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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ setzt Christopher Kramp das Studium von Johannes 10 fort. Er beleuchtet die Reaktion der jüdischen Obersten auf Jesu Aussage „Ich und der Vater sind eins“, die sie als Gotteslästerung empfinden und mit Steinigung ahnden wollen. Kramp erklärt die alttestamentlichen Gesetze zur Gotteslästerung und analysiert Jesu Antwort, in der er sich auf Psalm 82 beruft, um die Bezeichnung von Menschen als „Götter“ im Sinne von Richtern und Repräsentanten Gottes zu erläutern.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt hier auf www.joelmedia.de zu einer weiteren Folge, in der wir das Leben und die Worte unseres Erlösers Jesus Christus genauer unter die Lupe nehmen wollen. Wir sind momentan in Johannes 10 bei einem Gespräch, das Jesus mit den Obersten der Juden anlässlich des Hanukkah-Festes am Ende des Jahres 30 gehabt hat, wenige Monate vor den Ereignissen, die dann zu seiner Kreuzigung geführt haben. Wir sind das letzte Mal bis Johannes 10 Vers 32 gekommen und werden heute an dieser Stelle weitermachen, dabei auch auf wirklich sehr interessante Verse stoßen, die uns auch ins Alte Testament zurückverweisen werden.

[1:36] Bevor wir das alles tun, möchten wir Gott einladen, durch seinen Heiligen Geist unser Denken zu leiten, uns Wahrheit zu offenbaren und vor allem zu zeigen, wie das, was wir lesen, für unseren Alltag im Glauben wichtig und, ähm, ja, entscheidend ist, dass wir das auch tatsächlich umsetzen können. Wollen wir gemeinsam, wo es möglich ist, dazu knien.

[2:07] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jetzt dein Wort studieren können. Danke, dass du uns die Evangelien geschenkt hast, dass wir darin Jesus, seine Worte, seine Taten, seinen Charakter immer besser verstehen können. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit Heiligem Geist erfüllst. Du hast versprochen, dass wenn uns Weisheit mangelt, dass wir sie gerne von dir erbitten dürfen. Das möchten wir jetzt in Anspruch nehmen. Die Verse, die wir lesen werden, sind schwierige Verse, jedenfalls für uns Menschen, die wir so beschränkt sind in unserem Verständnis. Wir möchten dich bitten, dass du sie uns offenbarst, dass du uns vor falschen Interpretationen und Irrtum bewahrst und dass wir in unserem Vertrauen zu dir und deiner Macht gestärkt werden, dass wir in deiner Liebe Wurzeln und deinem Geist folgen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[3:05] Johannes 10 und dort ab Vers 33 heute. Wir gehen noch mal ganz kurz gedanklich zurück: In Vers 31 sehen wir, dass die Obersten der Juden Steine herbeitragen, um Jesus zu steinigen. Sie hatten ja ihn in Vers 24 umringt und ihn herausgefordert, jetzt klar zu bekennen, wie sie es dachten, dass er der Christus sei. In Wirklichkeit hatte Jesus schon längst diese Frage beantwortet, wie in Vers 25 deutlich wird. Das Problem war, dass sie all den Werken, die er getan hatte, nicht den Glauben entgegenbrachten. Sie glaubten nicht dem, was er gesagt hatte. Sie sahen zwar, was er tat, aber weigerten sich anzuerkennen, dass Gott der Vater durch ihn wirkte. Und Jesus erklärt ganz deutlich, woran das liegt, denn sie sind nicht seine Schafe gewesen. Sie haben kein echtes Interesse an der Wahrheit, kein echtes Interesse an Erlösung, denn jedes Schaf, das Jesus als seinen Hirten annimmt, hört seine Stimme, und niemand kann uns aus Jesu Hand reißen, aus der Hand des Vaters reißen, weil der Vater größer als alle ist. Das hatte Jesus deutlich erklärt.

[4:21] Und dann hatte er gesagt, um zu erklären, warum er einmal sagt, dass uns niemand aus seiner Hand reißen kann, und dann Vers 29: niemand aus Gottes, des Vaters Hand, uns reißen kann. Dann sagt er in Vers 30: "Ich und der Vater sind eins." Das haben wir das letzte Mal uns ausführlich angeschaut. Er sagt: "Ich und der Vater sind eins."

