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In dieser Morgenandacht beleuchtet Thomas Knirr Offenbarung 12, Verse 7-9, und den Fall Satans. Er zeigt, wie Satan die Menschheit durch das Anzweifeln von Gottes Charakter und Liebe verführt, beginnend mit Adam und Eva. Der Sprecher betont, dass Gläubige im Kampf gegen die Verführung nicht allein sind und ermutigt dazu, Jesus Christus anzuziehen und sich mit dem Heiligen Geist erfüllen zu lassen, um siegreich zu leben.


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Serie: J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2024

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Transkript

[0:09] Offenbarung 12. Schön, dass wir gemeinsam wieder dieses Kapitel öffnen dürfen heute Morgen zur Morgenandacht. Ich lade euch ein, eure Bibeln zur Hand zu nehmen oder eure Handys und iPads oder wo auch immer ihr eure Bibeln parat habt und mit mir gemeinsam wieder dieses Kapitel aufschlagt, Kapitel 12 und dort Vers 7 bis 9. Als Mati gestern diesen Text angekündigt hat, Offenbarung 12 Vers 7 bis 9, hat es mich ein bisschen durchzuckt, weil ich sagte, das war doch eigentlich meine Textstelle. Aber es steckt da so viel drin, dass es wahrscheinlich für mehrere Predigten und für mehrere Andachten reicht. Ich lese noch mal mit euch Offenbarung 12 Vers 7 bis 9: „Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange genannt, der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“

[1:41] Wir lesen das so, und viele von uns sind es wahrscheinlich schon so gewohnt, das zu lesen, und ja, da gab's einen Kampf im Himmel, und dann war da der Michael und der Drache und die Engel haben da gegeneinander gekämpft, und dann wurden sie aus dem Himmel raus, rausgeworfen. Es war kein Platz mehr für sie im Himmel. Und vielleicht machen wir uns manchmal gar nicht so sehr bewusst, was für eine Dramatik dahinter steckt, was für eine Trauer im Himmel geherrscht haben muss, als diese Entwicklung ihren Gang nahm. Der Himmel voller Harmonie, voller Wertschätzung, voller Liebe, voller Glück. Da gab's keine Disharmonie, kein Streit, keine Auseinandersetzung, nur Glück und Harmonie und Freude über wie lange auch immer, Ewigkeiten schon. Gott hatte einen wunderbaren Himmel geschaffen, ein wunderbares Universum geschaffen, Engel, die in Freude miteinander zusammen waren, die Gott angebetet haben. Und dann kommt dieser Moment, wo dieser Kampf immer größer wird, diese Auseinandersetzung immer stärker wird, und dann diese Trennung. Was für ein Schmerz, was für ein Schmerz muss es gewesen sein im Himmel, wo ein Engel plötzlich seinen Freund vermisst und sagt: „Wo bist du?“ Auf der anderen Seite: Er ist mit rausgeworfen worden, hinabgeworfen worden. Kein Platz mehr. Was für eine Dramatik, was für eine Trauer!

[3:39] Der Kampf im Himmel endet nicht im Himmel. Er wird auf dieser Erde fortgeführt, und er endet auf dieser Erde. Satan findet hier einen Einlass, er findet, kann so einen Fuß in die Tür setzen bei Adam und Eva. Und ich möchte gerne mit euch das lesen auf den ersten Seiten der Bibel in 1. Mose 3 und schauen, wie Satan da vorgeht, als er unsere ersten, die ersten Menschen, unsere Vorfahren, Adam und Eva, dort verführt. „1. Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hat. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft? Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen, aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt. Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben, sondern Gott weiß, an dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und erkennen, was gut und böse ist.“

[5:19] Satan kommt hier zu Eva und er stellt eine Frage: „Stimmt es wirklich, stimmt es wirklich, dass ihr von keinem der Bäume essen dürft? Sind so viele Bäume, und ihr dürft keine Früchte von den Bäumen essen?“ Und Eva sagt: „Nein, nein, nein, so ist es nicht. Wir dürfen von allen Früchten essen, nur von einem einzigen Baum dürfen wir nicht essen, nur von einem einzigen Baum, weil wenn wir davon essen, hat Gott gesagt, dann werden wir sterben.“

