In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp die eindringliche Botschaft Jesu an die Gemeinde Laodizea aus Offenbarung 3:20a: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ Er vergleicht diese Aufforderung mit der Geschichte der Sulamith aus dem Hohelied und der Erwartung des Herrn in Lukas 12, um die Dringlichkeit und die liebevolle Motivation hinter Jesu Klopfen zu unterstreichen. Kramp fordert die Zuhörer auf, ihre Herzen für Jesus zu öffnen und sich auf seine Wiederkunft vorzubereiten, anstatt ihn warten zu lassen.
Offenbarung 3:20a
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Endzeit, Gemeinde, Offenbarung, Prophetie, Zeichen der ZeitPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.julmedia.de. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Wir wollen heute weiter studieren in dieser so faszinierenden und uns tief bewegenden Botschaft, die Jesus an die Gemeinde Laodizea gibt. Es gibt heute wieder eine Menge an interessanten Dingen zu entdecken.
[1:14] Bevor wir das tun, möchten wir Jesus einladen, dass er uns durch die Punkte hindurchführt, die ihm wichtig sind, dass er uns zeigt, was für uns heute wichtig ist zu verstehen, dass wir das Entscheidende nicht vernachlässigen, weil wir uns vielleicht bei Unwichtigem aufhalten. Wir möchten ihn einladen, dass er direkt zu unseren Herzen spricht. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass wir dazu knien.
[1:46] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du in der Laodizea-Botschaft durch Jesus direkt zu uns sprichst. Danke, dass du uns Worte gibst, die uns aufwühlen und gleichzeitig trösten, die uns herausfordern und zu dir ziehen und die uns zeigen, dass du dir mehr als alles andere wünschst, dass wir es endlich ganz ernst mit dir meinen und uns von ganzem Herzen in deine Hände geben. Herr, du weißt, wie oft in meinem Leben, in unserem Leben, dass ich versucht habe, die Kontrolle zu übernehmen. Herr, wir möchten dich bitten heute, dass du erneut, wie schon so oft in unserem Leben, durch deinen Geist in unser Herz hineinsprichst, dass du uns zeigst, wo die Wahrheit ist, dass du uns überführst, dass du uns auch vergibst und reinigst, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und uns zeigst, wie wir mit dir zusammen leben können. Herr, wir möchten dich bitten, dass wir deine Stimme zu unserem Herzen hören, dass wir sehen, wie nahe du uns bist. Wir möchten dich in unser Herz einlassen, hereinlassen. Wir möchten, dass du unser Lehrer bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[3:22] Offenbarung Kapitel 3 und dort Vers 20. Wir sind fast am Ende angelangt, noch drei Verse. In Offenbarung 3 Vers 20 heißt es: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir."
[3:53] Wir sind hier beim Aufruf. Eine Predigt mit einem Aufruf zu beenden ist keine amerikanische Erfindung. Jesus macht am Ende seiner kurzen Predigt an die Gemeinde Laodizea einen Aufruf.
[4:07] Er hat ihnen gezeigt, wer er ist. Er hat sich selbst vorgestellt. Wir haben in den Versen, in Vers 14, all die Attribute und Eigenschaften Jesu im Hinblick auf die Laodizea-Botschaft studiert, wie wir die Dinge studiert haben. Wir können sie heute nicht im Detail wiederholen, aber ihr könnt das ja noch mal nachschauen oder nachstudieren.
[4:46] Jesus hat sich vorgestellt. Er hat deutlich gemacht, warum er zu uns spricht und dass unsere Situation verzweifelt ist, dass es so nicht weitergehen kann. Er hat uns den Spiegel vor die Augen gehalten und gezeigt, dass, obwohl wir so über uns denken, die Wahrheit 180 Grad anders ist. Er hat uns überführt. Er hat unseren Zustand mit Liebe, aber mit Genauigkeit klarstens diagnostiziert, aber nicht, um uns zu entmutigen, sondern um uns zu zeigen, wie dringend nötig wir die Hilfe haben, die es schon gibt für uns, wie dringend wir das Evangelium brauchen, das wir vielleicht anderen erzählen, aber selbst nie in Anspruch genommen haben. Er rät uns, den Glauben anzunehmen, den er uns schenkt, den wahren rettenden Glauben, der durch die Liebe wirksam ist. Er rät uns, seine Gerechtigkeit anzuziehen, nicht unsere eigene, seine Gerechtigkeit, die uns bekleidet. Und er rät uns, dass wir seine Augensalbe nehmen, nicht die von irgendwelchen anderen Quacksalbern, sondern seine Augensalbe, die uns zeigt, wie sehr er für uns gelitten hat, damit wir im Leben wieder klar sehen und die Priorität wieder richtig bekommen und uns selbst, Gott, alles, was um uns herum ist, wieder im richtigen Licht sehen und verstehen, um was es wirklich geht.
