In dieser Folge der Christ Study Hour beleuchtet Andreas Lederer Jesus im Johannesevangelium, insbesondere seine Rolle als „Der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Anhand einer Anekdote über ein übermaltes Porträt erklärt er, wie Satan das Bild Gottes verzerrt hat. Der Vortrag konzentriert sich auf die Passionswoche, das Passalamm und die demütige Fußwaschung der Jünger, um Jesu wahren Charakter der Liebe und des Dienstes zu offenbaren. Es wird gezeigt, wie Jesus durch sein Leben und Opfer Satans Anschuldigungen widerlegt und die Prinzipien seines Reiches, die auf Dienst statt auf Herrschaft basieren, aufzeigt.
CSH 2024 Q4 – Jesus im Johannesevangelium: 10. Der Weg, die Wahrheit und das Leben
Andreas Lederer · Christ Study Hour 2024 Q4: Jesus im Johannesevanhelium ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Daniel, Johannes, KolosserWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2024 Q4: Jesus im Johannesevanhelium
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Transkript
[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour auf www.joelmedia.de und wie immer auch ein herzliches Willkommen an alle unsere Zuschauer am Livestream auf daswort.tv. Wir befinden uns immer noch in unserem Studium, welches um Jesus im Johannesevangelium geht, und wir dürfen schon gespannt sein, was Gott uns diese Woche für besondere Dinge durch sein Wort mitgeben möchte. Und kurz davor möchte ich sagen: Heute studieren wir wirklich eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten im Johannesevangelium, und ich freue mich schon sehr darauf, mit euch in diese Begebenheit einzutauchen.
[1:18] Und bevor wir das tun, möchte ich euch noch einladen, mit mir zu beten. Vater im Himmel, hab Dank für dein Wort. Danke, dass du dich in deinem Wort uns offenbarst, dass wir dich durch dein Wort kennenlernen können, dass wir dich durch dein Wort lieben lernen können. Herr, hilf uns bitte, es zu schätzen. Hilf uns, dass wir mit deinem Wort so kostbar umgehen, Herr, dass wir seinen Wert erkennen, den es eigentlich hat. Ich bitte dich auch, Herr, ganz besonders für diese Stunde, dass du zu uns sprichst. Herr, berühre uns, berühre unseren Verstand, unseren Intellekt und unser Herz durch deinen Heiligen Geist. Herr, überführe uns auch da, wo es sein muss, und bitte zeige uns, Herr, deinen Charakter, deine Schönheit und deine Liebe zu uns. Ich bitte dich, Herr, sei bei allen Zuschauern, bei allen Zuschauern am Livestream. Herr, öffne die Herzen für dein Wort und stehe du im Mittelpunkt, Herr, denn es geht um dich. In Jesu Namen bitte ich und ich danke dir. Amen.
[2:38] Ich möchte das Studium diese Woche mit einer kleinen Anekdote beginnen, und ich denke, diese Anekdote passt sehr gut in das, was wir diese Woche studieren. Stellt euch einmal vor, ihr kommt in eine Galerie herein, und in dieser Galerie seht ihr das Porträt einer Person. Und ihr schaut dieses Bild an, und ihr seht, dieses Bild ist wunderschön. Die Farben sind satt und angenehm im Betrachten. Man kann gar nicht genug davon bekommen. Das Bild hat förmlich eine anziehende Wirkung. Und das ganz Besondere an diesem Bild ist, es zeigt in besonderer, in eindrücklicher Weise den Charakter dieser Person. Wenn man vor diesem Bild steht, fühlt man sich von dieser Person, die man sieht, förmlich angezogen. Ihr Charakter steht ihr ins Gesicht geschrieben: liebevolle Augen, ein warmes Lächeln. Es zieht einfach an, es ist schön. Die Ausstrahlung, die man da sieht, ist etwas ganz Besonderes.
[3:54] Eines Nachts allerdings brach jemand in diese Galerie ein. Und man könnte jetzt meinen, er ist gekommen, um das Bild zu klauen, aber nein. Gewappnet mit seinen eigenen Malutensilien geht er zu dem Bild und fängt an, es zu übermalen. Und er übermalt es in so einer Weise, dass die Person, die dort in diesem Porträt dargestellt wird, nicht mehr diesen liebevollen, diesen freundlichen, diesen demütigen Ausdruck hat, sondern sie wirkt jetzt nach dem Übermalen des Einbrechers abstoßend. Sie wirkt kalt, sie wirkt distanziert, bösartig, und man möchte gar nicht mehr dahin gucken, denn es graust einem so sehr, das Porträt dieser Person zu sehen.
[4:52] Und wir können uns jetzt die Frage stellen: Wenn man sich dieses übermalte Porträt ansieht, was sieht man dann? Ist es das Original oder ist es bloß die Fälschung, das, was hinterher dazu gedichtet wurde, das, was der Einbrecher verändert hat? Und ich denke, wir sind uns alle einig: Auch nachdem dieser Mann das Porträt übermalt hat, sieht man nicht den Mann, sondern man sieht eine Fälschung. Man sieht nicht die Person, die das Porträt zeigen will, sondern man sieht diese Person falsch dargestellt, eine Fälschung.
[5:33] Und ihr Lieben, wir alle, wir haben ein Bild von Gott. Dabei spielt es in erster Linie überhaupt keine Rolle, ob wir glauben oder ob wir nicht glauben, ob wir Atheisten sind, ob wir Christen sind, was auch immer. Im Laufe unseres Lebens hat sich jeder von uns bewusst entschieden oder auch unbewusst ein Bild von Gott gemacht. Und dieses Bild, was im Laufe unseres Lebens entstanden ist, bewusst oder unbewusst, hat unsere Entscheidung dahingehend beeinflusst, ob wir an diesen Gott glauben, ob wir ihm nachfolgen wollen, ob wir ihn lieben wollen, oder ob wir von ihm weglaufen, nichts von ihm wissen wollen, ihn abstoßend finden und uns vor ihm verbergen, unsere Augen zumachen oder vielleicht sagen: Diesen Gott gibt es gar nicht.
[6:29] Wisst ihr, im Laufe der Geschichte, vor langer Zeit, da hat Satan versucht, mit Gott das zu machen, was dieser Einbrecher mit dem Porträt des Mannes gemacht hat. Satan hat versucht, das Bild Gottes zu entstellen und sein wahres Wesen zu verzerren, sodass wir Menschen es nicht mehr richtig sehen können. Im Buch „Das Leben Jesu“ lesen wir: Satan hat Gott als selbstsüchtig und unterdrückerisch dargestellt, als jemand, der alles fordert und nichts gibt, als jemand, der den Dienst seiner Geschöpfe zu seinem eigenen Ruhm fordert und kein Opfer für ihr Wohl bringt.
