In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp Jesu Weherufe über die galiläischen Städte Chorazin, Betsaida und Kapernaum, die trotz vieler Wunder keine Buße taten. Er zieht Parallelen zu Tyrus, Sidon und sogar Luzifer, um die ernste Konsequenz der Ablehnung göttlicher Wahrheit zu verdeutlichen. Die Sendung mahnt eindringlich zur persönlichen Buße und zur Nutzung der uns gegebenen Gelegenheiten, Gottes Wort anzunehmen, da die Verurteilung im Gericht auf vernachlässigter Erkenntnis basiert.
Der Ersehnte: 230. „wie ein Blitz vom Himmel“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr wieder dabei seid auf www.joelmedia.de. Wir wollen weiter studieren im Leben unseres Erlösers Jesus Christus. Wir wollen sein Wirken, seine Lehre, seinen Charakter immer besser kennenlernen, Geschichte für Geschichte, Abschnitt für Abschnitt. Wir befinden uns gerade in Lukas 10. Jesus ist dabei, 70 weitere Jünger neben den Zwölf, die er als Apostel ja schon einmal ausgesandt hatte, jetzt weitere 70 Jünger zu einer erneuten Missionsreise auszusenden, und er gibt ihnen praktische Hinweise.
[1:17] Bevor wir dort weiterlesen und studieren, möchten wir, wie wir das gewohnt sind, Gott einladen, dass er unser Studium segnet. Und ich möchte dich bitten, lieber Freund, liebe Freundin, wenn es dir möglich ist, dass wir gemeinsam für ein Gebet in die Knie gehen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort haben, dass du für uns bist, dass du zu uns sprichst, dass du dich auf unsere Seite stellst und uns zu dir ziehst. Herr, wir möchten dich bitten, dass, wenn wir jetzt ein paar Verse lesen in Lukas 10, diese Verse zu unserem Herzen sprechen, dass wir dich dadurch besser kennenlernen, dass wir gefestigt werden in unserem Glauben, gestärkt werden, ermutigt werden, auch herausgefordert, dass wir dir in allem ähnlicher werden. Herr, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:16] Lukas 10, und wir haben dort die Verse 1 bis 12 schon gemeinsam betrachtet, haben gesehen, wie Jesus den 70 Jüngern, die ja auch schon einige Zeit mit ihm unterwegs gewesen sind, jetzt für ihre erste eigenständige Missionsreise in etwa die gleichen Anweisungen gegeben hat, die er auch den Zwölfen gegeben hatte, als die etliche Monate zuvor einmal eine Missionsreise in Galiläa gehabt haben. Bis auf einen Unterschied, den wir rausgearbeitet haben, dass diesen 70 jetzt nicht gesagt worden ist, sie sollen nicht in die Städte der Samariter gehen, und wir haben sogar dann gelernt, dass viele von ihnen tatsächlich auch in den Ortschaften der Samariter tätig gewesen sind.
[3:02] Noch sind sie nicht ganz gleich losgezogen, offensichtlich, wie wir gleich sehen werden. Wir sind jetzt in Vers 13. Wir haben in Vers 10 bis 12 die letzten Anweisungen gehabt, nämlich: Was sollen die Jünger machen, wenn sie in eine Stadt kommen, in der ihre Gegenwart und ihr missionarischer Dienst nicht geschätzt wird, sie nicht aufgenommen werden? Und Jesus macht deutlich: Sie sollen sich nicht aufdrängen, sie sollen nicht gegen den Willen der Leute dort einfach weiter missionieren. Sie sollen dann die nächste Stadt aufsuchen, den Staub, der sich beim Umhergehen in der Stadt an ihre Gewänder gelegt hat, abstreifen und doch zumindest ganz deutlich machen, dass sie Botschafter des Evangeliums sind, dass sie das ewige Evangelium predigen, und dass, wenn man sie ablehnt, damit die Botschaft vom Reich Gottes abgelehnt wird.
[4:08] Und Jesus hatte dann geendet in Vers 12 mit diesem wichtigen Satz: "Ich sage euch aber, es wird Sodom an jenem Tag erträglicher gehen als dieser Stadt." Eine Stadt, die das Evangelium ablehnt, begeht einen dramatischen Fehler, der noch schlimmer ist als die Sünden Sodoms.
[4:33] Und als Jesus darüber nachdenkt, welches Schicksal dann Städte ereilen wird, die seine Botschaft ablehnen werden, erinnert er sich an die Städte, in denen er selbst gewirkt hat, in denen die Botschaft abgelehnt worden ist. Wir lesen in Vers 13 bis 15: "Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Betsaida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche sitzend Buße getan. Doch es wird Tyrus und Sidon erträglicher gehen im Gericht als euch. Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Totenreich hinabgeworfen werden."
