des ewigen Lebens, das Gott, der nicht lügen kann, vor ewigen Zeiten verheißen hat. Also, es ist nichts Neues, nichts Spontanes, dass Jesus auf die Erde gekommen ist, um für uns zu leben und für uns zu sterben. Sondern Gott und Jesus, beide hatten diesen Plan schon viel früher geschmiedet.

[3:54] Und wir wollen auch noch Apostelgeschichte 2, Vers 23, der ebenfalls angegeben war, lesen, wo wir hier eine Predigt von Paulus in Athen finden und das heißt: Diesen, der nach Gottes festgesetzten Ratschluss und Vorsehung dahin gegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet.

[4:27] Und ich finde, es ist so bewegend, dass Gott diesen Plan hatte, diesen Notfallplan, muss man so sagen, denn Gott wollte ja nicht, dass die Menschen sündigen. Ich finde, das ist deswegen so bemerkenswert, weil Gott trotzdem die Menschen geschaffen hat. Gott hat trotzdem sich darauf eingelassen, den Menschen die Freiheit zu schenken. Er hat das in Kauf genommen, obwohl er wusste, was es ihn selbst später kosten würde, nämlich das Leben seines einzigen Sohnes.

[5:05] Und das hat mich auch wieder ein bisschen an einen meiner Lieblingsverse erinnert. Schaut mal mit mir in Jesaja 43 und dort Vers 4.

[5:15] Jesaja 43 ist ein sehr schöner Vers, ein Vers, den wir uns gerne auf Grußkarten schreiben, wo wir besonders den ersten Teil oft hervorheben. Aber man sollte ihn im Ganzen lesen. Hier steht: "Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wert geachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben."

[5:50] Das zeigt uns: Gott hat diese Menschheitsgeschichte zugelassen, sogar den Tod zugelassen, weil er hier sagt: "Ich habe dich lieb." Er sagt hier: "Du bist kostbar in meinen Augen und wert geachtet." Und bevor ich keinen Menschen habe, mit dem ich Gemeinschaft haben kann, lasse ich es lieber zu, dass es auch Menschen gibt, die sich gegen mich entscheiden und die keine Gemeinschaft mit mir haben wollen.

[6:26] Darüber hinaus war jetzt auch noch in der Lektion ein weiterer Vers angegeben aus Offenbarung 13, Vers 8. Und auch diesen möchte ich gerne mit euch lesen und ein paar Gedanken darüber äußern.

[6:38] Offenbarung 13, Vers 8 hieß es: "Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist von Grundlegung der Welt an."

[6:57] Da geht es vorher um das Tier aus dem Meer, und hier heißt es, es wird zwei Gruppen geben: diejenigen, die das Tier anbeten, und aber auch diejenigen, die es nicht anbeten, sondern die, deren Namen im Buch des Lebens des Lammes geschrieben steht.

[7:22] Wenn wir uns den Kontext davon anschauen, dann sehen wir eben vorher, dass dieses Tier aus dem Meer große Macht hat, dass die Menschen sich verwundern, als sie es sehen, und ihm sehr viel Aufmerksamkeit schenken. Und jetzt kommt Johannes auf das Buch des Lebens zu sprechen, von dem wir oft einfach nur das Buch des Lebens sagen. Aber er nennt es hier anders. Er sagt nicht einfach nur: "Es ist das Buch des Lebens", sondern es ist in Vers 8 das Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist von Grundlegung der Welt an.

[8:05] Das zeigt uns: Er errichtet hier besondere Aufmerksamkeit auf das Lamm. Es ist nicht irgendein Buch. Es geht nicht einfach nur um das ewige Leben, sondern es geht auch um das Lamm. Und ich glaube, das ist auch, was Gott uns vermitteln möchte, wenn er nach Offenbarung 13, Offenbarung 14 aufschreiben lässt, oder auch in Daniel 7, wo wir diese vielen Tiere haben, wo es dann auch darum geht, dass das himmlische Gericht aufgestellt wird und jetzt der Blick auf Gott gerichtet wird.

[8:50] Bei unseren Prophetieauslegungen beobachte ich manchmal, dass wir sehr viel über alles Negative reden können, was ja auf uns zukommen wird. Aber wir dürfen nicht den Blick auf das Lamm vergessen. Wir dürfen nicht das Lamm aus dem Blick verlieren und die Erlösung, die wir durch Jesus haben.