[4:49] Und dann ist die Entrüstung groß. Die Obersten der Juden nehmen die Steine auf, um ihn zu steinigen. Und Jesus fragt sie dann – und damit haben wir das letzte Mal aufgehört: "Viele gute Werke", sagt er in Vers 32, "habe ich euch gezeigt von meinem Vater." Das erneut die Betonung also auf das, was Gott der Vater durch ihn gewirkt hat. Und dann kommt die Frage: "Um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?"

[5:18] Auf diese Frage antworten jetzt die Obersten der Juden, die Pharisäer, die jetzt hier mit ihm diesen Disput haben, diese Auseinandersetzung. Vers 33: "Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar, weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst."

[5:48] Sie beziehen sich natürlich auf den Vers 30. Jesus hatte gesagt: "Ich und der Vater sind eins." Sie haben diese Worte "Ich und der Vater sind eins" so verstanden, dass Jesus sich als Gott bezeichnet hat. Und zwar zurecht, denn wir lesen schon im ersten Vers des Johannesevangeliums: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott."

[6:25] Schon in Johannes 5 – und das haben wir auch schon uns angeschaut – hatten sie das als Grund genommen, Jesus anzuklagen, ihn töten zu wollen, weil es heißt hier in Vers 18: "Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch" – also, wie sie meinten – "sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte."

[6:53] Nun, warum wollen sie Jesus steinigen? Sie beziehen sich dabei auf ein Gesetz in 3. Mose 24 und dort ab Vers 10. 3. Mose Kapitel 24 und dort ab Vers 10. Dort heißt es: "Und der Sohn einer" – ist eigentlich eine Geschichte zunächst einmal, besser gesagt – "und der Sohn einer israelitischen Frau – er war aber der Sohn eines ägyptischen Mannes – ging unter den Kindern Israels aus, und dieser Sohn der israelitischen Frau und ein Israelit stritten im Lager miteinander. Da lästerte der Sohn der israelitischen Frau den Namen des Herrn und fluchte ihm. Daraufhin brachte man ihn zu Mose. Seine Mutter aber hieß Schelomit und war die Tochter Dibris vom Stamm Dan. Und sie behielten ihn in Gewahrsam, bis ihnen ein Bescheid gegeben würde durch den Mund des Herrn. Und der Herr redete zu Mose und sprach: Führe den Flucher hinaus vor das Lager und lass alle, die es gehört haben, ihre Hand auf sein Haupt stützen, und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Und rede zu den Kindern Israels und sprich: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Sünde tragen. Und wer den Namen des Herrn lästert, der soll unbedingt getötet werden. Die ganze Gemeinde soll ihn unbedingt steinigen, sei es ein Fremdling oder ein Einheimischer, wenn er den Namen lästert, so soll er sterben."

[8:35] Gotteslästerung hier in 3. Mose 24 ab Vers 10 hat zu tun mit Fluchen. Da hat also einer, der halbisraelit, halbägypter war, über Gott geflucht. Der hat Gott geflucht, der hat Gottes Namen gelästert, hat schlecht, schlimm, böse über Gott gesprochen und sollte aufgrund dieser Lästerung gesteinigt werden.

[9:11] In 4. Mose Kapitel 15, dort heißt es in Vers 30: "Wenn aber eine Seele vorsätzlich handelt, es sei ein Einheimischer oder ein Fremdling, so lästert sie den Herrn. Eine solche Seele soll ausgerottet werden mitten aus ihrem Volk, denn sie hat das Wort des Herrn verachtet und sein Gebot gebrochen. Eine solche Seele soll unbedingt ausgerottet werden, ihre Schuld ist auf ihr."

[9:42] Hier haben wir auch den Aspekt in 4. Mose 15 Vers 30 und Vorsätzlichkeit. Jemand kennt das Wort Gottes und handelt vorsätzlich dagegen, mit erhobener Hand, sozusagen mit erhobener Faust. Das ist das, was hier im Alten Testament die Gotteslästerung ist, die zu einem Todesurteil geführt hat.