[5:26] Jemand, der schon unsere gesamte Serie mitverfolgt hat, der wird sich daran erinnern, dass Jesus diese Weherufe quasi wörtlich schon einmal ausgesprochen hatte, viele Monate zuvor, in Matthäus 11, Vers 20 bis 24. Interessanterweise damals, jedenfalls von den Berichten, die wir dann so chronologisch ordnen können, kurz bevor er die Zwölf auf seine Missionsreise ausgesandt hat. Dort in Matthäus 11 und dort Vers 20 heißt es: "Da fing er an, die Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Wundertaten geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten." Da wird der Grund explizit angegeben.
[6:18] Jesus sendet also jetzt die 70 aus, und er antizipierte, dass in manchen Städten seine Botschaft abgelehnt wird. Wir haben ja zuvor in Lukas 9 gesehen, dass eine Stadt in Samaria ihn nicht haben wollte, und das wird auch den 70 passieren. Denn wenn Jesus selbst abgelehnt worden ist, der beste Lehrer, den man sich überhaupt nur vorstellen kann, dann sollte es uns nicht wundern, dass wir, die wir sogar noch eine ganze Reihe von Ecken und Kanten mitbringen, die Jesus nicht hatte, dass auch wir auf Widerstand stoßen werden.
[6:52] Jesus antizipiert, dass seine Jünger abgelehnt worden sind, und das bringt ihn erneut gedanklich an den Punkt, dass er selbst auch in den Städten, in denen er so viel gewirkt hat, abgelehnt worden ist. Ellen White sagt, dass sich sein Denken zurückerinnert an die Städte in Galiläa, wo so viel von seinem Dienst verbracht worden ist, und in wirklich tieftraurigem Akzent rief er aus, und dann kommen diese Worte, diese Weherufe, die wirklich sehr berührend sind, die also, wie wir gesehen haben, nicht nur einmal in seinem Dienst ausgesprochen worden sind.
[7:34] Sie hatten keine Buße getan. Sie hatten die Wunder erlebt. Und wir neigen dazu, wenn wir die Berichte aus der Zeit in Galiläa studieren, dass wir dort die ganzen Wunder sehen und quasi fast automatisch dann vielleicht annehmen, dass deswegen auch die Lehre von Jesus angenommen worden ist. Aber das war vielfach nicht der Fall. Gerade Städte, in denen besonders viele Wunder geschehen sind, wie zum Beispiel Kapernaum, dort gab es keine umfassende Buße, die irgendwie flächendeckend sich gezeigt hätte. Es ist also möglich, die Kraft Gottes zu erleben, Wunder im eigenen Leben zu erfahren, ohne Buße zu tun. Die Frage ist nicht: Haben wir Gottes Kraft erlebt? Haben wir Buße getan? Die Frage ist nicht: Habe ich Gott erlebt und habe ich Wunder erlebt? Sondern: Habe ich dann auch mein Leben geändert? Habe ich mein Denken geändert, weil ich gesehen habe, dass Gott zu mir gesprochen hat? Oder geht es uns so wie Chorazin, wie Betsaida und wie Kapernaum, dass wir Wunder über Wunder in unserem Leben erlebt haben, aber doch nichts geändert haben in unserem Leben?
[9:06] Ein wichtiger Gedanke, der zu mir spricht und ich hoffe auch zu dir: Dieser erste Weheruf über Chorazin, der entspricht Matthäus 11, Vers 21. Chorazin war ein Dorf 3 km nordwestlich von Kapernaum, also in unmittelbarer Nähe von der Stadt, die Jesus zur Basis seines Dienstes in Galiläa gemacht hat. In den Evangelien wird sonst Chorazin, außer bei diesen Weherufen, nie erwähnt. Aber wir dürfen also aufgrund dieser Aussage annehmen, dass dort viele Wunder geschehen sind, die in den Evangelien nicht berichtet werden. Später sagt uns ja Johannes auch ganz explizit in Kapitel 21, Johannes 21, Vers 25: "Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat, und wenn sie eines nach dem anderen beschrieben würden, so glaube ich, die Welt würde die Bücher gar nicht fassen, die zu schreiben wären." Amen. Und viel davon, einiges davon, wird auch in Chorazin stattgefunden haben.
[10:12] Betsaida ist uns etwas besser bekannt. Betsaida heißt wörtlich "das Haus des Fisches". Es ist nämlich der Heimatort von Andreas, Petrus und Philippus – Personen, die auch als Jünger Jesu eine besondere Rolle gespielt haben. Und Jesus sagt: Wenn die Wundertaten, die in Betsaida und in Chorazin geschehen sind, wenn die in Tyrus und Sidon geschehen wären, Tyrus und Sidon sind große, berühmte Stadtstaaten der Phönizier gewesen, phönizische Hafenstädte am Mittelmeer, die aufgrund ihres Reichtums natürlich eine besondere Rolle gespielt haben. In Hesekiel wird der König von Tyrus, der Stadtkönig von Tyrus, immer wieder, insbesondere in Hesekiel 28, dann zu einem Typus für den Satan selbst, der als Luzifer im Himmel, Hesekiel 28, sich der Sünde hingegeben hat.