[9:21] Lasst uns weitergehen zum Montag. Im Unterricht am Montag waren mehrere Verse angegeben, aber eine Sache ist hier auch, denke ich, besonders wichtig für uns, was wir sehr viel lernen können. Deswegen lasst uns Markus 9 aufschlagen.

[9:49] "Und sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa, und er wollte nicht, dass es jemand erfuhr, denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird in die Hände des Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten, und nachdem er getötet worden ist, wird er am dritten Tag auferstehen." Erst nach drei Tagen wird er auferstehen.

[10:19] Und jetzt kommt etwas Trauriges: "Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen." Wir wissen rückblickend, dass Jesus das hier buchstäblich gemeint hat. Er würde wirklich getötet werden, er würde wirklich nach drei Tagen auferstehen. Aber die Jünger, für die war das so fernab ihrer Vorstellungen, dass sie es nicht begreifen konnten.

[10:52] Und was sie jetzt aber hier machen, ist: Sie fragen Jesus nicht. Es ist nicht schlimm, wenn wir manches nicht verstehen, aber es ist traurig, wenn wir mit unseren Fragen nicht zu Jesus kommen.

[11:09] Wie gehst du mit theologischen Fragen um? Gehst du vielleicht zu einem Pastor? Vielleicht lässt du so manches einfach ruhen und denkst dir: "Naja, brauche ich dann halt nicht zu wissen." Oder was Menschen auch leicht machen, ist, dass sie sich irgendwie versuchen, es selbst zu erklären und dann auch zu manchen Irrtum kommen. All das sind nicht die Lösungswege.

[11:35] Die Lösung wäre schlicht und ergreifend: Jesus zu fragen. Und so finden wir in der Bibel mehrere Menschen, die auch nichts verstanden haben von dem, was Gott ihnen hier gerade erklären wollte, und trotzdem haben sie es später verstanden, einfach, weil sie nachgefragt haben.

[11:58] Wir kennen ja Daniel. Daniel war ein Mann, so weise wie sonst keiner. Er war weiser als die Wahrsager und Chaldäer in Babylon, und trotzdem hat er Fragen. Schaut mal mit mir in Daniel 7 und dort Vers 15 und 16, wo Daniel berichtet: "Ich, Daniel, wurde deshalb in meinem Geist zutiefst beunruhigt, und die Gesichte meines Hauptes ängstigten mich. Ich näherte mich einem der Umstehenden, und der bat ihn um eine sichere Auskunft über alles. Der redete mit mir und verkündete mir die Bedeutung der Dinge."

[12:48] Also Daniel versteht nicht, was er da sieht, und dann fragte nach. Und er bittet um meine sichere Auskunft, dass es ja dann auch wirklich auf festem Fundament haben konnte, was er verstanden hat.

[13:11] Eine Seite weiter in Daniel 8, Vers 15 heißt es: "Es geschah aber, als ich, Daniel, das Gesicht sah und es zu verstehen suchte, siehe, da stand einer vor mir, der aussah wie ein Mann." Daraus geht nicht nur hervor, dass Daniel nachgefragt hat, sondern er hat sich angestrengt, es zu verstehen. Er hat danach gesucht, er wollte eine Antwort auf seine Fragen. Und das ist eine ganz markante Eigenschaft, die wir bei Daniel finden.

[13:41] Daniel fragt nach, Daniel forscht nach. Wir haben das dann auch später in der Bibel geforscht, um die Prophezeiung in Jeremia zu verstehen.

[13:57] Es gibt auch einen anderen Mann, der nachgefragt hat. Und weil er Jesus persönlich vor sich hatte, konnte er Jesus persönlich die Frage stellen. Wir kommen auch noch einmal später zu ihm, aber lasst uns schon mal Johannes 3 aufschlagen, wo wir Nikodemus finden.

[14:18] In Johannes 3, Vers 4 redet Nikodemus mit Jesus und der fragt: "Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?"

[14:32] Es gibt viele Parallelen auch zwischen Johannes 3 und Johannes 4. In Johannes 4 finden wir dann die Begebenheit, wo Jesus auf die Frau am Jakobsbrunnen trifft, und auch sie stellt Fragen.

[14:46] Das sind keine Fragen, die man unbedingt in der Sabbatschule, in der Sabbatschulgruppe aufbringen würde, weil es Fragen sind, wo wir uns vielleicht denken: "Der hat ja gar nichts verstanden von dem, was Jesus gerade gesagt hat." Aber das ist nicht schlimm.

