In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp, wie die Botschaft Jesu Christi immer wieder zu Spaltungen führte. Anhand von Beispielen aus den Johannes- und Matthäusevangelien wird gezeigt, dass Jesu Lehren – insbesondere das Evangelium von seinem Tod und seiner Auferstehung – die Menschen polarisierten. Der Vortrag erklärt, dass diese Trennung nicht vom Evangelium selbst ausgeht, sondern eine Konsequenz der freien Entscheidung und des Ursprungs der Rebellion gegen Gott ist.
Der Ersehnte: 225. „wiederum eine Spaltung“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“. Schön, dass ihr heute Abend da seid und dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir sind heute noch einmal in Johannes Kapitel 10. Wir haben ganz außergewöhnliche Dinge gelernt, tiefe Dinge über Jesus, unseren Hirten. Das letzte Mal haben wir gesprochen über Jesus, der das Leben lässt aus sich selbst heraus und es wieder nimmt, und versucht uns diese Idee ein bisschen zu nähern, dass Jesus nicht nur gestorben ist freiwillig für uns, sondern sich als Gott auch das Leben wiedergegeben hat, obwohl er ganz tot war als Mensch, als Gott sich das Leben wiedergegeben hat und den Tod besiegt hat. Und damit hat Jesus auch hier, ein knappes halbes Jahr vor der Kreuzigung, schon ganz deutlich wieder angezeigt, was passieren würde. Heute wollen wir uns anschauen, was die Reaktion der Menschen gewesen ist auf diese erstaunlichen Worte.
[1:52] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du Gebet erhörst und deswegen kommen wir zu dir, weil du versprochen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkommt, sondern ausführen wird, so du es gesandt hast. Und dass du, weil du versprochen hast, dass wir im Glauben zu dir kommen können durch Jesus Christus, der für uns eintritt, dass du uns segnen möchtest durch dein Wort, dass du uns erbauen möchtest, dass du uns zu dir ziehen möchtest. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir dein Wort heute gut verstehen. Herr, gib, dass du vor mir stehst und dass das Licht deiner Wahrheit für uns alle ganz klar und sichtbar heute leuchtet. Herr, sei du unser Lehrer. Hab Dank dafür. Stärke unseren Glauben im Namen Jesu. Amen.
[2:47] Johannes Kapitel 10. Jesus hat einige der unglaublich schönsten oder unfassbar schönsten Sätze der ganzen Bibel gesagt, wie zum Beispiel: „Ich bin der gute Hirte.“ Hat davon gesprochen, dass er sein Leben lässt und dass er sein Leben nehmen wird, dass er Vollmacht dazu hat. Das heißt, er hat die Fähigkeit, sich das Leben aufzugeben oder die Fähigkeit, sich das Leben zu nehmen. Das war bei keinem anderen so, der von den Toten auferstanden ist. Ja, Moses hat sich nicht das Leben genommen, wiedergegeben. Ja, Lazarus hat das nicht getan. Ihnen wurde das Leben gegeben, aber Jesus hat nicht einfach nur das Leben empfangen, er hatte das Leben in sich selbst. Selbst als er tot war, er war Gott und Mensch gleichzeitig und das beweist seine Auferstehung mit Vollmacht.
[3:37] Das sind Sätze, da könnte man jahrelang, jahrzehntelang drüber nachdenken und man wird noch in der Ewigkeit Millionen Jahre drüber nachdenken und immer neue Tiefen erkennen und immer neue Strophen der Loblieder singen. Was wir heute uns anschauen wollen, ist, wie haben die Menschen reagiert, die diese Dinge gehört haben, die wir in den letzten Wochen und Monaten in Johannes 10 studiert haben. Wir lesen mal in Vers 19. Wer mag mal Johannes 10 Vers 19 lesen? „Da entstand wiederum eine Spaltung unter den Juden um dieser Worte willen.“ Genau, was ist die Reaktion? Es gibt eine Spaltung. Die Worte von Jesus, Worte, die wir uns heute einrahmen, zum Teil sagen, was für wunderschöne Worte, Worte, die vertont werden, die wir nachsagen sozusagen, die wir uns als guten Rat zusprechen, die führen zu einer Spaltung. Und zwar, ist euch aufgefallen, welches Wort fällt euch auf hier in Vers 19? Gibt's ein Wort, das euch auffällt? „Wiederum“. Was sagt uns das Wort „wiederum“? Es ist nicht die erste Spaltung. Und wir wollen das ganz kurz ein bisschen unter die Lupe nehmen.
[5:06] Schaut mal mit mir in Johannes Kapitel 7. Und ich hoffe, ihr könnt noch – ich gebe zu, das ist manchmal schwierig, wenn man so von Vers zu Vers geht – aber wir haben ja gesehen, dass eigentlich Johannes 7, 8, 9 und 10 ein großer Komplex sind, wo das Laubhüttenfest und die Tage danach besprochen sind, eigentlich eine zusammenhängende Geschichte: Johannes 7, 8, 9 und 10. Und jetzt in Johannes 7 Vers 40 bis 43, wer mag mal das lesen? „Viele nun von nun aus der Volksmenge sagten, als sie das Wort hörten: Dies ist wahrhaftig der Prophet. Andere sprachen: Dies ist der Christus. Andere aber sagten: Kommt her, Christus, denn aus Galiläa sagt nicht die Schrift, dass der Christus aus dem Samen Davids kommen und aus dem Dorf Bethlehem, wo David war? Es entstand nun seinetwegen eine Spaltung unter der Volksmenge. Und etliche von ihnen wollten ihn ergreifen, doch legten niemand Hand an ihn.“
[6:18] Okay, bis dann, genau. Also, was lesen wir hier in Johannes 7 Vers 43? Wir sehen, dass als Jesus dort beim Laubhüttenfest in Jerusalem auftaucht und dann im Laufe des Festes plötzlich erscheint und predigt, führt das zu einer Spaltung. Und zwar gibt es Leute, die sind für ihn, es gibt Leute, die sind gegen ihn. Was sagen die Leute, die für ihn sind? Sie sagen, das ist wahrhaftig ein Prophet. Ja, also sie haben nicht mal ganz erkannt, wer er ist, aber sie haben zumindestens eine positive Meinung von ihm. Sie sagen, es ist ein Prophet. Was sagen die anderen? Nicht Christus ist Christus. Ah, genau, sie – das haben wir damals ausführlich studiert – sie begründen sogar mit einer korrekten biblischen Prophezeiung, warum sie nicht an Jesus glauben, weil sie sagen: „Ja, der Messias kommt ja aus Bethlehem und nicht aus Galiläa.“ Kam Jesus aus Bethlehem? Er ist ja geboren worden. Die hätten ihn nur fragen müssen, wo bist du geboren? Hätten sie festgestellt, er sie erfüllt. Aber statt ihn zu fragen, haben sie sich ein Urteil erlaubt. Und es gibt eine Spaltung, eine Spaltung im Volk in Johannes 7.