[10:13] Entsprechend finden wir auch, dass dann in den Königen, in 1. Könige, im Fall von Nabot, dem armen Israeliten, dessen Grundstück so gelegen war, dass König Ahab, der böse König, unbedingt es haben wollte, der Weinberg von Nabot. Und Nabot sich weigerte, und dann durch die Isebel er falsch beschuldigt worden ist und dann gesteinigt worden ist. Das heißt, in Vers 10 von 1. Könige 21: "Und setzt ihm gegenüber zwei Männer, Söhne Belials, die gegen ihn Zeugnis ablegen und sagen sollen: Du hast Gott und dem König geflucht. Und führt ihn hinaus und steinigt ihn, damit er stirbt." Das ist also auch diese Idee hier. Der Nabot wird gesteinigt, weil er vermeintlich Gott geflucht hat, und deswegen wird er als Gotteslästerer, der in der Geschichte natürlich gar nicht war, gesteinigt.

[11:18] Das Argument der Pharisäer, der Obersten, ist also: Jesus habe mit seinen Worten sich selbst zu Gott gemacht. Und da er nur ein Mensch sei, ist das letztlich eine Herabwürdigung Gottes. Wenn ein Mensch, sich selbst, der nur Mensch ist, zu Gott macht, dann wird letztlich Gott, der Gott ist, auf dieselbe Stufe mit ihm gestellt und damit herabgewürdigt. Und sie unterstellen ihm, dass er das vorsätzlich tue und deswegen getötet werden muss.

[11:57] Zurück zu Johannes 10.

[12:04] Jesus antwortet mit einem Bibelvers. Es heißt in Johannes 10 Vers 34: "Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben?" Das erinnert uns an Matthäus 4, als der Satan ihn attackiert und Jesus sagt: "Es steht geschrieben!" Jedes Mal bei jeder Versuchung sagt er: "Es steht geschrieben!" Und auch hier haben wir natürlich einen Angriff Satans, der durch diese Menschen hier gegen Jesus agiert. Jesus antwortet erneut mit einem "Es steht geschrieben."

[12:42] Wir wissen aus Lukas 24 Vers 27, dass Jesus das, was er sagte und tat, auf der Bibel aufbaute. Lukas 24 Vers 27: "Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht."

[13:04] Jesus zitiert einen Bibelvers, und der ist jetzt an dieser Stelle sehr interessant. Es heißt in Johannes 10 Vers 34: "Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben?" Damit ist in dem Fall mit dem Wort "Gesetz" das gesamte Alte Testament gemeint, wie das auch öfter beim Apostel Paulus im Römerbrief z.B. zu finden ist, wo auch das Gesetz – sein Begriff ist die Tora – nicht nur für die fünf Bücher Mose, sondern für das gesamte Alte Testament. Da kann man Beispiele, vielleicht nur eins anfügen: wenn es z.B. in Römer 3 Vers 19 sagt: "Wir wissen aber, dass das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind." Und dann werden vorher sehr viele Verse, meistens aus den Psalmen oder Sprüchen oder so zitiert.

[13:55] Auf dieselbe Weise zitiert Jesus jetzt aus den Psalmen, genau genommen aus Psalm 82, und sagt: "Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt, ihr seid Götter?" Also, schauen wir noch mal in Johannes 10 Vers 34, was genau Jesus zitiert. Es heißt: "Jesus antwortet ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt, ihr seid Götter?" Das ist Psalm 82 Vers 6. Und das wollen wir uns jetzt genauer anschauen, um zu verstehen, was Jesus hier meint.

[14:38] Psalm 82 ist ein kurzer Psalm. Wir können einmal gemeinsam lesen. Psalm 82, dort heißt es ab Vers 1: "Ein Psalm Asafs. Gott steht in der Gottesversammlung, inmitten der Mächtigen richtet er." Jetzt kommt das Zitat von Gott: "Wie lange wollt ihr ungerecht richten, die Person des Gottlosen ansehen? Schafft Recht dem Geringen und der Waise, den Elenden und Armen lasst Gerechtigkeit widerfahren. Befreit den Geringen und Bedürftigen, errettet ihn aus der Hand der Gottlosen."

[15:14] Jetzt der Kommentar von Asaf, der inspirierte Kommentar: "Aber sie erkennen nichts und verstehen nichts, sondern wandeln in der Finsternis. Es wanken alle Grundfesten der Erde."

[15:24] Jetzt wieder Zitat direkt von Gott: "Ich habe gesagt, ihr seid Götter, und allesamt Söhne des Höchsten. Dennoch sollt ihr sterben wie ein Mensch und fallen wie einer der Fürsten." Zitat Ende.

