[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer gilt auch ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort.
[0:46] Wir sind an das Ende gelangt unserer Serie über das große Thema des großen Kampfes, das die gesamte Bibel durchzieht, auf der Grundlage des Buches "Vom Schatten zum Licht". So war ja auch das Thema unserer Christ Study Hour in den vergangenen drei Monaten.
[1:12] Wir wollen heute abschließen mit einem wichtigen und auch schönen Thema, nämlich dem Triumph der Liebe Gottes, basierend auf der 13. Lektion dieses Themas. Wir bereiten uns vor auf das Bibelgespräch am 29. Juni.
[1:34] Und bevor wir in das Thema hineinsteigen und uns anschauen, wie dieser große Konflikt zwischen Christus und Satan, zwischen Gut und Böse, zwischen Gerechtigkeit und Sünde ein Ende findet, wollen wir Gott einladen, dass er uns mit seinem Heiligen Geist erfüllt und uns Wahrheit offenbart, wie sie in ihm ist.
[1:54] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Herr, wir möchten unser Herz öffnen. Wir möchten Dich bitten, dass du uns hilfst, alles Unpassende beiseite zu legen und dass unsere Herzen und Gedanken gereinigt werden durch deinen Geist, dass wir uns daran erinnern, was du, Herr Jesus, am Kreuz von Golgatha für uns erlitten hast, damit wir in diesem großen Kampf auch Sieger sein können.
[2:24] Herr, wir wollen uns an dich wenden, an dir festhalten und dich bitten, dass du uns jetzt stärkst, ermutigst, dass du uns ernährst durch dein Wort geistlich und dass wir gestärkt in die Herausforderungen des Alltags gehen können, weil wir unsere beiden Füße auf das Fundament deines Wortes gestellt haben. Herr, das möchten wir Dich bitten, dass du jetzt zu uns sprichst und als unser Lehrer. Hab Dank dafür. Amen.
[2:54] In Offenbarung 22 wird uns die allerletzte Zeit dieser Weltgeschichte präsentiert. In Vers 11 heißt es: "Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter."
[3:16] Es wird einen Zeitpunkt geben, wo das Ende der Gnadenzeit erreicht ist, wo jeder Mensch eine Entscheidung gefällt hat für oder gegen Gott, für oder gegen das ewige Leben.
[3:32] Wir haben das letzte Mal gesehen, wie in der letzten großen Krise die Frage des Sabbats und damit auch des Gegenstücks, des Sonntagsgesetzes, dazu führen wird, dass die gesamte Welt, die das ewige Evangelium hören wird, sich einteilen wird in zwei Gruppen: eine kleine Gruppe, die treu zu Jesus steht im Glauben an ihn, seine Gebote hält, selbst unter dem größten vorstellbaren Druck sich nicht von ihm abbringen lässt, und auf der anderen Seite die großen Massen, die sich verführen lassen von einem falschen Evangelium und von spiritistischen Phänomenen und Ideen in die Rebellion gegen Gott.
[4:20] Irgendwann hat jeder Mensch sich entschieden, und dann endet die Gnadenzeit.
[4:26] In Vers 12 sehen wir, wie dieser Gedanke vom Ende der Gnadenzeit eng verknüpft ist, allein dadurch, dass diese Verse hier nebeneinander stehen, mit der Wiederkunft. In Vers 12 heißt es: "Und siehe, ich komme bald, und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird."
[4:43] Wenn die Gnadenzeit endet, gießt Gott seine Plagen aus, die sieben letzten Plagen in Offenbarung 15 und 16. Wir haben heute nicht die Zeit, das alles zu lesen, aber das finden wir, dass diese Plagen vom himmlischen Heiligtum ausgehen.
[5:07] Sieben Engel erhalten die sieben letzten Plagen, denn in ihnen, so sagt es Offenbarung 15 Vers 1, ist der Zorn Gottes vollendet.
[5:15] Und bevor dann diese Plagen beschrieben werden, wird uns gezeigt in Vers 2 und 3, wie es ausgeht, dass nämlich die Gläubigen Sieger sein werden und dass sie überwinden werden, überwunden haben, und dass sie dann auf der neuen Erde sein werden.
[5:28] In Vers 2 und 3 heißt es: "Und ich sah, dass wie ein gläsernes Meer mit Feuer vermischt, und die, welche als Überwinder hervorgegangen waren über das Tier und über sein Bild und über sein Mahlzeichen, über die Zahl seines Namens, standen an dem gläsernen Meer und hatten Harfen Gottes. Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sprechen: Groß und wunderbar sind deine Werke, oh Herr, Gott, du Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiligen!"
[5:56] Und dann wird wieder zurückgezoomt, sozusagen wird der Blick zurückgewandt zu dieser Zeit vor der Wiederkunft, nachdem in Vers 2 und 3 und auch 4 dann noch deutlich gemacht wird, wer am Ende auf der neuen Erde Sieger sein wird.
[6:11] Dann wird wieder zurückgeblendet auf die Zeit vor der Wiederkunft, wenn die Gnadenzeit vorbei ist. In Vers 8 heißt es: "Und der Tempel wurde erfüllt mit Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft, und niemand konnte in den Tempel hineingehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren."
[6:29] Noch können wir im Glauben in den Tempel hineingehen. Noch gilt, was in Hebräer 4 steht, und dort in Vers 16: "So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe."
[6:51] Wenn wir hinzutreten zum Thron der Gnade, mittlerweile seit 1844 im Allerheiligsten, wenn wir dorthin zutreten, dann bekommen wir Gnade.
[7:03] Wenn es keinen Weg mehr dorthin gibt, wenn niemand dort hinein kann im Glauben, dann ist die Gnadenzeit vorbei, und dann fallen die sieben letzten Plagen. Es ist der Zorn Gottes.
[7:16] Heute gibt es Menschen, die der Meinung sind, dass Gott niemals strafen würde oder dass Gott niemals zornig sein wird, aber die Bibel sagt genau das Gegenteil, denn Gott kennt das selbstständige Prinzip der gerechten Strafe.
[7:32] Wer Unrecht tut, muss auch dafür zur Verantwortung gezogen werden. Das heißt, in Offenbarung 16 Vers 5: "Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: Gerecht bist du, oh Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast. Denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, denn sie verdienen es."
[7:53] Die Plagen sind ein gerechtes Gericht Gottes. Sie sind so gerecht, dass sündlose Engel im Himmel sagen werden: "Gerecht bist du, oh Herr, der du so gerichtet hast."
[8:05] Dann weiter in Vers 7: "Ich hörte einen anderen vom Altar her sagen: Ja, oh Herr, Gott, du Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte!"
[8:15] Gott sendet die sieben letzten Plagen als gerechte Gerichte für Menschen, die seine Gnade verschmäht haben. Jene Zeit wird eine dramatische Zeit sein.
[8:35] Daniel berichtet uns, wie ihm der Engel das ausdrücklich gesagt hat in Daniel Kapitel 12. Und dort in Vers 1 heißt es: "Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael, also Jesus, der König, erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht, also der für uns eintritt. Denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet."
[9:10] Die Gnadenzeit endet zwar, aber Gottes Interesse an seinem Volk, Gottes Schutz für sein Volk, Gottes Liebe für sein Volk endet nicht.
[9:23] Das Ende der Gnadenzeit ist nicht ein Ende der Liebe Gottes zu seinem Volk. Das Ende der Gnadenzeit ist nicht ein Ende des Schutzes für Gottes Volk.