[7:49] Jetzt gehen wir mal weiter zu ähm, oder wir können noch, Moment, wir gehen noch ein bisschen weiter zurück in Johannes 6. Wir gehen noch ein bisschen zurück, vielleicht um noch ein bisschen das aufzubauen, wie das ähm in Johannes aufgeschrieben ist. Johannes 6 ab Vers 52. Das ist viel früher gewesen, das ist äh zur Zeit des Passah 30 gewesen, also ein halbes Jahr vorher, als die Speisung der 5000 gewesen ist, am nächsten Tag. Ja, Johannes 6 Vers 52. „Da stritten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?“ Genau, das war dieses Moment, wo Jesus gesagt hat: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer mein Fleisch isst und wer mein – nicht ich bin Brot – und wer mein Fleisch isst und wer mein Blut trinkt.“ Ja, und da gibt's eine, gibt's eine, einen Streit unter den Juden, oder könnt ihr das sehen? Weil einige sagen: „Wie ist das möglich? Wir sind doch keine Kannibalen.“ Ja, sie verstehen nicht, dass er geistlich spricht. Also, wir haben Johannes hier, Johannes 6 Vers, was war das? 52, oder? 52. Jesus gibt sehr bedeutende Worte, sagt, ich bin das Brot des Lebens, sagt Vers 51, oder: „Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, dass ich geben werde für das Leben der Welt.“ Und was ist das für eine Botschaft, die er also sagt? Er sagt mit anderen Worten, er sagt: „Ich werde sterben für die Welt.“ Es ist die Botschaft, dass er sterben wird für die Welt, die einen Streit auslöst. Interessant, ja? Also, wir haben hier die Botschaft vom Kreuz, ja, löst einen Streit aus.
[9:45] Dann geht es weiter, immer noch in derselben Geschichte, in Johannes 6 Vers 60. „Viele nun von seinen Jüngern, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede, wer kann sie hören?“ Genau, und noch Vers 66 dazu: „Aus diesem Anlass zogen sich viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm.“ Genau, was passiert hier? Also, wir hatten erst die Juden, also die gar nicht mal seine Jünger gewesen waren, die das nur gehört haben, die haben sich gestritten. Was passiert jetzt? Wer, wer trennt sich? Also, von den Jüngern. Wer sind Jünger Jesu? Jünger, das sind die Jünger, die Jesus gehabt hat. Also, in Vers 52 hatten wir einfach die Juden, die zugehört haben, ja, die also keine Jünger gewesen sind, die nur gekommen waren, weil sie Jesus hören wollten. Aber auch unter denen gab es eine Spaltung. Erst jetzt gibt's auch eine Spaltung unter den Jüngern, denn viele Jünger verlassen hier in Johannes 6 Jesus. Haben ihn alle Jünger verlassen? Genau, ihr kennt die Geschichte, oder? Dann bleiben nur noch die Zwölf übrig. Und Jesus fragt: „Wollt ihr mich auch verlassen?“ Und dann sagen sie, was sagt Petrus? „Sollen wir gehen? Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Welche Worte waren es, die hier dazu geführt haben, dass viele Jünger gesagt haben: „Das ist eine harte Rede.“ Könnt ihr sehen, eine harte Rede. Sie haben es nicht verstanden, sie haben gedacht, das ist abstoßend und sind deswegen von Jesus gegangen. Was hat er vorher gesagt in den Versen vorher? Dem Brot und mit dem Wein. Genau, 53: „Darum sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ Da haben wir gesagt, ist eine harte Rede. Worum geht's da? Das Fleisch essen und das Blut trinken, sein Leib und sein Blut. Jesus ist für uns gestorben, oder das Kreuz. Und es führt hier zur Spaltung. Johannes 6 Vers 60 und 66 ist eine Spaltung unter den Jüngern selbst, nicht nur Streit unter den Juden, eine Spaltung unter den Jüngern.
[12:19] Nun gehen wir ein bisschen weiter, Johannes Kapitel 12. „Und es gab viel Gemurmel seinetwegen unter der Volksmenge. Etliche sagten: Er ist gut. Andere aber sprachen: Nein, sondern er verführt die Leute.“ Genau, was haben – also das ist jetzt dann ein halbes Jahr später. Jesus kommt zum Laubhüttenfest, haben wir damals alles studiert. Und es gibt, was für eine Reaktion? Genau, es gibt gespaltene Reaktion. Es gibt ein Gemurmel. Was heißt denn das? Genau, was, was denkst du? Was denkst du über Jesus? Ja, Jesus. Genau, ich habe das gehört, ist gut, nicht gut. Ja, also es ging so hin und her. Alle hatten eine Meinung, keiner hat es laut gesagt, weil es heißt im nächsten Vers, alle hatten Angst, ja, vor den Obersten. Die einen haben gesagt, er ist gut, die anderen haben gesagt, er ist ein Verführer. Ja, wir haben ja also ein, also unterschiedliche Meinungen, ein Gemurmel, ja. Und man sieht jetzt, wie im Johannesevangelium das immer wieder betont wird. Es gibt immer wieder zwei Meinungen, zwei verschiedene Ansichten. Die Leute sind gespalten, wenn sie mit Jesus in Kontakt kommen.
