In dieser dritten Folge der CSH-Serie „Analogien, Bilder, Symbole – biblische Texte verstehen“ beleuchtet Daniel Moser die Ehe als tiefgründiges Symbol für die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk. Anhand von Passagen aus 1. Mose 2, Epheser 5 und Hesekiel 16 wird die göttliche Liebe, Treue und die Entstehung der Gemeinde als Braut Christi eindrücklich dargestellt. Das Video lädt dazu ein, die eigene Beziehung zu Gott zu reflektieren und die Bedeutung seiner gewollten und reinigenden Verbindung zu erkennen.
CSH 2025 Q2 – Analogien Bilder Symbole – biblische Texte verstehen: 3. Symbole aus der Ehe
Daniel Moser · Analogien Bilder Symbole - biblische Texte verstehen ·Themen: 1. Mose, Bibel, Bibelstudium, Epheser, Grundlehren der Bibel, Hesekiel, Offenbarung, Prophetie, TheologieWeitere Aufnahmen
Serie: Analogien Bilder Symbole - biblische Texte verstehen
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Transkript
[0:35] Hallo und ein herzliches Willkommen zur CSH – Christ Study Hour – hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid zu unserer dritten Folge der CSH-Serie „Analogien, Bilder, Symbole, biblische Texte verstehen“.
[0:50] Wir haben uns schon mit den ersten beiden Themen, „einige Prinzipien der Prophetie“ und „Basis-Genesis“, beschäftigt. Heute wollen wir uns mit dem dritten Thema „Symbole aus der Ehe“ auf das Bibelgespräch am 19. April vorbereiten. Die Bibel spricht oft von Bildern, Analogien und Symbolen, um göttliche Wahrheiten verständlich zu machen. Ein besonders starkes Symbol ist die Ehe, die als Spiegel für die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk dient.
[1:24] Durch verschiedene biblische Geschichten und Prophetien wird deutlich, dass die menschliche Ehe mehr ist als eine irdische Verbindung. Sie ist ein Abbild der göttlichen Liebe, Treue und Erlösung. Lasst uns gemeinsam die Bibel wieder intensiv studieren und darauf hören, was Gottes Wort zu uns spricht. Doch bevor wir dies tun, wollen wir Gott einladen, dass er uns seinen Heiligen Geist schenkt und uns in aller Wahrheit leitet. Wir wollen gemeinsam beten.
[2:01] Himmlischer Vater, Herr, du großer und barmherziger Gott, wir loben und preisen dich und danken dir für die Zeit, die du uns jetzt wieder schenkst. Wir danken dir für dein Wort, dass wir studieren dürfen. Wir möchten dich jetzt ganz besonders bitten, dass du bei uns bist, dass du uns deinen Heiligen Geist schenkst, dass du, Herr, meine Worte leitest. Lass mich gebrauchen als dein Werkzeug und hören auf das, was du zu sagen hast. Halt das Böse fern und öffne unsere Herzen, auf dass wir erfüllt werden hier ganz mit dir. Wir danken es dir in deinem Namen. Amen.
[2:38] Vor einigen Jahren erzählte ein alter Pastor eine Geschichte von einem jungen Mann, der sich unsterblich in eine Frau verliebte. Er tat alles für sie, schrieb ihr Briefe, Gedichte, brachte ihr Blumen, opferte Zeit und Geld, um ihr Herz zu gewinnen. Doch sie blieb unentschlossen, schwankte zwischen ihm und einem anderen. Schließlich wurde es ihm zu viel, und er zog sich zurück. Erst als es zu spät war, erkannte sie, was sie verloren hatte.
[3:13] Diese Geschichte spiegelt unsere Beziehung zu Christus wider. Er hat alles für uns gegeben: sein Opfer am Kreuz, sein Leben, sein Blut, seine Liebe, ja, selbst seine Herrlichkeit, als er sich selbst erniedrigte und Mensch wurde. Doch bleiben wir ihm treu oder zögern wir und spielen mit anderen Liebhabern? Die Bibel verwendet die Ehe als ein starkes Bild für unsere Verbindung zu Gott. Heute wollen wir uns einige dieser Analogien anschauen und prüfen, wo wir in unserer Beziehung zu Christus stehen.
[3:52] Lasst uns gemeinsam den ersten Text aufschlagen. Wir finden ihn ganz vorne im Alten Testament, in 1. Mose 2, die Verse 23 und 25. Zusammengefasst ging es davor um die Erschaffung des Menschen. Dann hat der Mensch die Tiere benannt, doch er merkte, dass ihm etwas fehlte. Daraufhin hat Gott die Eva erschaffen, seine Gehilfin. Und da heißt es dann im Vers 23: „Da sprach der Mensch: ‚Dies ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Sie soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein. Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.‘“
[4:50] Wollen wir uns diesen Text mal etwas tiefer anschauen und auch mal ein paar Punkte in der hebräischen Sprache betrachten. Wie ihr wisst, ist Hebräisch nicht nur eine normale Übersetzung, sondern hat auch selbst mehrere Wörter und auch Symbole in der Sprache.
[5:08] Schauen wir uns mal das Wort an, was hier für „endlich“ steht, wo es heißt: „Das ist endlich Gebein von meinem Gebein.“ Das hebräische Wort „hapa'am“ bedeutet „dieses Mal“ oder auch „endlich“. Es drückt aus, dass Adam nun endlich, nachdem er die Tiere zuvor die passenden Namen gegeben hat, eine ihm ebenbürtige Partnerin gefunden hat. Er hat sich danach gesehnt. Es kann auch betonen, dass dies ein bedeutender Moment ist, die Erfüllung seiner Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach einem anderen Partner.
[5:44] Wie lange bist du schon auf der Suche nach dem richtigen Partner, der zu dir passt? Wie lange suchst du schon nach jemandem, der dich wirklich kennt, liebt und niemals verlässt, dem du hundertprozentig vertrauen kannst, bei dem du dich sicher fühlst und weißt: Egal was passiert, diese Person steht zu mir?
[6:12] Die Tiefe der Erfüllung findet sich nicht nur in einem menschlichen Wesen oder einem menschlichen Partner. Nein, diese Erfüllung findet in der vollkommenen Liebe Jesu.
[6:33] Was „Knochen und Gebein“ bedeutet? Es bedeutet wörtlich der körperliche Knochen. Kann auch Wesen, Substanz oder Essenz bedeuten, im übertragenen Sinn. Es ist mein eigenes Wesen oder mein tiefstes Inneres, kann man auch sagen. Als Adam Eva betrachtet hat, hat er sich praktisch selber wiedergesehen in dieser Frau. Ja, wie wunderbar ist es, wenn man selbst vielleicht verheiratet oder in einer Beziehung ist oder auch Zeit mit einer Frau verbringt oder eine Frau mit ihrem Mann und sie anschaut oder er sie anschaut und merkt einfach: Ja, wenn ich dich sehe, sehe ich dich in mir, sehe ich mich in dir wieder. Wie wunderbar ist es, in die Augen des Partners zu schauen und zu wissen, man fühlt sich dort wohl und geborgen.
[7:22] Schauen wir uns noch ein drittes Wort an. Wir könnten ewig so weitermachen. Dieser komplette Satz hat sehr viele tiefe Gedanken. Ich möchte es um der Zeit willen sparen, aber ich möchte euch auch ermutigen, selbst zu studieren, selbst die hebräische Sprache mal anzuschauen. Ihr werdet merken, es ist wirklich eine wunderschöne Sprache, und ihr werdet sehen und erkennen, wie wunderbar unser Schöpfer Gott darin ist.
