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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In diesem Teil des Offenbarungsseminars widmet sich Christopher Kramp dem Ratschlag Jesu an die Gemeinde Laodizea aus Offenbarung 3:18a. Er beleuchtet, dass dieser Rat keine bloße Empfehlung, sondern eine entscheidende Führung für unser ewiges Heil ist. Anhand biblischer Beispiele aus den Psalmen und Sprüchen wird verdeutlicht, dass Gottes Weisheit uns leiten und retten möchte, selbst wenn wir sie zuvor abgelehnt haben. Der Sprecher betont die Dringlichkeit der Annahme dieses Rates, da die Gnadenzeit nicht ewig währt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:17] [Musik] [Applaus]

[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr wieder dabei seid hier auf www.joelmedia.de. Wir sind mittendrin in der so wichtigen und für uns so relevanten Botschaft von Jesus an die Gemeinde Laodizea.

[1:06] Nachdem wir ausführlich die Diagnose von Jesus studiert haben in Vers 15, 16 und 17, wollen wir heute damit beginnen, den Ratschlag von Jesus an mich und an dich und an seine ganze Gemeinde unter die Lupe zu nehmen und vor allem nicht nur zu verstehen, sondern auch durch seine Kraft, durch seinen Heiligen Geist in unser Leben umzusetzen, anzunehmen, anzuwenden, was Jesus dir und mir zu sagen hat.

[1:40] Darum möchten wir ihn bitten, dass er jetzt unser Studium segnet, dass wir das verstehen, was für uns jetzt wichtig ist. Und ich lade dich ein, wenn es dir möglich ist, dass du mit mir zu einem Anfangsgebet niederkniest. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen. Danke für die Gelegenheit, die Offenbarung aufschlagen zu können, daran lesen zu können und das auch weiterzugeben, was wir dort erkennen dürfen durch deinen Geist. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist, dass du unsere Gedanken führst auf die Dinge, die jetzt besonders wichtig sind, dass wir uns nicht in Dingen verlieren, die keine Relevanz für uns haben, sondern dass wir die Botschaft entdecken, die du in dein Wort hineingelegt hast, damit sie jetzt in dieser Zeit uns wirklich verändert und stärkt und vorbereitet auf den Himmel. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns die Gnade schenkst, dass diese Botschaft tatsächlich in unserem Leben das ausführt, wozu du sie gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:56] Offenbarung Kapitel 3, Vers 18.

[3:01] Jesus sagt: „Ich rate dir“, nachdem er sich in Vers 14 vorgestellt hat als der Amen, der Gott des Amens, auf den wir uns verlassen können, der die alten Sorgen vergessen machen kann, der die Grundlage aller Verheißung und die Garantie ist, dass alle Verheißung Gottes sich in unserem Leben erfüllen können. Er, der der treue und wahrhaftige Zeuge ist, der Ursprung der Schöpfung Gottes, er, der Schöpfer ist und ein neues Herz schaffen kann. Nachdem er sich vorgestellt hat in Vers 14 und in Vers 15 ganz genau mit viel Liebe und Barmherzigkeit, aber Wahrheit unseren wahren Zustand beschreibt, damit wir wissen, warum wir ihn so dringend brauchen, viel dringender, als wir es gedacht haben, gibt er uns jetzt in Vers 18 den Ratschlag.

[4:13] Das ist nicht ein Ratschlag unter vielen, wo wir mal auswählen könnten, welcher uns am besten taugt. Das ist der Ratschlag, den du und ich beherzigen müssen. Er sagt in Vers 18: „Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird, und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst.“ Wir werden uns in den nächsten Folgen ausführlich mit den einzelnen Elementen beschäftigen, mit den Dingen, die Jesus dir und mir anbietet: mit dem Gold, mit den Kleidern und mit der Augensalbe. Aber wir wollen zunächst damit beginnen, uns Gedanken zu machen, warum Jesus sagt: „Ich rate dir.“

[5:07] Können wir Gott danke sagen, dass er uns einen Rat gibt? Hast du Gott schon dafür gelobt, dass er mit Rat und Tat dir zur Seite steht? Psalm 16, Vers 7 zeigt uns, wie David über den Rat Gottes nachdenkt oder denkt. Psalm 16, Vers 7. Dort singt David in diesem Miktam. Er sagt: „Ich lobe den Herrn, der mir Rat gegeben hat, auch in der Nacht mahnt mich mein Inneres.“ Wie oft haben wir schon Jesus gelobt für den Rat aus Offenbarung 3, Vers 18? Wir haben also hier in Offenbarung 3,18 den Rat, und das Erste, was wir lernen, ist: Wir wollen Jesus dafür loben, danke sagen, dass er uns diesen Rat gegeben hat. Denn was wären wir, was würde aus uns werden, wenn wir diesen Rat nicht bekommen würden? Im besten Fall würden wir die Diagnose vielleicht verstehen, aber hoffnungslos zurückbleiben. Lasst uns danke sagen, dass Jesus uns so sehr liebt, dass er uns einen Rat gibt, der für unser ewiges Heil entscheidend ist. Loben wir Jesus für seine Botschaft an Laodizea. Sagen wir: „Danke, Herr, dass du uns den Rat gibst, der für uns wirklich wichtig ist.“ David sagt: „Ich lobe den Herrn, der mir Rat gegeben hat.“ Lasst uns eine Einstellung haben, wenn wir die Laodizea-Botschaft lesen, dass wir sagen: „Danke, Herr, dafür. Ich lobe und preise dich, dass du zu mir persönlich sprichst.“

