In dieser Predigt zu Kolosser 3:9-4:12 ermutigt Christopher Kramp dazu, den „alten Menschen“ abzulegen und den „neuen Menschen“ in Christus anzuziehen. Er beleuchtet praktische Aspekte des christlichen Lebens, darunter Vergebung, Liebe, Einheit und die Bedeutung, alle Handlungen zur Ehre Gottes zu tun. Zudem werden spezifische Anweisungen für Familien und die Wichtigkeit des Gebets und der weisen Nutzung der Zeit behandelt. Die Botschaft schließt mit Grüßen und einem Aufruf zum gemeinsamen Gebet.
Gott auf (m)einer Seite: Kolosser 3:9-4:12
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: KolosserPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Kolosser 3:9-4:12. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke für Jesus, danke, dass er auch heute unser Erlöser ist, dass er auch heute für uns da ist und dass wir heute mit ihm leben können. Wir möchten Dich bitten, dass durch den Heiligen Geist Jesus auch heute zu unseren Herzen spricht, dass wir dein Wort verstehen können und hab Dank dafür. Im Namen Jesu, Amen.
[1:03] Wir sind in Kolosser Kapitel 3. Paulus spricht davon, dass wir unseren Blick zum Himmel richten sollen, dass wir uns für das interessieren sollen, was Jesus betrifft, was den Himmel betrifft, was unsere Hoffnung betrifft, was Gott betrifft und dass wir wegschauen sollen von dieser Welt und nicht mehr auf irdische Dinge gesinnt sein sollen. Ja, wir sollen die Sünden in unserem Leben, wir sollen sie durch den Heiligen Geist töten, die Unzucht und die Unreinheit und die Leidenschaft, denn unser alter Mensch soll ja mit Christus mitgekreuzigt sein. Und so gibt Paulus ganz konkrete Beispiele, was das bedeutet für einen Christen, wirklich im Alltag auch so zu leben.
[1:40] Wir lesen weiter in Kolosser 3 Vers 9: "Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen." Der alte Mensch soll nicht mehr das Leben bestimmen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. Der neue Mensch wird erneuert und zwar in das Bild Gottes. Das ist ja Gottes Plan, dass das Bild Gottes, das durch die Sünde angekratzt und angegriffen worden ist, dass es wieder vollständig hergestellt wird.
[2:09] "Wo nicht Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, noch Barbar, Skythen, Knecht, Freier, sondern alles in allen in Christus." Die praktische Konsequenz eines Lebens mit Jesus bedeutet, dass wir Dinge aus unserem Leben verbannen, dass wir Wahrheit reden, dass wir uns nicht mehr gegenseitig anlügen. Und es bedeutet auch, dass wir alle auf derselben Stufe stehen. In Christus sind wir alle gleich, egal ob wir die Bibel gut kennen oder gerade erst kennenlernen, wie Juden und Griechen, ob wir sehr gebildet sind, wie die Griechen, oder wenig Zugang zu Bildung gehabt haben, wie viele Barbaren, zum Beispiel Skythen, die in der zentralasiatischen Steppe gelebt haben, ob wir viel besitzen oder arm sind, wie die Knechte. Wir alle sind in Christus eins. Das haben wir schon im Galaterbrief gelesen und an anderen Stellen bei Paulus.
[3:03] "So zieht nun als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut." Das sollen wir anziehen. Wir sollen den alten Menschen mit seiner Unreinheit, mit seiner Habsucht, der bösen Lust, der Leidenschaft, der Lüge, der Wut, dem Zorn, der Bosheit – alles sollen wir ausziehen. Es soll nicht mehr in unserem Leben sein durch Jesu Kraft. Stattdessen sollen wir Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld, all diese Dinge in unserem Leben praktizieren.
[3:41] Und ich möchte mich fragen und ich frage auch dich, ob wir wirklich den ganzen alten Menschen wirklich ausgezogen haben und ob wir wirklich den ganzen neuen Menschen, den Jesus uns schenken möchte, ob wir den anziehen, ob wir ihn heute tragen. Denn das, was ich anziehe, das sieht man auch von außen. Oder die Kleidung, die man trägt, die wird gesehen. Sehen die Menschen in meinem Leben herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut?