[7:46] Schauen wir uns das dritte Wort an. Für das Wort „Mann“ heißt es „Isch“ im Hebräischen, und „Ischah“ heißt Frau. Das ist nämlich ein Wortspiel auch in der hebräischen Sprache, und es zeigt, dass Mann und Frau aus derselben Substanz stammen. In anderen Sprachen fehlt diese sprachliche Verbindung, weshalb die Übersetzung oft verloren geht. Im Deutschen heißt es praktisch „Männin“. Da hat es auch Luther versucht zu übersetzen. Mann, Männin hat er versucht, das Wortspiel zu machen. Im Deutschen kommt es nicht so klar raus, aber im Hebräischen heißt es „Isch“ und „Ischah“, dass man da wirklich sieht, es ist praktisch wie ein Fleisch, wie es auch dann später heißt.
[8:33] Die Erschaffung der Frau, ein göttlicher Akt. In 1. Mose 2,21 beschreibt, dass Gott den Menschen in einen tiefen Schlaf versetzte und die Frau aus seiner Seite formte. Manche Übersetzungen haben hier „Rippe“ stehen, aber wortwörtlich heißt es „Seite“. Das hebräische Wort „banah“ bedeutet „bauen“ oder „formen“, ein neues Wesen mit Bedacht geformt. Der Ausdruck betont Gottes detaillierte und durchdachte Gestaltung der Frau, nicht als Zufallsprodukt, sondern als gewollte Ergänzung des Menschen.
[9:12] Die Beziehung zwischen Mann und Frau: Einheit und Gleichwertigkeit. Dieser Gedanke hat mich auch sehr bewegt und auch zum Nachdenken gebracht. Die Frau wurde nicht aus Adams Kopf, um über ihn zu herrschen, könnten wir jetzt sagen, erschaffen, auch nicht aus Adams Füßen, um zu bedeuten, sie ist erniedrigt, sie ist ihm unterworfen. Nein, sie wurde aus seiner Seite, praktisch neben ihm, als Bild gesehen. Es wurde aus seiner Seite geschaffen, um ein ebenbürtiges Ebenbild zu zeigen und zu sein, ein Zeichen für Gleichwertigkeit und Partnerschaft.
[10:00] Die Ehe als göttliche Institution. 1. Mose 2,24, da heißt es: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein.“ „Er wird seiner Frau anhängen.“ Es ist auch ein sehr interessantes und bedeutendes Wort, was wir uns auch gleich anschauen werden. Dies zeigt auch, dass die Ehe kein menschliches Konstrukt ist, sondern eine göttliche, gewollte Verbindung.
[10:31] Hier sieht man auch, dass die Ehe zwischen Mann und Frau sowie auch der Sabbat aus dem Garten Eden kommt. Dort, wo Gott alles erschaffen hat, da sieht man auch, dass es Gottes – wie soll man sagen – dass Gott die Ehe gewollt hat aus Mann und Frau, so wie man es hier lesen kann. Und auch der Sabbat, ein wichtiger Punkt, bevor es überhaupt Sünde oder Ähnliches gab.
[10:59] Das hebräische Wort, was ich jetzt vorher gesagt habe mit „anhängen“, heißt „dabaq“ und bedeutet wörtlich „sich anschließen, anhaften, sich festbinden“ oder „untrennbar verbunden sein“. Es wird oft für starke Bindung verwendet. Hier ein paar Beispiele: In Hiob 19,20, da heißt es: „Meine Haut und mein Fleisch hängen an meinen Knochen.“ „Dabaq“, Ausdruck einer untrennbaren Verbindung. 5. Mose 10,20, da heißt es: „Dem Herrn, deinen Gott, sollst du anhängen.“ „Dabaq“, Ausdruck für Treue und Loyalität. In Rut 1,14, da heißt es noch zum Schluss: „Rut aber hing dabaq an Naomi“, Ausdruck tiefer Liebe und Hingabe.
[11:53] Parallele zu Christus und seiner Gemeinde. Im Neuen Testament wird diese Geschichte als Vorbild für die Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde gesehen. Das lesen wir auch später, da kommen wir noch drauf. In Epheser 5,29-32 kann man das nachlesen.
[12:10] Ich möchte mit euch noch ein Wort anschauen, was mich persönlich in diesem Studium begeistert hat. Ich weiß nicht, wie es dir danach gehen wird. Ich auf jeden Fall habe davon richtig reichlich profitiert. Und zwar ist es das Wort „Adam“. Das Wort „Adam“ heißt natürlich, wie wir alle es gerne wissen und auch hören, bedeutet „Mensch“, Entschuldigung, und hat aber auch mehrere Bedeutungen. „Adam“ kommt vom Wort „Adamah“, was „Erde“ oder „Ackerboden“ bedeutet. Dies sehen wir natürlich auch in 1. Mose 2,7, wo wir sehen, wie der Mensch erschaffen worden ist aus Erde.
[12:54] Die symbolische Bedeutung im Hebräischen: „Adam“ kann man auch zerlegen, dieses Wort „Adam“. Der Anfangsbuchstabe ist das Alef. Es ist ein stummer Buchstabe mit einem Konsonanten dran. Dann bekommt dieser Buchstabe erst eine Bedeutung. Alef, Entschuldigung, dieser Konsonant steht auch für Gott, ein Bild für Gott. Es bedeutet auch „starker Führer“ im Jüdischen, wird es oft so wiedergegeben in der jüdischen Tradition. Und das zweite Wort, was wir hier anschauen, ist „Dam“. Das hebräische Wort im Deutschen bedeutet „Blut“. Man könnte es also auch zusammenfassen mit „Blut Gottes“.
[13:38] Was ich damit sagen möchte, komme ich noch gleich darauf. Aber hier sehen wir auch eine Verbindung zwischen Mensch und Gott.
[13:47] Schauen wir mal weiter. Eva als Bild der Gemeinde. Eva wurde aus Adams Seite, im Hebräischen die Seite (hebräisch: Tsela'), geschaffen. 1. Mose 2,21-22 können wir das nachlesen. So geht die Gemeinde aus Christus hervor. Wir machen jetzt immer einen Vergleich. Jesus als zweiter Adam. 1. Korinther 15,45, da heißt es: „Der erste Mensch Adam wurde zu einer lebendigen Seele. Der letzte Mensch, der letzte Adam, zu einem lebendig machenden Geist.“ Während der erste Adam durch Sünde fiel, bringt Jesus Erlösung.
[14:31] Jesus' Blut und die Geburt der Gemeinde. Wie Eva aus Adams Leib geformt wurde, wurde die Gemeinde aus Jesu geopfertem Leib geformt. Am Kreuz wurde Jesu Seite durchbohrt. Auch sehr interessant, warum gerade seine Seite durchbohrt wurde. In Johannes 19,34 kann man dies nachlesen. Aus der Wunde flossen Blut und Wasser. Blut ist auch ein Symbol in der Bibel. Einerseits für Leben, andererseits auch für Erlösung, wenn wir an den Opferdienst denken. Wasser symbolisiert Reinigung durch den Heiligen Geist.
[15:03] Die Kinder Gottes durch das Blut Jesu. Johannes 1,12, da heißt es: „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“ Durch Jesu Blut werden wir Kinder Gottes. Wenn wir sein Opfer annehmen, wenn wir an das glauben, was er für uns getan hat, wenn wir ihm vertrauen, werden wir Kinder Gottes. Epheser 5,25-27 beschreibt, dass Christus die Gemeinde durch sein Blut reinigt und als seine Braut heiligt.