[7:20] Satan hat vor etlichen Zeiten eine Reihe von Anklagen gegenüber Gott formuliert, und von diesen Anklagen haben sich sogar Engel täuschen lassen und im Laufe der Geschichte etliche Menschen. Im Wesen richten sich diese Anklagen gegen Gottes Charakter, gegen seine Regierung und gegen sein Gesetz, was im Endeffekt ein Ausdruck seines Charakters ist. Und Satan verwendet dafür die kreativsten Möglichkeiten, um Menschen davon zu überzeugen, dass das, was er über Gott sagt, die Wahrheit ist. Er bedient sich dabei der verschiedensten Mittel: Film, Fernsehen, Musik, Wissenschaft, Philosophie und sogar der Theologie.
[8:10] Wir möchten uns heute gemeinsam anschauen, was an den Anschuldigungen Satans wirklich dran ist. Wir möchten uns anschauen, ob sie sich doch nicht bloß als eine Fälschung erweisen. Und ich denke, die Sabbatsschule diese Woche kann uns sehr dabei helfen, diese Frage zu beantworten, und sie kann uns sehr dabei helfen, den Unterschied zwischen Wahrheit und Fälschung, Täuschung und Lüge zu sehen und zu erkennen.
[8:48] Der erste Abschnitt in unserem heutigen Studium befindet sich in Johannes 13 in den Versen 1 bis 17, und ich möchte mit Johannes 13 Vers 1 beginnen: „Vor dem Passafest aber, da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen, wie er die Seinen geliebt hat, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.“
[9:19] Wir befinden uns in dieser Begebenheit kurz vor dem Tod Jesu am Kreuz, genau in der Woche, wo er sterben wollte. Man nennt sie auch die Passionswoche oder die Karwoche. Genauer gesagt, folgen die Ereignisse, die wir jetzt studieren wollen, am Donnerstagabend vor seiner Kreuzigung. Und in Vers 1 wird hier das Passamahl erwähnt oder das Passa. Das Passa feierten die Israeliten in Gedenken an ihre Befreiung aus Ägypten. Die Hintergrundgeschichte dazu lässt sich in Exodus 12 nachlesen.
[10:03] Die Israeliten sollten ein Lamm schlachten. Sie sollten das Blut dieses Lammes nehmen und an ihre Türpfosten streichen, und so hatte Gott ihnen gesagt, würden sie von der zehnten Plage, die der Herr über die Ägypter bringen wollte, verschont werden. Das Blut des Passalammes an ihren Türpfosten sollte die Kinder Israels vor dieser Plage retten. Und genau dieses Fest, genau in Gedenken an dieses Fest, sind viele Menschen nach Jerusalem zusammengekommen, um den Gott ihrer Erlösung aus Ägypten zu feiern und daran zu gedenken, was Gott damals für sie getan hat und mit was für einer mächtigen Hand er sie aus Ägypten herausgeführt hat.
[11:03] Wir haben so was wie ein Passamotiv im Johannesevangelium. In Johannes 1,29 und 36 zum Beispiel bekennt Johannes der Täufer zweimal: „Siehe, das Lamm Gottes!“ Und in Johannes 1 Vers 29 noch mit dem Zusatz, dass die Sünde der Welt wegnimmt. Am folgenden Tag schon, oder nach jüdischer Zeitrechnung am selben Tag noch, denn als die Jünger sich hier treffen sollten im Verlauf dieser Geschichte, war die Sonne ja schon untergegangen. Sollte Jesus sein Blut zur Erlösung, zur Befreiung der Menschen geben. Er sollte sich als das wahre Passalamm hingeben. Das, was damals vor 1500 Jahren passiert ist, sollte auf das Ereignis hindeuten, was morgen geschehen soll, nämlich dass Jesus Christus sein Leben am Kreuz von Golgatha lässt, damit Menschen, damit wir, damit Sünder ewiges Leben haben können.
[12:24] Ganz Jerusalem war im Aufruhr wegen dieses Festes. Viele sind in die Stadt gekommen, aber dabei war es so, dass sie das Wichtigste außer Augen verloren. Sie hatten nur das Fest und das, was damals passierte, im Fokus und erkannten dabei nicht, dass die Erfüllung dessen genau vor ihren Augen nun stattfinden soll. Denn alle Opfer waren nur eine Vorausschau auf das, was Jesus für uns tun sollte, und die Sühnung und die Erlösung, die er durch sein Leben bringt.
[13:02] In 1. Petrus 1 in den Versen 18 bis 19 lesen wir: „Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von der Väter überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken.“ In Johannes 15 Vers 13 lesen wir auch: „Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt für seine Freunde.“
[13:39] Freunde. Wenn wir aufs Kreuz blicken, liebe Freunde, dann können wir sehen, dass das, was Satan über Gott, über Jesus sagt, nichts als Lüge ist. Satan hat Gott vorgeworfen, dass er kein Opfer für das Wohl seiner eigenen Geschöpfe bringt. Aber Jesus Christus, Gott selber, lässt sein Leben als Opfer, damit wir Leben haben können. Für uns tut er das, für mich und für dich.
[14:21] Wir lesen weiter: „Und während des Mahls, als schon der Teufel dem Judas, Simon Sohn des Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, da Jesus wusste, dass ihm der Vater alles in die Hände gegeben hatte und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging.“ Wir wollen uns einmal angucken, was in diesen Versen steht. Sie zeigen uns nämlich den weiteren Verlauf der Geschichte an. Wir lesen hier von Judas, der ihn verraten soll. Judas hat den Dienst, Judas hat das Wesen Jesu nie richtig verstanden. Er hoffte sich durch seine Nachfolge eine hohe Position im Reich Gottes, denn er glaubte, dass Jesus ein irdisches Reich aufbauen wird. Und er hoffte, in diesem irdischen Reich eine tolle Position zu haben, mit Macht und Einfluss.
[15:29] Er wollte Jesus überliefern, er wollte Jesus verraten, weil er glaubte, dass, wenn man Jesus gefangen nehmen wird, Jesus sich nicht einfach gefangen nehmen lassen wird. Er glaubte, Jesus würde sich der Gefangennahme zur Wehr setzen, und er glaubte, wenn seine Jünger das dann sehen, wenn das Volk das sieht und wenn die Unentschlossenen das sehen, würden sich alle zu Jesus scharren, würden sich alle auf seine Seite stellen und ihn zum König ausrufen. Und am Ende dachte Judas, wenn der Plan, den er sich geschmiedet hatte, so gelingen würde, er dachte sich, dass er dann derjenige ist und als derjenige gefeiert wird, der dafür verantwortlich ist, dass Jesus endlich König wird, dass Jesus endlich den Thron besteigt, dass Jesus endlich in Amt und Würden kommt. Er wollte es beschleunigen, er wollte es initiieren.
[16:29] Aber bei allen seinen Vorhaben, bei allen seinen Ideen, bei allen Überlegungen hat er das Wesen und das Wirken Jesu nie wirklich verstanden. Er war ein Jünger, er ist mit den Jüngern gegangen, er ist Jesus nachgefolgt, aber es schien so, als wäre er in einer Identitätskrise gewesen. Es schien so, als ob er Jesus nicht verstanden hat. Und auch wir, liebe Geschwister, liebe Freunde, liebe Zuschauer, auch wir können uns heute fragen: Sind wir als Christen, sind wir als Nachfolger Jesu manchmal vielleicht auch in einer Identitätskrise? Haben wir ein klares Verständnis von Jesus? Haben wir ein klares Verständnis von seinem Wesen, von seinem Dienst, von seiner Mission und von seinem Auftrag an uns? Verstehen wir im Gegensatz zu Judas, was unser Platz in seinem großen Plan ist? Ich denke, diese Frage können wir uns immer wieder stellen.
