Veröffentlicht am
234 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Epheser 2:13-3:16. Er erklärt, wie Christus durch sein Opfer die Trennung zwischen Juden und Heiden überwindet und alle Gläubigen zu einem Teil der Familie Gottes macht. Das Video betont, dass jeder Gläubige ein lebendiger Stein in Gottes Tempel ist und durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes sogar den himmlischen Mächten offenbart wird. Es ermutigt dazu, trotz Bedrängnissen in Christus gestärkt zu bleiben und für die Erlösung anderer zu wirken.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Epheser 2, Vers 13 bis 3, Vers 16. Lasst uns gemeinsam beten: Lieber Vater im Himmel, danke, dass obwohl wir tot waren in Übertretungen und Sünden, dass du uns mit deiner großen Liebe geliebt hast, dass du voller Erbarmen bist und dass du uns mit deiner Gnade empfangen hast. Dass du uns, obwohl wir es nicht verdient haben, erlöst und dass, obwohl wir schwach sind, du uns Kraft schenkst, dir zu folgen und deine Werke, die du schon vorbereitet hast, zu tun. Herr, wir möchten heute erneut von dir lernen. Wir möchten uns erneut daran erinnern, was das Evangelium in unserem Leben bewirkt und möchten es erleben durch deinen Heiligen Geist. Sprich du jetzt zu uns nach deiner Verheißung und hab Dank dafür. Amen.

[1:35] Wir sind in Epheser Kapitel 2. Paulus erinnert die Epheser daran, dass die Erlösung allein durch Gnade ist, dass wir sie nicht verdienen können und dass Gott uns nicht nur ein bisschen verändert, sondern dass er uns neu schafft und sogar die guten Taten, die wir tun sollen, bereits geschaffen hat, sodass wir im Glauben sie annehmen können und sie in unserem Leben ausleben können. Er erinnert die Epheser daran, dass sie einstmals Heiden waren und nicht zum Volk Gottes gehörten, weil sie nicht beschnitten waren. Wir lesen weiter in Epheser 2, Vers 12: „dass ihr in jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung. Ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.“

[2:32] Warum waren sie nicht Teil von Israel? Warum waren die Bündnisse der Verheißung ihnen fremd? Weil sie ohne Christus waren, und weil sie ohne Christus waren, waren sie ohne Gott in der Welt und hatten keine Hoffnung. Das heißt, wer mit Christus ist, der ist mit Gott in der Welt. Wer Christus hat, der hat Hoffnung, und dem sind die Bündnisse der Verheißung nicht fremd. Der ist Teil von Israel. Das zeigt uns, dass auch schon im Alten Testament Teil von Israel zu sein bedeutete, letztlich Christus zu haben, damals auf Christus zu hoffen, dass er kommen würde.

[2:58] Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst fern wart, nah gebracht worden durch das Blut des Christus. Nicht durch die Beschneidung, sondern durch das Opfer Jesu sind die Heiden genauso Teil des Volkes Gottes geworden, wie es die Juden vorher waren. Denn er ist unser Friede, der aus beiden, das heißt aus den Heiden und den Juden, eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, indem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinwegtat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften. Das, das was durch Satzungen die Juden von den Heiden unterschied und eine ethnische Trennung dargestellt hat, das wird durch das Kreuz beiseitegetan, hinweggetan, und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte.

[4:05] Das Kreuz, das Heiden und Juden miteinander verbindet, ist das Kreuz, das jeden Einzelnen mit Gott verbindet. Durch die Erlösung werden wir wieder mit Gott verbunden, und dadurch werden wir auch als Gemeinde vereint, eines der ganz großen Themen, die Paulus in diesem Epheserbrief hier anspricht. Und er kam und verkündete Frieden euch den Fernen und den Nahen. Denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist. Egal ob wir schon sehr lange in der Gemeinde aufgewachsen sind oder ganz frisch zum Glauben dazugekommen sind: Es gibt nur einen Heiligen Geist, den wir alle haben. Wir haben alle denselben Vater und durch Jesus alle denselben Zugang zum Vater. Wir sind in dieser Hinsicht alle völlig gleich. Niemand hat eine bessere Erlösung oder eine zweitklassigere Erlösung. Die Erlösung, das Evangelium, ist für alle Menschen gleich.

[5:01] So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Manchmal gibt es Menschen, die fühlen sich wie Gläubige zweiter Klasse, nicht ganz dazugehörig. Sie zweifeln, ob sie wirklich ganz Teil der Familie Gottes sind. Aber Paulus sagt hier den Ephesern: Auch wenn es Leute geben mag, die euch den Eindruck vermitteln, dass ihr nicht ganz dazugehört, dass ihr nur zweitrangig seid: Wenn ihr Jesus habt und den Heiligen Geist habt, wenn ihr durch Jesus Zugang habt zum Vater, wenn ihr Gottes Kinder seid, dann seid ihr Teil der Familie Gottes.

