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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_Manuskript_2024 2nd Nr 12   <<<

In dieser vorletzten Lektion der Serie „Vom Schatten zum Licht“ beleuchtet Christopher Kramp die letzten Ereignisse der Erde. Er betont die fundamentale Bedeutung der Bibel als Gottes inspiriertes Wort und ruft zu persönlichem Bibelstudium auf, um in der Endzeit standhaft zu bleiben. Der Vortrag führt in die entscheidenden Themen des Siegels Gottes und des Malzeichens des Tieres ein, wobei das Siegel als göttlicher Schutz verstanden wird, der aus einer tiefen, unaufhörlichen Liebe zu Gott erwächst.


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Serie: CSH 2024 Q2 - Vom Schatten zum Licht

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Transkript

[0:51] Okay, hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.julmedia.de. Wie immer gilt auch ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort. Wir sind fast am Ende unserer Serie über das Thema des großen Kampfes in der Bibel, basierend auch auf dem Buch „Vom Schatten zum Licht“. Wir wollen heute in der vorletzten Lektion uns über die letzten Ereignisse der Erde Gedanken machen und bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 22. Juni. Bevor wir beginnen, möchten wir Gott einladen, unser Denken zu führen, uns mit seinem Heiligen Geist zu erfüllen. Und ich lade dich ein, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir zu einem Gebet in Stille werden.

[1:57] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du jetzt in den kommenden Minuten durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Bitte schenk du uns Weisheit, füll uns mit deinem Heiligen Geist, gib, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gedacht hast, und dass es in unserem Leben die Frucht bringt, die du dir wünschst. Sprich jetzt durch dein Wort zu uns und Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[2:36] Bevor wir mit dem Thema richtig starten, möchte ich noch ganz kurz einen Satz in eigener Sache sagen. Viele von euch haben einen Vortrag von mir in der Adventgemeinde Ulm vor einigen Wochen gesehen, der immer noch online auf dem YouTube-Kanal der Adventgemeinde Ulm zu finden ist. Und es ist mir deutlich geworden, dass ich dort in diesem Vortrag in einem Satz eine Formulierung gewählt habe, die zu weitgehend war, die so korrigiert werden muss. Und wenn ihr auf den Vortrag dort geht, in Adventgemeinde Ulm auf YouTube unter dem Titel „Der große Kampf um den großen Kampf“, findet ihr ganz unten, gleich oberhalb des Videos, eine Richtigstellung, die bitte ich euch zu beachten, auch die Hinweise auf weiteres Material. Ich hatte damals gesagt, dass wir davon ausgehen müssen, dass eine ganze Reihe von Verantwortungsträgern und dann Punkt, Punkt, Punkt. Und es hätte heißen müssen: „Wir müssen davon ausgehen, dass es Verantwortungsträger gibt.“ Und für diese zu weitgehende Formulierung möchte ich mich natürlich ganz aufrichtig entschuldigen und bitte, diese Richtigstellung zu beachten.

[3:49] Jetzt in unser Thema. In Sprüche 23 und dort Vers 23. Sprüche 23 und dort Vers 23: „Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, Weisheit und Unterweisung und Einsicht.“ Es ist unsere Verantwortung, die jeder von uns hat, sich für die Wahrheit zu interessieren, die Wahrheit zu studieren, die Wahrheit anzunehmen. Und dann, wenn Gott uns Wahrheit offenbart hat, wenn er uns durch seinen Heiligen Geist in seine Wahrheit geführt hat, dass wir auch bei der Wahrheit bleiben, dass wir sie nicht wieder aufgeben. Wir leben in einer Zeit, in der es wichtiger ist als jemals zuvor, bei der Wahrheit zu bleiben, die Gott uns offenbart hat.

[4:41] In Johannes Kapitel 8 sagt uns Jesus in Vers 31 und 32, was die Wirkung der Wahrheit auf unser Leben ist. Johannes 8 Vers 31 und 32: „Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen.“ Wann werden wir die Wahrheit erkennen? Wenn wir im Wort von Jesus bleiben und tatsächlich seine Schüler sind, tatsächlich von ihm lernen möchten, dann werden wir die Wahrheit erkennen. Die Wahrheit wird uns freimachen.

[5:25] Es geht um die Wahrheit, wie sie sich in Jesus findet, in seinen Worten, in seiner Lehre und dargestellt durch sein Leben. In Johannes 14 und dort Vers 6 lesen wir: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Jesus ist die Wahrheit, und die Wahrheit, um die es hier in der Bibel geht und die für uns so wichtig ist, ist die heiligmachende Wahrheit, die Wahrheit, die Jesus uns offenbart hat.

[6:00] Es gibt viele Dinge, die in einem allgemeinen Sinne wahr sind. Viele Dinge, die in einem Mathebuch stehen, zum Beispiel, sind wahr. Sie sind nicht falsch. Und trotzdem hat der Satz des Pythagoras zum Beispiel keine heiligende Wirkung auf unser Leben. Von der Wahrheit, die Jesus aber hier meint, die er selbst darstellt, heißt es in Johannes 17 Vers 17, als Jesus zum Vater betet, sagt er: „Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.“ Das Wort Gottes ist die Wahrheit, die uns freimacht, die Wahrheit, die uns heilig macht und die uns hilft, in unserer Beziehung zu Jesus zu wachsen und gefestigt zu werden.

[6:53] Deswegen müssen wir bei dem Wort Gottes bleiben. Petrus erinnert uns, dass die Botschaft, die uns die Apostel und damit natürlich auch die Propheten vorher gegeben haben in der Bibel, keine ausgedachten Legenden sind. Er sagt in 2. Petrus 1 ab Vers 16: „Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus wissen ließen, sondern wir sind Augen- und Ohrenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als eine Stimme von der hocherhabenen Herrlichkeit, die da sagte: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme hörten wir vom Himmel her, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.“

[7:36] Petrus sagt: „Wir haben die Stimme des Vaters gehört, wir haben Jesus in seiner Herrlichkeit gesehen. Wir wissen, dass die Lehre von der Wiederkunft Jesu in Macht und Herrlichkeit nicht eine Erfindung ist, sondern wir sind Augen- und Ohrenzeugen gewesen, dass das tatsächlich Jesu Charakter ist, dass er diesen göttlichen Charakter hat, diese Macht, und dass er auch so wiederkommen wird.“ Und dann sagt er weiter: „Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort. Und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das an einen dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.“

[8:20] Das Wort Gottes und insbesondere die biblische Prophetie sind ein festes Fundament, sind völlig gewiss, und wir tun wirklich gut daran, wenn wir in der Zeit, in der wir leben, darauf achten. Wir leben in einer Zeit, in der in Amerika die Entwicklung so sehr mit Offenbarung 13 immer mehr zusammengeht wie noch nie zuvor. Wir leben in einer Zeit, in der Christen dort, sich selbst so nennende Christen, mehr denn je nach der politischen Macht streben, um eine Art Kirchenstaat durchzusetzen.

[8:57] Wir leben in einer Zeit, in der gerade erst in dieser Woche der Vatikan neue Überlegungen geäußert hat, ein Studiendokument veröffentlicht hat, das die Frage erörtert, wie das Papstamt neu definiert werden kann, so dass der Papst in Zukunft auch von anderen Kirchen, von anderen christlichen Kirchen, als eine Art Ehrenoberhaupt anerkannt werden könnte. Wir sehen, wie die Ereignisse, die in Offenbarung 13 beschrieben sind, sich vor unseren Augen immer klarer materialisieren, realisieren, immer deutlicher in die – ja, sie in die erfüllt werden. Und deswegen sollten wir unter gar keinen Umständen unsere Botschaft diesbezüglich aufgeben, sondern besser studieren, besser kennen und darauf achten als auf ein Licht.

[9:51] Wir leben in einer dunklen Zeit, aber Gottes Wort und insbesondere seine Prophetie sind ein Licht mit dem Ziel, dass der Morgenstern – Offenbarung 22 sagt uns in Vers – Offenbarung 22 und dort in Vers 16: „Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und der Spross Davids, der leuchtende Morgenstern.“

[10:15] Jesus ist der Morgenstern. Wir studieren das Wort Gottes, damit wir Jesus besser kennenlernen. Wir studieren die Prophetie, damit Jesus unserem Herzen Gestalt gewinnt durch den Heiligen Geist, damit wir durch den Heiligen Geist geheiligt werden in Jesus. Vers 20: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist.“

[10:30] Wenn wir die letzten Ereignisse durchstehen wollen, wenn wir am Ende der Zeit im Glauben fest bleiben wollen, dann geht das nur, wenn wir mit beiden Füßen fest auf dem Fundament der Bibel stehen, und zwar nicht, indem wir nur YouTube-Videos angeschaut haben, nicht, indem wir unseren Lieblingsprediger oder Lieblingsevangelisten immer verfolgen, sondern indem wir selbst. Ja, lieber Freund, ich möchte dich, liebe Freundin, auffordern, selbst zu studieren, selbst nachzudenken, deine Ergebnisse mit anderen zu vergleichen, aber eine Verantwortung dafür zu übernehmen: Warum glaube ich, was ich glaube? Und dann zu lernen, wie die Bibel sich selbst auslegt.

