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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Der Ersehnte“ vertieft Christopher Kramp das Verständnis des Vaterunsers, insbesondere die Anrede „Unser Vater, der du bist im Himmel“. Er beleuchtet Gottes Nähe als Vater und seine transzendente Allmacht als König des Universums. Anhand biblischer Beispiele wie Joschafat, Hiskia und Daniel zeigt er, wie dieses Bewusstsein zu mutigem Gebet und Zeugnis führt. Abschließend beginnt er die Betrachtung der ersten Bitte: „Geheiligt werde dein Name“, und erklärt anhand des Sabbats, was es bedeutet, etwas bereits Heiliges durch unser Leben zu heiligen.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid, dass ihr eingeschaltet habt zu einer weiteren Folge, in der wir das Leben und das Wirken unseres Freundes, unseres Schöpfers, unseres Erlösers Jesus Christus gemeinsam studieren wollen. Wir sind gerade dabei in der Geschichte in Lukas 11, in der Jesus zum zweiten Mal seinen Jüngern das Vaterunser nahebringt. Sie haben ihn gesehen beim Gebet, sie waren tief bewegt von dem, was sie dort gesehen haben, wie Jesus gebetet hat, und sie wollten auch so beten lernen. Sie wollten von ihm erfahren, wie man so betet: „Herr, lehre uns beten.“ Heute wollen wir uns ein paar weitere Elemente dieses Modellgebetes anschauen, das Jesus ihnen dann erneut, nachdem er es in der Bergpredigt schon einmal präsentiert hatte, ihnen gegeben hat. Und bevor wir damit beginnen – wie kann man über das Gebet reden, ohne es selbst zu tun? – so möchten wir mit einem Gebet starten. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass wir gemeinsam niederknien.

[2:05] Lieber Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Über diese Gedanken wollen wir heute nachdenken. Herr, wir möchten Dich bitten, dass wir verstehen, was diese Worte bedeuten, dass es für uns nicht nur Worte sind, die wir einfach so daher sagen, gedankenlos, sondern dass es unser tiefstes Inneres treffen. Herr, erfülle uns mit deinem Heiligen Geist, dass wir beten, wie Jesus gebetet hat. Und hab Dank, dass du das tun wirst, im Namen Jesu. Amen.

[3:00] Wir sind in Lukas Kapitel 11 und dort in Vers 2, wie schon gerade erwähnt. Die Jünger haben Jesus beten hören, ihn beten gesehen und bitten ihn in Vers 1: „Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.“ Und dann haben wir gelesen das letzte Mal in Vers 2: „Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater.“ Wir haben uns das letzte Mal Zeit genommen, darüber nachzudenken, was das bedeutet, wenn wir unser Gebet beginnen mit „Unser Vater“. Gott ist wirklich dein und mein Vater, und wir können zu ihm kommen als unserem Vater.

[4:01] Aber Gebet geht noch weiter. Wir dürfen zu Gott kommen als unserem Vater und ihn als den annehmen und verstehen, der sein Letztes für uns geben möchte, sein Bestes, sein Höchstes. Das Gebet geht aber weiter und sagt: „Unser Vater, der du bist im Himmel.“ Da sehen wir also sozusagen jetzt einen anderen Aspekt.

[4:35] Der erste Aspekt zeigt die Nähe, die Gott zu uns hat, die Nähe, die das Gebet herstellt. Das Gebet bringt ja nicht Gott vom Himmel herab zu uns, sondern das Gebet bringt uns sozusagen zu ihm hinauf. „Unser Vater“, das beschreibt die Nähe, die enge Beziehung, die Liebe, die er zu uns hat. „Der du bist im Himmel“, das zeigt uns, dass der Gott, den wir anbeten, nicht wie bei anderen heidnischen Religionen irgendeine Kultfigur ist, die in einer Nische des Hauses steht, irgendein Ahne, den wir vielleicht als Familie verehren, sondern er ist der Gott des Himmels. Er ist uns nahe und doch transzendent. Er ist unser Vater und doch der König des Universums. Immer wieder haben Gebete schon im Alten Testament diesen Punkt deutlich gemacht: Gott regiert im Himmel.