[13:39] Johannes 9, und zwar Moment, genau, Johannes 9 Vers 16: „Da sprachen etliche von den Pharisäern: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält. Andere sprachen: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? Und es entstand eine Spaltung unter ihnen.“ Genau, also da haben wir wieder eine Spaltung, ja. Wir haben in Johannes – das hatten wir, Entschuldigung, ich muss noch aufschreiben, vergessen, nicht? Entschuldigung, in Johannes 7 hatten wir diese Spaltung ja gelesen, Johannes 7 Vers 43. Entschuldigung, Johannes 7 Vers 43 hatten wir diese Spaltung, das hatten wir ganz am Anfang gelesen, nicht? Wo es darum ging um den Christus, oder da ging die Frage, wer ist Christus? Kommt Christus aus Galiläa oder aus Bethlehem? Da hieß es, es gibt eine Spaltung. Und jetzt in Johannes, in Johannes 9, da hatten wir Vers 16, hatten wir auch eine Spaltung. Und warum gibt es eine Spaltung? Genau, weil er geheilt hat, sein – und wen hat er geheilt? Den Blindgeborenen. Und könnt ihr euch noch erinnern, was diese Heilung von Blindgeborenen bedeutet hat? Das war ja besonders, weil es nicht irgendein Blinder war, sondern jemand, der von Geburt an blind war. Genau, es geht um die Frage der Sünde. In Johannes 8 gab es die Ehebrecherin und Johannes 9 den Blindgeborenen. Und wie wurde er geheilt? Er musste sich wo waschen? In einem Teich mit dem Namen Siloah, der Gesandte. Christus, in Christus waschen, ja. Mit dem ähm, mit dem, mit dem Brei, den Jesus gemacht hat, mit dem Speichel, nicht wahr? Erinnert euch daran. Genau, und als Jesus das macht am Sabbat, gibt es wieder eine Spaltung. Also, wir haben ja eine Heilung, aber eine Heilung, die ganz besonders auch mit der Erlösung zu tun hat, ja. Denn so wie der Mann blind geboren war, sind wir von Geburt an – Erlösung – sind wir von Geburt an als Menschen erstmal, wir sind ohne Gott, ja, wir sind getrennt von Gott und wir brauchen die Erlösung. Wir haben ein Problem, das ganz, ganz, ganz, ganz, ganz grundsätzlich ist, das Problem von den Blindgeborenen. Und das führt wieder zur Spaltung.
[16:35] Vielleicht können wir noch ergänzen, das habe ich jetzt nicht aufgeschrieben gerade, aber in Johannes 33: „Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Sie antworteten ihm: „Wir sind Abrahams Same und sind nie jemanden Knechte gewesen. Wie kannst du das sagen: Ihr sollt frei werden?“ Genau, ich hoffe, ihr erinnert euch noch, da gab es zwei Gruppen, ja. Jesus hat nach der Geschichte mit der Ehebrecherin mit den Juden diskutiert, die ihn angegriffen haben. Aber es gab einige Menschen, die an ihn geglaubt haben, oder Leute, die von seinen Worten überzeugt gewesen sind, die ihm nachfolgen wollten. Zu denen hat er sich gewandt. Und dann die, die Antworten in Vers 33, das sind nicht die Gläubigen, das sind nicht die, die jetzt an den Glauben, das sind die Juden, die gegen ihn protestieren, ja. Haben wir wieder zwei Gruppen. Wir haben Leute, die glauben, haben Leute, die glauben, und wir haben Gegner, die das in Zweifel ziehen, was Jesus sagt. Und die Geschichte hier war die Ehebrecherin und die Vergebung der Sünde. Ja, Vergebung der Sünde. Warum erzähle ich das? Ihr könnt hier ein Muster sehen. Jesus erzählt in Johannes 6 Vers 52, sein Leben wird für die Menschen gegeben, und es gibt einen Streit unter den Zuhörern. Er redet mehr davon, wie wir von seinem Fleisch und Blut leben müssen, und es gibt sogar eine Spaltung unter seinen Jüngern. Als er das nächste Mal nach Jerusalem kommt, gibt es ein Gemurmel unter der Bevölkerung, als er dann öffentlich spricht und predigt und auch davon spricht, dass bei ihm das Wasser des Lebens zu finden ist, ja, die Erlösung. Gibt es eine Spaltung, wird sogar explizit gesagt, es gibt eine Spaltung. Dann, nachdem Jesus der Ehebrecherin vergibt und zeigt, dass er Sünden vergeben kann, gibt es Leute, die an ihn glauben, und es gibt Leute, die ihn ablehnen, gegen ihn kämpfen. Und dann heilt er den Blindgeborenen, tut es am Sabbat, und einige glauben an ihn und andere nicht. Es kommt wieder, sagt Johannes, zu einer Spaltung. Und jetzt kommt Johannes 10, und Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte“, und der gute Hirte lässt sein Leben. Und was ist die Reaktion? Es gibt eine, und Johannes schreibt schon, es gibt wieder mal, wiederum eine Spaltung. Seht, dieses „wiederum“ ist bedeutsam, weil Johannes schreibt das auf – er hat es ja im Hinterkopf, wir vergessen das so schnell, ja. Aber Johannes weiß, ich schreibe fast jedes Kapitel ständig Spaltung und Spaltung und die glauben, die glauben nicht. Spaltung, wiederum eine Spaltung. Das ist also ein, wie ein roter Faden zieht sich das durch. Jesus redet von der Erlösung, er redet von dem Kreuz, er redet von seiner Sendung als Messias, er redet davon, dass er Sünden vergibt, und er redet davon, dass er sein Leben lässt als guter Hirte. Und es gibt immer eine Spaltung genau an diesem Punkt, an der Frage des Evangeliums. Also, waren wir in Johannes 10 Vers 19, ja. Das heißt, hier wiederum eine Spaltung, weil er sagt: „Ich bin der gute Hirte.“ Und wieder geht es um die Kreuzigung.
