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Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_Manuskript_2024 4th Nr 7   <<<

In dieser siebten Lektion der Christ Study Hour zum Johannesevangelium beleuchtet Christopher Kramp das zentrale Thema des Glaubens, insbesondere den Merkvers Johannes 20, Vers 29: „Glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Er führt die Zuhörer durch die dramatische Geschichte Abrahams und Isaaks auf dem Berg Moria (1. Mose 22), um die emotionale Tiefe des Erlösungsplans Gottes zu veranschaulichen. Der Vortrag betont, wie Abrahams Bereitschaft, seinen einzigen Sohn zu opfern, ein tiefes Symbol für Gottes unendliche Liebe und das Opfer Jesu Christi ist, das ewiges Leben ermöglicht.


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Serie: Christ Study Hour 2024 Q4: Jesus im Johannesevanhelium

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Transkript

[0:05] [Musik] [Applaus]

[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir auch alle Zuschauer auf dem Sender Das Wort ganz herzlich begrüßen. Wir sind in der Mitte angekommen unseres Studiums über Jesus im Johannesevangelium. Die siebte Lektion, mit der wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelstudium am 16. November, trägt einen ganz besonderen Namen und behandelt auch ganz besondere, interessante Begebenheiten, die im Johannesevangelium aufgezeichnet sind. Das Thema ist: Selig sind, die glauben. Und es geht dabei um ein zentrales, vielleicht sogar ja, eines der absolut zentralsten Themen im Johannesevangelium: Durch den Glauben erhalten wir ewiges Leben. Johannes 3, Vers 16 sagt: „Denn so, auf diese Weise, hat Gott die Welt geliebt. So wie die Schlange in der Wüste erhöht worden ist und die Menschen durch das Anschauen der Schlange gerettet worden sind, so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

[1:59] Wir wollen heute an einigen Geschichten uns darüber Gedanken machen, was es bedeutet zu glauben. Und wir werden einige Verse und Abschnitte im Johannesevangelium uns dazu genauer anschauen und sehen, dass Glaube nicht nur rettet, sondern auch glücklich macht. Jesus sagt: „Glückselig sind, die glauben.“

[2:25] Damit wir die Worte, die Johannes aufgeschrieben hat, inspiriert vom Heiligen Geist, auch so verstehen, wie Gott sie gemeint hat, wollen wir bitten. Wollen wir ihn bitten, dass er jetzt unser Studium lenkt, dass er unsere Gedanken leitet und uns mit seinem Heiligen Geist erfüllt. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du jetzt zu uns sprechen möchtest. Möchten dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist unsere Herzen erreichst, dass wir wirklich zu deinen Füßen sitzen dürfen. Herr, bewahre uns vor Irrtum und erfrische uns, stärke uns durch die Kraft deines Wortes. Gib, dass wir verstehen, was du heute persönlich zu mir und zu jedem von uns sagen möchtest. Dank, dass du unser Lehrer sein wirst. Amen.

[3:38] Johannes 20 und dort Vers 29, der Merkvers, der Leitvers diese Woche in Johannes 20, Vers 29: „Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast. Glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Hier geht es um einen ganz besonderen Glauben.

[4:00] Jesus spricht – wir werden später am Ende dieser Lektion noch die Geschichte uns genauer anschauen – Jesus spricht von einem Glauben, der nicht von äußeren Umständen, von äußeren Beweisen, von Zeichen und Wundern abhängig ist, sondern der auch dann noch tragfähig ist, wenn man nichts sieht. Es geht also um einen Glauben, der von den äußeren Umständen sich nicht abhängig macht. Ein Glaube, den wir brauchen, wenn wir Johannes 3, Vers 16 wirklich in Anspruch nehmen wollen.

[4:40] Niemand von uns, die wir heute im 21. Jahrhundert leben, die wir dieses Video jetzt sehen oder dann auch vielleicht auch weiterleiten, niemand von uns war buchstäblich damals in Jerusalem, als Jesus gefoltert, verurteilt und gestorben ist. Niemand von uns hat ihn buchstäblich auferstanden gesehen. Niemand von uns hat die Zeichen und Wunder beobachtet. Niemand von uns konnte sagen, wie Johannes: „Wir haben ihn angefasst, wir haben ihn berührt.“ Niemand von uns hat die Worte Jesu buchstäblich in sein Ohr dringen hören. Niemand von uns hat Jesus als Mensch auf dieser Erde kennengelernt. Und dennoch dürfen wir ihn kennen, dennoch können wir ihm glauben, dennoch dürfen wir seine Worte in Anspruch nehmen für uns, weil wir diesen Glauben haben oder haben dürfen, haben sollen, dass wir, obwohl wir nicht sehen, doch glauben.

[5:55] Die Israeliten in der Wüste damals, die auf die bronzene Schlange geschaut haben, die wurden ja nicht geheilt, weil die bronzene Schlange sie heilen konnte. Die bronzene Schlange war nur ein Symbol für den kommenden Erlöser, den die Israeliten dort in der Wüste nicht sehen konnten, jedenfalls nicht als Mensch, als Messias. Er war ja in der Wolkensäule zwar gegenwärtig, aber sie konnten die Dinge, die Jesus am Kreuz für sie tun würde, nicht tatsächlich real beobachten. Ein Symbol wies sie in die Zukunft. Aufgrund dessen, was durch die Symbolhandlung ausgedrückt worden war, mussten sie glauben, dass Gott diese Erlösung in ihrem Leben bewirken möchte.

[6:46] Wir haben heute auch Dinge, die Bibel, wir haben Dinge, die Gott in unserem Leben tut, an denen wir uns festhalten können, die uns zurückverweisen auf das, was Jesus getan hat. Wir haben Zeugnisse, die andere vielleicht erzählen über das, was Jesus in ihrem Leben getan hat. All das weist zurück, so wie bei der bronzenen Schlange es vorwärts wies. Und wir alle, egal ob wir in der Wüste mit den Israeliten gewesen sind oder heute im 21. Jahrhundert leben, wir alle haben genau dieselbe Situation: Wir müssen glauben, obwohl wir nicht sehen. Und jeder, der Gottes Wort glaubt und glaubt, dass das, was über Jesus gesagt wird und was über Jesus berichtet worden ist, wer das glaubt, was Jesus für ihn getan hat, der hat ewiges Leben.

