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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


Christopher Kramp setzt seine Serie „Offenbarung Vers für Vers“ fort und konzentriert sich auf Offenbarung 3:16, die Botschaft an die Gemeinde Laodizea. Er beleuchtet die Bedeutung des „lauwarmen“ Zustands und erklärt, warum Jesus eine solche Haltung ablehnt. Anhand biblischer Beispiele aus dem Alten und Neuen Testament wird die ernste Konsequenz der Distanz zu Gott und das Angebot zur persönlichen, lebendigen Beziehung zu Jesus als der wahren Quelle des Lebens verdeutlicht.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:53] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt und dass wir gemeinsam weiter studieren können in der Botschaft Jesu an die Gemeinde Laodizea, eine Botschaft, die es ganz besonders in sich hat und die besonders aktuell ist, denn sie spricht direkt in unsere Zeit, in unsere Gemeinde, in mein persönliches Herz.

[1:20] Und wir möchten, bevor wir die Bibel jetzt weiter an dieser Stelle studieren, möchten heute mit Offenbarung 3:16 näher befassen, möchten wir gemeinsam Gott einladen, unser Studium zu segnen. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich auch dich ein, dass wir gemeinsam zu einem Gebet niederknien.

[1:52] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir uns auf dich verlassen können, dass du treu und gerecht bist, liebevoll und gnädig, barmherzig, dass du wirklich ein guter Vater bist. Und Herr, dass die Worte, die du uns in deinem Wort sagst, niemals dazu gedacht sind, um uns zu verletzen, sondern um das, was nicht in unser Leben gehört, hinauszuschneiden. Wir möchten dich bitten, dass du uns in den kommenden Minuten durch deinen Heiligen Geist ganz besonders ansprichst, dass das Studium deines Wortes unser Herz erfrischt, stärkt und dass wir zu einer Entscheidung gebracht werden, dir von ganzem Herzen zu folgen. Herr, wir möchten dich bitten, dass du unser Lehrer bist. Du hast versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich jetzt im Namen Jesu. Amen.

[2:54] Wir wollen Offenbarung 3 aufschlagen und dort Vers 16 lesen. In Vers 15 haben wir gesehen, wie Jesus, wie in jeder der sieben Gemeinden, seine Botschaft an die Gemeinde Laodizea begonnen hat mit den Worten: "Ich kenne deine Werke." Und das Besondere an der Gemeinde Laodizea ist, dass Jesus ihnen sagen muss, dass sie weder kalt noch heiß sind. Er wünscht sich, dass sie entweder kalt oder heiß wären.

[3:32] Wir haben herausgearbeitet das letzte Mal, dass die Kälte ein Symbol für einen geistlichen Zustand ohne Liebe ist, wo die Sünde überhandgenommen hat und die Liebe erkaltet ist. Matthäus 24 hat das ganz deutlich gemacht. Das Wort "heiß" dagegen ist genau das Gegenteil. Wir haben gelernt, dass es einen Missionseifer, einen Eifer für die Verbreitung des Evangeliums meint, der vom Heiligen Geist selbst geleitet ist. Die Liebe Gottes in unserem Herzen durch den Heiligen Geist kann gar nicht anders, als von dem Evangelium zu reden. Apollos in der Apostelgeschichte 18, Vers 25, war dort unser Beispiel.

[4:23] Wir lesen weiter in Vers 16. Vielleicht lesen wir Vers 15 noch einfach dazu, um diesen Zusammenhang noch mal deutlich vor Augen zu haben: "Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund." Das sind sehr ernste und im wahrsten Sinn des Wortes nachdenkenswerte Worte von Jesus.

[5:06] Er sagt, weil unser Zustand so ist, wie er ist, nicht kalt, aber auch nicht heiß, weil er lauwarm ist, deswegen ist Jesus in dem Begriff, oder er sagt hier: "werde ich dich ausspeien aus meinem Mund", sagt er.

[5:29] Nun schauen wir uns zunächst einmal das Wort "lauwarm" an. Das Wort "lauwarm" heißt "charos" und kommt nur hier in der Bibel vor. Es ist also die Beschreibung des geistlichen Zustands, den wir aus Vers 15 kennengelernt haben. Es geht also um Menschen, die zwar nicht erklärte Gottlose sind, die sich also nicht von Gott äußerlich losgesagt haben und einfach offen in der Sünde leben, sind Menschen, die sich zu Jesus bekennen, aber denen die Liebe Gottes im Herzen fehlt, die sich nach außen bahnbricht, die vom Heiligen Geist nicht so verändert worden sind, dass das Gesetz Gottes ins Herz geschrieben ist.

[6:35] Wir haben gelernt, dass es in der Nähe von Laodizea eine Quelle gab, und zwar in Hierapolis. Die war heiß, und von dieser heißen Quelle kam das Wasser über Aquädukte in die Stadt Laodizea hinein. Und auf dem Weg ist es ein wenig abgekühlt, so dass es dann nur noch lauwarm war. Das Problem von Laodizea war also, in diesem Bild gesprochen: Es war zu weit weg von der Quelle. Und das ist letztendlich das Problem der Gemeinde Laodizea in der Endzeit.