[20:35] Frage an euch: Wir lesen noch einen Text. Wir lesen noch einen Text und dann kommt die Frage. Erst gehen wir zu Matthäus, und zwar Matthäus 10 Vers 34 und 35: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.“ Können wir das sehen hier in dieser Geschichte? Die Juden, die Jünger, alle spalten sich über die Frage. Und warum spaltet sich? Wer ist der Auslöser? Und zwar, was sagt Jesus immer? Er sagt nicht nur die Wahrheit, er sagt immer das Evangelium. Es ist gar nicht – also er sagt, er hätte auch Wahrheiten sagen können im Sinne von: „Die Sonne ist so und so viel Kilometer entfernt.“ Ja, er hätte ja auch das Weltbild der Antike auf den Kopf stellen können und sagen können: „Ihr denkt, ihr seid der Mittelpunkt der Erde, in Wirklichkeit ist die nicht mal, dreht sich alles um.“ Hätte ja physikalische Sachen sagen können, die auf Ablehnung gestoßen wären. Der Streit wird nicht erzeugt, weil er einfach klüger ist in Naturwissenschaften oder weil er eine philosophische Idee einnimmt, die andere nicht geteilt haben. Der Streit kommt immer auch nicht, weil er einfach sagt: „Gottes Gesetze sind wichtig“, sondern er kommt immer wegen dem Evangelium. Immer wenn Jesus hier über das Evangelium spricht, dass er sein Leben lässt, kommt es zum Streit und zur Spaltung. Das ist interessant: Das Evangelium selbst spaltet. Aber liegt das an dem Evangelium? Liegt es daran, dass das Evangelium spalterisch ist? Nee, woran liegt das? Warum gibt es ständig Streit und Spaltung, wenn die Wahrheit gepredigt wird?
[22:45] Okay, es geht also, es gibt immer die Möglichkeit zu glauben oder nicht zu glauben, ja. Und warum ist das so? Also, warum gibt es die Möglichkeit zu glauben oder nicht zu glauben? Weil Gott uns liebt, weil er uns liebt und möchte, dass wir ihn aus Liebe zurücklieben, ja, also aus freien Stücken. Aber warum gibt es dann diese Spaltung und diesen Krieg dagegen und die Aversion gegen Gottes Wort? Hat die Gott geschaffen? Hat Gott die Spaltung geschaffen? Nee, nein, natürlich nicht. Es gab immer die freie Möglichkeit, Gott anzubeten. Aber gab es schon auch immer Spaltung und Streit? Gab es schon immer Spaltung und Streit? Schon immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer, immer seit Ewigkeiten? Aber seit immer, seit immer? Nein, es gab mal eine Zeit, da gab es keine Spaltung. Es gab mal eine Zeit vor langer Zeit, wo Engel alle in Harmonie waren, obwohl sie Freiheit hatten, oder? Sie hatten Freiheit, Gott anzubeten, sie taten es aus Liebe. Es gab ja keinen Grund, sich dagegen zu entscheiden. Das ist ganz wichtig: Das eine ist, dass wir Freiheit haben der Entscheidung. Das andere ist, dass jemand diese Freiheit missbraucht, um ohne Grund gegen Gott zu schießen. Und wer war der Erste, der das getan hat? Das war Luzifer, ja. Und der hat den Streit angefangen, der für die Spaltung gesorgt, oder der hat für die Spaltung gesorgt, dass ein Drittel der Engel sich abgespalten hat. Und der hat dafür gesorgt, dass sich die Erde von Gott abgespalten hat. Adam und Eva haben sich von Gott ja auch abgespalten, ganz genau. Und als Adam und Eva durch das Evangelium wieder mit Gott in Verbindung gebracht worden sind, was hat er in der nächsten Generation gemacht? Bei Kain und Abel eine Spaltung. Es gibt einen, der an Gott glaubt, und einer, der ihm nicht glaubt. Und so geht das durch die ganze Geschichte. Und da hast du natürlich recht, seit Menschen gedenken sehen wir in jeder Generation diese Spaltung und die hat zu tun mit dem Evangelium. Die Wahl ist, wenn wir das Evangelium predigen, das Evangelium von Jesus, dass er gestorben ist und auferstanden ist und dadurch unser Leben...
[25:21] auferstanden ist und dadurch unser Leben verändert wird, das immer auf Spaltung stößt, weil Satan das nicht hören möchte. Das sehen wir ganz deutlich hier. Hier wird zwar nie der Name Satan erwähnt, aber natürlich steckt der im Hintergrund. Der möchte ja unter allen Umständen verhindern, dass die Menschen Jesus annehmen.
[25:39] Und so gibt es Streit über die Umstände: Warum hat er es am Sabbat gemacht? Ja, es gibt Streit über, wo kommt Jesus eigentlich genau her? Man stößt sich an seinen Worten: Warum hat er gesagt, wir müssen Fleisch essen? Ja, man stößt sich an verschiedenen Sachen, versucht es zu verdrehen, versucht es falsch zu verstehen, fragt nach: Bist du überhaupt in Bethlehem geboren, ja oder nein? Und dadurch entsteht eine Spaltung, und viele Menschen werden dadurch abgeschnitten vom Evangelium. Sie wollen es nicht mehr hören.
[26:04] Man sieht hier quasi die Handschrift des Satans. Und Jesus wusste, als er in die Welt kam, dass der Satan ja nicht wegläuft, der verschwindet nicht einfach. Der wird ihm Widerstand leisten. Und deswegen sagt Jesus: Ich werde jetzt etwas bringen, was anders ist als das, was die Menschen kennen. Und einige werden es annehmen, und die anderen wollen lieber das Alte behalten.
[26:28] Bevor das Evangelium in die Welt kam, waren die Menschen alle miteinander vereint in der Rebellion, ja, die waren alle gegen Gott, Adam und Eva vereint. Und dann kommt das Evangelium, das Evangelium bricht da sozusagen hinein, ja, und trennt. Jetzt: Einige werden das Evangelium annehmen, andere werden es ablehnen. Und deswegen sagt Jesus: Ich bringe das Schwert. Er möchte ja alle retten, aber er kann nicht alle retten gegen ihren Willen. Und weil sie freien Willen haben, wird es manche Menschen geben, die es wollen, die es nicht wollen. Er bringt das Schwert.
[27:05] Und glaubt ihr, das hat in Johannes 10 aufgehört, dass es eine Spaltung wegen Jesus gab? Es geht durch bis zum Ende des Lebens Jesu, durch die ganze Kirchengeschichte bis heute und geht weiter bis nach den 1000 Jahren. Es entstand wiederum eine Spaltung. Das ist nicht einfach nur so eine Nebennotiz von Johannes, sondern die zeigt, wie permanent, solange das Evangelium und der Fürst der Finsternis aufeinanderprallen, es immer zwei Parteien gibt.
[27:37] Es wird bei der Wiederkunft zwei Parteien geben. Es wird nach den 1000 Jahren dann zwei Parteien geben, die sich also am Ende noch mal von den Toten auferstehen werden, die Gottlosen. Es sind immer zwei Parteien. Und hier im Leben von Jesus gab es immer zwei Parteien. Und wir dürfen uns nicht wundern, dass wenn wir das Evangelium predigen, dass manche Menschen es annehmen werden und manche es ablehnen werden.