[5:43] Ihr seid Teil der Gemeinde, Mitbürger der Heiligen, Teil des geistlichen Israels, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist. Das, was das Alte und das Neue Testament lehrt, ist die Grundlage der Gemeinde Gottes. Und der Eckstein von allem, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, ist Jesus: seine Person, seine Worte und sein Leben. Indem der ganze Bau zusammengefügt wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist. Als ganze Gemeinde sind wir ein Tempel für Gott. Gott möchte in unserer Mitte wohnen, in meinem Leben und in unserer, in der Gemeinde, durch den Geist Gottes. Können wir alle, jeder Einzelne von uns, ein lebendiger Stein sein, wie es auch bei Petrus heißt, mit auferbaut auf den Propheten, auf den Aposteln. Wir alle haben einen Beitrag dazu zu leisten, dass Gottes Gemeinde dieser Tempel wird. Dieser Tempel ist. Egal wer du bist, lieber Freund, liebe Freundin, dein Stein ist entscheidend. Er trägt andere Steine. Wenn du fehlst, dann fehlt etwas. Du als Stein im Tempel Gottes bist wichtig, und du bist Teil, bist genauso Stein wie alle um dich herum. Auch lasst uns daran denken, dass wir als Gemeinde einen Tempel bauen, in dem Gott wohnen möchte. Lasst uns so leben, dass sichtbar wird, dass in unseren Familien, in unserem Alltag, in unseren Gemeinden Gott sich offenbart.

[7:25] Deshalb bin ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch, die Heiden. Ihr habt ja gewiss von der Haushalterschaft der Gnade Gottes gehört, die mir für euch gegeben worden ist, dass er mir das Geheimnis durch Offenbarung wissen ließ, wie ich zuvor kurz geschrieben habe. Daran könnt ihr, wenn ihr es lest, meine Einsicht in das Geheimnis des Christus erkennen, das in früheren Generationen den Menschenkindern nicht bekannt gemacht wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist geoffenbart worden ist. Das nämlich, die Heiden Miterben und mit zum Leib Gehörige und mit Teilhaber seiner Verheißung sind in Christus durch das Evangelium. Paulus betont diesen Punkt immer und immer wieder: Ihr, liebe Epheser, könnt, dürft, sollt Teil der Gemeinde Gottes sein. Ihr seid Miterben durch Jesus. Seid ihr alle Teil desselben Körpers, von dem Christus der Kopf ist. Ein Geheimnis, das lange Zeit nicht verstanden worden ist, das aber jetzt durch die Ausgießung des Heiligen Geistes und durch das Wirken unter anderem des Paulus in besonderer Weise deutlich gemacht worden ist. Gott hatte es ihm offenbart, und er fühlt eine besondere Bürde, hat eine besondere Aufgabe, die Heiden zu erreichen. So hatte es Gott ihm ja in Jerusalem damals aufgetragen.

[8:54] Dessen Diener ich geworden bin, also der Heiden, gemäß der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirkung seiner Kraft. Diese Kraftwirkung Gottes, die wir in Kapitel 1 und 2 kennengelernt haben, die bewirkt nicht nur unsere Erlösung, sondern bewirkt auch, dass wir anderen Menschen von dieser Erlösung erzählen. Aber Paulus bekam diese Kraft nicht, weil er besonders talentiert oder besonders geeignet war. Er sagt selbst: Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkünden und alle darüber zu erleuchten, welches die Gemeinschaft ist, die als Geheimnis von den Ewigkeiten her in Gott verborgen war, der alles erschaffen hat durch Jesus Christus. Paulus sagt: Ich bin es eigentlich nicht wert, ich bin nicht würdig, darüber zu reden. Aber Gott hat es mir offenbart, Gott hat es mir gezeigt, Gott hat mein Leben verändert, und ich möchte davon erzählen. Paulus sprudelt förmlich über in diesem Epheserbrief. Er hat fast Mühe, Worte zu finden, die dem angemessen sind, weil es unausforschlich ist, was in Christus alles zu finden ist. Weißt du, dass wenn du dich mit Jesus beschäftigst, du eine Quelle hast, die du niemals ganz ergründen kannst, die immer wieder Neues dir zeigt und die dich niemals langweilen wird? Eine Quelle, die bis ins ewige Leben quillt, die in deinem Leben aktiv sein kann und aktiv sein möchte.