[9:31] Jesus hatte gesagt in Matthäus Kapitel 28 und dort Vers 20: "Und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen."
[9:48] Jesus ist auch in der Zeit der Plagen bei uns. Wir könnten ohne ihn, ohne das Wirken des Heiligen Geistes in uns, ja nicht einen Schritt alleine gehen.
[10:00] Wir haben zwar keinen Fürsprecher mehr, aber nicht, weil Jesus uns verlassen hat, sondern weil wir keinen mehr brauchen. Nicht, weil Jesus uns verlassen hat, sondern weil wir so eng mit Jesus verbunden sind, dass er nicht mehr Sünden vergeben muss, weil wir keinen Fürsprecher mehr brauchen.
[10:31] Aber wir brauchen seine Kraft, wir brauchen seinen Heiligen Geist, um in dieser Beziehung mit Jesus zu bleiben.
[10:42] Wir sind dann versiegelt, und die Versiegelung besteht nicht darin, dass wir alleine aus eigener Kraft perfekt handeln, sondern dass wir so eng mit Jesus verbunden sind, dass uns nichts, nicht einmal der Todesbefehl der USA, nicht einmal die größten spiritistischen Phänomene, nichts, nicht einmal der Satan selbst, nichts von ihm mehr trennen kann.
[11:12] Und deswegen braucht es auch keinen Fürsprecher mehr, weil wir nicht mehr gegen Jesus rebellieren und dann wieder Vergebung brauchen.
[11:24] Jesus tritt für sein Volk ein, denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet, jeder, der im Buch des Lebens steht, wird in der Trübsalszeit gerettet werden.
[11:44] Wir lesen in Vers 2: "Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und Schande."
[11:55] Hier wird nicht, wie manchmal angenommen wird, die allgemeine Auferstehung der Gläubigen und der Ungläubigen getrennt durch 1000 Jahre angesprochen, die, wie sie in Johannes 5 und Offenbarung 20 beschrieben wird, sondern hier geht es um eine spezielle Auferstehung, wo innerhalb dieser Trübsalszeit, noch vor der Wiederkunft, einige aufwachen werden.
[12:21] Einige zum ewigen Leben, also Menschen, die im Glauben an Jesus gestorben sind, und ich persönlich gehe davon aus, aufgrund einer Aussage von Ellen White im Buch "Vom Schatten zum Licht", dass es all diejenigen sein werden, die im Glauben an die dritte Engelsbotschaft gestorben sind, dass die bereits vor der Wiederkunft Jesu auferweckt werden, um dann mit den sogenannten 144.000 diese letzten Momente der Weltgeschichte zu erleben.
[12:51] Auf der anderen Seite sind es Menschen, die in besonderer Weise als größte Feinde Jesu und des Evangeliums in der Zeit und in der Geschichte der Menschheit agiert haben, unter anderem auch diejenigen, die ihn durchbohrt haben.
[13:04] Deswegen heißt es ja in Offenbarung Kapitel 1 und dort Vers 7: "Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen."
[13:24] Wenn Jesus wiederkommt, dann werden ihn diejenigen sehen, die ihn 2000 Jahre zuvor ungefähr durchstochen haben. Das kann nur möglich sein, weil sie in einer speziellen Auferstehung für diesen Moment auferweckt werden, um dann bei der Wiederkunft wieder zu sterben, um dann erst nach den 1000 Jahren für ihr finales Urteil noch einmal aufzustehen, auferweckt zu werden.
[13:52] Jeremia 30 Vers 5 bis 7. Die Bibel macht aber deutlich, dass, obwohl Jesus bei uns ist und obwohl wir von den Plagen verschont werden, die wir gleich noch lesen werden, es trotzdem eine schwierige Zeit für Gottes Volk sein wird, und zwar eine sehr schwierige.
[14:09] In Jeremia 30 Vers 5 bis 7 finden wir folgende Worte: "So spricht der HERR: Wir haben ein Schreckensgeschrei vernommen, da ist Furcht und kein Friede. Fragt doch und seht, ob auch ein Mann gebiert! Warum sehe ich denn, dass alle Männer ihre Hände auf den Hüften haben wie eine Gebärende und dass alle Angesichter bleich geworden sind? Weh! Groß ist dieser Tag, keiner ist ihm gleich, und eine Zeit der Drangsal ist es für Jakob, aber er wird aus ihr gerettet werden."
[14:37] Hier wird von einer unvorstellbar großen Drangsal gesprochen, die unvergleichlich ist und damit ganz gut passt zu der Zeit der Drangsal aus Daniel 12 Vers 1.
[14:53] Eine Drangsal, aus der aber Gottes Volk errettet wird. Eine Zeit der Drangsal für Jakob.
[14:58] Wenn wir uns an die Geschichte von Jakob erinnern, dann stellen wir fest, es gab eine Geschichte dort bei Jakob, in der er eine schlimme Zeit durchgemacht hat, eine Zeit der Prüfung, in der er gekämpft hat. Das war die Zeit, als er die Nacht am Jabbok mit einem ihm unbekannten, also vermeintlich unbekannten Mann rang, bis er feststellte, dass er mit niemand anderem rang als mit Gott selbst, mit Jesus.
[15:25] Wir lesen 1. Mose 32, 25: "Jakob aber blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und als dieser sah, dass er ihn nicht bezwingen konnte, da rührte er sein Hüftgelenk an, sodass Jakobs Hüftgelenk verrenkt wurde beim Ringen mit ihm. Und der Mann sprach: Lass mich gehen, die Morgenröte bricht an. Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich! Da fragte ihn: Was ist dein Name? Er antwortete: Jakob. Da sprach er: Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel, denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen."
[16:03] Jakob hat gerungen, es war die Krise seines Lebens, und er wusste: "Wenn Gott mich nicht segnet, wenn Gott nicht für mich ist, dann ist alles verloren."
[16:18] Und ich glaube, wir werden in dieser letzten Zeit, wenn der Satan uns noch einmal versucht, vor Augen zu halten, was wir alles verkehrt gemacht haben, so wie der Jakob auch wusste, was er alles verkehrt gemacht hat, wie er seinen eigenen Bruder betrogen hat, wie er ihm das Erstgeburtsrecht abgekauft hat, wie er dann vor allem seinen Vater, hätte ich besser sagen sollen, betrogen hat und gelogen hat.
[16:59] Als diese Sünden vor ihm aufleuchten, da wäre es um ihn geschehen, wenn er für all diese Sünden noch keine Vergebung bekommen hätte, wenn er bis zu diesem Zeitpunkt in diesen Sünden gelebt hätte, dann hätte er diesen Kampf nicht gewinnen können.
[17:14] Aber er hatte um Vergebung gebeten, er hatte Jesus als sein Erlöser angenommen, schon in 1. Mose 28.
[17:30] Und wenn wir am Ende der Gnadenzeit plötzlich all die Sünden vor Augen haben, die wir in unserem Leben getan haben, wenn uns plötzlich bewusst noch einmal wird, wie schlimm wir gegen Gott rebelliert haben und sich die Frage stellt: "Hat Gott uns wirklich vergeben?", dann werden wir im Glauben uns an die Worte der Verheißung klammern müssen, so wie Jakob sich hier an Jesus geklammert hat in seiner Hilflosigkeit.
[18:01] Und so wie er sich an Jesus klammert und wusste, dass es nur die Gnade Jesu ist, so werden wir uns in der Zeit der Trübsalszeit an die Verheißung klammern, dass Gott uns versprochen hat, dass die Sünden vergeben sind, dass wir gereinigt sind, und das wird uns in siegen können.
