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In dieser Predigt von Clemens Kramp geht es um das Thema Habgier und die Gefahr, die davon ausgeht. Anhand biblischer Beispiele wie der Geschichte von Achan und der Beschreibung des Falls Satans wird verdeutlicht, wie schädlich Habgier ist und dass sie sogar mit Götzendienst gleichgesetzt wird. Die Predigt ermutigt dazu, Zufriedenheit im Glauben zu finden und sich nicht von materiellen Dingen leiten zu lassen.


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Serie: CSH 2023 Q1 – Gottes Haushalter

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Transkript

[0:33] Hallo ihr Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zur neuen Ausgabe der Christ Study Hour. Wir haben heute das Thema: "Hüte dich vor Habgier". Wir bereiten uns auf den Sabbat-Gottesdienst am 4. März 2023 vor. Bevor wir richtig einsteigen in die Thematik und auch in einige biblische Beispiele, wollen wir gemeinsam beten zu unserem Vater im Himmel.

[1:01] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir danke sagen für diesen Tag. Ich möchte Danke sagen für diese Möglichkeit, diesen Moment dein Wort aufzuschlagen und hinein zu vertiefen in das, was du über das Thema Habgier und Habsucht zu sagen hast. Lieber Vater, du möchtest, dass es uns gut geht, und du weißt, auf welche Dinge uns in unserem Leben nicht gut tun und was uns von dir entfernt. Wir bitten dich, dass du uns führst, wenn wir jetzt dein Wort aufschlagen und anhand der Bibel verstehen wollen, was diese Problematik, diese Sünde der Habgier, der Habsucht, doch mit unserem Leben macht. Fülle uns mit deinem Heiligen Geist und lass uns sehen, was du in unserem Leben schenken und bewirken möchtest, nach deinem Wohlgefallen. Hab Dank dafür. Amen.

[1:53] Wie geht es dir? Wann wolltest du das letzte Mal etwas ganz Besonderes haben? Wann hast du dich das letzte Mal nach etwas gesehnt und hast viel Zeit investiert, um es zu bekommen? Vielleicht war es ein neues Auto, vielleicht war es eine neue Uhr, ein neues Küchengerät oder was auch immer. Es gehört mitunter zu unserem, ja, zu unserem menschlichen Leben, dass uns Dinge auffallen, gerade in dieser heutigen Zeit, wo viel produziert wird, wo viel Werbung gemacht wird, dass wir uns begeistern lassen von so vielen schönen Dingen und wir empfinden manchmal, dass wir sie haben wollen.

[2:27] Die Bibel spricht genau über dieses Thema, über die Habgier, über die Habsucht. Und ich lade euch ein, dass wir ganz am Anfang einen Text aus Lukas 12 miteinander lesen. Lukas 12 und dort den Vers 15. Dort sagt uns das Wort Gottes:

[2:49] In Lukas 12, Vers 15: "Er sagte aber zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor der Habsucht, denn niemand, dem Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat." So heißt es in meiner Schlachter-Übersetzung. Die Hoffnung für Alle drückte so aus: "Dann wandte er sich an alle: Hütet euch vor der Habgier. Wenn jemand auch noch so viel Geld hat, das Leben kann er sich damit nicht kaufen."

[3:19] Was ist eigentlich Habgier? Was ist Habsucht? Was müssen wir uns darunter vorstellen? Im allgemeinen Verständnis ist es so, dass es sich hier um ein übermäßiges Verlangen nach Reichtum, nach Besitz handelt. Ja, und eingangs habe ich schon gefragt: Kennen wir das wirklich in unserem eigenen Leben? Vielleicht auch haben wir manchmal dieses Verlangen nach Besitz und Reichtum schon gehabt. Mitunter wird dieser Wunsch, dieses starke Verlangen, auch dadurch angestachelt, weil jemand anderes vielleicht ein Klassenkamerad, ein Mitstudent, ein Arbeitskollege sich etwas angeschafft hat, das auch in unseren Augen ein Funkeln auslöst.

[4:03] Habgier und Habsucht ist aber ein negativ behafteter Begriff. Man versteht in der Regel darunter etwas Schädliches. Und die Bibel stellt das gleich mit Dingen wie Lügen, Stehlen und Mord. Denn das Thema des Begehrens, der Habgier, finden wir auch in dem Moralgesetz Gottes wieder. Und dort wird es auch als Sünde beschrieben. Dort heißt es in 2. Mose 20, Vers 17:

[4:38] "Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch seinen Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat."

[4:58] Aber was ist wirklich das Problem an der Habgier? Ist es wirklich so problematisch, wenn man habgierig ist? Die Bibel beschreibt uns die Tragweite dieser Sünde. Die Bibel beschreibt uns den ersten Korinther 6, Vers 9 folgendes:

[5:21] Erstens, und dort die Verse 9 und 10: "Wisst ihr denn nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: weder Unzüchtige, noch Götzendiener, weder Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben."

[5:52] Das Wort Gottes stellt die Habsucht, ihr lieben Geschwister, tatsächlich mit einer auf einer Stufe mit Themen wie Götzendienst und Zucht, Ehebruch oder auch Erpressung. Und wir wollen uns in den folgenden Minuten einige biblische Beispiele anschauen, die uns verdeutlichen werden, dass auch schon in der Vergangenheit Gott die habgierigen Menschen ja nicht einfach so akzeptiert hat. In dem Sinne, dass er es geduldet hat, dass sie so gehandelt haben. Diese menschliche Eigenschaft, diese Habgier, ist etwas Problematisches im menschlichen Leben. Und Gott wünscht sich, dass wir dieses Problem am Kern angehen.

[6:41] Manche Menschen fragen sich: Warum gibt es eigentlich so viel Böses auf dieser Welt? Und manches Mal wird Gott sogar für die schlimmen Dinge, die Menschen auf dieser Erde fabrizieren, beschuldigt und auch verantwortlich gemacht. Und wir wollen hier zum Anfang unserer gemeinsamen Zeit jetzt auch der Frage nachspüren, wo das Böse eigentlich herkommt und ob es sein kann, dass Habgier, ihr Lieben, vielleicht sogar ja, wenn man so möchte, die Ursünde ist.