[28:05] Und das Argument „Das spaltet ja!“ ist noch kein Argument gegen eine Lehre. Also, wenn jemand etwas predigt und das führt zu einer Spaltung, kann man nicht einfach sagen: „Deswegen darf er nicht mehr predigen, weil das hat ja zur Spaltung geführt.“ Ansonsten hätte Jesus ja nie predigen dürfen, denn seine Predigten haben immer zur Spaltung geführt.
[28:26] Nun, versteht mich richtig: Jesus hat das mit Taktgefühl getan, mit Liebe getan. Er wollte ja keine Spaltung, oder? Das ist ganz wichtig. Es gibt auch Menschen, die halten Predigten, um zu spalten, die wollen sozusagen Bruder mit Bruder gegeneinander aufhetzen. Das ist verkehrt. Aber wir dürfen auch nicht glauben, dass wenn die Wahrheit gepredigt wird, dass alle immer friedlich zusammen sein werden. Die Wahrheit wird immer Spaltung hervorrufen.
[28:53] Johannes sagt: Es entstand wiederum eine Spaltung unter den Juden. Jetzt gehen wir weiter, Johannes 10, Vers 20. Und wir schauen jetzt, was die beiden Parteien sind, jetzt in Johannes 10, ja? Johannes 10, Vers 20: Was sagt die eine Partei? „Und viele von ihnen sagten: Er hat einen Dämon und ist von Sinnen. Deshalb, hört ihr auf ihn?“
[29:20] So unglaublich, oder? Jesus hat in Vers 18 etwas gesagt, was so tief ist, dass wir kaum mit vielen Jahren an Erfahrung mit Jesus kaum anfangen können, zu begreifen, was für eine großartige Sache er gesagt hat. Ja, er ist der gute Hirte, er lässt sein Leben, er gibt sich das Leben selbst wieder. Und ein Teil hört das Jesus buchstäblich sagen. Ich meine, ich wünschte, ich wäre dabei gewesen. Ich wünschte, ich könnte noch fragen: „Okay, wie genau, wie genau funktioniert das?“ Oder hättet ihr nicht auch ihn gern gefragt?
[29:49] Aber da stehen Leute, während Jesus, der beste Prediger aller Zeiten, es ihnen erklärt, und sie sagen: „Ach, der ist besessen! Warum hören wir überhaupt zu?“ Die sagen quasi: „Wir verschwenden unsere Zeit.“ Könnt ihr euch vorstellen, dass Menschen zu dem Schluss kommen, während sie in einer Predigt von Jesus sitzen, dass sie ihre Zeit verschwenden? Das ist unglaublich, oder? Die machen quasi den Computer zu, sagen: „Bringt nichts, ich mache jetzt aus, unnütz!“
[30:19] Da könnt ihr sehen, wie weit es der Satan treiben kann, denn das ist das Ziel vom Satan. Denn wenn jemand sagt: „Ich muss gar nicht mehr hinhören, das bringt gar nichts mehr“, dann wird das Wort Gottes ihn nicht erreichen. Das ist wie der harte Boden, oder? Das wird der Satan das sofort wieder wegnehmen.
[30:39] Viele von ihnen sagten genau. Nun, diesen Vorwurf haben wir immer wieder gesehen. Schaut mit mir zu Matthäus 9 und dort Vers 34: „Die Pharisäer aber sagten: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus.“ Genau. Also, als Jesus noch in Galiläa gewirkt hat, da haben schon einige Pharisäer gesagt: „Er macht das, das ist nur Magie, das ist nur so ein Zaubertrick, ja, das ist Okkultismus.“
[31:11] Also, das war eine Idee, die die Menschen nicht hier in Johannes 10 erfunden haben, sondern es ist eine Idee, die wurde dann weitergetragen. Und wir werden sehen, das war wie so ein Gerücht, dass Jesus in Wirklichkeit Magier ist.
[31:25] Schau mal weiter in Johannes 7, Johannes 7, Vers 20: „Die Menge antwortete und sprach: Du hast den Dämon! Wer sucht dich zu töten?“ Genau, als Jesus gesagt hat, dass sein Leben in Gefahr ist, spinnst du? Ja, „Du hast den Dämon! Wer will dich umbringen?“ Ja, während gleichzeitig die Pharisäer planen, wie sie ihn umbringen können.
[31:50] Da haben wir wieder: „Du hast einen Dämon!“ Dann in Johannes 8 und dort Vers 48: „Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Samariter bist und einen Dämon hast?“ Genau, da sagen sie, also da hat sich das schon sozusagen wie so ein Sprichwort verfestigt. Ja, das war schon so ein Gerücht: „Jesus hat einen Dämon!“ Die sagen: „Hey, und dann sagen die: Findest du nicht auch, dass wir recht haben, wenn wir sagen, dass du einen Dämon hast?“
[32:21] Das war also nicht so eine einmalige Idee, das muss ein richtiges Gerücht gegeben haben. Wenn es damals Telegram gegeben hätte, hätten die Leute Nachrichten verteilt und weitergeleitet: „Wusstet ihr, Jesus hat einen Dämon?“ Ja, und das verbreitet sich.
[32:35] Und dann in Vers 52 sagen sie dann noch mal in Johannes 8, Vers 52: „Da sprachen die Juden zu ihm: Jetzt erkennen wir, dass du einen Dämon hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit.“
[32:54] Was ist passiert? Am Anfang haben ein paar Pharisäer nicht gewusst, wie sie die Wunder Jesu erklären sollen, ohne sich zu bekehren. Ja, also am Schluss haben sie ihm den Stempel gegeben: „Du bist vom Dämon!“ Genau, „du bist vom Dämon!“ Es ging alles damit los, dass Pharisäer gesehen haben: Jesus heilt Menschen. Und sie wollten nicht an Jesus glauben, aber sie konnten auch nicht leugnen, dass es ein Wunder ist. Also haben sie eine Erklärung gesucht, die ihnen das Gesicht wahrte. Sie haben gesagt: „Er macht das mit Magie.“
[33:19] Und diese Erklärung hat sich vervielfältigt und wurde weitergetragen, weitergetragen, sodass jetzt in Jerusalem Menschen sagen: „Ja, wir haben das gehört, wir haben das gehört!“ Das verbreitet sich. Und das hat – es wird irgendeiner mal sich ausgedacht haben – und das ist wie so ein, wie so ein Krebs, der führt dazu, dass ganz viele Menschen das glauben, jetzt Jesu Predigten hören und genau das Gegenteil herauskommt von dem, was Jesus vorgesehen hat. Er will sie zum ewigen Leben führen, und sie nehmen seine Aussagen und sagen: „Ah, jetzt verstehen wir es wirklich! Du hast wirklich einen Dämon!“ Ja, sie drehen das um, ja.