[15:42] Wir machen mal eine Zusammenfassung der Parallelstellen: Adam und Eva, Jesus und die Gemeinde. Adam: Alef + Dam, Blut Gottes. Jesus vergoss sein Blut für uns. Eva aus Adams Seite geformt. Die Gemeinde entstand aus Jesu Leib. Sie ist der Leib. Eva als Braut Adams, es war ja seine Frau. Die Gemeinde als Braut Christi. Adam brachte physisches Leben. Jesus bringt ewiges Leben. Bitte nicht falsch verstehen, dass Adam die Macht hatte, Leben zu geben, aber durch seinen Körper oder durch das, was dann geschehen ist, kam dann ein Leben hervor.
[16:25] Diese Parallelstellen zeigen, dass schon in Adam ein Hinweis auf das Opfer Jesu und die Entstehung der Gemeinde verborgen ist. Du bist kein Zufallsprodukt. Du bist gewollt und geliebt. Du bist nicht irgendetwas, was dahergelaufen kam oder wo man gedacht hat, man macht mal einen Versuch. Nein, du bist wirklich das, was Gott sich gewünscht hat. Weißt du das?
[16:58] Epheser 5,29-32, da lesen wir: „Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleich wie der Herr die Gemeinde, denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.“ Vers 31, da kommt die Verheißung vom Alten Testament: „Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß. Ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.“
[17:29] Die Einheit von Mann und Frau in der Ehe ist ein Abbild der Einheit zwischen Christus und seiner Gemeinde und seinem Volk. Die Ehe zeigt die tiefe Sehnsucht Gottes nach Gemeinschaft mit uns. So wie die Ehe Partner aufruft, einander zu lieben und zu dienen, so ruft Christus uns auf zur Hingabe an ihn. Die unauslöschliche Verbindung in der Ehe erinnert an die Treue Gottes zu seinem Volk. Ja, Gott sagt selbst in seinem Wort, er hasst Ehescheidung. Nach und nach kommt mir dieser Vers immer mehr an starker Bedeutung.
[18:08] In welcher Weise strebst du täglich nach einer engen Beziehung mit Christus? Was bedeutet es für dich, dass Christus dich liebt wie ein Bräutigam seine Braut? Gott ruft uns zu einer tiefen, echten Beziehung mit ihm. Bin ich bereit, ihm ein ganzes Herz zu geben, ihm vollkommen hinzugeben, nicht nur teilweise, vollkommen, vollständig?
[18:35] Kommen wir zum zweiten Punkt: Die überaus schöne Braut. Lasst uns gemeinsam Hesekiel 16, dort die Verse 4 bis 14 lesen. Es ist ein etwas längerer Text, aber ich kann euch sagen, dieser Text hat mich sehr gerührt. Da heißt es: „Und mit deiner Geburt verhielt es sich so: An dem Tag, als du geboren wurdest, ist dein Nabel nicht abgeschnitten worden.“ Hier spricht Gott zu Israel, zu seinem Volk damals. „Du bist auch nicht im Wasser gebadet worden zu deiner Reinigung. Man hat dich nicht mit Salz abgerieben, noch in Windeln gewickelt. Niemand hat mitleidig auf dich geblickt, dass er etwas Derartiges für dich getan und sich über dich erbarmt hätte, sondern du wurdest auf das Feld hinausgeworfen. So verachtet war dein Leben am Tag deiner Geburt.“
[19:27] Hört sich ziemlich schrecklich an. Hier wird ein Bild erstmal beschrieben von einem kleinen Kind, ein Baby, ein Säugling, was da liegt und keiner kümmert sich darum. Wie muss es wohl heute sein, wenn man ein Kind, ein Baby auf der Straße sieht und die Menschen gehen daran vorbei? Was für ein Herzschmerz muss das sein?
[19:50] Vers 6 heißt es jetzt weiter: „Da ging ich, also Gott, an dir vorüber und sah dich in deinem Blut zappeln und sprach zu dir, als du da lagst in deinem Blut: ‚Du sollst leben!‘ Ja, zu dir in deinem Blut sprach ich: ‚Du sollst leben!‘ Ich ließ dich zu vielen Tausenden werden wie das Gewächs des Feldes. Du bist herangewachsen und groß geworden und gelangtest zur schönsten Blüte.“ Ein wunderschönes Bild, was Gott hier verwendet. „Deine Brüste wölbten sich und dein Haar wuchs, aber du warst noch nackt und bloß. Als ich nun an dir vorüberging und dich sah, siehe, da war deine Zeit da, die Zeit der Liebe. Da breitete ich meine Decke über dich und bedeckte deine Blöße. Ich schwor dir auch und machte einen Bund mit dir, spricht Gott der Herr, und du wurdest mein. Da badete ich dich mit Wasser und wusch dein Blut von dir ab und salbte dich mit Öl. Ich bekleidete dich mit bunt gewirkten Kleidern und zog dir Schuhe aus feinem Leder an. Ich legte dir weißes Leinen an und hüllte dich in Seide. Ich zierte dich mit köstlichem Schmuck. Ich legte dir Spangen an die Arme und eine Kette um deinen Hals. Ich legte einen Ring an deine Nase und Ringe an deine Ohren und setzte dir eine Ehrenkrone auf das Haupt.“
[21:12] Wunderschön, was Gott hier alles tat für diese Frau, die er gesehen hat. Sie war als Säugling, dann wuchs heran, und er nahm sie zur Frau.
[21:25] „So warst du geschmückt mit Gold und Silber, und dein Kleid war aus weißem Leinen, aus Seide und Buntwirkerei. Du hast Weißbrot und Honig und Öl gegessen, und du wurdest überaus schön und brachtest es bis zur Königswürde. Und dein Ruhm verbreitete sich unter den Heidenvölkern wegen deiner Schönheit, denn sie war vollkommen durch meinen Schmuck, den ich dir angelegt hatte, spricht Gott der Herr.“
[21:53] Dem einen oder anderen ist vielleicht auch aufgefallen, was für Wörter hier verwendet wurden. Gold, Silber, weißes Leinen, sind alles Wörter, Gegenstände, die wir kennen aus dem Heiligtum. Auch das Weißbrot und das Öl kommt auch daher. Das Brot zumindest.
[22:15] Lasst uns mal das Wort – ich wollte mal eins davon heraussuchen, rauspicken. Lasst uns mal das Wort „Weißbrot“ in Hesekiel 16,13 anschauen. Das hebräische Wort „solät“, das in Hesekiel 16,13 vorkommt, wird oft mit „feinstem Mehl“ oder „gesiebtem Mehl“ übersetzt. Manche deutsche Bibelübersetzungen geben es als „Weißbrot“ wieder, da es sich um besonders hochwertiges, mehrfach gesiebtes Mehl handelt, das für feines Brot oder Gebäck verwendet wurde. Es ist also nicht nur irgendein Mehl, ein Gemisch, es ist ein hochwertiges Mehl, was mehrfach gesiebt wurde.
[23:01] Wie passt „Solät“ in das Bild der Ehe mit Gott? Reinigung und Läuterung für die Ehe mit Gott. „Solät“ wird mehrfach gesiebt, wie wir vorher gelesen haben, um Unreinheiten zu entfernen. In der geistlichen Ehe mit Gott werden die Gläubigen geläutert und gereinigt, um eine heilige und reine Braut zu sein.