[5:51] Schauen wir uns in 2. Chronik 20, dort Vers 6 an. Es ist die Geschichte, in der Moabiter, Edomiter und Ammoniter das Königreich Juda bedrohen, und Joschafat das Volk zusammenruft zum Gebet, zum Fasten in Jerusalem beim Tempel. Und dort beten sie, und es heißt in 2. Chronik 20, Vers 5 und 6: „Und Joschafat trat unter die Gemeinde von Juda und Jerusalem im Haus des Herrn vor dem neuen Vorhof, und er sprach: Oh Herr, du Gott unserer Väter, bist du nicht König im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden?“ Und jetzt, das ist natürlich eine rhetorische Frage. Als nächsten Satz sagt er: „In deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand kann vor dir bestehen.“ Die Idee, dass Gott im Himmel ist, drückt aus, dass er der König aller Könige ist, dass er über alle Königreiche dieser Welt Herrscher ist, dass er Kraft hat, dass er Macht hat, dass niemand ihm entgegenstehen kann. Seine Allmacht, seine Allwissenheit, seine Allgegenwart – all das ist ausgedrückt in diesem Gedanken: „Der du bist im Himmel.“

[7:38] Dieses Kapitel ist sehr berühmt. Wir kennen die Geschichte, wie es dann später weitergeht, wie Gott den Jahasiël mit dem Geist der Weissagung ausstattet, und dann Joschafat diese berühmten Worte spricht in Vers 20: „Vertraut auf den Herrn, euren Gott, so könnt ihr getrost sein, und glaubt seinen Propheten, so werdet ihr Gelingen haben.“ Gott handelt, er hilft, er rettet sein Volk. Es beginnt alles damit, dass Joschafat ihn anbetet als den Gott, der im Himmel ist, der Herrscher über alle Königreiche.

[8:13] Schauen wir in die Psalmen, Psalm 115, Vers 3. Wir beginnen vielleicht ab Vers 1 des Kontextes wegen: „Nicht uns, oh Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre.“ Wir erinnern uns an Offenbarung 14, Vers 7: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre.“ „Sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen“, oder auch Wahrheit zu übersetzen. Gnade und Wahrheit, ja, Eigenschaften, die wir auch im Leben von Jesus sehen, nach Johannes 1, Vers 14. Vers 2: „Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott?“ Und jetzt kommt Vers 3: „Aber unser Gott ist im Himmel; er tut alles, was ihm wohlgefällt.“ Auch hier haben wir wieder den Gedanken der Allmacht, der Allgegenwart.

[9:33] Gott ist im Himmel, er ist der König des Universums. Er tut alles, was ihm wohlgefällt. Es gibt nichts, was Gott sich wünscht, was er nicht auch tun könnte – ausgenommen, dass wir uns für ihn entscheiden. Er kann uns nicht zwingen, weil er uns frei geschaffen hat. Aber wenn Gott etwas tun möchte, wenn er eine Aktion durchführen möchte, wenn er etwas vollenden möchte, es gibt nichts, woran er Freude hat, es zu tun, was er nicht auch tun könnte. Wir beten nicht nur zu unserem Vater, der ein Interesse für uns hat, sondern wir beten auch zu unserem Vater, der alles für uns tun kann, was ihm wohlgefällt. Und was ihm wohlgefällt, ist das, was uns guttut, denn er freut sich daran, wenn er uns wohltun kann. Das sehen wir in Jeremia 32.

[10:29] Jeremia 32 und dort in Vers 41: „Und damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohlzutun.“ Gott freut sich, wenn er uns Gutes tun kann. Und hier haben wir gelesen in Psalm 115, Vers 3: „Alles, was ihm wohlgefällt.“ Mit anderen Worten, alles, was er gerne mag, das kann er auch tun. Und hier in Jeremia 32 lesen wir, dass es ihm wohlgefällt, uns Gutes zu tun. Wenn wir also zu Gott beten, dann beten wir nicht nur zu einem, der Sympathie für uns hat. Wir beten zu einem, der uns alles geben kann, was gut für uns ist.

[11:17] Er ist der Einzige, der uns alles geben kann, was gut für uns ist. Wenn wir etwas wirklich brauchen, dann macht es keinen Sinn, zu jemand anderem zu gehen außer zu Gott, denn er kann es uns geben.

[11:34] Schauen wir auch in Jesaja 37 und dort Vers 14 bis 16. Hiskia ist in höchster Not. Er und sein Volk sitzen in Jerusalem, umzingelt von der oder bedroht von der assyrischen Armee. Der Sanherib, der droht mit einem Brief, und Hiskia nimmt diesen Brief und breitet ihn vor dem Herrn im Tempel aus. Er nimmt die Gefahr, er nimmt das Problem, die Herausforderung und bringt sie so, wie sie ist, zu Gott. Lieber Freund, liebe Freundin, das dürfen wir auch tun. Wir können die Probleme, die wir haben, die Schwierigkeiten, Herausforderungen, nehmen, wie sie sind, und vor Gott legen. Vers 14: „Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf in das Haus des Herrn. Und Hiskia breitete ihn aus vor dem HERRN, und Hiskia betete vor dem HERRN und sprach: Oh Herr, der Herrscharen, du Gott Israels.“ Vergessen wir nicht, er hat einen Brief erhalten von dem mächtigsten König seiner Zeit, der das Weltreich Assyrien beherrscht, der niemanden auf Erden hat, der ihm das Wasser reichen könnte, militärisch, politisch, wirtschaftlich. Menschlich gesehen ist Hiskia chancenlos. Aber er betet zu Gott, und schauen wir, wie er ihn nennt in Vers 16: „Oh Herr, der Herrscharen, du Gott Israels, der du über den Kerubim thronst, du allein bist Gott über alle Königreiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde gemacht.“ Hier sehen wir, in höchster Not wendet sich Hiskia an den, der alles kann, der Himmel und Erde gemacht hat, der Schöpfer, der über den Kerubim thront, der Herr der Herrscharen. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du in großer Not bist, wenn du nicht weißt, wie du aus der Situation herauskommst, wenn du dich bedrängt fühlst, sei es durch Versuchung, sei es durch Druck von außen, durch Stress, durch Gefahren, dann dürfen wir zu unserem Vater im Himmel beten, der eben im Himmel ist, König über alle Königreiche.