[6:16] Und wir haben gesehen, dass Jesus auch seine Motivation kundtut. Er tut das, weil er uns so sehr mag. Er tut es mit einem Herz voller Liebe. Und wenn er uns tadelt und wenn er uns erzieht, dann deswegen, weil er das für uns möchte und weil er sich so sehr wünscht, dass wir nicht verloren gehen. Und deswegen hat er uns gebeten, dass wir das ernst nehmen, dass wir eifrig sind, dass wir durch die Erfahrung der Lösung jetzt wirklich von Herzen daran gehen, Veränderung voranzutreiben. Und ich hoffe und bete, dass in deinem Leben, dass in deinem Herzen fußfest Wurzeln geschlagen hat, dass du begonnen hast, Veränderung vorzunehmen, dass du nicht einfach nur Video für Video schaust, sondern dass diese Dinge wirklich eine Richtungsänderung in unserem Leben bewirken, eine echte Bekehrung, eine echte Erweckung, dass wir wirklich umkehren, Buße tun, Metanoia, wie wir das letzte Mal uns angeschaut haben. Vers 20 kommt der Aufruf.
[7:22] Siehe, ich stehe vor der Tür. Es liegt an dir und an mir, ob wir diese Botschaft hören und ignorieren oder ob wir aufmachen. Wenn es draußen klingelt, wenn jemand an der Tür klopft, selbst wenn jemand am Handy uns anklingelt, ist es immer unsere Entscheidung, ob wir die Tür öffnen, ob wir das Handy zur Hand nehmen oder ob wir es klingeln lassen.
[8:02] Jesus steht vor deiner Tür, steht vor meiner Tür. Jesus möchte, dass wir ihn hineinlassen. Jemand, der vor der Tür steht und anklopft – gibt es das in der Bibel noch ein anderes Mal? Gibt es noch andere Stellen in der Bibel, wo Menschen vor einer Tür stehen und klopfen?
[8:30] Es gibt wenige Stellen, in denen das tatsächlich so beschrieben wird. Das ist kein Bild, das sehr oft in der Bibel vorkommt, aber eines, das wir hier und dort finden. Und die erste Stelle, die wir uns heute anschauen wollen, die ist vielleicht in einem Buch und an einer Stelle, die wir jetzt gar nicht so vor Augen vielleicht gehabt hätten, nämlich im Buch Hohelied. Das Buch Hohelied, geschrieben von Salomo, ist ein Buch, das die Liebe beschreibt, die Liebe zwischen Bräutigam und Braut vor, nach der Hochzeit. Ein sehr intensives Buch. Und wir lesen hier in Hohelied Kapitel 5 und dort Vers 2 eine interessante Stelle. Hohelied Kapitel 5 Vers 2. Die Geliebte, die Sulamith, sagt hier: "Ich schlafe, aber mein Herz wacht." Das klingt so, als ob sie einen Traum beschreibt. Es wird uns gleich noch helfen, diese Beobachtung. "Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Geliebten, der anklopft." Da steht jemand vor der Tür. Es ist kein Vertreter, nicht ein ungebetener Gast. Es ist der Geliebte, der steht vor der Tür und klopft an. Und sogar die Worte, die er sagt, die werden hier gesagt: "Tu mir auf, meine Schwester, meine Freundin, meine Taube, meine Makellose, denn mein Haupt ist voll Tau, meine Locken voll von Tropfen der Nacht."
[10:09] Aber Sulamith ist gar nicht darauf vorbereitet. Sulamith fragt zurück: "Ich habe mein Kleid ausgezogen, wie sollte ich es wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen, wie sollte ich sie wieder besudeln?" Aber jetzt Achtung, Vers 4: "Aber mein Geliebter streckte seine Hand durch die Luke. Da geriet mein Herz in Wallung seinetwegen." Eigentlich ist sie nicht vorbereitet, aber als sie merkt, er ist es wirklich, und als sie seine Hand sieht, da möchte sie unbedingt zu ihm. "Ich stand auf, um meinem Geliebten zu öffnen. Da tropften meine Hände von Myrrhe und meine Finger von feinster Myrrhe auf dem Griff des Riegels. Ich tat meinem Geliebten auf, aber mein Geliebter hatte sich zurückgezogen, war fortgegangen. Meine Seele ging hinaus auf sein Wort. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht. Ich rief ihm, aber er antwortete mir nicht. Es fanden mich die Wächter, welche die Runde machen in der Stadt. Die schlugen mich wund, sie nahmen mir meinen Schleier weg, die Wächter auf der Mauer. Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, wenn ihr meinen Geliebten findet, was sollt ihr ihm berichten? Dass ich krank bin vor Liebe."
[11:25] Mein Eindruck ist, dass das hier so einen Traum beschreibt. Die Sulamith träumt, dass ihr Geliebter vor der Tür steht und klopft und ist gar nicht bereit. Und dann sieht sie die Hand, aber sie steht auf und er ist schon weg. Ja, so wie Träume halt sind. Vielleicht kennt ihr auch solche Träume, wo man immer etwas haben möchte und das ist immer weg. Und dann geht sie hinaus und sie wird sogar geschlagen von den Wächtern. Was macht die gar nicht? Sie will nur den Geliebten haben. Ich glaube, das beschreibt so einen Traum. Der Geliebte klopft an der Tür. Sie möchte ihn unbedingt sehen, obwohl es ungelegen ist. Sie sucht ihn dann sogar, sie geht sogar hinaus. So reagiert jemand, der denjenigen liebt, der an der Tür steht und klopft. Das ist die Reaktion eines Menschen, der unbedingt den sehen möchte, der draußen an der Tür steht und klopft. Meine Frage ist: Reagieren auch wir so, wenn Jesus an unsere Tür klopft? Gerät unser Herz in Wallung, weil wir unbedingt Jesus in unserem Herzen haben möchten? Oder ist es für uns eher so, wenn Jesus an der Tür klopft, deswegen: "Ah ja, das ist halt der Lehrer, der uns wieder etwas sagen möchte. Wir müssen wahrscheinlich rangehen." Vielleicht können wir uns auch verstecken. Wenn Jesus an der Tür klopft, denkst du: "Ah ja, es ist notwendig, es ist schon richtig, es muss eigentlich sein." Ja, ich weiß. Oder gerät dein Herz in Wallung seinetwegen?