[11:13] Tyrus und Sidon, insbesondere Tyrus, ist dann auch in der Offenbarung eine Vorlage für das endzeitliche Babylon, neben Babylon selbst. Das kann man, wenn man Offenbarung 18 studiert, zum Beispiel sehr deutlich sehen. Da könnt ihr in unserem Offenbarungsseminar in den entsprechenden Versen Offenbarung 18 das Material dazu finden. Interessant, dass dieser Gedanke, den Jesus hier ausdrückt, ja auch sich in Matthäus 12 findet. Matthäus 12, und dort Vers 41 und 42 lesen wir: "Die Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und werden es verurteilen, denn sie taten Buße auf die Verkündigung des Jona hin, und siehe, hier ist einer, der größer ist als Jona. Die Königin des Südens wird im Gericht auftreten gegen dieses Geschlecht und wird es verurteilen, denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören, und siehe, hier ist einer, der größer ist als Salomo."
[12:02] Dieser Gedanke, dass die Heiden die Predigt des Wortes Gottes mehr geschätzt haben als die Israeliten, obwohl die Israeliten jetzt hier sogar das Wort Gottes lebendig vor sich haben. Und vielleicht lohnt es sich hier, eine persönliche Anwendung für uns heute zu machen. Jesus macht deutlich: Wenn diese Wahrheiten in der Welt bekannt gewesen wären und Tyrus und Sidon die Chorazin und Betsaida gehört haben, dann hätte es eine Erweckung gegeben. Da gab es besondere Wahrheiten, die der Welt nicht bekannt waren, die aber diese Städte erfahren hatten. Und ich frage mich, ich frage uns: Gilt das nicht auch genauso für uns? Haben nicht auch wir Wahrheiten erhalten, die so noch nie zuvor in ihrer Fülle und ihrer Tiefe verstanden worden sind? Was würde passieren? Wäre es nicht, dass viele Heiden, die, wenn sie das nur erfahren würden, sofort Buße tun würden, während wir diese Wahrheiten kennen und oft nicht danach leben? Wir lesen von Chorazin und Betsaida, aber vielleicht spricht der Heilige Geist von mir und von dir, wenn er zu uns spricht: Buße, Buße in Sack und Asche.
[13:30] Hiob 42, Vers 6 sagt, dass Hiob in Sack und Asche Buße getan hat. In Hesekiel 3, Vers 5 bis 7, da macht Gott ganz deutlich, dass oftmals, wie schon in Matthäus 12 gelesen, die Heiden eher auf das Wort Gottes reagieren als sein eigenes Volk. Hesekiel 3, ab Vers 5: "Denn du wirst nicht zu einem Volk mit unverständlicher Sprache und schwerer Zunge gesandt, sondern zum Haus Israel; nicht zu vielen Nationen, die eine unverständliche Sprache und schwere Zunge haben, deren Worte du nicht verstehen könntest. Wahrlich, wenn ich dich zu solchen Leuten senden würde, so würden sie auf dich hören. Aber das Haus Israel wird nicht auf dich hören wollen, denn sie wollen ja auf mich nicht hören. Das ganze Haus Israel hat eine harte Stirn, ein verstocktes Herz."
[14:18] Der Theologe Nikodemus wusste in Johannes 3 nicht einmal, wie echte Buße funktioniert. Das Wort Gottes war direkt vor ihm, und er wusste nicht einmal, wie echte Erlösung funktioniert.
[14:32] Kann es sein, dass wir mit Wahrheiten überschüttet sind, Wahrheiten, die uns den Weg zum Leben weisen, so klar und deutlich wie niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit? Und wir dankbar sind für die Wunder, die wir erlebt haben in unserem eigenen Leben, in der Geschichte unserer Gemeinde, aber Gott sich eigentlich wünscht, dass wir echte Buße tun, umkehren, echte Buße? Das, was Jesus immer gepredigt hat: "Tut Buße!" Das, was Johannes der Täufer gepredigt hat: "Tut Buße!" Das, was seine Jünger gepredigt haben: "Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße!"
[15:14] Vers 14: "Doch es wird Tyrus und Sidon erträglicher gehen im Gericht als euch." Offensichtlich, das kann man hier sehr schön zeigen, gibt es im Gericht eine differenzierte Beurteilung, basierend auf den Privilegien, den Vorrechten und der Erkenntnis, die jeder gehabt hat.
[15:39] Ein Ureinwohner Mexikos im 9. Jahrhundert vor Christus wird nicht nach demselben Maßstab bewertet werden im Gericht wie wir, die wir von Bibeln umgeben sind, von gutem, inspiriertem Material, das uns die Bibel noch näher bringt, die wir Gelegenheiten über Gelegenheit haben, Gottes Wort kennenzulernen. Lasst uns es nicht nur kennenlernen, lasst uns es annehmen für uns persönlich. Lasst uns Buße tun.