[14:19] Und das hat auch Implikationen für die Anbetung Gottes. In Jesaja 66 und dort Vers 1 lesen wir, wie Gott selbst durch den Propheten Jesaja folgendes sagt: „So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir denn bauen, oder wo ist der Ort, an dem ich ruhen soll?“ Gott erinnert uns daran: Er ist uns ganz nahe durch das Gebet, aber er ist auch so groß, er ist so unfassbar, so gewaltig, dass wir ihn nicht begrenzen können. Wir können ihn nicht in ein Gebäude stecken und sagen: „Da bist du jetzt.“ Die Heiden dachten, dass sie ihre Götzen an einen Ort stellen können, irgendwo verorten können und sagen: „Das ist der Berg, wo die olympischen Götter residieren, und wenn wir zu ihnen wollen, dann müssen wir eben zum Olymp. Das ist der Ort, an dem die Göttin so und so ihren Tempel hat, und wenn wir etwas von ihr wollen, dann müssen wir dorthin. Und wenn wir von dort weggehen, dann sind wir halt von ihr entfernt.“

[15:35] Niemand muss eine Pilgerreise zu Gott machen, denn Gott ist nicht auf einen Ort beschränkt, auf einen Tempel, auf ein Gebäude. Er ist überall, und das unterscheidet die wahre, die biblische Anbetung ganz fundamental von der heidnischen Anbetung, wo man an einen bestimmten Ort muss, weil dort an diesem Ort irgendwie Gott mehr wirkt, angeblich, oder die Götter mehr wirken als an einem anderen Ort. Und wo immer im christlichen Glauben, in der Christenheit, dieser Gedanke eingedrungen ist, man müsste eine Pilgerfahrt irgendwohin machen, man müsste an einen besonderen Ort, wo besondere Kräfte wirken, dann ist das nicht vereinbar mit dem biblischen Bild. Wahre Anbetung, wo wir auch sind, ist unser Vater erreichbar, denn er ist im Himmel. Er ist überall auf der Erde durch seinen Heiligen Geist. Wir können ihn überall anbeten.

[16:42] Aber die Tatsache, dass unser Vater im Himmel ist, dass er allmächtig ist, allgegenwärtig, dass wir überall zu ihm beten können, hat auch noch eine andere Implikation für unser Gebet. In Prediger Kapitel 5, Vers 1, da sagt uns Salomo einen wichtigen Ratschlag. Er sagt in Prediger 5, Vers 1, wenn es um das Gebet geht: „Übereile dich nicht mit deinem Mund und lass dein Herz keine unbesonnenen Worte aussprechen.“ Und jetzt kommt die Begründung, denn er gibt die Begründung an. Sprich also nicht übereilig mit deinem Mund, sprich nicht voreilig, sprich nicht unbesonnen, denn Gott ist im Himmel und du bist auf der Erde. Darum sollst du nicht viele Worte machen.

[17:40] Wir erinnern uns, dass Jesus in der Bergpredigt, der explizit direkt, bevor das Vaterunser der Menschenmenge erklärt und gegeben hat, gesagt hatte, dass wir nicht plappern sollen wie die Heiden, die glauben, dass, wenn sie möglichst viel reden, sie dann eine höhere Chance haben, erhört zu werden. Wenn wir uns daran erinnern, dass unser Vater im Himmel ist, dann werden wir nicht einfach gedankenlos daherplappern im Gebet, nicht einfach irgendwas daherreden, nicht unbesonnene Worte reden, sondern uns bewusst machen: Gott ist wirklich der allgegenwärtige König, der Herrscher dieses Universums.

[18:30] Und wenn wir so beten, dass wir wissen, er ist unser Vater, der ein unfassbar großes Interesse an uns hat, uns liebt wie niemand sonst, uns bereit ist, Gutes zu geben, wie nicht einmal wir selbst uns Gutes geben könnten, der uns besser kennt als wir uns selbst, dass dieser Vater im Himmel ist, dass er der Gott von Himmel und Erde, des gesamten Universums, dann wird dieses Gebet zu unserem Vater im Himmel auch dazu führen, dass wir mutig von diesem Gott des Himmels erzählen.