[7:51] In Johannes 8 und dort Vers 56 offenbart uns Jesus, dass schon Abraham, knapp 2000 Jahre vor Jesus, den Erlösungsplan geglaubt hat. In Johannes 8 und dort Vers 56 lesen wir: „Abraham, euer Vater, frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.“

[8:26] Wie hat Abraham den Tag von Jesus gesehen? Hat er Jesus buchstäblich als Wanderprediger in Galiläa gesehen? Hat er die Kreuzigung buchstäblich gesehen? Konnte er die letzten Worte von Jesus hören mit seinen Ohren? Konnte er Jesus sehen nach der Auferstehung? All das war nicht der Fall. Und doch hat er den Tag gesehen. Gesehen hier nicht in einem physischen Sinne, sondern in einem geistlichen Sinne. Er hat auf diesen Tag geblickt und ihn erkannt. Die Bibel sagt uns das nicht im Sendemanuskript, aber wir können es trotzdem aufschlagen im Galaterbrief, dass Abraham das Evangelium gehört hat. Es heißt in Galater Kapitel 3 und dort Vers 8: „Da nun die Schrift – Verzeihung – da nun die Schrift voraussah, dass Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham im Voraus das Evangelium verkündet: In dir sollen alle Völker gesegnet werden.“

[9:36] Abraham kannte das Evangelium. Und wir wollen heute uns hier eine Geschichte anschauen, auf die Jesus offensichtlich ganz besonders Bezug nimmt. Denn er sagt nicht einfach nur: „Abraham hat von mir gewusst“ oder „Abraham hat an die Verheißung geglaubt.“ Er sagt: „Abraham hat seinen Tag, also den Tag Jesu, gesehen.“ Er sagt: „Abraham, euer Vater, frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.“ Was meint Jesus? Worauf bezieht er sich genau, wenn er sagt, dass Abraham den Tag gesehen hat? Und das führt uns zu einer Geschichte, in der das Wort „sehen“ im Leben von Abraham eine große Rolle spielt. Eine Geschichte, die wie keine andere im Leben von Abraham, vielleicht wie kaum eine andere im ganzen Alten Testament, uns das Wesen und die Bedeutung und die Tiefe des Erlösungsplanes vor Augen führt. Eine dramatische Geschichte.

[10:34] 1. Mose 22, und wir lesen ab Vers zunächst einmal Vers – wir lesen ab Vers 1: „1. Mose 22 ab Vers 1: Und es geschah nach diesen Begebenheiten, da prüfte Gott den Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich! Und er sprach: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh hin in das Land Moria und bringe ihn dort zum Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir nennen werde.“

[11:22] Abraham, ein liebender Vater, wird von Gott aufgefordert, seinen Sohn zu opfern. Gott sagt nicht einfach: „Nimm den Isaak.“ Das hätte er auch tun können, dann wäre die Information ausreichend gewesen. Aber Gott formuliert diesen Auftrag nicht einfach nur als Information: „Nimm den Isaak.“ Er formuliert ihn ganz bewusst so emotional wie möglich: „Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak.“ Er betont so, dass man es nicht missverstehen kann, wie stark die emotionale Bindung von Abraham an Isaak ist. Isaak war der Sohn der Verheißung, auf den er sein ganzes Leben lang gewartet hatte. Die Geburt von Isaak war die wahrscheinlich größte Freude im Hause Abrahams in seinem gesamten Leben.

[12:55] „...und bringe ihn dort zum Brandopfer dar.“ Abraham ist es gewohnt, gehorsam zu sein. Auf die Worte in Vers 1, auf das Wort „Abraham“, sagt er: „Hier bin ich.“ Wir erinnern uns an Samuel in 1. Samuel 3, der dann immer, wenn er die Stimme Gottes gehört hat und sie für die Stimme Elis hielt, zu Eli gegangen ist und gesagt hat: „Hier, du hast mich gerufen, hier bin ich.“

[13:28] Abraham ist es gewohnt, gehorsam zu sein. Aber was Gott an diesem Tag von ihm verlangt, übersteigt alles, was man sich menschlich vorstellen kann. Niemals zuvor und niemals danach ist ein gewöhnlicher Mensch von Gott zu so etwas aufgefordert worden: „Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh hin in das Land Moria und bringe ihn dort zum Brandopfer dar.“

[14:06] Brandopfer sind Opfer, die vollständig verbrannt werden. Abraham sollte nicht einfach nur ein Messer in die Brust von Isaak rammen und dann hoffen, dass er gleich sofort wieder von den Toten auferstehen würde. Abraham sollte Isaak zu Asche verbrennen, als würde sich alle Hoffnung, auf die sein gesamtes Leben gerichtet hat, als würde sie in Rauch aufgehen, zu Asche verbrannt.

[14:56] Einer der bemerkenswertesten Verse in der gesamten Bibel steht in Vers 3, ein Vers, den man kaum richtig erfassen kann in seiner Tiefe: „Da stand Abraham am Morgen früh auf.“ Er stand auf, und sogar früh am Morgen, „und sattelte seinen Esel und nahm zwei Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak. Und er spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, den ihm Gott genannt hatte.“ Er hätte viele Gründe gehabt, um zu sagen: „Das kann nicht Gottes Wille sein, das kann nicht Gottes Stimme sein. Das mache ich, wenn überhaupt, vielleicht später, wenn ich mir Zeit genommen habe, drüber nachzudenken.“ Aber er kannte die Stimme Gottes, er kannte Gott. Er wusste, Gottes Wille ist der beste. Es hat er über Jahrzehnte in seinem Leben erfahren. Wann immer er Gott gefolgt war, wann immer er Gottes Gebote gehalten hat, wann immer er Gottes Gnade für sein Leben in Anspruch genommen hat, dann ging es ihm immer gut. Er wusste: Gottes Wille ist der beste.

[16:03] Und er folgte Gott, obwohl es ihm sein Herz zerriss.

[16:13] Vers 4: „Am dritten Tag erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne.“ Abraham sieht den Ort, den Ort, den Gott genannt hat: Moria, vom Herrn ersehen.

[16:33] „Da sprach Abraham zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel, ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen und anbeten, und dann wollen wir wieder zu euch kommen.“

[16:45] Abraham weiß: Gott hatte verheißen, dass in diesem Sohn Isaak sein Same gemehrt werden würde, so zahlreich werden sollte wie die Sterne am Himmel, wie der Sand am Meer. Mehrmals hatte Gott verheißen, dieser Same sollte das Land Kanaan in Besitz nehmen. Wir denken 1. Mose 12, 13, 15, 17. Immer wieder hatte Gott diese Verheißungen gegeben. Es sollte der Sohn der Sara sein. Und Abraham glaubte, dass Gott diese Verheißung wahrmachen würde. Und als Gott ihm jetzt sagte: „Verbrenne deinen Sohn zu Asche“, dann hat Abraham die Stimme Gottes ernst genommen und nicht vergessen, dass Gott vorher gesagt hatte, dass genau durch diesen Sohn, der jetzt zu Asche verbrannt werden sollte, sein Same die ganze Welt segnen würde und zahlreich werden sollte. So gab es nur eine Schlussfolgerung: Der Gott, der den Menschen aus dem Staub geformt hat, würde den Isaak aus dem Staub wieder neu zum Leben bringen. Genau das sagt uns auch Hebräer 11, wo deutlich wird, dass Abraham geglaubt hat, dass Gott ihn wieder aus den Toten zurückgeben würde.