[15:36] Und jetzt der Ausruf des inspirierten Asaf: "Mache dich auf, oh Gott, richte die Erde, denn du bist Erbe über alle Völker."

[15:44] Wenn wir uns den Psalm anschauen, stellen wir fest, das große Generalthema ist das Gericht. Gott richtet inmitten der Mächtigen (Vers 1), und er soll sich aufmachen, um die Erde zu richten (Vers 8). Die Worte, die Gott an diese Mächtigen richtet, drehen sich um das Gericht: "Ja, wie lange wollt ihr ungerecht richten und die Person des Gottlosen ansehen? Schafft Recht, lasst Gerechtigkeit widerfahren, errettet aus der Hand des Gottlosen" und so weiter. Es geht ja also darum, dass Gott richtet und Gott richten soll, und dass andere auch richten, aber es falsch tun.

[16:25] Gott tadelt andere Richter dafür, dass sie nicht gerecht richten. Wir haben also – wir haben Gott und wir haben hier Richter. Und Gott spricht zu diesen Richtern, dass sie ungerecht richten. Und wenn wir uns das anschauen, wer dort gerichtet werden soll und wie das alles beschrieben wird, da geht es um Elende, um Arme, um Geringe, Bedürftige, um Waisen. Das heißt, es geht um menschliche Fälle, menschliche Gerichtsfälle. Und die Tatsache, dass hier die Person des Gottlosen angesehen wird und so weiter, zeigt uns ganz deutlich, dass diese Richter hier letztlich sozusagen böse menschliche Richter sind, menschliche Richter, die nicht so richten, wie Gott es eigentlich möchte.

[17:30] Und deswegen ruft Asaf – also, Gott sagt, sie sollten eigentlich so und so richten – und dann zeigt Asaf in Vers 5 und 6, dass sie das nicht erkennen, dass sie es nicht verstehen. Sie wandeln in der Finsternis. Die ganzen Grundfesten, die Fundamente, alles bricht zusammen, weil die Richter, die menschlichen Richter auf der Erde, nicht Gottes Gesetz umsetzen, nicht deine Barmherzigkeit, nicht das Evangelium ausdrücken in ihrem Gerichtshandeln. Deswegen sagt Asaf: "Okay, das bedeutet, Gott, du musst selbst richten, weil die Richter auf Erden, die menschlichen Richter, tun es nicht."

[24:01] Und genau das ist auch der Gedankengang, den wir hier in Psalm 82 finden. Gott hatte sie als solche Richter berufen, die mit ihm gemeinsam Gericht halten, und deswegen nannte er sie Elohim, weil er selbst Elohim, der Richter, ist. So wie Gott eine Botschaft an den Pharao hat und Mose als Menschen nutzt, diese Botschaft weiterzugeben, die dann übersetzt werden muss, so war Mose sozusagen für den Pharao in Anführungsstrichen Gott. Er war ein Repräsentant dessen, was Gott eigentlich tatsächlich tut. So sind auch die Richter Repräsentanten dessen, was Gott eigentlich tut. Elohim.

[24:57] Nun, was hat es mit dem Namen auf sich? Elohim heißt ja in der Regel Gott oder auch Götter. Das kann auch ganz ohne Weiteres ein Plural sein. Im ersten Gebot heißt es: "Du sollst keine anderen Elohim neben mir haben." Die Grundform von Elohim geht ja zurück auf das viel einfachere "El". Das ist auch ein Wort, das wir in vielen anderen semitischen Sprachen so oder so ähnlich finden.

[25:22] Und es gibt drei Stellen in der Bibel – wir haben also in 5. Mose 28, 32, in Nehemia 5 Vers 5 – und an diesen Stellen wird das Wort "El" mit Kraft oder Macht übersetzt. Das sind aber immer Stellen, in denen das Wort "El" noch zusammenkommt mit dem Wort "Hand", also das ist dann immer die "Kraft der Hand". Also, ähm, hat man das Wort "El" und das hebräische Wort "Jad" für die Hand, und zusammen ist das immer so das, was die Hand tun kann, was man sozusagen, was man fähig ist zu tun.