[11:22] Das ist nie unsere Aufgabe, ist eigenmächtig zu interpretieren, was die Bibel wohl meinen könnte, sondern dass wir im Wort Gottes gegründet sind. Es wird – es ist höchste Zeit, dass wir wieder endlich das Volk des Buches werden, dass dieses Buch das beste Buch ist, das wir kennen, dass wir wissen, wo die Geschichten stehen, dass wir wissen, wo wichtige Bibelverse zu finden sind, dass wir wissen, wie man biblische Argumente prüft, weil wir uns in der Bibel eben gut auskennen, weil sie das Buch ist, das zu unserem Herzen, zu unserer Seele spricht, weil wir Jesus darin entdecken.

[12:03] Denn dieses Buch ist nicht einfach eine menschliche Meinung. In Vers 21 in 2. Petrus 1 lesen wir: „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“ Der Heilige Geist hat dieses Buch inspiriert, und deswegen erklärt es sich auch selbst, weil der Heilige Geist an der einen Stelle erklärt, was er an der anderen Stelle gemeint hat. Wenn wir wissen wollen, was der Heilige Geist an einem bestimmten Vers uns sagen möchte, dann müssen wir ihn fragen. Und wo spricht er zu uns? In anderen Bibelstellen.

[12:43] Und deswegen ist es so wichtig, dass wir selbst uns mit der Bibel vertraut machen. Niemand wird in der Endzeit bestehen können, der nur sozusagen „secondhand“ sich von der Bibel ernährt hat, der immer nur das wieder vorgekaut hat, was andere ihm vorgekaut haben, sondern wir brauchen eine persönliche, eine eigene, eine individuelle Erfahrung in der Bibel. Wir selbst.

[13:06] Psalm 119 Vers 99, einer meiner absoluten Lieblingsverse: „Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach.“ Wenn wir über Gottes Wort nachdenken, dann können wir mehr lernen als von allen menschlichen Lehrern, die uns dann sagen würden, was wir zu glauben haben. Wir sind froh und dankbar für Lehrer, wir sind froh und dankbar für Prediger, für Gemeindeleiter, für Evangelisten, für Menschen, die Bibelstunden geben. Froh und dankbar, wenn Menschen uns helfen, die Bibel zu verstehen. Aber ein echter Prediger und ein echter Evangelist wird immer das Ziel haben, dir beizubringen, wie du selbst die Bibel verstehen kannst.

[13:48] Psalm 119 Vers 105: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Hast auch du erlebt, lieber Freund, liebe Freundin, dass die Bibel ein Licht auf deinem Weg ist, ein Licht für deinen Alltag? Petrus sagt: „Das Wort Gottes ist ein Licht, das an einen dunklen Ort scheint, in einen dunklen Ort hineinscheint, in unsere Zeit.“ Und die Bibel sagt – Psalm 119 als Ganzes – das Wort Gottes ist so ein Licht.

[14:21] Psalm 119 Vers 160, ein wichtiger Vers: „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jede Bestimmung deiner Gerechtigkeit bleibt ewiglich.“ Die Bibel enthält nicht nur das Wort Gottes, die Bibel ist das Wort Gottes. Ja, es gibt Passagen, die sind schwer zu verstehen, es gibt Passagen, die uns nicht gleich einleuchten wollen, Passagen, wo wir vielleicht auch nicht gleich die volle Bedeutung erkennen können. Überhaupt ist es unmöglich, die gesamte volle Bedeutung der Bibel überall zu entdecken. Die Bibel ist so ein tiefes Buch. Wir werden in alle Ewigkeit noch die Gedanken Gottes versuchen, besser zu verstehen und immer Neues entdecken.

[14:53] Aber eins ist sicher: Die Bibel enthält kein falsches Zeugnis. Die Bibel enthält keine irrenden menschlichen Meinungen, die beiseite gelegt werden müssen, sondern die Bibel enthält Gottes Wort, formuliert in menschlichen Worten, ausgedrückt in menschlicher Grammatik und unter Benutzung von Bildern aus verschiedenen Zeitaltern, verschiedenen Jahrhunderten, die damals vielleicht auch als Gleichnisse gut geeignet waren. Aber die Botschaft der Bibel, die Gedanken, die sich dort ausdrücken, die Gedankengänge, die Argumentation, die Ideen, die uns dort entgegentreten, sind allesamt für alle biblischen Bücher, für alle Kapitel, für alle Verse Gottes Wort.

[15:41] Und mit dieser Grundlage, die wir für die Endzeit so dringend brauchen, wollen wir uns heute einigen Themen widmen, die von besonderer Bedeutung sind, insbesondere dem Siegel Gottes und dem Malzeichen des Tieres. Denn die Versiegelung und das Malzeichen sind die beiden entscheidenden Dinge, die parallel zueinander im Kontrast dann in der Endzeit festlegen werden, wer in der Endzeit bestehen bleibt und ewiges Leben haben wird, und wer die sieben letzten Plagen halten wird und das ewige Leben verpasst.

[16:18] Beginnen wir mit dem Siegel Gottes, einem wunderbaren Thema, über das ich so gerne spreche, weil es so unglaublich schön in der Bibel dargestellt ist. Beginnen wir mit einigen einleitenden Versen im Hohenlied und dort Kapitel 8 und dort Vers 6 heißt es: „Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn.“ Hier sagt Salomo zu seiner Braut, dass er sich wünscht, dass sie, seine Braut, ihn, Salomo, so sehr liebt, dass Salomo quasi wie ein Siegel an ihrem Herzen und an ihrem Arm ist und bleibt. Das heißt: im Denken und im Handeln.

[17:08] Die Grundlage dafür ist Liebe, und zwar eine unbezwingbare Liebe, eine Liebe, die stark ist wie der Tod, eine Liebe, die so nur von Gott kommen kann. Wenn Salomo sagt, wenn dies da sagt: „Denn die Liebe ist stark wie der Tod.“ Wenn es diese Liebe zwischen uns ist, eine Liebe, die stark wie der Tod, die unbezwingbar ist, die sich nicht abwimmeln lässt von äußeren Umständen, wenn wir eine solche Liebe haben, dann „werde ich wie ein Siegel auf deinem Herzen sein, wie ein Siegel auf deinem Arm.“ Das heißt, wenn die Liebe so stark ist, wie es hier steht, dann werden auch die beiden, die sich lieben, beieinander bleiben.

[17:49] Salomo als Sohn Davids ist natürlich ein Bild, ein Typus auf Jesus Christus. Und seine Braut hier ein Bild auf die Gemeinde. Gottes größter Wunsch ist es tatsächlich, dass wir ihn mit einer solchen unabdingbaren, einer unaufhörlichen, unauflöslichen Liebe lieben. 5. Mose 6 und dort Vers 4 und 5 hören wir, was Gottes größter Wunsch ist. In Vers 4 heißt es in 5. Mose 6: „Höre, Israel! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“

[18:40] Gottes Wunsch ist, dass wir ihn von ganzem Herzen lieben, denn Gott liebt uns mit ganzem Herzen. Jeremia 31 und dort Vers 3. Jeremia 31 Vers 3 heißt es: „Von ferne her ist mir der Herr erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.“ Und nur ein Kapitel weiter, auch eines der schönsten Bibelverse, die ich kenne, heißt es in Jeremia 32 und dort Vers 40 und 41: „Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich werde die Furcht von mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen.“

[20:11] Vers 41: „Und damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohlzutun. Und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit, mit meinem ganzen Herzen, mit meiner ganzen Seele.“ Gott liebt uns mit ewiger Liebe, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele. Er möchte, dass wir ihn so zurücklieben. Doch unsere menschliche Liebe zu ihm ist oft nicht so wie seine zu uns. In Hosea 6 Vers 4 sagt Gott selbst: „Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Eure Liebe ist so flüchtig wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der früh vergeht.“ Unsere Liebe ist oft zeitlich begrenzt, emotional festgelegt, von äußeren Umständen abhängig.

[21:11] Gottes Wunsch ist – wir haben es ja gerade gelesen in Jeremia 32 Vers 40 – dass wir nicht mehr von ihm abweichen. Jeremia 32 Vers 40: „Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich werde die Furcht von mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen.“ Das ist sein Wunsch. Und dazu gibt es eine Botschaft. In Offenbarung 7 finden wir einen Engel. Es heißt hier in Vers 1: „Und danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hatten die vier – Verzeihung – die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehte über die Erde, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum. Und ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang heraufstieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes. Und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben.“

[21:40] Hier gibt es Knechte Gottes, Menschen, die Jesus lieben, die für ihn da sind, die mit ihm leben wollen. Die sind schon Knechte Gottes, aber sind noch nicht versiegelt. Und Gottes Wunsch in der Endzeit ist es, dass seine Knechte versiegelt werden. Wenn wir uns diese Passage anschauen, dann ist es ganz deutlich, dass das Siegel Gottes einen Schutz bietet. Die vier Engel halten die vier Winde fest, damit noch kein Schaden losbricht über die Erde. Denn wenn sie die Winde loslassen würden, dann würde der Schaden über die Erde einbrechen. Und solange die vier Winde noch festgehalten werden, ist der Schaden noch nicht da. Die Versiegelung soll also vorbereiten auf das, was dann auf die Erde kommt, vorbereiten, einen Schutz geben, damit dann, wenn die Knechte Gottes versiegelt sind, die vier Winde losgelassen werden können, ohne dass es den Gläubigen schadet.

