In diesem Video taucht Christopher Kramp tief in die Ereignisse von Lukas 22:40-70 ein. Er beleuchtet Jesu Ringen im Garten Gethsemane, den Verrat durch Judas und die Verleugnung durch Petrus. Dabei werden wichtige Lektionen über Demut, Vertrauen, die Gefahr der Selbstüberschätzung und die Bedeutung von Vergebung und Buße vermittelt. Das Video ermutigt dazu, Jesu Blick nicht auszuweichen und sich von seiner Liebe zur Umkehr bewegen zu lassen.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 22:40-22:70
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1097. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir von deinem Königreich erfahren dürfen, dass du ganz anders bist als alle Königreiche, alle politischen Systeme dieser Welt. Herr, wir möchten heute lernen zu dienen, nicht zu herrschen, nicht zu kontrollieren, nicht die oberste Position einzunehmen, sondern zu dienen. Ja, das kannst du uns beibringen. Nirgendwo sonst in der Welt können wir das lernen. Nirgendwo sonst in der Welt wird das praktiziert, außer bei dir. So möchten wir dich bitten, dass wenn wir dein Wort studieren, dass wir den Geist des Dienstes verstehen, uns aufnehmen und außerdem bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:25] Wir sind in Lukas Kapitel 22. Jesus geht mit seinen Jüngern nach seiner Gewohnheit nach dem Abendmahl, nachdem sie gegessen haben, an den Ölberg. Er hat seine Jünger gewarnt davor, dass sie sich überschätzen. Er hat ihnen deutlich gemacht, dass er jetzt Jesaja 53 erfüllen wird. Also, die Jünger haben es nicht begriffen. Wir lesen weiter ab Vers 40: "Und als er an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt."
[2:02] Wenn es finster wird, wenn alles auf eine Karte oder hat alles sich zuspitzt, besser gesagt, dann müssen wir beten. Wenn wir nicht beten, sind wir nicht vorbereitet auf die Krisen in unserem Leben. "Und er riss sich von ihnen los, ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder, betete und sprach: Vater, wenn du diesen Kelch von mir nehmen willst, doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe." Jesus selbst hat gerungen mit der Entscheidung, ob er alles dahin geben wird, ob er wirklich sein ganzes Leben opfern wird, das Risiko eingehen wird. Er hat gerungen.
[2:58] "Mein Wille, sondern dein Wille", weil er gelernt hatte, dass Gottes Wille selbst dann besser ist, wenn alles in ihm und um ihn herum den Eindruck erweckt, sein eigener Wille wäre die beste Option. Er hat wirklich auf den Vater vertrauen müssen, dass dessen Wille das Beste ist. Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger. Sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen. Es war ein unvorstellbar starker Kampf, so stark, dass selbst der Engel vom Himmel ihn verstärken konnte, aber den Kampf nicht wegnehmen konnte. Gott hilft uns in unseren Kämpfen, er stärkt uns, aber er lässt die Kämpfe nicht einfach aufhören, sondern er stärkt uns, damit wir Sieger sein können.
[4:04] "Und als er vom Gebet aufstand und zu seinen Jüngern kam, fand er sie schlafend. Vertraulichkeit." Und er sprach zu ihnen: "Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt." Während er aber noch redete, das Matthäusevangelium macht deutlich, dass es mehrmals so passierte. "Wäre aber noch redete, siehe, da kam eine Schar, und der, welcher Judas hieß, einer der Zwölf, ging vor ihnen her und näherte sich Jesus, um ihn zu küssen."
[4:29] Jesus aber sprach zu ihm: "Judas, verrätst du den Sohn des Menschen mit einem Kuss?" Äußerlich sah es so aus, als ob er ihn einfach nur begrüßen wollte, aber in Wirklichkeit war es ein Verrat. Nicht jede Freundlichkeit ist wirklich von Herzen kommend. Nicht alles, was äußerlich zur Ehre Jesu gesagt wird, ist wirklich dazu gedacht, das Evangelium, das Reich Gottes voranzubringen.