[26:15] Weil also dieses Wort an diesen drei Stellen diese Bedeutungsnuance hat, oder diese Bedeutung hat von Kraft, Macht, ist es also sehr naheliegend, da "El" auch sonst das, was wir mit Gott übersetzen, so etwas bedeutet wie "der Mächtige", "der Kraft Habende", und damit erstmal zunächst einmal die Bezeichnung für Gott ist, der der allmächtig ist, der alle Kraft und Gewalt und Macht hat, die man sich vorstellen kann. Aber in einem weiteren Sinne auch diejenigen, die entsprechend Kraft und Macht haben.

[26:54] In 1. Samuel 28, das finden wir interessanterweise die Begebenheit, wo Saul zu der Totenbeschwörerin geht und dort einen Dämon heraufbeschwören lässt, der sich den Anschein gibt, Samuel zu sein. Dort heißt es in Vers 13: "Und der König sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Was siehst du? Die Frau sprach zu Saul: Ich sehe ein Götterwesen aus der Erde heraufsteigen." Also, das Wort Elohim wird natürlich nicht nur für den wahren Gott verwendet, sondern auch für die falschen Götter, die den Anspruch haben, mächtig zu sein. Und da allerdings nach der Bibel – wir denken an 1. Korinther 10 Vers 20 – die als Götter bezeichneten Wesen ja in...

[27:48] Die als Götter bezeichneten Wesen ja in Wirklichkeit Dämonen sind, ist es also gar nicht verwunderlich, dass an dieser Stelle hier dieser Dämon auch als Elohim bezeichnet wird. Wenn dann also die gefallenen Engel mitunter auch als Elohim bezeichnet werden können, dann verwundert es wiederum nicht, dass auch in den Psalmen ganz selten mal das Wort Elohim für gute Engel verwendet wird. Psalm 8, Vers 5: „Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?“ Vers 6, Entschuldigung: „Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Elohim, als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt.“ Was wir also hier jetzt sehen können, ist: Das Wort Elohim scheint also tatsächlich aufgrund dieser Bezüge, die wir haben, zunächst einmal zu bedeuten: „der Mächtige“. Also, man hat Gott bezeichnet als den Mächtigen, und andere Völker haben dann ihre Götter auch als die Mächtigen bezeichnet. Und da andere falsche Götter auch in der Bibel als Elohim bezeichnet werden, weil sie sozusagen gefallen sind, wird dann auch ein Dämon, der eigentlich hinter diesen Götzen und Göttern steht, als Elohim bezeichnet. Und auch die Engel allgemein bekommen diese Bezeichnung an wenigen ausgewählten Stellen und, wie wir hier gesehen haben, in illustrativen Kontexten auch Menschen, wenn sie durch ihr Tun das repräsentieren sollen, was Gott eigentlich tut.

[29:38] Dass am Ende der einzig wahre Richter natürlich Gott selbst ist. Interessant ist, wenn wir jetzt dazu das Neue Testament befragen, in Johannes 5, und die Frage stellen, wer ist der Elohim, der über allen menschlichen Elohim steht, der am Ende die Welt richten wird, wie es ja Asaf fordert? Dann kommen wir in Johannes 5 zu der interessanten Formulierung in Johannes 5, Vers 22: „Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben.“ Das ist also hier nach Johannes 5, Vers 22: Christus. Wenn wir also die Frage stellen im Kontext von Psalm 82: Ist Jesus Elohim im Sinne dessen, der am Ende die Welt richten wird? Oder gehört er in diese Kategorie: Ist er Elohim im Sinne von, wie auch andere Menschen Elohim sind? Dann sagt uns die Bibel ganz deutlich, dass diese Richter hier versagt haben und deswegen am Ende alle sterben werden. Aber dass dieser Gott am Ende die ganze Welt richten wird, und biblisch neutestamentlich ist es ganz klar, dass Jesus Christus nicht in diese Kategorie Elohim zählt, sondern in diese.

[31:08] Hier wird manchmal behauptet, Jesus wird in der Bibel einfach Gott genannt, wie auch wir Götter genannt werden, aber das sind zwei verschiedene Dinge, und das müssen wir ganz gut auseinanderhalten. Jesus hat also nicht in Anspruch genommen, einfach ein Elohim zu sein wie die menschlichen Richter. Jesus im Johannesevangelium nimmt in Anspruch, Gott in diesem höchsten Sinne zu sein.