[7:04] In Psalm 32 finden wir mehr über das, was David erlebt hat, wenn Gott ihm geraten hat. Psalm 32 und dort Vers 8. Dort finden wir die Worte Gottes an David, eine Verheißung, die wir auch in Anspruch nehmen dürfen, durch wen? Durch Jesus, der ja der Amen ist, in dem jede Verheißung Gottes ihr Ja und Amen findet. Vers 8: „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, auf dem du wandeln sollst. Ich will dir raten, mein Auge auf dich richten.“ Hier sehen wir, wie Gott seinen Rat gemeint hat. Es ist nicht so ein Rat, wie wir vielleicht zu Freunden gehen und sagen: „Weißt du, du kannst tun und lassen, was du willst. Ich würde dir persönlich vielleicht raten, das zu tun, aber entscheide du selbst.“ So ein Rat ist das nicht. Es ist ein Rat, bei dem Gott sagt: „Ich werde mein Auge auf dich richten.“ Es ist nicht einfach nur ein Tipp, und dann sagt Gott: „Mach doch, was du willst.“ Nein, es hat damit zu tun, dass Gott uns auf dem richtigen Weg führen will. Wenn Jesus in Offenbarung 3, Vers 18 uns sagt: „Ich rate dir“, ist das keine Expertenmeinung, wo wir sagen: „Was würdest du denn tun?“, sondern es ist Jesu Angebot, uns durch die Endzeit zu führen. Er sagt: „Ich rate dir, höre auf mich, denn wenn du diesem Rat folgst, dann werde ich dich auf den Weg führen, den du gehen sollst, auf den richtigen Weg.“ Jesus möchte sein Auge auf mich richten, und ich habe in meinem Leben oft erlebt, dass Jesus mir diesen Vers ganz besonders gezeigt hat, wenn ich vielleicht einmal verzweifelt gewesen bin oder nicht genau wusste, wie es weitergeht. Gott hat mir schon oft gezeigt, dass er genau das tun möchte. Er will mir raten und sein Auge auf mich richten.

[8:56] Interessant ist, dass in Psalm 32 der Kontext uns noch weitere Aspekte offenbart. Es geht nämlich weiter in Vers 9: „Seid nicht wie das Ross und das Maultier, die keinen Verstand haben. Mit Zaum und Gebiss, ihrem Geschirr, muss man sie bändigen, weil sie sonst nicht zu dir nahen.“ Gott möchte uns nicht irgendwie auf den rechten Weg zwingen. Er möchte nicht, dass wir wie Pferde sind, die man mit dem Zaumzeug auf dem Weg halten muss. Er möchte, dass wir freiwillig seinem Rat folgen. Die Botschaft an Laodizea ist nicht ein Druckmittel Gottes, mit dem er uns irgendwie auf Linie halten will. Die Laodizea-Botschaft ist Ausdruck dessen, was in Vers 8 steht, dass Gott sagt: „Ich will dich unterweisen, ich will dein Lehrer sein, ich will dir den Weg zeigen, auf dem du wandeln sollst.“ Wir fragen immer: „Gott, was soll ich tun im Leben? Welchen Weg soll ich einschlagen? Wir fragen uns, was die Zukunft bringt, wir fragen uns, welche Entscheidung wir fällen sollen bezüglich verschiedener Dinge in unserem Alltag.“ Und Gott sagt: „Ich will dir den Weg zeigen. Höre auf meinen Rat.“

[10:21] Der Rat von Jesus an Laodizea, der ist das Mittel, mit dem wir wissen, auf welchem Weg wir gehen sollen. Denn mit dem Gold, das im Feuer geläutert ist, mit dem weißen Gewand, das er uns anbietet, mit der Augensalbe, die unsere Augen wieder richtig funktionsfähig macht, geistlich gesehen – mit diesen Geschenken können wir den Weg erkennen, den Jesus uns weist, persönlich, als Familie und auch als ganze Gemeinde.

[10:54] Psalm 32 ist geschrieben von einem Mann, der schwer gesündigt hat und der erlebt hat, dass Gott wirklich vergibt, dass die Sünde wirklich zugedeckt wird, weil die Gerechtigkeit Gottes uns durch den Glauben geschenkt wird. Psalm 32, Vers 1 von David, ein Maskil: „Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr – Verzeihung – dem der Herr keine Schuld anrechnet und in dessen Geist keine Falschheit ist.“ Er erzählt die Geschichte, wie es ihm ging, als er in der Sünde lebte, als er sie nicht bekannte, als er sie versuchte zu verschweigen, als er sie versuchte zu verstecken. Da sagt er in Vers 3: „Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn deine – Verzeihung – denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, sodass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird.“ Dem David ging es innerlich, geistlich katastrophal, obwohl er nach außen sicherlich weiterhin die Form eines gottesfürchtigen Königs aufrechtzuerhalten suchte. Innerlich war er geistlich tot, geistlich am Vertrocknen, so wie Laodizea, dass die Form nach außen wahrte, aber das in unbekannter, also in Sünde, die nicht bekannt worden ist, in Sünde lebt und versucht, das unter den Teppich zu kehren, vor den anderen gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Wir haben ja gesehen, das Hauptproblem von Laodizea in all den Begriffen: elend, erbärmlich, arm, blind und bloß, ist letztlich Unbekehrtheit, ein Leben in Sünde, ein Bekenntnis des Evangeliums ohne die Annahme der Kraft desselben.