[18:40] Weiter in 1. Mose 22 und dort ab Vers 6: „Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand, und sie gingen beide miteinander.“ „Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Und er antwortete: Hier bin ich, mein Sohn! Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz, wo ist aber das Lamm zum Brandopfer? Und Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer sorgen.“

[19:21] „Hier bin ich.“ Wie gesagt, in 1. Samuel 3 finden wir immer wieder Samuel, der zu Eli geht und sagt: „Hier bin ich, denn du hast mich gerufen.“ Aber das ist nicht nur der Ausdruck eines Knechtes, der einfach Gewehr bei Fuß steht und sagt: „Okay, sag, was ich tun soll“, sondern das drückt sich eine starke emotionale Nähe aus. Denn hier ist es der Vater Abraham, der zu seinem Sohn sagt: „Hier bin ich, mein Sohn.“

[19:59] Wie ging es wohl Abraham, als er seinen eigenen Sohn fragen hörte: „Wo ist das Lamm zum Brandopfer?“ Wie ging es Gott, dem Vater, als der kleine Jesus mit zehn Jahren, mit neun Jahren, mit elf Jahren zu seiner Mutter Maria kam und fragte: „Was bedeuten diese Opfer im Alten Testament in der Bibel?“ Hier ist ein Vater, der bereit ist, seinen Sohn zu opfern aus Liebe zu Gott. Ein Symbol für Gott, der bereit ist, seinen Sohn zu opfern aus Liebe zu dir.

[21:00] Isaak trägt das Holz selbst. Jesus nimmt das Kreuz auf sich und trägt es. Und Abraham antwortet seinem Sohn: „Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm sorgen.“ Das Hebräische sagt: „Er wird sich ein Lamm zum Brandopfer ersehen.“ Der Ort heißt Moria, von Gott ersehen. Abraham erhebt seine Augen am dritten Tag und sieht den Ort. Und dann sagt er zu seinem Sohn: „Gott wird sich ein Lamm ersehen.“

[21:46] Vers 9: „Und als sie an den Ort kamen, den Gott ihm genannt hatte, baute Abraham dort einen Altar.“ Jetzt wird die Geschichte ganz langsam erzählt, Detail für Detail, um die Spannung bis ins Unermessliche zu steigern. „Er baute dort einen Altar und schichtete das Holz darauf. Und er band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Und Abraham streckte seine Hand aus und fasste das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.“

[22:26] Es fehlte nur noch der Muskelimpuls. Im Kopf war die Tat schon getan. Er war bereit, seinen Sohn zu opfern. „Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel herzu und sprach: Abraham! Abraham!“ Wenn Gott zweimal ruft – zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, zumindestens aufgeschrieben in der Bibel, finden wir Gott, wie er einen Menschen zweimal ruft: „Abraham! Abraham!“ Diese Sache ist enorm wichtig. „Und er antwortete: Hier bin ich! Es sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts! Denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen.“

[23:23] Abraham fürchtet Gott. Gott, der natürlich alles weiß, zeigt ihm: „Jetzt ist es deutlich geworden, jetzt ist es sichtbar geworden, jetzt weiß ich, dass du mich fürchtest.“ Offenbarung 14, Vers 6 und 7: „Und ich sah einen anderen Engel fliegen durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkünden denen, die auf der Erde sind, und zwar allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen. Und er sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre!“ Abraham war bereit, das Liebste, was er hatte, das Wertvollste, das, woran alle seine irdischen Hoffnungen hingen, auf den Altar zu legen aus Liebe zu Gott, auch wenn er es nicht verstand und emotional Qualen durchlitt.

[24:11] Diese Geschichte illustriert uns, was Gottes Einstellung ist, der uns so sehr liebt, dass du und ich die Priorität in seinem Denken sind. Dass er, wie es sagt in Jeremia 32 und dort in Vers 41 – oder ab Vers 40: „Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen. Und damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohlzutun, und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit mit meinem ganzen Herzen, mit meiner ganzen Seele.“ Gott will, dass du gerettet wirst. Er will, dass es dir gut geht. Er will, dass wir glücklich sind, von seinem ganzen Herzen, von seiner ganzen Seele. Und dazu war er bereit, seinen eigenen Sohn zu opfern.

[25:15] Und wenn wir diese Begebenheit als grausam empfinden, wenn wir uns hineinversetzen in die Lage von Abraham, der drei Tage lang diese Seelenqualen gelitten hat, dann haben wir nur ein ganz kleines bisschen von dem mitgespürt, mitverstanden, was Gott bis zum letzten Tropfen ausgetrunken hat, was Gott selbst am Kreuz erlitten hat, als er am Kreuz stand und sein geliebter Sohn getrennt von ihm war und nicht mehr wusste, ob er jemals wieder existieren würde.

[26:03] Als Jesus am Kreuz starb, da bezahlte das Herz unendlicher Liebe, das Herz Gottes, des Vaters, den Preis für deine und meine Erlösung. Lieber Freund, liebe Freundin, die Geschichte zeigt uns: Gott liebt dich so sehr, dass er selbst das auf sich nimmt, was ihm die größten Schmerzen bereitet, wenn es dazu hilft, dass es dir gut geht. Nichts hat Gott dem Vater solche Schmerzen bereitet wie der Gedanke der Trennung von seinem Sohn und dass sein Zorn auf seinen Sohn sich rächen muss. Nichts war so schmerzhaft wie für Jesus der Gedanke, sich mit der Sünde, die er so abgrundtief hasst, identifizieren zu müssen.

[27:11] All dies, damit ich gerettet werde, damit du gerettet wirst. Und weil Gott schon sah und auch verstand, dass die meisten Menschen über dieses Thema so oberflächlich reden werden, weil sie es einfach dann vielleicht sogar missbrauchen werden, dieses Thema von der Erlösung, und einfach ihr eigenes Ding so durchdrücken wollen und dann das Ganze mit einem oberflächlichen, falschen Evangelium übermänteln wollen, damit sie verstehen, wie tief der Erlösungsplan ist, hat er seinen guten Freund Abraham nicht nur informiert über den Plan der Erlösung, hat ihm nicht nur Details genannt, die er dann abwarten sollte, sondern er hat ihn mitgenommen in die emotionale Tiefe dieses Planes.

[28:03] Hätte Gott von Anfang an aufgelöst oder von Anfang an schon gesagt, dass es nur ein Gleichnis ist, Abraham hätte nicht ansatzweise das schmecken können, was Gott durchlebt. Denn anders als bei Abraham gab es am Kreuz keinen Engel, der gesagt hat: „Stopp, es war nur ein Test.“

[28:27] Jesus, Gott der Vater, der Heilige Geist, wir sind bis zum Äußersten gegangen für dich und für mich.