[15:08] Hier schimpft nicht. Jesus lacht ihn auch nicht aus, sondern er beantwortet ihm einfach seine Frage. Und Jesus sagt: "Und Nikodemus fragt eben: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden?"

[15:29] Und Jesus antwortet ihm dann und sagt: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen."

[15:44] Nikodemus wird dann Zeuge einer wichtigen Aussage Jesu, die wir heutzutage auch gerne zitieren, wenn wir von Johannes 3, Vers 16 sprechen. Wir können das vielleicht schon von wegnehmen und mal die Verse 14 bis 16 lesen.

[16:01] "Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden." Das ist eine Anspielung auf das Kreuz, wo Jesus auch erhöht werden würde, "damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."

[16:38] Also Jesus verpackt in dem Lösungsplan ganz komprimiert, aber auch sehr gehaltvoll, könnte man sagen, für Nikodemus. Nikodemus, einer, der sich so wenig traut, seine Fragen zu stellen, dass er sogar in der Nacht zu Jesus kommt.

[17:01] Die Jünger hätten auch gut daran getan, Jesus wirklich zu fragen, dann hätte Jesus in manchen Irrtum in ihrem Leben aufdecken können. Und wir sehen ja auch bei den Jüngern, dass sie Jesus bereits schon gefragt hatten, an einer anderen Stelle. Das finden wir bei den Gleichnissen in Markus 7, 17 zum Beispiel.

[17:21] Heißt es: "Und als er nach Hause gegangen war, fragten ihn seine Jünger über das Gleichnis." Sie haben sich auch vielleicht nicht getraut, hier in der Öffentlichkeit gleich vorzubrechen und zu sagen: "Was meinst du damit?" Aber sie haben ihn später gefragt. Nur diese Sache mit der Kreuzigung, mit dem Tod, dass Jesus in die Hände der Menschen und später heißt es dann auch in die Hände der Heiden ausgeliefert werden würde – das haben sie nicht erforscht.

[18:14] Bei allen beiden habe ich vor kurzem ein Zitat gefunden, das steht auch sogar in "Vom Schatten zum Licht", wo sie sagt: Was eigentlich das Problem der Jünger war.

[18:27] Sie sagt: "Mit großer Hoffnung und voll freudiger Erwartung schauten die Jünger der Aufrichtung des messianischen Reiches in Jerusalem entgegen, das über die ganze Erde kommen sollte." Das war so ihre Hoffnung, und sie waren sehr positiv gestimmt über die Zukunft. Dachten ja auch, sie würden dann in Jesu Ränge einnehmen.

[18:51] Sie predigten die Botschaft, die Christus ihnen anvertraut hatte, obwohl sie selbst deren Bedeutung falsch verstanden.

[19:03] Sie erwähnt hier ein Kapitel und sagt: "Während sich ihre Verkündigung auf Daniel 9, Vers 25 – lass uns mal den Daniel 9, Vers 25 kurz aufschlagen – gründete..."

[19:15] Da heißt es: "So wissen und verstehe vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in gedrängter Zeit."

[19:35] Also, während sich die Verkündigung der Jünger auf diesen Vers gründete, achteten sie nicht auf den nächsten Vers desselben Kapitels, dass der Messias ausgerottet würde. Das finden wir dann in Daniel 9, Vers 26.

[19:57] "Von frühster Jugend an warteten sie sehnsüchtig auf die Herrlichkeit eines messianischen Reiches auf Erden, und dies verblendete ihr Verständnis über die Prophezeiungen, wie auch die Worte Christi."

[20:13] Sie kamen ihrer Pflicht nach, dem jüdischen Volk die angebotene Gnade zu verkündigen, aber gerade als sie von ihrem Herrn erwarteten, dass er den Thron Davids besteigen würde, mussten sie mit ansehen, wie er wie ein Übeltäter ergriffen, ausgepeitscht, verspottet, verurteilt und ans Kreuz von Golgatha geschlagen wurde.

[20:39] Welche Verzweiflung beherrschte die Herzen dieser Jünger, als ihr Herr im Grabe schlief? Die Jünger hatten eine falsche Vorstellung vom ersten Kommen Christi und wurden deshalb überrascht, als sie plötzlich mit ansehen mussten, wie er gekreuzigt worden ist.