[12:43] Und dann hat David etwas sehr Einfaches, aber Lebenswichtiges getan. Vers 5: „Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht. Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretung bekennen. Da vergabst du mir meine Sündenschuld.“ Die Lösung für Laodizea, und das werden wir auch in den nächsten Wochen sehen, ist eigentlich eine ganz simple. Das Problem ist die Sünde. Wenn die Sünde bekannt wird, wenn im Glauben wir die Gerechtigkeit Jesu annehmen – wir werden sehen, das sind genau die Dinge, die Jesus anbietet: den Glauben, der rettet, das Gold, das im Feuer geläutert ist, das in der Liebe wirksam wird, und die Gerechtigkeit Jesu, die uns geschenkt wird als ein Kleid. Wenn wir das annehmen, dann erleben wir, dass die Diagnose sich ändern wird. Der Zustand von Laodizea wird sich ändern, so wie sich der Zustand von David geändert hat. Vers 6: „Darum soll jeder Getreue dich bitten zu der Zeit, da du zu finden bist. Wenn dann große Wasser einherfluten – denke Endzeit – werden sie ihn gewiss nicht erreichen. Du bist mein Schutz, du behütest mich vor Bedrängnis, du umgibst mich mit Rettungsjubel.“ Hier wird beschrieben, wie ein Mensch aus dem Zustand des „Ich bin zwar formal Mitglied des Volkes Gottes, sogar der König, aber ich lebe in tiefer Sünde, die mein geistliches Leben vertrocknen lässt“ dazu kommt, dass er in der Endzeit sicher, also in großer Bedrängnis, sicher in Gott geborgen ist, weil er seine Sünden bekannt hat. Ich glaube, das ist ein Modell für genau das, was Laodizea erleben muss: von dem geistlich vertrockneten Zustand hin zu dem Rettungsjubel, wenn auch die großen Wasser einherfluten werden in der Endzeit. Und in diesem Kontext sagt Gott in Vers 8: „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, auf dem du wandeln sollst. Ich will dir raten, mein Auge auf dich richten.“ Jesus gibt uns nicht Ratschläge, um uns zu drängeln, sondern weil er uns sicher durch die Endzeit führen will. Der Ratschlag von Jesus ist deswegen an uns gerichtet, weil er sein Auge auf uns richtet und uns führen möchte den Weg, den wir gehen sollen.

[14:56] Psalm 73, Vers 24: „Du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich danach in Herrlichkeit auf.“ Diesmal nicht David, sondern Asaf, aber ein ähnlicher Gedanke: Der Rat ist nicht ein Tipp, sondern eine Leitung. Gott leitet uns mit diesem Rat. Es ist nicht nur eine Information, was wir noch irgendwie besser machen können, sondern es ist das Angebot, unser Leben zu führen. Offenbarung 3, Vers 18 ist ein Angebot, dein und mein Leben in die Hand zu nehmen, sodass wir es nicht mehr selbst führen, sondern dass Jesus es für uns führen kann. Er möchte uns leiten nach seinem Rat. Wenn wir also wissen wollen, wie Gott uns im Leben führt, müssen wir den Rat verstehen, den er uns gibt, denn er wird uns nach diesem Rat leiten, nicht irgendwie kreuz und quer nach Impuls und Gefühl und Umständen, sondern nach diesem Rat. Wer die Führung Gottes verstehen will, annehmen möchte, ihr folgen möchte, muss den Rat kennen, mit dem Gott uns leitet. Und das Ziel beschreibt Asaf ganz deutlich: Wer diesen Rat in Anspruch nimmt, den nimmt Gott danach in Herrlichkeit auf. Laodizea ist die letzte Gemeinde. Was danach kommt, ist die Wiederkunft und das Leben für 1000 Jahre im Himmel, dann für eine Ewigkeit, eine Unendlichkeit auf der neuen Erde. Wir werden in Herrlichkeit aufgenommen werden, wenn wir uns nach dem Rat Jesu leiten lassen.

[16:46] Möchtest du dir heute erneut vornehmen, das zu tun, dass wir den Rat von Jesus aus Offenbarung 3, Vers 18 als ein Angebot annehmen, dass Jesus unser Leben leiten darf bis zur Vollendung? Vielleicht denkst du aber: „Ich habe diesen Rat früher schon gelesen, ich habe ihn gekannt, ich habe ihn studiert und doch verworfen. Kann Gott mich jetzt immer noch leiten?“