[5:04] Als uns seine Begleiter sahen, was da geschehen sollte, sprachen sie zu ihm: "Herr, sollen wir mit dem Schwert reinschlagen?" Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohenpriesters und hielt ihm sein rechtes Ohr ab. Sie haben Jesus gefragt, aber einer von ihnen hat nicht mal gewartet auf die Antwort. Und wir wissen aus den Parallelberichten, das ist Petrus war. Während alle anderen mit dem darauf warten, das Schwert zu zücken, hat Petrus einfach losgeschlagen. Wenn wir einfach losschlagen, ohne die Antwort von Jesus zu erwarten, dann richten wir nur Unheil an.
[5:40] "Der antwortete Jesus und sprach: Lasst ab davon!" Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn. Er sprach aber Jesus zu den obersten Priestern und Hauptleuten des Tempels und zu den Ältesten, die herangetreten waren: "Wie ging ein Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern? Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt?" Wir haben gelernt, warum? Weil sie Angst vor dem Volk hatten. Und jetzt haben sie ihn ergriffen, wo das Volk nicht um ihn herum war, wo sich niemand, bis auf diese paar Jünger, von ihm niemand protestierte. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.
[6:14] Jetzt war die Zeit gekommen. Bis dahin sagt das auch, dass Johannes Evangelium immer und immer wieder: "Die Stunde war noch nicht da." Es gab eine Zeit, eine prophetische Zeit von dreieinhalb Jahren, die ablaufen musste, bevor Jesus sterben würde. Und jetzt, abgelaufen, jetzt war die Stunde der Finsternis.
[6:34] Jetzt würde Jesus verurteilt werden. Nachdem sie ihn nun festgenommen hatten, führten sie ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne. Er war nicht mehr so mutig und so stolz wie noch kurz vorher. Jetzt hat er Angst. Er folgt diesem noch, aber nur noch auf Distanz.
[7:01] Wenn wir uns selbst überschätzen, dann werden wir nicht die Kraft haben, die wir bräuchten, um auch in der größten Krise nahe bei Jesus zu bleiben. Statt zu beten und zu ringen, hat er geschlafen. Und jetzt traut er sich nicht mehr wirklich nahe zu seinem Erlöser, der jetzt von allen verachtet und verspottet wurde.
[7:18] Da sie aber mitten im Hof ein Feuer angezündet hatten und beisammen saßen, setzte sich Petrus mitten unter sie. Es sah ihn aber eine Magd beim Feuer sitzen, schaut ihn an. Und zwar mit einer, wollte nicht nur so vorbeigehen, gesehen, genau angeschaut. Und wir werden noch später sehen, wenn Johannes lesen, warum. Die schaut ihn an und sprach: "Auch dieser war mit ihm." Er aber verleugnete ihn und sprach: "Frau, ich kenne ihn nicht."
[7:46] Und bald danach sah ihn ein anderer und sprach: "Du bist auch einer von ihnen." Matthäus und Markus berichten, dass es die gleiche Magd bzw. eine andere Magd. Während Lukas hier von einem anderen Mann spricht. Mit anderen Worten, es waren drei Personen, dieselbe Magd, der ersten von vom ersten Begegnung, eine weitere Magd und ein Mann, die zu dritt Petrus identifizieren als ein Jünger von Jesus. Die Bibel sagt im, dass der Mund von zwei oder drei Zeugen jede Sache bestätigt wird.
[8:17] "Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht." Ohne nach einer Weile von ungefähr einer Stunde bekräftigt es ein anderer und sprach: "Wahrhaftig, der war auch mit ihm, denn er ist ein Galiläer."
[8:27] In den Parallelberichten lesen wir nur, dass nach einer Weile, in einer kurzen Weile, zum dritten Mal jetzt Petrus angesprochen wird. Aber hier macht Lukas deutlich, dass seine ungefähr eine ganze Stunde verging. Was hättest du getan, liebe Freunde, wenn du gerade zweimal Jesus verleugnet hast und das eine Stunde Zeit und niemand redet mit dir? Hat nicht der Heilige Geist die ganze Zeit an seinem Herzen gebrochen und sagt: "Petrus, was tust du da?" Ungefähr eine ganze Stunde hatte damit gelebt, dass er gerade Jesus zweimal schon verleugnet hat.