[17:49] Im Gegensatz zu Judas, der in einer Identitätskrise war, wusste Jesus ganz genau darüber Bescheid, wer er war und was sein Auftrag ist. Jesus, der selber Anfänger und Vollender war, Alpha und Omega, Schöpfer, König, er sollte bald, wie wir in dem Text lesen, wieder zum Vater gehen. Er sollte bald in das himmlische Heiligtum eingehen und für uns als Hohepriester Fürsprache erwirken, Fürsprache leisten. In Offenbarung 4 lesen wir von einem himmlischen Gottesdienst, der nach der Himmelfahrt von Jesus dort gefeiert wird. Und ich möchte euch einladen, wenn ihr Zeit habt, diese Kapitel mal nachzulesen: Offenbarung 4 und 5. Man nennt sie auch die Inthronisation Jesu, und es ist wirklich gewaltig, es ist wunderschön, es ist erhaben, was wir dort in diesen Kapiteln lesen können.
[18:59] In Vers 4 und 5, Johannes 13,4-5, lesen wir dann weiter: „Er stand auf vom Mahl, er legte sein Obergewand ab, nahm seinen Schurz und umgürtete sich. Darauf goss er Wasser in das Becken und er fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war.“
[19:25] Was wir hier lesen, das wirkt aus menschlicher Perspektive wie ein Kontrast. Aus dem Parallelbericht in Lukas 22 lesen wir, dass sich die Jünger im Kontext des Abendmahls, im Kontext dieser Begebenheiten, sich darum gestritten haben, wer der Größte ist. Und diesen Streit, den haben sie sogar in der Gegenwart Jesu geführt. Auch die Jünger klammerten sich teilweise wie Judas noch an ihre Lieblingsidee, dass Jesus ein irdisches Reich aufrichten wird und dass in diesem irdischen Reich hohe Positionen als Minister, Beamte, was auch immer, erhalten werden und von den Menschen gesehen, geschätzt und geachtet werden. Wie traurig muss das für Jesus gewesen sein, der doch so ganz anders ist, den Geist des Feindes allen Lebens hier an seinen Jüngern am Wirken zu sehen. Gott ist Liebe, aber der Geist der Selbstsucht und der Selbsterhöhung, das ist der Geist Satans und der Sünde, ultimativ das grundlegende Prinzip.
[20:49] Bei Ellen White lesen wir dann, dass es bei einem Fest üblich gewesen ist, dass Diener bereitgestellt wurden, die den geladenen Gästen dann die Füße waschen sollten. Und wir lesen, dass alle Vorbereitungen schon getroffen waren: Es lagen Schüsseln mit Wasser auf dem Boden, die Handtücher lagen bereit. Alles war bereit, dass man sich gegenseitig die Füße wusch, um dann das Mahl einzunehmen. Aber es gab ein Problem: Es waren nämlich keine Knechte anwesend, die diese Tat an den anderen, an den Gästen, hätten tun können, die diesen Dienst hätten übernehmen können. In solch einem Fall wäre es doch sittlich gewesen, dass einer der Jünger aufsteht und sagt: „Ich übernehme diesen Dienst, ich wasche euch und dem Meister die Füße.“
[21:50] Jesus wartete eine Weile, er wartete, aber niemand erklärte sich dazu bereit, diesen Dienst zu übernehmen. Was hielt die Jünger zurück? Sie dachten sich wahrscheinlich solche Sachen wie: „Wieso soll ich das machen?“ Oder: „Wenn der das nicht macht, wenn er das nicht macht, wieso gerade ich? Dann mache ich das auch nicht.“ Und wie oft ist es manchmal bei uns auch so, dass wir etwas nicht machen, dass wir etwas unterlassen, dass wir vielleicht auch manchmal Gutes nicht tun oder Dinge, von denen wir wissen, dass sie gut sind, weil wir uns ein Beispiel an anderen nehmen und denken: „Ja, der macht das auch nicht, der macht das auch nicht, der macht das auch nicht, dann mache ich das auch nicht.“ Muss nicht sein.
[22:45] Das Berühren der Füße wurde damals im kulturellen Kontext als wirklich niedrigste Sklavenarbeit angesehen. Damals war es üblich, dass Studenten zum Beispiel ihren Lehrern, ihren Rabbis, dienen mussten, und sie mussten manchmal Dinge machen, die ziemlich erniedrigend gewesen sind für ihre Lehrer. Aber so sagen es Überlieferungen, Rabbis und Lehrer zur damaligen Zeit konnten von ihren Schülern nicht einmal erwarten, dass sie ihnen die Füße waschen würden. Das war anscheinend einfach zu demütigend. Damals waren die Sandalen und das Schuhwerk so beschaffen, dass, wenn man draußen umherging, die Füße voller Staub und voller Schmutz wurden. Denn sie waren nicht wie bei uns, bei den Schuhen ist es ja heute so, dass der Fuß quasi ganz bekleidet und geschützt ist vom Dreck, von dem, was da von draußen kommt. Aber so war es damals nicht. Beim Gehen und Umherlaufen hat man sich im wahrsten Sinne des Wortes richtig die Füße dreckig gemacht.
[24:03] Jesus fängt nun an, seinen Geschöpfen, seinen Jüngern, die Füße zu waschen. Er war sich seiner Göttlichkeit völlig bewusst, und er tut es trotzdem. Das, wozu ein Schüler gegenüber seinem Rabbi oder Lehrer nicht einmal verpflichtet werden konnte, weil es als eine zu geringe Arbeit angesehen wurde, genau das tut Jesus jetzt für seine Jünger. Er ist sich nicht zu schade, er ist sich nicht zu stolz dafür. Er denkt sich nicht, wie wir es manchmal tun: „Der macht's auch nicht, der macht's auch nicht, warum soll ich es machen?“ Er macht es für sie, er übernimmt diesen Dienst. Und wir wollen uns noch einmal die Anschuldigungen Satans angucken: Satan hat Gott als selbstsüchtig und unterdrückerisch dargestellt, als jemand, der alles fordert und nichts gibt, als jemand, der den Dienst seiner Geschöpfe zu seinem eigenen Ruhm fordert und kein Opfer für ihr Wohl bringt. Ist es selbstsüchtig, was Jesus hier tut? Ist es unterdrückerisch, was Jesus hier tut? Die Frage müssen wir uns stellen hier in dieser Geschichte. Ihr Lieben, hier sehen wir ganz klar, dass Jesus ein weiteres Mal den großen Betrug und den großen Betrüger entlarvt. In dieser Tat, durch diese Tat, zeigt er den ganzen Menschen, dem ganzen Universum, allen, wie Gott wirklich ist, wie der Charakter Gottes ist, wie sein Wesen ist.