[28:43] Abraham muss seinen Sohn nicht opfern. Es war nur eine Illustration, damit er die emotionale Tiefe des Erlösungsplanes versteht. Damit er versteht, dass so wie er bereit war, seinen Sohn, seinen geliebten Sohn zu geben für Gott, wird Gott als Vater bereit sein, seinen Sohn zu geben für uns.

[29:06] Vers 13: „Da erhob Abraham seine Augen und schaute, und siehe, da war hinter ihm ein Widder, der sich mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen hatte. Und Abraham ging hin und nahm den Widder und brachte ihn als Brandopfer dar an Stelle seines Sohnes.“ Nein, Gott will keine Menschenopfer. Er selbst gibt sich als Opfer.

[29:35] Ein Widder als Ersatz. Aber Abraham merkte, dass dieser Widder nicht das eigentliche ist, um das es geht. Er hatte ja seinem Sohn gesagt: „Der Herr wird für ein Lamm sorgen, er wird sich ein Lamm ersehen.“ Und schauen wir, was jetzt in Vers 14 steht: „Und Abraham nannte den Ort: Der Herr wird dafür sorgen.“ Wörtlich im Hebräischen steht hier: „Der Herr wird sehen.“ So dass man noch heute sagt: „Auf dem Berg wird der Herr dafür sorgen.“ Auf dem Berg wird der Herr ersehen. Abraham nannte den Ort nicht: „Auf dem Berg hat Gott dafür gesorgt.“ Er sagte: „Der Herr wird dafür sorgen“ – Zukunft. Er hätte ja sagen können nach dieser dramatischen Erfahrung, nach dieser Achterbahn Vatergefühle: „Gott hat für einen Ersatz gesorgt, er hat für den Widder gesorgt. Ich habe eine tolle Erfahrung mit Gott gemacht, ich weiß jetzt, dass er mich lieb hat mehr als jemals zuvor.“ Aber Abraham schaut nicht auf das, was Gott gerade getan hat. Er schaut in die Zukunft. Er sagt: „Der Herr wird ersehen, er wird sich ein Lamm ersehen, nicht diesen Widder.“

[30:49] er sah nicht diesen Widder. Johannes der Täufer hat am Jordan genau diese Worte wieder aufgegriffen, als er Jesus sah in Johannes 1, Vers 29 und ausrief: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt."

[31:14] In Vers 15 und 16 heißt es: "Und der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel herzu und sprach: 'Ich habe bei mir selbst geschworen', spricht der HERR, 'weil du dies getan und deinen Sohn, deinen einzigen, nicht verschont hast, darum will ich dich reichlich segnen und deinen Samen mächtig mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres. Und dein Same soll das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. Und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorsam warst.'"

[31:47] Galater 3, Vers 29 sagt: Die, die in Christus sind, die Jesus angenommen haben, die sind Abrahams Same. Wer Jesus, wer die Erlösung, die Gott der Vater und Jesus für uns vorbereitet haben und durchgeführt haben, wer das annimmt, der wird Sieger sein, der wird das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. Durch den Glauben, durch Jesus, durch den Tod am Kreuz, wird sich der Same vermehren wie die Sterne am Himmel, wie der Sand am Ufer des Meeres. Es werden einmal Ungezählte sein. Die Offenbarung 7 schreibt eine Menschenmenge, die nicht zu zählen war, die dort am gläsernen Meer die Ewigkeit mit Jesus, dem Vater, dem Heiligen Geist, den Engeln, den ungefallenen Welten verbringen werden, die Sieger sein werden, Überwinder sein werden, weil Jesus überwunden hat.

[32:39] Ein Segen für alle Völker, das Evangelium, das alle Menschen erreichen soll, weil Abraham seinen Sohn, den einzigen, nicht verschont hat. Und wir erinnern uns an Römer 8 und dort Vers 32.

[32:56] Römer 8, Vers 32: "Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?"

[33:15] Paulus, Johannes, sie alle erkennen, welche Bedeutung diese Geschichte in 1. Mose 22 hat, weil Jesus gesagt hat: "Abraham meinen Tag", und er freute sich. Er freute sich, dass der Erlösungsplan ihn retten würde und jeden, der daran glaubt. Abraham sah zwar nicht das Kreuz, er hörte nicht die letzten Worte von Jesus, aber Gott hatte zu ihm gesprochen, in diesem Fall durch ein Gleichnis, durch eine persönliche Erfahrung. Er hatte das Wort Gottes gehört und dadurch verstanden, was Jesus einmal in der Zukunft tun würde für ihn. Und weil er das glaubte, weil er durch den Glauben lebte und durch den Glauben an Gott auch das tat, was Gott gesagt hat.

[34:09] Ja, die Geschichte wird von Jakobus auch dazu genutzt, um zu zeigen, dass der Glaube echte Werke hervorbringt.

[34:20] Diese Werke sind eine schöne Illustration, vielleicht am Rande noch erwähnt, oder noch das ergänzt, diese Geschichte, eine schöne Illustration für die Werke, die die Bibel meint. Abraham hat mit dem, was er hier getan hat, sich nicht etwas bei Gott verdient. Abraham hat nicht diese Dinge getan, um irgendwie Gott zu beeindrucken: "Schau mal, ich bin bereit, meinen Sohn zu geben, was denkst, was gibst du mir jetzt?" Sondern Abraham glaubte Gott, und weil er ihm glaubte, war er ihm gehorsam, und zwar, indem er die Dinge tat, die Gott zuvor bereitet hat. Denn indem er jetzt die Dinge tat aus Glauben, waren die Werke, die folgten, solche Werke, die direkt auf Gott weisen.

[35:15] Niemand wird dem Abraham auf die Schulter klopfen, wenn er diese Geschichte liest, sondern die Werke Abrahams hier, die aus dem Glauben geschehen sind, verweisen unseren Blick direkt auf Jesus. Wir preisen Gott wegen der Werke des Abrahams, so wie es in Matthäus 5 steht, dass wenn die Menschen unsere guten Werke sehen, die wir durch den Glauben tun, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir in ihm wandeln sollen, wie Epheser 2, Vers 10 sagt, dann werden sie unseren Vater im Himmel preisen.

[35:52] Wenn wir Jesus glauben, wenn wir Gott glauben, dann werden wir so handeln, dass unser Handeln, unsere Werke, Gottes Erlösungsplan widerspiegeln.

[36:02] Abraham sah den Tag, sagt Jesus, den Tag von Jesus. Er verstand den Erlösungsplan.

[36:13] Wir kommen zu einer anderen Geschichte, die wir uns im Johannesevangelium anschauen möchten, in Johannes Kapitel 12 und dort Vers 1 bis 3: "Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus dann nach Betanien, wo Lazarus war, der tot gewesen war und den er aus den Toten auferweckt hatte. Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl, und Martha diente. Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen. Da nahm Maria ein Pfund echten, köstlichen Narden-Salböls, salbte Jesus die Füße und trocknete seine Füße mit ihren Haaren."