[16:14] Wer die Erlösung durch Jesus missachtet, das sagt Hebräer 2, Vers 3, der hat keine andere Hoffnung. Es heißt dort Hebräer 2, Vers 3: "Wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung missachten?" Wenn wir so ein klares Evangelium nicht in unser Leben übertragen und annehmen und glauben, was kann, was könnte uns dann retten? In Hebräer 6, und dort Vers 7 und 8, heißt es dann: "Ein Erdreich, das den Regen trinkt, der sich öfters darüber ergießt und nützliches Gewächs hervorbringt, denen, für die es bebaut wird, empfängt Segen von Gott. Dasjenige aber, das Dornen und Disteln trägt, ist untauglich und dem Fluch nah; es wird am Ende verbrannt." Mit anderen Worten: Wenn Gott seinen Segen schenkt, wenn Sonne und Regen ihr Werk tun, und am Ende trotzdem nur Dornen und Disteln da sind, dann ist dieses Feld untauglich. Wenn all der Segen Gottes in unserem Leben keine Herzensveränderung bewirkt, dann haben wir uns selbst betrogen.
[17:27] Lasst uns nicht stolz sein auf die Wunder, die wir erlebt haben, die wir nicht erlebt haben, weil wir so toll sind, sondern weil Gott uns retten möchte. Lasst uns lieber die Frage stellen: Sind wir errettet? Steht mein Name im Buch des Lebens? Wir werden sehen, dass das eine Frage ist, die Jesus dann im gleichen Kapitel in Lukas 10 auch noch besonders in den Vordergrund rückt.
[17:51] Jesus war tieftraurig über diese Städte, in die er so viel investiert hat, dass dort zwar viel mehr Menschen jetzt sehen konnten und springen konnten und laufen konnten und reden konnten und wieder lebten, aber es doch so wenig Veränderung des Herzens gegeben hatte.
[18:16] Vers 15: "Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist..." Keine andere Stadt hatte eine so starke Exposition zum Licht des Evangeliums, zum Licht des Himmels wie Kapernaum. Jesus hat dort gewohnt, im Haus des Petrus, wie wir annehmen dürfen, hat dort immer wieder Halt gemacht, hat immer wieder von seinen Rundreisen dort eine längere Zeit sich aufgehalten. Wo in keiner anderen Stadt sind so viele Wunder geschehen wie in Kapernaum. Keine andere Stadt hat so viel von dem Charakter Jesu gesehen, abgesehen von Nazareth, wenn wir die Kindheit und Jugend und jungen Jahre Jesu hinzuziehen.
[19:04] Wir denken an den römischen Hauptmann, wir denken an die Tochter des Jairus und viele andere. Durch Jesus hatte Kapernaum einen direkten Zugang zum Himmel. Es war buchstäblich bis zum Himmel erhöht worden. Es war nur ein kleines Dorf und hat doch solch ein Privileg. Vielleicht sind wir nur ein kleines Licht, ein unbedeutender Mensch in dieser Weltgeschichte, niemand nimmt Notiz von uns. Aber wenn Jesus sich um uns kümmert, wenn Jesus zu uns spricht, wenn er uns das ewige Evangelium erklärt hat, wenn wir es verstehen, dann sind du und ich, dann sind wir, weil wir die Wahrheit verstehen, weil wir das Evangelium gehört haben, weil wir den Charakter Jesu begreifen, sind wir erhöht bis zum Himmel. Lieber Freund, liebe Freundin, lass uns doch das tun – ich möchte das zu mir selbst predigen, was wir so dringend tun müssen und davon nicht ablassen –, dass wir diese Botschaft auch annehmen, dass, wenn Jesus uns bis zum Himmel erhöht, wir es auch nutzen als den Weg zum Himmel und nicht zu bleiben, wie wir sind.
[20:16] Wenn die Bibel hier vom Totenreich spricht, dann meint sie den Hades, das Grab. Die Parallele zu Luzifer drängt sich auf, der wie kein anderer in der Nähe Gottes war, der wie kein anderer die Liebe Gottes verstanden hat, der wie kein anderer den Charakter Gottes kannte, der erhöht war, so wie man ein geschaffenes Wesen nur erhöhen konnte. Ellen White sagt, dass Gott ihn so vollkommen erschuf, so gottähnlich, so nah an Gott, wie es für Gott nur möglich war, ein geschaffenes Wesen zu schaffen. Mit anderen Worten: Gott selbst konnte ein Wesen nicht schaffen, das ihm noch ähnlicher gewesen wäre als Luzifer. Er war wirklich bis zum Himmel erhöht.
