Veröffentlicht am
420 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ von Christopher Kramp wird der biblische Text aus Johannes 8:28-30 beleuchtet. Es wird erklärt, was es bedeutet, wenn Jesus sagt, dass der Sohn des Menschen erhöht werden wird, und wie dies mit der Erhöhung der Schlange in der Wüste verglichen wird. Die Predigt thematisiert die Bedeutung des Kreuzes für das Erkennen von Jesus als Gott und Erlöser und wie dies unser Verständnis von Glauben und Erlösung beeinflusst.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr heute Abend da seid und dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir sind immer noch in Johannes 8 und wir haben heute wieder ein paar interessante Worte von Jesus, die er in diesem Gespräch mit den Pharisäern dort geäußert hat. Einfach Dinge, die wir heute anschauen wollen, die uns wirklich, glaube ich, auch praktisch im Glaubensalltag helfen werden. Wir wollen mit einem Gebet starten und wer es möglich ist, glaube ich, einsetzen.

[1:10] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir das Evangelium haben, danke, dass wir Jesus haben und dass wir so viel von dem lernen können. Wir möchten dich bitten, dass wir jetzt unsere Herzen aufmacht und so Ohren und dann Verstand, dass wir verstehen, was die Worte von Jesus für uns persönlich bedeuten, dass er unser Lehrer wird, dass wir ihm folgen. Möchte dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass du uns persönlich Erweckung schenkst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:51] Kapitel 8. Letztes Mal haben wir gesehen, dass Jesus die Juden erneut angesprochen hat, also die Obersten der Juden, und gesagt hat: "Wohin ich gehe, da könnt ihr nicht kommen." Ja, er hat gesagt, dass er fortgehen wird, hat er gesagt, und wir haben gesehen, wie die das falsch verstanden haben, ja, und so zynisch geantwortet haben. Und Jesus hat ihnen dann deutlich gemacht, dass er von Gott kommt und dass sie weltlich sind, ja, in diesem deutlichen Kontrast gesehen: Er ist von oben, sie sind von unten. Und dann sagte er ihnen ganz deutlich, mehrfach, dass sie, wenn sie ihn nicht annehmen, wenn sie diese Erlösung, die ich bringe, nicht für euch in Anspruch nehmen, dann werdet ihr in euren Sünden sterben.

[2:31] Es geht ja immer noch darum, dass Jesus der Ehebrecherin vergeben hat und erklärt, warum er das kann, weil er nämlich Gott ist. Das hat er so noch nicht deutlich ausgesprochen, hat schon mehrfach angedeutet. Und er sagte: "Wenn ihr mich nicht annimmt, wenn ihr diese Erlösung, die ich bringe, nicht für euch in Anspruch nehmt, dann werdet ihr in euren Sünden sterben." Und dann stellen sie sich die interessante Frage: "Wer bist du?" Und Jesus sagt dann: "Zuerst das, was ich euch eben gesagt habe, nicht wahr? Wenn ihr nicht glaubt, dass ich bin..." Angedeutet, wieder angedeutet, dass er Gott ist.

[3:09] Und dann haben wir gesehen, dass er sagt: "Ich könnte noch vieles über euch sagen, ich könnte euch richten, ich weiß alles, was ihr gemacht und gesagt habt, aber dazu bin ich nicht gekommen. Ich bin nicht gekommen, euch zu richten, sondern der Vater hat mich gesandt, um zu richten, sondern um zu retten." Ja, sie wollten, dass er die Frau richtet, aber Jesus kam, um sie zu retten. Und deswegen sagte er: "Ich weiß genau, was ihr vorhabt und was ihr denkt, aber ich bin nicht dazu da, ich will euch jetzt nicht richten, ich will retten." Und dann: "Der Vater hat mich gesandt."

[3:37] Und dann haben wir bei Vers 27 aufgehört, dass Jesus gesagt hat, oder dass hier heißt von Johannes: "Sie verstanden aber nicht, dass er von vom Vater zu ihnen redete." Ja, also dieses Unverständnis war das letzte, was wir gesehen haben. Sie verstehen nicht, dass Jesus von Gott dem Vater spricht und von dessen Auftrag.

[4:02] Vers 28. Da machen wir weiter in Johannes 8, Vers 28. Wer mag diesen Vers einmal lesen? Vers 28: "Darum sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin, und ich tue nichts von mir selbst aus, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich." Genau. Warum heißt es also hier "darum"? Wenn ein Satz mit "darum" beginnt, worauf muss man dann achten? Auf das, was vorher war und was davor stand.

[4:43] In Vers 27: "Sie verstanden es nicht." Also redet Jesus wieder zu ihnen, um ihnen etwas zu erklären. Ja, darum, weil sie es noch nicht begriffen haben. Und das ist auch so schön. Kommt es euch auch mal passiert es euch auch mal, dass ihr etwas nicht genau versteht oder auch vielleicht gar nicht versteht, weil ihr euch gerade verrannt habt gedanklich? Jesus lässt sich einfach so links liegen, erklärt es immer und immer wieder mit verschiedenen Bildern, mit verschiedenen Worten. Darum redete er wieder zu ihnen.

[5:16] Und es ist interessant, was er sagt, oder? Er sagt nämlich: "Wenn ihr den Sohn des Menschen..." Was meint denn das, den Sohn des Menschen erhöht?

[5:46] Und das kam schon mal in Johannes vor, und zwar früher. Jesus hat schon mal mit einem Menschen gesprochen, und als er mit ihm gesprochen hat, erwähnt, dass der Mensch, der Sohn, erhöht werden soll. Wisst ihr, wem Jesus das gesagt hat?