[33:50] Also, ich kann mir vorstellen, dass in der ganzen Menge der Satan da drunter war und das einfach jemandem ins Ohr reingeflüstert hat. Ja, das kann schon sein, oder ein Dämon. Der Punkt ist: Irgendjemand hat es mal vor Monaten angefangen, und jetzt in Jerusalem, schon Monate später, ist es da und bei vielen ist es abgestempelt.
[34:13] Und wenn ihr jetzt überlegt, dass Johannes 8 und 10 von wenigen Tagen stattfinden, also mehrmals schon gesagt worden ist: „Er hat einen Dämon!“ Und jetzt sagen die, jetzt hören sie ihn sagen, er sagt: „Ich lasse mein Leben, ich nehme mein Leben wieder zu mir.“ Und sie sagen: „Ach, bringt gar nichts!“ Sehr, sehr verrückt. Ja, die tun ihn ab, sodass selbst die tiefsten Wahrheiten des Evangeliums auf eine Mauer prallen.
[34:38] Und das ist die Gefahr von Gerüchten, von falschen, von Falschmeldungen, die verbreitet werden. Sie erzeugen eine Meinung, ein Vorurteil, gegen das die Wahrheit nicht mehr richtig ankommt. Das passiert: Die Leute haben ein Vorurteil, weil jemand aus Boshaftigkeit sein Vorurteil in die Welt gesetzt hat. Jetzt verbreitet sich das, und viele sind dann gegen Jesus und sind nicht mehr bereit, ihm zuzuhören. Und wenn man nicht mal mehr bereit ist, Jesus zuzuhören, wenn man nicht mal mehr bereit ist, dem Wort Gottes zuzuhören, dann kann man ja auch nicht mehr geändert werden.
[35:13] Also, ihr seht sozusagen auch hier die Handschrift Satans, wie er das eingefädelt hat. Und du hast vollkommen Recht: Der Satan versucht natürlich, die Menschen von Jesus abzuschneiden.
[35:27] Ähm, genau. Schauen wir noch ganz kurz zu Matthäus 10, und das wird jetzt noch mal ganz wichtig hier. Matthäus 10, Vers 25: „Es ist dem Jünger genug, dass er sei wie sein Meister, und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wie viel mehr seine Hausgenossen?“
[36:02] Genau, was steht hier? Wenn sie so mit Jesus umgegangen sind, werden sie auch mit uns umgehen. Wir müssen damit rechnen, dass Leute schlecht über uns reden, dass manche uns nicht mal mehr zuhören werden, einfach nur weil sie Vorurteile bekommen haben, sodass selbst die schönsten Worte und die herrlichsten Worte, die wir sagen können, quasi nichts ausrichten, weil jemand schon denkt: „Ach, das ist sowieso Quatsch!“
[36:29] Und es ist so traurig, weil die fallen quasi sozusagen dann auf harten Boden. Das, was Jesus erlebt hat – ich meine, die Predigt in Johannes 10: „Ich bin der gute Hirte!“ Das ist mit das Schönste, was es gibt im Neuen Testament. Und Leute sagen: „Warum sollen wir überhaupt zuhören? Der hat einen Dämon!“ Das ist so traurig, das muss Jesus' Herz gebrochen haben, weil er wollte sie ja – es sind seine Schafe, für die er sein Leben gibt, und die wollen es nicht mal hören. Die sagen: „Er ist vom Satan!“
[37:02] Und das Interessante ist: Es ist nicht krass, dass die Leute, die behaupten, Jesus sei vom Satan, so sehr vom Satan gefangen genommen sind, dass sie gar nicht bemerken, wie sehr der Satan sie gefangen genommen hat, indem sie jetzt das Jesus vorwerfen. Also, das, was ihr eigenes Problem ist, das werfen sie Jesus vor. Jetzt werdet ihr merken: Ganz oft werfen Menschen, die ein Problem haben, genau ihr Problem anderen Menschen vor. Das ist ein ganz typisches Muster.
[37:26] Aber wir haben noch einen Vers in Johannes 10, Vers 21. Wir haben also viele, die ihn ablehnen, die ihm nicht mal mehr zuhören wollen. Jetzt haben wir aber noch Vers 21: Was sagen die anderen? Sie sagen: „Das sind nicht die Worte eines Besessenen. Kann denn ein Dämon Blinden die Augen öffnen?“ Genau.
[37:52] Also, da gibt es andere Leute, die haben auch gehört, dass er einen Dämon haben soll, ja. Die haben auch das Vorurteil gehört. Aber was machen die? Die haben nicht vergessen, was Jesus getan hat. Sie vergleichen das, was sie gehört haben, dieses Vorurteil, mit zwei Dingen, nämlich mit dem, was sie gesehen haben und was sie gehört haben. Gehört haben: „Kann ein Dämon...“ Wie sagen sie hier genau? „Das sind nicht die Worte eines Besessenen!“ Das ist, was sie hören von Jesus, seine Predigt. Und: „Kann denn ein Dämon Blinden die Augen öffnen?“
[38:28] Wann wurde gerade einem Blinden die Augen geöffnet? Gab es da gerade eine Geschichte, wo einem Blinden die Augen geöffnet worden sind? Wo? In Johannes 9, der Blindgeborene, oder? Also, wir haben Johannes 9, den Blindgeborenen, die Heilung. Und wir haben in Johannes 10 die Worte, wir haben den guten Hirten, oder? Und es gibt Menschen, obwohl sie gehört haben: „Ja, Jesus hat nur einen Dämon!“, sie sehen, was er tut, und sie hören, was er sagt, und sagen: „Okay, was wir sehen und hören, stimmt nicht ein mit dem, was wir gehört haben.“
[39:05] Es gibt immer Menschen, die hören auf das Gerücht. Es gibt Menschen, die prüfen das selbst nach. Als der Luzifer im Himmel ein Gerücht verbreitet hat über den himmlischen Telegram-Kanal und gesagt hat: „Wusstet ihr schon, in Gottes Regierung ist das faul?“ Sagt er nur nicht: „Ja, eine Verschwörung, die wollen uns unterdrücken!“
[39:31] Hm, da haben ein Drittel der Engel gesagt: „Okay, den Kanal abonnieren wir und leiten es immer weiter!“ Ja, selbst als Gott auf dem Thron ihnen gesagt hatte: „Stimmt nicht!“, sie sagten: „Ja, ja, wir wissen, wir wissen, du lügst uns nur an. Das ist alles nur Fake, alles nur Fake!“ Und dann sind sie gegangen, also dann mussten sie rausgeschmissen werden.