[19:07] Daniel ist ein gutes Beispiel dafür. In Daniel Kapitel 2 und dort Vers 27 und 28. Daniel steht vor dem König Nebukadnezar II. Und Daniel hat gerade gebetet. Es ging buchstäblich um Leben und Tod. Sein Leben war in Gefahr. Der König hatte angedroht, alle, oder wohl auch schon begonnen, alle Weisen im Reich umzubringen. Und Daniel hat gebetet mit seinen Freunden Hananja, Misaël und Asarja. Es heißt in Daniel 2, Vers 17 und 18: „Darauf zog sich Daniel in sein Haus zurück und teilte die Sache seinen Gefährten mit, Hananja und Misaël und Asarja, damit sie von dem Gott des Himmels Erbarmen erflehen möchten wegen dieses Geheimnisses, damit nicht Daniel und seine Gefährten samt den übrigen Weisen von Babel umkämen.“ Und dann antwortet Gott im Gebet, und Daniel geht gestärkt und zuversichtlich zu dem König, wissend, dass er ihm das sagen kann, was der König so dringend hören möchte, denn Gott hat es offenbart. Und lesen wir in Vers 27, dort heißt es: „Daniel antwortete vor dem König und sprach: Das Geheimnis, nachdem der König fragt, können Weise, Wahrsager, Traumdeuter oder Zeichendeuter dem König nicht verkünden. Die kennen nämlich nur menschengemachte Götter und Götzen, die die Zukunft nicht kennen und auch die Vergangenheit nicht kennen.“ Aber dann sagt er in Vers 28: „Aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart. Der hat den König Nebukadnezar wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen soll mit deinem Traum und den Gesichten deines Hauptes auf deinem Lager. Verhielt es sich so: Es gibt einen Gott im Himmel.“ Daniel konnte beten aus Überzeugung: „Unser Vater, der du bist im Himmel.“ Und weil er wusste, dass dieser Gott, der im Himmel ist, sein Vater ist, zu dem er mit all seinen Sorgen und Nöten kommen konnte, hat er die Erfahrung gemacht, dass tatsächlich sein Vater ihm das gab, was er brauchte. Und so konnte er vor dem mächtigsten König seiner Zeit, vor Nebukadnezar II., von diesem Vater im Himmel sprechen und sagen: „Ich kenne den Gott des Himmels.“

[22:05] Wahres Gebet, ein Gebet, das sich bewusst macht: Wir beten zu dem König des Universums, der allmächtig, allgegenwärtig, allwissend, allweise ist. Dieses Bewusstsein macht uns mutig für die Mission, denn wir wissen, wir stehen in direktem Kontakt mit dem, der alles in seiner Hand hält. Wer betet: „Unser Vater, der du bist im Himmel“, wird mutig seinen Namen bekennen, auch in höchster Gefahr, so wie es Daniel getan hat.

[23:03] Die nächste Phrase in Lukas Kapitel 11 und dort in Vers 2 sagt nun: „Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name.“ Die ersten beiden Phrasen, „Unser Vater“ und „der du bist im Himmel“, sind ja die Anrede, und sie bringen die beiden wesentlichen Aspekte zum Tragen: die Nähe Gottes und seine unfassbare Allgegenwart und seine Macht und Herrlichkeit, die Beziehung zu unserem Vater und das, was er im Universum ist. Das ist die Anrede, und auf diese Anrede folgt jetzt die erste tatsächliche Bitte: „Geheiligt werde dein Name.“ Die erste Bitte im Gebet, das Jesus seinen Jüngern jetzt lehrt und sie damit an die Bergpredigt erinnert, die erste Bitte betrifft nicht unsere Bedürfnisse, das, was wir wollen, unsere Pläne, unsere Sorgen. Die erste Bitte betrifft Gott: „Geheiligt werde dein Name.“ Wie oft beten wir vielleicht „Unser Vater“, wie oft anerkennen wir seine Macht und Stärke, einzig und allein dann nur, um unsere eigenen Bitten vorzutragen, was wir alles brauchen oder denken zu brauchen, was wir uns wünschen?

[24:52] Wie oft wünschen wir uns, dass Gottes Name geheiligt wird, dass sein Wesen stärker leuchtet in unserem Leben, dass seine Ehre weiter verbreitet wird? „Geheiligt werde dein Name.“ Was bedeutet das? Schauen wir in Psalm 111 und dort Vers 9. Es heißt: „Er hat seinem Volk Erlösung gesandt, auf ewig verordnet seinen Bund.“ Das ist der ewige Bund, der neue Bund. „Heilig und furchtgebietend ist sein Name.“ Psalm 111, Vers 9 sagt uns ganz deutlich: Gottes Name ist heilig. Was bedeutet also, dass wir beten sollen: „Geheiligt werde dein Name“? Die Bibel sagt also, sein Name ist heilig. Was bedeutet es also, dass er noch geheiligt werden soll?