[9:09] Erneut angesprochen wird. Hat er nichts gelernt? Hat diese Gelegenheit nicht genutzt? Jesus gibt uns Gelegenheiten, wenn wir auf dem falschen Weg sind. Und er lässt uns nicht von heute von jetzt auf gleich in die tiefsten Tiefen Sünden stolpern. Er gibt uns Gelegenheiten, umzukehren. Er schenkt uns Gelegenheiten, nachzudenken. Ja, warnt uns. Er lässt Stoppschilder aufbauen, sozusagen, die uns davor bewahren sollen, noch weiter den Schlamm zu gehen. Auch wenn wir schon abgebogen sind auf dem falschen Pfad, sollen wir rechtzeitig, oder immer noch besser dann, dass sie dann wieder umkehren, bevor wir immer weiter, immer weiter in die Sünde hinabgleiten.
[9:50] "Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst." Und sogleich, während er noch redete, der Hahn krähte. Das, was Jesus ihm vorher gesagt hatte. Und der Herr wandte sich um und sah Petrus an. Da erinnerte sich Petrus und das Wort des Herrn, dass er zu ihm gesprochen hatte: "Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen." Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich. Ja, der Hahn hatte gekräht, aber es war es, was das Herz von Jesus, von Petrus wirklich durchdrang. Zwar nicht das Krächzen des Hahns. Das war der Blick von Jesus.
[10:31] Das wäre passiert, wenn Petrus diesen Blick ausgewichen wäre. Dann wärst du spät gewesen. Aber weil er diesen Blick zugelassen hat, diesen Blick erwidert hat, konnte dieser Blick sein Herz zum Schmelzen bringen, konnte ihm Buße und Reue und und die Sünde schenken, so dass er dann später auch Vergebung und Wiederherstellung erfahren konnte. Egal wie tief wir gefallen sind, lieber Freund, liebe Freunde, wenn Jesus dich anblickt, weiche den Blick nicht aus. In diesem Blick ist eine ganze Hoffnung.
[11:16] Die Männer aber, die Jesus festhielten, verspotteten und misshandelten ihn. Und nachdem sie ihn verhüllt hatten, schlugen sie ins Angesicht und fragten ihn und sprachen: "Weiß, sag uns, wer ist der, der dich geschlagen hat?" Und viele andere Lästerungen sprachen sie gegen ihn aus. Und als es Tag geworden war, versammelten sich die Ältesten des Volkes, die obersten Priester und Schriftgelehrten und führten ihn vor ihren Hohen Rat.
[11:38] Und sie sprachen: "Bist du der Christus? Sag es uns." Er war sprach zu ihnen: "Wenn ich es euch auch sage, so würdet ihr es nicht glauben." Sie waren gar nicht mehr in der Lage, die Wahrheit wirklich in dem Herzen aufzunehmen. "Wenn ich aber auch fragte, so würdet ihr mich nicht antworten, noch nicht loslassen. Von nun an wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes."
[12:01] Das sprachen sie alle: "Bist du also in Gottes?" Er aber sprach zu ihnen: "Ihr sagt es, denn ich bin das."
[12:07] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, wo wir in unserem Leben stärker gesündigt haben, wo wir dich verleugnet haben, wo wir auch alle Stopp- und Warnschilder übersehen, haben ignoriert, darüber gefahren sind, immer tiefer hinein in den Schlamm. Wir haben erlebt, dass das Einzige, was uns zurückgeführt hat, der Blick von Jesus gewesen ist. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns echte und tiefe Buße und Reue schenkst über alle Sünden, die wir begangen haben, und dass wir im Angesicht von Jesus sehen, dass er darüber nicht nur unsagbar traurig ist, sondern auch uns unsagbar lieb hat, bereit ist, all diesen Schmutz und all diese Sünde auf sich selbst zu nehmen, damit wir frei hinausgehen können. Dank dafür von ganzem Herzen.
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