[23:24] Epheser 5,26-27, da heißt es: „Damit er (Christus) sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.“ So wünscht sich Gott seine Gemeinde, seine Braut. So wünscht sich Gott, dass jeder von uns ist.
[23:57] Das Beste wird für Gott reserviert. „Solät“ ist nicht irgendein Mehl, sondern das Feinste und Beste, das für Opfer im Heiligtum verwendet wurde. Gott ist es nicht egal, was man verwendet. Man könnte heute vielleicht so sagen, ihm ist es nicht egal, ob man in den Supermarkt geht und ein Billigmehl kauft. Nein, er möchte wirklich das vollkommene Mehl haben, die vollkommene Qualität dieses Mehls, diese ganzen Mineralien, die verloren gehen, wenn man das Mehl im Supermarkt kauft, dieses natürliche Weißmehl.
[24:31] In der geistlichen Ehe versorgt Gott sein Volk mit allem, was es braucht. „Solät“ wird auch als Brot dargestellt. Johannes 6,35, da heißt es: „Jesus aber sprach zu ihnen: ‚Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, der wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, der wird niemals dürsten.‘“
[24:54] Hesekiel 16 zeigt uns ein erstaunliches Bild davon, wie Gott sein Volk sieht. Er beschreibt die Nation Israels als ausgesetztes Baby, als ausgesetztes Säugling, das auf einem Feld zum Sterben zurückgelassen wurde. Er nimmt das Baby mit nach Hause, säubert es, und als es erwachsen ist, heiratet er diese Frau. Das ist ein aussagekräftiges Bild einer ungleichen Gnade.
[25:22] aussagekräftiges Bild einer ungleichen Ehe. Gott tut alles, um diese Frau zu retten. Von klein auf. Er sucht sich nicht gleich die nächstbeste Frau aus und sagt, die möchte ich haben, die schon alles hat. Nein, er fängt mit dem an, wo sie am erniedrigsten ist, wo kurz vorm Sterben ist, wo jeder sagt, es ist hoffnungslos, wo jeder die Hoffnung aufgegeben hat und sie nicht mehr beachtet. Ein sterbender Säugling, was auf dem Boden liegt, das nimmt er, das zieht er auf. Er kümmert sich um es. Wenn es größer geworden ist, heiratet er diese Frau. Was für ein wunderschönes Bild ist das von einer Ehe.
[26:00] Würde doch die menschliche Ehe untereinander genauso sein. Wie viel weniger Ehescheidung würde es geben, wenn jeder Mensch diese Hingabe hätte, die Gott für uns hat? Und wie glücklich würden diese Menschen sein? Es würde viel weniger Ehescheidungen, viel weniger Ehebruch begehen, weil die Menschen sich so sehr lieben, wie Christus uns liebt.
[26:26] Gott nimmt das Unreine und verwandelt es in Schönheit, wie wir eben gelesen haben, die Herrlichkeit der Braut ist nicht aus eigener Kraft, sondern ein Geschenk Gottes.
[26:41] Wie kann ich Gottes Schönheit in meinem Leben widerspiegeln? Wo in meinem Leben zeigt sich Gottes verwandelnde Kraft? Vielleicht hast du dich das auch mal gefragt. Bin ich bereit, mich von Gott und seiner Herrlichkeit leiten zu lassen? Es ist auch eine Frage der Entscheidung. Möchte ich das überhaupt?
[27:01] Was bedeutet das für mich, Gottes auserwählte Braut zu sein? Hast du mal darüber nachgedacht, was es für dich bedeutet?
[27:14] Kommen wir zum dritten Punkt. Lasst uns mal Hosea lesen.
[27:17] Das Buch Hosea ist ein kraftvolles Symbol für die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk. Im Kontext wird Hosea oft als Bild für die geistliche Ehe zwischen Jesus und seiner Gemeinde verstanden. Besonders die Verse in Hosea 1,2 und Hosea 3,1 verdeutlichen diese tiefe Bedeutung.
[27:43] Lasst uns mal Hosea 1,2 lesen. Als der Herr durch Hosea zu reden begann, da sprach der Herr zu ihm: "Geh, erwirb dir eine hurerische Frau und Hurenkinder, denn das Land ist dem Herrn untreu geworden und hat sich der Hurerei hingegeben."
[28:02] Hier fordert Gott Hosea auf, eine Frau zu heiraten, die in Sünde lebt. Diese ungewöhnliche Aufforderung symbolisiert die Beziehung zwischen Gott und Israel. Israel ist untreu, weil es sich von Gott abgewandt und anderen Göttern nachgefolgt ist, vergleichbar mit einer Ehe, die durch Untreue zerstört wird.
[28:27] Auch für uns Christen hat dieser Vers eine tiefe Bedeutung. Er zeigt, dass die Gemeinde Jesu trotz ihrer Fehler und Sünden von ihm geliebt wird. Vergiss das nicht, wenn du manchmal denkst, Gott liebt mich nicht mehr, er liebt dich trotzdem. Er hat dich nämlich zuerst geliebt.
[28:47] Jesus sucht danach, seine Gemeinde zu reinigen und sie wieder in eine enge Beziehung mit ihm zu bringen. Er möchte nicht, dass wir so bleiben. Ja, es mag sein, dass wir manchmal noch Fehler machen, dass wir diese weitermachen. Lass dich von ihm reinigen. Lass dich von ihm verändern, dass du diese vollkommene Braut Christi bist.
[29:12] Hosea 3,1, da lese ich weiter: "Und der Herr sprach zu mir, zu Hosea: Geh nochmals hin und liebe eine Frau, die von ihrem Freund geliebt wird und im Ehebruch lebt, gleich wie der Herr die Kinder Israels liebt, obwohl sie sich anderen Göttern zugewandt und Traubenkuchen lieben."
[29:35] Interessant, was Gott hier wieder fordert. Er soll noch mal eine Frau heiraten, die in Ehebruch lebt.
[29:46] Ich habe mich mal gefragt, wie das heute aussehen könnte, wenn jemand zu mir sagen würde: "Geh hin, heirate diese und tu dies und das und liebe sie von ganzem Herzen. Auch wenn sie Ehebruch begeht, auch wenn sie dich hintergeht, nicht nur einmal, nicht nur zweimal, sondern immer. Liebe sie trotzdem."
[30:07] Was für eine tiefe Liebe muss Gott zu uns Menschen haben? Gott ist Liebe.
[30:16] Das ist sehr schön und wertvoll, dies in der Bibel zu lesen. Wollen wir diese Liebe auch haben?
[30:23] Hier wird auch Hosea noch mal erneuert aufgefordert, seine Frau zu lieben, obwohl sie ihm untreu war. Das zeigt die treue, unerschütterliche Liebe Gottes.
[30:36] Trotz des Abfalls Israels bleibt Gott seinem Volk treu und sucht es immer wieder.
[30:48] Gedenken wir an diese Texte, wenn wir vielleicht in einer Ehekrise sind oder in einer Beziehungskrise, dass egal was passiert, dass wir da nicht irgendwann sagen: "Jetzt reicht's, ich mache Schluss, ich habe keine Lust mehr." und sagen: "Ich mache jetzt, ich lass mich scheiden." Gedenke an diesen Text: Gott lässt sich auch nicht scheiden.