[4:10] "Ertagt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat, gleich wie Christus euch vergeben hat, so auch ihr." Wir dürfen niemals vergessen, dass wir selbst Vergebung gebraucht haben, wahrscheinlich mehr als alle anderen, dass Jesus uns unfassbar viel vergeben hat. Und wer das vor Augen behält, der wird auch anderen gerne vergeben.
[4:38] "Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist." Kein Mensch kann jemals christliche Vollkommenheit erreichen, wenn nicht Liebe sein Leben bestimmt. Ohne Liebe keine Vollkommenheit.
[4:56] "Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib und seid dankbar." Dieser Friede kommt nur durch Jesus allein. Durch den Glauben an Jesus haben wir Frieden mit Gott. Das ist, was Paulus in Römer 5 Vers 1 gesagt hat. Gott hat uns berufen zur Einheit und wir sollen dankbar sein, niemals vergessen, dankbar zu sein.
[5:21] "Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit, lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in euren Herzen." Auch hier sehen wir viele Bezüge zum Epheserbrief, wo auch ähnliches gesagt worden ist in dem Abschnitt, wo Paulus über das praktische Leben eines Christen gesprochen hat.
[5:47] "Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott dem Vater durch ihn." Hier ist unsere Aufgabe als Christen, dass, was immer wir sagen, was immer wir tun, was immer wir denken – es ist letztlich, dass wir es im Namen Jesu tun, dass alles, was wir sagen und tun, mit Jesu Charakter übereinstimmt. Und das geht nur, wenn Christus in uns wohnt. Das geht nur, wenn wir vollkommen in Christus aufgegangen sind, wenn unser alter Mensch wirklich tot ist, mit Christus gekreuzigt, und wir den neuen Menschen von Jesus angenommen haben und anziehen, täglich darin erneuert werden.
[6:39] "Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich's gebührt im Herrn." Wir kommen jetzt zu einem Abschnitt, der eine sehr kurze Zusammenfassung dessen ist, was in Epheser 5 und 6 sehr ausführlich beschrieben wird, nämlich die Unterordnung in verschiedenen Bereichen des Lebens, in den gleichen, wie sie auch im Epheserbrief beschrieben werden.
[6:58] "Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie."
[7:04] "Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem, denn das ist dem Herrn wohlgefällig." Verzeiht, ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, damit sie nicht unwillig werden. Wir sehen genau das, was wir im Epheserbrief auch gesehen haben, dass sowohl beide Seiten jeweils angesprochen werden.
[7:55] "Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren in allen Dingen, nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens, als solche, die Gott fürchten." Auch das war etwas, was Paulus im Epheserbrief gesagt hat. Die Knechte sollen die Aufgaben so vollführen, als würden sie sie für Jesus tun. Das ist sein Ratschlag, ein Ratschlag auch für uns, auch wenn wir keine Sklaven oder Knechte mehr sind, dass die Dinge, die wir tun sollen, auch wenn sie uns nicht mehr gefallen, in der Arbeit, in der Schule, im Studium, wo auch immer, dass wir sie so tun, als dass wir sie für Jesus tun.
[8:31] "Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen als für den Herrn und nicht für Menschen." Das ist also ein allgemeines Prinzip und ich möchte mir in meinem Leben vornehmen, noch mehr diesem Prinzip zu folgen, dass alles, was ich tue, ich für Jesus tue, auch die kleinen Dinge des Alltags. Und das bedeutet dann praktisch, dass wir im Alltag mit Jesus leben.
[8:51] "Da ihr wisst, dass wir von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet, denn ihr dient Christus dem Herrn. Wer aber Unrecht tut, der wird empfangen, was er Unrechtes getan hat, und es gilt kein Ansehen der Person." Das, was hier im Kolosserbrief steht und auch an anderen Stellen in den Paulusbriefen, gilt für alle Menschen, egal wer wir sind, egal wie viel wir wissen, egal wie hoch unsere Position ist, egal wie stark unser Bankkonto gefüllt ist. Von Gott gibt es kein Ansehen der Person.
[9:17] "Ihr Herren, gewährt euren Knechten das, was recht und billig ist, da ihr wisst, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt." Auch hier sehen wir wieder, nicht nur die Frau, es wird auch der Mann angesprochen, nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern, nicht nur der Knecht, sondern auch der Herr. Das Evangelium gilt immer für alle Seiten.