[18:25] Gehen können wir uns auf das Ende vorbereiten. In 1. Johannes Kapitel 3 und dort ab Vers 1 lesen wir: "Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen!"
[18:41] Johannes kann diese Liebe gar nicht wirklich definieren, er kann sie nicht beschreiben. Er sagt einfach: "Seht, schaut selbst, schaut auf die Liebe Gottes! Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen!"
[18:54] Denkst du auch manchmal drüber nach, dass du ein Kind Gottes bist? Ich denke da mal drüber nach. Und bin ich ein Kind Gottes?
[19:06] Eine der wichtigsten Vorbereitungen, vielleicht die wichtigste Vorbereitung auf die Endzeit, ist, dass wir die Liebe Gottes betrachten, denn je besser wir die Liebe Gottes verstehen, je mehr wir davon überzeugt sind, wie unwandelbar sie ist, desto besser sind wir vorbereitet auf die Zeit, wo äußerlich es so aussehen mag, als ob die Liebe Gottes vorbei sei.
[19:25] Wir müssen die Liebe Gottes in unser Herz hineinlassen, den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. In Römer 5 Vers 5: "Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat."
[19:35] Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber, dass wir ihm gleich gestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleich wie auch er rein ist.
[19:54] Wir müssen Gottes Liebe betrachten, und wenn wir diese Hoffnung auf die Wiederkunft haben, dann werden wir das Ziel haben, echte Reinheit des Herzens anzustreben, und bei Jesus werden wir sie auch erhalten.
[20:07] Denn Offenbarung 7 sagt uns in Vers 13 und 14: "Und einer von den Ältesten ergriff das Wort und sprach zu mir: Wer sind diese, die mit weißen Kleidern bekleidet sind, und woher sind sie gekommen? Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es! Und er sprach zu mir: Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre Kleider gewaschen und sie haben ihre Kleider weiß gemacht in dem Blut des Lammes."
[20:33] Wir haben schon gesehen, wir werden nicht alleine durch die Endzeit gehen. Bei Gott finden wir Schutz.
[20:40] In Johannes 8 und dort Vers 29: "Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt."
[21:16] Wenn Jesus in uns lebt, wenn der Heilige Geist in uns das bewirken kann, was Gott wohlgefällt, werden wir auch niemals von Gott verlassen sein.
[21:25] Wir werden zwar keinen Fürsprecher in der Zeit der Trübsal mehr brauchen, aber nur deswegen, weil wir so eng mit ihm verbunden sind.
[21:32] Wir werden wissen dürfen, dass Gott bei uns ist, auch wenn wir es vielleicht dann nicht sehen und nicht spüren. Wenn wir es nicht fühlen, dürfen wir durch den Glauben wissen, dass Gott für uns ist, so wie Jesus in der Wüste wusste, dass Gott das Beste für ihn will und dass die Versuchung Satans ihn von Gott und dem ewigen Leben wegführen wollte.
[21:57] Wir werden bei Gott Schutz finden. Psalm 27 und dort Vers 5: "Denn er deckt mich in seiner Hütte zur Zeit des Unheils, er verbirgt mich im Schutz seines Zeltes und erhöht mich auf einen Felsen."
[22:19] Wenn die Zeit des Unheils kommt, lässt Gott mich nicht allein, sondern er verbirgt mich in seiner Hütte, in seinem Zelt. Ich darf bei ihm sein, und genau das ist die Idee von Psalm 91, ein Psalm, der insbesondere in der Zeit der Plagen seine Anwendung finden wird.
[22:40] Psalm 91 Vers 1: "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen. Ich sage zu dem Herrn: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue. Ja, er wird dich retten vor der Schlinge des Vogelstellers und vor der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen Fittichen decken und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen. Seine Treue ist Schirm und Schild."
[23:03] Es ist Gottes Treue, die uns durch die Plagenzeiten durchbringen wird.
[23:07] Du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt. Ob eintausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, mit eigenen Augen wirst du es sehen und zuschauen, wie den Gottlosen vergolten wird.
[23:29] Denn du sprichst: "Der Herr ist meine Zuversicht, den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht." Kein Unglück wird dir zustoßen und keine Plage zu deinem Zelt sich nahen in der Zeit der...
[23:43] deinem Zelt sich nahen in der Zeit der Plagen. Dürfen wir wissen, dass wenn wir jetzt mit Jesus leben, werden wir auch dann bei ihm Schutz finden. Das Siegel Gottes wird der Schutz sein, wie wir in Offenbarung 7 gesehen haben, als wir das Siegel besprochen haben.
[23:58] Jesus selbst wird unser Schutz sein. Der Name des Herrn ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit. Wir werden bei Jesus sicher sein.
[24:12] Und dann wird Jesus wiederkommen. In Johannes 14 und dort Vers 1 bis 3: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht so, hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“
[24:41] Jesus hat versprochen, dass er wiederkommen wird, und das sollte unserem Leben eine Motivation, eine Hoffnung geben. Denn er sagt ja, dass er nicht einfach wiederkommen wird, um die Erde hier zu beenden. Nein, er kommt wieder, weil er möchte, dass ich und dass du, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir einmal bei ihm sind. Das ist sein großes Anliegen, wie wir es in Johannes 17 Vers 24 sehen, wo Jesus sagt: „Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, bei mir sind.“
[25:13] Jesus kommt, und die Frage ist: Ist es unser Gebetsanliegen, so wie Jesus sich wünscht, dass wir bei ihm sind? Es ist auch unser Wunsch, dass Jesus in unserem Herzen wohnen darf und dass wir einmal bei ihm sein werden.
[25:31] In Titus 2 sehen wir, dass die Wiederkunftshoffnung eine glückselige Hoffnung ist. Wir lesen ab Vers 11, Titus 2 ab Vers 11: „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen. In Jesus Christus hat sich Gottes Gnade für jeden Menschen gezeigt. Jeder, der möchte, kann Gottes Gnade annehmen.“ Jetzt wird weiter gesagt über diese Gnade Gottes: „Sie nimmt uns in Zucht.“ Das heißt eigentlich wörtlich: „Sie erzieht uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst sein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.“
[26:30] Die Hoffnung auf die Wiederkunft, diese glückliche Hoffnung, diese glückselige Hoffnung, die uns glücklich macht, diese Hoffnung soll uns dazu bringen, dass wir in dieser Zeit, in dieser Welt, gottesfürchtig leben, die weltlichen Begierden verleugnen, besonnen leben, gerecht leben. Wenn wir wirklich auf die Wiederkunft warten, hat das Auswirkung jetzt hier auf unser Leben, jetzt hier in dieser Welt.
[27:00] Wenn Jesus wiederkommt, wird es zwei Gruppen von Menschen geben. Die erste wird uns beschrieben in Offenbarung Kapitel 6, und dort ab Vers 14: „Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt. Und die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Heerführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge. Und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn der große Tag seines Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen?“
[27:41] Eine Gruppe wird Angst haben, eine Gruppe wird lieber sterben, als ihrem Erlöser in die Augen zu sehen. Das sind die, die das Gnadenangebot Jesu verschmäht haben, die es abgelehnt haben, die lieber in dieser Welt der Sünde nachgehen wollten, als sich auf das ewige Leben vorzubereiten. Als sie feststellen, dass sie sich selbst betrogen haben, wollen sie lieber sterben, als Jesus zu sehen. Das ist die erste Gruppe.