[17:14] Psalm 107 und dort ab Vers 10. Die Bibel sagt: „Die in Finsternis und Todesschatten saßen, gebunden in Elend. Und warum? Vers 11: Weil sie den Worten Gottes widerstrebt und den Rat des Höchsten verachtet hatten, sodass er ihr Herz durch Unglück beugte. Sie strauchelten, und niemand half ihnen.“ Wenn wir den Rat Gottes abgelehnt haben, dann sind wir gestrauchelt. Wir haben ohne Hilfe, niemand hat sich um uns gekümmert. Wir sind in Finsternis und Todesschatten gewesen, gebunden in der Sünde. Aber jetzt kommt Vers 13: „Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not.“ Diejenigen, die den Rat verachtet hatten, die sich abgewandt hatten, die in die Finsternis gegangen waren. „Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten. Er führte sie heraus aus Finsternis und Todesschatten, und er zerriss ihre Fesseln. Sie sollen dem Herrn danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern.“ Der Grund, warum es Laodizea so schlecht geht, liegt ja daran, dass sie diesen Rat bisher missachtet haben. Denn die Angebote Jesu, oder das Angebot Jesu, besser gesagt, in Offenbarung 3, Vers 18, ist ja nichts komplett Neues. Die Dinge, die er dort anbietet, sind schon seit den Tagen Jesu auf der Erde, eigentlich seit den Tagen von Adam, schon immer das Angebot Gottes gewesen. Glaube, der durch die Liebe wirksam wird, ist keine Neuerfindung, sondern etwas, was Christen zu allen Zeitaltern, was Gläubige zu allen Jahrtausenden angeboten bekommen haben von Gott. Das Kleid seiner Gerechtigkeit, geistliche Augensalbe – das sind Dinge, die Gott nicht neu erfunden hat für die Gemeinde Laodizea. Der Grund, warum es Laodizea so schlecht geht, ist, dass sie diese Dinge bisher abgelehnt haben, denn sie haben gedacht: „Wir sind schon reich, wir brauchen das weitere Gold nicht.“ Haben nicht erkannt, dass sie nackt sind, dass sie eigentlich das Gewand bräuchten, dass sie arm sind, dass sie eigentlich das Gold bräuchten, nicht erkannt, dass sie blind sind und eigentlich diese Augensalbe bräuchten. Sie haben diesen Ratschlag Jesu abgelehnt, deswegen geht es Laodizea so, wie es der Gemeinde geht. Aber es gibt Hoffnung für Laodizea. Es gibt Hoffnung für jeden, der bisher in seinem Leben den Rat Jesu abgelehnt hat. Vielleicht geht es dir so wie diesen Menschen hier. Vielleicht bist du in Finsternis und Todesschatten, vielleicht bist du gebunden im Elend der Sünde, vielleicht ist dein Herz durch Unglück gebeugt worden, vielleicht bist du gestrauchelt, vielleicht hast du erlebt, dass dir niemand sonst helfen kann aus deiner Sünde. Aber du kannst heute zum Herrn schreien in deiner Not, und was hier steht, wird auch in deinem Leben sich erfüllen, wenn wir jetzt den Rat annehmen, wenn wir uns ausstrecken nach Jesus, wird er uns retten aus allen unseren Ängsten, aus aller Finsternis, aus den Todesschatten, aus den Fesseln. Und wir dürfen Gott dann danken für seine Gnade, für seine Wunder, die er an uns tut. Und wie danken wir ihm? Die Bibel sagt, als einer von den zehn Aussätzigen zu Jesus kam, um Danke zu sagen für die Erlösung, für die Heilung, da hat Jesus gesagt: „Dieser allein hat Gott die Ehre gegeben.“ „Fürchtet Gott, fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre“, sagt Offenbarung 14, Vers 7. Lasst uns dankbar sein für das Angebot, dass wir, obwohl wir den Rat bisher abgelehnt haben als Gemeinde Laodizea an vielen Stellen, in vielen Fällen, dass Gott ihn immer noch uns anbietet. Und obwohl wir ihn früher abgelehnt haben, können wir heute annehmen und heute Jesus in mein und dein Herz lassen. Vielleicht haben wir früher einmal angenommen, sind schwach geworden, haben uns von Gott abgewandt, sind wieder ins Weltliche abgerutscht, dann dürfen wir heute zu Gott schreien und sagen: „Herr, ich möchte heute erneut diesen Rat annehmen.“ Wenn wir uns zu ihm bekehren, ist es noch nicht zu spät, auch wenn wir den Rat in der Vergangenheit nicht beachtet haben, können wir ihn jetzt beachten. Gott möchte uns retten. Wir dürfen damit aber nicht auf ewig warten.

[22:08] In Sprüche 1 finden wir eine sehr eindrückliche Passage. Ab Sprüche 1, Vers 20, dort heißt es: „Die Weisheit ruft draußen laut, öffentlich lässt sie ihre Stimme hören. Auf den Plätzen, im ärgsten Straßenlärm, schreit sie an den Pforten der Stadttore, hält sie ihre Reden. Die Weisheit ruft überall.“ Vers 22: „Wie lange wollt ihr Unverständigen den Unverstand lieben und ihr Spötter Lust am Spotten haben und ihr Toren Erkenntnis hassen? Kehrt um, also bekehrt euch, kehrt um zu meiner Zurechtweisung. Siehe, ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen, ich will euch meine Worte verkünden.“ Wenn wir uns bekehren, dann kann der Heilige Geist in unser Leben kommen und das Wort der Wahrheit, das Wort der Weisheit, das Wort Gottes uns erklären. Und dann sagt es hier weiter von der Weisheit, die hier personifiziert wird in Vers 24 als Symbol für das Evangelium, das seine Hände ausstreckt im ärgsten Alltagstrubel und uns einlädt: „Nimm Jesus an.“ Vers 24 heißt es: „Darum, weil ich rufe und ihr mich abweist, weil ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet, weil ihr vielmehr allen meinen Rat verwerft und meine Zurechtweisung nicht begehrt.“ Wir werden lesen Offenbarung 3, Vers 19, dass Jesus sagt: „Alle, die ich liebe, züchtige ich, weise ich zurecht.“ Was passiert, wenn wir dauerhaft den Rat Jesu ablehnen, wenn wir uns im Zustand Laodizeas wohlfühlen und aber einfach bleiben wollen, weil wir denken, es hat doch bisher auch so geklappt? Vers 25: „Weil ihr vielmehr allen meinen Rat verwerft und meine Zurechtweisung nicht begehrt, so werde auch ich über euer Unglück lachen und über euch spotten, wenn das kommt, was ihr fürchtet, wenn das, was ihr fürchtet, als Verwüstung über euch kommt und euer Unheil euch überraschen wird wie ein Sturm, wenn euch Angst und Not überfällt. Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten. Sie werden mich eifrig suchen und nicht finden.“ Es gibt ein Ende der Gnadenzeit. Dann ist es nicht mehr möglich, Vergebung bei Jesus zu bekommen, weil sie die Erkenntnis gehasst und die...

[24:30] weil sie die Erkenntnis gehasst und die Furcht des Herrn nicht erwählt haben. Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, ist der Beginn des ewigen Evangeliums. Sie haben das Evangelium abgelehnt.