[31:10] Diese bedingungslose Liebe spiegelt sich auch in der Beziehung Jesu zur Gemeinde wider. Obwohl die Gemeinde immer wieder von Gott abweicht, bleibt Jesus ihr treu und sucht sie, um sie zu retten und zu versöhnen.
[31:26] Was bedeutet es für dich und mich persönlich? Gottes unerschütterliche Liebe. Diese Bibelstellen verdeutlichen, dass Gottes Liebe bedingungslos ist. Er sagt nicht erst, wenn du das und das und das tust, dann werde ich dich so und so lieben. Nein, er sagt, ich liebe dich. Und er sagt nicht erst, was wir tun müssen. Er liebt dich bedingungslos.
[31:49] Und wie wunderschön wäre es, wenn auf der ganzen Welt die Väter und Mütter ihre Kinder so lieben würden, der Mann seine Frau, die Frau ihren Mann. Oh, wie wunderbar wäre dies ohne Vorurteile, ohne an sich selbst zu denken, an das eigene Ego, an diesen Stolz und sagen: "Ja, der hat mir wehgetan, er soll sich erstmal entschuldigen" oder "sie hat mich hintergangen, es muss sie erstmal etwas tun, damit ich sie wieder lieben werde." Wie wunderbar wäre es, wenn wir jeden einzelnen, das heißt in der Gemeinde auch, wenn wir Streit haben mit Brüdern oder Schwestern, sie einfach bedingungslos lieben und nicht unseren Stolz nähren und sagen: "Entschuldige dich erstmal, dann sind wir wieder Brüder", sondern von vorneherein sagen: "Du bist mein Bruder, das wird sich nicht ändern."
[32:36] Wiederherstellung der Beziehung. Wie Hosea seine Frau trotz ihrer Untreue liebt, so will auch Jesus dich immer wieder zurückgewinnen. Seine Vergebung steht dir jederzeit offen. Das fordert dich heraus, nicht in der Sünde zu verharren, sondern bewusst zu Gott zurückzukehren und ihm dein Herz neu zu schenken.
[33:03] Es fordert auch Hingabe und Treue. Hoseas Bereitschaft, trotz allem an seiner Frau festzuhalten, ist ein Bild für die Hingabe Jesu an seine Gemeinde. Gleichzeitig ist es eine Einladung an dich und an mich, unsere Beziehung zu Gott mit echter Treue zu leben, nicht nur mit Worten, sondern durch konkrete Schritte im Glauben.
[33:34] Lasst uns mal jetzt das Gegenteil von der reinen Braut anschauen, von der reinen Braut Christi und lesen wir mal Offenbarung 17, die Verse 1 bis 2.
[33:48] Da geht es im Kontext um Babylon. Ich erspare mir, jetzt das vorzulesen, was das alles bedeutet. Ihr könnt es selbst auf Jul Media nachschauen.
[33:59] Und da heißt es in Vers 1: "Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir: 'Komm, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und von deren Wein der Unzucht, die die Erde bewohnen, trunken worden sind.'"
[34:25] Offenbarung 18,1-4, da heißt es: "Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte eine große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit. Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: 'Gefallen, gefallen ist Babylon die Große und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Vögel. Denn von dem Glutwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken und die Könige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben und die Kaufleute der Erde sind von ihrer gewaltigen Üppigkeit reich geworden. Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: 'Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihre Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt.'"
[35:14] Die große Hure, ich fasse es zusammen, steht für eine abgefallene geistliche Macht, die sich von Gott abgewandt hat und sich weltlichen Mächten hingegeben hat. Ihre Unzucht bedeutet geistliche Untreue, Rebellion gegenüber seinem Gesetz auch, indem sie andere Götter, Werte oder Systeme verehrt und sich mit der Welt verbündet.
[35:40] Gott ruft sein Volk aus Babylon herauszukommen. Haben wir gerade gelesen Offenbarung 18,4.
[35:48] Was bedeutet, sich von falschen Lehren, Sünden, Kompromissen mit der Welt zu distanzieren?
[35:55] Ja, wie verlockend ist doch diese Welt mit ihren Angeboten, die doch so schön erscheinen. Lass dich nicht täuschen. Geh hinaus, wenn du noch darin wohnst, bevor es zu spät ist. Gott ruft dich auch heute: "Komm heraus aus ihr, mein Volk." Er möchte dich lebend haben, nicht für immer vernichtet.
[36:18] Was bedeutet das für dich und mich persönlich? Diese Botschaft fordert dich heraus, deine eigene geistliche Treue zu überdenken.
[36:29] Wo suche ich Sicherheit? Verlasse ich mich auf weltliche Systeme oder auf Christus? Gibt es Bereiche, in denen ich Kompromisse mache? Lebe ich in echter Hingabe zu Jesus? Oder lasse ich mich von weltlichen oder sogar auch dämonischen Einflüssen bestimmen?
[36:52] Höre ich den Ruf Gottes? Offenbarung 18,4 ruft uns auf, aus Babylon, der Sünde und der geistlichen Verwirrung herauszukommen.
[37:03] Auch wenn wir darin meinen, wir sind gläubig. Gott sagt: "Kommt heraus, denn ihr seid mein Volk." Es sind Gläubige noch in Babylon, die darin sind und noch nicht rausgekommen sind. Die ruft er heraus: "Kommt heraus aus ihr, damit ihr keinen Schaden bekommt, wenn das Gericht vollstreckt wird." Gott lädt dich ein, Teil seiner reinen Braut zu sein. Das bedeutet eine tiefe, treue Beziehung. So wie ich vorher schon ein paar Mal gesagt habe, dieses Wort ist so wichtig: treu zu Gott, eine treue Beziehung mit ihm zu führen und dich von allem zu trennen, was dich von ihm entfernt.
[37:47] Wie kannst du heute praktische Schritte gehen, um ihm näher zu sein? Denk drüber nach. Geh ins Gebet. Denk über dein Leben nach. Vielleicht ist es dir nicht bewusst und du wandelst in dem Tal der Finsternis, sage ich mal, und tust eigentlich unbewusste Sünde gegen Gott, die dir noch nicht aufgefallen ist. Geh ins Gebet, studiere sein Wort und Gott offenbart dir diese Sünde. Bitte um Vergebung und lebe dann ein Leben voller Hingabe und Treue.
[38:21] Schauen wir eine weitere Bibelstelle an im 1. Mose Kapitel 24. Dort die Verse 1 bis 4 und später dann auch 57 bis 67.
[38:34] Dort geht es um Isaak und Rebekka. Als Abraham alt wurde, dachte er zweifellos über die Verheißung Gottes nach, die seinen Nachkommen gegeben wurde. 1. Mose 15,5, kann man das nachlesen. In diesem Bewusstsein übertrug er seinem ältesten und vertrauenswürdigsten Diener eine bedeutende Aufgabe. Er soll eine geeignete Frau für seinen Sohn Isaak finden.
[39:01] Ein schöner Gedanke. Lasst uns jetzt Vers 1 bis 4 im 1. Mose 24 lesen. "Und Abraham war alt und recht betagt. Und der Herr hatte Abraham gesegnet in allem. Und Abraham sprach zu dem ältesten Knecht seines Hauses, der Verwalter aller seiner Güter war: 'Lege doch deine Hand unter meine Hüfte, dass ich dich schwören lasse bei dem Herrn, dem Gott des Himmels und dem Gott der Erde, dass du meinem Sohn keine Frau nimmst von den Töchtern der Kanaaniter, in deren Land ich wohne, sondern dass du in mein Vaterland zu meiner Verwandtschaft ziehst und meinem Sohn Isaak dort eine Frau nimmst.'"