[28:05] Aber es gibt eine zweite Gruppe, und deren Reaktion auf die Wiederkunft finden wir in Jesaja 25. In Jesaja 25 und dort Vers 9 heißt es: „Und an jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, dass er uns rette! Das ist der Herr, auf den wir hofften. Nun lasst uns frohlocken und fröhlich sein in seiner Rettung!“
[28:28] In welcher Gruppe möchtest du sein? In der Gruppe, die lieber sich steinigen lässt von den Felsen der Berge, oder in der Gruppe, die sich freut, wenn sie Jesus sieht, weil sie Jesus kennt, weil sie sagen kann: „Das ist der Jesus, der Morgen für Morgen zu mir in der Andacht gesprochen hat. Das ist der Jesus, der mich getröstet hat, als ich untröstlich war. Das ist der Jesus, der mein Herz geheilt hat, als ich mit schlechten Gedanken mein ganzes Leben kaputt gemacht hat. Das ist der Jesus, der in der Bibel zu mir gesprochen hat. Ich kenne seine Stimme. Ich habe zwar noch nie gesehen, aber ich habe sein Wirken in der Geschichte studiert. Ich habe gesehen, wie er in meinem Leben, in meiner Familie, in meiner Gemeinde gewirkt hat. Es ist mein Erlöser, auf ihn habe ich gehofft. Ich wusste, dass er kommt, er hat's versprochen, und jetzt bin ich fröhlich.“ Ist das dein Wunsch, in dieser Gruppe dabei zu sein?
[29:22] Wir haben schon das Lied der Überwinder kurz angesprochen. Wir wollen noch einmal kurz lesen, was in Offenbarung 15 dort geschrieben steht. In Offenbarung 15 und dort Vers 3 und 4: „Die Überwinder singen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sprechen: Groß und wunderbar sind deine Werke, o Herr, Gott, du Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiligen! Wer sollte dich nicht fürchten?“
[29:48] Übrigens interessant: Er ist der König der Heiligen. Wenn wir Jesus als unseren König haben möchten, dann müssen wir auch Heilige sein. Heilige, die nach Offenbarung 14 Vers 12 den Glauben Jesu festhalten und seine Gebote halten und geduldig auf ihn warten. „Wer sollte dich nicht fürchten, o Herr, und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig. Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.“
[30:17] Wenn Gott allein heilig ist, dann bedeutet das, dass die Menschen, die heilig sind – er ist der König der Heiligen – es nur deswegen sind, weil Gott in ihrem Leben ist. Es ist die Heiligkeit Gottes, die sie heilig macht.
[30:36] Die Wiederkunft offenbart die Gerechtigkeit Gottes. Die letzten Ereignisse zeigen, dass Gott in keinster Weise für die Sünde verantwortlich gemacht werden kann, so wie das Kreuz bereits bewiesen hat, dass Gott Recht hat in all dem, was er gesagt hat.
[30:58] In Offenbarung 19 finden wir ein anderes Bild über die Wiederkunft und die Zeit, die damit verbunden ist. Offenbarung 19 Vers 7 heißt es: „Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend. Denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“
[31:33] Jesus wird heiraten, so steht es hier. Die Hochzeit des Lammes ist gekommen. Und in der Bibel wird deutlich in Offenbarung 21, dass die Braut das Neue Jerusalem ist. Aber das Neue Jerusalem ist eine Stadt für Menschen, und so finden wir hier diesen Gedanken, der auch durch die gesamte Bibel sich finden lässt, dass Gott einen Ehebund mit seinem Volk eingeht.
[31:56] Schon in Jeremia 31 wird deutlich, dass Gott einen Ehebund mit seinem Volk schließen wollte.
[32:04] Die Hochzeit des Lammes: So wie eine Braut sich vorbereitet auf die Hochzeit, so soll sich Gottes Gemeinde vorbereiten auf die Wiederkunft.
[32:18] Eine Hochzeit ist ein Anlass, fröhlich zu sein, freudig zu sein. Die Wiederkunft soll ein Anlass sein, der uns fröhlich macht, der uns freudig macht, auf den wir uns gerne vorbereiten, den wir nicht mit Angst entgegensehen.
[32:30] Welche Braut liebt denn ihren Ehemann wirklich, wenn sie Angst hat vor der Hochzeit? Eine Frau, die Angst hat vor der Hochzeit, die sollte vielleicht überdenken, ob sie wirklich den Richtigen heiratet.
[32:50] Warum sollten wir dann Angst haben vor der Wiederkunft oder Zeit davor, wenn es doch die Zeit ist, in der wir unser kostbares Gewand dann Jesus zeigen dürfen, das er uns geschenkt hat, wenn wir uns bereiten dürfen, vorbereiten dürfen auf die Hochzeit und seine Gerechtigkeit sich in unserem Leben zeigt?
[33:12] „Lasst uns fröhlich sein und jubeln“, sagt die Bibel. Fröhlich sein, dass Jesus uns diese gerechten Taten schenkt, dass Gott sie geschaffen hat, damit wir in ihnen wandeln, wie Epheser 2 Vers 10 sagt, damit wir sie anlegen können, die Gerechtigkeit, die Gott uns zurechnet und verleiht, sodass wir tatsächlich auch in ihm durch den Heiligen Geist ein gerechtes Leben leben können. So gerecht, dass Jesus seinen Dienst als Fürsprecher im himmlischen Heiligtum beenden kann, weil wir versiegelt sind und unser Leben durch die Gerechtigkeit Jesu vollständig stimmt.
[34:00] Wir haben gesehen in Offenbarung 12 Vers 17, dass Satan einen Kampf führt gegen die Gemeinde. Das haben wir schon an verschiedener Stelle dieser CSH gesehen, dass es einen Krieg gibt, einen großen Konflikt, der im Himmel begann. In Vers 7 wird das berichtet, Vers 7 und 9. In Vers 17 lesen wir: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“
[34:27] Satan kämpft gegen diejenigen, die sich auf die Wiederkunft vorbereiten wollen. Er kämpft gegen diejenigen, die Jesus jetzt schon kennen und die ihn dann begrüßen werden mit Freude. Er kämpft gegen die, die das Hochzeitskleid anlegen wollen. Er kämpft gegen die, die überwinden wollen. Er kämpft gegen sie, aber er kämpft eigentlich gegen Jesus, wie schon Offenbarung 12 Vers 7. In Offenbarung 17 Vers 13 und 14 lesen wir: „Diese (gemeint sind die letzten Könige hier, die zehn Könige, die in Vers 12 genannt werden) haben einen einmütigen Sinn, und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem Tier. Diese werden mit dem Lamm, das heißt mit Jesus, Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen, denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige, und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.“
[35:29] Jesus wird auch in der Endzeit der Sieger bleiben. Er hat im Himmel gewonnen, er hat hier auf der Erde gewonnen, hat am Kreuz gewonnen, er hat zu allen Zeiten gewonnen. Er wird in der Wiederkunft siegen, und wenn wir auf der Seite von Jesus stehen, dann werden wir in diesem großen Konflikt Sieger sein.