[31:37] Gehen wir zurück zu Johannes 10 und dort Vers 35. Jesus hat also die Frage gestellt: „Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter.“ Vers 35: „Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging, also diejenigen, die das Wort Gottes empfangen haben und als Richter es eigentlich hätten weitergeben sollen. Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging, und jetzt kommt ein interessanter Vers: Und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werden.“ Das griechische Wort heißt hier „aufgelöst werden“. Man kann die Bibel nicht auflösen, hat Jesus gesagt. Man kann sie in ihrer Verbindlichkeit nicht lockern. Heute gibt's viele Menschen, die sagen: „Ja, kann man das ein bisschen lockerer sehen.“ Aber Jesus schaut sich das Alte Testament an, auch eine Passage, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so einfach zu verstehen ist, und Jesus sagt: „Das kann nicht gelockert werden. Das bleibt so bestehen, denn es ist ja Gottes Wort.“ Wir denken in diesem Zusammenhang auch an Matthäus 5, Vers 18, wo Jesus gesagt hat: „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“ Jesus hat immer und unmissverständlich deutlich gemacht, dass er davon ausging, dass die gesamte Bibel ohne Abstriche Bestand hat und Gültigkeit hat. Freilich gibt es in der Bibel verschiedene Textsorten. Es gibt Prophezeiung, es gibt Gesetze, es gibt Dinge, die die Bibel selbst klar offenbart, dass sie zeitlich begrenzt gewesen sind. Wir müssen immer die gesamte Bibel betrachten, aber die Bibel selbst als solche kann nicht aufgelöst werden, und sie bleibt immer das einzig sichere Fundament und immer gültig.

[33:45] In Lukas 24 haben wir gesehen, dass Jesus auf dem Weg nach Emmaus all das, was geschehen ist am Kreuz und in der Auferstehung, aus der Bibel begründet hat. Jesus war ein Mann der Bibel. Johannes 10, Vers 36. Also er sagt in Vers 35: „Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging, und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werden, wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn.“ Halten wir also kurz fest: Jesus sagt, dass er vom Vater geheiligt worden ist. Man könnte auch sagen, er ist von ihm geweiht worden für eine besondere Aufgabe. Wir denken da zum Beispiel an Jeremia, von dem es heißt in Jeremia 1, Vers 5, dass er schon im Mutterleib geheiligt worden ist zum Propheten für die Völker, hat Gott ihn bestimmt, wie wir es in Jeremia 1, Vers 5 nachlesen können.

[34:49] Schauen wir uns an, was Jesus diesbezüglich selbst zu sagen hatte. In Johannes 3 und dort Vers 34, das ist jetzt in dem Fall Johannes der Täufer, dort heißt es Johannes 3, Vers 34: „Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes, denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß.“ Gott hat Jesus seinen Geist gegeben. Johannes 6, Vers 27: „Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist, sondern für die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt, die der Sohn des Menschen euch geben wird, denn diesen hat Gott der Vater bestätigt.“ Gott hat seinen Geist ausgegossen über Jesus Christus. Er hat ihn als Messias gesalbt. Er hat ihn bestätigt, hat ihn versiegelt. Das Ganze geht zurück natürlich auf die Parallelen im Alten Testament. Jesaja 11, Vers 2 zum Beispiel. Jesaja 11 und dort Vers 2: „Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Kenntnis und der Furcht des HERRN.“ Von dem Messias heißt es, dass der Heilige Geist in Fülle auf ihm ruhen würde. Johannes der Täufer hat gesagt: „Gott hat den Geist nicht in Maßen gegeben, sondern in, also in Fülle auf Jesus.“ Jesaja 42 auch eine sehr interessante Stelle. Jesaja 42 und dort ab Vers 1: „Siehe, das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt.“ Und jetzt kommt es: „Er wird das Recht zu den Heiden hinaustragen.“ Ist die Aufgabe Gottes Elohim. Vers 3: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Wahrheitsgetreu wird er das Recht hervorbringen.“ Jesaja 49, ab Vers 1: „Hört auf mich, ihr Inseln, und gebt acht, ihr Völker in der Ferne! Der Herr hat mich von Mutterleib an berufen.“ Das ist genau das, was wir gesehen haben bei Jeremia, der geheiligt ist im Mutterschoß, „und meinen Namen von Mutterschoß an bekannt gemacht.“ Jesus ist der von Gott Geheiligte, und dann spricht es darüber, wie er das Evangelium bis an die Enden der Erde bringen soll. Jesaja 61, natürlich ganz besonders wichtig, ab Vers 1. Jesaja 61, Vers 1: „Der Geist des HERRN, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden. Er hat mich gesandt, zu verbinden die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen.“ Der also sich um die Bedürftigen kümmert, genau das, was ja die Aufgabe ist. Gott kommt und tut genau das, worum Asaf bittet. Er ist der Geheiligte, und er ist von Gott gesandt worden.