[26:05] In einer anderen Begebenheit, die recht ähnlich gelagert ist zu der, die wir uns vorhin angeguckt haben, da gehen Johannes und Jakobus einmal zu Jesus und sie fragen ihn: „Meister, Lehrer, können wir, wenn wir in deinem Reich sind, zu deiner Linken und zu deiner Rechten sitzen? Können wir neben dir bei Tisch sitzen? Können wir diese hohe Ehrenstellung bekommen?“ Auch sie strebten in ihrem Herzen nach Macht und Ansehen, nach Größe, sich von den anderen abzuheben, etwas Besseres zu sein. Und als die anderen Jünger hörten, was Jakobus und Johannes da getan hatten, da ärgerten sie sich über die zwei. Sie hegten eine Art Groll gegen sie, denn sie dachten: „Jetzt sind uns Johannes und Jakobus zuvorgekommen. Jetzt wird ihnen ein höherer Platz gegeben als uns. Wir wollen auch diesen hohen Platz haben, wir wollen auch über ihnen stehen.“
[27:18] Jesus, der die ganze Situation miterlebt, sagt uns hier Folgendes: In Markus 10 Vers 42 lesen wir: „Ihr wisst, dass diejenigen, welche als Herrscher der Heidenvölker gelten, sie unterdrücken und dass ihre Großen Gewalt über sie ausüben. Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener, und wer von euch der Erste werden will, der sei aller Knecht. Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“
[28:09] Jesus zeigt uns hier, dass die Prinzipien seines Reiches ganz anders sind, ganz anders als die Prinzipien menschlicher Reiche, menschlicher Gesellschaften. Oft begehren Menschen, oft begehren wir auch manchmal vielleicht Hohes, weil wir von den anderen gesehen werden wollen, weil wir von den anderen gewertschätzt werden wollen wegen unserer hohen Position, weil wir uns von den anderen abheben wollen und denken, dass wir dadurch etwas Besonderes sind. Aber Jesus sagt uns, dass seinem Königreich andere Prinzipien zugrunde liegen. Er ruft die Menschen nicht dazu auf, in einen Wettkampf zu gehen: Wer ist der Beste? Wer ist der Größte? Wer ist der Schönste? Wer ist der Schlauste? Er ruft uns nicht dazu auf, einander zu dominieren. Er ruft uns dazu auf, dass wir unsere Fähigkeiten, unser Ich, unser Sein dazu einsetzen, einander zu dienen und einander zum Segen zu sein.
[29:28] einander zum Segen zu sein. In Gottes Reich geht es nicht darum, was wir bekommen können, sondern darum, wie wir anderen dienen und wie wir ihnen ein Segen sein können.
[29:42] Und Jesus verweist dabei noch zuletzt auf sein eigenes Beispiel, denn er, dem alle Verehrung, alle Ehre, aller Lob zusteht, er hat gedient wie nie jemand gedient hat. Er, der es verdient hätte, von Engeln angebetet zu werden, er hat sich erniedrigt, ist am Kreuz gestorben für uns, für uns Menschen, damit wir leben können.
[30:17] Sein Leben war ein reines Dienen, ein reines Leben für andere zum Segen sein, für andere.
[30:27] Und durch ihn können wir lernen, was wahres Dienen bedeutet, denn Dienen heißt Lieben, und wirklich Lieben heißt wirklich zu dienen.
[30:52] In Johannes 1, in dem Vers 27, da lesen wir noch etwas anderes, was Johannes der Täufer über Jesus sagt.
[31:00] Er sagt ihm, er sagt den Menschen: Jesus ist so hoch erhaben. Ich bin es nicht mal wert, ihm die Schuhriemen zu lösen.
[31:11] In anderen Worten: Jesus ist so groß, Jesus ist so gewaltig, Jesus ist zu rühmen, zu preisen, zu ehren. Wer bin ich im Gegensatz zu ihm?
[31:28] Johannes hat sich selber nicht einmal für würdig gefühlt, die geringste Sklavenarbeit an Jesus zu tun, seine Füße zu berühren.
[31:38] Aber genau das tut Jesus für uns Menschen, genau diesen Dienst.
[31:51] Ihr Lieben, Sünde ist immer nach innen gerichtet und sucht seinen eigenen Vorteil. Und wenn wir wissen wollen, wozu diese Haltung führt, dann müssen wir uns einfach einmal die Gesellschaft, die Geschichte der Menschen angucken. Wir müssen uns einfach angucken, was um uns herum so passiert.
[32:13] Selbstsucht ist eine zerstörerische Haltung. Sie ist der größte Feind des wahren Christseins. Nichts ist an so viel Unheil und an so viel Leid in der Welt schuld wie selbst, sich selber in den Mittelpunkt zu stellen.
[32:31] Ellen White schreibt, dass das Prinzip der Selbstsucht das Prinzip der Selbstzerstörung ist.
[32:41] An einer anderen Stelle, die ich recht eindrücklich finde, sagt sie: Wenn Stolz und Selbstsucht beiseitegelegt würden, könnten fünf Minuten die meisten Schwierigkeiten beseitigen. Das müssen wir uns einmal auf der Zunge zergehen lassen.
[33:02] Während Selbstsucht immer nach innen gerichtet ist, ist Liebe, wahre Liebe, immer nach außen gerichtet. Wahre Liebe fragt sich: Was kann ich dem anderen Gutes tun? Wie kann ich ihm dienen? Wie kann ich ihn glücklich machen? Wie kann ich für ihn ein wahrer Segen sein?
[33:24] Die Liebe ist das Prinzip hinter allem, was Gott tut. Die Bibel sagt uns sogar in 1. Johannes 4 Vers 8: Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe.
[33:36] Gott hat nicht Liebe, er ist Liebe. Alles, was er tut, alles, was er macht, ist ein Ausdruck dessen. Sein Gesetz ist ein Ausdruck seiner Liebe. Sein Erlösungswerk ist ein Ausdruck seiner Liebe, und die Beziehung, die er zu dir führen möchte, ist ein Ausdruck seiner Liebe.
[34:04] Und der Text sagt uns ganz klar: Wenn wir Gott nicht richtig erkennen, dann können wir auch nicht richtig lieben. In anderen Worten: Wenn wir ein falsches Bild von Gott haben, hat es einen drastischen Einfluss auf unser Leben, auf unser Christsein.
[34:27] Gott immer mehr zu erkennen, wie er wirklich ist, seine Liebe zu sehen, seinen Charakter zu sehen, zu verstehen, hat einen transformierenden Einfluss auf unser Leben.
[34:42] Denn wer Gott erkennt, der liebt. Wenn wir Gott erkennen, sind wir nicht mehr auf uns selber ausgerichtet. Wenn wir Gott immer mehr erkennen, wie er wirklich ist, sind wir immer mehr auf ihn und auf unseren Nächsten ausgerichtet, und der Fokus geht immer mehr weg von uns selber.