[12:59] Wir sagen, wir sind die Braut Jesu. Wir sagen, wir sind die Gemeinde. Als Gemeinde werden wir einmal mit ihm zum Hochzeitsmahl eingeladen sein. Die Bibel sagt, dass die Gemeinde die Braut von Jesus ist. Das sagt der Paulus an mehreren Stellen. Aber leben wir auch so? Hier ist ein Test in der Laodizea-Botschaft. Jesus steht an der Tür und klopft an. Werden wir reagieren wie diese?
[13:33] Warum muss Jesus eigentlich so lange warten, wenn wir ihn doch angeblich so sehr lieben? Warum ist die Laodizea-Gemeinde in einem Laodizea-Zustand, wenn sie doch ständig davon singt, dass sie Jesus liebt und Jesus ihr Ein und Alles ist? Warum ist sie in so einem Zustand? Kann es sein, dass unser ganzes Reden von "wir lieben Jesus und Jesus ist der Größte und der Beste und der Tollste" oft nur Lippenbekenntnisse sind, weil wir es einfach nur so sagen, weil das sich schön anfühlt, aber wir gar nicht Jesus wirklich in unser Herz hineinlassen?
[14:12] Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Jesus steht vor der Tür seiner Gemeinde, genauso wie hier der Bräutigam vor der Tür seiner Braut steht.
[14:26] Gerät dein Denken in Wallung bei dem Gedanken, dass Jesus in deinem Leben einziehen möchte? Der Jesus, auf den du hoffst, dass er bald wiederkommt. Der Jesus, mit dem du einmal die ganze Ewigkeit verbringen möchtest. Der Jesus, der dir damals die Wahrheit gezeigt hat, dich zu ihm gebracht hat, dir deine Sünden vergeben hat, dir einen Neuanfang ermöglicht hat. Der Jesus sagt zu mir und zu dir: "Ich würde gern in dein Herz."
[15:15] Ein anderes Bild vom Anklopfenden finden wir in Lukas 12, in Lukas 12 und dort Vers 35 und 36. Lukas 12 Vers 35 und 36. Jesus sagt zu den Jüngern: "Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend. Und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft" – und jetzt kommt es interessant – "sie ihm sogleich auftun." Hier geht es um vorbereitete Menschen, die auf ihren Herrn warten.
[15:55] Dieser Herr kommt von der Hochzeit. Das ist also, wie gesagt, hier ein anderes Bild, eine andere Nuance. Das ist aber auch ein wichtiges Bild für die biblische Prophetie, denn Jesus heiratet ja nicht nur seine Gemeinde, er heiratet ja eigentlich die Stadt Jerusalem, in der dann seine Gemeinde wohnen wird. Diese Hochzeit, die beginnt schon seit 1844. Er kommt von der Hochzeit wieder. Das war einer der Schlüsselgedanken, die um 1844, nach 1844, 1845, vor allem einigen Bibelstudenten geholfen haben zu verstehen, warum Jesus 1844 noch nicht wiederkommen konnte. Denn wenn er kommt, kommt er von der Hochzeit. Und hier sind Menschen, die auf diesen Herrn, der von der Hochzeit kommt, die auf ihn warten.
[17:00] Sie sind vorbereitet. Und weil sie vorbereitet sind, machen sie etwas, sobald sie seine Stimme hören, sobald an der Tür es klopft. Muss derjenige, der draußen klopft, nicht ewig warten.
[17:24] Vor kurzem hat mich mein Freund Thomas abholen wollen. Wir wollten hierherfahren, um Aufnahmen zu machen. Und er war pünktlich da, aber ich war noch nicht so gut vorbereitet. Und er hat eine ganze Zeit lang draußen warten müssen. Er hat viel Geduld gehabt. Irgendwann hat er gehubt. Hat ewig lange gedauert. Da ist mir das noch passiert, ist mir noch ein Glas runtergefallen. Ich muss noch aufheben, das und jenes und da noch das einpacken und jenes packen. Und ich war nicht vorbereitet. Es hat ziemlich lange gedauert, ich sag nicht, wie lange. Manchmal sind wir so mit Jesus. Er steht an der Tür und wir haben noch das zu tun und jenes zu tun. Wir sind gar nicht vorbereitet. Er möchte wiederkommen, aber wir sind nicht vorbereitet. Wenn wir vorbereitet wären, würden wir die Tür sofort aufmachen.