[6:03] Er sagt: „Eva, komm mal her, ich muss dir ein Geheimnis verraten, aber sag's niemandem weiter, okay? Ich muss dir ein Geheimnis verraten: Das, was Gott da gesagt hat, das stimmt gar nicht, sondern Gott weiß, wenn ihr von diesem Baum esst, dann werdet ihr so sein wie er, und das, das will er nicht.“ Also im Grunde genommen sagt Satan, sagt diese Schlange zu Eva: „Gott ist gar nicht so, wie er immer vorgibt zu sein. Ja, Gott sagt immer, er ist Liebe, und er will nur das Beste für seine Geschöpfe, aber eigentlich will er nur das Beste für sich behalten. Er möchte sein Gottsein für sich behalten, und deshalb hat er euch gesagt, esst nicht davon. Er meint es gar nicht gut mit euch, eigentlich liebt er euch gar nicht wirklich so, wie er sagt. Eigentlich ist er ein Tyrann, eigentlich hält er euch bewusst niedrig, denn er weiß genau, wenn ihr davon esst, dann werdet ihr so sein wie er, dann werdet ihr mit ihm auf eine Stufe kommen, dann werdet ihr eine höhere Erfahrung machen und Gott gleich sein.“ Satan importiert hier sein Problem, seine Sünde, in das Herz der Menschen.

[7:30] Denn wenn wir im Alten Testament lesen, dort wird klar, dass er sich erheben wollte, dass er so sein wollte wie Gott. Und wenn ich Gott gleich bin als Mensch, wenn ich quasi mit Gott auf Augenhöhe bin, mit welchem Recht hat er mir dann irgendetwas vorzuschreiben? Also, versteht ihr, wenn ich nicht nur ein Geschöpf bin, sondern mit Gott auf der gleichen Ebene stehe, wenn ich Gott gleich bin, dann mit welchem Recht gibt er mir irgendwelche Gesetze? Mit welchem Recht sagt er: „Mach das und mach das nicht“? Das funktioniert dann nicht mehr, denn dann bin ich mein eigener Gott, dann kann ich selber entscheiden, was richtig ist, dann stelle ich meine eigenen Gesetze auf, meine eigenen Regeln. Und genau das ist das Wesen der Sünde: Rebellion gegen Gott, gottlos zu leben und seinen eigenen Weg zu gehen gegen die Anweisungen Gottes.

[8:52] In Offenbarung 12 heißt es, dass Satan, der Teufel, die alte Schlange – und das ist ja so dieser Rückbezug zu 1. Mose, was wir gerade gelesen haben – dass er die ganze Welt, den ganzen Erdkreis verführt. Da ist nichts ausgenommen. Also, „ganz“ ist immer ganz, oder? Also, vollkommen überall. Es gibt keine Nische auf dieser Welt, wo Satan nicht irgendwie versucht, Menschen zu verführen.

[9:34] Und Jesus hat gerade auch für die Endzeit, für die letzten Tage, für die letzte Zeit dieser Weltgeschichte ganz besonders noch mal vor Verführung gewarnt. Matthäus 24 Vers 4. Und in der ganzen Endzeitrede von Jesus kommt es immer wieder vor: „Passt auf, lasst euch nicht verführen.“ Verführung ist ja nicht so, dass jemand kommt und sagt: „Augenblick, sei mal jetzt ganz aufmerksam, ich will dich jetzt verführen“, sondern Verführung kommt immer so unterschwellig, dass es mir gar nicht bewusst wird, dass ich es gar nicht merke, dass ich so in einem unachtsamen Augenblick einen falschen Weg nehme und dann in die falsche Richtung gehe. Vielleicht ist es euch auch schon mal passiert beim Wandern. Also, wir wandern sehr gerne, und wenn man dann so im Gebirge unterwegs ist auf schmalen Pfaden, und dann nimmt man einen falschen Weg, und irgendwann kommt man in eine Sackgasse und sagt: „Eigentlich, das kann doch nicht sein.“ Und so ist es auch hier mit Verführung. Der Teufel kommt nicht und sagt: „Achtung, alle Alarmglocken an, jetzt ist es soweit!“, sondern er möchte uns unterschwellig, so ohne dass wir es merken, verführen, und am Ende wachen wir auf, und es ist zu spät.