[6:01] Ganz genau, da sagte nämlich: "So wie Mose die Schlange in der Wüste in Johannes 3, Vers 14, in Johannes 3 und dort Vers 14, wisst ihr, Nikodemus kam zu Jesus bei Nacht." Übrigens, was für einen Beruf hatte Nikodemus oder was für eine Position hatte er? Er war einer von den Obersten, hier einer von der Gruppe, die jetzt mit Jesus redet. Ja. Und wie Mose, also er gehört jetzt müssen diesen zu dieser sozialen Gruppe. "Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden." Es ist genau die gleiche Formulierung: "Der Sohn des Menschen erhöht werden."

[6:50] Und Jesus hat da ganz deutlich, also ich meine, die Schlange, wie war das mit der Schlange in der Wüste? Wozu sollte die erhöht werden?

[7:01] Damit keiner stirbt. Die mussten die Schlange anschauen, genau, damit keiner stirbt. Und warum werden sie sonst gestorben, wenn sie die Schlange nicht angeschaut hätten? Sie waren von den Schlangen gebissen worden, und das war ein Symbol für die Sünde. Denn sie hatten sich, sie hatten gemurrt, sie haben gesagt: "Wir wollen nicht mehr, dass man Essen, ja, ekelt uns an." Sie haben gemurrt, und dann hat Gott die Schlangen zugelassen, die wurden gebissen. Sein Bild für die Sünde, ja, von der Schlange gebissen. Und dann gab es nur eine Rettung: Sie mussten auf eine Mose sollte seine Schlange hören und wer wurde gerettet? Jeder, der dort hinauf, dorthin schaute, wurde gerettet.

[7:50] Erhöht. Warum war deine Schlange an diesem bronzenen? Also dann brauchst du Schlange an dieser Standarte.

[8:03] Genau, die Menschen waren von der Sünde gebissen und sollten verstehen, dass jemand anderes ihre Sünde getragen hat, für ihre Sünde sterben wird. Jesus hat am Kreuz, obwohl er der Sohn des Menschen ist, ja, der Sohn des Menschen, woher kommt der Begriff? Was haben die Juden eigentlich unter "Sohn des Menschen" verstanden?

[8:25] Was heißt "Sohn des Menschen"? Erstmal, also ganz normal, erstmal der Sohn des Menschen ist ein Mensch, ein Mensch, ein Mensch. Aber der kommt aus einem berühmten Kapitel, wo der Sohn des Menschen ganz, ganz spektakulär in den Himmel, auf den Wolken des Himmels zum Vater kommt. Haben wir gerade Daniel 7. Und was wird da mit dem Sohn des Menschen gemacht?

[8:51] Der bekommt was? Der bekommt Ehre und Herrschaft und Macht über alle. Der wird zum Weltherrscher für alle Zeit. Er wird erhöht. Ja, und zwar in dem Sinne, wie wir erhöhen verstehen. Er wird erhöht. Aber hier zeigt sich, dass seine Erhöhung am Ende der Zeit darauf basiert, dass er für alle Menschen gestorben ist.

[9:14] Ja, die Juden waren alle ganz, ganz wild auf diesen Messias, der die Welt erobert. Ja, sie haben nicht verstanden, wie der, nicht verstanden, dass der Feind nicht die Römer sind, sondern der Feind die Sünde ist. Die am Kreuz haben würde.

[9:31] Er würde erhöht werden. Und jetzt sagt Jesus: "Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht habt..." Denn er sagte sogar: "Wer wird ihn umbringen?" Wer? Was, was haben diese Pharisäer, die mit ihm sprechen, was haben die geplant? Aber schon ganz letztes Mal gesehen, sie planen seinen Tod. Oder wie ist es? Weiß, dass er deutet es wieder an und zeigt ihnen, was er über sie weiß. Er hat ihnen ja schon Johannes 7 gesagt: "Ihr wollt mich töten."

[9:55] "Ich plane mich zu töten." Wenn du mich erhöht hast, dann werdet ihr etwas erkennen. Und zwar, was werden sie erkennen?

[10:03] Übrigens, alle war Nikodemus zu dem Zeitpunkt, als Jesus hier in Johannes 8 mit den Menschen, mit diesen Obersten spricht, war Nikodemus zu dem Zeitpunkt auch in Jerusalem. Schaut mal in Johannes zurück, in Johannes 7. In Johannes 7, das ist ja die gleiche Zeit. Johannes 8 sind innerhalb von wenigen Tagen passiert. In Johannes 7, da haben wir in Vers 50. Johannes 7, Vers 50, dort steht: "Das spricht zu ihnen Nikodemus, der bei Nacht zu ihm gekommen war und einer von ihnen war: 'Rechnet unser Gesetz ein Menschen, es sei denn, man habe ihn zuvor selbst gehört und er kann, was er tut?'"

[10:45] Also vor langer Zeit, also am Anfang seines Dienstes, hatte Jesus diese Worte wahrscheinlich, also knapp zweieinhalb Jahre, stimmt das? Ja.

[11:01] Ungefähr zweieinhalb Jahre, bevor das hier passiert ist in Johannes 8, hat Jesus mit Nikodemus gesprochen und gesagt: "Der Sohn des Menschen wird erhöht." Jetzt, ein halbes Jahr vor der Kreuzigung, sagte er zu den anderen Pharisäern: "Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht habt." Also, es ist nicht unwahrscheinlich, dass einige dieser Pharisäer dann später unter sich beraten haben: "Was hat denn Jesus da gesagt? 'Der Sohn des Menschen erhöht werden.' Es wird auch Nikodemus mitbekommen haben."