[36:57] Berichte berichten noch, dass sie ihm auch das Haupt gesalbt hat in den anderen Evangelien. "Das Haus aber wurde erfüllt vom Geruch des Salböls."

[37:11] Wenn wir die Geschichte von 1. Mose 22 verstanden haben, dann verstehen wir auch diese Geschichte. Wenn wir verstanden haben, wie weit Gott gegangen ist und was er für mich aufgegeben hat, dann verwundert es uns nicht mehr, dass Maria aus Dankbarkeit und Liebe ein extrem kostbares Geschenk ihrem Erlöser macht. Nein, sie will sich nichts verdienen. Sie will Jesus nicht beeindrucken oder ihn irgendwie für irgendetwas gewinnen. Sie will Danke sagen. Danke für seine Erlösung.

[37:58] Markus 16 und dort Vers 9 sagt, was diese Maria erlebt hatte. Es heißt hier in Markus 16, Vers 9: "Als er früh am ersten Tag der Woche auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte."

[38:21] Sie war eine große Sünderin gewesen, das macht auch der Parallelbericht in Lukas deutlich. Andere wundern sich, dass Jesus überhaupt so nahe an sich heranlässt. Aber Jesus hat ihr vergeben, nicht nur einmal. Siebenmal hatte sie die Stimme gehört, mit der Jesus die dämonische Kraft aus ihrem Leben verbannte und sie befreite. Sie war nicht einmal gerettet, immer gerettet. Es war ein großer Kampf um sie gewesen. Immer wieder hatte Gott durch Jesus eingegriffen. Immer wieder war sie rückfällig geworden, aber Jesus hatte sie nicht aufgegeben. Jesus war bis zum Äußersten gegangen. Er würde hier jetzt bis zum Äußersten gehen für sie. Er würde in sechs Tagen für sie sterben. Er wäre bereit und er war bereit, für sie notfalls auf das ewige Leben zu verzichten, damit sie ewiges Leben haben kann.

[39:29] Dazu war er bereit. Und so ist sie bereit, auf dieses köstliche Salböl, das so viel gekostet hat, mit dem man viele Menschen, also was wirklich enorm hohen Wert hatte, war bereit darauf zu verzichten, es zu geben.

[39:51] Kann es sein, dass wir manchmal so sehr damit hadern, unsere Zeit, unsere Energie, unsere Talente verschwenderisch einzusetzen, also verschwenderisch in einem guten Sinne für Gott, weil wir die Tiefe des Erlösungsplanes oft nicht verstehen und erlebt haben?

[40:07] Maria hatte viel Vergebung erhalten, deswegen liebte sie auch viel. Und je mehr wir über Gottes Erlösungsplan nachdenken, je mehr wir uns im Licht des Kreuzes sehen, desto mehr werden wir sehen, wie viel Vergebung wir bekommen haben, und desto mehr werden wir bereit sein, auch zu geben, gerne zu geben, nicht zu fragen, ob das nicht vielleicht ein bisschen zu viel sei, so wie Maria alles gab, was sie hatte, um Jesus eine Freude zu machen.

[40:46] Was bin ich bereit zu geben, um Jesus eine Freude zu machen? Die Frage möchte ich mir neu stellen und dir auch, lieber Freund, liebe Freundin.

[41:00] Wir wollen noch ein wenig zu Pilatus schauen, der auch in dieser Lektion eine Rolle spielt. In Johannes 18 und dort Vers 38. Das unbewusste Zeugnis von Pilatus, so wurde es in der Lektion genannt. Verzeihung, von Pilatus. Schauen wir uns an, was Pilatus hier über Jesus sagt in Johannes 18, Vers 38. Pilatus spricht zu ihm: "Was ist Wahrheit?"

[41:30] Eine der berühmtesten Fragen der Bibel. Der älteste neutestamentliche Papyrusfragment von circa 125 nach Christus enthält unter anderem auch etwas von diesem Vers: "Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit?" Er stellt die richtige Frage, aber dann lesen wir: "Und nachdem er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und sprach zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm."

[41:59] Pilatus stellt die richtige Frage, aber wartet nicht auf die Antwort. Er ist von der Unschuld Jesu überzeugt, aber nimmt sich keine Zeit, um Jesus zuzuhören.

[42:17] Kann es sein, dass wir manchmal wie Pilatus sind, dass wir von der Sündlosigkeit Jesu, von seiner Gottheit, von seinen wunderbaren Worten überzeugt sind, uns aber keine Zeit nehmen, ihm zuzuhören?

[42:37] Selbst er, der skrupellose Machtmensch, der keinerlei Interesse an der Religion des Alten Testamentes gezeigt hatte, erkennt glasklar: Jesus ist unschuldig. Dass Jesus sündlos war, dass er unschuldig war, ist nicht nur die Theorie seiner Jünger, sondern selbst seine Richter, der keinerlei emotionale Beziehung zu ihm hatte, der, als er frühmorgens aufwachte, eigentlich nur so schnell wie möglich das loswerden wollte, der keine Skrupel hatte, um Menschen umzubringen und zu ermorden, wie uns andere Stellen der Evangelien zeigen. Selbst er musste zugeben: Jesus war unschuldig.

[43:24] Vers 4. Dann ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen: "Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde."

[43:36] Pilatus ist von der Unschuld Jesu überzeugt, aber anstatt ihn einfach freizulassen, was seine Pflicht gewesen wäre, was seine Autorität hergegeben hätte, wozu er die Vollmacht gehabt hätte, will er auch die obersten der Juden und den Mob überzeugen, aber das gelingt ihm dann nie. Er versucht, einen Kompromiss zu gehen. Er versucht, beiden irgendwie gerecht zu werden. Er will Jesus freilassen und trotzdem den Mob befriedigen, die obersten befriedigen, indem er Jesus schlagen und foltern lässt.

[44:14] Vers 5: "Nun kam Jesus heraus, Blut überströmt", können wir gedanklich ergänzen, nachdem wir in Vers 1 bis 3 gesehen haben, dass Pilatus ihn hatte geißeln lassen. "Nun kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und den Purpurmantel, und er spricht zu ihnen: 'Seht, welch ein Mensch!'"

[44:37] Der römische Prokurator Pontius Pilatus bittet die obersten des Volkes Gottes. Er bittet den Mob, auf ihren leidenden Erlöser zu sehen. Dort steht er, er wird für sie sterben, er leidet schon für sie. Alle ihre Sünden sind bereits auf ihm. Und der römische Prokurator fordert sie auf: "Schaut auf ihn!"

[45:17] Gottes Wunsch war von Anfang an, dass sein Volk auf Jesus schaut. So wie die Schlange in der Wüste erhöht wurde, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden. Wer auf ihn schaut und an ihn glaubt, wird ewiges Leben haben.