[39:53] Ich sage das deswegen, weil ich das mit großer Sorge betrachte, wie sehr auch verschwörungstheoretisches Denken unsere Gehirne manchmal kaputt macht. Die Idee dahinter, der Mechanismus, kommt direkt von Satan. Ich will nicht sagen, dass es nicht Verschwörungen gibt in der Welt, das ist keine Frage. Aber die Idee, wie das funktioniert, kommt vom Satan, weil man einfach etwas glaubt, was einem weitergeleitet worden ist. Man hat keine Chance, Leute zu sehen, man hat keine Chance, das zu glauben, zu hören oder zu überprüfen. Man glaubt es einfach, weil es gesagt worden ist.
[40:21] Und bis zu dem Punkt, dass man, wenn man oft genug über einen bestimmten Politiker oder einen bestimmten Menschen etwas Schlechtes gehört und weitergeleitet hat, man würde ihm nicht mal mehr glauben, wenn er das Gegenteil sagt, wenn man ihn persönlich treffen würde. Man würde es ihm nicht mehr glauben.
[40:35] Das ist im Himmel passiert, im Himmel. Und dann gab es Engel, die gesagt haben: „Jesus, sag mal ganz ehrlich, wie ist das wirklich?“ Die haben Jesus gefragt, die haben Jesus beobachtet, die haben gesehen: Jesus ist nicht so, wie der Luzifer sagt. Die haben gesehen, das ist eigentlich üble Nachrede, und sind geblieben. Sie haben auch nicht alles verstanden, oder? Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich will nicht die Regierung mit Gott vergleichen. Ich will nur sagen, es gibt immer zwei Menschen, es gibt immer zwei Gruppen: die, die einfach Gerüchte glauben, und die, die alles selbst nachprüfen.
[41:06] Und wisst ihr, wie Luzifer, als er zu Satan wurde, und die gottlosen Engel dann – wisst ihr, wie sie die treuen Engel bezeichnet haben? Na, als die Naiven, ja, die, die einfach nur nicht blicken, was da geschieht, ja, die einfach brav hinterherliefen. Quasi so jetzt mit dem Motiv: „Die breite Masse, die es nicht gecheckt hat!“ Ja, die haben sich lustig gemacht über die und haben sie wahrscheinlich noch ganz, ganz intelligent dabei geführt, weil sie das alles durchblickt haben. Aber in Wirklichkeit haben sie die Fehlentscheidung ihres Lebens getroffen.
[41:46] Und dieser Mechanismus, den gibt es hier auch. Das Gerücht geht um: Jesus bedient sich Magie. Und einige glauben das einfach und hören nicht mal mehr zu. Und alles, was er sagt, bauen sie ein in ihr Vorurteil, und das Vorurteil wird quasi das Muster, mit dem sie alles interpretieren und sagen: „Ah, das lügt, das stimmt ja gar nicht, stimmt ja gar nicht! Er lügt uns an, er lügt uns an, er lügt uns an!“
[42:08] Und andere sagen: „Moment mal, ich habe das gehört, aber ich will mal Jesus eine Chance geben. Ich will mal zuhören, was er sagt.“ Und dann sagen sie: „Hey, Moment mal, ist ganz anders, ist gar nicht so!“ Und so entsteht die Spaltung.
[42:19] Übrigens, immer wenn das Evangelium auf unser Herz trifft – wir haben ja, unabhängig jetzt, wir haben vielleicht andere falsche Theorien gehört. Wir haben Menschen, die kommen mit der Theorie, dass Gott ein grausamer Gott ist, oder mit dem Vorurteil. Sie kommen mit dem Vorurteil, dass die Bibel erfunden worden ist, dass sie Fehler enthält, dass sie falsch abgeschrieben worden ist, ja, dass Jesus nie gelebt hat, oder aber dass es Widersprüche gibt, dass es keine Schöpfung gegeben hat. Sie kommen mit Vorurteilen.
[42:46] Und die meisten, wenn man dann die Bibel ihnen zeigen möchte, hören gar nicht mehr zu. Und das heißt, was ich hier am Ende sagen möchte: Es gibt eine Herzenseinstellung, die sagt: „Ich prüfe erst einmal selbst, ich schaue es mir selbst an, ob das stimmt.“ Und dann gibt's eine Herzenseinstellung, die sagt: „Ah, ein Vorurteil, das übernehme ich einfach!“ Und dann höre ich nicht mehr zu.
[43:12] Und wir sehen, wie es wiederum zwei Parteien gibt. Sie haben ja eigentlich nichts zu verlieren, wenn sie Jesus suchen, ja, das stimmt ja. Genau, es gibt auch keinen Grund, sich von Jesus zu trennen, ja. Also, objektiv gesehen, ist es total klar. Deswegen muss der Satan mit Täuschung arbeiten. Er muss sozusagen Furcht einflößen, er muss ihnen das Gefühl geben: „Wenn ihr den Engeln damals, wenn ihr Gott folgt, dann seid ihr einfach nur Sklaven, die nicht für ihre Freiheit kämpfen, die nicht Manns genug sind, ja, die einfach nur – ihr seid halt so schlapp, nicht wahr?“ Er hat versucht, sie so zu kitzeln, weil objektiv gesehen war er ja vollkommen falsch. Gott hat alles bestens gemacht, was es gab.
[43:50] Bevor wir schließen: Johannes. Wir haben Johannes 10, Vers 21 gelesen, was sie hier sagen: „Ja, das sind nicht die Worte eines Besessenen!“ Im Griechischen sagt es eigentlich: „Das sind ganz sicher nicht die Worte eines Besessenen!“ Ja, garantiert nicht! Garantiert kann ein Dämon das nicht. Das ist so ein krasser Unterschied.