[21:03] Und das wirft auch die Frage auf: Habe ich ein richtiges Verständnis von dem Wort Gottes und von dem, was noch kommen wird? Denn wir wissen auch, dass gerade am Ende der Zeit viele Menschen verführt werden, eben weil sie nicht die Wahrheit geglaubt haben.

[21:24] Lasst uns mal 1. Petrus 1 und dort Vers 10 und 11 anschauen. Denn auch wenn das jetzt ein Buch im Neuen Testament ist, dann sagt bringt hier Petrus etwas ganz klar auf den Punkt.

[21:39] In 1. Petrus 1, 10 und 11: "Wegen dieser Rettung haben die Propheten gesucht und nachgeforscht, die von der euch zu Teil gewordenen Gnade geweissagt haben. Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauffolgende Herrlichkeiten zuvor bezeugte."

[22:17] Also Petrus sagt: Die Propheten in alter Zeit, die haben nicht einfach nur alles aufgeschrieben, weil es vom Geist inspiriert waren, sondern hier haben sie selbst das Wort Gottes erforscht und haben darin dann gefunden, dass das Leiden, aber auch die Herrlichkeit in Jesus bezeugt ist.

[22:37] Die Jünger hätten es also wissen können, und es hat ihnen daran gemangelt, nachzuforschen. Ich glaube auch, wir heutzutage vernachlässigen es zu leicht, das Wort Gottes zu durchforschen.

[23:03] Genau in Jeremia 33 steht auch eine Verheißung, die wir da gerne – ja, lass uns sie aufschlagen, die wir gerne in Anspruch nehmen dürfen. Jeremia 33, Vers 3 heißt: "Rufe mich an, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge verkünden, die du nicht weißt."

[23:26] Wir dürfen uns klar werden, dass es Dinge gibt, die wir noch nicht wissen, und das ist kein Fehler. Es gibt noch so vieles zu studieren. Aber wir dürfen unter Gebet, indem wir Gott anrufen und ihn fragen, und auch durch Bibelstudium, dürfen wir aufgeklärt werden, dass wir nicht enttäuscht werden, dass wir nicht uns wundern müssen, wenn Dinge in unserer Welt geschehen.

[24:00] Wir dürfen ein Verständnis haben von dem, was los ist, was um uns herum passiert. Auch wenn wir jetzt merken, dass Krisen kommen, dann dürfen wir mit wachen Augen darauf schauen, denn wir haben Gott, der uns Fragen beantwortet, und wir haben die Bibel, die uns sehr, sehr viel klar macht.

[24:25] Okay, lasst uns weitergehen zum Dienstag. Am Dienstag geht es um Jesu Worte, als er sagt: "Es ist vollbracht." Und wir hatten schon gesehen, dass der Lösungsplan eigentlich entworfen worden ist, bevor die Welt geschaffen worden ist.

[24:48] Und was genau hat Jesus jetzt vollbracht, als er – und das sollten wir Johannes 19 ganz lesen, oder bzw. bis fast 30 – als er jetzt ans Kreuz geht und Jesus dann sagt: "Es ist vollbracht."

[25:10] Er sagt etwas in einem ähnlichen Wortlaut schon in Johannes 17. Dort in Johannes 17, Vers 4, sagt Jesus – also er betet hier zu Gott, seinem himmlischen Vater und sagt: "Ich habe dich verherrlicht auf Erden, ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll."

[25:42] Jesus hat sein Leben als ein Auftrag von Gott gesehen. Er wusste, hier gibt es etwas zu vollenden. Und das ist nicht einfach nur, dass er sein Leben so dahin lebt und vielleicht eine Karriere hat oder sonst etwas. Nein, er hat gesehen, er hat eine Mission in seinem Leben zu vollenden. Und hier kann er dann sagen: "Ich habe es getan, Herr, ich habe dich verherrlicht, ich habe dich mit meinem Leben geehrt."

[26:15] Welche Lebensaufgabe hat Gott dir gegeben? Siehst du auch dein Leben als eine Mission? Hat dein Leben einen Sinn, dass du sagen kannst: "Ja, ich weiß, warum ich da bin. Gott hat mich zu etwas berufen." Nicht nur unsere Pastoren müssen berufen sein, sondern Gott kann jeden berufen zu einer bestimmten Sache.

[26:40] Und Gott hat auch einen Plan für dein Leben. Aber hast du ihn schon mal gefragt, was dieser Plan ist? Weißt du diesen Plan? Führst du ihn nach aus? Bist du bereit, wenn Gott dir heute zeigt, was er mit dir vorhat, es auch zu tun?