[45:36] Es gab Menschen, die auf Jesus geschaut haben: "Wir sahen seine Herrlichkeit, voller Gnade und Wahrheit", sagt Johannes. Aber der Großteil des Volkes nahm ihn nicht an, lehnte ihn ab, wollte ihn jetzt hier töten lassen.

[46:03] Gott benutzt einen römischen Militär, um sein Volk noch mal dazu bringen, vielleicht doch auf ihren Erlöser zu schauen: "Seht, welch ein Mensch!" Er ist vollkommen.

[46:13] Pilatus ist vollkommen überzeugt, dass Jesus ein völlig außergewöhnlicher, einzigartiger Mensch ist.

[46:21] Vers 6: "Als sie nun die obersten Priester und die Diener sahen, schrien sie und sprachen: 'Kreuzige, kreuzige ihn!' Pilatus spricht zu ihnen: 'Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn, denn ich finde keine Schuld an ihm.'"

[46:39] Pilatus ist felsenfest überzeugt: Jesus unschuldig. Er will keine Verurteilung aussprechen.

[46:44] Interessant ist auch hier, dass Menschen ihren leidenden Erlöser sehen können und sich noch wünschen, dass er mehr.

[47:08] Vielleicht sind wir sehr erbost über diese Menschen, wie sie so etwas sagen konnten. Aber wehe uns, wenn wir auf Jesus schauen und ihn bekennen und dann durch fortgesetzte Sünde und Rebellion gegen Gott ihn immer weiter, in Anführungsstrichen, also immer mehr Sünde sozusagen noch hinzufügen, die er am Kreuz getragen hat.

[47:43] Vers 7 bis 9: "Die Juden antworteten ihm: 'Wir haben ein Gesetz, und nach unserem Gesetz muss er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.'"

[47:51] An anderen Stellen lesen wir auch in Johannes Kapitel 10, zum Beispiel, wo es heißt Vers 33: "Die Juden antworteten ihm und sprachen: 'Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar, weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.'"

[48:19] Allgemein war verstanden worden, dass im höchsten – also, dass die Formulierung "Gottes Sohn" im engsten Sinne tatsächlich bedeutet, Gott zu sein.

[48:28] Als Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr, und er ging wieder in das Prätorium hinein und sprach zu Jesus: "Woher bist du?" Aber Jesus gab ihm keine Antwort, als die Worte der Obersten erzeugten ihm eine noch größere Ahnung. Pilatus erkennt: Jesus ist offensichtlich mehr als nur ein Mensch. Bisher hat er ihn als einen außergewöhnlichen Menschen, einen unschuldigen Menschen gesehen. Aber jetzt durch die Worte, die er hört, und er weiß ja, die Obersten, die haben etwas gegen Jesus, weil er ihre Pläne durchkreuzt. Und als sie sagen, er habe sich selbst zu Gottes Sohn gemacht, er habe selbst Anspruch auf Göttlichkeit erhoben, da fängt Pilatus an zu zittern.

[49:20] Er fragt ihn: "Woher bist du?" Er beginnt langsam, den göttlichen Charakter von Jesus zu erahnen, und er will jetzt wissen: "Wer bist du?"

[49:33] Genau. Aber Jesus will nicht einfach seine Neugier befriedigen. Pilatus hatte keine Zeit für die Wahrheit. Er hat zwar die richtige Frage gestellt, aber wollte Jesus nicht weiter zuhören. Er dachte, er braucht das nicht.

[49:47] Pilatus hat aus politischen Erwägungen einen Unschuldigen leiden lassen. Jetzt hätten ihn auch spektakuläre Informationen über die Präexistenz Jesu nicht geholfen.

[50:02] Wenn wir charakterlich nicht Gott folgen, kann Jesus uns auch keine, kein zusätzliches Licht über seine Göttlichkeit geben.

[50:13] Manchmal gibt es viel Streit über die Frage, wer Jesus genau ist, und was es bedeutet, dass er Gottes Sohn ist, dass er Gott ist, und all diese Fragen werden diskutiert. Aber halten wir fest, dass als ein Mensch aufrichtig danach fragte, Jesus ihm keine Antwort gab, weil er mit seinem Charakter und mit seinem Desinteresse an der Wahrheit zuvor gezeigt hatte, dass er diese Information nicht richtig verwenden würde.

[50:42] Gott offenbart nicht jedem einfach so, wer Jesus ist, wenn wir nicht aufrichtiges, echtes Interesse an der Wahrheit haben und bereit sind, auch die Dinge umzusetzen, die wir schon wissen.

[51:11] Vers 10 und 11: "Da spricht Pilatus zu ihm: 'Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Vollmacht habe, dich zu kreuzigen und Vollmacht habe, dich freizulassen?' Jesus antwortete: 'Du hättest gar keine Vollmacht über mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre. Darum hat der, welcher mich dir ausliefert, größere Schuld.'"

[51:32] Jesus lässt sich durch die Machtdrohung nicht einschüchtern, aber er anerkennt die legitime Autorität des Staates, die Gott gegeben ist, auch wenn sie hier, wie so oft, gegen Gottes Willen missbraucht wird. Und das wird Gott am Ende der Zeit auch gerecht, in gerechter Weise bestrafen.

[51:52] Vers 12 und 13: "Von da an suchte Pilatus ihn freizugeben. Aber die Juden schrien und sprachen: 'Wenn du diesen freilässt, so bist du kein Freund des Kaisers; denn wer sich selbst zum König macht, der stellt sich gegen den Kaiser.' Als nun Pilatus dieses Wort hörte, führte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl an der Stätte, die Steinpflaster genannt wird, auf Hebräisch aber Gabbatha."

[52:20] Pilatus will Jesus retten, aber es gibt etwas, was er noch mehr retten will als Jesus. Er mag Jesus, aber es gibt etwas, was er noch mehr mag als Jesus. Jesus ist ihm wichtig, aber es gibt etwas, was ihm noch wichtiger ist, und das ist sein eigener Ruf, seine eigene Position, sein eigener Einfluss. Und weil er seinen eigenen Ruf noch mehr retten möchte, als dass er den unschuldigen Jesus retten möchte, entscheidet er sich am Ende, Jesus kreuzigen zu lassen.

[52:52] Die Frage ist nicht: "Magst du Jesus?" Die Frage ist nicht: "Bist du von der Wahrheit Jesu überzeugt, oder ist dir Jesus wichtig?" Die Frage ist: Ist Jesus dir am wichtigsten? Bist du bereit, notfalls deine Position, deinen Einfluss, deinen Ruf zu opfern für Jesus? Pilatus war dazu nicht bereit, und deswegen spielt er diese tragische Rolle, obwohl er so viel Gutes erkannt hatte, war ihm seine eigene Haut wichtiger als die von Jesus.