[7:16] Wir lesen in Jesaja 14, ab Vers 12, folgende Gedanken:

[7:32] "Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen."

[8:07] Die adventistische Auslegung dieses Bibelabschnitts ist, dass hier an dieser Stelle in Kapitel 14 des Jesaja-Buches der Fall Satans sehr deutlich und sehr genau beschrieben wird. Und wenn wir in diesen Bibelabschnitt hineinzoomen, dann finden wir hier einige Formulierungen, die uns doch nachdenklich werden lassen im Hinblick auf Satan und das, was im Universum damals vonstatten ging. Satan wird hier beschrieben als ein Glanzstern. Er wird beschrieben als ein geschaffenes Wesen, das sich im Herzen vorgenommen hat, empor zu steigen, seinen Thron zu erhöhen. Empor zu fahren, heißt es hier. Und in der Schlusskonsequenz war er geprägt von diesem tiefen Wunsch, sich dem Allerhöchsten gleich zu machen. Er wollte sein wie Gott.

[9:01] Er wollte etwas haben, eine Stellung einnehmen, die er selber nicht hatte. Und er war neidisch. Das wissen wir aus Büchern von Ellen White, auf Jesus Christus, der eine Stellung hatte, die Satan nicht zugedacht war.

[9:19] So lesen wir bei Ellen White folgenden Gedanken: "Obwohl er bereits mehr Ehre als jedes andere himmlische Wesen erhalten hatte, war er – war Satan – mit seiner Stellung nicht zufrieden. Er wagte es, für sich eine Verehrung anzustreben, die allein dem Schöpfer gebührt. Statt dazu beizutragen, dass alle Geschöpfe Gott in ihrer Zuneigung und Treue an die erste Stelle setzten, war es sein Bestreben, ihren Dienst und ihre Anhänglichkeit für sich zu gewinnen. Neidisch auf die Herrlichkeit, die der ewige Vater seinen Sohn gegeben hatte, strebte dieser Engelsfürst eine Macht an, die allein Christus vorbehalten war."

[10:12] Unzufriedene Menschen, die mit ihrer persönlichen Stellung, mit ihrem Ansehen nicht zufrieden sind, finden wir auch in unserer Gesellschaft wieder, nicht wahr? Wir müssen nur in die Politik schauen, in die Firmen, in die Arbeitsstätten, wo Menschen unterwegs sind, vielleicht sogar in die Gemeinde. Immer wieder treffen wir auf Menschen, die mit dem, was ihnen gegeben ist, mit der Stellung, die sie einnehmen dürfen, mit den Aufgaben und Verantwortungsbereichen, die ihnen übertragen wurden, nicht einverstanden, nicht zufrieden sind, nicht glücklich.

[10:48] Die Bibel hingegen ruft uns auf, rüttelt uns auf als gläubige Menschen und macht deutlich, dass das Thema der Habsucht, der Sehnsucht, etwas haben zu wollen, was nicht unser ist oder was uns nicht zugedacht ist oder vielleicht für eine bestimmte Zeit nicht für uns vorgesehen ist, dass es ein Problem ist. Wir wollen zwei weitere Verse miteinander lesen, die das verdeutlichen. Ich lade euch ein, dass wir hier Epheser 5, Vers 5 aufschlagen.

[11:27] Wo es heißt: "Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – bei mir heißt es in der Schlachter hier in Klammern: der ein Götzendiener ist – ein Erbteil hat im Reich des Christus und Gottes."

[11:50] "Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist."

[12:05] Ihr lieben Geschwister, es ist interessant, oder? Habgier wird in der Bibel im Zusammenhang mit Unzucht und Unreinheit gleich zweimal mit Götzendienst gleichgesetzt. Und in der Regel ist es doch so, dass wenn wir an Götzendienst denken, dann denken wir vielleicht an die Freunde Daniels und die biblische Beschreibung, dass sie nicht vor dem Standbild niedergefallen sind. Das hat doch für uns etwas mit Götzendienst zu tun. Aber nein, die Bibel fasst das weiter und beschreibt uns hier auch an dieser Stelle, dass die Habgier letztlich Götzendienst ist.

[12:43] Was bedeutet Götzendienst? Menschen betreiben Götzendienst, wenn sie etwas anderes als Gott anbeten.

[12:56] Wir finden in Römer 1, Vers 25 einen wichtigen Vers, der uns hier weiterführt. Römer 1, Vers 25 sagt:

[13:06] "Sie, welche die Wahrheit mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit."

[13:24] Die Lektion wirft eine interessante Frage auf, und zwar die Frage: Könnte Habgier also bedeuten, etwas zu wollen, das wir nicht haben sollten, und zwar so sehr, dass unser Verlangen danach statt nach Gott die Ausrichtung unseres Herzens bestimmt? Mit anderen Worten: Könnte es sein, dass es manchmal im menschlichen Leben Dinge gibt, die wir so sehr haben wollen, dass unser Verlangen zu Gott schmälert, kleiner macht, vielleicht so stark, dass unser Drang nach Gott zu-nimmt oder ganz erlischt?

[14:06] Ihr lieben Geschwister, ich glaube, so offen sein zu dürfen, ich glaube, dass auch wir als Adventgläubige durchaus in der Gefahr stehen, unser Leben und unsere Zeit etwas Geschaffenem von Menschen geschaffenem zu widmen, statt unserem Schöpfer. Siehst du das auch, dass wir selbst als Adventgläubige dieser Gefahr stehen können?

[14:34] Manch einer jagt nicht nur einem Auto hinterher, sondern sammelt sie vielleicht, wie andere Kinder ihre Matchbox-Autos. Ein anderer ist in Gedanken und auch in der Tat, in der Praxis ganz und gar mit seinem Haus beschäftigt und im Hausbau. Ein anderer oder eine andere dreht sich im Alltag und in der Freizeit permanent um neue Kleidung und die neue Mode und was man noch alles haben und anziehen könnte. Wieder andere beschäftigen sich vielleicht enorm mit dem Thema des Urlaubs, dieses Land zu bereisen und ein anderes, die verschiedenen Möglichkeiten dieser Welt doch auch zu erleben. Jemand anders ist vielleicht das Thema der Technik, eine besondere Herausforderung, und man möchte ständig die neuesten Produkte haben und immer top ausgestattet sein. Und dieses Gefühl: "Das brauche ich auch", lässt vielleicht dich nicht los.