[18:22] "Damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun." Jesus hat mit Sicherheit nicht gewollt, dass wir das Jahr 2025 sehen. Und wir reden jetzt hier in der globalen, in der großen heilsgeschichtlichen Perspektive. Die Zeitprophezeiungen der Bibel enden bis 1844. Dann ging Jesus ins Allerheiligste. Er konnte am 22. Oktober 1844 nicht wiederkommen in Wolken des Himmels. Dann begann diese letzte Phase des Evangeliums, von der die Bibel ausführlich beschreibt an vielen Stellen in der Offenbarung, in Daniel 8, in Daniel 7. Jesu Gericht beginnt. Er wird dann zum König gekrönt, der diesem Gericht vorsteht, und kommt dann als König der Könige wieder. Er kommt von der Hochzeit wieder, wo er Neu-Jerusalem empfängt, mit dem er dann einmal auf der neuen Erde regieren wird, dass er dann einmal auf der neuen Erde regieren wird.
[19:25] Aber dieses Gericht braucht nicht so lange. Jesus hätte schon mehrfach wiederkommen können, bin ich fest davon überzeugt. Die Botschaft an Laodizea ist die Gemeinde, die jetzt lebt in dieser Zeit des Gerichts, die Gemeinde, die sich vorbereitet soll auf die Wiederkunft Jesu. Die Tür ist geöffnet. Wir haben in der Gemeinde Philadelphia gesehen, dass eine Tür geöffnet worden ist, die niemand schließen kann, die Tür zum Allerheiligsten. Und wenn Jesus im Allerheiligsten ist, wird er aus dem Allerheiligsten herauskommen und dann ist das Ende der Gnadenzeit und dann wird die Wiederkunft kommen und dann werden wir bei ihm sein. Aber dazu müssen wir ihn hereinlassen in unser Herz.
[20:11] Wenn wir uns die Gemeinden in der Offenbarung anschauen, dann können wir vielleicht noch mal diesen Gedanken hier vertiefen, dass es sieben Gemeinden gibt, in denen jeweils ein Hauptaspekt oder ein Aspekt sich findet, der ein Muster erkennen lässt. Da gibt es in der ersten Gemeinde die falschen Apostel, die Lügen. Da gibt's in der zweiten Gemeinde die Synagoge des Satans. In der dritten Gemeinde gibt es den Thron des Satans. Ich denke, ihr kennt es vielleicht noch. Und dann gibt es die Tiefen des Satans. Das ist der Abfall in der Christenheit, der an verschiedenen Stellen in 2. Thessalonicher 2, in Daniel 7, an vielen Stellen vorhergesagt worden ist, der Abfall in der Christenheit, der bis einen Tiefpunkt erreicht im Mittelalter. Und dann am Ende dieser langen Periode von 1260 Jahren in der vierten Gemeinde finden wir diese Botschaft: "Bis ich komme." Jesus kommt wieder. Und dann in der fünften Gemeinde finden wir die Botschaft: "Ich komme wieder wie ein Dieb." Das heißt überraschend, bereite dich vor. Und in der sechsten Gemeinde finden wir die Botschaft: "Ich komme schnell, ich komme bald." Wir sehen hier, wie es so eine Entwicklung gibt, einen Abfall und dann: "Ich komme, ich komme wie ein Dieb, ich komme schnell." Und dann heißt es in der siebten Gemeinde: "Ich stehe an der Tür. Ich stehe an der Tür." Das heißt, hier und hier und hier muss Jesus selbst noch einen, wenn man so im Bild bleibt, auch noch einen Weg zurücklegen. Hier warten wir, warten die Christen auch noch auf Jesus, aber hier wartet Jesus auf die Gemeinde. In der siebten Gemeinde ist Jesus nicht irgendwo noch unterwegs und sagt: "Ich bin bald da, ich komme schnell, als du denkst." Er sagt: "Ich stehe an der Tür."
[22:28] Paulus hatte gesagt, der Tag des Herrn kommt nicht, ehe es nicht zuerst einen Abfall gibt. Wir können das noch mal kurz lesen in 2. Thessalonicher Kapitel 2 und dort Vers 3. Lasst euch von niemand, also ab Vers 2 am besten: "Lasst euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist noch durch ein Wort noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da." Der Tag des Christus, die Wiederkunft. Vers 3: "Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen, denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens." Zuerst kommt der Abfall, zuerst kommt die Entwicklung des Antichristen, zuerst kommt der Mensch der Sünde, der das Gesetz Gottes abschafft. Zuerst entsteht das Papsttum, bis es die ganze Welt hier unter Kontrolle hat in dem Mittelalter, in den Tiefen des Satans. Aber dann die Macht des Papsttums zunächst gebrochen wird. Sie kommt ganz am Ende noch einmal erneut auf, wie uns Offenbarung 13 und 17 sagen. Und die Botschaft: "Jesus kommt wieder", die Wiederkunftsbotschaft: "Ich komme." Und dann die Gemeinde Sardes, das heißt dir: "Wie ein Dieb kommt überraschend." Und dann Philadelphia: "Ich komme schnell." Die Gemeinde, als sich das Allerheiligste auftut, die Tür 1844, eine kleine Gruppe nur, eine kleine Kraft, aber sie sind rein und sie warten auf die Wiederkunft. Und dann die siebte Gemeinde Laodizea: Jesus sagt: "Ich stehe an der Tür und klopfe an." Es ist möglich, dass seit diesem Zeitpunkt, wo die Laodizea-Botschaft die Gemeinde trifft, Jesus bereit ist wiederzukommen, dass ab diesem Zeitpunkt, wo die Laodizea-Botschaft die Gemeinde trifft, Jesus bereit ist wiederzukommen. Und das bringt die Laodizea-Botschaft in komplett neues Licht. Jesus ist bereit, er steht vor der Tür, er steht vor der Tür.