[11:30] Moment mal, "Sohn des Menschen erhöht". Das hat Jesus doch vor zwei Jahren gesagt. Das war ungefähr zwei Jahre, ja, zweieinhalb Jahre her. Vor 200 Jahren gesagt. Und das sind so, da merkt man das Gefühl, als ob dieses auch bewusst Worte sagt, obwohl der Nikodemus vielleicht gar nicht mal jetzt direkt mit ihm diskutiert hat, dass er so indirekt ihn wieder beeinflussen kann oder zu ihm ziehen kann.

[11:59] Genau, Vers 28. Da heißt es ja: "Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dass ihr das, was in dir in Johannes 3 steht, nicht..." Haben wir gesehen, wo es dann heißt: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass jeder, also das ist ein eingeborener Sohn gab, dass jeder, der ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Schaut mal, was hier steht. Johannes 8, Vers 28: "Darum sprach Jesus zu Ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr..."

[12:23] "...was das nächste Wort, dann werdet ihr erkennen." Dieses Wort "erkennen" in Vers 28 ist das selbe Wort im Griechischen, die in Vers 27 "verstanden". Das heißt es nämlich: "Sie verstanden aber nicht." Genau. Also in Vers 27 heißt es: "Sie begreifen es nicht." In Vers 28 sagt Jesus: "Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht habt, dann werdet ihr begreifen, dann werdet ihr es verstehen."

[12:58] Das Kreuz von Golgatha öffnet unsere Augen. Wenn wir sehen, dass Jesus am Kreuz für mich gestorben ist, dann verstehe ich auch die Dinge, die ich verstehen muss.

[13:16] Und in der Tat haben sich nach der Kreuzigung Jesu viele Menschen bekehrt, ganze Menge, auch viele von den Priestern, sagt die Apostelgeschichte. Viele haben sich bekehrt. Andere haben dann sich nicht bekehrt. Aber trotzdem, wie war das mit den Menschen, die sich nicht bekehrt haben, von den Pharisäern? Haben die verstanden, dass Jesus, wer Jesus ist?

[13:39] Jesus, wer Jesus ist. Schaut mal mit mir jetzt Matthäus 21.

[15:56] In Matthäus 21 und dort, da gibt es dieses Gleichnis ab Vers 33 von dem Hausherrn und den Weingärtnern. Ja, vielleicht kennt ihr das, wo dann der Hausherr die die Knechte schickt, die von den Weingärtnern alle umgebracht werden. Ein Bild für die Propheten, die umgebracht werden. Und dann steht in Vers 37: "Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: 'Sie werden sich von meinem Sohn scheuen.'" Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: "Das ist der Erbe. Kommt, dass du sie töten und sein Erbe in besitzen." Hier deutet Jesus an, dass es Menschen gab, die dann später geglaubt haben, aber nicht verstanden haben, erst von Gott gesandte Messias und ihn trotzdem umgebracht haben.

[16:48] Das heißt, wenn Jesus sagt: "Ihr werdet erkennen, dass ich es bin" oder "dass ich bin", sagte damit nicht unbedingt, dass alle sich bekehren werden. Aber er sagt: "Das Kreuz von Golgatha wird alle Fragen beseitigen. Jeder wird eine Entscheidung fällen. Manche werden ihn lieben und manche werden ihn hassen, aber alle werden wissen, wer ist."

[17:05] Uns ist auch am Ende der Zeit, wenn Jesus nach den tausend Jahren, dann wenn einmal der gesamte Erlösungsplan gezeigt wird, werden alle Menschen wissen: Jesus ist Gott, er ist Herr, er ist der Erlöser der Menschheit, er ist der Schöpfer. Er verdient, angebetet zu werden. Er ist rechtmäßiger Herrscher im Universum mit dem Vater. Dann werden immer noch einige, ihr Lieben, ja, die in der Stadt sind, und einige werden ihn immer noch hassen und werden dann gegen ihn weiter rebellieren. Aber sie werden alle erkennen, dass Gottes, dass er Gott ist. Ja, die Bibel sagt in Philipper, dass jedes Knie beugen wird, oder alle Zungen werden bekennen. Selbst der Satan wird zugeben, er wird erkennen, alles, was ich mir überlegt habe, dass das Jesus dazu recht erhöht wird und ich werde da beiseite gesetzt. Ist alles falsch gewesen.

[17:54] Sozusagen inhaltlichen Fragen werden alle geklärt. Die das Kreuz da und deswegen ist es so wichtig, dass wir in jedem Thema, dass wir studieren, in der Bibelstunde, die der Predigt, das Kreuz von Golgatha nicht außer Acht lassen. Ja, es wird von Predigten, wo man einfach nur Theorien abhandelt und das Kreuz von Golgatha überhaupt gar nicht vorkommt, oder Jesus mit seiner Liebe. Sie sagt dann, das sind so diese Opfer von keinem ohne Blut. Man hat da was gebracht, aber es hat das entscheidende fehlt, das, was alles andere erklärt. Durch das Kreuz von Golgatha kann man den Sabbat besser verstehen. Man kann die Lehre von Gott besser verstehen, man kann die Lehre vom Heiligtum besser verstehen, man kann den Zustand der Toten verstehen, man kann die wieder alles wird deutlich durch das Kreuz.

[18:47] Jesus sagt: "Wenn ihr mich, den Sohn des Menschen, erhöht habt, werdet ihr erkennen, dass ich bin." Dann wird offenbar werden, wer ihn liebt und wen er hasst. Aber jede Unklarheit, die jetzt hier zum Teil bei den noch besteht, dass sie nicht verstehen, was er sagt, wird beseitigt. Und deswegen ist das Kreuz von Golgatha der zentrale Moment im Erlösungsplan.

