In diesem Video spricht Christopher Kramp über Lukas 9:10-9:33 und beleuchtet die Ereignisse rund um die Speisung der 5000 und die Verklärung Jesu. Er erklärt, wie Jesus seine Jünger auf ihre Aufgaben vorbereitet, wie wichtig Reflexion und geistliche Führung sind und wie Jesus selbst durch Gebet Kraft schöpft. Die Botschaft betont die Notwendigkeit, das eigene Ich zu verleugnen, Jesus nachzufolgen und sich auf seine Herrlichkeit vorzubereiten.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 9:10-9:33
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1075. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir mit all unseren Problemen zu dir kommen können, auch wenn sie uns schon seit langer Zeit plagen. Die blutflüssige Frau, die zwölf Jahre lang alles versucht hat. Herr, vielleicht gibt es auch in unserem Leben Dinge, die uns seit langer Zeit auf dem Herzen liegen, Dinge, die nicht besser werden wollen, Dinge, die unser Leben kaputt machen und plagen. Und Herr, wir wollen sie dir alle geben. Und ich bitte von Herzen, dass deine Kraft uns heilt, an Körper, an Geist, an der Seele, dass du uns geistlich heilst, dass du uns ganz gesund machst. Herr, wir möchten dich bitten, dass du durch dein Wort jetzt zu uns sprichst. Wir wissen nicht immer genau, ob es dein Wille ist, dass wir körperlich gesund werden, aber eins wissen wir auf jeden Fall: Das ist immer unter allen Umständen dein Wille, dass wir das Evangelium verstehen, dass unsere Sünden vergeben werden und dass wir ein reines Herz haben und mit dir zusammenleben. Und darum bitten wir dich, dass du durch dein Wort heute zu uns sprichst und so die Freundschaft zu dir sich vertieft. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:03] Wir sind in Lukas Kapitel 9. Die zwölf Apostel sind ausgesandt worden, um zu heilen und zu predigen. Und Herodes hört von der Bewegung des Jesus und ist verwundert und erstaunt und fragt sich, wer dieser Mann sein. Er hat sein schlechtes Gewissen, weil er Johannes umgebracht hat, und er würde gern Jesus sehen.
[2:31] Wir lesen weiter in Vers 10: Und die Apostel kehrten zurück und erzählten ihm alles, also Jesus alles, was sie getan hatten. Und dann nahm er sie zu sich und zog sich zurück an einen einsamen Ort bei der Stadt, die Bethsaida heißt. Jesus war auch Mentor, er war Lehrer. Er wollte seinen Jüngern beibringen, wie sie effektive Missionare sein konnten. Dazu gehört auch Zeit, wo man reflektiert, wo man sich Gedanken macht. Das ist passiert, wo man gelobt werden kann und wo man auch Korrektur und Hilfestellung von Jesus erhält. Auch wir brauchen solche Zeit, wo wir reflektieren, wo wir uns von Jesus neu ausrichten lassen, wo wir uns Rat und Wegweisung von Jesus holen und auch unsere Methoden zu verbessern, damit wir in allem, in der Art und Weise und auch in der Botschaft, immer ähnlicher wie Jesus arbeiten.
[3:19] Als die Volksmenge erfuhr, dass er es war, folgten sie ihm nach. Und dann nahm er sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes. Und die, welche Heilung brauchten, machte er gesund. Aber der Tag fing an sich zu neigen und die Zwölf traten zu und sprachen zu ihm: Entlasse das Volk, damit sie in die Dörfer und die Hilfe hingehen und einkehren und Speise finden. Und wir sind hier an einem gemeinsamen Ort. Aber Jesus sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen? Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische. Oder sollen wir hingehen und für diese ganze Menge Speise kaufen? Denn es waren etwa 5000 Männer. Es sprach aber zu seinen Jüngern: Lasst sie sich gruppenweise setzen, die 50 und 50.
[3:57] Wir kennen diese Geschichte schon ganz gut. Wir haben sie in Matthäus gesehen, wir haben sie in Lukas, in Markus gesehen, wir werden sie auch in Johannes wiedersehen. Es ist eine der wenigen Geschichten vor der letzten Woche vor der Kreuzigung, eine der wenigen Geschichten aus den dreieinhalb Jahren Dienst, die in allen vier Evangelien berichtet wird. Eine solche große Bedeutung muss sie gehabt haben. Was Lukas uns jetzt zeigt, ist, dass Jesus die Jünger anweist, dass sie die Volksmenge aufteilen sollen in einzelne Gruppen, die 50 und 50. Und damit den Jüngern auch etwas über die Notwendigkeit von Gemeindeorganisation beizubringen.
[4:41] In Gruppen von 50 kann das Volk Gottes gut strukturiert und organisiert werden. Die Jünger werden ja später einmal auch als die geistlichen Leiter des Volkes Gottes dafür verantwortlich sein, dass sie alle geistliches Brot erhalten und zwar nicht aus eigener Kraft und nicht aus eigener Bemühungen, sondern von Jesus, dass die Apostel weitergeben sollen.
[4:59] Und sie machten es so und ließen alle sich setzen. Und dann haben die fünf Brote und die zwei Fische blickte zum Himmel auf und segnete sie und er brach sie und gab sie den Jüngern, damit diese sie der Menge austeilen. Und sie aßen und wurden alle satt. Und es wurde aufgehoben, was ihnen von den Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.