[24:40] Vers 30: Weil sie meinen Rat – ich rate dir – weil sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisung verschmäht haben. Darum sollen sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen. Wenn wir den Rat von Jesus in Offenbarung 3 Vers 18, der uns Glauben anbietet, der uns seine Gerechtigkeit anbietet, wenn wir das ablehnen, dann müssen wir die Konsequenzen unseres eigenen Tuns tragen. Darum sollen sie von der Frucht ihrer eigenen Wege, ihres eigenen Weges, essen und von ihren eigenen Ratschlägen genug bekommen. Der Punkt ist also, wir müssen uns wählen. Es ist eine Wahl.

[25:32] Und vielleicht hast du in deinem Leben auch schon gemerkt, wie ich ganz oft, dass diese beiden Dinge oft in unterschiedliche Richtung weisen, dass sie unterschiedliche Wege aufzeigen. Mein eigener Rat möchte in eine andere Richtung gehen als der Rat von Jesus. Und wir haben die Wahl. Jesus ruft, während wir geschäftig im Alltag dahergehen und unsere Pläne machen, ruft Jesus hier, dargestellt symbolisch als die Weisheit, die auf dem Marktplatz ruft und sagt: „Kommt zu mir, bekehrt euch! Ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen, ich will euch meine Worte verkünden.“ Wir müssen den Rat von Jesus annehmen, damit er uns leiten kann durch den Alltag, damit er uns führen kann, damit wir in Herrlichkeit aufgenommen werden können.

[26:16] Dieser Rat führt in die Herrlichkeit. Mein eigener Rat führt ins Verderben.

[26:25] Und was Sprüche 1 ganz deutlich macht: Wenn wir diesen Rat von Jesus aus Offenbarung 3,18 – und der ja letztendlich der Rat ist, den Jesus seit Mose 3 den Menschen gibt, es ist kein neuer Rat, es ist immer derselbe Rat, der Rat, ihn anzunehmen, das Evangelium von Herzen anzunehmen und vom Heiligen Geist geführt und geleitet zu werden – wenn wir diesen Rat nicht annehmen, dann bleibt uns nur unser eigener Rat übrig. Und Psalm, Verzeihung, Sprüche 1 macht ganz deutlich, wohin das führt.

[27:00] Wir müssen verstehen, dass wenn wir den Rat von Jesus annehmen, wir mitunter in einigen Fällen, vielleicht sogar in sehr vielen Fällen, unseren eigenen Rat verwerfen müssen. Denn das, was Jesus uns rät in Offenbarung 3 Vers 18, mag in manchem Fall, in vielen Fällen sogar, nicht übereinstimmen mit unseren eigenen Plänen und Ratschlägen.

[27:23] Wir werden das noch genauer anschauen, wenn wir uns die einzelnen Elemente anschauen, die Jesus uns anbietet. Aber wir alle wissen schon jetzt aus Erfahrung: Der Weg des Glaubens ist nicht der Weg, den wir als normale Menschen ohne Gottes Geist wählen würden. Die Gerechtigkeit Jesu anzunehmen bedeutet eben, alle Selbstgerechtigkeit aufzugeben.

[27:51] Jesu Rat oder mein eigener Rat. Du und ich, wir haben die Wahl. Jesus steht vor der Tür, er tritt die Tür nicht ein, aber er rät uns. Und wir können uns entscheiden, ob wir diesem Rat folgen wollen oder nicht. Denn mit einem Rat, da muss man richtig umgehen.

[28:20] In Sprüche 19 Vers 20, dort lesen wir: „Gehorche dem Rat und nimm die Zurechtweisung an.“ Gehorche dem Rat. Ein Rat, der führt zu Gehorsam, wenn man ihn annimmt. Der Rat von Jesus ist nicht einfach eine Option. Ihn anzunehmen bedeutet, ihm gehorsam zu sein. Die Bibel spricht von denen, die dem Evangelium gehorsam gewesen sind. Sie spricht auch von denen, die dem Evangelium nicht gehorsam gewesen sind.

[29:03] Sind wir dem Rat Jesu gehorsam? „Gehorche dem Rat und nimm die Zurechtweisung an.“ Jesus sagt ja: „Wen ich lieb habe, den überführe ich, den züchtige ich.“ Nimm die Zurechtweisung an, damit du künftig weise bist. Dann ändert sich unser Zustand.

[29:28] Nein, die Laodizea-Botschaft ist kein Hamsterrad, wo man diesen Rat annimmt, aber es ändert sich nichts. Nein, es ändert sich etwas. Und jeder, der das in seinem Leben schon erlebt hat, weiß, dass wenn wir diesen Rat annehmen und ihm gehorchen, dass wir plötzlich eine Weisheit bekommen von Gott, die wir als Menschen niemals haben könnten. Genau die Weisheit, die ja im Alltag ruft, wie wir in Sprüche 1 gesehen haben, und ihre Hände ausstreckt und sagt: „Bekeht euch, kommt zu mir!“

[30:05] Sprüche 13 und dort Vers 10. Verzeihung, Vers 10. Sprüche 13 Vers 10: „Durch Übermut entsteht nur Streit; wo man sich aber raten lässt, da wohnt Weisheit.“

[30:17] Wer den Rat Jesu annimmt, der erhält die Weisheit. Die Bibel sagt, dass wenn uns Weisheit mangelt, dann dürfen wir von Gott erbitten, der gerne gibt ohne Vorwurf. Er macht uns keinen Vorwurf, dass wir sie bisher nicht in Anspruch genommen haben. Aber wie bekommen wir sie? Indem wir dem Rat aus Offenbarung 3 Vers 18 gehorchen. Jesus sagt: „Ich rate dir!“

[30:44] Und wir verstehen, dass wir dafür ihn loben sollten, denn es ist ein Angebot, uns zu leiten, damit wir einmal in der Herrlichkeit ankommen und dass er uns durch die gesamte Endzeit hindurchführen kann. Und deswegen sollten wir diesem Rat gehorchen, uns gegen unseren eigenen Rat entscheiden und indem wir den Rat Jesu annehmen, seine Weisheit empfangen, er, der unsere Weisheit ist.