[19:17] Wenn du den Sabbat jemandem erklärst, ohne das Kreuz von Golgatha, dann könnte er denken, dass es Gott wichtig ist, dass man einfach nur den richtigen Tag findet und einfach aufhört zu arbeiten. Aber der Sabbat ist ein Gedenktag an die Schöpfung und an die Neuschöpfung, die durch das Kreuz von Golgatha möglich ist. Ja.

[19:39] Jesus hat am Kreuz von Golgatha den Sabbat gehalten, dann Freitag für unsere Erlösung gewirkt, am Sonntag ist auferstanden. Den Sabbat gehalten. Ja, dadurch bekommt der Sabbat eine ganz andere Tiefe, ein anderes Licht. Ist nicht einfach nur: "Wir haben den Kalender besser studiert als ihr." Sonst ist verbunden mit dem Kreuz. Gott verlangt nicht einfach nur Dinge von uns willkürlich, sondern immer, weil sie mit Jesus und seinem Wesen zu tun haben. Ja.

[20:02] Er möchte, dass wir Jesus und seine Erlösung besser verstehen. Das ist ja sein ganzes Anliegen.

[20:10] Also, das heißt, zurück zu Johannes 8. Jesus macht noch einmal deutlich, dass er Gottes, dieser Name "Ich bin", aber es geht noch weiter. Johannes 8, und dort in Vers 28. Wir sind noch nicht am Ende dieses Satzes, aber dieses Verses.

[20:26] Die haben gelesen, dass 28: "Darum sprach Jesus zu Ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin." Und was ist der nächste Satz?

[20:40] Interessant, er sagt: "Ihr werdet erkennen, dass ich bin." Und ich habe eine Frage: Ja, weiß ich, wenn Jesus wiederkommt, kann ich heute schon wissen, wie ich mich dann entscheiden werde? Ja, also sagen wir so, wenn ich heute mit Jesus lebe, dann bin ich bereit. Wenn das heute wiederkommen würde, wenn mein Leben heute Jesus vergeben ist, dann muss ich natürlich morgen übergeben und übermorgen auch wieder und übermorgen auch. Will ich muss ja bei ihm bleiben. Aber nicht heute mit Jesus lebe und zwischen mir und Jesus kein Blatt passt und ich heute sterben sollte, dann muss ich ja vorbereitet sein.

[21:22] Ja, die Bibel sagt, dass diejenigen, wenn Jesus wiederkommen wird, die ihm dann entgegengehen werden, die werden nicht sagen: "Ah, ich würde mich gerne für dich entscheiden." Und die werden sagen: "Seht, das ist der Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns rette." Ja, die werden sagen: "Wir kennen dich, ja, wir wir haben deine Stimme in der Bibel zu uns sprechen hören. Ja, wir haben Erfahrung mit dem gemacht." Sie haben zwar noch nie buchstäblich gesehen, aber sie kennen ihn.

[21:46] Ja, und deswegen, glaube ich, kann ein Mensch heute wissen, dass er sich freuen kann auf die Wiederkunft, wenn er sich heute auf dieses freut.

[21:56] Noch dazu. Ja, ich habe dann immer Angst, so, also ich denke so, ich würde mich freuen, wenn er wiederkommt, und dann habe ich immer diesen Satz: "Geht weg von mir, ich habe euch nie gekannt." Ja, genau. Auf wen trifft das zu? Das trifft auf die Menschen zu, die anderen erzählt haben, dass sie Jesus lieben, und weil sie dadurch Ansehen bekommen haben, die vielleicht Wunderheilung vorgetäuscht haben, weil sie das Geld bekommen, aber in dem Leben weiter an der Sünde festgehalten haben und eigentlich nie wirklich Jesus kennengelernt haben.

[22:31] Jesus kennt natürlich jeden Menschen in dem Sinne, dass er also geschaffen, ja. Aber er hat diese Menschen, haben sich niemanden bemüht, sie haben nur nach...

[22:40] niemanden bemüht. Sie haben nur nach außen so getan, als ob sie Christen sind. So wie die Pharisäer Gott nicht kannten. Oder die sagen auch, die Pharisäer haben so den Eindruck der Welt, als ob sie die Nächsten sind, die Gott ganz nah sind. Dann wirklich kannten sie Gott gar nicht. Als Jesus, der von Gott kam, über Gott erzählt hat, haben sie es gar nicht begriffen. Ja, und das sind nicht Menschen gewesen, die sich aufrichtig um Wahrheit bemüht haben. Das sind Menschen gewesen, die eine Show gemacht haben. Ja, die die anderen etwas beweisen wollten. Aber die, die sich für Gott interessiert haben, jeder Mensch, der sich aus eigenem Herzen für Gott interessiert, egal ob zehn Leute zuschauen oder keiner. Ja, der in seinem stillen Kämmerlein sagt: "Er, ich möchte mit dir gehen. Ja, ich bin schwach. Ja, ich bin gefallen, aber ich bin schwach. Aber ich glaube, du bist stark genug. Ich möchte mit dir gehen." Den keinen Gott, keine Angst haben. Wenn wir erlebt haben, dass Gott unserem Leben, also wenn wir erlebt haben, dass Jesus unserem Leben schon gewirkt hat, wird ja nicht immer sagen: "Ich kenne das nicht." Aber wenn wir uns in den Rücken zuwenden und sagen: "Wir würden sie mit dir zu tun haben." Ja, das ist eine andere Sache.

[23:46] Die Liebe sagt in Amos 9 in der Sichtung. Ja, wenn also dieses Bild von dem Weizen und dem Spreu. Mann wirft dann den Weizen hoch und der Wind bläst die Spreu weg. Ja, dann wird nur der Weizen bleiben. Man könnte denken, vielleicht geht auch ein Stück Weizen verloren. Ja, und da steht auch: "Das kleinste Kernlein wird nicht verloren gehen." Egal, ob ich ein großer Christ bin oder ein kleiner Christ oder ein witziger, egal was für ein. Aber Hauptsache, wenn ich nicht bin. Egal, ob ich jetzt viel gemacht habe oder wenig, starker Christ bin oder eher so ein schwacher.