[15:35] Und dann gibt es vielleicht Geschwister, die sagen: "Ja, ein bestimmtes Amt in der Gemeinde ist mir schon wichtig, und ich werde es nicht aufgeben. Ich brauche das. Ich bekomme hier ein gewisses Ansehen, eine Würdigung meiner Gaben." Auch das gibt es.

[15:56] Die wichtige Frage, die wir uns stellen dürfen, auch bei der ganzen Behandlung dieser Thematik der Habsucht, der Habgier, ist: Gibt es eine Möglichkeit für dich und mich, wie wir uns davor schützen können? Und da finden wir einen Anhaltspunkt in 1. Timotheus 6.

[16:11] 1. Timotheus 6, 1. Timotheus 6 und dort die Verse 6 und 7. Hier heißt es in der Bibel: "Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird. Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und es ist klar, dass wir auch nichts herausbringen können."

[16:38] Und das ist die Frage: Ist es uns vor Augen, ist uns bewusst, dass wir eigentlich nichts mit in diese Welt, kein Besitz, kein Reichtum oder irgendetwas hineingebracht haben? Und ist uns bewusst, dass wir genauso diese Welt, spätestens am Tag deines Todes, sofern Jesus vorher nicht wiederkommt, wir werden auch nichts mitnehmen?

[17:01] Und ich möchte dich und mich als Adventgläubige oder auch als Zuschauer hier auf Joelmedia TV ermutigen und fragen: Wie zufrieden bist du? Bist du ein glücklicher Mensch, der dankbar ist für das, was er hat? Persönlich zufrieden zu sein, glaube ich, schenkt eine gewisse Ruhe, vor allem auch Zeit, sich mit den wirklich wichtigen Dingen zu schenken, zu beschäftigen. Wenn du Zufriedenheit erlebst in deinem Leben und dankbar bist für die Dinge, die der liebe Gott dir gegeben hat, und du nicht nach den neuesten Produkten nachjagen musst, dann hast du eine innere Ruhe und auch eine Zufriedenheit.

[17:44] Und persönliche Zeit, die zu mehr Gewinn für dich selber, aber auch für andere wird. Leben wir denn in einem Land, in dem wir zufrieden sein dürfen? Hier in Deutschland. Ihr Lieben, wir haben eine Glaubens- und Religionsfreiheit, auch wenn diese immer wieder auch vielleicht hier und da auch angegriffen wird. Manchmal gibt es Studenten, die zum Beispiel im Laufe ihres Studiums erleben, dass sie am Sabbat Prüfung ablegen müssen. Und hier müssen Eingriffe vielleicht erleben, dahingehend, dass der Professor sagt: "Okay, du musst zur Prüfung kommen." Aber ich sage mal im Großen und Ganzen, ihr lieben Geschwister, haben wir doch eine Glaubens- und Gewissensfreiheit. Wir haben in der Regel ein Dach über dem Kopf, wir haben Verpflegung zu genüge und auch Kleidung, die uns wärmt. Und auch im Übrigen haben wir ein Versorgungssystem in den verschiedensten Bereichen. Ich denke nur an die Wasserversorgung, an die Stromversorgung, an die Wärmeversorgung, an die Thematik Abfall und so weiter. Es wird sich um so vieles gekümmert. Wir leben in einem Land, in dem wir krankenversichert sind und auch eine Arbeitslosenversicherung haben. Eigentlich, wenn wir ehrlich sind, geht es uns doch ziemlich gut, oder? Und trotzdem, ihr Lieben, erwischen wir uns, wenn wir mal so ehrlich, wenigstens zu uns selber sind, doch dabei, dass wir manchmal unzufrieden sind, weil wir dies oder jenes vielleicht nicht haben, nicht besitzen.

[19:11] Aber der Text sprach davon, jedenfalls in der Übersetzung "Hoffnung für Alle", dass wir einen Gewinn haben werden. Dieser Text, den wir gerade gelesen haben, der hieß es in "Hoffnung für Alle", die ich jetzt lese in Vers 6: "Es stimmt ja, als Christ zu leben bringt großen Gewinn." So beginnt hier "Hoffnung für Alle", diesen Vers 6.

[19:32] Ist es so, dass das Leben als Christ einen echten Gewinn, einen großen Gewinn mit sich bringt? Und lasst uns kurz nachdenken: Was sind denn die Dinge, die für uns als Christ wirklich lohnenswert sind?

[19:47] Ihr Lieben, ich glaube, allein die Tatsache, dass wir Menschen der Hoffnung sein dürfen, Menschen der Zuversicht, ist ein großer Gewinn. Die Tatsache, dass Jesus Christus dir und mir einen tiefen Frieden ins Herz pflanzen und bewahren möchte, ist ein unheimlich großer Gewinn. Ist etwas, was viele Menschen dort draußen nicht verspüren und nicht erleben.

[20:15] Ist es ein Gewinn darüber hinaus, dass Jesus Christus seine Freundschaft dir persönlich jeden Tag anbietet? Er ist bereit, jeden Tag mit dir zu erleben und auch an deiner Seite zu bleiben, auch in den schweren Zeiten deines Lebens. Und nicht zuletzt, man könnte sicherlich noch vieles ergänzen, ist es doch ein enormer Gewinn für dich und mich als Christ, als Nachfolger Jesu, zu wissen, dass dieser Jesus dein Freund, dein Heiland, dein Tröster, dein Hohepriester im himmlischen Heiligtum, eines Tages – und er spricht davon sehr bald wiederkommen möchte – damit wir bei ihm sind, um letztlich wirklich zur Ruhe eingehen zu können.