[22:31] In Sprüche 18 und dort Vers 10 finden wir, was uns in der Zeit der Not rettet. Sprüche 18 finden wir, was der Schutz für unser – in unserem Leben ist, den wir alle brauchen. Sprüche 18 Vers 10: „Der Name des Herrn ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit.“ Gottes Name ist eine Sicherheit. Der Gerechte, der sich in dem Namen Gottes verbirgt, sozusagen das zu seinem Turm macht, der ist in Sicherheit. Wer in Sicherheit sein möchte, wer sicher durch die Endzeit möchte, der braucht den Namen Gottes.

[23:14] Und genauso finden wir es in Offenbarung 14 und dort Vers 1. Nachdem das zweite Tier und das erste Tier, das zweite Tier, das Bild des Tieres und das Malzeichen des Tieres beschrieben worden sind, der Todesbefehl und der Erlass, dass man das nicht kaufen noch verkaufen kann, wer das Malzeichen nicht hat, dort beschrieben werden, finden wir in Offenbarung 14 Vers 1. Das ist die direkte Reaktion, die direkte Reaktion darauf, sollte nicht durch ein Kapitel unterbrochen werden. „Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion, und mit ihm 144.000.“ Das sind die 144.000, die in Offenbarung 7 versiegelt worden sind, dort in Vers 4. „Die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben.“ Der Name Gottes ist ein Schutz. Das Siegel Gottes bietet den Schutz in der Endzeit. Wir brauchen diesen Schutz, bevor die Endzeit losbricht. Und hier heißt es, die 144.000...

[24:10] losbricht. Und hier heißt es: Die 144.000, die das Siegel Gottes haben, haben den Namen Gottes auf der Stirn. Das Siegel Gottes ist sein Name.

[24:22] Interessanterweise hat das Tier in Offenbarung 13, Vers 6 den Namen Gottes gelästert. Das heißt, und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, um seinen Namen zu lästern und sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen.

[24:37] Ein Siegel enthält den Namen des Eigentümers. Wir erinnern uns an die Geschichte von Ahab, dessen Frau Isebel in seinem Namen Briefe geschrieben hat, in 1. Könige 21, und dann gesiegelt hat, weil auf dem Siegel der Name des Königs zu finden war. Das Siegel hält den Namen dessen, dem es gehört.

[25:01] In 1. Mose 4, Vers 26 finden wir zum ersten Mal die Idee des Namens Gottes in der Form erwähnt. In 1. Mose 4, Vers 26 heißt es: „Und auch dem Set wurde ein Sohn geboren, den nannte er Enosch.“ Damals fing man an, den Namen des Herrn anzurufen. Manche übersetzen auch, den Namen des Herrn auszurufen. Aber das Hebräische würde auch die Übersetzung erlauben: Damals fing man an, sich mit dem Namen des Herrn zu benennen. Ich glaube, das ist die eigentliche Idee. Denn man hat nicht erst im Jahre 235 angefangen, zu Gott zu beten. Man hat doch nicht angefangen, über Gott zu reden. Aber es war dann die Zeit, nachdem die Trennungen, die Setiten und die Kainiten immer mehr deutlicher wurde, dass diejenigen, die an Gott festhielten, sich jetzt sozusagen auch ganz offiziell mit dem Namen Gottes benannten, dass man sie an dem Namen Gottes erkannte.

[26:00] Und deswegen finden wir dann später, wenn man das Geschlechtsregister jetzt einmal gedanklich überspringt, direkt danach dann in 1. Mose 6 in der nächsten Geschichte die Formulierung: „Und es geschah, Vers 1, als sich die Menschen zu mehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frau, die ihnen gefielen.“ Das die Gottessöhne waren diejenigen, die sich mit dem Namen Gottes benannt haben, die den Namen Gottes für sich in Anspruch genommen haben.

[26:40] In 5. Mose 12 finden wir eine interessante Idee. 5. Mose 12 und dort Vers 5 – Vers 4 und 5: „Ihr sollt dem Herrn, eurem Gott, nicht auf diese Weise dienen, sondern an dem Ort, den der HERR, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dorthin zu setzen, damit er dort wohne. Da sollt ihr ihn suchen und dahin sollst du kommen, wo der Name Gottes ist, da wohnt er.“ Und wenn der Name Gottes auf unserer Stirn ist, dann wohnt dort Gott.

[27:13] Denn wir haben ja gesehen in Hohelied 8, Vers 6. Das sollten wir vielleicht noch mal betonen: Wenn Salomo sagt: „Setze mich wie ein Siegel an deine Stirn, an dein Herz und auf deinen Arm,“ dann bedeutet das ja, dass zuallererst das Siegel der Liebende selbst ist. Gott selbst soll wie ein Siegel auf unserem Denken, unserem Handeln zu sehen sein.

[27:43] Dort, wo Gottes Name ist, dort wohnt er. Und deswegen sagt Daniel berühmterweise in Daniel 9, Vers 19, dass sein Volk und die heilige Stätte des Heiligtums, nämlich hier in Jerusalem, nach dem Namen Gottes benannt worden sind. Gott möchte, dass auf deinem Leben und auf meinem Leben sein Name steht.

[28:10] In Matthäus Kapitel 12 und dort Vers 21. Matthäus 12, Vers 21. Da finden wir folgenden Satz: „Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.“ Es geht um den Messias, und es ist ein Zitat aus dem Alten Testament, das hier auf den Dienst von Jesus dann in seine Erfüllung bezogen wird. Die Heiden werden auf seinen Namen hoffen. Aber wenn man jetzt das Original nachschlägt in Jesaja 42, dann finden wir etwas Interessantes: Die Heiden hoffen auf den Namen Gottes. Wie werden sie ihn erfahren? Durch Menschen, die den Namen Gottes tragen. Aber was steht eigentlich im Original in Jesaja 42 und dort Vers 4? Dort finden wir jetzt folgende interessante Idee. Jesaja 42 und dort Vers 4: „Er wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das Recht gegründet hat, und die Inseln werden auf seine Lehre warten.“ Das Hebräische „Torah“ meint die Weisung, das Wort Gottes, das Gesetz.

[29:19] Gottes Name ist dort, wo er wohnt. Und wo er wohnte im Heiligtum, dort befand sich auch das Gesetz Gottes. Dort befand sich das Wort Gottes. Und entsprechend finden wir in Jesaja dann genau diesen Gedanken, dass das Siegel Gottes auch mit seinem Gesetz zu tun hat. Jesaja 8, Vers 16: „Binde das Zeugnis zusammen, versiegle das Gesetz in meinen Jüngern.“

[29:49] Und das bringt uns wieder zu 5. Mose Kapitel 6, Vers 4 und 5. Das haben wir schon gelesen, dass es Gottes größter Wunsch ist, dass wir ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit ganzer Kraft. Weiter heißt es dann in 5. Mose 6, ab Vers 6: „Und diese Worte, welche Worte sind das? Das sind die Worte, die wir gerade oder die gerade in Kapitel 5 wiederholt worden sind: Die Zehn Gebote, das Gesetz Gottes. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen sein über den Augen, also an der Stirn. Und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und deine Tore schreiben.“

[31:07] Jemand, der Gott in seinem Leben hat, der den Namen Gottes quasi über sich ausgerufen hat, der hat auch die Worte, die Gott ihm geboten hat, das Wort Gottes, insbesondere sein Gesetz, auf dem Herzen, auf der Stirn, an der Hand und an seinen Türpfosten, an den Stadttoren, damit jeder weiß: Hier ist ein Mensch, hier ist eine Familie, die Gott liebt. Versiegelung bedeutet, mit Gott so eng verbunden sein, dass dies im Alltag und im innersten Zirkel der Familie, auf Arbeit, wo immer wir sind, ob wir aufstehen oder uns niederlegen, sichtbar wird.

[31:19] Versiegelung besteht also offensichtlich darin, sich immer wieder an Gottes Wort zu erinnern, immer wieder davon zu reden. Deswegen heißt es hier auch, es sei ein Erinnerungszeichen über den Augen.