[26:58] Ich glaube, dass er voller sehr viel Hingabe von uns...

[27:05] Und dann schaut mal, wie Johannes also dieses Kapitel Johannes 19 ist sehr wertvoll, aber ich möchte jetzt hier nur etwas aufgreifen, wie Johannes in Jesu Leben die Erfüllung des Wortes Gottes sieht. Das lesen wir zum Beispiel in Johannes 19, Vers 24.

[27:30] "Da sprachen sie zueinander: Lasst uns das nicht zertrennen, sondern darum losen, wem es gehören soll." Als das geht jetzt um Jesu Kleider. Und dann fügt Johannes dazu: "Damit die Schrift erfüllt würde, die spricht: Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und über mein Gewand das Los geworfen." Dies nur Taten wie Kriegsknechte.

[28:01] Johannes sieht, was da passiert. Und sicherlich hat er auch nicht alles verstanden, denn er hat auch zu den Jüngern gehört, die noch nicht ganz begriffen hatten, dass Jesus wirklich sterben sollte. Aber er sieht, was passiert.

[28:18] Und der Heilige Geist ruft ihm ins Gedächtnis, dass sich hier fast vor seinen Augen das Wort Gottes erfüllt. Das gleiche sehen wir auch in Johannes 19, Vers 36.

[28:34] Da heißt es: "Denn dieses geschah, damit die Schrift erfüllt würde: Kein Knochen soll ihm zerbrochen werden." Und im darauffolgenden Vers: "Und wiederum sagte eine andere Schrift: Sie werden den ansehen, welchen sie durchstochen haben."

[28:56] Also Johannes muss – er ist ja auch inspiriert vom Heiligen Geist, als das aufschreibt – aber er muss so gefühlt gewesen sein mit dem Wort Gottes. Und auch wir dürfen das tun. Wenn wir die Evangelien zum Beispiel studieren, gehst du das Leben betrachten, gerade ist deine letzten Tage, dann dürfen wir das im Hinblick darauf tun, dass schon vieles von den Propheten vorher aufgeschrieben worden ist, was auf Jesus nur hingedeutet hat.

[29:28] Schon allein, wenn wir zum Beispiel den Opferdienst und gerade das Passah nehmen, das ist so ergiebig und wertvoll, wenn wir uns das anschauen, wie das Passah schon all die Jahre zuvor auf Jesus und auf die Erlösung, die wir durch Jesus haben, hingedeutet hat.

[29:55] Wir sehen aber auch in Jesu Leben...

[29:55] Wir sehen aber auch in Jesu Leben, dass es allen gab, dass Jesus zwar den Auftrag Gottes ausgeführt hat, aber es gab einen, der sich immer wieder dagegen gestellt hat. Zum Beispiel ganz einleuchtend auch Matthäus 4, die Versuchungen, die Jesus durchgehen musste, wo Satan ihm dann auch anbietet, eine Abkürzung zur himmlischen Herrlichkeit zu bekommen. Aber Jesus wusste, nein, mein Leben geht noch durch ein tiefes Tal der Trübsal und ich werde dahin durchgehen, denn das ist der Wille Gottes. Nur als Jesus dann sagt, es ist vollbracht, da weiß er, er hat seine Mission vollendet. Vorher war es noch nicht getan, der Plan war gelegt. Ja, aber selbst die Engel werden das mit großer Spannung betrachtet haben, wie Jesus hier seinen Auftrag ausführt. Wird er wirklich nicht fallen?

[31:15] Und dann, als Jesus sagt, es ist vollbracht, da schreibt dann auch Ellen White zu, die Engel konnten sich freuen, als sie auf das Kreuz des Erlösers blickten, denn obwohl sie damals noch nicht alles verstanden, wussten sie, dass die Vernichtung des Sünde und Satans für immer gesichert war, dass die Erlösung des Menschen gewährleistet und das Universum für immer gesichert war. Christus selbst verstand die Folgen des auf Golgatha da gebrachten Opfers in vollem Umfang. Auf all dies blickte er voraus, als er am Kreuz rief: Es ist vollbracht. Und als Jesus da am Kreuz hing und diese Worte ausspricht, da musste er ja auch an dich gedacht haben und an all die Menschen, die erlöst werden sollten.