[21:02] Wir wollen uns jetzt im Folgenden einige biblische Beispiele anschauen, die deutlich werden lassen, dass das Thema der Habgier, der Habsucht, auch zu damaliger Zeit ein Problem darstellte, das immer wieder Folgen auch nach sich gezogen hat. Wir wollen hier im Montagsgedanken über die Zeit nachdenken, in der das Volk Israel eine besondere Zeit erlebte, denn sie haben das Gelobte Land erreicht, nachdem sie 40 Jahre durch die Wüste gewandert sind. Und auch diese Erfahrung gemacht haben mit dem Jordan, dass sie trockenen Fußes den Jordan passieren konnten, ohne nass zu werden. Davon im Übrigen hatten auch die heidnischen Könige gehört. Und wir finden hier ein Wort aus Josua 5, Vers 1, wo uns folgender Gedanke mitgeteilt wird:

[21:52] Josua 5, Vers 1: "Als nun alle Könige der Amoriter, die diesseits des Jordan gegen Westen wohnten, und alle Könige der Kanaaniter am Meer hörten, wie der Herr das Wasser des Jordan vor den Söhnen Israels ausgetrocknet hatte, bis sie hinübergezogen waren, da verzagte ihr Herz, und es blieb kein Mut mehr in ihnen vor den Söhnen Israels."

[22:26] Und dann diese Stadt Jericho, die vor dem Volk lag, war diese erste echte große Herausforderung bei der Eroberung Kanaans. Und nicht einmal Josua, so wird uns beschrieben, wusste, was getan werden konnte, um letztlich den Sieg auch davon zu tragen.

[22:44] Und wir wollen an dieser Stelle von einem Verbot lesen, einem Verbot, das in diesem Zusammenhang genannt wurde und dass das Volk auch kannte. Von diesem Verbot wird uns in Josua 6 berichtet. Josua 6, die Verse 18 und 19.

[23:11] "Ihr aber hütet euch vor dem Gebannten, damit ihr nicht, nachdem ihr daran den Bann vollstreckt habt, doch von dem Gebannten etwas nehmt und über das Lager Israels einen Bann bringt und es ins Unglück kommt. Vers 19: Aber alles Silber und Gold samt den ehrenden und eisernen Geräten soll dem Herrn geheiligt sein; es soll in den Schatz des Herrn kommen."

[23:44] An dieser Stelle wollen wir direkt in das Kapitel 7 springen und lesen, was passiert ist nach dem großen Sieg, nachdem das Volk Jericho eingenommen hat. Wir lesen Josua Kapitel 7, ab Vers 1:

[24:04] "Aber die Kinder Israels vergriffen sich an dem Gebannten, denn Achan, der Sohn Kamis, des Sohnes Sebtis, des Sohnes Serach vom Stamm Juda, nahm etwas von dem Gebannten. Darum brannte der Zorn des Herrn über die Kinder Israels." Und Josua sandte Männer aus von Jericho nach Ai, das bei Bethel liegt, östlich von Bethel. Und er sprach zu ihnen: "Geht hinauf und kundschaftet das Land aus." Und die Männer gingen hinauf und kundschafteten Ai aus. Und als sie wieder zu Josua kamen, sprachen sie zu ihm: "Lass nicht das ganze Volk hinaufziehen, etwa zwei oder 3000 Mann sollen hinaufziehen und einschlagen. Bemühe nicht das ganze Volk dahin zu gehen, denn sie sind weniger." Vers 4: "So zogen vom Volk etwa 3000 Mann hinauf, aber sie flohen vor den Männern von Ai. Und die Männer von Ai erschlugen etwa 36 Mann von ihnen und jagten ihn nach vom Stadttor bis nach Severin und schlugen sie am Abhang. Da wurde das Herz des Volkes verzagt und zerfloss wie Wasser."

[25:16] Josua aber zerriss seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur Erde vor der Lade des Herrn bis zum Abend. Er und die Ältesten Israels, und sie warfen Staub auf ihre Häuser.

[25:33] Wir springen in den Vers 11. Israel hat sich versündigt. Hier spricht der Herr zu Josua und er sagt: "Israel hat sich versündigt. Sie haben auch meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe, indem sie von dem Gebannten genommen und davon gestohlen und es verheimlicht und unter ihre Geräte gelegt haben. Darum können die Kinder Israels vor ihren Feinden nicht bestehen, sondern müssen ihren Feinden den Rücken kehren, denn sie sind zu einem Mann geworden. Ich werde künftig nicht mit euch sein, wenn ihr nicht den Bann aus eurer Mitte vertilgt. Steh auf, heilige das Volk und sprich: Heiligt euch für morgen, denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Es ist ein Bann in deiner Mitte, Israel. Du kannst vor deinen Feinden nicht bestehen, bis ihr den Bann aus eurer Mitte wegtut."

[26:35] Wir springen in den Vers 19. Und Josua sprach zu Achan: "Mein Sohn, gib doch dem Herrn, dem Gott Israels, die Ehre und lege ein Geständnis vor ihm ab und sage mir: Was hast du getan? Verbirg es nicht vor mir."

[26:52] Vers 20: Da antwortete Achan dem Josua und sprach: "Wahrlich, ich habe mich dem Herrn, dem Gott Israels, versündigt, denn ich habe es begangen. Ich sah unter der Beute eine kostbaren babylonischen Mantel und 200 Schekel Silber und einen Goldbarren, 50 Schekel schwer. Da gelüstete mich danach, und ich nahm es. Und siehe, es ist in meinem Zelt in der Erde vergraben, und das Silber darunter."

[27:25] Wir lesen in Vers 25 weiter. Und Josua sprach: "Wie du uns ins Unglück..."

[27:28] und Josua sprach: „Wie du uns ins Unglück gebracht hast, so bringe dich der Herr ins Unglück an diesem Tag.“ Und ganz Israel steinigte ihn, und man verbrannte sie mit Feuer und warf Steine auf sie.

[27:58] waren tragisch die Folgen der Habsucht, so tragisch, dass das Herz Achabs nicht mit seinem Herrn gewesen war. Eine weitere Geschichte in der Bibel, und wir werden einiges uns heute anschauen, ist auch die Geschichte von Judas.

[28:20] Eine Geschichte mit tragischem Ausgang. Wir wollen so in einige Geschichten der Bibel hineinleuchten, um so ein besseres Verständnis über die Tragweite der Habsucht und der Habgier zu bekommen.