[53:32] Er wollte sein Leben retten und hat es dadurch für immer verloren.

[53:38] Vers 16: "Da übergab er ihnen Jesus, damit er gekreuzigt werde. Sie nahmen aber Jesus und führten ihn weg, und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgatha heißt. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte."

[54:03] Pilatus aber schrieb eine Überschrift und heftete sie an das Kreuz, und es stand geschrieben: "Jesus, der Nazarener, der König der Juden."

[54:10] Diese Überschrift nun lasen viele Juden, denn der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt, und es war in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache geschrieben. Da sprachen die obersten Priester der Juden zu Pilatus: "Schreibe nicht: 'Der König der Juden', sondern: 'Dass jener gesagt hat: Ich bin der König der Juden.'" Pilatus antwortete: "Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben."

[54:35] Pilatus hat sein Gewissen für immer verletzt. Er der Masse nachgegeben, aber in einem Punkt hat er doch noch etwas Interessantes getan. Er hat es zwar nicht wirklich durchdrungen, aber er hat die richtige Darstellung Jesu gegeben, denn Jesus ist tatsächlich der König der Könige. Denn obwohl es so aussieht, als ob er am Kreuz verliert, als ob er dort als Verbrecher einen schmachvollen Tod erleidet, besiegt er für sein Volk dort am Kreuz den Tod, den Teufel und die Sünde mit einem Sieg, der so vollkommen ist, dass er bis in die Ewigkeit ausreichen wird, um für alle Ewigkeiten die Sünde für immer aus dem Universum draußen zu halten.

[55:25] Dieser Sieg ist nicht für eine gewisse Weise. Wenn Könige gegeneinander kämpfen, dann gewinnt jemand, aber gewinnt nur so lange, bis der andere vielleicht wieder seine Armeen zusammenstellt und später wieder zurückschlägt. Ein Fußballverein mag eine Meisterschaft gewinnen und noch mal gewinnen und noch mal gewinnen, aber irgendwann verliert er sie doch wieder.

[55:47] Jesus hat nicht zwischenzeitlich gewonnen. Er hat nicht für die nächste Zeit gewonnen. Er hat gewonnen für immer, so sehr, dass der Feind nie wieder die Schlacht von vorne beginnen kann.

[56:14] In Nahum 1 und dort Vers 9 heißt es: "Was denkt ihr euch aus gegen den Herrn? Er wird eine gänzliche Zerstörung anrichten. Die Drangsal wird sich nicht zum zweiten Mal erheben."

[56:30] Noch eine Geschichte wollen wir heute uns anschauen, in den letzten Minuten, die wir am Anfang schon erwähnt haben: Thomas und die Frage des Glaubens. Wir lesen in Johannes 20, Vers 19: "Als es nun an jenem Tag, dem ersten der Woche, Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden, da kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: 'Friede sei mit euch!' Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, als sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: 'Friede sei mit euch! Gleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.' Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: 'Empfangt Heiligen Geist! Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.' Thomas aber, einer von den Zwölfen, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam."

[57:39] Jesus offenbart sich noch am Sonntagabend den Jüngern, die dort versammelt sind im Obergemach. Aber einer von ihnen ist nicht da. Kurz nachdem die Emmaus-Jünger zurückgekehrt sind, wie uns Lukas 24, Vers 33 bis 36 zeigt, und von ihrer Begegnung mit Jesus erzählen und auch erfahren, dass auch Simon Petrus ihn schon gesehen hat, erscheint Jesus den meisten Aposteln, aber Thomas ist zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Vers

[58:20] Vers 25: Da sagten ihm die anderen Jünger: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und meinen Finger in das Nägelmal lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich es niemals glauben.

[58:42] Thomas ist nicht zufrieden mit dem Bericht der anderen. Er will spürbare, feste, handgreifliche Beweise sehen. Ohne dass er es weiß, schwächt er sich damit selbst. Er schwächt seinen eigenen Glauben, denn er soll doch als Apostel schon in der nächsten Zeit hinausgehen in andere Länder, zu Völkern, Sprachen, Nationen, Stämmen, um von Jesus zu erzählen, der dann in den Himmel aufgefahren sein wird. Wenn er dann verkündigen wird unter der Führung des Heiligen Geistes, wird er darauf hoffen, dass Menschen diesem Bericht glauben und an den auferstandenen Jesus glauben. Aber diesen Glauben, den er dann später von anderen erwartet, den bringt er selbst jetzt nicht auf. Er möchte sehen, spüren.

[59:45] Vers 26: Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen und Thomas war bei ihnen. Am darauffolgenden, also am Montag in der darauffolgenden Woche, heißt es hier, da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt in ihre Mitte und spricht: Friede sei mit euch!

[1:00:04] Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig.

[1:00:16] Jesus hat sich gewünscht, dass seine Jünger dem Bericht Glauben schenken. Dieser Bericht war ja nicht einfach eine emotionale Erfindung, sondern er bezeugte ja nur die Erfüllung dessen, was im Alten Testament ohnehin geschrieben stand. Aber da war einer, der wollte die Wundmale sehen, und Jesus war bereit, ihm das zu zeigen.

[1:00:53] Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus wird diese Wundmale bis in alle Ewigkeit behalten als den einzigen dann noch sichtbaren Beweis, dass er wirklich für uns gestorben ist.

[1:01:16] Bis ans Ende der Ewigkeit werden genau diese Dinge, die Thomas unbedingt sehen wollte, bevor er glauben kann. Wenn alles andere weggetan wird, was an die Sünde und den Erlösungsplan, also an die Rebellion und das Opfer Jesu erinnert, wenn all das andere dann auf der neuen Erde nicht mehr notwendig ist, hat Gott es so vorgesehen, dass Jesus dennoch genau diesen Beweis, den Thomas hier fordert, für immer behalten wird.

[1:02:06] Vers 27: Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern sei gläubig.

[1:02:15] Thomas dachte vielleicht, dass er besonders klug ist und jetzt sich nicht so leicht auf irgendetwas einlässt, was vielleicht dann irgendwie eine Täuschung sein konnte. Er wollte Beweise sehen, und zu einem gewissen Punkt ist es auch gut und wichtig, auch Beweise sehen zu wollen, nicht einfach blind irgendwas zu glauben. Aber an dieser Stelle hat Thomas Unglauben offenbart, denn die Verheißung stand schon im Alten Testament. Jesus hatte mehrmals gesagt, dass er auferstehen würde, und die Jünger hatten glaubhafte Berichte dargebracht. Es war Unglaube, den Jesus hier korrigieren muss.

[1:02:56] Vers 28: Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!

[1:03:04] Plötzlich sieht Thomas, dass Jesus hinter die Fassade blickt. Das, was er selbst als besonders besonnene Vorsicht getan hat, war in Wirklichkeit tiefsitzender Unglaube, und er sieht, dass Jesus das gesehen hat.