[35:15] Und das steht im Paradox zu dem, was uns die Gesellschaft heute lehren möchte. Aber genau das, diesen Fokus wegzunehmen von sich selber, hat einen unheimlich befreienden Einfluss, eine unheimlich befreiende Wirkung.
[35:33] In Vers 6 lesen wir weiter, wir sind noch im Kapitel 13: Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, du wäschst mir die Füße?
[35:44] Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt nicht, du wirst es aber danach erkennen.
[35:54] Petrus spricht zu ihm: Auf keinen Fall sollst du mir die Füße waschen!
[36:00] Jesus antwortete ihm: Wenn ich dir nicht die Füße wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir.
[36:09] Daraufhin spricht Simon Petrus: Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt!
[36:19] Als Petrus an der Reihe war, wehrte er sich, dass Jesus diesen Dienst an ihm tut. In seiner Frage drückt er völlige Verwirrung und Entsetzen zunächst darüber aus, was hier gerade passiert. Alles in ihm lehnte sich gegen diese Demutstat Jesu auf.
[36:39] Und bei Ellen White lesen wir, dass er sich sogar schämte, dass nicht er oder einer von den anderen Jüngern bereit gewesen ist, diesen Dienst zu tun, und dass jetzt ihr Meister das tut, was eigentlich ein Diener, ein Sklave, hätte tun sollen.
[36:59] Das Beispiel Jesu überführte ihn, drang tief in sein Herz ein und brachte ihm zum Nachdenken.
[37:08] Als Petrus jedoch von Jesus hörte, dass nur so Gemeinschaft mit ihm möglich ist, da gab er seinen Eigensinn auf.
[37:17] Die Gedanken, die in ihm kreisten, als er das von Jesus hörte, Trennung zwischen ihm und Jesus zuzulassen – die ertrug er einfach nicht. Er wollte nicht, dass es da irgendetwas gibt, was ihn von seinem geliebten Herrn und Meister trennt.
[37:37] Und in seiner Überstürzung schrie er dann heraus: Herr, nicht nur die Hände, nicht nur die Füße, sondern auch die Hände und das Haupt!
[37:47] Petrus wollte ganz sichergehen, dass es da überhaupt nichts gibt, was noch zwischen ihm und Jesus steht.
[37:55] Aber Jesus spricht zu ihm in den Versen 10 und 11: Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle, denn er erkannte seinen Verräter. Darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
[38:22] Neben dem Füßewaschen, was ein Anschauungsunterricht von Jesus über wahre Selbstlosigkeit gewesen ist, wollte er noch weitere geistliche Lehren in dieser Handlung mit reinbringen.
[38:37] Und wir müssen uns fragen, was genau meint das Waschen hier in diesem Kontext? Ich denke, wenn wir das lesen, wird uns klar und bewusst, dass es hier nicht ausschließlich um körperliche Reinheit gehen kann.
[38:56] Was meint Jesus also damit, wenn er sagt: Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein?
[39:08] Ihr Lieben, alle, die Jesus im Glauben annehmen, alle, die ihr Leben ihm übergeben, alle, die umgekehrt sind zu ihm, Buße getan haben und die Entscheidung durch die Taufe ausgedrückt haben, von denen sind Sünde und Unreinheit abgewaschen worden.
[39:27] Dadurch, dass wir Jesus im Glauben annehmen, hat er uns vergeben. Er hat uns begnadigt, und dadurch sind wir in seinen Augen nicht mehr länger schuldige Sünder, denn er hat uns zu seinen Kindern gemacht.
[39:50] In der Bibel lesen wir auch, dass Menschen, die Jesus nachfolgen, zu einer neuen Kreatur geworden sind, zu einem neuen Menschen.
[40:03] Wir lesen auch von diesem Gegensatz vom Leben des Geistes und vom Leben des Fleisches.
[40:13] Allerdings kann es auch den Nachfolgern Jesu passieren, dass, wenn sie ihren Fokus, ihren Blick vom Erlöser wegrichten, wenn sie sich auf andere Dinge konzentrieren, dass sie sich wieder durch Sünde beschmutzen.
[40:31] Und dann brauchen wir erneut die reinigende Gnade, die Jesus uns geben will. Auch dann müssen wir sein Opfer, was er für uns gebracht hat, erneut in Anspruch nehmen.
[40:47] In 1. Johannes 2 Vers 1 lesen wir: Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.
[41:05] Jesus ist unser Fürsprecher, und ich möchte dich heute einladen: Wenn du diese Entscheidung für ihn noch nicht getroffen hast, wenn du vielleicht denkst, ich kann nicht zu ihm kommen, da ist zu viel gewesen in meinem Leben, ich möchte dich einladen: Er wartet mit offenen Armen auf dich.
[41:25] Er hat auch deine Sünde, deine Schuld am Kreuz von Golgatha getragen. Er wünscht sich, in enger Beziehung zu dir zu leben, denn er liebt dich von ganzem Herzen.
[41:39] Und alles, was er getan hat, das ganze Erlösungswerk, genau das hätte er auch für dich persönlich getan. Und so klopft er heute an deiner Herzenstür und bittet dich, ihm aufzutun, denn er sehnt sich nach dir.
[41:56] Er möchte mit dir leben, er möchte dir vergeben, dich reinwaschen, er möchte dich durchs Leben führen und die Ewigkeit mit dir verbringen.
[42:09] Und ich möchte dich einladen: Wenn du diese Entscheidung schon einmal getroffen hast, aber da ist etwas, was an deinem Herzen nagt, wo du denkst, jetzt habe ich es wirklich verbockt, kann ich noch zu Jesus kommen, kann ich noch zu Jesus gehen? Für dich gilt genau das Gleiche.
[42:27] Auch deine Sünde, auch deine Schuld möchte er auf sich nehmen. Er hat sie schon getragen am Kreuz, und er bittet dich, dass du zu ihm kommst, dass du seine Vergebung, seine Liebe in Anspruch nimmst.
[42:44] Er möchte dir vergeben, er möchte Hand in Hand mit dir gehen. Er liebt dich von ganzem Herzen, und er möchte nicht, dass du diese Dinge selber mit dir rumträgst, sondern er hat bereit eine Lösung dafür geschaffen.
[43:04] Und lass die Lösung, die er für dich geschaffen hat, diese unheimliche Liebestat, lass sie für dich, für dich persönlich, nicht umsonst gewesen sein. Das wäre das Schlimmste.
[43:26] Ellen White sagt uns, dass wir in diesem Beispiel von Jesus nicht lediglich etwas über Sündenvergebung lernen, sondern er wollte durch das Beispiel, was er den Jüngern gegeben hat, auch ihr Herz erneuern.
[43:43] Wie Petrus überführte das Beispiel, dass Jesus jetzt den Jüngern die Füße wäscht, es überführte ihr Herz ungemein. Es war wie ein Stich in ihr Herz.
[44:02] Dass der Hocherhabenste, ihr Meister, der König aller Könige, dass er ihnen die Füße wusch, und er wusch sogar die Füße seines Verräters.