[7:20] Es erhält Wasser von der Quelle, ist aber auf Distanz zur Quelle. Wir sind oft damit zufrieden, dass uns jemand anderes – ein Gemeindeleiter, ein Prediger, ein Evangelist, ein YouTube-Prediger – dass uns irgendjemand etwas vom Wasser des Lebens weitergibt. Wir sind zufrieden mit den Erfahrungen von anderen, mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit, mit den Erfahrungen unserer Eltern oder Großeltern. Wir sind zufrieden mit der Tradition, mit der Theorie der Wahrheit und haben keine lebendige Verbindung zur Quelle selbst.

[8:06] Die Quelle ist Jesus Christus. Er hat selbst gesagt in Johannes Kapitel 4, dass seine Worte unser Leben so sehr verändern werden, wenn wir sie persönlich annehmen. Er sagt in Johannes 4, Vers 13 und 14: "Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten." Es geht hier um den Brunnen des Jakob in dieser Stadt hier in Sychar, in der Nähe also in Samaria. Und er sagt: "Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt."

[9:01] Lieber Freund, liebe Freundin, wir haben das Vorrecht, nicht nur in der Nähe der Quelle zu sein, wir haben das Vorrecht, die Quelle in uns zu haben. Nicht, weil wir die Quelle sind, sondern weil Jesus so eng mit mir verbunden sein möchte, dass das Wasser des Lebens nicht nur in meiner Nähe ist, sondern aus mir herausquillt. Jesus lädt uns nicht ein, ein wenig näher bei der Quelle zu leben, er lädt uns ein, die Quelle in uns zu haben. Laodizea hat die Quelle nicht in sich gehabt. Die Quelle in Hierapolis war nicht in Laodizea, sondern 8 km entfernt.

[9:44] Die Worte Jesu, die Worte des ewigen Lebens, sind nur lauwarm, wenn wir sie über viele Ecken ohne persönlichen Bezug zu uns nehmen, wenn wir sie nicht persönlich auf uns anwenden, sondern nur als Theorie abhaken, für wahr halten und dann nicht weiter drüber nachdenken. Die Worte Jesu sind lebendig, und sie verändern unser Leben dann, wenn wir genau das zulassen, dass sie in mein Herz und in dein Herz hineinkommen können.

[10:26] Jesus ist die Quelle. In Johannes 7 und dort ab Vers 37 sagt Jesus: "Aber an dem letzten, dem großen Tag des Festes" – gemeint ist hier das Laubhüttenfest – "stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Das ist genau dieses Bild: die Quelle, ähm, alles fließt dann aus unserem Leben heraus.

[11:04] Und jetzt kommt die Erklärung, was das konkret bedeutet. Das sagt er: "Aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben. Denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war." Und jetzt erinnern wir uns, was wir letzte Woche studiert haben, dass der Heilige Geist die Liebe Gottes in unser Herz bringt, dass der Heilige Geist als Feuer dargestellt wird. Wo der Heilige Geist gegenwärtig ist, dort ist es heiß, dort brennt der Leuchter heiß. Denn der Heilige Geist wird dargestellt als ein, als sieben Feuerfackeln. Die Gemeinde Gottes wird dargestellt als ein siebenarmiger Leuchter. Wo der Heilige Geist die Sünde verzehrende, heiße Liebe sozusagen Gottes in unser Herz bringen, da werden wir auch heiß. Oder um mit diesem Bild hier zu sprechen: Wir haben dann die Quelle in uns. Und deswegen sagt Jesus, dass die Gemeinde Laodizea eben nicht heiß ist, sondern nur lauwarm. Sie ist von der Quelle entfernt.

[12:10] Lieber Freund, liebe Freundin, gib dich nicht damit zufrieden, einfach nur die Theorie der Wahrheit zu kennen, einfach nur zu glauben, weil deine Eltern geglaubt haben, einfach nur in die Gemeinde zu gehen, weil es der richtige Tag, die richtige Gemeinde ist. Gib dich nicht zufrieden mit einer Distanzbeziehung zu Jesus. Lasst uns Jesus von Herzen suchen. Ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass wenn man Jesus von Herzen sucht, er sich finden lässt und dass man dann mehr erleben kann als nur eine theoretische, ein theoretisches Christenleben, wo man einfach Dinge dann tut und nicht mehr tut, so wie es die Bibel sagt, sondern man kann Gottes Wirken im Alltag erleben. Man kann wissen, dass er für mich da ist. Man kann wissen, dass er Probleme löst und in Schwierigkeiten mich aufrecht hält. Das habe ich in meinem Leben so oft erlebt.

[13:04] Jesus spricht zu uns persönlich. Er möchte, dass wir nicht fern von ihm sind, dass wir nicht über andere nur das Wasser des Lebens uns nehmen, sondern dass wir direkt zu ihm kommen und dass die Quelle des Lebens in uns selbst sein kann, sodass, wo immer wir sind, wir mit Jesus eng verbunden sind.

[13:30] Jesus kann seine Gemeinde nicht zu dem machen, was er in ihr sieht, wenn sie sich auf Distanz befindet. Und deswegen sagt er, weil das der Zustand ist, weil die Entfernung zur Quelle da ist, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.