[31:35] Wir müssen uns an die Wahrheit erinnern. In 2. Petrus Kapitel 1 und dort Vers 13 heißt es: „Ich halte es aber für richtig, solange ich in diesem Leibeszelt bin, euch aufzuwecken, indem ich euch erinnere.“ Erinnerung an die Wahrheit heißt schon in Vers 12: „Darum will ich es nicht versäumen, euch stets an diese Dinge zu erinnern, obwohl ihr sie kennt und in der bei euch vorhandenen Wahrheit festgegründet seid.“

[32:04] Wir werden erweckt. Die Erweckung der Endzeit geschieht nicht dadurch, dass plötzlich neues, unerhörtes Licht, was noch niemand jemals gehört hat, uns plötzlich quasi zum Aufwecken bringt. Sondern die Erweckung der Endzeit geschieht dadurch, dass die Wahrheiten, die wir eigentlich schon kennen, wieder unser Herz erfüllen, wieder unser Denken bestimmen. Und dadurch werden wir natürlich auch neue Tiefen entdecken, werden neue Schönheiten entdecken. Neues Licht wird auf die alten Wahrheiten strahlen, ohne Frage. Aber es sind immer noch die alten, bekannten Wahrheiten.

[32:39] Paulus hatte genau dasselbe an die Korinther geschrieben in 1. Korinther 15 und dort Vers 1: „Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, dass ich euch verkündigt habe, dass ihr auch angenommen habt, indem ihr auch feststeht, durch dass ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, dass ich euch verkündigt habe, es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet.“ Paulus sagt: Ihr müsst daran festhalten. Und deswegen sage ich euch das, was ihr kennt, was ihr wisst, immer und immer wieder.

[33:11] Sagt nicht Jesus in Matthäus 24, Vers 13: „Wer ausharrt bis ans Ende, wird gerettet werden.“ Es kommt nicht nur darauf an, dass wir zu Jesus kommen, sondern dass wir bei Jesus bleiben. Wie viele Menschen habe ich schon kennengelernt, die zu Jesus kamen und die wieder verloren haben, total begeistert für Jesus waren und sich dann wieder der Welt zugewandt haben. Gerettet wird nicht der, der zu Jesus kommt, sondern der zu Jesus kommt und bei ihm bleibt, und zwar bis ans Ende.

[33:42] Die große Aufgabe, die wir als Gläubige haben, ist es, die Gnade festzuhalten, aus der, aus der, aus der Liebe Gottes Tag für Tag zu leben, zu wachsen in seiner, in seiner Wahrheit und treu zu bleiben durch seinen Heiligen Geist, bei ihm zu bleiben.

[34:00] Paulus wusste, dass es Wiederholung braucht, damit wir gestärkt und gefestigt werden. Er sagt einmal ganz auf den Punkt gebracht in Philipper 3 und dort Vers 1: „Im Übrigen, meine Brüder – Verzeihung – im Übrigen, meine Brüder, freut euch in dem Herrn. Euch immer wieder dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig, euch aber macht es gewiss.“ Und das ist der Grund, warum es in der Bibel bestimmte Themen immer und immer wieder gibt. Andere Dinge, die uns vielleicht auch sehr interessiert hätten, wo wir uns fragen, warum steht das nicht in der Bibel? Das hat Gott zurückgehalten, weil er wusste, dass es wichtiger für uns ist, dass wir uns mit den wesentlichen, entscheidenden, klar offenbarten Botschaften des Evangeliums oft genug beschäftigen, damit sie unser Denken verändern. Gott hat uns die Bibel nicht gegeben, um unsere Kuriosität zu befriedigen, sondern um unseren Charakter zu verändern. Deswegen ist es gut und wichtig und richtig, dass wir uns immer wieder mit den alten, bekannten Wahrheiten beschäftigen, damit wir sie nicht nur abhaken als „Das kenne ich, das glaube ich“, sondern damit sie unser Denken verändern und wir gefestigt werden, damit unsere Liebe nicht flüchtig ist, sondern fest bleibt wie ein Siegel, damit Jesus wie ein Siegel auf unserem Herzen bleiben kann, auf unserem, auf unserer Hand, auf unserem Arm, in unserem Tun sichtbar bleibt.

[35:24] 2. Timotheus Kapitel 2 und dort Vers 19. 2. Timotheus 2, Vers 19: „Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen, und jeder, der den Namen des Christus nennt, wendet sich ab von der Ungerechtigkeit.“ Gottes festes Fundament, auf dem wir in der Endzeit stehen wollen, trägt ein Siegel, nämlich: Gott kennt jeden, der zu ihm gehört. Und wer sich mit dem Namen Jesu benennt, wer den Namen Jesu tragen möchte in der Endzeit, der möchte sich, der muss sich von der Ungerechtigkeit, das heißt von der Sünde, abwenden.

[36:06] In 2. Mose 28 finden wir einen interessanten Gedanken, der an dieser Stelle gut passt. In 2. Mose 28 finden wir den Hohenpriester und als besser gesagt die Kleidung des Hohenpriesters im irdischen Heiligtumsdienst in der Wüste zur Zeit Moses. 2. Mose 28, Vers 36: „Du sollst auch ein Stirnblatt aus reinem Gold anfertigen und in Siegelgravur eingravieren: Heilig dem Herrn.“ In Siegelgravur soll hier etwas stehen: „Heilig dem Herrn.“ Dass der Name Gottes an der Stirn, aber auch eine Beziehung zu ihm, nämlich eine Heiligkeit: „Heilig dem Herrn“, für ihn abgesondert zu sein.

[36:51] Nun, die Quelle aller Heiligkeit ist allein Gott. In Jesaja 6 und Offenbarung 4 ist es: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott, der Allmächtige.“ Heilig sein bedeutet, in der Gegenwart Gottes sein. Und denn wir erinnern uns, dass der Staub am brennenden Dornbusch heilig war, weil Gott dort war. Das Heiligtum war kein besseres Zelt als andere Zelte. Es war heilig, weil Gott gegenwärtig ist.

[37:17] Heiligkeit in unserem Leben besteht nicht darin, dass wir uns angestrengt haben, wie eine Leistung erbracht haben, die uns vor Gott irgendwie besser macht, sondern dass Gott in meinem Leben, lieber Freund, liebe Freundin, in deinem Leben genauso, dass er gegenwärtig ist und wir dadurch heilig werden. Heilig sein bedeutet, in der Gegenwart Gottes sein. Und deswegen, anders als der Rest der Welt, die ohne Gott lebt, der Hohepriester dient in der Gegenwart Gottes. Das Zeichen an der Stirn „Heilig dem Herrn“ sollte diese Nähe zu Gott beschreiben.

[38:01] Gibt es im Gesetz? Fassen wir bis hierhin zusammen. Wir haben gesehen, das Siegel Gottes beschreibt letztlich die Tatsache, dass Gott selbst mit uns so eng verbunden sein möchte, dass wir sozusagen versiegelt sind. Das Siegel Gottes beschreibt seinen Namen. Dort, wo sein Name ist, dort wohnt er. Sein Name wird auch in der Bibel beschrieben als sein Wort, als sein Gesetz. Wir haben gesehen, dass wir mit dem Gesetz Gottes versiegelt werden, dass wir ein Erinnerungszeichen an der Stirn haben, dass wir uns immer wieder an die Wahrheiten erinnern sollen und dass wir durch Gottes Gnade heilig sein sollen.

[38:31] Kennst du in der Bibel, im Gesetz Gottes, ein Gebot, in dem die Erinnerung und die Heiligkeit miteinander verbunden sind? Ganz genau: 2. Mose 20 und dort ab Vers 8: „Gedenke!“ Und es ist nicht ohne Grund, dass dieses Gebot eben nicht mit „Du sollst nicht“ beginnt, sondern es beginnt mit „Denk dran! Erinnere dich! Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn!“ Da haben wir genau die beiden Elemente drinnen, das sich Erinnern und das Heilig halten, das heilig sein.

[39:09] Der Sabbat in seiner Heiligung weist uns darauf hin, dass wir selbst durch Gottes Geist geheiligt werden sollen. Und „Heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Du sollst kein Werk tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und der ruht am siebten Tag. Darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt.“

[39:43] Der Sabbat ist das äußere Zeichen der Versiegelung der Kinder Gottes in der Endzeit, so wie die Taufe das äußere Zeichen der inneren Bekehrung darstellt. Es zeigt uns: Der Sabbat enthält den Namen Gottes – der Herr, seinen Titel: Er ist Gott, seinen Herrschaftsbereich: Himmel und Erde. Und es zeigt uns sogar, wie diese Versiegelung stattfindet: durch das Nachdenken und durch die Heiligung.

[40:20] Der Sabbat ist ein Zeichen für uns, und das sehen wir ganz deutlich in Hesekiel 20, Vers 12. Dort heißt es: „Und ich gab, ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich, der Herr, es bin, der sie heiligt.“ Die Heiligung des Sabbats soll uns zeigen, wie Gott uns heiligt. Er ist das Zeichen unserer engen Beziehung zu ihm. Vers 20: „Und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sind zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der HERR, euer Gott, bin.“ Das ist eine Formulierung: „Ich bin euer Gott, ihr sollt mein Volk sein“, die direkt auf den Bund, auf die enge Verbindung zwischen Gott und seinem Volk hinweist, der letztlich aus der Sprache der altorientalischen Eheschließung kommt. Jesus ist der Bräutigam, wir, die Gläubigen, sind seine Braut.