[39:42] Abrahams Bitte zeigt, dass er für Isaak eine Frau aus seiner eigenen Verwandtschaft wollte, damit sie den Glauben an den einen wahren Gott teilte.
[39:54] Es ist also nicht egal, was für einen Partner ich mir suche. Er muss sehr gut bedacht sein, denn später in der Ehe kann dies zu sehr schlimmen Konsequenzen und Folgen haben.
[40:13] 1. Mose 24,57-67, da geht es dann in diesem Kontext weiter. Ich erspare mir, diese vorzulesen, alles aus Zeitgründen. Ihr dürft es gerne selber tun. Ich möchte gerne nur die wichtigsten Stellen rauslesen, 57 bis 67, die die Symbolik sowie den Zusammenhang mit Christus und der Gemeinde verdeutlichen.
[40:38] Da heißt es in Vers 57: "Da sprachen sie, also die Menschen: 'Lasst uns das Mädchen rufen und fragen, was sie dazu sagt.' Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: 'Willst du mit diesem Mann ziehen?' Sie antwortete: 'Ja, ich will mit ihm ziehen.'"
[40:55] Rebekka entscheidet sich bereitwillig, mit dem Knecht zu gehen, obwohl sie Isaak noch nie gesehen hatte. Sie verlässt ihr Zuhause und vertraut auf das, was ihr über Isaak berichtet wurde.
[41:11] Isaak begegnet ihr schließlich auf dem Feld. Als Rebekka ihn sieht, steigt sie vom Kamel, verhüllt sich und wird Isaaks Frau. Diese Begegnung finden wir Liebe und Trost in ihrem Ausdruck. Und so heißt es weiter: "So wurde Isaak getröstet nach dem Tod seiner Mutter."
[41:33] Schauen wir uns jetzt mal wieder so die Parallelen an.
[41:40] Abraham als Bild für Gott den Vater. Abraham sendet seinen Diener, um eine Braut für Isaak zu finden. Ebenso sendet Gott den Heiligen Geist, um die Gemeinde als Braut für Christus vorzubereiten. Nachlesen kann man das in Johannes 14,26 oder 16,13-14.
[41:57] Der Knecht als Bild für den Heiligen Geist. Der Knecht sucht eine Braut für Isaak, führt sie und offenbart ihr Isaaks Reichtum. Der Heilige Geist ruft Menschen zur Gemeinschaft mit Christus, leitet sie und offenbart ihnen seine Herrlichkeit. Johannes 16,14 steht's auch geschrieben noch mal.
[42:18] Rebekka als Bild für die Gemeinde. Sie entscheidet sich, mit dem Knecht zu gehen, ohne Isaak vorher gesehen zu haben. Die Gemeinde glaubt an Jesus, ohne ihn physisch gesehen zu haben. Johannes 20,29 oder 2. Korinther 5,7. So wird durch den Knecht sie geschmückt und vorbereitet. Ein Bild dafür, dass die Gemeinde für das Hochzeitsmal des Lammes geschmückt wird. Offenbarung 19,7-8 kann man das nachlesen.
[42:51] Isaak als Bild für Christus, Gott, den Sohn, den Bräutigam. Isaak erwartet seine Braut und nimmt sie liebevoll an. Ebenso kommt Jesus wieder, um seine Gemeinde zu sich zu nehmen. Epheser 5,25-27 oder Offenbarung 19,7-9 noch mal.
[43:09] Die Hochzeit als Bild für die ewige Verbindung mit Christus. Rebekka wird Isaak als Frau gegeben und sie werden eins. Dies entspricht der geistlichen Vereinigung von Christus und seiner Gemeinde in der Ewigkeit. Offenbarung 21,2.
[43:28] Ist es nicht wunderschön, wie die Bibel durch solche Geschichten, durch solche Beispiele zeigt, wie sehr Christus uns liebt, was er alles tun möchte, damit wir eines Tages bei ihm sein können: Makellos, wunderschön, geschmückt wie eine Braut.
[43:48] Wie ich vorher auch erwähnt habe, denke noch einmal darüber nach, falls du abends, bevor du schlafen gehst oder morgens, wenn du aufstehst, denke darüber nach, was Gott alles für dich getan hat und tun wird, damit du eines Tages bei ihm sein kannst. Lass es nicht einfach bei dir vorübergehen und sagen, ich habe noch Zeit oder ja, ich weiß das alles schon. Vielleicht bist du auch mit dem Glauben aufgewachsen durch deine Eltern oder durch Verwandte, egal wen und kennst das von Kindheit an. Und es ist dir nichts Neues. Denk noch mal nach. Lass es dir nicht gleichgültig sein, was Christus für dich alles gegeben hat und wie er dich schmücken möchte als seine Braut, wenn er wiederkommt. Oh, was für ein wunderbares Fest wird das sein. Möchtest du dabei sein? Ich will dabei sein.
[44:37] Diese Geschichte von Isaak und Rebekka zeigt, dass Gott einen Plan hat, sowohl für Isaak als auch für uns. Er bereitet eine geistliche Ehe zwischen Christus und seiner Gemeinde vor. Genau wie Rebekka dazu eingeladen wurde, Isaak zu folgen, lädt Jesus uns ein, ihm zu vertrauen und nachzufolgen.
[44:57] Gott ruft dich in eine enge Beziehung zu sich. Die Frage ist, bist du bereit wie Rebekka zu antworten und zu sagen: "Ja, ich will mit ihm gehen?"
[45:14] Lasst uns wieder eine Bibelstelle in der Offenbarung anschauen über das, wovon wir vorher geredet haben und gelesen haben in Offenbarung 19,1-9 und auch 21,1-4. Da wird es nicht um die Hure gehen.
[45:29] Die Bibelstellen, die ich gerade vorgelesen habe, sprechen von der Hochzeit des Lammes und der neuen Schöpfung, in der Gott selbst bei seinem Volk wohnen wird. Werden wir nachher nachlesen. Diese Passagen zeigen und stehen auch in starkem Kontrast zur Beschreibung der großen Hure in Offenbarung 17 bis 18, die für die geistliche Untreue und Abfall steht.
[45:55] Lesen wir nun Offenbarung 19,1-9. "Und nach diesem hörte ich eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprach: 'Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht gehören dem Herrn unserem Gott. Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde verderbte mit ihrer Unzucht und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert.' Und nochmals sprachen sie: 'Halleluja!' Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß und sprachen: 'Amen! Halleluja!' Oh, was für ein wunderbares Gefühl, einmal dabei zu sein. Und eine Stimme kam aus dem Thron hervor, die sprach: 'Lobet unseren Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, sowohl die Kleinen als auch die Großen.' Und ich hörte etwas wie die Stimme einer großen Volksmenge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie der Schall starker Donner." Die sprachen: "Halleluja!" "Denn der Herr, Gott, der Allmächtige hat die Königsherrschaft angetreten. Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und seine Frau hat sich bereit gemacht und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend, denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: 'Schreibe! Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmal des Lammes berufen sind.' Und er sprach zu mir: 'Das sind die wahrhaftigen Worte Gottes.'" Oh, was für eine wunderbare Szene sich hier abspielt.