[13:52] Nun, dieses "werde" hier, das Wort "werde" bedeutet nicht, dass es ein unabänderliches Schicksal ist, dem man nicht mehr entrinnen kann. Es ist keine Erklärung, wie es ein Bibelkommentar mal gesagt hat, einer sofortigen und unwiderruflichen Verdammung, sondern es impliziert die Möglichkeit, dass diese Entscheidung geändert werden kann. Jesus sagt ja all das, was er der Gemeinde Laodizea sagt, damit eben das nicht passiert. Wir lesen ja später in Vers [Offenbarung 3:19]: "Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!" Jesus möchte uns nicht ausspeien, und sein größter Wunsch ist, dass wir diese Botschaft so ernst nehmen, dass sich unser Zustand verändert. Jesus möchte nicht einfach nur, dass wir wissen, dass wir lauwarm sind, sondern dass wir nicht mehr lauwarm sind. Er möchte, dass unser Zustand sich ändert. Deswegen zeigt er uns auch die ungeschminkten, drastischen Konsequenzen dessen, was passieren wird, wenn wir uns nicht ändern lassen durch sein Wort, wenn wir nicht seine Nähe suchen und wenn wir nicht das in Anspruch nehmen, was er schon in dem ersten Vers, in Vers 14, deutlich gemacht hat, dass nämlich jede Verheißung in ihm ihre Bestätigung und ihre Anwendung und ihre Erfüllung findet, dass er im Gericht der treue und wahrhaftige Zeuge ist, dass er als der Schöpfer uns ein Herz, neue Gedanken, ein neues geistliches Leben schaffen kann.

[15:40] Er sagt: "werde ich dich ausspeien aus meinem Mund." Nun, die Gemeinde Laodizea ist nicht die erste, die konkret in der Gefahr stand, die Verbindung zu Jesus zu verlieren. In Offenbarung 2 und dort Vers 5 lesen wir über die von Ephesus: "Bedenke nun, wovon du gefallen bist und tue Buße!" Genau das, was auch Laodizea gesagt wird. "Und tue die ersten Werke! Sonst, also wenn das nicht geschieht, sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust." Hier wird also ganz deutlich gesagt: Es ist nicht so, dass die Gemeinde, egal was sie tut, immer sozusagen erfolgreich vorangehen wird. Wenn sie nicht Buße tut, wird die Gemeinde Ephesus ihren Platz verlieren. Wenn die Gemeinde Laodizea nicht Buße tut, wenn sie nicht Gott wirken lässt in ihrem Leben, dann wird Jesus sie ausspeien. Das ist nicht nur eine leere Drohung, sondern eine reale Möglichkeit. Und lieber Freund, liebe Freundin, wir müssen uns der Gefahr bewusst sein, in der wir schweben, wenn wir versuchen, mit einem Bein bei Jesus, mit einem Bein in der Welt zu sein. Die Botschaft von Elia haben wir letztes Mal schon angesprochen: "Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten?"

[17:11] Interessant ist, dass in Offenbarung 2, Vers 5, derselbe Grund letztlich vorliegt wie in der Gemeinde Laodizea. Denn Offenbarung 2, Vers 4, heißt es: "Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast." In der Gemeinde Ephesus gibt es ein Problem mit der Liebe. Die erste Liebe ist verloren gegangen, und das führt zu einer echten Gefahr, nämlich dass Ephesus seinen Platz unter den Leuchtern verlieren wird. In der Gemeinde Laodizea haben wir genau dasselbe Phänomen: Es gibt ein Problem mit der Liebe. Sie sind nur lau. Ihnen fehlt der Eifer des Apollos, der vom Heiligen Geist erfüllt, mit der Liebe Gottes das Evangelium in die ganze Welt zu tragen. Das macht einen heißen, geistlich heißen Menschen aus. Es gibt ein Problem mit der Liebe. Die Beziehung von Laodizea zu Jesus ist eine Beziehung auf Distanz, keine enge, keine innerliche, keine intime Beziehung, keine, in der Jesus in uns leben kann, in der die Quelle in uns ist, sondern eine, die auf Distanz funktioniert. Und dieses Problem mit der Liebe zu Gott führt ebenfalls zu einer ganz realen Gefahr, ganz realen Gefahr.

[18:52] Schauen wir gemeinsam in Jeremia 14 und dort Vers 19. Dort wird diese herzzerreißende Frage gestellt: "Hast du denn Juda ganz und gar verworfen? Oder ist Zion deiner Seele ein solcher Greuel?" Wir werden das gleich sehen, was Jesus sagt, dass er die Gemeinde ausspeien wird. "Ist Zion deiner Seele ein solcher Greuel? Warum hast du uns so geschlagen, dass es keine Heilung mehr für uns gibt? Man hofft auf Frieden, aber es kommt nichts Gutes. Hofft auf eine Zeit der Heilung, aber siehe da, Schrecken."

[19:37] Wir können auch weiterlesen in Kapitel 15, ab Vers 1: "Und der Herr sprach zu mir selbst: Wenn Mose und Samuel vor mich hintreten, so wollte ich doch mein Herz diesem Volk nicht zuwenden. Treibe sie hinweg von meinem Angesicht! Sie sollen fortgehen!" Hier sehen wir, dass es sehr wohl möglich ist, dass Menschen, die ehemals zum Volk Gottes gehören, von Jesus weggeschickt werden. So sehr, dass die Frage hier in Vers 19 ja aufgeworfen ist: "Hast du Juda ganz und gar verworfen? Ist Zion deiner Seele ein solcher Greuel?" Hier in Vers 1 heißt es in Kapitel 15: "Treibe sie hinweg von meinem Angesicht! Sie sollen fortgehen!" Das ist ungefähr genau das, was passiert, wenn Jesus aus dem Mund ausspeit.