[32:21] Jesus hat das Ertragen nicht, weil es für ihn ein Leichtes gewesen wäre. Nein, Jesus hat mehr ertragen, als jeder von uns sie jemals ertragen wird. Aber Jesus hat das getan, weil er Menschen erlöst sehen wollte. Das ist diese Freude, auf die er hingearbeitet hat, dieses Ziel, Menschen zu erlösen. Ich frage mich, wie viel es mir daran gelegen, wirklich an der Erlösung von Menschen mitzuarbeiten. Wie viel ist es mir wert? Welche Kosten bringe ich dafür auf oder welche Kosten scheue ich nur wegen meiner eigenen Wohlfahrt? Dass ich nichts ertragen hätte. Jesus hat alles gegeben, er hat alles investiert dafür, dass Menschen erlöst werden können.

[33:26] Lasst uns nun weitergehen zum Mittwoch. Wir haben schon jetzt von Johannes 3 die Verse zum Teil gelesen, aber ich möchte noch einmal darauf eingehen, dass Jesus hier mit Nikodemus spricht. Denn Jesus hat hier mit einem Menschen gesprochen, die mir auch wirklich Wahrheit anvertrauen konnte. Das sehen wir auch eben bei der Frau im Jakobsbrunnen, der Samariterin. Das können wir auch gerade mal noch aufschlagen in Johannes 4. Dort sagt er zu ihr buchstäblich in den Versen 25 und 26, dass er der Messias ist. Und die Jünger, ja, die Jünger haben es auch geglaubt, aber es gab so viele damals im Volk Israel, denen Jesus die Wahrheit nicht so klar anvertrauen konnte, die ihn dann auch daran festnageln wollten an dem, was er sagt, aber die halt auch einfach nicht offen waren und nicht geglaubt hätten. Es wird jetzt gleich noch wichtig, wenn wir zu erste Korinther kommen.

[34:42] In Johannes 4, Vers 25, sagt die Samariterin zu Jesus: Ich weiß, dass der Messias kommt, welcher Christus ist, genannt wird. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Und Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet. Jesus sagte, ich bin der Messias. Und das war keine gelehrte Frau, im Gegenteil, das war auch eine Frau, die schon eine schlechte Vergangenheit hatte. Und trotzdem kann Jesus ihr diese köstliche Wahrheit, dass er der lang ersehnte Messias ist, offenbaren.

[35:33] Jetzt kommen wir zu erste Korinther 8, ja, erste Korinther 1 und dort erstmal die Verse 18 und 19. Der erste Korinther 1 ist, finde ich, ziemlich zum Knabbern, so wie er geschrieben worden ist, weil Paulus hier keine ganz leichte Sprache an den Tag legt. Hier heißt es in Vers 18 und 19: Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen, uns aber, die gerettet werden, ist es eine Gotteskraft. Das steht geschrieben: Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen. Was sagt er hier? Er sagt eigentlich, dass das Evangelium, wenn es Menschen erreicht, nicht bei jedem das gleiche bewirkt. Je nachdem, wie man es aufnimmt, kann man dadurch dann entweder Gotteskraft erfahren oder aber auch einfach nichts verstehen.

[36:44] Und dann zitiert er hier einen Vers aus Jesaja 29, Vers 14. Und dieser Jesaja 29, Vers 14 ist ganz interessant. Lasst uns da mal hingehen, denn es gibt einen Vers, der davor steht und der uns aufschlüsselt, warum das eigentlich so ist, dass Menschen, die sonst intelligent sind, die sonst doch alles verstehen, das Evangelium nicht verstehen können. Denn in Jesaja 29, Vers 13 heißt es: Weiter spricht der HERR: Was sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist. Siehe, so will auch ich künftig mit diesem Volk wundersam, ja, überaus, überaus wundersam und verwunderlich umgehen, und die Weisheit seiner Weisen sollst du nicht bewerten und der Verstand seiner Verständigen unauffindbar sein.

[37:58] Also, was ist hier der Grund, warum Jesus sagt, die Weisen werden keine Weisheit mehr haben, die Verständigen werden keinen Verstand mehr haben? Er sagt, sie ehren mich zwar mit dem Mund, aber ihr Herz ist weit weg von mir. Jesus identifiziert diese Menschen als Heuchler. Und so merkte er, oder so machte die Aussage, dass sie das Evangelium Gott nicht begreifen können, einfach, weil sie keinen Glauben haben, weil ihr Herz fern von Gott ist. Wenn ich glaube, das erklärt auch, warum heute so mancher Wissenschaftler der Evolutionstheorie lieber glaubt als der Schöpfungsgeschichte. Was sein Herz fern von Gott ist.