[35:53] In Offenbarung 19 Vers 11 wird die Wiederkunft beschrieben als dieser Sieg über die Feinde der Endzeit. Es heißt ja Vers 11: „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige.“ Das kennen wir auch aus der Laodizea-Botschaft, diesen Titel. „Und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er. Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst. Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: Das Wort Gottes.“ Das kennen wir aus Offenbarung 1, Verzeihung, Johannes 1 Vers 1. „Und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden, und sie waren bekleidet mit weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlagen und er wird sie mit eisernem Stab weiden. Und er tritt die Weinpresse des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen. Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.“
[36:52] Wenn Jesus wiederkommt, ist es auf der einen Seite, dass er uns zu sich zieht, sein Gebetsanliegen, das er seit 2000 Jahren betet, wie Johannes 17:24 zeigt, wird erfüllt werden. Aber wenn Jesus wiederkommt, ist es auch eine Entscheidungsschlacht im großen Kampf. Es wird sich zeigen, dass es Menschen gibt, die, egal was der Satan auch anstellen mag, egal wenn die ganze Welt sich gegen sie verschwört, sie treu zu Jesus bleiben werden, weil es richtig ist und weil sie Jesus und niemand anderem dienen wollen. Er allein soll ihr König sein, und Jesus wird als ein echter König für sie kämpfen. Er wird für sie eintreten, er wird sie zu sich holen, sie aus der Gefahr der Endzeit letztendlich dann befreien. Er wird ihre Feinde besiegen und sie in sein Reich holen.
[37:55] Und wenn Jesus das getan hat, dann sind alle Gläubigen, die mit ihm verwandelt worden sind und die auferstanden sind bei der Wiederkunft, mit ihm im Himmel. Und auf der Erde werden die Ungläubigen sein, und zwar tot.
[38:14] Sie werden sterben bei der Wiederkunft. Es heißt ab Vers 17: „Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen Vögeln, die inmitten des Himmels fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem Mahl des großen Gottes, um das Fleisch der Könige, Verzeihung, das Fleisch der Könige zu verzehren und das Fleisch der Heerführer und das Fleisch der Starken und das Fleisch der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch all derer und das Fleisch aller der Freien und der Knechte, sowohl der Kleinen als auch der Großen.“
[38:47] Ein etwas vielleicht auf den ersten Blick befremdliches Bild, das uns aber ganz deutlich wird, was es bedeutet, wenn wir uns die Geschichte von David und Goliath vor Augen führen.
[39:07] 1. Samuel und dort Kapitel 17 und dort Vers 44 bis 46. 1. Samuel Kapitel 17 Vers 44 bis 46, dort heißt es: „Und der Philister sprach zu David: Komm her zu mir, ich will dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes geben! David aber sprach zu den Philistern: Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß. Ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Herrscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast. An diesem heutigen Tag wird dich der Herr in meine Hand ausliefern, und ich werde dich erschlagen und deinen Kopf von dir nehmen, und ich werde die Leichname des Heeres der Philister an diesem Tag den Vögeln unter dem Himmel und den wilden Tieren der Erde geben, damit die ganze Erde kenne, dass Israel einen Gott hat.“
[39:56] Beide Seiten sagen: „Ich will dein Fleisch den Vögeln zum Fressen geben“, um deutlich zu machen, wie sicher sie sind, dass sie gewinnen werden.
[40:03] Dieses Bild ist also, dieses sprachliche Bild, ein Ausdruck dessen, der Überzeugung, dass man Sieger sein wird. Hier in Offenbarung 19 drückt es also offensichtlich aus, dass es keinen Zweifel geben muss, ob Jesus diesen Kampf gewinnt. Es ist ganz sicher, er wird diesen Sieg erringen.
[40:31] Und dann heißt es hier in Vers 19 bis 21: „Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd sitzt, und mit seinem Heer. Und das Tier wurde ergriffen und mit diesem der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und die sein Bild anbeteten. Die beiden wurden lebendig in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt. Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwert dessen, der auf dem Pferd sitzt, das aus seinem Mund hervorgeht, und alle Vögel sättigten sich von ihrem Fleisch.“
[41:01] Und ich sah einen Engel... das lesen wir dann gleich weiter. Wir sehen hier also, wie bei der Wiederkunft die Ungläubigen alle sterben. Sie werden getötet mit dem Schwert dessen, der auf dem Pferd sitzt, das aus seinem Mund hervorgeht, und alle Vögel sättigten sich von ihrem Fleisch.
[41:26] Sie sterben, und das bedeutet, dass nach der Wiederkunft auf dieser Erde kein Mensch mehr lebt. Denn die Gläubigen sind alle in den Himmel aufgenommen worden durch die Entrückung mit Jesus. Wenn er wiederkommt in den Wolken des Himmels, werden wir ihm entgegengerückt werden, sagt 1. Thessalonicher 4. Und die gläubigen Toten, also die im Glauben gestorbenen, sind auferstanden, sind mitentrückt worden. Und die Ungläubigen sind alle tot. Die, die ohne Glauben an Jesus gestorben sind, bleiben tot.
[41:57] Und deswegen sagt dann die Bibel passenderweise in Jeremia 4 Vers 23: „Ich schaute zur Erde, doch siehe, sie war wüst und leer, und zum Himmel, aber sein Licht war verschwunden. Ich schaute die Berge an, doch siehe, sie erbebten, und alle Hügel schwankten.“ Vers 25: „Ich schaute, und siehe, da war kein Mensch mehr, und alle Vögel des Himmels waren verschwunden. Ich schaute, und siehe, das fruchtbare Land war zur Wüste geworden, und alle seine Städte waren zerstört vor dem Herrn, vor der Glut seines Zorns.“
[42:39] Da ist niemand mehr da, und so beschreibt die Bibel das als einen Zustand, der dem ähnelt, wie es vor der Schöpfung war, als ein Abgrund, als eine Wüste. Das, was wir gerade gelesen haben in Jeremia 4, dort wird das in der griechischen Übersetzung genau dasselbe Wort verwendet, das auch in 1. Mose 2 verwendet wird, nämlich über den Abgrund.
[43:03] Deswegen heißt es hier in Offenbarung 20 Vers 1: „Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand. Und er griff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist, und band ihn für 1000 Jahre.“
[43:22] Es sind keine Menschen mehr da. Satan kann nichts mehr tun. Er betrachtet jetzt für 1000 Jahre das Resultat seiner Rebellion.
[43:31] Warum 1000 Jahre? In 2. Petrus 3 Vers 8 und 10 wird gesagt, dass der Tag des Herrn, dass bei Gott ein Tag wie 1000 Jahre ist. Wir lesen es vielleicht einfach noch mal, dann haben wir es genauer vor Augen. In 2. Petrus, Kapitel 3, ab Vers 8: „Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie 1000 Jahre und 1000 Jahre wie ein Tag.“ Und dann spricht es in Vers 10 von dem Tag des Herrn: „Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht.“ Das ist die Wiederkunft. „Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen.“ Das ist auch die Wiederkunft. „Die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.“ Das ist nach den 1000 Jahren. Das heißt, dieser Tag des Herrn, der beschrieben wird, geht 1000 Jahre, denn bei dem Herrn ist ein Tag 1000 Jahre.
[44:22] Und Offenbarung 20 hat genau diese Erfüllung dann. Offenbarung 20 ist die Erfüllung dessen, was wir in 2. Petrus 3 sehen.
[44:37] Das Universum sieht jetzt einige Dinge ganz deutlich. Erstens, und das ist jetzt für die Beurteilung des großen Kampfes in der Geschichte des Universums entscheidend, was das Universum jetzt sieht zu diesem Zeitpunkt, ist folgendes:
[44:52] Vielleicht sollten wir noch ganz kurz ergänzen, Offenbarung 20 Vers 1 und 2: Der Satan wird ergriffen, er wird in den Abgrund geworfen. Vers 3: „Und er verschloss ihn und versiegelte über ihn, damit er die Völker nicht mehr verführen kann, bis die 1000 Jahre vollendet sind. Und nach diesem muss er für kurze Zeit losgelassen werden.“ Es sind keine Menschen mehr da, deswegen kann er niemanden verführen. Ihm sind buchstäblich, oder besser gesagt, im übertragenen Sinne, die Hände...