[20:22] "Und wenn sie zu dir sagen: Wo sollen wir hingehen?, so sage du ihnen: So spricht der Herr: Wer für den Tod bestimmt ist, der gehe zum Tod; wer für das Schwert, zum Schwert; wer für den Hunger bestimmt ist, der gehe zum Hunger; wer für die Gefangenschaft, in die Gefangenschaft." Das erinnert uns natürlich an Offenbarung 13, Vers 10, wo das über das Papsttum im Mittelalter und dann also Bezug auf die tödliche Wunde gesagt wird. Das Papsttum stellt ja letztendlich eine Entwicklung dar, wo ein Teil der Gemeinde Gottes sich so sehr von Gott entfernt hat, dass es nicht mehr Gottes Volk sein konnte, sondern zur antichristlichen Macht geworden ist.

[21:06] "Denn ich will vielerlei über sie bringen, spricht der Herr: Das Schwert soll sie hinrichten, die Hunde sollen sie herumschleifen, die Vögel des Himmels und die Tiere des Feldes sollen sie fressen und vertilgen. Und ich will sie, ich will sie allen Königreichen der Erde zum Entsetzen machen wegen Manasses, des Sohnes Hiskias, des Königs in Juda, wegen dessen, was er in Jerusalem getan hat." Es ist sehr gut möglich, dass Gott sein Volk von sich weist. Das ist nicht nur ein rhetorisches Mittel. Es gab Zeiten der Geschichte des Volkes Israel, da hat Gott sein Volk fortgeschickt.

[21:48] Gott hat immer die Einladung gegeben, zu ihm zu kehren, und selbst als er sie fortgeschickt hat, gab es die Möglichkeit, wieder zurückzukehren. Aber das Volk Israel konnte nicht fort sich als Volk Gottes rühmen und gleichzeitig von Gottes Gegenwart, also gleichzeitig von Gott so entfernt leben, wie sie es taten. Gott hat Konsequenzen angedroht und durchgeführt.

[22:18] Sacharja 11 und dort Vers 8 und 9 ist auch sehr interessant in diesem Kontext. Sacharja Kapitel 11 und dort Vers 8 und 9. Da heißt es, Gott sagt hier: "Da verzehrte ich in einem Monat die drei Hirten, und meine Seele wurde ungeduldig über sie, und auch sie hatten einen Widerwillen gegen mich. Da sprach ich: Ich will euch nicht länger weiden. Was stirbt, das sterbe; was vertilgt werden soll, das werde vertilgt. Von den übrigen aber soll jedes das Fleisch des anderen essen." Genau dieser selbe Gedanke, den wir in Jeremia gefunden haben, dass Gott sagt: "Dann überlasse ich euch euch selbst. Geht weg von mir! Treibe das Volk weg von mir!" Er sagt: "Ich will nicht länger Hirte über euch sein."

[23:13] Lass es niemals so weit kommen, lieber Freund, liebe Freundin, dass Jesus über dich und über mich sagen muss: "Ich will nicht länger Hirte über sie sein", weil wir beständig, zwar hin und wieder mal über Jesus gesprochen haben, aber nie wirklich in seiner Gegenwart leben wollten. Lasst uns niemals dazu kommen. Lasst uns umkehren.

[23:37] Jesus sagt: "Ich werde sie ausspeien aus meinem Mund." Das Wort "ausspeien" kommt auch nur hier im Neuen Testament vor. Aber die Idee des Ausspeiens, die findet sich schon im Alten Testament. Und das ist eine sehr interessante Sache, die wir uns jetzt gemeinsam anschauen wollen.

[23:56] In 3. Mose 18 und dort ab Vers 26. 3. Mose 18 und dort Vers 26: "Ihr aber sollt meine Satzungen und Rechtsbestimmungen halten und keinen dieser Greuel verüben, weder der Einheimische noch der Fremdling, der in eurer Mitte wohnt. Jetzt Achtung! Denn alle diese Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, sodass das Land verunreinigt worden ist, damit euch nun das Land nicht ausspeit, wenn ihr es verunreinigt, wie es die Heiden ausgespieen hat, die vor euch gewesen sind."

[24:41] Die Idee ist hier also: Das Land wird verunreinigt, und das Land speit aus, weil es sonst weiter verunreinigt werden würde. Mit anderen Worten: Wenn die Israeliten im Land Kanaan sind und durch ihre Sünden und Greuel dasselbe tun, was auch die Heiden getan haben, nur sozusagen unter dem Deckmantel, dass sie sich als das Volk Gottes bezeichnen, dann wird ihnen dasselbe passieren, was auch den bekenntlichen Heiden passiert ist, die sich nie zu Gott bekannt haben. Mit anderen Worten: Wenn wir zwar uns Christen nennen, wenn wir uns zum Adventvolk zählen, aber leben wie die Menschen, die in der Welt sind, wird uns auch dasselbe widerfahren, was den Heiden widerfährt. Wenn wir das gelobte Land verunreinigen, wird uns das gelobte Land ausspeien.