[5:20] Und es geschah, als er einmal für sich allein betete, dass die Jünger in seiner Nähe waren und er fragte sie und sprach: Wen halten mich die Leute? Wir kennen die Geschichte auch schon aus Matthäus 16. Interessant ist hier, dass Jesus zunächst alleine gebetet hat. Warum hat er gebetet? Er hat gebetet für das, was jetzt kommen würde.
[5:42] Denn Jesus beginnt hier, diese Geschichte seinen Jüngern zum ersten Mal das haben wir schon in Matthäus 16 gesehen, zum ersten Mal anzukündigen, dass er leiden wird, dass er sterben wird, dass er auferstehen wird. Und das ist etwas, was euer komplettes Weltbild durcheinander bringen wird. Bevor er also zu ihnen kommt und es ihnen sagt, betete er.
[6:04] Und dann beginnt damit diese berühmte Frage: Wer er denn sei? Um damit die Jünger noch einmal die Gelegenheit haben, ihren Glauben an ihn zu bekräftigen, damit sie vorbereitet sind auf die dann folgende, schlechte Botschaft, also in Anführungsstrichen schlechte Botschaft.
[6:28] Sie antworten nun: Sprachen für Johannes den Täufer, andere aber für Elia, und andere sagen: Einer der alten Propheten sei auferstanden. Das sprach zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Der antwortete Petrus und sprach: Für den Christus Gottes.
[6:43] Er aber ermahnte sie ernstlich und gebot ihnen dies niemand zu sagen, indem er sprach: Der Sohn des Menschen muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden. Hier beginnt Jesus seinen Jüngern von der Kreuzigung zu erzählen.
[7:05] Bevor das tut, stärkt er ihren Glauben. Bevor das tut, betet er für sie. Oder können wir einiges lernen, wenn wir Menschen Wahrheiten präsentieren, die komplettes Weltbild durcheinander bringen? Und wir haben unsere dreifache Engelsbotschaft, einige Wahrheiten, die für viele Menschen eine echte Herausforderung bilden. Statt sie einfach nur links und rechts um uns zu schleudern, sollten wir so vorgehen wie Jesus, der gebetet hat und er dann auch einmal den Glauben der Menschen gestärkt hat, um ihn dann das zu zeigen, was sie herausforderte und was sie ganz neu denken ließ. Wir sollen von Jesus lernen, so wie er zu arbeiten.
[7:50] Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Ein junger Jesu zu sein bedeutet täglich bereit zu sein, dem eigenen Ich abzusterben. Das Kreuz ist ein Symbol des Todes. Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, dann stellen wir nicht einmal. Wir sterben täglich und entscheiden uns, Jesus zu folgen und nicht unseren eigenen Wünschen. Und das ist immer wieder eine Herausforderung. Aber nur dadurch bleiben wir mit Jesus verbunden. Das ist so wichtig, denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Wenn man sein Leben verliert und meinetwegen, der wird es retten. Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt? Was nützt es, wenn wir allen Erfolg dieser Welt haben, am Ende doch verloren gehen und vielleicht sogar an dieser Welt schon unglücklich sind? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters oder heiligen Engel.
[8:57] Ich sage euch aber in Wahrheit: Es sind etliche unter denen, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes sehen.
[9:07] Es geschah aber ungefähr acht Tage nach diesen Worten, dass er Petrus und Johannes und Jakobus zu sich nahm und auf den Berg stieg, um zu beten. Das sind genau die, die den Tod nicht schmecken werden, bevor das Reich Gottes sehen, denn sie sehen jetzt bei der Verklärung Jesus, wie auch wieder kommen wird in den Wolken des Himmels.
[9:28] Und es geschah, während er betete, wurde das Aussehen seines Angesichts anders und sein Gewand strahlend weiß. Und siehe, zwei Männer redeten mit ihm. Das waren Mose und Elia, die erschienen in Herrlichkeit und redeten von seinem Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte. Hier sehen wir von Lukas jetzt berichtet, warum Mose und Elia Jesus erscheinen. Sie reden mit ihm über das Kreuz, sie reden mit ihm über Anfechtungen, die auf dem Weg auf ihn warten.
[10:00] Für diese Vorbereitung sendet Gott nicht Engel, er sendet zwei Menschen von den wenigen, die zu diesem Zeitpunkt sind, nur drei Menschen zu diesem Zeitpunkt im Himmel, außer ihnen ja noch hier. Er sendet Mose und Elia, die beiden auch mit schweren Täuschungen zu kämpfen hatten, um Jesus zu stärken.
[10:27] Petrus aber und seine Gefährten waren vom Schlaf übermannt. Als sie aber erwachten, sahen sie seine Herrlichkeit und zwei Männer, die bei ihm standen. Sie haben vieles von dem gar nicht mitbekommen, sie haben das buchstäblich verschlafen. Wie viel Herrliches in unserem Leben haben wir schon verschlafen, weil wir nicht aufgepasst haben, was Gott alles außer Gegenwart schon getan hat.
[10:44] Und es geschah, als diese von ihm scheiden wollten, da sprach Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. So lass uns drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Er wusste nicht, was er sagt.
[10:57] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus für uns betet, dass er uns nicht einfach mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert, sondern dass er erst für uns betet und dann ganz bewusst unseren Glauben stärkt, damit wir diesen gestärkten Glauben auch das neue fassen können, was uns vielleicht unfassbar erscheint. Dass er uns erst stärkt, bevor er uns herausfordert. Dass erst unsere Beziehung festigt, bevor wir Dinge hören, die uns vielleicht nicht persönlich gefallen. Danke, dass Jesus so taktvoll vorgeht. Und wir möchten von ihm lernen, erfüllt uns dazu mit dem Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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