[28:28] Judas Iskariot war einer der engsten Jünger, einer der Jünger Jesu, der zwölf. Das will ich ausdrücken: Ein Mensch mit einem besonderen Privileg, denn er war in der besonderen Nähe Jesu, konnte seine Gegenwart erleben, konnte erleben, wie Jesus die Wahrheiten, die wir heute im Wort Gottes finden, persönlich ausgesprochen hat. Was für ein Vorrecht war ihm zu Teil.

[29:01] Und vor diesem Hintergrund wollen wir uns fragen heute auch: Was war der Grund dafür, dass er bereit war, hier sein ewiges Heil aufs Spiel zu setzen?

[29:15] Wir lesen hier einen Bibelabschnitt in Johannes 12, dort die Verse 1 bis 8. „Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus nach Bethanien, wo Lazarus war, der tot gewesen war und den er aus den Toten auferweckt hatte. Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl, und Martha diente, Lazarus aber war einer von ihnen, von denen, die mit ihm zu Tisch saßen. Danach Maria, ein Pfund echten, köstlichen, reinen Salböls, salbte Jesus die Füße und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde erfüllt vom Geruch des Salböls.“

[29:59] Das spricht Judas, Simons Sohn, der Iskariot, einer seiner Jünger, der ihn danach verriet. „Warum hat man dieses Salböl nicht für 300 Denare verkauft und es den Armen gegeben?“ Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde.

[30:24] Da sprach Jesus: „Lasst sie. Dies hat sie für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt, denn die Armen habt ihr alle Zeit bei euch, mich aber habt ihr nicht alle Zeit.“

[30:40] Maria, so lässt lassen es die Worte Jesu, zu Tat mit der Salbung etwas Besonderes. Und diese Salbung hatte auch eine besondere Aufmerksamkeit bei Judas erregt.

[30:52] Er reagierte nicht mit Freude auf diese Situation, sondern mit Unverständnis. Ihn war nicht klar, warum Maria dieses Salböl hier offensichtlich aus seiner Sicht vergeudete.

[31:09] Die Ursache für dieses Denken, für das, was Judas hier sagte, finden wir in den Versen 5 und 6. Er wird hier beschrieben als ein Dieb, als jemand, der einen starken Drang zu Besitz, zu Eigentum, zum Geld hatte. Sünde war in seinem Herzen. Judas war erfüllt von der Habgier.

[31:32] Und so verließ er das Fest, nachdem Jesus ihn aufgrund seiner Bemerkung ja zurecht, wie es, und ging in den Palast des Hohenpriesters. Dort angekommen, war er sogar bereit für weit weniger Geld, Jesus, seinen Meister, zu verraten.

[31:53] Da lesen wir in Matthäus 26 ab Vers 14 folgende Worte: „Da ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot hin zu den obersten Priestern und sprach: Was wollt ihr mir geben, wenn ich ihn euch verrate? Und sie setzten ihm 30 Silberlinge fest.“

[32:16] Und von da an suchte er eine gute Gelegenheit, ihn zu verraten.

[32:22] Warum war dieses Herz Judas somit Bosheit erfüllt? Ihr Lieben, habt ihr eine Idee, warum war dieses Herz, dieses Menschen, dieses Jüngers, der so nah an Jesus gewesen ist? Wie konnte es passieren, dass sein Herz so erfüllt war von dieser Bosheit, von dieser Habgier? Warum hatte er nicht einen anderen Blick auf die Dinge und auf diese Situation mit Maria und dem Salböl?

[32:53] Wir finden in dem Buch „Der Sieg der Liebe“ bei Ellen White folgende Gedanken: Judas liebte den großen Lehrer und sehnte sich danach, bei ihm zu sein. Er hatte das Verlangen, dass sein Charakter und sein Leben verändert würden, und er hoffte, dies zu erleben, indem er sich Jesus anschloss.

[33:17] Der Erlöser hieß Judas nicht ab. Er gab ihm einen Platz unter den Zwölfen, vertraute ihm die Aufgabe eines Evangelisten an und rüstete ihn mit Kraft aus, Kranke zu heilen und Teufel auszutreiben.

[33:29] Dennoch kam Judas nie an den Punkt, wo er sich völlig Christus übergab.

[33:39] Ihr Lieben, sehen wir, wie Gott mit dem Menschen arbeitet. Gott kennt auch deine und meine Zukunft, und wir können sicher gehen, dass genauso, wie Jesus hier mit Judas umgegangen ist, ihm einen besonderen Platz an seinem Herzen ermöglichte, ihn auch ausgestattet hat mit Gaben und Fähigkeiten. Judas durfte für den Herrn wirken in besonderer Weise. Kranke zu heilen und Teufel auszutreiben ist keine Kleinigkeit.

[34:10] Und dennoch zögerte Jesus nicht, dem Judas seine Liebe zu zeigen. Aber Judas, so heißt es hier, kam nicht an den Punkt, an dem er sich völlig Christus übergab.

[34:23] Gibt es Dinge in meinem und deinem Leben, die dazu führen, dass wir unser Herz nicht ganz Jesus übergeben haben, oder momentan nicht übergeben?

[34:38] Gibt es dunkle Flecken in deinem und meinem Leben? Gibt es Bereiche, die Jesus nicht hineindringen darf?

[34:50] Wie steht es um unser Herz? Wie ist es beschaffen? Hast du dein Leben Jesus völlig übergeben?

[35:01] In 1. Johannes 5, Vers 12 finden wir diesen wichtigen Gedanken: „Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“

[35:18] Und die Frage, die wir uns auch heute bei dem Thema der Habgier stellen wollen, ist: Hast du Jesus Christus, hat Jesus Christus einen vollständigen Platz in deinem Leben, ein Anrecht an deinem Leben teilzuhaben?

[35:37] Gibt es einen Kampf mit der Habgier, konkret auch in deinem Leben? Womit kämpfst du?

[35:53] Es ist die neueste Kleidung, die neueste Technik, andere Besitztümer, die dir wichtig sind.

[35:59] Haben wir nicht alle Charakterfehler, ihr Lieben, die wir Gott übergeben könnten? Und wir wissen doch eigentlich, dass Gott durch die Kraft, die er zur Verfügung stellt, uns auch Überwindung schenken möchte.