[45:20] gebunden. Was sieht das Universum jetzt? Das Universum sieht, dass alle Menschen, die Satan nachgefolgt sind, tot sind. Jeder einzelne. Es gibt keinen einzigen, der Satan gefolgt ist, der jetzt am Leben ist. Satan herrscht über ein Reich des Todes und der Finsternis.
[45:40] Zweitens: Alle Menschen, die Christus nachgefolgt sind, leben im ewigen Licht. Gott ist ein Gott der Lebendigen. Jeder, der seine Hoffnung auf Jesus gesetzt hat, egal wann er gelebt hat, egal wo er gelebt hat, egal was in seinem Leben zuvor alles passiert ist: Wer seine Hoffnung auf Jesus gesetzt hat und darin gestorben ist, lebt für alle Ewigkeit.
[46:07] Drittens: Satan begräbt nicht mal seine eigenen Anhänger. Wir haben gesehen, dass die Vögel sich von dem Fleisch sättigen. Satan erweist seinen eigenen Anhängern nicht einmal die letzte Ehre. Er lässt sie einfach tot liegen. Satan verachtet seine Unterstützer, und wenn wir ihm folgen, müssen wir wissen, dass er uns verachtet, selbst wenn wir ihm die Ehre erweisen durch Sünde, Rebellion, verachtet er uns am Ende.
[46:50] Denn er möchte nur geliebt werden, ohne zurückzulieben; er angebetet zu werden, ohne sich zu erniedrigen; er möchte herrschen, ohne zu dienen. Und was sie noch sehen im Universum, ist, dass Satan, obwohl er jetzt ungefähr dieselbe Ausgangslage hat wie Gott, der am Anfang in sechs Tagen die Welt erschuf, und zwar perfekt, dass Satan nicht in der Lage ist, auch nach 1000 Jahren irgendetwas selbst zu erschaffen. Und damit ist der Beweis erbracht, ein weiteres Beweisstück offenbar gemacht worden, dass Satan von Anfang an gelogen hat. Er hat sich alles ausgedacht. Alle seine Behauptungen, seine Anklagen sind alle aus nichts zusammengeschustert worden. Er konnte von Anfang an nichts schaffen. Es gab also einen guten Grund, warum er bei den Beratungen zur Schöpfung des Menschen innerhalb der Gottheit nicht zugegen war. Es gab einen Grund, er konnte es ja gar nicht. Es war nicht elitäres Denken von der Seite Gottes, sondern einfach die Tatsache, dass er das nicht konnte. Deswegen konnte man ihn auch nicht zur Rate ziehen. Und alles, was er sich eingebildet hatte, dass er irgendwie bewusst herabgedrückt worden sei, war falsch.
[48:33] Das Universum wird 1000 Jahre Gelegenheit haben, bis in die letzten Tiefen hinein zu verstehen, dass Satan in jedem einzelnen seiner Anklagepunkte falsch gelegen hat. Alle, die Jesus folgen, leben. Alle, die Jesus abgelehnt haben, sind tot. Satan kann kein Leben geben. Er kann kein Leben erhalten. Er interessiert sich nicht mal mehr für die Toten.
[49:03] Diese ersten drei Verse in Offenbarung 20 beschreiben die 1000 Jahre aus der Perspektive Satans. Dann beginnt die Perspektive erneut. Wir sehen in Vers 3 am Ende: Am Ende muss er noch einmal kurz losgelassen werden. Das heißt, es wird am Ende noch einmal Menschen geben, die verführt. Das muss also die Auferstehung nach den 1000 Jahren sein.
[49:18] Zu der kommen wir jetzt gleich. In Vers 4 sehen wir noch mal die 1000 Jahre, jetzt aus der Perspektive der Gläubigen, der Erlösten: „Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, noch das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten. Und sie wurden lebendig und regierten die 1000 Jahre mit Christus. Die Übrigen der Toten aber wurden nicht lebendig, bis die 1000 Jahre vollendet waren.“ Also die Ungläubigen werden erst nach den 1000 Jahren auferstehen. Das, was gerade in Vers 4 beschrieben wird, dass die Gläubigen auferstehen und dann 1000 Jahre im Himmel mit Jesus regieren, wird jetzt genannt die erste Auferstehung.
[50:08] Glückselig ist und – also Vers 5 – „Dies ist die erste Auferstehung. Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1000 Jahre.“ Wenn die 1000 Jahre zu Ende sind – Vers 7 – wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden. Dann werden noch einmal die Ungläubigen auferstehen. Johannes 5 Vers 25 sagt er, dass alle die Stimme Gottes, des Sohnes Gottes, hören werden und leben werden: die einen zur Auferstehung des Lebens, die anderen zur Auferstehung des Gerichts.
[50:48] Sie werden dann wieder umkommen, diese Ungläubigen, die jetzt auferstehen, werden auch nicht unverweslich auferstehen.
[51:04] Was jetzt passiert, ist ganz entscheidend, denn nun sind alle für ihre Handlungen verantwortlichen Menschen aller Zeitalter, nebst allen Engeln, gut und Böse, sowie den Bewohnern anderer Welten, gleichzeitig am Leben. Mit anderen Worten: alle, die an diesem großen Kampf eine Rolle gespielt haben, sind alle gleichzeitig am Leben. Es ist ein einzigartiger Moment in der Geschichte des Universums, den es vorher nie gab und danach nie wieder geben wird. Es ist der Moment, wo der große – es ist letztlich der letzte große Klimax, der letzte große Höhepunkt in der Geschichte des großen Kampfes. Gott hat seit Jahrtausenden auf diesen Tag gewartet. Alle müssen vor den Richterstuhl Christi. 2. Korinther 5 und dort Vers 10: „Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse.“
[52:05] Noch einmal wird Satan die Menschen, die Ungläubigen, verführen. Er wird ihnen den Eindruck vermitteln, dass er sie auferweckt habe. Das heißt in Offenbarung 20 Vers 8: „Und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist.“ Dieser Bezug auf Gog und Magog bezieht sich auf Hesekiel 38 und 39 und soll zeigen, dass von der ganzen – von von wenn man das nachliest dann in Hesekiel 38 und 39 – dass von allen Ecken und Enden der Erde sie von überall kommen werden.