[11:17] Und im Grunde genommen stehen wir alle immer wieder vor der gleichen grundsätzlichen Entscheidung wie Adam und Eva. Also, wir sind nicht da versucht jetzt einen von einem Baum eine Frucht zu pflücken, aber vom Prinzip her: Satan sagt ja zu Eva: „Ihr werdet nicht sterben.“ Gott sagt: „Ihr werdet sterben.“ Und Satan sagt: „Ihr werdet nicht sterben.“ Also, da steht Aussage gegen Aussage. Das heißt, ich muss mich fragen, was tue ich auf welcher Grundlage? Entscheide ich da? Ist der Baum, der ganz normal aussieht, der wunderschöne Früchte hat, die bestimmt sehr, sehr gut schmecken werden, und irgendwie unterscheidet sich der Baum gar nicht von den anderen Bäumen. Er hat einen Stamm, er hat Wurzeln, er hat Blätter, er hat Äste, er hat Früchte, nichts, was ihn irgendwie gefährlich oder giftig erscheinen lässt. Und Gott hat auch gar keine Erklärung zugegeben, warum sie dann nicht davon essen sollten, nur dass sie sterben werden, wenn sie davon essen. Und dann kommt Satan und sagt genau das Gegenteil: „Ihr werdet nicht sterben.“ Auf wen höre ich denn jetzt? Adam und Eva hatten ja den großen Nachteil, dass sie noch kein geschriebenes Wort Gottes hatten, wo sie sagen: „Einen Augenblick, ich muss da jetzt mal nachlesen.“ Sie hatten auch Aussage gegen Aussage. Also, Gott sagt: „Ihr werdet sterben.“ Der Teufel sagt: „Ihr werdet nicht sterben.“

[13:15] Und der Teufel zweifelt den Charakter Gottes an. Er sagt: „Gott ist gar nicht so, wie er das euch vorspielt.“ Und genau darum geht es eigentlich bei dieser Auseinandersetzung, bei dem großen Kampf zwischen Gut und Böse: Ist Gott wirklich Liebe? Ist Gott wirklich Liebe, oder täuscht er nur etwas vor? Satan greift direkt die Integrität Gottes an. Ja, Gott sagt immer, er sei die Liebe, aber in Wirklichkeit ist er ein Tyrann. Das ist kurz zusammengefasst die Aussage des Teufels. Und er klärt die Menschen darüber auf, wie Gott wirklich ist: egoistisch, unterdrückend, zwingend, heuchlerisch. Genau das verbirgt sich hinter dem, wenn er sagt: „Ihr werdet nicht sterben, sondern Gott weiß, an dem Tag, da ihr von dieser Frucht esst, werdet ihr so sein wie Gott.“ Mit anderen Worten: Er will einfach nicht, dass ihr so seid wie er. Er enthält euch das Beste vor, und er macht es mit Absicht, er weiß es sogar. Das heißt, Satan zerstört das Vertrauen zu Gott, indem er seine Motive und seine Liebe anzweifelt.

[14:51] Also, Gott sagt, wenn ich das auf uns heute übertrage: Gott sagt: „Halte meine Gebote, und du wirst glücklich.“ Und Satan sagt: „Du kannst selbst entscheiden, was richtig und falsch ist.“ Gott sagt: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst.“ Und Satan sagt: „Such dir einen Tag aus, Hauptsache, du achtest auf einen Tag.“ Gott sagt: „Beschäftige dich mit dem, was gut und rein ist.“ Und Satan sagt: „Hauptsache, du hast Spaß. Wenn es Spaß macht, ist es okay.“ Gott sagt: „Sei ehrlich in allen Bereichen deines Lebens.“ Satan sagt: „Wenn es dir Vorteile bringt, kannst du auch mal lügen.“ Gott sagt: „Nur selbstloser Dienst bringt wahre Erfüllung.“ Und Satan sagt: „Du und deine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt.“ Gott sagt: „Trenne dich von allem, was dich zur Sünde verführt.“ Und Satan sagt: „Sünde bringt Farbe in dein Leben.“ Gott sagt: „Sex gehört in den geschützten Rahmen der Ehe.“ Satan sagt: „Wieso, wir lieben uns doch!“ Gott sagt: „Ernähre dich gesund.“ Und Satan sagt: „Hauptsache, es schmeckt.“ Versteht ihr das Prinzip? Da steht Aussage gegen Aussage. Gott sagt uns etwas, wie er sich unser Leben vorstellt, und Satan stellt es in Frage oder macht eine Gegenaussage. Wie entscheidest du? Auf welcher Grundlage entscheidest du?