[25:51] Und in Kapitel 20, in 3. Mose 20, Vers 22, haben wir dieselbe Idee, nachdem dort eine ganze Reihe von verschiedenen Dingen angesprochen worden sind in Bezug auf Götzendienst und Unzucht, heißt es in Vers 22: "So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut sie, damit euch das Land nicht ausspeit, in das ich euch führe, damit ihr darin wohnen sollt."

[26:18] Halten wir fest: Gott führt sein Volk in das Land. Also, das Land ist das Ziel der Führung Gottes. Er möchte, dass sie in dem Land sind. Und wenn sie in dem Land sind, sind sie das Volk, oder sind das, weil sie das Volk Gottes sind, sollen sie in diesem Land sein. Aber wenn sie dann es durch Sünde verunreinigen, wird dieses Land sie ausspeien.

[26:46] Wir haben also das Land, das ausspeit, und wir haben in der Offenbarung, in Offenbarung 3, Jesus, der ausspeit. Im Alten Testament heißt es...

[27:06] ausspeit. Im Alten Testament heißt es, dass das Volk Gottes ausgespien wird vom Land. In Offenbarung 3, Vers 16 heißt es, dass das Volk Gottes ausgespien werden könnte von Jesus. Und hier ist eine interessante Idee, denn dieses Land wird in der Bibel auch als Ruheort bezeichnet, als eine Ruhe.

[27:40] Schauen wir, nur um ein Beispiel hier zu geben, in Josua Kapitel 1, in Josua 1 und dort Vers 13. Dort heißt es, Josua 1, Vers 13: „Gedenkt an das Wort, dass euch Mose, der Knecht des Herrn, gebot, als er sprach: Der HERR, euer Gott, hat euch zur Ruhe gebracht und euch dieses Land gegeben.“ Das Wort im Hebräischen, dieses Wort Ruhe, meint nicht einfach nur etwas Abstraktes, sondern etwas sehr Konkretes, einen Ort, wo man sich ausruhen kann. Letztlich ist es der Ort, wo man zu Hause ist. Und diesen Ruheort möchte Gott seinem Volk geben. Es ist nämlich sein eigenes Land, das Land, das er für sie vorbereitet hat. Sie sollen dort zur Ruhe finden.

[28:36] Mit anderen Worten, Gott führt sein Volk zur Ruhe, aber wenn sie dort nicht entsprechend leben, wenn sie seine Gnade nicht annehmen und nicht verändert werden, sondern wenn sie an dem Ruheort so leben wie die Heiden, dann wird der Ruheort sie wieder ausspeien. Und Jesus sagt uns in Matthäus 11, dass obwohl wir heute im Neuen Testament nicht mehr in das Land Kanaan als einen Ruheort gehen, es immer noch einen Ruheort für uns gibt.

[29:15] Matthäus Kapitel 11, Vers 28 bis 30. Jesus sagt: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; so will ich euch erquicken.“ Es heißt in Vers 28 „erquicken“. Manche übersetzen auch, man könnte übersetzen: „zur Ruhe bringen.“ „Ich will euch zur Ruhe bringen. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“

[29:52] Jesus ist unser Ruheort, denn er lädt uns ein, dass wenn wir zu ihm kommen, wenn wir mit ihm verbunden sind, wenn Jesus in unserem Leben Platz hat, wenn er dort wohnen darf, dann haben wir den Ruheort erreicht. Und ist es nicht interessant, dass so wie im Alten Testament es heißt, dass das Land, der Ruheort, das Volk ausspeien wird wegen ihrer Gräuel und wegen ihrer Sünden, dass auch Jesus als unser Ruheort, sozusagen als Antitypus zu dem Land Kanaan, als der Ort, wo Gott uns eigentlich wirklich hinbringen möchte – denn auch das war nur ein Typus auf Jesus, wie wir natürlich noch gleich deutlicher sehen werden –, dass Jesus auch als der Ruheort uns ausspeien kann? Und ich glaube, es liegt nahe, dass es aus denselben Gründen passieren würde wie hier, nämlich wenn wir mit Gräuel und mit Sünden den Namen Jesu verunreinigen.

[31:11] In Hebräer Kapitel 4 ist das genau der Gedanke, den Paulus ansprechen möchte, wenn er von der Ruhe spricht. Er sagt in Hebräer 4 und dort in Vers 9: „Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten.“ Das wird manchmal aus dem Kontext gerissen und dann wird gesagt: „Na ja, das heißt, wir müssen – das ist ein Beweis dafür, dass wir noch den Sabbat halten müssen.“ Und das stimmt, der Sabbat ist unverändert, das macht die Bibel ganz klar. Aber eigentlich meint Paulus hier in Hebräer etwas, hat einen etwas anderen Gedankengang. Es geht um genau diese Idee, die wir angesprochen haben. Denn ab Hebräer 3, ab Vers 7, spricht er von dem Volk Israel, das nicht hineingehen konnte in das Land Israel, das nicht zur Ruhe gebracht worden ist wegen ihrem Unglauben und ihrem Ungehorsam, dass ihnen dasselbe Evangelium gepredigt worden ist wie auch uns, und dass wenn wir dasselbe tun wie sie damals, auch wir die Ruhe nicht erreichen werden, auch wir den Ruheort nicht ähm ja erleben werden.