[41:15] In Johannes 14, Vers 23 wird ganz deutlich. Johannes 14, Vers 23: „Jesus antwortet und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ Wo Gottes Name ist, da wohnt er.

[41:42] In 1. Korinther 6 und dort Vers 19 lesen wir jetzt folgendes: 1. Korinther 6, Vers 19: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ Was macht der Heilige Geist in unserem Leben? Es heißt in Johannes 14 und dort Vers 26: „Achtung! Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Der Heilige Geist tut genau das, was für die Versiegelung notwendig ist: Er erinnert uns.

[42:23] Und was macht er noch? In Römer 5, Vers 5 macht er genau das, was absolut notwendig ist für die Versiegelung. Es heißt: „Die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden, denn die Liebe Gottes, um die es ja geht bei der Versiegelung, ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“ Der Heilige Geist bringt Gottes Liebe in unser Herz, bringt Gottes Liebe auf unsere Arme, auf unsere Stirn, damit unser Leben deutlich macht, dass wir mit Jesus verbunden sind.

[42:52] Und deswegen sagt uns die Bibel in Epheser Kapitel 1 und dort Vers 13: „In ihm, in Christus, seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung gehört habt, in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.“ Der Heilige Geist ist derjenige, der die Versiegelung bewirkt.

[43:16] In Matthäus 12 und dort Vers 28. Matthäus 12 und dort Vers 28 lesen wir: „Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.“ Im Parallelbericht in Lukas Kapitel 11 und dort Vers 20 sagt Jesus: „Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist dir das Reich Gottes zu euch gekommen.“ Jesus bezeichnet also den Geist Gottes, der die Liebe Gottes in unser Herz bringt, der uns erinnert an die Worte, die er uns gesagt hat – der Geist Gottes, der uns versiegeln soll. Jesus bezeichnet ihn als den Finger Gottes.

[44:01] Woher kennen wir den Finger Gottes? Zunächst kennen wir ihn aus 2. Mose 8. In 2. Mose 8 geben die Zauberer des Pharao zu in Vers 15, in der dritten Plage: „Da sprachen die Zauberer zum Pharao: Das ist der Finger Gottes!“ Aber das Herz des Pharao war verstockt, sodass er nicht auf sie hörte, wie der Herr es gesagt hatte. Hier geben die Zauberer zu, dass sie mit ihrem Latein in Anführungsstrichen am Ende sind, dass die Kraft Gottes stärker ist als alles Böse, als alle Täuschung, als aller Betrug.

[44:38] Der Heilige Geist ist stärker als aller Betrug, stärker als alle Täuschung, als alle Macht des Bösen. Und dieser Heilige Geist, diese Kraft Gottes, die stärker ist als alles andere, in 2. Mose 31 und dort Vers 18 heißt es: „Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses, Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes.“

[45:10] Der Finger Gottes schreibt Gottes Gesetz auf Steintafeln. Der Heilige Geist ist der wahre und ist der, geistlich gesprochen, der Finger Gottes, der diese Kraft hat, der Gottes Gebote, der die Versiegelung beschreibt. „Versiegle das Gesetz in meinen Jüngern“, nicht wahr? Das haben wir gesehen. 5. Mose 6: „Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen.“ Der Finger Gottes schreibt sie auf die Steintafeln. Hier der Finger Gottes, der Heilige Geist, der geistliche Finger Gottes sozusagen, der schreibt sie auf unser Herz.

[45:46] In 2. Korinther Kapitel 3 und dort Vers 3: „Es ist dir offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens.“ Nicht auf Steintafeln, sondern auf Herzenstafeln geschrieben durch den Heiligen Geist. Der Heilige Geist schreibt genau dasselbe, was damals der Finger Gottes auf die Steintafeln geschrieben hat. Aber jetzt ist es nicht mehr eine tote Theorie, die wir versuchen aus eigener Kraft zu halten, deswegen es im Leben nie klappt, sondern jetzt ist es eine Kraft Gottes in uns, die ein neues Herz Gott wird bewirken, dass wir in seinen Satzungen wandeln und seine Gebote halten, so sagt er es in Hesekiel 36.

[46:45] Und dann wird es noch interessanter, denn in 1. Korinther 9 und dort Vers 2 heißt es: „Wenn ich für andere kein Apostel bin, so bin ich es doch wenigstens vor euch; denn das Siegel meiner Apostelschaft seid ihr im Herrn.“

[46:54] wenigstens vor euch, denn das Siegel meines Aposteldienstes seid ihr auch. Wir selbst sollen ein Siegel sein, denn wenn man ein Siegel abdrückt, dann sieht man den Abdruck dessen, dessen Name dort draufsteht. Wenn der Name Gottes als Siegel auf unserer Stirn ist und wir selbst ein Siegel sind, dann sieht man in unserem Leben den Abdruck dessen, der an uns gearbeitet hat. Kann man in deinem Leben, kann man in meinem Leben erkennen, dass Jesus unser wichtigster Lehrer gewesen ist?

[47:33] In Haggai Kapitel 2 und dort Vers 2 lesen wir – Verzeihung, Vers 23. Haggai 2, Vers 23: „An jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, werde ich dich, Serubbabel, du Sohn Schealtiels, meinen Knecht nehmen und dich wie einen Siegelring machen, denn dich habe ich erwählt.“ Sein Leben sollte einen Eindruck hinterlassen, wo immer es auf jemand anderen trifft, sollte der Charakter Gottes bleibend zurückbleiben.

[48:08] Das Siegel – was für ein interessantes Thema! Und man könnte noch viel mehr sich diesen Gedanken hingeben. Wir wollen aus Zeitgründen jetzt auch noch zum Malzeichen des Tieres kommen, als Kontrast zu diesem Siegel, das man zusammenfassen kann als Gottes Gegenwart in unserem Leben, die unseren Charakter verändert, Übereinstimmung bringt mit seinen heiligen zehn Geboten, gewirkt durch den Heiligen Geist, sodass sein Name über uns ausgerufen ist, was sich praktisch zeigt als äußeres Zeichen an der Heiligung des Sabbats, die ein Zeichen ist für das, was im Herzen durch die Heiligung passiert ist – ein Festhalten an Jesus, sodass wir unverrückbar an seiner Liebe bleiben und uns nicht mehr von ihr wegbewegen.

[49:01] Was hat es nun mit dem Malzeichen des Tieres auf sich? Offenbarung 14, Vers 9, es heißt in der dritten Engelsbotschaft: „Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt.“ Das Tier, das Papsttum, und das Bild des Tieres, also der US-amerikanische protestantische Kirchenstaat, der sich entwickeln wird in nächster Zeit, werden zu einer akuten Bedrohung für Gottes Volk.

[49:25] Es geht um das Malzeichen des Tieres. Das Malzeichen, griechisch „charagma“, ist erstmal wörtlich ein Biss, ein Stich, ein eingegrabenes Bild, ein Gepräge. Und daraus hat sich dann auch ein charakteristisches Merkmal als Bedeutung entwickelt. Wir denken z.B. an Charakter. Das war ein – der Charakter war ein Prägestempel und dann auch übertragen auf typische Eigenschaften. Es ist das Malzeichen des Tieres, also das Malzeichen des Papsttums. Wir haben ja schon über das Tier in der letzten Folge ausführlich gesprochen.

[49:58] In Vers 16 von Kapitel 13 heißt es: „Und es bewirkt, dass das Bild des Tieres allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn.“ Das Malzeichen wird also von dem Bild des Tieres, das heißt von dem kirchenstaatartig agierenden protestantischen Vereinigten Staaten, initiiert werden. Es wird alle denkbaren Gesellschaftsschichten treffen. Es ist keine Auseinandersetzung zwischen verschiedenen wirtschaftlichen Gruppierungen oder sozialen Gruppierungen oder ethnischen Gruppierungen, sondern aus allen Gesellschaftsschichten werden Menschen das Malzeichen des Tieres annehmen. Es ist eine rein biblisch-religiöse Auseinandersetzung.

[50:42] Es handelt sich hier um die gleiche umfassende Gruppe wie in Offenbarung 6, Vers 5. Dort gehen diese Menschen angesichts der Wiederkunft Jesu verloren. Der einzige Schutz wäre das Siegel Gottes gewesen. Diejenigen, die das Siegel tragen, haben nicht das Malzeichen und umgekehrt. Wenn es sich also beim Siegel um eine geistliche Sache handelt, um Heiligung und ein festwerdendes, eine festwerdende Beziehung zu Gott, ein äußerlich sichtbar am Halten des Sabbats, dann muss es sich auch beim Malzeichen um eine geistliche Angelegenheit handeln, ein Gegenteil zum Siegel Gottes.