[26:48] Gibt es etwas, das heilig ist und doch geheiligt werden soll? Wir denken dort an den Sabbat. Er ist gesegnet und geheiligt worden, es ist der heilige Tag des Herrn. Schauen wir in Jesaja und dort Kapitel 58, Vers 13. Dort heißt es über den Sabbat: „Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt.“ Also nehmen wir als Beispiel den Sabbat.

[27:38] Heilig, und dennoch sagt uns die Bibel in Hesekiel Kapitel 20, dort heißt es in Vers 20: „Und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sind zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich, der HERR, euer Gott bin.“ Der Sabbat ist heilig, und dennoch soll er geheiligt werden.

[28:11] Mit anderen Worten: Es ist auch möglich, dass der Heilige Sabbat von einem Menschen nicht geheiligt wird. Dann ist der Sabbat zwar immer noch heilig, aber der Mensch zeigt durch sein Leben, dass nicht der Sabbat ist eine heilige Zeit, aber nur, wenn ich den Sabbat auch heilige, wenn ich das glaube und auch umsetze, was Gott über die Heiligkeit des Sabbats gesagt hat und wie man einen solchen Sabbat auch verbringt. Nur dann wird die Heiligkeit des Sabbats durch mein Leben sichtbar. Wenn ich das nicht tue, wenn ich Gottes Sabbatgebot breche, wenn ich einfach alle meine Arbeit tue und nicht zum Gottesdienst gehe und alle die Dinge, die Gott sich eigentlich wünscht für den Sabbat, ignoriere, dann ist der Sabbat zwar immer noch heilig, aber in meinem Leben wird das nicht sichtbar. Wer mein Leben sieht, sieht dann nicht die Heiligkeit des Sabbats, die der Sabbat zwar theoretisch immer noch hat, aber die durch mein Leben nicht offenbar wird.

[29:08] „Geheiligt werde dein Name.“ Wir haben also gesehen in Psalm 111, Vers 9: Gottes Name ist heilig, und dennoch soll sein Name geheiligt werden. Offensichtlich durch unser Leben, dadurch, dass wir über Gottes Heiligkeit nachdenken und sie in unser Leben aufnehmen. Dass Gott heilig ist, das sagt die Bibel unmissverständlich in Jesaja Kapitel 6, Vers 3. Sah Jesaja, wie er selbst sagt, im Todesjahr des Königs Usija den Herrn in einer Vision auf dem erhabenen und hohen Thron sitzen. Die Säume seines Gewandes füllten den Tempel. Es heißt in Vers 2: „Seraphim standen über ihm, und jeder von ihnen hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht und mit zweien bedeckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie.“

[30:26] Sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie. Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen! Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit. Gott ist heilig, so sehr, dass die Engel es ständig ausrufen: Heilig, heilig, heilig! Wir finden denselben Gedanken dann auch in der Offenbarung, in Offenbarung 4, wo die himmlischen Wesen genau dasselbe im Gottesdienst rufen, den Johannes dort in Offenbarung 4 beobachten darf. Sie rufen, dass Gott heilig ist. Und hier heißt es weiter: Die ganze Erde, Achtung, ist erfüllt von seiner Herrlichkeit. Hier wird also eine Verbindung gezogen zwischen der Tatsache, dass Gott heilig ist, dass die ganze Erde erfüllt wird von seiner Herrlichkeit.

[31:21] Aber könnte es sein, dass diese Heiligkeit für Menschen dann sichtbar wird, wenn Menschen in ihrem Leben das zeigen? Und interessanterweise sagt ja die Bibel in Offenbarung 18 Vers 1, dass es einen Engel geben wird in Offenbarung 18 Vers 1, und der die ganze Erde erleuchten wird mit der Herrlichkeit Gottes. Sozusagen, das heißt in Offenbarung 18 Vers 1: „Oh, nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Jesaja 60 sagt: „Mache dich auf, werde Licht, denn die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.“

[32:03] Jesaja 6: Die Seraphim singen und beten, sie sagen: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott Zebaoth!“ Und sie sagen: „Der Herr der Heerscharen“, sagen, „die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit.“ Kann es sein? Ich glaube ganz fest, dass die, die am Ende hier in Offenbarung 18 Vers 1 beschrieben werden, es sind die, die gebetet haben: „Geheiligt werde dein Name.“ Denn wenn in ihrem Leben diese Bitte erklingt und auch beantwortet wird: „Geheiligt werde dein Name“, dann wird die Heiligkeit Gottes sichtbar durch sie, sodass die Erde erfüllt wird mit der Herrlichkeit Gottes, so wie Menschen, die den Sabbat heiligen, die Heiligkeit des Sabbats sichtbar machen.