[44:10] Das heißt, was will ich damit sagen? Jemand, der hört, was Jesus sagt, und jemand, der sieht, was Jesus tut, der bekommt eine ganz klare Meinung. Auch der sagt nicht: „Ah, das Gerücht sagt, eigentlich bin ich mir nicht ganz sicher.“ Jemand, der zuhört und sieht, weiß: Es stimmt gar nicht, was das Gerücht sagt. Jemand, der die Bibel liest, merkt: „Die ist ein wirklich tolles Buch und nicht so komisch, wie die Leute mal sagen.“ Sie haben immer noch den wahren...
[44:36] Sie waren immer noch unter dem Eindruck von diesem großen Wunder. Ja, wenn ihr Johannes 9 Vers 32 noch mal schaut: „Von Ewigkeit hat man nicht gehört, dass jemand einem Blindgeborenen die Augen geöffnet hat.“ Das war ein riesen Wunder. Sie sagen: „Das hat doch kein Dämon gemacht.“
[44:56] Und vielleicht haben Sie auch an folgendes gedacht: Schaut mal mit mir in Psalm 146 Vers 8. Was steht dort? „Der Herr macht die Blinden sehend.“ Wer macht die Blinden sehend? Der Herr. Und wenn „der Herr“ steht, dann meint es wen? Gott. Und deswegen sagen sie: „Es kann kein Dämon gewesen sein, denn Gott macht die Blinden sehend. Satan macht nicht die Blinden sehend. Gott macht die Blinden sehend.“ Jesus muss mindestens mit Gott sein. Er hat ja selbst gesagt: „Ich lasse mein Leben und ich nehme es wieder.“ Er hatte angedeutet: „Ich bin Gott.“ Er hat in Johannes 8 gesagt: „Ehe Abraham war, bin ich.“ Er hatte gesagt, dass er Gott ist, ja, und damit deutlich gemacht, warum er dem Blindgeborenen die Augen öffnet: weil er Gott ist. Auch sein Name „Ich bin“, ganz genau, ja.
[46:23] Was heißt das für uns? Das heißt für uns auch in unserem Leben, in unserer Zeit, in unserer Gesellschaft, in unserer Gemeinde: Es wird immer zwei Parteien geben. Die, die einfach nur das übernehmen, was sie gehört haben, sei es von ihren Eltern, sei es von der Kultur, sei es vom Fernsehen, sei es von Instagram, von Telegram, von Nachbarn, von was weiß ich, was die einfach nur Gedanken übernehmen und ihre Meinung sich einfach dann fest übernehmen und dann nicht mehr zuhören und nicht mehr zuschauen. Und es wird die geben, die selbst nachdenken und selbst forschen. Jesus sagt: „Komm und sieh, komm und seht.“ Und in der Geschichte der Menschheit sind die zweiten, die in der zweiten Gruppe, immer die in der Minderheit gewesen. Die, die in der zweiten Gruppe, die selbst geschaut haben, waren oft in der Minderheit. Ja, es gab nicht viele zur Zeit von Martin Luther, die die Bibel aufgeschlagen haben und geprüft haben, ob das stimmt, was der Papst sagt. Aber als einer es gemacht hat, konnte ein anderes Licht sein. Als die Pioniere der Adventbewegung angefangen haben, die Bibel selbst zu lesen, haben sie festgestellt, was eigentlich wirklich Wahrheit ist.
[47:30] Ihr Lieben, ich möchte mir vornehmen, ich hoffe ihr euch auch, dass wir die Worte und die Taten von Jesus selbst begutachten, damit wir nicht auf Gerüchte hören. Übrigens auch nicht auf Gerüchte im sonstigen Leben, ja? Wenn du es nicht selbst gesehen hast und nicht selbst gehört hast und nicht selbst weißt, dass es so stimmt, lass es links liegen. Gott kümmert sich darum. Du musst nicht alles weiterleiten, was andere Schlechtes über andere behaupten. Das tut deinem Charakter schlecht. Aber Jesus ist etwas, womit wir uns immer beschäftigen können, jemand, von dem wir lernen können. Und ich wünsche mir, dass wir zu der Gruppe gehören, die, wenn es schon eine Spaltung gibt, auf der richtigen Seite stehen, die bei Jesus bleiben und sagen: „Das ist nicht von einem Dämon, das hat Gott gemacht.“ Ja, er ist unser Gott.
[48:26] Und noch gemeinsam beten. Lieber Vater, danke, lieber Vater im Himmel, danke, dass du deine Verheißung wahr machst. Danke, dass wir uns auf dich verlassen dürfen. Danke, dass dein Wort zu uns sprichst und dass wir deine Stimme zu unserem Herzen hören dürfen. Herr, wir haben gesehen, dass das Evangelium immer Spaltung bringt, immer zwei Parteien hervorruft. Und heute wollen wir uns erneut dafür entscheiden, auf der Seite zu stehen, die hinhört, was du sagst, zuschaut, was du tust und von ganzem Herzen die Wahrheit wissen möchte. Du hast uns gesagt, dass die, die verloren gehen, verloren gehen, weil sie keine Liebe zur Wahrheit hatten. Du willst uns nicht danach richten, wie viel Wahrheitspunkte wir angesammelt haben, sondern ob wir eine Liebe zur Wahrheit hatten, sodass du uns führen kannst Schritt für Schritt. Und Herr, wir möchten heute von dir diese Liebe zur Wahrheit neu geschenkt bekommen und möchten dir folgen, weil du so folgenswert bist, weil du so gut bist. Herr, vergib uns, wo wir einfach auf Vorurteile gehört haben. Vergib uns, wo wir auf Gerüchte gehört haben und schenk du uns die Freiheit, die Jesus gibt. Und wenn wir selbst dann angegriffen werden, wenn Leute selbst nicht mehr auf uns hören wollen, wenn wir selbst erleben, was Jesus erlebt hat, dann lass uns daran erinnern, dass auch wir nicht alle Menschen erreichen werden können und Trost daran finden, dass wir die erreichen, die offen sind und ehrlich suchen. Lass uns selbst immer solche ehrlich Suchenden sein. Das bitten wir im Namen Jesu.
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