[31:13] Es gibt noch einen Aspekt, den wir heute betrachten wollen, bevor wir dann das nächste Mal uns die einzelnen angebotenen Dinge genauer anschauen werden. Denn Jesus sagt uns, dass er uns rät, dass wir kaufen sollen. Wir sollen drei Dinge kaufen: Gold sollen wir kaufen und weiße Kleider sollen wir kaufen und Augensalbe sollen wir kaufen.

[31:36] In allen drei Fällen – wir werden, wie gesagt, diese drei Dinge dann jeweils einzeln betrachten und anschauen, was das geistlich bedeutet, was Jesus uns hier anbietet – aber in allen drei Fällen ist der Rat von Jesus, dass wir diese Dinge kaufen sollen.

[31:51] Und vielleicht fragt sich jemand: „Ja, was machen diejenigen, die kein Geld haben? Ist das Angebot Jesu nur für einige Eliten, die sich das leisten können?“ Oder was ist damit gemeint? Zunächst halten wir fest, dass die Idee offensichtlich eine geistliche Idee ist, denn das, was Jesus uns anbietet, kann man mit tatsächlichem Geld nicht bezahlen.

[32:19] In Sprüche 23 und dort Vers 23. Da finden wir eine ähnliche Idee. Sprüche 23 und dort Vers 23: „Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, Weisheit und Unterweisung und Einsicht.“

[32:35] Die Weisheit, die man durch den Rat Jesu bekommt. Die Bibel sagt: „Kaufe Wahrheit!“ Wir alle wissen, man kann nicht ins Kaufhaus gehen, man kann nicht in den Supermarkt gehen und irgendwo Wahrheit kaufen. Wahrheit lässt sich nicht mit einer Kreditkarte bezahlen und nicht mal mit Bitcoins. Aber Wahrheit kann man erwerben, indem man mit Interesse sie annimmt, sich für sie entscheidet.

[33:12] Das Kaufen ist offensichtlich eine Metapher, eine Metapher dafür, dass ich die Wahrheit annehme und mein Leben nach ihr ausrichte. „Kaufe die Wahrheit!“ Und das kostet etwas. Es bedeutet vielleicht, eigene, liebgewordene Vorstellungen, Ideen aufzugeben, weil sie mit der Wahrheit nicht übereinstimmen. Es bedeutet, in seinem Leben Reformen zuzulassen, die der Geist Gottes durchführen will, damit mein Leben mit der Wahrheit in Übereinstimmung ist. Es bedeutet, plötzlich zu Prinzipien Stellung zu beziehen, zu Prinzipien zu stehen und Kompromisse zu meiden, um mit der Wahrheit zusammenzubleiben.

[33:54] Denn die Bibel sagt nicht nur: „Kaufe die Wahrheit!“, sie sagt auch: „Verkaufe sie nicht!“ Es ist möglich, die Wahrheit anzunehmen und dann wieder abzugeben. Ein doppelter Imperativ, eine doppelte Aufforderung. Wir brauchen die Wahrheit und wir müssen sie behalten. Es reicht nicht, die Wahrheit zu kaufen, wir dürfen sie auch nicht wieder verkaufen. Und wir werden sehen, dass das auch für all die Dinge gilt, die Jesus hier anbietet. Es reicht nicht, das Gewand der Gerechtigkeit Jesu einmal zu kaufen, wenn man es dann später wieder weggibt. Wir müssen es behalten. Wir müssen das Gold, das wir von Jesus kaufen, auch behalten. Wir dürfen es nicht wieder verkaufen.

[34:33] Also, was bedeutet dieses Kaufen? Schauen wir zu Jesaja 55 und dort Vers 1. Ganz offensichtlich bezieht sich Jesus auf diese Stelle direkt hier, denn hier heißt es – und es ist eine Aufforderung, so wie Jesus uns in Offenbarung 3 Vers 18 den Rat gibt: „Kauft!“ – das finden wir hier, eine Aufforderung zum Kaufen.

[34:57] Jesaja 55 Vers 1: „Wohl an, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch!“ Was für ein Angebot! Das beste Angebot, das jemals gemacht worden ist. Du kannst das Ganze umsonst haben, aber es wird dir nicht hinterhergeworfen, es wird dir nicht aufgedrückt, sondern du musst dorthin gehen, wo es es gibt.

[35:22] Du musst also, wenn wir im Bild bleiben wollen, du musst zum Supermarkt gehen und dieses Super-Angebot für 0,00 € sozusagen für nichts. Du musst es in Anspruch nehmen. Du musst sozusagen in das Regal greifen, es in deinen Korb tun, zur Kasse gehen und dann es mitnehmen, ohne einen einzigen Cent bezahlt zu haben.

[35:46] Wir müssen uns für die Dinge interessieren, wir müssen dorthin gehen, wo es sie umsonst gibt. Wo gibt es die Dinge, die Jesus uns anbietet? Es gibt sie bei ihm. Es gibt sie, wenn wir in der Bibel lesen, wenn wir beten. Es gibt sie, wenn wir uns in der Gemeinde einbringen, dort, wo diese Dinge gepredigt und hoffentlich auch vorgelebt werden. Wir müssen dorthin gehen, wo es diese Dinge gibt. Wir müssen uns zu Jesus, wir müssen zu Jesus kommen. Wir müssen Dinge haben wollen.