[16:53] Satan sagt: „Folge deinem Herzen.“ Und Gott sagt: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig.“ Mit anderen Worten: Es geht nicht darum zu sagen, wie fühle ich mich dabei, was macht es mit mir, wenn ich jetzt Gottes Gebote befolge und nach Gottes Wegweisung lebe, sondern es geht darum, wem vertraue ich mehr, wem vertraue ich mehr? Und wenn Gott etwas in seinem Wort sagt und mir zeigt, dann bin ich immer vor dieser Herausforderung: Vertraue ich Gott wirklich, auch wenn ich es vielleicht nicht verstehe, was er mir da sagt?

[17:49] Das Wort, was hier in Offenbarung 12 Vers 9 für „verführen“ steht, im Griechischen das Wort *planaō*, das wird an anderen Stellen in der Bibel auch verwendet, zum Beispiel in Matthäus 18. Vielleicht schlagen wir das mal auf, Matthäus 18, ganz bekanntes Gleichnis, was Jesus erzählt. Matthäus 18 Vers 12: „Was meint ihr? Wenn ein Mensch 100 Schafe hat und es verirrt sich eines von ihnen, lässt er nicht die 99 auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?“ Verirrt, ein Schaf, das sich verirrt. Oder Jakobus 5 Vers 19 und 20, wo beschrieben wird, dass wenn jemand von der Wahrheit abirrt und jemand bringt ihn zurecht, dass er dann einen Menschen für das ewige Leben gewinnt und viele Sünden zudeckt. Also, dieses Abirren von der Wahrheit, weglaufen, auf einen falschen Weg geraten, das ist dieses Wort, was der Inhalt dieses Wortes „verführen“ ist: vom rechten Weg abbringen, in die Irre führen.

[19:14] Und an dieser Stelle möchte ich gerne einen wichtigen Gedanken sagen: Der Teufel wird ja auch als Verkläger der Brüder hier bezeichnet in Offenbarung 12. Und hüten wir uns davor, das Werk des Verklägers zu unterstützen. Vielleicht habt ihr das auch schon so erlebt oder gehört, wenn jetzt jemand nicht mehr zur Gemeinde kommt, wenn er einen anderen Weg einschlägt oder sich von der Wahrheit abwendet, dass es dann Geschwister gibt in der Gemeinde, die es vielleicht gut meinen, aber vielleicht gar nicht so reflektieren und sagen: „Ja, die Sichtung, die Sichtung hat eingesetzt, er ist weg, sie ist weg.“ Das ist gar nicht unsere Gabe, das ist gar nicht unsere Berufung, jemanden zu beurteilen, zu sagen: „Aha, schau, die Sichtung!“ Was ist unsere Aufgabe, was ist unsere Berufung? Jemanden wieder zu helfen, auf den richtigen Weg zurückzufinden, also der Hirte, der seine 99 Schafe alleine lässt, der sagt nicht: „Ja, also, ich habe ja immer noch 99 Schafe, und dieses eine Schaf, das sich verirrt hat, ist die Sichtung, ist nicht so schlimm. Da draußen sind die Wölfe, die müssen auch irgendwie was.“ Ja, wir lachen darüber, aber oftmals verhalten wir uns genauso in der Gemeinde. Da kommt jemand nicht mehr, vielleicht über Wochen, Monate, Jahre, und was machen wir? „Ja, kommt halt nicht mehr, wird ausgesichtet.“ Nein, unsere Aufgabe ist, Menschen zu helfen, wieder zurückzufinden auf den Weg der Wahrheit, auf den Weg Gottes, auf den Weg, der zum ewigen Leben führt.