[52:43] Es wird die letzte große Schlacht sein. In der Zwischenzeit ist das neue Jerusalem vom Himmel herabgekommen, wie man dann in Offenbarung 21 ab Vers 1 lesen kann. Und Satan will mit den unzählbaren Massen die Stadt erobern. Und ich möchte an dieser Stelle aus einem aus dem Buch zitieren hier, was die Grundlage bildet für dieses Quartal, das wir studiert haben. Im Buch „Der große Kampf“, Seite 663 – das ist die alte Fassung, die heute „Vom Schatten zum Licht“ heißt, lesen wir folgendes: „Nun erscheint Christus wiederum angesichts der Feinde. Hoch über der Stadt auf einem Fundament aus schimmerndem Gold ist sein herrer und erhabener Thron zu sehen. Auf diesem Thron sitzt der Sohn Gottes, umgeben von den Untertanen seines Reiches. Die Macht und Erhabenheit Christi vermag keine Sprache zu schildern, keine Feder zu beschreiben. Die Herrlichkeit des ewigen Vaters umhüllt seinen Sohn. Der Glanz seiner Gegenwart erfüllt die Stadt Gottes, scheint bis außerhalb der Tore und überflutet die ganze Erde mit ihrer Strahlenpracht. In Gegenwart der versammelten Bewohner der Erde und des Himmels findet die endgültige Krönung des Sohnes Gottes statt. Mit höchster Majestät und Macht angetan, spricht dann der König der Könige das Urteil über die Empörer gegen seine Regierung und übt Gerechtigkeit an denen, die sein Gesetz übertreten und sein Volk unterdrückt haben.“ Über dem Thron wird das Kreuz sichtbar, und wie in einem Panorama erscheinen die Szenen der Versuchung des Sündenfalls Adams, sowie die aufeinander folgenden Schritte in dem großen Erlösungsplan. Noch einmal wird man dort sehen in Panoramasicht, wie dieser große Kampf von Zeitalter zu Zeitalter ausgetragen wurde und wie zu jedem Zeitpunkt Gott Recht behalten hat und gesiegt hat und seine unwandelbare Liebe und Gnade und Gerechtigkeit offenbart hat. Satan sieht, dass seine freiwillige Empörung ihn für den Himmel untauglich gemacht hat. Er hat seine Kräfte geschult, um Krieg gegen Gott zu führen. Die Reinheit und die Eintracht des Himmels würden ihm höchste Qual sein. Der gegen Gott rebelliert, kann das ewige Leben nicht ertragen. Seine Anklagen gegen die Gnade und die Gerechtigkeit Gottes sind verstummt. Der Vorwurf, den er dem Allmächtigen zu machen suchte, fällt völlig auf ihn selbst zurück. Und nun beugt Satan sich vor Gott und bekennt die Gerechtigkeit seiner Verurteilung.“
[55:36] In Philipper 2 und dort Vers 9 bis 11 heißt es: „Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters.“
[56:11] Diesen Moment hat Gott gewartet. Er wird Satan und seine Anhänger dann auslöschen, wenn diese überwältigt von den unwiderlegbaren Beweisen der ewigen, unwandelbaren Liebe Gottes zugeben, dass jede Attacke gegen Gottes Regierung sinnlos, nutzlos und grundlos war und wenn sie ihrer eigenen Verurteilung zustimmen, denn dann können sie vernichtet werden, ohne dass irgendjemand später mal sagen könnte: „Aber was wäre wenn gewesen?“
[57:07] Gott will die Sünde ganz ausrotten, an der tiefsten Wurzel packen und ihre Sinnlosigkeit und Grundlosigkeit so deutlich offenbaren, dass niemand jemals wieder auch nur den Gedanken hegen könnte: „Es könnte doch was dran sein.“ Dafür nimmt er sich Zeit und dafür leidet er seit Jahrtausenden. Er leidet an dem Leid, er leidet mit den Menschen, er leidet mit den Tieren, er leidet mit der ganzen Schöpfung. Aber er weiß, dass nur wenn dieser große Kampf bis zu seiner finalen Konsequenz ausgespielt wird, nur dann kann man ihn auch final und bis zur letzten Konsequenz auslöschen, ausrotten, beenden, sodass er nie wieder auftritt.
[58:22] Weiter aus dem Zitat: „Wer sollte dich nicht fürchten, Herr, und deinen Namen preisen? Denn du allein bist heilig. Denn alle Heiden werden kommen und anbeten vor dir, denn deine Urteile sind offenbar geworden.“ Offenbarung 15 Vers 4. Weiter das Zitat: „Jede Frage über Wahrheit und Irrtum in dem langanhaltenden Kampf ist nun klargestellt worden. Die Folgen der Empörung, die Früchte der Missachtung der göttlichen Verordnung sind vor den Augen aller geschaffenen Wesen offen dargelegt, und die Wirkung der Herrschaft Satans im Gegensatz zur Regierung Gottes ist dem ganzen Welt gezeigt worden. Alle wissen, was Satans Prinzipien bewirken. Satans eigene Werke haben ihn verdammt. Gottes Weisheit, seine Gerechtigkeit und seine Güte sind völlig gerechtfertigt. Es zeigt sich, dass all sein Handeln in dem großen Kampf von der Rücksicht auf das ewige Wohl seines Volkes und zum Besten aller von ihm erschaffenen Welten bestimmt worden ist.“
[59:33] Was immer Gott getan hat, es war das Beste für jeden, der ihm festgehalten hat. Sein Handeln hat immer das ewige Wohl seines Volkes und das Beste aller Geschöpfe vor Augen. Denn Gott denkt nicht zuerst an sich, denkt erst an dich und an mich. Und dann heißt es in Offenbarung 20 Vers 9: „Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie.“ Das Feuer sei ein Symbol für die Liebe Gottes. Und so wie das Feuer die Sünde verzehrt auf dem Brandopferaltar, so wie die Liebe gegen Sünde trennt – denn Sünde bewirkt Trennung, das Gegenteil von Liebe – so wird die Liebe Gottes, hier ausgedrückt durch das Feuer, die Sünde vernichten und diejenigen, die sich an der Sünde so festgeklammert haben, dass sie von der Sünde sich nicht haben trennen lassen wollen, und sie werden verzehrt werden. Sie werden nicht für ewig brennen, sie werden verzehrt werden, sagt der Text. Und Maleachi 3 Vers 19 sagt, dass sie verbrannt. Wir haben noch andere Texte dazu im Manuskript vorbereitet. Maleachi Kapitel 3 Vers 19 steht: „Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen. Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen, sodass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt.“ Wie gesagt, wir können noch Obadja 16 und Psalm 37 hier noch nachlesen. Der Teufel selbst wird verbrannt. In Hesekiel 28 steht, dass Gott ein Feuer ausgehen lässt von ihm und ihn verzehren wird, zu Asche machen.
[1:01:45] Wenn wir Offenbarung 20 Vers 10 lesen, dann heißt es hier: „Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier ist und der falsche Prophet. Und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ In der Bibel – da haben wir heute jetzt die Zeit nicht mehr dazu – aber gibt es eine ganze Reihe von Stellen, die belegen, dass „Ewigkeit“ oft eine Zeitdauer meint, die zwar gefühlt sehr lange geht, aber doch ein Ende findet. Wir denken an das ewige Feuer, das Sodom und Gomorra in Judas 7 vernichtet hat. Wir denken an die Ewigkeit, die Jona gespürt hat, als er im Wal im Bauch des Wales gewesen ist und am Ende doch am dritten Tag wieder ausgespuckt worden.
[1:02:31] Die Qual wird für Menschen kürzer oder länger sein, je nachdem, wie stark sie gegen Gott rebelliert haben, wie viel Schuld sie auf sich geladen haben. Der Satan wird mit Abstand am meisten leiden. Am Ende werden sie aber alle verzehrt werden, denn das ewige Leben ist ein Geschenk Gottes für die, die glauben. Johannes 3 Vers 16 sagt: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.“ Die Wahl ist nicht zwischen ewigem Leben im Himmel und ewigem Leben im Feuer, sondern zwischen ewigem Leben und verloren gehen.
[1:03:07] Und dann lesen wir Vers 1 in Offenbarung 21: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr.“ Gott hat das Allerbesteste vor für dich und für mich. Er möchte uns eine neue Heimat schenken auf dieser Erde, gereinigt durch das Feuer. Er wird sie neu schaffen. Und so wie die Menschen, die dort leben werden, in ihrem Herzen neu geschaffen worden sind und dann auch mit einem neuen Körper dort leben werden, wird auch die Erde neu geschaffen sein.