[21:11] Ist es nicht erstaunlich, dass er dann immer davon sprach, dass er sich zum Himmel erhöhen möchte? Er glaubte, es gäbe noch was, was Gott ihm nicht geschenkt hat. Und die Bibel macht ganz deutlich: Er wird hinabgeworfen werden. Er ist hinabgeworfen worden schon in Offenbarung 12, Vers 7, 8 und 9. Das werden wir hier auch dann gleich noch sehen. Er ist hinabgeworfen worden, und er endet dann – das macht Jesaja 14 ganz deutlich – im Totenreich, im Hades, im Grab. Er wird sterben, vernichtet werden. Kapernaum mit demselben Schicksal wie Luzifer, der zu Satan wurde.
[22:00] Ellen White kommentiert: "Jenen geschäftigen Orten am See Genezareth waren die größten, die reichsten Segnungen des Himmels frei angeboten worden. Tag für Tag war der Fürst des Lebens unter ihnen ein- und ausgegangen. Die Herrlichkeit Gottes, die Propheten und Könige gerne gesehen hätten, hatte auf die Volksmengen geschienen, die den Schritten des Erlösers gefolgt waren. Und doch hatten sie das himmlische Geschenk abgelehnt. Mit einer großen Zurschaustellung von Besonnenheit haben die Rabbis das Volk dagegen gewarnt, die neuen Lehren, die dieser neue Lehrer lehrte, anzunehmen. Sie hatten den Eindruck erweckt: Besonnenheit, Klugheit, Vorsicht gebietet es, diese neuen Lehren nicht anzunehmen, denn seine Theorien und Praktiken gingen gegen die Lehren der Vorväter. Die Menschen glaubten das, was die Priester und Pharisäer lehrten, anstatt dass sie versuchten, das Wort Gottes für sich selbst zu verstehen. Sie ehrten die Priester und Herrscher anstatt Gott zu ehren und verwarfen die Wahrheit, damit sie ihre eigenen Traditionen halten können. Wie oft geschieht das heute auch noch? Viele waren beeindruckt worden und fast überzeugt, aber sie haben nicht gehandelt entsprechend ihrer Überzeugung. Und lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte das in meinem Leben besser tun, und ich hoffe, du auch, dass, wenn wir überzeugt sind durch den Geist Gottes, dass wir dann auch handeln. Und sie wurden nicht auf der Seite Christi gezählt. Satan präsentierte seine Versuchung, bis das Licht wie Finsternis aussah. So verwarfen viele die Wahrheit, die für sie die Rettung der Seele bedeutet hätte."
[24:24] Der treue Zeuge sagt – und wir studieren das ja gerade im Offenbarungsseminar –: "Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe." Offenbarung 3, Vers 20. Jede Warnung, jeder Tadel, jede Bitte im Wort Gottes oder durch seine Botschafter ist ein Klopfen an der Tür des Herzens. Es ist die Stimme Jesu, die um Eintritt bittet. Mit jedem unbeachteten Klopfen wird die Einstellung, irgendwann zu öffnen, oder die Einstellung, überhaupt zu öffnen, schwächer. Die Eindrücke des Heiligen Geistes werden, wenn sie heute missachtet werden, morgen nicht mehr so stark sein. Das Herz wird dann weniger beeindruckbar und kommt in einen gefährlichen Zustand des Unbewusstseins für die Kürze des Lebens und für die große Ewigkeit danach.
[25:33] Unsere Verurteilung im Gericht wird nicht aus der Tatsache resultieren, dass wir uns im Irrtum befunden haben, aber aus der Tatsache, dass wir die vom Himmel gesandten Gelegenheiten, zu lernen, was Wahrheit ist, vernachlässigt haben. Nutzt du die vom Himmel gesandten Gelegenheiten, um zu lernen, was Wahrheit ist?
[26:04] In Vers 16 endet diese Aussendungsrede an die 70 Jünger. Es heißt: "Wer euch hört, der hört mich, und wer euch verwirft, der verwirft mich. Wer aber mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt hat." Dieses Prinzip hatte Jesus im Prinzip auch schon in Matthäus 10, Vers 40, am Ende der Aussendungsrede an die zwölf Apostel gesagt. Wir lesen dort in Matthäus 10, Vers 40...
[26:30] Wir lesen dort in Matthäus 10 Vers 40: „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.“ Dort ist es quasi positiv formuliert: Wer den Boten Jesu aufnimmt, der nimmt Jesus auf, und der nimmt damit auch Gott den Vater auf. Wer den Boten Jesu verwirft, so drückt es Jesus jetzt hier den gegenüber den 70 aus in Lukas, wer den Boten Jesu verwirft, der verwirft auch Jesus, und wer Jesus verwirft, der verwirft auch den Vater.
[26:56] Jesus hatte das selbst schon dem Sanhedrin ganz deutlich gesagt in Johannes 5 und dort Vers 23: „Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“
[27:14] 2. Mose 16 Vers 7 macht deutlich: Wenn wir gegen Gottes erwählte Führer des Volkes murren, murren wir eigentlich gegen Gott. 2. Mose 16 und dort Vers 7: „Und am Morgen werdet ihr die Herrlichkeit des Herrn sehen, denn er hat euer Murren gegen den Herrn gehört. Denn was sind wir, dass ihr gegen uns murrt?“ Die Menschen, die gegen Mose und Aaron murrten, murrten eigentlich gegen Gott.