[47:57] Lasst uns mal kurz die Verse noch mal alle anschauen. Es war ein bisschen längerer Text. Vielleicht ist der ein oder andere nicht mitgekommen. Verse 1 bis 3. Da geht es über das Gericht über die Hure. In den vorangehenden Kapiteln wird Babylon, die große Hure, beschrieben. Ein Symbol für eine abgefallene, untreue Beziehung, wie wir es vorher schon mehrfach gehört haben. Babylon steht für ein Volk, das Gott verlassen hat und falschen Göttern dient. Nun wird ihr Gericht verkündet. Ein abgefallenes System, was nicht mehr Gott treu sein möchte und sich abgewandt hat.
[48:31] Dies zeigt, dass geistlicher Ehebruch, Untreue gegenüber Gott, man könnte auch Götzendienst sagen, nicht ungestraft bleibt. Wer sich von Gott abwendet und mit der Welt Kompromisse macht, steht letztendlich unter seinem Gericht.
[48:51] Verse 4-5. Dort geht es um die Anbetung Gottes für sein gerechtes Gericht. Die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen beten Gott an, weil er die Gerechtigkeit aufrichtet.
[49:03] Oh, es wird wieder Gerechtigkeit herrschen. Vielleicht sehnst du dich selbst danach, dass endlich wieder Gerechtigkeit auf Erden herrscht. Vielleicht kannst du nicht mehr zusehen, was auf der Welt passiert. Seien es die Kriege in Israel oder jetzt Ukraine und Russland oder auch überall auf der Welt, seien es diese ganzen Korruptionen, die es gibt, sei es unter Menschen, unter dem Volk oder in der Politik, egal wo, seien es ungerechte Gerichte, obwohl du eigentlich unschuldig bist und eigentlich jeder weiß, dass du unschuldig bist und trotzdem verurteilt wirst und ins Gericht musst beziehungsweise ins Gefängnis musst für viele Jahre, vielleicht auch sogar mit dem Tod bestraft wirst.
[49:52] Verse 6-8. Die Hochzeit des Lammes. Die Hochzeit symbolisiert die vollkommene Vereinigung Jesu mit seiner Gemeinde, die als seine Braut.
[49:58] Gemeinde, die als seine Braut beschrieben wird. Die Gemeinde ist gekleidet in feine, reine Leinwand, ein Symbol für ihre Gerechtigkeit, wie wir vorher gelesen haben. Eine treue Beziehung zu Christus bedeutet, sich für ihn zu bewahren. Diejenigen, die nicht vom Glauben abfallen, werden belohnt. Die übrigen, die ausharren bis zum Schluss, welche die Gebote Gottes und das Zeugnis Jesu haben.
[50:28] Vers 9: "Selig sind die eingeladenen zur Hochzeit des Lammes." Die Hochzeit des Lammes ist der Höhepunkt des Heilsplans. Diejenigen, die eingeladen sind und teilnehmen, sind gesegnet. Der Höhepunkt des Heilsplans. Es ist noch nicht vorbei. Es gibt noch was Schöneres, ihr Lieben. Es gibt noch etwas viel Wertvolleres, etwas Bedeutenderes als das, was wir bis jetzt erlebt haben.
[50:52] Wenn Jesus wiederkommt, der Höhepunkt, die Hochzeit. Ich weiß nicht, wie es bei dir war, als du deine Frau kennengelernt hast oder du deinen Mann, und wenn du es noch nicht getan hast, vielleicht passiert es auch noch. Aber ich kann mich erinnern, als ich meine Frau kennengelernt habe: Wir verliebten uns, wir verlobten uns und wir heirateten. Und wir haben alles vorbereitet für die Hochzeit und es war eine wunderschöne Hochzeit. Da sind Gäste gekommen, die mit uns gefeiert haben. Und als ich dann vorne stand an dem Traualtar und gewartet habe, sehnsüchtig nach meiner zukünftigen Frau, als die Musik dann anfing, die ganzen Gäste aufgestanden sind und meine Frau mit einem Schleier und mit ihrem Hochzeitskleid reinkam, geführt wurde von ihrem Vater und sie immer näher kam zu mir. Ihr Lieben, ich möchte nicht emotional werden, aber wie sehr hat mein Körper vor Freude getanzt, könnte man sagen, mein Inneres. Ich habe mich gefreut, endlich dieses Mädchen als meine Frau zu nehmen. Als ich dann ihre Hand halten durfte und als ich dann das Jawort sagen durfte: "Ja, ich will ihr Mann sein", und sie es auch gesagt hat. Oh, wie glücklich war ich, ihr Lieben. Dieses Glück kann man sich kaum vorstellen.
[52:06] Doch es gibt noch was Besseres als sogar dieses glücklich sein. Es gibt das Hochzeitsmal des Lammes, wenn Jesus wiederkommt, wenn wir ihn sehen werden in den Wolken des Himmels von Angesicht zu Angesicht und wir wissen dürfen: Ja, das ist der, auf den wir gewartet haben. Das ist der Bräutigam, auf den wir gewartet haben und die Braut endlich bei ihm sein wird. Wie schön wird diese Zeit dort sein. Wenn man mal drüber nachdenkt, von da an geht das Leben erst dann richtig los.
[52:42] Lesen wir Offenbarung 21, die Verse 1 bis 4. Da heißt es: "Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen und das Meer gibt es nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: 'Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen und er wird bei ihnen wohnen.'"
[53:09] Habt ihr es auch gelesen? Und er wird bei ihnen wohnen. Gott wird bei uns wohnen. Immanuel, Gott mit uns. Gott wird bei uns wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein. Weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, denn das erste ist vergangen.
[53:36] Ihr Lieben, glaubst du diesen Worten, die wir gerade gelesen haben, die in der Bibel geschrieben stehen? Glaubst du daran fest oder denkst du, ja, es könnte sein? Ja, vielleicht passiert's, vielleicht auch nicht. Ich lass mich mal überraschen. Ich gucke mal, ob es so sein könnte. Oder sagst du: "Nein, diese Worte sind wahrhaftig und gewiss. Ich glaube daran mit festem Herzen. Ich lass mich nichts davon abbringen lassen. Egal, was die Welt sagt, egal, was die Medien sagen oder egal, was auch sonst irgendeiner sagt."
[54:05] Glaubst du fest daran, Gott wird bei uns wohnen? Wir werden ihn sehen. Wir werden zu unserem liebenden Vater gehen, zu unserem Bruder Jesus Christus, der Mensch geworden ist, um für uns zu sterben, damit wir erlöst werden. Wir dürfen wie die Kinder damals, als Jesus auf der Erde war, auf seinem Schoß sitzen, bei ihm sein, wie seine Jünger. Wir dürfen ihm zuhören. Vielleicht wird auch Jesus meine Predigt halten. Ich weiß es nicht. Ich bin mir sicher, es wird ja einen Sabbat nach dem anderen geben. Wie auch immer das aussehen wird, ich weiß es nicht. Aber ich bin eines gewiss: Es wird wunderschön sein. Es wird eine herrliche Feier sein, die nie enden wird.
[54:42] Bist du dir im Klaren, was dies alles bedeutet? Und Gott wird abwischen alle Tränen. Er wird abwischen alle Tränen. Kein Leid, kein Schrei, kein Schmerz wird mehr sein. Das ist alles vorbei.