[36:14] Im Leben von Judas haben wir gesehen, dass er sein Leben nicht völlig Christus unterstellt hat. Ja, er ist mit ihm gewesen, ja, er wurde anerkannt als einer der Zwölfen, ja, er wurde zu Jesus Christus gezählt. Äußerlich konnte man denken, dass er mit Jesus gewesen ist. Aber ihr Lieben, in seinem Herzen ging ein anderer Plan vonstatten.

[36:41] Die Sünde der Habgier, die durch Christi Kraft hätte überwunden werden können, brachte Judas letztlich zu Fall. Die Folgen seiner Sünde, seiner Habsucht, waren fatal.

[36:56] Denn er verlor auch das ewige Leben.

[36:59] Welche Charakterfehler möchtest du heute Jesus anvertrauen? Welche Eigenschaften, die dir das Leben mit anderen schwer machen, möchtest du deinem Gott heute übergeben?

[37:13] Möchtest auch du, dass Gott dein steinernes Herz nimmt und dir ein fleischernes Herz schenkt? Ein Herz, das hingegeben an den glaubt und ihm dient?

[37:28] So wie wir es in Hesekiel 36, ab Vers 26 lesen: „Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.“ Ja, so sagt uns Gott zu: „Ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“

[37:59] Ist das auch dein Wunsch, dass Gott dieses Wunder an deinem Herzen tut? Dann sag es ihm. Dann geh ins Gebet und sag ihm genau das, dass er dieses Wunder, diese Herzensveränderung an deinem Herzen tun möge.

[38:22] Wir wollen weiter schauen und sind beim Mittwoch angelangt, und wir wollen in den nächsten Minuten einen Einblick in diese erste Gemeinde werfen, in diese erste Gemeinde, von der uns in der Apostelgeschichte beschrieben wird.

[38:38] Und wir schlagen an dieser Stelle Apostelgeschichte Kapitel 4 auf, und dort ab Vers 31: „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Städte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“

[39:03] „Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele, und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam.“

[39:22] Wärst du gern Teil dieser Gemeinde gewesen und sehnst du dich auch selber nach einer solchen Adventgemeinde? Das Evangelium wurde mit Macht gepredigt, damals tausende schlossen sich der Gemeinde an. Meinte nicht auch, dass das eine ziemlich aufregende und besondere Zeit gewesen sein muss.

[39:44] In der Bibel, und wir schlagen das jetzt nicht auf, wir können das gerne im Nachgang nachlesen, finden wir im ersten Korinther 3 die Beschreibung, Unterscheidung von Menschen. Dort wird uns beschrieben, dass es geistliche Menschen gibt, fleischliche Menschen und natürliche Menschen.

[40:03] Und hier in der ersten Gemeinde waren die Gläubigen zusammen. Sie waren bereit, Tag für Tag Jesus ihren Willen zu übergeben. Sie waren bereit, gehorsam zu sein Gott gegenüber und waren standen einfach ein gutes Miteinander. Es war ihre Herzensangelegenheit. Sie hatten sogar alle Dinge gemeinsam.

[40:26] Und zudem waren sie erfüllt vom Heiligen Geist, der ihnen gegeben worden war. Es waren geistliche Menschen.

[40:37] Doch unter ihnen gab es auch Geschwister, die anders eingestellt waren.

[40:48] Es war ein besonderes Vorrecht auch für sie, eigentlich Teil dieser ersten Christengemeinde zu sein. Und wir lesen auch, dass es ihnen eigentlich an nichts mangelte.

[41:00] In der Apostelgeschichte 4, Vers 34 und 35, sagt uns das Wort Gottes: „Es litt auch niemand unter ihnen einen Mangel, denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften und legten ihn den Aposteln zu Füßen, und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war.“

[41:35] Wir wollen an dieser Stelle das Wort Gottes in Kapitel 5 aufschlagen, also den Blick hinüber nehmen, ans ins folgende Kapitel, und dort die Problematik, die dort stattgefunden hat, mit Ananias und Saphira, einmal näher betrachten.

[41:54] Apostelgeschichte 5, ab Vers 1: „Ein Mann aber mit dem Namen Ananias verkaufte ein Grundstück zusammen mit seiner Frau Saphira und schaffte etwas von dem Erlös für sich beiseite, mit Wissen seiner Frau. Und er brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen.“

[42:13] Petrus aber sprach: „Ananias, warum hast tat der Satan dein Herz erfüllt, so dass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast?“

[42:26] Vers 4: „Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn so in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott.“

[42:46] Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die dies hörten. Und die jungen Männer standen auf, hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn.

[42:59] Und es geschah, dass nach ungefähr drei Stunden auf seine Frau hinein kam, ohne zu wissen, was sich ereignet hatte. Da richtete Petrus das Wort an sie: „Sage mir, habt ihr das gut um so und so viel verkauft?“ Sie sprach: „Ja, um so viel.“

[43:14] Petrus aber sprach zu ihr: „Warum seid ihr übereingekommen, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür, und sie werden auch dich hinaustragen.“

[43:26] Da fiel sie sogleich zu seinen Füßen nieder und verschied. Und als die jungen Männer hereinkamen, fanden sie sie tot und trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Mann. Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die dies hörten.

[43:53] Offensichtlich hatten Ananias und Saphira ein Problem.

[43:56] Und offensichtlich war es auch so, dass sie äußerlich anders scheinen wollten, als es tatsächlich in ihrem Leben aussah. Sie wollten etwas geheim halten, verstecken, etwas nicht bekannt machen, was eigentlich da war, was sie für sich ja beherbergen wollten.

[44:16] Und ich möchte an dieser Stelle auch konkret werden und auf unser Leben zu sprechen kommen, ihr Lieben, und konkret fragen: Was bedeutet es dir, was andere Geschwister über dich und deine augenscheinlichen Worte und Taten denken?

[44:37] Ist es dir wichtig, einen bestimmten Schein vielleicht zu wahren? Und die konkrete Frage ist: Stimmt unser äußeres Erscheinungsbild immer mit dem überein, was tatsächlich in unserem Herzen ist?