[1:03:23] Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus sieht auch uns, unsere wahren Motive. Wo wir vielleicht anderen deutlich machen, dass wir einfach nur uns absichern wollen, dass wir hier nicht zu vorschnell sein wollen, nicht fanatisch sein wollen, sieht er, wenn es wirklich echter Unglaube ist, der unserem Herzen dazu führt, dass wir nicht das glauben, was Gott sagt.

[1:03:45] Und als Thomas das sieht, dass Gott alles weiß, dass Jesus alles weiß, erkennt er ihn ausdrücklich als Gott an: Mein Herr und mein Gott.

[1:04:00] Und Jesus korrigiert ihn nicht. Nicht so wie der Engel, der, als in Offenbarung Johannes zweimal vor ihm niederfällt, um ihn anzubeten, zweimal das ausdrücklich und sofort unterbindet. Jesus korrigiert ihn nicht, als Thomas sagt: Mein Herr und mein Gott. Denn wie wir schon aus Johannes 1 Vers 1 wissen: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

[1:04:31] Vers 29: Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast. Glückselig sind die, die nicht sehen und doch glauben.

[1:04:43] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du glücklich sein? Echter Glaube hat nichts damit zu tun, dass wir Beweise vor den Augen haben. Pilatus hatte den Beweis vor Augen, die Obersten, die Pharisäer, sahen den leidenden Jesus mit den Sünden der Welt auf sich. Sie sahen ihn leiden. Der Mob hörte Jesus, sah Jesus. Die standen am Kreuz, sie waren buchstäblich da und haben trotzdem nicht geglaubt, und die meisten von ihnen werden für immer verloren sein.

[1:05:24] Du musst nicht buchstäblich dabei gewesen sein, sondern du musst glauben. Wer glaubt, wird gerettet werden. Wer glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.

[1:05:43] Gott gibt uns ausreichend Gründe zu glauben. Er gab dem Abraham die Erfahrung, die ihm den Erlösungsplan zeigte. Er gab der Maria seiner Liebe. Er gab ihr die Vergebung, sodass diese, obwohl die Kreuzigung noch nicht einmal stattgefunden hatte, schon jetzt aus Dankbarkeit für die erlebte Erlösung, die ja am Kreuz erst bezahlt werden würde, das Öl vergossen hat auf seinem Haupt und seinen Füßen.

[1:06:19] Und wir können heute die Geschichten lesen, wir können die Worte lesen, wir können die Berichte uns anschauen und zurückschauen und glauben, dass all das tatsächlich so passiert ist. Und lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir einen solchen Glauben haben, der auf das Wort gegründet ist, das Wort Gottes, so wie Jesus es sich von Thomas gewünscht hatte, dass er aufgrund des Wortes des Alten Testamentes und aufgrund des Wortes Jesu dem Bericht der Jünger glauben würde.

[1:06:59] Gott verlangt von uns nicht, dass wir einfach eine menschliche Meinung glauben, aber er hatte sich gewünscht, es war eigentlich richtig gewesen, dem Bericht der Menschen zu glauben, weil sie das Wort Gottes bestätigten.

[1:07:20] So sollen auch Menschen heute nicht glauben, weil andere etwas behaupten. Aber wenn Menschen das Wort Gottes predigen und die Erfüllung der Prophetie zeigen, dann ist es unser Vorrecht, diesem gepredigten Wort auch zu glauben, auch wenn wir selbst damals nicht dabei gewesen sind. Das ist der rettende Glaube.

[1:07:50] Und wer diesen Glauben hat, wird einmal in der Ewigkeit mit Jesus sein. Und jetzt kommt, liebe Freunde, alle, die diesen Glauben gehabt haben, obwohl sie nicht die Wundmale gesehen haben und obwohl sie nicht die Wunden Jesu spüren konnten, alle, die aufgrund der Typologie im Alten Testament, der Prophezeiungen im Alten Testament oder aufgrund der Evangelien im Neuen Testament, alle, die glauben, werden auf der im Himmel und auf der neuen Erde für alle Ewigkeit zusätzlich auch die spürbaren Beweise bekommen.

[1:08:34] Wenn du heute glaubst, dass Jesus für dich gestorben ist, obwohl du nicht siehst, wirst du ewiges Leben haben und dann für die Ewigkeit sogar noch sehen können, dass es stimmt.

[1:08:48] Möchtest du heute Jesus glauben? Möchtest du heute einen solchen Glauben haben, der das Wort Gottes ernst nimmt, und möchtest du all dem glauben, was in der Bibel im Alten und im Neuen Testament geschrieben steht, um Jesus zu erhöhen, damit du, wenn du auf ihn schaust, so wie die Israeliten auf die Schlange geschaut haben, weil sie wussten, dass dies ein Symbol ist dafür, dass Jesus, der Messias, ihre Sünden auf sich nimmt?

[1:09:25] Möchtest du diesen Glauben auch haben? Dann lass uns gemeinsam auf Jesus schauen, auf ihn allein, und verwandelt werden, gerettet und verwandelt.

[1:09:38] Wollen wir noch gemeinsam beten?

[1:09:42] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du auch heute durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass du uns Gedanken geschenkt hast, die von deinem Thron kommen, um uns zu ermutigen und zu stärken und zu erfrischen und auch herauszufordern.

[1:10:00] Und Herr, so oft kommt es in unserem Leben dazu, dass wir andere Dinge über dich stellen, so wie Pilatus seinen Ruf, seine Position über dich gestellt hat. Heute wollen wir lernen von Abraham, der bereit war, sogar seinen Sohn zu geben.

[1:10:23] Herr, schenk du mir einen solchen Glauben heute und morgen wieder und übermorgen und jeden neuen Tag.

[1:10:37] Schenk uns, dass wir verstehen, wie Maria verstanden hat, wie tief deine Liebe zu uns ist, dass wir nicht gezwungenermaßen, nicht weil uns jemand antreibt, sondern aus lauter Dankbarkeit für dich wirken. Herr, danke, dass du zu mir gesprochen hast und zu uns.

[1:10:58] Und wir möchten dir glauben von ganzem Herzen. Hab Dank dafür, dass du uns diesen Glauben schenkst. Amen.

[1:11:07] Nächste Woche werden wir weiterstudieren. Wir werden dann im Johannesevangelium uns auch mit den Erfüllungen der alttestamentlichen Prophezeiungen mit Hinblick auf Jesus beschäftigen, wie sie im Johannesevangelium dann als Erfüllungen präsentiert werden. Das wird sehr spannend werden, wenn wir dann das Alte und das Neue Testament zusammennehmen, genau das, was Jesus uns auch empfiehlt.

[1:11:30] Bis dahin wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium des Wortes Gottes, damit wir Jesus besser kennenlernen und ihm folgen. Gott mit euch. Amen.


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