[24:26] Jesus' Liebe, die geht nicht verloren. Wenn ich dagegen nur so tue, als ob, ja, dann kann ich nicht gerettet werden. Deswegen das Kreuz. Ja, und niemand von uns weiß, wer von uns vielleicht nur eine Maske aufsetzt und wer wirklich in seinem Herzen Jesus nachfolgen möchte. Vielleicht auch ganz oft gestolpert ist, aber immer wieder aufgestanden ist, weil er gesagt hat: "Aber ich möchte mit Jesus gehen." Und jetzt hat ihm geholfen. Ja, und ein echtes Kernlein geht niemals verloren.

[24:52] Also nochmal zurück zu Johannes 8, Vers 28. Also Jesus sagt, dass ihr werdet erkennen, dass ich bin, und ich tue nichts von mir selbst aus, sondern die mich mein Vater gelehrt hat. Wenig interessant. Auf der einen Seite betont er seine Gottheit. Ja, aber er sagt nicht: "Und weil ich Gott bin, befehle ich euch dies und jenes und ich mache jetzt." Ja, sondern er sagt: "Ich mache gar nichts von mir selbst aus." Also, wenn es jemand gegeben hätte auf dieser Welt, der ohne Schaden für die Menschen einfach seinen eigenen Willen hätte ausgelebt, dann Jesus. Aber Jesus sagt, der Gott, der alles kann und alles weiß, sagt: "Ich tue nichts aus mir selbst aus, sondern ich mache einfach das, was der Vater mir gesagt hat." Und das Krasse ist wieder, wir Menschen sind ja, die wir dann lieber dann tun, was sie wollen. Und ich denke, das haben wir alle schon in unserem Leben erlebt. Aber Jesus sagt zwar: "Ich bin Gott", aber er sagt gleichzeitig völlig abhängig vom Vater.

[25:58] Er ist Gott und Mensch. Wenn es denn ist, ein ganz interessanter Gedanke. Kein bisschen Stolz oder so. Ja, ich bin Mehrwert, sondern niemand, obwohl er der einzige ist, der hier Gottes unter all den Menschen widersteht. Der einzige auch, der sich ganz unterordnet. Und das ist interessant. Er passiert also beide Aspekte. Ja, erst Gott und gleichzeitig Mensch.

[26:28] Interessanterweise fast das Gleiche schon mal Johannes 5 gesagt. Schaut mal, Johannes 5 zurück. Johannes 5 und dort Vers 19. Johannes 5 und dort Vers 19. Dort steht: "Der antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht. Denn was dieser tut, das tut weiss auch der Sohn." Und in Vers 30: "Ich kann nichts von mir selbst aus tun, wie ich höre, so richtig, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat."

[27:09] Jesus hat nicht nur das, ganz wichtig, hat nicht nur in jedem Thema, nee, ausnahmsweise gesagt: "Nicht meinen Willen, sondern dein Wille geschehe." Er hat das immer gesagt. Das Besondere an jedem Thema ist, dass er es dann immer noch gesagt hat. Okay, also Jesus hat nicht einfach sein Leben gelebt und als er dann plötzlich in jeder Entscheidung stand, sondern das war seine Grundhaltung. Und nur deswegen, es kommt ganz entscheidender Punkt, jetzt bin ich zu mir und uns allen. Nur deswegen konnte Jesus in der größten Krise seines Lebens sagen: "Nicht mein Wille, sondern dein Wille", weil er das schon geübt hatte.

[27:47] Er hatte das Tag für Tag geübt. Er hatte Tag für Tag geübt, Gottes Willen zu tun. So dass, als irgendwann mal eine Situation kam, die so krass war, dass kein Mensch von uns jemand erleben wird. Ja, so eine krasse Situation wird kein Mensch erleben, weil niemand von der ganzen Welt tragen muss. Oder aber es war die krasseste Situation, die jemals ein Mensch leben hat.

[28:14] Und jetzt hat sich für das Richtige entschieden, weil es geübt hatte. Und es ist ein bisschen auch ein Bild für uns. Die Bibel sagt, die Endzeit wird nicht einfach werden. Ja, da werden schwierige Entscheidungen auf uns kommen. Wie bereitet Gott uns vor, indem wir uns in schwierige Positionen bringt, die noch nicht ganz so schlimm sind? Ja, so überschaubar, in denen wir lernen, uns für Gott zu entscheiden. Ja, Gottes Willen zu tun, nicht meinen. Und in diesen kleinen Entscheidungen lernen wir uns vorzubereiten auf die große Entscheidung am Ende.

[28:46] Ich musste gerade so dran denken, weil du gesagt hast, Jesus hat sich von vornherein fürs Richtige entschieden. In jedem Film oder in allem, was Menschen so gemacht haben, ist ja eigentlich so, dass der gute Held ist erstmal verkackt, sage ich mal, und dann halt aber seinen Fehler gut macht und dann ist es so dieses Happy End. Aber Jesus hat das von Anfang an gemacht. Das finde ich irgendwie cool. Das ist toll. Sehr gute Beobachtung. Ja.