[10:28] Möchte, damit jetzt den Fürstentümern und Gewalten in den himmlischen Regionen durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde. Was hier steht, ist gewaltig. Paulus sagt: Durch die Kraft Gottes in unserem Leben, durch die Neuschöpfung, durch die Gnade, die wir erleben, werden sogar ungefallene Wesen im Himmel, Engel, die nie gesündigt haben, die in der Gegenwart Gottes stehen, etwas über die Weisheit Gottes erfahren. Über die Weisheit Gottes, die so viele Facetten hat, die so mannigfaltig ist. Sie werden etwas erfahren über die Weisheit Gottes durch die Gemeinde, das heißt durch dich und durch mich, durch unser Leben, durch unsere Worte. Etwas, was sie auf ihrer ungefallenen Welt dort in den Höfen des Himmels so nicht erfahren hätten. Sie selbst haben die Gnade Gottes nie in diesem Maße erlebt, sie haben keine Gnade nötig gehabt. Aber sie erkennen jetzt, wie tief und wie weitreichend, wie unfassbar die Liebe Gottes ist, wie selbstaufopfernd Gott selbst ist und dass es wirklich keinen besseren König gibt als ihn.

[11:36] Ihn, nach dem Vorsatz der Ewigkeiten, den er gefasst hat in Christus Jesus, unserem Herrn, indem wir die Freimütigkeit und den Zugang haben in Zuversicht durch den Glauben an ihn. Gott hat all das von Ewigkeit her geplant in Jesus, durch Jesus, mit Jesus. Jesus ist das Zentrale in dem ganzen Erlösungsplan, ist das A und das O. Durch Jesus haben wir wieder Zugang zu Gott, durch Jesus haben wir die Erlösung, durch Jesus haben wir ewiges Leben. Durch Jesus können wir zuversichtlich heute beten und wissen, dass Gott mich, dich, heute an diesem Tag gerne segnen wird.

[12:23] Darum bitte ich, dass ihr nicht mutlos werdet wegen meiner Bedrängnisse um euren Willen, die euch eine Ehre sind. Paulus hat erlebt, dass es trotzdem Schwierigkeiten gibt. Er ist gefangen genommen worden, er ist verhört worden, und jetzt ist er in Rom als Gefangener. Und Paulus sagt: Auch wenn in diesem Leben Schwierigkeiten über uns hereinbrechen, wenn wir verfolgt werden, wenn wir angeklagt werden, wenn wir grundlos beschuldigt werden, dann lasst uns nicht vergessen: In Christus Jesus sind wir mit jedem geistlichen Segen gesegnet worden. Und auch wenn auch materiell, wenn auch körperlich wir manchmal angegriffen werden, lasst uns nicht vergessen, dass wir in Jesus die ganze Fülle Gottes erkennen dürfen und dass wir Zugang haben zu jeder Segnung, die wir brauchen, zu jeder Kraft, um den Herausforderungen entgegentreten zu können.

[13:15] Deshalb sagt er: „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält.“ Wollen auch wir zu Gott beten, uns vor ihm beugen und ihn anbeten für seine große Gnade, Liebe und Kraft, dass er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen. Paulus sagt: Ich bete darum, dass ihr erleuchtet werdet, dass ihr Gott erkennt und seine Weisheit versteht. Aber er sagt: Ich bete auch darum, dass ihr gestärkt werdet mit dieser Kraftwirkung, die an uns wirkt, die Macht seiner Stärke, die wir in Kapitel 1 und 2 schon kennengelernt haben, damit ihr gestärkt werdet innerlich. Auch wenn wir äußerlich angegriffen werden, auch wenn Probleme über uns hereinbrechen, dass wir durch den Heiligen Geist innerlich gestärkt werden. Betest auch du? Bete auch ich!

[14:14] Beten wir, dass andere Menschen geistlich gestärkt werden. Lasst uns das wieder beten und für die Erlösung anderer Menschen wirken. Lasst uns gemeinsam beten: Lieber Vater im Himmel, danke, dass du zu uns sprichst. Danke, dass wir erleben dürfen, dass dein Heiliger Geist uns froh macht, wenn wir über deine frohmachende Botschaft nachdenken. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und lass uns für andere Menschen beten, dass auch sie das Evangelium in Fülle erkennen, dass auch sie gestärkt werden in den Schwierigkeiten dieses Lebens, die es immer mit sich bringen wird. Dass wir Gnade erkennen und aus deiner Kraft leben und gestärkt werden am inneren Menschen, dass wir nicht mutlos werden, wenn die Dinge anders laufen, als wir gedacht haben. Herr, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.