[32:16] Deswegen sagt er: „Es bleibt dem Volk noch ein Ruheort, dem Volk Gottes ein Ruheort noch vorbehalten.“ Denn Vers 8 sagt in Hebräer 4, Vers 8: „Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, indem sie das Land Kanaan dann erobert haben, so würde nicht danach von einem anderen Tag gesprochen sein.“ Punkt ist: Die Ruhe im Alten Testament ist nur ein Typus, ist nicht die eigentliche Ruhe, ist nur ein Typus auf die wahre Ruhe, die für jeden Gläubigen gilt, der das Evangelium hört. Deswegen sagt er in Vers 11: „So wollen wir denn eifrig bestrebt sein in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleichem Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt.“

[32:58] Fakt ist, ohne Glauben können wir diesen Ruheort nicht erreichen. Wenn wir ungläubig sind, wenn wir ungehorsam sind, werden wir an diesem Ruheort nicht sein können. Und wenn wir ihn zwar erreicht haben, aber dann durch Unglaube und Ungehorsam uns benehmen wie die Heiden, dann werden wir diesen Ruheort wieder verlassen müssen.

[33:22] Und vielleicht ist es an dieser Stelle ganz passend, auf die dritte Engelsbotschaft hinzuweisen in Offenbarung 14 und dort Vers 11 über diejenigen, die das Tier und sein Bild angebetet haben, das Mahlzeichen auf die Stirn oder Hand angenommen haben. In Vers 11 heißt es: „Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht, und wer das Mahlzeichen seines Namens annimmt.“

[34:05] Wir werden ausgespien, wenn wir lauwarm sind. Interessant ist, dass die Bibel konkret, dass Jesus konkret sagt, dass er uns aus seinem Mund ausspeien wird. Das ist natürlich zunächst einmal auch ganz logisch so, denn man trinkt ja mit dem Mund, und wenn das Wasser einfach so ekelerregend ist, so lauwarm, dann spuckt man es eben wieder aus.

[34:46] White sagt an dieser Stelle: „Die einzige Hoffnung für Laodizea ist ein klarer Blick auf ihren Stand bevor Gott, eine Kenntnis der Natur ihrer Krankheit. Sie sind weder kalt noch heiß. Sie haben eine neutrale Position inne und schmeicheln sich gleichzeitig, dass sie nichts wirklich benötigen.“ Der treue Zeuge, der wahrhaftige Zeuge, hasst ihre Lauheit. Er verabscheut die Gleichgültigkeit dieser Person. Und sie sagt sogar, sie sind wie lauwarmes Wasser, ekelerregend für seinen Geschmack. Das ist dieses Bild von einem Menschen, der lauwarmes Wasser im Mund hat und aufspuckt.

[35:49] Was bedeutet es, aus dem Mund von Jesus ausgespien zu werden? Schauen wir in Matthäus 10 und dort Vers 32 und 33. Diese beiden Verse bedeuten mir viel, sie sind mein persönlicher Tauftext. Matthäus 10, Vers 32 und 33: „Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.“

[36:34] Hier haben wir einen interessanten Zusammenhang, nämlich zwischen unserem Bekenntnis, also unser Bekenntnis von Jesus und Jesu Bekenntnis zu unseren Gunsten. Und das ist deswegen interessant, weil wir ein Beispiel gesehen haben im letzten Mal von jemandem, der tatsächlich geistlich heiß war, nämlich Apollos, der vor der ganzen Welt Jesus bekannt hat, der sich zu Jesus gestellt hat, der sich zu Jesus bekannt hat, der öffentlich das Evangelium überall verbreitet hat, der sich nicht geschämt hat für die Kraft Gottes, die zur Errettung für jeden Menschen uns gegeben ist. Apollos war geistlich heiß, erfüllt vom Heiligen Geist. Er hat Jesus bekannt, und Jesus konnte sich zu ihm bekennen.

[37:43] Jesus möchte für uns eintreten, und das kann er auch, weil er für uns gelebt hat, weil er für uns gestorben ist und weil er für uns auferstanden ist und jetzt für immer eintritt, wie es Hebräer 7, ab Vers 25 sagt: „Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.“

[38:06] Lieber Freund, liebe Freundin, unsere einzige Hoffnung besteht darin, dass Jesus für mich eintritt. Und wenn Jesus für mich eintritt, dann werde ich gerettet. Wenn aber Jesus aufhört, für mich einzutreten, dann kann ich nicht gerettet werden. Es geht in der Laodizea-Botschaft nicht um Nebensächlichkeiten. Es geht nicht darum, einfach eine halbwegs funktionierende Gemeinde etwas effektiver zu machen. Es geht nicht darum, einfach nur unseren geistlichen Puls ein bisschen zu erhöhen. Es geht buchstäblich um Leben und Tod. Und viele sind in einem Zustand, wo sie glauben, sie sind auf dem direkten Weg ins ewige Leben und sind in Wirklichkeit in hoher Gefahr, das ewige Leben für immer zu verpassen.