[25:11] Jakobus 5 und dort Vers 9 finden diesen Gedanken auch hier: "Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür." Und wenn man sich fragt, ja, spricht das wirklich hier von der Wiederkunft? Schauen wir mal den Kontext an, ab Vers 7: "So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn. Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat. So wartet auch ihr geduldig, stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe. Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür."
[26:10] Ich glaube, diese Botschaft hat eine besondere Bedeutung in der Zeit, in der Jesus jetzt der letzten Gemeinde sagt: "Ich stehe vor der Tür." Er, der Richter, dem nach Johannes 5 alles Gericht übergeben ist, sagt in der Gemeinde Laodizea: "Ich stehe jetzt tatsächlich an der Tür." Was Jakobus einmal als allgemeines Prinzip formuliert hat, dass das passieren wird. Paulus macht ja ganz deutlich, dass zur Zeit von Jakobus Jesus noch nicht wiederkommen konnte, aber...
[26:41] noch nicht wiederkommen konnte, aber Jakobus zeigt schon dieses Prinzip. Und wenn wir jetzt wissen, jetzt stehen wir wirklich – also Jesus steht wirklich dort, der Richter steht vor der Tür. Dann sollten wir verstehen, was in Vers 7 und 8 steht. Der Landmann wartet darauf, dass der Früh- und Spätregen die Frucht hervorbringen.
[27:08] Markus Kapitel 4, dieses unglaublich tolle, bewegende Gleichnis in Markus Kapitel 4, und dort Vers 26 bis 29: „Und er sprach: „Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft, und schläft und aufsteht Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da.“
[27:48] Und in Matthäus Kapitel 13 lesen wir in Vers 39: „Der Ernte, die ist das Ende der Weltzeit.“ Und wenn Jesus wiederkommt in Offenbarung 14 und dort Vers 14 finden wir genau diesen Gedanken: „Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Und ein weiterer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke saß: „Sende deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist für dich gekommen, weil die Ernte der Erde überreif geworden ist.“
[28:37] Wann kommt Jesus wieder? Wenn die Frucht reif ist, wenn sie Früh- und Spätregen empfangen hat. Das ist der Sinn der Laodizea-Botschaft, dass wir endlich das Evangelium von A bis Z in unserem Leben erleben, damit die Frucht reift, damit Jesus wiederkommen kann, denn er steht an der Tür.
[28:58] Er ist bereit, und das gibt der Laodizea-Botschaft eine Dringlichkeit, die nicht überboten werden kann. Es gibt ihr eine Aktualität, die man nicht stärker ausdrücken könnte, eine Relevanz direkt für uns heute, jetzt. Es ist die Einladung Jesu, endlich Früh- und Spätregen anzunehmen, damit Jesus wiederkommen kann.
[29:18] Er steht vor der Tür.
[29:27] Zurück zu Lukas 12. Die, die auf ihn warten, die, die sogleich aufmachen, das sind Menschen, die vorbereitet sind. Wie sind sie vorbereitet? In Lukas 12 wird diese Vorbereitung beschrieben in Vers 35: „Eure Lenden sollen umgürtet sein.“ Das heißt, sie tragen ein Kleid, denn man hat ein Kleid umgürtet, damit man damit gehen kann. Also, wenn man sich auf den Weg machen wollte, musste man einen Gürtel – mit einem Gürtel das Kleid ein bisschen hochgürten, damit es nicht beim Laufen einen zu sehr stört. Das impliziert, dass sie ein Kleid tragen. Wir sind nicht im Zustand von Laodizea, bevor Laodizea die Botschaft angenommen hat, nämlich nackt. Sie tragen ein Kleid, und dieses Kleid sind bereit zu gehen, wo immer Jesus sie hinführt. Und nicht nur das, sie haben ein brennendes Licht. „Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennen.“
[30:17] Erinnern wir uns daran, Offenbarung 1 Vers 20: Laodizea ist eine Gemeinde, und jede der sieben Gemeinden wird dargestellt als ein Leuchter. Wenn Laodizea das Gewand der Gerechtigkeit Christi trägt und sich bereit macht, hinzugehen, wohin auch Jesus sie führt, so wie es von den 144.000 in Offenbarung 14 beschrieben wird. Und heißt es in Vers 4: „Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und das Lamm.“
[31:06] Sie haben das Kleid der Gerechtigkeit. Sie sind gegürtet, weil sie bereit sind, dem Lamm zu folgen, wohin er auch sie führen wird. Und sie haben eine brennende Lampe. Das Licht des Evangeliums leuchtet in ihrem Leben. Sie sind das Licht der Welt.