[1:03:39] Es wird alles neu gemacht werden. Es heißt ab Vers 3: „Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: ‚Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.‘ Die Sprache des Bundes – und zwar für alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen. Alle Völker können mit Gott im Bund sein, egal aus welcher Nation man kommt. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.“ Vers 5: „Und der auf dem Thron saß, sprach: ‚Siehe, ich mache alles neu.‘ Und er sprach zu mir: ‚Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.‘“ Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir das lesen, lesen wir die wahrhaftigen Worte Gottes, die er auf seinem Thron gesagt hat. Er hat gesagt: „Ich mache alles neu.“ „Siehe, ich mache alles neu.“ Lasst uns hinschauen zu dem, der gesagt hat: „Ich mache alles neu.“ Lasst uns hinschauen zu dem, der uns in Christus jetzt schon ein neues Herz schenkt, der unser Leben erneuern möchte. Lasst uns hinschauen zu ihm, der die schöpferische Kraft hat, alles neu zu machen und das Alte zu besiegen, das Böse zu besiegen, die Sünde letztendlich aus dem Universum für immer zu verbannen.“ Vers 6: „Und er sprach zu mir: ‚Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst.‘“
[1:05:16] „Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.‘ Nicht nur werden wir als komplettes Volk Gottes aus allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen eine Beziehung zu Gott haben, sondern jeder einzelne von uns wird sagen können: „Du bist mein Gott.“ Und du, lieber Freund, liebe Freundin, kannst dann wissen, dass du sein Sohn, seine Tochter bist. Wenn wir bei Jesus, dem Sieger, bleiben und mit ihm in unserem Leben Sieger sind, weil wir Jesus' Sieg für uns in Anspruch nehmen und durch Gottes Heiligen Geist auch erleben in unserem Leben, dann werden wir für immer mit ihm im Bund dort auf der neuen Erde sein.
[1:05:56] Lieber Freund, liebe Freunde, ich möchte enden hier an dieser Stelle. Jesus bietet dir das ewige Leben an. Hast du danach Durst? Er sagt: „Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst.“ Es ist genügend ewiges Leben vorhanden auch für dich. Hast du Durst nach ewigem Leben? Hast du Durst nach einem Leben ohne Geschrei, ohne Schmerz, ohne Tod, ohne Krankheit, ohne all das, was unser Leben hier so bitter macht, so voller Enttäuschung? Möchtest du ein Leben leben, wie Gott es sich eigentlich für uns Menschen ausgedacht hat, was die Sünde zwischenzeitlich kaputt gemacht hat, zerstört hat und uns diesen langen Umweg beschert hat? Aber Jesus ist mit uns mitgegangen, hat den ganzen Umweg mitgemacht, um uns wieder zurückzuführen. Und jeder, der möchte, kann wieder zurückgeführt werden zu dem originalen Plan Gottes. Und dann wird die Sünde für immer Geschichte sein. Der große Kampf wird Geschichte sein. Aber die Liebe Gottes und die Gnade Gottes und die Freude der Erlösung, das ewige Leben, werden keine Geschichte sein. Sie werden Realität sein für alle Ewigkeit. Es wird dann in einigen Millionen Jahren so sein, dass wir über die Geschichte des großen Kampfes Geschichtsunterricht sprechen, und wir werden aus dieser Geschichte für alle Ewigkeit lernen. Wir werden für alle Ewigkeiten einen sichtbaren – ein sichtbares Übrigbleibsel des großen Kampfes vor Augen haben. Die Wunden von Jesus werden nie vergehen. Die Wunden von Jesus werden immer da sein als einzige Erinnerung an das, was im großen Kampf passiert ist, und die Erinnerung an den großen Kampf und an die Art und Weise, wie Gott diesen großen Kampf behandelt hat, wie er sich ihm gestellt hat und wie er in Demut, Liebe und Kraft alle Anklagen, alle Anklagen widerlegt hat zur Zufriedenheit des gesamten Universums, sogar so, dass Satan zugeben musste, dass Gott in allem recht hatte. Diese Art und Weise, dieser Charakter Gottes, der sich dort zeigt, seine Art zu regieren, wird dazu führen, dass nie wieder – nie wieder Nahum sagt: „Die Drangsal wird sich nicht ein zweites Mal erheben.“ Nahum 1, dass sich nie wieder ein großer Kampf entfalten wird. Dieser große Kampf, in den wir jetzt leben, ist nicht nur der erste in der Geschichte des Universums, sondern auch der letzte. Lasst uns die richtige Entscheidung fassen und auf der Seite des ewigen Lebens stehen, auf der Seite von dem, der gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Möchtest du heute, lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du von diesem Wasser des Lebens trinken heute und morgen und übermorgen, bis wir einmal auf der neuen Erde buchstäblich von dem trinken werden? Gib dein Herz Jesus heute, so wie es ist, und er wird dir das Wasser des Lebens schenken. Es wird in dir zu einer Quelle werden, und du wirst anderen davon erzählen wollen. Lasst uns Gott dafür danken, dass er uns zu sich zieht und dass wir bei ihm das Wasser des Lebens heute trinken dürfen.
[1:09:25] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, dieses Thema ist so groß. Man kann es gar nicht in einer CSH-Folge
[1:09:34] wir können es gar nicht in einer CSH-Folge behandeln. Es sind so viele interessante Texte, die man hätte noch ansprechen können, so viele Gedanken, die so groß sind, dass wir keine Ewigkeit brauchen, sie zu durchdenken. Und doch danken wir dir, dass du heute besonderer Weise zu uns gesprochen hast. Und Herr, wir möchten das Eine tun: vom Quell des Wassers des Lebens trinken, weil du es uns anbietest. Und wir danken dir, dass wir nichts bringen brauchen: kein Geld, kein Gold, kein Silber, sondern nur uns selbst, unseren Durst, dass unsere Bedürftigkeit das Argument ist, warum wir es bekommen werden. Herr, du hast gesagt: Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Wir brauchen dein Wasser des Lebens heute hier. Wir wollen uns auf die richtige Seite stellen, wollen auf deiner Seite sein. Wir wollen vor dem ganzen Universum bekennen, dass du ein guter Gott bist, dass du liebevoll bist, dass du demütig bist, dass du gerecht bist und dass es sich lohnt, in allem dir zu folgen. Herr, ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns vorbereitest auf die Dinge, die auf uns zukommen und dass wir heute an diesem Tag vor dem ganzen Universum bezeugen, dass du zurecht der Sieger bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:10:55] Damit endet unsere Serie über dieses Thema vom Schatten zum Licht. Aber natürlich endet nicht die Christ Study Hour. Wir freuen uns schon, dass wir in den nächsten drei Monaten ein neues, spannendes Thema mit euch behandeln können. Wir werden uns dem Markus-Evangelium zuwenden und das Leben von Jesus aus einer ganz besonderen und auch praktischen Perspektive, einer sehr lebensnahen Perspektive, betrachten können. Wir werden uns tiefer beschäftigen mit Markus, mit auch den Besonderheiten seines Evangeliums und insbesondere vor allem Jesus besser kennenlernen und lernen, ihm zu folgen, wohin er auch geht. Bis dann wünsche ich euch gottesreichen Segen und viel Freude im Studium der Adventbotschaft. Gott segne euch. Amen.