[38:54] Lieber Freund, liebe Freundin, kennst du Jesus persönlich als deinen eigenen Schöpfer, Erlöser und Retter?

[39:13] König, wenn Jesus nicht mehr zu uns sich bekennt, weil wir lauwarm sind, gibt es für uns keine andere Möglichkeit, das ewige Leben zu erhalten. Zurück noch einmal, wo wir schon im Hebräerbrief sind. Wir haben gesehen, dass in Hebräer 3 und 4 es um den Ruheort geht, Jesus als der wahre Ruheort, von dem das Land Kanaan ein Typus gewesen ist. Eingebettet in diesen ganzen Abschnitt, der eigentlich ab Kapitel 3, Vers 7 beginnt und dann bis Kapitel 4, Vers 11 geht und dieses Thema des Eingehens in die Ruhe behandelt. Eingebettet ist der in Aussagen über Jesus als unseren Hohepriester, der für uns eintritt. Denn es heißt in Hebräer 3, Vers 1: „Daher, ihr heiligen Brüder, die ihr Anteil habt an der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Jesus Christus.“

[40:21] Da wird also gesagt: „Betrachtet Jesus als unseren Hohenpriester, der für uns eintritt.“ Mit anderen Worten, der uns auf der Zunge führt, der uns im Mund führt. Und als dann dieser ganze Abschnitt über den Ruheort zu Ende ist, heißt es in Hebräer 4, in Vers 11: „So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, Verzeihung, eifrig bestrebt sein in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleichem Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt.“ Dann wird über das Wort Gottes gesprochen in Vers 12 und 13, und dann in Vers 14 und einer der nächsten Gedanken heißt es: „Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchdrungen hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis.“ Vers 14: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.“

[41:14] Wenn also Paulus in Vers 11 sagt: „So wollen wir nun eifrig bestrebt sein, so wollen wir denn eifrig bestrebt sein in jene Ruhe eingehen.“ Was meint er konkret? Wie gehen wir in jene Ruhe ein? Wenn am Anfang des Kapitels, Kapitel 3, er schon vom Hohenpriester spricht und dann in Kapitel 4 es explizit erklärt, wenn er sagt: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade.“ Wir kommen in die Ruhe, wenn wir zum Gnadenthron kommen. Wir kommen in die Ruhe, wenn wir dorthin kommen, wo Jesus Wohnungen vor uns vorbereitet. Wir kommen in die Ruhe, wenn wir glauben, dass Jesus, der der für uns eintritt, in unserem Herzen wohnt. Wenn wir im Glauben zum Gnadenthron kommen und glauben, dass das Blut Jesu für mich und für meine Sünde spricht und sie bedeckt und die Garantie bildet, dass wenn wir bei ihm bleiben, diese Sünde für immer ausgetilgt wird. Wenn wir zu Jesus kommen, dann haben wir den Ruheort erreicht.

[42:31] Und wenn wir dort durch Sünde und Rebellion den Namen Jesu verunreinigen, dann werden wir von diesem Ruheort ausgespien. Dann kann er nicht mehr für uns eintreten. Wir sind dann aus seinem Mund ausgespien.

[43:02] Jesus möchte uns also deutlich machen, dass er nur dann für uns eintreten kann, wenn wir auch ihn in unserem Leben haben wollen. Nur wenn wir wirklich ihn als Quelle in uns haben möchten, kann er im himmlischen Heiligtum auch alle unsere Sünden mit seinem Blut bedecken, kann für jede Sünde eintreten, die wir also für uns eintreten, jede Sünde uns vergeben und dafür sorgen, dass im Gericht alle unsere Sünden ausgetilgt werden. Ist nicht auch dein Wunsch, dass das in deinem Leben geschieht?

[43:45] Ich möchte mit ein paar ernsten Zitaten schließen. Sie sagt in Manuskript 13, 1892: „Die meisten, die unsere Gemeinden ausmachen, sind geistlich tot in Übertretung und Sünden. Sie kommen und gehen wie die Tür, die in den Angeln hängt. Seit Jahren haben sie selbstgefällig den feierlichsten, seelenaufrührendsten Wahrheiten zugehört, aber haben sie nicht umgesetzt.“

[44:18] Noch ein Zitat: „Die Botschaft an Laodizea bezieht sich auf das Volk Gottes, das bekennt, die gegenwärtige Wahrheit zu glauben. Der größere Teil sind lauwarme Bekenner, die einen Namen, aber keinen Eifer haben.“ Eifer, wir denken an Apollos. Sie sagt: „Wir müssen aus unserem lauwarmen Zustand herauskommen und eine echte, eine wahre Bekehrung erleben, oder wir werden den Himmel verpassen.“

[45:00] Noch ein Zitat: „Die große Masse der bekenntlichen Christen wird am Tage Gottes eine bittere Enttäuschung erleben.“ Noch ein Zitat: „Viele unserer Glieder sind lauwarm. Sie haben die Position von Meroz, der nicht dafür, nicht dagegen war, nicht kalt noch heiß. Sie hören die Worte Christi, aber tun sie nicht.“