[39:03] Wir haben jetzt gesehen, es gibt diese zwei Gruppen: die einen, die glauben, und die anderen, die nicht glauben. Und wenn wir jetzt zu erste Korinther 1 zurückkommen, dann gehen die Verse noch etwas weiter. In erste Korinther 1, vielleicht habt ihr auch euren Finger dort gelassen, dann heißt es dort in Vers 20: Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Wortgewaltige dieser Welt? Seid nicht Gott die Weisheit dieser Welt zu Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen, verkündigten wir Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit. Und es geht dann noch ein Stückchen weiter.

[40:07] Aber wir sehen schon mal, dass es nicht auf den Hintergrund, auf die Herkunft ankommt, ob man Gottes Wort verstehen kann, ob man das Evangelium annimmt. Und wir sehen aber auch, dass Gott, wie es hier heißt, weil sie durch die Weisheit Gottes ihn nicht erkannten, dass Gott jetzt die Verkündigung einsetzt, durch die das Evangelium verbreitet werden soll. Und wir sehen ja auch schon im Alten Testament, gerade seine anfänglichen Zeiten, dass Menschen oft sehr oft auch durch die Natur zum Beispiel zu Gott hingewiesen worden sind. Auch heute ist es noch so, schon allein durch Nachdenken, durch bloßes Nachdenken können wir eigentlich zu Gott geführt werden. Aber so viele Menschen haben diesen Weg trotzdem nicht genommen, den Gott ihnen anbietet. Und so hat Gott beschlossen, dass er Prediger aussenden wird, Missionare aussenden wird, Lehrer aussenden wird, Menschen, die ihn bezeugen.

[41:29] Und dann, und Paulus nennt es sogar so ein bisschen töricht zu predigen, weil er sagt, ja, es ist eigentlich nur ein einfaches Werkzeug, dessen Gott sich bedient. Und trotzdem tut es. Jetzt heißt es dann noch in Vers 24: Denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, verkündigen wir Christus, Gotteskraft und Gottes Weisheit.

[41:57] Und da, da lohnt es sich oder es bietet sich an, Römer 1, Vers 16 hierhin zuzunehmen, wo Paulus sagt: Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft. Wir hatten gerade gesagt, diejenigen, die glauben, erfahren auch die Kraft Gottes zur Rettung für jeden, der glaubt. Aha, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird darin offenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben. Als auch hier sehen wir wieder, durch den Glauben können wir diese Kraft des Evangeliums erleben.

[42:50] Und auch wenn es widersprüchlich ist, wir kommen zur erste Korinther 1, Vers 23 zurück. Dann ist doch die Schwäche Jesu am Kreuz die Stärke eines Christen, denn das ist, was die Erlösung ausmacht. In erste Korinther 1 gibt es nicht nur den Vers 24, sondern darauf folgt der Vers 25, wo es dann heißt: Das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen. Das schwache Gottes ist trotzdem stärker als die Menschen. Obwohl gemerkt, es ist nicht nur die Kraft, die Gott den Menschen zuteil werden lässt, sondern in Vers 24 heißt es auch: Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

[43:49] Also, vorher war von Menschen die Rede, die Gottes Weisheit abgelehnt haben, die trotzdem nicht zu ihm gekommen sind. Dann bedient sich Gott sozusagen dieses, dieses einfachen Werkzeugs, dass er jetzt das Evangelium predigen lässt. Und dann fängt er aber doch seine Weisheit, weil er merkt, diejenigen, die das Evangelium aufnehmen, denen kann er auch seine Weisheit anvertrauen.

[44:30] Bei denen Gott sagen muss: Ihnen kann ich meine Weisheiten nicht anvertrauen, sie würden ja das Evangelium doch nicht annehmen. Aber eben andere Menschen, bei denen Gott sagt: Ja, ich kann ihnen Weisheit zuteil werden lassen. Und das sehen wir auch bei Daniel. Bei Daniel hatten wir die ganzen Weisen, die Wahrsager, und von ihnen hat Gott eigentlich ja das Weisheitsurteil weggenommen, als sie den Traum von Nebukadnezar in Daniel 2 nicht deuten konnten. Aber da war einer, der hatte zwar auch eine gute Ausbildung, aber besonders hat er Gott und ihm konnte Gott seine Weisheit schenken. Das war Daniel. Und Daniel konnte ganz anders als die Chaldäer dann den Traum deuten.