[9:35] "Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung. Betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis des Christus auszusprechen, um dessen willen ich auch gefesselt bin." Im Kolosserbrief, im Epheserbrief haben wir dort noch die Waffenrüstung gehabt und am Ende der Waffenrüstung geht es auch darum, dass man ausdauernd beten soll für die Gläubigen und auch für Paulus, "damit ich es so offenbar mache, wie ich reden soll." Paulus sagt, betet für mich, damit ich weiß, wie ich das Evangelium wirklich effektiv, geistlich weitergeben kann.
[10:13] "Wandelt in Weisheit denen gegenüber, die außerhalb der Gemeinde sind, und kauft die Zeit aus." Paulus ermahnt uns auch, dass wir unsere Zeit gut nutzen. Und ich denke, wir alle haben in unserem Leben schon Phasen gehabt, wo wir viel Zeit auch vergeudet haben, Zeit verschwendet haben, was uns im Hinterher dann leid getan hat. Und ich möchte mir das vornehmen und ich lade dich ein, lieber Freund, liebe Freunde, das auch zu tun. Lasst uns vornehmen, Zeit niemals zu vergeuden, sondern Zeit immer gut zu nutzen, zur Ehre Gottes, für andere Menschen, so dass wir nicht mehr hinterher uns dann schämen müssen und sagen, warum habe ich diese Zeit so sinnlos einfach nur dahingehen lassen?
[10:52] "Euer Wort sei alle Zeit in Gnade mit Salz gewürzt, damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen antworten sollt." Auch das ist etwas, was Gott uns schenken möchte, dass wir in jeder einzelnen Situation gute geistliche Worte sagen können, die helfen, die aufbauen, die stärken, die in die richtige Richtung weisen, die vielleicht auch mal zurechtweisen, aber das in einem christlichen Ton.
[11:13] "Alles, was mich betrifft, wird euch Tychikus mitteilen, der geliebte Bruder und treue Diener und Mitknecht im Herrn." Derselbe Tychikus, der auch den Brief an die Epheser mitgebracht hat nach Kleinasien, "den ich eben deshalb zu euch gesandt habe, damit er erfährt, wie es bei euch steht und damit er eure Herzen tröstet."
[11:33] "Zusammen mit Onesimus, dem treuen und geliebten Bruder, der einer der euren ist. Sie werden euch alles mitteilen, was hier vorgeht." Über den Onesimus werden wir noch mehr erfahren, wenn wir den Brief Philemon lesen werden.
[11:45] "Es grüßt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der Vetter des Barnabas. Ihr habt seinetwegen Anordnung erhalten: Wenn er zu euch kommt, so nehmt ihn auf." Dieser Markus, das ist der Markus, den Paulus ursprünglich mal oder früher mal nicht mitnehmen wollte auf die zweite Missionsreise. Aber mittlerweile hat er sich bewährt und mittlerweile hat auch Paulus erkannt, was für einen Wert dieser junge Mitarbeiter hat. Und wir werden noch sehen im Zweiten Timotheusbrief, wie wertvoll er ihm geworden ist.
[12:13] "Und Jesus, der Justus genannt wird, die aus der Beschneidung sind. Diese allein sind meine Mitarbeiter für das Reich Gottes, die mir zum Trost geworden sind."
[12:22] "Es grüßt euch Epaphras, der einer der euren ist, ein Knecht des Christus, der alle Zeit in Gebeten für euch kämpft." Nicht nur Paulus hat für die Kolosser gekämpft, sondern auch andere, "damit ihr fest steht, vollkommen und zur Fülle gebracht in allem, was der Wille Gottes ist." Lasst uns auch füreinander kämpfen im Gebet, dass wir alle vollkommen in Christus feststehen und zur Fülle gebracht werden und Gottes Willen tun. Ist das auch dein Wunsch?
[12:53] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken Dir von ganzem Herzen, dass Du persönlich zu mir und zu uns heute gesprochen hast und wir wollen uns durch Deine Gnade vornehmen und durch Deine Kraft auch es tatsächlich erleben, dass, was immer wir sagen und tun, es in Deinem Namen geschieht, dass wir den neuen Menschen anziehen und den alten Menschen ablegen. Und Herr, darum bitte ich Dich für mich persönlich und für jeden, der sich das auch jetzt in seinem Herzen von Herzen wünscht und hab Dank, dass Du dieses Gebet immer erhören wirst, weil es ist genau das, was Du Dir wünschst. Hab Dank dafür, Herr Jesus. Amen.
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