[51:13] Wir sehen hier, das Bild des Tieres bewirkt das, dass die Menschen das Malzeichen erhalten. Ein Kirchenstaat kann nur etwas bewirken, wenn er religiöse Gesetze erlässt und diese auf dem juristischen Weg durchsetzt. Es war der bewusste Griff zum juristischen Denken der Römer, das in der römischen Kirche, dem Papsttum, im Mittelalter hatte entstehen lassen. Beim Malzeichen handelt es sich also um eine Gesetzgebung, die rechte Hand oder die Stirn. Das heißt also, es kommt hier dem Satan gar nicht so sehr darauf an, ob wir wirklich davon überzeugt sind. Bei Gott muss das Siegel an der Stirn sein und an der Hand und an den Türpfosten und an den Stadttoren. Dem Satan ist es egal, ob wir es einfach nur tun oder ob wir davon überzeugt sind. Die innerliche persönliche Bindung ist ihm gar nicht wichtig.

[52:07] Vers 17 in Offenbarung 13: „Und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.“ Interessanterweise wird das Malzeichen mit dem Namen des Tieres verknüpft, so wie auch das Siegel Gottes mit dem Namen Gottes verknüpft, wie wir es gerade schon gesehen haben.

[52:24] Vers 18: „Hier ist die Weisheit. Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist 666.“ Es ist sicherlich nicht das entscheidendste Kennzeichen des Tieres, des ersten Tieres, diese Zahl 666. Wir können anhand von Daniel 7, Offenbarung 13, an vielen Merkmalen das Papsttum als die einzige Auslegung dieses Abschnittes erkennen. Trotzdem ist natürlich immer wieder ein großes Interesse vorhanden an dieser Zahl 666.

[52:55] Hier bei J-Media gehen wir davon aus, dass die traditionelle Auslegung auf „Vicarius Filii Dei“, die lateinische Bezeichnung des Stellvertreters des Sohnes Gottes, nach wie vor die beste Auslegung ist. Es gibt dazu eine sehr umfangreiche Dokumentation von Edwin DeCock, die man im Internet käuflich erwerben kann. Manchmal wird auch die 666 als eine dreimalige Sechs interpretiert. Ja, dann wird also gesagt, es geht um die Zahl Sechs, es sei die Zahl des Menschen und so weiter. Aber das ist, glaube ich, nicht korrekt, weil das griechische Original niemals 666 schreibt, sondern sechshundertsechzig und sechs. Es geht also ganz explizit um eine dreistellige Zahl, nicht um drei einstellige Zahlen nebeneinander. Es geht um eine dreistellige Zahl, die berechnet werden soll. Es gibt ja einen ausdrücklichen Hinweis hier, und es geht also nicht nur darum zu interpretieren, ist die Zahl Sechs jetzt die Zahl des Menschen und dies und jenes. Es geht um eine Berechnung, und ich glaube, es ist immer noch am besten, wenn man diesem Vers einfach tatsächlich folgt und die Zahl eines Menschen, der mit diesem Tier, das heißt dem Papsttum, zu tun hat, das ausrechnet. Und dass es sich um einen lateinischen Titel handelt, ist nicht verwunderlich, denn der Kirchenstaat schreibt bis heute viele seiner wichtigsten Dokumente auf Latein. Es ist die Sprache des Tieres, deswegen sollten wir uns nicht wundern, wenn auch ein Titel dieses Tieres auf Latein verfasst ist.

[54:25] Wir sehen in Offenbarung 14, Vers 10: „Wenn jemand dieses Malzeichen annimmt, heißt es: So wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zornes, und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.“ Wer das Malzeichen annimmt, kann nicht gerettet werden. Das heißt, jemand, der das Malzeichen hat, hat keinen wahren biblischen Glauben. Denn nach Johannes 3, Vers 16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Es ist ganz deutlich: Jeder, der echten biblischen Glauben hat, wird gerettet werden. Wenn alle, die das Malzeichen tragen, verloren gehen, folgt daraus, dass Menschen, die das Malzeichen haben, keinen biblischen, rettenden Glauben gehabt haben.

[55:15] Vers 11: „Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.“ Hier wird die Verbindung von Malzeichen und Namen noch mal ganz, ganz deutlich. Wer das Malzeichen hat, hat keine Ruhe. Auch hier ist der Gegensatz zum Siegel ganz deutlich, denn das Siegel wird ja durch einen Ruhetag repräsentiert, und durch die enge Beziehung zu Jesus erhalten wir die echte Ruhe, die Gott schenken möchte.

[55:50] Matthäus 11, Vers 28 und 30: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ Wir haben gesehen, dort, wo Gott seinen Namen hat, da ist sein Wohnort, dort wohnt er. Und das Hebräische meint eigentlich, das ist sein Ruheort, dort, wo er zur Ruhe kommt. Das heißt immer wieder, dass Gott sein Volk, wenn es nach Kanaan hineinkommen soll, zur Ruhe bringen möchte.

[56:32] Der Wohnort Gottes ist ein Ruheort. Dort, wo Gott wohnt, dort ist Ruhe. Der Sabbat als äußeres Zeichen der innerlichen Versiegelung heißt Ruhe und ist der biblische Ruhetag. Also Sabbat heißt aufhören, Sabbat heißt sozusagen ausruhen, ist der biblische Ruhetag, der das Zeichen, das Zeichen der Ruhe schlechthin sozusagen.

[56:54] In Offenbarung 15 und dort Vers 2 heißt es: „Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer, und auch mit Verzeihung, mit Feuer vermischt, und die, welche als Überwinder hervorgegangen waren über das Tier und über sein Bild und über sein Malzeichen und über die Zahl seines Namens, standen an dem gläsernen Meer und hatten Harfen Gottes.“ Die Erlösten werden in der Endzeit unter anderem auch das Malzeichen überwinden, das heißt, es besiegt haben.

[57:26] Offenbarung 16, Vers 2: „Und der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde, und es entstand ein böses und schmerzhaftes Geschwür an den Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten.“ Wer das Malzeichen hat, wird von den sieben letzten Plagen getroffen werden.

[57:43] Offenbarung 19, Vers 20: „Und das Tier wurde ergriffen und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und die sein Bild anbeteten. Die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.“ Diejenigen, die das Malzeichen des Tieres haben, sind vom Tier, das heißt dem Papsttum, verführt worden dazu, dass er dazu den falschen Propheten benutzt hat. Dieser benutzt Zeichen und Wunder. Diese Zeichen und Wunder werden ja schon in Offenbarung 13 beschrieben.

[58:13] In Offenbarung 13 und dort Vers 13: „Und es tut große Zeichen, sodass es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen lässt vor den Menschen.“ Es wird den Eindruck erwecken, dass Gott mit der falschen Bewegung ist, denn beim Sinai war es Gottes Gegenwart, die Feuer hervorgebracht hat, beim Karmel genauso, beim Pfingsten genauso. Doch diesmal wird es eine Täuschung sein. Die einzige Möglichkeit, Wahrheit und Irrtum auseinanderzuhalten in der Endzeit, wird nur dann, es wird nur dann möglich sein, wenn wir unsere Bibeln genau kennen.

[58:52] Jesaja 8, Vers 20: „Zum Gesetz und zum Zeugnis! Wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot.“ Kennst du das Gesetz Gottes? Kennst du das Zeugnis Gottes? Kennst du sein Wort, damit du unterscheiden kannst? Jesus hat versprochen, dass sein Geist uns in alle Wahrheit leiten wird.

[59:19] Schauen wir Offenbarung 20, Vers 4: Es heißt über die Gläubigen: „Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten.“ Die Gläubigen nehmen das Malzeichen weder an der Stirn noch an der Hand an. Sie machen keine Kompromisse mit diesem religiösen Gesetz, das von den protestantischen USA ausgeht und die ganze Welt betreffen wird und in Verbindung mit Anbetung steht und dabei das Gegenteil zum Siegel der wahren Heiligung bildet, die sich äußerlich im Halten des siebten Tags Sabbats zeigt.

[1:00:22] In Jeremia 33 wird deutlich, dass wenn diese Zeit der Verfolgung kommt, wenn wir nicht mehr kaufen noch verkaufen können, dann müssen wir uns an diese Verheißung klammern, die Gott uns gegeben hat. In Jesaja 33, Vers 16: „Der wird auf Höhen wohnen, Felsenfestes und seine Burg sein. Brot wird ihm gegeben sein, Wasser versiegt nie.“ Die Bergpredigt verheißt in Matthäus 6, dass wenn wir zuerst an das Reich Gottes und an Gottes Gerechtigkeit denken, er für alles sorgen wird: für Essen, Trinken, Kleidung, was immer wir benötigen.

[1:00:56] Die Endzeit wird testen, ob wir die Bergpredigt glauben und ausleben. In der Endzeit wird es viele Menschen geben, die sich Christen nennen und glauben, mit Gott verbunden zu sein. In Matthäus 7 sagt Jesus das mit eigenen Worten, als er vor den falschen Propheten warnt. Er sagt in Matthäus 7, ab Vers 21: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“ Sie haben Gottes Gesetz übertreten.