[29:16] Jesus, dessen kann jedes unser Erlöser sein, weil er den Fehler gemacht hat, dann musst du nie irgendwas gut machen. Ja, er hat seinen Kampf war noch so viel größer als der unser Kampf. Ja, niemand von uns muss direkt gegen den Satan kämpfen. Ja, niemand von uns muss die Sünden der ganzen Welt tragen. Er wusste, die einzige Chance habe, dass ich von Anfang an Gottes Willen tue, nicht meinen. Und damit hat Jesus die Welt so auf den Kopf gestellt, dass noch 2000 Jahre später die ganze Weltgeschichte nach ihm benannt ist. Ja, vor Christus, nach Christus. Das Millionen Menschen ihn kennen und leben. Und dass Menschen für alle Ewigkeit der Lust werden. Ja, er hat den Satan besiegt. Ja, auf diese Erde. Ganz gewaltige Sache.

[29:58] Und das war nur möglich. Das zeigt uns eigentlich, wie gut der Wille Gottes ist. Ich glaube, eines der Probleme, die wir alle haben, dich auch, wir verstehen oft gar nicht in unserem eigenen Leben, wie gut eigentlich Gottes Wille ist. Denn wenn wir verstehen würden, wie gut Gottes Wille ist, wie perfekt eigentlich ist, dann würden wir immer machen wollen. Aber wir denken manchmal auch unbewusst, ich glaube, mein Wille ist gerade besser als Gott. Das würde ja, was ich mir vornehme, ist irgendwie besser für mich. Das ist ja, dass die, die, die Satan gesagt hat, Gott hat dir was vorgehalten. Aber Jesus wusste, erkannt der Gott ganz genau. Und je mehr wir Gott kennenlernen, ich glaube, desto mehr werden wir verstehen, Gottes Wille ist besser als mein eigener. Ja, und das Beste, was ich machen kann, ist, meinen Willen mit Gottes Willen zusammengehen.

[30:55] 38. Genau, Johannes 6, Vers 38. "Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat." Könnte sehen, das kommt immer, das fünf, das kommt in eine sechs in Johannes 8, immer wieder. Das ist also ein Thema, das Jesus ihnen sehr deutlich macht. Weil wisst ihr was? Die Pharisäer, die haben zwar sich als gläubige Menschen bezeichnet, aber sie kannten Gott gar nicht. Ja, sie haben nicht Gottes Willen getan, sondern immer ihren eigenen. Sie wollten die Römer vertreiben. Ja, sie wollten dies und jenes.

[31:27] Und das ist auch schön. 30 ist ja das und das ist der Wille des Vaters, dass er, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat. Ja, genau. Und dann sagt er ja in Johannes 8 haben wir gelesen, wie mich mein Vater gelehrt hat. Das gelesen, Johannes 8, Vers 28. Sondern die mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich.

[31:49] Jesus hat nicht nur seitlich nur. Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, eigentlich alles, was wir von Jesus hören, alle Predigten, die er gepredigt hat, das waren eigentlich die Worte von Gott dem Vater. Es ist ja quasi das Sprachrohr gewesen. Also, wenn wir verstehen wollen, wie Gott der Vater, das muss in die Bergpredigt hören. So ist Gott der Vater. Ja, und die Predigt, die ganzen Gleichnisse, die Worte von Jesus hier, der Ehebrecherin gesagt hat: "So verurteile ich dich auch nicht. Geh und sündige nicht mehr." Das sind nicht Worte, die gesagt hat: "Ich, Jesus, mache das mal, obwohl der Vater das eigentlich gar nicht möchte." Sondern die Worte, die Gott der Vater der Frau sagen wollte.

[32:32] Dieses ähm, ich könnte richten, aber natürlich, da ich bin dazu da, die Worte zu sagen, die mich mein Vater gelehrt hat. Und die Worte, die er gerade gesagt hat: "So sind und sind nicht mehr. So verurteile ich dich auch nicht." Schaut mal mit mir in Jesaja 50. Das zeigt aber auch, dass Jesus ganz viel, sage ich mal, in der Bibel der damalige sehr gut gelesen hat. Denn so kannte er die Worte des Vaters. Da könnte er auch dazu kommt. Natürlich kannte er die Worte Gottes auch, weil er schon mein Vater gewesen ist. Ja, aber er kannte das gesamte Evangelium aus dem Alten Testament. Hätte noch keine Römerbrief, noch kein Galaterbrief, noch keine Fünf Mose. Und hier sage ja, und Sacharja. Da kann das Evangelium, was war das gleiche Evangelium, die Römerbrief. Ja, nur heutzutage sind die Christen so verblendet, dass sie das nicht mal wieder sehen im Alten Testament.

[33:17] 50. Oh Gott, Jesaja 50. Entschuldigung, Jesaja 50 und dort Vers 4. Jesaja 50 und dort Vers 4. Gott, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort erquicken. Wissen ja. Er weckt morgen für morgen. Ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören. Ein anderes Wort für Jünger, was ist ein Jünger? Ein Nachfolger. Genau. Oder anderes. Weil damals sind die Schüler nicht zur Schule, also sind einem Lehrer nachgefolgt. Ja, und von ihm zu lernen.

[33:59] Eigentlich müsste, eigentlich das würde, glaube ich, viel verändern in unserem Denken. Überall, wo in der Bibel Jünger vorkommt, einfach Schüler einsetzen. Er sagt: "Ich will ein Jünger, ja, ich bin ein Schüler. Ich lerne."