[44:51] Kann es sein, ihr lieben Geschwister, dass auch wir in unseren Adventgemeinden, in unserem Leben, in unserer Nachbarschaft, unsere Arbeitsstätte, manchmal unterwegs sind und in der Gefahr stehen, aus bestimmten Beweggründen und zu verstellen und eine andere Wirklichkeit vorgeben, eine Wirklichkeit, die es eigentlich gar nicht gibt?

[45:16] Habt ihr, war das Problem von Ananias und Saphira.

[45:23] Was ist dein Problem? Was sind die Dinge, die dich vielleicht dazu führen, dass du sagst: „Naja, aus dem und dem Grund gebe ich mich hier und da anders.“

[45:35] Authentisches Christenleben. Ist es so ein ganz beliebtes Thema bei Jugendlichen, wenn man Jugendstunden hält? Wie kann ich authentisch als Christ leben? Und wir als Erwachsene haben das Vorrecht, Ihnen genau das vorleben zu können.

[45:53] Auch unsere Kinder werden merken, ob das, was wir sagen, was wir in der Gemeinde sagen, auch wirklich ein Fundament hat.

[46:05] Ihr Lieben, ich möchte euch und mich ermutigen: Lasst uns Adventisten sein, die das Leben, was sie reden, die wirklich zu dem stehen und das mit Leben füllen, was wir äußern, und dann andere weitergeben.

[46:20] Und lass uns authentisch und ehrlich sein, aufrichtig, anders als Ananias und Saphira.

[46:34] Im Gemeindekontext, ihr Lieben, und wir sind dazu beim Donnerstag, Thema erleben wir immer wieder auch, dass es offensichtliche Sünden gibt, leider.

[46:44] Wir leben auch in unserem Gemeindeleben, dass manchmal Lügen verbreitet werden. Wir erleben Situationen, in denen Ehebruch geschieht. Ja, es gab auch schon Fälle des Diebstahls, der Sabbat-Missachtung und manches mehr. Es gibt so die die offensichtlichen Sünden auch im Gemeindekontext, auch in der Adventgemeinde, wenn wir ehrlich zu uns selber sind.

[47:11] Aber dann, ihr Lieben, haben wir neben diesen offensichtlichen Sünden, wo manchmal sogar eine korrigierende Seelsorge notwendig wird, auch diese anderen Sünden, diese ja verdeckten Sünden, könnte man vielleicht auch sagen, wie Stolz und Egoismus. Aber auch die habt ihr gehört dazu. Und diese Dinge sind manchmal oder bleiben besser gesagt eher unbemerkt.

[47:35] Und gleichzeitig sind sie verführerisch und letztlich auch schädlich, nicht nur für das Gesamtgefüge, sondern vor allem auch für den, der genau diese Dinge verübt und damit zu schaffen hat.

[47:50] Wie können wir falsche Gedanken selbst überwinden?

[47:55] Wir finden einen versprechenden ersten Korinther 10, Vers 13. Eine Verheißung, die uns Gott gegeben hat in seinem Wort. Hier heißt es: „Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen, Gott aber ist treu.“ Gott ist aber treu. Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr es tragen könnt.

[48:31] Welches Versprechen gibt Gott dir und mir?

[48:36] Er sagt in diesem Kontext, als es um dieses wahre Beispiel von Israel in der Wüste geht, dass es im Erleben von Versuchungen immer auch einen Ausgang gibt. Und das wollen wir auch in diesem Zusammenhang der Habgier, der Thematik der Habgier, stellen. Auch wenn du in deinem Leben Momente gegenüber stehst, du merkst: Hier habe ich so ein Gefühl, etwas ein Verlangen, etwas haben zu wollen, das brauche ich. Ich habe das Gefühl, dann geht es mir besser. Wenn du solches erlebst, dann darfst du wissen, dass Gott auch dir, dir und mir einen Ausweg schafft.

[49:15] Wir müssen nicht habsüchtige Handlungen vollziehen in unserem Leben.

[49:22] Jesus Christus erlebte zahlreiche Versuchungen. Er war derjenige, der ganze Nächte im Gebet verbrachte, um Kraft zum Widerstand zu haben.

[49:34] Und Jesus versprach auch dir und mir Kraft zum Widerstehen zu geben. Er möchte uns in die Lage versetzen, ein Leben im Glauben und auch im Gehorsam führen zu können.

[49:50] Hast du ein konkretes Problem mit der Habgier, mit der Habsucht?

[49:57] Wir wollen zum Ende kommend einige Punkte zusammenfassen. Ich möchte dich ermutigen, wenn du heute festgestellt hast, dass es auch dein eigenes Thema ist, dem du dich eigentlich jetzt mehr widmen möchtest und es angehen möchtest, weil du glaubst, dass Gott dir helfen kann.

[50:13] So möchte ich dich ermutigen, die Entscheidung zu treffen, Gott zu dienen. Ganz nach dem Muster, wie wir es in Josua 24 finden.

[50:29] Josua nimmt uns mit in die Entscheidung, die Josua hier in seiner Rede an Israel in Sichem getätigt hat. Hier sagt er: „Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt, den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt.“ Und dann sagt Josua: „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.“

[50:58] Was für ein fester, was für ein wertvoller und wichtiger Entschluss. Es kann auch dein Schluss sein, dem Herrn zu dienen.

[51:11] Darüber hinaus möchte ich ermutigen, täglich zu beten und auch die Gedanken aus Matthäus 6, Vers 13 in dein Gebet mit einfließen zu lassen, wo es heißt: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen; denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“

[51:37] Und wenn du etwas begehrst, von dem du weißt, dass du es nicht haben solltest oder es nicht begehren solltest, wenn die Habsucht überhand nimmt in deinem Leben, oder wenn der kleinste Stachel der Habsucht noch irgendwo in dir steckt, denn dieser ist auch schon schädlich, dann erinnere dich an die Verheißung aus 1. Korinther 10, Vers 13, die wir gerade gemeinsam betrachtet haben. Dieses Versprechen, diesen Ausgang zu schaffen, dieses Versprechen Gottes, einen Ausweg zu ebnen.

[52:10] „Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen.“ Und erinnere dich an diese Zusage Gottes, dass er treu ist. Gott aber ist treu. Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet. Dann antworten: Gott versetzt uns in die Lage, die Versuchung auszuhalten, und er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so dass ihr sie, also die Versuchung, ertragen könnt.