[33:05] Wie also wird diese Bitte „Geheiligt werde dein Name“ beantwortet? Wir haben hier eine sehr interessante Stelle in Hesekiel, dort, Verzeihung, Hesekiel 36 natürlich, und dort ab Vers 23. Es gibt immer wieder Menschen, die den Eindruck haben, vielleicht könnte das bedeuten, wir müssen den korrekten Namen oder den Namen Gottes korrekt wissen und korrekt aussprechen. Wird Gottes Name dadurch geheiligt, dass wir genau wissen, wie die Konsonanten und die Vokale seines Namens ausgesprochen werden? Nein, die Bibel sagt das an keiner Stelle. Sie hat ja noch nicht einmal direkt die Vokale seines Namens offenbart. Wir wissen im Grunde genommen gar nicht genau, wie der Name Gottes, der im Hebräisch mit den Konsonanten JHWH wiedergegeben wird, genau ausgesprochen worden ist. Und das, wenn wir es wüssten, hätten wir wahrscheinlich als Mitteleuropäer Mühe, ihn exakt auszusprechen, wie ihn ein Hebräer ausgesprochen hätte. Aber wir wissen, dass viele Hebräer ihn ja gar nicht ausgesprochen haben, sondern um ihn nicht aussprechen zu müssen, gerade das Wort „Herr“ eingesetzt haben, Adonai. Deswegen wir auch heute diesen Namen in den Bibeln meistens dann mit Großbuchstaben „HERR“ übersetzen. Offensichtlich ging es gerade nicht darum, den Namen korrekt auszusprechen. Es ging um etwas anderes.

[34:46] Aber was war das? Worum geht es bei der Heiligung seines Namens? Und da hilft uns Hesekiel 36 ab Vers 23 ganz enorm weiter. Es heißt hier in Vers 23, oder fangen wir besser an ab Vers 20, Hesekiel 36 ab Vers 20: „Als sie“, gemeint sind die Israeliten, „als sie nun unter die Heidenvölker kamen, wohin sie gezogen waren, da entweihten sie meinen heiligen Namen, indem man von ihnen sagte: Das ist das Volk des Herrn. Die mussten aus seinem Land ausziehen.“ Die umliegenden Völker wussten: Das ist das Volk von JHWH, das ist das Volk des Gottes der Hebräer. Und schaut sie euch an, wie es ihnen geht. Schaut sie euch an, sie konnten ihr Land nicht behalten, sie mussten ins Exil. Sie werden schlecht behandelt von ihren Meistern. Offensichtlich war Gott nicht in der Lage, sie zu beschützen oder sie zu retten. Das war das, was die Heiden dachten und sagten. Und Gott sagt: Durch die Sünde des Volkes Israel, dadurch, dass sie ins Exil gehen mussten, dadurch wurde sein heiliger Name entweiht.

[36:20] Lieber Freund, liebe Freundin, jede Sünde, die wir tun, jede Rebellion, die dazu führt, dass Gott uns nicht segnen kann, ist eine Entweihung seines heiligen Namens. Wir entweihen, entheiligen seinen heiligen Namen durch Sünde, durch Rebellion, durch Abfall. Vers 21: Gott sagt weiter: „Da tat es mir leid um meinen heiligen Namen.“ Halten wir fest: Sein Name ist heilig. „Tat es mir leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel entweiht hatte unter den Heidenvölkern, zu denen es gekommen ist. Darum“, spricht, Verzeihung, „darum spricht zu dem Haus Israel: So spricht Gott der HERR: Nicht um eurem Willen tue ich dies, Haus Israel, sondern wegen meines heiligen Namens, den ihr entweiht habt unter den Heidenvölkern, zu denen ihr gekommen seid.“ Wir sehen also, es geht hier um Gottes heiligen Namen, den die Israeliten entheiligt haben.

[37:37] Vers 23: „Darum will ich meinen großen Namen wieder heilig machen, der vor den Heidenvölkern entheiligt worden ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt. Und die Heidenvölker sollen erkennen, dass ich der HERR bin, spricht Gott der HERR, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde.“ Also halten wir fest: Wer entheiligt den Namen? Wer entweiht den Namen? Es ist das Volk Gottes durch die Sünde. Aber wer heiligt seinen Namen? Wer führt dazu, dass der Name wieder als heilig angesehen wird? Es ist Gott selbst. Er sagt in Vers 23: „Darum will ich meinen großen Namen wieder heilig machen.“ Gott selbst heiligt seinen Namen. Die Frage ist jetzt: Wie tut er das? Und das sagt er in Vers 24 und den folgenden Versen: „Denn ich will euch aus den Heidenvölkern herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen.“ Das ist die Verheißung aus 5. Mose 30. „Und ich will reines Wasser über euch sprengen und ihr werdet rein sein von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“

[39:22] Wie wird der Name Gottes geheiligt? Indem Gott uns aus den Heidenvölkern herausholt, indem Gott uns, indem er uns zurückbringt, indem er uns reinigt, indem er uns ein neues Herz gibt, indem er uns das steinerne Herz wegnimmt, indem er uns ein fleischernes Herz gibt, indem er seinen Geist in unser Inneres legt, indem er bewirkt, dass wir in seinen Geboten wandeln, dass wir durch seine Kraft sein Gesetz halten. Gott heiligt seinen Namen in unserem Leben, den wir vorher durch unsere Sünde, als wir ohne ihn gelebt haben, entheiligt haben.