[31:24] Menschen, die das so leben mit Gott zusammen, die machen die Tür auf, wenn Jesus.
[31:41] Jesus ist höflich, Jesus ist nicht aufdringlich. Er kommt uns so nahe, wie es mit der Höflichkeit vereinbar ist. Jesus tritt die Tür nicht ein. Nein, er steht nicht 100 Meter entfernt und sagt: „Komm mal raus zu mir!“ Er kommt uns so nah, wie er kann, ohne unser Recht auf Privatsphäre gewaltsam zu übertreten. Er kommt bis an die Tür.
[32:23] Jesus kommt uns nahe, wie damals in 1. Mose 2 Vers 7. Es ist derselbe Jesus, der jetzt an der Tür steht, der damals im Garten, damals auf der neugeschaffenen Erde am sechsten Tag sich in den Staub kniete. 1. Mose 2 Vers 7: „Da bildete Gott der Herr den Menschen Staub von der Erde und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ Jesus kam dem Menschen nah, so nah wie es ging. Indem Jesus dem Menschen nah kam, der nur ein lebloser Körper war, wurde der Mensch eine lebendige Seele.
[33:22] Schöpfung entstand dadurch, dass Jesus dem leblosen Körper so nah wie möglich kam. Jesus kommt der geistlich toten Gemeinde Laodizea sozusagen so nah wie möglich, um sie wieder zu beleben, so nahe wie möglich, um sie mit seinem Geist wieder neu zu beleben, eine neue Schöpfung, eine neue Kreatur. 2. Korinther 5,17: „Wenn jemand in Christus Jesus ist, eine neue Schöpfung.“ Und deswegen nicht umsonst sagt ja Jesus in Offenbarung 3 und dort Vers 14: „Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes.“ Er ist der Schöpfer. Und so wie der Schöpfer dem leblosen Adam nahe kam, so nah wie möglich, so nahe kommt Jesus seiner Gemeinde Laodizea. Nein, er steht nicht von Ferne und zeigt mit dem Finger. Nein, er verbreitet nicht im Internet des Universums Videos über diese korrupten Prediger und Gemeindeleiter und überhaupt Geschwister. Nein, er klagt uns nicht an. Das macht jemand anders schon. Jemand anders verbreitet die Videos im Universum YouTube, obwohl er selbst keinen Zugriff, keinen Zugang mehr hat zum Universum. Ein anderer verklagt die Gemeinde, das ist der Satan, Offenbarung 12. Jesus verklagt die Gemeinde nicht. Er kommt ihr nahe, so nahe wie es geht, ohne ihr Recht auf freie Selbstbestimmung zu verletzen. Er kommt bis an die Tür, und da steht er und klopft.
[35:29] Er kommt zu uns nach Hause. Und Lukas 9 illustriert uns, was das bedeutet, denn Jesus kam schon auf dieser Erde an unsere Tür. Er kam an die Tür seines Volkes so nah wie möglich. Er besuchte sie zu Hause. Er kam nach Jerusalem, aber er nahm Jerusalem nicht mit Gewalt in seine Macht. Er kam nur so nahe wie möglich. Er kam nach Jerusalem, aber überließ es der Stadt, ob sie ihn annehmen oder ablehnen würde. In Lukas 19 und dort Vers 41 sehen wir Jesus vor der Tür in einem bildlichen Sinne: „Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sprach: „Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, was zu deinem Frieden dient. Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen.“ Hast du dir mal vorgestellt, dass Jesus weinend vor deiner Herzenstür steht?
[36:42] Weinend, weil er sich wünscht, dass, nachdem du ihn so oft abgelehnt hast, du vielleicht ihn heute doch noch annimmst, heute noch.
[37:00] Jesus steht nicht vor der Tür als ein Vertreter, der sagt: „Ah, okay, ist niemand da, gehen wir zum nächsten.“ Er stand weinend vor der Tür Jerusalems. Und lieber Freund, liebe Freunde, wenn er weinend vor der Tür Jerusalems stand, dann steht er auch weinend vor unserer Tür, wenn wir ihn ablehnen. Vers 43 und 44: „Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufschütten, dich ringsum einschließen, von allen Seiten bedrängen werden. Sie werden dich dem Erdboden gleich machen, deine Kinder in dir, und in dir keinen Stein auf dem anderen lassen.“ Jetzt kommt's: „Weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.“ Das Wort Heimsuchung wird ganz oft in der Bibel für Gericht verwendet. Es meint aber zunächst einmal nur, dass man jemanden zu Hause aufsucht. Man sucht ihn in seinem Heim auf, eine Heimsuchung.
[38:00] Und für Israel bedeutete diese Heimsuchung nur deswegen Gericht, weil sie die Tür nicht geöffnet haben und sie verschlossen hielten und Jesus am Ende weinend weggehen musste von der Tür.