[27:46] Dasselbe sehen wir in 4. Mose 16 ab Vers 11 auch bei der Rotte Korachs. Und dann im Neuen Testament in der Apostelgeschichte sehen wir Ananias und Saphira, die Petrus und die Apostel belügen, aber es heißt dann in Apostelgeschichte 5 Vers 3 und 4: „Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast? Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott.“
[28:30] 1. Thessalonicher Kapitel 4 und dort Vers 8, da heißt es: „Deshalb, wer dies verwirft, der verwirft nicht Menschen, sondern Gott, der doch seinen Heiligen Geist in uns gegeben hat.“ Wer die Bibel verwirft, verwirft nicht Paulus und Matthäus und Lukas und Mose, Jesaja und Daniel. Wer die Bibel verwirft, verwirft Gott. Wer die Botschafter des Evangeliums verwirft, der verwirft den, der sie gesandt hat. Und wer Jesus verwirft, der verwirft Gott den Vater.
[29:17] White sagt an dieser Stelle: Wenn die 70 Jünger in die Städte gehen sollten und dann dort, wo sie nicht aufgenommen worden sind, den Staub wieder von ihren Gewändern abstreifen sollten, sollten sie ja trotzdem deutlich machen, dass sie die Botschafter des Reiches Gottes sind. Und dann sagt sie, sie sollten das nicht aus Motiven einer verwundeten Ehre oder der Rachsucht tun, sondern um zu zeigen, wie schrecklich es ist, wenn man die Botschaft des Herrn oder seine Botschafter ablehnt. Es ist eine schlimme Sache, das zu tun. Die Diener des Herrn abzulehnen bedeutet Christus selbst abzulehnen.
[30:10] Wenn wir für Gott sprechen, haben wir eine feierliche Verantwortung. Ich glaube, wenn ich für mich spreche, dass uns oft nicht im vollen Umfang so bewusst, wie es Jesus uns hier zeigt. Wenn wir für Jesus sprechen, dann steht Jesus hinter uns.
[30:31] Und wenn wir sein Wort predigen, dann haben wir große Verantwortung, ein großes Vorrecht, ein großes Privileg, seine Boten sein zu dürfen. Lasst uns diese Gelegenheit, zu der Gott uns beruft, hinauszugehen und in seinem Namen seine Botschaft durch seine Kraft auch weiterzugeben. Lasst uns diese Gelegenheiten nutzen.
[30:53] Die 70 sind gegangen, und es ist wohl einige Zeit ins Land gegangen. In Vers 17 kehren sie zurück. Was in der Zwischenzeit passiert ist, das wissen wir nicht. Wäre interessant zu erfahren, das werden wir mal im Himmel fragen können. Lukas berichtet als Nächstes die Rückkehr dieser 35 Zweier-Teams, die in verschiedenen Ortschaften, darunter auch einigen der Samariter, vor allem, wie wir gesehen haben, unterwegs gewesen sind.
[31:21] Wir lesen in Lukas 10 Vers 17: „Die 70 aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen!“ Sie sind ganz begeistert. Und jeder, der schon mal auf einer Missionsreise gewesen ist, jeder, der schon mal einen Missionseinsatz mitgemacht hat, der mal für einen längeren Zeitpunkt oder Zeitraum, oder und sei es an einem Tag in ein paar Stunden Mission gemacht hat und Erfahrung gemacht hat, der weiß, was für ein tolles Gefühl es ist, nach Hause zu kommen und zu sagen: „Ich habe tolle Erfahrungen mit Gott gemacht.“ Jeder, der Mission gemacht hat, weiß, was für eine schöne Freude das ist. Manchmal ist es vielleicht am Anfang eine Überwindung, erst zu gehen, aber niemand, der zurückkehrt, ist traurig und depressiv, sondern freudig und fröhlich. Nutze die Gelegenheiten, mehr Freude in deinem Leben zu haben, indem du für Jesus Zeugnis gibst.
[32:19] Sie sind begeistert, denn sie konnten sogar Dämonen austreiben. Sie haben übernatürliche Wunder wirken dürfen, so wie die zwölf Apostel zuvor. Denn in Lukas 9 Vers 1 lesen wir: „Er rief aber seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten. Und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen.“ Und jetzt erzählen sie, dass das tatsächlich funktioniert hat. Sie haben tatsächlich erlebt, wie sie durch Gottes Kraft Menschen heilen konnten, die von Dämonen besessen waren.
[32:57] Und dann kommt's, 18: „Da sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“ Die Jünger sehen einen Ausschnitt aus diesem großen Kampf. Sie sehen, wie sie gerade als Botschafter Jesu Macht haben, Dämonen auszutreiben – nicht, weil sie so stark sind, sondern weil Jesus offensichtlich mit ihnen ist.