[1:01:43] Der wahre Grund, warum sie verloren gehen, ist, dass ihnen der wahre biblische Glaube gefehlt hat, nach Johannes 3, Vers 16. In Römer 1, Vers 17 sagt uns Paulus: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Matthäus 4, Vers 4 sagt Jesus: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“ Der Glaube, der durch die Endzeit trägt, ist der Glaube, der aus jedem Wort Gottes lebt.

[1:02:15] Und in Offenbarung 14 finden wir die drei Engelsbotschaften, die das ewige Evangelium den Menschen zeigt und die predigt, was die Wahrheit über das Evangelium ist und was Gottes Wort lehrt, unter anderem auch den Sabbat. Wer also unter diesen Umständen, wenn alle Menschen das wahre Evangelium, den Neuen Bund, der das Gesetz nicht abschafft, sondern durch Gottes Geist in unser Herz schreibt, wenn sie das kennenlernen und dann den Sabbat trotzdem ablehnen, ist dies eine bewusste Ablehnung des Evangeliums. Sich in diesem Test gegen Gottes Wort und Gottes Gebot zu entscheiden, beweist, dass Gottes Liebe nicht wirklich im Herzen wohnt und so auch keine Versiegelung möglich ist.

[1:03:03] Schauen wir uns ganz kurz noch einige Texte an, die uns klarmachen, worum es letztendlich bei diesem Malzeichen geht. 2. Chronik 26, ab Vers 16: „Als Usija aber stark geworden war, überhob sich sein Herz zu seinem Verderben und versündigte sich an dem HERRN, seinem Gott, indem er in den Tempel, in die Tempelhalle des HERRN ging, um auf dem Räucheraltar zu räuchern. Aber der Priester Asarja ging ihm nach und 80 Priester des HERRN mit ihm, vortreffliche Männer. Die traten dem König Usija entgegen und sprachen zu ihm: Usija, es steht nicht dir zu, dem König – Verzeihung – dem HERRN zu räuchern, sondern den Priestern, den Söhnen Aarons, die zum Räuchern geheiligt sind. Verlass das Heiligtum, denn du hast dich versündigt, und das bringt dir vor Gott, dem HERRN, keine Ehre.“

[1:03:53] Denkt man an Offenbarung 14, Vers 7. Und dann heißt es: „Da wurde Usija zornig, während er die Räucherpfanne in seiner Hand hielt, um zu räuchern. Als er aber seinen Zorn gegen die Priester ausließ, da brach der Aussatz an seiner Stirn aus vor den Augen der Priester im Haus des HERRN beim Räucheraltar.“ Hier ist ein König, der die Trennung zwischen Kirche und Staat aufheben will, der gewarnt wird, aber der gegen Gottes Warnung – gesagt durch die Priester übermittelt, durch die Priester, die Gottes Wort ihm geben – der dagegen rebelliert, der bekommt Aussatz, sein Symbol für die Sünde an der Stirn.

[1:04:30] Wer sind diejenigen, die versiegelt werden? In Hesekiel Kapitel 9, Vers 4 heißt es: „Und der HERR sprach zu ihm: Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und mache ein Zeichen auf die Stirn der Leute, die seufzen und jammern über all die Gräuel, die in ihrer Mitte verübt werden.“ Versiegelt werden diejenigen, die jammern über Gräuel, die zu der Zeit der Versiegelung stattfinden. Die Gräuel finden wir in Hesekiel 8. Dort werden verschiedene Gräuel bezeichnet: Götzendienst im Tempel Gottes. Und das größte und stärkste und schlimmste Gräuel wird in Hesekiel 8, Vers 15 und 16 erwähnt: „Da sprach er zu mir: Hast du das gesehen, Menschensohn? Du wirst noch mehr und größere Gräuel sehen als diese. Und er führte mich in den inneren Vorhof des Hauses des HERRN, und siehe, am Eingang zum Tempel des HERRN, zwischen der Halle und dem Altar, waren etwa 25 Männer, die kehrten dem Tempel des HERRN den Rücken, ihr Angesicht aber nach Osten, und sie warfen sich nach Osten anbetend vor der Sonne nieder.“

[1:05:32] Das größte Gräuel ist die Anbetung der Sonne im Heiligtum des Volkes Gottes. Wenn also der wahre biblische Glaube mit Sonnenanbetung verknüpft wird, handelt es sich um das größte Gräuel im Kontext der Versiegelung, denn es ist ja die Zeit der Versiegelung hier, wie wir sehen. Das Malzeichen des Tieres ist offensichtlich ein zunächst von den USA ausgehendes, dann weltweit präsentes Gesetz, das Anbetung am Sonntag vorschreibt und dessen Einhaltung durch die Androhung empfindlicher Strafen durchgesetzt werden soll.

[1:06:14] Sonntagsheiligung an sich ist zwar biblisch falsch, aber noch nicht das Malzeichen des Tieres, sondern erst wenn man sich wider besseren Wissens – wenn das Evangelium in der ganzen Welt verkündigt ist – gegen Gott und seinen Willen entscheidet, sei es aus Überzeugung, sei es aus mangelndem Vertrauen, dass Gott für einen sorgen kann, offenbart man damit das Nichthandensein von Glauben und echter Liebe zu Gott.

[1:06:37] In Offenbarung 13, Vers 15 haben wir gelesen, dass diejenigen, die Gott treu sein wollen, sogar mit dem Tod bedroht werden. Und jeder, der Daniel 3 kennt, weiß, dass dieses Kapitel uns zeigt, was dann – was dann also jeder dieses Kapitel kennt, sieht, wie dieses Kapitel dann in unsere Zeit hineinsprechen wird. Drei Freunde Daniels standen vor dem goldenen Standbild und haben sich geweigert, es anzubeten – eine gute Illustration dann für diese Zeit. Und Gott sucht auch dann in der Endzeit Menschen, die so sind wie hier in Daniel 3, die drei Freunde von Daniel, von denen es heißt in Vers 17: „Denn wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen – Verzeihung – unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen erretten, und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, König. Und auch wenn es nicht so sein soll, so wisse, oh König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast.“

[1:07:34] Hier gab es Menschen, die gesagt haben: „Wir tun das Richtige nicht, weil wir belohnt werden, sondern weil es richtig ist, weil wir Gott lieben, weil er uns schon längst gesegnet hat. Wir werden ihm gehorchen und wissen, dass er keinen Fehler macht.“

[1:07:54] Inmitten der großen Krise wird es die wahren Gläubigen geben. Wir haben sie in Offenbarung 14, Vers 1 gesehen: „Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion, und mit ihm 144.000, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben.“ Es wird diejenigen geben, die Gottes Gebote hochhalten, die den Glauben an Jesus hochhalten, wie in Offenbarung 14, Vers 12 steht: „Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen; hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“ Diese Gläubigen sind direkt bei Jesus, er ist für sie gestorben. Sie tragen das Siegel Gottes, sie leben.

[1:08:25] Sie tragen das Siegel Gottes. Sie leben aus seiner Gnade, sie leben aus seiner Kraft, und sein Heiliger Geist bewirkt in ihnen, dass sie inmitten des allgemeinen weltweiten Abfalls Gottes Gebote halten, obwohl es scheinbar keinen Lohn dafür gibt in dieser Welt. Aus Liebe zu Gott und aus Treue zu ihm. Das ist eine Versiegelung. Sie stehen auf dem Berg Zion, weil in Joel 3, Vers 5 steht – das können wir kurz aufschlagen in Joel 3 und dort Vers 5.

[1:09:02] Dort heißt es: „Und es wird geschehen, jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Rettung sein, wie der Herr verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der Herr beruft.“ Das sind die Übrigen, die gerettet werden. Die Geschichte geht zurück auf die Geschichte von Sanherib, aber das können wir heute aus Zeitgründen nicht behandeln. Das könnt ihr nachlesen in Jesaja 36 und 37. Wir haben dazu ja auch Material auf Media zu Jesaja, eine Spezialserie der CSH. Das könnt ihr dann noch mal nachvollziehen. Am Ende wird es so sein, Offenbarung 17, Vers 14, Verzeihung: „Und diese werden mit dem Lamm Krieg führen. Die Mächte der Endzeit werden sich verbinden, weil sie gegen Jesus kämpfen, und das Lamm wird sie besiegen, denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige, und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.“ Jesus wird die Mächte der Endzeit besiegen, und wer mit ihm ist, wird mit Sieger sein.

[1:10:00] Gott hat verheißen, dass diese Versiegelung einhergeht mit einer Ausgießung des Heiligen Geistes in besonderem Maße. In Joel – wir waren ja gerade schon in Joel und dort Kapitel 2, kurz vor dieser Stelle mit dem Berg Zion – in Joel 2 und dort Vers 23: „Und ihr Kinder Zions, frohlockt und freut euch über den Herrn, euren Gott! Denn er gibt euch den Frühregen im rechten Maß, und er lässt euch am ersten Tag Regen herabkommen, Frühregen und Spätregen.“ Dieser ganze Abschnitt von Joel, in Joel 2 und dann Joel 3, der wird dann teilweise von Petrus zitiert, als zu Pfingsten der Heilige Geist Vollmacht über die noch ganz junge Gemeinde kommt und in Pfingsten die Gemeinde quasi zu explodieren beginnt und Menschen, tausende Menschen, sich zu Jesus kehren. Das war die Erfüllung des Frühregens. Eine noch größere Ausgießung des Geistes erwarten wir für die Zukunft.