[34:13] Würdet ihr sagen, dass Jesus ein guter Lehrer war? Ich würde sagen, aber der beste Lehrer aller Zeiten. Aber diese Vers sagt, er war ein Schüler. Er war deswegen der beste Lehrer aller Zeiten, weil er ein Schüler war. Nämlich, wie oft hat er gelernt? Wann ist er zur Schule gegangen? Jeden Tag, jeden Morgen, bevor irgendwas anderes gemacht hat, hat er erst einmal gelernt. Und habt ihr gesehen, was er sagt? "Er hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort erquicken muss." Also, warum hat er von Gott gelernt? Wozu? Einfach nur, damit der klüger wird, sondern der mit einem anderen Menschen helfen kann, der müde ist. Er hat jeden Morgen Andacht gemacht, in der Bibel gelesen. Nicht einfach nur, weil das eine Pflicht war, man muss ja Bibel lesen, sondern weil er selbst von Gott dem Vater hören sollte, wie kann ich am besten den Menschen helfen? Wie kann ich ihnen ein gutes Wort mitgeben? Wie kann ich sie befreien von einer, von einer, von einer schlechten Gewohnheit? Wie kann ich ihnen zeigen, dass sie so eine vergeben werden kann? Wie kann ich ihnen Hoffnung geben? Wie kann ich ihnen Mut machen? So hat er die Bibel gelesen, jeden Morgen. Und Gott hat ihm die Dinge gezeigt, und er hat sie gepredigt. Und sich denn heute noch in unserer Liebe, 200 Jahre später, natürlich ein Vorbild für uns. Weil wir sind zwar nicht Gott, aber wir können Schüler sein. Oder ich würde mal sagen, niemand von uns hat so viel gelernt von Gott dem Vater, wie Jesus gelernt hat als Mensch. Er ist zwar Gott und unendlich weit über uns, aber gleichzeitig hat er sich viel mehr von Gott abhängig gemacht als wir das normalerweise tun.

[35:44] Und das ist nicht so interessant. Das ist wirklich interessant. Er hatte also eine offensichtlich ganz innige Beziehung. Jetzt kommt ein ganz toller Vers, den wir heute auf jeden Fall noch schaffen. Auf jeden Fall ein bisschen länger gebraucht haben in Johannes Kapitel 8, Vers 29.

[36:01] Ja, das 8, Vers 29. Schaut mal, "Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt." Also, Jesus ist nicht nur der, der von Gott gesandt worden ist, der von Gott alles empfängt und gelehrt worden ist, sondern Gott begleitet ihn bei seinem Werk. Jesus zeigt eigentlich hier, wie ein Mensch leben kann. Jeder Mensch kann von Gott lernen, seinen Auftrag empfangen. Aber Gott gibt uns niemals nur einen Auftrag und sagt: "Das den Menschen, mach mal das und denen, setz dich da ein." Sondern Gott gibt uns einen Auftrag und dann geht er mit uns mit. Jesus sagt: "Ich bin immer, ich bin nie alleine."

[36:54] Auch wenn seine Familie verlassen hat, nicht wahr? Haben wir mal gesehen in Matthäus 12, wo die dann sagen: "Du bist ja von Sinnen." Selbst wenn seine Jünger nicht verstanden haben, er hat sich nie alleine gefühlt. Er hat zwar oft kein Menschen gehabt, den Verstand hat, aber er wusste immer: Gott ist mit mir.

[37:13] Denn ich tue genau, ganz genau, denn ich tue, was ihm wohlgefällt. Und das ist eine interessante Sache, die im Alten Testament angedeutet wird. Schaut mal in Jesaja 42 und dort Vers 1.

[37:42] Ab Vers 1. "Siehe, das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählte, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt. Er wird das Recht zu den Heiden hinaus." Dann könnt ihr sehen, dass es um Jesus geht. Was macht Gott hier mit ihm? Sie, das ist mein Knecht, den ich, den ich erhalte, mein Auserwählte, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt. Also, hier sagt Gott: "Ich habe nicht nur losgeschickt, mach mal. Ich erhalte ihn." Schaut mal, Sechs, "Ich, der Herr, habe dich berufen in Gerechtigkeit und ergreife dich bei deiner Hand und ich will dich behüten und dich zum Bund für das Volk setzen, zum Licht für die Heiden." Also, Gott, also Jesus hat gelesen, dass Gott der Vater ihn erhält, dass er seinen Geist ihm liebt, dass er ihn bei der Hand nimmt.

[38:34] Und ich glaube, das Bild ist das geilste. Bewusst, dass Jesus selbst durchs Leben ging und das Gefühl hatte, Gott der Vater nimmt ihn bei der Hand. Und das, obwohl Gott und wenn Jesus als Mensch, der Gott selbst war, den Eindruck hatte, das Beste, was ich im Leben tun kann, die ganze Zeit an Gottes Hand zu gehen, an der Hand meines Vaters, damit ich keinen Fehler mache. Oder tatsächlich erst die ganze Zeit an Gottes Hand gegangen. Ja, die ganze Zeit gehört, was Gott gesagt hat. Und das hat das Leben von Millionen Menschen verändert. Er hat selbst nicht mal gesündigt.

[39:18] Noch ein Vers in Johannes, in Jesaja 49. Das ist auch ganz toll. Jesaja 49 und dort ab Vers 4. Das heißt es: "Ich aber hatte gedacht, dass auch wieder hier ist, ich habe mich vergeblich abgemüht und meine Kraft umsonst und nutzlos verbraucht." Also, wenn man sich das Leben von Jesus anschaut, hat man auf das Gefühl, der hat so viel gepredigt und so viel gemacht und Leute dann doch nicht geglaubt oder haben ihn abgelehnt. Und ja, aber jetzt kommt doch: "Steht mein Recht bei dem Herrn und mein Sohn bei meinem Gott." Und nun spricht der Herr, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht gebildet hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen. Ich selber wurde nicht gesammelt und doch wurde ich geehrt in den Augen des Herrn und mein Gott war meine Stärke." Also, Gott sagt zu ihm: "Auch wenn du keinen Erfolg hast, die Israeliten alle zusammen, ja, auch wenn sie dich ablehnen, ich bin deine Stärke und du bist geehrt." Ja, er spricht: "Das ist zu gering, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten aus Israel wieder zu bringen, sondern ich habe dich auch zum Licht für die Heiden gesetzt, damit du mein Heilssalz bist an das Ende der Erde." Also, selbst dann, wenn man aus menschlicher Sicht den Eindruck hat, ist das alles umsonst. Als nächstes am Kreuz von Golgatha.