[44:17] Wir lesen bei Ellen White, dass diese Tat die Herzen der Jünger transformierte. Stolz, Selbstsucht, Egoismus und Missgunst wich aus ihrem Herzen.
[44:29] Und durch das Beispiel, was sie sahen, durch das Anschauen, durch das Betrachten, was Jesus tut, wie er ist, dadurch hat sich ihr Herz erneuert, und sie hatten eine unheimliche Liebe zu ihm.
[44:46] Und nicht nur das, es entstand auch untereinander, sagt sie uns, eine unheimliche Liebe, und der eine betrachtete den anderen durch das, was sie dort sehen, was Jesus tut, mit Augen der Liebe, durch eine völlig neue Brille, als es vorher der Fall gewesen ist.
[45:18] Wir lesen weiter in Vers 12: Nachdem er nun ihre Füße gewaschen und sein Obergewand angezogen hatte, setzte er sich wieder zu Tisch und sprach zu ihnen: Versteht ihr, was ich euch getan habe?
[45:33] Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin es auch. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen.
[45:46] Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch der Gesandte größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn ihr das wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut.
[46:15] Niemand war so erhaben wie Jesus. Er war der Herr und Meister. Die Jünger hatten es mit Recht erkannt und anerkannt, und doch lässt er sich zu diesem Dienst herab.
[46:26] Während sich die Jünger stritten darum, wer die größte Stellung hat, wer die höchsten Ehren erhält, während die Jünger dachten, wenn der das nicht macht, dann mache ich es auch nicht, während sie so dachten, beugte sich Jesus, der König aller Könige, und wusch die Füße seiner Jünger.
[46:55] Hier sehen wir ganz klar das Wesen und den Charakter Gottes. Gott lebt nicht für sich selbst. Sein Wesen ist bestimmt von Liebe, Selbstlosigkeit, Dienst, im Gegensatz zur Selbstsucht, die die Natur der Sünde ist.
[47:18] Jesus sollte hier den Menschen zeigen, wie sein Reich ist, was wahrer Dienst bedeutet. Sein Reich ist nicht von dieser Welt.
[47:27] Und in seinem Reich, in seinem Denken, in den Augen Gottes haben Bevorzugung, Überlegenheit und Überheblichkeit keinen Platz.
[47:44] Und auch wir als Geschwister waschen uns heute noch nach Jesu Beispiel und nach seiner Anordnung vor dem Abendmahl die Füße.
[47:53] Jesus hat es so angeordnet, damit wir seinen Dienst der Demut, seinen Dienst der Bereitschaft, für andere da zu sein, anderen zu dienen, anderen ein Segen zu sein, damit wir dieses Beispiel Jesu immer vor Augen haben.
[48:21] Und so wie die Jünger durch dieses Beispiel damals an ihrem Herzen verändert wurden, so möchte uns Jesus auch heute an unserem Herzen verändern.
[48:33] Er möchte uns fähig machen, wahre Liebe zu üben, solche, die nicht ihren eigenen Vorteil sieht und sucht, sondern auf den anderen schaut, auf ihn, auf den Mitmenschen.
[48:50] Und die Bibel sagt uns, dass das nur geht, wenn wir Gott richtig erkennen. Und diese Erkenntnis übersteigt ein rein rationales Wissen.
[49:03] Diese Erkenntnis ist das Resultat dessen, wenn wir auf ihn schauen, über ihn nachdenken, über seinen Charakter, ihm im Fokus haben und eine enge Beziehung mit ihm führen.
[49:33] In Johannes 14, in den Versen 1 bis 6 und in den darauffolgenden Versen, lesen wir von einer weiteren Begebenheit.
[49:44] Am Ende von Johannes 13 sagt Jesus seinen Jüngern, dass er nicht mehr lange in der Form, wie er jetzt bei ihnen ist, bei ihnen sein wird.
[49:57] Die Jünger verstehen allerdings noch nicht Jesu Wirken, Jesu Dienst, Jesu Mission auf dieser Erde in Gänze. Sie können noch nicht richtig zu seinem Tod, seiner Auferstehung und das, was passiert, hindurchblicken, und so bleiben Fragen und Verwirrung und auch Angst bei ihnen zurück.
[50:23] Der Gedanke, dass Jesus, den sie so lieb gewonnen haben, von ihnen getrennt sein wird, führte zu Beunruhigung in ihren Herzen.
[50:34] Aber Jesus wollte sie trösten, und in Johannes 14, in den Versen 1 bis 3, lesen wir: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
[50:49] In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Wenn nicht so, hätte ich es zu euch gesagt. Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten.
[50:59] Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin.
[51:13] Jesus wusste um die Anfechtungen und um die Prüfungen, die seine Jünger in der Zukunft zu erleiden hatten, in der nahen Zukunft. Er wusste, was die nächsten Tage und Stunden bringen würden.
[51:28] Und er beruhigte sie. Er sagte ihnen: Diese Trennung, wenn er geht, die wird nicht für immer sein. Er erzählt ihnen, dass er ihnen eine perfekte himmlische Heimat vorbereiten wird.
[51:44] Allerdings steht im Zentrum von dem, was Jesus den Jüngern hier sagt, nicht diese himmlische Heimat, nicht die Wohnungen, nicht die Häuser, die er ihnen macht.
[51:59] Sondern Jesus sagt zu ihnen: Ich will wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.
[52:07] Ihr Lieben, was würde die schönste himmlische Heimat, Paläste aus prunkvollem Gold, Landschaften, die sich vor unserem Auge breitmachen, die so schön sind, dass man tagelang darüber staunen könnte, was wäre das alles ohne Jesus?
[52:28] Was wäre das alles, wenn Jesus nicht dabei wäre? Er sehnt sich vom ganzen Herzen danach, dir von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.
[52:42] Er freut sich schon einmal wiederzukommen und dich zu sich zu nehmen, da wo er ist, und das ewige Leben mit dir zu führen, voller Freude, Friede und Harmonie.
[53:03] Er wünscht sich diese liebevolle Gemeinschaft mit dir. Und die Frage, die wir uns heute stellen können, ist: Wir wissen, Jesus sehnt sich so danach, er wünscht es sich schon, wiederzukommen, dich nach Hause zu holen, weil er dich unendlich liebt.
[53:23] Und die Frage, die wir uns stellen können, ist: Freuen wir uns da auch drauf?
[53:32] Sehnen wir uns nach dieser Begegnung? Sehnen wir uns nach ihm?
[53:42] Oder nehmen vielleicht weltliche Sorgen, weltliche Beschäftigungen uns manchmal so sehr gefangen, dass wir diese wunderbare Verheißung, diese wunderbare Liebe, dieses wunderbare Versprechen, diese wunderbare Perspektive, dass wir die völlig außer Augen lassen und manchmal so leben, als würden wir sie gar nicht haben?
[54:10] Ihr Lieben, Jesus möchte durch seine Wiederkunft, Jesus möchte durch dieses Versprechen: Ich werde dich zu mir nehmen, ich gehe, aber ich werde dich, ich werde wiederkommen und dich zu mir nehmen. Jesus möchte den Jüngern hier Mut geben in den herausfordernden Zeiten, die auf sie zukommen.