[21:31] Satan verführt durch seine Werkzeuge, durch Zeichen und Wunder, durch Verfolgung, durch Wohlstand, durch Begehren. Er hat für jeden etwas bereit, für jeden etwas parat, für jeden persönlich angepasst, ein angepasstes Arsenal, weil er genau weiß, wie wir ticken, wo wir unsere Vorlieben haben, wo wir unsere Schwächen haben. Und er verschwendet keine Zeit damit, irgendetwas in mein Leben zu bringen, das mich gar nicht berührt. Also, als Satan zu Jesus kommt in die Wüste und sagt nach 40 Tagen des Hungerns, sagt er zu ihm: „Pass auf, bist du Gottes Sohn, dann sag doch zu diesen Steinen, dass sie Brot werden.“ Und warum hat Satan diese Versuchung gebracht? Weil er genau wusste, dass Jesus es hätte tun können. Also, wenn Satan zu mir kommt, und ich vielleicht 10 Tage gefastet habe und dann gehe spazieren und dann kommt und sagt: „Hier, schau mal Steine, mach doch Brot daraus oder einen schönen Vanillepudding“, da würde ich sagen: „Keine Versuchung, hat mit mir nichts zu tun, weil ich weiß, ich kann es nicht.“ Also, Satan passt seine Versuchungen immer auf das Leben von uns an. Und wir sind alle damit hineingenommen in diesen großen Kampf. Also, er ist nicht nur vom Himmel auf die Erde gekommen, sondern auch da wir auf dieser Erde sind, sind wir hineingenommen in diesen Kampf.

[23:17] Und wir sind aber auch in diesem Kampf nicht allein gelassen. Ja, in der Bibel heißt es, dass der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Und was er am liebsten macht, ist Angst, Angst zu verbreiten. Vor ihm müssen wir Angst vor dem Teufel haben? Wer ist dafür, dass wir Angst vor dem Teufel haben brauchen? Wer ist dagegen? Wow. Aber manchmal verhalten wir uns anders, manchmal überhöhen wir das, was der Teufel tut, und reden mehr über den Teufel als über die Vollmacht Gottes. Gott hat uns nicht alleine gelassen in diesem Kampf.

[24:11] Er sagt uns in Epheser 6: „Seid stark in dem Herrn.“ Epheser 6 Vers 10: „Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.“ Und dann beschreibt er, Paulus, die Waffenrüstung Gottes. Wir sollen die Waffenrüstung Gottes anziehen. Und dieses Wort, das ist wieder sehr, sehr spannend hier in diesem Zusammenhang, was dort für „anziehen“ steht: *endyo*, also sich anziehen, sich bekleiden, etwas tragen. Er sagt: „Zieht die Waffenrüstung Gottes an, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.“ Und dieses gleiche Wort, was hier in Epheser 6 Vers 10 steht beziehungsweise in den nachfolgenden Versen, finden wir auch in Römer 13. Das würde ich gerne mit euch aufschlagen. Römer 13, Vers 12 und Vers 14. Da schreibt Paulus: „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nah. So lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.“ Also, anlegen, anlegen, anziehen, *endyo*. Und dann in Vers 14: „Zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden.“ Also, wir sollen den Herrn Jesus Christus anziehen. Wenn ich mich frage, wie kann ich denn die Waffenrüstung Gottes anziehen, dann sagt uns die Bibel, indem du Jesus anziehst, also indem du eine enge, tiefe Gemeinschaft mit Jesus pflegst. Er ist es, der alle Dinge aus der Waffenrüstung, die in Epheser 6 angeführt sind, mit sich bringt. Also, nichts muss ich mir selber irgendwie ausdenken, der Helm des Heils oder das Schild des Glaubens oder der Brustpanzer der Gerechtigkeit. All das kriege ich nicht irgendwie, indem ich irgendwo versuche, mir das selber anzueignen, sondern nur in der Person von Jesus. Deshalb ist es so wichtig in diesem Kampf, in dieser Auseinandersetzung, in der wir sind, nicht auf uns selbst zu vertrauen, sondern mit Jesus zusammen zu wirken, ihn anzuziehen, mit ihm bekleidet zu sein.