[40:32] Dahin hat er kaum Leute, die ihm noch unterstützt haben. Selbst seine engsten Mitarbeiter sind alle geflohen. Es sah fast so aus, als ob er umsonst gearbeitet hatte. Aber Gott hat ihm versprochen: "Ich bin bei dir, ich lasse dich nicht allein." Und selbst als die Sünden der Welt auf ihm lagen und deswegen eine Trennung zwischen Vater gemacht haben, nicht mehr oh Gott, Vater. Direkt neben dem Kreuz aktuell, weit in Dunkelheit gehört. Es war eine Trennung da, ja, wegen der Sünde. Ja, die Sünde trennt. Die war real. Die Trennung. Deswegen sagt Jesus: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

[41:13] Wenn ich in meinem Himmel bin, dann werde ich fragen, ob man das Bild sehen kann, ob das möglich ist, die Gott der Vater in der dunklen Wolke empfunden hat. Also so nah wie möglich kam. Wir konnten und sein geliebter Jesus gesagt hat: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Wem das wehgetan hat, was die Sünde angerichtet hat und dass er das trotzdem durchgestanden hat. Das sind nur, dass Jesus gelitten hat. Gott der Vater hat gelitten. Jetzt hat sowas von gelitten, weil diese Sünde, die ehrlich erfunden hat, Jesus dich erfunden hat, ja, bewirkt eine Trennung, die sie für alle Ewigkeiten immer zusammen waren, jetzt auseinander getrennt sind.

[41:56] Jesus weiß nicht mal aufgrund dieser Sünde, weiß nicht mal, ob der Vater noch bei ihm ist. Obwohl dabei ist, er sieht ja nicht mehr, spürte nicht mehr die Trennung ist real. Und das alles nur, damit diese Sünde von uns genommen werden kann.

[42:10] Irgendwann sagt das Herz des Vaters: "Hat den Preis bezahlt." Ja, das Herz des Vaters hat den Preis bezahlt. Gott der Vater hat so gelitten. So weit es ging, war er selbst dann bei Jesus, auch wenn Jesus nicht mehr fühlen konnte.

[42:31] Und das zeigt uns, dass wenn Gott sagt: "Ich bin bei dir, ich möchte bei dir sein", dann ist das ganz, ganz, ganz real. Schaut man auch in Jesaja 50, dann enden wir gleich. Jesaja 50 und dort Vers 4. Haben wir schon gelesen. Vers 5 haben wir auch gesehen. Und dann heißt es in Vers 6: "Meinen Rücken wurde..."

[42:55] heißt es in Vers 6: „Meinen Rücken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.“ Mit anderen Worten: Der Messias würde auch enormen Widerstand bekommen, ja, brutalen Widerstand.

[43:07] Aber Gott, der Herr, wird mir helfen. Darum muss ich mich nicht schämen. Darum machte ich mein Angesicht wie einen Kieselstein, denn ich wusste, dass ich nicht zuschanden würde. Jesus hat sich nicht ablenken lassen von dem Spott oder von den Morddrohungen oder von allen Dingen, die ihm entgegengeschlagen sind, weil er wusste: Gott ist mit mir. Wer mit Gott ist, ist in der Mehrheit.

[43:33] Und dann sagt er: Schaut mal in Vers 8: „Der mich rechtfertigt, ist nahe. Wer will mit mir rechten? Lasst uns miteinander hintreten. Wer will gegen mich Anklage erheben? Er trete zu.“

[43:44] Und jetzt wird's interessant, weil dieser Gedanke wird nicht nur von Jesus gesagt. Wir haben das hier in Johannes 8. Damit enden wir heute. Johannes, Römer 8, Römer 8, Römer 8, Vers 33: „Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage heben? Gott, das ist doch der, der rechtfertigt. Wer will verurteilen? Christus ist es doch, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt.“

[44:16] So wie Jesus sagen konnte: „Gott ist mit mir, wer will mich anklagen?“ Können Gottes Auserwählte. Das heißt, wir sagen: Wer will mich anklagen? Jesus steht auf meiner Seite. Gott ist mit mir.

[44:33] Und wenn der Satan kommt und mich anzuklagen, wenn andere Menschen den Finger auf mich zeigen, dann kann ich sagen: Jesus ist im Himmel, mein Fürsprecher. Jesus bei mir. Und ich wünsche mir nächste Woche, wenn wir dann weiter schauen und anschauen, was das bedeutet, wenn diese sagen: „Ich habe alle Zeit das getan, was ihm wohlgefällt.“ Ja, das ist eine Bedingung dabei. Aber diese Idee, dass Jesus durchs Leben ging und niemals alleine war, weil er wusste: Gott, der Vater, ist bei ihm.

[45:09] Und jeder, der in Jesus ist, mit Jesus verbunden, hat genau die gleiche Erfahrung, denn Gott ist immer da. Gott, der Vater, ist immer da, wo Jesus ist. Und wenn wir bei Jesus sind, sind wir da, sogar der Vater ist da.

[45:18] Und nun lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen. Danke sagen, dass du viel besser bist, als wir das oft in unserem Kopf und zu überlegen. Dass du für uns da bist, egal ob wir es fühlen oder nicht, ob wir gerade daran denken oder nicht. Und Herr, wir möchten auch die Dinge tun, die dir wohl gefallen. Und wir möchten diese Erfahrung haben, die Jesus gehabt hat, dass er Tag für Tag an deiner Hand gegangen ist und von dir gelernt hat. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.


Lizenz

Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.