[45:28] Was wir aber auch noch sehen in diesem erste Korinther, und ich glaube, das ist wichtig, dass man das noch da herauszieht, ist, welche Bedeutung Gott trotzdem der Verkündigung des Wortes zumisst. Man muss kein Prediger dazu sein, das sage ich gleich vorab. Auch ein Wort oder ein persönliches Zeugnis oder auch ein lebendiges Zeugnis, das kann so viel im Leben eines anderen Menschen erreichen, so viel, dass der andere dann später, wenn er glaubt, Gottes Kraft und Gottes Weisheit selbst erleben kann. Wir dürfen das nicht unterschätzen.

[46:16] Wir dürfen nicht unterschätzen, welchen Unterschied es machen kann, wenn wir heute jemanden von unserer Erfahrung mit Gott erzählen, wenn wir heute jemanden einen Bibelvers weitergeben. Denn das ist Gottes einfaches Mittel, um das Evangelium zu verbreiten.

[46:44] Und beide schreibt in den Zeugnissen für die Gemeinde: Die Tage des Menschen wurden durch seinen eigenen Sündengang verkürzt, indem er das gerechte Gesetz Gottes übertrat. Und sie schreibt jetzt davon, wie eigentlich das Auffassungsvermögen eines Menschen degeneriert ist, weil er sich den Sinnen hingegeben hat. Die Menschheit wurde schließlich so stark herabgesetzt, dass sie minderwertig und fast wertlos erschien. Sie waren im Allgemeinen nicht in der Lage, das Geheimnis von Golgatha, die großartigen und erhabenen Tatsachen des Sühneopfers und des Erlösungsplans zu begreifen, weil sie dem fleischlichen Verstand nachgegeben hatten.

[47:36] Aber jetzt sehen wir, was Jesus macht. Jesus sagte: Ihr könnt es jetzt nicht verstehen, ihr seid schon so degeneriert, sondern hier heißt es doch: Trotz der Schwäche und der geschwächten geistigen, moralischen und körperlichen Kräfte des Menschengeschlechts, setzt Christus getreu dem Ziel, dass für das er den Himmel verlassen hatte, sein Interesse an den schwachen, abgewerteten, degenerierten Menschen fort und lädt sie ein, ihre Schwäche und großen Mängel in ihm zu verbergen. Wir hatten es auch vorhin, wenn wir Fragen haben, wenn wir aber auch Schwäche haben, wenn wir merken, wir verstehen was nicht, dann sagen wir zu Jesus: Komm.

[48:28] Und dann sagt sie, wenn sie zu ihm kommen, wird er alle ihre Bedürfnisse stillen. So wie Jesus unser Bedürfnis nach Vergebung, nach Rechtfertigung, gestellt hat, nach Versöhnung mit Gott, als er am Kreuz für uns gestorben ist, so will auch heute unsere Bedürfnisse stillen, wenn wir im Gebet zu ihm kommen.

[48:56] Und weil wir wissen dürfen, dass Jesus bis ans Kreuz für uns gegangen ist, dürfen wir auch wissen, dass er auch weitergehen wird, dass er auch jetzt noch an unserer Erlösung arbeitet, dass wir wirklich einmal die Entscheidung für ihn festmachen können. Wollen wir ihm dafür Danke sagen?

[49:14] Lasst uns jetzt nach gemeinsam beten. Unser Vater im Himmel, das ist ein großes Opfer für uns gebracht, als du Jesus schickte, Erde gesandt hast, dass als er all diese Schmach und Leiden hier tragen musste, da war kein Mensch, der ihm zur Seite gestanden hat, so wie du ihm zur Seite gestanden hast. Vater, danke, dass du die Erlösung für uns durchgezogen hast. Aber auch, wenn wir jetzt noch den Erlösungsplan nicht ganz verstehen oder auch nicht ganz verstehen, welchen Plan du mit uns in unserem persönlichen Leben hast, dann lass uns zu dir kommen und lass uns dir diese Frage stellen. Danke, Herr, dass du alles für uns tust, dass wir gerettet werden können. So schenke uns den Glauben, der den Unterschied macht, dass wir ja dein Evangelium für uns persönlich annehmen können. Ich bitte das für mich persönlich, aber auch für jeden, der jetzt zugeschaut hat, dass wir das erleben dürfen. Im Namen Jesu. Amen.


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