[33:21] Wir haben gesehen oder wir sehen das immer wieder in Evangelien, dass Jesus stärker ist als alle Dämonen. Er ist stärker, der immer wieder deutlich gemacht, wenn er Dämonen ausgetrieben hat. Das sagt er in Matthäus 12 und Markus 3 ganz klar erklärt: Wenn er Dämonen austreibt, dann bedeutet es, dass er stärker ist. Wenn also diese Jünger in der Lage sind, Dämonen auszutreiben, dann nur deswegen, weil Jesus mit ihnen ist. Die Kraft Gottes ist mit ihnen, denn sie selbst wären als Menschen geringer als Engel und deswegen auch geringer als gefallene Engel. Hier wird also deutlich, dass Jesus sie nicht einfach nur losgeschickt hat, sondern dass Jesus durch seinen Heiligen Geist in ihnen gewirkt hat, ihnen Kraft gegeben hat.
[34:06] Der Erfolg in der Mission, den wir erleben, wenn er wirklich von Gott kommt, der ist immer eine göttliche Kraftwirkung, immer ein Beweis der wunderwirkenden Kraft Gottes. Es ist nicht unsere Intelligenz, nicht unsere Gewieftheit, nicht unsere Strategie, auch nicht unsere Geduld und unsere Beharrlichkeit. Es ist Gottes wunderwirkende Kraft, seine Stärke. Wenn der Satan weichen muss, wenn Irrtum sich zurückzieht, wenn Wahrheit triumphiert, wenn Menschen heil werden am Körper, an der Seele, in ihrem Herzen, wenn der Satan besiegt wird in unserem Dienst, dann ist das ein Beweis dafür, dass Gott mit seiner Kraft gegenwärtig ist.
[34:50] Die Jünger sehen gerade diesen Ausschnitt, sie haben das persönlich erlebt, aber Jesus sieht noch mehr. Er sieht den großen Kampf in seiner Gesamtheit. Er schaut zurück ganz an den Anfang. Er sagt: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.“ Später in der Offenbarung sehen wir genau das in Offenbarung 12 Vers 7 bis 9 beschrieben. Dort heißt es: „Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen.“
[35:17] Jesus ist ja dieser Michael, der „Wer ist wie Gott?“ (Mikael). Die Bibel macht ganz deutlich, wenn man Judas 9 und 1. Thessalonicher 4 Vers 16 und Johannes 5 Vers 25 und Daniel 12 Vers 1 zusammennimmt – also noch mal gesagt: Judas 9 und 1. Thessalonicher 4 Vers 16 und Johannes 5, 25 und Daniel 12 Vers 1 –, dass Michael Jesus ist.
[35:40] Er und seine Engel kämpften gegen den Drachen, aber der Drache und seine Engel siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.
[36:02] Jesus will ihnen deutlich machen: Was ihr erlebt, ihr seid Teil, ihr seid eine Szene, euer Wirken ist quasi ein kleiner Abschnitt in diesem gewaltigen großen Kampf, der schon zur Zeit von Jesus mehr als 4000 Jahre, ungefähr 4000 Jahre im Himmel oder etwas mehr im Himmel dort begann. Jesus kennt den großen Kampf seit Anfang an, er war dabei gewesen. Und diese Formulierung: „Ich sah den Himmel – Verzeihung, ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen“, ist deswegen interessant, weil sie auf eine alttestamentliche Stelle zurückgeht, die Jesus hier, wenn man das Griechische sich anschaut und die griechische Übersetzung dieser alttestamentlichen Stelle, sehr deutlich sich darauf bezieht.
[36:46] Das ist Jesaja 14 Vers 12 bis 14. Dort heißt es: „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Hebräisch 'Helel' – das ist ein Bild auch für den Morgenstern, die Venus, wie sie bei uns in Europa manchmal genannt wird, der Morgenstern, ein Bild für die Helligkeit dieses größten aller Engel im Himmel, damals in der lateinischen Übersetzung dann später Luzifer genannt –, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen! Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen.“
[37:45] „Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern!“ Und Jesus kannte diese Stelle, und er war dabei gewesen, als es passiert ist. Und er macht ganz deutlich: Diese Stelle hier in Jesaja 14 spricht vom Satan. Ja, im gesamten Kontext wird zunächst der König von Babel erwähnt, weil der König von Babel, so wie die Schlange in 1. Mose 3, ein Typus ist, eine Illustration für den Satan. Aber es geht hier eigentlich im Wesentlichen, im Kern geht es um den Luzifer, der zu Satan wurde, der sich selbst erhöhen wollte und hinabgestürzt worden ist.