[38:06] Und das steht auch in Johannes an vielen Stellen. Wir lesen nur ein paar, um uns das in Erinnerung zu rufen. In Johannes 3, ab Vers 16: „Denn so hat Gott, denn so, auf diese Weise hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an den glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.“ Kapitel 5, Vers 30: „Ich kann nichts von mir selbst austun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat.“ Vers 36: „Ich aber habe ein Zeugnis, das größer ist als das des Johannes, denn die Werke, die mir der Vater gab, dass ich sie vollbringe, eben die Werke, die ich tue, geben Zeug von mir, dass der Vater mich gesandt hat.“ Vers 37: „Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt weder seine Stimme jemals gehört noch seine Gestalt gesehen.“ Und wir könnten so weitergehen, und der Punkt ist ganz deutlich: Wenn Jesus in Johannes 10 sagt: „Wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat“, dann spricht das ganz deutlich von seiner Präexistenz. Er ist nicht einfach nur einer wie diese Richter, die Elohim genannt worden sind, aber die einfach nur Menschen waren. Er hat schon vor seiner Geburt existiert, und er ist der von Gott gesandte Messias. Er ist nicht irgendein Richter, sondern er ist der, der Gerechtigkeit bringen wird.

[39:49] Das zeigt also ganz deutlich: Jesus wollte nicht sagen, dass er einer von den hier ist, die in Vers 6 beschrieben werden. Das ist nicht der Punkt. Seine Frage also: „Wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn.“ Er hatte sich selbst als der Sohn Gottes bezeichnet, indem er von seinem Gott, dem Vater, als seinem Vater gesprochen hat, und zwar im höchsten Sinne. Eine Passage im Buch des Lebens: Jesus sagt: „Die ganze Nation der Juden nannte Gott ihren Vater.“ Deswegen wären sie nicht so aufgebracht gewesen. Bezug wird hier genommen auf Johannes 5. Wenn Jesus sich einfach als jemand repräsentiert hätte, der in genau dieser Beziehung zu Gott steht, aber sie klagten ihn der Blasphemie, das heißt der Gotteslästerung, an, indem sie verstanden und damit gezeigt haben, dass sie verstanden, dass er diesen Anspruch in seinem höchsten Sinne gemacht hat. Also nicht so, wie alle Juden sagten: „Gott ist unser Vater“, sondern im allerhöchsten Sinne: „Er ist mein Vater, ich bin Gottes Sohn.“ Und deswegen haben sie gesagt: „Damit machst du dich Gott gleich.“ Ganz interessant. Er hätte also, wenn er einfach nur den Eindruck erweckt hätte, dass er ein Kind Gottes ist, so wie wir uns als Kinder Gottes bezeichnen, hätte es keinen Anlass gegeben. Indem er aber diesen Begriff „Sohn Gottes“ im höchsten Sinne verwendete, dadurch wurde verstanden, er macht sich Gott gleich.

[41:48] Erinnern wir uns daran: In Vers 24 wollten die Obersten in Johannes 10, Vers 24, wollten sie wissen, ob Jesus der Messias ist, der Christus. In Psalm 2 wird der kommende Messias mit folgenden Worten beschrieben. Ganz interessant in Psalm 2, und dort heißt es ab Vers 6: „Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg.“ Das ist der, der Messias König. „Ich will den Ratschluss des HERRN verkünden. Er hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Bitte von mir, so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum. Du sollst sie mit eisernem Zepter zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen.“ Das auch die Aufgabe des Richters hier mit involviert. Der Messias ist der Sohn Gottes. Also mit anderen Worten, die Obersten wollen wissen: „Bist du der Messias?“ Und Jesus sagt, indem er sich selbst als mit Gott eins bezeichnet, dass er im höchsten Sinne der Sohn Gottes ist, dass er Gott ist, sagt damit: „Ja, ich bin der aus Psalm 2“, denn der Messias ist der Sohn Gottes. Und deswegen wollen sie ihn jetzt töten. Sie wollen wissen, wer der Messias ist, und als er es ihnen letztlich de facto sagt, sagen sie: „Das ist der Grund, warum wir dich töten wollen.“ Sie haben also gar kein echtes Interesse an der Beantwortung ihrer Frage. Sie suchen nur einen Vorwand.