[45:28] Und dann ein wichtiges Zitat. Sie sagt: „Die Gemeinde besteht aus unvollkommenen, irrenden Männern und Frauen, die man mit beständiger, ausgeübter Liebe und Geduld behandeln sollte. Aber es hat für eine lange Zeit eine generelle Lauheit gegeben.“ Es geht also nicht darum, dass Geschwister ab und zu einen Fehler machen, sich irren, noch nicht vollkommen sind. Das ist nicht der Punkt bei der Laodizea-Botschaft. Es geht nicht darum, dass Jesus sagt: „Ihr habt jetzt 98 % erreicht, ihr seid nicht gut genug.“ Es geht um eine Einstellung, das Wort Gottes zu hören und nicht zu tun. Eine Lauheit, die als Grundsatz sich in die Gemeinden gefressen hat. Ein weltlicher Geist, der in die Gemeinde kommt und ihm sagt, sie sind Entfremdung, Fehlerfinden, Boshaftigkeit, Streit und Groll, Sünde gefolgt.

[46:40] Gott wünscht sich Menschen, die nicht lauwarm sind, sondern heiß und feurig mit seiner Liebe. Und dann sagt sie: „Ich bitte die Gemeinde, werdet ihr in dem Zustand oder“, sie besser sagt sie, sie fragt die Gemeinde: „Ich frage die Gemeinde, werdet ihr in dem Zustand der Gemeinde von Laodizea bleiben oder werdet ihr eure Position ändern? Im Namen des Herrn rufe ich jede Familie auf, Farbe bekennen. Reformiere die Gemeinde in deinem eigenen Heim. Lasst die Unterhaltung rein und erhebend sein.“

[47:35] Gott wird sein Volk prüfen. Jesus hat viel Geduld mit ihnen, und er speit sie nicht in einem Moment aus seinem Mund hinaus. Und deswegen heißt es hier im Review and Herald, 25. Februar 1902: „Gott ruft nach einer geistlichen Erweckung, einer geistlichen Reformation. Wir brauchen keine weltliche Erweckung, keine weltliche Reformation, keine menschengemachte Erweckung, keine menschengemachte Reformation, sondern eine geistliche Erweckung und eine geistliche Reformation.“

[48:18] Lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte Teil dieser geistlichen Erweckung und dieser geistlichen Reformation sein. Du auch? Lasst uns näher zu Jesus kommen. Lasst uns mehr von seiner Liebe reden, mehr von Gottes Liebe erfüllt sein. Lasst den Heiligen Geist wirken, so dass Streit und Ungerechtigkeit und Fehlerfinden und Auseinanderdriften aufhören in unseren Gemeinden, dass wir erfüllt werden, zusammengebracht werden, wie es der Paulus ja im Kolosserbrief zusammengeschlossen werden durch die Liebe Gottes. Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit. Können wir uns noch daran erinnern? Damit wollen wir enden, dass das große Anliegen von Paulus war: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Das war das, worum er für die Gemeinde Laodizea rang, dass Jesus in uns ist, die Quelle in uns ist. Das Problem von Laodizea war, dass Christus nicht in ihnen war, sondern sie auf einige Entfernung so Augenkontakt mit Jesus vielleicht hatten, Sichtkontakt, immer mal wieder in seiner Nähe waren, aber nie wirklich in ihr Herz hineingelassen haben.

[49:25] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du heute Jesus in dein Herz lassen, von seiner Liebe erfüllt werden? Möchtest du diese geistliche Erweckung, Reformation in deinem Herzen, in deinem Heim und in deiner Gemeinde voranbringen, indem du selbst dich reformieren lässt, selbst dich erwecken lässt, dass Jesus in dir eine Quelle des ewigen Lebens sein kann, dass du bei ihm Ruhe findest? Ich möchte dort sein, wo Jesus ist. Ich möchte in seine Ruhe eingehen von ganzem Herzen. Lasst uns gemeinsam beten.

[50:16] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Und danke, dass wir sehen dürfen, dass du uns nicht schnell ausspeist, dass du Geduld mit uns hast, aber dass du uns deutlich machst, dass sich etwas in unserer Einstellung ändern muss. Herr, ich möchte dich persönlich um Vergebung bitten, wo ich zu sehr entfernt von dir gewesen bin. Wir möchten dich bitten, dass du in jedem einzelnen von uns die Quelle des Wassers des Lebens entfalten darfst, dass wir heiß sind, erfüllt mit deinem Heiligen Geist und deiner Liebe, und dass wir ein Leuchter sein können für die ganze Welt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[51:10] Damit verabschieden wir uns für heute. Wir werden jetzt für einige Wochen in die Sommerpause gehen und zunächst keine weiteren Folgen in den nächsten Wochen ausstrahlen. Wir werden dann im September wieder weiter studieren. Bis dahin lohnt es sich sicherlich, vielleicht noch mal die letzten Folgen genau anzuschauen, zu durchdenken, vor allem biblisch zu studieren, zu prüfen, nachzuvollziehen. Wir werden uns dann im September hier wieder sehen und die Botschaft an Laodizea weiterstudieren. Möge Gott uns in der Zwischenzeit helfen, dass diese Botschaft von unserem Gehirn wirklich in unser Herz, in unser Denken, in unser Handeln, in unsere Familien hineinkommt und dass diese Erweckung wirklich geschieht. Gott segne euch. Bis dann. Gott mit euch. Amen.
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