[40:14] Wer also betet: „Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name“, der gibt Gott die Erlaubnis, mit dem loszulegen, das hier zu tun. Der wünscht sich: „Gott, bitte bring mich zurück, stelle mich wieder her, reinige mich von meinen Götzen, reinige mich von aller Unreinheit, reinige mich von meiner Sünde, schenk mir ein neues Herz“, so wie David gebetet hat in Psalm 51: „Ein reines Herz gib mir, deinen Heiligen Geist, bewirke durch deinen Geist, dass ich deine Gebote halte.“ Wer betet: „Geheiligt werde dein Name“, wünscht sich, dass Hesekiel 36 Vers 24 und folgende in seinem Leben Realität wird.

[41:11] Vers 28: „Und ihr sollt in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein. Und ich will euch befreien von allen euren Unreinheiten, und ich will dem Korn rufen und es vermehren und keine Hungersnot mehr über euch kommen lassen. Ich will auch die Früchte der Bäume und den Ertrag des Feldes vermehren, damit ihr künftig nicht mehr die Schmach des Hungers unter den Heidenvölkern tragen müsst.“ Gott verspricht, er wird uns ein neues Herz geben, er wird uns erlösen, er wird uns seinen Heiligen Geist geben, er wird uns Gehorsam schenken, er wird unser Gott sein. Wir werden den neuen Bund mit ihm haben, wie es hier in Vers 28 angedeutet ist. Das ist genau die Formulierung, die wir aus Jeremia 31 aus dem Neuen Bund kennen, dass wir sein Volk sind und er ist unser Gott. Er wird uns befreien, er wird uns von der Sünde befreien, er wird uns segnen, überreich segnen. Dadurch wird sein Name...

[42:34] 2. Mose 34, eine wunderbare Passage, Vers 5 bis 7. Dort heißt es: „Da kam der HERR in einer Wolke herab und trat dort zu ihm und rief den Namen des HERRN aus.“ Der heilige Name. Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: „Der HERR, der HERR“, hier steht sein Name zweimal wiederholt, „der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, der aber keineswegs ungestraft lässt, denn wenn er dir und mir vergibt, dann deswegen, weil Jesus die gerechte Strafe auf sich genommen hat, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied.“ Gott offenbart uns, wie schlimm die Sünde ist, dass wenn wir sündigen, wir auch noch die, die in unserem Haus leben, unsere Kinder und Enkelkinder und Urenkelkinder eventuell noch durch unser Vorbild in die Irre leiten.

[44:10] Was wir hier sehen, 2. Mose 34 Vers 5 bis 7, ist eine Beschreibung des Charakters Gottes, der absolut gerecht und gleichzeitig unendlich liebevoll ist. Sein Wesen, sein Charakter ist sein heiliger Name. Und wenn wir diesen Charakter Gottes glauben und sein Angebot der Vergebung in Anspruch nehmen, dann geschieht genau das, was Hesekiel 36 beschreibt. Dann holt er uns, wo auch immer wir uns befunden haben, und wie 5. Mose 30 Vers 4 sagt: „Und wenn wir bis an das Ende des Himmels verstoßen sind, er wird uns von dort holen und wieder zurückbringen.“ Und er wird uns ein neues Herz geben, er wird unser Herz beschneiden, wie 5. Mose 30 sagt. Er wird uns reinigen, erlösen, er wird uns mehr segnen als unsere Väter, wie 5. Mose 30 sagt.

[45:09] Gottes Name, der heilig ist, beschreibt seinen heiligen Charakter.

[45:28] Jeremia 14 und dort Vers 9. Jeremia 14 Vers 9, dort heißt es: „Warum willst du sein wie ein erschrockener Mann, wie ein Kriegsheld, der nicht retten kann? Du bist doch, oh HERR, in unserer Mitte, und wir tragen deinen Namen. Verlass uns nicht!“ Gottes Name wird geheiligt, wenn in unserem Leben die Heiligkeit Gottes sichtbar wird, wenn wir es ihm erlauben, seinen Charakter in uns zu zeigen. Wir haben gesehen, Hesekiel 36: Er ist es, der es tut. Von dem Moment an, wo wir zu ihm sagen: „Hilf mir!“, holt er uns, er reinigt uns, er schenkt uns ein neues Herz, er schenkt uns sogar den Gehorsam, sodass, wenn Menschen unser Leben sehen, sie dann nicht sagen: „Oh, was für ein heiliger Mensch ist das!“, sondern sie sagen: „Oh, Gott ist heilig!“ Unser Leben sollte nicht so sein, dass Menschen uns für heilig halten, sondern dass sie Gottes Heiligkeit erkennen. Sein Name soll geheiligt werden in unserem Leben. Wir tragen seinen Namen, seinen heiligen Namen, seines Charakters.