[43:40] Was ist das Argument von Jesus? Sein Argument ist: Wenn die Bibel sogar einen Menschen, der stellvertretend für Gott über richterliche Autorität begrenzten Maß natürlich verfügt, von Gott selbst Elohim genannt wird, wenn auch in einem nur repräsentativen, typologischen, also einem gleichnishaften Charakter, warum sagt er, ist es dann verkehrt für denjenigen, der präexistent ist, der von Gott als Messias geheiligt worden ist? Er sagt ja mit all diesen Sachen, dass er der Messias ist, ohne das Wort Messias zu verwenden. Warum soll dieser dann sich nicht Sohn Gottes nennen dürfen? Weil, wie wir gesehen haben, der Messias der Sohn Gottes ist. Sagt, wenn schon, wenn also die Argumentation ist eher die: Wenn schon die von Gott Götter genannt werden, warum ist es dann so schlimm, wenn er, der auf dieser Stufe steht, sich Sohn Gottes nennt? Denn er dürfte das viel mehr als diese.

[45:11] Vers 37: „Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht.“ Jesus möchte nicht, dass sie einfach nur aufgrund seiner Behauptung das annehmen, sondern sie sollen die Werke sehen, die der Vater durch ihn tut, und damit knüpft er wieder letztlich an Vers 25. Jesus antwortet ihn: „Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue im Namen meines Vaters, diese geben Zeugnis von mir.“ Am Ende hängt alles davon ab, was Jesus getan hat. Wenn sie Gott den Vater kennen würden, dann würden sie auch problemlos den Charakter und den Auftrag von Jesus erkennen, denn sie würden das Wirken des Vaters in ihm erkennen. Unser Glaube muss darauf beruhen, was Jesus getan hat. Es muss beruhen, dass wir sehen, dass Gott durch Jesus wirkt.

[46:07] Das nächste Mal werden wir sehen, wie diese Geschichte hier zu Ende gegangen ist. Aber für heute können wir festhalten: Jesus ist wahrhaftig Gottes Sohn. Er ist Gott, wie das Johannesevangelium immer und immer wieder sagt: „Er und der Vater sind eins.“ Wir haben heute gelernt, dass die Richter dieser Erde von Gott selbst in einem gewissen abgeschwächten Sinne Gott genannt werden, weil sie seine Aufgabe teilübernommen haben für eine gewisse Zeit, für ein bestimmtes Territorium. Sollen sie Richter sein, aber sie haben diese Aufgabe nicht umgesetzt, falsch umgesetzt, und deswegen muss Gott selbst Gericht halten, und die Bibel sagt, dass das Jesus ist. Und das ist dieser Elohim, der im vollsten Sinne der Mächtige ist, der allmächtige Gott. Der Vater und Jesus werden beide in diesem Sinne als Elohim bezeichnet. Jesus ist im höchsten Sinne der Sohn Gottes. Er ist im höchsten Sinne Gott. An dieser Stelle wollen wir mit einem Gebet schließen und uns vornehmen, das Wort Gottes gründlich zu studieren und dankbar zu sein dafür, dass Gott uns die Wahrheit offenbart, wie sie in Jesus ist. Wollen wir noch gemeinsam knien.

[47:31] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du zu uns gesprochen hast durch dein Wort. Bitte gib, dass wir es schätzen, dass wir deine Wahrheit dort finden. Wir möchten Dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir vor Irrtum bewahrt bleiben und dass wir die Wahrheit in unserem Leben so umsetzen, dass sichtbar wird, dass auch Du in uns wirkst. Herr, wir möchten Dich bitten, dass wir genau verstehen, was Jesus für uns bedeutet und dass unser Glaube sich darauf gründet, was er getan hat auf Golgata, überhaupt in seinem Leben, was er jetzt für uns tut und auch in unserem Leben getan hat. Dafür danken wir dir. In seinem Namen beten wir. Amen.


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