[52:47] Finden wir noch den Gedanken: „Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.“ Lasst uns auch das beherzigen. Wenn wir Menschen sind und merken, ich habe hier mit der Habsucht zu kämpfen, dieser feste Entschluss Gottes Wort in unserem Herzen zu bewahren und diese feste Entscheidung zu treffen, nicht gegen Gott sündigen zu wollen.

[53:12] Die Bibel beschreibt uns den zweiten Timotheus 3, die Verse 1 bis 5, und ihr könnt das im Nachgang noch mal in Ruhe nachlesen, dass wir am Ende der Zeit, und wir erleben diese Zeiten, schlimme Zeiten haben werden.

[53:27] Am in den letzten Tagen der Weltgeschichte werden Zeiten sein, in denen die Selbstsucht und die Geldliebe ganz groß geschrieben werden als Kennzeichen für sündige Menschen auch in der Zeit vor der Wiederkunft Jesu Christi.

[53:47] Geldliebe war auch das Problem von Judas, beispielsweise.

[53:52] Das heißt, wenn wir vermehrt in unserem Umfeld, vielleicht sogar in der Gemeinde, Menschen begegnen, die mit dem Thema der Habsucht und der Habgier Probleme haben, dann dürfen wir wissen, dass es nicht ungewöhnlich ist. Dieses Thema der Selbstsucht und der Geldliebe ist ein Thema, das uns beschrieben wird für die letzte Zeit.

[54:16] Zweitens 3, die Verse 1 bis 5. Ja, mutet euch das unter Gebet auch in Ruhe für euch noch mal anzuschauen. Aber ich möchte schließen mit einem Zitat aus diesem wertvollen Buch „Schritte zu Jesus“.

[54:27] Schritte zu Jesus zu machen ist unser eigentlicher Wunsch, nicht wahr? Wir wollen nicht nur ja hinter Jesus hinterherlaufen, wie Judas es vielleicht getan hat. Wir haben von ihm heute gehört und über ihn nachgedacht. Ein Mann, der ganz eng mit Jesus ja unterwegs war, der seine Worte gehört hat, die biblischen Wahrheiten, die ewigen Wahrheiten gehört hat. Judas war in der Nähe Jesu.

[54:54] Aber wenn wir jetzt diese Worte aus dem Buch „Schritte zu Jesus“ hören und auch lesen, dann möchte ich dich und mich ermutigen, dass wir es in dem Bewusstsein tun, Schritte auf Jesus zuzugehen zu wollen.

[55:12] Das heißt es: Der Wille ist die Steuerinstanz in der Natur des Menschen. Er ist die Fähigkeit, eine freie Entscheidung oder Wahl zu treffen. Alles hängt vom richtigen Einsatz des Willens ab. Gott hat den Menschen die Fähigkeit gegeben, Entscheidungen zu treffen. Es liegt am Menschen selbst, sie einzusetzen.

[55:39] Du kannst dein Herz nicht verändern. Aus dir selbst heraus kannst du Gott nicht lieben. Aber du kannst dich entscheiden, ihm zu dienen. Du kannst ihm deinen Willen übergeben. Dann wird er in dir das Wollen und das Vollbringen schaffen nach seinem Wohlgefallen. So wird dein ganzes Wesen von Christi Geist geleitet werden.

[56:04] Er wird in deiner Liebe den ersten Platz einnehmen, und deine Gedanken werden mit ihm im Einklang stehen.

[56:12] Einklang stehen Schritte zu Jesus ab Seite 50. Schritte zu Jesus ab Seite 50. Ich möchte dich und mich heute konkret fragen: Möchtest du heute Gott dienen und deinen Willen im täglich übergeben? Gott bereitet dich täglich durch den Heiligen Geist zu segnen. Lasst uns jeden Morgen neu Gott im Gebet bitten, die Führungen in unserem Herzen zu übernehmen, dass Dinge wie Habsucht und Habgier keinen Platz in unserem Herzen haben, dass es nichts in unserem Leben gibt, das uns von Gott trennt, von unserem Freund, von unserem lieben Freund. Gott segne dich in dem Unterfangen, ihm zu dienen und dein Herz, deinen Willen im täglich zu übergeben. Amen.

[57:06] Ich möchte mit euch noch ein Gebet sprechen und dann abschließen. Lieber Vater im Himmel, wir wollen dir danke sagen für diese wertvolle Zeit des Nachdenkens über dein Wort. Du hast uns die Bibel gegeben und wir finden hier ja Erfahrungen von Menschen, die auch mit dem Thema der Habsucht zu kämpfen hatten. Und wir als Gläubige vor der Wiederkunft Jesu Christi haben eine große Herausforderung. Es gibt so viel Angebot, es gibt gigantische Versuchungen, es gibt ja Dinge von einem Ausmaß, die es vielleicht früher nicht gegeben hat. Und gleichzeitig, guter Gott, wollen wir dir nachfolgen. Wir wollen dich loben und preisen mit unserem Leben und merken, dass es nicht im Einklang zu bringen ist, wenn wir dem Thema der Habsucht und der Habgier nachgeben.

[58:05] Lieber Vater im Himmel, wir bitten dich heute, dass du unsere Herzen reinwäschst. Wir bitten dich, dass du uns unsere Sünde vergibst, dort, wo wir gefehlt haben, wo wir falsche Entscheidungen getroffen haben. Wir bitten dich um Erneuerung, um einen tiefgreifenden Austausch. Wir haben wohl in Hesekiel 36 gelesen, dass du bereit bist, uns ein fleischernes Herz zu geben und dieses versteinerte Herz aus uns herauszunehmen. Und darum bitten wir dich: Mache alles neu in uns und hab Dank dafür, dass du es tun wirst. Das alles bitten wir in deinem Namen, guter Gott. Amen.

[58:45] Ihr seid eingeladen, auch in der nächsten Woche wieder einzuschalten, wenn es heißt „Circle Study Hour“. Und ihr dürft gespannt sein auf spannende Bibeltexte und einem ja, einem Sprecher, der euch hier in die nächste Thematik führt. Alles Gute und Gottes Segen euch in dieser neuen Woche. Gott begleite euch. Amen. Amen.


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