[38:21] Und Jesus sieht hier die gesamte Breite des großen Kampfes. Er zeigt, dass es nicht nur eine Momentaufnahme ist, sondern dass das, was wir in der Mission erleben an Siegen, dass das eingebettet ist in einen großen Konflikt. Jesus kannte das biblische Motiv des großen Konfliktes. Er kannte es aus der Bibel, er kannte es noch viel mehr aus seiner eigenen Erfahrung seit dem Beginn der Rebellion. Wenn heute Menschen daran zweifeln, dass dieses große Motiv ein entscheidender roter Faden durch die Bibel ist, dann lasst uns bei Jesus und seinem Wort bleiben. Wenn Menschen daran zweifeln, dass Jesaja 14 wirklich vom Fall Luzifers, der zu Satan wurde, spricht, dann lasst uns bei dem bleiben, was Jesus sagt. Jesus bezieht sich sprachlich auf Jesaja 14, sagt: „Ich sah den Satan vom Himmel fallen.“
[39:17] Im „Leben Jesu“ heißt es: „Die Szenen der Vergangenheit und der Zukunft wurden dem Denken Jesu präsentiert. Er betrachtete Luzifer, wie er als Erster am Anfang aus den himmlischen Orten hinausgeworfen wurde. Er schaute vorwärts auf die Szenen seines eigenen Todeskampfes, wenn vor der ganzen Welt – nein, vor allen Welten – der Charakter des Verführers enthüllt werden sollte. Er hörte bereits den Schrei: ‚Es ist vollbracht!‘ (Johannes 19,30), der ankündigte, dass die Erlösung der verlorenen Rasse für immer sicher gemacht ist, dass der Himmel für alle Ewigkeit sicher ist gegen die Anklagen, die Verführung und die Anmaßung, die Satan anstiftete und anstiften würde. Über das Kreuz von Golgatha mit seinem Todeskampf und seiner Scham schaute Jesus hinüber, hinaus, vorwärts bis zum großen finalen Tag, wenn der Fürst der Macht dieser Luft, wie in der Epheser auch genannt wird, seine Zerstörung erleben wird, und zwar auf der Erde, die so lange durch seine Rebellion beschmutzt und verletzt worden ist.“
[41:05] Jesus betrachtete das Werk des Bösen als für immer beendet und den Frieden Gottes, wie er Himmel und Erde erfüllte. Als die Jünger zurückkommen und sagen: „Jesus, die Dämonen sind uns untertan!“, hat Jesus in seinen Gedanken den gesamten großen Konflikt gesehen, von den Er-Lügen Satans im Himmel alle die Jahrtausende durch zum Kreuz, das ja jetzt kurz vor ihm stand, wo er den Satan besiegen würde vor dem gesamten Universum, bis hin zu dem Zeitpunkt, wo der Satan für immer Geschichte sein würde und seine Rebellion, wo der Friede Gottes erneut das gesamte Universum erfüllen wird.
[41:53] Jesus sah den großen Kampf, und wir sehen, dass die Mission, in die Gott uns beruft, ein Teil des großen Kampfes zwischen Licht und Finsternis ist. Wir sollten uns nicht wundern, wenn wir in der Mission für Jesus Zeugen werden für das, was die Bibel als großen Kampf bezeichnet, dass das tatsächlich Realität ist, dass dämonische Kräfte versuchen werden, uns aufzuhalten, dass die Kraft Gottes stärker ist, auch in unserem Leben. Lasst uns das Thema des großen Kampfes nicht vernachlässigen, lasst es uns gut studieren, intensiv studieren und in unserer persönlichen Mission für Jesus uns daran erinnern.
[42:31] Das nächste Mal werden wir weiterstudieren und sehen, was Jesus jetzt konkret weiter den Jüngern hier mitgibt und ihnen aus ihren Erfahrungen jetzt weitere wertvolle Lektionen gibt. Denn wenn wir Mission gemacht haben, dann sollten wir wieder zu Jesus kommen und ihm erzählen, was wir erlebt haben, damit er uns weiter unterrichten kann, damit er uns zeigen kann, wo wir Verbesserung benötigen, wo wir etwas besser verstehen müssen. Jesus ist unser bester Lehrer, und ihm wollen wir dienen, von ihm wollen wir Unterricht bekommen.
[43:04] Wollen wir noch gemeinsam zum Abschluss niederknien und beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du heute erneut durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Und Herr, wenn ich mir etwas wünsche, wenn wir uns etwas heute wünschen, dann ist es das, dass wir die vielen großen Segnungen, die du uns geschenkt hast, in unserem Leben auch wirklich annehmen, nicht auf später warten, sondern dass wir heute echte Buße zeigen, echte Reue und echte Umkehr, eine echte Sinnesänderung, damit nicht das über uns gesagt wird, was über Chorazin und Betsaida gesagt worden ist und über Kapernaum, sondern dass wir den Segen, den wir nicht verdient haben, den du uns auch heute wieder geschenkt hast, dass er nicht umsonst unser Leben schien, sondern dass er unser Leben wirklich verändern darf. Hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.
[44:11] Amen. Damit verabschieden wir uns für heute. Nächste Woche geht es weiter in Lukas 10. Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen, viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.
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