[36:21] Sie werden nicht gegen unseren Willen in unseren Briefkasten geschmissen, wo wir sie dann vielleicht aussortieren, sondern Jesus klopft an der Tür und sagt: „Das ist, was du haben kannst. Du kannst dich dafür entscheiden. Du kannst einen Vertrag, einen Kaufvertrag mit dir machen.“ Das Besondere ist: Du musst nichts geben, aber du musst es haben wollen, ansonsten nützt es nichts.

[36:45] Vers 2: „Warum wiegt ihr Geld ab...?“ Oder bevor wir Vers 2 lesen, schauen wir uns ganz kurz an, was hier in Jesaja 55 eigentlich gemeint ist, denn die Kapiteleinteilung ist hier sehr unglücklich, wie manches Mal in der Bibel. Jesaja 55 ist eine direkte Weiterführung des Gedankens, den wir am Ende von Kapitel 54 haben.

[37:04] In Vers 17 heißt es nämlich: „Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen, und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteilwird.“

[37:23] Da heißt es also, wenn wir die Gerechtigkeit Jesu bekommen, dann kann keine Waffe, die sich gegen uns richtet, etwas gegen uns ausrichten. Dann kann keine Anklage vor Gericht uns noch schuldig sprechen, weil Jesus unser Richter ist, weil Jesus selbst, wie es in Vers 16 heißt, diejenigen gemacht hat, die die Waffen produzieren. Jesus ist größer. Wenn wir die Gerechtigkeit Jesu tragen, dann sind wir Sieger und niemand kann uns aus der Hand Jesu reißen, wie es in Johannes 10 so schön steht.

[38:05] Und wenn man das liest und merkt, dass wenn man mit der Gerechtigkeit Jesu, mit seinem Erbteil bekleidet ist, wenn man das hat, dass man dann Sieger ist und solange man diese Gerechtigkeit auch für sich in Anspruch nimmt, Sieger bleibt und nicht verloren gehen kann, dann ist doch die Frage: Wo kann ich das bekommen? Wo kann ich das haben? Das möchte ich auch haben.

[38:27] Und jetzt kommt der Aufruf in Kapitel 55 Vers 1: „Wohl an, ihr Durstigen!“ Hast du danach Durst? Hast du Durst und Hunger nach der Gerechtigkeit Gottes, so wie es in der Bergpredigt, in den Seligpreisungen, in der vierten Seligpreisung heißt: „Glückselig sind die, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten.“

[38:48] Hast du Durst nach dieser Gerechtigkeit, die Gott sagt: „Komm, komm dorthin, wo diese Gerechtigkeit zu finden ist! Komm zum Wasser, komm dorthin, wo du trinken kannst! Komm, kaufe das, was du brauchst! Du kannst Essen und Trinken, geistliches Essen und geistliches Trinken.“

[39:03] Jesus hat gesagt, wir müssen sein Blut trinken, sein Fleisch essen – das ist symbolisch gemeint. Wir müssen aus seinem Tod für uns leben. Wir müssen das Evangelium in Anspruch nehmen. Komm zum Evangelium! Kaufe die Weisheit, kaufe die Wahrheit, kaufe die Verheißung des Evangeliums! Du musst nichts dafür bezahlen, es wird dir nichts in Rechnung gestellt, es gibt keine versteckten Kosten. Es ist alles umsonst, aber du musst es in Anspruch nehmen.

[39:32] Vers 2: „Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt?“ Wir suchen in der Welt nach Frieden, wir suchen nach Harmonie, wir suchen nach einer Erfüllung, wir suchen nach dem Weg des Lebens, den wir gehen sollen. Und Gott sagt: „In dieser Welt werdet ihr es nicht finden. Ihr gebt sogar Geld dafür aus und investiert viele Dinge und werdet doch dabei nicht befriedigt werden.“

[39:53] Er sagt: „Hört doch auf mich!“ Ein Rat. Wie oft sagen wir, wenn wir jemandem raten: „Hör auf mich!“ Er sagt: „Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes essen und eure Seele soll sich laben an Fettspeise.“ Das, was Jesus uns anbietet, sind keine mikrigen Waren, ist kein Secondhand, noch aussortierte Ausschuss, irgendwas, was dritte Wahl ist oder so, nicht irgendwie noch minderwertige Ware. Was Jesus uns anbietet, das ist das Beste, was wir finden können.

[40:23] Vers 3: „Neigt eure Ohren, also hört zu, und kommt her zu mir! Hört, so wird eure Seele leben, denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren, die Gnadengüter Davids, die zuverlässig sind.“ Der ewige Bund, der neue Bund, den Gott schon dem David angekündigt hat, versprochen hat, worauf wir uns verlassen können, denn Jesus sagt ja: „Ich bin der Amen.“

[40:51] Und deswegen kommt der Aufruf in Vers 6: „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist!“ Da kommt eine Zeit, wo wir, wenn wir den Rat beständig abgelehnt haben, ihn nicht mehr finden können. Aber solange er zu finden ist, solange Jesus im Allerheiligsten noch für uns Dienst tut, „sucht den Herrn, ruft ihn an, während er nah ist!“

[41:08] Jesus steht vor der Tür, er ist nahe. Noch steht vielleicht eine Tür zwischen dir und ihm, aber mach die Tür auf! Lasst uns als Gemeinden die Tür aufmachen und Jesu Angebot annehmen! Lasst uns das Evangelium kaufen, nicht um Geld, nicht um Gold und Silber, sondern indem wir es einfach annehmen, das Angebot Jesu. Annehmen jetzt, hier, für mich, heute, nicht später, jetzt! Das, was er mir anbietet: sein Gold, den Glauben, der uns rettet, das Kleid der Gerechtigkeit, die Augensalbe.