[46:51] Jeremia 33 und dort Vers 16. Lesen wir vielleicht ganz kurz in Jeremia 23, zunächst in Vers 5 und 6: „Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken, der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen. Und das ist der Name, den man ihm geben wird, dem Messias: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit.“ Das ist der Name des Messias, der Name des Königs aller Könige.

[47:34] Jeremia 33 jetzt Vers 15 und 16: „In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen Spross der Gerechtigkeit hervorsprießen lassen, und er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen. Und mit diesem Namen wird man sie, das Volk, benennen: Der HERR ist unsere Gerechtigkeit.“ Der Name des Messias soll der Name des Volkes sein. Israel ist der Name Jesu, Israel ist der Name seines Volkes. Wir können das durch die ganze Bibel hindurch verfolgen. Sie sagen: „Wir sind nach deinem Namen benannt.“ Sein heiliger Name soll in unserem Leben sichtbar werden, sodass sein heiliger Name in unserem Leben geheiligt wird.

[48:32] Gedanken vom Berg der Seligpreisung: Diese Bitte ruft uns auf, oder ruft dich auf, seinen Charakter zu besitzen. Die Bitte „Geheiligt werde dein Name“ ist der Wunsch: Ich möchte deinen Charakter haben, lieber Vater.

[48:58] Du kannst seinen Namen nicht heiligen, du kannst ihn nicht vor der Welt repräsentieren, es sei denn, dass du in deinem Leben und in deinem Charakter das tatsächliche Leben und den tatsächlichen Charakter Gottes repräsentierst. Und dies kannst du nur durch die Akzeptanz, durch die Annahme der Gnade und Gerechtigkeit Christi. Mit anderen Worten, diese Bitte fordert uns, ruft uns auf, dass wir seinen Charakter, den Charakter Gottes, haben. Es bedeutet nicht, dass wir einfach sagen, wir wissen, wie Gott heißt, oder wir gehören einmal seinem Volk, sondern wir können nur dann seinen Namen heiligen, wenn wir seinen Charakter in unserem Leben, den wahren Charakter Gottes, den tatsächlichen Charakter Gottes, sein Leben in unserem Leben ausleben. Aber das ist nur ausschließlich möglich, wenn wir Jesu Gnade und seine Gerechtigkeit, nicht unsere, sondern seine Gerechtigkeit annehmen, so wie es Hesekiel 36 beschreibt: Er holt uns und er sammelt uns und er reinigt uns und er verändert uns und er macht uns gehorsam.

[50:26] Offenbarung 15 und dort in Vers 4. Offenbarung 15 Vers 3 und 4: Die Erlösten werden einmal am gläsernen Meer stehen und Folgendes singen in Vers 3 und 4: „Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sprechen: Groß und wunderbar sind deine Werke, oh Herr, Gott, du Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiligen! Wer sollte dich nicht fürchten, oh Herr, und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig. Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.“

[51:23] Möchtest du, dass dein Leben diese Worte ausdrückt, dass die Menschen nicht uns preisen, wenn sie die guten Werke sehen, sondern unseren Vater, der im Himmel ist? Ist nicht genau das, was Jesus in der Bergpredigt gesagt hat, wenn wir das Licht der Welt sind, Matthäus 5 Vers 16: „So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Sein Name wird verherrlicht, sein Name wird geheiligt, wenn wir das Licht des Evangeliums annehmen und in uns leuchten lassen.

[52:05] Ist es dein Wunsch? Wollen wir heute mit Überzeugung beten: „Geheiligt werde dein Name in meinem Leben.“ Wollen wir noch gemeinsam niederknien und dafür beten.

[52:27] Lieber Vater im Himmel, unser Vater, der du im Himmel bist, der du uns von Herzen lieb hast und uns deine Kinder nennst, der du gleichzeitig alles kennst und alles weißt, über alles regierst. Du wünschst dir das Beste für uns, und wir möchten Dich heute erneut einladen, dass in unserem Leben durch unsere Worte, unsere Gedanken, unsere Taten dein heiliger Charakter geheiligt wird, dass Menschen, die uns sehen, dich preisen, deine Herrlichkeit erkennen. Herr, wir möchten Dich einladen, dass du, der du alleine uns erlösen kannst, deine Erlösung, deine Errettung in unserem Leben real machst, dass sichtbar wird, wie du wirklich bist. Das bitten wir im Namen Jesu, der uns dieses Gebet beigebracht hat. Amen.


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