[38:16] Heimsuchung kann auch Befreiung bedeuten. In 1. Mose 50 und dort Vers 24, da sagt der Sterbende zu seinen Brüdern. „Und Josef sprach zu seinen Brüdern: „Ich sterbe, aber Gott wird euch gewiss heimsuchen und euch aus diesem Land hinaufführen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat.“ Diese Heimsuchung war eine gute Botschaft für die, die Tür aufgemacht haben, für die, die sich inmitten aller Plagen zum Blut des Lammes bekannten, denn sie wurden frei, während die, die Gottes Botschaft ablehnten, in derselben Heimsuchung das Gericht Gottes erfuhren, nämlich die Ägypter. Aber die Ägypter, die sich zu Israeliten hielten, die wurden mit frei. Mit anderen Worten: So wie wir auf die Botschaft, auf die Heimsuchung Jesu reagieren, so werden wir entweder gerettet oder wir werden verurteilt.
[39:40] Jesus steht an unserer Tür, nicht um uns zu ärgern, sondern weil er uns vor dem Ruin bewahren möchte. Er möchte uns befreien und erlösen.
[39:56] Bei Gott gibt es ein ganz wunderbares Prinzip, ein Prinzip, das ewig gilt, weil Gott sich nicht ändert, ein Prinzip, das für uns überlebenswichtig ist, und zwar nicht nur für dieses Leben, sondern auch für das ewige Leben, ein Prinzip, an dem wir uns festhalten, das das Fundament für uns ist, ohne dass wir verloren werden. Dieses Prinzip findet sich in Matthäus 7 Vers 7. Es ist ganz einfach. Matthäus 7 Vers 7 und 8. Jesus sagt: „Bittet, so wird euch gegeben. Sucht, so werdet ihr finden. Klopft an, so wird euch aufgetan.“ Und für den Fall, dass irgendjemand es nicht ganz glauben könnte, wiederholt er es gleich noch mal und sagt es ganz deutlich, dass es für jeden gilt: „Denn jeder, der bittet, empfängt, und wer sucht, der findet, und wer anklopft, dem wird aufgetan.“ Jesus sagt: „Wenn du bei Gott anklopfst, wenn du zur Tür von Gott kommst und du klopfst an, dann wird dir aufgetan.“ Diesen Fall gibt es nicht, dass ein Mensch Gott kennenlernen möchte, dass ein Mensch zu Gott kommt, bildlich gesprochen, an der Tür Gottes klopft und warten muss. Den gibt es nicht. Es gibt nicht den Fall, dass dort niemand aufmacht, dass niemand zu Hause ist, dass Gott vielleicht schläft und nicht hört. Nein, das gibt es nicht. Wenn jemand zur Tür Gottes kommt und anklopft, macht Gott auf. Jemand könnte denken: „Aber Gott ist so geschäftig!“ Ja, das stimmt. Gott hat das gesamte Universum unter sich. Er ist König über das gesamte Universum. Aber wenn du an seiner Tür anklopfst, macht er die Tür auf. Kein Mensch, der aufrichtig zu Gott betet und sagt: „Herr, ich möchte Dich kennenlernen. Herr, bitte vergib mir meine Sünden. Herr, schenk mir echte Buße. Herr, bitte lass mich dein Wort verstehen.“ Wann immer wir aufrichtig bitten, wird Gott uns auftun.
[41:43] Die Frage ist: Gehen wir auch so mit Gott um? Wenn wir immer anklopfen können und er tut uns auf. Wie reagieren wir, wenn er bei uns anklopft?
[42:06] Kann man auch von unseren Herzen sagen, dass, wenn Gott anklopft, ihm aufgetan wird?
[42:21] Lieber Freund, liebe Freundin, jede Warnung, jeder Tadel, jedes Flehen im Wort Gottes oder durch seine Boten, also z.B. Prediger, Evangelisten, jede Warnung, jede Bitte, jedes Flehen, jeder Tadel – sagt sie – ist ein Klopfen an der Tür des Herzens. Wenn du dich fragst, wie höre ich das Klopfen, wenn Botschaft aus dem Wort Gottes, entweder, indem du es selbst liest oder in Predigten hörst, dein Herz treffen, das ist das Klopfen. Es ist die Stimme von Jesus, der bittet, eingelassen zu werden. Mit jedem Klopfen, auf das man ignoriert, wird der Wunsch, die Einstellung, dann doch noch öffnen zu wollen, schwächer. Je öfter du es ignorierst, desto mehr gewöhnst du dich daran, Gottes Stimme zu ignorieren. Die Eindrücke des Heiligen Geistes, die heute werden und ignoriert werden, werden morgen nicht mehr so stark sein. Das Herz wird weniger beeindruckbar und gerät in einen gefährlichen, eine gefährliche, ja, so ein eine Ohnmacht, eine Bewusstlosigkeit dessen, dass das Leben kurz ist und dass es eine große Ewigkeit gibt. Im Gericht wird unsere Verdammung nicht daraus resultieren, dass wir uns geirrt haben, sondern aus der Tatsache, dass wir die vom Himmel gesandten Gelegenheiten vernachlässigt haben, die Wahrheit kennenzulernen. Gott sagt: „Ja, du hast dich geirrt.“ Gott sagt: „Ich habe dich an deiner Tür geklopft, du hast nicht aufgemacht.“ Das wird das Problem im Gericht sein.