[54:55] Oh, wie sehr sehne ich mich danach, nach dieser neuen Erde, nach diesem Schöpfer, nach diesem Erlöser, nach diesem Bräutigam. Wie sehr sehne ich mich danach, endlich ja zu ihm zu sagen, vor ihm zu stehen, wie als ich bei meiner Frau ja gesagt habe, vor ihm zu stehen, sagen: "Ja, ich bin endlich bei dir." Wie sehr sehnt sich Gott danach, endlich ja zu sagen: "Mein Kind, du bist jetzt bei mir. Meine Kinder, ihr seid jetzt endlich da. Jetzt können wir mal miteinander reden und Zeit verbringen, persönlich von Auge zu Auge." Oh, wie sehr sehne ich mich danach. Was für eine tiefe Liebe ist das, die Gott uns da gibt, was er alles vorbereitet hat. Habt ihr euch mal Gedanken darüber gemacht, was alles in der Bibel geschrieben steht, was wir auf der neuen Erde machen müssen? Äh, nicht machen müssen, verzeih, was wir alles machen dürfen, was es da alles geben wird. Es wird Tiere geben, es wird Natur geben, es wird wunderbar sein.
[55:51] Wie herrlich wird es dort sein bei unserem Bräutigam, der bald kommen wird. Ja, Herr Jesus, komme bald.
[56:03] Der neue Himmel und die neue Erde. Die alte Welt vergeht und Gott erschafft etwas vollkommen Neues. Dies zeigt, dass eine echte geistliche, treue Beziehung zu Christus zu einer neuen, ewigen Realität führt. Das neue Jerusalem wird auch als Braut Christi angedeutet. Die Stadt wird als geschmückt wie eine Braut beschrieben. Ein Bild für die Gemeinde, die sich mit Christus verbindet. Ja, wir werden dort wohnen. Dort werden wir unser gemeinsames Zuhause haben.
[56:34] Entschuldigung, bin verrutscht. Doch, die wahre Gemeinde ist treu geblieben und wird jetzt als Braut des Lammes dargestellt. Die wahre Gemeinde ist treu geblieben und wird jetzt als Braut dargestellt. Eine ewige, unzerstörbare Verbindung mit Christus, unzerstörbar.
[57:06] Gott selbst wird bei seinem Volk wohnen. Es gibt keine Trennung mehr. Wie auch eben gesagt, es gibt keine Trennung mehr. Eine Beziehung mit Christus bedeutet, dass er gegenwärtig ist. Untreue hingegen führt zur Trennung. Gott wird gegenwärtig sein. Vielleicht kennst du noch das alte Lied "Gott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten." Oh, ein wunderschönes Lied. Wenn du es kennst, hol dein Liederbuch raus und lies diese verschiedenen Strophen durch. Ein sehr schönes Lied.
[57:41] Gott wird alle Tränen abwischen. Vers 4. Alles Böse und Vergängliche wird vorbei sein. Wer treu bleibt, wird eine ewige, wie auch schon gesagt, unzerstörbare Gemeinschaft mit Christus haben. Frei von allem Schmerz, auch von dem Schmerz der Sehnsucht.
[58:05] Diese Texte fordern dich heraus, sowie auch mich, deine eigene Treue zu Christus zu prüfen. Sie zeigen, dass geistlicher Ehebruch durch Kompromisse mit der Welt zu Gottes Gericht führt. Gleichzeitig geben sie Verheißungen, dass eine treue Beziehung zu Christus in ewiger Gemeinschaft mit ihm endet. Du kannst wählen.
[58:28] Die Ehe ist eine der tiefen oder tiefsten, könnte man sogar sagen, Symbole für die Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde. Durch die Bibel zieht sich dieses Bild als ein roter Faden der Liebe, Treue und Erlösung. Unsere tägliche Entscheidung, Gott zu lieben und ihm treu zu bleiben – in der Bibel heißt es, indem wir seine Gebote halten – bereitet uns auf die größte Hochzeit der gesamten Weltgeschichte vor: das ewige Leben mit Christus.
[59:15] Lebst du in geistlicher Treue oder gibt es Bereiche, in dem du immer noch Kompromisse machst? Ich möchte dich einladen, heute hier und jetzt eine ernste Entscheidung zu treffen für den, der alles für dich gegeben hat, der dich grenzenlos liebt und möchte, dass du diese Liebe annimmst und eine Beziehung mit ihm eingehst. Wie lange willst du noch zögern? Wie oft willst du Gottes Ruf noch überhören? Heute ist der Tag der Entscheidung. In der Bibel heißt es: "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht." Wirst du die treue Braut Christi sein oder weiter zwischen zwei Welten stehen? Entscheide dich jetzt, bevor es zu spät ist. Entscheide dich für den Bräutigam und ich garantiere dir, du wirst es nicht bereuen. Möge Gott uns in dieser Hinsicht segnen. Möge er uns Weisheit schenken. Ja, wir könnten noch mehrere Texte, Ereignisse in der Bibel lesen. Ich möchte dich ermutigen, dies zu tun. Unter Gebet. Gott wird dich führen und leiten. Doch in all den Dingen möchte ich dich bitten, denke noch mal darüber nach zwischen dieser, ich nenn es mal Ehe, zwischen dir und Christus. Nimm sie nicht einfach leichtfertig hin und sag, es ist nicht schlimm oder ich bin ja Christ, ich bin erlöst, ich bin gerettet, ich brauche nichts tun. Menschen, die so reden, lieben Christus nicht. Menschen, die Christus lieben, sagen: "Herr, was möchtest du, dass ich tue?" So wie ein Ehepartner überlegt, was er heute Gutes für ihn tun kann, damit diese Person glücklich ist. Oh, lass Christus glücklich sein, wenn er wiederkommt. Lass ihn freuen, weil er weiß, dass du dabei bist. Denke nicht drüber nach, was bietet mir die Welt. Denk drüber nach, was du alles in der Ewigkeit haben darfst. Es ist ein Geschenk an dich. Triff heute die Entscheidung hier und jetzt als Braut Christi ja zu deinem Bräutigam zu sagen. Gott segne dich dabei. Amen.
[1:01:46] Lasst uns noch gemeinsam zu unserem lieben Schöpfer, Erlöser und Bräutigam beten. Herr Jesus Christus, wir danken dir von ganzem Herzen für diese wunderbare Zeit, die wir eben wieder haben durften. Wir danken dir für dein Wort, das wir lesen durften. Es war jetzt nur oberflächlich angekratzt, doch es kann noch viel tiefer gehen. Ich möchte dich bitten, dass du jeden einzelnen, der dieses Video jetzt hier sieht oder auch ansehen wird, dass du ihn ermutigst, dass er noch tiefer in deinem Wort studiert, noch tiefer gräbt und diesen Schatz deiner Liebe findet, ihn annimmt, dass er darüber nachdenkt über sein Leben, wo er vielleicht noch hier und dort Fehler hat, wo er noch nicht ganz rein ist, dass er um Vergebung bittet, dass er eine reine, unbefleckte Braut wird, wenn du wiederkommst. Herr, lass uns nicht müde werden, darüber nachzudenken. Lass uns aber auch nicht müde werden, anderen Menschen davon zu erzählen. Du kommst bald und du möchtest deine Braut abholen. Ich bitte dich, lass uns heute hier und jetzt die Entscheidung treffen, ja zu dir zu sagen. Nicht einfach nur ja, weil wir an dich glauben, sondern ein richtiges Ja, ich will. Und dich von Herzen lieben, dir treu sein in allen Dingen und uns dir ganz hinzugeben, bis du wiederkommst. Schenke uns, Herr, diese schöne Zeit, die wir noch haben dürfen und bereite uns auf deine Wiederkunft vor. Wir loben und preisen dich und danken dir in deinem Namen. Amen.
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