[26:41] Kolosser 3 Vers 12, da heißt es: „So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut. Ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat, gleich wie Christus euch vergeben hat, so auch ihr.“ Also, auch da wieder all diese Eigenschaften, die kann ich ja nicht in mir selber produzieren, sondern nur indem ich mit Jesus Gemeinschaft habe, indem er mich verändert, indem sein Charakter immer mehr in mein Leben hineinkommt, indem ich seinen Charakter immer mehr reflektiere. Die Waffenrüstung Gottes anzuziehen heißt, Jesus anzuziehen.

[27:31] Und Lukas 24 Vers 49, auch dort steht noch mal dieses Wort *endyo*, was in den deutschen Übersetzungen oftmals nicht so rauskommt. Lukas 24 Vers 49, da sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters. Ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe.“ Also, bis ihr angezogen werdet, bis ihr bekleidet werden werdet mit Kraft aus der Höhe. Und er bezieht sich hier auf den Heiligen Geist. Also, in der beständigen Verbindung mit Jesus, in der beständigen Verbindung, in der beständigen Erfülltsein mit dem Heiligen Geist, habe ich die Kraft, dem Widersacher zu widerstehen. Muss ich nicht auf seine Versuchungen reinfallen, sondern ich darf siegreich leben und siegreich den Kampf bestreiten.

[28:39] Jakobus 4 Vers 7 bis 10, dort wird es noch mal praktisch ausgedrückt, was das heißt. Jakobus 4 Vers 7 bis 10: „So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“

[29:04] euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid! Fühlt euer Elend, trauert und heult; euer Lachen verwandle sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen. Und es bedeutet ganz praktisch: Wenn Gott mir etwas sagt in seinem Wort, dann will ich das gerne tun. Dann frage ich nicht danach: Ja, ist es jetzt praktisch, oder passt es mir gerade rein? Sondern Gott zu lieben heißt, ihm zu vertrauen. Und Gott zu vertrauen heißt, ihm zu gehorchen. Vertrauen zu Gott erweist sich im Gehorsam ihm gegenüber. Und das kann ich nur, wenn ich ihn kenne, wenn ich mit ihm Gemeinschaft habe, wenn ich mich ihm unterwerfe und sage: Ja, dein Wille geschehe, dass ich mich demütige vor ihm und nicht mich in den Mittelpunkt stelle, sondern ihn, dass er mein Ein und Alles im Leben ist.

[30:22] Die gute Nachricht aus den Versen, die wir gelesen haben, ist: Der Schlange wurde der Kopf zertreten. Jesus ist Sieger, und der Kampf ist schon entschieden. Auf was legen wir den Fokus? Auf die Verführungskraft des Teufels und zittern vor ihm, oder auf die Rettungskraft des Heilandes?

[30:53] Wir wollen uns nicht so viel mit den Machenschaften des Feindes beschäftigen, sondern mit der Vollmacht des Herrn der Herrscharen. Er ist der Sieger, und so wie es in Römer 16, Vers 20 heißt: „Der Gott des Friedens aber wird in Kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen.“ Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch! Amen.

[31:48] Gebet: Unser Vater im Himmel, vielen Dank für dein Wort, vielen Dank, dass wir auf dich schauen dürfen. Du hast die Vollmacht, du bist der Herr aller Herren. Und ja, auch wenn der Teufel meint, er könnte hier noch sein Unwesen treiben, wir wissen, seine Zeit ist begrenzt, er weiß es selber. Und hilf uns bitte, in einer tiefen, engen Verbindung mit dir zu bleiben. Wir wollen uns dir nahen und uns dir ganz unterwerfen mit allem, was wir sind und haben. Ja, wir haben in uns keine Kraft, dem Teufel zu widerstehen, aber du hast die Kraft, und du hast verheißen, dass du das tun wirst, dass du unser Leben zum Sieg führst, dass du uns zu Überwindern machst und dass wir das Ziel erreichen dürfen. Danke, Herr, dass wir auf dich schauen dürfen, dir vertrauen dürfen und dass wir wissen: Du hast alles in deiner Hand. Hilf uns, Herr, auf dein Wort zu bauen, auf dein Wort zu vertrauen und nicht auf uns selbst. Hab Dank dafür. Amen.


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