[54:33] Er möchte, dass sie aus dieser Hoffnung und aus dieser Perspektive heraus Kraft für die Anfechtungen des Lebens ziehen. Und auch wir, auch uns, auch dir gilt dieses wunderbare Versprechen Jesu.
[54:51] Und auch wenn du gerade durch schwierige Zeiten gehst, auch wenn es in deinem Leben vielleicht momentan drunter und drüber geht, auch wenn du vielleicht in die Welt guckst in diese unruhigen Zeiten und dir denkst, wo soll das alles hinführen, ich lade uns ein, dass wir, so wie Jesus es damals seine Jünger gelehrt hat, seinen Jüngern mitgeben wollte, dass wir uns an seinem Versprechen in unserem Leben festhalten.
[55:27] Dass wir uns an diesem Versprechen festhalten, dass er bald wiederkommen möchte und wir dann mit unserem lieben Freund, Heiland und König, mit unserem lieben Schöpfer zusammen sein können in Ewigkeit.
[55:45] Aus dieser Verheißung, aus dieser Hoffnung und Perspektive dürfen wir Kraft und Stärke für unsere Herausforderungen und für unsere Kämpfe in unserem Leben herausziehen.
[56:12] In Vers 5 lesen wir weiter: Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg kennen?
[56:21] Thomas schien noch nicht richtig verstanden zu haben, worüber Jesus spricht, was er mit diesen Worten meint, die wir uns gerade angeguckt haben.
[56:28] Aber Jesus entgegnet ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich. Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt, und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
[56:52] Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns. Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater?
[57:16] Zuerst versteht es Thomas nicht richtig, stellt noch mal Rückfragen an Jesus.
[57:23] Daraufhin scheint es Philippus auch noch nicht zu verstehen, stellt noch mal Rückfragen: Zeige uns den Vater!
[57:34] Jesus antwortet im Rahmen dieser Fragen, die seine Jünger hier stellen, mit einer ganz besonderen Aussage. Er sagt ihnen: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich.
[57:55] Und er sagt: Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Ich denke, diese beiden Aussagen, die hängen eng miteinander zusammen.
[58:13] In Jesus, der selbst Gott war, konnten die Menschen auch Gott den Vater sehen. Indem er als Teil der dreieinigen Gottheit auf diese Welt gekommen ist, hat er Gottes perfekten Charakter vor den Menschen offenbart, und das bis in die heutige Zeit.
[58:36] Er ist die Wahrheit über den Vater, er ist die Wahrheit über Gott, weil er selber Gott ist.
[58:46] Und er ist das Leben, denn er hat sein Leben gelassen, ist Mensch geworden, hat sich geopfert für dich und für mich, damit wir durch ihn, damit wir als seine Nachfolger ewiges Leben haben können.
[59:06] Weil er die Wahrheit und das Leben ist, darum ist er auch der einzige Weg zum Vater, darum ist er der einzige Weg in den Himmel, und darum ist er der einzige Weg zum Leben, zum Leben in Fülle, was wir mit ihm, in Beziehung mit ihm, in Nachfolge schon hier auf dieser Welt erleben können und in alle Ewigkeit mit ihm.
[59:36] können und in alle Ewigkeit mit ihm erleben dürfen. Gott offenbarte seine Wahrheiten, Gott offenbarte seinen Charakter und seine Liebe auch durch sein Wort. Die Schreiber der Bibel waren mit dem Heiligen Geist inspiriert und die Schrift als Offenbarung Gottes spielte eine große Rolle in seinem Heilsplan und in seiner Offenbarung den Menschen gegenüber.
[1:00:09] Jesus selber zitiert immer wieder die Schrift und stützt sich auf die Autorität der Schrift, die ihren Ursprung bei Gott hat. Und er sagt auch immer wieder, dass es die Schrift ist, die von ihm zeugt, dass es die Schrift ist, die über ihn spricht.
[1:00:35] In Lukas 24,27 lesen wir: „Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war.“ Hier macht Jesus diesen Gedanken noch mal ganz klar: Die ganze Schrift, das ganze Alte Testament, Mose, die Propheten, sie alle legen Zeugnis von mir ab, sie alle sprechen von mir, sie alle deuten auf mich hin.
[1:01:12] An anderer Stelle macht Jesus seinen Zeitgenossen, den Schriftgelehrten, den Pharisäern auch klar: Wer nicht an ihn glaubt, der kann auch nicht wirklich an die Schrift glauben, denn es ist die Schrift, die klar von ihm spricht.
[1:01:31] Es ist schon erstaunlich, wenn man sich überlegt: Die frommen Juden und die Schriftgelehrten und die Pharisäer, die waren im Alten Testament zu Hause, die haben es durchstudiert, kannten weitreichende Passagen zum Teil sogar auswendig. Und doch haben sie nicht erkannt, worüber die Schrift tatsächlich spricht. Sie haben den nicht erkannt, auf den die Schrift wirklich hindeutet. Im Gegenteil, sie haben die Schrift studiert, sie haben in ihr gelebt, sie haben sie hochgehalten, aber den, von dem die Schrift Zeugnis ablegt, dem, auf den sie gehofft haben, der Messias, der versprochene durch das ganze Alte Testament hinweg, den wollten sie nicht annehmen. Den haben sie wie einen Verbrecher am Kreuz von Golgatha töten lassen.
[1:02:42] Und auch wir müssen uns die Frage heute stellen: Kann es sein, dass wir manchmal die Bibel lesen? Kann es sein, dass wir die Schrift studieren, dass wir die Fakten aufnehmen, aber dass wir manchmal an dem vorbeilesen, was uns Jesus durch sein Wort wirklich sagen möchte? Kann es sein, dass wir Geschichten und Psalmen lesen, auswendig lernen, studieren, aber wir verstehen nicht, was die Botschaft Gottes für uns darin ist?
[1:03:27] Gott möchte sich durch sein Wort offenbaren. Er möchte durch sein Wort zu uns sprechen. Er möchte durch sein Wort zu uns kommunizieren und in unser Leben hereinsprechen. Und er wünscht sich, dass wir ihn in seinem Wort erkennen und kennenlernen.
[1:04:01] Ihr könnt diese Liebe – sie spricht von der Liebe Gottes – ewig studieren, aber ihr könnt niemals die Länge und Breite, die Tiefe und die Höhe der Liebe Gottes begreifen, der seinen Sohn gab, um für die Welt zu sterben. Die Ewigkeit selbst kann sie niemals vollständig offenbaren. Doch wenn wir die Bibel studieren und über das Leben Christi und den Erlösungsplan nachdenken, werden sich diese großen Themen unserem Verständnis immer mehr und mehr erschließen.
[1:04:40] Es ist das ständige Bestreben Satans, den Geist der Menschen mit Dingen zu beschäftigen, die sie daran hindern, die Erkenntnis Gottes zu erlangen. Er versucht, sie bei dem zu belassen, was den Verstand verdunkelt und die Seele entmutigt.