[1:11:04] Wir erwarten für die Zukunft, wenn wir genau das tun, was die Jünger damals getan haben: wenn sie endlich am Fuß des Kreuzes zerbrochen sind, sich in den Staub gelegt haben, wenn sie einander ihre Sünden bekennen, ihre Schuld bereuen, sich entschuldigen, Dinge wieder aufarbeiten, klarstellen, richtigstellen, wenn sie gemeinsam beten und dann das Wort Gottes, erfüllt vom Heiligen Geist, mit Vollmacht predigen, das Evangelium aufgrund der Prophetie, so wie Petrus durch den Propheten Joel das Evangelium von Jesus Christus gepredigt hat, das ewige Evangelium, dann wird auch dieser Spätregen seine Wirkung entfalten.

[1:11:46] Damals hat der Frühregen zu einer Gemeinde geführt, die in Apostelgeschichte 2 beschrieben ist. Wir haben die Zeit nicht, die einzelnen Verse anzuschauen, aber in Apostelgeschichte 2, Vers 41 heißt es, dass sie gemeinsam waren, dass sie in der Lehre der Apostel blieben, dass sie Gemeinschaft hatten, dass sie im Brotbrechen gemeinsam beteten, dass sie im Gottesdienst und in den Häusern mit Frohlocken Freude gehabt haben, dass sie für die Ärmsten da gewesen sind. Wir sehen in der Gemeinde ein Spiegelbild dessen, was Jesus auf der Erde vorgelebt hat. Wenn der Geist Gottes auf seine Gemeinde kommt, wird die Gemeinde Gottes Jesus widerspiegeln.

[1:12:22] Der Geist hat die Kraft. Sacharja 4, Vers 6 sagt: „Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des Herrn an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen.“ Es ist der Geist Gottes, der das Werk zum Abschluss bringt. Unsere Aufgabe besteht, für die Ausgießung des Heiligen Geistes zu beten. Sacharja 10, Vers 1: „Er bittet vom Herrn Regen zur Zeit des Spätregens.“

[1:12:44] Wir dürfen beten, wir müssen beten, wir sollen beten und dann geduldig auf die Wiederkunft Jesu warten, wie Jakobus Kapitel 5, Vers 7 und 8 sagt. Und dann wird sich das erfüllen, was die Bibel an vielen Stellen vorhersagt, dass wir jetzt am Ende nur ganz kurz anreißen wollen.

[1:13:05] Jesaja 60 und dort ab Vers 1: „Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.“ So wie die Jünger sich durch die Ausgießung beim Frühregen, durch die Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten aufgemacht haben, erst in Jerusalem und dann in Judäa, Samaria und dann bis ans Ende der Welt, so werden wir uns aufmachen. Das Licht der Herrlichkeit Gottes, das der Charakter, der sich in den Menschen zeigt, die in der Versiegelung immer weiter voranschreiten, die immer näher mit Jesus leben, die immer fester bei ihm bleiben – dieses Licht der Herrlichkeit des Charakters Gottes, das zunimmt bis zum vollen Tag, dieses Licht wird diese dunkle Erde erleuchten. Es sind nicht unsere Werke, die wir aus eigener Kraft tun, sondern die Werke, die Gott zuvor geschaffen hat, damit wir aus eigener Entscheidung, aus eigenem Willen, aus Überzeugung, durch seine Kraft, der uns das Wollen und Vollbringen gibt, in ihnen wandeln.

[1:14:06] Epheser 2, Vers 10 sagt uns, dass wir seine Schöpfung sind, dass er die Werke vorbereitet hat und dass wir in ihnen wandeln. Und wenn wir das tun, wenn wir die Werke tun, die Jesus schon vorbereitet hat, dann heißt es hier in Matthäus 5, in der Bergpredigt, und dort in Vers 14: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Und dann in Vers 16: „So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen,“ weil es ja die Werke Gottes sind, weil er in unserem Leben wohnt.

[1:14:41] Gott hat sich schon immer gewünscht, dass die Erde erleuchtet wird mit seinem Charakter durch Menschen, die das weitergeben, was sie mit Gott erlebt haben und daran bleiben, festbleiben. 4. Mose 14 und dort Vers 21: „Aber so wahr ich lebe, und die ganze Erde mit der Herrlichkeit des Herrn erfüllt werden soll!“ „Keiner der Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, und die mich nun schon zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben,“ Gott möchte, dass die Erde mit seiner Herrlichkeit erfüllt wird, mit den Zeichen und Wundern, die er in unserem Leben getan hat, von denen wir berichten sollen. Doch die Israeliten der ersten Generation sind nicht bei ihm geblieben. Ihre Liebe war flüchtig wie der Morgentau, und am Ende haben sie gegen ihn rebelliert. Sie sind zu ihm gekommen, aber nicht bei ihm geblieben, und so konnte Gott durch sie nicht seine Herrlichkeit in der Erde verbreiten. Gott sucht Menschen, die nicht nur zu Jesus kommen, sondern die bei ihm bleiben, die ihre Wurzeln immer tiefer wachsen lassen, die sich vom Heiligen Geist versiegeln lassen, die fest bleiben bei Jesus, weil Jesus fest bei ihnen bleiben möchte.

[1:15:49] Durch die er die Erde mit der Herrlichkeit Gottes erfüllen wird. Wird das passieren? Oh ja! Johannes hat gesehen, Offenbarung 18, Vers 1: „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Er hat es gesehen, er hat gesehen, dass das Evangelium zum Abschluss kommt. Er hat gesehen, dass das, was Jesus in Matthäus 24, Vers 14, gesagt hat, dass dieses Evangelium vom Reich gepredigt wird in der ganzen Welt, den Heidenvölkern zum Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. Er hat gesehen, dass es passiert ist, dass es in der Zukunft passiert sein wird. Und das bedeutet für uns heute, dass wir daran festhalten dürfen. Es wird passieren, und die einzige Frage ist: Bist du, lieber Freund, liebe Freundin, bin ich, sind wir Teil dieser Bewegung? Bleiben wir bei dem, was Gott uns gezeigt hat, oder lassen wir uns von den vielen Verführungen, den vielen Versuchungen, den Entmutigungen, den Enttäuschungen, den Sorgen, den Problemen, den Stolpersteinen dazu verleiten, die Hand von Jesus aufzugeben?

[1:16:51] Lasst uns das niemals tun! Wenn wir schwach sind, lasst uns fest an Jesus halten. Wenn wir gefallen sind, lasst uns Jesus noch mehr umfassen und um Vergebung bitten, und wir werden seine Gnade finden. Wenn wir nicht weiterwissen, lasst uns noch näher an Jesus rücken. Je näher wir bei Jesus sind, desto sicherer sind wir versiegelt. Es sind diejenigen, die wirklich nicht äußerlich, zum Schein, sondern wirklich nahe bei Jesus sind und bei ihm bleiben, koste es, was es wolle. Möchtest du heute mit Jesus leben? Möchtest du mit ihm versiegelt werden? Möchtest du den Frühregen und den Spätregen erhalten und dann am lauten Ruf teilhaben, indem du der Welt zeigst, was Jesus in deinem Leben getan hat? Ist das dein Wunsch? Du darfst heute diese Entscheidung fällen. Warte nicht länger. Sag heute zu Jesus: „Hier ist mein Herz. Ich kann es dir nicht geben, nimm du es. Mach du es rein, denn ich kann es nicht. Und halte du es rein, denn ich kann es alleine nicht reinhalten.“ Jesus bewirkt, dass du zu ihm kommen kannst, und er bewirkt, wenn du möchtest, dass du bei ihm bleiben wirst.

[1:18:06] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für die wunderbare Kraft deines Evangeliums, für die Schönheit deines Wortes und dass wir heute gelernt haben, erneut gelernt haben, uns daran erinnern durften, wie sehr du mit uns eng verbunden sein möchtest, wie wichtig es ist für die Endzeit, dir zu folgen, koste es, was es wolle. Und Herr, darum bitten wir dich. Wir bitten dich um einen Glauben, wie in Johannes 3, Vers 16, beschrieben ist. Wir bitten dich, dass wir uns bewusst machen, dass du uns hilfst, dass uns bewusst wird, wie sehr du an uns wirkst und was wir durch dich erleben dürfen. Herr, wir wollen uns an dich klammern mit einem Bund, der nicht vergessen werden soll. Im Namen Jesu.

[1:19:03] Amen. Gott segne deine Entscheidung. Nächste Woche werden wir dieses Lektionsquartal abschließen und uns Gedanken machen über das, was ganz am Ende steht. Das wird sehr schön werden und auch sehr spannend. Bis dann wünschen euch gottesreichen Segen und viel Freude im Studium der Adventbotschaft. Gott sei mit euch. Amen.


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