[44:26] Durch sein heiliges Wort – sagt sie – durch seine Vorsehung, die in deinem Leben, also jetzt meine, durch seine Vorsehung und durch Botschaften, die er durch seine Boten sendet. Ich glaube, auch dieses Video gehört dazu. Denn Gott spricht zu mir und zu dir durch diese Dinge. Sagt Jesus täglich zu dir: „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe.“ Jeden Tag spricht Jesus durch die Bibel zu dir. Jeden Tag spricht Jesus durch Dinge in deinem Leben zu dir, die dir widerfahren. Jeden Tag spricht er durch Botschaften, die seine Boten weitergeben, zu dir. Der Erlöser sagt: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und mit ihm das Mahl halten und er mit mir.“ Jetzt sagt sie etwas sehr Interessantes. Das ist in „Christ's Object Lessons“: „Er ist nicht angewidert von Verachtung oder durch Drohung lässt er sich nicht beiseitedrängen, sondern sucht beständig nach den verlorenen. Wenn jemand von Haus zu Haus geht und wird dann angeschrien und sagt: „Ich will dich nicht!“, dann sagt der halt nichts. Aber so ist Jesus nicht. Wenn wir verachten, wenn wir ihn ablehnen, dann sagt er nicht: „Okay, das dann halt nicht.“ Immer wieder und immer wieder geht er uns nach, indem er sagt – so sagt sie –: „Wie soll ich dich aufgeben?“ Zitat Hosea 11 Vers 8. „Obwohl seine Liebe zurückgewiesen wird von einem widerspenstigen Herzen, kehrt er wieder zurück, um mit noch größerer Kraft zu bitten.“ Wir haben zwar gesehen, mit jedem Widerstand wird unsere Fähigkeit zu hören geringer, und wir werden stumpfer. Aber dafür kommt Jesus mit größerer Kraft, weil er genau das verhindern möchte und uns trotzdem erreichen möchte. Ist Gott nicht gut? Gott ist besser, als wir uns vorstellen können. Die gewinnende Kraft seiner Liebe bittet Seelen, hereinzukommen, und sie sagen zu Christus: „Deine Freundlichkeit hat mich groß gemacht.“
[46:46] Jesus steht klopfend an der Tür eurer Herzen. Und doch, obwohl das alles so ist, sagen einige ständig: „Ich kann nicht finden.“ Warum nicht? Er sagt: „Ich stehe hier, klopfe. Warum öffnest du nicht die Tür und sagst: „Komm ein, lieber Herr. Ich bin.“ Und sie – jetzt sagt sie: „Ich bin so froh für diese einfachen Anweisungen, wie man Jesus finden kann. Wenn es sie nicht gäbe, wüsste ich gar nicht, wie ich ihn finden könnte, dessen Gegenwart ich so sehr ersehne. Öffne die Tür jetzt und leere den Seelentempel von den Käufern.“ Ja, das Bild von der Tempelreinigung. Und lade den Herrn hinein, hineinzukommen. „Sage zu ihm: „Ich will dich mit meiner ganzen Seele lieben. Ich will die Werke der Gerechtigkeit wirken. Ich will dem Gesetz Gottes gehorchen.“
[47:52] Dann wirst du die friedvolle Gegenwart Jesu spüren. Ist nicht wunderbar? Und nicht genau das tun, lieber Freund, liebe Freundin, die sagt: „Bleibe fröhlich, bleibe fröhlich. Vergiss nicht, dass du einen Tröster, den Heiligen Geist, hast, den Christus erwählt hat. Du bist niemals alleine, wenn du auf diese Stimme hörst, die jetzt zu dir spricht. Wenn du ohne Zögern diesem Klopfen an der Tür deines Herzens folgst und sagst: „Komm hinein, Herr Jesus, dass ich mit dir gemeinsam esse und du mit mir,“ dann wird der himmlische Gast eintreten. „Wenn dieses Element, das ganz göttlich ist, bei dir wohnt, dann gibt es Frieden und Ruhe.“ Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du das heute hier jetzt für dich in Anspruch nehmen? Wollen wir niederknien und Gott genau darum bitten?
[49:14] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du zu unseren Herzen gesprochen hast. Danke, dass du vor der Tür stehst, dass du uns so nahe kommst, wie es dir möglich ist, ohne uns zu bedrängen. Herr, danke, dass wir dich nicht irgendwo suchen müssen, sondern dich nur bitten müssen: „Komm herein!“ Danke, dass wir keine aufwendigen Operationen durchführen müssen, keine schweren Prüfungen bestehen müssen, um dich irgendwann finden zu können, sondern dass du so nahe bist, wie wir uns nur vorstellen können. Danke, Herr, dass du bei uns sein möchtest. Und Herr, wir möchten dir hier – ich möchte dich hineinlassen in mein Herz aufs Neue. Ich möchte dich bitten für jeden, der diese Entscheidung auch trifft, dass du ihm diese Ruhe, diesen Frieden schenkst, dass du uns mit dem Frühregen und Spätregen vorbereitest auf die Wiederkunft und dass wir mit dir gemeinsam leben heute und morgen und jeden weiteren Tag, bis du wiederkommst in den Wolken des Himmels. Das bitten wir in deinem Namen, Herr Jesus. Amen.
Lizenz
Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.