[1:05:06] Satan möchte nicht, dass wir ernsthaft, dass wir demütig, dass wir unter der Führung des Heiligen Geistes unsere Bibeln in die Hand nehmen und darin studieren. Denn er weiß: Sobald wir das tun, sobald wir uns demütig dem Wort Gottes unterordnen und den Herrn fragen: „Herr, zeige mir durch deinen Heiligen Geist, was du mir in deinem Wort sagen möchtest und offenbare dich mir in deinem Wort und zeige mir deinen Charakter immer besser. Hilf, dass ich dich immer besser kennenlerne.“ Er weiß, wenn wir das tun, fliegen seine Lügen auf. Er weiß, wenn wir das tun, wissen wir, dass das, was er über Gott erzählt, nichts als Lüge ist. Und wenn wir das tun, dann weiß er, dass er immer weniger Einfluss über uns hat. Und genau deswegen möchte er uns davon abhalten, dieses Wort in Ernsthaftigkeit, Demut, Glauben und unter der Führung des Heiligen Geistes zu studieren.
[1:06:25] In der Bibel und im Leben Jesu, in seinem Erlösungsplan und über die ganze Bibel hinweg offenbart sich ein liebevoller, ein guter, ein gerechter Gott in seiner unendlichen Liebe zu den Menschen.
[1:06:45] Und ich lade uns heute an diesem Tag ganz besonders dazu ein – und auch an allen Tagen, die noch kommen werden – ich lade uns dazu ein, dass wir dieses Buch in die Hand nehmen und dass wir Gott besser und immer besser durch sein Wort kennenlernen. Ich lade uns dazu ein, dass wir uns täglich Zeit dafür nehmen, über das, was Jesus getan hat, nachzudenken, dass wir es reflektieren, dass wir es vor unserem inneren Auge vorbeiziehen lassen.
[1:07:28] Ich möchte uns dazu einladen, dass wir den Herrn täglich fragen: „Welchen Schatz, welche Erkenntnis, welche Lehre, Herr, hast du heute an diesem Tag in deinem Wort für mich bereitgehalten?“ Denn Gott möchte durch sein Wort zu uns sprechen. Er möchte sich durch sein Wort uns offenbaren und uns zeigen, wie er ist und was sein Plan und was sein Wille für uns und unser Leben ist.
[1:08:02] Ich möchte noch zum Abschluss ein Zitat von E. G. White vorlesen: „Durch das Betrachten werden wir verändert. Je mehr du den Charakter Christi betrachtest, desto mehr wirst du seinem Bild gleichgestaltet. Komm zu Jesus, so wie du bist, und er wird dich annehmen und ein neues Lied in deinen Mund legen, nämlich den Lobpreis Gottes.“
[1:08:35] Wenn wir unseren Fokus auf Jesus legen, wenn wir immer mehr über ihn nachdenken, ihn immer besser kennenlernen, wenn wir in der Schrift nach ihm suchen, nach ihm forschen, wenn wir unter der Führung des Heiligen Geistes die Bibel studieren, dann hat die Bibel einen wirklich transformierenden Einfluss auf unser Leben. Dann hat das Schauen auf Jesus einen wirklich transformierenden Einfluss auf unser Leben. So wie die Jünger damals durch Anschauen verändert wurden, so möchte auch Jesus heute unser Herz verändern und uns seinem Beispiel, seinem Charakter, seinem Wesen immer ähnlicher machen.
[1:09:25] Und wenn wir ihn anschauen, wenn wir ihn im Fokus behalten, dann können wir gar nicht anders, als ihn zu lieben, weil er uns unendlich liebt. Wir können gar nicht anders, als ihm zu vertrauen, weil er uns so unendlich liebt. Und wir können gar nicht anders, als ihn zu loben und zu preisen und mit in die Worte des Psalmisten einzustimmen: „Vor Königen will ich reden von deinen Zeugnissen und mich nicht schämen. Ich habe meine Lust an deinen Geboten, die ich liebe.“
[1:10:09] Wir möchten noch zum Abschluss miteinander beten.
[1:10:16] Vater im Himmel, hab Dank für das Studium der Sabbatschule diese Woche. Hab Dank, dass du so viele kostbare Wahrheiten in dein Wort hineingelegt hast. Hab Dank, dass du durch dein Wort, dass du durch Jesus Christus zeigen möchtest, wer du wirklich bist und dass wir deinen Charakter dadurch immer besser verstehen können und auch in Ewigkeit immer weiter diese Liebe verstehen werden und immer weiter darüber nachsinnen dürfen. Hab Dank, Herr, für dein Opfer. Hab Dank für deinen Einsatz für uns, für dein Erlösungswerk. Und hilf uns, Herr, dass wir den Fokus auf dir halten. Herr, hilf uns, dass wir dich anschauen, dass wir dich betrachten, dass wir dein Leben studieren, dass wir uns immer mehr damit beschäftigen, wie du warst. Und hilf, Herr, dass der Heilige Geist Raum hat, dadurch an unseren Herzen zu wirken, zu arbeiten und uns dir immer ähnlicher zu machen. Herr, hilf, dass wir deinem Beispiel folgen, was wahre Liebe bedeutet, was wahrer Dienst bedeutet. Und hilf auch, dass wir uns immer wieder die Frage in unserem Leben stellen: Wie kann ich ein Segen für den anderen sein? Nicht: Wie kann ich einen Vorteil haben?, sondern: Wie kann ich ein Segen für den anderen sein? Wie kann ich meinen Mitmenschen so lieben, wie du ihn geliebt hast, und ihm dadurch deinen Charakter, dein Wesen richtig offenbaren? Herr, darum bitte ich dich. Und ich bitte dich auch, Herr, dass wir Mut haben, wenn wir verfehlen, dass wir zu deinem Thron kommen, Herr, dass wir dir alles geben, alles übergeben und dass wir dann glauben dürfen und im Glauben annehmen können, Herr, dass du uns vergeben hast. Herr. Und danke, dass wir so einen treuen Fürsprecher haben, der für uns eintritt. Und, Herr, ich bitte dich auch, dass wir die Hoffnung auf deine baldige Wiederkunft stets im Herzen behalten. Herr, dass wir jeden Tag diesen Tag vor Augen halten, Herr, wenn du einmal wiederkommst. Und dass wir unser Leben und unsere Entscheidungen danach ausrichten. Und dass diese Hoffnung, unseren liebenden Schöpfer und Erlöser bald von Angesicht zu Angesicht zu sehen, dass diese Hoffnung uns Kraft gibt, Herr, für unser Leben, unser Glaubensleben, den Weg, den wir gehen, die Aufgaben, die du für uns vorbereitet hast, und alle Bedrängnis, die auch auf uns zukommen mag. Ich möchte dich auch für alle Zuschauer am Livestream bitten, alle Zuschauer, die die Videos auf YouTube sehen. Bitte segne, bitte behüte und bewahre und bitte hilf, dass wir alle dich immer besser kennenlernen, denn das heißt ewiges Leben. Darum bitte ich dich und ich danke dir im kostbaren Namen Jesu Christi. Amen.
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