[41:51] Wir werden diese Dinge noch ausführlicher studieren, aber heute schon können wir uns entscheiden, diesen ewigen Bund, den neuen Bund, dass er uns die Sünden, alle unsere Sünden vergibt, dass wir eine direkte, persönliche Beziehung zu ihm haben, wie in Hebräer 8 Vers 10 bis 12 ganz deutlich beschrieben wird, und dass er sein Gesetz in unsere Herzen schreibt. Das bietet er uns an, umsonst. Und zu wenige von uns nehmen das konkret für sich persönlich an, dass sie sagen: „Das will ich in meinem Leben jetzt haben!“

[42:24] Mach das! Warte nicht darauf, dass es irgendwann später von alleine irgendwie kommt. Nimm das Angebot jetzt an! Wenn du denkst: „Ah, ich war doch schon in der Gemeinde, ich bin doch eigentlich ganz okay“, nimm es jetzt an! Du wirst sehen, sobald du es annimmst und sobald du dabei bleibst, wird dein Leben sich radikal verändern. Sei nicht zufrieden mit einem formalen, oberflächlichen Christentum. Nimm die Gerechtigkeit Jesu heute an!

[42:55] Matthäus 13, und damit enden wir heute. In Matthäus 13 da finden wir ein Gleichnis, das Jesus erzählt während der Seepredigt. Matthäus 13 und dort Vers 44: „Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.“

[43:21] Ja, wir können uns die Erlösung nicht verdienen, wir können keinen einzigen Cent geben. Aber hier ist die Wahrheit: Wenn wir die Größe und die Schönheit und die Kraft des Evangeliums entdecken, dann werden wir alles andere aufgeben, um das haben zu wollen.

[43:39] Verkauft alles, was er hat, ist bereit, alles auf den Kopf zu stellen, alles auf den Altar zu legen, damit er diesen Acker bekommt, diesen Schatz. Ihr Lieben, dieser Rat von Jesus ist nicht einfach ein guter Rat, wie manchmal Oma und Opa einen guten Rat geben und sagen: „Na ja, denk mal daran noch.“ Es ist ein Schatz!

[43:55] Und hier in Offenbarung 3 Vers 18, in der Laodizea-Botschaft, die ohnehin so unfassbar interessant ist, liegt ein Schatz verborgen, eigentlich schon ab Vers 14. Es ist ein Schatz, und wenn wir das verstehen, was das bedeutet, was Jesus über sich in Vers 14 sagt, und wenn wir verstehen, mit welcher Gesinnung und welcher Haltung – wie wir es versucht haben, in den letzten Folgen darzustellen – mit welcher Gesinnung er die Diagnose gibt und wir verstehen, was er uns anbietet und was das für uns bedeutet, dann werden wir alles andere verkaufen.

[44:23] Vers 45 sagt: „Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“

[44:36] Jesus steht vor der Tür und sagt: „Ich rate dir!“ Jesus gibt dir einen Ratschlag. Wirst du auf diesen Ratschlag hören? Der Ratschlag ist: Kaufe das Evangelium jetzt! Nimm es jetzt in Anspruch!

[44:51] Vielleicht hast du davon gehört, vielleicht hast du gehört, dass es bei anderen geholfen hat, vielleicht bist du auch überzeugt, dass es es gibt, vielleicht bist du überzeugt, dass du es brauchen würdest, aber nimm es jetzt an! Und du kannst heute dich daran freuen, dass Jesus dich errettet hat. Mit dieser Gesinnung kann Gott mit dir arbeiten. Er kann dich vorbereiten auf den Himmel, dass du in Herrlichkeit aufgenommen wirst, und du kannst ihm helfen, das Evangelium in die ganze Welt zu tragen. Du musst es aber selbst besitzen, sonst kannst du es nicht anderen erzählen.

[45:22] Kaufe die Wahrheit! Lasst uns heute das Evangelium wie eine kostbare Perle, wie ein Schatz im Acker, kaufen! Lasst uns heute den Rat von Jesus annehmen! Ist das dein Wunsch? Es ist auf jeden Fall mein Wunsch. Lasst uns gemeinsam noch beten.

[45:42] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du zu uns gesprochen hast und danke, dass Jesus uns diesen überlebenswichtigen Rat gibt: das Evangelium für uns persönlich in Anspruch zu nehmen. Nicht zu warten auf später, nicht erst unseren eigenen Ratschlägen zu folgen, sondern deinem Ratschlag. Und Herr, das sollen wir tun. Möchten uns vielleicht zum ersten Mal – für manchen, der das Video sieht, vielleicht erneut – dafür entscheiden, das, was du uns anbietest, was seit Mose 3 immer dein Angebot gewesen ist: Vergebung der Sünden, eine direkte Beziehung zu dir und dein Gesetz im Herzen. Das wollen wir heute kaufen. Wir haben nichts, was wir geben können, aber du schenkst es uns, wenn wir es haben wollen. Und wir sind bereit, alles in unserem Leben dafür aufzugeben, damit wir dich gewinnen, Herr Jesus. Danke, dass wir die Gewissheit haben dürfen, dass du unsere Sünden vergeben hast und dass wir deine Kinder sein dürfen, dass du unser Gott bist und dass du alles daran setzen wirst, dass wir vorbereitet sein werden auf den Himmel. Danke, dass wir das wissen dürfen und glauben dürfen, weil du dir wünschst, dass wir das in Anspruch nehmen. Dank dafür. Amen.


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